Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Zwei Anzeigen gegen HSV-Star
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 29. Januar. Jean-Luc Dompet und der zweite Verstoß. Das Ende des Modegeschäfts Wormland. Das Parlament muss Insolvenz anmelden. Die Einkommensschere in Hamburg. Auf dem Platz steht Jean-Luc Dompet für Extravaganz. Mit seinem rechten Fuß verfügt der Offensivspieler des HSV über besondere Fähigkeiten, für die die Zuschauer ins Stadion kommen. Dompet gilt als Künstler, als Spaßmacher innerhalb der Mannschaft, der mit seinem Verhalten abseits des Platzes allerdings auch immer wieder Grenzen überschreitet. Am vergangenen Sonntag, zwei Tage nach der Nullnummer im Stadtderby beim FC St. Pauli, wurde der Franzose mit zu viel Alkohol am Steuer erwischt. Dompey geriet um 7.20 Uhr morgens in eine Polizeikontrolle in der Kaiser-Wilhelm-Straße. Auf dem Weg nach Hause soll er eine rote Ampel überfahren haben, wodurch ein Streifenwagen auf ihn aufmerksam wurde. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,46 Promille. Anschließend wurde der HSV-Spieler auf eine Polizeiwache gebracht, wo ihm ein Arzt Blut abnahm, um das Ergebnis zu bestätigen. Doch damit nicht genug. Als Dompe die Polizeiwache PK-14 verließ, die nur 900 Meter von seiner Wohnung entfernt ist, nahm er sich nach Abendblatt-Informationen einen E-Scooter für die Fahrt nach Hause. Dabei soll er von mehreren Polizisten beobachtet worden sein, weshalb er gleich ein zweites Mal angezeigt wurde. Einer der großen Herrenausstatter in der Hamburger Innenstadt ist Geschichte. Das Modegeschäft Wormland ist gut 90 Jahre nach seiner Gründung am Ende. Die Filiale in Hamburg und fünf weitere bundesweit sind ab sofort geschlossen. Für immer. Allen rund 250 Beschäftigten in Deutschland und den Vermietern der acht Geschäfte müsse leider gekündigt werden, ließ der Insolvenzverwalter. Es ist der Tiefpunkt eines seit Jahren andauernden Niedergangs des Unternehmens. Auslöser dafür ist nach Angaben der Geschäftsführung eine besonders große Kaufzurückhaltung der Kunden, insbesondere bei Herrenmode. Schon seit 130 Jahren wird in den Kellergewölben im Hamburger Rathaus getafelt und getrunken, diskutiert und gefeiert. Unter prachtvollen Deckenfresken werden Ideen entwickelt, manchmal auch Streitigkeiten gelöst. Bürgerschaftsabgeordnete und Wirtschaftschefs, Hamburger und Touristen, das Parlament, wie der frühere Ratsweinkeller jetzt heißt, ist ein bekannter Treffpunkt in der Innenstadt. Aber das, was bis vor kurzem noch ein sicheres Geschäftsmodell war, läuft in den aktuellen Krisenzeiten nicht mehr. Die Hamburger Gastroinstitution im Rathaus ist in akuter Finanznot. Auf Antrag von Betreiber Konstantin Urmersbach hat das Amtsgericht Hamburg Anfang dieser Woche ein Insolvenzeröffnungsverfahren wegen drohender Zahlungsunfähigkeit für die Konstantin Urmersbach Gastronomie GmbH und Co. KG angeordnet. Für den Gastronomen ein schwerer Schritt. Schon sein Vater Holger Urmersbach, eine bekannte Größe in der Hamburger Szene, hatte das Traditionslokal 16 Jahre lang bis 2006 geführt. Seit 2013 ist Urmersbach Junior der Chef im Parlament. Alle wissen, wie es in der Gastronomie aussieht. Steigende Kosten bei gleichzeitigem Umsatzrückgang, dazu weniger Veranstaltungen, sagt der 44-Jährige auf Abendblatt-Anfrage. Dass die Unterschiede beim Gehalt in Deutschland enorm sind, ist kein Geheimnis. Das Statistikamt Nord hat nun ermittelt, wie groß sie in Hamburg tatsächlich sind und dass die Schere in der Hansestadt erheblich weiter auseinanderklafft als im Umland. Demnach erhielten Besserverdienende in Hamburg im April 2025, für diesen Monat wurden die Daten erhoben, den 3,3-fachen Bruttostundenverdienst der Geringverdienenden. Besserverdienende definieren die Statistiker als die oberen 10% der Lohnskala. In Hamburg seien das im April 2025 alle Beschäftigten mit einem Bruttostundenverdienst ohne Sonderzahlungen von mindestens 45,37 Euro gewesen. Als Geringverdienende werden dagegen die unteren 10% der Lohnskala bezeichnet. Dies seien alle Beschäftigten mit einem Verdienst von maximal 13,90 Euro pro Stunde gewesen. Im April 2024 wurden der Anbau und Besitz von Cannabis für Erwachsene in Deutschland teilweise legalisiert. Fast zwei Jahre sind seit der umstrittenen Freigabe vergangen. Doch wie hat sich das Konsumverhalten durch die Teillegalisierung verändert? Eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, UKE, liefert eine ziemlich klare Antwort auf diese Frage. Laut der Studie stieg in Deutschland der Cannabiskonsum unter den 18-64-Jährigen zwar von 12,1 auf 14,4 Prozent an, der Vergleich mit einem Nachbarland zeigt jedoch, dass kein kausaler Zusammenhang zur Gesetzesänderung hergestellt werden kann. Grundlage für die Studie waren Daten aus Bevölkerungsbefragungen, die in Deutschland und Österreich vor der Teillegalisierung zwischen November und Dezember 2023 und danach, zwischen November 2024 und Januar 2025 durchgeführt wurden. Überraschendes Ergebnis. Das Nutzerverhalten hat sich durch die teilweise Freigabe so gut wie gar nicht verändert. Zum Podcast-Tipp des Tages. Jonathan Roberts wollte schon immer ein Unternehmen gründen, das die Welt zu einem besseren Ort macht. Jetzt glaubt er, dass er es mit Micro Harvest gefunden hat. Einer Firma, die dabei helfen will, den Proteinbedarf von Menschen zu decken, selbst den des lieben Kollegen Matthias Iken, ohne dass dafür Tiere gezüchtet und geschlachtet werden müssen. In unserer Reihe Entscheider treffen Haider erzählt der Hamburger, wie das gehen kann, warum das wichtig ist und wieso sich auch Hunde schon jetzt vegetarisch ernähren können. Zu hören ist das komplette Gespräch unter www.abendblatt.de. Entscheider. 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