Latest / Börsen-Zeitung | Nachhaltiges Investieren / Trotz wachsenden ESG-Gegenwinds auf Green Tech setzen
Transcript
- 0:06Nachhaltiges Investieren, der Sustainable Finance Podcast der Börsenzeitung.
- 0:11Diese Episode wird präsentiert von Union Investment.
- 0:16Ich begrüße Sie herzlich zu einer neuen Episode von nachhaltiges investieren dem Sustainable finance podcast der Bösenzeitungen.
- 0:24Mein Name ist Franz Cong Bui ich bin Reporter der Börsen-Zeitung und in der heutigen Episode befassen wir uns eingehend mit dem Thema Green Tech Und zwar hierbei insbesondere mit den diesbezüglichen Aktivitäten des Frankfurter Techquartier.
- 0:38Dazu habe ich heute als Gesprächspartnerin Alice Rettig hier, sie ist seit bald zwei Jahren Geschäftsführerin des Tech Quartiers.
- 0:45Hallo Frau Rettich!
- 0:46Hallo und vielen Dank für die Einladung!
- 0:48Sehr gerne!
- 0:49Bevor wir in das heutige Thema einsteigen vielleicht ein paar Worte zum Tech Quarteer.
- 0:52für all diejenigen, die eventuell noch nicht so in aller Tiefe davon gehört haben.
- 0:57Frau Rettig, Sie sind seit über drei Jahren für das Tech-Quartier tätig und haben im September, die Geschäftsführung übernommen.
- 1:06Zunächst einmal ganz allgemein gefragt was ist das Tech Quartier?
- 1:10Ja, das Techquartier ist der zentrale Innovationstreiber am Finanzplatz Frankfurt.
- 1:15also so würde ich es in einem Satz kurz und bündig zusammenfassen.
- 1:19Wir machen aber tatsächlich ganz, ganz viel.
- 1:21also wir haben eine große Start-up Community mit der wir eng zusammenarbeiten über siebenhundertfünfzig internationale Startups im Part von unserem Netzwerk um.
- 1:29parallel dazu arbeiten wir auch mit Corporate Partnern das heißt mit allen Banken auch versicherbaren Beratungshäusern die hier am Finanzplatz ansässig sind und unser Ziel ist dabei immer beide Seiten zusammen zu bringen um so Innovationen zu ermöglichen.
- 1:43und dass machen wir in Form von ganz verschiedenen Initiativen von dedizierten Programmen über Events, über Matchmakings.
- 1:50Ein bunter Blumestraus an Möglichkeiten die sich im Techquartier bilden aber immer mit dem Ziel Innovation durch Kooperation.
- 1:58Okay dann lassen Sie uns mal auch die Programme schauen die es im Bereich GreenTech beim Tech Quartier gibt.
- 2:05fangen wir an mit der Growth Lines.
- 2:06also ist eine Kooperation mit der Rentenbank.
- 2:09was verbirgt sich dahinter?
- 2:10Was hat das damit aus?
- 2:11sich
- 2:12Genau, also die Growth Alliance ist genau eines dieser Programme über die ich gesprochen habe und die Rentenbank einer unserer Corporate Partner.
- 2:19Und die Kooperation zwischen Techquartier und der Renten Bank besteht mittlerweile jetzt seit über sieben Jahren.
- 2:25Und daraus hat sich dann im Laufe der Zeit entwickelt das wir die Growth Alliances ins Leben gerufen haben nämlich zwanzig dreiundzwanzig war so der erste Anstoß dazu.
- 2:34Die Growth Alliance es ist fast mehr als ein Programm unsere große Community für Agrar- und Food Innovationen und Startups.
- 2:43Das heißt, wir machen mit der Rentenbank zusammen über das Jahr verteilt verschiedene Programme von einem Idea Camp wo es darum geht Studierende an das Thema Gründung im Bereich Agrar und Food heranzuführen Über ein Bootcamp bis zuhin zum Accelerator dann für sehr fortgeschrittene Startup schon.
- 3:01Und einmal ein Jahr gibt's unser großes Growth Alliance Network Summit Ganz abgekürzt, wo die ganze Community dann zusammen kommt und da sind mittlerweile ja knapp vierhundert Personen von Investoren über Gründer.
- 3:15Über auch Landwirte und Landwirten, die sich dann dort treffen verschiedene Impulsvorträge und ja da so zusammenkommen.
