Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Sommer-Special: Netzwerk und Begleitung - ein Besuch im Hospizverein
Transcript
- 0:01Bei Ferien sind es ja alles ein bisschen anders. Trotzdem wollen wir natürlich
- 0:05nicht komplett hier von der Form abweichen.
- 0:08Wie vor einigen Monaten versprochen, bekommt ihr von uns zum Anfang eines jeden
- 0:13Monats Freizeittipps und Events, die man besuchen kann.
- 0:17Und deswegen ist heute bei mir im Intro zu Gast Paul Küchler. Hallo zusammen.
- 0:22Was geht im August? Schieß los. Wir starten mal an der Rennbahn in Ludenberg
- 0:25am 2. August, das ist diese Woche Sonntag.
- 0:28Da findet der große Henkelpreis der Diana statt, also quasi das große Pferde-
- 0:32und Galopprennen der Saison in Düsseldorf, wie man das so schön kennt.
- 0:36Die Frauen kommen mit schick angezogenen Hüten und schick designten Kleidern.
- 0:40Die Männer machen sich natürlich auch schick und ansonsten wird ganz,
- 0:43ganz viel Programm drumherum geboten für Familien, für Kinder, Tombola, Glücksrad.
- 0:48Und man kann natürlich auch wetten. Und man kann natürlich auch wetten.
- 0:51Das möchte ich niemandem empfehlen oder auch nicht.
- 0:54Aber genau, Spaß kommt auf jeden Fall nicht zu kurz. Eintritt liegt bei knapp
- 0:5910 Euro. Pi mal Daumen, mal mehr, mal weniger. Je nachdem, ob man vorab bucht
- 1:02oder an der Tageskasse kauft.
- 1:04Genau. Und das ist quasi das erste Event diesen Monat.
- 1:08Geht dann auch direkt weiter in der ersten Augustwoche. Und zwar mit dem Liebe das Leben Festival.
- 1:12Das findet im Maurice Ravel Park in Pampelford statt. Das ist wirklich wunderschön,
- 1:15sehr empfehlenswert. Genau, der lange Park. an der Toulouse Allee direkt.
- 1:19Sehr viele tolle KünstlerInnen. Richtig, vor allem bei dem Wetter dann auch an der Location.
- 1:24Also das wird, glaube ich, verdammt schön. Geht am Donnerstag,
- 1:26den 6. August los und endet dann am Sonntag, den 9. Sind verschiedene Veranstaltungen.
- 1:31Auch kulinarisch ein unfassbares Angebot.
- 1:33Auf alle Fälle, also das lohnt sich richtig. Die Nachbarschaft kommt da so ein
- 1:36bisschen zusammen, von daher, das ist wirklich süß. Ähm...
- 1:40Genau, dann apropos Nachbarschaft. Auch am Hermannplatz in Flingern findet ein
- 1:44Nachbarschaftsfest statt.
- 1:45Und zwar am Samstag, den 15. August. Dort kommt dann einfach die gesamte Nachbarschaft
- 1:50zusammen. Es wird gefeiert, der Sommer ein bisschen genossen.
- 1:53Drinks, Food und einfach hoffentlich ganz viel gute Laune.
- 1:58Richtig und apropos gute Laune, die wird es wahrscheinlich auch beim Festival
- 2:02d'Italia geben, quasi das italienische Äquivalent zum Frankreichfest,
- 2:06was ja schon stattgefunden hat. Buongiorno allerdings.
- 2:09Das startet am Freitag, den 14. August und geht bis zum Sonntag, den 16.
- 2:13August, findet am Rheinufer statt und da gibt es dann wieder allerlei italienische
- 2:17Spezialitäten, aber auch Kultur, Musik, Kunst, Lebensart und Lebensfreude,
- 2:22quasi die deutsche Vita zum Selbsterleben und zum Anfassen.
- 2:27Am 15. August starten die Hinterhof-Lesungen in Flingern. Ah,
- 2:33stimmt, das ist auch schon wieder so weit. Genau, das findet jetzt auch wieder statt.
- 2:37Da muss man sagen, es sind noch nicht so viele Details bekannt gegeben.
- 2:39Also das folgt jetzt so langsam nach und nach.
- 2:42Aber was man schon sagen kann. Es lebt ja auch ein bisschen davon.
- 2:44Ich wollte gerade sagen, dass man sich überraschen lässt. Man kommt an Orte,
- 2:47die man sonst nicht sieht. Man lernt AutorInnen kennen, die man sonst vielleicht
- 2:51nicht kennt. Genau, wenn auch Literatur-Gattungen, die einem noch völlig unbekannt
- 2:54sind. Das ist alles sehr nah, sehr intim.
- 2:57Es ist auch echt eine sehr schöne Aktion und es startet jetzt wie gesagt am
- 3:00Donnerstag, den 13. August in Flingern, ich meine an der Bärenstraße und als
- 3:05nächstes dann an der Birkenstraße ist dann die zweite Hinterhoflesung und dann
- 3:09nach und nach werden quasi noch die weiteren Termine verkündet.
- 3:13Genau, von der Hinterhof-Lesung würde ich sagen, springen wir zum Gourmet-Festival.
- 3:19Nicht so intim, aber dafür ziemlich lecker tatsächlich. Da verwandelt sich dann
- 3:23die Königsallee von Freitag bis Sonntag, das ist dann der 21.
- 3:26Bis 23. Je nachdem, mit wem man sich was teilt, kann das auch intim werden.
- 3:29Ach ja, je nachdem, wie viel man dann auch getrunken hat, mal mehr,
- 3:32mal weniger. Aber diese persönlichen Anekdoten heben wir uns für ein anderes Mal auf.
- 3:37Genau, findet wieder an der Königsallee statt. Verschiedene Akteure beteiligt,
- 3:41sowohl aus Düsseldorf, als aber auch aus der Region oder aus Deutschland,
- 3:44aus dem Ausland, aus Frankreich, die schönen Weinregionen.
- 3:48Ja, und da kann man sich dann wirklich wieder gut gehen lassen.
- 3:50Überall sind die schönen weißen Zelte aufgebaut. Also es hat auch wirklich einen
- 3:53sehr schönen Look, sage ich jetzt einfach mal.
- 3:56Und das ist im allerschönsten alles wie immer. Ja, Tatsache.
- 4:00Das läuft ja, das ist ein sicheres Ding. Man weiß, man geht hin,
- 4:02man kriegt wohl was zu essen, egal ob man Lust hat.
- 4:04Was Leckeres zu trinken. Genau, also da bleibt alles quasi beim Alten,
- 4:08obwohl natürlich ganz viel neu ist. Aber das Ding an sich, das läuft.
- 4:13Genau, dann am gleichen Wochenende, allerdings nur am Samstag,
- 4:16findet in Düsseldorf das Rock gegen Rechts Konzert statt.
- 4:19Das ist natürlich etwas, worauf
- 4:21man Lust haben muss, aber ich wollte es zumindest hier erwähnt haben.
- 4:24Zumal wir ja auch gestern von der lieben Kollegin Verena Kinsbock einen tollen
- 4:27Artikel hatten, dass Düsseldorf leider eine Hochburg der rechten Gewalt ist
- 4:31in NRW. Also wer da sich engagieren möchte, der kann zumindest am Samstag,
- 4:35den 22. zur Ballonwiese in den Volksgarten ab 14 Uhr gehen.
- 4:40Ganz genau. Dann haben wir noch, und das fand ich ziemlich cool, den Dock Day.
- 4:44Und zwar im Kunstpalast. Das ist am Mittwoch, den 26. August,
- 4:47also mal was unter der Woche.
- 4:49Und das ist quasi ein Tag, wo Hundebesetzer mit ihren Hunden im Kunstpalast
- 4:53Kunst anschauen können.
- 4:55Die Hunde dürfen dabei sein, angeleint natürlich. Aber ich glaube,
- 4:58oder ich stelle mir das zumindest sehr, sehr schön vor, wenn man dann irgendwie
- 5:00da reinkommt und man sieht tausend Leute mit ihren Hunden rumlaufen.
- 5:03Ich stelle es mir auch ein bisschen aufregend vor. Ich habe mal am Bahnhof einfach
- 5:06meinen Koffer abgestellt und dann kam jemand mit seinem kleinen Jack Russell-Therr
- 5:09vorbei, der dann einfach gegen meinen Koffer gepisst hat.
- 5:11Da frage ich mich, wie die das im Kunstpalast handeln. Also ganz im Ernst,
- 5:14weil da sind ja durchaus Ecken und auch immer mal Gelegenheiten,
- 5:18wo man das Bein heben könnte. Als Hund, weiß nicht, wie es also sonst...
- 5:20Ich gehe davon aus, oder ich appelliere und hoffe, dass alle Hundebesetze vielleicht
- 5:24vorab eine schöne, kleine, große Runde, wie auch immer, drehen,
- 5:27damit die Hunde quasi gar kein Bedürfnis haben, sich vielleicht zu entleeren.
- 5:32Aber ja, also ich glaube, das kann man dann doch als Hundebesitzer mit einem
- 5:36gewissen Menschenverstand, kann man das irgendwie gut planen und vielleicht
- 5:39vermeiden. Aber sehr süße Aktion, finde ich auch toll. Ja, das auf jeden Fall.
- 5:42Und dann kommen wir nochmal zu einem Nachbarschaftsfest und zwar dem Kiefernfest.
- 5:47Das findet am 29. August statt, das ist ein Samstag, Kiefernstraße in Flingern,
- 5:51diese ganz bekannte Bunte eben.
- 5:53Da sind nicht nur Nachbarn eingeladen, sondern natürlich auch alle anderen.
- 5:56Aber auch da merkt man, also in Düsseldorf ist relativ viel los, immer noch im August.
- 6:00Trotz der Ferien. Richtig.
- 6:03Und viel Gemeinschaft, viel Nachbarschaft, viel zusammen sein,
- 6:07viel Essen. Das ist so dieses, man kommt zusammen, man lässt den Abend irgendwie schön ausklingen.
- 6:11Und was ich ja auch immer super finde, du kannst dann irgendwie von einem Ort
- 6:14in der Stadt zum nächsten ziehen. Also dieses Wochenende bin ich in Flingern,
- 6:17nächstes Wochenende bin ich am Rhein, übernächstes Wochenende bin ich in Pempelford.
- 6:20Also das ist schon verdammt schön. Und dann kann ich auch noch meinen Hund überall
- 6:22mit hinnehmen, wenn ich einen habe. Ist doch, also wirklich besser geht's ja kaum.
- 6:26Vielen Dank für diesen wilden Ritt durch die Events des Monats und wir sind
- 6:31ja hier immer noch im Rheinpegel.
- 6:34Und deswegen erzähle ich ganz kurz, was noch auf die Hörenden zukommt.
- 6:38Uwe Jens Grunau hat mir die drei für ihn relevantesten Themen der Woche vorgestellt.
- 6:43Und dann durfte ich dem Hospizverein in Flingern einen Besuch abstatten und
- 6:49habe mich mit zwei der Verantwortlichen da unterhalten können.
- 6:54Ein sehr berührendes, ein sehr offenes, ein für mich sehr intensives Gespräch.
- 6:59Genau, das alles hört ihr in dieser Folge. und damit herzlich willkommen zum
- 7:03Rheinpegel, ihr hört Folge 232. Und der Rheinpegel steht übrigens bei 31 Zentimetern.
- 7:26Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen,
- 7:30was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht.
- 7:35Mein Name ist Tosja Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen.
- 7:40Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Themen wisst, über die wir sprechen
- 7:43können, wenn ihr Veranstaltungen habt, auf die wir hinweisen dürfen oder wenn
- 7:47ihr einfach mal was loswerden wollt, dann könnt ihr das sehr gerne tun unter
- 7:51rheinpegel-post.de oder.
- 7:540160 80 80 844 erreicht ihr uns.
- 7:58Wir freuen uns immer von euch zu hören.
- 8:01Durch die Themen der Woche führt uns heute Uwe Jens Runau. Wir sprechen darüber,
- 8:05wie die Kirmes in diesem Jahr gelaufen ist, warum die Kirmesphäre einige Startschwierigkeiten
- 8:09hatte und welche Reaktionen es zur Drohnenschau gab.
- 8:12Außerdem berichtet er von den wirklich tagesaktuellen Entwicklungen im Fall
- 8:15Reppegater und davon, wie kritisch es tatsächlich gerade um den Rheinpegel,
- 8:19also den im Fluss, nicht um diesen Podcast steht.
- 8:23Lieber Uwe Jens, es sind Ferien. Liebe Tosja, die sind jetzt auch richtig angekommen. Offiziell Ferien.
- 8:30Was bedeutet, dass wir hier in diesem Podcast, das wissen die Hörenden schon
- 8:33seit letzter Woche, wieder in unser Ferienprogramm schalten.
- 8:37Du bist natürlich öfter zu hören, deswegen ist das jetzt keine komplett neue Situation.
