Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: „Closed“-Lagerverkauf geht weiter
Transcript
- Music. Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 3. September. Details im Block-Entführungsfall vor Gericht enthüllt. S-Vorausbau treibt Hamburger Enteignungsbehörde voran. Michel Abdullahi stellt sein neues Buch vor. Hamburg verlost 250 Interrail-Tickets an junge Erwachsene. Hamburgs Closed-Lagerverkauf kehrt trotz Insolvenz zurück. Music. Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat Stefan Hänsel, Ex-Ehemann von Christina Block, heute vor dem Gericht unter anderem Details zum Sorgerechtsstreit preisgegeben. Dabei erwähnte er, dass die beiden jüngsten und später verschleppten Kinder in psychologischer Betreuung in Dänemark gewesen seien. Dabei sei herausgekommen, dass sie häusliche Gewalt in Hamburg erlitten hätten und nicht zurück zu ihrer Mutter wollten. Hänsel sagte, er habe selber für Frau Block beantragt, dass sie in Hamburg Umgang mit den Kindern bekommen könne. Darauf hat sie nach seinen Worten nicht reagiert. In ruhigen, aber eindringlichen Worten schildere Hänsel selbst, wie er in der Neujahrsnacht 2024 angegriffen wurde und welche Verletzungen er dabei erlitten habe. Zehn-, zwölfmal sei er allein in psychologischer Behandlung gewesen. Außerdem habe die Polizei ihm gesagt, es gebe Hinweise vom dänischen Geheimdienst, dass sein Leben in Gefahr sei. Beim Joggen achte ich jetzt darauf, wer mir entgegenkommt. Hänsel erlaubte der Richterin auf Nachfrage, dass intime Bilder von ihm im Gerichtssaal gezeigt werden, die ihm zeigen, wie er nach dem Überfall mit seinen Verletzungen in Unterhose dasteht. Wer seit Monaten darauf wartet, dass ein Hamburger Nachlassgericht endlich eine angestaubte Urkunde aus dem Aktenschrank hervorholt und dem darum bettelnden Bürger aushändigt, mag es kaum glauben, aber Hamburg ist in Sachen Digitalisierung bundesweit spitze. Unter mehr als 400 untersuchten Städten hat die Hansestadt Platz 2 hinter München verteidigt. Mehr noch, mit einem Smart-City-Entwicklungsgrad von 52,1 Prozent hat Hamburg um 4,0 Punkte, 2024 48,1 Prozent, zugelegt und gilt damit nun als eine Stadt, die die Digitalisierung professionell betreibt. Das Smart City Ranking, das das Beratungsunternehmens Haselhorst Associates Consulting seit sieben Jahren jährlich durchführt, zeigt eine bemerkenswerte Entwicklung. Wurde 2018 noch 339 der untersuchten Städte ab 30.000 Einwohner bescheinigt, dass sie aufgrund fehlendem Engagements bei der Digitalisierung keine Smart City seien, bleibt diese Kategorie inzwischen leer. 93 Ballungsräume gelten nun als Einsteigerstädte mit einem Digitalisierungsgrad von 12,5 bis 25%, 243 Städte fallen in die Kategorie Fortgeschritten. Digitalisierungsgrad 25 bis 37,5%, 77 gelten als Erfahrene Städte, 37,5 bis 50% und nur 4 als Professionell. Neben München 53,2 Prozent sind dies Hamburg 52,1, Berlin 50,1 und Köln 50. Die neue S4 von Hamburg nach Bad Oldesloe soll die Erschließung des Hamburger Nordostens verbessern und die Hansestadt enger mit dem Umland in Schleswig-Holstein verzahnen. Ein Problem dabei, für den Bau der neuen S-Bahn-Linie benötigen die Stadt und die Deutsche Bahn als Betreiberin der S-Bahn Hamburg hunderte Grundstücke entlang der Strecke. Um an diese notfalls per Enteignung gelangen zu können, stockt der Senat nun die Enteignungsbehörde personell auf und zwar erheblich. Neun zusätzliche Stellen, vorgesehen für sieben Rechtsexperten und zwei Geschäftsstellenmitarbeiter, will der Senat schaffen und so die Anzahl der Mitarbeitenden in der Enteignungsbehörde auf elf erhöhen. Die zusätzlichen Personalkosten gibt der Senat für das Jahr 2026 mit 886.000 Euro an. Da die S4 im Jahr 2029 fertiggestellt sein soll, sollen die neuen Stellen zunächst befristet geschaffen werden und 2030 wegfallen, es sei denn, es gibt neuen Bedarf. Die Schallgrenze wird am morgigen Donnerstag erreicht. Bevor um 15 Uhr die 66. Aufführung