Latest / Gin And Talk / Stephanie zu Guttenberg über Bildung, Chancen und Gerechtigkeit
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- 0:00Speaker 0: Es gibt ja auch durchaus im politischen Bereich solche, die sich wirklich versuchen stark zu machen für das Thema Bildung.
- 0:06Speaker 0: Aber dadurch dass es gesamtgesellschaftlich so stiefmütterlich behandelt wird kriegen sie auch sozusagen von ihren eigenen Reihen... Das ist immer so irgendwie auf dem Backburner!
- 0:17Speaker 0: Wir müssten doch hier uns mal bewegen und auf die Straße gehen und einfordern weil ich habe immer wieder jetzt Jugendliche in meine Arbeit getroffen, die mir sagen, wisst ihr was?
- 0:29Speaker 0: Ihr habt uns doch im Stich gelassen.
- 0:31Speaker 0: Ihr glaubt immer, ihr schimpft nur auf uns?
- 0:33Speaker 0: Ihr glaubts, wir sind sowieso viel schneller mit allem?
- 0:36Speaker 0: Ja sie sind schneller!
- 0:37Speaker 0: Das heißt aber nicht dass Sie sich automatisch überall besser auskennen.
- 0:41Speaker 0: Wir verlassen uns alle noch zu sehr auf den Staat weil wir es gewohnt waren das der Staat das alles macht.
- 0:47Speaker 0: Fakt ist da kommt aber irgendwie seit dreißig Jahren, wir wissen vor vierzig Jahren kommt nicht so richtig was.
- 0:53Speaker 1: Herzlich willkommen.
- 0:54Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr, euch heute zu einer neuen Episode Gener Talk begrüßen zu dürfen.
- 1:00Speaker 1: Mein Gast ist Stefanie Zuguttenberg.
- 1:03Speaker 1: In ihrem aktuellen Buch Wir Können Das Bessere schreibt die Digitalexpertin über die immer größer werdenden Probleme unseres Bildungssystems.
- 1:10Speaker 1: Sie macht deutlich wie analog und traditionell Unterricht heute nach wie vor vielerorts stattfindet und erklärt warum das letztendlich zu einem großen Problem für den Wirtschaftsstandort Deutschland wird.
- 1:20Speaker 1: Ich wollte von dir wissen, warum wir uns mit Innovation und Digitalisierung im Bildungssystem noch immer so schwer tun.
- 1:26Speaker 1: Welche Folgen das alles hat?
- 1:27Speaker 1: Und wie Deutschland in diesem Zusammenhang im internationalen Vergleich aufgestellt ist.
- 1:32Speaker 1: Bevor wir aber gleich in das Gespräch starten – noch eine Bitte!
- 1:35Speaker 1: Wenn euch Genantalk gefällt folgt uns bei Spotify, Apple-Podcasts oder wo auch immer ihr gerne Podcast hört.
- 1:41Speaker 1: Auf YouTube findet ihr auf unserem Kanal viele Gespräche als Videointerview sowie dieses mit Stefanie zu Gutenberg.
- 1:48Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören.
- 1:49Speaker 1: Schön, dass ihr alle wieder mit dabei seid.
- 2:26Speaker 1: Liebe Stefanie zu Gutenberg, ich freue mich sehr, dass wir uns heute hier treffen können um ein wenig über Bildung zu sprechen.
- 2:31Speaker 1: Über ihr Buch zu sprechen, über ihre Erfahrungen mit dem Bildungssystem und alles was damit zusammenhängt.
- 2:37Speaker 1: herzlich willkommen!
- 2:37Speaker 1: Vielen
- 2:37Speaker 0: Dank, dass ich heute hier sein darf mit ja sogar alkoholfreiem Gen.
- 2:41Speaker 0: Ich finde es super.
- 2:43Speaker 1: Sie haben einem Buch geschrieben mit dem Titel Wir Können Das Besser.
- 2:48Speaker 1: Wann ist denn das Fass in Ihrem eigenen quasi Leben so weit übergelaufen, dass sie gesagt haben Sie müssen da jetzt mal ein Buch dazu schreiben.
- 2:56Speaker 0: Ja das hat sehr viel mit meiner Arbeit.
- 2:58Speaker 0: also natürlich jahrelang war ich bei zehn Jahren in Amerika und hatte dort meine eigenen Kinder dann ja auch dort im Schulsystem Und bin immer viel hin- und hergeflogen zwischen Deutschland und Amerika.
- 3:11Speaker 0: und irgendwann waren.
- 3:12Speaker 0: das Thema Bildung beschäftigt mich schon seit zwanzig Jahren auf die also vor allem das Thema digitale Bildung Aufklärung ursprünglich aus dem ganz dunklen Bereich, nämlich im Kampf gegen sexuellen Kindesmussbrauch, Kinderpornografie und Menschenhandel.
- 3:26Speaker 0: Und dann später habe ich mich in der Merkaffee mit dem Thema Bulling & Shaming sehr schwierigen Themen beschäftigt.
- 3:34Speaker 0: Gleichzeitig bin ich aber ein Außersteck-Affiner und zukunftsgerichteter Mensch und hab vor allem auch in der Beschäftigung mit den dunklen Seiten des Internets gelernt ... dass die einzige Chance, um auch diesen Seiten und den Gefahren herzuwerden ist mit offenem Visier sich den Themen zu stellen.
- 3:54Speaker 0: Und zu gucken wie gehen wir damit um?
- 3:56Speaker 0: Wie schützen wir junge Menschen vor dem Gefahren des Netzes?
- 3:59Speaker 0: Weil zu sagen jetzt schließen wir alles ab.
- 4:02Speaker 0: Wir löschen das Internet in Anführungsstrichen oder verbieten unseren Kindern alles total kontraproduktiv.
- 4:12Speaker 0: Ich hab mich dann irgendwann ... Einigen Jahren beteiligt mich an einem Start-up, wo ich auch mit dabei bin.
- 4:19Speaker 0: Mich deswegen beteiligte, weil die dort schon digitale Bildung an deutschen Schulen machten und ich dann mal wieder damals, selbst schon eine Weile her das erste Mal in eine deutsche normale öffentliche Schule ging.
- 4:31Speaker 0: um mich hat es da fast zum Schul gehauen.
- 4:33Speaker 0: Weil dort wurde mit Kreide an den Tafel gemalt und der Overheadprojektor war im Standard-Einsatz Und es gab den einen Computerraum, der da genauso aussah wieder zu der Zeit als ich noch in der Schule war.
- 4:49Speaker 0: Das ist jetzt auch schon ein paar Jahre hinher und das hat mich total schockiert weil ich einfach gesehen habe um Gottes Willen hier werden Generationen nicht vorbereitet für eine Zukunft die schon längst da ist.
- 5:02Speaker 0: Die ist eben sehr digital ob's uns gefällt oder nicht.
- 5:06Speaker 0: Und da habe ich mich dann da eingesetzt und in dieser Arbeit eben mit dem Startup BG-III.
- 5:11Speaker 0: Machen wir Smartcams, gehen in Schulen arbeiten ja damit mit der privaten Wirtschaft zusammen um das für Schulen kostenlos darstellen zu können decken ganz viele unterschiedliche Themen ab und dort hab' ich einfach... so viel gesehen und so viel Erschreckendes erlebt, was irgendwie ich gar nicht fassen konnte.
- 5:30Speaker 0: Dass es tatsächlich immer noch so ist und dass das Thema Bildung so unfassbar stiefmütterlich behandelt worden ist in Deutschland.
- 5:40Speaker 0: Dass ich gefunden hab, Herr Gott nochmal, das müssen wir doch besser können.
- 5:43Speaker 0: Und ganz ehrlich, ich glaube auch, dass wir's besser können, weil unsere Geschichte ... Also jetzt mal die neuere Geschichte auf, was das Bildungswesen ursprünglich betrifft also Stichwort Bildung für alle wurde mal sehr bewundert international und wir haben es total schleifen lassen, das macht mir große Sorgen.
- 5:59Speaker 1: Ich habe vor kurzem mit jemandem gesprochen der noch zwei Generationen älter ist als wir sind, der dann so ein bisschen schmunzeln musste und gemeint hat naja wir reden ja eigentlich schon seit vierzig Jahren von einer Bildungsrevolution die mal nötig wäre und sie kommt nicht.
- 6:15Speaker 1: aber eigentlich weiß jeder dass wir sie bräuchten.
- 6:18Speaker 1: also das ist irgendwie Ausgesprochenes Geheimnis, jeder weiß wir müssten was verändern.
- 6:23Speaker 1: Es müsste sich radikal etwas verändern aber keiner geht so richtig an.
- 6:27Speaker 1: Haben Sie inzwischen eine Erklärung dafür woran das liegt?
- 6:30Speaker 1: Ist es der Föderalismus?
- 6:32Speaker 1: Sind die Kosten?
- 6:34Speaker 1: Das bestehende System, dass sich weigert?
