Latest / Die Zeitgenossen / Die Zeitgenossen 14: Andorra (das Buch!), Reservation Dogs, Anrufen vs Messaging, Paradores, Vitamix
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- speaker-0: Hör Willkommen bei den Zeitgenossen! speaker-1: Die vierzehnte Folge der Zeitgenossen, eures sympathischen Begleiters durch die Jetzt-Zeit. Wir versuchen die ganze Zeit für euch rauszufinden, was man eigentlich tun muss und die man sich eigentlich unterhalten lassen muss, wenn man ein bisschen Zeit auf der Seite hat. Und unser eigentlich geheimes Lieblingsthema ist dabei ja immer die Literatur. Und einige von euch mögen das auch. Ich glaube mittlerweile unsere meisten Follower folgen uns wegen der Literatur. Wir haben auch einige sehr schöne Kollaborationen, die vor allem Stefanie aufgetan hat. Und deswegen, nur für euch, fangen wir auch dieses Mal wieder mit Literatur an. Und zwar diesmal wirklich mit einer richtigen Hochliteratur. Ich glaube, ich weiß nicht, das erste Mal von Stefanie? Also so richtig so arrivierter Autor, der auch zum Kanon eigentlich dazu gehört. Max Frisch. Homo Faber haben wir, glaube ich, seinerzeit im Deutschleistungskurs gelesen. Aber das andere Buch, von dem Steffan hier jetzt sprechen wird, nämlich Andorra, haben wir da nicht gelesen. Und ich glaube, ich habe das auch nicht gelesen. Also Max Frisch, ja, aber Andorra? Warum Andorra? speaker-0: Also das ist ganz interessant. Also erstmal habe ich mich an das Thema heute, also ich konnte von der Woche nachts nicht richtig gut schlafen und musste überlegen, was ist jetzt das nächste Buch, ich vorstellen will. Und da bin ich so wirklich so durch meine Karteikarte im Kopf durchgegangen, schlaflos, lag ich da im Bett und habe überlegt, welche, mir ist aufgefallen, ich hätte Supervier schon gelesen. Und dann habe mich gefragt, in welche Bücher kannst du dich dann besonders gut erinnern? Also es fängt ja jetzt auch mit dem Alter so langsam an, dass man das ja wie so ein Sieb, dass nur das irgendwie so hängen bleibt, was irgendwie für einen selbst von besonderer Wichtigkeit ist oder halt auch sehr anschlussfähig ist an den Alltag. Und da ist mir eingefallen, dass der Max Frisch an Dora so ein Berg ist, dass er eine so starke Analogie hat und auch in seiner Thematik stark ist zur Realität, dass es immer wieder passiert, dass ich denke, ⁓ das ist ja wie ein Andorra. Und das passiert einem nicht sehr häufig bei Literatur, finde ich, dass es so einen starken Symbolcharakter hat. ist eine Parabel, die wirklich halt einfach anwendbar ist an unterschiedlichste Fälle. Und da werden wir gleich darüber sprechen, also wie es heißt konzipiert. natürlich ist Axfris hat bereits 1946 angefangen, daran zu arbeiten. Das wurde dann 1961 erschienen und aufgeführt worden. Das ist natürlich erst einmal wie ein Theaterstück. auch als Theaterstück quasi konzipiert worden. Und es geht ⁓ einen fiktiven Ort Andorra. Er da leider den Fehler gemacht, dass es den wirklich gibt. Wenn man da ihn nachgefragt hat, ist das Andorra, hat er gesagt, nee, nee. Es ging gar nicht ⁓ den Ort, sondern es ging einfach ⁓ einen Ort. Also insgesamt ist das auch in diesem Stück, dass da sehr viel mit Personas gearbeitet wird, mit Allgemeinplätzen gearbeitet wird. Und Andorra, wenn man es nicht kennt, das werde ich übrigens mal in einem anderen Ort, wo sollte man mal hinfahren. Besprechen ist Andorra, weiß ich sehr häufig nämlich schon. Und ja, es ist jetzt nicht so, dass das Andorra spezifisch ist. Also es wirklich einfach nur, es heißt einfach Alt-Andorra. Warum auch immer hat es nichts mit irgendwas zu tun, heißt aber so, muss man den Max Frischhäts mal ver- Es hat nichts mit den Spanien zu tun. Was es aber wohl mit zu tun hat, ist die Bewältigung der Nazi-Zeit und was ja mit dem Thema Schuld auch passiert ist. speaker-1: Also doch nichts mit Spanien zu tun. speaker-0: Eine der ganz großen Themen in Andorra, es gibt eine Hauptfigur, Andries, junger Mann, der in Andorra lebt und ihm gesagt wird, dass er ein Jude ist und er dort gesellschaftlich auf ganz viele Probleme stößt. Sein Vater, der Lehrer, also es wird oft wirklich nur mit so Platzhaltern gearbeitet, Kahn heißt er aber der Lehrer, quasi. Wie soll ich sagen? Also ich mache jetzt mal einen totalen Spoiler-Alert. Der Lehrer ist quasi der Sohn von Andri und das ist einfach ein uneheliches Kind, das aus einem Nachbarland halt mitgebracht wurde und er hat sich einfach geschämt dafür, dass er ein uneheliches Kind hat und hat im Prinzip das so sich auch als Held positioniert und gesagt, ich habe hier ein jüdisches Kind aufgenommen und habe das gerettet und es ist jetzt mein Ziesohn. Und damit, mit dieser Lüge, mit dieser Anfangslüge gibt es einen Kausalitäten und einen Unglück, das sich dann anbahrt, dass sich dann nicht mehr stoppen lässt. Was passiert ist, Angel verliebt sich in Bablin, seine Halbschwester, dass er sich aber nicht bewusst ist. Und diese Liebe ist quasi von Anfang an quasi ja fatal und auch nicht lebbar. Und Bablin ist eine der Positivfiguren in Andorra, wo man halt sagen kann, das ist eigentlich fast die meisten, außer der Pfarrer. und babeln, gibt es fast eigentlich nur Mittäter. Also Mittäter, weil es halt einfach darum geht, dass am Ende des Stückes André quasi getötet wird und als Jude, also quasi das Nachbarland, also die Schwarzen überfallen Andorra und somit wird das Andorra-Leben quasi bestimmt von der Angst und der Ausgrenzung der Juden und damit auch der Tötung. Ganz schnell werden dort unterschiedliche Personengruppen, sich dort den neuen Machthabern sofort entgegenstrecken und sich sofort anpassen. Und was zwischendurch immer in anderem Stück passiert, dass die unterschiedlichen Personen dort die Kamera schauen und erklären, ja, ich wusste das und das, aber ich habe nur das getan, was ich tun konnte, ich bin nicht schuld. Also es geht ganz viel ⁓ dieses Thema, ich habe zwar zugeschaut, ich habe was gesehen, aber es ist nicht meine Schuld gewesen. Also diese absolute Schuldabweisung der unterschiedlichen Zeugen, der unterschiedlichen Teilnehmer oder auch Mittäter, der eins wird, der im Prinzip in die Kamera schaut und sagt, ich war schuldig, weil der, der wenigstens schuldig war, ist nämlich der Pfarrer. Das ist total spannend. Der Pfarrer versucht, ihm immer gut zuzugeben oder eben auch positive Hinweise zu geben. Und das ist einzige, der ich war dabei, ich trage auch Schuld. Also das ist wirklich total spannend. Aber man sieht halt den Archetyp des Zuschauers. Und ich glaube, das ist uns allen schon im Leben mal so gegangen, dass