Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Lee Kramer x MOMENTUM
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Gäste, inspirierende Geschichten erzählt. Mein heutiger Gast ist für mich sehr speziell, weil vor drei Jahren war er mein erster Gast im damaligen Podcast, den ich hatte. Heute ist er da, erzählt von Veränderungen, Sachen, die sich entwickelt haben, sein Business, das sich verändert hat.
- 0:26Und er droppt ganz, ganz, ganz spezielle Neuigkeiten. Und zwar, offiziell kann man sagen, dass er jetzt der Wearing-Ambassador bei Sony ist. Das heisst, auch sein ganzes Equipment hat sich auf Sony gewechselt und gewandelt.
- 0:44Und ich möchte da gar nicht mehr zu viel erzählen, weil dieser Podcast, was ich da erwarte, ist sehr viel Inspiration von einem Menschen, der sehr viel durchgemacht hat. Eine Lehre in seinem Herz verspürt hat, die er aufgefüllt hat im Zirka 2013. Und jetzt da ist, mit einem wundervollen Business, mit einer wundervollen Familie, eine Frau, die, wie er über seine Frau hier gesprochen hat, ihr werdet es sehen, es ist wunderschön. Und darum...
- 1:12Ich möchte nicht mehr zu viel erzählen, was wir hier alles besprochen haben. Und zwar ruhe ich euch einfach zuerst das Intro ab. Was wirklich? Wie du gesagt hast, man zelebriert Liebe, es gibt feines Essen, man tanzt, Musik. Alle sind gut drauf. Hast du heute Stimmen aufgehört? Nein. Nein, das ist das, was sich jetzt ändert. Ich wechsle zu Sony.
- 1:32Geil! Ja, ich bin auch offiziell Sony Ambassador ab April. Lee! Du hast nicht nur gewartet auf Sony, sondern du bist ein Sony Ambassador in der Schweiz. Der Titel ist «Sony Europe Imaging Ambassador».
- 1:52Bestens, danke. Sehr gut, freut mich sehr. Erstens mal, grosses Dankeschön, dass du wieder da bist. Ich weiss, du hast einen mega, mega ausgebuchten Terminkalender. Du bist überall auf der Welt am Umreisen. Du machst sehr, sehr viel. Und bevor ich meine erste Frage stelle, möchte ich ganz kleine Nostalgie-Momente für mich schnell erblühen lassen. Und zwar vor drei Jahren. Ich glaube, es war der...
- 2:1813. Mai. Um diese Zeit herum warst du das erste Mal bei mir in einem Podcast-Format. Du warst damals unser erster Gast. Drei Jahre später sitzt du wieder hier. Wir hatten vor zwei Jahren wieder einen Kontakt, wo du dein Rebranding wie uns in der Eventlocation gefeiert hast. Und heute bist du hier. Und darum, Lee, was ist alles in den letzten paar Jahren gegangen?
- 2:43Es ist sehr vieles passiert innerhalb von kürzester Zeit. Und alles, was sich entwickelt hat, fühlt sich richtig an. Und es ist auch klar, ich bestätige daran, ich habe es noch immer durch das ganze gepusht, aber es hat sich dann auch ergeben. Und das ist mega schön, all das, was ich jetzt erleben durfte, bin ich mega glücklich, wie sich das entwickelt hat. Privat wie auch geschäftlich, ja.
- 3:13Der erste Podcast ist ja schon sehr schön angeschaut worden. Du bist eh, ich glaube, in der ganzen Fotografie- und Videografie-Szene bist du ein riesen Name, also man kennt dich. Aber für die wenigen Menschen, die dich ja nicht kennen, wer bist du, was machst du, für was bist du bekannt?
- 3:31Ja, ich heisse Lee Kramer, bin bald 39 Jahre alt und seit 10 Jahren bin ich Hochzeitsfotograf. Und ja, wie du vorhin gesagt hast, ich habe mich in der Branche etabliert, innerhalb dieser Zeit. Und die Entwicklung, rückblickend bin ich mega stolz darauf, wie das alles entstanden ist. Ja, absolut. Mega, und du bist seit 10 Jahren in der Branche. Mhm. Das ist...