- 6:36Speaker 1: oder wo ist denn diese Wand gegen die das System da immer wieder läuft wenn es um Veränderungen geht?
- 6:43Speaker 0: Also ich glaube, es hat ganz viele Komponenten.
- 6:46Speaker 0: Eine Komponente ist sicher ganz stark und das ist wo ich immer sage, Notwendigkeit ist die Mutter der Veränderung.
- 6:53Speaker 0: Diese Notwendigkeiten haben wir nicht erkannt.
- 6:54Speaker 0: Warum haben wir sie nicht erkannt?
- 6:55Speaker 0: Weil jetzt sag' ich's mal ein bisschen platt daher, unfassbar verwöhnt sind und waren in einem Land, wo wir gedacht haben wunderbar!
- 7:04Speaker 0: Die Bildung läuft top, Deutschland steht super da, wieso müssen wir uns eigentlich über Bildung
- 7:08Speaker 0: kümmern?!
- 7:09Speaker 0: Dann sehen wir natürlich... auf noch eine Art und Weise verwöhnt, dadurch das wir so gewöhnt waren dass der Staat alles regelt.
- 7:18Speaker 0: Das ist natürlich auch ein bisschen wo man sagt wenn man sich über hohe Steuern beklagt aber dafür bekam man ja auch ursprünglich ein tolles Bildungssystem.
- 7:25Speaker 0: dann haben wir uns einfach darauf verlassen dass der Start das schon macht.
- 7:29Speaker 0: Fakt ist der Start macht er aber nicht Und die Leute haben aber waren so gewöhnt daran, dass es gab keinen... Es ist ja nicht wie in anderen Ländern wo jetzt zum Beispiel auch in Amerika.
- 7:40Speaker 0: Wo die Leute sich wirklich dahinter hängen müssen alleine auch um Bildung zu finanzieren für ihre Kinder.
- 7:47Speaker 0: Das ist ein wahnsinniger finanzieller Aufwand weil dort die Bildungsschere so wahnsinnig groß ist.
- 7:53Speaker 0: Etwas was ja in unserem Uranliegen in Deutschland liegen müsste das eben nicht zuzulassen.
- 7:59Speaker 0: Das ist eben weiterhin so, dass jedes Kind egal von welchem socioökonomischen Hintergrund es kommt eine Chance hat auf ne anständige Bildung.
- 8:07Speaker 0: Dann ist es glaube ich auch ganz platt gesagt mit bildungen.
- 8:10Speaker 0: Es waren ja eigentlich Bildungsthemen wann immer so Staubfänger Da kann man auch keine Wahl mit gewinnen.
- 8:17Speaker 0: dann ist natürlich auch Bildung.
- 8:19Speaker 0: Themen die man an stößt, sind nicht in vier Jahren unbedingt sofort sichtbar.
- 8:26Speaker 0: Also wenn man große Dinge verändert, sind sie nicht beim nächsten Wahltag beweisbar als Ui, wir haben hier das mega Ding angestoßen und dann liegt es in unserem politischen System gerne mal das einzureißen was der Vorgänger vier jahrelang versucht hat aufzubauen egal wie er jetzt daherkommt mit welcher Parteiflage Und Thema Föderalismus, also gerade wenn wir jetzt in meinem Bereich denken im digitalen Bildung ist es natürlich ein Disaster.
- 8:52Speaker 0: Also mit sechzehn Bundesländern die da ihr Süppchen kochen und untereinander kochen sie auch alle eigene Süppjen und keiner gönnt dem anderen die Butter auf den Brot.
- 9:02Speaker 0: Dass Darnix vorwärts geht, das verbundert nicht.
- 9:04Speaker 0: Da ist eindeutig Föderelismus an Hemmschuhe Am Geld?
- 9:09Speaker 0: Ja Deutschland hat eine Schuldendifizite aufgrund der Schuldenbremse im Bildungsbereich von was zwei, dreieinvierzig Milliarden Euro.
- 9:18Speaker 0: Da reden wir, da ist das Thema Digitales nicht drin.
- 9:21Speaker 0: Das sind Investitionen die im Bildungbereich hätten getätigt werden müssen aber auf Grund der Schuldensbremsen nicht getäticht worden sind.
- 9:28Speaker 0: Das sieht man dann eben an maroden Schulgebäuden und an tausenden von Dingen, die da hätten geschehen müssten.
- 9:36Speaker 0: Gleichzeitig gibt der Staat natürlich auch noch Geld aus.
- 9:39Speaker 0: So ist ja nicht, aber die berechtigte Frage müsste doch laufen.
- 9:45Speaker 0: Wenn wir schon dieses Geld jetzt nur mal das Geld nehmen was wir ausgeben, geben wir es richtig aus.
- 9:51Speaker 0: und irgendwie den Zug zu verpassen in diese digitale Neuzeit ist für mich ein so massives Versagen oder ein solches Manko dass ich denke man Vielleicht müsste man sich auch mal hinstellen und gucken, wie werden die Geld auszugeben von dem Topf, der ausgegeben wird.
- 10:08Speaker 1: Sie sind ja ganz viel in den USA unterwegs gewesen, wenn es um insbesondere Digitalisierung des Bildungssystems dort geht?
- 10:19Speaker 1: Was könnten wir denn aus den USA lernen?
- 10:21Speaker 1: oder wo sind da die gravierendsten Unterschiede?
- 10:25Speaker 0: Amerika ist nicht das gelobte Land!
- 10:26Speaker 0: Das sage ich immer gerne.
- 10:28Speaker 0: vorne weg weil sie haben ihre ganz eigenen Probleme Probleme auch im Bildungswesen, sprich Schere.
- 10:34Speaker 0: Jetzt nehmen wir mal die besseren Schulen und das sind nicht immer nur Privatschulen, das sind auch manchmal öffentliche Schulen in wohlhabenden Gemeinden liegen beispielsweise.
- 10:43Speaker 0: Die haben seit Jahren verstanden dass das Thema Digitales nicht an uns vorbeiziehen wird wie so ein vorübergehende Modewelle.
- 10:51Speaker 0: Und wenn ich jetzt meine eigenen Kinder betrachte Meine Tochter war damals in der fünften Klasse, und da hat sie automatisch mit dem Laptop gearbeitet.
- 11:06Speaker 0: Ich glaube, zwei Jahre lang noch ausgehändigt und dann hatten die einen eigenen.
- 11:10Speaker 0: Das wird aber ganz klar geregelt da wird Schulsoftware drauf gespielt das sind alle Lehrer drin.
- 11:16Speaker 0: also auch als Eltern klingt man sich ein in diese Programme.
- 11:19Speaker 0: dort gibt es man sieht sozusagen selbst als Eltern wo ist jetzt mein Kind im Klassenraum?
- 11:24Speaker 0: was macht das jetzt?
- 11:24Speaker 0: welche Hausaufgaben hat es?
- 11:26Speaker 0: Es läuft automatisch Und zwar damals schon, das ist jetzt auch schon wieder zehn Jahre her.
- 11:31Speaker 0: War das ganz normal die hautenden Präsentationen raus einmal die Woche?
- 11:35Speaker 0: Weil ja ganz viel was digital läuft und wir reden es nicht nur über Social Media sondern eben auch ganz viele andere Anwendungen.
- 11:42Speaker 0: da generiert sich Können durch Übung wie mit allem anderen auch.
- 11:46Speaker 0: Ganz ehrlich Coding war Standard oder Ist-Standard als Pflicht.
- 11:51Speaker 0: Es muss nicht jeder Coder werden Auch wenn sehr viele neue Berufe sozusagen in diesem IT Bereich liegen werden.
- 11:57Speaker 0: Aber das hilft enorm für das Grundverständnis.
- 12:00Speaker 0: Und in vielen, auch internationalen später Studiengängen und so wird heute Coding vorausgesetzt also zumindest so Standardgeschichten wie ein paar Python-Geschichten, wenn sie im Zahlenbereich unterwegs sind.
- 12:13Speaker 0: Das war damals halt schon ganz normal!
- 12:15Speaker 0: Und derer die immer mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen und sagen ja aber unsere Kinder verlernten Kinder zu sein... Ja, es gibt die Gefahren.
- 12:26Speaker 0: Auf diese müssen wir genauso hinweisen.
- 12:27Speaker 0: Das ist ganz klar!
- 12:30Speaker 0: Die Gefahren sind durchaus groß weil wir über ein sehr mächtiges Instrument reden aber dann zu sagen Wir bilden sie gar nicht aus ist einfach fatal.
- 12:38Speaker 0: und dadurch dass das hier nicht passiert kreieren wir Wettbewerbsnachteile die gigantisch sind.
- 12:45Speaker 0: Und die Welt von morgen oder auch schon von heute, die wartet ja nicht auf irgendwelchen, der nicht digital ausgebildet ist.
- 12:52Speaker 0: Sondern dann kriegt er werden die Jobs besetzt mit solchen Leuten, die sich gut auskennen?
- 12:56Speaker 0: Das ganz klar!