- 8:41Neu ist, dass du nicht nur ein Thema mitgebracht hast, sondern direkt drei,
- 8:45Durch die wir jetzt in Kürze uns ein bisschen durchhangeln, was in dieser Stadt
- 8:50in der letzten Woche passiert ist, bevor wir dann unser Special-Gespräch quasi hören.
- 8:56Deswegen bitte ich dich, uns einmal vorzustellen, was in dieser Woche hier alles sich getan hat.
- 9:01Also mir ist so gerade aufgefallen, es ist ja schön, damit man sich die Themen
- 9:04auch merken kann, wenn man schon direkt über drei sprechen muss,
- 9:07dass die drei Themen eigentlich ein bisschen eine Verbindung haben. Ich kann es mir denken.
- 9:12Sie liegen alle am Rhein irgendwie.
- 9:15Wir lieben doch einen roten Faden. Genau, der rote Faden. In dem Fall der blau-graue Faden. Ja, genau.
- 9:21Und wir sitzen jetzt quasi geistig in einem Bötchen und machen immer fest. Oh, Jens, ich lieb's.
- 9:26Und jetzt versuchen wir beispielsweise, linksrheinisch festzumachen,
- 9:30gegenüber von der Altstadt.
- 9:32Aber, damit sind wir beim ersten Thema, wir schaffen es nicht,
- 9:35zu unserem gerade extra künstlich gebauten Anleger zu kommen,
- 9:39weil der Rhein zu tief liegt.
- 9:42Und die Fähre, die uns zur Kirmes bringen es leider nicht schafft diese Fähre
- 9:48hat auch irgendwie kein Glück kein Karma,
- 9:52schade eigentlich, weil eigentlich hat sie das also die Düsseldorfer haben das
- 9:56ja total gerne immer benutzt es,
- 9:59ist immer was von außen, was da passiert damit zur Kirmes zu kommen jetzt war
- 10:02ein paar Jahre das ja nicht möglich und da wurde mit großem Hauruck und Trara,
- 10:06dafür gesorgt, dass der Schäfer Herr Schäfer,
- 10:10der Fährmann sozusagen, der
- 10:11das ja abgibt an die Rheinbahn, nochmal dieses Jahr die Fähren einsetzt.
- 10:17Letztlich ist das zur Kirmes nur an der Hälfte der Tage gelungen.
- 10:21Das ist bitter. So gegen Anfang, ne?
- 10:22Am Anfang war starke Verzögerung, also Freitags geht es ja los und dann konnten
- 10:25sie erst Montagmittags eigentlich regulär den Betrieb aufnehmen und am Ende
- 10:29ging das dann auch, dann fiel erst ein Schiff aus und dann war es wieder zu
- 10:32flach, also weil das Wasser einfach immer weiter abgenommen hat,
- 10:34kommen wir vielleicht nachher nochmal zu, das heißt vielleicht, auf jeden Fall.
- 10:39Ja, und das hat eigentlich dieser tollen Idee,
- 10:42Das ist in den Riegel vorgeschoben. Sehr schwer gemacht. Das ist schade.
- 10:47Und ansonsten muss ich sagen, ist das einer der besten Einfälle überhaupt.
- 10:50Ich habe das ganz am Anfang, als das kam, mal genutzt. Da war zeitgleich das Frankreichfest.
- 10:55Und das war wunderschön. Dann warst du am Burgplatz, hast da die ganzen Oldtimer
- 11:00bewundert, die auf dieser Rallye waren und dann zurückgekommen waren.
- 11:04Nachmittags warst du im Innenhof, ein Glas Wein getrunken, französische Musik gehört.
- 11:08Und dann auf die Fähre, und das ist direkt so ein Urlaubsfeeling.
- 11:12Ja, das stimmt. Sobald man auf dem Wasser ist.
- 11:13Sobald du auf dem Wasser bist und du siehst Düsseldorf vom Ufer aus und du bist
- 11:17so mittendrauf, das ist herrlich.
- 11:19Und ja, habe ich total gerne gemacht und fand das super, dass die Fähre wiedergekommen
- 11:24ist, weil das ist nochmal so ein Erlebnis. Du gehst nicht nur auf die Kirmes,
- 11:28sondern du fährst auch noch rüber.
- 11:30Das ist schon großartig. Ja, das kann ich bestätigen. Und auch wenn die Fähre
- 11:36jetzt nicht die ganze Zeit regelmäßig
- 11:37gefahren ist, genug Menschen auf die Kirmes gekommen sind dennoch.
- 11:42Das ist jetzt vorbei, das ist ja irgendwie dann auch immer, es baut sich irgendwie
- 11:44über eine ganze Zeit auf. Ich finde, der Abbau geht immer viel schneller als der Aufbau.
- 11:50Ist wahrscheinlich so, der Hinweg ist ja auch immer länger als der Rückweg.
- 11:53Das ist aber auch bei so Bühnenaufbau letztens, also hier mit dieser Open-Air-Park,
- 11:57worüber wir auch gesprochen haben, da kostet, da dauert der Bühnenaufbau ungefähr,
- 12:02dreieinhalb Tage und der Abbau anderthalb.
- 12:05Das ist aber auch irgendwo logisch. Es muss alles besonders gut sein und du
- 12:09musst alles überprüfen, dass es fest ist, Klar, aber es muss auch alles gut
- 12:13weggepackt sein, damit man es wieder gut aufbaut hat.
- 12:15Du brauchst eine gute Logistik, dass das dann passt. Aber ich meine,
- 12:18dass das gründlicher geschieht und auch mit Kontrollen und so weiter ist irgendwo gut und richtig.
- 12:25Ja, und die Kirmes war jetzt wieder insgesamt doch, also mit 4,1 Millionen Besuchern
- 12:29haben die Veranstalter gesagt, wenn die Zahl mal stimmt, wieder ein Erfolg.
- 12:35Ich glaube, wettertechnisch sind alle ganz zufrieden, es hat auch nicht zu doll geregnet.
- 12:38Wie war sonst die Stimmung? Ist irgendwas passiert? Feuerwerk ist gut gelaufen,
- 12:41Drohnenschau ist gut gelaufen. Also das hat sich jetzt so eingegroovt.
- 12:46Wir hatten ja letztes Jahr diesen schlimmen Unfall und es gab ja jetzt spezielle Regeln.
- 12:53Das war ja quasi eingehauste Abschussrampen, ein bisschen tiefer gelegt,
- 12:57mit Spundwänden, sage ich jetzt mal an den Seiten.
- 13:00Also jedenfalls, wenn da was umgekippt wäre, wobei das ja fester im Boden verankert
- 13:05war, wäre es gegen eine Wand geflogen und die Menschen wären nicht gefährdet worden.
- 13:09Das hat aber alles reibungslos geklappt. Da kann man sehr froh sein.
- 13:13Und ich finde es auch gut, dass es das Feuerwerk nach wie vor gibt,
- 13:16auch wenn es immer jetzt prinzipielle Einwände gegen Feuerwerk geben kann.
- 13:20Es ist eigentlich noch schöner als eine Drohnenshow, finde ich.
- 13:23Und ich bin froh, dass es zwar auch Drohnenshows gibt, aber das Feuerwerk,
- 13:28wenn da so richtig beeindruckende Bilder an den Himmel gezaubert werden.
- 13:32Ich habe beides nicht gesehen. Beeindruckt mich mehr.
- 13:36Ein richtiges Feuerwerk beeindruckt mich mehr. Jetzt hatten wir ja wieder zwei
- 13:39Drohnenshows. Die erste war ja mit künstlerischen Motiven, mit Boys war zu sehen.
- 13:45Marilyn Monroe habe ich gesehen auf den Bildern.
- 13:47Und das war ja beeindruckend gut, muss man sagen. Beeindruckend gut.
- 13:50Diskussionen gab es jetzt gerade nach der zweiten Drohnenshow,
- 13:54nach dem Feuerwerk am Freitag.
- 13:57Ja, weil doch da auch so Werbung drin vorkam. Ja, das habe ich gelesen.
- 14:00Einerseits war ja eine Düsseldorfer Hausbrauerei da vertreten, Schlüssel.
- 14:04Aber eben auch Ästhetify, die immer wieder auch mal vor Gericht anzutreffenden,
- 14:11Was sind sie denn jetzt? Also Mediziner, sage ich jetzt mal,
- 14:13allgemein und neutral, die eben ein bisschen hier und da aufspritzen und sagen,
- 14:18ist ja alles nur ästhetisch.
- 14:20Und ja, die Frage ist, wie qualifiziert sind sie?
- 14:24Und da gibt es immer wieder mal Auseinandersetzungen. Ja, und ist das richtig,
- 14:28wenn dafür Werbung jetzt gemacht wird, dass Lippen aufgespritzt werden?
- 14:31Weil das war das Bild, was man da aussehen konnte. Ja, das habe ich auch mitbekommen.
- 14:34Und das wollen die Schützen jetzt nochmal überlegen, ob sie ihre Werberichtlinien
- 14:38da ein bisschen nachschärfen.
- 14:41Ich glaube, sie nehmen alles Geld, damit das finanziert werden kann.
- 14:43Aber man muss auch sehen, es ist eine Familienkirmes. Man will gewisse Dinge
- 14:47da einhalten. Ich denke das auch. Und ich weiß nicht, wie siehst du das?
- 14:50Sollte das bleiben oder soll man so Werbung lieber nicht machen?
- 14:54Ich finde, man sollte solche Werbungen nicht machen. Ich glaube,
- 14:56die muss, wenn man für bestimmte Dinge wirbt ...
- 15:01Und das ist jetzt nur meine ganz persönliche Meinung, weil es gibt ja bestimmt
- 15:04auch offizielle Richtlinien und so, muss das sehr gut eingeordnet und vielleicht
- 15:08ein bisschen zielgruppenorientiert sein.
- 15:09Ich habe ja sowieso, das ist jetzt ein ganz anderes Thema und würde mehrere
- 15:13Folgen vielleicht eine ganze Staffel füllen, was das natürlich auch macht,
- 15:16wenn man sowas immer sieht, soziale Medien, Eingriffe, die Normalisierung quasi.
- 15:21Es gibt ja auch nochmal einen Unterschied, ob das medizinisch notwendig ist
- 15:24oder so weiter und so fort.
- 15:26Darum finde ich, dass so eine Werbung vor allem, wenn nicht noch viel mehr andere
- 15:31werben, also wenn es auch nicht so in so einen Block eingebunden ist, sondern ja doch,
- 15:37ich war wie gesagt nicht dabei live, aber wenn es doch so ein bisschen alleine
- 15:41steht ist, sehr prägnant ist.
- 15:43Klar kann man auch sagen, sollte man für Alkoholkonsumwerbung,
- 15:46also da sind wir wieder in so einem Gefilde, darum sage ich,
- 15:48das ist meine persönliche Meinung, weil das vielleicht ein Thema ist,
- 15:51was mich einfach nochmal anders berührt, als jetzt eine Drohnenabbildung von einer Bierflasche.
- 15:58Aber ich finde das, ja, ich finde das tatsächlich, sollte man da nochmal drüber
- 16:02nachdenken. Bin gespannt, wie Sie das entscheiden.
- 16:05Ja, jetzt hast du das gerade so schön gesagt.
- 16:07Und du weißt übrigens, ich möchte Stunden und Tage und wenn es geht,
- 16:12Wochenmittag sprechen.
- 16:13Wir müssen zum zweiten Thema kommen. Deswegen strengen wir in unser Bötchen.
- 16:16Das Bötchen überquert jetzt den Rhein und nimmt die Hafeneinfahrt.
- 16:24Südlich, keine Kirmes, also einmal quer rüber und fährt jetzt rein und gut,
- 16:30der muss an Land klettern, macht ja nichts.
- 16:33Also ich würde sagen, der macht das ganz elegant, der legt unten am Lido an,
- 16:37da ist doch so eine Art Anleger, wo auch diese Terrasse ist.
- 16:39Da legt das Bötchen jetzt an und wir steigen aus, gehen hoch.
- 16:42Da hilft uns jemand aber raus. Ja, ja.
- 16:46Und wir gehen dann über die Brücke in den Medienhafen rein, zur Keistraße,
- 16:51die ist da ja direkt, und gehen zur Keistraße 8a. Und welches Düsseldorf-Unternehmen
- 16:56hat da seinen Sitz? Du weißt es. Zentrum.
- 17:00So, also, Kühlbogen 2, Ingenhofenthal. Schon oft gerade hier in diesem Podcast,
- 17:05in verschiedenen Zusammenhängen.
- 17:30Es gilt bis zum Urteil die Unschuldsvermutung. Auch hier soll das ruhig eingeschoben
- 17:33sein. Erst mal gucken, was dabei rauskommt. Aber die wirtschaftlichen Folgen sind natürlich da.
- 17:42Und das betrifft ja unter anderem die Villa von Uwe Reppegater,
- 17:47wo die Staatsanwaltschaft jetzt im zweiten Anlauf es doch geschafft hat,
- 17:51die Hand draufzulegen, es zu arrestieren, wie man sagt.
- 17:53Und notfalls, um Ansprüche durchzusetzen, auch eine Zwangsversteigerung dann
- 17:57anordnen kann. Das wird man sehen müssen.
