Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Gastroszene in der Alstadt - Restauration und Insolvenzen
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- Der Rhein spielt eine große Rolle in Düsseldorf. Das ist natürlich nichts Neues. Nicht zuletzt ist er ja auch Namensgeber dieses Podcasts. Überall begegnet man ihm. Spazieren im Rheinpark oder in Vollmerswerth oder, wie schon wirklich sehr oft hier erwähnt, über die Brücken. Fast mediterranes Feeling am Paradiesstrand. Biergartenflair in Kaiserswerth mit der Fähre rüber nach Meerbusch. Ihr wisst, was ich meine. Dass Schiffe unterwegs sind, ist auch kein Geheimnis. Ein ganz besonderes hat nun in Düsseldorf Anker geworfen. Die Helena, ein Segelboot, übrigens das einzige, das auf dem Rhein segeln darf, hat angelegt. Aus Rotterdam ist die Mannschaft losgeschippt und nun liegt das 150 Jahre alte Schiff in Düsseldorf am Burgplatz. Noch bis Sonntag, den 8. September, kann es dort besichtigt werden. Das 40-jährige Jubiläum des Schifffahrtmuseums ist der Anlass für den Besuch. Auch interessierte Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, Besucherinnen und Besucher können an Bord gehen und dort Einzelheiten erfahren von den Mitarbeitenden des Schifffahrtmuseums und können sich zum Beispiel den 21 Meter hohen Mast mal ganz aus der Nähe ansehen. Um ein Schiff geht es auch im Gespräch mit meinem lieben Kollegen Maximilian Nowroth, allerdings in ein bisschen anderer Hinsicht. Das Brauhaus zum Schiffchen ist für Umbauarbeiten für eine ganze Weile geschlossen. Was das bedeutet, was alles neu werden soll und was sich in der Altstadt-Gastro-Szene sonst noch so tut, darüber erfahren wir mehr. Eine neue Veranstaltungsreihe gibt es ab Oktober im Amts- und Landgericht hier in Düsseldorf. Es geht um Themen rund ums Recht. In der ersten Ausgabe dieser Reihe, Recht gefragt, wird darüber gesprochen, wie man richtig vererbt, was in einem Testament stehen muss und welche Dinge es zu beachten gibt. Verena Kehnsbock kennt alle Einzelheiten. Veranstaltungen finden auch in der Johanneskirche statt und das wahrlich nicht zu knapp. Seit 26 Jahren zum Beispiel kuratiert der Düsseldorfer Saxophonist Wolf Doldinger mit seinen Best Friends die Reihe Sounds of Jazz. Immer besonders natürlich, aber eine ganz spezielle Ausgabe gab es jetzt zu erleben. Mit Gast Helge Schneider am Tenorsaxophon wurden zwei Fundraiser-Konzerte gegeben, bei denen gesammelt wurde für die Sanierung der Kirche. Mit Wolf Doldinger und Andrea Gold vom Evangelischen Kirchenkreis habe ich mich darüber unterhalten können. Und damit herzlich willkommen beim Rheinpegel. Ihr hört Folge 332 und der Rhein steht bei 1,61 Meter. Music. Herzlich willkommen beim Rheinpegel, dem Podcast. Bei dem wir jede Woche, aber wirklich jede Woche, darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer umtreibt, was es zu erleben gibt, was geht. Mein Name ist Tosse Krollmann und für eine kleine, wunderbare, nun herbstlich goldene Weile darf ich diese wunderbare Aufgabe übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Lob loswerden möchtet, Kritik, wenn ihr Vorschläge habt, worüber wir sprechen könnten, Veranstaltungen, auf die wir hinweisen dürfen, wenn ihr einfach mal, ja, was loswerden möchtet, mit uns in Kontakt treten, dann könnt ihr das liebend gerne tun. Unter reinpegel-post.de per Mail oder unter 0160 80 80 844, da erreicht ihr uns per WhatsApp. Seit 400 Jahren ist das Brauhaus zum Schiffchen in der Düsseldorfer Altstadt ein beliebtes Ziel für alle, die die gemütliche Atmosphäre eines traditionellen Gasthauses schätzen. Nun ist das Restaurant zu, zumindest temporär. Es wird saniert, renoviert und neu gestaltet. Wir wollen die Immobilie aufwerten, das sagt Anton Vogt, Geschäftsführer des Unternehmens, dem die Immobilie seit ein paar Jahren gehört. Und ja, dafür bleibt die Küche erstmal kalt und der 700 Quadratmeter große Gastraum geschlossen. Welche Neuerungen es dann geben soll, was möblierte Apartments damit zu tun haben und was sonst noch in der Altstadt-Gastro-Szene so los ist, darüber habe ich mit Maximilian Nowroth gesprochen. Maximilian Nowroth sitzt mir gegenüber, leider nicht im Brauhaus, sondern nur im Konferenzraum der Lokalredaktion. Hallo Tosja. Hallo. Würden wir jetzt in einem bestimmten Brauhaus hier sitzen, in Düsseldorf, würden wir Luft atmen, wie schon große, in dem Fall nur Männer, vor uns. Jan Wellem hat dort Bier getrunken. Heinrich Heine ist mal durchgelaufen. Ja. Wo ist der eigentlich hier nicht durchgelaufen? Und Franz Beckenbauer war auch schon da. Ich finde das eine sehr schöne Einreihung. Kurfürst Jan Wellem und Kaiser Franz Beckenbauer, genau. Genau. Wir sprechen vom Schiffchen in der Altstadt. Ja. Beziehungsweise wir sprechen über das Schiffchen in der Altstadt. Wie du in deinem Stück dazu so schön geschrieben hast, ein Schlachtschiff der Gastronomie oder der Düsseldorfer Brauhaus-Szene. Ja. Aber auch Schlachtschiffe kommen in die Jahre. Mhm. Und jetzt wird…. Renoviert, restauriert und das geht einher mit einer Schließung. Ja, also es wird zum ersten Mal so richtig angefasst, seitdem das Restaurant vor ungefähr 50 Jahren wieder aufgebaut und wieder eröffnet wurde. Also die Ursprünge gehen zurück auf das Jahr 1628, deswegen all die bekannten Menschen aus der Vergangenheit, die dort angeblich schon mal getrunken oder gespeist haben sollen. Napoleon Bonaparte zum Beispiel war da auch schon mal. Da wurde es zerbombt im Zweiten Weltkrieg, das Restaurant zum Schiffchen wieder aufgebaut und der Eigentümer hat uns jetzt erzählt, dass die für anderthalb Jahre möglicherweise länger schließen werden, also seit Ende August ist zu, um das aufwendig umzubauen. Ja, wenn ich dir ins Wort fallen darf, weil das eine Sache ist, die ich erst, obwohl ich hier, wie wir alle mittlerweile gut wissen, born and raised bin, Schiffchen hier und Schiffchen in Kaiserswerth haben ja nichts miteinander zu tun. Überhaupt nicht. Zum Schiffchen Altstadt, im Schiffchen Kaiserswerth. Meinst du, es wird oft trotzdem verwechselt und Leute rufen im Schiffchen an, wenn sie zum Schiffchen wollen und umgekehrt? Ich hätte gerne eine Haxe. Ja, so? Dann ist eine Sterne-Gastronomie. Ja, also in den Kommentaren liest man auch, dass ein paar Leute erst gedacht haben, Huchschiffchen, Kaiserswerth, Schließt, nee, nee. Würde nämlich auch passen. Also das ist ja auch ein altes Gemäuer und so, ne? Stimmt, ja. Okay, also keine Verwechslung. Keine Verwechslung. Übrigens auch nicht mit dem noch offenen Zum-Schiffchen im Hauptbahnhof. Ah, ja. das auch einem anderen Betreiber einfach gehört. Also der Name ist gleich, aber wir reden nur vom Restaurant zum Schiffchen Hafenstraße Altstadt. Yes, genau. Wie du schon sagst, es ist alt. Also 17. Jahrhundert sind natürlich ein paar Jährchen. Genau, jetzt wird geschlossen zur Renovierung. Das ist ja... Ist das eigentlich gang und gäbe, dass man dann so einen