man was gesehen hat und nichts gesagt hat. Und dann im Nachhinein sich gefragt hat, eigentlich habe ich auch hier eine Teilschuld durch einfach mein Schweigen, einfach durchs Mitmachen oder nicht was sagen. Das ist so eins der Themen, wo Andorra immer sehr stark ist. Und das zweite Thema ist so dieses, man versucht das alles so schön zu weißeln. Und das ist wirklich so wie in der Parabe passiert das da in Andorra. Der Stück beginnt darin, Bablin, weil es bald einen Feiertag gibt, alles weiß streicht und quasi ⁓ die Schuld irgendwie zu übertünchen, im übertragenen Sinne halt alles weißelt. Und das ist auch so etwas, ich glaube, was viel von uns versuchen dann in diesem Schuld- oder Mitschuld-Momentum. halt zu gucken, wie kann ich das jetzt irgendwie verschönern, wie kann ich das irgendwie besser reden oder halt dann auch zu versuchen, das zu ignorieren. Die Bablin in dem Sinne hat wirklich da ihren Verstand verloren und war halt dann auch wirklich komplett lost und ist eine der Personen, die da durch das ganze Situation total zerstört wurde. ich würde sagen, dieses Thema, das dritte Thema, was da extrem eng verwurzelt ist, ist nicht nur das jüdische Thema, sondern insgesamt dieses Thema von, wenn einem der Kontext sagt, das bist du, dass du zu diesem Kontexte wirst. Also es ist einfach so, der Andri, dem wurde quasi am Ende des Buches offenbart, dass er eigentlich der Ziehsohn des Lehrers ist, aber er hat eigentlich diese Identität übernommen und wurde dann auch quasi, weil er sich identitätsstark auch dann halt wie es von ihm erwartet wurde, benommen hat, so auch als Jude quasi identifiziert und auch dann quasi hingerichtet. Und was auch immer André macht, und das halt das Fatale in diesem Buch, was einen so mit Zweifel verzweifeln lässt, was er auch immer tut, er ist immer der Schuldige, ist immer derjenige, der beschuldigt wird. Also es ist zum Beispiel sein Gesellenstück, er macht da einen Stuhl. Und der andere Mitgesell hat auch einen Stuhl gemacht. Der Gesellenmeister nimmt sich den Stuhl vom Mitgesellen, setzt sich drauf, der zerbricht, reißt die Beine raus und sagt halt zu André, was für ein schlechtes Gesellenstruktur gemacht hast, wir doch jetzt Verkäufer. Und der André sagt, den hab ich doch gar nicht gemacht, den Stuhl. Aber das interessiert den Gesellenmeister nicht, dem André hört einfach keiner zu. Dem wird immer alles schuld zugewiesen. Und das ist einfach in den Köpfen so und so. Wie das ist, ist dann diese selbstbestätigte Wahrheit. Das passiert ja auf dem Gehirn. Man hat sich einmal so ein Bild gemacht, das kann man dann nur noch ganz schwer verändern. Und das dann ja nicht mehr auf Tatsachen und Fakten geachtet wird, sondern nur noch ⁓ eigentlich die Bestätigung der eigenen Urteils, dass man sich schon selbst gebildet hat. Und ich glaube, ist so. Andorra hat da wirklich diese drei großen Ebenen für mich. zum Thema Schuld, aber zum Thema Identitätsstiftung und Gesellschaft, wie die Identitäten stiftet und dann auch verurteilt. Und natürlich halt, wie geht man dann im Nachhinein, wenn so was passiert ist, mit dem ganzen Thema ⁓ wie verschönere ich das für mich, wie kann ich darüber pinseln, ⁓ einfach halt so weiterzumachen wie vorher, ⁓ einfach sich mit der Schuld nicht auseinandersetzen zu müssen. Also deswegen an Max Frisch, an Dora ist ein kleines dünnes Buch. Gitt hat aber so viel Weisheit und Richtigkeit darin und erinnert einen, ich bin wirklich, mich begleitet dieses Buch bis heute und das kommt einfach immer wieder hoch. Und das finde ich halt spannend an Büchern, wenn die im Prinzip so eine starke und langfristige Wirkung auf einen haben. speaker-1: und auch ein Referenzpunkt sind. Also dass du dir eben selber sagen kannst in so einer Situation, wo es darum geht, Verantwortung zu übernehmen, das bin nicht nur ich, der das jetzt möchte oder der glaubt, dass Verantwortung übernehmen wichtig ist, da gibt es auch, ich weiß nicht, für manche Leute ist das die Bibel, auf die man sich immer wieder bezieht und liebe deinen Nächsten immer wieder, das bin nicht nur ich, der das so empfindet, sondern das hat schon die Bibel gesagt. Die besten literarischen Werke, die kriegen das natürlich auch hin. Dass die eben genau einem was sagen, sei nicht einer von denen. Es ist tatsächlich schrecklich nur zuzuschauen, auch wenn man wüsste, oder sich der Mehrheitsmeinung anschließen, obwohl man weiß, dass sie falsch ist. Das ist böse. Das ist grundsätzlich böse. Und das haben auch schon andere vor dir so empfunden. Und das haben Künstler in Werte gekleidet, so wie Max Frisch. speaker-0: Also 100 Prozent, ich meine das andere Brote hat mir letztes Mal ein bisschen drüber gesprochen, ist ja bisschen die Welle, die für mich so auch ganz besonders tragfähig war, wie man einfach gesehen hat, wie kann man so bestehende Systeme total einfach korrupieren durch Kommunikation und dort halt auch wirklich so diese Massenmanipulation herstellen. Und das ist ja das Gefährliche, wir sind ja alle Teil von Massenmanipulation. Alleine du hast dich super viel mit Geschichte befasst oder Soziologie und ich auch im Studium. Und man sieht ja immer, welcher Geschichtsschreibung glaubt man denn? Welches Buch hat man denn gelesen? Wie viele unterschiedliche Kontexte hat man miteinander verglichen? Was ist denn wirklich der Fakt? Oder was ist eine politisierte Geschichte, einem erzählt wird? Und das waren immer meine Geschichtsprofessoren, waren da immer sehr offen darüber, welche Quellen wozu herangeführt wurden und die auch zu vergleichen mit unterschiedlichen Texten, ⁓ sich immer wieder bewusst zu sein. Wir haben halt einen bestimmten Level von Informationen vorliegen und man kann nicht einfach alles glauben, was im Geschichtsbruch steht. speaker-1: Interpretation der Dinge, die passiert sind und die heute noch passiert sind, geht es auch in meinem Serientipp. Syrian Monogamy. da muss ich jetzt einmal Stephanie kurz brandmarken, denn heute werde ich über die Serie sprechen, über die eine wichtigste Serie, die Stephanie auf den Teufel nicht gucken will. Obwohl ich seit Monaten, eigentlich schon seit Beginn dieses Podcasts gesagt habe, diese eine Serie ist es wichtig, wir diesen Podcast, ist es wert, dass wir den Podcast machen. Weil die müssen so viele mehr Leute sehen. Stephanie weiß davon schon so lange. speaker-0: Ich kann die nicht illegal, ich will nicht illegal... speaker-1: Wenn die läuft ganz normal auf Fundo, du müsstest einfach nur einmal für 6,99 dir ein Disney-Abo kaufen, dann kannst du in einem Monat für 6,99 alle drei Staffeln