- 18:01Aber was jetzt das Neueste ist sozusagen, dass an diesem Mittwochmorgen,
- 18:06also Mittwoch dieser Woche,
- 18:08ganz tagesaktuell es einen Insolvenzantrag gibt, eben für die Zentrum Development.
- 18:17Das ist die Nachfolgergesellschaft, die vor zwei Jahren die Stelle eingenommen
- 18:23hat, der Zentrum Holding sozusagen, die wie viele andere Objektgesellschaften
- 18:28auch in die Insolvenz gegangen war.
- 18:30Und dann muss man sich das so vorstellen, das waren quasi zwei Stränge.
- 18:34Das eine ist das Insolvenzverfahren von dem Gründer Uwe Reppegater selber.
- 18:38Und das andere sind dann eben die Holding und dann noch eben Tochterfirmen sozusagen,
- 18:43oft Objektgesellschaften.
- 18:46Aber diese Folgegesellschaft, die hat es jetzt auch erwischt,
- 18:49da ist jetzt ein Insolvenzantrag gestellt worden, ist aber alles ganz,
- 18:53ganz frisch, wir haben jetzt noch nicht mit dem Insolvenzverwalter sprechen können,
- 18:57aber das heißt natürlich, die wirtschaftliche Eigenständigkeit,
- 19:00die ist schon eingeschränkt, du kannst, jetzt muss der Insolvenzverwalter alles
- 19:03absegnen an Geld, der kriegt auch das Geld und was passiert damit?
- 19:07Dann geht es ja um Ansprüche von Gläubigern und so weiter und jetzt muss man
- 19:10gucken gibt es da noch eine Chance für das Unternehmen oder nicht,
- 19:13das ist jetzt die Aufgabe des Insolvenzverwalters, das zu prüfen.
- 19:19Und ja, man muss sehen, es war die besondere Qualität vor zwei Jahren des Unternehmens,
- 19:26das waren gut 80 Mitarbeiter damals, die einfach sehr fit waren,
- 19:30gute Leute, Bauingenieure, Architekten und so weiter,
- 19:33die eben Projekte entwickeln konnten.
- 19:34Auch sowas Kompliziertes wie den Kölbogen mit dem begrünten Tal.
- 19:37Das ist ja schon ein Spitzenobjekt sozusagen, das zu bauen.
- 19:41Und dieser Personalschirm war schon damals so ein bisschen geschrumpft auf 55 Mitarbeiter.
- 19:46Ich weiß nicht, wie viele da jetzt noch letzte, vorletzte Woche gearbeitet haben.
- 19:51Also es sind ja auch welche abgewandert.
- 19:53Und wo die jetzt standen, bei welcher Mitarbeiterzahl.
- 19:57Ja, wird spannend sein, das herauszufinden. Und ob es da irgendeine Zukunft
- 20:02gibt, Und das muss man sehen. Es gibt auf jeden Fall eine Nachfolgegesellschaft,
- 20:08wo das Ehepaar Reppegata seine...
- 20:11Aktivität nochmal und auch Vermögen gebündelt hat.
- 20:15Die heißt UVR, OBK, KG und betreut auch noch Projekte hier an der KÖ beispielsweise.
- 20:22Und jetzt stellt sich die Frage, wie nachhaltig kann das Ganze sein?
- 20:27Vor allem muss man auch mal gucken, Uwe Reppegater war da auch immer noch Geschäftsführer,
- 20:32bei der Zentrum Development.
- 20:35Bei dieser UVR ist das nicht.
- 20:40Ja, Wo führt das alles hin? Man muss dann sehen, gibt es bald eine Anklageschrift,
- 20:44und bleibt irgendwas von der Zentrum oder nicht?
- 20:47Ja, das werdet ihr eng, maschig betreuen und beobachten, da bin ich ganz sicher.
- 20:52Und bestimmt im nächsten Themenabriss hier wird das wieder vorkommen.
- 20:58Noch geht es weiter? Ja, weil das ja tatsächlich auch ein Thema ist,
- 21:01das beschäftigt ja nicht wenige Menschen in der Stadt aus verschiedenen Gründen.
- 21:04Zum einen, weil ja auch viele vielleicht in Kontakt oder irgendwie in Zusammenhang
- 21:08stehen mit bestimmten Projekten, weil das Orte sind, an denen wir ein und ausgehen.
- 21:12Das sind ja prominente Lagen. Genau, auch einfach spannend ist,
- 21:16wenn sich solche Fälle vielleicht in
- 21:19einer Nähe abspielen. Es ist ja ein Ausnahmeunternehmen, muss man sagen.
- 21:24So viele Immobilien in prominenter Lage auf der Kö, alleine so einen halben
- 21:29Block auf der Kö mal zu kaufen, ist ja nicht ohne.
- 21:32Der Kölbogen 2. Also es war ja schon viel. Dann wollte er ja den Oper bauen,
- 21:37hatte ich ja vorgeschlagen. Auch eben mit Snowetta, diesem tollen norwegischen
- 21:41Büro. Deswegen, also das ist schon, kann ich mir schon vorstellen,
- 21:43warum das Menschen beschäftigt. Bin gespannt, wie das weitergeht.
- 22:03Wir klettern wieder ins Bötchen. Aber kommen wir denn weit, Uwe Jens?
- 22:06Ja, wir lassen uns mal vorsichtig treiben und hoffen, dass wir nicht aufsetzen mit unserem Bötchen.
- 22:12Also ich glaube mal mit so einem Segelboot, was so dieses lange Ding da nach
- 22:17unten hat, würde ich jetzt nicht mehr da, ich weiß gar nicht, wie das heißt.
- 22:21Ich auch nicht. Vielleicht der Kiel. Komm, wir einigen uns auf Kiel. Da bin ich nicht so fit.
- 22:26Naja, jedenfalls, der Rhein ist da, aber er wird weniger, immer weniger.
- 22:30Wir haben vor zwei, drei Tagen eine Geschichte gemacht, da hieß das Das Rheinpegel
- 22:3340 Zentimeter. Dann gibt es so eine Formel, wie man das dann weiter ausrechnet.
- 22:37Unser Podcast-Namensgeber.
- 22:39Genau, der Rheinpegel. Und dann hieß
- 22:41es, in der Fahrrinne sind bei diesem Pegelstand noch 1,99 Meter Wasser.
- 22:45Das ist nicht sehr viel. Das ist nicht sehr viel. Und wenn man sich so ein dickes
- 22:49Rheinschiff vorstellt. Wir
- 22:50sind ja jetzt leichte Fracht auf so einem Bündchen. Wir haben noch Glück.
- 22:53Also wir kommen sehr mutig noch gut kreuz und quer rüber. Aber das ist ja eben
- 22:57auch eine Wirtschaftswasserstraße.
- 23:00Und da werden Güter transportiert. Und jetzt war das schon vor zwei,
- 23:03drei Tagen so, dass die Schiffe nur noch ungefähr ein Fünftel transportieren konnten.
- 23:10Dessen, was sie sonst transportieren. Was nicht sehr viel ist.
- 23:12Das ist nicht viel. Irgendwann lohnt sich die Schifffahrt nicht mehr.
- 23:15Und dann musste vielleicht auch eingestellt werden, die Wirtschaftsschifffahrt.
- 23:18Und es heißt jetzt, dass am Samstag, am kommenden Samstag, 1. August,
- 23:24Nur noch 22 Zentimeter Pegel standen. Das ist also von 40 auf 22.
- 23:30Das ist viel. Und dann sind dann irgendwann. Weil es auch wieder so heiß wird.
- 23:33Das hat ja alles damit zu tun.
- 23:34Genau. Verdampfung. Genau. So und dann sind wir irgendwann ja nur noch bei knapp über 1,80.
- 23:40Das ist wirklich nicht. Also dann bin ich mal gespannt. Ich muss jetzt mal ein,
- 23:43zwei Unternehmen fragen, die darauf angewiesen sind, ob die dann überhaupt noch
- 23:46da schiffen können. 1,80, da kannst du ja stehen.
- 23:50Ja, ein bisschen hüpfen müsste ich. Was nicht bedeutet übrigens,
- 23:53das muss hier in aller Klarheit gesagt sein, dass es jetzt okay ist,
- 23:55im Rhein zu schwimmen. Nein, das bleibt weiter lebensgefährlich.
- 23:58Also nur weil man jetzt hört, aha, da könnte ich nämlich vielleicht stehen.
- 24:01Nein, nein, nein, auch im knöcheltiefen Wasser können Dinge passieren.
- 24:05Also bitte, bitte, bitte, das jetzt nicht irgendwie als Rechtfertigung nehmen
- 24:07wir jetzt doch mal am Paradiesstrand ein paar Meter weiter reinzugehen.
- 24:12Also, aber... Nicht, und jetzt muss man noch sagen, diese 22 Zentimeter,
- 24:15wenn die kommen, dann ist das ein Zentimeter unter dem bislang niedrigsten bekannten
- 24:20Wasserstand, der war nämlich 23 Zentimeter.
- 24:23Okay, das ist auch noch gar nicht so lange her, das geht schnell jetzt,
- 24:25das geht schnell, dass es sich immer unterbietet. Im Oktober 2018 war das,
- 24:29ja, acht Jahre her. Ja. Also man sieht, was los ist, ne? Ja, ja.
- 24:33Also das ist wirklich keine lange Zeit da. Ich finde das wirklich,
- 24:36also auch gerade, wenn du nochmal diese Meta-Angaben sagst, ich sage ja auch zu jedem
- 24:41Folgenbeginn hier den Rheinpegeleimer durch und das ist ja schon irgendwie durchaus
- 24:45abstrakt und dann sieht man immer diese riesen Boote da langfahren und da stelle
- 24:48ich mir vor, da ist ja unten auch noch was los, also die setzen ja nicht auf
- 24:51der Wasseroberfläche auf,
- 24:52aber das ist wirklich, ich finde immer, wenn man sich vorstellen kann,
- 24:55das ist so groß wie jemand, der hier in der Redaktion rumläuft, also 1,80 ist halt, also,
- 25:01ist einfach nicht besonders. Ja, das ist dann sehr greifbar.
- 25:04Das finde ich schon ein starkes Stück.
- 25:08Auch da werdet ihr das natürlich irgendwie weiter beobachten und wenn es dann
- 25:14nächste Woche vielleicht ja wieder mehr. Ich meine, das merke ich,
- 25:16beschäftige mich wie gesagt jede Woche mit dem Reinpegel.
- 25:19Das schwankt ja schon auch ganz schön, aber dass es so niedrig ist,
- 25:22das habe ich auch noch nie ansagen müssen.
- 25:25Genau, deswegen ja, mal sehen, wie sich die nächsten Wochen entwickeln hast
- 25:31du einen guten Tipp gegen die Hitze, die jetzt wieder kommt,
- 25:33möglichst viel Eis essen früh schwimmen gehen und dann leicht essen also so mal.
- 25:39Ich finde jetzt ganz toll abends mehr so leichte Sachen zu essen so mediterran,
- 25:44schön mit Tomaten und Gucken, Pfirsichsalat mit Burrata sowas,
- 25:47ja so, genau, Schafskäse habe ich gestern noch extra gekauft,
- 25:50dass man sowas mal abends essen kann und nicht so schwer essen.
- 25:53Und dann finde ich das ganz okay. Dann lässt du dich aushalten. Und schwimmen gehen.
- 25:59Und nicht im Rhein. Nicht im Rhein. In einem von unseren Freibändern.
- 26:03Könnt ihr auch schön Pommes essen. Dann ist es zwar nicht so leicht,
- 26:06aber gehört irgendwie dazu.
- 26:07Uwe Jens, vielen, vielen Dank, dass du mich und uns hier durch die Woche geführt hast.
- 26:11Schöne Restwoche wünsche ich. Dir auch. Bis zum nächsten Mal.
- 26:29In unserem Leben gehen wir viele Wege und irgendwann auch den letzten.
- 26:33Im allerschönsten Fall sind wir dabei nicht alleine.
- 26:36Dafür sorgen unter anderem auch die verantwortlichen und zahlreichen Helferinnen
- 26:40und Helfer, die sich in Hospizvereinen engagieren oder auf Palliativstationen arbeiten.
- 26:45Ich durfte dem Hospizverein Nord einen Besuch abstatten und habe mit Selina
- 26:49Thielhain und Carolin Röhling über ihre Tätigkeit, die Netzwerke hinter den
- 26:53Vereinen und darüber gesprochen, wie es ist, Menschen auch in ihren letzten Momenten zu begleiten.
- 26:58Wir sprechen über die Themen Krankheit und Tod. Wenn das welche sind,
- 27:02mit denen ihr es nicht so leicht habt, dann hört diese Folge vielleicht nicht
- 27:05alleine oder skippt sie.
- 27:06Und wenn ihr euch auch persönlich für die ehrenamtliche Arbeit im Hospizverein
- 27:09interessiert, am 19. September zum Gesundheitstag hat das Düsseldorfer Hospiz-
- 27:14und Palliativforum einen Stand auf dem Schadowplatz.