ganzen Betrieb komplett in den Arm legt? Also wenn du so viel anfasst, musst du zumachen, weil Anton Vogt, so heißt der Eigentümer, der ist Geschäftsführer von Imion, einem Düsseldorfer Projektentwickler mit Sitz am Schadowplatz. Mit dem habe ich gesprochen, der sagte halt, im Prinzip ist alles fällig in diesem Restaurant zur Sanierung. Das heißt, das ganze Mobiliar muss renoviert werden. Das sind ja so massive Holztische und Stühle, vielleicht mal abschleifen, neu polstern. sondern die Küche komplett erneuern, die sanitären Anlagen, die Klima- und Lüftungstechnik, das kannst du nicht im laufenden Betrieb machen. Ja, ist ja auch wirklich ein großes Ding, also du schreibst ja auch so ein 700 Quadratmeter Gastraum, das ist ja irgendwie, weiß ich nicht, zehnmal meine Wohnung ungefähr. Ja, so ein richtiges Braus, 300 Leute finden da Platz. Ja, 300 Leute finden da Platz, dass da natürlich über die, naja, Jahrhunderte irgendwie Abnutzungserscheinungen passieren, ist klar. Klar, auf der anderen Seite ist das natürlich auch, was den Charme so ein bisschen ausmacht, dass jetzt Klos, Küche und so, dass das alles irgendwie immer mal instand gehalten werden muss, ist ja klar. Gibt es Pläne, das in dem Zuge auch direkt ein wenig umzubauen, umzustrukturieren? Läuft man da Gefahr, das Flair zu verlieren? Nee, ich glaube, das ist nicht sein Ziel. Also er hat wörtlich gesagt, alles, was historisch und eine Geschichte hat, soll erhalten bleiben. Und ich glaube, das muss er auch tun, damit die Leute gerne weiter dorthin gehen. Weil wenn du wirbst seit 1628 und du stellst da einen Glaspalast rein, ist das ja irgendwie ein bisschen unglaubwürdig. Und ich glaube, man kann sich vielleicht so ein bisschen vorstellen wie im Goldenen Ring am Burgplatz, der jetzt gerade wieder aufgemacht hat, auch acht Monate zu war wegen einer Renovierung. Und wenn du da reingehst, ist es, abgesehen davon, dass die Wand neu gestrichen und eine neue Farbe hat, im Gastraum so ein bisschen wie früher eben nur abgeschliffenes Holz und es riecht vielleicht auch ein bisschen neuer als früher, aber der Charme ist erhalten. Ich meine, der Brauhausgeruch ist natürlich einer. Ich habe ja in der letzten Folge mit Philipp Holstein über den Geruch von Düsseldorf gesprochen. Also hat der Brauhausgeruch, also ich habe ihn sofort in der Nase, ehrlich gesagt, wenn wir darüber sprechen. Klar, ich meine das Schiffchen ist nicht nur groß an Fläche und groß an Vergleich mit einem Schlachtschiff sondern es ist ja auch wirklich bekannt also Rezensionen, Bewertungen kommen aus der ganzen Welt, Falstaff schreibt ja auch über die über die Hausmannskost und so also dass das da alles deftig ist und dann vielleicht auch deftig bleibt, auch im Interieur liegt ja nahe wie gesagt das eine oder andere moderne Klo ist vielleicht nicht so schlecht ähm. Jetzt hast du ja den Goldenen Ring angesprochen und der Goldenen Ring hat mit dem Schiffchen ja auch etwas gemeinsam oder hatte etwas gemeinsam. Ja, kann man so sagen, denn der Wirt, also der Betreiber, der bisher im Schiffchen war, also seit 2015 bis Ende August dieses Jahres, heißt Elias Kamassi, ist ein Kölner Großgastronom, der mit dem Schiffchen erstmals in Düsseldorf quasi an Land gegangen ist aus Köln, das jetzt aber eben zugemacht hat, weil der Pachtvertrag ausgelaufen ist wegen des Umbaus. Und das hat sich fast parallel dazu ergeben, im Goldenen Ring eben neuer Wirt geworden ist und da aufgemacht hat nach der Wiedereröffnung. Mit dem habe ich natürlich auch gesprochen. Er sagte, er würde jederzeit gerne wieder da reingehen, wenn halt natürlich der alte Stil erhalten bleibt. Allerdings sagt der Eigentümer Anton Vogt von Imion, dass er sich idealerweise eher eine Brauerei vorstellt, die das Schiffchen als Flaggschiff zieht. Weil das hat es nicht, da ist keine Brauerei drin, anders als in den anderen Brauhäusern in der Stadt oder in vielen. Richtig. Ja, genau. Also zum Beispiel beim Goldenen Ring ist es so, dass die Kramer-Gruppe aus Warstein, also die für Warsteiner und Frankenheim stehen als Biermarken, die sind da Pächter und haben es an Elias Kamassi weiter verpachtet. Beim Schiffchen war es bisher so, dass Elias Kamassi das selber angepachtet hat direkt und das könnte sich möglicherweise ändern, dass irgendeine große Brauerei dann hingeht, aber das ist wirklich erst Zukunftsmusik, anderthalb, zwei Jahre wird es wohl dauern. Nur, das muss sich halt auch wirklich jemand leisten können, diese Pacht zu zahlen. Was schätzt du, was das monatlich kostet? Also ich bin in sowas ja wirklich schlecht. Ich sage 100.000 Euro. Ja, das ist ein bisschen viel. Also das wären eher so Mieten für Handel. Da ist eine Gastronomie, da geht man so von 50 Euro pro Quadratmeter aus mal 700 Quadratmeter, also 35.000 im Monat. Auch eine Hausnummer. Ja, genau. Das ist viel Geld, was man erstmal einspielen muss. Du brauchst auch eine Mannschaft, also 30 Leute, die da arbeiten und ja, da muss sich dann jemand finden. Ja, und ist das realistisch? Also du hast es gerade schon angesprochen, der Goldene Ring hat acht Monate geschlossen für die Restaurierung, Renovierung. Jetzt reden wir hier von anderthalb Jahren, fast zwei Jahren. Weil viel mehr gemacht werden muss. Genau, das ist ja aber auch ein großes Risiko. Also ich meine, wir sind alle wahrscheinlich irgendwie loyal zu den Plätzen, die wir gerne mögen und so, aber irgendwann sucht man sich dann ja auch vielleicht einen neuen Hafen. Wir hören nicht auf mit den Seefahrer-relateden Pants hier. Und darum ist die Frage, wenn dann nach so langer Zeit wieder aufgemacht wird, ob dann direkt, wenn schon nicht am Interieur oder am Konzept, ob dann noch was dazu vielleicht neu wird, dass man sagen kann, okay, wir waren jetzt zwar eine Weile weg, aber hier hat sich gelobt, weil, weiß ich nicht, bei uns kann man jetzt auch Bowling spielen oder so. Das stimmt, aber ich meine, wenn dann halt eine bekannte Biermarke reingeht, haben die ja wiederum vielleicht nochmal einen anderen Wert für Publikum, wird man sehen, aber ja, das braucht Zeit. Vieles verzögert sich dann ja auch immer bei den Planungen, aber es gibt Pläne. Es ist auch schon ein Bauantrag eingereicht bei der Stadt, die Genehmigung steht noch aus, soll aber zeitnah kommen und interessanterweise sieht dieser Bauantrag auch einen Umbau vor der Obergeschosse über dem Schiffchen. Da sind so drei, vier Etagen, wo bisher früher mal bis vor zehn Jahren die Stadt einen Teil der Verwaltung drin hatte. Jetzt ist eben leer schon seit zehn Jahren und da will der Eigentümer Mikro-Apartments einbauen. Also kleine Räume, 18 bis 40 Quadratmeter, die aber voll ausgestattet sind mit Möbeln, Nasszelle und Küchennische und dann vielleicht für ein paar Monate an Experts vermieten. Das ist dann die Complete Dislove Experience, wenn man dann in der Altstadt über einem Brauhaus, wo dann vielleicht noch eine Biermarke oder eine Brauerei drin