Latest / UnternehmerTUM Backstage - Geschichten aus dem Innovationsökosystem / Nachfolge auf Umwegen: Wie NextGen4Bavaria Lukas Heller auf Schüller Möbelwerk vorbereitet hat
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- speaker-0: Willkommen! speaker-1: Unternehmertum backstage. speaker-0: Hier sprechen wir über den Innovationen. Scheiß aus dem Ökosystem. speaker-1: Wir teilen Einblicke, Erfahrungen und Geschichten aus Start-ups, neuen Technologien und natürlich dem Unternehmertum. Los geht's! speaker-0: Das ist Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Unternehmetum Backstage. mit einem weiteren Gast aus der Kategorie Nachfolge. Ich freue mich sehr, dass wir heute das Gespräch mit Lukas Heller führen. Herzlich willkommen, Lukas. speaker-1: Vielen Dank speaker-0: Kurz zu dir als Person, Lukas, nachdem ich jetzt nicht alle Zuhörerinnen Zuhörer kennen. Du bist die dritte Generation eines großen Familienunternehmens. Was ihr macht, kannst du dann am besten selber erzählen. Ein Produkt, das garantiert jeder von uns auch zu Hause hat oder zumindest mal schon genutzt hat. Du bist deinen ganz eigenen Weg der Nachfolge durchlaufen, bist nicht gleich eingestiegen ins Familienunternehmen, sondern hast natürlich erst mal deine Ausbildung genossen, wie ich verstanden habe, auch sehr international. Also warst nicht nur in Rosenheim, München, sondern auch im Silicon Valley und in Mailand, Italien unterwegs im Studium. Bist vom Studium her Ausgebildeter Innenarchitekt. Hast also ein Händchen für Design. Macht durchaus Sinn mit dem Background, du hast und bist dann tatsächlich ja nicht eingestiegen ins Unternehmen selber, sondern hast erstmal deinen eigenen unternehmerischen Pfad beschritten. Was das Ganze mit Next 125 hat, was genau hinter dem Begriff steckt, das ist kein Spezialbegriff für Nachfolge. Das wirst du uns gleich erzählen in dieser Folge und los geht's. speaker-1: Ja, vielen Dank, lieber Christian. Ja, zu meiner Person. Mein Name ist Lukas Heller. Bin 32 Jahre alt, Familienvater. Beruflich hat es mich ja von dem Ort Herr Rieden, da ist das Unternehmen auch gegründet worden, Schöller Möbelwerk. Genau, also Standort Deutschland, wenn man das mal nach oben zoomt. sind wir exakt in der Mitte und perfekt für die Distribution in Deutschland. speaker-0: Zentrum Deutschlands. speaker-1: Nicht so wie die anderen. speaker-0: Sehr gut. speaker-1: Genau und Schüler Möbelwerk, bin die dritte Generation, haben 2500 Mitarbeiter, machen circa 750 Millionen Euro Umsatz international, also von China, USA bis hin zum kompletten Dachbereich. Also ich würde schon fast sagen, wir sind weltweit unterwegs und machen das seit über 60 Jahren jetzt mit wirklich Familienhand. speaker-0: Jetzt seid ihr ein der führenden Küchenmöbelhersteller in Deutschland, auch in Europa, das mal die Zuhörerinnen Zuhörer ein Gefühl bekommen, ihr produziert, ich es weiß, weit über 700 Küchen pro Tag. Ist das richtig? Ja. Also nochmal das Gefühl, dass ich es mir vorstellen kann, wenn man auch in der Produktion in Heriden mal vor Ort ist, da wuselt es ohne Ende vom Hochregallager bis eben dann zur Logistik und wirklich dann auch ein Läuferung der LKWs. Und es sind pro Tag weit mehr als 700 Küchen, was durchaus sehr komplex ist. Bevor wir einsteigen, ganze inhaltliche, berufliche Lukas, was macht Lukas heller, wenn er sich nicht mehr Küchen beschäftigt eigentlich? speaker-1: Also ich habe ja vor fünf Jahren mich gefragt oder vor sechs Jahren mich gefragt. Das war auch der erste Kontakt mit dir, Christian, und auch mit Unternehmertum. speaker-0: Mona, Videocall aus Mailand, korrekt? speaker-1: Genau. Mich gefragt, was kann ich für einen Mehrwert bieten für die Familie? Und ja, da ist es dann losgegangen mit, ich möchte einfach die Kompetenzen, ich habe, übersetzen in den Mehrwert für die Family. Und da ist dann auch der Laden am Maximiliansplatz in München entstanden, wo wir seit fünf Jahren eben die Marke Nexon 125 im Concept Store vertreiben. Und ja, wenn ich das