Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / Schwul durch Drogen? Ein Mythos widerlegt. 🚫
Transcript
- 0:00Hallo und Willkommen zu unserer heutigen Vertiefung.
- 0:03Wir schauen uns heute mal einen Mythos genauer an, der sich
- 0:06irgendwie echt hartnäckig hält, nämlich die Idee, Drogen könnten
- 0:10die sexuelle Orientierung ändern, speziell dass sie
- 0:13jemanden schwul machen können. Ja, ein Thema, über das viel
- 0:17geredet wird, oft aber mit wenig Faktenwissen.
- 0:21Genau. Unsere Grundlage ist heute ein
- 0:23Artikel von der Webseite Clean mit nelix Berlin.
- 0:27Das ist eine digitale Suchtberatung.
- 0:29Geschrieben hat den Artikel Gabriel Metz, ausgesprochen
- 0:31Metz, der eben unter dem Namen Nielix Berlin schreibt.
- 0:35Stimmt, und wir wollen uns das zusammen mal anschauen, was der
- 0:38Artikel dazu sagt und diesen Mythos ja auseinandernehmen.
- 0:41Okay dann lass uns mal loslegen. Dieser Gedanke, schwul durch
- 0:45Drogen, woher kommt das eigentlich laut dem Text?
- 0:48Also der Artikel sagt, das speist sich oft aus so einer
- 0:51Mischung aus, Na ja, Halbwissen. Klaren Vorurteilen natürlich
- 0:56auch. Und eben oft nach
- 0:58Fehlinterpretation. Man sieht vielleicht jemanden,
- 1:01der unter Drogen enthemmter ist. Ah.
- 1:03Verstehe. Und dann vielleicht Dinge tut,
- 1:05sexuelle Dinge zum Beispiel, die er nüchtern nie tun würde.
- 1:09Und Zack, wird der Schluss gezogen, die Droge hat es
- 1:12gemacht, OK. Packen wir das mal aus.
- 1:14Was sagt denn die Wissenschaft dazu laut Artikel, wie wird
- 1:18sexuelle Orientierung denn generell verstanden?
- 1:21Ja, da ist der Artikel ziemlich klar und beruft sich auf den
- 1:23wissenschaftlichen Stand. Sexuelle Orientierung ist halt
- 1:26komplex n Zusammenspiel aus Genetik, Hormonen während der
- 1:30Entwicklung. Also viele Faktoren, die meist
- 1:32schon sehr früh prägen und die Kernaussage im Text ist ganz
- 1:37deutlich, Drogen gehören eben nicht zu den Faktoren, die die
- 1:40grundlegende sexuelle Orientierung bestimmen oder gar
- 1:44ändern können. Punkt.
- 1:45OK, das ist ne klare Ansage. Aber wenn die Wissenschaft das
- 1:50so klar sieht, warum hält sich diese Verwirrung dann so?
- 1:53Wie erklärt der Artikel das? Na ja, der Text führt das auf
- 1:57die direkte Wirkung von Drogen zurück.
- 2:00Ein Hauptpunkt ist die Enthemmung.
- 2:03Drogen können halt die Schwelle senken.
- 2:04Man traut sich plötzlich mehr, probiert vielleicht Dinge aus,
- 2:08auch sexuell, die man sich nüchtern nie erlauben oder
- 2:10zutrauen würde. OK, also die Barrieren fallen
- 2:14weg. Genau.
- 2:14Und dazu kommt, dass Drogen ja auch die Wahrnehmung verändern
- 2:17können, Gefühle vielleicht viel intensiver wirken.
- 2:20Das macht es natürlich schwer, Erlebnisse im Nachhinein richtig
- 2:24einzuordnen. Das leuchtet ein, das heißt
- 2:26also, selbst wenn jemand unter Drogeneinfluss eine
- 2:30gleichgeschlechtliche Erfahrung macht.
- 2:33Bedeutet das laut Artikel eben nicht automatisch, dass die
- 2:37Droge die Orientierung geschaffen oder geändert hat?
- 2:40Exakt das ist der Kernpunkt, den der Text herausarbeitet.