sitzt, wenn man da dann irgendwie drüber wohnt. Wie findest du die Idee, also wenn ich mal so ganz offen fragen darf, also was ist das, oder läuft das dann nicht auch Gefahr, dass es irgendwie so Airbnb-ig irgendwie ein bisschen durchlaufmäßig und dann verliert das so ein bisschen den Charme? Das ist ein bisschen die Frage. Also ich habe das den Eigentümer gefragt, wollen Sie da so eine Art Profi-Airbnb draus machen? Er meinte, nee, nee, das Ziel ist langfristige Vermietung. Wobei möbliert bedeutet ja auch, dass es echt teuer wird, weil dafür gilt keine Mietpreisbremse. Also bei Neuvermietungen oder Neubauten eh nicht, aber das kann so Richtung 30, 40 Euro den Quadratmeter gehen. Das ist ja dann fast so wie die Pacht für das Gasthaus. Das leisten sich dann halt eher Unternehmen für ihre Mitarbeiter. Deswegen sagte ich Experts, also Neu-Düsseldorfer. Ja, aber ich meine, der investierte halt viel Geld und das muss sich auch irgendwie rechnen. Also ich habe da jetzt noch keine klare Meinung zu. Ich freue mich, dass sich da was tut. Ich glaube, das ist überfällig, vor allem in dem Restaurant und dann wird man in anderthalb, zwei Jahren sehen. Ja, wenn wir schon über Restaurants und die Altstadt sprechen, wir springen jetzt ein bisschen, wir gehen von Bord. Wir gehen von Bord in Spanien slash Schneider-Wibbelgasse. Genau. Also genau, das fand ich nämlich auch noch ganz interessant, weil ich mich halt wie immer durch die Themen so ein bisschen geguckt habe und dann dachte, ach in der Altstadt, gastrotechnisch, irgendwie tut sich was in alle Richtungen. Also da wird jetzt erneuert, Neustart, raus auf, wieder auf hohe See mit frischen Segeln. Und woanders, ja, streicht man die Segel. Wie gesagt, in der, wie sie ja auch heißt, spanischen Gasse. Soweit ist es zum Glück noch nicht. Also wir reden von zwei Restaurants in dieser Schneider-Wippelgasse, El Gitano und El Flamenco, die Insolvenz anmelden mussten, aber der Betrieb läuft noch weiter. Entschuldigung, ich wurde gerade fortgespült von den Wellen. Nee, Insolvenz klingt ja immer so direkt nach Pleite, Schluss aus Feierabend, aber es ist erstmal das vorläufige Insolvenzverfahren. Das bedeutet zwei Sachen. Also das eine ist, dass ein Insolvenzverwalter eingesetzt ist, Frank Kischko heißt er in dem Fall, der vor allem ermitteln muss, wie es halt zu dieser drohenden Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung gekommen ist. Und das zweite ist, dass die 20 Beschäftigten in diesen beiden Restaurants weiterhin ihre Gehälter bekommen über das sogenannte Insolvenzgeld. Das zahlt die Bundesagentur für Arbeit aus. Aber das ist eben auf maximal drei Monate angesetzt. Und in diesen drei Monaten muss jetzt eben geschaut werden, gibt es vielleicht einen neuen Käufer für die Restaurants, muss vielleicht eins schließen, wie kann es weitergehen, wenn ja. Aber ist natürlich schon erstmal keine gute Nachricht, dass in so einer beliebten Gasse dann plötzlich zwei Restaurants, dass denen die Pleite droht. Ja, ich fand das insofern spannend, als dass irgendwie das Schiffchen, klar gehe ich immer von mir selber aus, aber jetzt auch, wenn ich mir jetzt mal meine ganzen Freundinnen und Freunde und ja alle, die ich kenne, die sich so in Düsseldorf auch bewegen, also das ist schon eher so im Repertoire, wenn man vielleicht jetzt mal Besuch bekommt oder Sachen empfiehlt, ne, klar Brauhaus und so und dann auch das Schiffchen mit dem, was es ist. Auch von der Lage natürlich. Und diese Spanische Gasse wäre jetzt für mich als Düsseldorferin gar nicht so in meinem Portfolio, was ich weiterempfehle. Also darum finde ich das sowieso per se schon spannend, dass da, also das ist ja fast wie eine kleine Parallelwelt, die halt von Touristinnen und Touristen, wie ich immer dachte, immerhin genutzt wird. Und dass das dann jetzt auch irgendwie krankt, das fand ich irgendwie ganz spannend. Also ich habe den Insolvenzverwalter gefragt, wie seine bisherigen Einsichten sind nach den Hintergründen zu dieser Insolvenz und er sagte zwei Dinge. Erstens die Rückerhöhung der Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants, sieben Prozent auf 19 Prozent Anfang des Jahres. Das trifft alle Restaurants, aber in dem Fall hat es irgendwie vielleicht die Krise, die vielleicht schon vorher bestand in Corona verstärkt. Und es sind wohl Überbrückungshilfen, also staatliche Förderung in Corona nicht geflossen in sechsstelliger Höhe und wenn dann halt so ein Geld fehlt, kannst du vielleicht plötzlich keine Gehälter mehr zahlen oder mieten und ja, das hat, diese beiden Gründe hat er bisher genannt, haben eben da zur Schieflage geführt. Ich verstehe und kann es dann sein, dass wenn jetzt da, ja, wenn es zum Äußersten kommen sollte und tatsächlich die schließen müssen, meinst du, das hat dann so einen Domino-Effekt auf den Rest da, der, also Also was kann dann da rein? Nachher kommt dann irgendwie da auch irgendwie eine Kette. Also so, ne? Das ist wirklich Spekulation. Ich meine, es gibt da ja einige spanische Restaurants. Die beiden, über die wir gesprochen haben, gehören ja nicht mehr Primo Lopez, dem quasi Kopf hinter der spanischen Gasse, der das alles vor Jahrzehnten mal aufgebaut hat. Der hat aber noch zwei andere da, die auch weiterhin gut laufen. Also es muss jetzt eigentlich gar keine Abstrahlungseffekte haben. Vielleicht ist es einfach so ein bisschen eine Konsolidierung. Aber man wird sehen. Vielleicht gibt es auch einen Käufer, der da was Neues reinbringt, das ist auf keinen Fall das Ende. Ja, verstehe. Wenn wir jetzt wieder an Bord gehen und nochmal zum Schiffchen zurück, um den Kreis zu schließen oder die Rundfahrt zu beenden. Mein Gott. Wie gesagt, ich fand jetzt diesen Ausflug insofern ganz spannend, weil sich halt gastronomisch was tut. Birgt das Schließen auch die Gefahr, dass es danach vielleicht nicht mehr so gut anläuft? Jetzt nicht nur, weil man sich was anderes, also was wir eben schon so ein bisschen angedeutet hatten, sondern weil ja in anderthalb, zwei Jahren auch sich viel verändern kann. Ja, das stimmt. Macht man leichten Herzens sowas zu? Also ich komme aus Strümp, ein Stadtteil von Meerbusch und da hat vor ungefähr zwei, drei Jahren eine sehr, sehr traditionelle Gastronomie geschlossen, Haus Baumeister, wo alle immer hingegangen sind, Vereine, Kindergeburtstage, Kommunion, alte, junge Leute. Und da gibt es eine Eigentümerin, die bisher aber noch keinen Wirt gefunden hat und das Ding liegt auch irgendwie so brach und sollte eigentlich schon längst neu eröffnet werden und dann erzählt man sich jetzt so, ja so langsam gewöhnen sich die Leute um oder ab, dass da mal eine Gastronomie war und vergessen vielleicht auch die Tradition und klar kann diese Gefahr bestehen. Auf der anderen Seite kann ja auch dann eine Wieder- oder Neueröffnung einen neuen Hype entfachen und ja bei einem Lokal, was seit fast 400 Jahren besteht, würde ich mir jetzt ehrlich gesagt