jetzt seit einiger Zeit mache, ich eben das jetzt nicht mehr. Also ich verkaufe inzwischen nicht mehr so viele Küchen, ehrlich gesagt, sondern ich habe einfach mehrere Rollen jetzt. Die Rolle zum Beispiel bei Herr Rieden, bei Schöller Möbelwerk beschäftige ich mich viel mit der Zukunft. Im Kern geht es Trendscouting, es künstliche Intelligenz, aber auch dann ganz großgesponnen einfach Innovation, wahrzunehmen, welche Veränderungen auf uns als Unternehmen auch einfach zukommen. speaker-0: erzähl mal ein bisschen mehr über die Reise dahin, weil du hast ja gerade beschrieben, dass du ja nicht direkt bei Schiller Möbelwerk eingestiegen bist, bist auch nicht der einzige Nachfolger der dritten Generation, gibt auch mehrere, sondern der bewusst, ich glaube schon während dem Studien gegründet hast, richtig, oder zumindest mal unternehmerisch versucht hast und dann den Schritt eben zu, du hast gerade aufgelöst, NEX 125, also das spricht jetzt der Markenname eures Concept Stores in München, wo es da durchaus hochwertige Küchen gibt, es mal so zu sagen. Wann hast du denn im Studium dich mit dem Thema beschäftigt? Ich will mich mit Küchen auseinandersetzen. Also es war nicht der Schritt ins Unternehmen direkt, sondern es war bewusst ein Zwischenschritt. War der strukturiert geplant oder war das, hey, ich sehe da ein Fenster, was so ein Spannendes ist? meine, du hast ja damals durchaus während Corona Gedanken gemacht, auch, warum Concept Store, warum München, warum Nextrundo 25. Ich glaube, das wäre spannend, glaube ich, zu verstehen. was sich da bewegt hat. speaker-1: Ja, zum einen bewegt mich natürlich... das ganze drum herum, also einfach das Umfeld, mein Umfeld, mein privates, aber auch berufliches Umfeld zu überlegen, okay, was macht es einfach sinnvoll, auch den gewissen Sinn stiftend eben was zu tun. speaker-0: Und was war das Gespräch mit der Familie? speaker-1: Tatsächlich war es eben so, dass ich mit 21 das erste Unternehmen gegründet habe. Was war das? Ich habe das auf drei Bausteinen aufgebaut. Einmal Interior, dann Research und das zweite war, einen Modelabel zu gründen. Ein Modelabel? Für Männer. speaker-0: Kassemode. Für Männer. Warum Männermode? speaker-1: Ja, weil ich eben vor einiger Zeit an der Überlegung war, okay, was mache ich? Einmal gehe ich in die Innenarchitektur oder gehe ich in Richtung Mode, weil mir Marke und Mode einfach Spaß gemacht hat damals im jugendlichen Leichtsensor. Und ja, ich wollte was erschaffen. Und ich glaube, das ist auch was, was einen Next-Gen auch prägen kann, dass er eine Historie hat von einem Unternehmen. seinen Opa sieht, seine Eltern sieht, seinen Onkel und Tannen sieht und dann in dem Modus geht, ich möchte auch was erschaffen und ich möchte auch was hinterlassen oder auch was gestalten. speaker-0: Du hast gerade Familie erwähnt, es ist in Architektur schon jetzt nicht so weit weg von Küchenmöbeln. War das dein origineller eigener Wunsch, das zu studieren? Beziehungsweise hast du das Gefühl gehabt, du hast da Freiraum gehabt von der Familie oder war da schon immer so ein bisschen ein Rahmen mit vorgegeben, es wäre schon nicht schlecht, wenn du dich mit so was beschäftigst? Was ja viele Next-Genes umtreibt. Der Freiraum, man sich entfalten bekommt, eben was auch der Wunsch anein ist, implizit in Gesprächen, die man so führt am Küchentisch, Frühstück, Abendessen. speaker-1: Der wichtigste Wunsch war von meinen Eltern eine solide Basis zu haben in der Ausbildung. Mein Start war bei der Sparkasse Ansbach und habe da Banklehre eben gelernt. Und das war einfach wichtig, dass wir verstehen, dass die junge Generation versteht, wie man mit Geld auch umgeht. Ist ja auch ein bisschen so ein Tabuthema in dem ganzen Kontext Familienunternehmen und Nachfolge. Aber meinen Eltern war es einfach wichtig. Du musst wissen, wie man mit Geld umgeht. alles weitere in Richtung Innenarchitektur. Ich liebe es, mich mit Design und mit Gestaltung, Ästhetik auseinanderzusetzen. Der Schwerpunkt hat sich dann geschiftet