Latest / ntv Wirtschaft / Vier Prozent – und dann? Alles rund ums große Tagesgeld-Comeback
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- Tagesgeldkonten können sich wieder richtig lohnen, aber eben nicht bei jeder Bank. Der KI-Boom hat eine Schattenseite. Beim Klima. Das zeigt jetzt eine neue Studie. Aber an den Märkten läuft genau dieser KI-Hype trotzdem weiter. Hallo. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Comeback fürs Tagesgeld. Ja, Banken locken wieder mit hohen Zinsen. Und das kann sich lohnen. Unter welchen Voraussetzungen, das klären wir gleich. Vorher hören wir noch rein, was ein paar Sparer sagen. Denn wie viel Zinsen es auf das Ersparte gibt, das schwankt von Bank zu Bank und kann sich mit der Zeit auch stark verändern. Wissen die Deutschen denn überhaupt, wie viel Zinsen sie so bekommen können? Wir haben in München nachgefragt. Wissen Sie aus dem Kopf heraus, wie viele Zinsen Sie gerade bei Ihrer Bank bekommen? Weiß ich nicht, interessiert mich auch nicht, weil mir klar ist, dass es auf jeden Fall zu wenig sind. Ich glaube 1,25, bin mir nicht sicher tatsächlich. Finden Sie, dass das ein fairer Satz ist? Wenn man sich die Weltwirtschaftlage anschaut, finde ich das nicht, nein. Ich habe ein Konto, wo übrig gebliebenes Geld, was immer weniger wird, auf die Seite geschaufelt werden soll. Also ich habe ein Depot und auch bei unterschiedlichen Bänken, einfach weil sie unterschiedlich umgehen mit, sag ich mal, Aktien und wie das läuft. Ich bin tatsächlich noch bei einer renommierten Bank. Wo ich weiß, dass mein Geld nicht ganz so schnell flöten geht. Ich habe ein Tagesgeldkonto, da sind es ungefähr 1,5 Prozent momentan. Aber das ist keine Anlagemöglichkeit. Wer bei der Bank aufs Sparbuch legt, verliert Geld jeden Monat. Also keine Alternative. Ist das wirklich so? Was steckt hinter den neuen Lokangeboten? Und worauf sollten wir achten, bevor wir hier unser Geld parken? Gesa Eberl hat das besprochen mit dem Finanzanalysten Peter Barkow. Herr Barkow, schön, dass Sie bei uns sind. Plötzlich mischen jetzt internationale Wettbewerber, also Großbanken wie die BBVA oder JP Morgan Chase, Deutschland quasi auf und zwar den Tagesgeldmarkt. Warum werden auf einmal Tagesgeldkonten wieder so attraktiv? Naja, Tagesgeldkonten waren eigentlich immer attraktiv. Also es ist das Lieblingszinsprodukt der Deutschen. Also wenn Sie sich erinnern an das gute alte Sparkonto, mittlerweile haben wir im Tagesgeldbereich mehr als doppelt so viel angelegt. Also es ist das Lieblingszinsprodukt der Deutschen. Und wenn man in einen neuen Markt eintreten will, dann ist das oft das erste Ankerprodukt, was man zur Akquisition von Kunden benutzt. Und jetzt hören wir von fast bis zu 4% Zinsen. Also verdienen die Banken daran überhaupt noch was oder geht es nur darum, neue Kunden zu gewinnen? Also kurzfristig verdienen die Banken daran ja nichts. Also wie besonders diese 4% sind, das sieht man, wenn man das vergleicht mit dem Referenzzins der Zentralbank. Und der liegt im Moment bei 2%. Das heißt, die Banken legen erstmal für eine gewisse Periode, die Periode dieses Sonderzinses, 2% drauf. Banken möchten natürlich mittel- bis langfristig Geld verdienen. Das heißt, letztlich ist das Ziel, Kunden zu akquirieren, sie während dieser Sonderzinsperiode davon zu überzeugen, ich bin eine tolle Bank, mit mir kannst du auch mehr Sachen machen als nur Tagesgeld. Also das Ziel ist natürlich Ertragsmaximierung. Kurzfristig legen Banken dabei allerdings Geld drauf. Und jetzt sind die Deutschen ja per se sehr sicherheitsorientiert. Wenn Sie sagen, die Banken legen Geld drauf im Grunde, Entsteht da jetzt ein Wettbewerb um