keine allzu großen Sorgen machen. Wenn sogar Franz Beckenbauer schon da war und Heinrich Heine. Und wie du so schön schreibst, kann man sich ja auf der Terrasse des Goldenen Rings auf Stühle setzen, die das Logo vom Schiffchen tragen. Also da kommt dann auch alles zusammen. Und wie wir schon am Anfang dieses Gesprächs feststellten, also zum Schiffchen kann man hier überall irgendwie finden. Also wenn es einem darum geht, dass man einfach diesen Satz sagt, wir gehen irgendwas mit Schiffchen, dann ist das weiterhin möglich. Wir bleiben dran und sobald sich da irgendwas tut am Baugerüst unter der Bauplane, sagen wir Bescheid. Vielen Dank. Gerne. Ein weiteres Mal. Bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao. Tschüss. Ciao, ciao. Music. Wie schreibt man ein Testament? Das ist eine Frage, die viele von uns, inklusive mir, sicher gerne erstmal ganz weit wegschieben. Schließlich ist es nicht unbedingt ein Thema, was einfach und angenehm ist und trotzdem nötig. Irgendwann sollten wir alle ein Testament verfassen, nicht zuletzt, um es unseren Hinterbliebenen einfacher zu machen. Natürlich gibt es dabei viele Dinge zu beachten, zu wissen und zu erfahren. Eine neue Veranstaltungsreihe, Recht gefragt, die ab Oktober im Amts- und Landgericht startet, behandelt und betrachtet Themen rund ums Recht, mithilfe von Expertinnen und Experten. In der ersten Ausgabe steht die Frage, wie vererbe ich richtig im Mittelpunkt? Verena Kehnsbock weiß mehr. Liebe Verena, wir sitzen hier gemeinsam und sprechen beide in ein Mikrofon. Demnächst, am 1. Oktober, wirst du das auch machen, in einer etwas anderen Rolle. Du sprichst in deinem Mikrofon als Moderatorin einer neuen Reihe am Amts- und Landgericht in Düsseldorf. So ist es. Wie aufregend. Du gehst unter die Moderatorin und ich finde das ja eine sehr, sehr schöne Sache. Und genau, ab dem 1. Oktober gibt es eine neue Reihe, Recht gefragt. So heißt sie, ja. Da geht es um Themen, die Recht und Gesetz betreffen. Ja, es geht um alltägliche Rechtsfragen eigentlich, die tatsächlich jeden und jede betreffen können. Darum geht es auch in der ersten Veranstaltung, bei dem ersten Termin am 1. Oktober, 18 Uhr, für alle, die dabei sein möchten, um das Thema, wie vererbe ich richtig? Das ist leider eine Frage, die wir uns alle irgendwann mal stellen müssen. Ja und ich habe das gelesen und dachte sofort, das ist irgendwie ein Thema, über das ich viel zu selten und ich gebe das jetzt einfach mal ganz offen und transparent zu, auch wirklich ungern nachdenke und spreche, weil es natürlich mit der eigenen Endlichkeit zu tun hat und auch mit der Endlichkeit allen um uns herum. Warum? Also sobald ich ein Testament aufsetze, erkenne ich ja sozusagen schriftlich an, dass ich irgendwann mal nicht mehr da bin oder nicht mehr sozusagen in dieser Form da, dass ich meine Sachen selber angucke und anfassen und verwalten kann, sondern das übernehmen dann andere Menschen. Und ich kann mir vorstellen, dass das ein Thema ist, ja das sowieso, also jetzt gehen wir hier direkt mal herbstlich, gloomy so ein bisschen in die goldene Saison rein. Also mit goldener Saison meine ich den Herbst, so nenne ich den Herbst, goldene Saison, mein Gott. Also Thema Sterben, Tod ist eben was, was wir vielleicht so ein bisschen eher von uns wegschieben, sag ich jetzt mal ganz allgemein und damit auch das Thema Testament schreiben. Darf ich dich so ganz indiskret fragen, hast du ein Testament? Habe ich nicht. Hm, ich auch nicht und irgendwie ist das doch, sollte man das doch vielleicht haben. Ist es und ich werde das Thema mal angehen. Und ich glaube, was einem vielleicht so ein bisschen dabei hilft, ist der Gedanke, dass man dabei den Menschen, die man dann zurücklässt im schlimmsten Fall, vielleicht eine Menge Arbeit erspart. Und das finde ich ist eigentlich ein ganz schöner Gedanke. Das finde ich auch sehr schön, dass du es so rumdrehst. Und in dieser Reihe, beziehungsweise in der ersten Veranstaltung dieser Reihe Recht gefragt, wie vererbe ich richtig, geht es genau darum. Und du wirst GesprächspartnerInnen haben, die sich mit dir darüber austauschen. Magst du mal einen kleinen Rundumschlag geben, wer da so ist und was die zum Thema vererben, die vielleicht jetzt schon im Vorfeld verraten haben? Sehr gerne. Es werden vier Referentinnen und Referenten da sein, die Kurzvorträge halten und wirklich einen kleinen Einblick geben in die große Welt des Verehrtens. Es gibt unglaublich viele Dinge, über die man sich Gedanken machen muss. Es kommt unter anderem die Notarin Eva Frankenberger aus Düsseldorf zu der Veranstaltung und die wird sich den formalen Anforderungen an, offiziell heißt es, letztwillige Verfügung, das ist halt besser bekannt als Testament oder auch Erbvertrag, das ist ein Unterschied. Erbvertrag habe ich noch nie gehört. Das macht man zum Beispiel beim Notar. Also das lässt sich nur notariell machen. Die wird sich dem widmen, wie geht man das wirklich an? Also geht es am heimischen Schreibtisch oder muss man zum Notar gehen und das da verfassen und notariell beurkunden lassen? Geht es handschriftlich oder kann ich das auch am Computer schreiben? Und das klingt alles sehr basic, sind aber wirklich wichtige Fragen, weil das nämlich Einfluss darauf haben kann, ob das Testament zum Beispiel überhaupt gültig ist oder nicht. Was ist da, das habe ich mich schon immer gefragt, weil es gibt ja sicher auch Leute, die sowas fälschen, Erbschleicher und so. Ich meine, es gibt tausend Filme und Bücher und sonst was darüber. Gilt es eher, wenn es mit der Hand geschrieben ist oder mit dem Computer? Nur mit der Hand. Nur mit der Hand. Es geht tatsächlich nicht am Computer. Und wenn du jetzt wirklich glaubst, dass Erbfälscher dir auf die Schliche kommen könnten, wäre es vielleicht sinnvoll, zum Notar zu gehen. Und man kann das Testament auch zum Beispiel beim Amtsgericht hinterlegen lassen. Also da gegen eine relativ kleine Gebühr. Und da ist es dann sicher. Dann kann man sich sicher sein, dass es nicht irgendwie verschwindet. Also wenn ich mein Testament mit der Hand schreibe, dann stehen meine Nachkommen schon mal vor dem Problem, dass es keiner lesen können wird. Ich kenne ja meine Schrift selber, also ich habe mir hier gerade auch Notizen gemacht, keine Ahnung, was da steht. Aber gut, dann wissen sie wenigstens, dass es ganz sicher von mir ist, wenn es keiner entziffern kann. Okay, also es geht um die tatsächlichen, ja fast schon logistischen Umstände. Was ist noch zu beachten beim Vererben, beim Testament aufsetzen? Ja, also der Notar Tobias Kruse kommt als Neues zu der Veranstaltung, der wird dann mehr so auf die inhaltliche Gestaltung von Testament und Erbvertrag eingehen und das beginnt schon einfach bei der Frage, ob ich als Erblasserin, heißt es, in einem Testament einfach bestimmen möchte, das sind meine Erben und unter denen soll das gleichmäßig aufgeteilt werden oder soll das