- 12:57Speaker 1: Wenn ich an meine eigene Schulzeit zurückdenke, dann erinnere mich vor allem daran dass ich die ganze Zeit an irgendwelche Wände gerannt bin weil ich halt irgendwie nicht so in dieses Standardmodell hinein gepasst habe andere Interessen hatte irgendwie relativ früh gemerkt hab die komplexeste Physikformel, die brauche ich wahrscheinlich in meinem Leben nicht.
- 13:16Speaker 1: Und was ich damit sagen will, wir neigen ja in diesem deutschen Bildungssystem schon sehr, sehr dazu aus jedem Individuum irgendwie so ein gleiches Modell zu machen und am besten können dann am Ende alle das Gleiche, die die Schule
- 13:31Speaker 1: verlassen.".
- 13:32Speaker 1: Tatsächlich ist aber jeder einzelne jedes einzelne Schulkind ein individuelles Wesen mit Fähigkeiten, Talenten Interessen und so weiter.
- 13:42Speaker 1: Und ein guter Freund von mir hat seine Kinder während der Pandemie und knapp davor glaube ich auch schon eine Zeit lang in den USA auf der Schule gehabt weil er beruflich in Washington war die Kinder mitgenommen hat und hat mir dann ein paar Geschichten aus dieser Zeit erzählt.
- 13:58Speaker 1: Und was ihnen, und dann auch mich am meisten fasziniert hat war wirklich diese sehr individualisierte Bewertung der Schüler also wo wirklich auch digital ausgewertet wird?
- 14:09Speaker 1: Wo sind denn die Stärken?
- 14:10Speaker 1: Wo ist die Schwächen?
- 14:11Speaker 1: Wo müsste man dann vielleicht mit individuellen Programmen noch mal rangehen und versuchen da auch nochmal zu unterstützen?
- 14:18Speaker 1: Das ist ja was, was bei uns in so einem klassischen Elternabendgespräch eher selten stattfindet.
- 14:24Speaker 1: Da hat man irgendwie seinen zehn-fünfzehn Minuten Slot und bekommt mal kurz erklärt, was alles schiefläuft aber ohne jetzt wirklich einen individuellen Angebot an Fördermöglichkeiten.
- 14:36Speaker 0: Genau und das ist natürlich der Davon, also zum Beispiel man hört ja dann oft dass das Lehrer irgendwie Angst haben, dass jetzt da massive Mehrarbeit auf sie zukommt.
- 14:43Speaker 0: Das stimmt natürlich zu einem Teil wenn ihnen keiner hilft oder wenn es keinen anderen weiteren Unterstützung gibt.
- 14:49Speaker 0: aber zb gerade bei so Assessment.
- 14:51Speaker 0: also sprich schauen wir wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Schüler liegen.
- 14:55Speaker 0: Da gibt es wahnsinnige Softwareprogramme die das relativ schnell testen können.
- 15:02Speaker 0: Und diese Möglichkeiten, zum Beispiel in Mathematik war das in Amerika auch in meinen Kindern so.
- 15:08Speaker 0: Wenn Sie jetzt sagen Mathe ist total meins dann wurden sie in der Mathematika mit einem Zehntlässler gesteckt obwohl sie selber an der siebten Klasse waren und umgekehrt wenn Mathematick nicht so ihr es ist Dann wurden sie ... dann war das aber auch nicht so ein Problem.
- 15:23Speaker 0: Also, man war jetzt nicht aussätzig, weil man irgendwie nach in das normale Mathe gesetzt wurde.
- 15:30Speaker 0: Weil meistens hat jeder Mensch irgendwelche Begabungen und dort wurde man mehr gefördert.
- 15:36Speaker 0: Und da wo man sozusagen Spächen hatte die wir ja auch alle haben, da würde man mehr unterstützt.
- 15:42Speaker 0: Natürlich ist es auch in diese Zukunft gerichtet hinein dieses ... Uniforme Cookie-Cutters sagen die Amerikaner ja, also wie so eine Ausstechform mit Weihnachtsplätzchen alle gleichzukrieieren.
- 15:54Speaker 0: Alle sehen aus wie ein Tannenbaum.
- 15:56Speaker 0: jetzt mal übertragenen Sinn ist natürlich fatal weil die Schlüsselqualifikation in einer Zukunft, die wir momentan auf die wir blicken ganz andere sind als zu der Zeit, dass wir in die Schule gegangen sind.
- 16:09Speaker 0: Wir waren damals auch schon individuell nur viele Jobs und so weiter.
- 16:13Speaker 0: Das war relativ uniform, man konnte sich darauf vorbereiten.
- 16:18Speaker 0: Heute ist das Thema Wissen der Umgang mit Wissen etwas komplett Neues.
- 16:22Speaker 0: Ja?
- 16:22Speaker 0: Das Wissen ist da!
- 16:23Speaker 0: Also heute geht es um die Anwendung des Wissens, um das Thema kritisches Denken.
- 16:28Speaker 0: Kritisches Denk ist einer der ganz großen Schlüsselqualifikationen in dieser Neuzeit.
- 16:32Speaker 0: Und das bedeutet dass man in der Lage ist – auch vor allem oft im Team.
- 16:37Speaker 0: anzugucken, was machen wir mit diesem Wissen?
- 16:39Speaker 0: Was von dem ist rechtlich.
- 16:41Speaker 0: Wie kann das, was da draußen ist, uns eventuell bei unserem Problemen
- 16:45Speaker 0: helfen?".
- 16:46Speaker 0: Das hat ja nichts mit jemandem ausbildend in eine totale Uniformität zu tun.
- 16:52Speaker 0: Thema Kreativität oder auch dass nahe am Menschen sein wird oft in dem Sinne... Also es war jetzt bei mir auch in der Schule so gut ich hatte damals ein super Kunstunterricht aber das war's dann auch.
- 17:05Speaker 0: Und Thema Kreativität wird wahnsinnig wichtig sein in diese Zukunft, wo einfach sehr viele Maschinen Fertigkeiten und Tätigkeiten übernehmen werden die momentan noch von Menschen erledigt werden.
- 17:17Speaker 0: Und ich glaube dieser individuelle Ansatz ist natürlich nicht immer einfach aber es... liegen ja auch in den Technologien unfassbar viele Lösungsmodelle.
- 17:27Speaker 0: Und Lösungsmodelle, die Lehrern helfen, die Schülern helfen und die Eltern helfen um das zu verstehen.
- 17:33Speaker 0: Da bin ich ja deswegen mich oft unterwegs und erkläre es den Leuten.
- 17:37Speaker 0: Es ist nicht alles ein Drama!
- 17:39Speaker 0: Es ist auch nicht alle Social Media.
- 17:41Speaker 0: Wir schimpfen natürlich und viele Älter machen sich Sorgen und sich ja auch zurecht.
- 17:46Speaker 0: Aber nicht alles was digital daherkommt hat mit Social media zu tun sind oft und die größten Stressoren, weil dort ist Menschelteil da so.
- 17:55Speaker 0: Aber die Welt dessen was da möglich ist auch diese ganzen Themen mit naturwissenschaftlichen Fächern das war zum Beispiel etwas uns die Amerikaner sehr viel besser verstanden haben auch mit Mädchen oder auch mit meinen Töchtern beispielsweise dieses Interesse für Naturwissenschaften.
- 18:11Speaker 0: Weil eigentlich sind Naturwissen prädestiniert für kleine Kinder.
- 18:16Speaker 0: Die haben einen Entdeckergeist, ein Forschergeist.
- 18:18Speaker 0: Sie sind neugierig und wollen experimentieren.
- 18:21Speaker 0: also was ist denn eigentlich besser geeignet als naturwissenschaftliche Fächer um Experimente durchzuführen?
- 18:28Speaker 0: Wenn man das richtig angeht ja dann kriegt man auch die Leute später in diese Berufe hinein wenn sie Spaß daran gelernt haben wenn man sie hat auch lassen entdecken und forschen.
- 18:39Speaker 0: Und das ist eben, was unser Schulsystem sicher etwas weniger gut hinkriegt?
- 18:45Speaker 1: Sie sprechen ganz viel von Anwenden ausprobieren, experimentieren auch eigene Interessen zu finden dabei.
- 18:52Speaker 1: Wenn ich an unser Schul-System denke, dann blinkt da vor allem das Wort Auswendiglernen irgendwie vor meinem Kopf auf ... Bei mir auch.
- 19:02Speaker 1: ... alles, was an Prüfungs ... abläufen an Prüfungen, an Aufgaben.
- 19:09Speaker 1: Dort mir begegnet ist oder auch allen Menschen begegnete mit denen ich über diese Themen spreche sind vor allem Aufgaben die abfragen was man sich irgendwie merken konnte aber wenig wie man es anwendet.
- 19:22Speaker 0: Genau das und das Thema Auswendiglernen.
- 19:24Speaker 0: ganz ehrlich dass wenn wir so nicht mehr brauchen in die Zukunft.
