Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 097 Zeus und der Donnerstag – Die dunkle Seite des Göttervaters | Vera Zingsem & Petra Baum
Transcript
- Petra Baum: Hallo zusammen. Heute gibt es den Donnerstag und zwar den römisch-griechischen Donnerstag. Das heißt, wir widmen uns heute Jupiter und vor allem Zeus. Und ich bin schon sehr gespannt, was da alles passiert. Mein Name ist Petra Baum von Spirit, Mind, Energy und ich begrüße wie immer ganz herzlich dich, liebe Vera Zingsen, an meiner Seite und nehme an, du hast uns ganz viel dazu zu erzählen, oder? Vera Zingsem: Vielen Dank, liebe Petra. Ich hoffe, dass es ganz interessant wieder wird. Eigentlich sind Mythen ja immer interessant, auch wenn sie uns vielleicht noch gar nicht mehr so bekannt sind. Und heute kommt eben Zeus, das Pendant Soutour. Also wer auch immer zu wem das Pendant ist, das können wir dann sehen. Zeus heißt auf jeden Fall kommt das von Darius Deus. Das ist also der Gott. In dem Sinn kann man sagen, Deus, so wie Divina bei Artemis die Göttin war, ist Deus erstmal der Gott und er ist gleichzeitig, genau wie Thor auch, der Donnerer. Also Thor heißt ja noch mit dem hiesigen Namen Donar und insofern ist Donar und Zeus, das sind die Donner. Gottheiten, das die stehen für Blitz und Donner und damit Fruchtbarkeit. Denn ohne dass die Erde durch das Gewitter aufgeschlossen würde, Gelb ist keine Fruchtbarkeit. insofern, machen wir uns Blitz und Donner sind ein, vor allem im Frühling sind das die, die Erdöffner. Das sind die Öffner der Erde, damit sie wieder neu zum Wachstum kommt. Und insofern beide übrigens Thor, wir haben ja die Dona-Eiche zum Beispiel, das ist ja auch, die wurde ja dann gefällt immer wieder von den Christen. Dona, die Eiche ist der Heilige Baum für Zeus, Jupiter und dann eben auch Dona und Zeus hatte einen Eichenorakel im heutigen Epirus, das Orakel zu Dodona. Und da konnte man ihn befragen über das Schicksal. Das war ein ganz berühmtes Eichenorakel, das war am Fuß eines Berges und da hat es auch ganz viel Blitz und Gewitter und Donner gegeben und dadurch auch sehr viel Fruchtbarkeit. Aber das Interessante ist, er selber kann nicht antworten. Also wenn das Orakel befragt wird, das können nur die Prophetinnen. Also er selber ist nicht in der Lage da zu sprechen, sondern die Prophetinnen übersetzen, was im Laubgeräusch da vorkommt. Und das Gleiche haben wir auch beim Gott Apoll. Auch er hat ja das Orakel zu Delphi sich vereinnahmt und so. Also er hat sich da ja auch hinbegeben und kann auch nicht wahr sagen. Also das können nur die Priesterinnen, die Prophetinnen am Orakel, zu Delphi, die können was sagen, er selbst kann es nicht. Und das flog auf als Hermes eigentlich im Gegenzug für seine vielen schönen Erfindungen, für die Lyra zum Beispiel auch, wollte er von Apollo die Wasagekunst lernen und da musste Apollo passen. konnte er sagen, ich kann dir alles geben, aber wasagen kann ich nicht. Also das heißt... Die Kraft der Wahrsagung, die kraft des Seher, die seherische Potenz, die liegt bei den Frauen. Also da können die auch die Götter selber kommen da nicht gegen an. Also das ist die weibliche Kraft und insofern auch das Eichenorakel, obwohl es eben dem Zeus zugedacht war. Kann man glaube ich heute sogar noch besuchen. Das gab es in dem Sinn nicht. Also Zeus. ist in dem ja kann man sagen ist der Göttervater, ist einfach der Herr des Olympus, der steht da oben drüber. Interessanterweise ist das bei den Griechen, die machen den Zeus den Donnerrrock, den Donnerstag zum, den Gott des Donnerstags zum Göttervater, bei den Germanen, die machen den Weisheitsgott zum Göttervater. Also Odin hat zwar auch den Kampfaspekt, aber im Namen her, das haben wir ja schon gehört, Vom Namen her ist er mit ganz viel mit Weisheit und Geist voll und Geistigkeit verbunden. Und die Germanen machen den zum Göttervater. Das finde ich auch interessant, dass beide einen anderen Wochentag und auch andere Energien für diesen Herrschaftskomplex nehmen. Also Zeus ist da eben, wie gesagt, ist der Donnerer und beide