Vermögen, wenn ich denn eins habe, wirklich genau aufgeteilt werden. Also Kind 1 bekommt so und so viel Geld, Kind 2 bekommt das Haus, Kind 3 bekommt die Autos. Wenn man es denn hat. Das zum einen und in einigen Familien und davon gibt es ja immer mehr Patchwork-Familien, kann es zum Beispiel auch bestimmte Konstellationen geben, werden Kinder aus erster Ehe bedacht, werden Geschwister bedacht, werden unterschiedliche Verwandte bedacht. Und es gibt halt auch unterschiedliche Möglichkeiten noch für Menschen, die zum Beispiel ein behindertes Kind haben. Da gibt es ein extra, das nennt sich tatsächlich Behindertentestament. Das unterliegt halt besonderen Regeln, wenn ein Mensch mit Behinderung begünstigt werden soll. Und es gibt auch einen bedürftigen Testament, das hatte ich vorher auch noch nie gehört, wenn es zum Beispiel einen Angehörigen gibt, der Sozialleistungen bezieht und durch das Erbe aber nicht den Anspruch darauf verlieren soll. Ich verstehe. Auch dafür gibt es bestimmte Regeln und die wird uns Tobias Kruse erklären. Gibt es auch irgendwie eine Regelung dafür, wenn jetzt jemand, weiß ich nicht, sehr lange sich nicht damit beschäftigt und dann erst das Testament aufsetzt, wenn es vielleicht schon wegen Krankheit, wenn die Krankheit schon sehr fortgeschritten ist, also mit der Verfassung, also darauf will ich hinaus. Das hört man ja auch immer mal, dass wenn irgendwie sehr alte oder vielleicht auch erkrankte Menschen ein Testament plötzlich nochmal aufsetzen oder ändern, vielleicht zugunsten von irgendjemandem. Also gibt es da so eine bestimmte Deadline? Nein, ich habe es heute wirklich wieder. Naja gut, hey, so bin ich. Also dass man sagt, okay, kriege ich Probleme oder meine Hinterbliebenen, frage ich jetzt ganz offen, wenn ich erst mit 87 mein Testament schreibe. Sollte ich das früh genug in Angriff nehmen? Ja, also es schadet auf jeden Fall nicht, das früh genug in Angriff zu nehmen. Das ist das große Thema der Testierfähigkeit, nennt sich das, dass auf das auch die Notarin Eva Frankenberger eingehen wird. Das ist natürlich super individuell. Also es gibt kein bestimmtes Alter, ab dem man sagt, jetzt darf eine Person das nicht mehr selber machen, aber sie muss eben testierfähig sein. Also es ist so ein bisschen ähnlich wie die Geschäftsfähigkeit. Kann ich das noch selber? Bin ich noch so fit, dass ich das selber noch wirklich bestimmen kann? Ist das mein Wille? Kann ich den noch vernünftig äußern? Das ist natürlich bei älteren und kranken Menschen oft die Frage, ist eine Person noch dazu in der Lage, ein Testament zu errichten oder auch zu ändern oder aufzuheben. Das ist zumindest bei der Notarin dann, müssen sie das selber einschätzen, die Notare und Notarinnen, oder sie bitten dann tatsächlich im Zweifelsfall um ein ärztliches Attest. Aber wenn…, Person dann tatsächlich irgendwann verstorben ist und daran Zweifel bestehen, kann das tatsächlich dann angefochten werden. Also es ist eine wichtige Frage und gut, wenn man das vorher klärt und vielleicht sogar ärztlich sich attestieren lässt. Ich habe jetzt ein Testament geschrieben und dann stehen da bestimmte Dinge drin und vielleicht auch, wenn Gott will, in diesem Leben nochmal irgendwie eine bestimmte Summe Geld. Das kann ich ja nicht einfach so vererben, oder? Also das kommt mit Steuern. Erbschaftssteuer ist doch so ein Stichwort, was immer mal fällt. Also geht es darum auch oder was ist da zu wissen? Auf jeden Fall. Das spielt echt, das war mir ehrlich gesagt auch nicht so richtig bewusst, spielt eine extrem große Rolle, in welcher Steuerklasse auch man sich bewegt und in welchem Verwandtschaftsgrad man zu seinen möglichen Erben steht. Also wenn ich zum Beispiel in einer Beziehung aber nicht verheiratet bin und ich möchte mein Geld an meinen Partner vererben, muss ich viel mehr Steuern zahlen auf eine viel kleinere Summe, als das Ehepartner tun müssen. Also da wird die Ehe wirklich noch sehr stark begünstigt. Es ist halt wirklich diese Freibeträge, die es gibt. Also man kann steuerfrei vererben und das ist für Ehegatten und uneheliche Partner wirklich ein extrem großer Unterschied. Und das ist wirklich was, was man vorher wissen sollte und wo sich vielleicht auch Paare gemeinsam frühzeitig mal Gedanken drüber machen sollten, ob das nicht eine Art von Sicherheit ist. Das gilt natürlich dann auch für eingetragene Lebenspartnerschaften, wenn man…. Nicht heiraten möchte. Und da wird uns der Lukas Münch, der ist Richter am Düsseldorfer Finanzgericht, genau erklären, wie das mit dem Erbschaftssteuerrecht funktioniert und welche Möglichkeiten es da und Vorteile und Tücken es vielleicht auch gibt. Es, da fiel zum Beispiel auch das Wort des Familienheims, also wenn es ein, eine Immobilie gibt, die tatsächlich von der Familie genutzt wird und auch künftig weiter genutzt werden soll, kann diese tatsächlich steuerfrei vererbt werden, aber nur wenn man es richtig macht. Und zwar muss das ziemlich schnell gehen. Also wenn zwischen dem Tod des Erblassers und dem Einzug der neuen Erben, zum Beispiel der Kinder, die dann in das Elternhaus ziehen, wenn da zu viel Zeit vergeht, dann können dafür tatsächlich noch Steuern anfallen. Okay, das ist ja irgendwie schon krass, dass man sich immer mit irgendwelchen weltlichen Dingen auseinandersetzt und auseinandersetzen muss, wenn auch andere Sachen passieren. Also auf der einen Seite ist es ja gut, wenn es geregelt ist, da kommen wir jetzt gleich noch zu. Auf der anderen Seite natürlich irgendwie auch sehr trocken und sehr, ja fast so, also greizt dann da so rein irgendwie, weil ein Todesfall ist ja in den meisten Gegebenheiten einfach wahrscheinlich was, wo auch Menschen trauern drumherum. Und genau, ich möchte ein bisschen darauf hinaus, dass wir, wie wir am Anfang ja schon gesagt haben, also dass man jetzt vielleicht besonders noch in einem bestimmten Alter oder einer bestimmten Lebensphase oder so jetzt gar nicht zuallererst daran denken, ein Testament zu schreiben. Und wie du ja auch schon gesagt hast, dass man es den Menschen drumherum, die dann vielleicht trauern und ja auch erst mal Sachen verarbeiten und so, dass man es denen ein bisschen leichter macht, weil... Genau, also was passiert, wenn ich kein Testament habe? Was ist dann? Was ist der Stress? Das ist eigentlich alles ziemlich klar geregelt. Es gibt die gesetzliche Erbfolge, die genau sagt, wer dann erbt. Das wird uns Guido Holler erklären, der ist Fachanwalt für Erbrecht und Steuerrecht und er erklärte mir das mit so einer quasi geraden Linie, die von oben nach unten geht. Also man erbt immer zum Beispiel dann an die Kinder oder an die Enkel oder an die Eltern, je nachdem, wer halt da ist. Und das kann aber auch, haben wir vorhin ja auch schon gesagt, wie in so Patchwork-Familien kann auch dazu führen, dass irgendwie Menschen erben, denen man das Erbe gar nicht so unbedingt überlassen möchte. Vielleicht ist da noch ein