- 27:17Von 13 bis 18 Uhr trefft ihr da die Menschen, die euch Auskunft geben und mit
- 27:21euch in den Austausch gehen können.
- 27:23Wie schon einige Male in diesem Sommer habe ich mein Aufnahmegerät gepackt und bin quasi von meinem.
- 27:30Mir selbst erfundenen Podcaststudio in der Düsseldorfer Lokalredaktion aka der dortige Konferenzraum,
- 27:37durch die Stadt gezogen und bin gelandet in Flingern.
- 27:42Ich habe mich schon auf dem Weg quasi hier zur Tür dieses Ortes,
- 27:48wo ich gerade bin, einer Sache gestellt, die ich gar nicht so gerne mag,
- 27:51und zwar Aufzüge und die damit verbundene Eingeschlossenheit in engen Räumen.
- 27:57Auch, so viel kann ich schon sagen, sprechen wir heute über ein Thema,
- 28:01was auch eines ist, dem ich gerne ausweiche. Und deswegen finde ich es umso
- 28:05schöner und umso wichtiger, dass ich hier sein darf und vielleicht ein bisschen,
- 28:10auch für mich persönlich davon profitiere.
- 28:13Aber bevor ich hier jetzt wieder die ersten fünf Minuten im Monolog verbringe,
- 28:17würde ich mich sehr freuen, wenn ihr beiden, wir sind hier zu dritt,
- 28:21euch vielleicht einmal ganz kurz vorstellt und wir den Hörerinnen und Hörern
- 28:25endlich verraten, wo ich denn jetzt mit dem Aufzug eigentlich hingefahren bin.
- 28:28Ja, dann mache ich den Anfang. Wir sind hier im Hospizverein Düsseldorf Nord.
- 28:34Ich bin Selina Tillhain, ich bin Koordinatorin hier im Hospizdienst.
- 28:39Wir sind ein Hospizverein, der im nächsten Jahr 35 Jahre alt wird und seitdem,
- 28:44kümmern wir uns um Menschen, die mit einer schweren Diagnose konfrontiert sind,
- 28:50nämlich dass sie palliativ erkrankt sind, dass sie sterbenskrank sind,
- 28:54und wir versuchen mit denen diese letzte Lebenszeit zu gestalten.
- 29:01Wir begleiten diese Menschen.
- 29:03Hier im Grunde Düsseldorfer Norden ist unser Gebiet das,
- 29:07Ja, schließt hier Flingern mit ein, aber auch Mörsenbruch, Rad, Unterrad, Pempelfort.
- 29:15Also alle hier umliegenden Stadtgebiete,
- 29:20sind quasi in unserem Aufgabenbereich und wir teilen uns die Aufgabe aber auch
- 29:24mit ganz anderen tollen Hospizdiensten in Düsseldorf, mit sehr,
- 29:27sehr netten Kollegen, die die anderen Stadtteile begleiten dürfen.
- 29:31Und vielleicht erzählen wir davon nachher noch ein bisschen mehr.
- 29:35Wir sind da nämlich sehr, sehr gut vernetzt und gut miteinander aufgestellt.
- 29:39Da bin ich sehr gespannt drauf und freue mich.
- 29:43Die Dritte im Bunde. Mein Name ist Carolin Röhling. Ich koordiniere das Hospiz-
- 29:47und Palliativnetzwerk seit dem 1.6.2025.
- 29:50Ich bin beim Gesundheitsamt angestellt und darf seitdem dazukommen.
- 29:55Und ich fand es gerade total spannend, Tosja, dass du gesagt hast,
- 29:57dass du dieses Thema auch gerne für dich ausklammerst, weil das ist auch einer
- 30:00der großen Aufträge, die wir von uns sehen.
- 30:03Dass das Hospiz- und Palliativforum, das DHPF, das steht für Düsseldorfer Hospiz-
- 30:08und Palliativforum, hat einen Leitsatz und der bedeutet, über das Sterben zu
- 30:12reden hat noch niemanden umgebracht.
- 30:14Wir sind uns darüber bewusst, dass das Thema nicht angenehm ist und sehen auch
- 30:18das als unseren Auftrag, das vielleicht ein bisschen, wenn man das in dem,
- 30:22Zusammenhang überhaupt sagen kann, attraktiver zu gestalten, weil
- 30:25da die Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartner für zur Verfügung stehen,
- 30:29um eben diese sensible Phase im Leben zu begleiten und da die Räume und Türen
- 30:34zu öffnen, da die Gedanken auch zu auszusprechen, die einem sonst vielleicht
- 30:37ein bisschen schwerer fallen.
- 30:38Ja, das stelle ich mir vor, dass ihr oft Sätze hört wie den,
- 30:43den ich gerade gesagt habe und wahrscheinlich ja auch immer verbunden dann mit einer gewissen...
- 30:51Und Akutheit, weil man sich ja dann damit auseinandersetzt, wenn es soweit ist.
- 30:55Also da würde ich auch gerne gleich ein bisschen drauf kommen, ob ihr quasi auch,
- 31:01präventiv, also ob man sich auch einfach mit diesem Thema bei euch beschäftigen
- 31:05kann oder sich an euch wenden, wenn es vielleicht noch gar nicht soweit ist,
- 31:09weil ich meine, am Ende, das kann man,
- 31:11there's no sugarcoaching it, also gehen tun wir alle.
- 31:15Und wie schön, wenn wir auf diesem Weg begleitet werden, egal wie lange der dann dauert.
- 31:20Jetzt hast du gerade gesagt, du bist seit ja dann ungefähr einem Jahr und ein
- 31:25paar Monaten hier und sonst beim Gesundheitsamt, richtig?
- 31:29Das habe ich richtig verstanden. Die Stelle ist beim Gesundheitsamt angegliedert
- 31:33und das macht die Stelle hier in NRW gerade so besonders, weil das die erste
- 31:36Kommune ist in NRW, die Stadt Düsseldorf, die die Stelle auch kommunal verankert hat.
- 31:40Bedeutet, ich bin beim Gesundheitsamt angestellt für die Funktion,
- 31:45das Hospiz- und Palliativnetzwerk zu koordinieren. Ich verstehe,
- 31:48also ist das hier deine Hauptarbeitsstätte? Ja.
- 31:51Wie lange bist du schon dabei? Genau, ich bin Koordinatorin in diesem Hospizdienst
- 31:55hier und mache das hauptamtlich jetzt über sechs Jahre, war aber vorher fast
- 32:01zehn Jahre im Ehrenamtsteam in den Sterbebegleiter.
- 32:03Genau, das hast du eben, als wir ohne Mikros noch mal kurz uns,
- 32:07ein bisschen kennengelernt und vorbereitet haben, hast du schon erzählt,
- 32:11das ist ja eine Sache, die ich kenne das tatsächlich auch aus dem Freundinnenbekanntenkreis,
- 32:15dass man sich ehrenamtlich engagiert in auch diesem Bereich.
- 32:19Das hätte ich jetzt auch immer damit verbunden. Natürlich ist es logisch,
- 32:21dass es auch Menschen gibt, die das hauptamtlich oder hauptberuflich machen.
- 32:26Wie war dein Weg dahin? Also war, wenn das jetzt nicht zu persönlich ist,
- 32:29das müssen wir jetzt immer abstecken, ob das irgendwie zu tief geht.
- 32:32Aber diese Entscheidung, sich ehrenamtlich zu beteiligen, ist ja die eine.
- 32:36Aber dann sich vielleicht was auszusuchen, wie ein Hospizverein,
- 32:40ist ja nochmal was anderes als das.
- 32:42Ja, das ist jetzt ein sehr kluger Satz von mir. Andere Ehrenämter.
- 32:47Also, genau, gibt es da einen Auslöser oder ist das einfach ein,
- 32:52was ein Zufall kann ja auch sein.
- 32:54Ja, tatsächlich. Also Ehrenamt kenne ich von der frühen Jugend an quasi.
- 32:59Ich habe mich immer engagiert in den Kirchengemeinden als Messdienerin und und und.
- 33:03Also habe ganz viele verschiedene Sachen da schon gemacht und,
- 33:07habe dann Theologie studiert und habe aber dann festgestellt,
- 33:11dass ich nicht für die Kirche arbeiten möchte, ganz klassisch,
- 33:15sondern gerne auch was anderes,
- 33:18kennenlernen möchte und hatte neben dem Studium eine Stelle im Rettungsdienst.
- 33:24Und habe da festgestellt, dass mir auch so im weitesten Sinne der medizinische
- 33:28Bereich irgendwie nahe ist und dass mich das interessiert. Und vor allem habe
- 33:32ich aber gemerkt, dass ich…,
- 33:35Menschen natürlich im Rettungsdienst nicht lange begleiten kann.
- 33:38Also dann hat man natürlich einen Patienten nur sehr, sehr kurz und dann bringt
- 33:42man den in die Klinik und mich hat das Schicksal dahinter immer weiter interessiert.
- 33:47Also ich dachte immer irgendwie, ja und jetzt, wie geht es den Menschen denn
- 33:50jetzt? Also was passiert denn jetzt? Und da habe ich dann gedacht,
- 33:53es muss doch irgendwas geben, wo ich so ein bisschen an der Seite der Menschen bleiben kann.
- 33:57Und habe dann die Hospizbewegung kennengelernt und festgestellt,
- 34:00ach, das ist ja genau das. Also wir lernen Menschen kennen, die eine schwere
- 34:05Diagnose haben. Wir gehen in die Begleitung und dürfen einfach an deren Seite
- 34:09bleiben bis zum Schluss.
- 34:12Und somit habe ich das tatsächlich einfach sehr schätzen gelernt,
- 34:16dass dort die Zeit war, die Menschen weiter zu begleiten.
- 34:19Wie war das bei dir oder wie ist das bei dir? Also hast du einen ähnlichen Weg?
- 34:23Bist du auch schon neben deinem Job ehrenamtlich tätig gewesen oder ist das
- 34:28ein Feld, in das du jetzt ein bisschen reingekommen bist?
- 34:31Bei mir war das tatsächlich ein sehr persönlicher Weg, wie ich zur Hospizimplativarbeit gekommen bin.
- 34:35Ich habe das Sozialarbeitsstudium angefangen nach meinem Abitur und hatte eine
- 34:40ganz andere Vorstellung von den Dingen, die ich eigentlich machen wollte.
- 34:43Dann ist es aber so gekommen, dass die Mutter meines damaligen Partners sehr schwer erkrankt ist.
- 34:49Mit auch einer lebensverkürzenden Diagnose. Das war damals ein Bronchial-CA, Lungenkrebs.
- 34:54Und sie hatte sich damals dafür entschieden, keine Therapie mehr in Anspruch zu nehmen.
- 35:02Und das war für mich ein sehr einschneidendes Erlebnis, weil ich dadurch lernen
- 35:05durfte, der Mensch wird gehen, ja, aber es macht auch einen wahnsinnig großen
- 35:10Unterschied, wie der Mensch geht. wenn eine Person erkrankt ist, dann,
- 35:16Es ist meistens die ganze Familie mit erkrankt, das ganze Familiensystem.
- 35:19Und da durfte ich für mich entdecken, wie wertvoll das ist, dass die Frau.
- 35:26Die Mutter meines damaligen Partners in ein Hospiz gegangen ist und sich da
- 35:28hat begleiten lassen und eben auch die Angehörigen.
- 35:31Und somit habe ich meinen beruflichen Weg nochmal komplett überdacht und bin
- 35:35in eine andere Richtung eingeschlagen.
- 35:36Habe mich sehr viel mit Palliativmedizin beschäftigt, habe dann auch lange im
- 35:39Krankenhaus Sozialdienst gearbeitet.
- 35:41Sprich, ich habe die Patientinnen und Patienten, die dort ihre Diagnose erhalten
- 35:45haben oder dort mit der Diagnose begleitet worden sind.
- 35:49Auch mitbetreut und bin dadurch auch in Kontakt gekommen mit Hospizdiensten,
- 35:54mit Palliativteams, also das, was das ganze Netzwerk in Düsseldorf eigentlich
- 35:58auch darstellt, um die bestmöglichste Versorgung für den Patienten und die Patientin herzustellen.
- 36:03Und damit, dass die Stadt Düsseldorf sich entschieden hat, jetzt eine Koordinationsstelle
- 36:06einzurichten, um eben die Zusammenarbeit genau dieser Netzwerkpartner,
- 36:10die alle beteiligt sind an diesem Prozess, denn es ist nicht nur medizinisch,
- 36:14es ist auch spirituell, es ist sozial, es ist eine ganze Bankbreite,
- 36:17dass die Stadt Düsseldorf sich entschieden hat, diese Stelle freizumachen,
- 36:21habe ich gedacht, das möchte ich gerne tun und so bin ich dazu gekommen.
- 36:24Ich habe eine Frage und die Hörerinnen und Hörer wissen ja, dass ich,
- 36:28es gibt ja keine Frage, die man nicht stellen kann,
- 36:32Was ist der Unterschied zwischen Hospiz und Palliativstationen?