interessanterweise wie auch Zeus wachsen nicht zu Hause auf. Thor hatten wir gehört, der hat seine beiden Zieheltern, die Pflegeeltern, er ist zwar mit der Erde gut verbunden, keine Frage, auch mit seinem Vater Odin kommt er auch, aber er hat noch mal Pflegeeltern, Adoptiveltern. Beim Zeus, der hat leider sowas nicht gefunden, dem hat sein Vater nach dem Leben betrachtet. Also eine ganz üble Geschichte. Der Gott, also Kronos und Reha, sind die Eltern von Zeus und dann eben Hera, Hestia, Demeter, Hades und Poseidon. Also das sind sechs Geschwister. Und Kronos hatte ein Orakel, das eines seiner Kinder ihn entmachten würde oder größer wurde als er. Das ist bei den Griechen das absolute Todesurteil für die Söhne. Sobald so etwas auftaucht in einem Orakel, werden die Väter panisch und versuchen alle Kinder, wenn es geht, oder auf jeden Fall die Söhne umzubringen. Das ist eigentlich ein feststehender Topos, der ist mir da auch richtig unangenehm aufgefallen, es für die Söhne einfach immer Gefahr bedeutet. Und hier ist es auch so, Chronos erhält dieses Orakel und dann hat er, also jedes Kind, kommt, das ist Hera, das ist Hestia, die Göttinnen, also Hera, Hestia Demeter. Dann haben wir Hades und Poseidon. Das sind eben die Kinder von Reha und Kronos. Reha als Göttermutter ist nicht in der Lage, die Kinder zu schützen. Also Kronos bringt eins nach dem anderen indem er es einfach verschluckt. Also die sind dann alle in seinem Bauch. Und Reha schafft es dann wenigstens Zeus als den Jüngsten noch in Sicherheit zu bringen, indem sie einfach dem Kronos einen in Windeln gewickelten Stein präsentiert und der Chronos merkt das nicht, schluckt den runter und die Sache ist erstmal erledigt und so ist Zeus wenigstens in der Lage zu überleben und er wird dann in die diktische Höhle nach Kreta gebracht. Da zum Teil auch von der Ziege Amalthea genährt und aufgezogen, das heißt er ist regelrecht verwaist, er kann gar nicht dahin, er wird da auch nicht aufwachsen, er wo er herkommt. Hat sich dann aber vorgenommen, als er Erwachsen wird, er wird seinen Vater umbringen. heißt, diese Orakel werden immer eintreffen. wenn der Sohn größer wird als der Vater, ist er eigentlich gar kein Problem. Aber es ist oft die Vorstellung, dass der Vater den Sohn, auch bei Oedipus haben wir dasselbe Fall, dass die Väter die Söhne umbringen oder wegschicken, eliminieren wollen. Und damit werden sie aber genau das Unheil erst auf sich heraufbeschwören. Dann kommt ja der Rachegedanke. Dann hätte er ihn ganz normal gehegt und gepflegt, vielleicht gar nichts groß passiert. Aber so sagt er sich, den werde ich umbringen. Und das macht er auch mit Hilfe von seiner Mutter Rea. Die gibt ihm den Rat, er soll sich bei dem Konos als Mundschenk mal verdingen. Und dann gibt es ihm Salz und verschiedene Ingredientchen, Senf, das vermengt sie noch mit Honig. Und diesen Trunk soll er dem Vater geben. Und darauf muss sich der Vater erbrechen. Und das ist sowieso dann sein Ende. Und heraus kommen alle fünf Kinder, also alle Geschwister des Zeus, kommen ganz erwachsen und groß. Wie der Wolf und die sieben Geißlein. Wahrscheinlich ist das noch so eine Reminiszenz da dran. Die kommen alle fröhlich da heraus. Und der Vater ist dann hinüber. Also das ist sozusagen die Petra Baum: und Vera Zingsem: Tat des Zeus, er dann im Grunde das Self-Fulfilling Prophecy Daraufhin ist natürlich klar, alle seine Geschwister wählen ihn dann zum Obersten, denn die sind ja heilfroh, dass sie jetzt endlich aus dieser misslichen Lage befreit sind. Und daraufhin wird er dann auch zu ihrem Anführer und ist eigentlich in dem Sinn ja. ganz in Ordnung, man sagen. Seine Mutter hat ihn schon davor gewarnt, heiraten, weil sie hat gesehen, dass der lüstern ist und dass der wollüstig da zugange ist. Und dann hat sie gesagt, das würde es besser nicht heiraten. Sie hat das Übel kommen sehen und zum Dank dafür vergewaltigt er sie als Erste. Sie hat sogar so viel Angst vor ihm, dass sie sich in eine Schlange verwandelt und er verwandelt sich dann auch in eine und vergewaltigt sie