auf die Innenarchitektur, weil auch zum einen der Mehrwert natürlich in den Gedanken kommt, umso älter man wird, zu überlegen, wie geht es weiter und was möchte ich wirklich tun. speaker-0: Ich hab's in meiner Lebenslinie der Jugend, wo sagst, das war so prägend für mich, wo ich zum allersten Mal auch jetzt rückblickend mich daran erinnere, dass ich ein Faible hab für Design und schöne Formen, es mal so zu formulieren. speaker-1: Ich habe schon immer die Mailander Messe geliebt. war immer seit klein auf mit Schüler in Mailand auf der Messe. Und wer schon mal durch Mailand gelaufen ist und das Flair, den Lifestyle, die Personen, die Ästhetik dort kennenlernt, ja, bekommt es eben intus. Ich habe mich viel mit Farben und Formen im frühen Alter auch beschäftigt, auch viel mit meinem Opa damals eben Richtung Farbe, weil er sehr tief in der Produktentwicklung eben war. Mich da sehr intensiv einfach mit ihm immer ausgetauscht und die Nahbarkeit zum Unternehmen in der Gestaltung war schon immer gegeben. speaker-0: Was ist Lebensfarbe? sehr klassische Farbe. Gar nicht so verrückt für einen Designer, wahrscheinlich zeitlos stillos oder stilvoll in dem Fall, Entschuldigung. Wenn jetzt du diese Reise weiter betrachtest, du hast geschrieben, schon früh gemerkt, Design interessiert dich, dann Studium auch selber ausgewählt, dann aber bewusst auch den Weg in die weite Welt gesucht. Was waren aus deiner Sicht so entscheidende Personen, Meilenstein, die dich dann auf diesen Weg weiter geprägt haben, Dann irgendwann mal in Mailand, da können wir auch gleich darüber reden, das war eigentlich gerade die einfachste Zeit rund Corona. Du hast ja gerade beschrieben, die Stadt laufen und das Leben genießen, was da de facto während Corona limitiert war oder gar nicht war. Das hat mich dann interessiert, aber was waren so auf der Wegstrecke bis Mailand für dich Erlebnisse, wo sagst, die haben dich immer mehr und mehr eigentlich dann auch bewegt, sich mit dem Thema zu beschäftigen und auch mehr und mehr auf die Reiserichtung dann auch irgendwann auch Richtung Küchenmöbel zu bewegen. speaker-1: tatsächlich die Reise mit sich selbst. Auch in Mailand sehr intensiv mit sich selbst. Also wenn der Trubel außen nicht mehr da ist, geht man eigentlich in sich und überlegt, okay, was möchte man tun? Es wird ruhiger einen rum. Und dann hatte ich eben überlegt, was tue ich und was macht mir Spaß? Wo habe ich auch meine Kompetenzen? Und welche Personen auf dem Weg brauche ich auch nächsten Schritte zu machen. Und eine Kernperson ist meine Frau, die auch den Weg mit auch geebnet hat und mit geformt hat auch ein Stück weit. Aber auch verschiedenste Professoren aus Mailand, Unternehmer, die man dann kennenlernt, wenn man in einem Kontext dann auch arbeitet. Aber am Ende ist es dort eben so gewesen zu der Zeit, dass ich mich dann auch mehr mit Familienunternehmen, mit meinem Familienunternehmen auseinandergesetzt habe zu dieser Zeit. und dann auch Personen kennengelernt habe, ich gemerkt habe, okay, so kann das auch gehen. speaker-0: Was ist dir da wichtig? Oder was hast du davon mitgenommen, dass du sagst, so kann es auch gehen? speaker-1: den Schritt auch zu gehen und auch dieses Bekenntnis zu haben für das Unternehmen, für die Familie, für diese Verantwortung, die dann auch kommt und sich langsam auch darauf vorzubereiten und auch Dinge anders zu machen wie seine Eltern und in den Austausch zu gehen mit anderen Familienunternehmen und Familienunternehmerinnen. speaker-0: vorbereiten. hast dann eben während dem Eiland dann ja den Gedanken konkretisiert, dass du Nexon 125 gründen möchtest. Also sowohl den Namen als auch dann eben die Location. Also am Ende des Tages auch entsprechend das Konzept dahinter. Und das Besondere ist bei Nexon 125, es dem Zuhörer noch zu erklären, da bist du ja Kunde des schönen Möbelwerks. Also eigentlich auch eine ganz interessante Konstellation. Also A, wie kam es zu der Idee, dass man Concept Store haben will und dann damit zum Kunden wird? Und