- 4:01Eine Dekade, das ist viel, das ist massiv viel. Was würdest du sagen, sind die grössten Learnings über die letzten Jahre, die du gehabt hast? Dass ich immer an mich glauben soll.
- 4:13Hat es Momente gegeben, in denen du nicht so dir geglaubt hast? Also ich bin von Grund auf immer ein Glaube in mich selber. Aber klar, ich bin ein Mensch, ich habe manchmal auch meine Zweifel und einfach, dass ich dranbleibe, führt zum Erfolg. Weil alles, was ich jetzt auch gerade aktuell erleben darf, ist das Resultat meiner Entscheidungen und auch, dass ich dranbleiben will.
- 4:37Das ist das Learning, das ich erleben durfte. Und dieses Learning möchte ich auch meinen Kindern weitergeben. Dass sie auch, wenn sie Träume haben, daran glauben sollen. Das ist mega wichtig, ja.
- 4:52Du hörst ja ab und zu mal einen Podcast von mir, du weisst, ich würde gerne ab und zu mal ein bisschen mehr reingraben. Du hast jetzt Zweifel angesprochen. Ich meine, es ist klar, dass man diese Zweifel nicht sieht, wenn man dich verfolgt. Diese Zweifel hast du innerlich, das sind intrinsische Sachen, die du entweder schneller oder weniger schneller loswerden und wieder abbauen kannst. Aber wenn du von Zweifeln sprichst, was sind das für Zweifel, die du an mich schon gehabt hast?
- 5:18ob ich in Bezug auf Kunden das Angebot richtig zusammenstelle, ob die Preis-Leistung stimmt, ob ich zu teuer bin, ob andere besser sind.
- 5:33Das sind halt wie, das sieht man nicht, ich rede auch über so Themen, aber halt mit den Ängsten. Aber wenn man mich so von aussen betrachtet, dann kommt man die Zweifel damit über. Was glaubst du, wenn man dich von aussen betrachtet? Was sieht man? Wer verkaufst du? Wer zeigst du? Mir ist mega wichtig, dass man mich wahrnimmt als
- 6:00ein fleissiger Mensch. Das ist mir absolut das Wichtigste. Das können wir abhacken. Ich glaube, das sieht man. Ich glaube, das wissen wirklich alle, dass ich stetig daran bin, dass ich mich auch verbessern möchte. So möchte ich auch wahrgenommen werden als fleissiger Mensch. Auf jeden Fall. Und noch einmal möchte ich auch eine Inspiration sein für Leute, weil das Ganze hat mal bei null angefangen.
- 6:26Und die Entwicklung, die ich jetzt angelegt habe, bin ich mega stolz darauf und im nächsten Schritt werde ich das auch weitergeben wollen, das Wissen und das Mindset.
- 6:41Was sind denn für dich Inspirationen? Wer inspiriert dich? Alle erfolgreichen Menschen. Aus verschiedenen Branchen. Ich verfolge Fotografen und Fotografinnen innerhalb der Hochzeitsbranche, aber auch ausserhalb der Branche. Ich höre viele Podcasts und schaue Videos von erfolgreichen Unternehmern.
- 7:05weil, klar, man muss gut fotografieren können, aber wenn man ein erfolgreiches Business haben möchte, muss man natürlich auch ein unternehmerisches und alles dahinterstehen, Buchhaltung etc. Und es ist so vielfältig, so umfassend, man muss so viele Faktoren eigentlich haben, dass man erfolgreich ist. Zum Beispiel? Ich finde, ich finde,
- 7:34Wenn man mit sich selber im Reinen ist, da fängt es an. Und wenn man ein gutes Zuhause hat, wo die Basis ist,
- 7:46kann man natürlich nachher sehr vieles erreichen. Das ist das, was für mich das Entscheidende ist, dass man einfach eine gute Basis hat. Du hast vorhin gesagt, du würdest nicht nur in der Fotografie-Szene Leute verfolgen, die dich inspirieren, sondern überall. Und du hast auch gesagt, dass man natürlich gut fotografieren kann. So, jetzt.
- 8:15Was heisst gut fotografieren? Was ist die Definition von gut fotografieren?
