Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: 155 Polizei-Einsätze in der Feuerbergstraße
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- Music. Moin, ich bin Lars Haider. Heute geht es um die Situation im Hamburger Kinder- und Jugenddienst, die leider überhaupt nicht besser wird. Weitere Themen? Hamburger Suchtforscher sieht einen Zusammenhang zwischen Cannabis- und Heroinmissbrauch. An einer Hamburger Schule soll der Fight Club nachgespielt worden sein. Und am Roten Baum beginnt am Wochenende großes Tennis. Dazu gleich mehr. Zunächst wie immer die drei meistgelesenen Themen und Texte auf abendblatt.de. Platz 3 XXL, Schwertransporter, Kracht gegen Baum, Ursache ermittelt. Platz 2 A380, so stehen die Chancen auf ein Comeback des Riesenfliegers. Und auf Platz 1 HSV im Aufstiegstaumel, langsam wird es lächerlich. Huch, was ist das? Naja, das ist auf jeden Fall eines der Top 3 Themen auf abendblatt.de. Einer der bedeutendsten Suchtforscher Deutschlands hat sich mit erschreckenden neuen Erkenntnissen in den Ruhestand verabschiedet. Rainer Thomasius vom UKE, ein entschiedener Gegner der im vergangenen Jahr in Deutschland auf den Weg gebrachten Legalisierung von Cannabis, spricht von neuen Formen des Drogenmissbrauchs bei Kindern und Jugendlichen in Hamburg. Er sagt, ich zitiere, spätestens seit dem Beginn der Corona-Pandemie haben sich die Konsummuster intensiviert. Zum Cannabis gesellten sich bei jungen Konsumenten Ecstasy, Stimulantien aller Art und stark wirksame Schmerzmittel wie Tilidin. Cannabis sei mittlerweile, so Thomasius in seiner ersten Bilanz seit der Legalisierung 2024, so üblich und gesellschaftlich akzeptiert wie der Alkohol. Auch Jugendliche würden es nicht mehr als verbotene Substanz wahrnehmen. Und, das sagt der Experte, ich zitiere nochmal, aus meiner Sicht besteht ein Zusammenhang der Cannabis-Legalisierung mit neuen Konsummustern und einer nachlassenden Risikowahrnehmung. Das führt auch dazu, dass das UKE von jugendlichen Heroinkonsumenten gehäuft in Anspruch genommen wird. Die Lage im Hamburger Kinder- und Jugendnotdienst, kurz KJND, bleibt angespannt. Seit Anfang dieses Jahres gab es in dem Kinderheim an der Feuerbergstraße in Alzedorf etwa 223 gewaltvolle und grenzüberschreitende Vorkommnisse, so heißt das offensichtlich im Behördendeutsch, 155 davon mit Polizeieinsatz. Das zeigt jetzt die Senatsantwort auf eine schriftliche kleine Anfrage der Linksfraktion in der Bürgerschaft. Und diese Fraktion nennt die Situation im Hamburger Kinder- und Jugendnotdienst dramatisch. Allein im Januar musste die Polizei 80 Mal ausrücken. Und obwohl der Kinder- und Jugendnotdienst als Kriseneinrichtung nur für einen kurzfristigen Aufenthalt gedacht ist, bleiben manche Kinder dort länger als ein Jahr in der Erstaufnahme für unbegleitete minderjährige Geflüchtete, zum Teil sogar länger als zwei Jahre. Manche werden monatelang in Wohncontainern untergebracht. Unzufriedene Mitarbeiter und damit einhergehend eine hohe Personalfluktuation und extrem hoher Kostendruck. Mit dem Sozialhotel Villa Viva von Viva Con Agua und den Heimathafenhotels im Münzviertel in Hammerbrook hat sich der frühere St. Pauli-Profi Benjamin Atrion von Viva Con Agua verschätzt. Die Bilanz nach mehr als einem Jahr fällt ernüchternd aus. Atrion sagt, ich zitiere, Oh shit, wir waren zu optimistisch, wir haben es vergeigt. Zitat Ende. Es sei die schwerste Zeit in 20 Jahren Viva Con Agua. Als Sozialunternehmen kämpft Atrion mit seiner Organisation dafür, dass alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser bekommen. Im legendären Fight Club mit Brad Pitt und Edward Norton verabreden sich Männer zu kämpfen. Sie prügeln sich zur Auslotung der eigenen Schmerzgrenzen und sie tun das freiwillig und ultrabrutal. Den Namen des Films aus dem Jahr 1999 soll ein Schüler des Gymnasiums Chorwaystraße jetzt für die Inszenierung von Schaukämpfen unter 8- und 9-Klässlern der Lockstädter Schule entliehen haben. In mindestens einem Fall soll es auch zu einem Kampf gekommen sein, allerdings außerhalb des Schulgeländes. Und nach anderen Informationen wollte sich der verdächtige Schüler mit den organisierten Kämpfen persönlich bereichern. Dazu sagt die Polizei, ich zitiere Sprecher Thilo Marxen, Der Sachverhalt ist bei uns bekannt. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Erpressung eingeleitet. Und der Tatverdacht steht ein 15-Jähriger. Zitat Ende. Das Ernst-Deutsch-Theater bekommt eine Doppelspitze. Ayla, Jegina und Daniel Schütter übernehmen die Intendanz von Isabella Werte Schütter. Und sie ändern einiges. Das beginnt beim Logo, geht über den Rhythmus, in dem die Stücke gespielt werden, bis hin zu einer neuen Rolle, die das Theater im Stadtteil übernehmen soll. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. Mehr gibt es auf www.abendblatt.de. Und morgen beginnt das Tennisturnier am Rom Baum, für das auch der weltranglichsten Erste Jannik Sinner gemeldet hat. Und ich kann sagen, der wird auf jeden Fall kommen. Und vielleicht kommt ja nach seinem Aus beim Turnier in Rom doch noch Alexander Zverev in seine Heimatstadt. Das wäre schön, so oder so. Der Rom Baum verspricht in diesem Jahr großes Tennis und es wird überhaupt ein großes Sportwochenende. Der HSV kann zum ersten und hoffentlich zum letzten Mal Zweitligameister werden und hätte dann am Montag bei der Großen Feier auf dem Rathausmarkt im Rathaus eine Meisterschale, naja eine Art Meisterschale vorzuzeigen. Abo HSV, da gab es auch noch eine interessante Nachricht, denn Henrik Köhnke bewirbt sich um das Präsidentenamt des HSV und das ist jemand, den kennen sehr viele. Köhnke ist nicht nur aktuell im Aufsichtsrat des Vereins, er war auch Ultra, also einer der Ultra-Fans und sogar Vorsänger der mittlerweile aufgelösten Gruppierung PopTown. Das heißt, das ist wahrscheinlich ein ernstzunehmender Gegenkandidat für Felix Magath, der ja auch HSV-Präsident werden will. Das war es für heute mit den Hamburg News für diese Woche. Wir hören uns Montag wieder um 17 Uhr, vielleicht ein bisschen später wegen der großen HSV-Feier. Bis dahin, tschüss.