- 2:44So eine Erfahrung kann ganz verschiedene Dinge bedeuten,
- 2:48vielleicht entdeckt jemand eine Seite an sich, die schon immer
- 2:52da war, aber unterdrückt wurde durch die Droge kommt sie dann
- 2:55zum Vorschein, OK oder es ist reine Neugier, die Enthemmung
- 2:59gibt dieser Neugier halt Raum. Es kann auch eine einmalige
- 3:02Sache im Rausch sein, die nichts weiter bedeutet, oder es deutet
- 3:06vielleicht auf eine fluide Orientierung hin, also
- 3:08Bisexualität zum Beispiel, wo die Anziehung eben nicht streng,
- 3:12hetero oder homosexuell ist. Verstehe.
- 3:15Die zentrale Botschaft des Artikels ist, die Droge ist
- 3:18höchstens der Katalysator für ne bestimmte Handlung in dem
- 3:21Moment, sie ist niemals der Schöpfer der sexuellen
- 3:24Orientierung. Das ist eine wichtige
- 3:26Unterscheidung, Katalysator, nicht Schöpfer.
- 3:30Das passt ja auch gut zu einer Frage aus dem FAQ Bereich des
- 3:33Artikels. Da wird gefragt, ich hatte unter
- 3:35Drogen Sex mit jemandem vom gleichen Geschlecht, sehe mich
- 3:38aber als hetero, bin ich jetzt homosexuell?
- 3:41Und was ist die Antwort laut Artikel?
- 3:43Die ist ziemlich klar, nicht zwangsläufig.
- 3:46Es kommt darauf an, wie man sich selbst definiert.
- 3:49Die Droge hat die Erfahrungen eben nur ermöglicht, weil die
- 3:52Hemmungen weg waren. Sie hat nichts Grundlegendes
- 3:55verändert. Genau und ne andere FAQ frage,
- 3:58die der Artikel aufgreift ist auch spannend.
- 4:00Warum wird dieser Mythos oft von homophoben Leuten benutzt?
- 4:04Der Text erklärt das so, dass dieser Mythos die falsche
- 4:08schädliche Vorstellung stützt, Homosexualität sei irgendwie
- 4:11unnatürlich oder eine Krankheit, die man sich quasi einfangen
- 4:15kann. Was wissenschaftlich natürlich
- 4:18Unsinn ist. Absolut eine völlig haltlose und
- 4:21diskriminierende Sichtweise, die da bedient wird.
- 4:23Der Artikel geht ja auch kurz auf das Thema Shamsex ein, also
- 4:27wenn Drogen gezielt eingesetzt werden, um Sex zu intensivieren,
- 4:31ja. Das ist noch mal ein spezieller
- 4:32Kontext. Der Text sagt, Da verschwimmen
- 4:35Grenzen natürlich noch leichter, die Experimentierfreude kann
- 4:38steigen und die Verwirrung entsteht dann eben, wenn diese
- 4:41Erlebnisse fälschlicherweise der Droge selbst zugeschrieben
- 4:44werden. Und nicht der Endhemmung.
- 4:46Oder der veränderten Wahrnehmung, die die Droge
- 4:48bewirkt hat? Genau.
- 4:49Und was ich auch noch wichtig fand, der Artikel erwähnt ja den
- 4:53Autor Gabriel Mayetz, also nilix Berlin.
- 4:56Ja, stimmt. Er teilt ja auf seiner Webseite
- 4:59ganz offen seine persönlichen Erfahrungen im Kampf gegen Sucht
- 5:02und mit psychischen Themen. Genau.
- 5:04Er ist selbst betroffen und nutzt diese Erfahrungen.
- 5:07Das gibt seinen Worten natürlich noch mal ein anderes Gewicht,
- 5:10finde ich. Absolut.
- 5:11Es ist keine rein theoretische Abhandlung.
- 5:13Er weiß, wovon er spricht, wenn es um sucht.
- 5:16Die Psyche. Geht.