gucken. Wir reden hier von der fantastischen, aber unterschätzten, auch preisgewürdigten, aber aus irgendwelchen Gründen nie von einem Massenpublikum gewürdigten Serie, Reservation Dogs. Und ja, das ist Reservation Dogs, nicht Reservoir Dogs. Und Reservation Dogs ist die erste Serie, glaube ich, überhaupt in der Geschichte der Fernsehserien. die ausschließlich von einem indianischen Team geschrieben, gefilmt, Schauspieler in einer Reservation in Oklahoma. Das heißt, diese drei Staffeln, die spielen komplett mit indianischen Schauspielern mit ein, zwei sehr bemerkenswerten Ausnahmen. Es gibt also ein paar Gaststar-Rollen, die von den tollsten Schauspielern überhaupt ausgefüllt werden. ich glaube, die wollten auch dabei sein, weil sie gemerkt haben, dass da wirklich Magie entsteht. Sterling Harjo, so heißt der Macher dieser Serie, der ist selber, ich weiß nicht, Navajo. Ich habe darüber mal nachgelesen, aber das ist ein Mitglied der First Nations, also hat diesen Hintergrund. Und das Ganze wurde auch gedreht in einer Reservation in Oklahoma. Und es ist eigentlich eine Coming-of-age-Geschichte. Es geht ⁓ eine Gruppe von Freunden, Teenagerfreunden, die sich selber als Bande die Reservation Dogs nennen, weil sie an einer Indianer-Reservation leben. Und das auch in Anlehnung natürlich an Reservoir Dogs, weil den Film haben sie natürlich gesehen. Und diese vier Freunde Jeder einzelne eine absolute Perle als Charakter, man liebt sie alle heiß und innig. Die Serie beginnt an einem ganz tragischen Moment und zwar waren diese vier einmal fünf. Und der fünfte Freund aus dieser Runde hat sich das Leben genommen. Und die ersten beiden Staffeln dieser Serien gehen eigentlich darum, wie diese Gruppe von Freunden an diesem ganz eigenartigen Ort mit eigenartigen Charakteren und einer Welt, die anders funktioniert als jetzt irgendein Midtown-America. wie die mit diesem Verlust umgehen. Und zwar setzen sie sich das Ziel, ⁓ den Geist ihres toten Freundes zu verabschieden, müssen sie ans Meer, müssen sie nach Kalifornien reisen, müssen sich auf den Weg nach Kalifornien machen, sind aber dafür eigentlich viel zu jung, brauchen Geld, haben kein Geld, stehlen dafür so einen alten Foodtruck. Und alles funktioniert in dieser Gesellschaft, dieser Reservation, in der eigentlich jeder Einzelne ein Charakter ist, ein Charakterkopf, auch ganz viele tolle G- Charaktere. Graham Greene spielt da noch mit in einer seiner letzten Rollen. Ganz viele tolle Schauspieler, die man auch von anderen Serien kennt. Und über dieser Gemeinschaft, Reservation, wo auch ganz viele Leute dann ab und zu ihre fünf Minuten, ihre eigene Geschichte, Flashback bekommen, da hängt so eine traumartige Schönheit, an der man so Vorteil haben will. Also Reservation Dogs zu sehen und nicht sofort auch dort leben zu wollen. all diese Menschen kennenzulernen und auch so zu reden wie sie ist eigentlich unmöglich. das ist fast wie Dairy Girls. Die reden halt in dieser, die flechten in ihrer Sprache immer wieder auch Begriffe, indianische Begriffe ein. Zum Beispiel habe ich lange nicht vergessen und bis zum heutigen Tag habe ich nicht vergessen, die dritte Staffel endete 23, dass das Wort Danke wohl in ganz vielen Sprachen dieser Gegend, Ncto, heißt. Und die sagen einfach so im Gespräch immer wieder mal, wenn sie einfach sagen, danke. Und es gibt noch einige andere Formulierungen, die sie einfach immer wieder in ihrer Originalsprache sagen, die bleiben alle hängen und das wirkt alles so natürlich und nicht aufgesetzt, denn alle Schauspieler sind ja auch tatsächlich, kommen aus diesem Hintergrund. Die heimliche Hauptfigur, Willie Jack, wunderbarer Charakter, ein burschikoses Mädchen, eigentlich so zwischen Hip-Hopper und Punk. Aber eben auch Indianerinnen und die verkörpert die Fortsetzung des spirituellen Elements. Also dass diese Erinnerungen, auch immer wieder eingeflossen werden, die Leidensgeschichte, die Vertreibungsgeschichte, es gibt eine Folge, wo ein Dämon tatsächlich Rache begeht für das, was den Indianern angetan wurde. Es gibt einen ganzen Serienstrang, wo auf dem Weg nach Kalifornien von Kalifornien zurück wird, einer von den Vieren von den anderen abge- verlässt oder verliert die anderen auf dem Weg und muss sich selber in so einer oder sie durch das westliche Amerika zurück in die heimatliche Reservation begeben. Und da begegen ihm ganz unglaubliche Dinge, die alle nicht stimmen können, da tauchen... speaker-0: Das ist ja fast wie David Lynch, so ein bisschen. speaker-1: Ein recurring Character, ein wiederkehrender Charakter ist so ein humoristischer Präri-Indianer aus der Vergangenheit, der immer halbnackt auf einem Pferd sitzt, von einem Schauspieler namens Dallas Goldtooth gespielt wird und der diesem Jungen, also dem Bear heißt der. immer wieder sagt, wenn der nicht weiter weiß, so als Geist seiner Ahnen, was er jetzt tun könnte, warum das aber auch gleichzeitig alles Blödsinn ist. da liegt ein Humor im Hintergrund, da liegt eine komplette Anti-W-Leidigkeit dahinter, eine Selbstverständlichkeit, eine Großzügigkeit im Erzählen auch. die Serie wurde von ganz ganz vielen dafür gerühmt, dass das halt zum ersten Mal sowohl ein indianischer Regisseur und Drehbuchschreiber und alle, dass das halt so ein kultureller Befreiungsschlag ist. Und das hat mich ehrlich gesagt eher misstrauisch gemacht, ich will eigentlich vor allem wissen, ob diese Serie gut ist. Und die ist unfassbar gut. Die ist unfassbar speaker-0: Okay, also Christoph, ich glaube, jetzt hast du mich gewonnen. hast du mich gewonnen. hab geguckt übrigens, es ist auf Disney+. Aber als wir drüber gesprochen haben, war es noch nicht auf Disney+. Ich hatte das damals gegoogelt. speaker-1: Schmeckt nach Hubert! Und dritten Staffel, als glaube ich der Erfolg dieser Serie, dass die einfach so wundervoll und gut war, dass man auch als Zuschauer eigentlich sofort alles stehen und liegen lassen möchte, möchte auf diesem Set und mit diesen Menschen, mit diesen Charakteren zusammen sein, da gibt es zwei sternengleiche Gastauftritte. Und zwar der eine, daraus gab es sich dann im Nachhinein noch mehr, Ethan Hawke, also wirklich so einer der ganz Großen, hat in den letzten zwei Folgen einen unglaublich tollen Gastauftritt und dann völlig... Out of Character in einer völlig irren Episode spielt Bill Burr, der Comedian, der krasse, weiße, überweiße Comedian, einer der Top 3 Comedy-Stars in den USA, ich, zurzeit auch, spielt einen irren Fahrlehrer, der einen der Kinder oder der Jugendlichen Fahrstunden geben muss und in alle möglichen