Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Boom bei Wärmepumpen und Krisenstimmung im Hafen
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 16. Juni. Hamburg meldet Bevölkerungswachstum. Prozessbeginn gegen Online-Sadisten. Wärmewende, Verdopplung der Wärmepumpen in Hamburg. Warburg Bank trennt sich von Tochtergesellschaft. Während der morgen beginnenden Innenministerkonferenz, IMK, in Hamburg, wird über dem Stadtgebiet eine Drohnenflugverbotszone eingerichtet. In einem Radius, der vom nördlichen Rand der Außenalster bis zum kleinen Grasbrug südlich der Elbe und von der Sternschanze im Westen bis nach Borgfelde im Osten reicht, sei der Betrieb unbemannter Luftfahrtsysteme bis zu einer Höhe von 1000 Fuß über Grund verboten, teilte die Polizei Hamburg mit. Hamburgs Innensenator Andy Grote, SPD, empfängt am Mittwoch als amtierender IMK-Vorsitzender seine Ressortkollegen aus den anderen Bundesländern und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, CSU, in der Hansestadt. Zum Abschluss der Konferenz am Freitag wird auch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, SPD, erwartet. Während die Bevölkerungszahlen in fast allen Bundesländern sinken, lebten zum Ende des Jahres 2025 in Hamburg mehr Menschen als noch im Jahr davor. Der Zuwachs in der Hansestadt liegt bei 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit ist Hamburg eines von drei Bundesländern mit steigenden Zahlen. Auch die beiden anderen Stadtstaaten Berlin, plus 0,4 Prozent und Bremen, plus 0,3 Prozent, hatten mehr in ihrer Stadt lebende Menschen registriert. In Hamburg lebten zum Stichtag 31. Dezember 2025 exakt 1.869.473 Menschen. Das waren 6.908 mehr als Ende 2024. Mit Ausnahme des Jahres 2022 steigen die Zahlen seit vielen Jahren in Hamburg kontinuierlich an. Ein Blick auf die bundesweiten Zahlen. In Deutschland lebten Ende 2025 110.000 Menschen weniger als ein Jahr zuvor. Die Bevölkerungszahl ist auf 83,5 Millionen Menschen gesunken. Der Grund? Die Nettozuwanderung kann das Geburtendefizit nicht ausgleichen. Wer noch Argumente für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche benötigt, hier kommt ein weiteres. Ein inzwischen 18-Jähriger muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht wegen des Vorwurfs verantworten, Mädchen im Internet zu sexuellen und selbstverletzenden Handlungen vor der Kamera genötigt zu haben. Der Prozess begann unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem schweren sexuellen Missbrauch von Kindern vor. Laut Anklage soll der Beschuldigte zwischen Mai 2023 und März 2024 sieben Mädchen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren emotional manipuliert und sie durch zuvor erlangte persönliche Informationen und kompromittierende Aufnahmen zu immer gravierenderen Verhaltensweisen gezwungen haben. Unter anderem hätten sich Opfer Namen in die Haut geritzt. Laut Gericht sind mehr als 50 Taten angeklagt. Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft orientierte sich der Angeklagte am Vorbild des globalen Online-Sadisten-Netzwerks 764, zu dem auch ein als White Tiger bekannt gewordener Beschuldigter gehört, der sich seit Januar vor dem Landgericht unter anderem wegen Mordes verantworten muss. Verbindungen zu diesem bestehen den Ermittlungen zufolge jedoch nicht. In Hamburg hat sich die Zahl neu installierter Wärmepumpen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Wurden in den ersten fünf Monaten 2025 noch 487 neue Anlagen bei den Hamburger Energienetzen, HNE, angemeldet, waren es in diesem Jahr im gleichen Zeitraum bereits 1.214, wie aus der Senatsantwort auf eine schriftliche kleine Anfrage der grünen Abgeordneten Rosa Domm