- 19:28Speaker 0: Weil wir jetzt reden alle über ChatGPT oder halt diese AI-gesteuerten Plattformen, ja das wird nicht mehr ... Das wird nicht weniger werden und auswendig lernen braucht eigentlich mal ganz doof gesagt in Zukunft gar keiner mehr.
- 19:49Speaker 0: Die Frage wird vielmehr sein ist eben dieser Anwendung zum Beispiel auch Prüfungen?
- 19:54Speaker 0: also ich war wieder nach Amerika.
- 19:56Speaker 0: da gibt es dann Prüfungsmodelle, da schreiben sie eine Prüfung.
- 20:00Speaker 0: Es ist schon eine normale Prüfungen in irgendeinem Fach und das zählt fünfzig Prozent.
- 20:05Speaker 0: Und dann wird eine Gruppe von drei Leuten ausgewählt und die drei kriegen ihre PrüfUNG zurück und müssen dann unter sich in Prüfingssituationen ihre Prüffungen zusammen besprechen und können dann Fehler entdecken oder auch nicht.
- 20:21Speaker 0: Und müssen dann eine Beweisführung dafür bringen, was sie falsch gemacht haben und wie sie drauf gekommen sind.
- 20:26Speaker 0: Das zählt die weiteren fünfzig Prozent.
- 20:30Speaker 0: Das gibt mehrere spannende Prüfungsmodelle, die zukunftsgerichtet sind aber das macht Sinn wenn man sich mit anderen zusammensetzen muss und gucken also okay ich glaube dass das nicht richtig ist weil treten wir die Beweisführung an und das zählt dann in diese Prüfungen.
- 20:49Speaker 0: Das finde ich spannend, dass das bringt doch diese Kinder auch und diese jungen Menschen vorwärts.
- 20:56Speaker 0: Vor allem mit was wird da so um uns herum erleben werden?
- 20:59Speaker 1: Ich glaube es ist ja auch.
- 21:00Speaker 1: also wenn ich so an dieser ganzen Ganztagsschulmodelle denke an Nachmittagsbetreuung allein das Wort finde ich schon schwierig All diese Dinge und dieser Druck der auch in dem Schulsystem herrscht also dieses muss jetzt aber unbedingt Abitur machen.
- 21:18Speaker 1: Alles andere spielt sowieso keine Rolle und wenn du nicht abitur machst dann wird aus dir sowieso nichts.
- 21:25Speaker 1: und dieses gleichförmige lässt ja auch gar kein Raum dafür dass jemand mal irgendwie ausbricht und sagt ich mache jetzt neben mit der Schule immer irgendwas selbst Sport und solche ähnlichen Hobbies werden ja irgendwie immer weiter minimiert weil die Zeit einfach gar nicht da ist, gerade in Prüfungsphasen erst recht nicht.
- 21:44Speaker 0: Also ich finde das Thema Ganztagsschule, wenn man das Wort benutzt oder er auch anbietet dann muss man das auch füllen als Ganztagsschule.
- 21:55Speaker 0: Das fast die gesamte englischsprachige System arbeitet im Ganztagsschulsystem oder Modell.
- 22:02Speaker 0: Nur diese Ganztagsschulen sehen sehr anders aus, da haben sie nämlich dann am Nachmittag von der Schule hergestellt den Sport und zwar verpflichtend und auch die Musik oder die unterschiedlichen Theater je nachdem was für Interessen Sie haben ja aber Wir in Anführungsstrichen finden jemand, der dann da guckt, damit die Hausaufgaben machen.
- 22:22Speaker 0: Ja oder nein?
- 22:22Speaker 0: Vier Stunden am Nachmittag oder meinetwegen drei oder zwei.
- 22:26Speaker 0: Das hat bei mir persönlich nicht viel mit Ganztagsschule zu
- 22:30Speaker 0: tun.".
- 22:31Speaker 0: Und es ist an sich das Thema Ganztagsschule natürlich gut, wenn man es richtig füllt.
- 22:36Speaker 0: Weil viele Menschen und viele Eltern haben die Zeit nicht und müssen arbeiten.
- 22:41Speaker 0: Und werden natürlich dankbar und glücklich, wenn sie wissen, dass ihre Kinder den Tag lang aber tatsächlich rausgefüllt sind auch mit Hobbys, auch mit Interessen, die dort abgeholt werden in den Schulen wo sie sind.
- 22:54Speaker 0: Wenn es eine reine Auffangbecken ist dann ist das natürlich nicht der richtige Weg.
- 23:00Speaker 1: Die Pandemie hat uns jetzt ganz gut den Spiegel vor die Nase gehalten, gerade was Digitalisierung des Bildungssystems angeht und hat uns gezeigt.
- 23:08Speaker 1: Was alles nicht funktioniert?
- 23:10Speaker 1: Und wie auch oft kulturelle Barrieren nenne ich sie jetzt mal gerade in der Lehrerschaft dann vielleicht auch dazu führen dass Klassen auf einmal ganz unterschiedlich behandelt worden sind.
- 23:21Speaker 1: Die einen hatten den engagierten innovativen Technikaffinen Lehrer, der sich dann vielleicht sogar über irgendwelche Ja, Begrenzungen hinweg gesetzt hat und Tools eingesetzt.
- 23:33Speaker 1: Hat die einfach für gut fand und einfach einen Mehrwert geleistet haben?
- 23:39Speaker 1: Und die anderen, die haben schon irgendwie rote Warnleuchten gesehen wenn man irgendwie sowas wie Zoom oder Teams eingesetzt hat um überhaupt ein Tool zu haben um sich virtuell zusammenzuschalten.
- 23:52Speaker 1: Haben Sie denn den Eindruck dass dieser Schockmoment Pandemie am Ende wirklich irgendwie einen nachhaltigen Eindruck auch in der Politik hinterlassen hat, dass man jetzt mal wirklich darüber konsequent nachdenkt was man machen könnte oder verdrängt man das schon wieder und sagt eher so läuft ja jetzt wieder alles einigermaßen.
- 24:12Speaker 0: Ich hätte mir gehofft, dass es viel mehr Impact hat als es denn zum Schluss hatte.
- 24:17Speaker 0: teilweise waren dann viele Menschen Auch verständlicherweise waren wir ja alle so glücklich, dass diese Schulen wieder aufgehen.
- 24:25Speaker 0: Es ist bis heute recht fragwürdig wie sinnvoll das überhaupt war.
- 24:28Speaker 0: Aber es sei jetzt dahingestellt, es war nun mal so.
- 24:31Speaker 0: und was ich das Gefühl habe, es hat nicht wahnsinnig viel verändert, aber es hat das Bewusstsein vor allem bei vielen Eltern.
- 24:42Speaker 0: Die haben natürlich schon gemerkt weil die hatten dann den Monster Stress zu Hause Das funktionierte alles hin und vorne nicht.
- 24:48Speaker 0: Zum Schluss haben wir Leerrückstände, die so massiv sind, dass es besser gewesen wäre, wenn wir mit den Kindern auf dem Spielplatz oder in den Wald gegangen hätten.
- 24:56Speaker 0: Da hätte ich mehr mitgenommen.
- 24:58Speaker 0: Also das hat natürlich schon massiv gezeigt ... Ich hätte mir gewünscht, dass eine Schockwelle durchs Land zieht und sagt, jetzt müssen wir uns richtig aufstellen.
- 25:07Speaker 0: Aber das ist leider ausgeblieben!
- 25:10Speaker 0: Und ja, wir werden natürlich ... Wir sind um Lagarde von schlechten Nachrichten, irgendwie eine Krisejagd die andere gefühlt.
- 25:19Speaker 0: Das ist schon richtig.
- 25:20Speaker 0: nur irgendwie in diesem Bildungsbereich ... Ich hab das Gefühl, dass es also politisch auf der großen Ebene schreien immer alle die Politik was muss machen und dann wird irgendwie viel geredet.
- 25:36Speaker 0: aber ich bin ja nun auch viel an da sozusagen Schulfront und im echten Leben unterwegs Und da passiert ja nicht viel.
- 25:44Speaker 0: Das, was mich viel mehr beeindruckt sind die Momente wo ich dann diese sogenannten Leuchtturmschulen treffe oder besuche oder einzelne und ich immer feststelle dort wo eine kleine Gruppe ist es ja oft die es anfängt tatsächlich will Dann geht's.
- 26:04Speaker 0: Also das ist wahnsinnig abhängig von den Menschen die dir dahinter stehen.
- 26:08Speaker 0: Und wenn sich genug zusammenfinden oder auch ein guter Schulleiter ist, dann schaffen die das.
- 26:14Speaker 0: Plötzlich stehen sie vor Schulen wo sie sagen, wieso können Sie es jetzt?
- 26:19Speaker 0: Für sieben Straßen weiter ist eine andere und das ist eine Katastrophe!
- 26:23Speaker 0: Aber wenn Sie sich die Leute dahinter angucken, verstehen Sie's.
