Latest / «Call the Boss» / Britta Schmid: Die innovative Chefin, die alte Tugenden (und Häuser) pflegt
Transcript
- 0:00Ist heute sehr, sehr verbreitet, dass sich alle du sagen.
- 0:05Das regt mich ehrlich gesagt auch sehr manchmal ein.
- 0:09Bisschen auf. Ein Format vom Schaffhauser
- 0:11Wirtschafts Newsletter Zahltag, unterstützt von der Schaffhauser
- 0:15Kantonalbank, GF und Radio Munot.
- 0:20Call the Boss Folge 90 Rita Schmid, Inhaberin Schmid und
- 0:25Partner, Architektur und Bauberatung.
- 0:33Schmid. Ja Hallo Britta, da ist da beim
- 0:35Plan vom Wirtschaftsnewletter Zahltag.
- 0:37Guten Morgen. Guten Morgen.
- 0:40Die Rita Du führst ein Architektur und
- 0:43Bauberatungsunternehmen in Schaffhausen in dritter
- 0:45Generation, was für Themen befasst dich aktuell in deinen
- 0:49Unternehmen? Verschiedenes.
- 0:52Ich mache ja Bauberatungen für den Hauseigentümerverband, dort
- 0:56haben wir natürlich immer nur Problemfälle im Architekturbüro
- 0:59selber als Architekt, also wir haben sehr viel gefreut, sehr
- 1:02viele schöne Projekte, die wir im Moment gerade dran sind.
- 1:05Etwas, das besonders wichtig ist oder gross ist.
- 1:10Wir sind an der Erneuerung von den Mercedes Garage im im
- 1:13Schweizer Film und Wir haben ein grosses Projekt in Dörflingen.
- 1:17Wir sind an einer Erweiterung in Stein am Rhein von der silkotech
- 1:20Ich denke da sind schon einige grosse Sachen.
- 1:23Bin das klingt nach viel Arbeit und gleichzeitig gibt es und du
- 1:27hast es bisschen angesprochen, gibt es ja auch Probleme, wenn
- 1:30es um den Wohnraum geht. Ich habe jetzt gerade die Woche
- 1:33lesen können in der SN. Es gibt zu wenig Wohnraum, ich
- 1:36zitiere den Markus Müller, Kantonsrat und
- 1:39Vorstandsmitglied, Zitat aber dass bauen verleidet dem
- 1:43Investor doch, wenn er 3 oder 4 Jahre lang warten muss, bis er
- 1:46vielleicht eine Zusage erhält. Unsere Regierung foutiert sich
- 1:49leider um diese Situation zitatende.
- 1:53Stimmt Abritta. Ja, es ist es ist, es geht schon
- 1:57ein wenig. Die Tendenz ist in diese
- 1:58Richtung, dass es immer mehr Auflagen gibt, immer mehr
- 2:03Einsprachen auch gibt von Leuten, die sich vielleicht
- 2:05irgendeinen Vorteil erhoffen. Wir haben ein Beispiel in
- 2:10Dasingen, wo wir 9 Jahre auf die Baubewilligung gewartet haben
- 2:13wegen Einsprachen. Das hat zugenommen.
- 2:16Am Schluss konnten wir es so bauen.
- 2:17Ja, ich denke, es ist schon so, dass es zugenommen hat.
- 2:22Er sagt ja, dein Kollege, du bist ja auch im im Vorstand, des
- 2:25sagt ja, also der Markus Müller sagt ja da, dass die Regierung
- 2:28sich um Foutiert, aber ist dann der Baudirektor, der Martin
- 2:31Kessler nicht ein Parteikollege von von dir?
- 2:32Könntest du den Nidwaldner und sagen, du Martin, da gäbe es
- 2:35etwas? Ja, ich glaube, ich glaube, da
- 2:40wird auch in Zukunft dann mehr passieren.
- 2:44Aber ich glaube, das grösste Problem sind wirklich die
- 2:46Einsprachen und dort ist ja der Kanton eigentlich nicht feder.
- 2:49Führend im im langsamen Prozess, sondern dort sind es wirklich
- 2:53dann Gerichte. Wenn man es verbessern will,
- 2:55muss man auch dort ansetzen. Ja, ja, und ich glaube, man ist
- 2:59ja im Moment daran zu diskutieren, ob ob gewisse
- 3:04Vereine und Verbände nicht mehr einspracheberechtigt sein
- 3:06sollen. Ich, ich bin da ein bisschen
- 3:08zwiegespalten, oder ich bin auch noch Teil von der kantonalen
- 3:13Natur und Heimatschutzkommission und ich, ich sage immer, wenn
- 3:17die Leute anfangen über die vielen.