hervorgeht. Schon seit 2024 gingen die Zahlen bei der Anmeldung neuer Pumpen nach oben. Im Jahr 2026 setzt sich diese Entwicklung dynamisiert fort, schreibt der Senat. Ende Mai waren demnach 9.325 Wärmepumpen bei der HNE angemeldet. Die neuen Zahlen zeigen, die Wärmewende in Hamburg nimmt weiter Fahrt auf, sagte Dom. Dass besonders viele Wärmepumpen in äußeren Stadtteilen wie beispielsweise Sasel, Duvenstedt und Volksdorf installiert wurden, sei kein Zufall. Insbesondere in Einfamilienhäusern ist die Wärmepumpe erste Wahl. Die Privatbank MM Warburg und CO trennt sich von ihrer Tochter, dem noblen Family Office und Bankhaus Markart, Stein & Co. mit Sitz am Ballindamm. Die Käuferin ist Rothschild & Co. die französische Holding der weltberühmten Bankiersfamilie und seit wenigen Jahren selbst in Hamburg vertreten. Warburg Bank reduziert Komplexität und zieht sich aus Bereichen zurück, die mit hohen regulatorischen, technischen oder kapitalmarktbezogenen Anforderungen verbunden sind, heißt es in der Mitteilung der Bank mit Sitz an der Ecke Alstertor-Ferdinandstraße. Wir möchten uns in Zukunft noch konsequenter auf unsere Kerngeschäftsfelder konzentrieren. Erstklassiges Private Banking mit persönlicher Beratung sowie das Finanzierungsgeschäft im Corporate Banking, sagt Stefan Schrammeier, Vorstandsmitglied der Warburg Bank. Er hatte vergangenes Jahr im Gespräch mit dem Abendblatt bereits angekündigt, das Kapitalmarktgeschäft im Zuge des Sparkurses aufgeben zu wollen. Nach fetten Jahren schalten derzeit alle Reedereien in den Krisenmodus. Erst der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, dann der Krieg im Nahen Osten und die Schließung des Suezkanals, schließlich die Krise im Persischen Golf mit der Sperrung der Straße von Hormuz. Dazwischen immer neue Zollankündigungen der US-Regierung. Das hemmt den freien Handel und stellt die Schifffahrt vor immer neue Probleme. Dazu kommen steigende Kraftstoffpreise und gefallene Frachtraten. Im ersten Quartal dieses Jahres rutschte Hapag-Leut in die Verlustzone. Unter dem Strich stand ein Minus von 219 Millionen Euro. Mein Kollege Martin Kopp hat mit Hapag-Leut-Chef Rolf Haben-Jansen gesprochen. Ich schlafe in Krisenzeiten aber nicht schlechter, sagt er. Das Schifffahrtsgeschäft sei eben zyklisch. Manchmal läuft es richtig gut, manchmal weniger gut. Wir kommen aus einer Phase von vier, fünf Jahren, in der wir nicht zuletzt wegen Covid sehr viel Rückenwind hatten. Jetzt haben wir eine weltweite Inflation, eine Konsumzurückhaltung und sehr hohe Energiepreise und müssen deshalb wieder vermehrt auf die Kosten achten. Für die städtischen Finanzen ist das keine gute Nachricht. Die Zeiten üppiger Dividenden für den Großaktionär Hamburg sind erst einmal vorbei. Das Wildgehege Klöwenstehen in Rissen bekommt eine neue Leitung. Lena Garbrecht und Jonas Bayer übernehmen den Job ab sofort gemeinsam, jeweils in Teilzeit. Dem war, wie berichtet, eine lange Suche vorausgegangen. Nach dem kurzen Intermezzo von Hagenbeck-Legende Walter Wolters, der die Leitung nach einigen Monaten Ende 2024 schon wieder abgab, um in die Geschäftsführung des Hamburger Zoos aufzusteigen, steigen, schrieb das Bezirksamt Altona die Stelle im Januar 2025 zum schnellstmöglichen Zeitpunkt aus. Ohne Erfolg. Im Oktober vergangenen Jahres endete die nächste und bereits dann dritte Ausschreibungsrunde. Doch erst nach der vierten Ausschreibung in diesem Jahr kam jetzt die Doppelspitzenlösung zustande. Diese Modelle sind derzeit ja schwer angesagt. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mithilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, Abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal.