Latest / Schlagabtausch – Das Schlagzeugmagazin im Podcast-Format / Prof. Udo Dahmen: Der Architekt der deutschen Schlagzeug-Kultur! - Podcast #138
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- Herzlich Willkommen zum Schlagabtausch, eurem Schlagzeugmagazin im Podcast-Format. Diesmal mit einem Mann, der für die Popmusik und für die Schlagzeugkultur in Deutschland sehr viel getan hat. Los geht's. Ihr hört Schlagabtausch, der Podcast für alle Schlagzeugbegeisterten. Wir sind Dirk Brandt und Timo Ickenroth. Mit Tipps und Hacks und dem Allerneuesten aus der Schlagzeug- und Percussion-Szene. Viel Spaß beim Hören. Liebe Podcast-Hörende, liebe Wodcast-Sehende, ich begrüße euch zur 138. Episode des Schlagabtauschs mit mir, Timo Ickenroth, und meinem lieben Freund und Kollegen, Dirk Brand. Hallo, Dirk. Schönen guten Morgen, ihr da draußen. Guten Morgen, Timo. Und ihr draußen, wisst ihr, was gerade passiert? Das hat mir das Grinsen ins Gesicht gezaubert. Ihr müsst wissen, wir haben 8.15 Uhr und ich habe gleich noch einen Workshop im Kindergarten. Deshalb sind wir heute so früh. Und der Timo sagte von sich aus, boah, scheiße, ist ja echt heute mal früh. Yes, yes. Der wird doch noch ein spät aufstehen. Das kriege ich doch noch. Irgendwann kriege ich das noch mal hin. Ja, ich glaube echt nicht. Doch, doch. Ich glaube echt nicht. Ich bin so mittlerweile schon so, dass ich sogar, wenn ich nicht aufstehen muss, jemand ist, der jetzt nicht um 6 Uhr morgens aufsteht, aber schon nicht mehr bis 10 Uhr liegen bleibt in der Regel. Nee, aber das kann ich auch nicht machen. Der Tag ist so kurz irgendwie. Der Tag wird so kurz, so komprimiert, weißt du? Genau. Da bin ich in einem Alter, wo ich denke, es ist zu stressig. Aber es ist echt früh. Man ist halt eben, das habe ich auch gerade gesagt, im Anschluss da, man ist noch nicht warm gequatscht. War warm gequatscht. Die Stimme ist noch belegt und alles. Das ist irgendwie schon was anderes. Aber das Schöne ist, ich bin gar nicht schuld da dran, sondern der Dirk, wie er gerade gesagt hat, weil er der Jüngsten noch versorgt heute Morgen. Und sehr löblich, du bist an der Front des Nachwuchses. Du sorgst dafür, dass in Zukunft noch viele Schlagzeuge verkauft werden. Da freut sich die Industrie sich drüber. In dem Sinne machen wir aber erstmal einen kurzen Rundown, damit ihr wisst, was euch heute so erwartet. Wir schnacken gleich ein bisschen über die Europe Trump Show, aber noch, wir werden nicht zu konkret, warum, das werden wir euch gleich noch erzählen, dann haben wir heute, ja wie soll ich sagen. Einen der großen Förderer, Mäzene, Schlagzeuger, Hochschulprofessoren der letzten 30, 40 Jahre. Und wir sprechen von Udo Dahmen. Wir sprechen nicht nur von Udo Dahmen, wir sprechen mit Udo Dahmen. Und zwar, heute geht es dann in dem Gespräch mit Udo tatsächlich um die Entwicklung der Popmusik und zu der Weise, wie er die Popmusik in die Institutionen reinbekommen hat. Das fand ich eine total spannende Geschichte. Das heißt quasi von den Anfängen von ihm in der Gegend rund um Aachen bis hin zur Popakademie in Mannheim. Das wollte ich sagen. Es ist echt noch früh. Also immer, wenn wir uns das versprechen, weil wir jetzt eine schöne Ausrede, Pop-Akademie in Mannheim. Da haben wir mal die komplette Geschichte aufgearbeitet. Und ja, das ist ein wahnsinnig interessantes Gespräch. Und wer immer da reinhört, der wird erfahren, dass da wahnsinnig viel im Vorfeld passiert ist. Also unbedingt dranbleiben. Im Anschluss daran haben wir diesmal wieder etwas Hörer-Feedback von euch da draußen und natürlich wie immer die Empfehlungen der Woche. Wir schnacken jetzt ein wenig über die Europe Drum Show, aber nicht zu viel, denn wir wollen eine Extra-Episode für die Europe Drum Show machen, auch mit ein paar O-Tönen von euch da draußen, von den Besucherinnen und Besuchern, von Ausstellerinnen und Ausstellern, vielleicht auch von Künstlerinnen und Künstlern, beziehungsweise haben wir einen Künstler hier sitzen, der dort war, nämlich der Dirk, der kann also aus erster Hand berichten, wie es sich als Künstler anfühlt, dort präsent zu sein und dort was Schönes zu machen, Aber damit ihr so ein bisschen darauf eingestimmt werdet, habe ich mir gedacht, ich stelle dem Dirk immer eine Entweder-oder-Frage zur Euro-Trump-Show und er muss aus seiner Sicht dann sagen, ja, Was das Entweder-Oder für ihn ist. Okay, das hatten wir noch nicht. Das ist neu. Yes. Wir fangen an. Masterclass im kleinen Raum oder Mainstage-Show? Ich wäre immer für die Masterclass im kleinen Raum. Direkt zum Lieblingsaussteller-Brandstand oder erstmal planlos durch die Halle laufen? Planlos. Neues Gear auschecken oder lieber nur beobachten und vergleichen? Auschecken. Ein tiefgehendes Gespräch oder möglichst viele kurze Smalltalks? Das ist schwierig aus unserer Sicht jetzt. Aus meiner persönlichen Sicht würde ich immer ein tiefgreifendes Gespräch immer vorziehen. Businessmäßig ist es aber nicht ganz unwichtig, mit vielen Leuten in Kontakt zu kommen. Ich glaube, das muss man ein bisschen unterscheiden, wenn ich ehrlich bin. Deine Lieblingsbrands anspielen oder unbekannte Prototypen entdecken? Unbekannt. Immer unbekannte Sachen entdecken, obwohl das mittlerweile sehr schwierig ist, dass es auch ein Drummarkt, wenn ich ganz ehrlich bin. Aber sie gibt es. Sehr früh kommen, um alles zu sehen oder lieber später kommen und nur gewisse Sachen auschecken? Nee, ich finde, wenn so ein Event ist, früh da. Also selbst ich war morgens echt immer am Start. Ja. Selber Workshop geben oder lieber einen Workshop anschauen? Absolut beides. Also ich mache das zu gerne, aber finde auch total klasse zu sehen, was die Kollegen machen etc. Social Media Content produzieren oder bewusst offline bleiben? Auch wieder so eine Zwickmühlenfrage. Ich glaube, Social Media gehört heutzutage zum Künstler-Dasein mit dazu. Ich glaube, so ganz zu verschließen wäre doof. Manchmal weiß ich selber auch nicht, wie ihr alle da draußen auch. Also ich finde Social Media echt klasse und manchmal geht es mir auch echt auf den Sack. Also, weil ich weiß auch nie, bringt es mir was oder nicht. Und jetzt kommen wir wieder zu dem tiefgreifenden Gespräch. Ein tolles Gespräch ist immer besser als jede digitale Welt da draußen, nach meiner Meinung. Nächste Frage. Die Top-Marken oder kleine Boutique-Hersteller? Ich finde Boutique-Hersteller, weil die haben eine Vision dahinter, das finde ich schon immer sehr spannend. Ich habe die Frage schon, ich stelle es jetzt trotzdem nochmal. Konkret gezielt loslaufen oder komplett offen für Inspiration? Ich finde es schon ganz cool, einfach mit offenen Augen da durchzugehen, weil dann entdeckt man Sachen, die man so vielleicht noch nicht entdeckt hat. Also von daher ist konkret, weiß ich nicht, aber ich finde schon mit offenen Augen durch die Welt laufen. Ist oder so das Beste. Okay, und jetzt kommt keine Entweder-Oder-Frage, sondern zum Abschluss des Ganzen. Dein schönstes Europe-Drum-Show-Erlebnis 2026? Oh, da waren viele. Das waren für mich die schönsten Erlebnisse, muss man jetzt sagen, sind wirklich die Gespräche und da wollte ich mich auch echt bedanken. Es sind viele von unseren Zuhörern immer mal wieder kurz vorbeigekommen und haben gesagt, ey hallo und das finde ich für uns beide jetzt ganz wichtig, die auch im Namen, dass ich dir immer weiter ausrichten sollte, dass die immer sagen, ey macht bitte weiter und die den Podcast wirklich gut finden. Und das ist, glaube ich, also die Begegnung mit euch, das ist so, das ist eigentlich, also ich finde es mega, dass ihr vorbeigekommen seid oder mir mal kurz auf die Schulter geklopft habt und gesagt habt, ey toll, dass ihr das beiden so macht und dass ihr das durchzieht irgendwie. Das sind eigentlich die tollen Erlebnisse und da kann keine Brand dieser Welt gegen euch ankommen. Also die Interaktion mit euch ist eigentlich für mich das größte Erlebnis der Europe Drum Show. Überhaupt von jeder Messe. Das Krasse ist ja, wir werden ja wirklich gehört und gesehen, das sieht man daran halt auch, ne? Wenn es so direkte Begegnung ist, klar, man sieht mal Kommentare, die geschrieben werden oder sowas, aber dann hast du einen echten Menschen vor dir, der das sagt und dir sogar auf die Schulter klopft, das ist natürlich schon geil. Sehr gut. Das waren die ersten Eindrücke für die Euro-Drum-Show. Das war jetzt sehr persönlich aus Dirks Sicht. Aber wir werden auf jeden Fall in der kommenden Podcast-Folge, das ist die 139, dann gezielt und detailliert über das sprechen, was dort passiert ist. Wie gesagt, wir hoffen auch ein paar O-Töne einzufangen, weil der Dirk konnte natürlich auch nicht überall sein. Und da wäre es schön, dass wir von euch dann ein bisschen Unterstützung bekommen. Und wir werden auch gezielt natürlich losgehen und nachfragen. Aber wer möchte, kann uns gerne auch ein kleines Video schicken, wer da war. Also wichtig ist mittlerweile natürlich, wir sind zwar ein Podcast, aber man sieht uns auch auf YouTube. Also ein Video ist jetzt wünschenswert, sag ich mal, wenn ihr also einen kleinen O-Ton selbst habt. Ihr wart dort an der Europe-Torbs-Show 2026 und ihr möchtet von eurem schönsten Erlebnis berichten. Was euch am meisten beeindruckt hat oder was euch am meisten geflasht hat oder welches Produkt ihr am tollsten fandet oder vielleicht auch sogar mal, was fandet ihr nicht so gut? Ich meine, letztendlich, auch das gehört dazu. Dann ruhig mal als O-Ton aufnehmen und uns gerne als Video schicken. Die Schlagabtausch-Podcast-E-Mail-Adresse ist bekannt. E-Mail an schlagabtauschpodcast.gmail.com Ganz wichtig, der Timo hat ja gesagt, Video wäre echt wünschenswert. So, jetzt kommen wir dazu. Nicht jeder mag das. Wer uns dann lieber eine Sprachnachricht schicken möchte, kann dies natürlich auch. Also wie gesagt, ihr müsst nicht unbedingt ein Video, aber es kommt auch gar nicht auf die Qualität an. Es kommt wirklich drauf an. Wir sind einfach daran interessiert, was euch da dran gefallen hat in der Europe Drum Show und wollen das einfach mal in der nächsten Folge so ein bisschen mal aufdröseln. Also wäre schön mit Video, aber wenn eine Sprachnachricht oder Textzeilen auch alles in Ordnung. Aber ihr müsst natürlich damit rechnen, wenn ihr nur eine Sprachnachricht schickt, dass wir euch mit einem KI-Avatar versehen. Ach. Also da kann schon sowas Spongebob-mäßiges dabei rauskommen. Also wenn ihr das wollt, oder euch das egal ist, gerne. Und natürlich auch wichtig, bitte schreibt uns auch, ob ihr euch mit Namen dann veröffentlichen dürfen oder ob ihr anonym bleiben möchtet. Also Vorname geht ja immer. Aber es ist wichtig für uns natürlich als datenschutzrechtlichen Gründen, nicht, dass wir da was machen, was ihr nicht möchtet. Aber wir sind gespannt. Schickt uns das gerne zu. Und wie der Dirk schon sagte, wenn es eine Sprache ist, richtig gerne als sprachlich und wichtig die Info für uns mit Klarname oder zumindest nur mit Vornamen. Wir sind gespannt. Yo. Heute haben wir die besondere Ehre, mit einer Persönlichkeit zu sprechen, die die Entwicklung des Schlagzeugs und der Popularmusik in Deutschland über Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt hat. Nicht nur als Drummer, sondern vor allem als Visionär, Pädagoge und Netzwerker. Professor Udo Dahm ist vielen als künstlicher Direktor und prägende Kraft der Popakademie Baden-Württemberg bekannt, die über viele Jahre aufgebaut und entscheidend mitgestaltet hat. Gleichzeitig war er als Vizepräsident des Deutschen Musikrats und als Präsident von Procution Kreativ eine zentrale Stimme, wenn es um die strukturelle Förderung von Musikerinnen und Musikern in Deutschland geht. Was ihn dabei besonders auszeichnet, er denkt Musik immer ganzheitlich als künstlerischen Ausdruck, als Handwerk und als Teil eines größeren kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhangs. Sein Einfluss reicht weit über das Schlagzeug hinaus und hat Generationen von Musikerinnen und Musikern geprägt. Und umso mehr freuen wir uns, heute mit ihm zu sprechen, Professor Udo Dall. Der Mann ist ein Tausender und das Interview ist echt spannend. Hört rein. Ach, ihr habt es ja alle schon gehört. Ich bin heute mega happy, dass wir nach, mein Gott, 138 Folgen nun endlich einen Mann hier am Start haben, der unfassbar viel für die Schlagzeug-Community in Deutschland und Europa getan hat. Man muss es sagen, wie kaum ein anderer und immer noch aktiv ist und Dinge nach vorne bringt. Und ich freue mich, dass uns heute, und ich sage es mal ganz offen, Professor Udo Dahmen mit seiner Anwesenheit beehrt. Hallo Udo. Hallo lieber Timo, hallo Dirk, grüße euch. Guten Morgen, Udo. Schön, dass du da bist. Klasse. Also es ist Wahnsinn, es hat lange gedauert, aber wir haben dich hier in der Strippe und das supertolle ist, du bist ja wahnsinnig unkompliziert gewesen, wir haben relativ spontan angefragt und innerhalb von wenigen Minuten war das Ding ja eigentlich dingfest, wo man eigentlich denken könnte, mein Gott, der Mann ist auch so busy immer noch, obwohl er mehr oder weniger schon im verdienten Unruhestand ist, in einigen Angelegenheiten, aber wahnsinnig super, dass es so unkompliziert geklappt hat, auch danke dafür. Und ich meine, so doof es klingt, aber vielleicht gibt es doch jemanden da draußen, der nicht weiß, wer du bist. Ich glaube es nicht, aber egal, wir müssen immer mit dem Schlimmsten rechnen. Vielleicht magst du dich einmal ganz kurz vorstellen, wer du bist und was du so treibst. Ja, mein Name ist Udo Dahmen. Ich bin Haus aus Schlagzeuger. Mittlerweile mehr als 50 Jahre als Schlagzeuger unterwegs. Nee, mehr als 60 Jahre, so um ganz genau zu sein. 50 Jahre bin ich Professional. Und ja, also in den letzten Jahren habe ich bis 2023 die Pop-Akademie geleitet als künstlerischer Direktor und Geschäftsführer und war auch einer von denen, die die Pop-Akademie gegründet haben. Und vorher etliche andere Institutionen, die bis heute Bestand haben und sehr erfolgreich sind. Ja, also Popmusik war immer mein Thema als Schlagzeuger. Auf der einen Seite, obwohl ich da vor allen Dingen in den 70er Jahren auch sehr viel Jazz gespielt habe und alle möglichen Dinge getan habe. Aber Schlagzeug war immer die Grundlage für das, was ich getan habe. Und in wenigen Worten hatte ich da die Möglichkeit, mit sehr, sehr vielen auch bekannten Musikerinnen und Musikern zusammenzuarbeiten, darüber werden wir sicher reden. Und in der zweiten Lebenshälfte war für mich die edukative Seite eigentlich so ein ganz großer Schwerpunkt, wobei ich das Schlagzeugspielen eigentlich nie aufgegeben habe in der Zeit, aber mich eben dann auch aufs Unterrichten zum Beispiel in der Pop-Akademie und in Workshops und so weiter verlegt habe. Also ich hoffe, wir werden auf alles zu sprechen kommen, was du gerade auch angesprochen hast. Wir werden mal versuchen, alles zeitlich ein bisschen aufzurollen, weil ich finde das ultra spannend und ich glaube, dass vielen auch gar nicht klar ist, wie viele Verbindungen da herrschen zwischen Institutionen, die du, wirklich maßgeblich nicht nur initiiert hast, geprägt hast, gegründet hast, also da ist so viel. Aber lass uns mal nur mal ganz vorne gehen, weil ich weiß, du hast gerade gesagt, seit dir oder Dirk... Bevor wir reingehen, ich habe eine kleine Anekdote, Udo, und an die erinnerst du dich niemals. Und zwar, da müsste ich 13... 14 Jahre gewesen sein und ich habe durch meinen Onkel eine Ausstellerkarte für die Musikmesse in Frankfurt bekommen. Das war zu deinen Hochzeiten bei Sonor und da hast du in so einer Kabine, hat man ja früher noch gespielt und ich weiß noch, du hast ein schwarzes, für mich sehr beeindruckendes Sonor gespielt, also es ist ewig her und ich stand vor diesem Schlagzeug, wie gesagt, kleines Kind mit ganz, ganz großen Augen und dann kamst du zu mir hin und hast mir die Trommelstöcke gesagt. Ich fand so, wolltest du mal probieren? Und ich war vor Ehrfurcht erstarrt. Dass dieser Mann auf einmal sagt, willst du mal? Ich habe mich nicht getraut, muss ich ganz ehrlich sagen, weil ich war so vor Ehrfurcht erstaunt, aber ich fand das, und das ist, glaube ich, auch das, was dich heute auszeichnet, dass du dich immer, um den Nachwuchs, um jüngere Schüler oder überhaupt um Schlagzeuger, wo du gemerkt hast, die haben begeistert. Ich stand da wirklich mit leuchtenden Augen vor diesem Set und wie gesagt, habe mich nicht getraut. Man durfte auch anfassen, aber es hat mir alles nicht getraut. Ich war halt so vor Ehrfurcht erstarrt und du kamst dann an, sagte, hier hast du meine Trommelstöcker, willst du mal spielen? Ich so, nein, an Gottes Willen, aber das ist eine Anekdote, das fand ich und ich glaube, das prägt diesen Menschen Udo Dahmen, auch bevor jetzt in das Interview reingehen. Das fand ich damals schon Wahnsinn und auch heute, und das zeichnet dich, glaube ich, aus. Danke, danke für die Blumen, lieber Dirk. Ja, ich glaube, das ist so ein bisschen wahrscheinlich das Thema oder der rote Fahne, der sich hier durch dieses ganze Gespräch ziehen wird. Und dass wir immer wieder auf diese Geschichte zurückkommen, wie du, was du alles für den Nachwuchs getan hast und immer noch tust und auch für die, wie gesagt, die ganze Schlagzeugkultur in Deutschland. Aber lass uns wirklich mal vorne beginnen, weil das finde ich auch immer sehr interessant. Was dich zum Schlagzeug überhaupt geführt hat. Soweit ich das recherchiert habe, warst du relativ spät dran mit allem und hast dann aber wahnsinnig schnell den Sprung schon in das Profilager geschafft und kommst ja eigentlich auch dann, wenn ich es auch richtig recherchiert habe, was ja auch damals wahrscheinlich ganz normal war. Von der Ausbildung her und vom Studium her ja gar nicht aus der Popmusik, weil da gab es nichts. Also vor dir gab es nichts, da kann man ganz einfach sagen. Und genau, nimm uns mal mit auf deine musikalische Reise. Ja, das war eine sehr spannende Zeit, wie wir uns alle vorstellen können. Ich bin ja Zeitzeuge der 60er Jahre. Also als die Mädels Love Me Do veröffentlicht haben, war ich zwölf. Und die Beatles fand ich gut, aber ich war totaler Rolling Stones Fan. Vor allen Dingen, weil meine Schwester die Beatles gut fand. Kann man die natürlich nicht mehr richtig cool finden. Aber das nur am Rande. Und ja, also die gesamte Musikszene hat mich damals total beeindruckt. Aber da war ich noch weit weg, also mit zwölf davon Schlagzeug zu spielen. Das passierte erst ein bisschen später. Nachdem in meiner Klasse ein Gitarrist war und ich habe immer auf den Tisch geklopft, also auch in der Schule und wir haben uns angefreundet und dann irgendwann führte das dazu, dass ich dann doch Schlagzeug spielen wollte und da war ich dann aber schon fast 16 Jahre. Und habe mein erstes Schlagzeug bekommen. Manfreder wollte mir eigentlich zum Realschulabschluss ein Moped schenken. Und dann habe ich gesagt, ein Moped brauche ich nicht, aber ein Schlagzeug. Und das war der Anfang. Und zu meinem Abschluss in der Realschule haben wir dann schon gespielt. Also da hatte ich das Schlagzeug vielleicht drei Wochen. Und das ist auch ein bisschen typisch. Ich habe immer gleich gemacht und nicht lange rum agiert, sondern einfach getan. Natürlich aber die ersten zwei Jahre dieser Zeit, ich bin ja aus Aachen, habe ich dann in unterschiedlichen Bands gespielt. Das ging so eine Band nach der anderen und ich erinnere mich sehr gut, ich habe damals dann nach der Realschule, Hörerhandelsschule, also Handelsabitur gemacht im Anschluss und in meiner Klasse, in die ich dann kam, saß neben mir ein Schlagzeuger, der hatte ein super Schlagzeug für mich damals. Und dann hat er mich eingeladen. Ich bin zu ihm hingegangen und hat mir dann alles gezeigt, was er kann. Und das konnte ich noch alles nach einer Woche ungefähr. Und das fand er dann nicht mehr so gut. Das ging ein bisschen zu schnell. Und der hatte aber eine Band, die probte immer am Samstag in der Wäscherei der Eltern zwischen den Waschmaschinen und Heißmangeln. Und da bin ich dann immer hin am Samstag und wir haben und immer wenn die Pause gemacht haben, habe ich mit einem der Musiker noch ein bisschen zusammengespielt, bis ihm das zu viel wurde und das war eigentlich so der Anfang, das war immer so, gleich rein starten und gleich machen. Lange Rede, kurzer Sinn, nach, Knapp in zwei Jahren in Aachen, in verschiedensten Bands, haben wir eine Band gegründet, die ist Rufus Zufall, eine der Crowdrock-Bands und haben mit dieser Band in Aachen relativ schnell Furore gemacht. Querflöte, Jethro Tull, blablabla, aber mit eigenen Titeln und einem eigenen Zusammenhang und wir haben unser erstes Album selbst produziert und aufgenommen, das war 1969, also das ging sehr, sehr schnell und ein zweites Album dann tatsächlich bei Rolf-Ulrich Kaiser, er war unser Produzent auf dem Pilz-Label, da wo eben auch viele andere erschienen sind. Das war 1971, also war mein erster Major, da war ich halt gerade knappe 20 und habe mich dann entschlossen, anders als vorgesehen, nicht BWL zu studieren, sondern Schlagzeug zu studieren, unser klassisches Schlagzeug. Und hatte in der Zeit dann Unterricht bei dem ersten Schlagzeuger des Städtischen Orchesters in Aachen, Josef Offelder. Zudem bin ich dann immer in Unterricht gegangen und habe damals noch so eine Lehre gemacht, so ein Praktikum, bevor ich dieses BWL-Studium angehen wollte und habe dann gesagt, sofort den Sprung ins Studium geschafft. Also es ging alles unglaublich schnell. Und für mich war das eigentlich ganz normal. So geht das halt. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, anscheinend war da irgendwas bei mir, was ging, was das auch ermöglichte, dass das so schnell passieren kann. Aber für mich war es einfach die Herausforderung und ich wollte das wissen und habe ja dann ein klassisches Schlagzeug studiert, weil was anderes konnte man nicht studieren. Und habe dann sowohl in Aachen als auch in Köln studiert, weil das war damals eine Musikhochschule mit den Außeninstituten in Wuppertal, Düsseldorf und Aachen. Das sind heute anstehende Musikhochschulen oder im Zusammenhang mit Köln und habe dann auch in dieser Zeit vier Jahre im Orchester in Aachen gespielt als Aushilfe. Und ich wollte das nie werden. Also mein Lehrer war total sauer, als ich das dann nicht weitergeführt habe und nicht angefangen habe, Probespiele zu spielen. Aber das war nicht meins. Und auch die Welt im Orchester war nicht meins. Das war nicht das, wo ich hinwollte. Lange Rede, kurzer Sinn. Das heißt, in der Phase habe ich dann mit vielen unterschiedlichen Musikern schon spielen können. Im Studium in Köln waren ganz viele verschiedene Schlagzeuge, die waren alle in meinem Semester. Ja, dazu gehörte damals Christoph Haberer, Schlagzeug aus Dortmund, den ihr vielleicht auch kennt. Das gehörten aber auch viele andere und viele von denen konnten irgendwelche Sachen, die ich nicht konnte. Das habe ich mir dann abgeguckt. Ich hatte noch gar nicht so viel Ahnung eigentlich. Matthias Holtmann war auch einer von denen, der ja leider nun schon verstorben ist. Der damals in der Band von Markus Stockhausen, wir waren alle quasi in einem Jahrgang gespielt hat, Frank Kölges war da auch dabei. Und wir standen alle am Dienstagnachmittag von 16 bis 18 Uhr in Manfred Schofs Jazzstunde und wollten alle Schlagzeug spielen, stand aber nur ein Schlagzeug. Also man hat das Standard gespielt und jeder durfte dann mal. Das war der Zusammenhang in meinem Musikstudium das führte aber dazu, dass ich mit verschiedenen Leuten dann auch der Sub von Matthias Holtmann war bei Key, so hieß die Band damals und hier und da mitspielen konnte und dadurch sehr, sehr viele Leute kennengelernt habe in der Phase, und dann auch, von dem Jazz-Kurs in Remscheid gehört hatte, der legendäre, der ja Ende der 50er-Jahre gegründet wurde und in Ermangelung irgendeiner anderen Plattform sind da alle hingegangen. Und haben erst als Teilnehmer dort mitgemacht und später als Dozierende. So ist es mir dann auch gegangen. Da war Jasper van Toff dabei, da war Ebert Weber dabei, viele, viele andere. Aber KSC war damals der Schlagzeug in dem ersten Jahr. Das war 74, wenn ich das richtig erinnere. Und da habe ich viele Leute kennengelernt, unter anderem Henrik Schaper, der heute der Keyboarder in Udo Lindenbergs Band ist und mit dem ich eine Band gegründet habe dann in der Zeit, die hieß Out. Gut, da war damals Micky Meuser noch dabei, Bassist, und Theo Jürgensmann, der auch leider verstorben ist, Klarinetist. Das war so eine Free-Jazz-Rock-Blabla-Blabla-Band. Unser ausgesprochenes Ziel war, verrückter, lauter und schneller zu spielen als alle anderen. Das war tatsächlich so, so wollten wir das. Und das hat dann dazu geführt, dass wir alle relativ schnell auch in alle möglichen Richtungen spielen konnten. Das gehörte dann auch Vera Brandes, die jetzt alle wieder durch den Film, den sie The Concert über Keith Jarrett gemacht hat, also Vera war damals junge Promoterin in Köln und wir hatten diese Band und die fand sie super und hat uns da ein bisschen unter ihre Fittiche genommen wir waren alle gleich alt, ungefähr interessanterweise und. Dann kam Charlie, Charlie Mariano wollte ein Album machen und Vera hat uns dann zusammengebracht, da war Micky dabei, da war ich dabei zu der Zeit hatte Hendrik dann schon die Kurve gekratzt und war bei Passport eingestiegen. Und nachdem wir bei Klaus waren und dort eine Audition gespielt hatten für ihn, weil wir wussten, er sucht eine neue Band, aber das hatte dann keinen, das passte nicht zusammen irgendwie, aber Henrik war es dann. Ganz kurz nur, für alle, die es verstehen, du redest von Klaus Doldingers Passport. Ja genau, Klaus Doldingers Passwort. Also lange Rede, kurzer Sinn, man könnte jetzt immer weiter erzählen, aber das waren ganz ganz viele Dinge, wo eins zum anderen kam und in einer relativ kurzen Zeit sehr sehr schnell sich dann entwickelt haben. Wir reden über eine Zeit zwischen 74 und 76, 77 ungefähr, wo ich sehr schnell in unterschiedlichstem Zusammenhang mit vielen Musikern gespielt habe und dann eben auch dadurch, was ich immer wollte, als Studiomusiker so erste Schritte machen konnte. Und was dann sehr bald dazu geführt hat, dass ich sehr, sehr viel im Studio gearbeitet habe. Einen Job, den es in der Form heute eigentlich ja nicht mehr gibt, so wie es das damals war. Ich habe mal eine Frage, und zwar zu deinen Studien. Du hast ja in Deutschland mehr oder weniger klassische Schlagzeug studiert, aber du hast ja eine große Affinität zu Paris. Und du warst ja bei Dante Augustini. Wie ist das zustande gekommen oder warum? Bist du nach Paris oder zu Dante überhaupt? Wie kam das zustande? Und vielleicht dann erklären wir für die, die das hören und nicht wissen, wer Dante Agostini ist genau. Was hat es damit überhaupt auf sich? Ja, vielleicht als erstes. Dante Agostini ist einer der Schlagzeuger, die in Paris diese Flore-Shows gespielt haben. Sei es Moulin Rouge, sei es von ihr Vergere und alle. Sie hatten ja alle Big Bands und in all diesen Häusern waren Schlagzeuger. Dazu kam natürlich, dass sich in Paris der 50er Jahre Bebop und Post-Bebop, Modern Jazz sehr, sehr schnell entwickelt hat. Viele amerikanische Musiker wie Kenny Clark zum Beispiel auch haben in Paris gelebt. Miles Davis war oft in Paris und viele derer spielten dann auch in den Clubs. Und Dante war einer von diesen, eigentlich nach seinem Namen italienischer Herkunft, aber war einer der Schlagzeuger, die in Paris eben dann gearbeitet haben. Und er hat gemeinsam mit Kenny Clark diese Schule gegründet. Also die ersten Bücher von ihm hießen dann auch immer Kenny Clark, Dante Agostini, Drumbook, bla bla bla. Und... Dante war jemand, der jeden Tag eine Etüde geschrieben hat. Jeden Tag. Deswegen, es gibt ja ein 24-bändiges Schulwerk, Unterrichtswerk von Dante Agostini. Das war einer seiner großen Taten für die Schlagzeugerszene und war auch in Paris sehr, sehr gut vernetzt. Auch mit den klassischen Schlagzeugern Deliglüs zum Beispiel, was so eine der Snare-Schulen ist ja, die damals jedenfalls so der Benchmark war. Wenn man die spielen konnte, dann war man da schon ganz weit vorne. Das ist, glaube ich, bis heute immer noch so, aber das ist schon ein Wort. Tatsächlich ist es so, dass zwei Freunde von mir, nämlich Stefan Krämer, Schlagzeuger aus und Uli Kube, später Dionys Kube, einer von beiden, der Stefan, der fuhr immer nach Paris und sein Vater hat ihn überall hingefahren, auch zu Pierre Favre in die Schweiz und so weiter, um Unterricht zu haben, weil das war damals gar nicht so einfach. So fundierten Unterricht am Drumset zu bekommen. Und eine der Quellen war natürlich dieser James Remscheider Jazz-Kurs, wo ich ja dann auch war. Und ziemlich zeitgleich kam diese Dante-Geschichte. Und dann bin ich mit beiden, wir sind zu dritt, tatsächlich einmal im Monat nach Paris gefahren. Und zwar an einem Tag hingefahren, dort über Nacht. Am nächsten Tag, den ganzen Tag in der Agostini-Schule und verbracht, also mit zentral eine Unterrichtsstunde, die wir gemeinsam hatten und den ganzen Tag konnten wir mit seiner Einwilligung alle Unterrichte angucken und überall hospitieren. Und abends sind wir wieder zurückgefahren. Dann haben wir einen Monat geübt, dann sind wir wieder hingefahren. Also das klingt alles sehr spektakulär. Ich habe nicht in Paris gewohnt, aber von Aachen aus ist das nicht ganz so weit. Und so haben wir das gemacht. Ich selber bin in der Zeit ungefähr ein halbes, dreiviertel Jahr immerhin gefahren. Dann hatte ich so viel Material und auch so viele Ideen zu dem, was Dante mit seinem Schulwerk eigentlich gemacht hat und was das bedeutet, wie man damit arbeitet, dass ich dann selbst damit weiterarbeiten konnte. Weil es ist ja sehr umfangreich. Und damals meines Wissens war das wirklich die einzige Methode, die auch in diesem Umfang sehr systematisch war, wo man sich nicht die einzelnen Dinge überall rausklauben musste, was ja uns Schlagzeugern allen gemein ist. Dann holt man ja von überall die Materialien her und da hatte man Material, was man weitestgehend eigentlich sehr systematisch bearbeiten konnte. Und mir kam das sehr entgegen, Weil ich war natürlich durch mein Klassikstudium ein sehr guter Reader und konnte dann auch mit dem Material gut arbeiten. Das ist natürlich dann schwierig, wenn man nicht so gut Noten lesen kann, weil das dann doch eine Bleiwüste ist, so sagte man früher. Also keine weiteren Erklärungen, nur Notenmaterial. Und vielleicht nur als Anekdote, die Schule waren zwei Räume, ein Vorraum und die Schule selbst. Das war ein kleiner Raum, der war vielleicht 12, 14 Quadratmeter groß. Da standen sechs Schlagzeuge, so an Base-Dram gegenüber und sechs Leute im Kurs. Und alle spielten alles unisono. Du hattest keine Chance, wenn du das Zeug nicht vorher schon richtig konntest. Und Dante, der war total nett, aber auch eisenhart. Das war so, Monsieur, le solo boudi, also Buddy-Solo, Transkription und dann, un, deux, trois, quatre. Dann spielst du das Ding. Und wenn du es nicht hinkriegst, hast du halt Pech gehabt, du musst ein nächstes Mal wiederkommen und nochmal üben. Vielleicht noch anzumerken ist, diese ganzen Augustinischulen gibt es ja noch zu erwerben, die kann man immer noch kaufen, also diese Bänder existieren da draußen, werden immer noch gedruckt, das ist auch soweit richtig, glaube ich. Und ich glaube, da ist was ganz Wichtiges gesagt, was, bei vielen Büchern ist, bei Agostini, und ich bin ein großer George-Lauren-Stone-Fan, auch bei Stick Control, im Prinzip muss man immer das Insider-Wissen des Autors haben. So ist es. Sonst kannst du mit vielen Büchern gar nicht so adäquat arbeiten, wie es der Autor sich mal gedacht hat. Und ich weiß, wie war es jetzt bei Agostini? Weißt du, das hat er absichtlich die Erklärung rausgelassen, dass man zu ihm in die Schule kommen muss? Nö. Oder hat er einfach keine Lust gehabt, es aufzuschreiben? Ich glaube, das war eben relativ egal. Das hat er seinen Schülern überlassen oder den, in Anführungszeichen, Meisterschülern und denen, die es dann weiter verbreiten, wie man damit umgeht. Also ihr kennt euch ja aus, Solfecht Saint-Coupé zum Beispiel, diese braunen Bücher sind ja eigentlich Grundlage zur Interpretation dessen, was in Vol. 2 erläutert wird. Also wie man solistisch interpretieren kann oder auch groovmäßig. Und das muss man natürlich wissen, weil natürlich kann man einfach die Noten da abspielen in Soulfetch, aber so ist das ja nicht gemeint. Und damit wird es dann auch klar und dann wird auch klar und da geben sich dann viele Dinge wieder die Hand, bei verschiedenen amerikanischen, US-amerikanischen Schlagzeuglern und Schlagzeuglehrern, die auch solche Interpretationssysteme ja natürlich verfolgt haben und damit gearbeitet haben. Ted Reed, Syncopation, also das sind ja auch Interpretationssysteme, letztendlich, mit denen man arbeiten muss. Mich würde auch interessieren, weil es einfach ist ein persönliches Ding, hast du auch Kenny Clark dadurch kennengelernt? Der war damals schon raus quasi. Der war damals schon raus und ist ja dann auch wieder irgendwann wieder in die USA gegangen. Das war eigentlich eine, Sehr fruchtbare Zeit in Paris, in der sehr viele Leute da waren und das war aber zwischen Mitte der 50er bis Mitte der 60er Jahre und wir waren ja erst so 74, 75 dann bei ihm, also quasi 10 Jahre später. Gut, wir versuchen mal wieder den Schwank zu dir zu bekommen, nachdem wir den kleinen Ausflug nach Paris gemacht haben, was sich aber wahrscheinlich maßgeblich auch beeinflusst hat, was du dann später gemacht hast. Du warst dann also quasi mit dem Studium fertig, du hast diese ganz vielen Kontakte, diese ganz vielen Bands gehabt, das heißt, du konntest hauptsächlich von deinen Bands erstmal deinen Lebensunterhalt bestreiten und auch mit hauptsächlich, sag ich mal, eigener Musik, eigenen Kompositionen. Du warst Studiomusiker, hast natürlich für andere gespielt, sag ich mal. Dann hast du auch später ja auch den Sprung von hinterm Schlagzeug in das Mischpult gemacht, selbst als Produzent. Und du hast ja eben gesagt, in deiner zweiten Lebenshälfte ganz am Anfang hast du dich dann entschieden, eher in diesen Education-Bereich zu gehen. Nehmen wir uns nochmal mit kurz auf diesen Wechsel. Das heißt, du warst dann bis wann wirklich sehr aktiv als, sag mal, wirklich als Schlagzeuger und wann kam dann dieser Gedanke, ich möchte was verändern oder gab es da irgendwie auch so ein Punkt, wo es so eine Erleuchtung sag ich mal doof. Ja, also... Und bei mir sind ganz viele Dinge parallel zueinander passiert. Wir wissen ja alle und dafür seid ihr auch Beispiele, dass wir letztendlich alle Portfolio-Karrieren gemacht haben. Was heißt das? Gleichzeitig ausübende Musiker zu sein, Freischaffende mit eigenen Bands möglicherweise, aber auch als Dienstleister für andere gleichzeitig zu unterrichten und möglicherweise noch in irgendeiner Weise auch als Unternehmer tätig zu sein oder als Autor, also indem man Bücher schreibt, in den naheliehen Schlagzeugschulen und so weiter. Das ist ja das normale, in Anführungszeichen, Leben eines ausübenden Musikers. Und das war für mich auch eigentlich immer die Realität und nicht der Rockstar, der zum Teil natürlich da auch einen Platz hat bei eigenen Bands, mit denen man arbeitet. Aber ansonsten sind das verschiedene Aspekte. Das heißt, auch die edukative Seite war immer ein Teil, so wie eben auch die Arbeit als Studiomusiker und später und parallel dazu auch das Spielen in vielen unterschiedlichen Bands, sowohl als Bandmitglied als auch als dienstleistender Musiker. Also das kann man nicht voneinander abtrennen. In der Tat ist es aber so, dass wir interessanterweise dann auch mit den beiden Kollegen, die ich vorher genannt habe, nämlich Stefan Krämer und Dionys Kube. Dionys ist nach Hamburg gezogen und ich bin in der Zeit auch von Hamburger Musikern gefragt worden, ob ich nicht nach Hamburg kommen könnte. Also 1978 habe ich eine Tour mit Helmut Hadler gespielt, dem legendären Bassisten der Band Kran. Und Helmut hat in der Zeit ein Solo-Projekt gehabt und wir haben uns kennengelernt und ich war dann in seiner Band. Das Album damals hatte Kurti gespielt, Kurt Kress, aber er suchte für die Live-Band und dann haben wir eine Tour gespielt, das, was es heute gar nicht mehr gibt. Ich glaube, 36 Konzerte ohne Off-Day. Deutschland, Österreich, Schweiz. Also, ja, damals war das normal, aber die Zeiten sind halt andere. So, und danach habe ich verschiedene Anrufe gekriegt, weil Leute mich gesehen haben und gesagt haben, kannst du nicht mal zu uns kommen? Und dazu gehörte auch Carsten Bohn, der frühere Schlagzeuger von Frumpy in Hamburg, der ein eigenes Projekt hatte und der mich dann angerufen hat und gesagt hat, kannst du nicht nach Hamburg kommen? Wir bereiten gerade eine Tour vor und du wärst wahrscheinlich der Richtige in der Band, weil das war so Frank Zappa-mäßig, Ghost Little Feet, komische Kombination, aber irgendwie so dazwischen und auch eben ein bisschen abgefahrene Arrangements, also nicht so die ganz normale Popschiene, sondern eher so ein bisschen schläges Zeug mit komischen On-Meters und so weiter und so fort. Also Frank Zappa typisch so ein bisschen. Und da war ich in der Band und dadurch war ich in Hamburg. Und parallel dazu war mein alter Freund Dionys Kube nach Hamburg gezogen und hat gesagt, als langjähriger Schüler, anders als ich wirklich langjähriger Schüler von Dante, eine Dante-Agostini-Schlagzeugschule in Hamburg eröffnen wollen. Und hat da auch schon ein Jahr lang da in einem Schlagzeugladen, den es heute gar nicht mehr gibt, unterrichtet und gesagt, er will sich jetzt aber selbstständig machen, ob ich Lust hätte mit einzusteigen. Und das war 1980. Das heißt, und ich hatte Lust, weil ich dachte, ja, macht mir das Spaß. Ich wusste damals, ich unterrichte gerne. Ab und zu habe ich das gemacht und parallel dazu fand ich das auch eine gute Idee, sowas selbst zu machen und sich dadurch auch noch ein zweites Standbein zu schaffen. Und dann haben wir diese Schule gegründet und die ganz schnell unabhängig von Dante gemacht und Ramburg-Hamburg genannt. Das war die erste private Schlagzeugschule in Deutschland. Und die wurde sehr, sehr schnell erfolgreich. Für uns bedeutete erfolgreich, wir hatten alle Tage voll. Also wie das so ist zwischen drei Uhr nachmittags und zehn Uhr abends keinen freien Platz mehr, Gruppenunterricht, drei Leute in einer Gruppe. Also das war schon sehr fortschrittlich mit Kopfhöreranlagen und allem, was man so braucht. Und ja, und das haben wir mehrere Jahre gemacht und dann an ehemalige Schüler von uns weiterverkauft. Aber das war der Beginn in Hamburg, so systematisch zu unterrichten. Und das haben insgesamt sechs, glaube ich sechs, sieben Jahre gemacht. Und parallel dazu entwickelte sich in Hamburg der Spielraum. Auch 1981, was war das? Also es war ein Workshop, vier-, fünftägiger Workshop für Musiker in der Stadt. Das gab es vorhin nicht. Das hat die Stadt damals Reinhard Strömer als der zuständige Mann in der Kulturbehörde initiiert. Und da waren wir dann als Dramburg die Schlagzeuglehrer zwei Jahre hintereinander und haben das sehr systematisch gemacht. Und waren, glaube ich, da wirklich so die ersten Pioniere, die diese Dinge auch systematisch aufbereitet haben und dann auch Bandcoaching gemacht haben, also nicht nur Schlagzeugunterricht, sondern das. Und ab 1982 gründete Hermann Rauhe, der damalige Präsident der Musikhochschule in Hamburg, den Popkurs. Damals Modellversuch Popularmusik. Und da war ich nicht von Anfang an dabei, interessanterweise aber damals meine Kolleginnen und Kollegen, unter anderem Anselm Kluge und Peter Weyhe, Gitarre Peter Weyhe, Anselm Kluge, Bass, beide Studiomusiker in der Stadt, wie ich auch. Ich hatte mit Anselm von Anfang an, als ich nach Hamburg kam, in einer Band gespielt ist, Kango. Das war so eine Fusion-Band, die nur aus Studiomusikern bestand. Eigentlich so, wie wir das aus New York kennen, Steve Gantt und Anthony Jackson und bla bla bla. Und die gab es in Hamburg auch, so eine Szene. Da war Herb Geller dabei, also damals der erste Altist der NDR Big Band. Und wir waren in der ersten Besetzung sogar zwei Keyboarder, Anselm und ich. Und ich bin in der gleichen Zeit dann auch bei Kran eingestiegen. Also das waren so viele Sachen, die liefen alle gleichzeitig. Und 1979 die erste Tour mit Kran, 1980 die Gründung der Schule, gleichzeitig mit Känguru und durch die Musiker bei Känguru habe ich ganz viele Studien gehabt bekommen, weil die waren alle voll in der Szene integriert. Die haben mich dann überall empfohlen und eingeladen. Das kann man sich nicht vorstellen. Ich habe manchmal drei Sessions am Tag gespielt. Ich hatte einen VW-Bus, du bist durch die Stadt gefahren, morgens irgendwo im Alsterstudio eine Werbung aufnehmen, mittags eine Demo. Früher hat man ja noch Layouts gemacht für Alben. Weil es gab ja keine Rechner, man konnte ja da nichts vorbereiten. Dann hast du ein ganzes Album mal kurz in drei Stunden so in Demo eingespielt und danach noch ein Album aufgenommen, ab Nachmittags bis in die Nacht. Das war nicht jeden Tag, aber ich hatte so in der Woche fünf, sechs Jobs, irgendwie sowas, eigentlich jeden Tag irgendwo zugange. Und das war normal. Und parallel dazu gab es eben diese Entwicklung der erstens Dramburg, dann der Spielraum, dann die Gründung des Modellversuchs, später Popcores. Und nachdem ich da ein Jahr dabei war, oder nachdem das ein Jahr dabei war, und da war Gary Brown damals in der Stadt, später Steve Wonder, Dino Ross und so, mit dem ich auch gut befreundet bin, Der war der Schlagzeuglehrer. Der ging aber nach einem Jahr in die USA, um dann mit Daniel Ross und auch mit Stevie Wonder seine Karriere weiterzuführen. Und dann fragten die meine Jungs, das war Anselm Kluge, Peter Weyer, ob ich mir nicht vorstellen kann, den Job zu übernehmen in der Hochschule. Und war dann ab 1983 in der Hochschule der Schlagzeuglehrer und auch der Bandcoach, das war beides parallel zueinander. Und gleichzeitig war ich mit Inga auf Tour, mit Inga Rumpf, die mich dann gefragt hat, ob ich in ihrer Band spielen könnte, und mit Kran. Und im Popkurs, der hatte aber ja nur bis zum heutigen Tag ist das so zweimal drei Wochen. Und das war so die Grundlage. Und im Laufe der ersten Jahre zwischen 83 und 85 habe ich das erste Papier für eine Popakademie geschrieben. Das war halt mal so