Milliarden Euro, die da so im Raum sind? Ja, auch dieser Wettbewerb ist nicht neu. Also es gab immer Sonderzinsen im Bereich Tagesgeld. Was neu ist, ist zweierlei Dinge. Also einerseits, wie gesagt, dieser erhebliche Aufschlag zum EZB-Zins von zwei Prozent. Und was auch neu ist, sind die Art der neuen Marktteilnehmer. Das sind jetzt keine kleinen, unbekannten Banken, die sich erst mal Bekanntheit auch erkaufen müssen im deutschen Markt, sondern das sind die größten Banken der Welt, Europas oder Deutschland, die hier im Markt aktiv sind, im Moment mit vier Prozent. Das ist tatsächlich eine neue Dimension. Und jetzt laufen ja viele dieser Lockangebote nur wenige Monate. Wie genau sollten denn Verbraucher hinschauen, bevor sie dann überhaupt wegen eines Top-Zins ein neues Konto eröffnen? Ja, da muss man halt tatsächlich genau hinschauen und im Zweifel auch mal genau rechnen. Also wie hoch ist der Zins? Wie lange gilt diese Zinsperiode, für die der Sonderzins gilt? Wie viel Geld möchte ich denn anlegen oder kann ich kurzfristig entbehren? Und dann natürlich auch die große Frage ist, wie hoch ist der Anschlusszins? Und wenn ich das dann für mich durchgerechnet habe und gesagt habe, das lohnt sich, kann ich ein neues Konto eröffnen. Wenn ich das für mich entscheide und ich möchte das eigentlich nicht. Dann lohnt sich vielleicht der Anruf bei der Hausbank und sagt, ich hätte gern Geld im Tagesgeldbereich angelegt, aber die Zinsen, die ihr mir bietet, sind zu wenig. Ich hätte gern etwas mehr. Also wir nehmen mit, diese aktuellen Tagesgeldkonten sind wieder populär für Anleger und wir sind gespannt, wie sich das entwickelt. Vielen herzlichen Dank, Herr Barkow, für das Gespräch. Vielen Dank für die Einladung. Von dem, was Sparer direkt auf dem Konto sehen, zu etwas, was wir nicht sofort sehen. Die Folgen unserer KI-Nutzung für die Umwelt. Keine Sorge, jetzt kommt kein KI-Shaming. Aber auch der KI-Boom hat eben seinen Preis. Künstliche Intelligenz soll vieles effizienter machen. Unternehmen können mit KI zum Beispiel Material und Lieferungen besser planen, Prozesse effizienter gestalten und Energie sparen. So erzählen es auch gerne die Tech-Konzerne hinter den KI-Programmen. Aber Umweltverbände sagen jetzt, ganz so sauber ist die ganze Rechnung nicht. Sie werfen KI-Anbietern vor, die Klimafolgen ihrer Anwendungen schön zu rechnen. Der Kern der Kritik? Die Konzerne reden sehr viel über die Chancen von KI für den Klimaschutz. Sie erklären aber zu wenig, wie viel Energie ihre eigenen Systeme verschlingen. Einer der Experten hinter der Studie und damit auch hinter der Kritik ist der Geschäftsführer von Algorithm Watch, Matthias Spielkamp. Und er war bei uns im Interview. Herr Spielkamp, große KI-Modelle wie Chat-GPT sollen also laut dieser Studie so viel Strom verbrauchen wie ganze Länder. Wie dramatisch ist denn der Energiehunger dieser aktuellen KI-Welle wirklich? Ich denke, man kann das nicht übertreiben. Es ist ja in Deutschland die Diskussion noch gar nicht so stark angekommen wie in den USA. Das passiert hier erst langsam. Es ist das erste Mal auch schon von der lokalen Initiative ein Rechenzentrum bekämpft worden. Und in den USA ist das inzwischen wirklich weit verbreitet. Bundesstaaten der USA haben Moratorien verhängt. Warum? Weil diese Rechenzentren, die für KI-Entwicklung und aber dann eben auch für die Anwendung gebraucht werden, so gigantisch sind, dass einfach unfassbare Mengen an vor allen Dingen fossiler Energie verbraucht werden. Die werden mit Gas, Öl und Kohle sogar betrieben. Und das ist eine ziemliche Klimakatastrophe. Ja, und eben ein zentraler Vorwurf lautet eben Greenwashing. Also Tech-Konzerne