- 5:17Und er positioniert sich ja auch interessant, wie im Artikel
- 5:19steht, er mag keine Schubladen wie hetero oder Homo für sich
- 5:22selbst. Stimmt er, sagt, er verliebt
- 5:24sich in den Charakter eines Menschen, nicht primär in
- 5:27Aussehen oder Geschlecht. Das passt ja auch irgendwie zur
- 5:30Idee, dass sexuelle Identität komplexer ist als einfache
- 5:33Etiketten. Und diese Offenheit auch über
- 5:36seine eigenen Kämpfe, das ist ja sein Weg, wie er im Artikel
- 5:39beschreibt, um sich selbst und anderen zu helfen, aus dem
- 5:43schlechten Gutes machen, das ist sein Motto.
- 5:46Ja, finde ich stark. Um es also noch mal ganz klar
- 5:49auf den Punkt zu bringen, was der Artikel uns mitgibt.
- 5:52Drogen ändern die sexuelle Orientierung nicht, das ist ein
- 5:55Mythos. Richtig.
- 5:57Der Fokus sollte woanders liegen.
- 5:59Genau. Der Artikel lenkt den Blick ja
- 6:02auf die echten Gefahren von Drogenkonsum.
- 6:04Ja, die gesundheitlichen Schäden, das hohe
- 6:07Suchtpotenzial, risikantes verhalten, weil die
- 6:11Urteilsfähigkeit getrübt ist, das sind die realen Risiken,
- 6:15über die wir sprechen müssen, nicht über erfundene Mythen zur
- 6:18sexuellen Orientierung. So ist es also.
- 6:22Was bedeutet das jetzt alles für dich, der du uns zuhörst?
- 6:26Die Kernaussage aus dem Artikel von Nilix Berlin ist wirklich
- 6:29eindeutig. Der Mythos schwul Durchdrogen,
- 6:31der ist widerlegt. Sexuelle Orientierung ist ein
- 6:35fester, tiefer Teil der Persönlichkeit, den können
- 6:38Substanzen nicht einfach umfangen.
- 6:40Mhm. Der Artikel verweist übrigens
- 6:42auch auf Hilfsangebote, das ist vielleicht noch wichtig, wenn du
- 6:45Fragen hast zu sucht oder auch zu deiner sexuellen Identität,
- 6:49da gibt es Anlaufstellen. Ja, das ist vielleicht auch der
- 6:52abschließende Gedanke, die man aus dem Artikel mitnehmen kann.
- 6:55Wie wichtig es ist, Mythen und Fakten zu trennen, gerade bei so
- 6:58persönlichen Themen wie Identität und Gesundheit.
- 7:01Man sollte sich nicht von Fehlinformationen oder
- 7:03Vorurteilen verunsichern lassen, sondern lieber auf ja fundierte
- 7:07Quellen schauen. Oder eben auf Beratungsstellen,
- 7:10wie im Artikel erwähnt genau sich Hilfe suchen, wenn man
- 7:13unsicher ist. Ein guter Punkt.
- 7:15Und übrigens, wenn dir dieser Artikel von Gabriel Maiz, also
- 7:19nilix Berlin oder auch unsere Besprechung hier jetzt irgendwie
- 7:22geholfen oder gefallen hat, ja dann freut sich Gabriel sicher,
- 7:26wenn du den Inhalt teilst oder Likest auf Social Media oder wo
- 7:30auch immer du Podcast hörst. Stimmt sein Projekt Clean mit
- 7:34Nilix Berlin wird ja komplett von ihm allein finanziert und
- 7:37erstellt. Jede Unterstützung, jedes Teilen
- 7:40hilft ihm, mit dem Projekt weiterzumachen und damit eben
- 7:43sich selbst und anderen zu helfen.
- 7:46Das ist ja sein Antrieb, wie er sagt.
- 7:47Aus allem schlechten in seinem Leben etwas Gutes machen.
- 7:50Ein unterstützenswertes Anliegen finde ich.
- 7:53Damit sind wir für heute am Ende.
- 7:55Danke, dass du dir die Zeit für diese Analyse genommen hast, ja.
- 7:58Danke auch von meiner Seite fürs Zuhören bis zum nächsten Mal.
- 8:01Tschüss.