Latest / Gin And Talk / Alessija Lause über Rollen, Schüchternheit und die Schauspielerei
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- 0:00Speaker 0: Ich muss sagen, ich war wirklich ein sehr schüchternes Kind früher.
- 0:04Speaker 0: Wir haben so viele Facetten an uns wie eine krass schillernde Disco-Kugel und jedes Plättchen ist einfach ne andere Facette.
- 0:15Speaker 0: Keiner is OneNote, niemand der auf diesem Planet wandelt ist so OneNote und deswegen zu gucken, wie man einen Menschen mit möglichst vielen Facetten porträtieren kann – das ist total spannend!
- 0:29Speaker 0: Und das ist dann natürlich irgendwie ein Stückchen Fleißarbeit, die unfassbar Spaß macht.
- 0:36Speaker 0: Ein Projekt hat es verdient, dass eben das Beste von allen einfließt und das kann man natürlich nur wenn man komplett... Wenn man auch einen Freiraum hat und wirklich gefragt wird hey wie siehst du das?
- 0:46Speaker 0: Lass mal Brainstorm!
- 0:48Speaker 1: Herzlich willkommen.
- 0:49Speaker 1: mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr euch heute zu einer neuen Episode Gen & Talk begrüßen zu dürfen.
- 0:55Speaker 1: Ich bin heute hier in Berlin und treffe mich mit Alessia Lause.
- 1:00Speaker 1: Die in Bad Eibling geborene Schauspielerin gehört wohl zu den vielseitigsten ihrer Zunft, sie hat nicht nur Rollen in Kino-und Fernsehproduktion übernommen sondern fühlt sich auch auf der Theaterbühne zu Hause.
- 1:10Speaker 1: Außerdem hat sie über viele Jahre hinweg sehr erfolgreich als Standfrau gearbeitet.
- 1:14Speaker 1: ich wollte von ihr wissen wofür Ihr Herz am stärksten schlägt wie Sie sich auf neue Rollen vorbereitet und warum sie besonders oft sehr kantige besondere spezielle Rollen übernimmt Wenn dir diese Episode von Gin & Talk gefällt, dann folg uns bei Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer du gerne Podcasts hörst und hinterlass uns eine gute Bewertung.
- 1:34Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 1:55Speaker 0: Mach es dir gemütlich, leh'n dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer Studio-Bar.
- 2:12Speaker 1: Liebe Alessia, ich freue mich sehr dass wir uns heute hier treffen können um über dein Leben deine Rollen die Schauspielerei ja über deine Vielseitigkeit sprechen zu können.
- 2:21Speaker 1: herzlich willkommen.
- 2:22Speaker 0: Ja vielen Dank Daniel!
- 2:23Speaker 0: Ich freu mich sehr das du mich eingeladen
- 2:25Speaker 1: hast.
- 2:26Speaker 1: Sag mal wenn wir uns deinen Lebenslauf ein bisschen anschauen dann findet man da Fernsehen Kino Theater Man findet aber auch Stuntrollen.
- 2:35Speaker 1: Bei all diesen Dingen, die du machst und gemacht hast kannst du eigentlich sagen wo so ein bisschen dein Herz steckt.
- 2:42Speaker 1: Wofür du am meisten brennst oder sagst du eigentlich ist dir alles gleich wichtig?
- 2:47Speaker 0: Es schlägt überall also es kommt ganz auf das Format beziehungsweise auf die Produktion an, auf die Geschichte und die Aufgabe die damit verbunden ist und dementsprechend... Interessenshalber bin ich wirklich breit aufgestellt und die Grüße, die Herausforderung ist besser.
- 3:07Speaker 0: Vor allem auch wenn es Sachen sind, die ich noch nie gemacht habe dann hab ich da natürlich mehr Bock drauf als Wenn das jetzt irgendwie was total selten vorkommt irgendwie zum zweiten oder dritten mal Was wäre?
- 3:20Speaker 0: Was in die ähnliche Richtung geht?
- 3:22Speaker 0: also es geht nicht so sehr Darum ob das jetzt kino oder fernsehen oder eben theater ist.
- 3:29Speaker 0: natürlich hat alles seine Seinen speziellen Zucker oder seine Spices, die dann irgendwie spannend sind in dem Moment.
- 3:37Speaker 0: Aber es geht eher ums große Ganze so bzw das was von mir dann in den Moment gefordert ist oder wo ich mich einbringen kann als Teil des
- 3:45Speaker 0: Ganzen.".
