Latest / RENEWA Sanierungsnavigator / Ist dein Haus bereit für eine Wärmepumpe? So hilft der 55-Grad-Test
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- RENEWA GmbH: Du überlegst auf eine Wärmepumpe umzusteigen und fragst dich, ob dein Haus dafür geeignet ist. Gerade bei älteren Gebäuden ist die Unsicherheit da oft groß. Dabei können auch Bestandsgebäude mit normalen Heizkörpern gute Voraussetzungen mitbringen und eine erste Orientierung dafür liefert der sogenannte 55 Grad Test. Damit kannst du auch mit deiner bestehenden Heizung ausprobieren, ob dein Haus auch mit einer niedrigen Heizwassertemperatur ausreichend warm wird. Entscheidend ist dabei die Vorlauftemperatur. Das ist die Temperatur des Wassers, das von deiner Heizung zu den Heizkörpern fließt. Je niedriger diese Temperatur sein kann, desto effizienter arbeitet auch eine Wärmepumpe. Und wie viel Wärme deine Räume brauchen und wie groß deine Heizkörper sind, spielt deshalb eine wichtige Rolle. Aber wie funktioniert jetzt der Test? Am besten wartest du auf eine richtig kalte Phase im Winter, idealerweise mit mehreren Frosttagen. Dann begrenzt du die Vorlauftemperatur deiner bestehenden Heizung auf 50 bis 55 Grad. Wie das funktioniert, steht in der Bedienungsanleitung Dein Heizungsbetrieb kann dir sonst ebenfalls dabei helfen. Anschließend stellst du die Heizkörperthermostate auf die gewünschte Raumtemperatur. Stufe 3 entspricht meistens ungefähr 20 Grad. Eine eingeschaltete Nachtabsenkung solltest du für den Test vorübergehend ausschalten. Jetzt beobachtest du über ein bis drei Tage, ob alle Räume auch ausreichend warm bleiben. Gerade massive Gebäude speichern viel Wärme, ein paar Stunden reichen deshalb für eine verlässliche Einschätzung häufig noch nicht aus. Und es kommt natürlich auf die Außentemperatur an. Also bei Temperaturen 0 Grad empfiehlt Zukunft Altbau bereits in der Vorlauftemperatur von ungefähr 45 Grad. Und wenn es draußen milder ist, sollte auch die Temperatur im Heizkreis entsprechend niedriger sein. Bleiben deine Räume angenehm warm, ist das schon mal ein gutes Zeichen für den Einsatz einer Wärmepumpe. Werden einzelne Räume kühl, lohnt sich ein genauer Blick auf die Heizkörper. Manchmal genügt es auch einzelne kleine Modelle durch ein paar größere zu ersetzen. Und wenn das ganze Haus zu kühl bleibt, solltest du zusätzlich zu dem Wärmebedarf auch mögliche Dämmmaßnahmen prüfen. Eine Energieberatung hilft dann dabei, die passenden Schritte für dein Gebäude zu finden. Der Test liefert also einen hilfreichen ersten Hinweis und für die konkrete Planung muss anschließend berechnet werden, welche Heizleistung jeder Raum benötigt und ob die vorhandenen Heizkörper diese Leistung bei niedriger Vorlauftemperatur auch abgeben können. Auch die Warmwasserbereitung gehört zur Planung der neuen Anlage selbstverständlich dazu. Wenn du also über einen Heizungstausch nachdenkst, kannst du die nächste Frostperiode für diesen Test mal nutzen, So bekommst du ein besseres Gefühl dafür, welche Voraussetzungen dein Haus bereits mitbringt und welche Maßnahmen sich vor dem Umstieg sonst noch lohnen.