- 3:22Okay
- 3:22vielleicht noch mal zur Illustration was für Start-ups sind da beteiligt?
- 3:26wie muss man sich das vorstellen?
- 3:27Was ist FoodTech unter alles andere?
- 3:29Ja gerne!
- 3:31direkt an zwei Beispielen, dann wird es ein bisschen plastischer und ein bisschen greifbarer.
- 3:35Part von der Growth Alliance waren unter anderem Revoltec.
- 3:40die machen eine vegane Alternative zu Leder und sind mittlerweile so groß dass sie auch in Kooperation mit VW eingegangen sind.
- 3:48oder ein anderes Beispiel ist Verano.
- 3:50Verano macht ja eine Alternative zur Speckherstellung von Steckrüben schmeckt hervorragend.
- 4:00Und auch die haben eine ganz spannende Kooperation, nämlich mit der Deutschen Bahn.
- 4:04Das heißt wer in der letzten Zeit mal Bahn gefahren ist oder Bahn fährt kann man im Bordbistro Ausschau halten ob sie nicht auch Verano dort entdecken.
- 4:12Okay
- 4:12das klingt auf jeden Fall schonmal sehr nachhaltig.
- 4:15ein anderes Ereignis dass in der Vergangenheit schon viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat ist das Impact Festival wie es das entstanden.
- 4:22ja Ja, das Impact Festival gibt es ja schon länger.
- 4:25Schon seit vier Jahren und wurde damals gegründet auch von einem Partnerunternehmen von uns nämlich von Neosphere die eine Tochter der Kommerzbank sind.
- 4:33Und das Impact-Festival hatte zum Ziel ein großes Festival, eine große Veranstaltung rund um die Themen Nachhaltigkeit zu sein.
- 4:42Es ist mittlerweile so groß geworden dass Die Überlegung im Raum stand wie können wir es noch weiterentwickeln?
- 4:49Dann kamen wir ins Spiel als Tech-Quartier und haben gesagt, wir sind eigentlich der ideale Partner das Impact Festival zu übernehmen.
- 4:55Und in unserem Netzwerk in unserer Community voranzutreiben.
- 5:00Und so haben wir letztes Jahr das Impact-Festival dann übernommen.
- 5:03Das läuft also jetzt unter Tech-QUARTIER-Flagge.
- 5:06Und es ist mittlerweile das größte Nachhaltigkeits-Event für BtoB Innovation in Deutschland.
- 5:12Wir haben viertausend Besuchende zwei Tage an der Messe in Frankfurt ganz, ganz spannend!
- 5:18Okay, viertausende Besucher.
- 5:19Wie viele Start-ups und Firmen hängen damit dran?
- 5:22Ja es sind über dreihundert Ausstellerinnen die wirklich ihre nachhaltigen Lösungen präsentieren.
- 5:29Es sind sowohl Start-Ups als auch etablierte Unternehmen.
- 5:34Über Hundertfünfzig Speaker auf den Bühnen in Wundestrem.
- 5:39Und wann findet das dieses Jahr starten?
- 5:41Am fünfundzwanzigsten und sechsundzwanziger November in der Messer in Frankfurt
- 5:45Okay.
- 5:45Und steht da schon das Programm?
- 5:47Was kann man da erwarten, inhaltlich?
- 5:49Also wir sind gerade dabei, das Programm zu finalisieren haben auch schon einige spannende Speaker verpflichtet.
- 5:55vielleicht kann ich das ja schon teilen.
- 5:57also Robert Habeck wird diesmal dabei sein und da freuen uns sehr drauf.
- 6:01Johann Röxtröm wird sprechen und Wir haben auch im Tech Quartier dieses Jahr beschlossen dass wirs Impact Festival noch ein bisschen verändern werden.
- 6:10Natürlich haben wir uns genau überlegt, wenn wir das übernehmen als Tech-Quartier welche neue Ausrichtung soll es auch bekommen und dass wird dieses Jahr deutlich internationaler werden.
- 6:19Und auch nochmal einen neuen Twist bekommen weil das Thema Nachhaltigkeit ist für uns zentral und essentiell.
- 6:26aber wir denken wenn wir uns nur auf Nachhaltigkeitsfokussieren greift es oft zu kurz.
- 6:31Wenn wir wirklich nachhaltigen Impact schaffen wollen, dann müssen wir Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammendenken.