- 3:46Speaker 1: Du hast meinem Interview erzählt dass du eher der introvertierte Typ bist und da hab' ich mich bisschen er... Tapp gefühlt ehrlich gesagt und dann darüber nachgedacht, dass die Schauspielerei eigentlich ein ganz gutes Tool sein kann um darüber hinweg zu kommen.
- 4:02Speaker 1: Weil man ja immer so eine Distanz zur Audience hat.
- 4:05Speaker 1: also ganz egal ob das jetzt die Kamera ist oder der Bühnengraben im Theater Man hat immer einen gewissen Abstand.
- 4:12Speaker 1: Du kannst in der Rolle machen was immer du möchtest Kann sich quasi voll ausleben ohne dass es jemand direkt auf dich als Person bezieht.
- 4:21Speaker 1: Ist die Schauspielerei deshalb vielleicht für dich auch so ein bisschen Schutzmechanismus gegen die eigene Schüchternheit?
- 4:27Speaker 0: Also, introvertiert.
- 4:30Speaker 0: Ich glaube ich weiß wo du das aufgeschnappt hast.
- 4:34Speaker 0: also ich muss sagen ich war wirklich sehr schüchternes Kind früher das heißt ich habe mich so eher zurückgezogen und irgendwie bin er Leuten ausgewichen wenn sie mir entgegen gekommen sind.
- 4:44Speaker 0: ich hab auch im Land gewohnt aber es ist total einfache Läufe raus so weitchen war nicht so wie in der Stadt Und also introvertiert würde ich jetzt erst mal vielleicht gar nicht so mittlerweile sagen.
- 4:57Speaker 0: Ich meine, man entwickelt sich ja eventuell auch ein bisschen weiter und da verändert sich...ich würde eher sagen dass ich schon auch ein privater Mensch bin und vielleicht mich unbedingt alles mit jedem komplett auf den Teile bzw.
- 5:16Speaker 0: da sehr darauf bedacht bin was mein Raum ist und, was ich mit wem teile in welcher Offenheit.
- 5:27Speaker 1: Na ja da sind wir irgendwie wieder ein bisschen bei der Kamera und dem Bühnengraben.
- 5:31Speaker 1: also davor kannst du quasi alles machen und dahinter sind die Leute so ein bisschen auf Abstand?
- 5:37Speaker 0: Also ich würde es nochmal anders sagen.
- 5:41Speaker 0: Also erst mal wenn nicht eine Rolle verkörpere dann... sind dann natürlich Anteile von mir drin.
- 5:51Speaker 0: Aber ich bin ja wie so ein Gefäß oder wie so'n Tool, bisschen exorzismusmäßig reingewirkt.
- 6:02Speaker 0: Das da etwas in einen Reihen schlüpft.
- 6:05Speaker 0: aber man ist ja nicht zu hundert pro Alessia oder Daniel in dem Moment sondern... Man is ja wirklich.
- 6:15Speaker 0: Das ist ja der Zauber daran, dass man in dem Moment einen anderen Menschen verkörpert oder es versucht so nah wie möglich da dran zu kommen und diesen Menschen, der eventuell erst mal auf einer Papierseite bzw.
- 6:31Speaker 0: in der Fantasie eines anderen oder einer anderen existiert hat diesem Menschen in Fleisch und Blut darzustellen Und dem eine Erscheinung, der eine Erscheinungen zu geben.
- 6:45Speaker 0: Natürlich durch die eigene Interpretation plus Interpretations der Regie und allem was noch dazukommt.
- 6:52Speaker 0: Kostüm, Kamera wenn da eine Kamera involviert ist.
- 6:56Speaker 0: Das heißt in dem Moment bin ich ja gar nicht mehr hundertprozentig Ich sondern eben diese eine Person um dies geht.
- 7:04Speaker 0: Da ist schon der Knackpunkt weil Wenn ich Geschichten erzähle, was ich ja in dem Moment mache.
- 7:12Speaker 0: Dann geht es nicht um mich Es geht um die Sache.
- 7:15Speaker 0: Es geht über die Geschichte.
- 7:17Speaker 0: Ich bin sozusagen ins Service of the Story der Autorin des Autoren oder Regie-Regisseurinnen.
- 7:25Speaker 0: dann geht's um die sache und da trete ich einfach im Hintergrund.
- 7:30Speaker 0: Ich glaube darum gehts halt.
- 7:31Speaker 1: Das heißt du blendest also deine eigenen Gefühle und Bedürfnisse auch deine Schüchternheit aus und ersetzt das quasi durch den Job.
- 7:38Speaker 0: Also ich glaube, ich bin gar nicht mehr so schüchternd wie es mal war als ich bin.
- 7:42Speaker 0: ja für mich Ich bin halt nicht so.