des Stücks Halbblut beginnt, überreicht Segebergs Bürgermeister Toni Köppen, dem 400.000. Gast der diesjährigen Karl-Mai-Spiele, einen Scheck über 4.000 Euro, einen Cent für jede verkaufte Eintrittskarte. Und damit steigt die Spannung, knacken Alexander Claus als Winnetou und das Ensemble den Besucherrekord des vergangenen Jahres? Wie auch immer das Endergebnis am Sonntag nach der 72. Und letzten Vorstellung dieser Saison ausfällt, die Verantwortlichen der Karl-Mai-Spiele fahren auch in diesem Jahr wieder einen satten Gewinn ein. Die Rekordproduktionskosten von 6,7 Millionen wurden locker wieder eingespielt. Ab der 200.000. verkauften Eintrittskarte wurden bei den Karl-May-Spielen schwarze Zahlen geschrieben. Er hat nicht nur als Talkshow-Moderator, Captains Dinner, Dieb und Deutlich, NDR etwas zu sagen, er schreibt auch. Und so ist der Fernsehpreisträger, Journalist und Künstler Michel Abdullahi nach seinem Bestseller »Deutschland schafft mich« erschienen 2020 ein zweites Mal als Autor tätig geworden. Am 5. September erscheint Abdullahis neues Buch »Es ist unser Land«, das der 44-Jährige am Donnerstag und Freitag an zwei Abenden in dem von ihm betriebenen Kleinkunsttheater-Zentralkomitee in St. Georg vorstellt. Im Interview mit dem Abendblatt sagt er, Ich hoffe, wir haben als Gesellschaft gelernt, dass wir uns nicht spalten lassen dürfen, dass unser Pluralismus unsere Stärke ist und nicht unsere Schwäche. Ich hoffe, dass die Rechtspopulisten an Macht verlieren und dass die etablierten Parteien gelernt haben, wieder auf die Bürger zu hören. Ich sehe ein Deutschland, das wieder zu sich selbst findet, das weniger ängstlich ist und mutiger in die Zukunft blickt. Die feinste italienische Pasta in Rom probieren, dann einen Abstecher in das märchenhafte Prag und zum Abschluss den beleuchteten Eiffelturm bei Nacht bewundern, ein Traum von vielen jungen Menschen nach dem Abitur oder in ihren Zwanzigern. Was der Abenteuerlust der jungen Erwachsenen jedoch oft entgegensteht, ein knappes Budget. 250 junge Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 18 und 27 Jahren haben nun jedoch die einmalige Chance, Europa fast geldsorgenlos zu entdecken. Denn die Freie und Hansestadt Hamburg verlost 250 der beliebten Interrail-Wochen-Tickets. Normalerweise kosten die europaweit gültigen Fahrscheine 286 Euro. Wie man umsonst daran kommt, lesen Sie auf abendblatt.de. Und was wird aus dem Lagerverkauf? Als das Hamburger Modelabel Closed Anfang August in ein vorläufiges Insolvenzverfahren rutschte, war das die Frage, die viele Hamburgerinnen stark bewegte. Denn bei dem regelmäßigen Ausverkauf von zuvor hochpreisigen Jeans und Basic-Teilen ließ sich immer mal ein Schnäppchen machen. Nun steht fest, in wenigen Wochen wird es trotz allem wieder einen Sale von Closed Mode im Lager am Billbrookdeich geben. Noch vor kurzem hatte es auf der Homepage geheißen, aktuell findet kein Closed-Lagerverkauf statt. Doch inzwischen findet sich dort die für besorgte Shopping-Enthusiastinnen erlösende Nachricht. Unser nächster Lagerverkauf findet vom 1.10. bis 18.10. in Hamburg statt. Wer dabei sein will, muss sich erstmal registrieren. Zum Podcast-Tipp des Tages. Weil Hamburg nie einen König hatte, haben die Bürger früh die Verantwortung für ihre Stadt selbst in die Hand genommen. Das ist bis heute so und einer der Gründe dafür, dass es in Hamburg so viele Stiftungen gibt. Zu den Größten gehört eine, die ihren Namen gerade geändert hat, die Zeitstiftung Bucerius. Deren Geschäftsführer Manuel Hartung ist diesmal in unserer Reihe Entscheider treffen Haider zu Gast und spricht über die andere Rolle, die Stiftungen in Krisenzeiten zufällt, über seine Mission und die Sache mit dem Geld. Zu hören unter www.abendblatt.de Entscheider. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mithilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile IN mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal. Music.