Schwierigkeiten gerät. Also was ich sagen will ist, das Ganze hat halt eben für mich diese, diese, eine Heimat, eine Dichte, eine Welt geschaffen, die so kohärent ist in ihrer Skurrilität, aber auch in ihrer Eigenartigkeit, ihrer Tragik, in ihrer Melancholie, in ihrer Schönheit, aber auch in ihrer Großzügigkeit, dass so viele Menschen einfach so sein dürfen, wie sie sind und wenn sie bisschen komisch sind und wenn sie alt sind und wenn sie Spleens haben und etc. ist es alles egal, weil alle sind eigentlich eine Familie. Alle reden sich auch die ganze Zeit entweder mit oder mit Fetters Vetter an. Also es wird immer wieder klar, dass alle irgendwie auch eine gemeinsame Geschichte haben und eng zusammengehören. Und darin passieren Dinge, die halt manchmal aus der Vergangenheit kommen, manchmal in die Zukunft weisen, manchmal aber auch dieses Zusammenleben zwischen den Alten und den Jungen und das Weitergeben von Traditionen, all das in dieser Serie. Das Ding ist einfach ein unfassbares, wunderschönes Märchen mit so vielen Themen, die uns alle berühren, dass das erwachsen werden und was es eigentlich bedeutet. wie es überhaupt anders ist. Hier das Hip-Hop singende, zwärgenhafte Indianer auf Bonanza-Rädern. Also da kommen Dinge vor, die hast du einfach noch nicht gesehen. Und alles ist aber so echt und zauberhaft. Reservation Dogs ist die eine Serie für mich, vielleicht sogar der 20er-Jahre. Also wenn du mich jetzt fragen würdest, was ist die eine beste Serie, die ich seit 2020 gesehen habe? Reservation Dogs steht ganz weit da vorne. Das muss ich mir auch nochmal ansehen. Das ist alles so schön. Und als die letzte Folge vorbei war, Gott habe ich gefeuert. Es war so traurig, dass das vorbei war, dass die auseinandergingen, dass diese Menschen, diese Charaktere nie wieder zusammenkommen würden und dass ich nie wieder mit ihnen zusammen Zeit verbringen dürfen, können würde. Ich war total am Ende nach der letzten Folge. Ich wollte, dass das eigentlich wie endlos weitergeht, so ein bisschen wie die Welt von Pippi Langstrumpf oder die Welt der Brüder Löwenherz, die man eigentlich auch nie wieder verlassen möchte. Und so ist Reservation Dogs. speaker-0: Okay, also ich weiß auch nicht mehr, wie du dir das letzte Mal das mir erklärt hast und wie du es mir heute erklärt hast. Also heute hast mich auf jeden Fall total überzeugt. Und damit kommt das jetzt auch in mein Regal. Und da ganz kurzer Werbeeinspieler, nämlich zu unserem wundervollen Koalitionspartner David Reiter mit seinem Projekt Shelfed. Also Shelfed macht das, was wir im Podcast machen, per Newsletter jede Woche. speaker-1: Bringen Sie ja gerade auf das Magazin um, der Newsletter, so war es in den letzten Jahren. Jetzt ist es wirklich richtiges Magazin mit ganz vielen Beiträgen, wo es auch gar nicht mehr darum geht, Listen oder so was oder eine Menge von Material auseinander zu nehmen, sondern wirklich tatsächlich eher wie wir es machen. Daraus wirklich so Magazin. speaker-0: Genau, also ganz handverlesene Empfehlungen zum Thema Streaming. Die haben halt keine Bücher, aber die haben super coole Sachen, auch wo man das dann streamen kann und so weiter. Also nochmal liebste Grüße an David. Der macht das super toll. Ich lese das und lasse mich da auch bezitzen. speaker-1: Das kann ich vielleicht mal kurz sagen. Denn ich bin nämlich Davids... Anders als du, liebe Stefanie, folge ich ja den Ratschlägen, die wir hier gelegentlich bekommen. Und ich habe tatsächlich in Davids Tipp Etual reingeschaut. Das ist nämlich tatsächlich ganz einfach auf Prime zu haben. Und ich muss leider sagen, dass es ist ein bisschen so, wie ich es befürchtet habe. Also die Serie ist tatsächlich genauso toll, also handwerklich gemacht, unfassbar gute Dialoge, Tempo und so weiter. Es stimmt alles, was David gesagt hat. Aber leider für mich zumindest kann das den einen fundamentalen Nachteil nicht ausgleichen, dass es nämlich in der Welt des Balletts spielt. Und die Welt des Balletts, die steht mir einfach so ferne, also selbst tolle Dialoge in der Welt des Balletts, weißt du, und selbst tolle Regieeinfälle und irre Charaktere in der Welt des Balletts reißen mich einfach nicht mit, weil Ballett ist für mich die Außenkirche. speaker-0: Also der Christoph wird jetzt der Timothée Chalamet des Podcasts. also jetzt hier nochmal Shemone und Ballett, mal sehen, wie dich das jetzt treffen wird. Ich hoffe ja immer noch auf dem Shitstorm, das könnte jetzt der Anfang sein. Ballettmarkt? Ja, hast du das jetzt damit ausgelöst? Ballett und Opa. Ich muss halt sagen, der arme Timothée Chalamet, ja? Also ich muss ja echt sagen, das ist ja ein junger Bursche, der hat da was gesagt, das ja nicht immer so, dass der, der haut auch einfach manchmal so Aussagen raus, die so ein bisschen... speaker-1: Was hat er denn gesagt? weiß nicht, wofür speaker-0: Er hat gesagt, er will halt kein Teil einer aussterbenden Kunstarzt sein, so wie die Oper oder das Ballett. Und das ist halt natürlich blöd und ich finde es ganz toll, die Charlize Theron, die ja jetzt in neuen Filmen gerade promoted war, auch wurde interviewt von der New York Times und wurde darauf irgendwie angesprochen, auch immer. Sie hat gesagt, sie hat halt diesen Film jetzt gerade gemacht, Apex, auf Netflix, wo es ums Climbing geht. Und sie hat das ja wirklich, also sie ist ja so eine Extreme auch, dass sie dann auch wirklich für eine Rolle da tief einsteigt und hat wirklich angefangen halt, das Klettern halt wirklich so richtig gut zu lernen. Hat für die Promotion vom Film am Times Square, als sie da so eine Fake Wand da hochgekrackselt, also wirklich in live, die hat sogar Höhenangst. Also die Frau, ich habe wirklich einen Respekt vor ihr. Und dann wurde sie gefragt, was ist denn so das Extremste, was sie gemacht hat? Und dann hat sie nicht gesagt, die Berge hochklettern oder halt in Actionfilmen mitspielen oder so sollen, sie hat ernsthaft gesagt, tanzen. Sie hat den höchsten Respekt vor den Tänzern, vor allem den Balletttänzern. Sie hat gesagt, die Disziplin, aber auch die sportliche Herausforderung, was du da mit deinem Körper schaffst und leisten musst, ist wirklich unfassbar. Ich mag persönlich modernes Ballett auch sehr gerne. Foss halt war lange mein top Ballett-Regisseur und Choreograf, den ich verehrt habe. Und dann hat sie natürlich gesagt, der Timos V. Chalamet, auf den wurde sofort angesprochen. Und da hat sie gesagt, na ja, Also was der Tilo Misi Shalami macht, in 5-6 Jahren kann man durch AI ersetzen, aber auf der Bühne stehen und tanzen von großem Publikum, da