- 36:36Palliativstationen sind an Krankenhäusern angedockt quasi und sind.
- 36:43Dafür gedacht, dass da schwersterkrankte Menschen für eine Weile aufgenommen
- 36:46werden, eigentlich um die Situation nochmal zu stabilisieren.
- 36:51Oft gehen Menschen von dort nochmal nach Hause oder vielleicht in Pflegeheimen,
- 36:56eventuell aber auch ins Hospiz.
- 36:58Und manchmal bleiben sie aber auch auf der Palliativstation, um dort zu versterben.
- 37:03Hospize sind wirklich die allerletzten, ja, das ist die allerletzte Wohnung quasi.
- 37:09Dort ziehen Menschen ein, die dort dann versterben.
- 37:12Ja, vielleicht, jetzt hast du das schon gesagt, mit der allerletzten Wohnung.
- 37:16Also hier euer Büro, die Räume sind ja auch eigentlich wie eine große Wohnung.
- 37:21Also es hat ja was sehr Heimeliges.
- 37:23Genau, vielleicht können wir das jetzt mal auf verschiedenen Ebenen betrachten.
- 37:28Also wie ist das Netzwerk oder diese Koordinationsstelle aufgebaut?
- 37:34Also was sind tatsächlich die weltlichen Aufgaben? Wie ist der Alltag?
- 37:39Wie ist das alles organisiert?
- 37:41Und dann natürlich ein bisschen auf der Meta-Ebene. Wie kann ich mir ein,
- 37:45ja wahrscheinlich Alltag im Hospiz gibt es nicht, aber wie ist da die, ja was passiert da?
- 37:53Wie kommt ihr tatsächlich mit den Menschen in Berührung? Du hast ja auch schon
- 37:57die Angehörigen angesprochen. Das kann ich mir auch vorstellen,
- 38:00dass das ein sehr großer Teil ist, die auch mit zu begleiten.
- 38:03Die bleiben ja dann nämlich auch noch und so.
- 38:06Also genau, das fände ich sehr, sehr, sehr schön, wenn wir so ein bisschen die
- 38:10weltliche und dann die emotionale, psychosoziale Meta-Ebene quasi ein bisschen abtasten könnten.
- 38:18Ich würde da einmal für alle sprechen, weil das ja die Aufgabe ist,
- 38:21der Koordinationsstelle zu schauen, Okay, welche Netzwerkpartner machen was?
- 38:25Und das Ziel von allen Netzwerkpartnern ist, den Patienten oder die Patientin
- 38:30und die Angehörigen ganzheitlich zu betreuen. Und dafür gibt es verschiedene
- 38:33Netzwerkpartner, die das machen.
- 38:35Dafür gibt es die spirituelle Begleitung, die Trauerbegleitung,
- 38:38das ist im Hospizdienst verankert. Bitte Silina, du korrigierst mich,
- 38:41wenn ich was Weites erzähle.
- 38:43Dann gibt es die medizinischen Möglichkeiten, das sind beispielsweise ambulante
- 38:47Palliativ-Teams, die nach Hause kommen und auch zu Hause begleiten,
- 38:50vollumfänglich medizinisch.
- 38:52Oder eben die stationäre Möglichkeit der Palliativstation, die immer wieder
- 38:55auch aufnimmt in verschiedenen Phasen der Erkrankung zu Beginn,
- 38:59Mitte, Ende und das Hospiz, was dann diese wohnliche Möglichkeit schafft für
- 39:05den Lebensabend, so würde ich es nennen.
- 39:08Es sieht so aus, dass ich eben Ansprechpartnerin bin für all diese Netzwerkpartnerinnen,
- 39:14dass die Vernetzung gut gelingen kann.
- 39:17Sprich, dass ich die Logiken übersetze von dem Hospizdienst zu Palliativstation,
- 39:23weil da eben auch verschiedene Professionen beschäftigt sind und wir alle gut
- 39:26miteinander arbeiten müssen.
- 39:28Ich sage aber schon dazu, dass Düsseldorf das schon sehr gut drauf hat.
- 39:30Also bin ich sehr stolz auf das Netzwerk, weil die da schon super gut vernetzt sind.
- 39:35Und dass mein Schwerpunkt somit auch mit in die Öffentlichkeitsarbeit gerückt
- 39:39ist. Also wirklich darüber aufzuklären, die Türen, wie ich zu Anfang auch sagte,
- 39:42einmal zu öffnen für das Thema.
- 39:44Und bekannt zu machen, welche Angebote es gibt, damit eben die Menschen in Düsseldorf
- 39:49auch darauf zugreifen können.
- 39:50Bedeutet, ich check meine Mails,
- 39:51ich gucke, was da ist, ich nehme Projekte entgegen, die laufen auch.
- 39:54Und gucke, dass ich dann die entsprechenden Leute miteinander vernetze.
- 39:57Das ist super spannend, weil das nicht immer nur im Palliativbereich liegt,
- 40:01sondern auch Berührungspunkte hat
- 40:03mit dem Rettungsdienst oder mit den Betreuungsrichtern und dafür ist diese,
- 40:08Koordinationsstelle in der Kommune ganz wunderbar, weil ich dann im Namen der
- 40:10Stadt Kontakt aufnehmen kann und schauen kann, wie können wir alle zusammenkommen,
- 40:14dass Palliativpatienten oder das wie sich angebundene Patienten in Düsseldorf sind.
- 40:18Wirklich gut versorgt sind. Wie du das gerade, Verzeihung, wenn ich mal ganz
- 40:21kurz einhacke, aber weil du das,
- 40:23vorhin schon gesagt hast und auch jetzt gerade nochmal, ich habe auch das Gefühl,
- 40:27vielleicht ist das nur mein eigenes, weil ich natürlich, ob ich will oder nicht,
- 40:30mich auch immer mal wieder mit diesem Thema auseinandersetze und ich möchte
- 40:33das nochmal sagen, also ich bin wirklich, ich kann gut meine Scheuklappen anziehen und irgendwie.
- 40:38Ich habe dennoch das Gefühl, dass diese ganze Thematik auch,
- 40:43ja, was danach passiert, also die Bestattung, Bestattungsinstitute und so,
- 40:47dass das auch alles ein bisschen,
- 40:50nahbarer gemacht wird und heller, also so ein bisschen alles ein bisschen,
- 40:55ja vielleicht auch, jetzt ist es jünger, so ein total bescheuertes Wort dafür,
- 40:58aber so ein bisschen natürlich auch zeitgeistig,
- 41:01also dass jetzt alle auch Social-Media-Präsenzen haben und so ist ja
- 41:04nochmal, es geht ja wahrscheinlich gar nicht ohne, wenn man in irgendeiner Art
- 41:07und Weise ein Unternehmen oder eine.
- 41:11Für viele Leute erreichbar bleiben sollende, oder?
- 41:16Sache führt oder anbietet. Aber ich habe das Gefühl,
- 41:20dass der Dialog darüber oder die Sachen auch jetzt, dass wir im Podcast darüber
- 41:25sprechen, dass das sowieso gerade der Vibe ist, dass es ein bisschen offener
- 41:31wird oder versucht wird, da diese Schwere ein bisschen zu nehmen.
- 41:35Ja, das kann schon Frieden reinbringen, wenn man sich damit auch auseinandersetzt.
- 41:39Jetzt muss ich aber sagen, dass ich auch finde, dass alle Netzwerkpartner da
- 41:41sehr sensibel arbeiten, denn es ist kein schönes Thema. Niemand beschäftigt
- 41:45sich gerne mit der Endlichkeit, sei es mit meiner eigenen oder mit der Angehörigen.
- 41:50Aber da ist uns auch bewusst oder den Mitarbeitenden, dass da abgeholt wird,
- 41:54wo die Patientinnen und Patienten gerade stehen.
- 41:56Und dass aber die Erfahrung eben ganz oft eben diese ist.
- 42:00Viele sagen, jetzt muss ich auf die Palliativstation, jetzt muss ich jetzt auf
- 42:03den Spitz. Das bedeutet, ich muss ja sterben.
- 42:05Aber eigentlich ist der Weg, ja, du oder er oder sie wird sterben. Die Frage ist, wie?
- 42:11Und da setzt die Palliativmedizin an die hospizliche Arbeit.
- 42:15Und da holen wir dann diejenigen da ab, wo sie stehen oder eben die Mitarbeitenden.
- 42:19Ich bin ja eher auf einer anderen Ebene nochmal positioniert.
- 42:23Und wenn da jemand auch bei manchen Sachen sagt, boah, da ist heute nicht der
- 42:26Tag, drüber zu sprechen, dann ist das okay.
- 42:28Aber die Erfahrung, die ich berichtet bekomme, ist, dass oft,
- 42:31wenn sich dafür geöffnet wird, ein bisschen Frieden einkehrt.
- 42:33Weil man auch weiß, es ist alles geregelt. Alle wissen Bescheid.
- 42:36Ich habe mit meinen Angehörigen darüber gesprochen, die dadurch auch entlastet werden können.
- 42:39Es ist eine hohe Entlastung zu wissen, was will sie oder er eigentlich,
- 42:42sich daran entlangzuhangeln.
- 42:44Und da vielleicht auch schriftlich mal was festzuhalten, da kann jeder seinen
- 42:46Weg finden und wir helfen eigentlich dabei oder die Mitarbeitenden,
- 42:49diesen Weg, der ganz individuell aussehen darf, zu finden und dann eben auch zu gestalten. Ja.
- 43:14Jetzt hast du schon so schön gesagt die Mitarbeitenden und das ist vielleicht
- 43:18eine schöne Brücke, die du ja dann hier in diesem Verein organisierst.
- 43:23Wie viele seid ihr eigentlich? Also wie groß kann ich mir das vorstellen?
- 43:27Ja, also wir sind ein Verein, der drei hauptamtliche Kräfte hat,
- 43:32wobei wir im Moment zu zweit sind,
- 43:35und knapp 50 Ehrenamtliche, die die Sterbebegleitung machen und einen ehrenamtlichen
- 43:41Vorstand, der das Ganze leitet.
- 43:45Verstehe. Und die koordinierst du von hier? Also dein Büroalltag ist,
- 43:49dass du die EhrenamtlerInnen, ja, wie ist das? Also ich stelle mir vor,
- 43:53dass natürlich eine Person auch wahrscheinlich eine Person begleitet und dann
- 43:56nicht so im Schichtdienst irgendwie das, ne? Also ganz genau.
- 44:00Tatsächlich, also von hier aus, wir machen von hier aus sowohl die ersten Besuche
- 44:05bei Patienten und Familien, gehen da raus, erheben den Bedarf,
- 44:09schauen, was ist vor Ort schon organisiert, worüber muss man noch sprechen,
- 44:13was brauchen diese Menschen noch,
- 44:15was können wir an organisatorischen Dingen vielleicht einstilen,
- 44:19können wir mit den Menschen darüber sprechen.
- 44:23Wie und wo soll diese Lebenszeit jetzt gestaltet werden.
- 44:26Denn wir gehen ja nach Hause zu den Menschen oder aber auch ins Pflegeheim.
- 44:30Wir sind auch auf den Palliativstationen. Aber insbesondere,
- 44:33wenn der Mensch zu Hause bleiben möchte, gibt es natürlich eine ganze Handvoll
- 44:36an Dingen, die erstmal organisiert werden dürfen.
- 44:39Das fängt ja schon da an, kommt schon ein Pflegedienst, kommt ein Hausarzt oder
- 44:43braucht es ein Palliativteam, ein medizinisches Palliativteam,
- 44:47um die Versorgung zu gewährleisten.
- 44:50Sind Angehörige da oder nicht? Also das alles gehört ja dazu,
- 44:53das zu Hause zu gestalten. Und dann besprechen wir ganz dezidiert, was,
- 44:58Ist möglich? Was gibt es in Düsseldorf? Was gibt unser Netzwerk so her?
- 45:03Wen können wir mit hineinbeziehen? Oder ist es alles schon gut aufgestellt?
- 45:08Und dann ist so unser Geschenk dann die ehrenamtliche Begleitung.
- 45:12Das sind nämlich dann Menschen, die mindestens einmal die Woche zu den Menschen,
- 45:17zu den Betroffenen nach Hause gehen, sich dort entweder ans Bett setzen,
- 45:22aber auch ganz andere Dinge machen.
- 45:23Also je nachdem, was noch gut möglich ist. Also das kann auch nochmal ein Restaurantbesuch
- 45:29sein oder der Besuch der Opa oder ich weiß, wir hatten eine Frau begleitet,
- 45:34die wollte nochmal in einen Zoo. Also auch so Dinge machen unsere Ehrenamtlichen einfach.
- 45:39Insbesondere da, wo es für die Menschen vielleicht anders nicht möglich ist.
- 45:42Ja, weil vielleicht das Umfeld das nicht gewährleisten kann oder einfach, ja.
- 45:46Genau, ja, also da ist einfach ganz, ganz viel drin irgendwie und von dem Organisatorischen,
- 45:52der dann so bei uns Koordinatorinnen liegt, liegt diese Begleitung und das Erfüllen
- 45:56von vielleicht letzten Wünschen bei unseren Ehrenamtlichen.
- 45:59Hast du selber auch noch Zeit, dich da einzubringen? Also hast du auch Menschen,
- 46:04die du noch mitbetreust oder ist das einfach, wenn man sozusagen die Stelle
- 46:09wechselt, nicht mehr möglich, einfach zeitlich?
- 46:12Zeitlich wird es schwieriger, wobei wir immer auch mal einige Patienten haben,
- 46:17die näher an die Koordination gebunden sind, weil vielleicht einfach das ein
- 46:21bisschen komplexer ist vom Betreuungsumfang her.
- 46:25Aber wir versuchen das schon auf mehrere Schultern dann zu bringen,
- 46:29weil es dann einfach auch der Benefit für den Menschen ist, den wir begleiten.
- 46:32Dass es einfach ein bisschen Abwechslung gibt.
- 46:36Das ist natürlich auch eine Frage, die ich mir stelle. Jetzt kann es ja sein,
- 46:39dass man, genau, es meldet sich jemanden.
- 46:42Und dann hast du, du kennst ja wahrscheinlich alle Mitarbeitenden auch wirklich
- 46:45sehr, sehr, sehr gut, was du ja auch musst, weil ein bisschen muss man ja auch matchen.
- 46:48Also und kommt das mal vor, dass man irgendwie merkt, da sind völlig verschiedene
- 46:54Energien auch oder irgendwie ganz andere Vorstellungen und da muss man das nochmal korrigieren?
- 47:00Überraschenderweise ganz selten tatsächlich, weil das ist wirklich auch schon
- 47:04ganz faszinierend. Wir haben oft ein ganz tolles Feeling dafür,
- 47:08wer miteinander gut passen könnte und in Verbindung treten könnte.
- 47:12Jetzt haben wir natürlich auch super tolle Ehrenamtliche, die sich sehr,
- 47:15sehr gut auf verschiedenste Menschen einstellen können.
- 47:17Das ist ja das eine, dass das tolle Menschen sind, die aber auch gut ausgebildet
- 47:22werden für die Sterbebegleitung und da dann das im Grunde deswegen schon gut
- 47:27passt und oft ist es menschlich, aber auch einfach passend.
- 47:31Klar muss immer der richtige Mensch dann ja auch frei sein, weil tatsächlich
- 47:35bei uns in der Regel ein Ehrenamtlicher einen Menschen betreut,
- 47:39der sterbend ist. Ja, verstehe.
- 47:41Genau, aber oft oder fast immer geht es gut auf.
- 47:46Im Hospiz, wie viele Plätze gibt es? Also wie viele Menschen könnt ihr im Hospiz
- 47:50betreuen? Also das stelle ich mir auch vor, das ist ja irgendwann vielleicht
- 47:53einfach voll. Also wir hier arbeiten ja nur ambulant.
- 47:56Ah, okay, verstehe. Wie alle ambulanten Hospizdienste. Und es gibt aber drei
- 48:01stationäre Hospize in Düsseldorf, die auch im Netzwerk natürlich mit drin sind.
- 48:08Und die haben...
- 48:09Überschlagen würde ich sagen, jeweils um die zehn Plätze. Der eine mehr,
- 48:13der andere vielleicht ein bisschen weniger.
- 48:16Und die Häuser können so viel aufnehmen, wie sie Plätze haben.
- 48:21Das heißt, da gibt es immer auch mal Wartelisten.
- 48:24Das sind dann Menschen, die vielleicht dann nochmal über die ambulanten Hospizdienste
- 48:28eine Weile betreut werden zu Hause, um dann umzuziehen.
- 48:31Weil das, also ich frage das auch deswegen eben wegen dieser,
- 48:34ja, vielleicht manchmal limitierten Möglichkeiten rein auch ganz rational oder faktisch.
- 48:41Und dann bekommt das ja auch schon wieder so ein, also klar,
- 48:43das ist ein sehr emotionales Thema, aber manchmal ist einfach ausgebucht oder
- 48:48ist einfach voll und dann kommt man auf eine Warteliste.
- 48:51Das ist ja, hat ja irgendwie auch, also da kommt dann halt diese Ebene mit rein,
- 48:56die ihr ja vielleicht dann auch manchmal auffangen müsst, nicht wahr?
- 48:58Genau, also dann gibt es Möglichkeiten im Netzwerk, das zumindest zu überbrücken,
- 49:04oder aber auch über einen Aufenthalt auf einer Palliativstation,
- 49:07wenn zu Hause die Betreuung wirklich zu schwierig wird, ist das auch eine Option, die denkbar ist,
- 49:15und beziehungsweise inzwischen wird auch über die Stadtgrenzen hinaus ein bisschen geguckt.
- 49:21Wenn es einen hohen Bedarf gibt und eine hohe Dringlichkeit,
- 49:24dann haben auch die Nachbarstädte jeweils gute Häuser, die auch Menschen aus Düsseldorf aufnehmen.
- 49:31Habt ihr das Gefühl, dass sich in den letzten Jahren dann vielleicht tatsächlich
- 49:38was geändert hat? Also wenden sich mehr Menschen an euch?
- 49:43Gibt es immer so Phasen? Also das fände ich sehr, sehr, sehr spannend,
- 49:46einfach auch, weil ich mir vorstellen kann, dass es ja, also man muss ja nicht
- 49:50ins Hospiz gehen und man muss ja nicht palliativ sich versorgen lassen.
- 49:54Also ist da so ein bisschen auch durch vielleicht auch diese ganze Öffentlichkeitsarbeit
- 49:58oder das so ein bisschen die Türen zu öffnen, hat sich da auch die andere Seite
- 50:03verändert? Also werdet ihr mehr beansprucht? Haben sich die Leute verändert? Was ist so?
- 50:08Ja, es gibt wahrscheinlich keinen Durchschnitts.
- 50:13Sagt man auch Patientin, Patient eigentlich? Wir sagen das hier so.
- 50:17Genau, also es ist ja wahrscheinlich sehr, sehr, sehr breit gefächert.
- 50:20Aber merkt ihr da eine Entwicklung oder eine Veränderung?
- 50:25Also die Hospiz- und Palliativarbeit, also insbesondere die Hospizarbeit lebt
- 50:29schon von dem, dass sie bekannt ist oder nicht. Also die Menschen müssen von
- 50:33uns wissen, um sich an uns zu wenden.
- 50:37In den medizinischen,
- 50:40Rängen quasi ergibt oft eins das andere. Und dann wird der nächste Arzt verordnet
- 50:44und dann kommt ein Palliativmediziner hinzu. Also das läuft anders ab als der
- 50:48Kontakt zur Hospizbewegung.
- 50:50Die lebt wirklich davon, dass die Menschen von uns wissen, dass sie sich melden.
- 50:54Es kann sich tatsächlich sogar jeder melden, also Erkrankte selber, Angehörige.
- 51:01Es darf aber auch der Hausarzt den Tipp geben, meldet euch doch beim Hospizdienst
- 51:04oder der Pflegedienst kann das sagen, weil wir keine Verordnung haben oder keine Hürden.
- 51:09Also sobald ein Mensch palliativ erkrankt ist, kann er sich an uns wenden und
- 51:13wir kommen und erheben einfach mal den Bedarf, was gerade gewünscht und gefordert ist.
- 51:21Und insofern, doch, das wird mehr, insbesondere durch die,
- 51:25Auch die Präsenz von den palliativmedizinischen Teams oder den Palliativstationen
- 51:30auf Social Media zum Beispiel oder im Internet, weil alles inzwischen so ein
- 51:34bisschen mehr miteinander gedacht wird. Ja, ich verstehe.
- 51:37Und auch die Palliativteams, die draußen die medizinische Versorgung machen,
- 51:42auch an die Hospizdienste denken zum Beispiel. Wenn Sie sehen,
- 51:45da braucht eine Familie noch ein bisschen mehr als nur Pflege und Medizin.
- 51:50Und ja, dadurch wird das wirklich, also wir haben mehr und mehr einen hohen
- 51:56Zuspruch tatsächlich und dürfen helfen.
- 51:58Wie ist das kostentechnisch? Also ist das vielleicht auch eine Hürde,
- 52:01die bei manchen Leuten abhält, die vielleicht gar nicht wissen,
- 52:05wie das geregelt ist? Also wie ist das geregelt?
- 52:08Also die Menschen müssen gar nichts bezahlen, keinen einzigen Cent tatsächlich.
- 52:12Genau, also wir Hospizdienste werden über die Krankenkassen gefördert,
- 52:16das ist jetzt keine abrechnungstechnische Geschichte, sondern eine Förderung,
- 52:20und die Vereine sind alle gemeinnützig, also wenn irgendwelche Kosten nicht
- 52:26im Rahmen der Förderung gedeckt sind,
- 52:27geht das über die Gemeinnützigkeit, dass Patienten, Patientinnen,
- 52:31Familien wirklich überhaupt keine Kosten fürchten müssen für die Hospizarbeit.
- 52:36Wenn wir auf die Palliativteams, auf die medizinischen Sachen gucken,
- 52:39das sind natürlich ganz eigene Abrechnungsmodalitäten, in denen ich auch gar nicht drin bin.
- 52:43Aber die Hospizarbeit ist kostenfrei für jeden, der sie braucht.
- 52:46Was ja dann auch wieder mit dem ehrenamtlichen Engagement gut zusammenpasst.
- 52:52Und da ja auch vielleicht dann wieder KooperationspartnerInnen ins Spiel kommen.
- 52:57Weil natürlich, du hast ja sehr viel erzählt von dem Verbund.
- 53:01Aber ich kann mir vorstellen, dass es ja auch noch andere Institutionen oder Unternehmen.
- 53:09Menschen gibt, die das unterstützen. Also das würde mich auch interessieren,
- 53:12wenn du jetzt auch sagst, dass es ja manchmal auch darum geht,
- 53:14vielleicht nochmal in die Oper zu gehen oder in den Zoo oder so.
- 53:18Ja, zum einen fände ich interessant, ein bisschen zu hören, wer da noch so mitspielt
- 53:23und ob es vielleicht auch KooperationspartnerInnen gibt, mit denen man vordergründig
- 53:30gar nicht rechnen würde.
- 53:32Ja, gibt es, weil tatsächlich ja ein Patient oder eine Patientin ganz viel Bedarf haben kann.
- 53:38Und das finde ich auch so schön an meiner Stelle, dass ich da zugucken kann,
- 53:42dass der Patient oder die Patientin immer da abgeholt wird, wo er eben gerade
- 53:47steht, bedeutet, wenn jetzt die medizinische Komponente noch nicht so im Vordergrund
- 53:52steht und da sprechen wir von Schmerzkrisen,
- 53:54hoher Symptomlast, das kann sein, Angst, Schwäche, Übelkeit etc. Etc.
- 53:59Und da jetzt erstmal die spirituelle Begleitung, die soziale Begleitung gerade,
- 54:04vordergründig ist, dass ich weiß, boah, da gibt es echt super gute Hospizbewegungen
- 54:09für jeden Stadtteil, die Ehrenamtliche haben.
- 54:11Und da möchte ich nochmal ganz klar betonen, dass das Ehrenamtliche sind,
- 54:13die wirklich super geschult sind.
- 54:16Das kann nicht einfach jeder machen, sondern da werden die wirklich für geschult,
- 54:20dass die schon mal begleiten. Da bin ich schon immer ganz beruhigt,
- 54:22weil ich mir denke, die Hospizbewegungen, die wissen schon mal Bescheid,
- 54:24wenn dann der Patient kippt oder sonstiges, hat denn auch jemand im Blick und kann weiter anbinden.
- 54:31Und da gibt es dann ja diese Klassiker, die inzwischen schon ziemlich gut bekannt
- 54:35sind, wie Palliativstation und Hospiz, da haben wir drüber gesprochen,
- 54:37das kennt man, aber an der Versorgung sind noch deutlich mehr Menschen beteiligt.
- 54:42Also Hospizbewegung, Hospiz und Palliativstation hatten wir,
- 54:46da gibt es aber auch Apotheke.
- 54:48Eine Apotheke, die sich damit auseinandersetzt, wie können wir die Schmerzmedikation
- 54:51gut machen? Was brauchen die SAPV-Teams? Die SAPV steht für spezialisierte ambulante
- 54:56Palliativversorgung, das sind die medizinischen Teams.
- 54:58Wir haben eine Physiotherapie mit drin, weil eben auch Patienten im palliativen
- 55:01Bereich da einen besonderen Anspruch brauchen.
- 55:05Wir haben Pflegedienste mit drin und da ziehe ich meinen Hut vor,
- 55:09weil die Pflegedienste sowieso sehr ausgelastet sind, die aber dann eben auch
- 55:12sagen, wir widmen uns da nochmal besonders dem palliativen Bereich.
- 55:17Ich möchte niemanden vergessen, weil das alles ganz tolle Netzwerkpartner sind.
- 55:19Es sind insgesamt gerade 26 in Düsseldorf, also eine große Bandbreite.