- 7:45Speaker 0: glaub ich bin keine Rampensau was ist bei vielen?
- 7:49Speaker 0: Kollegen natürlich auch gibt.
- 7:50Speaker 0: Und die sind, also ich meine es überhaupt nicht irgendwie wertend sondern die sind halt bam hier bin ich da da da voll irgendwie viele Witze und so weiter auf Lager.
- 8:02Speaker 0: Das binde da brauche ich irgendwie ein bisschen Zeit um mich dazu zu öffnen und zu teilen auf der Ebene in dem Volume aber... Ich mache es halt nicht um mich zu präsentieren, um alles sehr zu präsentieren.
- 8:18Speaker 0: Sondern ich mache's weil's um die Geschichte geht.
- 8:21Speaker 0: und also da... Da geht das einfach... Das ist einfach die Crux.
- 8:26Speaker 0: Ja!
- 8:27Speaker 0: Es geht wirklich um das was erzählt werden soll und da spiele ich dann halt in dem Moment eine zurückgestellte Rolle und da verschwindet das dann einfach Weil ich mich ja darauf konzentriere, ist genauso wie wenn man zum Beispiel für ein Casting anspielt.
- 8:43Speaker 0: Wenn es um Kanzellationscasting geht du weißt geil hast die Rolle da kommt jemand rein, da konzentrierst du dich zu hundert Prozent auf dein Partner was man übrigens beim Spielen eigentlich auch oftmals sollte.
- 8:56Speaker 0: aber manchmal kommt dann halt irgendwie doch schaltet sich das doof ego ein und dann denkst du dir ich muss doch hier und da das habe ich mir vorgestellt.
- 9:03Speaker 0: Das schießt ihr eigentlich immer quer in dem Moment wo du dich vollkommen auf dein Gegenüber einstellst.
- 9:12Speaker 0: Und dem die Energie oder der, die Energie schickst, haben alle zu hundert Prozent mehr davon als wenn du die ganze Zeit denkst, oh wie komische Zieh rum war so und deswegen da fällt das dann auch weg weil es geht dann plötzlich um die Sache und nicht um dich.
- 9:27Speaker 0: Der zweite Punkt du meintest ja dass es eventuell einen Abstand eine Distanz gibt für die Kamera.
- 9:32Speaker 0: diese... Das ist glaube ich ein Irrtum Weil die Kamera riecht ja förmlich jeden Gedanken, den du hast.
- 9:42Speaker 0: Die ist so nah an dir dran und ich auf der Bühne bin es etwas anderes.
- 9:46Speaker 0: Wenn die Kamera auf mich gerichtet ist dann kann sie quasi in dich reingucken.
- 9:55Speaker 0: also wirklich keine bessere Erklärung als dass die wirklich jeden einzelnen Gedanken fast briechen können und dementsprechend ist sie komplett nahe.
- 10:04Speaker 0: da ist keine Distanz aufmachen.
- 10:10Speaker 0: Und die das erlauben und da vielleicht auch, wenn du da kurz ein bisschen banger hast oder bist dich aufmachen und es erlaubt, dass da jemand so ganz nah an dich oder an die Figur, die du gerade bis dran kommst und Bühnen graben?
- 10:25Speaker 0: Das ist auch keine Distanz!
- 10:27Speaker 0: Weil die Leute sind im Raum, das ja genau das Geile am Theater, dass du sofort Feedback bekommst und diese Experience, die in Theater entsteht, die entsteht ja durch das Publikum und Dich Also alle auf der Bühne.
- 10:40Speaker 0: Nicht mal nicht das Geschehen auf der Bühne plus das Publikum, dadurch entsteht ja diese Synergie unter Abend dann.
- 10:47Speaker 0: Das heißt es ist ein komplettes Miteinander und da hast du direktes Feedback!
- 10:51Speaker 0: Es ist natürlich spannend weil man das Publikum manchmal so gar nicht lesen kann... Ich habe Abende gehabt.
- 10:57Speaker 0: ich dachte was mache ich denn hier plötzlich?
- 11:03Speaker 0: Manchmal kann ich es komplett ausblenden und dann bin ich weggebiehmt.
- 11:06Speaker 0: Und manchmal bin ich da halt doch da mit einem halben Ohr, kriegt mit ... Wenn du gewöhnt bist an Reaktionen die kommen plötzlich nicht, denkst du dir was?
- 11:14Speaker 0: Was macht das hier
- 11:16Speaker 0: los?!
- 11:18Speaker 0: Aber das sagt irgendwie gar nichts!