wird die AI nicht hinkommen. speaker-1: Wenn du das so siehst, dann wird dich Etwaille komplett mitreißen. Ich glaube, nach einer Folge ist Schluss für mich. Aber damit sind wir bei dem Aufregerthema. Zusehend. LFD.com. Wie das englische Shelf, also das Buchriger. Ganz genau, nächster Aufreger. Wir haben uns jetzt schon einmal kurz übers Ballett aufgekickt. Hätte ich gar nicht gedacht. Aber eigentlich auch von letzter Woche ist da noch ein Thema übergeblieben, was aus der Kommunikationsecke kommt und wo, ich glaube, ich kann jetzt schon mal sagen, wo ich das vielleicht ein bisschen anders sehe, aber Stefanie hat eine sehr starke Meinung zum Thema Anrufen und angerufen werden. Nämlich welche. speaker-0: Also jetzt zum nächsten Aufreger, wo wir uns jetzt... Ja, also ich bin jemand, halt, sagen, ich mag das nicht so gerne, zu Sachen gezogen zu werden. Und deswegen habe ich eine sehr spezielle Meinung zu Sprachnachrichten. Ich freue mich natürlich hier und da mal die Stimme von jemandem zu hören, aber dass ich jetzt 1, 2 bis 3 Minuten manchmal da jetzt zuhören muss, auch gerade wenn es beruflich ist, ist Das ist unangenehm halt. Man ist ja oft auch in irgendwelche Calls oder ist irgendwie beschäftigt und natürlich liest man das dann gerne mal, ⁓ auch einfach schnell eine Antwort geben zu können. Und dass man dann halt quasi genötigt wird, dass man das sich jetzt anhören muss, wo es einem wirklich jetzt gar nicht passt und auch man muss dann noch die Kopfhörer suchen und das rein stöpseln und das entschleunigt einen halt total. Das ist mir oft sehr unangenehm. Es gibt natürlich Ausnahmen. Also es gibt Ausnahmen von Menschen, die einem besonders nahe stehen, wo man sagt, da freut man sich jetzt mal wirklich was Längeres zu hören oder die einem mal eine Zusammenfassung geben von dem, was mit ihnen passiert ist. Das finde ich natürlich alles total schön. Aber in so schneller Kommunikationskontext habe ich das Gefühl, der andere ... nutzt dann halt auch die Stille auf der anderen Seite, ⁓ sich einfach mal so bisschen länger über irgendein Thema zu eschophieren, wo man, man mal drüber nachgedacht hätte und es hier aufgeschrieben hätte, man auch in zwei Sätzen klar gekommen wäre. Also, ich finde halt deswegen die Sprachnachricht ein Werkzeug, dass man vielleicht ein bisschen bewusster einsetzen könnte und nicht einfach mal so alles über den Zaun wirft halt. speaker-1: Du sagst aber doch auch, dass man anstelle dessen lieber direkt anrufen sollte, nicht? speaker-0: Ja, das ist genau. Das ist dann das nächste, wo ich denke, wenn du jetzt mit mir über ein Thema sprechen willst, dann bitte starte einen Dialog. Weil das ist ja dann auch das Harte an so einer Sprachnachricht ist. Da kotzen sich ja Leute auch gerne einfach mal aus und sagen halt das ganze Thema. Und eigentlich hättest du schon fünfmal zwendurch gerne mal innegehalten oder durchgesprochen. Und dann hast du das mit einem Stück so zirpen oder frissen oder stirpen. Und das ist natürlich auch eine hartere Form von Dialog. Das ist halt so, als wir auch mal wieder Brieffreunde wären. Und das ist halt, wenn man halt an etwas gemeinsam arbeiten möchte oder sich schnell austauschen möchte, was kreieren will, ist das, finde ich, auch nicht der idealste Weg. Da finde ich halt der gute Alteranruf. Deswegen bin ich eine der wenigen, glaube ich, einfach an Leute anruft. Also ich klinge halt einfach durch und ich weiß, dass Jenzie das gar nicht geil findet und sich da fast schon persönlich bedroht fühlt. Von so einem Überfallanruf. Aber ich würde mir persönlich, ich würde mir wünschen, dass Leute mehr mich spontan anrufen. Man muss ja nicht rangehen. Man kann ja dann auch später zurückrufen. Es zwingt ja eigentlich keiner, das Telefonheuer in die Hand zu nehmen. Aber ich finde es einfach nett, dass Leute denken, jetzt würde ich gerne, wenn sie gerne mit mir sprechen. Ich gucke mal, wann es bei mir passt und dann rufe ich zurück. Wie siehst du das denn? speaker-1: Ich sehe das tatsächlich genau andersrum. zwar deswegen, aber das liegt vielleicht wirklich daran, weil wir offensichtlich ein ganz unterschiedliches Kommunikationsverhalten haben. Und zwar gehe ich grundsätzlich nie ans Telefon. Warum? Weil ich das Telefon auch immer bewusst weglege. Zum Beispiel beim Essen. Ich frage mich immer, wie das sein kann, wenn ich mich so umschaue. Die Leute machen irgendwas wichtiges, mitten im Gespräch, aber wenn das Telefon klingelt, gehen sie sofort ran. Das finde ich völlig asozial. Das will ich auf gar keinen Fall. Das heißt, ich gehe nie ... Absolut nie ans Telefon. ⁓ speaker-0: Wenn ich dich zurückrufe, wie machen wir das denn? speaker-1: Anstelle dessen, was viel besser finde, ist, wenn Leute mir eine Sprachnachricht hinterlassen, die ich dann abhören kann, wenn ich eben nicht mehr was anderes mache. Wenn ich eben nicht jemand anderen unterbrechen müsste oder respektlos sein müsste, zu sagen, stopp, weißt du, das Telefon ist wichtiger, da ruft mich jemand an. Ich hab damit wirklich vor, ich weiß nicht, 10, 15 Jahren aufgehört. Deswegen ist es egal, was ich mache, wenn ich im Auto sitze zum Beispiel. So bei mich mal dann, nicht mal dann gehe ich ans Telefon, weil ich mich aufs Auto fahre und vielleicht aufs Musik hören, beim Autofahren konzentriere ich will. und Informationen aufnehmen, genau dann, wenn dafür der richtige Zeitpunkt ist. Und nicht, wenn eine andere Partei, nämlich der Anrufende, meint, dass das jetzt der richtige Zeitpunkt wäre. Und deswegen entzerre ich das immer total. Also das eine ist Informationsübermittlung und die Informationen aufnehmen, wenn es passt. Und wenn das erst am Abend ist, weil man halt den ganzen Tag was zu tun hatte, dann ist das auch genauso völlig richtig. Und ich appliziere das auch umgekehrt. Das heißt, ich persönlich hinterlasse tatsächlich so WhatsApp-Sprachnachrichten viel viel häufiger als dass ich anrufe, weil ich nämlich eigentlich daran gewöhnt bin, dass der Anruf wahrscheinlich sowieso nicht angenommen wird. Dann, wenn, dann hat die andere Seite vielleicht auch nicht genug Zeit. Das heißt, ich initiiere die Kommunikation eigentlich erst mal lieber, wenn ich irgendetwas hinwerfe und sage da und da, das ist das Thema, antworte darauf, wenn es dir passt. Und dann lege ich das Handy wieder hin und warte darauf, bis die andere Seite Zeit hat. Das finde ich speaker-0: Das ist viel zu viel viel Das ist ist Das ist ist speaker-1: Weil ich halt eben erst dann reagiere, wenn... speaker-0: Und das mache ich jetzt bei dir auch, weil ich denke, der reagiert