- 3:20Bestimmungen und Gesetze also ich meine im Neubau ist ist es
- 3:23weniger, aber vor allem wenn man im im Bestand umbaut oder in den
- 3:25Dorfkern. Ich finde es immer schön, wenn
- 3:28ich über die Grenze fahre und ich muss nicht einmal wissen,
- 3:31ich bin in der Schweiz, weil ich sehe einfach, wie schön unsere
- 3:33Dörfer sind. Dieser Unterschied sieht man,
- 3:36oder? Ja, das sieht man.
- 3:37Sieht man einfach, oder? Und ich finde, das ist schon
- 3:40eine Qualität, die wir uns erhalten.
- 3:43Müssen also beide Seelen. Hast du da in der Wurst, wenn.
- 3:46Man auch so sieht. Genau.
- 3:48Jetzt, ich habe es vorhin angetönt du bist die Leiterin
- 3:51dieses Unternehmens in dritter Generation.
- 3:53Seit Zweitausendundacht bist du am Ruder, aber ich glaube der
- 3:56der Wechsel, das haben wir mal besprochen, wenn wir mal Zeit
- 4:00der Wechsel ist recht ruppig gewesen, oder?
- 4:03Ja, das ist ein bisschen, der ist ein bisschen ruppig gewesen,
- 4:06also in dem ich habe mich, ich habe mit meinem Vater einen
- 4:09Vertrag gehabt, um das Büro zu übernehmen.
- 4:12Und er war einen Tag vor. Vorher ist er gestorben.
- 4:17Und du musstest gerade in die Hose steigen.
- 4:20Genau. In dieser Situation.
- 4:23Das ist sicher nicht einfach gewesen, aber wenn ich dann
- 4:25schaue, dann sitzt du fest im Sattel und hast die
- 4:28Unternehmung. Hervorgebracht und
- 4:31weiterentwickelt, oder? Ja, ich denke, das darf man so
- 4:35sagen. Ja, was sind die wichtigsten
- 4:37Schritte gewesen seit jetzt? Du an der an der Spitze bist?
- 4:41Ich habe mir einfach überlegt, wie soll es weitergehen, wie,
- 4:44wie will ich auch ein bisschen eine Sicherheit für mein
- 4:47Unternehmen haben und habe dann selber noch 2 Immobilienfirmen
- 4:51gegründet, die ich auch selber ein Projekt realisiere, die
- 4:55einfach so. Zum oder ich habe.
- 4:57Ich habe 10 Leute, die für mich arbeiten.
- 5:00Die Arbeit kommt nicht immer, alles immer schön
- 5:04kontinuierlich, dass man immer gleich viel Arbeit hat und jeder
- 5:07kann auslasten. Also wir machen ja die
- 5:10Projektierung bis und mit Bauleitung bis und mit Abschluss
- 5:14und ich habe 2 Architekten, 2 Zeichner, 2 Lehrlinge und 2
- 5:19Bauleiter und jemand in der Administration und ja, da
- 5:25einfach um diese Spitzen ein bisschen zu brechen zum um
- 5:27vielleicht auch. Täler auffangen können, fand
- 5:31ich. Ich muss auch selber etwas
- 5:33machen, wo ich dann die Arbeit selber einteilen kann und so
- 5:36funktioniert das eigentlich recht.
- 5:38Gut, du hast es gesagt, da sind jetzt also 10 Leute, die du
- 5:41führst, die von dir direkt betreut werden.
- 5:44Da verstehe ich das oder wie. Sind die direkt?
- 5:47Und. Wie führst du die?
- 5:49Hast du da eiserne grundsätzlich.
- 5:51Nein, mir ist gestern, wir haben jetzt das Lehrlingsgespräch
- 5:53wieder gehabt, also Bewerbungen für deine für nächstes Jahr.
- 5:56Wir haben immer alle 2 Jahre einen neuen Lehrling.
- 5:58Und mir ist einfach aufgefallen, ich bin doch noch ich bin eine
- 6:01ganz moderne Chefin, also. Der wird jetzt natürlich wissen,
- 6:06wo dir aufgefallen. Ist ja also eben wir.
- 6:11Es ist heute sehr, sehr verbreitet, dass sich alle du
- 6:15sagen. Das regt mich ehrlich gesagt
- 6:18auch sehr manchmal ein bisschen auf, wenn man irgendwo in einen
- 6:21Laden rein läuft und man ist du. Ich kann mit diesen nie dutzende
- 6:24gemacht und bei uns ist es halt so.