- 8:22Also mittlerweile ist es sehr offen. Also mittlerweile sehe ich auch viel im Instagram Bilder, wo die Schärfe gar nicht stimmt, wo unscharf sind. Genau, das sind jetzt mega offen. Genau, exakt. Und vor Jahren hätte ich das geheissen, das ist ein ganz schlechter Fotograf, der hat den Fokus nicht. Aber mittlerweile ist es halt so, auch bewusst, möchte man ja die Unschärfe haben oder etwas, was ein bisschen verwackelt ist. Genau, dass es halt Kunst ist, ja.
- 8:49Es ist etwas Künstlerisches, du kannst nicht messen, du kannst nicht sagen, hey, das ist der beste Fotograf, weil ich möchte der beste Fotograf für meine Kunden sein. Das ist das Wichtigste für mich. Alles andere, ich kann das Bild zehn Personen zeigen und dann habe ich zehn verschiedene Meinungen. Also es ist so offen. Aber ich habe Leute, die mich buchen und ich habe Kunden, die das feiern und um das geht es im Endeffekt. Ja, ja.
- 9:19Ich glaube, vor allem in der Szene, in der es darum geht, hochkreativ zu sein, wenn es um Fotos, Videos, Bildbearbeitung etc. geht, ob das Bilder malen, Musik, also Bereiche, in denen Kunst und Kreativität im Vordergrund sind. Ich glaube, da gibt es sehr viele Menschen, die den Aspekt des Unternehmertums,
- 9:48die nicht so ausgerechnet ist. Ich sage es jetzt mal so. Und ich glaube, wenn du in so einer Branche hocherfolgreich sein möchtest, wie du es bist, muss man auch den unternehmerischen Aspekt einfach beherrschen. Wie hast du dir das angeeignet? Also ich bin...
- 10:05Ich bin von klein auf, meine Eltern waren selbstständig. Und ich hatte dort schon ein Unternehmertum. Was haben sie gemacht? Mein Vater war Metallbauschlosser, hatte ein eigenes Geschäft. Meine Mutter hat dort Buchhaltung geführt und sie im Duo haben das ganze dann gemanagt.
- 10:25So habe ich das gesehen und kennengelernt. Ich habe dann das KV in einem Treuhandbüro gemacht. Und ich habe dann auch die Buchhaltung meiner Eltern gemacht. Weil das war der Treuhänder. Und so habe ich dann auch Zahlen kennengelernt. Ich habe auch gesehen, wie man gewisse Sachen steuern kann. Und ich bin eher so gross geworden mit dem unternehmerischen Gedanken. Und das Künstlerische kam dann erst später dazu. Aber schon immer irgendwo intrinsisch?
- 10:55Ja, also ich habe schon früher, im Alter von 16 Jahren, habe ich schon in Photoshop gewisse Sachen gemacht. Ja. Dann, als ich dann volljährig geworden bin, bin ich ein bisschen in der Party-Szene unterwegs und habe Partyflyer auch kreiert. Und bin so ein bisschen dann wieder reingerutscht und dann hat das Fotografieren dann mal angefangen und so habe ich dann so die kreativen Ausgleiche gehabt. Und das ist auch mir mega wichtig geworden.
- 11:22Aber ich weiss, zurück zu dem, ich habe viele Kollegen, viele Fotografen, die wirklich Künstler sind. Die sind Künstler. Und ich habe auch 2-3 Fotografen, die ich mal so steuertechnisch berate, auch ein bisschen buchhaltig. Und dort merke ich halt einfach, sie sind wirklich, ich gebe ihnen eine Kamera und dann ist gut. Aber alles, was dort mitspielt, ist halt schwierig für sie zu managen. Was würdest du sagen, machen die meisten Fotografen einfach falsch?
- 11:52Sie konzentrieren sich zu fest auf das Resultat der Bilder oder auf das Video. Und vielleicht auch, um sich selbst zu verwirklichen. Es ist immer so eine Gratwanderung. Du möchtest ja etwas machen, das dir Spass macht. Aber du musst noch einmal durch auch wirtschaftlich unterwegs sein, im Sinne von wirtschaftlichen Gewinnerzielen. Und ich schaue immer darauf, was der Kunde möchte.