- 11:20Speaker 0: Weil es kann dann sein, dass du irgendwie runter kommst von der Bühne und dann sagen Boah!
- 11:25Speaker 0: Uns hat's voll geheult oder ich hab mich voll weggepackt vor Lachen.
- 11:29Speaker 0: Es war so toll... An manchen Abenden, wo du dachtest saß alles, kriegste die Response gar nicht.
- 11:36Speaker 0: Aber auch da ist es ein Irrtum das eine Distanz entsteht.
- 11:41Speaker 0: und das ist auch gut so weil im Endeffekt ich glaube alles Gute entsteht durch ne Verbindung.
- 11:49Speaker 0: Und das kann nur entstehen wenn wir uns aufmachen für Ne Verbindung.
- 11:53Speaker 0: also Es geht gar nicht nur um jetzt irgendwie meine profession oder deine profession sondern generell um Alles Geh ich davon aus, dass es wirklich so ist.
- 12:03Speaker 0: Wenn wir uns aufmachen für offene und ehrliche Verbindung dann können tolle Sachen entstehen.
- 12:10Speaker 0: aber wenn wir zurückhalten und ein bisschen geizig mit uns selber sind also das geben von uns Dann wird's eventuell schwieriger, dass da eine Verbindung entsteht.
- 12:22Speaker 1: Das was du damit der Kamera beschreibst die quasi in dich hineinschauen kann und alle deine Gedanken und Gefühle irgendwie zeigen kann Ist das was, dass mit der Erfahrung einfacher oder schwieriger wird?
- 12:35Speaker 1: Also wenn man sich quasi so ein Stück weit daran gewöhnt aber gleichzeitig natürlich auch immer besser versteht wie das funktioniert.
- 12:41Speaker 1: Am Anfang denkt man ja vielleicht noch nicht ganz so viel darüber nach weil man es auch noch nicht so genau weiß wie das alles funktioniert und ist dann eher intuitiv vor der Kamera, wenn man dann vielleicht mit der Zeit und der Erfahrung immer mehr darüber nachdenkt wie die Kamera einen auch erfasst und wie das Ganze funktioniert
- 13:01Speaker 0: Ich weiß was du meinst, ich glaube das ist auch ein Ego-Ding dann.
- 13:06Speaker 0: Also in dem Moment wo du na klar oder also beides, es ist eine technische Komponente natürlich wissen wir alle, dass meine goldenen Seite oder sonst andere nicht so und von dem Winkel so einen Schnulli kennt glaub ich dann irgendwie jeder.
- 13:23Speaker 0: aber auch da kannst ja natürlich nutzen das Nutzen wenn du weißt was für ne Rolle besser passt.
- 13:30Speaker 0: Ich durfte mal einen ganz tollen Polizeiruf spielen, wo ich eine Trans-Frau spielen durfte und also ein Mensch der mit männlichen Attributen äußerlich geboren wurde.
- 13:44Speaker 0: Und dann eben die Frau, die dieser Mensch eigentlich war, leben durfte.
- 13:52Speaker 0: Und ich wusste halt dass ich eine Seite habe, die mag.
- 13:56Speaker 0: Markiger, man kannte da herkommt als die andere.
- 13:59Speaker 0: Und das haben wir genutzt und eingesetzt irgendwie der Kameramann und ich, wo ich meine guck Matheo Die Seite sieht so aus wie wollen wir was nutzen?
- 14:12Speaker 0: So ne also ist immer Man kann verschiedene Sachen einfach auch nutzen und dass kommt einem natürlich zugute wenn man bestimmte Erfahrungen gemacht hat Und alles andere, wo man sagt es wird die schwieriger.
- 14:27Speaker 0: Das ist ego basiert.
- 14:29Speaker 0: ich kenne das natürlich.
- 14:30Speaker 0: also ist mein ey da wäre ich wahrscheinlich mega.
- 14:35Speaker 0: Master wenn nicht sagen würde ich kann mich davon komplett frei machen.
- 14:38Speaker 0: Ich kenne dass wo ich denke okay.
- 14:40Speaker 0: Higher stakes höhere Wartung jetzt muss ich das und das und des Problems bloßes funktioniert einfach nicht.
- 14:47Speaker 0: im Gegenteil ist blockiert total und ich glaube Ich kann einfach nur wirklich hundertprozentig da sein, wenn ich mich davon freimachen kann.
- 14:57Speaker 0: Es ist immer wieder so ein sich fallen lassen und gucken was entsteht.
- 15:04Speaker 0: Und die Kamera ist ja nicht nur die Kamera Die wird ja bedient von einem Meister einer Meisterin hinter der Kamera und das geht ja auch einen hier damit also Da auch darstellt zu eine Verbindung.