da. Das heißt also, in dem Sinn ist er der klassische Vergewaltiger. Das habe ich ja schon öfter erzählt. An dem kommt keine Frau vorbei, die er begehrt. Andererseits will ihn ja auch die meisten, die meisten wollen ihn ja nicht. Also ist es auch klar, das sind auch politische Geschichten, da im Hintergrund wirken. Der ganze Mittelmeerraum hatte die Dorische, die Aeolische, archaische Wanderung. Da ist sehr viel Gewalt auch auf Kreta passiert. Und insofern kann man sagen, spiegelt das auch die politischen Verhältnisse wieder. Aber er ist eben tatsächlich, er kam an keiner vorbei. Und Hera, selbst die Hera, die dann seine gemahlen wird, die vergewaltigt er auch noch und indem er sich als Kuckuck, als verletzter Kuckuck an ihr Herz schmiegt, an ihre Brust schmiegt und sich dann in dem Augenblick vergewaltigt, wo sie ihn annimmt und das ist natürlich keine so günstige Geschichte, kann man sagen. Und er übernimmt dann auch noch ihr Zepter, denn das Zepter der Hera war der Kuckuck und das übernimmt er dann für sich. Hera, die wir schon mal betont, ist eigentlich diejenige, am meisten zu leiden hat unter dieser Geschichte. Sie ist aber eigentlich auch Himmelskönigin, Himmelsgöttin, hat den Pfau als Tier. Der Pfau ist natürlich der wunderschöne Vogel für eine Himmelskönigin. Sie steht sich auch gut mit Aphrodite, hat sich auch mal, Zeus zu bezirzen, dann ihren Liebesgürtel ausgeliehen und dann wurde Zeus plötzlich ganz in Liebe zu ihr entbrannt. Also solche Dinge gibt es dann eben auch. Die Göttinnen untereinander, sind sich immer ganz friedlich und freundlich gesonnen. Und Zeus kann zum Beispiel Aphrodite nicht erwischen. Und daran zeigt sich natürlich, wo Aphrodite steht. Die kann er zwar in Liebe entbrannt machen zu Antisys, das schafft er zu einem menschlichen aber er selbst führt dann auch seine Eskapaden immer wieder auf Eros und Aphrodite zurück. sagt, die verführt ihn immer dazu. Also natürlich wieder diese Entlastungsfunktion, die er sich sucht. Also er ist dann in dem Sinn, versucht er sich eben, aber er kann sich an sie und an Kübele, die zwei großen Isis sowieso, das schafft er nicht. Da kommt er nicht ran, dann sieht man auch gewisse Hierarchien. die die Götter haben, einmal weil sie sehen wie er auch Hera immer behandelt und auch sie selbst fühlen sich nicht so wirklich wahrgenommen von ihm, dann haben sie ihn mal mit wirklich gefesselt und mit ledernen Riemen hundertfach verknutet, weil sie den so, haben den Blitzkeil, den Donnerkeil versteckt, nur ihn mal vielleicht doch ja ein bisschen zu maßregeln, weil ihnen auch die überhebliche Art von ihm, haben sie nicht mehr haben wollen. Und dann hat aber eine, die Göttin Thetis, den hundertarmigen Briaroy, zu Hilfe geholt. er hat alle hundert Knoten oder die vielen hundert Knoten wieder gelöst. Und so war er dann wieder frei. Hat sich am Hera gerecht, indem er sie am Himmelsgewölbe aufgehängt hat mit den Händen und dann noch zwei, je einen Ambus an ihren ihren Füßen gehängt, sodass die ja fast auseinandergerissen wurde. Und dann waren war sie so geschrien, dass alle Götter Erbarmen gebeten haben und dann hat Zeus doch wieder gehabt, was er wollte. Sie haben dann zähneknirschend gesagt, sie werden keine Rebellion mehr gegen ihn aber das war eigentlich er, weil sie eben nicht noch wollten, dass er noch mal auf Hera so losgeht. das ist in dem Sinn. Ich würde sagen, Zeus ist tatsächlich mehr... Er ist nicht... für das Gemeinwesen da. Er also tatsächlich eher sich, seine Bedürfnisse. Also solche Geschichten wie Mithor kennen wir bei ihm eigentlich nicht. Aber als Jupiter, wo er dann zu Jupiter wird, da wird das anders. Also in der Römerzeit gewinnt er ganz andere Züge dazu. Das Wort Jovial kommt ja daher auch. Jovis. Dann kriegt er diesen jovialen Charakter. Weisheitlich, Führerschaft, Großzügigkeit, Heiterkeit, Offenheit. Da bekommt er eigentlich Züge, die er in Griechenland gar nicht so hatte. Dann gibt es noch den Jupiter Opulencia. Das ist auch ganz toll. Da heißt er Fülle und Reichtum. So ist er auch in unsere Astrologie mehr