- 55:23Die Kinder und Jugendlichen vergessen wir auch nicht. Da haben wir auch Netzwerkpartner,
- 55:27die sich explizit um die Situation von Kindern und Jugendlichen kümmern,
- 55:32was sicherlich sogar nochmal eine ganze neue Folge aufmachen.
- 55:36Also ja, da sind alle wirklich mit beteiligt. Und das ist das Schöne,
- 55:40dass die Bälle sich gegenseitig zugespielt werden können.
- 55:43Von, wir fangen erstmal in Anführungsstrichen klein an, was aber schon viel
- 55:46bewirken kann, zu, okay, und jetzt wird die ganze Parade losgefahren mit medizinischer
- 55:50Versorgung, Teams und so weiter.
- 55:52Und ja, dass wir da wirklich jedem Dissauberbürger echt ein gutes Angebot auch machen können.
- 55:57Ja, genau, weil da wollte ich ja ein bisschen drauf hinaus, also auch auf diese
- 56:01Stadt, die ja sowieso auch in anderen Hinsichten immer wieder beweist,
- 56:05dass es zwar eine Großstadt ist, aber mit allem durchaus festgehalten.
- 56:10Sehr engen Miteinander. Also das geht uns wahrscheinlich allen so,
- 56:14die sich hier in der Stadt irgendwie bewegen. Also am Ende berührt man sich
- 56:17immer noch mal irgendwo.
- 56:20Genau, also das fände ich auch spannend. Also genau, deswegen gibt es vielleicht
- 56:23Sachen, mit denen ich jetzt, also ich sage jetzt einfach mal was,
- 56:26gibt es FriseurInnen, mit denen ihr zusammenarbeitet, weil natürlich auch Leute,
- 56:30die irgendwie begleitet werden.
- 56:34Da drauf Wert legen oder dass ja auch was ist, was einfach im Alltag passiert.
- 56:37Oder gibt es Restaurants, Kultureinrichtungen, also wo ihr wisst,
- 56:41da könnt ihr auch so ein bisschen drauf zugreifen, wenn bestimmte Wünsche erfüllt werden sollen können.
- 56:48Super spannend. Wir haben noch keinen Friseur drin. Also noch kein Restaurant.
- 56:51Ich dachte gerade, ich habe die Pflegeheime vergessen. Die möchte ich auch noch
- 56:54mit tun. Die sind nämlich auch inzwischen, dass die sich da veröffnen.
- 56:57Ich glaube aber, dass das dann auch vielleicht so ein bisschen in der Wunschfreiheit
- 57:01des Patienten oder der Patientin weiterliegen darf.
- 57:03Und wenn die Hospizdienste mit drin sind, bin ich mir sicher.
- 57:06Und auch die Hospize und das ist das Schöne an dieser Arbeit,
- 57:08dass die Arbeit ja wirklich komplett davon entlastet, okay, wir müssen jetzt hier irgendwie noch,
- 57:13wir haben jetzt noch die und die Ziele und es muss jetzt noch dieses Medikament
- 57:17laufen und sonstiges, sondern es wird sich ja wirklich darauf konzentriert,
- 57:19okay, und was brauchst du jetzt?
- 57:21Was macht dich gerade glücklich? Was hält deine Lebensqualität?
- 57:24Und das ist das große Ziel, gerade oben. Und wenn es dann das Restaurant ist,
- 57:27was fünf Kilometer weit entfernt ist, kann ich mir sehr gut vorstellen,
- 57:30Selina, korrigiere mich, wenn es falsch ist, dass so ein Ehrenamtler und eine
- 57:33Ehrenamtliche sagt, ja, dann fahr mal da jetzt hin.
- 57:35Also ich wollte das jetzt auch gar nicht zu platt machen, sondern tatsächlich
- 57:39so diese kleinen Sachen.
- 57:42Weil es soll ja ein Weg sein, der sozusagen natürlich ein sehr, sehr
- 57:47besonderer ist, weil es der letzte ist, aber dennoch vielleicht ist es ja auch
- 57:50manchmal, wie du eben schon gesagt hast, an manchen Tagen oder du möchte man
- 57:54vielleicht über bestimmte Sachen auch gar nicht nachdenken, sondern einfach,
- 57:57weiß ich nicht, nochmal nachdenken.
- 57:59Jetzt fallen mir nur so Oberflächen noch mal die Nägel gemacht ringt.
- 58:02Also wenn es halt möglich ist. Darf auch sein tatsächlich. Und wir würden sicher
- 58:07unsere Patientinnen und Patienten dorthin begleiten.
- 58:11Und ganz viel ist natürlich, wenn man so im Stadtviertel bekannt ist,
- 58:16wird auch immer aus Erfahrung immer viel möglich gemacht.
- 58:19Wobei wir da jetzt aber nicht von Netzwerkpartnern sprechen,
- 58:21sondern von Dingen, die man eh irgendwie so aus Nachbarschaft, aus Gemeinde,
- 58:27auskennt und mag und dann würden wir da anfragen und schauen,
- 58:31was möglich ist, ob besondere Termine machbar sind oder, oder, oder.
- 58:36Das versuchen wir dann im Kleinen immer umzusetzen. Also in den Stadtteilen,
- 58:39in denen ihr dann quasi auch vernetzt seid mit den jeweiligen Vereinen.
- 58:42Und das geht auch wirklich allen Hospizdiensten so. Die sind eigentlich alle
- 58:46auch so aus Gemeinden, im Grunde doch aus den Kirchengemeinden und der nachbarschaftlichen
- 58:51Hilfe entstanden. Und die Power ist schon auch noch, weil es Düsseldorf ist,
- 58:55die ist einfach auch oft noch da.
- 58:58Das ist tatsächlich so. Jetzt hast du gerade schon ganz kurz angerissen, die,
- 59:03Dass Kinder und Jugendliche natürlich auch von dieser Begleitung.
- 59:09Ja, ich möchte sagen betroffen und profitieren, betroffen sein und profitieren können.
- 59:16Das ist aber tatsächlich getrennt voneinander oder berührt sich das auch irgendwie?
- 59:20Also seid ihr hier auch für Menschen jüngeren Alters zuständig?
- 59:26Also wir sind für Erwachsene zuständig, tatsächlich. Aber im Netzwerk ist natürlich
- 59:31auch der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst mit drin und das Regenbogenland.
- 59:35Das heißt, auf Netzwerkebene sind wir wieder sehr eng beieinander und schauen,
- 59:39was sind so, alles was so an Interessen ist für dieses Thema,
- 59:43kann natürlich gemeinsam viel besser nach vorne gebracht werden.
- 59:45Das heißt, die Kollegen arbeiten da mit uns zusammen. Wir haben immer wieder Austausch.
- 59:49Und tatsächlich ist ein Thema, was im Moment auf dem Plan steht für die nächste
- 59:54Zeit, ich meine, die nannten es Transition, haben sie es genannt.
- 59:59Und zwar ist das die Überführung von jungen Erwachsenen, die bis dato im ambulanten
- 1:00:04Kinder- und Jugendhospizdienst angebunden waren.
- 1:00:07In die Arbeit der Erwachsenen-Hospizdienste tatsächlich, weil auch durch natürlich
- 1:00:12gute Medizin inzwischen das Lebensalter einfach natürlich deutlich steigt, zum Glück ja.
- 1:00:18Und die dürfen aber, also nicht darauf festnageln, aber ich meine bis 27 oder
- 1:00:2228 begleiten und dann wäre es eigentlich Aufgabe zu schauen,
- 1:00:26wer kann denn jetzt diese Aufgabe bei den Menschen, bei den Betroffenen und
- 1:00:31den Familien übernehmen.
- 1:00:32Und das ist ein Thema, das uns im Moment auch beschäftigt. Dadurch,
- 1:00:35dass das Lebensalter erreicht wird. Ja, ich verstehe.
- 1:00:39Jetzt geht es ja zum einen um die Menschen, die ihr begleitet,
- 1:00:43aber es geht ja auch um euch. Also ihr erlebt das ja auch alles mit und zwar,
- 1:00:47mehr als einmal, weil ihr ja immer wieder Menschen begleitet.
- 1:00:51Ich bin mir sehr sicher und deswegen, das ist vielleicht jetzt auch ein redundanter
- 1:00:56Kommentar, ihr tauscht euch natürlich auch aus. Also es gibt ja Supervision.
- 1:01:00Also ihr müsst das ja auch irgendwo lassen.
- 1:01:03Merkt ihr da, dass dieses Netzwerk tatsächlich auch auf dieser Ebene funktioniert
- 1:01:07oder trennt ihr das ganz bewusst voneinander?
- 1:01:10Einmal die Arbeitsebene und dann, dass ihr das woanders lasst,
- 1:01:14weil es sich sonst zu doll vermischt?
- 1:01:16Jetzt gar nicht so. Also dass mal Fälle, die einen doch besonders auch beschäftigen,
- 1:01:22auch miteinander besprochen werden, das passiert durchaus dann anonymisiert natürlich.
- 1:01:29Aber manchmal haben ja auch andere nochmal andere Ideen, wie man gut helfen kann.
- 1:01:35Und Supervision zum Beispiel läuft bei uns auch auf Ebene von Hospizkoordinatoren,
- 1:01:41dann aber auch außerhalb der Stadt zum Beispiel.
- 1:01:43Das sind regelmäßige Treffen, die wir da haben.
- 1:01:48Und insgesamt hilft es aber schon, sich immer wieder mit diesem schwierigen
- 1:01:51Thema zu befassen, wenn man weiß, man ist nicht allein.
- 1:01:53Also das ist wirklich total wertvoll zu wissen. Ich habe da viele tolle Kollegen,
- 1:01:58die mit an diesem guten Thema arbeiten, der guten Versorgung von Menschen,
- 1:02:04In dieser Stadt und zusammen kriegen wir das meistens doch auch wirklich gut,
- 1:02:10gut hin, den Leuten zu begegnen.
- 1:02:12Ja, weil das ist ja ähnlich, wie du eben schon gesagt hast, dass das ganze Kinder-
- 1:02:16und Jugendhospiz-Thema eine eigene Folge füllen könnte.
- 1:02:20Natürlich auch die Frage oder das Gespräch darüber, was das mit den HelferInnen,
- 1:02:25mit den Beteiligten auf der anderen Seite macht.
- 1:02:28Wie gesagt, weil ich auch mir vorstelle, zum einen wisst ihr ja alle Bescheid
- 1:02:36und manchmal kann man sich dann vielleicht nonverbal auch einfach kurz zu.
- 1:02:41Und auf der anderen Seite wird man ja selber auch immer wieder konfrontiert.
- 1:02:46Und ich stelle mir das vor, dass das zu Zeiten schwieriger sein kann als zu anderen.
- 1:02:52Und deswegen finde ich das auch aus dieser Warte sehr bewundernswert,
- 1:02:58die Zeit und am Ende auch das eigene Leben dem zu widmen, andere Menschen an
- 1:03:03ihrem Lebensende irgendwie zu begleiten.
- 1:03:05Und ich stelle mir auch vor, dass das schwierig ist manchmal in so einem,
- 1:03:09also wann ist denn Feierabend?
- 1:03:11Also das ist ja auch nochmal vielleicht anders als in anderen Jobs und am Ende ist es ja euer Job.
- 1:03:18Da irgendwie zu sagen, okay, 17.30, jetzt, aber auf der anderen Seite ist es
- 1:03:23halt auch der Alltag und das alltägliche Leben.
- 1:03:27Ja, tatsächlich, es ist definitiv ein Beruf oder ein Job, der hinausreicht über,
- 1:03:33Büroöffnungszeiten und,
- 1:03:35auch viele Dinge, die man abends nochmal durchdenkt oder wo man sich nochmal
- 1:03:38ein To-Do aufschreibt, weil man vielleicht noch da anrufen kann oder dann ist
- 1:03:42da noch ein guter Einfall zu gewesen und das,
- 1:03:48ja, dadurch, ich habe aber immer nach so einem Beruf gesucht,
- 1:03:51der für mich nicht ein Job ist. Also wo ich nicht morgens um 8 Uhr hingehe und
- 1:03:53denke, gut, und jetzt kann ich dann um 15, 16 Uhr den Griffel fallen lassen
- 1:03:56und dann ist wieder gut, sondern ich...
- 1:04:00Ich darf das hier so erleben. Also ich bin halt entweder zu Hause oder hier.
- 1:04:05Und versuche das Ganze einfach gut zu begleiten.
- 1:04:08Und das trägt sich so durch, dass ich auch gerne einfach in meinem Beruf bin.
- 1:04:15Und das einfach von Herzen gerne mache. Und mir das in keiner Sekunde tatsächlich als Job erscheint.
- 1:04:23Und das macht es auch gut,
- 1:04:27dass man es einfach auch gut verarbeiten kann. Ja, ich verstehe. zu meinem Leben dazu.
- 1:04:33Jetzt ein bisschen zum Schluss kommend habe ich noch zwei Fragen.
- 1:04:36Eine ist tatsächlich sehr weltlich und die andere ist sehr auf der anderen Ebene.