ein Five-Pager oder sowas. Es ist einfach nur mal so, wie kann man sowas, könnte man sowas machen, um das, was da in zwei mal drei Wochen stattfindet, möglicherweise auf andere Füße zu stellen und auch ein komplettes Studium einzubringen. Und das hat mich dann begleitet und ich war ja dann auch in Hamburg 20 Jahre Dozierender und davon 10 Jahre Sprecher des Bereichs und der Entwicklung dessen zu dem, was der Kontaktschunggang heute ist als Popkurs. Das kennen alle und so als Sprungbrett für Leute, die eigentlich in der Szene sich schnell vernetzen wollen. Das war ja auch der Hintergrund. Möglichst schnell Leute zusammenzubringen und sie miteinander machen zu lassen. Und der Erfolg spricht ja für sich. Das sind ja wahnsinnig viele Punkte, Bekannte Bands daraus hervorgegangen, die bis heute aktiv sind. Wahnsinnig viele bekannte Musikerinnen und Musiker, die heute aktiv sind. Also es ist unfassbar, wie das gefruchtet hat, was euer Konzept da einfach geboten hat. Ja, das war natürlich Pionierarbeit. Und ich muss sagen, also Anselm Kloge, Peter Weyhe vor allen Dingen. Also wir drei wurden ja auch dann Professoren. Und wir haben uns A, die Bälle zugespielt. Anselm und Peter waren aber auch wahnsinnige Pioniere und hatten super Ideen, wie man Dinge machen kann. Und wir haben auf ein sehr offenes Konzept gesetzt, dass sich das auch in der Pop-Academie fortgesetzt hat. Nämlich es geht nur um die eigene Musik derer, die da kommen und wir bringen Leute zusammen, die dann auf einer Spielwiese alles vorfinden, was sie brauchen, um in drei Wochen zu einem guten Ergebnis zu kommen. Und da gehörten dann eben auch bestimmte... Bestimmte Kurse dazu, wie Body Percussion, rhythmisches Training im weitesten Sinne, aber eben auch, dass wir Leute aus der Industrie eingeladen haben, die bei uns geredet haben oder Leute aus anderen bekannten Bands, die dann einfach nur erzählt haben, wie sie das machen und warum sie das so machen und so weiter. Das ist heute auf eine gewisse Weise ein Standard. Das war es damals aber gar nicht, weil es gab es einfach nicht. Und wir haben gesehen, Popmusik braucht eben andere Vermittlungsformen als der Jazz. Weil wir wissen das ja alle, du kannst nicht einfach sagen, ja, jetzt musst du erstmal 100 Standards lernen, kannst in jedem Jazzclub mitspielen, vergiss es. Und die Arbeitsteiligkeit auf der einen Seite und die Spezialisierung auf der anderen Seite ist heute so groß, dass man die ganz unterschiedlichen Genres alleine beim Schlagzeug gar nicht abdecken könnte. Das gilt für die anderen Instrumente aber auch. Also ein New-Metal-Gitarrist braucht völlig andere Fähigkeiten als jemand, der hauptsächlich in einer Funkband spielt oder was auch immer. Das kann man alles bis zu einem gewissen Grad lernen, auch beim Schlagzeug. Aber wenn du Double Bass kannst, Jetzt kannst du immer noch kein Blasbeat richtig spielen, wie der gehört. Irgendwie kannst du den spielen, aber wird nicht das tun, was die Leute in der Band brauchen, damit sie den Tritt in den Hintern kriegen, damit die Musik dahin fährt, wo sie hinfahren soll. Das wissen wir alle. Und das gilt für alle anderen Genres genauso. Ich habe nur dieses Beispiel rausgegriffen, weil es so sehr markant ist. Und weil sich dann ein Genre über 50, 50 Jahre rausgebildet hat, aus dem Metal, das völlig eigene Gesetzmäßigkeiten hat und eigentlich mit anderen Genres gar nicht konkurriert in dem Sinne. Was ich ja spannend finde, ist, dass du dieses Konzept schon so lange mit dir rumgetragen hast, bevor es dann wirklich in der Pop-Akademie, sage ich mal, in kompletter Vollendung präsentiert werden konnte. Aber ich meine, die Pop-Akademie war ja nicht dann direkt die nächste Station, sondern wir haben noch eine Zwischenstation. Aber bevor wir dazu kommen, noch ganz kurz, ganz kurz nur die Frage. Ihr habt ja Pionierarbeit geleistet und es wurde euch ein Fenster eröffnet an einer Hochschule, an einer staatlichen Hochschule. Auf wie viel Widerstand habt ihr aber letztendlich dort getroffen? Weil ich weiß ja auch so ein bisschen aus deiner Biografie heraus, Widerstände sind dir immer wieder begegnet, weil du als Vorreiter der Popmusik doch auf etwas festgefahrene Strukturen gestoßen bist. Ja, das ist natürlich ein großes Thema. Die Frage danach, was ist Kultur, was ist Ästhetik von Kultur? Und... Da ich natürlich klassisch Schlagzeug studiert habe und den Orchesterbetrieb auch konnte, konnte ich manche Dinge auch übersetzen oder auch in entsprechenden Diskussionen den Hebel an der richtigen Stelle ansetzen, um eben dann auch zu einem Ergebnis zu kommen. Das fand ich immer leicht, das war manchmal sehr, sehr kompliziert. Ich habe mich mit manchen Kollegen und Kollegen sehr gut verstanden, mit manchen aber auch wahnsinnig bis aufs Messer gestritten. Das erinnere ich sehr deutlich in der Hochschule in Hamburg. Und obwohl der Popkurs bis zum heutigen Tage damals auch ausschließlich aus Drittmitteln finanziert wurde und der Bestand dieser Einrichtung eigentlich nichts geschmälert hat, was zum Beispiel im klassischen Bereich oder im Jazz an der Hochschule passierte. Gab es immer Widerstände, einfach die pure Existenz von so ein paar Rumpelstilzchen im Studium. Die hat gereicht, um immer wieder die Leute auf die Barrikaden zu bringen, um das einzufrieren, abzustellen, Kleider zu machen, auf keinen Fall Bedeutung kriegen zu lassen. Ja. Und parallel dazu aber der Erfolg, der große Erfolg zum Beispiel in Bewerberzahlen, aber auch in der Öffentlichkeit, auch in Hamburg in der Öffentlichkeit, in der Presse, in den Medien und so weiter. Das bringt ja auch immer alle Neider aufs Parkett. Und ja, das ist einfach so und da musst du den Rücken gerade machen und weitermachen wollen. Also es hat mich eigentlich immer eher herausgefordert. Ich habe das auch oftmals sportlich genommen und da könnte man viele Dinge erzählen dazu. Aber ich muss sagen, Hermann Rauhe ist wirklich einer meiner Mentoren gewesen, der ja sehr, sehr lange die Musikhochschule geleitet hat und der mir den Rücken gestärkt hat. Und wo wir uns gegenseitig auch innerhalb der Hochschule in Senatssitzungen, in Konzilssitzungen und so weiter die Bälle zugespielt haben und dadurch eben das auch verankern konnten in dieser Form. Mir wäre es immer darum gegangen, das auch weiterzuentwickeln. Da gab es dann natürlich erhebliche Widerstände. und wir haben eine Zeit lang in Hamburg auch versucht, mit der Unterstützung aus der Politik, mit verschiedenen Senatoren, das umzusetzen. Es ist aber in Hamburg nicht gelungen. Dafür war in der Zeit der Wille nicht da. Heute leben wir in einem ganz anderen Zusammenhang. Aber dann ist es eben gelungen, das an einer anderen Stelle zu machen. Es gab da natürlich mehrere Zwischenschritte, wie du das eben schon angesprochen hast, Timo. Und dazu gehörte auf der einen Seite eine private Schule, nämlich die Yamaha Music Station in Hamburg, die ich gründen durfte, wo Yamaha auf mich zukam und sagte, kannst du dir sowas vorstellen? Das war 1987. Ganz kurz nur, die Zwischenfrage, hattest du da noch deine eigene Musikschule eigentlich auch noch am Laufen, als Yamaha auf dich zugekommen ist? Nee, da hatten wir gerade ein Jahr vorher aufgehört, vor dem Hintergrund. Also bei mir war es so, dass ich so viel als Studiomusiker und als Livemusiker zu tun hatte. Ich konnte nicht mehr regelmäßig unterrichten. Man muss sich vorstellen, ich habe mit Inga Rumpf alleine über 100 Konzerte in ein bisschen über einem Jahr gespielt. Also ich war ungefähr 200 Tage im Jahr unterwegs. Dazu kam dann Lake als Band, dazu kam Achim Reichel. Das war alles Mitte der 80er Jahre, wo eben sowohl als Studiomusiker ich gespielt habe und habe dann noch etliche andere Sachen mit unterschiedlichsten Musikern machen dürfen, live und im Studio gemacht. Was auch gar nicht in meinen Biografien im Detail steht. Neben all den Großnamen gibt es dann eben auch die anderen Großnamen, so Rolf Kühn, Joachim Kühn, James Last, zwei Alben gespielt. Also das sind alles so Dinge, die dann im Studio ausschließlich passieren und wo ich dann auch bestimmte Angebote gar nicht wahrnehmen konnte, weil ich so viel unterwegs war. Und in der Zeit passierten dann so viele Dinge, dass ich kann nicht mehr regelmäßig unterrichten, das kann ich meinen Schülern nicht mehr antun und ich möchte mich gerne auf eine Workshop-Situation zurückziehen. Dann waren aber die beiden anderen in der Schlagzeugschule so, dass sie auch andere Pläne hatten, gesagt haben, nee, dann ist das jetzt eine Zäsur, dann lass uns da nicht so weitermachen. Und dann haben wir die Schule glücklicherweise verkaufen können an Schüler, die das komplett mit dem Schülerstamm übernommen haben. Das war für die auch natürlich eine super Situation. Man muss sich vorstellen, wir hatten knapp 100 Schüler in der Schule. Also das war nicht so klein. Und das hat funktioniert und das war dann ein Jahr später kam dann dieses Angebot. Und das war mir eigentlich dann auch ganz recht, weil da waren echter die Kleinen in der Studioarbeit und dann auch in der Live-Arbeit zu sehen und die Idee, eine Schule aufbauen zu dürfen, die nach meiner Idee. Möglicherweise jedenfalls weitgehend umgesetzt werden kann. Das fand ich super, natürlich. Und man muss das wissen, Yamaha hat damals versucht, in der Popmusik neben dem eigenen Yamaha-Musikschulsystem, was wir alle kennen, Und etwas aufzubauen. Und dafür gab es fünf Projektschulen weltweit, die das pilotmäßig gemacht haben. Dazu war die Musik in Hamburg eine, eine in New York, eine in Tokio, eine in Mexiko City, ich weiß nicht mehr, ich glaube noch in London oder wo auch immer. Erst mal begrenzt auf drei Jahre, um rauszukriegen, wie müssen wir das machen, dass das funktioniert. Da das heute nicht mehr existiert, hat es nicht funktioniert aufsiedlich. Aber man muss dazu sagen, in Hamburg hat es funktioniert. Wir hatten 450 Schüler innerhalb von zwei, drei Jahren. Aber wir reden jetzt auch von allen Instrumenten, richtig? Nicht nur von Schlagzeug, sondern wir reden auch von Gitarre, Bass, Bass, Schlagzeug, Gitarre, Keyboards, Gesang, Songwriting, blablabla. Und wir hatten drei Bereiche, einen Professional-Bereich, den wir aufgebaut haben, da waren ungefähr von den 450, 120 bis 150 Leute, die kamen aus dem ganzen Bundesgebiet. Und dann darüber hinaus eben die Kiddies, also die Jüngsten, die wir hatten und eben den üblichen Mainstream an Schülern, die im Amateurbereich oder eben so im Beginnensprofessional-Bereich waren. Nur um das ein bisschen zu detaillieren, wir hatten über 100 Schlagzeuge dort auch im Unterricht und wir haben dort eben Dinge entwickelt, Gruppenunterricht systematisiert, vier Leute jeweils in einer Gruppe. Und man könnte jetzt ganz viel darüber reden, wie das System aussieht oder ausgesehen hat. Und das ist natürlich in ganz viele weitere Zusammenhänge eingeflossen später. Und wir hatten für jedes Instrument drei Lehrer. Nach der ersten Ausbaustufe. Und damals kamen ganz viele auch in Unterricht bei mir, die heute alle namhaft und selbst sehr, sehr erfolgreich sind. Und unter anderem Dirk Erchinger zum Beispiel, der sowohl im Popkurs war als auch bei mir in der Schule. Also der kam tatsächlich aus Braunschweig immer angefahren, alle paar Wochen, also einmal im Monat so in der Regel oder alle 14 Tage, um Unterricht zu haben. Und Joost Nickel war bei mir ja auch im Popkurs gewesen und hat dann auch bei mir als Lehrer begonnen und hat auch jeden Tag geübt. Geübt, der war eigentlich da immer. Und viele, viele andere, also das sind jetzt mal zwei Namen, die ich rausgreife. Und das habe ich sechs Jahre gemacht, diese Schule. Und die wurde dann, da das Konzept aufgelöst wurde weltweit, nicht weitergeführt, aber die Schule wurde integriert in die Hamburger Yamaha Music School. Und zum Teil hat man das System weitergeführt. Aber die Idee, die eigene Musik nach vorne zu stellen, zum Beispiel, Das ist etwas, was nicht dem japanischen System entsprach und vor allen Dingen die Aktualität, mit der man an Popmusik arbeiten muss und nicht Noten schreiben kann, die dann für die nächsten zehn Jahre gelten. Also außer, wir wissen das alle, der rudimentäre, elementare Zusammenhang. Ja, da geht es, aber soweit du anfängst, Popmusik zu unterrichten, musst du dich an aktuellen Zusammenhängen orientieren. Wie viel hat denn dann schon in der Yamaha-Schule von deinem Konzept gesteckt, was du quasi Anfang der 80er schon quasi in diesen Five-Pager gepackt hast? So prozentual. Also schon mehr als die Hälfte? Ja, das war schon auch der größere Teil. Das war in der Vorbedingung. Die Dramburg, die wir gegründet haben, hatte ja schon den Gruppenunterricht. Und dann eben dieses Peer-Group-Learning, was für uns auch ein Essential war. Das weiterzuführen, die Ideen, die aus dem Popkurs kamen in der Form, dass man an der eigenen Musik arbeitet und Netzwerk und Peer-Group-Learning ein Bestandteil sein muss, unter anderem. Und dann darüber hinaus eben das so zu systematisieren und die Möglichkeit hatten wir dann in der Music Station, in dem wir dort eben auch die Instrumente hatten, die Räumlichkeiten haben. Wir haben die Räumlichkeiten ja gebaut. Alles was dort war, gab es vorher nicht. Also auch Räumlichkeiten zu haben, die so eine Multifunktionslösung als Studio auch funktionieren und die gleichermaßen aber Unterrichtsräume sind und so weiter und so fort. Ihr kennt das alle. Das ist oftmals nicht so einfach und wir konnten da vom Sketch zumindest in einem gewissen Rahmen die Dinge so bauen, dass man endlich mal sehen konnte, ach, so geht das mit Popmusik. So muss man das machen, dass es funktionieren kann. Und der Erfolg und auch die Zahl an Schülern und Bewerbern hat uns da recht gegeben in der Zeit. Ich war damals auch zweimal in Japan und habe dort lange auch... Geredet und Überzeugungsarbeit geleistet. Die Yamaha Music Foundation ist ja ein Zweig von Yamaha, der sich ausfällig um Unterricht kümmert. Und man muss wissen, in Tokio sitzen in dieser Abteilung mehr als tausend Menschen und arbeiten an Unterrichtsvermittlung. Wahnsinn. Das ist echt Wahnsinn. Also ich glaube, es ist auf jeden Fall, sehr advanced und