Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Spektakulären Investitionen auf der Insel Neuwerk
Transcript
- Music. Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 28. August. Angeklagter gesteht Beteiligung an Entführung und ruft zufrieden auf. Hamburg investiert 40 Millionen Euro in Insel Neuwerk für Tourismusförderung. Roboter unterstützen Löscharbeiten beim Großfeuer im Hafen von Hamburg. Stadtreinigung. Hamburg warnt vor Sperrmüllabzocke durch unseriöse Dienstleister. Vorfreude und Sicherheitsvorkehrungen. Stadtderby zwischen HSV und FC St. Pauli steht bevor. Music. Im Prozess um die Entführung der beiden jüngsten Kinder von Christina Block, 52, hat erstmals einer der Angeklagten seine Beteiligung an der Tat eingeräumt und den Vater und die Kinder um Verzeihung gebeten. Gleichzeitig richtete er der 36-Jährige mit Blick auf den jahrelangen Sorgerechtsstreit einen Appell an Blocks Ex-Mann Stefan Hänsel, der als Nebenkläger an diesem Prozestag nicht anwesend war. Er soll dem Krieg zwischen den Eltern ein Ende setzen, sagte der Israeli nach den Worten eines Dolmetschers und fügte hinzu, er soll Frieden stiften. Zuvor hatte der Angeklagte betont, es habe aber keine Entführung, sondern eine Rettung der Kinder sein sollen. Ihm sei erzählt worden, dass der Vater böse sei, das habe er zu diesem Zeitpunkt noch geglaubt. Wegen seiner Kampfsporterfahrungen habe er von dem Chef der israelischen Sicherheitsfirma, die laut Anklage die Kinder entführte, den Auftrag bekommen, den Ex-Mann der Hamburger Unternehmerin zu überwältigen. Ob die israelische Sicherheitsfirma einen Auftrag für die Entführung bekommen hatte, sagte er nicht. Meinen Anteil habe ich gemacht, erklärte der 36-Jährige. Weiter könne er dem Gericht nicht helfen, selbst wenn ich es möchte. Die Stadt Hamburg will auf ihrer Insel Neuwerk kräftig investieren, damit dort wieder mehr Touristinnen und Touristen gezählt werden. Rund 40 Millionen Euro werde die Stadt in die Hand nehmen, um den Leuchtturm zu sanieren, Höfe zu kaufen und Wohnungen zu sanieren und neu zu bauen, sagte Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel, SPD. Konkret wird die Stadt die zwei Höfe erwerben, die derzeit händeringend nach Nachfolgerinnen oder Nachfolgern suchen. Es sollen bis Anfang 2026 vier Wohnungen und ein Laden entstehen. Geplant sei, ein inselübergreifendes Beherbergungskonzept zu etablieren, um Synergieeffekte für Hotellerie und Gastronomie auf der Insel zu heben. Damit soll erreicht werden, dass Gastronomie und Hotellerie auf Neuwerk zukunftsfähig sind. Die Kosten teilen sich den Angaben zufolge Finanz- und Umweltbehörde. Der etwa 23 Meter hohe Turm ist den Angaben zufolge der älteste Profanbau Hamburgs und der älteste Leuchtturm an der Nordseeküste. Von 2026 an soll er denkmalgerecht saniert werden, allein dafür werden 22 der insgesamt 40 Millionen Euro investiert. Auch drei Tage nach dem Ausbruch des Großfeuers im Hafen ist die Feuerwehr weiterhin für Löscharbeiten im Einsatz und wird nun erstmals von Spezialrobotern unterstützt. Die Maschinen sollen die Einsatzkräfte entlasten und Gefahren verringern, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. In der dritten Nacht nach Ausbruch der Flammen auf der Veddel sei kurz vor Mitternacht eine Kolonne aus Vechta mit drei Feuerwehrrobotern und weiterer Spezialtechnik eingetroffen. Zwei Container, in denen noch Druckgasbehälter vermutet wurden, konnten demnach mit ihrer Hilfe geöffnet werden. Um zusätzliche Risiken zu vermeiden, zogen die Roboter verkeilte Container auseinander. Hintergrund ist die Gefahr, dass sich unter den Containern weiterhin hochexplosive Druckgasbehälter befinden. Derzeit hat die Feuerwehr eine Brandwache eingerichtet, die den Einsatzort dauerhaft