- 6:37Und genau das wird dieses Jahr auch auf dem Impact Festival stattfinden.
- 6:40Also das große Thema ist Twin Transformation?
- 6:43Wie geht Nachhaltigkeit und der Digitalisierung Hand in Hand?
- 6:47Das wird sich auch auf den Impact Festival dieses Jahr widerspiegeln!
- 6:50Okay tatsächlich sehr passend fürs Tech-Quartier.
- 6:52Exakt!
- 6:53Spannend auch Habeck.
- 6:55Letztes Jahr war ja Jörg Cookies da und hat, wenn ich mich richtig erinnern, eine Keynote gehalten zu Kapital im Wandel.
- 7:02Ja interessant!
- 7:03Auch hier ist so das Impact Festival – hat natürlich auch immer einen starken Finance-Einschlag.
- 7:10deswegen auch Jörr Cookies mit dabei aber auch Sabine Mauderer Vizepräsidentin der Bundesbank die auch dazu gesprochen hat wie geht Nachhaltigkeit und Finanzen Hand in Hand?
- 7:21sehr beschäftigt nachhaltigkeit auch die Finanzmärkte Und ich finde, das zeigt auch sehr schön was das Techquartier dann ausmacht.
- 7:28Weil wir schauen uns immer Innovationen an der Schnittstelle zwischen Finanzen, Nachhaltigkeit oder Impact und dem Technikaspekt.
- 7:37Also Finance, Tech und Impact geht bei uns wirklich Hand in Hand.
- 7:41Okay!
- 7:42Dann nochmal gerne ein Blick auf die Techquarteer Community insgesamt.
- 7:47Wie viele Start-ups denken Sie, bewegen sich bei Ihnen derzeit in diesen Bereichen?
- 7:51GreenTech, Sustainable Finance.
- 7:54Also wir tracken das natürlich sehr genau und wir haben schätzungsweise zwanzig Prozent unserer Start-Ups die im Bereich Impact Sustainable finance unterwegs sind.
- 8:04Okay und dieser Podcast heißt ja nachhaltiges investieren.
- 8:07was ist für Investoren so dass besonders Spanne an dem Tech Quartier und den Start Ups in diesem Bereich?
- 8:14Ich glaube, wenn wir uns einen Blick auf die Investorenlandschaft werfen dann sieht man das Nachhaltigkeit eigentlich fast bei jedem Investment mittlerweile eine Rolle spielt.
- 8:24Das Startups auch zeigen müssen wie erfüllen sie nachhaltigkeitskriterien aber wir sind sie auch vor allem langfristig aufgestellt und das zeigt sich auch in unserer Community.
- 8:35natürlich gibt es auch dedizierte VCs oder Fondsie.
- 8:38ausschließlich im Nachhaltig keits dem investieren Aber ganz allgemein dazu legen, welche Rolle spielt.
- 8:46Nachhaltigkeit in meinem Startup im Business Model ist eigentlich für jedes Start-Up mittlerweile relevant bis auf sehr wenige Ausnahmen.
- 8:52Und das machen wir auch in unserem Programm, dass wir es immer wieder mit reinnehmen und unsere Startups auch darauf briefen, dass sich dem einfach bewusst sein müssen und herausstellen müssen.
- 9:01Wie ist da so die Erfahrung?
- 9:02Ist das den Start-Ups relativ bekannt oder muss man wirklich stark briefing und dieses Bewusstsein schaffen?
- 9:08Es wird zunehmend immer bekannter aber doch Bewusstsein schaffen ist hier immer noch zentral.
- 9:15Also viele sagen, ja aber ich bin doch kein Impact-Startup!
- 9:18Ist das wirklich wichtig für mich?
- 9:19Und dann sagen wir Ja, bitte leg den Wert auch darauf und er zeigt es einfach ganz deutlich welche KPIs du wie erfüllst.
- 9:26Okay Dann nochmal ein anderes Thema.
- 9:30Das Techquartier arbeitet mit dem Sustainable Finance Cluster zusammen.
- 9:34Wie muss man sich das vorstellen?
- 9:35Worum geht es da?
- 9:36Wie sieht diese Kooperation aus?
- 9:39Ja, wir sind wirklich aktives Mitglied im Sustainable Finance Cluster und das ist sehr schön weil es auch wieder zeigt.
- 9:44Es gibt hier am Finanzplatz einfach tolle Initiativen die kooperieren sollen müssen und es auch tun um gemeinsam mehr zu erreichen.