- 6:26Die Lehrlinge sagen uns, sie und wir sagen Ihnen du o.
- 6:29K. Und da sage ich aber den
- 6:32Bewerbern von Anfang an, dass das bei uns eine Hierarchie ist
- 6:35und dass sie einfach hier durch müssen.
- 6:36Ich bin immer noch der Meinung, keine Herrenjahre.
- 6:40Und wie reagieren denn die Leute, die sich bewerben?
- 6:42Darauf? Sind die schon vor den Kopf?
- 6:44Gestossen? Nein, die haben überhaupt kein
- 6:46Problem mit dem. Und du findest, du findest gute
- 6:48Leute. Ich finde sehr gute Leute, ja,
- 6:51weisst. Du eigentlich für dich so quasi
- 6:53eine Red Black? Wenn du Leute hast, die dich
- 6:55bewerben und dann sagen sie x oder Y wo du sagst, Nein, tut
- 6:58mir leid. Klappt nicht.
- 7:00Ich lege sehr viel Wert auf die Sprache und auf auf den Umgang
- 7:04mit der Sprache und eine Readflag für mich ist, wenn
- 7:07jemand Deutsch als Muttersprache hat und aber nicht mit dem
- 7:11umgehen kann. Schriftlich oder oder im
- 7:14Gespräch. Im Gespräch.
- 7:15Mit entsprechen ja OK, weil du wie die Kundenkontakt haben
- 7:20diese Leute. Nicht einmal unbedingt.
- 7:23Aber für mich ist das einfach wichtig.
- 7:26Verstehe ich also gut. Jetzt, das ist, das hat viel mit
- 7:30Ausbildung zu tun. Ich habe ja einen Skiwein
- 7:32gefunden von dir auf der Homepage von deinem Unternehmen
- 7:34und du hast ja einen sehr eine eindrückliche Reihe von
- 7:38Ausbildungen gemacht, hast an der ETH studiert, hast du in
- 7:41Kalifornien Diplomarbeit gemacht, hast du noch NBA
- 7:45angehängt in New York, hast du dich auch sonst immer wieder
- 7:47weitergebildet, das ist schon etwas, das dir wichtig ist,
- 7:51oder? Ja, es ist mir wichtig
- 7:54persönlich und ich muss ehrlich zugeben.
- 7:57Ich gehe einfach gerne in die Schule.
- 7:59Ja. Geständnis.
- 8:03Nein, ich gehe wirklich gerne. Also du lernst gerne neue
- 8:05Sachen. Ja, OK.
- 8:08Ja, das ist auch schon eine Qualität, oder?
- 8:11Ja. Es ist vielleicht ja, das kann
- 8:13man nicht ändern, das hat man halt entweder oder man hat es
- 8:16nicht, aber ich gehe gerne in die Schule, ich würde gerne neue
- 8:18Sachen. Und was steht da noch an?
- 8:20Gibt es noch etwas, was du sagst?
- 8:21Das will ich jetzt, das will ich mal noch lernen.
- 8:24Also momentan bin ich gerade an der Lastwagenprüfung.
- 8:27Du machst dort die aus, wie ich zum Lastwagen fahren.
- 8:29Ja. Und also ich meine das, das ist
- 8:33immer hilfreich, kann man immer brauchen, wenn es auf der
- 8:35Baustelle bist. Und dann sagt du schon immer
- 8:36schnell den Rest aber. Wieso?
- 8:38Wieso lastwagenprüfung? Ja, einfach, weil ich jetzt mal
- 8:43noch gewollt wollte. Also gut, aber du hast keinen
- 8:45Lastwagen zu Hause vorher. Keinen Lastwagen.
- 8:49Nein, also gut lastwagenprüfung interessant.
- 8:53Hast du bei sehr vielfältig, das merkt man jetzt schon und wenn
- 8:55man dann noch weiter schaut, du bist ja auch politisch aktiv
- 8:58jetzt ist sind Wahlen, du bist auf der FDP Liste von der Stadt
- 9:03und dann habe ich mal geschaut, Listenplatz 21 habe ich gezählt.
- 9:08Das ist. Auch OK, das ist aber ziemlich
- 9:09weit hinten, wenn es so ist, wie es auf der Homepage dargestellt
- 9:12ist, ist das richtig. Du bist auf dem Listenplatz 21.
- 9:15Nein, ich glaube also für Kantonsratswahlen.