dann B, wie ist es denn mit dem eigenen Familienunternehmen zu verhandeln über Preise als Kunde? Das wäre die zweite Frage, die wir danach beleuchten können. speaker-1: Nexon 125 in München zu etablieren war grüne Wiese. Also in München in der Art und Weise gab es sowas noch nicht. Auch Nexon 125 in der Konstellation, in der Art und Weise, der Darstellung des Erscheinungsbilds gab es nicht. Die Marke Nexon 125 speaker-0: im Küchenbereich oder generell sagst du so Concept Stores? speaker-1: die Marke selbst. Aber in dem Küchenbereich gibt es diese Arten von Stores schon. Next on the 25 habe ich nicht erfunden, das war mein Opa damals. Vor 25 Jahren wurde die Marke gegründet, stetig und ständig weiterentwickelt, Innovationen auch voranzutreiben und dafür steht auch diese Marke. Sich ständig und stetig weiterzuentwickeln zu einem in dem Segment bestehenden Preis-Leistungs-Verhältnis, was kein anderer hat. Und so ist auch die Analyse gewesen, die Entscheidung zu fällen. Wir gehen nach München und werden dort an dem eben diesen Laden aufmachen. speaker-0: Ich erinnere mich noch dran, als wir da telefoniert haben, es war wie gesagt Corona Lockdown, es gab eine Videocalls, wir hatten einen Videocall aus Mailand, du hast von dieser Idee erzählt, offen gesprochen. Ich habe einfach nicht verstanden, was du wolltest. Dann irgendwann schon mehr und mehr, dann hast du gesagt, kennt ihr da irgendwelche Örtlichkeiten, München, was wäre da eigentlich passend dafür? Dann kam deine Idee auf, das muss eigentlich dann in der Ecke Richtung Brennerstraße, jetzt Himmels willen, jetzt wird es ganz verrückt hier. Und diese Idee hast du ja konsequent weiterverfolgt. Und irgendwann hast du dann angerufen, war eben dann Lockdown vorbei, du warst im Studium fertig, du warst in München. Wir haben jetzt Opening von Next to 2025 eben dort in der Nähe von eben Café Ludbeut in München, muss man sagen. Genau, das wirst du mehr kennen. Und da hast du dich von nichts zu niemandem abhalten lassen an der Stelle eben auch so. Aber wie war da der Dialog mit der Familie? Also du dann gesagt so Freunde, ich habe jetzt mein Studium fertig. Und meine Idee ist jetzt einen Concept Store aufzumachen. Da haben wir wahrscheinlich alle Applaus geklatscht. Super Idee, Lukas. Grandiose Vorhaben, du hast. Leg los. Oder wie war das jetzt genau? speaker-1: Für mich war natürlich gewisse Basis- Rahmenbedingungen hinzulegen, gewisse Leitplanken festzulegen, auch mit der Familie. jeder stand dahinter. Und das war für mich auch ein tolles Signal und ein tolles Zeichen für mich als erster Schritt näher an das Familienunternehmen zu gehen. Ein sehr motivierendes und zielstrebiges Signal für mich und rückwirkend war, ist für mich die absolut richtige Entscheidung, so eine Art von Laden mit den Personen in München aufzumachen, weil wir auch aus dort, also aus diesem Ort für das Unternehmen Innovationen und Weiterentwicklung auch betreiben. Und das ist auch eine Art von Produktentwicklung, aber direkt mit dem Endkunden. Und dieses Ohr am Markt zu haben als Familienmitglied oder als Teil der Unternehmerfamilie ist ein unfassbares Gut. speaker-0: Jetzt habt ihr ja fünf Jahre Register mit Next 125 mit dem Store. Erstmal Glückwunsch, du auch noch mitbekommen. Du hast gerade angedeutet, dass du auch am Markt haben, Kunden verstehen. Was war für dich das Entscheidendste, was du entscheidend gelernt hast in den letzten vier, viereinhalb Jahren, wo du auch sehr operativ tätig warst in dem Store, was du mitgenommen hast? Gab es da irgend ein Beispiel, das war für mich so wertvoll, hätte ich ohne Concept Store, ohne das Ohr am Markt, ohne das direkte Feedback eines Kunden nie erfahren und davon profitiere ich heute noch. speaker-1: Wir haben Produkt entwickelt, das wird heute vertrieben und ist einer der Top Seller. speaker-0: Was ist der Topseller? speaker-1: Das ist ein 120er Spülens unterschrank. speaker-0: Ein 120er spielt einen Unterschrank, sehr gut. Und der ist so besonders, weil speaker-1: ist