- 15:17Speaker 0: Ja du kannst auch ne Verbindung zur Kamera herstellen.
- 15:20Speaker 0: es gibt diverse Tolle Coaches, auch mit denen ich arbeite die dir das beibringen.
- 15:26Speaker 0: Du sagst du musst die Kamera involvieren und der Liebe schicken.
- 15:32Speaker 0: Das klingt vielleicht irgendwie total abgefahren strange wie man es zum ersten Mal hört aber in dem Moment wo du was mit einbeziehst hast viel mehr davon als wenn du versuchst.
- 15:44Speaker 0: äh fühlt sich total komisch.
- 15:45Speaker 0: eigentlich blockt das jetzt mal aus.
- 15:47Speaker 0: also damit tut man sich glaube ich keinen gefallen.
- 15:49Speaker 1: Du hast gerade schon den Polizeiruf angesprochen, aber auch wenn man sich rollen von dir wie in Cleo oder jetzt ganz aktuell in Bum-Bum Bruno anschaut.
- 15:59Speaker 1: Da ist eigentlich nie eine Rolle dabei wo man sagen würde die ist irgendwie gewöhnlich langweilig ohne Ecken oder Kanten.
- 16:06Speaker 1: Die sind schon immer recht speziell und eigen in der Art und Weise wie sie auftreten wie Sie sich verhalten.
- 16:14Speaker 1: Ist das für dich bei der Auswahl dieser Rollen auch wirklich ein Faktor, worauf du achtest?
- 16:18Speaker 1: Dass du sagst und möchtest irgendwie Rollen haben die dich fordern.
- 16:21Speaker 1: Die dich ja vielleicht auch mal an deine Grenzen bringen, die eben immer etwas speziell und besonders sind.
- 16:30Speaker 0: Also mich reizt es total etwas anzunehmen was mir neu ist einen Menschen zu verstehen dessen Handlung ich vielleicht auf den ersten Blick als Alessia nicht nachvollziehen kann.
- 16:54Speaker 0: Und mich zu fragen, warum ist die denn so?
- 16:57Speaker 0: Reagiert ihr denn jetzt so?
- 17:00Speaker 0: oder vielleicht verstehe ich intuitiv.
- 17:02Speaker 0: oftmals ist es ja beim Lesen so dass man sofort best case sofort Bilder hat.
- 17:07Speaker 0: das auch beim ersten lesen waren hier so dass ich mir sofort assoziation bilder musik alles mögliche was mir da einen kopf kommt notiere Und ich habe da meistens schon mal ein Gefühl dazu.
- 17:23Speaker 0: Dann versuche ich zu verstehen, warum der Mensch so ist oder wie er dahin gekommen ist, dass er so ist und die Abgefahrner auch ambivalenter, desto spannender und vielleicht etwas was jetzt erstmal nicht so nah an mir liegt.
- 17:44Speaker 0: im Moment sind das wirklich so.
- 17:46Speaker 0: die Leute, die ich spannend finde... die jetzt vielleicht nicht erstmal so die Sympathie und Schambeulzen sind.
- 17:55Speaker 0: Und zu gucken, was macht die aus?
- 17:58Speaker 0: Warum sind sie so geworden wie sie sind?
- 18:05Speaker 0: Wie kann man den gerecht werden?
- 18:07Speaker 0: Wir haben so viele Facetten an uns!
- 18:10Speaker 0: Wir sind wie eine krass schillernde Disco-Kugel... ...und jedes Plättchen ist einfach ne andere Facette.
- 18:19Speaker 0: Keiner ist OneNote.
- 18:20Speaker 0: Niemand, der auf diesem Planeten wandelt, ist so OneNote und deswegen zu gucken wie man einen Menschen mit möglichst vielen Facetten porträtieren kann.
- 18:31Speaker 0: Das ist total spannend!
- 18:33Speaker 0: Und das ist dann natürlich irgendwie ein Stückchen Fleißarbeit die unfassbar Spaß macht?
- 18:41Speaker 0: Aber natürlich habe ich ein Drehbuch Oder halt ein Skript, ein Theaterstück was auch immer als Vorlage.
- 18:50Speaker 0: Und das ist die Basis und dann muss ich natürlich erst mal gucken was es da... Was lässt sich daraus machen?
- 18:59Speaker 0: Und was ist die Vision des Captains oder der Frau-Captain, die da irgendwie dieses große Schiff steuert und gehen wieder mit Konformen Und haben wir Bock, da gemeinsam diesen Weg zu gehen.
- 19:20Speaker 0: Aber ich find halt Menschen irre spannend!