- 12:22und kreierst dann etwas, das einem Kunden einen Mehrwert generiert. Klar, ich möchte etwas machen, das auch mir Spass macht, absolut. Darum denke ich, dass sich viele Fotografen darauf denken, dass es ihnen gefällt, dass sie sich dadurch verwirklichen können. Dann haben sie auch ewig dran, etwas zu bearbeiten, das natürlich auch die Zeit anders nutzen könnte.
- 12:44Und das ist das, wo... Ich glaube, dort verlieren sich viele Fotografen. Die Perfektion. Ja, eben Perfektionismus, genau. Und auch, klar eben... Lightroom kennst du auch, das Programm, dort hat es die engsten Regler. Wenn du dort nur ein Regler ein bisschen nach rechts schiebst, du merkst es vielleicht, aber der Kunde oder alle anderen Personen merken es nicht. Und das ist so... Versuche loszulassen, weil die Zeit kannst du anders auch nutzen. Hast du das gelernt?
- 13:10Hast du nie so den perfektionistischen Drang gehabt, um etwas bis ins... Wahrscheinlich schon, weil deine Bilder sind ja... Wenn du deine Bilder anschaust, denkst du so... What? Ja, das auf jeden Fall. Aber ich versuche halt schon...
- 13:26am Set oder bei der Hochzeit das Bild so bestmöglich aufnehmen, dass ich beim Edit nicht mehr viel Zeit brauche. Und klar, mit der KI kannst du vieles optimieren, die Reduschen. Die Zeit ist weniger, die ich brauche, wiederum durch die KI habe ich jetzt Zeit für anderes, wo ich mich dann dort ein bisschen verliere in der Bildarbeit.
- 13:51Also Bilder bearbeiten. Also Bilder bearbeiten durch KI, das erkennt das Gesicht, die Augen, die Zähne. Und das optimiere ich natürlich, dass alle gut aussehen. Und weil ich jetzt hier bin, konzentriere ich mich auch auf anderes beim Editen. Aber klar, ich verliere mich auch.
- 14:09Aber es ist halt so, dass ich noch bei anderen Sachen gefordert bin, logischerweise. Ich habe eine Frau und zwei Kinder. Das ist halt auch mein Ausgleich. Ich kann mit dem Kopf nicht noch bei den Bildern sein, wenn ich mit meiner Frau und den Kindern bin. Entweder oder.
- 14:25Und sonst werde ich niemandem gerecht und darum hatte ich auch nie die Schwierigkeit, loszulassen. Weil ich muss loslassen, weil sonst geht etwas anderes kaputt. Wenn du dich aber verlierst. Wenn du dich verlierst in der Bildbearbeitung.
- 14:43Fühlt sich das gut an? Bist du in so einem Flow-State, wo es dann einfach läuft und du verlierst dich daran, aber es geht dir gut? Oder ist es eine Drucksituation, die kreiert wird?
- 14:59Es ist eher positiv. Ja. Aber auch nur eine gewisse Zeit, wenn es dann zu lange ist. Dann denkst du wieder an das Kind, die Frau. Genau. Aber dann kommt der Cut. Und dann muss ich mir auch sagen, stopp. Weil jetzt macht es mir keinen Spass mehr und dann mache ich etwas anderes. Und dann mache ich es am nächsten Tag. Darum, um auch Hochzeiten zu bearbeiten, brauche ich mehrere Tage. Weil ich muss immer wieder Abstand haben. Wenn ich zu tief drin bin, dann sehe ich es auch nicht mehr.
- 15:24Man sagt den Wald vor Luther Bäumle. Es wäre eine Frage gewesen, wenn du eine Hochzeit machst und du hast ein Team, da kommen ja noch Videografen mit, da kommen noch andere Leute mit, wahrscheinlich noch Assistenten. Was kann man sagen, plus minus, wie viele Fotos werden an einer Hochzeit gemacht?
- 15:45Es kommt darauf an, wie gross unser Team ist, aber wir machen locker so 10-12'000 Bilder. Was? In einer ganzen Hochzeit, ja. 10-12'000? Ja. Je nachdem, wenn es mehrere Kameras sind, mehrere Fotografen, dann haben wir schon schnell mal so etwas. Zusammen. Also du musst auch ein Equipment haben, das das Vermögen kann? Korrekt. Und das dann auch selektionieren, Bilder anschauen.