keine Rocket Science, aber war einfach eine Entwicklung, die wir in dem Laden zu 5, 6 ausgetüffelt haben, dann nach innen in die technische Produktentwicklung gegeben haben und dann das accessible gemacht haben für alle unsere Handelspartner. speaker-0: Gib uns mal ein Gefühl für die Küchen bei euch. Das sind ja keine niedrigpreisigen Küchen. Was ist ein normaler Küchenpreis bei euch? So ein Average? speaker-1: Zwischen 20.000 und 35.000 Euro ist ein Average auf Schüler Möbelwerk gerichtet. Nicht auf Next 125. speaker-0: Freche Frage, was war die teuerste Küche, du jemals verkauft hast? Natürlich ohne Namen logischerweise, aber was war so, wo du sagst, okay, das ist wirklich was ganz einzigartiges, einmaliges gewesen, wahrscheinlich so, nicht nochmal ein zweites, drittes Mal im Leben, wo du selber danach auch die Augen reiben musstest und sagen musst, okay, das ist wirklich was Besonderes. Nicht nur das Design, das in der anderen Baustelle ist, wenn du darüber reden kannst, weiß ich nicht. speaker-1: Tatsächlich tun wir das schon des Öfteren im Jahr, auch aus München heraus. Meine teuerste Küche, das war auch die zweite Küche. Der zweite auf? Ganz frisch. speaker-0: Die zweite. zweite von... Der zweite Sale. speaker-1: Der zweite Sale. Das waren 150.000. wow. speaker-0: Okay, also ein sehr durchaus luxuröser Wagen in der Küche. Spannend. Und es kommt aber nicht nur einmal voll. Interessant. Das heißt, Geld für Küche ist immer noch scharf. speaker-1: glaube, die Investitionsbereitschaft bei den Personen, bei den Menschen hat sich auch während Corona ja sehr gesteigert. Ich sehe schon auch, dass wir diese Investitionsbereitschaft jetzt nicht ganz ganz oben, sondern auch in der Breite, dass das schon auch vorhanden ist. Eine Küche ist der Mittelpunkt eines jeden Hauses, eines jeden Apartments. Und ich glaube, der Mensch möchte es auch schön haben zu Hause, weil er sehr, sehr viel Zeit in der Küche verbringt. speaker-0: Wisst ihr, wie viel Zeit Menschen durch den Dekri verbringen? Gibt es da Statistiken? Wahrscheinlich schon. speaker-1: Also auf unserer Seite gibt es diese Statistiken noch nicht. Ist aber auf jeden Fall ein Punkt auf unserer To-Do-Liste im Scouting, dann das Nutzerverhalten besser zu verstehen. speaker-0: Wenn ihr die Küchen bei euch anschaut, ich durfte ja tatsächlich in Heriden sein, in einem Showroom, der auch beeindruckend ist, neben dem Store in München, ein Gefühl auch zu bekommen für die Produkte und auch das Unternehmen selber. Wenn wir jetzt auch Richtung Heriden schauen, ist dann der nächste Schritt ja auch gewesen, ist auch dann bewusst. Da merkt man ja schon, da ist sehr viel Herzblut dahinter. Und das interessante, was ich da erleben durfte, ist natürlich diesen Familienunternehmen. Aber was für mich spannend war, eigentlich, du hast ja einen sehr starken Fabel für Design und für auch Stoffe, Farben etc. Und dein Vater ist der Tüftler. Dazu erklären auch, dein Vater ist ja der Geschäftsführer aktuell und kümmert sich ja wirklich mit Herz und Blut das Thema Produktion, seine Raufen runter. Und wahrscheinlich, darf man wahrscheinlich auch sagen, ist eure Produktion schon eine der fortgeschritten automatisierten Produktionen, die man so im Umfeld haben kann. vielleicht auch für die Zuge in Zuge, wer da mal einen Benchmark sehen will, glaube ich, kann sich bei Schüller Möbelwerk und schnell eins abschauen, aber da treffen ja zwei Welten aufeinander. Da trifft der Mensch, der das Auge für die Optik hat auf den Menschen, der im Prinzip den Finger an der Technik hat. Also wie passt es zusammen? Also sprich, wie war da so die erste Woche Zusammenarbeiten bei Schüller zwischen dir und deinem Vater, der da Tag und Nacht vor Ort ist? speaker-1: Diese Zusammenarbeit ist super. Hat sich auch über die Jahre, auch seit Beginn NEX 125 München, stetig und ständig verbessert und auch intensiviert. Ich habe sehr viel dazugelernt, auch von ihm, jetzt aber auch von allen anderen Mitarbeiterinnen Mitarbeitern. Weil ich bin ja