- 9:54und die Kooperation zwischen dem Sustainable Financial Cluster in einem Tech Quartier ist glaube ich genauso ein gutes Beispiel.
- 10:00Also das Sustainable Finances Cluster hat ja mehr noch den Fokus auf etablierte Finanzhäuser und auch vielleicht einen stärkeren Bezug zur Politik, zur Forschung und zu den Papieren die sie dort schreiben.
- 10:15Wir sind dabei.
- 10:16wir nehmen an den Treffenteil.
- 10:18Wir lassen unsere Expertise einfließen mit Weißwörser.
- 10:22Vielleicht hätte ich das vorher noch mal nachfragen sollen.
- 10:25wer steckt dahinter?
- 10:26Wer ist denn noch beteiligt am Sustainable Finance Cluster?
- 10:29Ja, es ist dann übrigens besser als ein Zusammenschluss von primär auch Banken die sich dort beteiligen.
- 10:34Also eine HeLaBar ist mit dabei, die DZ-Bank ist mit bei, die ING im Prinzip ganz viele hier sich auf den Finanzplatz tummeln
- 10:42und die ja auch beim Techquartier sehr engagiert sind.
- 10:45Und die genauso auch Partner beim Tech Quartier sind.
- 10:46also wir haben hier eine große Schnittmenge.
- 10:48Genau!
- 10:49Dann noch mal ne ganz andere Frage.
- 10:51Sie hatten bei uns im Interview Ende Januar berichtet das in diesem Jahr ein Schwerpunkt des Techquarts auf dem Aufbau das neuen Tekken Data Lab-Liege.
- 11:00Was verbückt sich dahinter?
- 11:01Ja, das Tekken Datalab ist die Initiative, die glaube ich dieses Jahr für uns als Techquartier auch am stärksten prägen wird.
- 11:09Wir haben im Rahmen der Finanzplatzinitiative das TekKEN Datalap konzipiert und jetzt auch gelongt.
- 11:16Und es ist die erste sichere und souverene Sandbox für den Finanzplatz.
- 11:22Das heißt wir schaffen mit dem TekKEN Data Lab einen digitalen Datenraum, den dann Finanzinstitute nutzen können.
- 11:29Die können dort wirklich einen Raum buchen.
- 11:32Das ist ihr Raum und Sie können entscheiden mit welchen Kooperationspartnern unter anderem aus Start-ups möchten sie innerhalb von diesem Raum interagieren?
- 11:40Einen Tech Sprint starten haben dann so ungefähr zwölf Wochen eine ganz große Bandbreite an synthetischen Daten die wir schon zur Verfügung stehen.
- 11:49also wir haben eine Bibliothek von ich glaube es sind dreifünfzig Millionen Datensätze.
- 11:54Dort sind aber auch die Möglichkeit, jeden Datensatz dann zu generieren für den Use Case.
- 11:59Den das Finanzinstitut in das Tech and Data Lab spielt und dann kann man wirklich Lösungen erproben, entwickeln, testen bevor man sie dann wirklich im Markt einführt.
- 12:10Also es ist eine bunte Spielwiese um neue Innovation zu testen.
- 12:14Und wer ist da als Partner beteiligt?
- 12:17Noch ist es unser Tech & Data Lab.
- 12:18Wir sind gerade dabei, die ersten Partnerverträge zu schließen und da können wir bestimmt ein paar Wochen mehr sagen also welche Banken wirklich dabei sind.
- 12:26was wir aber jetzt schon sagen können dass das auch die Möglichkeit besteht wenn man das möchte AI-Cases oder auch Quantensimulierte Cases auf dem Tech&Data Lab laufen zu lassen und das machen wir mithilfe von Nvidia.
- 12:38Also es gibt die Möglichkeit in der Supercharged Sandbox.
- 12:41Dann kann man auch auf die Nvidia Enterprise-Lösung und auf die GPUs von Nvidia zurückgreifen.
- 12:47Okay, spannend!
- 12:47Und inwieweit ist das für GreenTech jetzt schon mit relevant oder ist das perspektivisch?
- 12:55Es sind genau die Möglichkeiten einfach offen.
- 12:57Das ist hier wieder was ich gemeint habe mit dieser Schnittstelle, die wir als Techquartier gut abbilden zwischen FinTech, Tech & GreenTech.