eingekommen, habe ich den Eindruck. Denn da Petra Baum: Ja. Vera Zingsem: ist er eben der Strahlende und der auch Glück verheißt und Freude und Reichtum. Da hat er einen ganz anderen Charakter. angenommen und da hat er mit viel Heiterkeit und allem, also da kann man sagen, hat er sich nochmal, ist ja eine ganz andere Geschichte hineingeglitten. Es werden zwar immer noch diese Geschichten von ihm auch bei Ovid und so erzählt, aber das ist nicht mehr das Entscheidende und auch Juno kommt dann als Himmelskönigin und Göttermutter viel mehr in eine eher gleichberechtigte Geschichte und dann ist eben auch interessant, dass die Genie Juno wird dann die Genia der Frauen. Die ist also unsere Genialität. Und der Genius bei den Männern ist sie, die Genia bei den Frauen. Wir haben alle eine Genia in uns, die uns beseelt und inspiriert. Und die müssten wir nur erwecken und dafür ist der Monat Juno dann da. Also da ist der ganze Juni, der ist unserer Genia gewidmet. Also das kam in der Römerzeit auf. Also da kann man sagen, da hat sich die Geschichte gewandelt. Und da kam sie als gleichberechtigt an und wir eben, gesagt, als Frauen wurden dann auch gewürdigt. Und jeder Erste des Monats, ist der Juno und unserer Genialität gewidmet. Also da können wir uns auch noch was drauf zugute halten. Petra Baum: Hüüüü Vera Zingsem: Da haben sich die Verhältnisse drastisch geändert. Und dann gibt es noch den Jupiter Dolichenus, der hat sich da im Schwarzmeergebiet oder nicht, Gaziantep, Süd-Türkei, hat er sich angefangen zu entwickeln in der Stadt Turice. Und da kommt er als Jupiter auf dem Stier und Juno kommt als Hirschkuh. Und da begegnen sie sich sozusagen auch schon allein von den Tieren her auf Augenhöhe. Da kommen sie sich noch näher und Juno als Himmelskönigin und Göttermutter kommt da mit ihm eigentlich als Göttervater. in einer ganz neuen Weise zusammen. Und dann kommt noch dazu, dass er sich der kapitulinischen Trias einfügt. Das sind Jupiter, Juno und Minerva. Minerva ist der Athene, Juno, Hera. Und da sind die drei sozusagen als Einheit, werden sie auf einer Säule verehrt. Das ist auch spannend. Und da sind sie also auch nochmal sehr verehrt und diese Dolichenusform, die sich da in der Südtürkei entwickelt, die hat sich dann entlang von Rhein-Donau und Rhein bis nach Sanden entwickelt. Also hier wurde tatsächlich genau diese offenerzige, fröhliche Energie des Jupiter, die kam hier bei uns an. Die ist in ganzen Reihen, über Pforzheim bis nach Köln, nach Xanten, Rehmagen, Bonn, hat man den verehrt. Das heißt also bei uns, und deswegen denke ich auch, hat das in unsere Astrologie mit eingeflossen, weil wir ihn hier auf diese Art kennengelernt haben. Nicht mehr diese strenge, etwas verbießerte griechische Art, sondern eher die gelöste römische Art, wo wir dann auch sagen können, ja. Das ist unser Jupiter, der bringt uns die Fülle, die Heiterkeit und da kommt dann auch Juno mit ihm zusammen. Und diese kapitulinische Trias, Jupiter-Juno Minerva, da wurde er als Jugendlicher eingeführt. Also Juno Minerva gab es schon und er kam als Juventus dazu. Und dass er also auch nochmal von den beiden regelrecht mit integriert wurde und Was ich schon spannend finde, im Jerusalem, am Damascus-Tor, das heißt auf Arabisch Bab el-Amud. Und Jerusalem hat die römische Stadtstruktur, das alte Jerusalem und das Arabische bis heute. Und da heißt es eben das Säulentor. Und da wurden am Eingang Jupiter, Juno und Minerva als glückverheißende Gestalten für die ganze Stadt verehrt. Also das finde ich toll, das könnten wir heute auch jede Stadt mit Jupiter, Juno und Minerva begrüßen. Das fände ich auch eine schöne Vorstellung. Ja, diesem Sinne, glücklichen Donnerstag. Petra Baum: Glücklichen Donnerstag. es war super spannend, die verschiedenen Seiten im Griechisch, Römischen und Auswirkungen kennenzulernen. Liebe Werra, ich danke dir von ganzem Herzen und sag einfach mal, bis bald. Ein paar Wochen Tage haben wir noch. Mach's gut. Tschüss. Vera Zingsem: Dir auch nochmal herzlichen Dank. Bis zum nächsten Mal. Petra Baum: Ciao!