sehr fortschrittlich schon überhaupt so gedacht zu haben, ey, wir müssen nicht nur das eigene Instrument fördern, sondern wir müssen das Zusammenspiel in der Gruppe fördern, um etwas Neues. Damit etwas Neues geschaffen wird oder etwas Neues kreiert wird. Und da hast du natürlich den Leuten auch eine ganz, ganz tolle Spielwiese mit deinen Ideen, mit deinen Kollegen geboten, muss man auch ganz ehrlich sagen. Also ich finde, das ist schon für die damalige Zeit, also heute mag das normal sein, dass man Bandcoach meint, aber zur damaligen Zeit war das ja völliges, wie du sagst, ein völliges Pionierland. Ja, also ich muss dazu auch sagen, bevor wir die Music Station gegründet haben, so Ende 87, Anfang 88, war ich im gleichen Sommer 87 in den USA, habe mir da verschiedene Einrichtungen angeguckt. Und ich habe ja nicht in den USA studiert, so wie du, Dirk, zum Beispiel, sondern bin dann einfach hingefahren. War in Berkeley in Boston, habe bei meinem Freund Kai Eckhardt Carpe gewohnt, also Bassist, später John McLaughlin, und habe mit ganz vielen Leuten geredet. Auf dem Campus war dann auch mal ein, zwei Tage, ja, in deren Sommerkurs, um einfach mal zu sehen, was ist das für eine Atmosphäre, wie funktioniert das? Vielen Dank. Ich war auch in L.A., war dann auch dort in den Hochschulen, habe mir das auch angeguckt. Lama gab es damals noch nicht. Ich glaube, die Gründung war ein, zwei Jahre später. Aber MIT und so weiter. Und habe mir das da auch angeguckt, auch mit Leuten, die ich kannte und war nicht so beeindruckt, ganz ehrlich. Einfach gerade, weil das war mir zu viel, wie soll ich sagen, zu wenig gemeinsam und zu viel auf ganz hohem Niveau Spezialistentum in die eine oder andere Richtung. Und auch dort immer dann, du musst das und das und das alles machen. Die US-Amerikaner sind da ja sehr rigide, was man können muss und schließt eigentlich dann alles andere aus, weil du in der Zeit natürlich wahnsinnig vertieft üben musst, damit du überhaupt den Standard halten kannst. Und diese Pressure, die ich da gefühlt habe, passte für mich überhaupt nicht zum Musikmachen. Warum man Musik macht? Ich muss Kammer machen und das ist in L.A. Und New York natürlich auch anders, eine andere Competition als hier bei uns, aber ich komme aus so einem Hippie und Crowdrock Zusammenhang, da geht es ums Miteinander Musik machen und Spielen, Das gab es in den USA ja auch. Also San Francisco ist nicht Los Angeles, wie wir alle wissen. Die gehen da anders mit um. Und auch Nashville ist nicht wie L.A. oder New York. Die haben dann andere Themen, aber das hat mir besser gefallen. Und dann habe ich mich entschieden, ganz bewusst so das nicht zu machen. Sondern andere Wege zu gehen. Und das ist natürlich nicht ganz einfach. Auch da musst du wieder Überzeugungsarbeit leisten, weil viele Leute das erstmal nicht richtig verstehen, weil, ey, da kommen doch jetzt gerade, das war ja zu der Zeit, die Steve Gatz und Winnie Collier-Judas und Dave Weckels, die alle super sind. Ey, ja, aber ich habe auch immer gesehen, in Europa gibt es dann auch noch andere Ideen dazu, warum Musik wie sein kann und auch andere Beispiele dafür, wie das sein kann, ohne jetzt, dabei weniger professionell zu sein oder weniger anspruchsvoll in den Zielen und so weiter. Und da breche ich bis heute eine Lanze dafür. Nicht, weil ich das nicht gut finde. Ich finde es super. Ich bin völliger Fan von Qualität und so weiter. Das sind so geniale Musiker. Und viele, viele andere auch, die ich jetzt gar nicht alle nennen kann. Aber gleichzeitig haben wir eine eigene Farbe, die anders ist in Europa und die auch gut ist. Ganz bestimmt sogar. Und das war so ein bisschen Teil, ja und das war ein bisschen auch so Teil der Idee, nachdem ich das dort gesehen habe, wo ich bestimmte Sachen sehr gut fand, auch in der Systematisierung und der Nutzung bestimmter Zusammenhänge. Rudimental Training jetzt beim Tram-Set. Natürlich brauchst du eine gute handwerkliche Grundlage, um deinen Job machen zu können. Und da musst du auch schon gelegt sein in der frühen Phase des Unterrichts. Aber gleichzeitig brauchst du eben auch den freien Geist, um deine eigenen Dinge zu entwickeln. Wie ging es denn dann nach der Yamaha-Schule weiter? Du hast ja dann das Ganze Richtung Süden exportiert, sag ich mal. Ja, also ich habe das ja sechs Jahre gemacht und irgendwann in der letzten Phase war klar, die Amar wird dieses Konzept nicht weiterführen, weil eine Vermarktung durch Notenmaterial ist schwierig. Also das ist meine Interpretation davon, weil man hat damals Dinge versucht, wie dann Totonoten auszudrucken und diese Transkription von ganzen Titeln für die Band und daraus Bandcoaching zu machen. Und ja, das ist sehr ehrenwert, aber das nutzt ja natürlich nicht in der Phase, in der dann ganz viele, gerade im Post-Punk, genau das auf keinen Fall wollen. Und für die das abgeschreckende Beispiel dafür ist, wie Musik für sie auf keinen Fall funktioniert. Und Popmusik lebt ja von diesen Brüchen und auch von diesen Entwicklungen immer wieder. Im Grunde einfach zu Beginn bei elementaren Zusammenhängen und die gefühlsmäßig für die jüngste Generation, aber ihre Heimat sind. Und da kann man ähnlich Toto hinstellen und sagen, so Rosanna, bitte. Wo die gerade für sich Green Day entdeckt haben oder was auch immer, weil die ja schon die zweite Generation sind. Aber hey, muss ich euch nicht erklären. Aber das ist dann... Und das spricht überhaupt nicht gegen Toto oder gegen die Musik. Ganz im Gegenteil, natürlich Wahnsinn. Aber jede Generation hat ihre Vorbilder und die sind immer wieder anders und auch immer wieder neu, frisch, interessant. Und die Alten sagen, da gab es alles schon. Ja, aber nicht in der Form und nicht mit der Intention und dem gefühlsmäßigen Hintergrund. So, um jetzt darauf zurückzukommen. Ja, ich habe es dann nach Süden transportiert, nachdem wir dann 1994 die Zusammenarbeit beendet haben, dann. Kam mein alter Freund Jochen Sponzel, den ich kannte noch als Sonor in ANR. Der war bei Sonor einer der Leute, die damals den Artist Relation unterstützt haben, der aber dann sich dort zurückgezogen hat und im kleinen Ort Dinkelsmühl an einer Berufsfachschule den Klassik-Schlagzeug-Studienbereich geleitet hat und verantwortet hat. Und der rief mich an und sagte, wir wollen da was machen hier, wir haben sowas vor, kannst du mal vorbeikommen. Also wirklich so. Und dann bin ich hingefahren und da war klar, die wollen Popbereich, Pop, Jazz, aber vor allen Dingen Popbereich aufbauen und würden gerne mal Unterstützung dabei haben. Und da haben wir, ja das ist natürlich auch ein bisschen bizarr, also bei Dinkelsbühel kennt das ja wie Rothenburg, ob der Tauber mit kompletter Stadtbefestigung und keine Neon-Reklamen in der Stadt und eigentlich ein kleines Museum. Und liegt irgendwo im Mittelfränkischen, so auf halber Strecke zwischen Stuttgart und Nürnberg. Und da soll jetzt so ein Popstudiengang sein in einem alten Karmeliterkloster. Aber ich fand das so spannend. Also auch Jochen und die, die schon da waren, Norbert Mayer-Venus, Tom Hildner, also Norbert Mayer-Venus Bassist und Tom Hildner Keyboarder, die haben dort auch schon sowohl Klassiker als auch Jazz unterrichtet und Popmusik und waren, Dringend willens, da unbedingt was mit Popmusik zu machen, haben mich dann gefragt, ob ich das leiten könnte, ob ich mir das vorstellen könnte. Dann haben wir begonnen. Wir haben in der ersten Runde, ich habe halt weitere Musiker rangeholt. Das war in der ersten Runde damals Michael Sargmeister an der Gitarre, später dann Peter Wölpel. Und haben dann angefangen, ein Curriculum aufzubauen. Genauso Gesang. Petra Schäßer ist bis zum heutigen Tag die Gesangsdozentin dort, eine Münchner Studiosängerin und durch Wind seinerzeit bekannt geworden und so weiter. Und haben uns eben da auch ein komplettes Curriculum aufgebaut, Konzept überlegt, wie man das machen kann. Das war sehr klein. Man muss dazu wissen, diese Berufsfachschulen für Musik sind in der Form eine bayerische Besonderheit, weil die wurden gegründet, um eben auch im ländlichen Raum nicht nur Kultur anzusiedeln. Das war ein sehr gewünschter Nebeneffekt, aber gleichzeitig eben die Ausbildung von Musikerinnen und Musikern als Zubringer für die Musikhochschulen auf der anderen Seite, aber auch als Lehrer für die Musikschulen in Bayern eben auszubilden. Im engeren Sinne bis zur Mittelstufe, das hat sich aber auch weitgehend aufgelöst. Und das ist eigentlich eine wunderbare Möglichkeit für junge Musiker, für jüngere Musiker, dort Fuß zu fassen. Interessanterweise war es aber so, als wir dann ausgestrieben haben, dass es nirgendwo so einen Studiengang gab, kamen auf einmal alle, die da studieren wollten, viel mehr Bewerbungen, als wir Leute nehmen konnten. Und wurden damit eben dann auch zu so einem Zentrum irgendwo in Mittelfranken. Und haben dann eben auch Dinge gemacht, die man eigentlich in der Großstadt kennt und die man auch in der Großstadt gemacht hat. In der Music Station haben wir auch viele Workshops gemacht, Tatsächlich mit Dave Wackel, tatsächlich mit ganz vielen anderen, vielen, vielen bekannten Leuten. In dem Falle Leute, die nah an Yamaha dran waren. Und die fanden dann in Hamburg immer in der Pokerakademie statt, in der Music Station statt, Entschuldigung. Und das haben wir dann aber in Dinkelstuhl auch gemacht. Und vor allen Dingen mit der massiven Packung. Die haben wir dann einfach so genannt, weil wir gesagt haben, wir machen ein Wochenende massive Packung. Also vier Tage Vollbedröhnung für alle, sodass sowohl unsere Schüler mehr mitkriegen, aber auch Leute von draußen kommen können und einfach daran teilhaben können und haben eben da viele Namen bis zum heutigen Tage. Ich sehe das ja auch immer, was Klaus da veranstaltet und so weiter, wo du denkst, oh ja, in Dinkelswühl passiert sowas, was nicht mal in Berlin passiert. Also Klaus Hessler ist hiermit gemeint, der jetzt in Dinkelswühl die Schlagzeug-Studentinnen und Studenten unterrichtet. Ja, seit vielen Jahren. Und dazu, wir haben halt dann Systeme aufgebaut, was sich dann sehr gut entwickelt hat und wo wir genau eigentlich das in Kleinen fortgeführt haben, was sich auch an der Music Station oder im Popkurs parallel dazu und im Nachgang dazu aufgebaut habe damals. Es ist natürlich toll zu sehen, wie du quasi immer wieder in diese Situation reingeschmissen wurdest. Du hast es ja anscheinend auch nicht forciert. Du hast nicht gesagt, ey, hier bin ich, nehmt mich mal. Sondern du wurdest immer wieder angesprochen und konntest dein Konzept, was quasi seit vielen Jahren und dann teilweise schon Jahrzehnten in deiner Schublade lag, als dieser Five-Pager immer weiterentwickelt. Du hast gesehen, was funktioniert, was funktioniert nicht. Und es kommt immer noch einer obendrauf. Du hast natürlich wahnsinnig dazugelernt, hast mit anderen Schulen, warst in Amerika extra verglichen. Und jetzt könnte man ja meinen, du warst in Dinkelspül, du hast das Ding geleitet. Man könnte damit ja zufrieden sein und sagen, ich habe mein Lebenswerk erfüllt. Das war das, was ich Anfang der 80er aufgeschrieben habe. Hier ist es jetzt sozusagen. Und dann hast du noch einen obendrauf gesetzt. Die Frage ist erstmal, warum? Warum tut man sich das nochmal an? Weil es ist ja immer wieder, man fängt immer wieder bei Null an, so etwas hochzuziehen. Du hast ja gesagt, wir hatten keine, wir haben ausgeschrieben. Ich habe die Leute gesucht, die Studentinnen und Studenten kamen. Und das hast du jetzt keine Ahnung, das machst du jetzt das dritte, vierte Mal. Was hat dich da motiviert, nochmal weiterzumachen? Ja, ich habe gesehen, was wir hingekriegt haben, auch in der Berufsfachschule. Und ich war ja parallel dazu auch in der Berufsfachschule. In Hamburg an der Hochschule für Musik und war parallel dazu auch mit Bands unterwegs. Also in der Zeit dann mit Georg Danzer zum Beispiel, auch auf Tour immer wieder. Aber ich habe gleichzeitig auch gemerkt, da fehlt was. Also wir brauchen eigentlich noch die größere Nummer. Und ich habe ja parallel zu all diesen Dingen zum Beispiel auch für den John Lennon Talent Award, Das war ein Bandwettbewerb mit anschließender zweijähriger Weiterbildungsphase. Damals von der Instruo-Versicherung, das habe ich in Hamburg gemacht, da war ich der Chief Coach. Und wir haben damals Dinge entwickelt, die es woanders nicht gab, in der Art auch der Methodik. Und auch damals im Beginn mit Rock City in Hamburg gemeinsam sowas, was man Band Factory nennt. Also du hast vier, fünf, sechs Bands in der Weiterbildung, stellst die auf eine Bühne, lässt die... Musik spielen, ein, zwei, drei Titel. Der Rest der Gruppe, alle anderen, Peer Group Learning in Klammern, sitzen unten und die dozierenden Coaches und reden danach darüber, was da passiert. Warum passiert das so? Warum macht ihr das so? Also es ist natürlich dann auch so eine Art Abfragesystem, um so die Gehirnwendung in Gange zu bringen. Ja, warum machen wir das eigentlich so? Und das betrifft sowohl die Musik selber, die Arrangements, den performativen Bereich, also so ein ganzheitlicher Blick auf die Band. Und warum macht ihr das so? Und warum machst du das so? Wenn das eine Schullockband sein soll, dann darf da keiner lachen und dann darf da auch kein... Also nur mal so ein Beispiel zu nennen. Da gibt es ja ganz viele Aspekte, die eine Rolle spielen können. Und wir haben solche Formate entwickelt und die dann zum Beispiel in dem John Lenn Talent Award weiterentwickelt. Bis hin zu... Metaplan-Diskussion mit den Bands, im Plenum mit Sex-Bands und so weiter. Also eine sehr, sehr genaue Analyse dessen, wie man möglicherweise auch erfolgreich sein kann. Auf der einen Seite durch richtige musikalische Interventionen, aber auch durch Business-Interventionen und wie man eben dann auch die Manager und Managerinnen mit ins Boot holt und so weiter und so fort. Das alles haben wir dann da entwickeln können und das ist natürlich auch kulminiert erstmal in Dinkelsbühl und so weiter und ich wurde dann in dem nächsten Schritt gefragt, ob ich das, was ich da bereits gemacht habe, dann in Baden-Württemberg in der Jazz- und