nicht geschiedener Ehemann oder noch Kinder aus erster Ehe, denen man nicht so nahe steht. Es ist tatsächlich wohl gar nicht so selten, dass in solchen Patchwork-Familien wirklich irgendwie Verwandte einen Teil des Vermögens bekommen. Die man vielleicht sonst gar nicht bedacht hätte. Und die gar nicht bedacht werden sollten. Und deshalb sollten sich Angehörige diesen Regeln halt bewusst sein und im besten Fall halt ein Testament aufsetzen und darin möglichst klar formulieren, an wen soll das Vermögen gehen und wie soll es aufgeteilt werden. Ja, weil es ja, genau, wenn wir jetzt davon ausgehen, also es muss ja nicht immer nur Geld sein, es können ja auch Dinge sein und dass ich jetzt irgendwie denke, genau, ich habe, es gibt Sachen, die sind an mir dran, die kommen von mir, die verbinde ich mit irgendwas, die werden mit mir verbunden und ich möchte dann vielleicht, wenn ich mal, bin, woran ich halt einfach nicht so gerne denke, aber das ist ein Thema, mit dem man sich halt irgendwann mal auseinandersetzen muss, zwangsläufig, dass das dann vielleicht auch dahin kommt, wo ich weiß, es wird auch gewertschätzt oder wo ich das auch gerne sehen möchte. Das heißt, dieses Thema ist ein wichtiges und ein präsentes und wenn ich jetzt. Dann doch mich mal damit auseinandersetze und ein Testament schreiben möchte und aber vielleicht ein bisschen Hilfe und Unterstützung dabei brauche bei dem ganzen Prozess und bei den Sachen, die ich beachten muss, dann kann ich kommen am 1. Oktober. 1. Oktober um 18 Uhr im Amts- und Landgericht in Düsseldorf, das ist an der Werdener Straße. Die Veranstaltung ist natürlich kostenlos. Es wäre aber gut, sich vorher anzumelden. Und zwar bis zum 24. September unter www.url.nrw.de. Ja, und dann kann man sich da einen Platz sichern sozusagen. So ist es. Und dann sieht man dich auf der Bühne als Moderatorin mit deinen GesprächspartnerInnen über dieses Thema nochmal ein wenig intensiver sprechen. Und genau, ich werde auch da sein, weil ich sehe es ein. Und danach schreiben wir unsere Testamente. Danach schreiben wir unsere Testamente. Und lesen die hier vor. Ich danke dir sehr, dass du in dieses Thema ein wenig Licht gebracht hast. Und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Music. Musik ist vieles und kann eine Menge bewegen und bewirken. Das weiß auch der Düsseldorfer Saxophonist Wolf Doldinger. Seit nunmehr 26 Jahren hostet er die Reihe Sounds of Jazz in der Johanneskirche. Die ist ein wenig in die Jahre gekommen und bedarf einer umfassenden Sanierung. Grund genug für ein ganz besonderes Konzert in der Reihe. Mit Gast Helge Schneider am Tenorsaxophon veranstaltete Wolf Doldinger Anfang September Zwei Abende voller Musik. Der Eintritt floss in die Renovierungskasse. Die Musiker verzichteten auf ihre Gage. Welche Rolle die Johanneskirche für Düsseldorf und die hiesige Musikszene spielt, was die Zukunft bringen kann und wie viel Bach im Jazz zu finden ist, das erzählen Wolf Doldinger und Andrea Gold. Im Turmzimmer der Johanneskirche, einem sehr besonderen Ort in mehrererlei Hinsicht, sitze ich zu meiner Linken Andrea Gold vom Evangelischen Kirchenkreis in Düsseldorf, zu meiner Rechten Wolf Deudinger, Musiker und Initiator zweier Konzertabende, die stattfanden zum Zeitpunkt der Ausstrahlung in der Johanneskirche. Hintergrund ist die Instandhaltung und Sanierung des Gebäudes. Es sind Fundraising-Konzerte. Vielleicht, Frau Gold, können Sie zuerst mal ein wenig abstecken, was da überhaupt gefundraised wird, was es benötigt, worum geht es? Ja, die Revitalisierung der Johanniskirche, darum geht es hier im Großen. Das sind denkmalgerechte Sanierungsarbeiten, die Ende 2022 begonnen haben und bis Anfang 2026 andauern werden. Die sind sehr umfangreich. Der Turm der Johanneskirche erstrahlt ja schon im neuen Kupferkleid. Und wir erarbeiten uns von oben nach unten, dass Mauerwerken saniert werden. Es gibt schiene Missstände an der Kirche, die man so erstmal nicht sieht mit bloßem Auge. Also, aber unsere Gutachter waren hier vor Ort und haben sich ein Bild von dem Zustand der Kirche gemacht und ja, es ist ein Verhandlungsbedarf in vielen Stellen und dieses Projekt kostet uns sehr viel Geld, aber die Evangelische Kirche in Düsseldorf tut ihr Bestes, um es zu stemmen, aber wir sind schon auch angewiesen auf Unterstützung der Düsseldorfer Stadtgesellschaft. Gesellschaft über die Grenzen hinaus. Ja, und die bekommen Sie ja zu Genüge, nicht zuletzt von Ihnen, Herr Doldinger, herzlich willkommen auch an Sie. Sie sind Musiker, das weiß ich nicht, ob ich das überhaupt noch extra erklären muss, ich denke, dass der Name durchaus bekannt ist, aber vielleicht können Sie ja mal ein wenig Ihren Verdi dann beschreiben, der Sie dann schlussendlich hier zu diesen Konzerten geführt hat. Erstmal eine kleine Korrektur, ich bin ja kein Musiker, ich habe ja Psychologie studiert, bin Psychotherapeut und Psychoanalytiker und bin in den Unternehmen unterwegs, habe eine eigene Praxis über 20 Jahre gehabt, habe aber immer schon natürlich bedingt durch meinen Bruder immer einen Bezug zu dieser wunderbaren Musik bekommen, nämlich der Jazzmusik, einer Improvisationsmusik. So, und zu Düsseldorf habe ich eine besondere Beziehung, weil ich seit 1945 hier lebe. Ich bin in Wien geboren, aber dann eben geflohen aus Wien nach Düsseldorf und hier auch groß geworden, in Köln studiert und dann eben verschiedene berufliche Positionen gehabt, bis ich dann eben mich selbstständig gemacht habe 1978. Und dann hatte ich den Glücksfall, dass ich meinen Freund Hadi wieder getroffen habe. Und wir haben dann eben überlegt, was können wir denn machen? Er mit seiner Posaune und ich mit dem Sachsbrot. Hadi Dörn, nicht wahr? Hadi Dörn, ja. Und dann hat sich das so entwickelt. Und dann haben wir damals Herrn Arneutting hier gefragt, der ja hier der Pfarrer war, der ja die Citykirche auch ins Leben gerufen hat. Und den haben wir gefragt. und der war sofort einverstanden, hier Musik zu machen. Und seit nunmehr 26 Jahren dürfen wir in diesem wunderbaren Gebäude uns austoben und Musik machen. Und für viele Gäste und Zuhörer hat das auch einen festen Bestandteil in ihrem Leben dazwischen bekommen. Und das ist so die ganze Entwicklung eigentlich. Ich verstehe. Das heißt, es ist Ihnen auch persönlich ein Anliegen, dass dieser Ort erhalten bleibt. Absolut, das ist ganz wichtig für mich. Und jetzt haben Sie ja gerade schon erwähnt, es gibt diese Konzertreihe sozusagen schon eine ganze Weile. Was war jetzt der Impuls zu sagen, okay, wir machen es jetzt vielleicht, also Sie haben ja sich jetzt einen auch durchaus prominenten Gast dazu geholt für diese beiden Konzerte. Was war jetzt der Impuls zu sagen, okay, jetzt machen wir es noch eins größer und deklarieren das als Fundraising-Konzert? Naja, also es wurde ja klar, dass die Kosten, die ursprünglich geplant waren, gar nicht eingehalten werden können, wie das bei so vielen