- 9:17Oder so Stadtrat. Kantonsrat bin ich, glaube ich,
- 9:19Listenplatz. 8. Also OK, dann habe ich da, dann
- 9:22habe ich das nicht richtig gesehen oder ist ist die
- 9:23Darstellung anders gewesen? Du rechnest mit einer Wahl.
- 9:27Nein. Nicht nein, aber du würdest dir
- 9:31das schon wünschen. Oder hast du denn überhaupt
- 9:33Zeit? Neben der Lastwagen.
- 9:36Zu fahren. Ja und so.
- 9:40Ich denke jetzt mit dem Listenplatz 8 bist du jetzt
- 9:42nicht gerade so, dass du mit einer Wahl rechnen musst.
- 9:46Wenn ich jetzt wider erwarte gewählt würde, wann würde ich es
- 9:49auch annehmen? Weil dann war ja doch der Wille
- 9:52des Stimmvolks und dann kannst du ja nicht einfach sagen, aha,
- 9:56doch nicht. Ja, das stimmt.
- 9:59Irgendwie fände ich falsch. Ja gut.
- 10:03Dein Unternehmen, hast du gesagt, ist gut aufgestellt.
- 10:05Was wünschst du dir für dein Unternehmen in den nächsten
- 10:07Jahren? Ich wünsche mir vor allem gute
- 10:11Gesundheit von meinen Mitarbeitern.
- 10:13Also ich sage jetzt 80% von unseren Mitarbeitern sind etwa
- 10:16im gleichen Altersrahmen wie wir, ich darf jetzt sagen wir
- 10:19Robin, weil ich weiss etwa wo du dich.
- 10:23Bewegst ja, sind dich ungefähr in der gleichen Zeit gewesen.
- 10:25Genau. Auch.
- 10:29Also 25. Ja, eben.
- 10:33Wir sind ja 2. Ja, nein.
- 10:40Also ich hoffe, dass es so weitergehen kann, dass man
- 10:42gefreute haben wirklich. Also bis jetzt ist.
- 10:46Bis jetzt ist super gelaufen, ich muss wirklich sagen, ich
- 10:49habe auch wirklich Freude an dem, was ich mache, ich habe
- 10:51nicht am Morgen, denke ich nicht, oh nein, jetzt muss ich
- 10:53wieder arbeiten gehen, sondern ich habe wirklich Freude an dem,
- 10:55was ich mache, und ich glaube, das ist das, was ich mir
- 10:58wünsche, dass meine Mitarbeiter gerne hier sind.
- 11:00Wir haben sehr, sehr eine gute Beziehung untereinander.
- 11:04Wir haben auch sehr viel Freundschaften im Büro, wo sich
- 11:09das Büro gebildet haben und ich glaube, mehr kann man sich gar
- 11:14nicht wünschen. Doch man kann noch etwas mehr
- 11:16wünschen, nämlich du hast jetzt für das Unternehmen.
- 11:17Was wünscht du dir denn für dich persönlich ausser der
- 11:20Lastwagenprüfung? Eigentlich das Gleiche.
- 11:25Plus halt, dass ich habe ja eine einundzwanzigjährige Tochter,
- 11:29die es bis jetzt auch super macht und dass sie auch.
- 11:32Einfach eine gute Zukunft hat und sorgenfrei oder nicht
- 11:36sorgenfrei, aber halt ohne grössere Probleme durchs Leben
- 11:40kommt. Ist sie die vierte Generation,
- 11:43die das Architektur. Definitiv nicht.
- 11:45Das ist, nein, nein, sie würde vielleicht eher zu dir kommen.
- 11:48Ist wahr. Also ja, schick sie mal vorbei,
- 11:50dann nachher, dann schmecken wir miteinander.
- 11:52Wir sind immer interessiert. Anstatt an der Uni.
- 11:55Was studiert sie? Ich mache dem Linguistik und
- 11:58soziale Wissenschaftler. Das Thema habe ich auch gemacht
- 12:00an dem. Ich ja eben siehst.
- 12:04Sehr gut und ich sehe sie wirklich auch vom Typen.
- 12:07Sie ist, sehe ich sie eigentlich eher in Deinemfeld wie meinem.
- 12:09Gut, that's good news. Und dann wünsche ich dir aber
- 12:13all diese Wünsche, die du formuliert hast, dass die in
- 12:15Erfüllung gehen und ich danke dir vielmals für das Gespräch.
- 12:17Rita, einen schönen Tag. Ein Format vom Schaffhauser
- 12:24Wirtschafts Newsletter Zahltag, unterstützt von der Schaffhauser
- 12:28Kantonalbank, GF und Radio Munot.