Rockstiftung mit einzubringen, in der Rockstiftung Baden-Württemberg. Einzubringen, die damals in ihrem zweiten Jahr oder noch in ihrem ersten Jahr den Bandpool gegründet haben, der bis zum heutigen Teil, Bestandteil der Pop-Academy ist, als Tool für Bands, die nicht und Musikerinnen, die nicht in der Pop-Academy studieren, die aber darüber ebenso diese Weiterbildung haben. Und das war ein Teil davon und, Ich kannte in Mannheim und in Baden-Württemberg etliche Leute und ich wurde dann gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, dieses Konzept mitzuentwickeln. Erstmal für den Bandpool. Und das war eben ein Konzept, das ähnlich war zu dem, was wir schon im John Lenn Talent Award entwickelt hatten. Und dazu muss man wissen, dass dort Jens Klopp derjenige war, der ursprünglich der Referent im Popkurs vorher war und der dort eine ähnliche Position hatte und mich dann gefragt hat, dazu gehungt hat. Also vieles ist eben über... Es sind Zusammenhänge gelaufen, wo Dinge sich auch, wie du sagst, so entwickeln konnten. Ich bin immer gefragt worden, dann auch weiterzuentwickeln und habe mir sehr viele Gedanken dazu gemacht, wie kann sowas aussehen und wie kann man in dem nächsten Schritt dann Dinge weiter befördern, die dann mehr sind als eine reine musikalische Vermittlung, siehe Spezialistentum, die das beinhaltet, aber eben alle anderen Dingen auch im ersten Schritt, die Bandcoachings im nächsten Schritt, aber auch Integration von Businesszusammenhängen, Integration von Vision, wo will ich hin mit dem, was ich da tue als Individuum, als Musikerin, als Musiker, aber auch als Band, als Ensemble oder als Studioteam. Wo will ich in einem Jahr sein, wo will ich in zwei, drei Jahren sein. Also Businesspläne anzuregen und die dann auch in der Gruppe, im Peer-Group-Learning miteinander in die Tat umzusetzen. Und andere teilhaben zu lassen daran, wie ich selber lerne, lernen andere ja auch dabei oder können wir auch Rat geben und damit auch Netzwerke aufzubauen, die auf ein ganzes Leben wirken. Was wir alle kennen, die Netzwerke, die wir in unseren Studienzusammenhängen aufgebaut haben, wirken in einzelnen Personen bis zum Ende unserer Karriere und darüber hinaus. Und ich habe da gesehen, dass das sogar ein entscheidender Teil ist und netzwerksystematisiert sein müsste in so einem Zusammenhang. Das war aber erstmal, die Pop-Akademie war ja erstmal nicht als Hochschule angelegt, wenn ich es richtig verstanden habe, sondern es war erstmal so von dieser Initiative aus. Bist du dann auf die Politik zu, hast gesagt, ey, lass uns mal eine Hochschule draus machen? Oder hat die Politik gemerkt, oh, da passiert irgendwas, das ist gut, Popakademie, Pop haben wir noch eigentlich im universitären Bereich überhaupt nicht? Ja, da muss ich was richtig stellen. Die Popakademie war von Anfang an Hochschule, staatliche Hochschule. Die ist als staatliche Hochschule gegründet. Aber auch da der Bandpool und diese Rockstiftung Baden-Württemberg ist quasi der ideenseitige Vorläufer und existierte... Bereits drei, vier Jahre vorher und hatte dann bereits mehrere Generationen im Bandpool, zwei, drei Generationen von Bands, die dadurch sehr profitiert haben in diesen Phasen, sowohl individuell als auch als Bands. Und dann haben wir mit der Politik gemeinsam begonnen, darüber nachzudenken, was wäre denn, wenn wir das auf eine nächsthöhere Ebene institutionalisieren und als Studiengänge verankern könnten. Und in der Tat hatte Baden-Württemberg, nachdem auch in anderen Bundesländern solche Ideen durchaus da waren. Ich habe damals auch mit Berlin, mit Bayern, also im Nachgang zur Berufsfachschule und während der Berufsfachschule Konzepte geschrieben, auch für Bayern, Ideen für Niedersachsen, für Hamburg, für Berlin, die aber dort nicht in so eine positive Konstellation kamen. Manchmal sind das ja auch bestimmte Konstellationen, die dann in Gange kommen müssen, auch politisch, um das wirksam zu machen. In Baden-Württemberg gab es die Rockstiftung Baden-Württemberg. Das war eine Initiative zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem SWR damals. Die beide daran finanziell auch beteiligt waren und das unterstützt haben. Und dann in einem nächsten Schritt zu überlegen, können wir mehr daraus machen? Was können wir mehr daraus machen? Wie kann das aussehen? Und wir haben dann parallel zu dem, was die Rockstiftung ist, in zwei Jahren in sechs Hearings mit circa acht bis zwölf Personen im Staatsministerium dort ein Papier zusammengetragen, das es bis zum heutigen Tag gibt, 85 Seiten, zur Entwicklung der populären Musik in Baden-Württemberg. Und in einer ganz kleinen Arbeitsgruppe, in einer ganz engen von vier bis sechs Leuten, daran war ich beteiligt, und darüber hinaus ein größerer Kreis im Ministerium und darüber hinaus dieses Papier entwickelt. Und als wir das Papier fertig hatten, war 9-11. 2001. Also wir hatten 1998 ungefähr begonnen, 1999. Und in den Papieren, in den 85 Seiten, sind zum Teil bereits Stundenpläne, curriculare Voraussetzungen abgebildet. Und zwar nicht nur für die Pop-Akademie, sondern wie muss man Förderung im Lande machen, an welchen Stellen. Wir hatten ganz viele Hearings gemacht, die eben sowohl Popmusik und Industrie, Popmusik und Ausbildung, Popmusik und Hochschulen umfasst haben, wo wir Fachleute befragt haben und das eben zusammengetragen haben und destilliert haben, was das dann sein könnte. Und ein Kernpunkt war die Popakademie und ein weiterer Punkt war die Weiterbildung und Fortbildung, Förderung im Lande. Von populärer Kultur. So, dann kam das alles zum Erliegen durch 9-11, weil alle gesagt haben, da brauchen wir jetzt nicht mit rauszugehen, da kriegen wir keine Mehrheiten für im Lande. Und wir haben dann aber parallel dazu Gespräche geführt an verschiedenen Stellen. Und ich bin damals auch in Baden-Württemberg viel hin- und hergereist und muss sagen, das war alles ehrenamtlich. Da gab es keine Gelder dafür, sondern diese Arbeit war komplett ehrenamtlich. Und wir haben dann aber das geschafft, ein Jahr später das Papier nochmal zu aktualisieren und dann zu gründen. Und warum das gelungen ist, war auf der einen Seite die Idee, dass es in Baden-Württemberg bereits die Filmakademie in Ludwigsburg gab und die da schon knappe zehn Jahre bestanden hat, die im Filmbereich, und der ist, was Edukation anbetrifft, gar nicht so unähnlich zur Popmusik, bereits erfolgreich bestanden hat, wo man auch sagen würde, ja, Popmusik und Baden-Württemberg oder Film und Baden-Württemberg, da ist doch München und da ist doch Berlin und da vielleicht noch ein bisschen Hamburg, aber doch nicht Stuttgart oder Ludwigsburg und so weiter. Das ist eine schwierige Sichtweise, wenn man weiß, für die Popmusik, dass Baden-Württemberg ein extrem umtriebiges Land ist, was populäre Kultur anbetrifft und immer war. Und besonders hier diese Mannheimer Region. Also damals war ja Xaver und die Söhne Mannheims total weit vorne. Und viele, viele andere, die gesamte Grönemeyer-Band, das sind alles Mannheimer, beziehungsweise kommen hier aus der Region. Zum Teil wohnen die heute irgendwo anders. Aber die waren eigentlich, viele von denen leben bis zum heutigen Tage hier und würden auch nie woanders hingehen wollen. Und Edu Zanki und viele andere Namen, die wir alle noch kennen, hatten hier ihre Grundlage. Von daher naheliegend der damalige Staatsminister Christoph Palmer und der Mannheimer, damals noch Kulturbürgermeister Peter Kurz, waren ungefähr gleich alt und hatten beide eine ähnliche Idee, dass sowas passieren müsste und möglicherweise dann auch in Mannheim. Gleichzeitig hatte aber auch Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart den Hut in den Ring geworfen. Die wollten das alle gerne haben. Die Mannheimer haben sich damals durchgesetzt, aus unterschiedlichsten Gründen. Und wir hatten unser Papier fertig. Und wie das dann so ist, die Pressekonferenz dazu fand Anfang Dezember 2022 statt. Anfang 23 kriegten wir den Zuschlag, dass wir nicht mehr warten. Wir fangen jetzt an im Herbst 23, müssen die Studien das bedeutete, dass wir im Februar 23 2003. Bewerbung machen mussten. Also 2003, Im Januar und gleichzeitig das komplette Paperwork, also Satzung, Prüfungsordnung, blablabla. Die Sachen, die richtig Spaß machen. Haben wir gemacht. Also da waren auch viele Hausaufgaben zu machen und gleichzeitig natürlich ein Team zusammenzustellen, Dozierende, die nach unserer Meinung das von Anfang an gut tragen können und die zum Erfolg beitragen und so weiter. Also 2003, ich habe eben 23. Ja, ja, 21. Quatsch. Ja, und das war eigentlich alles gleichzeitig und ja, deine Frage, warum tut man sich das an? Ja, weil man eine Idee im Kopf hat, also ich in dem Falle eine Vision davon, wie sowas sein müsste und auch, Für mich auch so ein bisschen den Beweis zu führen, wie eine solche Hochschule sein müsste, damit sie funktioniert und auch im Sinne der populären Kultur richtig funktioniert. Weil es gab ja immer Kritiker und es gab auch immer Leute, ja Popmusik kann man nicht unterrichten, weil. Und das ist so die eine Seite und das muss grassrootsmäßig sein, das muss von der Straße kommen, Street Credibility, blablabla, wir kennen das alle. Und die andere Seite eben aus der klassischen Hochschulausbildung, dafür braucht man sowas doch nicht. Die können ja alle sowieso nichts. Wir wissen alle, dass das so ja überhaupt gar keine Grundlage hat. Ganz im Gegenteil, nur vielen Leuten ist das überhaupt nicht verständlich zu machen. Und du musst es beweisen, dadurch, dass du es machst. Das war für mich durchaus ein Antrieb. Aber vor allen Dingen, die jungen Menschen zu sehen, die, wie ich selber auch, genau in dem Bereich arbeiten möchten und denen eine Möglichkeit zu bieten mit einem. Staatlichen Abschluss, dieses zu tun und das Studium aber nicht als Parksituation zu begreifen. Ja, dann schreibe ich mich halt für Anglistik ein, da muss ich nicht so viel tun, aber ich mache meine Musik oder irgendein anderes Studium. Dafür gibt es ja ganz viele Beispiele, damit man erst mal die ersten Jahre halbwegs hinkriegt. Und ich habe immer gedacht, das geht doch mit einem sinnvollen Studium, sodass das wirklich zusammenpasst, sodass man eben auch BAföG beziehen kann, sodass man eben auch eine Grundlage hat und auch einen Abschluss Bachelor of Arts, Master of Arts, der nachher auch wirklich Sinn macht, wenn man sich möglicherweise nach der Rock'n'Roll-Karriere doch noch entscheidet zu unterrichten oder was auch immer und der auch die Grundlage dafür bietet. Ich meine, der Erfolg gibt dir recht. Die Pop-Akademie ist ja heute das Aushängeschild, ich würde sagen, europaweit für populäre Musik, wenn es in den Hochschulbereich geht, in die Ausbildung reingeht. Also da hast du wirklich deine Vision erschaffen. Deswegen lass uns vielleicht noch die letzte Frage zu der Pop-Akademie stellen. Ist es denn deine Vollendung? Oder würdest du jetzt schon wieder losgehen und sagen, ja komm, ich könnte ja jetzt auch noch das nächste Projekt wieder neu aufziehen, um da den nächsten Schritt zu gehen. Ja, man soll ja nie sagen, dass nicht mehr, die Pop-Academy ist natürlich eine große Einrichtung und sicher ein Meilenstein, für alle, die daran beteiligt waren, für mich ganz besonders natürlich. Das ist die eine Seite davon, aber ich sehe durchaus Weiterentwicklungen, aber was Pop-Academy anbetrifft, habe ich sehr gute Nachfolger, die den Job da sehr gut machen und die sich auch für die Zukunft noch einiges vorhaben. KI ist ein großes Thema für die Zukunft auf allen Ebenen. Fluch und Segen gleichzeitig, aber Teil der Realität und wird vieles bestimmen für die Zukunft. Das müssen wir einfach so sehen. Und da gibt es viele Betätigungsfelder, die auch für die Zukunft ein wesentlicher Bestandteil sein werden. Das ist so. Das ist aber nur ein Teil davon. Der andere Teil ist nach wie vor der Platz, an dem man sich trifft, der Platz, an dem man Ideen austauscht, miteinander ins Werk setzt. Und da hätte ich schon noch einige Ideen auch in Form von. Von Begegnungsplätzen, die solche Dinge möglich machen. Weil Peer-Group-Learning ist ja eigentlich erst der Anfang. Gerade in der Situation, wo KI eigentlich Vereinzelung und Individualisierung nochmal befördert. Ich sitze mit meinem Claude, mit meinem Chat-GPT, mit meinem Udio oder so alleine zu Hause und unterhalte mich mit einem Avatar und dann entwickle ich was. Was da fehlt, ist A, Emotion im weitesten Sinne, Empathie, Wertschätzung, der Austausch mit anderen Menschen, das, was ich so das kreative Ping-Pong nenne. Ich habe eine Idee, du hast eine Idee und wir kommen auch zu abstrusen. Möglicherweise disruptiven Ideen, die mit KI so nicht funktionieren können. Weil KI kann nur auf das zurückgreifen, was es schon gibt, aber nicht das, was es noch nicht gibt. Und out of the box, komplett out of the box zu denken. Und da haben wir mit unserer menschlichen Qualität ganz große Potenziale, die wir noch gar nicht wirklich gehoben haben. Oder die wir immer in jeder Situation, wo wir mit mehreren Menschen gemeinsam Musik machen, ankratzen, aber da geht viel mehr. Also man sieht schon bei dir, rattert es definitiv ordentlich weiter da oben im Oberstübchen. Das ist auch gut so. Das versteht ja deine ganze Karriere. Du hast nie aufgehört, dich zu entwickeln und das Ganze weiter voranzutreiben. Lieber Udo, wir haben jetzt über die Geschichte der populären Ausbildung in Deutschland gesprochen, die wahnsinnig eng mit dir einfach verbunden ist oder die man nicht ohne dich erzählen kann. Ich würde gerne einen Vorschlag unterbreiten und an dieser Stelle quasi für heute unser Gespräch beenden. Aber, weil ich noch so viele andere Fragen habe, die jetzt in eine ganz andere Richtung zielen, dich fragen, ob du vielleicht Lust hättest, eine zweite Folge mal mit uns zu machen, wo ich total gerne über deine Konzepte des Unterrichtens sprechen möchte, weil die auch anders sind, als was viele von uns kennen, über deine Rolle auch im Deutschen Musikrat, wo du lange dabei warst. Und natürlich deine Rolle bei Percussion Kreativ, wo du unser Ehrenpräsident bist. Deine Rolle bei Jugendmusizier, Drumset, Pop. Also