- 13:05Wir bieten es erstmal für den Finanzplatz an Und es liegt dann an den Finanzinstituten, welche Use-Cases hier auch auf dem Tech and Data Lab laufen lassen wollen.
- 13:14Natürlich sind hier auch Green-Tech Lösungen.
- 13:18genau das was man im Tech & Data Lab auch erprobt werden kann also ja ist komplett offen und wir freuen uns darauf dass auch potenzielle Impact Lösungen drauf gespielt werden.
- 13:28Nun sind ja global betrachtet gerade sehr schwierige Zeiten für Nachhaltigkeitsthemen.
- 13:34insbesondere in den USA gibt es da ja einigen Gegenwind.
- 13:37Ich habe bei den Recherchen ja gesehen oder beziehungsweise die Info bekommen, dass vor zwei Jahren gerade mal zwei Jahre die damalige US-Finanzministerin Janet Yellen zu Besuch im Techquartier war.
- 13:49Und ich hab dann gelesen sie lobte seinerzeit explizit Die Mitglieder vom Tech Quartier leisten Pionierarbeit bei innovativen Ansätzen in dem Bereich Klimaschutz saubere Energie und nachhaltige Finanzierung.
- 14:01Ich kann mir vorstellen das diese Wertschätzung momentan aus den USA nicht so kommt Angesichts dessen, dass sich mit der Administration von US-Präsident Donald Trump ja der Wind wirklich total gedreht hat was ESG Themen angeht.
- 14:12Das kommt einem schon unwirklich vor.
- 14:15wie nehmen sie das wahr und was erwarten Sie mit Blick auf die Entwicklung und Bedeutung von Nachhaltigkeitsthemen?
- 14:20Ja es ist total spannend und auch wirklich vielen Dank, dass Sie das nochmal so ansprechen weil da sieht man wie schnell sich der Wind einfach drehen kann.
- 14:30Wir konnten ihr damals einige Start-ups zeigen, die aus der Techquartier Community kommen.
- 14:37Sie ist wirklich rumgelaufen und hat das ganz spannend angeschaut, war ganz begeistert und dann auch dieses Statement gegeben.
- 14:44Und damals war das ganze Thema Nachhaltigkeit mit dem was wir hier in Deutschland mit den politischen Strömungen erlebt haben noch viel präsenter.
- 14:53Man hatte wirklich das Gefühl gehabt man ist gerade in so einem Aufwind.
- 14:56Das spüren wir jetzt nicht mehr, sondern man muss schon auch dafür kämpfen, dass es weiterhin Teil der Agenda ist.
- 15:04Und da ist die geopolitische Lage natürlich auch ein entscheidender Faktor, der das in diese Richtung jetzt treibt.
- 15:11Dennoch ist es nicht negierbar.
- 15:14also der Klimawandel schreitet voran egal wie wir uns dazu positionieren.
- 15:19und umso wichtiger finde ich auch unsere Positionierung als Techquartier zu sagen, wenn wir über Innovation reden dann müssen wir auch über nachhaltige Innovationen reden weil das ist das was unsere Gesellschaft einfach braucht.
- 15:31Es ist nicht leichter geworden aber es ist umso wichtiger geworden.
- 15:36und wie nehmen Sie die Haltung hier in Deutschland dazu war sowohl was Politik angeht also auch Wirtschaft finanzen?
- 15:42Ich glaube es ist kein Selbstläufer mehr aber es gibt jetzt vielleicht noch mehr Menschen, die noch mehr dafür einstehen und das noch bewusster leben.
- 15:54Was wir zum Beispiel auch sehen bei unseren Partnerunternehmen ist oft dass es weggeht von einer dedizierten Nachhaltigkeitsabteilung oder einem CSR Manager hin zu mehres Teil der gesamten Unternehmensstrategie wird.
- 16:10Und das finde ich eigentlich erst mal eine gute Entwicklung weil wir müssen rauskommen aus dieser Bubble.
- 16:16Es darf nicht mehr ein Sonderthema sein, sondern es muss kernt von einem Unternehmen sein.
- 16:20Das Nachhaltigkeit einfach eine große Rolle spielt in all dem was wir tun und das sehe ich sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaftsraum.
- 16:29Nachhaltigkeit ist ja ESG also es ist ja nicht nur Umweltfaktoren, Umweltthemen.
- 16:35wie kann man das noch weiter frontreiben?
- 16:36Wie ist die Entwicklung da?