reingekommen und ich habe nichts gewusst. Die Erwartungshaltung ist natürlich schon an einem Familienmitglied viel zu verstehen, viel zu wissen. Aber wenn es dann in die Operative geht, kommt man auf den Boden der Realität wieder zurück. speaker-0: Wo hast du mal gemerkt, dass du schleuderst? In den ersten Wochen gab es mal so ein Meeting oder ein Treffen oder einen Moment, du Himmels willen, was mache ich hier? speaker-1: tatsächlich nein. Wieso? Weil ich sehr gut aufgenommen wurde. Weil wir einen Prozess aufgelegt haben, der es mir ermöglicht hat, in meinem Tempo anzukommen, das auch so kommuniziert wurde an verschiedenste Leitungsfunktionen und ich in den ersten Monaten das Unternehmen kennenlernen durfte. parallel dazu eben andere die Aktivitäten die schon da waren die ich auch schon begleitet habe auch weiter zu begleiten und auch zu tun aber ein großer Teil meiner Zeit floss und fließt immer noch in das Kennenlernen des Unternehmens ein. speaker-0: Wie lange war dieser Prozess, dieses Kennenlernen? Du beschreibst den Kreisegruppe, war das ein halbes Jahr, ein Jahr von der Idee, so jetzt ist Next 125 auf soliden Beinen mit der einem Co-Geschäftsführer ja auch am Ende des Tages. Jetzt kann ich mich auch mit dem Thema Herriden konkret beschäftigen. Wie lange war der Zeitraum? Halbes Jahr, Jahr. speaker-1: Also einmal muss man ja erstmal das eine Baby auf solide Füße stellen und auch sich ersetzbar machen. Das war eine Arbeit von eineinhalb Jahren und daher in Summae Summarum waren es für mich schon zweieinhalb, drei Jahre, die das auch dann so in der Art und Weise lang gemacht speaker-0: Und Servan, bist du in Heriden vor Ort? Also wirklich jetzt auch Angestellter sozusagen auch? speaker-1: Seit Mai letzten Jahr. speaker-0: Okay, also de facto jetzt ein Jahr lang. Spannend. wie war so das erste Jahr im Familienunternehmen? speaker-1: von was mache ich da überhaupt dann irgendwann bis hin zu das ist meine konkrete Aufgabe, das ist auch meine Verantwortung. Ist alles. Es gab schlaflose Nächte, interessante und wichtige Gespräche, es gab Frustration, gab Freude, es gab Erfolge. Ich glaube, wenn jeder sich selbst mal reflektiert und auch mal selbst guckt, wie es bei sich zu Hause ausschaut, es ist immer ein Up and Down, aber kontinuierlich nach oben. Mir macht das inhaltlich Wahnsinnig viel Spaß, was ich tue und ich freue mich einfach auf die nächsten X Jahre. speaker-0: Lass mal mit den Inhalten sprechen. warst ja während dieser Onboarding-Zeit, die du beschrieben hast, diesen knappen Jahr, fast drei Jahren, warst ja auch Teil zu Beginn eines unserer Nachfolgeprogramme, Next Step for Bavaria. Da hast du dich ja schon sehr intensiv mit dem Thema Technologie, Innovationen beschäftigt und ist da kein Geheimnis. Das ja auch dein Steckenpferd, wo du jetzt ja auch bei Schiller Möbelwerk einbringst. Hast da auch mit deinem Einstieg ja auch Team jetzt am Aufbauen, eben auch Zukunftsthemen, Innovationen. Wie beschäftigt dich gerade KI? Ich meine, alle reden über KI als ein eins der Felder der Zukunft logischerweise. jetzt ist es ja ein Thema, was und wo ihr euch als Küchenmöbelhersteller sehr genau überlegen müsst, wo spielt KI eine Rolle und wie kann man das auch entsprechend gewinnbringend einbringen, weil am Ende des Tages wollt ihr ja hoffentlich mehr als 700 Küchen pro Tag produzieren, wenn nicht sogar mehr. Wie gehst du mit dem Thema KI speaker-1: Ich KI ist ein Passwort für mich. KI wird dann sinnvoll, wenn es unserem Unternehmen wirklich was bringt und in allen Ebenen. Von täglichen Arbeiten bis hin zu Prozessen bis hin zu Kundenerlebnis. speaker-0: Und gibt es auch konkrete Vorhaben, die du gerade selber treibst bei KI? speaker-1: in Übersetzung beispielsweise, weil wir auch immer mehr, also weil wir ein internationales Unternehmen sind. Und wer die generative KI kennt, ist ja genial, was da alles passieren kann in Richtung Sprache. Da sind wir intensiv dran, was zu tun, einfach die Kompetenz auch auszubauen und auch den Personen