Projekten ist in Düsseldorf und nicht nur hier, sondern alten überall. So, da war eben die Idee, was können wir denn tun? Natürlich mit diesem Konzert und dann war die Überlegung, die Musiker waren sofort mit einverstanden. Wir haben vor Jahren schon mal für die Restauration des Steinwegflügels auch schon mal Konzerte gemacht, um dann das zu finanzieren. Nun kann man das nicht miteinander vergleichen, das ist klar. Und dann war eben der Impuls zu sagen, ja, was können wir denn machen? Die Musiker waren sofort einverstanden. Aber dann war eben die Idee, wir müssen natürlich ein Big Name nochmal haben. Mein Bruder konnte nicht oder kann nicht. Und dann fiel mir sofort der Helge ein, weil der ist ja auch Saxophonspieler und sehr der Jazzmusik zugetan. Kommt auch aus der ganzen Jazzszene. Und dann war sofort mit einverstanden, diese beiden Konzerte zu machen. Ja, also Helge Schneider ist dabei, was natürlich bestimmt ein Publikumsmagnet auch noch ist. Zusätzlich zu Ihnen natürlich und Ihrer Band. Jetzt heißt diese Band ja Wolf Doldinger und Best Friends. Wie lange spielen Sie schon mit denen? Also sind das tatsächlich alles Ihre besten musikalischen Freunde? Ja. Wenn man das überhaupt sagen kann. Ich kenne das ja selber, dass man da ein bisschen vorsichtig ist. Also das Erstaunliche ist, dass die Band von 1998 immer noch die ist. Die es damals war und heute war. Es sind wohl zwei Pianisten gestorben, aber alle anderen sind identisch. Ja. Und dann hat sich das so entwickelt, dass wir eben zu den Konzerten immer Gastmusiker einladen. Also das ist ein etablierter Prozess, dass wir eben bekannte oder unbekannte Musiker aus ganz Deutschland hier einladen. Von Barbara Dennerlein aus München bis hin zu Jan Parks, jetzt der frischeste. Die Musiker der WDR-Biff-Band kommen gerne hierher. Also wir haben inzwischen über 120 Musiker eingeladen, hier mit uns zusammen Musik machen. Und das Erstaunliche ist, es macht immer ein bisschen Spaß mit denen. Alle sind immer voll dabei. Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Und interessanterweise, keiner fragt nach einer Gage. Ja, da wollte ich gerade auch drauf hinaus, dass die Musiker in dem Fall tatsächlich auf ihre Gage verzichten, zugunsten der Restaurierung, Instandhaltung. Also das ist dann quasi der Fundraising-Aspekt. Genau, jetzt ist es so, wenn ich an Kirche denke, dann denke ich erstmal natürlich an Orgel, ich denke an Chor, ich denke an etwas gesächsteres Ambiente. Wie kommt das, dass in der Johanniskirche zum Beispiel. Ich sage es jetzt mal ganz salopp, die weltliche Musik oder überhaupt Veranstaltungen so eine große Rolle spielen. Wie ist da der Weg hing? Ja, die Johanneskirche ist ja die Citykirche in Düsseldorf. Es ist ein besonderes Konzept, was entwickelt wurde. Und ja, es steht einfach auch natürlich für evangelisches Leben, auch für Gottesdienste, wie Sie schon sagten, aber eine große Bereicherung einfach auch für die Düsseldorfer Stadtgesellschaft sind natürlich unsere Angebote, die sie ansprachen, Konzerte, Ausstellungen, also im kulturellen Bereich, passiert ja hier sehr viel. Und ja, auch demnächst wird unsere Evangelische Stadtakademie hier einziehen mit ihrem großen, umfangreichen Seminar- und Kursangebot. Und das werden wir dann dahingehend auch erweitern, dass hier also noch viele andere Sparten abgedeckt werden quasi. Ja, aber dennoch ist es auch einfach ein Ort für Menschen unterschiedlicher Hintergründe und die sich einfach hier auftreffen, austauschen können. Und deswegen ist das Almo-Boot sehr vielseitig. Und ja, da sind wir auch ein bisschen stolz, dass wir hier so ein Alleinstellungsmerkmal haben. Und ich glaube, viele Düsseldorfer identifizieren sich auch mit der Johanneskirche. Also das merken wir auch gerade jetzt in unserem Projekt, wo es ums Fundraising geht. Und da haben wir sehr viel positives Schiebwerk, nicht nur in Form von Spenden, sondern auch von Gesprächen, die stattfinden und es ist auch für uns in den Bereichen bewusst, Chance zu zeigen, was Kirche noch kann. Ja, das finde ich ist auch spürbar. Also die Johanneskirche ist natürlich auch durch die Lage irgendwie im Zentrum, aber es ist auch ein Zentrum. Man hat ja unten auch den Café-Bereich, wo man sich aufhalten kann. Also es macht das Ganze so ein bisschen auf und City-Kirche im wahrsten Sinne des Wortes sozusagen. Jetzt sind ja diese beiden Konzerte ausverkauft und auch zum Zeitpunkt der Ausstrahlung schon in der Vergangenheit. Trotzdem fände ich es schön, wenn Sie ein bisschen vielleicht darauf eingehen, Herr Dörlinger, was wird gegeben? Also wir sind im Bach-Saal, ich weiß nicht, ob auch Bach erklingen wird, kann ja auch durch Zitate durchaus im Jazz passieren. Also was ist so das musikalische Oeuvre, was hier erklingt durch die Gemäuer? Der Bachsaal hat ja eine besondere Bedeutung. Also der erste Punkt ist ja, es gibt wenig Kirchen, die nochmal einen Extrasaal haben, weil die meisten Musiker meinen dann, sie müssen unten in der Kirche spielen und da gibt es ja immer diese Akustikprobleme, insbesondere für Schlachtzeuger. Aber deswegen sind wir so glücklich, dass diese Kirche von Anfang an, seitdem sie existiert, diesen Saal hat. Weiterhin ist es ja wichtig, dass an diesem Saal bitte nichts restauriert oder renoviert wird, weil der Saal hat so ein bisschen Altstadt-Flair, finde ich. Mit Holz und es ist alles so, wie es immer war. Die Bühne schon richtig auch strapaziert, aber genau das gehört dazu. Also das ganze Klima in dem Bach-Saal passt wunderbar zu dieser Musik, die wir machen. Dann auch noch der Name Bach, weil Bach ist ja für alle Jazzmusiker ein großes Vorbild. Man kann ja, es gibt ja auch Kritiker, die sagen, dass der Bach schon so ein bisschen auch der erste Jazzmusiker war, mit seinen Fugen und sonstigen wunderbaren musikalischen Gestalten, die er gemacht hat. Also hier passt eigentlich so alles wunderbar zusammen und das hat uns damals auch motiviert, eben in den Bachszahn zu gehen. Wir haben ja ursprünglich ein Café angefangen. Wie? Der Herr Neuthing sagte, ja gerne, da stand auch ein Flügel, dann haben wir die ersten zwei, drei Konzerte unten im Café gemacht, aber die Mädchen wurden mehr, wir haben mit zehn Besuchern angefangen und dann wurde das mehr und dann bat der Herr Neuthing, geht doch mal bitte in den Bachsaal. Und im Bachsaal saßen dann 20 und dann haben wir ein zweites Konzert gemacht, dann waren 25 und dann war so die Meinung, nee, also liebe Leute, die Meinung der Musiker, das bringt hier nichts, lasst uns das einstellen, der Aufwand ist einfach zu groß, wir müssen auch noch ein bisschen Geld verdienen. So und dann kam eben, dann habe ich gesagt, nee, nee, wir machen, wie so oft man das sagt, dreimal muss man uns schon bemühen und dann saßen plötzlich 50 Leute. So, das war dann eigentlich so der Startpunkt, das war dann Anfang 90, als wir gesagt haben, jetzt starten wir durch und das hat sich... Praktisch