- 16:38Es ist genau das Gleiche.
- 16:39Wir müssen es wirklich als Kern von Unternehmen denken, dass wir nachhaltig in allen drei Dimensionen dann auch handeln und dafür Bewusstsein schaffen darüber aufklären wie beispielsweise dann noch dem Impact Festival aber auch immer zeigen.
- 16:53Es ist nicht nur nice to have sondern es kann auch strategisch genutzt werden um wirklich eine Geschäftsidee und auch ein Geschäftsmodell daraus zu entwickeln.
- 17:02Okay, dann vielen Dank für dieses Gespräch.
- 17:04Sehr gerne.
- 17:05Fand ich sehr interessant und habe einiges mitgenommen.
- 17:09Ja, vielen Dank!
- 17:10Vielen Dank für die Einladung hat mich sehr gefreut hier zu sein.
- 17:19Und jetzt kommen wir zum Kurznachrichten-Blog.
- 17:22all das was in den vergangenen Wochen an Nachhaltigkeitsthemen hochgekommen ist eine Auswahl dessen hat sich mein Kollege Wolf Brandes angesehen.
- 17:30Hallo Wolf!
- 17:31Hallo!
- 17:32Wolf.
- 17:32bei Schäffler zeigt sich im ersten Quartal ein klares Bild.
- 17:35Die klassischen Spaten stehen unter Druck, während die Elektromobilität den Konzern stützt.
- 17:41Was ist bei Schäffler im ersten Quartal besonders aufgefallen?
- 17:44Auffällig ist vor allem die Entwicklung im Bereich der Elektromobilität.
- 17:48Dieser Bereich konnte als einstiger Geschäftsbereich zulegen.
- 17:51Währungsbereinigt stieg der Umsatz um sechs Prozent.
- 17:55Gleichzeitig verringerte sich der operative Verlust von Zinsen, Steuern und Sonderfekten um zwanzig Prozent.
- 18:01für Schäfler liegen auf dieser sparte große Zukunftshoffnungen.
- 18:05Sie soll helfen den Wandel in der Autoindustrie zu bewältigen.
- 18:09Okay, mal jenseits erspart Elektromobilität.
- 18:11wie hat sich denn der Gesamtkonzern entwickelt?
- 18:13also wenn man Umsatz operatives Ergebnis und Marge so zusammen betrachtet?
- 18:18Der Konzernumsatz stieg bewährungsbereinigt leicht um ein Prozent auf knapp sechs Milliarden Euro.
- 18:24das operative Ergebnis vor Sondereffekten verbesserte sich um zwei Hundertfünf Millionen Euro.
- 18:30die entsprechende Marge legte auf fünf Prozent zu.
- 18:33Das zeigt, Schäfler wächst zwar nicht stark kann sich aber stabilisieren.
- 18:37Die bessere Entwicklung in der Elektrobobilität gleicht schwächen in anderen Bereichen aus.
- 18:43Ja da muss ich nochmal nachfragen warum viel der Netto gewinnt trotz der operativen Stabilisierung niedriger ausser als im Vorjahr?
- 18:49Unter dem Strich blieb ein Gewinn von sechzig Millionen Euro.
- 18:53Im Vorjah waren es noch dreiundachtig Millionen Euro.
- 18:57Das macht deutlich, dass der Konzern weiterhin Belastung und Spürt.
- 19:00dazu zählen hohe Kosten ein antrufvolles Marktumfeld- und geopolitische Unsicherheiten.
- 19:06Wegen des Krieges in der Ukraine bleibt die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung schwer einschätzbar.
- 19:19Dann kommen wir zur spanischen Großbank BBVA.
- 19:22Die will ja bekanntlich ihr Deutschlandgeschäft ausbauen und setzt jetzt dafür auf einen erfahrenen Manager aus dem ING Umfeld.
- 19:30Wer benimmt denn jetzt die Leitung der BBVA Digitalbank in Deutschland und warum ist diese Personalie für die Spanische Bank so wichtig?
- 19:38Jürgen von der Lea wird neuer Chef der BBVA Digitalbank.
- 19:42Er kommt von der ING in Deutschland, bringt Erfahrung im Privatgründengeschäft in Strategie in digitaler Transformation mit.
- 19:49für BBVA ist diese Personale so wichtig, weil der deutsche Bankenmarkt groß aber besonders wettbewerbsintensiv ist.