einfach das tägliche Arbeiten zu erleichtern. Auf der Produktionsseite geht es Qualität, Prozesse. Weil wir eben auch mit Farbe, Oberflächen, Materialien zu tun haben, beschäftigt uns das natürlich auch. Und in der Mitte, was auch Projekte betrifft, geht es von erstmal Grundlagen schaffen, erstmal verstehen, was gibt es überhaupt, was haben wir überhaupt, wie können wir das überhaupt nutzen. Und unsere Erfahrung zeigt schon auch, dass wir Ergebnisse erzielen wollen und keine langfristigen Projekte mehr tun, sondern eher wirklich dem Menschen und dem Unternehmen kurzfristig und einfach vor allem helfen. speaker-0: Jetzt bewegst du dich zwischen den Welten, nennen wir es mal, Start-up-Innovationswelt München, auch heute hier wieder im Bühne im Core-Lab, wo du auch de facto auch einen Arbeitsplatz hast und noch arbeitest, und Heriden in der Mitte Deutschlands, dem Zentrum für die Logistik, aber halt dann doch sehr tradiert am Ende des Tages. Gibt es etwas, was du bei beiden Welten manchmal vermisst, also sprich sowohl in München, wo das hält, es geht mir ab, aus Heriden, als auch in Heriden, wo das geht mir ab, aus München? Bisschen Grenzgänger. speaker-1: Ja, ich komme gerne. Ich gehe aber auch gerne. speaker-0: Warum? speaker-1: weil bei dem einen die Tradition das feste, das sich. Ja, diese Tradition einfach dieses, okay, ich bleib da und ich steh das mit euch durch und wir gehen gemeinsam diese Wege. Zu dem anderen ist es schneller, ist flexibler, ist nah am Kunden, es ist viel mehr Mut in, ich probiere einfach mal aus. Ich finde schon, dass diese beiden Welten, und da schätze ich mich schon glücklich, dass ich diese beiden Welten einmal auch kennengelernt habe, in diesen beiden Welten lebe, weil ich davon total profitiere. speaker-0: Also bist du auch so Art Brückenbauer-Impulsgeber für Schiller Möbelwerk. speaker-1: dass ich mich schon soehr. speaker-0: und so auch mal vom Immunsystem abgestoßen worden schon. speaker-1: Ja, tatsächlich war oder ist auch natürlich in dem kompletten Prozess auch gekommen, dass man auch dosiert Impulse gibt. Und das ist für mich auch ein Learning für mich auf dem Weg, dass man das dosiert macht, verträglich macht und auch niemanden überfordert. Weil Erwartungshaltung gegenüber Next-Gens ja schon so ist. Ich komme in das Unternehmen rein und ich muss jetzt mal alles anders machen. Und das sehe ich überhaupt nicht so. Ich finde total super, was die Organisation in das Unternehmen, meine Familie bis dato geleistet hat. Ziehe ich wirklich meinen Hut. Ich hoffe, die bleiben noch ganz, ganz lange. Aber dann auch in den Gegebenheiten Veränderungen anzustoßen. in der Tradition ist schon eine tolle Aufgabe. speaker-0: Jetzt sagen ja viele, wenn es Thema Startups geht und Vermietung nehmen, theoretisch genial, praktisch, manchmal echt schwierig. Jetzt bist du ja genau dieser Brückenbauer zwischen den Welten. Hast du für dich selber schon einen Weg definiert, wo du sagst, hey, da können eigentlich dann die beiden am besten aufeinander profitieren oder andersrum? Wo sagst du, eigentlich sind die Erfolgskriterien für so eine Zusammenarbeit? jetzt wenn wir über Küchenmöbel nachdenken, kommt nicht sofort der Reflex, dass man über einen Startup nachdenkt. Auf der hast du auch Beispiel, sagst ja schon mal her, das ist total logisch. Aber damit die überhaupt zusammenfinden oder zusammenarbeiten können, musst du halt Folgendes beachten und das hat dann der Schülerweg in dem Fall, der funktioniert. speaker-1: Ich finde es toll, wenn Familienunternehmen oder wir als Schüler uns Start-ups auseinandersetzen und mit denen noch zusammenarbeiten. Es gibt gewisse Dinge, die ein Start-up haben muss, aber es gibt auch gewisse Voraussetzungen, die wir haben müssen. Wir sind auf Weg, diese Voraussetzungen bei uns zu schaffen, dass wir kontinuierlicher mit Start-ups zusammenarbeiten. speaker-0: Hast du ein Beispiel, irgendwas wo du da haben wir schon mal probiert? speaker-1: Tatsächlich in der Qualität, in der Oberflächenerkennung