- 26:26Speaker 0: Dann lernen Sie Lehrer kennen mit der Elternlandschaft zusammengearbeitet haben, die Ihr Internet selber installiert haben.
- 26:33Speaker 0: Jetzt muss man auch mal sagen zum Beispiel wiederhole ich immer wieder Ja, die haben das dann selber installiert.
- 26:44Speaker 0: Die hatten schon eine Weile, die so ein bisschen versteckt da hergekommen, irgendeine Schuhplattform errichtet, die vielleicht eigentlich schon mehr konnte.
- 26:53Speaker 0: Es ging ursprünglich mal um die E-Mail für alle... Also es geht schon wenn die Leute das wollen!
- 27:02Speaker 0: Dann trifft man auch immer wieder Einzelne, die es unbedingt wollen.
- 27:06Speaker 0: Auch großartig engagierte Lehrer, die aber die ganze Zeit scheitern.
- 27:09Speaker 0: Die scheittern an ihrem Vorgesetzten, also sprich Schulleiter oder sie scheitert an einer Behörde und ich denke mir, das kann doch nicht wahr sein!
- 27:19Speaker 0: Dass es so einen Widerstand gegen diesen quasi Notstand gibt?
- 27:27Speaker 0: Jetzt hören wir natürlich, dass wir massiv Lehrermangel haben.
- 27:30Speaker 0: Auch das ist jetzt wahr abzusehen, was passiert.
- 27:37Speaker 0: Aber auch um zurückzukommen zu dem, was Sie ursprünglich vorhin gesagt haben ... Ich verstehe gar nicht, wann das genau passiert ist, dass man das Gefühl hat da alle müssen Abitur machen?
- 27:47Speaker 0: Weil ich bin in München zur Schule gegangen auf eine normale Schule und ich weiß noch ganz genau, oder in der dritten Klasse, vierten Klasse oder was das war hatten wir sind wir in die Realschule gegangen und hatten da irgendwie eine Woche Probeunterricht oder zumindest ein paar Tage.
- 28:04Speaker 0: Und das war nicht irgendwie anders oder so sondern man konnte sich dieses Schulmodell angucken und für viele war es auch super weil das praxisorientierte war um dieses Thema Lehre und Ausbildung wo man sich jetzt fragt, also irgendwie versuchen sie mal ein Handwerker zu bekommen dieser Tage.
- 28:26Speaker 0: Die Handwerksbücher sind alle voll.
- 28:28Speaker 0: Handwerkesberufe und Lehrberufer werden auf keinen Fall aussterben.
- 28:33Speaker 0: Und irgendwie ist es nicht mehr so populär wie früher.
- 28:37Speaker 0: Also das kann ich gar nicht ... Ich weiß gar gar nicht was da genau passiert ist!
- 28:42Speaker 0: Und gerade, wenn man sich beschäftigt mit den Berufen der Neuzeit und wo wird ein Mensch sein in einigen Jahren.
- 28:50Speaker 0: Dann sind Ausbildungsberufe also den Klemmtnern, den werden wir immer brauchen und den Heistungsinstallateur oder Installatoren oder die Elektriker und das ist da kommen wir nicht drum herum das auch wieder in den Vordergrund zu bringen und zu sagen, es ist genauso wertvoll wenn nicht sogar manchmal wertvoller.
- 29:10Speaker 0: Bei was bringt die denn das Abitur?
- 29:12Speaker 0: Und irgendein halbdurchgesessenes Studium, wenn du damit später nichts anfängst.
- 29:17Speaker 0: uns, die ich vielleicht sogar nicht mal glücklich macht sind ja auch nicht alle zum Akademiker geboren.
- 29:22Speaker 0: Es gibt Menschen, da gehört sich ja auch dazu.
- 29:25Speaker 0: Ich bin vielmehr Praktiker jetzt habe ich studiert aber ich bin sehr gerne auch praktisch unterwegs Und das sind auch zurück zum ganz ursprünglichen Thema, diese einzelnen Menschen anzugucken und das mehr zu fahren.
- 29:38Speaker 0: Auch das Thema Handwerk- und Ausbildungsberufe vielmehr wieder in diesen Fokus zu rücken als etwas absolut erstrebenswertes gerade im Hinblick auf die Zukunft.
- 29:51Speaker 0: Die so digital daherkommt.
- 29:53Speaker 1: Wir hatten letzte Woche eine sehr intensive Diskussion hier bei uns im Büro über das Bildungssystem und wie man es verändern könnte, und haben lange darüber diskutiert, wie das eigentlich mit den Noten ist – also ob wir am Ende wirklich noten als Bewertungskriterium in dem Sinne, wie wir's heute haben brauchen?
- 30:15Speaker 1: Wie sehen Sie das Thema denn?
- 30:17Speaker 0: Das ist ja ein heiß diskutiertes Thema.
- 30:20Speaker 0: Ich find's immer wieder ganz spannend, mit Firmenchefs zu sprechen.
- 30:23Speaker 0: Meinetwegen auch ganz großen Firmen oder da mit den Personalern und mit den HR-Leuten ... Und mir da anzuhören, was guckt ihr eigentlich inzwischen?
- 30:36Speaker 0: Viel häufiger als nicht bekommen wir die Antwort, dass heute sozusagen viel mehr gesucht wird nach wer dieser Mensch ist.
- 30:46Speaker 0: Die Noten, habe ich das Gefühl sind zum Schluss nicht mehr das Ausschlaggebende.
- 30:52Speaker 0: Das heißt jetzt nicht in meinen Augen dass wir drum herum kommen Testverfahren zu haben.
- 30:59Speaker 0: Wir werden jetzt nicht sagen können, es ist wunderbar.
- 31:02Speaker 0: Ihr braucht gar keine Tests mehr.
- 31:04Speaker 0: Irgendwo muss erlerntes getestet werden auch einfach um zu sehen Ist das angekommen was wir da bei versuchen beizubringen also wo es verstanden wie viel von dem wurde verstanden.
- 31:18Speaker 0: Aber ob man zum Schluss einen Menschen nur noch mit einzelnen Noten bewertet und das dann das einzig Ausschlaggebende ist, da glaube ich sind mir schon lange... Das findet so schon lange nicht mehr statt.
- 31:29Speaker 0: Auch wenn es immer noch einige Institutionen gibt die da schwer drauf Wert legen.
- 31:34Speaker 0: aber ich glaube im Endeffekt und da müssen wir uns doch alle selber angucken wer interessiert eigentlich was du wann wo in welchem Fach abgeschlossen hast?
- 31:43Speaker 0: Das interessiert doch zum Schluss kein Mensch.
- 31:45Speaker 0: Es interessiert dich, wer bist du heute?
- 31:47Speaker 0: Wie bist du da hingekommen?
- 31:49Speaker 0: Was sind deine Erfahrungen?
- 31:51Speaker 0: ein bisschen amerikanisch zu sagen wo bist du denn gescheitert?
- 31:54Speaker 0: Weil scheitern tun wir alle, wir tun es aber wahrscheinlich nicht sehr gern und jeder wird sich im zukunft Mühe geben wenn er scheitert in einem fall ganz viel mühe geben dass das vielleicht nicht das noch mal passiert.
- 32:06Speaker 0: also das sind doch eigentlich die viel interessanteren faktoren anstatt ob der jetzt eine drei oder ne vier oder einer eins steht.
- 32:12Speaker 0: Dann haben wir natürlich, apropos reden, wer wieder über die Lehrer oder Lehrermangel.
- 32:18Speaker 0: Wir haben wasvierzigtausend fehlende Lehre in Deutschland und im Studium einen NC, dass die Leute nicht reinkommen.
- 32:28Speaker 0: Ich bin jetzt nicht der Mega-Profi da auf dem, also mit reinem Menschenverstand, kapiere ich das nicht!
- 32:36Speaker 0: Wie kann das denn sein?
- 32:38Speaker 0: Und ich würde auch behaupten, dass nicht jeder der ein super Lehrer ist.
- 32:43Speaker 0: Lehrer sein es ja auch eine Berufung und anderen Menschen Spaß daran zu haben an dann etwas beizubringen.
- 32:50Speaker 0: muss der oder diejenige wirklich einen eins Komma acht oder sechs oder fünf Abi gemacht haben macht das denen zum besseren Lehrer also bezweifelig.
- 32:59Speaker 1: wir müssten ja gar nicht mal so weit weg bis in die USA jetzt zum Beispiel wo wir viel drüber gesprochen haben schauen um zu lernen wie Bildungssysteme auch besser funktionieren können.
- 33:10Speaker 1: Wenn wir mal irgendwie in Europa bleiben und uns die Nordics anschauen, insbesondere Finnland vielleicht auch anschauen dann können wir da schon eine ganze Menge lernen.
- 33:19Speaker 1: aber wie auch in so vielen anderen Themen wo wir voneinander in Europa lernen könnten machen wir es da auch nicht.
- 33:27Speaker 1: warum fällt uns das eigentlich innerhalb Europas so wahnsinnig schwer?