so langsam. Aber lass mich jetzt auch zeigen. speaker-1: Ich mache das ja nicht, böse zu sein, sondern das abfangen, projiziert ja auch jeder, der mit mir spricht und der dann auch wirklich meine ungeteilte Aufmerksamkeit hat, die nicht unterbrochen wird durch Klingel, klingeln. speaker-0: Richtig. Aber der Punkt, den ich ja hatte bei der Sprachherinnerung, das ist ja auch die Länge und die Intensität, dass dann der eine oder andere Monolog führt. Also ich bin ja mit dem Anrufen, was ich ja befürworte, ich will wieder hin zum Dialog, weg zum Monolog. Und das ist ja mein Thema. Und ich weiß aber, du magst ja Monolog. Ich liebe Monolog. Und ich bin halt der Dialogfreund. Ich glaube, da haben wir jetzt einfach den Unterschied herausgearbeitet. Das kann gut sein. Wir wollen es jetzt zukünftig nennen, das sind jetzt unsere Künstler. speaker-1: Aber weißt du, ich glaube, da wirklich, also anders als letzte Woche beim Ghosting oder in vorletzten Folge beim Ghosting, glaube ich, steht hier keine böse Intention und ich glaube auch kein Versagen einer Seite hier im Raum. Also es gibt Leute, die tatsächlich immer rangehen. ⁓ mich herum scheinen das die meisten zu tun. Das heißt, diese Funktion, ich rufe an und dann geht auch sofort die Dialog los, egal ob es passt oder nicht. Das scheint ja immer noch so bisschen der Default zu sein. Bei mir ist es das, Ganz besonders, weißt du beim Essen, kennst das ja, es gibt Leute, legen das Handy wirklich neben den Teller mit dem Gesicht nach oben, so dass sie sofort wissen, wenn eine Nachricht eingeht und sofort rangehen können. Das heißt, damit simulisieren sie. speaker-0: Aber das ist ja wieder das ganz Andere, was einen total nervt. Also das finde ich ja auch, das ist halt ja auch was von Mangel, Erziehung zu tun. Ja, also Mangel der Selbstkontrolle, also das verstehe ich ja auch alles, ne. Also da bin ich ja auch komplett bei dir. Ich bin halt nur kein Freund des Monologues. speaker-1: Und meine Selbstkontrolle auch. hiermit zur Kenntnis genommen. damit kommen wir zu meinem nächsten speaker-0: Das ist jetzt mein neuer Auftrag. Jetzt kommen wir auch zum nächsten Thema gleich. ⁓ speaker-1: Ganz genau, genau, Und ich glaube, wir haben da schon das letzte Mal und auch dieser wieder drüber gesprochen. Wir haben ja eben schon eine ziemliche Spanien-Trende. Du lebst in Spanien, ich verbringe da so viel Zeit, ich habe Spanisch studiert, ich spreche Spanisch und so weiter, ich verehre... speaker-0: Du bist zufällig. speaker-1: Und ⁓ das noch schlimmer zu machen, habe ich jetzt nochmal ein Thema aus Spanien. Aber wir reden ja auch immer wieder über die Dinge, eigentlich der flüchtige Spanien-Kenner nicht kennt. Oder weißt du, wer auf der Suche nach Stränden ist, der kann auch suchen, eben nach Benidorm. Und Asturien, wo wir das letzte Mal sprachen, das ist ja eigentlich auch das unspanische Spanien und auf seine Art trotzdem herrlich. Also, Jeroen hat ganz genau, was wir jetzt beide ... speaker-0: Ich Gerona. Jetzt bitte, will dich nochmal fragen, sag doch nochmal jetzt bitte, revide dir doch nochmal kurz deine Meinung. speaker-1: Und der gemeinsame Tag in Girona, war ein Traum. Ich muss auch sagen, das erste Mal, die ersten beiden Male, ich in Girona war, da hat es die ganze Zeit gegossen. Das war ja letztes Jahr. Und da ist alles grau. Und da sind dann halt diese mittelalterlichen Mauern und dieser Fluss, wenn eben wirklich alles grau ist. Jetzt war es herrlich. Die alten Bäume haben halt ausgeschlagen auf den alten Plätzen und haben Schatten gespendet an diesem herrlichen Sonnentag. Und alle Farben haben geleuchtet und diese Atmosphäre und auch das Edle. Girona ist ja auch eine wohlhabende Stadt und das merkt man auch. tolle Restaurants und tolle Boutiquen und die schönen schattigen Plätze und überall hat man aber auch seine Ruhe auf diesen mittelalterlichen, hinter so einer Mauer und vor der majestätischen, gotischen Kathedrale, die zwar nicht so beeindruckend ist wie in Sevilla, aber trotzdem auch beeindruckend und über allem der blaue Himmel, war schon herrlich. speaker-0: Und als nächstes mal gehe ich mit ihr auf den Kirchenweg entlang und erkunde die Mauer. Ja, aber die, die, und vor allem den Germanischen Garten halt. speaker-1: In Girona war es schon toll. Und damit kommen wir glaube ich auch gleich schon zu dem Thema, denn in Girona gibt es etwas, was es außer in Girona auch noch an 99 anderen Orten in Spanien gibt, nämlich ein Parador. Wir reden über die Paradores de España, Paradores de Turismo. Und die Paradores de España sind eine Sache, die Spanien wirklich toller und besser und schöner und begehrenswerter macht als alle anderen Länder auf der Welt. Denn ich glaube nicht, es, ich kenne Portugal hat auch noch so was ähnliches, aber Spanien hat sich im Jahr 1928 einen ganz tollen Plan einfangen lassen, nämlich über das gesamte Land Baudenkmäler der Vergangenheit in Hotels umzufunktionieren, ⁓ damit zum einen auch Tourismus dahin zu bringen, so in Landschaften, also außerhalb der großen Städte, aber auch zum anderen, ⁓ diese herrlichen Gebäude nicht verfallen zu lassen. Weil da nur Denkmalschutz zu machen und die anzupinseln und als Museen zu verwalten, das kostet einfach nur Geld. Die sollen aber eine zusätzliche Funktion behalten. Und da wurde in den Jahren 1928 diese Staatsfirma gegründet, die aus über die Jahrzehnte aus immer mehr herrlichen alten Orten diese Wahnsinnshotels gemacht hat. Und dafür steht der Name Paradores. Paradores heißt eigentlich Gasthaus, ein altes Wort pro Gasthaus auf Spanisch. der führende Parador, der eigentlich alles verkörpert, was an diesen Paradores toll ist, ist der in Granada. Denn in Granada steht auf dem Gelände der Alhambra, also dem einen Ort, jeder hin will und wo man eigentlich Jahre vorher schon sich eine Tour buchen muss, ⁓ überhaupt hinzukommen, da steht nur ein einziges Hotel. Und das ist der Parador, da ist nämlich die alte Kapelle, die alte Kirche, die nach der Eroberung Granadas 1492 dorthin gestellt wurde als Zeichen, dass die Christen jetzt hier waren. Also neben diese uralte muslimische Struktur wollte man Anfang des 16. Jahrhunderts, ich glaube 1502, explizit eine Kirche stellen, um da so einen Ausgleich zu schaffen. Und diese Kirche ist mittlerweile der Parador. Das ist der einzige Ort, an dem, man dort wohnt, ist man von morgens früh bis abends spät, bevor die Touristen kommen und nachdem sie gegangen sind, hat man alleine die Alhambra für sich. Völliger Wahnsinn! Aber dabei ist das nicht mal der älteste Parador. Der älteste