haben wir das probiert. speaker-0: Heißt konkret, dass man für die nicht im Detail stecken Experten, zuhören. Wenn ihr Küchen produziert, sind die mit Farbe versehen, lackiert, Oberfläche und dann sucht ihr natürlich nach im Prinzip Staubeinschlüssen, Macken, Fehlern. Und das kann man natürlich neben dem geschulten Auge, was es bis dato auch gemacht hat bei Schüller, natürlich auch mehr mit Kameratechnik und KI machen. Absolut. Das war ein Beispiel für die Start-up-Zusammenarbeit. Genau. Spannend. Vielleicht schon, weil wir schon Ich glaube, können viel, länger sprechen. Aber lass uns noch am Gegenende über den Standort Deutschland sprechen. Und ich will jetzt nicht mit dir über den Standort meckern, was schlecht läuft, sondern was mich eigentlich interessieren würde, ist, nachdem du jetzt ja viel über das Studium kennengelernt hast, wie vorhin beschrieben, du warst noch im Ausland, du hast deinen eigenen Concept Store aufgebaut, hast also de facto ein Unternehmen gegründet, bist jetzt ins Familieunternehmen, hast da im Concept Store... Nachfolge geregelt im Prinzip oder dein Pendant. Was kann Deutschland gut, wenn es Unternehmertum geht? Oder was schätzt du an Deutschland? speaker-1: die Qualität. Also ich, wenn ich das auf unsere Branche und auf uns fokussierte, sehe ich schon, dass wir als Deutschland in der Qualität die Führerschaft haben, auch auf weltweit. Und da wir noch viel mehr darüber sprechen sollten. speaker-0: Und hast du eine Idee? wo sich Deutschland in nächsten Jahren hinbewegen sollte, diese Stärke zu nutzen. Aus einer unternehmerischen Sicht. meine, fünf bis sieben Jahren bist du ja nicht mehr in der Übergangsphase, mittendrin und wirst auch deine Erwartungen haben an einen Standort auch, damit du natürlich weiter in Heriden mit der Familie auch weiter dann hoffentlich hunderte von Küchen produzierst. Made in Germany, weiß aber euch wirklich. Der Name ist Programm. Absolut. ist ja made in Franken. So weg geht man es nicht. Gibt es da irgendwas, das muss sich schon in den nächsten Jahren abzeichnen, auch das zu bleiben oder ändern, damit wir auch als Familienunternehmen uns weiter wohlfühlen am Standort und auch gewillt sind da auch zu investieren, was ja auch de facto ja tut am Ende des Tages. speaker-1: Ich glaube, die Zusammenarbeit ist im Kern das Wichtigste, dass Deutschland versteht, wie erfolgreiches Unternehmertum existent bleibt. Erfolgreich heißt auch profitabel, erfolgreich heißt auch, kleineren Orten wie wir Unterstützung zu bekommen, in Hinblick auch auf Talente und dem ganzen Wandel, der eben stattfindet. Wenn wir das tun, ist uns als Unternehmen schon viel geholfen. speaker-0: Lukas, vielen Dank für das Gespräch. Ich weiß, du hast gerade sehr viel die Ohren, sowohl Concept Store Schüller als auch Privat. Und da ist Zeit ein sehr knappes Gut. Insofern umso schöner, dass du die Zeit für dieses Format genommen hast. Ich glaube, es ist für alle Next-Gens auch, die Zuhörern und auch in den Zuhörern sind, glaube ich, eine Inspiration zu sehen, dass man seinen eigenen Weg gehen kann, dass es nicht diesen Standardweg gibt. hast einen Weg, für dich selber definiert, hast relativ früh erkannt, was dich interessiert, motiviert. Es waren also insofern sehr viele implizite Signale auf dem Weg und der Reise Richtung Heriden und Schöne Möbelwerk. Ich bin gespannt, wo die Reise weitergeht, wenn wir uns in den nächsten Jahren mal wieder treffen. Ob dann die Übergangszeit schon beendet ist oder du schon mittendrin bist und ob KI schon Tagesgeschäft ist bei Schöller und ihr über 1000 Küchen produziert pro Tag. Das wird alles spannend sein für die Zukunft. dahin viel Erfolg für dich persönlich, privat, also auch natürlich für die Schüller Möbelwerk ... und für hoffentlich jede Küche, die ihr da ... zukünftig produziert. Vielen Dank. Dieser speaker-1: Vielen Dank, Christian. speaker-0: Podcast ist eine Produktion der Unternehmertum. Lasst uns gerne ein Like da und abonniert den Kanal, keine weitere Folge zu ver***sen.