kontinuierlich so entwickelt, sodass wir jetzt im Dezember das 200. Konzert im Bachsaal mit immer derselben Band und immer Gastmusikern bestreiten dürfen. Da sind wir natürlich den Mitarbeitern hier sehr dankbar, nicht nur die Pfarrer, die hier Verantwortung hatten, eben auch allen Mitarbeitern, die hier ihre Dienste leisten. Das ist eine wunderbare Zusammenarbeit mit denen, die sind wirklich so drauf, die kennen uns inzwischen, die wissen genau, was zu tun ist und da geht Hand in Hand. Und das ist natürlich für uns und für die Gastmusiker wunderbar. Und die Gastmusiker sind auch immer sehr erfreut darüber, dass sie in so einer wertschätzenden Atmosphäre spielen können und natürlich auch durch das Publikum dementsprechend mit Applaus bedacht werden und sie dann eben auch immer wieder gerne wiederkommen. Ja, und jetzt ist ja das American Songbook, beziehungsweise die Real Books und Standards sind ja mannigfaltig aufgestellt. Es gibt sehr, sehr viele Lieder. Ich kann mir vorstellen, dass sich bei 200 Konzerten durchaus auch mal was wiederholt. Haben Sie einen Hit, den Sie hier spielen oder irgendwas mit Kirchenbezug? Ich denke an Come Sunday ist natürlich ein schöner Standard mit Kirchenbezug. Nee, also wir haben überhaupt keinen Kirchenbezug. Wir finden das in Form von, ja wie soll ich sagen, das hat immer was Kirchliches natürlich hier zu tun. Das denke ich schon, aber wir haben jetzt nicht ein spezielles Stück, was wir hier spielen. Wir spielen am Ende immer einen Jingle, wo wir singen. Da singen wir am Ende so Sounds of Jazz. Das ist so das, was dann alle Musiker singen. Das ist ein ganz kurzes Stück, komponiert von unserem Pianisten Michael Weiß. Und dann ist das Ende und es ist praktisch wie so eine Art Schlussgebet. Er lebt nur mit Gesang und das macht ihm auch große Freude. Aber sonst haben wir keine Standards. Wir spielen Standards, spielen auch modernes Zeug, auch schwierige Sachen. Hin und wieder mal bei dir, Amateure. Der Hadi Dörn und ich sind ja Amateure. Durch die Berufsmusik können wir natürlich auch viel lernen, die Jahre hinweg. Das ist ganz wichtig auch, dass die uns dann auch noch mehr in diese Musik eintauchen lassen, weil sonst mache ich ja was anderes. Ich muss ja mein Geld mit anderen Tagen verdienen, nicht mit der Musik. Ich verstehe. Also das Bild, das hier trotzdem am Ende eines jeden Konzerts gemeinsam gesungen wird, finde ich ein sehr schönes und damit das auch weiter so passieren kann. Und Musik durch die Gemäuer, durch die Hallen der Johanneskirche fließen und swingen kann. Dafür sorgen die Konzerte. Ich danke sehr für dieses Gespräch, Frau Gold, Herr Doldinger und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Vielen Dank. Tschüss. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxy. So einige Bauernregeln beschäftigen sich mit dem Wind. Der Wind ist allerdings im Sommer nicht ein sonderlich großes Thema. Ich grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter. mal eine etwas andere Einleitung, weil wir uns jetzt vornehmlich mit dem Wind beschäftigen werden. Und der Wind bringt im Prinzip den Ursprung oder die Herkunft dessen, was uns erwarten könnte. Deswegen ist es jetzt gerade bei der Wetterlage relativ wichtig, weil aus dem Nordosten kommt trockene Luft zu uns, aus dem Südwesten kommt feuchte Luft zu uns. Der Südwesten ist tendenziell eher etwas kühler, klingt komisch, ist aber so. Der Nordosten ist tendenziell eher wärmer, klingt ebenfalls komisch, ist aber auch so. Also ursächlich ist halt einfach, weil der Kontinent sehr aufgewärmt ist und wenn ein Tief über Frankreich liegt, dann kommt zwar aus dem Südwesten Luft zu uns, allerdings wird das Windfeld und die Luft um das Tief herum geführt, sodass wir praktisch Nordatlantikluft bekommen, die dann entsprechend kühler ist. Deswegen gucken wir uns jetzt mal ganz genau an, wo der Wind herkommt und wie dann das entsprechende Wetter dazu ist. Der Freitag wird nach einem sehr sonnigen Tag wieder auf Südwestwind drehen, das heißt wir bekommen dann gerade in der ersten Tageshälfte viel, ja so ein hochnebelartiges Gewölk, zum Nachmittag hin lockern die Wolken so ein bisschen auf und dann sind auch einzelne Schauer dabei, das Ganze dann bei wieder relativ kühlen 19 bis 22 Grad. Der Samstag lässt den Wind wieder drehen, wir haben dann wieder Südostwind und dementsprechend wird sich auch die trockenere Luft wieder durchsetzen. Abseits von Nebelfeldern und hohen, ja hochnebelartigen Wolken wird es dann zum Vormittag hin deutlich freundlicher werden und dann scheint über den gesamten Tag hinweg die Sonne ohne jeglichen, ja mehr oder weniger Wolken, es kann mal sein, dass mal so harmlose Wolken dabei sind. Temperaturen steigen wieder deutlich an mit der Sonne auf 17 bis maximal 28 Grad. Am Sonntag dreht der Wind wieder. Wir haben wieder Südwestwindwetter. Dementsprechend wird auch wieder mehr Bewölkung dabei sein. Das Ganze wohl vermutlich so bis zum Nachmittag danach soll wohl eine kleine Front reinziehen mit einzelnen Schauern und Gewittern. Das Ganze dann bei 19 bis 23 Grad. Mit den Schauern kühlen die Temperaturen dann auf 17 bis 16 Grad ab. Für den Sonntag habe ich aber noch eine kleine Besonderheit. Es kann sein, dass nicht nur der Wind auf Südwest dreht, sondern es kann auch sein, dass der Wind teilweise sogar auf West- bis Nordwest dreht. Wenn das der Fall ist, dann erwarten uns zahlreiche Schauer und Gewitter. Es kann dann auch sein, dass dann auch einzelne Unwetter mit Starkregen und halt eben auch Sturmböen dabei sein können. Alles noch so ein bisschen in vager Position. Position, nur mal für den Hinterkopf, alles informative und alles aktuelle gibt es dann auf meiner Wetterseite jens-strucks.blog. Der Montag ist noch so ein bisschen unsicher, hier wird der Wind vermutlich eher aus südwestlichen bis westlichen Richtungen kommen, dementsprechend haben wir viele Wolken, zum Abend hin sollen die Wolken ein bisschen auflockern, das Ganze dann bei 16 bis 22 Grad und danach ist es ein bisschen Lotteriespiel. Das Wetter wird vermutlich weiterhin Ost-West bis Nord-West kommen, aber das würde ich jetzt mal hinten anstellen. Dafür ist es einfach noch zu weit weg. In diesem Sinne wünsche ich euch jetzt viel Spaß beim Beobachten des Windes, wo er herkommt und die jeweilige Konsequenz für das Wetter. In diesem Sinne euch ein schönes Wochenende und wir hören uns dann nächste Woche wieder. Bis dann, ciao, ciao. Mehr Düsseldorf-Wetter gibt es im Wetterstruxy-Blog. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns eine riesengroße Freude machen wollt, dann empfehlt diesen Podcast jemandem, der Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der das noch lernen soll. Mein Name ist Tosja Krollmann. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Den Rheinpegel gibt es jeden Donnerstag neu. Folgt dem Podcast jetzt in eurer Podcast-App, um keine Episode mehr zu verpassen. Music.