- 19:24Speaker 0: Ich hab halt irgendwie das Glück, da dann diese tollen Figuren angeboten zu bekommen und offensichtlich hab, mach' ich vielleicht auch ein bisschen was richtig und stell die so dar, dass sie dann halt eben auch spannend anzugucken sind, was mich natürlich total freut weil all diese Figuren und diese Menschen eine totale Berechtigung haben gesehen werden, wie jeder einzeln von uns.
- 19:48Speaker 0: Oh Gott das klingt hoffentlich nicht zu schmonzig jetzt!
- 19:52Speaker 1: Das was du gerade beschrieben hast mit den Notizen dass du dir alles aufschreibst was dir in den Kopf kommt rund um den Charakter und die Person die du spielen sollst ist es wie so eine Art Mutboard?
- 20:02Speaker 0: Das auf jeden Fall beim ersten Lesen.
- 20:05Speaker 0: Es kommt erstmal ja diverse Kladden, die dann vollgeschrieben werden einen macht der anderen.
- 20:11Speaker 0: Das kommt dann erst mal dahin.
- 20:13Speaker 0: Das ist so der erste Eindruck, weil ich hab irgendwie gemerkt.
- 20:17Speaker 0: Meine Intuition funktioniert total gut und mein erster Eindruck hat mich irgendwie selten getäuscht oder da war immer so viel ... wahres dabei womit ich gut fahren konnte.
- 20:31Speaker 0: Der zweite Eindruck ist dann wieder was ganz anderes.
- 20:34Speaker 0: Da lasse ich mich von allem Möglichen mal kurz hinwegblasen und beeinflussen Groove sich das dann wieder in der ersten Spur, dann so ein.
- 20:45Speaker 0: Da kommen natürlich ganz viele Sachen noch hinzu aber deswegen ist das was man so ganz intuitiv unvoreingenommen raus schreibt totales Gold für mich.
- 20:57Speaker 0: und es gibt eine Technik.
- 20:59Speaker 0: die hat der Jens Roth Das ist ein Schauspielcoach hier aus Berlin entwickelt.
- 21:05Speaker 0: Er heißt Source Tuning Und es gibt einen ganz tolle Coaching Lady aus Wien Ähm, die heißt Leila Müller.
- 21:15Speaker 0: Mit der ich also vor allem im letzten Jahr glaube ich jede einzelne Rolle mit unter vorbereitet haben mit diesem Source Tuning.
- 21:24Speaker 0: Das funktioniert eigentlich ein bisschen wie Aufstellung?
- 21:27Speaker 0: Hast du schon mal eine Aufstellung gemacht?
- 21:30Speaker 0: Und da ist es wirklich so dass man Energien abfragt und dann fragt die Basisenergie von dir von der Rolle ab wo sie ist und wie ist sie da um?
- 21:39Speaker 0: da hast du dein Gegenüber Die fragt dich und du haust assoziativ diese Bilder raus, wo sie so ist wie sie sich anfühlt usw.
- 21:50Speaker 0: Und das machst Du dann halt auch mit bestimmten Basics die diese Rolle umgibt, die diese Rollen in ihrem Leben im Umfeld hat.
- 22:00Speaker 0: Das ist so irre weil Du dann zu bestimmten Leuten sofort ein Bild und damit auch eine Verbindung hast, eine Connection hast und eine Historie teilweise auch.
- 22:11Speaker 0: Und oftmals stehen ja so Basissachen nicht im Drehbuch, sondern die findest du.
- 22:18Speaker 0: Manchmal sind die Regisseure ganz weit und haben sich schon mit diesem Stoff beschäftigt, dass sie dir ganz detailliert und minutiös sagen können was das für ein Mensch ist und wo der herkommt.
- 22:30Speaker 0: aber oftmals ist es halt nicht so, ne?
- 22:32Speaker 0: Dann ist es natürlich total toll, so einen Gespür zu haben.
- 22:36Speaker 0: Was das für den Elternhaus war... Also musst du sowieso!
- 22:40Speaker 0: Die muss gar nichts.
- 22:41Speaker 0: Aber wenn du das hast, hast du natürlich ein ganz anderes Spektrum und dieser Puffer um dieses Skelett, diese Rolle des Menschen herum ist einfach so viel dichter.
- 22:57Speaker 0: Und ich meine wie speichern wir alles in unserem Körper?
- 22:59Speaker 0: Das gibt ja von Bessel van der Kölg dieses Buch Verkörperter Schrecken zum Beispiel wo es um Traumatter geht oder genau erklärt Ich hab's noch nie gelesen, aber ich habe es diversen Leuten empfohlen.