- 16:15Ja, und das ist das, warum ich es in mehreren Tagen machen muss. Sonst würde ich schon lange nicht mehr fotografieren, wenn ich es nonstop machen müsste. Ich brauche den Abstand auch. Ich liebe Hochzeiten. Ich liebe es, dort vor Ort zu sein, das Leben, die Liebe zu zelebrieren. Wegen dem treffen wir uns. Aber nachher vor dem Computer sitzen und Bilder anschauen,
- 16:43Selektionieren ist schon eine Challenge. Ein ganz anderes Business. Ja, das ist dann nochmal anders. Das Fotografieren an und für sich ist so ein kleiner Teil. Ja. Das ist das, was viele gar nicht wahrnehmen, gar nicht realisieren. Irgendwann auf deinem Weg in deiner Karriere, als du angefangen hast Partyflyer zu kreieren und die ersten Fotos angefangen hast zu machen,
- 17:08Irgendwann bist du zu dem gekommen, dass du jetzt einer der renommiertesten Hochzeitsfotografen bist. Wann ist das passiert und wann hast du gesagt,
- 17:21du machst Hochzeiten, weil das ist das, was du am besten kannst. Ja, es ist so ein Klassiker halt gewesen. Damals mal im 2013, 14, 15 war Facebook halt noch ein bisschen im Trend. Und dort habe ich halt eben schon angefangen zu fotografieren, hobbymässig. Und dann habe ich halt meine Bilder auf Facebook hochgeladen und dann
- 17:41Anfang 2016 habe ich eine Hochzeit fotografiert von einem Kollegen, der mich fragte, «Hey, ich habe ja gesehen, du machst hier Bilder, kannst du unsere Hochzeit fotografieren? Wir haben heute ein grosses Budget.» Und dann habe ich das gemacht und die ersten 10 Hochzeiten sind eigentlich so entstanden. Und nach der 10. Hochzeit, die eine 16-stündige Hochzeit in Florenz war, und das ist auch von einem Paar, den ich kannte,
- 18:09Nach dieser Hochzeit habe ich mir gesagt, hey, du bist eigentlich soweit. Weil ich hatte vorher immer Angst, den Druck, du darfst nicht versagen, das ist ein wichtiger Tag, du darfst einfach nicht verkacken. Und zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Kamera noch nicht so gut im Griff. Aber nach diesen zehn Hochzeiten, habe ich mir gesagt, hey, du hast das Equipment im Griff, du kannst dich jetzt auch auf die Leute einlassen, weil erst wenn du die Kamera im Griff hast, kannst du dich auf die Leute einlassen.
- 18:37Bei Hochzeitsfotografie ist das entscheidend. Die wenigsten, die du vor der Kamera hast, sind es gewohnt, vor der Kamera zu stehen. Du musst in einer Atmosphäre arbeiten, in der sie sich wohlfühlen. Und sie fühlen sich wohl, wenn du als Fotograf sicher bist in dem, was du machst und auch sagst.
- 18:52Darum ist es sehr wichtig, dass ich diese Erkenntnisse dort hatte. Dann habe ich gesagt, jetzt mache ich meine Homepage. Jetzt möchte ich offen sein für Pärchen, die ich auch nicht kenne, für Kunden. Und sonst kam das dann in die Rolle. Also im 2013? Also, ich habe angefangen zu fotografieren im Jahr 2014.
- 19:15Also Dezember 2013 kaufte ich die Kamera auf meine erste. Und dann 2014, 2015, 2016 habe ich Vögel, Portrait, Landscape, alles mögliche. Und dann 2016 habe ich meine erste Hochzeit gemacht, also vor 10 Jahren. Das ist die von dem Kollegen in Florenzi? Nein, das war die 10. Also die 10. Hochzeit? Ja, aber die ersten 10 Hochzeiten waren alles Hochzeiten, entweder habe ich sie gekannt oder ich habe ihn gekannt. Okay. Aber die 11. Hochzeit ist dann eben vom...
- 19:43von fremden Leuten. Wie hat sich das angefühlt? Komisch. Und auch schon dann war ich sehr geirrt, dass sie mir das Vertrauen geschenkt haben, um ihren wichtigen Tag festzuhalten. Wie kamen die auf dich? Mund zu Mund oder schon über deine Homepage? Homepage oder Facebook. Also ich wäre heute nicht da, wenn das Social Media nicht wäre.