- 1:04:42Wenn man das jetzt hier hört und denkt, das klingt nach mir und zwar in der
- 1:04:49sich beteiligenden Rolle, sucht ihr immer Menschen?
- 1:04:53Also kann man sich melden natürlich, also wie du ja auch schon und du
- 1:04:57betont hast, also man kann nicht einfach sagen und morgen steige ich ein,
- 1:04:59es ist eine Ausbildung, aber wenn jetzt Hörende das Gefühl haben,
- 1:05:04das spricht sie sehr an, ist das ein Bereich, wo auch Leute gesucht werden,
- 1:05:07weil sich der einfach immer weiter vergrößert, ob der vielleicht immer mehr.
- 1:05:12Geschaffenen Sichtbarkeit und so.
- 1:05:14Oder seid ihr voll? Oh, wir suchen immer Menschen, die mitarbeiten wollen,
- 1:05:19tatsächlich in unterschiedlichsten Bereichen. Am meisten brauchen wir natürlich
- 1:05:23wirklich Ehrenamtliche für die Sterbebegleitungen.
- 1:05:25Es gibt aber auch Aufgaben in Hospizdiensten
- 1:05:28für zum Beispiel Öffentlichkeitsarbeit oder Infogeschichten.
- 1:05:32Aber Kerngeschäft ist die Begleitung am Lebensende. Und wir suchen,
- 1:05:36wie alle anderen Hospizvereine in Düsseldorf, wirklich immer Unterstützung und
- 1:05:41Menschen, die wir ausbilden dürfen.
- 1:05:43Und die dann in den Dienst gehen. Ja, also das heißt, man kann sich bei euch,
- 1:05:46bei dir melden, wenn man das jetzt hört und denkt, da resoniert was.
- 1:05:51Genau, ich werde auch die Kontaktdaten in unsere Show Notes packen.
- 1:05:55Da kann man dann vielleicht direkt mal reingucken. Genau, und man kann tatsächlich
- 1:05:59einfach auch schauen, welcher Hospizverein ist bei mir in der Nähe.
- 1:06:02Weil das hat auch den schönen Vorteil, dass man ja auch die Begleitung in seiner
- 1:06:05Nähe hat und nicht durch die ganze Stadt noch fährt, um die Besuche zu machen.
- 1:06:10Und ich rede dafür, uns alle, alle Hospizdienste, alle ambulanten Hospiz,
- 1:06:15auch die Stationären, die sehr, sehr gerne auch neue Ehrenamtliche beschäftigen.
- 1:06:20Ja, genau. Und zum Abschluss dieses wirklich sehr schönen und sehr offenen und
- 1:06:26für mich sehr, ja, auch intensiven Gesprächs, stelle ich eine Frage,
- 1:06:31die sich, ja, vielleicht einfach...
- 1:06:35Aufdrängt, nachdem wir das jetzt alles gehört haben, hat sich für euch persönlich,
- 1:06:39also als ihr beide, unabhängig vom Job, von allen Sachen.
- 1:06:46Die Sicht auf das Lebensende oder die Beziehung dazu, die Offenheit,
- 1:06:52sich damit zu beschäftigen, verändert in den Jahren, in denen ihr diese Sachen macht?
- 1:06:57Und ja, schon dadurch, dass einfach so viel Wissen noch angehäuft wird und viel
- 1:07:03Erfahrung angesammelt worden ist, wie die Dinge laufen können und was dann eben auch so entlasten kann.
- 1:07:09Habe ich für mich auch Wege gefunden, wie ich das persönlich gestalten möchte,
- 1:07:12wie ich auch für mich, obwohl ich mich als Jung einordne, da auch weiß,
- 1:07:19es ist alles gut geregelt.
- 1:07:21Ich glaube aber trotzdem, trotz dessen, dass ich beruflich so viel weiß,
- 1:07:26dass ich privat noch der Mensch bin, der da manchmal auch trotzdem ganz viel
- 1:07:31Hilfe braucht und dass ich selber auch mich an ein Netzwerk dann wenden würde.
- 1:07:36In dem Moment, auch wenn ich so viel weiß und es koordiniere,
- 1:07:39wenn ich selber betroffen bin, gibt mir das.
- 1:07:42Und vielleicht ist das aber auch eine Veränderung, Sicherheit zu wissen und
- 1:07:45da gibt es Menschen und die sind gerade weniger überfordert als ich und an die kann ich mich wenden.
- 1:07:51Und ja, deswegen, ich würde nicht sagen, dass mich mein Beruf davor schützt,
- 1:07:55dass ich alles weiß und durch alles super sicher durchgehe. Ich glaube, nein.
- 1:08:00Aber er lässt mich ein bisschen beruhigter durchs Leben gehen,
- 1:08:04weil ich weiß, dass ich aufgefangen werde und meine Angehörigen auch, wenn es soweit ist.
- 1:08:09Geht mir ähnlich, einfach zu wissen, es gibt da einen starken Ansprechpartner,
- 1:08:14die man hineinholen kann, wenn ein Schicksalsschlag einen betrifft.
- 1:08:21Was mich das Ganze auch nochmal, also für mich fokussiert sich vieles auch einfach
- 1:08:27auf dieses Ansprechpartner.
- 1:08:29Ja, den Moment zu leben und hier und jetzt zu leben und aber auch,
- 1:08:34dass auch Betroffene mit einer schweren Diagnose, dass es da auch noch um Leben
- 1:08:40geht und nicht nur um Sterben, sondern tatsächlich, dass bis zu dem Moment des
- 1:08:46Todes hinweg ja gelebt werden darf.
- 1:08:48Und das hoffentlich mit einer guten Lebensqualität und dass das möglich ist,
- 1:08:54das beruhigt mich unheimlich und gleichzeitig bleibt auch für mich das Thema.
- 1:09:03Immer noch mit einem Schrecken verbunden, auch wenn man viel Berührung damit
- 1:09:06hat. Man geht schon anders damit um als viele, viele andere Menschen,
- 1:09:09glaube ich, sehr viel offener.
- 1:09:12Aber zum Beispiel, dass ich einfach noch zwei kleine Kinder habe,
- 1:09:16lässt mich auch sagen, ja, ich weiß darum und ich weiß auch,
- 1:09:19wie Sterben dann gut gelingen kann, aber um Gottes Willen nicht jetzt.
- 1:09:23Also das habe ich schon auch, dass da immer auch noch Sachen sind,
- 1:09:28wo man sagt, das ist hoffentlich trotzdem ein Thema für mich in der Zukunft.
- 1:09:33Und gleichzeitig schwenke ich trotz allem auch schon dahin zu sagen,
- 1:09:38und ein Urlaub wird dieses Jahr dann doch gemacht und dann wird ein Lieblingsziel
- 1:09:42auch nochmal angefahren.
- 1:09:45Immer mit dem Wissen, dass wir alle nicht wissen, wie lange wir so gesund und
- 1:09:51so fit und bleiben dürfen.
- 1:09:54So ist es nämlich tatsächlich, weil das Thema macht einfach auch vor keinem Lebensabschnitt Halt.
- 1:10:00Das erfahren wir hier jeden Tag und das lässt da doch sehr demütig werden und,
- 1:10:06auf das Leben schauen. Vielen Dank, dass ich herkommen durfte,
- 1:10:11dass ihr all das geteilt habt mit mir und mit uns.
- 1:10:15Und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Vielen Dank. Tschüss.
- 1:10:19Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie.
- 1:10:23Ein ganz kleines bisschen bietet uns das Wochenendwetter tatsächlich,
- 1:10:29sodass wir ein bisschen Abwechslung bekommen. Aber das große Oberthema,
- 1:10:33das bleibt bestehen, und zwar die Trockenheit.
- 1:10:36Grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter.
- 1:10:39Wir werden es an diesem Wochenende mal mit einem vorübergehenden Abkühlen zu tun, bekommen.
- 1:10:44Das wird gerade der Samstag sein, danach steigen die Temperaturen schon wieder
- 1:10:48an und vor allem der Montag nächste Woche wird dann nochmal deutlich wärmer werden,
- 1:10:53mit bis zu heißen 35, 36 Grad und dann.
- 1:10:59Könnte so langsam eine Umstellung der Großwetterlage stattfinden,
- 1:11:03sodass wir zumindest schon mal so ein bisschen mehr Schauer- und Gewitterrisiko bekommen werden.
- 1:11:09Inwiefern dann da tatsächlich was dran ist, an dieser Stelle möchte ich euch
- 1:11:14einmal auf meine wetterseite verweisen wetterstruxy.de dort findet ihr alle
- 1:11:19informationen immer top aktuell,
- 1:11:22wenn es neues zum wetter zu berichten gibt,
- 1:11:25wir starten mit dem wochenendwetter und gucken uns in allererster linie erstmal
- 1:11:29den freitag an dieser hat noch ein paar unsicherheiten mit dabei wir werden
- 1:11:33über den tag verteilt viele wolken bekommen es gibt so vereinzelte modelle die
- 1:11:37noch einen freundlichen start in den tag berechnen,
- 1:11:41da müssen wir noch ein bisschen abwarten.
- 1:11:43Zum Nachmittag hin oder gerade so zum frühen Nachmittag hin kann es dann schon
- 1:11:48mal nochmal den ein oder anderen Schauer geben und das Schauerrisiko würde ich
- 1:11:54jetzt mal als überschaubar bezeichnen.
- 1:11:56Kann sein, dass da was kommt, ich rechne ehrlich gesagt, damit es nicht der Fall sein wird.
- 1:12:01Die Temperaturen, die steigen von 20 auf maximal 29 Grad.
- 1:12:06Sollte die Sonne zum späten Nachmittag einmal rauskommen, sind auch schnell,
- 1:12:11schon nochmal bis zu 32 Grad möglich.
- 1:12:14Der Samstag, der wird uns viel Sonne bringen, das wird gerade ab den Vormittags-
- 1:12:19bzw. Mittagsstunden der Fall sein.
- 1:12:22Der Morgen könnte noch den Rest der Feuchtigkeit aus dem Tag zuvor noch mit dabei haben.
- 1:12:27Wenn die Sonne dann durchkommt, dann steigen die Temperaturen zügig an von 17 auf maximal 25 Grad.
- 1:12:34Je nach Sonnenscheindauer sind auch schon mal noch mal bis zu 27 Grad möglich.
- 1:12:39Am Sonntag ein ähnliches Bild, wir werden erstmal mit mehr Wolken starten zum Nachmittag hin
- 1:12:47oder dann speziell schon mal so zum frühen Nachmittag hin wird die Wolkendecke
- 1:12:51dann aufreißen und die Temperaturen steigen wieder deutlich an,
- 1:12:55das Ganze dann bei 17 bis maximal 30 Grad.
- 1:12:59Über die neue Woche habe ich schon kurz gesprochen, der Montag sonnig und heiß bei bis zu 33 Grad,
- 1:13:05je nach Modell, das amerikanische Modell ist dann da wieder ein bisschen offensiver und geht bis zu 35 Grad,
- 1:13:11und zum Abend hin steigt dann wieder das Schauer- und Gewitterrisiko an
- 1:13:15und das Ganze wird sich dann wohl in der neuen Woche auch erstmal fortsetzen,
- 1:13:19dass wir eher einen freundlichen Start in den Tag haben, zum Nachmittag ziehen
- 1:13:23dann Schauer und Gewitter auf und die Temperaturen werden dann nach und nach zurückgehen.
- 1:13:27Wir werden uns dann erstmal in ein Niveau einpendeln, was so im groben Schnitt
- 1:13:33zwischen 15 und 25 Grad liegen wird und im weiteren Verlauf dann zum nächsten Wochenende hin,
- 1:13:41da müssen wir mal gucken, da sind die Wege noch sehr weit geöffnet und da lässt
- 1:13:46sich jetzt im Moment noch keine wirkliche Trendprognose erstellen,
- 1:13:50die dann wirklich seriös wäre.
- 1:13:53Dementsprechend belassen wir es dabei und gucken dann nächste Woche einfach,
- 1:13:58wie das Wetter dann in der nächsten Woche oder zum nächsten Wochenende wird.
- 1:14:01Bis dahin, euch nur das Allerbeste und wir hören uns dann nächste Woche wieder
- 1:14:05zum Wochenendwetter. Bis dann, ciao, ciao.
- 1:14:08Mehr Düsseldorf Wetter gibt es im Wetterstruksi-Blog. Jens-Strucks.blog Das
- 1:14:12war der Rheinpegel für diese Woche.
- 1:14:14Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt,
- 1:14:17dann abonniert doch diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt und
- 1:14:21wenn ihr schon dabei seid, dann bewertet ihn doch auch gleich und teilt diesen Podcast.
- 1:14:26Erzählt jemandem davon, der oder die Düsseldorf liebt oder noch viel besser,
- 1:14:29der oder die das gefälligst bald lernen soll.
- 1:14:32Mein Name ist Tosja Kormann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
- 1:14:37Den Rheinpegel gibt es jeden Donnerstag neu. Folgt dem Podcast jetzt in eurer
- 1:14:41Podcast-App, um keine Episode mehr zu verpassen.