- 23:11Speaker 0: Was muss ich dazu sagen?
- 23:14Speaker 0: Marc!
- 23:15Speaker 0: Aber der beschreibt halt das eben diverse Traumata so explizit im Körper gespeichert werden und... Das ist natürlich gut für eine Figur zu wissen was kannst du ja alles benutzen dieses Celluläre Gedächtnis.
- 23:33Speaker 1: was ist denn einfacher für dich wenn von vornherein schon alles genau vor definiert ist oder wenn du noch ganz viel spielraum für die rolle hast
- 23:40Speaker 0: also am liebsten.
- 23:43Speaker 0: Entwickel ich mit weil ich unseren beruf definitiv so verstehe.
- 23:49Speaker 0: natürlich sind wir künstler und kreieren und ähm ich finde es essenziell das das beste.
- 23:59Speaker 0: also Ein Projekt hat es verdient, dass eben das Beste von allen einfließt.
- 24:04Speaker 0: Und das kann man natürlich nur wenn man komplett... Wenn man auch einen Freiraum hat und wirklich gefragt wird hey wie siehst du das?
- 24:11Speaker 0: Lass mal brainstormen!
- 24:15Speaker 0: Ich habe ja auch ein paar eigene Sachen schon gemacht und ich mich entschließe mit Leuten zu arbeiten, irgendwie doch hören was die mitbringen weil ich mich aus einem bestimmten Grund für die entschieden habe.
- 24:27Speaker 0: So kann ich profitieren.
- 24:28Speaker 0: Ich kann eigentlich alle selber wissen so.
- 24:32Speaker 0: Und aber oftmals ist es leider teilweise so, dass dann schon ganz viel also das schnell schnell passieren muss.
- 24:43Speaker 0: Dann ist es oftmals so, daß du irgendwo hinkommst ans Set und das heißt dann ja wir haben uns das so vorgestellt komm von da du kommst von da hier sitzt dann hier und natürlich muss ich einen Raum geben und ein Setting.
- 24:53Speaker 0: Und wenn du eine Struktur schon mal hast, dann kannst du dich oftmals auch frei bewegen aber manchmal wird anderen nun nicht mehr die Zeit mehr gegeben auszutesten und zu spüren.
- 25:04Speaker 0: Ich glaube dass da durch viel Flöten geht also weil man könnte dann oftmals noch soviel mehr rausholen.
- 25:14Speaker 0: Also kommt natürlich drauf an was das Film Medium ist Und wie viel Zeit da ist.
- 25:19Speaker 0: Aber ich plädiere so sehr dafür, dass nicht nur auf Teufel kommen rausgespart wird weil es dann halt einfach auch in der Quali gespart.
- 25:28Speaker 0: und wenn man schon sich entscheidet Geld in die Hand zu nehmen das ja meistens schon ordentlich Geld für die Formate die wir machen Dann wäre das natürlich auch toll Dass man Das der Raum bestehen bleibt größtmöglich kreativ sein kann.
- 25:49Speaker 0: und deswegen finde ich das immer toll, wenn ich mich da einbringen kann.
- 25:54Speaker 0: Weil ich eben auch einen ideengebern träger bin und deswegen mache ja den beruf.
- 26:00Speaker 0: also wir sind ja.
- 26:02Speaker 0: Eben finde ich nicht nur ausführende.
- 26:07Speaker 1: was für eine artpolizei chefin bist du denn in boom boom Bruno?
- 26:14Speaker 0: Ich mache Bruno's Leben zur Hölle.
- 26:19Speaker 0: Also erst mal muss ich sagen, ich liebe diese Serie!
- 26:22Speaker 0: Ich liebe die Kollegen und dieses ganze Team.
- 26:26Speaker 0: es war mir so eine Freude diese Serie zu drehen.
- 26:29Speaker 0: das hat so einen Spaß gemacht weil das voller guter Laune Wertschätzung und Freiraum war dass das einfach nur zum Jauchzen waren.
- 26:43Speaker 0: Es war so toll.
- 26:45Speaker 0: Ben Becker ist so ein toller Kollege.
- 26:48Speaker 0: Ich finde ihn grandios und ich fressen Besen, wenn er nicht einige Preise für diese Rolle gewinnt!
- 26:53Speaker 0: Wirklich wahr?
- 26:53Speaker 0: Hoffentlich nur die Chemie sind fressend, der muss Preise gewinnen dafür!
- 26:58Speaker 0: Und eben alle anderen auch, die waren so toll!
- 27:01Speaker 0: Sabrina Cicé Boah, eine Hammerkollegen der Vincent Zudlinden.