werben mit Klimavorteilen, können sie aber kaum belegen. Ist das dann noch Marketing oder ist das schon gezielte Irreführung? Wir gehen ganz klar davon aus, dass das gezielte Irreführung ist. Denn es ist ja so eindeutig, dass diese Behauptungen, die aufgestellt werden, einfach heiße Luft sind, dass man jetzt nicht davon ausgehen kann, dass die sich irren. Sondern es geht eben darum, dass zum Beispiel Unternehmen sagen, ja, man kann also mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz 5 bis 10 Prozent der CO2-Emissionen verringern. Und wenn man sich dann genauer anschaut, woher kommt diese Zahl, dann ist das eine Zahl, die irgendein Beratungsunternehmen mal hochgerechnet hat nach Gesprächen mit ihren Kunden. Und Google verwendet diese Zahl seitdem in allen möglichen Blogposts und sogar in Berichten an die EU-Kommission. Und wenn man genauer hinschaut, stellt man fest, es gibt überhaupt keine wissenschaftliche Basis dafür, gar nichts. Also das ist ja auch ein starker Vorwurf, den Sie da äußern. Sie haben über 50 150 Aussagen ausgewertet und nur etwa ein Viertel ist überhaupt wissenschaftlich belegt. Sagen Sie, wie belastbar sind die Klimaversprechen der Branche denn dann überhaupt noch? Wir sagen ganz klar überhaupt nicht. Also im Grunde genommen muss man jede Aussage, die eins der großen Unternehmen wie OpenAI, Amazon. Google und so weiter zu dem Thema machen, die muss man erst mal als eine im Grunde genommen PR-Schwindelaussage ansehen. Und dann mal überprüfen, was denn dahinter steht. Das heißt also, es müsste wirklich so sein, dass man sagt, wir glauben das so lange nicht, bis Belege vorgelegt werden dafür und das passiert eben in der Praxis nicht. Und aus Zuschauerperspektive, viele nutzen ja KI täglich, Chatbots, Bildgeneratoren, Assistenten. Müssen wir uns dabei bewusst sein, dass jeder prompt eben auch einen echten Energiepreis hat? Also ich fände das ganz klasse, wenn den Leuten das mehr bewusst wäre, dass es zum Beispiel wesentlich mehr Energie verbraucht, ein Chatbot zu fragen, als zum Beispiel eine Suchmaschine zu befragen. Was wir aber unbedingt verhindern wollen, ist, dass die Menschen jetzt denken, ach, die Verantwortung liegt bei mir, ja, und ich muss jetzt dafür sorgen, dass KI nicht das Klima zerstört. Nein, zum Beispiel ist es so, dass die Bundesregierung gerade das Energieeffizienzgesetz erneuern will und da werden Transparenzverpflichtungen gestrichen, in denen es genau darum geht, die Klimafolgen, also den Energieverbrauch und auch den Wasserverbrauch von Rechenzentren zu melden. Und hier muss natürlich darauf eingewirkt werden. Das heißt, ja, es gibt eine geringe individuelle Verantwortung, die man da übernehmen muss, Aber natürlich brauchen wir hier politische Steuerung und die geht in die völlig falsche Richtung. Aber egal, ob nachhaltig oder nicht, der KI-Hype läuft erst mal ungebremst weiter. Die starke Nachfrage nach Halbleitern treibt die Preise und bringt zum Beispiel gerade einen neuen Rekord in Südkorea. Da kann ja schließlich auch auf Hochdruck weiterproduziert werden, nachdem Samsung gerade erst einen historischen Streik abgewendet hat, durch enorme Bonuszahlungen an die Belegschaft. Mehr dazu und zu den Auswirkungen auf die Märkte jetzt im Gespräch von Corinna Wohlfeil mit dem Marktexperten Askan Iredi von der Plutos-Vermögensverwaltung. Wir haben neue Rekorde heute in Südkorea. Denn die produzieren auch und exportieren eine Menge Chips. Die Exporte sind so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr. Was für Chips werden dann da im Augenblick gebraucht? Sind es jetzt plötzlich nicht mehr die von NVIDIA, sondern die aus Südkorea? Alle. Das