es gibt noch so viel, was du uns erzählen kannst. Ich würde dich einfach höflich fragen, ob du nochmal die Zeit dir nehmen würdest, mit uns beiden Pappnasen ein Gespräch auch darüber führen zu wollen. Also sehr gerne können wir das fortsetzen. Ich habe mir das schon gedacht, dass das so viele unterschiedliche Themen sind. Ich meine, ihr habt ja auch eine Karriere als Schlagzeuger gemacht. Aber die ist da wahrscheinlich der profanste Teil in dem Zusammenhang. Überhaupt nicht, weil du bist ja ganz aktuell auch unterwegs gewesen wieder mit Go-Music, wo man dich auch live sehen konnte. Ja, da war Dirk ja auch da schon dabei. Also mein alter Freund Martin Engelin, mit dem ich ja früher viel zusammen gespielt habe und der auch ja so ein Wanderer zwischen den Welten ist, von. Das war wunderbar, mal sieben Konzerte hintereinander zu spielen und einfach so wie früher in die Session zu springen, ohne echte Vorbereitung und einfach Musik zu machen. Und das habe ich sehr genossen. Einfach so ein im Grunde einfaches Konzept. Eigentlich so der Hintergrund, warum wir alle Musik machen eigentlich im Endeffekt. Aber ich glaube auch, deine Herkunft als Musiker ist natürlich auch maßgeblich, beteiligt an dem, was du dann als Dozent selbst gewesen bist oder selbst bist natürlich. Das heißt, ich denke mal, das wird auch parallel irgendwie laufen, dass wir darüber dann auch natürlich sprechen. Auch wir haben gar nicht darüber gesprochen, wo kommen deine Einflüsse eigentlich her von deinem Du als Spieler, deine Einflüsse als Lehrerin. Wir haben mit Dante Augustini natürlich erwähnt, aber da gibt es bestimmt noch deutlich mehr. Und ich glaube, das wird, oder ich bin mir sicher, dass es eine weitere total spannende Folge wäre und deswegen freue ich mich umso mehr, wenn du sagst, jo, können wir mal eines Tages in naher Zukunft hoffentlich dann machen. Gerne, also du merkst ja, ich kann schnell reagieren. Definitiv, das ist super. Dann mache ich dir heute, für heute den Sack einfach mal zu und ja, ich sage, herzlichen Dank, vielen lieben Dank dafür, Udo, dass du dir die Zeit nimmst, du bist weiterhin busy, deswegen umso ein größeres Dankeschön, dass du dich hier hingesetzt hast und mit uns beiden geredet hast. Udo, mega, vielen lieben Dank für deine ganzen tollen Gedanken, auch für die ganzen Hintergrund Informationen. Wieso du, also das fand ich halt sehr spannend, wieso das überhaupt alles entstanden ist. Und man merkt ja wirklich selber, du sprudelst vor Ideen, da ziehe ich wirklich meinen virtuellen Hut hier gerade. Also ich finde es Wahnsinn und freue mich schon auf die nächste Folge. Pass auf dich auf und ich denke mal, bis ganz bald dann. Bis ganz bald, alles gut. Also ihr beiden, alles gut. Liebe Grüße. Ciao. Ciao, ciao. Uns erreicht ja immer wieder auch Hörer-Feedback von euch. Das kann gerne wieder auch ein bisschen mehr werden. Es ist so, deswegen habe ich ein bisschen jetzt gesammelt. Wir haben jetzt tatsächlich drei Feedbacks, die sich allerdings über die letzten Wochen so ein bisschen... Ja, zusammengetragen haben, sag ich mal. Und ich bin jetzt aber gar nicht mehr ganz sicher, ob da was sehr Aktuelles dabei ist oder nicht. Wir werden es rausfinden. Wir fangen mal an mit einem Feedback von dem Stefan. Der Stefan schreibt uns. Lieber Timo, lieber Dirk, eure Schlagabtauschfolgen sind wirklich immer sehr unterhaltsam und auch die Interviews sind durchweg gelungen. Ich höre euch immer wieder gerne zu. Ah, jetzt geht es um dich, Dirk. Als Alternative zum Kaffee kann ich euch Golden Milk wärmstens empfehlen. Sie ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch richtig lecker und gibt ähnlich Energie wie Kaffee, nur eben auf eine bekömmenderische und gesündere Art. Es gibt sie bereits fertig zu kaufen, man muss sie einfach in heiße Milch einrühren oder kurz damit aufkochen. Ich bereite sie am liebsten mit Hafermilch zu. Die von Allnatura ist zwar sehr gesund, schmeckt aber etwas süßlich. Für Golden Milk oder auch Cappuccino finde ich die Oldly Barista Edition geschmacklich am besten geeignet. Isst der Oberhammer und macht fit. Die Golden Milch gibt es beim großen A, aber auch in vielen Naturläden, aber auch inzwischen immer wieder im Supermarkt. Oder selber machen. Auch die Akkustaubsauger-Thematik ist sehr interessant. Ja, kann ich. Gerade auch für den Stockabrieb unter der Hyatt. Leider ist mein letzter Kommentar lange her über Spotify vermutlich nicht bei euch angekommen. Da melde ich mich diesmal per E-Mail. Ich höre euch nämlich hauptsächlich über Spotify, da ich meist unterwegs im Auto bin. Weiterhin gutes Gelingen und bis bald. Keep on grooving and swinging, Stefan. Ja, vielen Dank, lieber Stefan. Spotify, wie gesagt, verfolgen wir wirklich kommentarmäßig gar nicht, weil ich wusste, ich finde die Kommentare überhaupt nicht auf Spotify. Man wird auch nicht benachrichtigt, wenn da irgendwas am Start ist. Also muss ich doch mal vielleicht mal reingucken. Vielleicht habe ich etwas Wichtiges verpasst. Aber jetzt ist die Frage, Golden Milk ist jetzt ein Begriff, den ich auch vorher noch nie gehört hatte. Nee, den habe ich auch noch nie gehört. Und wie macht man das selbst? Brauche ich dafür eine goldene Kuh im Garten? Was ist da los? Ja, nee, kenne ich auch nicht. Aber ich werde es tatsächlich mal aussehen. Also das Ding ist wirklich... Zum Beispiel auch bei dem Pilzcafé, also ich muss das Ding ja leer trinken, also das war ja teuer, sei ich jetzt ganz ehrlich, das ist so lange, aber ich habe mich jetzt echt dran gewöhnt, aber was ich ja dachte, du darfst ja nur eine Tasse am Tag davon trinken, das hilft mir ja nicht, ich trinke ja 10 bis 15 Kaffee am Tag. Okay, ich habe schon wieder Fragen, warum darf man davon nur eine Tasse trinken, ist doch ungesund. Ja, weiß ich nicht, oder da sind ja Pilze, also ich habe ja jetzt so ein Ding, da sind 10 Pilzsorten drin von, wie kann ich alle gar nicht aussprechen, Schikate und Kripsos, Kropsos und also wie gesagt, ich glaube, vielleicht kriegst du es dann doch high davon. Sollte ich mal ausprobieren. Der 10. Kaffee und ich fliege durch den Raum. Der 10. Pilzespresso. Okay. Also wie gesagt, da suchte ich ja so ein bisschen. Na gut, aber wenn du zehn Kaffee davon trinken würdest, das würde ja wirklich an den Geldbeutel gehen. Vielleicht ist einfach nur ein Schutz davor, dass man sein Konto nicht leer räumt dafür. Das mag auch sein. Aber nee, da steht immer nur, man soll immer nur eine Tasse am Tag davon trinken. Okay, aber Sie sagen nicht warum. Ja doch, weil sonst die Konzentration, wie gesagt, es sind ja Pilze und Pilze machen ja auch was mit dem Körper oder ist ja schon immer Pilze in der Medizin gibt es ja seit von Hunderten von Jahren. Oder hat das vielleicht mit Giftstoffen zu tun, weil Pilze ja auch... Ja, das meine ich ja. Die Giftstoffe ja auch sammeln aus der Umwelt. Genau. Also, nur Champion-Kaffee trinken. Also nee, aber ganz ehrlich, ich habe mich echt dran gewöhnt und vermisse den auch, wenn ich morgens mittlerweile nicht mehr trinke. Das ist schon echt interessant. Jojo, also doch auf Entzug. Okay, aber lieber Stefan, klären Sie doch nochmal auf, was Golden Milk genau ist. Milk ist vollständig, kenne ich auch nicht. Weil ich habe es noch nicht gehört und was man selbst machen kann, wie gesagt, keine Ahnung, was es dann ist. Aber ich habe auch eine kleine Empfehlung an dem Rande. Er schrieb ja auch darüber, welche Milch er empfiehlt. Er hat ja dann die Hafermilch empfohlen. Ich trinke ja gerne, wenn ich einen Eiweißshake zu mir nehme, wegen nur wieder der Kalorienzahl, Mandelmilch. Und zwar ungesüßte Mandelmilch. Boah, die finde ich geht gar nicht. Doch. Nein. Also ich hab, also Hafermilch schmeckt immer ein bisschen am Stahl. Ich hab die mal in den Stahl reingetan, das fand ich echt krass. Dann hast du die, ich glaube, du hast die falsche gehabt. Das weiß ich nicht. Also meine Empfehlung dann ist die, ist die ungesüßte Mandelmilch, die man beim Aldi Süd bekommt. Ist so eine weiß-pinkende Packung. Hat sehr wenig Kalorien, also deutlich weniger als normale Milch. Und auch weniger Kalorien als Hafermilch. Deswegen habe ich die geholt. Also weil, Die hat die wenigsten Kalorienzahlen. Und ich finde jetzt im Eiweißshake, da mischt sie eh noch was dazu, hat die am Geschmack im Gegensatz zur Hafermilch. Den Eiweißshake-Geschmack nicht verändert. Die Hafermilch hat schon ein... Es gibt ja Hafermilch, was gibt es denn noch alles? Es gibt Mandelmilch, das ist ja Hafermilch. Es gibt noch drei, vier, zwei, drei andere, die auch so rumwuseln, um laktosefrei zu sein. Ja, ja, ja. Aber ich fand jetzt, Mandelmilch war am neutralsten vom Geschmack. Man schmeckt halt manchmal ein bisschen Mandel raus. Und letztens hatte ich tatsächlich ein Stück Mandel in der Milch drin. Geil. Da war einfach die Mandelschwum da drin rum. Ich dachte, du kaufst auch was Hartem gerade. Ich dachte, mir wäre ein Zahn ausgefallen. Nee, es war ein Mandelblättchen. Wie geil. Aber das dazu. und du trinkerst ja unsere Zuhörerinnen und Zuhörer offensichtlich auch mit deinen Staubsauger-Geschichten. Ja. Ich bin noch nicht weiter, aber ich habe auch noch keine Zeit gehabt. Eieiei, das scheint eine langfristige Angelegenheit zu sein. Eine Wissenschaft für sich. So, kommen wir zum nächsten. Also danke lieber Stefan. Klär uns doch auf, was Kohl und Milch isst. Wir sind ganz aufgeregt, was uns da erwartet. Und es schreibt als nächstes der Marc. Lieber Timo, lieber Dirk, nun bin ich schon seit einiger Zeit treuer Follower eures Podcasts und wollte mich einfach mal dafür bedanken, dass ihr das alles macht. Gerade in Zeiten der schnelllebigen Oberflächlichkeit ist euer Podcast für mich eine erfrischende Insel der qualitativ hochwertigen Informationen und immer wieder auch ein Quell der Inspiration. Das alles präsentiert mit sehr viel Authentizität, Humor und Freude, Interesse fürs Trommeln. Damit schließt ihr zusammen mit anderen tollen Podcasts wie dem von Felix Kraft die Lücke, die durch das Verschwinden der klassischen Schlagzeugmagazine entstanden ist und haltet die Szene zusammen. Mit diesem Feedback könnt ihr euch nun leider auch nichts kaufen, aber ich denke, es ist für euch bestimmt auch mal wohltuend zu hören, dass all die Arbeit, Leidenschaft und Mühe, die ihr in dieses Projekt steckt, durchaus von Wert sind und vom meist eher unsichtbaren Zuhörer an den Endgeräten gesehen und geschätzt wird. Ich wünsche euch beiden alles Gute und freue mich auf hoffentlich noch viele weitere Folgen. Alles Liebe euch, der Marc. Ja, Marc, das geht natürlich runter wie Öl. Und vielen lieben Dank. Also man kann es echt nicht schöner schreiben. Muss ich auch sagen, es war also ganz toll. und wir freuen uns natürlich über solches Feedback und der Dirk, wie gesagt, war auf der Joe-Trump-Show, ist da geschulterklopft worden. Das hat ihm auch gut getan. Nee, absolut, wirklich. Manchmal fragen wir uns beide ja auch so, okay, wir machen das für uns als Eigentherapie, aber trotzdem es ist auch toll. Also wie gesagt, ich finde das ganz, ganz klasse. Danke, echt. Und ich möchte auch sagen, der Marc ist von uns nicht bezahlt worden, dass er es geschrieben hat. Das qualitativ hochwertige kam von ihm. Das würden wir uns niemals anmaßen, selbst um uns zu sagen, obwohl es natürlich stimmt. Kommen wir zum nächsten. Einem Träumschreiber von uns, und das ist der Roman. Der Roman hat uns auch geschrieben. Hallo Dirk, hallo Timo. Ich höre euren Podcast seit den Anfängen und bin bei jeder Folge dabei. Schön, dass es euch, seitdem es die Printmedien nicht mehr gibt, gibt. Ich habe einen Themenvorschlag für euch. Es geht um das Thema mobile Schlagzeuge, Schlagzeuge auf Rollen. Der Hintergrund ist, ich komme aus der Nähe von Köln. Alaaf. Köln hat eine große Musikkultur. Unter anderem gibt es viele Mundartgruppen, Karnevalsbands, die mit mobilen Sets unterwegs sind. Ich selber habe auch eins. All diese Drums sind sehr individuell gebaut. Im Anhang findet ihr zwei Bilder von meinem Set. Die werde ich dir dazukommen lassen. Dann kann man sie sich ja einblenden. Cool. Mit dem ich außerhalb der Karnevalszeit unterwegs bin. Für die Karnevalszeit habe ich mit diesem Set die Möglichkeit, es zu verkleinern bzw. es auf ein Minimum zu reduzieren. Es sind nur zwei Bilder, da der Speicherplatz nicht reicht. Müsste ich mich mal mit beschäftigen. Bei Fragen, Fragen, rockige Grüße, Roman. Ja, ein sehr spezielles Thema, das, glaube ich, regional sehr begrenzt ist. Auf den Kölner Großraum. Und jetzt mache ich mich total unbeliebt. Dazu zähle ich Düsseldorf. Nein, das war böse. Im Himmels Willen, ich will jetzt kein böses Blut hier haben. Aber ein Thema, das wirklich, glaube ich, die ganzen Karnevalsbands in Köln wirklich beschäftigt. Warum? Wer es nicht weiß, da geht es um Sekunden im Aufbau. Das heißt, die ganzen Sets sind auf Rollen. Die müssen bei so Sitzungen schnell rein und schnell raus. Die werden einfach nur reingeschoben. Dann wird alles eingesteckt. Und dann werden die Dinger direkt wieder abgesteckt und rausgeschoben. Und damit das mobil ist und schnell ist, sind die immer auf Brettern mit Rollen aufgebaut. Natürlich dadurch sehr kompakt. Und ja, das ist für die Crew Stress. Aber diese Rollengeschichte macht es natürlich wahnsinnig einfach, weil du musst nichts mehr aufbauen, du musst nur noch einstecken. Also interessantes Thema. Könnten wir mal irgendwann angehen. Und genau, werden wir mal auf jeden Fall in den Hinterkopf verwahren. Vielleicht wäre das ein nächstes Thema für die nächste Karnevalsfolge 2027. Und dich wundern, Karneval nächstes Jahr ist sehr, sehr früh, Leute. Sehr, sehr früh. Ich weiß jetzt schon, dass ich meine erste Sitzung am zweiten Wochenende im Januar spiele. Also richtig. An Weihnachten wird der Tusch geübt. Keine Weihnachtslina. So, obwohl gefühlt nach 10.000 Tuschis muss es langsam funktionieren, ey das glaube ich, aber nochmal auf dieses Thema zurück zu kommen, also, ich finde es ist tatsächlich gar nicht nur auf den Karneval beschränkt, weil es gibt natürlich auch vielleicht interessante Lösungen, das würde mich dann bei euch interessieren, aber