- 19:57Die Bank braucht deshalb jemandem, der Produkte Prozesse und Kundenerwartungen zusammenbringen kann.
- 20:03Okay, aber wir sind ja beim Nachhaltigkeitspodcast der Börsenzeitung.
- 20:06deswegen die Frage warum ist dieser Wechsel jetzt konsequent obwohl von der Leer zuletzt vor allem mit Nachhaltigkeit verbunden wurde?
- 20:14Auf den ersten Blick überraschende Wechsel Weil von der Lea zuletzt vor allem als Nachhaltigkeitsmanager sichtbar war, bei der ING Deutschland verantwortete er Strategie und Sustainability.
- 20:24Sein berufliches Profil ist aber deutlich breiter.
- 20:26Er arbeitete unter anderem in den Bereichen digitales Banking, Broker, Zahlungsverkehr und Transformation.
- 20:32Damit kehrte er nicht aus einer ISG-Nische zurück sondern in ein Feld das ihn schon lange begleitet.
- 20:39Ok, welche Aufgaben warten auf Ihnen beim Ausbau des Angebots?
- 20:44Worauf kommt es im deutschen Privatkundengeschäft besonders an?
- 20:47Von der Lehr soll das Angebot von BBVA stärker auf deutsche Kunden zuschneiden.
- 20:53Dabei geht es um einfache digitale Prozesse, attraktive Konditionen, verlässliches Service und Vertrauen.
- 20:59Gerade in Privat-Kundengeschäften müssen Banken schnell deutlich machen warum Kunden wechseln wollen.
- 21:05Von der Lehrer kennt solche Themen aus seiner Zeit bei den ENG etwa aus dem Bereich Daily Banking & Payments wo er an Wheel-Lösungen, Kontenmodellen und Prozessoptimierung arbeitete.
- 21:25Dann werfen wir jetzt einen Blick auf Frankfurt – denn die Mainmetropole gewinnt im internationalen Wettbewerb und grüne Finanzierungen angewicht!
- 21:32Wolf, was zeigt der neue Global Green Finance Index über Frankfurts Position im internationalem Wettbetrieb der Finanzplätze?
- 21:39Der neue Global green finance index sieht Frankfurt weltweit auf Rang neun der wichtigsten Standorte für Grüne Finanzierung.
- 21:46Damit verbessert sich die Mainmetropole um zwei Plätze.
- 21:50An der Spitze liegt London, gefolgt von Singapur, Zürich Amsterdam und Genf.
- 21:55Die Spitzengruppe liegt aber eng beieinander.
- 21:58Zwischen Platz eins und Platz zehn liegen nur vierundzwanzig von tausend möglichen Punkten.
- 22:04Das zeigt wie hart der Wettbewerb in diesem Bereich ist.
- 22:07Und warum ist der Sprung in die Top Ten für Frankfurt so wichtig gerade auch mit Blick auf Investoren und Banken?
- 22:14Das ist ein Signal an Investoren Banken und andere Marktteilnehmer.
- 22:18Frankfurt wird international stärker als Standort für nachhaltige Finanzierung wahrgenommen.
- 22:23Gerade in Europa spielt die Frage eine große Rolle, welche Finanzplätze Kapital für Klimaschutz, Transformation und nachhaltigen Projekte mobilisieren können?
- 22:32Die Stadt profitiert dabei von ihrer breiten Finanzinfrastruktur, von Bankenbörse auf Sicht und spezialisierten Dienstleistern.
- 22:40Und wo liegt Frankfurts besondere Stärke im Ranking?
- 22:44Besonders gut er schneidet Frankfurt bei der Markttiefe ab.
- 22:47Dort erreicht die Stadt Range IV, gemeint ist damit wie breit grüne Finanzprodukte und Dienstleistungen am Standort verankert sind.
- 22:55Bei der Qualität liegt Frankfurt auf Rang XIII.
- 22:58Das ergibt ein solides aber gemisches Bild.
- 23:01das Angebot ist breit bei der wahrgenommenen Qualität gibt es aber noch Abstand zu den führenden Plätzen wie London, Singapur oder Zürich.
- 23:09Das ist tatsächlich ziemlich gemischt.
- 23:11Was bedeutet das Ergebnis für die weitere Entwicklung des Finanzplatzes Frankfurt im Bereich nachhaltiger Finanzierung?
- 23:17Die Auswertung zeigt, dass Frankfurt gute Voraussetzungen hat seine Position weiter auszubauen.