- 33:32Speaker 1: großen Tisch zu machen mit allen Ländern oder den Verantwortlichen eines Themas in jedem Land.
- 33:39Speaker 1: Und dann legt man mal dieses Thema auf den Tisch, schaut sich an was läuft gut?
- 33:43Speaker 1: Was läuft schlecht und dann lernen wir alle mal voneinander.
- 33:46Speaker 1: das wäre doch irgendwie vielleicht eine naive Idee aber eine die vielleicht wirklich zu irgendwas positiven führen
- 33:52Speaker 1: könnte.".
- 33:52Speaker 0: Ich glaube ja nicht dass das in der naive Idee ist.
- 33:55Speaker 0: ich glaube es würde von wahnsinniger stark gezeugen wenn man das tun würde Weil dieses, vor allem in diesem Bereich würde uns es als Deutsche sicher gut zu dieser Gesicht stehen zu sagen.
- 34:08Speaker 0: Es gibt ja nur Länder im europäischen Vergleich für Inland.
- 34:11Speaker 0: selbst die Holländer machen einige Sachen richtig gut inzwischen.
- 34:14Speaker 0: Dänemark ist ganz weit vorne.
- 34:17Speaker 0: also es gibt einige Länder.
- 34:19Speaker 0: was muss man denn jedes mal das Rat Neuer finden?
- 34:23Speaker 0: Fragezeichen nein muss man nicht.
- 34:26Speaker 0: und warum können wir uns ganz richtig die Experten aus den Ländern holen, die das maßgeblich angeschoben haben.
- 34:35Speaker 0: Ich habe mir erst auch immer belegt ich würde gerne so ein A-Team gründen oder nicht gründen aber zusammenrufen und zu sagen, ich möchte aber die Experte haben, die bewiesen haben dass sie es umgesetzt haben und wo's schon erfolgreich läuft und dann zu diskutieren wie können wir das auf Deutschland ummünzen?
- 34:52Speaker 0: Weil die erfolgreichen Konzepte sind schon da!
- 34:55Speaker 0: Die müssen Auch immer noch sehr stolz.
- 34:59Speaker 0: Wir haben vieles erfunden und irgendwie auf den Weg gebracht, aber hier müssen wir vielleicht jetzt mal eingestehen dass wir uns nicht mit rumschmücken können was das betrifft.
- 35:10Speaker 0: und um Hilfe zu suchen ich habe den Brotgas ihrer.
- 35:15Speaker 0: Die letzte Episode habe ich mit Spannung reingehört und da ging es ja auch einmal darum, dass Hilfesuchen etwas Wichtiges und sehr Starkes ist.
- 35:25Speaker 0: Und nicht etwas was irgendwie schlecht ist und sich beraten zu lassen von denen die Bereits- im Best Practice es umgesetzt haben würde uns im Übrigen vielleicht auch ersparen das wird was wir Deutschen ja sehr gerne machen Jahre lange Evaluierungsphasen durchzuführen und dann die darauffolgenden ebenso lange jahrelange dauernden testpiloten nicht.
- 35:48Speaker 0: also wenn man etwas übernehmen kann was in einem land was uns jetzt kulturell relativ nahe nahesteht sehr gut läuft.
- 35:57Speaker 0: Dann vielleicht können wir da auch ein bisschen zeit sparen, was
- 36:00Speaker 1: ja auch gerne als ausrede gerade bei italien themen voran geführt wird ist das thema datenschutz Also, dass man ja das gar nicht nutzen kann.
- 36:09Speaker 1: dieses und jenes Tool wäre irgendwie schön.
- 36:11Speaker 1: Aber kann man ja nicht darf man ja wegen Datenschutz gründen ein Thema, das gerne Schuldirektoren und Lehrkräfte vor sich hertragen wie so einen niemals enden wollen des Mantra?
- 36:22Speaker 1: Ist es am Ende eine Ausrede oder können wir diese Themen gerade diese Datenschutzz Probleme Herausforderungen wirklich eigentlich einfach lösen?
- 36:32Speaker 0: also ich glaube ist alles ist es ist alles lösbar.
- 36:36Speaker 0: Datenschutz ist natürlich wichtig.
- 36:37Speaker 0: Und ich glaube, es ist auch richtig und wichtig, dass auch eine Europäische Union sich hinstellt und sagt ... Die Daten des einzelnen Menschen sind wertvoll.
- 36:47Speaker 0: Wir müssen gucken, dass wir sozusagen schützen das, was die Amerikaner schon ein bisschen zu lange, schnell zu früh über Bord geworfen haben.
- 36:55Speaker 0: Dann aber auch bitter gemerkt haben, dass es ganz so einfach nicht ist.
- 36:58Speaker 0: Ich finde, datenschutz is richtig und wichtig.
- 37:01Speaker 0: Darf uns aber nicht ins Grab bringen?
- 37:04Speaker 0: Also, wenn zum Schluss gar nichts mehr funktioniert.
- 37:07Speaker 0: Weil dieser Datenschutz wie eine Bonstrance vor sich hergetragen wird.
- 37:12Speaker 0: und da habe ich dann oft gefühlt es ist mehr eine Ausrede als dass das wirklich mit viel Wissen unterfüttert ist.
- 37:20Speaker 0: Dann ist es natürlich ne Katastrophe weil wir kommen nicht drum rum digitale Medien zu nutzen sie beizubringen und wir müssen ja vorwärts gehen.
- 37:32Speaker 0: Gerade im EdTech-Bereich, also im schulischen Bereich.
- 37:35Speaker 0: auch von hiesigen und deutschsprachigen Herstellern gibt es hervorragende Tools, die durchaus funktionieren.
- 37:41Speaker 0: Die auch den Datenschutzrichtlinien entsprechen und denen Menschen und auch Kinder damit schützen und im Sinn haben.
- 37:50Speaker 0: Also, es ist alles da.
- 37:52Speaker 0: Auch die ganz großen Player, die ja gerne auch auf unserem Markt bestehen und bestehen wollen, merken ganz genau den Deutschen müssen wir auch ein bisschen was anderes bieten als ... Da können wir nicht einfach so laisse-faire umgehen, weil denen das wichtig ist.
- 38:09Speaker 0: Die verstehen das natürlich und müssen sich bemühen, dem irgendwie besser gerecht zu werden.
- 38:16Speaker 0: Ich glaube, man muss es mit viel vor ... dass es zum Schluss so aussieht.
- 38:22Speaker 0: Ich meine, ich fände sie ja auch.
- 38:23Speaker 0: lustige Beispiele gibt's ja auch mass.
- 38:26Speaker 0: also da sagt einem irgendjemand nein also Sie dürfen jetzt kein Bild machen von der keine Ahnung.
- 38:33Speaker 0: Theateraufführung, wo man irgendwie hundert Kinder auf der Bühne sieht.
- 38:37Speaker 0: Alle sind verkleidet weil das entspricht nicht des Datenschutzes und man müsste jede eigene Elternteil fragen aber zu Hause haben sie dann alle Alexa.
- 38:45Speaker 0: also es ist oder halt wie diese wie die Geräte dann alle heißen als es ist immer so ein bisschen... Also man muss da in die Kirche im Dorf lassen und gucken wo macht es wirklich Sinn?
- 38:56Speaker 0: Und wo behindert es uns?
- 38:58Speaker 1: wenn wir noch mal die Kurve zurück zu der Bewertungsthematik machen, wenn wir uns so eine voll durch digitalisierte Schule vorstellen.
- 39:05Speaker 1: In der es keine Bücher mehr gibt alles auf Tablets oder Notebooks wie auch immer man ist dann löst vorhanden ist auch alle Übungen und alle Aufgaben die Schülerinnen in ihrem Alltag lösen über diese Tablets, über diese digitalen Geräte löst.
- 39:25Speaker 1: Dann könnte man ja eigentlich sagen naja ich kann ganz genau nachverfolgen Wieder leeren Erfolg ist also ich sehe am Anfang kannst die Person noch gar nicht, dann wird es mit der Zeit besser.
- 39:36Speaker 1: und im Idealfall bei der letzten Übung.
- 39:39Speaker 1: Merke ich die Person ist jetzt richtig gut und hat's verstanden.
- 39:42Speaker 1: Dann könnte ich einen Haken drunter machen und sagen Gut Aufgabe erledigt funktioniert und Ich würde Am Ende des Tages nach so einem Schuljahr hätte ich einen ziemlich guten Überblick darüber, was die Personen jeweils kann.
- 39:55Speaker 1: Wo die Stärken liegen wo die Schwächen liegen.
- 39:57Speaker 1: Ich sehe die Ergebnisse dieser ganzen Aufgaben und ich bräuchte eigentlich diese Prüfungssituation gar nicht mehr Die ja nur für wahnsinnigen Stress bei den Schülern und Schülerinnen sorgen Und dann vielleicht sogar die Ergebnisse verfälschen weil sie in dieser Stress Situation einfach nicht abgerufen werden können oder?
- 40:15Speaker 0: Absolut.