überwacht. Nach Feuerwehrangaben ist ab den Morgenstunden vorgesehen, mit schwerem Gerät weitere Container freizulegen und gezielt abzulöschen. Das Großfeuer war am Montagnachmittag im Stadtteil Veddel ausgebrochen. Sechs Menschen wurden verletzt, eine Frau befand sich zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Achtung, Abzocke bei der Abholung von Sperrmüll. Die Stadtreinigung Hamburg SRH warnt eindringlich vor einer neuen Masche, mit der Hamburger und Hamburgerinnen übers Ohr gehauen werden. In den vergangenen Monaten seien immer wieder Beschwerden bei der Stadtreinigung eingegangen, in denen unangemessen teure Sperrmüllentsorgungen bemängelt wurden. Bei der Prüfung dieser Fälle habe sich jedoch schnell herausgestellt, dass die Kunden und Kundinnen irrtümlich private Dienstleister und nicht die SRH mit der Sperrmüllentsorgung beauftragt hatten. Überhöhte und absprachwidrige Abrechnungen durch die Sperrmülltrixer sind die Folge, warnt Anna-Maria Jeske, Sprecherin der Stadtreinigung Hamburg, nun. Unseriöse Dienstleister werben im Internet mit vermeintlich günstigem Sperrmüll-Service. Die Websites sind so geschickt gestaltet, dass leicht der Eindruck entsteht, es handele sich bei dem Anbieter tatsächlich um die SRH, erklärt Jeske die Masche. Sie kommen immer näher. Die Zahl der Wölfe steigt seit Jahren kontinuierlich an. Immer deutlicher wird auch, dass sich ihr Radius in Richtung Hamburg ausdehnt. Doch wo genau halten sich die Wölfe auf? Aktuelle Daten des Wolf-Monitorings geben Einblicke. Mit dem System werden die Wolfsbeobachtungen erfasst und für die Bevölkerung veranschaulicht. In Niedersachsen wird das Monitoring von der Landesjägerschaft und ehrenamtlichen Wolfsberatern betreut. Das Abendblatt hat nachgefragt, wo der Wolf am meisten zu Hause ist. Vom 1. April bis zum 30. Juni dieses Jahres wurden 2.223 Meldungen zu Wolfsvorkommen bei der Landesjägerschaft registriert. Als ein wichtiger Lebensraum gilt die Lüneburger Heide. Bernhard Wegner, Kreisobmann für Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft im Landkreis Harburg, sieht die Heideregion als geradezu prädestiniert für die Ausbreitung der Wölfe. Hamburg selbst sei kein Ziel, sondern eher ein Durchgangsgebiet, das die Wölfe auf der Suche nach einem neuen Lebensraum überwinden müssten. Es ist aber damit zu rechnen, dass zumindest Grünflächen und Wälder am Stadtrand früher oder später regelmäßig von Wölfen durchstreift werden, so die Experten. In Hamburg brodelt es. Das erste Stadtderby in der Fußball-Bundesliga seit mehr als 14 Jahren steht an. Mit Fanmärschen zum Volksparkstadion wollen sich die Anhänger des Hamburger SV und des FC St. Pauli vor dem Anpfiff am Freitag, 20.30 Uhr, an Ticker auf abendblatt.de, auf das brisante Duell einstimmen. Die Partie wird von der Polizei als Hochrisikospiel eingestuft. Wie die Fanszene des HSV mitteilte, treffen sich die Anhänger des Aufsteigers um 15 Uhr am Platz der Republik in Altona. Von da aus laufen sie die fünf Kilometer zusammen zum Stadion. Das Volksparkstadion ist mit 57.000 Plätzen ausverkauft, ungefähr 5.500 Gästeanhänger werden erwartet. Die St. Pauli-Fans rufen zur großen Fahrrad-Rollertour zum Derby auf. Um 16.15 Uhr treffen sie sich dafür am Millern-Tor-Stadion, um im Fahrradkonvoi zum Stadion zu fahren. Der HSV gibt sich zuversichtlich, dass das Derby trotz aller Rivalität und Intensität reibungslos ablaufen wird. Aus den Erfahrungen der vergangenen Derbys wissen wir, dass die Abläufe sehr gut funktioniert haben und die Spiele störungsfrei verlaufen sind, teilte der Verein mit. Bei St. Pauli hofft Paul Kreie vom Fanladen, dass alle wieder heile nach Hause kommen. Für Bedenken sorgt das Croh-Konzert, das am selben Tag auf der Trabrennbahn stattfindet. Music.