- 27:06Speaker 0: Unfassbar!
- 27:07Speaker 0: Also es war richtig toll.
- 27:08Speaker 0: mit diesen und-und-und sind so viele tolle Kollegen.
- 27:11Speaker 0: Der Maurice Schübner, der irgendwie da Regie geführt hat ein klasse Regisseur die Kerstin Sophie Laudersche aus deren Feder das irgendwie entstammt.
- 27:21Speaker 0: Wenn du diese tolle, sweete Frau siehst und dann denkst was was der für hammer harte Sprüche da irgendwie durch die Feder geflossen ist glaub man gar nicht wie das zusammengeht.
- 27:32Speaker 0: Und dann also eine bunte Serie, wo es so oft die zwölf gibt und sich so konträre Charaktere annähern können.
- 27:49Speaker 0: Und sich finden und sich irgendwie lieb haben dürfen am Schluss ist irgendwie ganz toll!
- 27:57Speaker 0: Diese Bo-Henscher Meier, die ich da spiele... Bruno ist eigentlich ein total Miso-Güner Arsch.
- 28:04Speaker 0: Also so tritt er erst mal auf und Bohr Hensche-Meier will da aufräumen in diesem Sau-Steil, die war Polizeiausbilderin Afghanistan hat eine gewisse Stränge an sich und kommt jetzt an diesen Laden wo alles irgendwie kraut und rühmen ist und Männer noch so einen uralteingesessenen Männerbild porträtieren, die meisten jedenfalls davon Bruno auf jeden Fall, nicht Männer ohne Detail jeder.
- 28:34Speaker 0: Und dann kommt da Bohr rein und sagt so Leute Schluss mit lustig!
- 28:39Speaker 0: Und ist halt der starke Gegenpart zu Bruno.
- 28:44Speaker 0: Der ja einiges an Wuchtigkeit mit sich bringt.
- 28:48Speaker 0: und das hat so einen Spaß gemacht weil die so offen Punkt sein muss und so eine militärische Klarheit und so ein Zug drin hat.
- 28:56Speaker 0: Also dieser Text, diese Bücher waren so gut geschrieben.
- 29:00Speaker 0: Dass es mir total wichtig war, dass wirklich alles on point ist und sitzt.
- 29:05Speaker 0: Und also das hat total Spaß gemacht, das verkörpern zu dürfen!
- 29:09Speaker 1: Wenn du einen Wunsch frei hättest für ein Charakter den du gerne mal spielen möchtest irgendwas was dich reizen würde in der Rolle die du spannend findest hast du deine Idee wie würde diese Person aussehen?
- 29:20Speaker 1: Was würde sie auszeichnen?
- 29:21Speaker 0: Oh ja ich hätte total Bock auf Komödie Und hätte total Bock auf Gott.
- 29:29Speaker 0: jetzt urteilig, aber der Raja schon ein bisschen doof dieser Charakter den Brad Pitt bei Burn After Reading gespielt hat.
- 29:39Speaker 0: Auf sowas hätt ich total Bock das wäre so fantastisch.
- 29:44Speaker 0: auch sowas Hätte ich so einen Bock.
- 29:47Speaker 0: ja
- 29:48Speaker 1: vielleicht hört uns jemand zu
- 29:53Speaker 0: Ja also Komödie.
- 29:58Speaker 0: Das wär geil!
- 29:59Speaker 0: Also da hab ich... Ich mein Bruno ist ja auch schon komödie, aber so ein unbedarfter bisschen dünblich, ich weiß man darf nicht über die Figuren wo teilen, aber irgendwie.
- 30:11Speaker 0: und Spaß also es ist ich habe einfach Bock auf Freude und Spaß und jetzt gibt natürlich total viel auch noch worauf ich sonst noch Bock habe, also einen Wunsch.
- 30:25Speaker 0: Ich muss jetzt noch einen Wunsch sagen.
- 30:27Speaker 0: Ich hatte total Bock auf Action und vielleicht auch Sci-Fi... ich liebe halt Action, ich liebe Feiten die ganzen Wireworks.
- 30:36Speaker 0: Geschichten habe ich früher so gerne gemacht als ich Stunts aktiv gemacht habe.
- 30:42Speaker 0: Jetzt mache ja nur noch Stunts im Verbund mit meinen Rollen, die ich spiele.
- 30:47Speaker 0: Und da richtig actionmäßig auf die zwölf zu geben, teile ich auch nochmal Bock.
- 30:52Speaker 1: Danke dir für deine Zeit.
- 30:53Speaker 0: Total gerne!