- 40:16Speaker 0: Das sind sicher Ideen und man kann sich genauso überlegen, dass durchs Jahr in Bewertungskriterien angesetzt werden die zum Schluss eine Entbewertung abgeben.
- 40:27Speaker 0: also es ist nicht nur eine Prüfung die alles entscheidend ist sondern eben ein Gemisch aus ganz vielen unterschiedlichen Dingen.
- 40:34Speaker 0: ich meine da gibt es Leute die beschäftigen sich ausschließlich damit.
- 40:37Speaker 0: Ich glaube da wird das Schulen geben die entschließen sich für das Eine- und Schulsysteme die sagen das andere.
- 40:45Speaker 0: Aber ganz sicher.
- 40:46Speaker 0: Da bin ich auch, wer da die letzte ... Die Signi?
- 40:50Speaker 0: Wir brauchen immer noch zum Schluss eine Prüfung, sondern das wird ja auch in Zukunft nicht so sein.
- 40:55Speaker 0: Fakt ist aber natürlich, dass das Leben da draußen ist, kein Zuckerschlägen und die Arbeitswelt auch nicht.
- 41:01Speaker 0: Also sie ein bisschen vorzubereiten und das immer mal wieder auch Stresssituationen und harte Arbeit.
- 41:08Speaker 0: abgefragt werden.
- 41:09Speaker 0: Das ist nach wie vor wichtig, weil sonst wird man nicht lernen, dass die Arbeitswelter draußen keinen Ausflug in den Kinder zu
- 41:16Speaker 0: sind.".
- 41:17Speaker 1: Wenn uns jetzt ein übermotivierter Kultusminister eine übermotiverte Kultursministerin zuhört und sagt das ist ja alles richtig was die beiden da sagen und irgendwie müssen wir jetzt mal anpacken und loslegen... Wo fangen wir denn an?
- 41:32Speaker 1: Also was wäre der erste Schritt wo man wirklich mal loslegen könnte?
- 41:37Speaker 0: Ich glaube ja, dass die... Also ich habe das jetzt zum Beispiel mal im Buch auch besprieben.
- 41:42Speaker 0: Es gibt einen ganzen Katalog dessen was man tun sollte und es fängt mit Lehrplanüberarbeitungen in allen Fächern an.
- 41:50Speaker 0: Das Thema Digitales ist kein einzelnes Schulfach mehr sondern das ist fachübergreifend, spielen digitale Medien die ja im Endeffekt nichts anderes sind als Werkzeuge.
- 42:01Speaker 0: Mächtige aber immerhin Werkzeugen weil ob sie jetzt Mathe machen oder Physik machen bleibt Mathe und Physik.
- 42:09Speaker 0: Sie haben nur noch andere Werkzeugel zur Hand.
- 42:12Speaker 0: also das hört ja nicht auf.
- 42:14Speaker 0: Und also aber das muss überdacht werden Die Lehrerausbildung muss dringend reformiert werden Weil die Lehrerausbildung, wenn man sich's anschaut ist auf den Universitäten.
- 42:25Speaker 0: Diejenige, die am allerweil wenigsten den Einsatz von digitalen Medien beinhaltet?
- 42:31Speaker 0: Ich meine das ist ja ein Wahnsinn dass es das allein so isst.
- 42:35Speaker 0: Dann brauchen wir natürlich in Deutschland oder wenigstens dann im eigenen Bundesland Mindeststandards.
- 42:41Speaker 0: digitale Ausstattung regeln also was wo woes mindestens welches mindestens hat geschwindigkeiten ausstattungen von digitalem entgerät.
- 42:50Speaker 0: Aber auch das kommt nie alleine daher.
- 42:52Speaker 0: Die digitalen Endgeräte, wie.
- 42:54Speaker 0: es gibt hundert Beispiele oder tausende Beispiele davon, wenn sie fünftausend Laptops an eine Schule liefern und die haben alle keine Software drauf und keiner weiß mit den Plattformen umzugehen, dann können Sie sich gleich wieder in die Kiste
- 43:08Speaker 0: packen.".
- 43:10Speaker 0: Also auch das sozusagen muss angepasst werden.
- 43:14Speaker 0: Die Schulen, die brauchen ... Das ist im Übrigen in allen internationalen Bereichen auch so, wo es funktioniert.
- 43:21Speaker 0: Die haben IT-Beauftragte in den Schulen, sie haben solche, um die ständige Pflege dieser Geräte kümmern.
- 43:29Speaker 0: Weil's ist natürlich ein Wahnsinn von den Lehrern zu verlangen oder von so einzelnen.
- 43:34Speaker 0: Nicht nur müsst ihr eure Kinder ausbilden, alle irgendwie einfangen und abdecken.
- 43:39Speaker 0: Und gleichzeitig müsste die Geräte pflegen, außerdem das verstehe ich.
- 43:44Speaker 0: Das ist viel zu viel!
- 43:46Speaker 0: Also das wird nicht gehen.
- 43:49Speaker 0: Wir können auch da jetzt endlos weiterreden.
- 43:52Speaker 0: aber was ich auch glaube so lange eine Gesellschaft nicht verstanden hat wie unvorstellbar wichtig das Thema Bildung für uns in Deutschland politisch aktiv sind und sich versuchen einzusetzen, gar nicht genug Rückenwind bekommen und kriegen damit die auch diese Dinge richtig umsetzen können.
- 44:18Speaker 0: Also ich habe immer das Gefühl dass es gibt ja auch durchaus im politischen Bereich solche die sich wirklich versuchen stark zu machen für das Thema Bildung aber dadurch dass das gesamtgesellschaftlich so stiefmütterlich behandelt wird kriegen die auch sozusagen von ihren eigenen rein.
- 44:33Speaker 0: Das ist immer so, es ist immer irgendwie auf dem Backburner und wenn die mal richtig ausgestattet werden mit der richtigen Power dann könnten die, die richtig engagiert sind vielleicht auch mehr durchgreifen und auch echt was bewegen.
- 44:47Speaker 0: also das finde ich eben auch noch irgendwie interessant.
- 44:50Speaker 0: ja Auch Thema habe ich neulich auch gesagt wo ist eigentlich Lobby für Bildung?
- 44:56Speaker 0: Wirklich in Deutschland und wir sich sagst immer ein bisschen Salopp hat jede Legehenne mehr Lobby als das Kind im Schulbetrieb.
- 45:06Speaker 0: Ja?
- 45:07Speaker 0: Und irgendwie gibt's niemanden, der sagt es geht so nicht.
- 45:10Speaker 0: und ich appelliere und treffe immer mehr junge Leute die auch sagten sagen eigentlich hast du total recht wir müssten doch hier uns mal bewegen auf die Straße gehen und einfordern.
- 45:23Speaker 0: weil ich hab immer wieder jetzt Jugendliche in meine Arbeit getroffen die mir sagen wisst ihr was?
- 45:29Speaker 0: Ihr habt uns doch im Stich gelassen.
- 45:31Speaker 0: Ihr glaubt immer, ihr schimpft nur auf uns?
- 45:33Speaker 0: Ihr glaubst wir sind sowieso viel schneller mit allem?
- 45:36Speaker 0: Ja sie sind schneller.
- 45:37Speaker 0: das heißt aber nicht dass Sie sich automatisch überall besser auskennen.
- 45:41Speaker 0: Dass Sie nicht Hilfe brauchen wenn Ihnen etwas passiert was schwierig ist in dem digitalen Bereich und da reden wir jetzt dann wieder von den düncheren Seiten also Cyber Mobbing oder ähnliches.
- 45:52Speaker 0: Thema Datensicherheit und Datenschutz wie sollen die das denn bitte?
- 45:56Speaker 0: Die kriegen das ja nicht mit der Muttermilch aufgesogen Das muss ihnen doch jemand beibringen.
- 46:01Speaker 0: Also auch, wie sind überhaupt die Gesetzesmäßigkeit?
- 46:04Speaker 0: Wir lernen das ja auch wenn wir in Klassen gehen und so weiter... Diese jungen Leute sind mega dankbar!
- 46:10Speaker 0: Auch wenn man mit trockenen Themen daherkommt, sowie eben Datensicherheitsthemen, mega dankbare saugen das alle auf.
- 46:18Speaker 0: und dann passiert was ganz Lustig ist nämlich der Schneebaleffekt nach Hause.
- 46:22Speaker 0: Sag mal Mama hast du eigentlich Neulich mal wieder deinen Passwort angeguckt.
- 46:26Speaker 0: Wie sieht das aus?
- 46:27Speaker 0: Hallo, eins zwei drei!
- 46:28Speaker 0: Was ist so das Standardpasswort in Deutschland?
- 46:31Speaker 0: ein bisschen oder in dem Dreh?
- 46:32Speaker 0: Und da kann man richtig viel bewegen.
- 46:35Speaker 0: Da hoffe ich sehr dafür arbeite und kämpfe auch um dass wir lauter werden.