- 20:08Weil die Macht, die das hat und auch, dass meine Bilder dann geteilt wurden, das ist ein Grund, weshalb ich heute so erfolgreich bin. Das ist eine Theorie.
- 20:26Wirklich, ich liebe Hochzeiten. Sobald ich eine Einladung bekommen habe, habe ich schon Vorfreude. Wie du gesagt hast, man zelebriert Liebe, es gibt feines Essen, man tanzt, Musik, alle sind gut drauf. Genau. In diesem Sommer war ich an zwei Hochzeiten. Eine in Kalabrien. Eine Traumhochzeit, das ist mein bester Kollege. Das war wirklich so herrlich. Und
- 20:52Meine Theorie ist, das Fotografen-Team macht so viel aus. Wenn das Fotografen-Team sympathisch, nahbar und mitziehend ist, das gibt so eine andere Dynamik. Absolut. Darum ist es etwas massiv Wichtiges, dass man das wie, auch für die, die zuschauen und sagen, wir wollen bald mal heiraten, dass man sich ein Team aussucht, das funktioniert, sympathisch ist, das mit dieser Masse auch umgehen kann. Sonst kannst du
- 21:21Man spricht dann und sagt, guck, da liegst du. Es ist so, wie gesagt, das Fotografieren ist so ein kleiner Teil. Du musst innerhalb dieser Gesellschaft verschiedene Leute abholen, in verschiedenen Altersklassen. Und das ist halt schon...
- 21:40eine mega große Herausforderung. Das hat es nicht jedem gegeben. Ich glaube auch, dass ich in den ersten paar Hochzeiten darum gegangen bin, dass ich Gruppenfotos machen muss. Und ich muss etwas lauter werden, um die Leute zusammentrommeln. Schwierig war es für dich? Ja, es war schwierig am Anfang. Für mich war es schwierig, vor Leuten zu stehen und zu sagen, hey, könnt ihr bitte kurz zusammenkommen? Wir möchten ein Gruppenfoto machen.
- 22:04Und jetzt sind sie im Schlaf. Also weisst du, jetzt sagen die auch mal, «Kannst du sagen, du hast so eine laute Stimme?» Weisst du? So ein kleiner... Und das ist so... ...Entwicklung halt. Ja, und auch weisst du, ich habe einmal so rumgeschaut und ich weiss noch, einmal war es so eine Hochzeit, wo mich so ein älterer Herr, ich glaube es war der Grossvater der Brut, hat mich zehnmal geschissen und hat gesagt,
- 22:22Jetzt müssen sie halt etwas lauter reden. Jetzt müssen sie mal sagen, was Sache ist. Weil ich zu ihnen rede, können sie bitte etwas näher kommen. Entschuldigung, laufen sie nicht weg? Und das ist so. Und jetzt, kein Problem, bin ich auch mal... stehe ich hin und sage, hey, wir müssen zu und zu und zu machen. Kommen wir kurz zusammen, dann geht es schnell. Und dann können wir nachher wieder Party machen. Wie kann ich mir das vorstellen?
- 22:49Ich frage anders. Wie viele Foren muss man dich buchen? Es ist unterschiedlich. Also zum Beispiel, ich habe nächste Woche eine Hochzeit, die gestern fix geworden ist. Nächste Woche? Ja, aber ich habe auch eine Hochzeit, in der es mich zweieinhalb Jahre im Fokus bucht.
- 23:05Ja. Krass. Also die Kurzfrischungen sind meistens zivile. Ja. Aber wiederum bei zivilen Hochzeiten weisst du es eigentlich auch schon im Voraus. Sicher drei Monate musst du ja den Termin haben. Ja, aber diese Hochzeit nächste Woche ist eine zivile. Aber auch ein bisschen grösser.
- 23:25Und ja, manchmal frage ich mich... Aber wann ist es ein bisschen grösser? Grösser im Sinne der Anzahl Stunden? Eben ja. Aha, Anzahl Stunden. Sonst, standesamtliche Trauungen mache ich so 2-3 Stunden. Ja. Aber die jetzt ist dann schon, glaube ich, 6. Ja, 6 wird es dann etwa, ja.