Parador steht in Santiago de Compostela. Und jeder, eben dem Camino de Santiago gegangen ist, der kommt ja auf diesen Platz an und umrundet den Altar in dieser Kathedrale. Das ist ja das Ende dieses mythischen Rituals. Und direkt an diesem Platz neben dieser Kathedrale steht das Hostal, das das Pilger-Hostel, was nur für diesen Zweck gebaut wurde im Jahr 1499. Und seit 1499 ist das immer noch Hotel und jetzt ist es der Parador. Das heißt, die Paradoris, die Espanja, die sind häufig eine der großen Sehenswürdigkeiten im Ort. Man lebt sozusagen, ist ungefähr so, als könnte man im ... Eiffelturm wohnen, oder als würden die Pyramiden von Gizeh Zimmer vermieten. Und das hat man an 99 Orten quer durch Spanien. Das sind teilweise herrliche alte Burgen, wo man dann wirklich wie so der Burgherr über den Bergen, über der Landschaft thront, wie auf der der Burg von Lorca, nicht bald von Mosia, als völlig irre, also wie direkt aus der Herr der Ringe. Und man fährt auch ganz lange so steil hoch und dann ist in diese alte Burg das neue Gebäude reingebaut worden. Es sind nicht alles nur alte Gebäude. Also viele sind es, manche sind auch Kapellenkirchen, die noch alte Malereien sind, viele alte Burgen. Aber es gibt auch ein paar neue Konstruktionen und der neueste Parador, in dem ich gewohnt habe, ist der in Segovia. Und der in Segovia ist ein Gebäude, ich glaube aus den 60ern, aber auch sehr äklektisch, also auch von einem modernen Architekten, also überhaupt keine Bausünde. Und der steht auf einem Hügel, gegenüber dem Hügel, auf dem Segovia steht. Das heißt, diesem neuen Gebäude hat man einen lächerlich wahnsinnigen Blick. Man kann buchstäblich aus dem Pool, kann man auf dieses Wahnsinns-Aqueduct schauen und auf den Burghübel von Segovia. Das heißt, man sieht Segovia wirklich in diese Landschaft eingebettet, von diesem Parador aus und off-season. Also die sind nicht ganz billig, Also der Parador in Granada, der ist immer ausverkauft und da zahlt man für eine Nacht. Aber das ist auch wirklich ein Erlebnis. dir vor, wirklich in den Pyramiden von Gizeh wohnen zu können. Da zahlt man halt gerne mal 300 und 400 Euro für eine Nacht. speaker-0: Wir sind relativ preisig. speaker-1: Aber in dem Franzi Gurgi habe ich 90 Euro bezahlt. Und du hast das Gefühl, selber in einem bedeutenden Ort, an dem es auch viel zu sehen, viel zu entdecken gibt, und dann noch dieser ganz spezielle Ort. ich glaube, über die Jahre, nachdem ich überhaupt die Existenz dieser Kette mal entdeckt hatte, ist das für mich wirklich so ein roter Farben, wie so eine aviatende Farben durch Spanien. Weil man kann sich Spanien erobern, indem man einfach nur von Parador zu Parador fährt. Diese Paradores sind nämlich ganz häufig halt auch in so kleinen Städten. Einer ist zum Beispiel, wir sprachen ja über war Asturien. Und die allererste Hauptstadt, dieses Königreichs, was so langsam entstand nach 722, nach Covadonga, war nicht Oviedo, sondern ein winziges Dorf, das auch immer noch ein Dorf ist, Cangas de Onis. Kein Mensch war jemals dort. Ich war dort, warum? Weil da ein Parador steht, und zwar in einer wunderschönen alten Kirche aus dem 15. Jahrhundert, wo man auch die Malereien nur sehen kann, wenn man da zu Gast ist. Und jeder dieser Orte ist wirklich was absolut Besonderes. Das eine große... ⁓ Ubeda. Einer der schönsten Plätze Spaniens steht in Ubeda. Und was ist das beherrschende Gebäude an diesem Platz? Der Parador. Also wo immer du mal darauf achtest, die schönsten Orte, die schönsten herrlichen Gärten usw. sind ganz häufig Paradores. Und wenn man das einmal wie gesagt weiß, dann kann man sich da wirklich seine Reise nachstrukturieren. Ich mache das wirklich so, wenn ich in Spanien unterwegs bin und bin in einer Region, in der ich vorher noch nicht war. Das ist der erste Ort, ich mir denke, wo könnte man einen Zwischenstopp einlegen? Auch vielleicht in einer Landschaft, wo es einen größeren Ort gibt. Dann schaue ich immer als Erstes, steht da vielleicht ein Parador? Weil der Parador ist es immer wert, besucht zu werden. Und Antiquera, da ist es in der alten Burg. Also ich war wahrscheinlich von diesen 99, das hört sich so an, als hätte ich schon alle gesehen, das stimmt nicht. Also ich habe vielleicht 10 schon geboren, 10, 11, so was. speaker-0: Ich meine, es geht ja ins Budget, wie du gesagt hast, ne? Also das geht ins Budget. Es geht ins Budget. speaker-1: Das muss ich noch sagen, sind keineswegs Luxushotels. Man merkt schon auch, dass der Staat da nicht der beste Investor ist. Das ist häufig halt eben so vier Sterne und einiges ist auch schon abgenutzt und es wurde auch schon lange nicht mehr investiert. Als das mal alles gebaut wurde, da sieht man, dass das mal hochwertig gemacht wurde. Aber wenn da mal 30 Jahre nichts renoviert wurde, dann merkt man das halt eben auch. Aber das wird in aller Regel aufgefangen dadurch, dass das immer der eine tolle Ort ist, wegen dem man da eigentlich hingefahren ist. Paladores de España gibt eine Website, schaut euch das an. Das nächste Mal, ihr in Spanien seid, macht den Umweg oder baut euch die Reise so zusammen, dass ihr viele von diesen Paladores, dass ihr da nächtigen könnt. Mann, also eine solche Traumreise, das gibt es wirklich sonst nirgendwo anders. In Deutschland geht das nicht. Man kann da vielleicht eine Liste von Bokotels nicht machen, aber dieser Gedanke auch für dieses Netzwerks und der Traditionspflege, also ich liebe ihn. Ich liebe die Paladores de España. speaker-0: Also das war jetzt wirklich wundervoll. Das hat jetzt auch den Anfang mit dem Ende fast schon gut verbunden. Wir haben ja noch ein Thema, aber man muss sagen, wie schafft man es, sich Themen auf besondere Art und Weise zugänglich zu machen? Ob das jetzt Themen sind, die beerinnerungsstark sind, ob es Themen sind und Blickwinkel, die durch besondere Methoden und Systeme geschaffen wurden, ⁓ einfach zu sagen, es gibt irgendwie so rote Fäden, die sich irgendwie durch die Welt spannen, die man eigentlich gar nicht so sieht. wenn man halt keinen Zugang dazu hat oder das noch nie von gehört hat. Das ist ja die Aufgabe der Zeitgenossen, dass wir solche Dinge schaffen. Und jetzt der letzte Tipp, der geile Scheiß für heute. habe da auch was mitgebracht, jetzt denke ich, ich will wieder kochen. Es geht mal wieder in die Küche. Also es gibt halt ein Objekt in meiner Küche, das mein Leben halt total verändert hat und das ist wirklich... speaker-1: Wieder in die Küche! speaker-0: Es lacht mich nicht, es sagt jetzt nicht so hipsterbraut und bla, bla, bla. Es ist ja nicht