- 23:22Entscheidend wird sein, die vorhandene Breite mit hoher Qualität klaren Standards und verlässlicher Regulierungen zu verbinden.
- 23:30Für Investoren zählt nicht nur, dass nachhaltige Finanzierungen verfügbar sind sie müssen auch glaubwürdig transparent und professionell strukturiert.
- 23:38Frankfurt ist damit in der ESG-Spitzengruppe angekommen, hat aber noch Entwicklungspotenzial.
- 23:51Und dann nochmal ein harter Themenwechsel weg von Frankfurt hin zur EU-Taxonomie.
- 23:56Die Europäische Union will ja die Taxonomie einfacher machen Aber Deutschlands Pfandbriefbanken sehen in den Entwürfen weiterhin erhebliche praktische Hürden.
- 24:05Wolf worum geht es bei der EU-taxonomie und warum soll sie jetzt überhaupt überarbeitet werden?
- 24:11Die EU-Taxonomien sind ein Klassifikationssystem.
- 24:14Sie soll festlegen, wann eine Investition oder Finanzierung als nachhaltig gelten darf.
- 24:19Dadurch sollen Banken, Investoren und Nähmen mehr Orientierung bekommen.
- 24:24Nach Anhalten der Kritik will die EU-Kommission die Regeln überarbeiten.
- 24:28Ziel ist eine einfache Anwendung!
- 24:31Der Verband deutscher Pfandbildbanken zweifelt aber daran, dass die aktuellen Entwürfe dieses Ziel
- 24:36erreichen.".
- 24:37Okay, aber was kritisiert der Verband an den Entwirfen?
- 24:40Besonders mit Blick auf die
- 24:41Kreditwirtschaft?!
- 24:42Aus Sicht des Verbandes bleiben die Vorgaben zu kompliziert und zu wenig an der Praxis der Kreditwirtschaft ausgerichtet.
- 24:50Sascha Kulich, Mitglied der VDP-Geschäftsleitung warnt – Die Regeln könnten zu einer bloßen Pflichtübung in der Nachhaltigkeitsberichterstattung werden.
- 24:59Besonders kritisch sieht der Verband die Folgen für Gebäudefinanzierungen und energetische Sanierungen.
- 25:05Wo liegt das konkrete Problem bei Gebäuden wenn energetischen Verbesserungen Rückwirk nachgewiesen werden sollen?
- 25:11Ein zentraler Punkt betrifft die geplante Transitionsregel.
- 25:14Ein Gebäude soll unter bestimmten Bedingungen als grünen gelten können, wenn es in den vergangenen zehn Jahren energetisch deutlich verbessert wurde.
- 25:22Konkret ist von einer Effizienzsteigerung um sechzig Prozent die Rede!
- 25:27Der VDP hält das für schwer umsetzbar – erstens sei ein solcher Wert häufig kaum erreichbar, zweitens hätten Banken oft nicht die nötigen Daten um den Zustand vor und nach einer Renovierung zu vergleichen.
- 25:40Und was fordert der Verband stattdessen?
- 25:43Der VDB fordert mehr Praxisnähe und weniger Prüfaufwand.
- 25:47Besonders kritisch bewertet er die Prüfpflichten, mit denen nachgewiesen werden muss dass eine nachhaltige Aktivität keinem anderen Umweltziel erheblich schadet.
- 25:57Der Verband hält diese Prüfungen bei Renovierungen für überzogen und schlägt vor sie eher als Beobachtungskriterien auszugestalten.
- 26:05Die EU-Kommission wie die finale Version Der Rechtsakte im Sommer für Öffentlichen.
- 26:10Dann schauen wir dann im Sommer noch mal hin, was dabei rausgekommen ist.
- 26:13Jetzt erstmal vielen Dank, Wolf, für diesen Überblick über die Nachhaltigkeitsdäme, die diese Woche so bewegt haben.
- 26:19Danke gerne!
- 26:20Und damit verabschieden wir uns auch für dieser Episode von nachhaltiges Investieren.
- 26:25Die nächste kommt in zwei Wochen und bis dahin hoffen wir dass sie uns gewogen bleiben und eine gute Zeit haben.
- 26:31Bis dann Das war nachhaltige investieren Der Sustainable Finance Podcast der Börsen Zeitung.
- 26:41Diese Episode wurde präsentiert von Union Investment.