das machen wir dann wirklich nochmal in Ruhe öffentlich, weil es gibt ja auch, Bands, die relativ viel unterwegs sind, die sagen, ich baue das Schlagzeug gar nicht ab, sondern die haben es so kompakt irgendwie, dass es zum Teil nur in so einem Sprinter reingeschoben werden muss und dann quasi auf die Bühne gehoben wird und dann aufgeklappt und das war's. Ich habe das bei Sascha Klar ist zum Beispiel ein Set von mir auf so einer Mini-Bühne, was dann quasi das komplett gemiked und alles mögliche ist auch wirklich darauf festgeschraubt. Ich glaube das schon, das ist ein interessantes Thema, Also natürlich für den normalen Wascher, wenn man ein normales Auto hat, nicht zu gebrauchen, aber wer also schon so einen kleinen Transit hat oder sowas oder die Benz oder so, dass man sagt, ey, um Aufbauzeit zu minimieren, darum geht es ja auch im Kölner Karneval oder überhaupt im Karneval, dass man sagt, man ist ganz schnell fertig aufbaubereit. Das heißt, alles am Schlagzeug ist fast dran und man muss nur noch verkabeln, auch das mit Multicore und los kann es gehen. Also sollten wir echt mal drüber überlegen, also das ein bisschen erweitern auch, wie kann man ein Schlagzeug sehr leicht transportfähig machen, Aufbau und Abbauzeiten minimieren. Vielleicht gibt es ja wirklich einen Spezialisten dort draus, eine Spezialistin, die das öfters schon vielleicht auch für Bands gemacht hat. Gerne melden bei uns, denn wir suchen natürlich, wie ihr wisst, immer profunde Gesprächspartnerinnen und Partner, weil wir zwei mit unserem ungesunden Halbwissen dann auch nur oft Mutmaßung anstellen können und ich habe noch nie ein Podest gebaut. Also was ich gebaut habe, sind Ikea-Schränke. Aber das ist auch das Höchste der Gefühle. Das heißt, wenn da jemand wirklich Bescheid weiß, wie man sowas am besten umsetzt vielleicht auch und dann Do-It-Yourself-Tipps geben kann, melde dich bei uns. Bitte, bitte melde dich an schlagabtauschpodcast.gmail.com Und ihr dürft euch alle sowieso da draußen melden, wenn ihr auch Anekdoten habt, Geschichten über euch, über uns. Wenn ihr... Was wissen möchtet, wenn ihr einfach mal euren Senf zu unseren Podcast-Folgen geben möchtet, schreibt uns auch gerne an schlagabtauschpodcast.gmail.com und dann werdet ihr, wie auch die drei Kollegen gerade, hier auch öffentlich gemacht und verlesen. In dem Sinne, wir freuen uns auf eure Zuschriften. Wir kommen zu unseren Empfehlungen der Woche. da sind sowas von in der Tagesordnung drin, das ist Wahnsinn. Der Dirk hatte eben schon mal gesagt, mit dem Staubsauger sind wir nicht wirklich vorangekommen, also mit dem Akkustaubsauger. Der Dirk hat also immer noch nicht gesaugt, es liegen immer noch die Sägespäne unterm Set. Irgendwann ist das so hoch, dann sieht man das hinter dir, Dirk. Muss man da durchwarten. Also langsam wird es nochmal Zeit. Na gut, wir werden sehen, was das Ganze noch bringt. Ob der Tag kommen wird, wo der heilige Akkustaubsauger präsentiert wird, der da natürlich deutschlandweit durch die Decke geht. Vielleicht sollst du so einen eigenen Verkaufskanal dann machen. QVD. Ja, QVD. Ich meine, unser Online-Shop ist ja schon quasi fast am Start. Ja. Aber da kann man keine Angugungsstaubsauger drüber vertreiben. Wird schwierig. Mit Logo. Mit Logo? Oh, das wäre so geil. Boah, das wäre so geil. Da müssen wir jetzt echt mal überlegen. Da muss ich jetzt mal los und Kooperationspartnerinnen und Partner finden. Das wäre es. Oder wir müssen einfach nur Aufkleber, wir kaufen die Staubsauger alle selbst auf und kleben unsere Aufkleber drauf. Aber wir haben gar keine. Das stimmt auch wieder. So, in dem Sinne, kommen wir zu den Empfehlungen. Es hat sich eingebürgert. Ich beginne. Und ich habe etwas Historisches für euch. Und zwar ist das eigentlich eine Platte, also eine Schallplatte. Kennen die einen oder anderen da draußen vielleicht noch. Diese großen, schwarzen runden Scheiben wurden später durch CDs ersetzt. Heute streamt man ja nur noch. Und deswegen empfehle ich auch diese Platte als YouTube-Video. Und zwar ist es eine Platte von einem Schlagzeuger namens Joe Jones. Und, Und nicht irgendein Joe Jones, sondern Papa Joe Jones, der bekannt geworden ist, vor allem durch so eine Zusammenarbeit mit dem Count Basie Orchestra. Und er wird auch von dem einen oder anderen als der Vorreiter oder Pionier des Hi-Hat-Spielens genannt. Immer mit Vorsicht zu genießen, aber er selbst hat das auch von sich behauptet, weil klar, irgendwas muss man ja von sich behaupten. Aber zumindest ist er bekannt dafür, wie er die Hi-Hat auch gespielt hat. Für mich einer der ganz großen dieser frühen Big Band Jazz Ära, wahnsinnig toller Sound, wahnsinnig tolle Ideen beim Solospiel, seiner Zeit weit voraus, der hat schon einen Stampturm auf seiner linken Seite seiner Halt gespielt, da hat man jahrzehnt lang nicht dran gedacht. Toller Showman, toller Musiker, wahnsinnig toller Sound, auch seine Besenarbeit sucht sei desgleichen. Also ein Pionier in vielen Belangen und der hat ein Album herausgebracht. Da geht es gar nicht so sehr um Musik, also es ist kein Musikalbum in dem Sinne, sondern dieses Album nennt sich The Drums, ist 1973 erschienen und es ist im Prinzip ein Lehralbum. Das heißt, er erzählt ganz viel. Er erzählt erstmal, welche Standteile gibt es am Schlagzeug. Er stellt Sticks, Mellets, Besen vor. Dann geht es um Flams, Rolls und so weiter und so fort. Also es ist um Basics, Soundtechnik und Kontrolle. Er demonstriert dann Sachen und spielt natürlich auch einiges. Und für mich aber viel geiler ist dann der zweite Teil. Denn da spricht er über Schlagzeuger, die ihn geprägt haben. Da kommen dann Namen wie Big-Sit-Cadlet, Sonny Crear oder Gene Cooper vor. Und das ist ihm das Geile. er ist Zeitgenosse, er war ja selbst maßgeblich an den ganzen Entwicklungen beteiligt und hat persönliche Geschichten dazu und. Einordnungen, wie die Schlagzeuger gespielt haben und so weiter. Also, wer mal in die Jazz-Historie oder eigentlich die Historie des Schlagzeugspiels, die einhergeht mit der Jazz-Historie, mal wirklich etwas tiefer eintauchen möchte und sich mal ungefähr eineinviertel Stunde Zeit nehmen mag, sollte sich dieses YouTube-Video The Drums von Joe Jones unbedingt mal reinziehen. Man erfährt so viel über die großen, alten Cats und wo eigentlich alles herkommt, was wir heute spielen. Es ist für mich eine wahre Fundgrube. Und ich hatte das schon mal tatsächlich als Download, als MP3-Download mir geholt, hab's aber vergessen und mich jetzt wieder durch Zufall draufgestoßen. Also meine Empfehlung, Joe Jones The Drums. Mega Empfehlung. Weil, wie gesagt, der Name schwirrt ja seit Umzeiten schon drumherum. Auch den, den du eben gedacht hast, Big Sid Catlett, das sind so Sachen, als ich früher so mit Hot Jazz, Dixieland Jazz in den Anfängen in Berührung kam, wo der Name immer wieder gefallen ist, Kid Ori. Und da gibt's auch, das weiß ich auch noch, da hab ich ein Schlagzeug-Solo, wo man mir dann gesagt hat, spiel doch mal so ein Schlagzeug-Solo. Der spielt wirklich die ganze Zeit immer nur ... Aber das mit einer Dynamik und einer Energie hinterher, ja, Wahnsinn. Also nicht immer nur die neuen, sondern gerade die alten Sachen, weil da kommt es schließlich her. Super Empfehlung. Ich habe eigentlich was relativ... Profanes, weil das hat mir das Wochenende wieder so ein bisschen gezeigt, Leute, geht auf Live-Konzerte, auf Live-Messen. Jetzt ist natürlich die Europe-Drum-Show sehr groß, aber Firmen machen Messen, auch zum Beispiel wie der Kollege der Marc Bullow, der macht im Saarland die Saar-Messe, glaube ich, und versucht die immer wieder an den Start zu bringen und mit viel Eigenarbeit bringt er dort herein. Dann Dresdner Bass- und Drum-Festival. Wenn ihr sowas in eurer Nähe habt, unterstützt das und zwar nicht durch YouTube, sondern mit eurer Anwesenheit. Nicht in Aftermovie oder wenn irgendwelche Performances gemacht werden, sondern geht wirklich dahin. Die Zeiten sind so schwer manchmal, auch für uns Musiker. Und ich finde das so, so wichtig. Das ist eher so der allgemeine Aufruf, wenn sowas im Schlagzeugbereich passiert und auch der persönliche Austausch, wo ich so dankbar für bin, am Wochenende mit euch selber zu reden und nicht über, ein Podcast oder. YouTube oder sonst was. Das ist viel besser, diese Atmosphäre live zu erleben oder auch die Masterclasses, die Education Rooms, was da jetzt geboten wurde am Wochenende. Wie ist das überhaupt? Wie wirkt das auf jemanden? Und von daher meine Empfehlung, unterstützt eure eigene Live-Szene auch bei euch vor Ort. Das muss jetzt nicht gerade Friedrichshafen sagen, weil für mich auch gerade eine Weltreise. Aber auch das hat sich echt gelohnt. Und viele, die auch mal nur einen Tag gekommen sind, die dachten, okay, es war jetzt eine weit, weite Anreise, aber es hat sich echt gelohnt. Ich habe viel mitgenommen. Ich habe mir gedacht, über die Messe sprechen war ja noch. Deshalb möchte ich da jetzt auch nicht weiter, wo man nachbessern oder was perfekt war. Großartig drüber reden. Überhaupt unterstützt eigene Bands. Und auch wenn eure lokalen Bands irgendwo sind, ey, geht da mal hin. Und auch, ich weiß, auch das mag manchmal Geld kosten. Aber wie soll es denn anders funktionieren? Wenn ihr doch auf der Bühne spielt, ihr könnt doch auch nicht nur für Lully spielen. halt irgendwie. Dann, wie gesagt, wenn ich heute irgendwo ein Steak esse, dann bin ich beim Steak ganz schnell zwischen 30 und 40 Euro dabei. Und genauso ist das auch eine Band. Die haben auch Kosten. Wir haben Spritkosten, die enorm sind im Moment für uns Musiker. Weil häufig ist das so, dass sowas in der Gage, die vielleicht vor längerer Zeit ausgemacht worden ist, überhaupt gar keinen Bestand findet. Und dann bleibt auf einmal, besonders wenn man davon leben muss, gar nicht mehr so viel davon über. Und Kultur ist so wichtig. Und das meine ich jetzt gar nicht für den Musikerbereich, auch für den Theaterbereich. Artisten, Musicals. Es muss mittlerweile was kosten, sonst funktioniert es nicht. Und von daher unterstützt eure lokale Szene, geht mehr zu Konzerten, geht auf Live-Konzerte und jeder freut sich, also ich kenne eigentlich nur Musiker, wenn die angequatscht werden, macht das. Weil der wirklich direkte Austausch, es gibt nichts Besseres. Und gerade die Drummers sind ja auch da. Genau. Ganz offen sind das. Welches Becken spielst du denn da? Was ist für eine Snare-Drum? Was für Sticks benutzt du? Ich habe, glaube ich, wie gesehen, dass ein Gitarrist hingegangen ist. Welche Seiten hast du denn da drauf? Nee. Stimmt. Aber Drummer kommen zu Drummern. Und es ist ja schön, man nerdet dann wieder rum, man hat dann ein schönes Gespräch und sowas. Also scheut euch auch nicht, die Drummer anzusprechen. Denn Drummer sprechen immer gerne über Drums. Ja, absolut. Und wenn ich sie absolut gerade höre, denkt dran, wir wollten von euch ja die besten Sprüche haben. Wir wollen ja vielleicht so eine Edition für unseren wahnsinnig krassen Versace-Webshop haben. Und da habt ihr bis jetzt auch auf euch warten lassen. Das heißt, wenn euch irgendein lustiger Spruch noch einfällt, ihr müsst jetzt nicht alle 138 Folgen nochmal durchhören, obwohl wäre geil. Aber wenn euch irgendwas einfällt, dann schickt uns das gerne, dann können wir das nochmal als Anregung nämlich aufnehmen, weil der Dirk designt hier, der ist hier quasi der Karl Lagerfeld der Tramindustrie. Sehr schön. In dem Sinne, aber Dirk hat absolut recht unterstützt Kultur, Kulturschaffende, denn der Staat tut es zu wenig und die Kultur darf nicht aussterben. Das war die 138. Episode des Schlagabtausch-Podcast-Podcasts. Vielen lieben Dank, dass ihr dabei geblieben seid. Vielen lieben Dank an alle, die das hier unterstützt haben, die unser Hörer-Feedback, die uns das Hörer-Feedback geschickt haben. Alle hier draußen, die das immer wieder hört, anschaut, verbreitet, macht damit unbedingt weiter, teilt uns. Also wenn ihr es hört, wenn ihr uns eh gerade hört, egal wo es ist, Man kann meistens ja doch irgendwo liken oder ich mag oder mega oder fünf Sterne oder sonst irgendwas machen. Einfach mal ganz kurz pausieren, einen Finger benutzen und dann einfach mal da drauf drücken oder eine Maus oder was weiß ich halt. Und man kann es immer teilen. Einfach mal ganz kurz, nachdem ihr es geliked habt, auf Teilen gehen und dann kann man es in seinen WhatsApp-Status teilen oder auf Facebook oder in der Instagram-Story oder, oder, oder. Wir leben davon, dass ihr uns verbreitet. Denn, jetzt kommt wieder das Traurige aus Social Media, wir sind in unserer Social Media Blase drin. Und da rauszukommen ist fast nicht möglich. Man hat seine festgelegte Blase. Aber ihr helft uns da draußen durch euer Teil, dass es weiter gestreut wird. Und dann merken nämlich die ganzen Algorithmen von welchen Kanälen auch immer, ah, das scheint ja interessant zu sein für den oder die. Und dann wird das nämlich mehr ausgespielt an welche, die uns noch nie vorher vielleicht mitbekommen haben. Also meine kleine Bitte, es kostet euch, glaube ich, noch nicht mal eine Minute eures Lebens, liken und nach dem Liken muss es wahrscheinlich sogar noch wichtiger auf Teilen gehen. Und egal, wo ihr es teilt, teilt überall, wo es irgendwie geht. Ihr könnt es euch auch mehrfach teilen. Das würde uns wahnsinnig helfen. Oder, was auch cool wäre, wenn ihr so ein bisschen Bock auf Social Media habt, dann einfach mal gerade schreiben, ey, ich habe gerade gehört, die neueste Podcast-Folge Schlagabtausch und dann dann raus eine Story machen. Oder, oder, oder, oder, dass die Leute da draußen mitbekommen, ey, da gibt es was. Also, das ist noch mal ein kleiner Wunsch, meine kleine Bitte, verbreitet es, schenkt uns eure Liebe. In dem Sinne, vielen lieben Dank, jetzt habe ich genug Roamotion für uns gemacht. Dirk, hast du noch was Sinnvolles zu ergänzen? Oh, er sagt ja. Nee. Achso, nein, natürlich nicht. Mein Schlusssätzchen. Nein, du hast alles perfekt gesagt. Lieben da draußen, passt auf, bleibt uns gewogen. Es sind immer noch stürmische Zeiten, obwohl das wieder zum Glück besser wird. Passt auf, euer Podcast-Team Dirk und Timo. Ciao. Tschüss.