nur die Foodblogger haben sowas, aber es hat sich jeder Cent der Investitionen bisher absolut gelohnt. ist der Vitamix. Ich bin ja nicht der Freund vom Thermomix. Also alle Thermomix-Liebhaber, auch meine Cousine hier gerade, liebste Grüße an Yvonne. Ich weiß, du liebst den Thermomix, aber es ist nicht meiner. Weil ich bin da schon so in Kontrollfüße. Ich koche ja schon einfach gerne selbst. speaker-1: Ich habe ein Tierst und du sch... speaker-0: Ich vermitiere und so weiter. Ich bin jetzt auch kein Freund vom Programm und ich werfe da was rein und dann später kommt irgendwas anderes raus. Das ist alles nicht meins, aber ich kann verstehen, dass das Leute cool finden. Der Vitamix, was der einfach macht, ist ein Schwergewicht. Das ist einfach ein Schnitzler, der macht halt alles klein und cremig, was man sich nur vorstellen kann. Und das kann man halt echt gut gebrauchen. Und ich habe mein Leben lang mich herum geärgert mit Stabmixern. mit unterschiedlichen Marken, weil ich halt einfach das Geld nicht ausgeben wollte. Ganz klar. Ich habe halt gedacht so, haa, 150 Euro ist schon viel. Hab dann mir mal so ein Gerät gekauft, das irgendwie auch Eiswürfel irgendwie zerkleinern kann und allen möglichen Kram. Und bin dann immer an die physischen Grenzen gestoßen. Und zwar, wenn du schon anfängst halt, du willst ein Dossa machen, indisches Gericht. Ein Dossa. Ein Dossa ist ein indisches Gericht. Und dazu musst du halt linden. Zerkleinern und du musst halt auch Reis zerkleinern. Das ist ja unglaublich lecker. Ja, das Fermentiert dann auch natürlich. Ach natürlich. Und da fing das Ganze schon an, weißt halt irgendwie quasi den Reis ein, du weißt die Linsen ein und dann schickst das irgendwie durch deinen normalen, handelsüblichen Mixer und dann fängt das Ding an heiß zu werden. Dann kannst du das nur so in Portionen, dann wird alles heiß, dann ist das schon nicht mehr fermentierbar, weil schon vorfermentiert wird das Gewürz so angehitzt. Und dann hast du da eigentlich diese Brühe, die ist aber nicht richtig cremig und hast dann diese Überreste von kleinen Perlen, von den Linsen und dem Reis dann da drinnen und das geht auch bis zum Schluss dann nicht mehr weg. Also ich habe das alles ausprobiert, vollbrüht. Der Vitamix, egal was du da reinmachst, da wird eine Creme draus, wenn du Lust hast. Ich bin ja besonders happy auch mit den Smoothies. Das ist halt wirklich so wie in Berlin Mitte, im Smoothieladen ist das halt kränend, was da rauskommt. Da kannst du eine Ananas reinmachen. Da musst du auch nicht groß drüber nachdenken, welche kleinen, dass du diese mini kleine Stücke beschreiben musst. Da wird halt wirklich so große Stücke reinwerfen, Ding anschalten, fertig. Ich will mit Kürbiskern Tofu machen. kann ja nur der Mittagwächter. Davon erinnere ich mich immer. Ich mag Kürbiskerne wahnsinnig gerne und die kann man wundervoll mit dem Mittagwächter zerkleinern und dadurch dann Kränens machen. speaker-1: Freundin, er ist zu dich. speaker-0: Wo der Parthé passt schon. Also, der ist ab... speaker-1: Ich hab jetzt hier gerade geschafft. Was kostet das Ding? speaker-0: Du kriegst auch eins für 650. Ich habe 650 ausgegeben. ist das, dass ich weiß auch, ich habe da wahnsinnig gelitten. Ich habe da auch für gespart, was ich mir den geleistet habe. Ich habe ja mehrere Jahre und mehrere Geräte gelitten. Also ich kann sagen, dass ich fast 400 Euro an anderen Geräten verschleudert kenne das Kollegen, ja. Bis ich mir den Vitamix dann endlich gegönnt habe. Und jetzt ist der Startmixer liegt da an der Ecke. Wer will dann schon Pesto machen, wenn er den Vitamix hat mit dem Startmixer? Keiner mehr. Und das Ding ist auch, das lässt sich relativ einfach reinigen. Also wer auch schon mal so andere Mixer gerätete, das ist immer ätzend. Und der Vitamix, die haben das einfach clever gemacht. Das wie auch immer, das rollt da einfach runter und bleibt nicht so kleben. Und das Ding ist halt wahnsinnig schwer, dass das halt diese Umschlagkraft da aushalten kann. Also wie gesagt, ich kann das jedem nur empfehlen. Der Vitamix, das ist eine gute Investition. besser als sich drei Stabmixer und noch so ein anderes Alzweckgerät zu kaufen, weil die können dann auch immer nur so die Hälfte und dann das war mit dem Ergebnis meint man nicht so happy. speaker-1: Also, obwohl der Vitamix mich jetzt nicht so richtig kriegt, weiß ich genau, wovon du redest. Ich hatte genau die gleiche Journey von irgendwie lange versucht, billiger zu haben, ich, bevor ich meinen Bose QuietComfort Noise-Canceling-Kopfhörer gekauft habe. Also ich habe so lange versucht, mir einzureden, dass es das auf einen Noise-Canceling-Kopfhörer, dass es den auch für weniger als 350 Euro geben muss. Und habe so viel blödes Zeug gekauft und irgendwann habe ich die ... in den sauren Apfel gebissen und wusste sofort, dass das Teil einfach es wert ist. Es ist viel zu teuer, aber als ich zum ersten Mal mit dem Bose irgendwo hingeflogen bin und tatsächlich das Fluggeräusch nicht gehört habe und es hörte sich alles so geil an und die Bässe und die Höhen, da habe ich mich halt gefragt, hätte ich mir diese Jahre des Fehlkaufens nicht sparen können. Also, da hast schon einen ganz wichtigen ... speaker-0: Ja, also jetzt für alle, zuhören Jahre des Fehlkopfens und Schmerzens. Weil das Ding ist nämlich, zwei meiner sehr guten Freundinnen hatten ihn schon sehr früh. Und die habe ich dann, weiß ich noch, dass ich die belächelt habe. Erstmal. Und so gedacht habe, boah, was ist die jetzt ausgehend? So ein Mixer, das kann ich nicht sagen. Die waren so voller Glück beseelt. Und wenn sie darüber gesprochen haben, das hätte schon was. dann kann ich das überhaupt nicht nachvollziehen. Da sitzt das Problem des Produkts. Kann man erst nachvollziehen, wenn man es selbst zu Hause hatte und dann plötzlich merkt, boah, das Leben ist wirklich schützend. speaker-1: Irgendwie trifft das ja für alle unsere Gadgets unseren geilen Scheiß so oder wenn es wirklich ein großes Oberthema für alle Folgen bislang gibt, dann dass sich das auf den ersten Blick Kaisernatronen rasieren, fermentieren, Vitamix. Auf den ersten Blick denkt man sich, warum man das wirklich, aber du sagst es genau richtig. Das weiß man in dem Moment, wo man es dann tatsächlich nutzt, da fragt man sich, warum nicht schon früher. speaker-0: Ja, auf jeden Fall. speaker-1: Sehr schönes Ende für diese Folge. speaker-0: Ja, wir werden noch mehr von diesen zauberhaften Dingen vorstellen. Wir freuen uns, wenn ihr wieder rein hört und habt noch eine schöne Woche. speaker-1: Bis bald.