macht genau die Sache gerade aus. Der gesamte Halbleitsegment explodiert aktuell, weil wir eine sogenannte Neurologs-Shortage haben. Zu wenig Angebot bei einer zu hohen Nachfrage. Und das betrifft eben den Kühlschrank, den Fernseher genauso wie eben selbstverständlich die Rechenzentren. Diese Rechenzentren sind ein unglaublicher Investitionsboom. Die verbrauchen unglaublich viel Material und alle Arten von Chips. Also da sieht man, da ist eben eine hohe Nachfrage und hier die Produzenten kommen eben nicht hinterher. Bei diesen Rechenzentren, da werden ja Unmengen an Rechenzentren gebaut. Ist das jetzt mittlerweile auch schon eine Übertreibung oder brauchen wir die wirklich alle? Und sind die nachhaltig? Also wie lange brauchen wir die? Also die echte Frage der Nachhaltigkeit kann und will ich nicht beantworten, weil selbstverständlich ist das Thema Energieverbrauch ein gigantisches Problem auf der einen Seite. Auf der anderen Seite, sie werden aktuell gebraucht, deswegen auch die Investitionen. Ob die einzelnen Investitionen sich lohnt, auch das kann man nicht so leicht beantworten. Ich glaube, wer sich aktuell mehr, gerade an der Börse, auf diejenigen konzentriert, die die Ausrüstung dafür bieten, also diesen Boom erfahren, der hat wahrscheinlich die besseren Karten. Wie mache ich das als Anleger? Wie kriege ich da einen Überblick, was momentan gebraucht wird für diesen Boom? Eben, also es ist eine ganze Bandbreite von der Dachkonstruktion bis hin eben zur Stromversorgung. Eine unglaubliche Menge von verschiedenen Dingen, die gebraucht werden. Es sprechen auch viele, viele Unternehmen. Deswegen ist dieser KI-Boom jetzt in die Breite gegangen. Wir sehen also nach dem Boom von Nvidia in den letzten Jahren, haben wir jetzt plötzlich eine Breite von Unternehmen, die profitieren und da muss man eben genau hingucken, wer auch dauerhaft gute Margen verdient. Weil darum geht es ja am Ende. Wer kann wirklich seine Margen durchholen und eben nicht nur diese kleine Lücke schließen, die gerade passiert, weil eben die Nachfrage so groß ist, sondern eben dauerhaft auch in diesem Trend partizipieren. Weil es ist die größte und schnellste Revolution bei der Technologie, die wir überhaupt seit Jahrzehnten erleben. Und die Menschen, glaube ich, haben es auch noch gar nicht verstanden, wie weit diese Revolution gehen wird. Jetzt gab es ja schon ein bisschen Abgesang auf die magischen Sieben. Nach dem Motto, die sind jetzt durch, die sind gelaufen. Jetzt sind es eher die Zulieferer, die da kommen. Ist das so? Ist Nvidia jetzt auf? Also NVIDIA ist nach wie vor the place to be, wenn es um wirkliche KI-Chips geht. Aber es gibt auch viele weitere Chip-Hersteller, die eben bei den Endgeräten zum Beispiel, Apple, Calcom und so weiter, die eben Endgeräte-Chips, die für KI-fähige Anwendungen sorgen, dann am Ende auch produzieren. Also das ist der andere und neuere Teil. Am Ende ist es aber so, dass ich glaube, insbesondere der Blick auf NVIDIA und auf die Mac7, dass man sich auf SpaceX jetzt konzentriert und deswegen dort eine gewisse Investitionszurückhaltung erkennbar ist, weil man eben das Geld braucht, um im Juni unglaublich viel Geld Herrn Musk zu geben für ein ganz anderes Thema. Das lenkt etwas ab davon, dass eigentlich KI dominant ist als technische Revolution. Okay, Askan Yeredi, vielen Dank für diese Insights. Also KI-Boom läuft weiter, auch die magischen Sieben laufen weiter. Insgesamt bricht das einfach nicht ab Und es lohnt sich da weiter, sich mal schlau zu machen und vielleicht zu gucken, welches ETF dieses abbildet. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV. In der App, im TV oder hier im Podcast.