- 46:41Speaker 0: Dass wir es mehr einfordern und dass dann die einzelnen... Ich glaube was auch noch so einen Punkt ist Wir verlassen uns alle noch zu sehr auf den Staat, weil wir es gewohnt waren, dass der Staat das alles macht.
- 46:53Speaker 0: Fakt ist, da kommt aber irgendwie seit dreißig Jahren, wie wir es vor vierzig Jahren, kommt nicht so richtig was!
- 46:59Speaker 0: Ich glaube, dass auch zum Beispiel die Verantwortung der Unternehmen im Punkt Du Bildung eine ganz andere ist und eine ganz neue oder jetzt schon ist.
- 47:07Speaker 0: Weil sie sind genauso interessiert daran junge Leute bei sich einzustellen, die halbwegs gut ausgebildet sind.
- 47:14Speaker 0: Und wenn das nicht passiert dann muss ich mir als Unternehmer, als Unternehmerin fragen was kann ich denn?
- 47:18Speaker 0: Was ist denn mein Beitrag den ich hier in meiner Umgebung leisten kann, kann ich die lokale Schule unterstützen mit irgendwas.
- 47:26Speaker 0: Da müssen wir vielleicht auch unser Denken und unsere Köpfe öffnen können wir Initiativen unterstützen, die in Schulen gehen und richtig gute Arbeit machen.
- 47:35Speaker 0: Das muss nicht immer alles nur vom Lehrer kommen.
- 47:38Speaker 0: also so zum Beispiel wie unsere Initiative das funktioniert super!
- 47:41Speaker 0: Wir können damit die Lehrer entlasten und bringen Themen in die Schulen, die sonst nicht abgehandelt werden Und das gibt es ja ganz viele.
- 47:49Speaker 0: Also diese Verantwortung der einzelnen und die Verantwortung der Privatwirtschaft im Thema Bildung ist riesig.
- 47:58Speaker 0: Und riesig auch später in die Erwachsenenbildung, Weiter- und Fortbildungen weil sich unsere Welt ja so wahnsinnig schnell verändert und so schnell dreht das selbst wenn man jetzt jemandem heute einstellt der super Schule besucht hat und jetzt heute total fit ist in dem was digital möglich ist Das ist in fünf Jahren schon nicht mehr so.
- 48:22Speaker 0: Und da muss ich doch gucken und das machen, im Ausland kommen immer mehr Firmen auch auf den Trichter und reden auch darüber sagt also dieses lifelong learning Ist so wichtig wie nie.
- 48:34Speaker 0: alleine deswegen weil sich alles um uns so wahnsinnig schnell entwickelt.
- 48:38Speaker 0: Also müssen immer alle ständig weiter lernen Ich muss das sie müssen dass wir alle müssen das.
- 48:44Speaker 1: Am Ende vielleicht noch ein kurze Abbiegung zu einem Thema, von dem ich weiß es Ihnen eben auch sehr wichtig ist im Kontext mit dem Bildungssystem.
- 48:54Speaker 1: Sie haben immer wieder mal kurz das Thema Missbrauch und Mobbing angesprochen.
- 48:58Speaker 1: Wie gut ist denn unser Bildungs System eigentlich darin?
- 49:02Speaker 1: Solche Missstände auch wenn sie vielleicht familiärer Natur Zuhause stattfinden wirklich aufzudecken und dann auch konsequent zu handeln um den jeweiligen Kind dem jeweiligen Jugendlichen auch helfen zu können?
- 49:15Speaker 0: Ja, schlecht.
- 49:16Speaker 0: Schlecht sind sie!
- 49:18Speaker 0: Weil ich war letzte Woche ... Das ist auch so ein klassischer Fall.
- 49:23Speaker 0: Ein Jugendlicher der Lukas Poland hat ... Der ist heute achtzehn Jahre alt.
- 49:30Speaker 0: Er hat mit vierzehn die sogenannte Cyber-Mobbinghilfe gegründet weil er in einem Mobbingfall verwickelt war und niemanden gefunden hat, der ihm hilft.
- 49:40Speaker 0: Und das ist dann schon auch irgendwie eine Ofheige.
- 49:43Speaker 0: Also und dass es nett ausgedrückt für alle, die erwachsen sein sollten und den für den Schutz der Kinder einstehen sollten.
- 49:51Speaker 0: Und Thema Cyber also die dunklen Seiten.
- 49:55Speaker 0: Es gibt ja nun auch die andere Seite der digitalen Welt und das ist das Thema Wo ist der Menschen?
- 50:00Speaker 0: Wo bleibt der Mensch?
- 50:01Speaker 0: und auch Thema Empathie.
- 50:04Speaker 0: Es gibt zum Beispiel eine ganz spannende Studie in Harvard, da haben sie einige Jahre lang kleine Kinder mit kleinen Kindern angefangen.
- 50:12Speaker 0: Eine Gruppe wurde mit Spielen in Empathie geschult und die anderen nicht.
- 50:18Speaker 0: Und die haben sie dann wieder in der Mittelstufe besucht und haben so ein bisschen geguckt wie tun die sich an?
- 50:23Speaker 0: Und sie haben festgestellt, dass die Kinder, die als Kleinkinder Empathie-Schulungen und Empathiespiele mitgemacht haben, hatten sehr viel weniger Probleme mit Cyberbombing und Cyberbullying.
- 50:33Speaker 0: Als sie die nicht das durchlaufen haben.
- 50:36Speaker 0: Thema Empathy.
- 50:37Speaker 0: Empathy nimmt ab wenn man Menschen nicht vor sich hat, wenn man den Menschen nicht sieht, die direkte Reaktion nicht mehr mitbekommt.
- 50:43Speaker 0: Wenn man Tränen nicht mehr sieht, wenn ein trauriges Gesicht nicht sehen kann... Und das ist etwas, was ganz wichtig ist auch in dieser Zukunft.
- 50:52Speaker 0: Weil wir bleiben ja nun Menschen und dass zum Beispiel was Mobbing und Bullying betrifft kann man mit da einer richtigen Ausbildung und Aufklärung ganz viel bewirken.
- 51:06Speaker 0: Das hat dann ganz viel mit Werten zu tun.
- 51:11Speaker 0: Den Kindern beigebracht haben, man darf niemanden anschreien oder beleidigen auf der Straße.
- 51:15Speaker 0: Auch dass im normalen und analogen Leben eine eventuelle Anzeige nach sich zieht also solches Handeln hat Konsequenzen.
- 51:23Speaker 0: genau das gleiche müssen wir ihnen beibringen was das tun miteinander im Internet betrifft.
- 51:28Speaker 0: des internet unter digitaler Raum sind kein rechts keine rechtsfallen Räume und handeln hat reale Konse quenzen und reale Konsequenzen, das ist natürlich wieder ein Appell oder auch eine Herausforderung für uns als Erwachsenengesellschaft muss genauso mit Strafen daherkommen.
- 51:49Speaker 0: Wenn der Schaden den ich jemandem anderen zufüge so gewaltig ist dass es richtig ist wenn eine Gesellschaft sagt so nicht du kriegst Du wirst bestraft!
- 51:59Speaker 0: So wie das im Leben im analogen Leben auch ist.
- 52:03Speaker 1: Ich danke Ihnen sehr für die vielen Impulse Appelle an unser Bildungssystem in der Hoffnung, dass sich endlich mal was verändert.
- 52:12Speaker 1: Dass sich vielleicht ein paar Leute angesprochen fühlen die uns hier zuhören und wenn es auch vielleicht nur im Kleinen im ersten Schritt ist aber zur Veränderung zur positiven Veränderungen beitragen.
- 52:24Speaker 0: Vielen Dank dass ich da sein durfte.
- 52:26Speaker 0: eben übrigens glaube ich sehr fest an die veränderung im kleinen weil jeder kann etwas tun Und es ist ganz wichtig, das auch zu wissen und auch zu glauben.
- 52:38Speaker 0: Dass wir alle können etwas einen Beitrag dazu leisten, dass es vorwärts geht.
- 52:42Speaker 0: Wenn dann zum Schluss einer zwei und wenn zum Schluss ein paar Tausenden da dastehen, kann man ganz viel machen.
- 52:49Speaker 0: Auch wenn der Einzelne so wie ich ja genauso ... Ich weiß genau, ich schaffe das nicht alleine!
- 52:53Speaker 0: Ich schaff das nur mit Hilfe von vielen anderen.
- 52:56Speaker 0: Aber ich glaube aber, dass das so der Weg ist.
- 53:00Speaker 1: Dann legen wir los.
- 53:01Speaker 0: Ja, auf jeden Fall!
- 53:02Speaker 1: Vielen Dank.
- 53:03Speaker 1: Danke
- 53:03Speaker 0: auch.
- 53:04Speaker 0: Das war's leider schon.
- 53:06Speaker 0: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 53:08Speaker 0: – das Gespräch zu Ende.
- 53:11Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 53:13Speaker 0: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise wenn du die Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall den
- 53:20Speaker 1: abonnieren
- 53:20Speaker 0: Button zu klicken.