- 23:42Genau. Und ja, das ist immer noch... Es ist lustig, wie ich immer angefragt werde. Eben, etwa zwei und halbe Jahre im Voraus. Ähm, bis es so ein spezielles Datum auch ist. Und dann manchmal ist es kurzfristig auch. Und wie ich es euch gefragt gestellt habe, ist... Jetzt hast du das Datum der Hochzeit, du hast die Anfrage, du hast den Handschlag, alles gut, du hast die Anzahlung im Jahr. Mhm. Ähm, wie geht es dann weiter im Sinn von...
- 24:13Gehst du in Planung mit dem Hochzeitspaar? Oder sagst du, hey, ich komme, I'm the bro. Ich weiss genau, wie es läuft. Wie kann ich mir das vorstellen? Also, es ist so.
- 24:29Wenn Sie einen Hochzeitsplaner haben, dann läuft die ganze Planung und Koordination, Organisation über den Wedding Planner. Okay. Aber egal, ob das Pärchen einen Planner hat oder nicht, ich biete immer an, falls Sie eine Frage haben in der Planung, stehe ich gerne zur Seite, Sie können meinen Rat nehmen. Darum sage ich auch jedem Pärchen, heiratet so, wie ihr es für richtig haltet, weil es ist eure Hochzeit. Macht es so, wie ihr es wollt.
- 24:54Nachher bin ich stetig in Kontakt mit ihnen. Meistens komme ich um Weihnachten oder Jahr. Die haben meistens Zeit, sitzen zusammen und denken, wie heiraten wir, was müssen wir noch organisieren. Dann kommen meistens Fragen diesbezüglich, die ich gerne beantworte und Zeit investiere.
- 25:12Und dann habe ich zum späteren Zeitpunkt noch ein zweites Gespräch, wo wir alles konkret anschauen, detailliert vom Tagesablauf. Und dann vor Ort selber ist dann halt je nach Situation, wenn der Planner nicht vor Ort ist, ist dann meistens der Fotograf, der den Lead hat.
- 25:33In verschiedenen Sachen. Und da bin ich auch reingewachsen. Klar, ich bevorzuge es schon absolut, wenn ein Hochzeitsportaler vor Ort ist. Es ist eigentlich nicht meine Aufgabe, um zu koordinieren. Ich möchte mich auf
- 25:49Weil am Ende des Tages werde ich gemessen an den Fotos und Videos, die ich ablieferte. Wenn ich mich darum kümmern muss, wie der ganze Tagesablauf ist und das alles auch richtig koordiniert, dann kann ich meinen Job nicht machen. Darum, ich liebe es, wenn ein Planner vor Ort ist. Und auch die Couples, die ich immer mehr anstrebe,
- 26:10Avisier, sind natürlich Couples mit Planner. Das ist mein Ziel. Mein Ziel sind Pärchen, die bereit sind, zu investieren in eine tolle Hochzeit, die Wert legen auf Ästhetik und dort sind meistens auch Planner im Spiel, tolle Location. Das ist so eine Zielgruppe, die ich auch wegen dem Rebranding
- 26:37Genau. Okay. Du hast gesagt, du hast in 16 angefangen deine erste Hochzeit zu fotografieren. Und hast dann gesagt, hey, am Anfang habe ich das Equipment, meine Kamera noch nicht richtig gekannt. Und nach der 10. hast du gesagt, es ist immer besser geworden. Ja, genau.
- 26:56Wie lange hast du da angefangen zu shooten? Was hattest du für eine Kamera? Ich hatte einen Canon. Also meine allererste Kamera war ein Canon 700D. Und danach hatte ich dort einen 5D Mark III, 4. Und dann mit Canon habe ich eigentlich gestartet und bin ich eigentlich gross geworden. Du bist gross geworden mit Canon? Genau. Und shootest du immer noch auf Canon? Nein.
- 27:23Nein, das ist das, was sich jetzt ändern wird. Das wird sich jetzt ändern? Korrekt. Okay, also was dann?
- 27:32Ja, also ich wechsle zu Sony und es ist nicht einfach so ein... Geil! Ja. How cool is that? Aber es ist nicht einfach so, dass ich einfach jetzt zu Sony wechsle, im Sinne von, dass ich einfach das Equipment von Sony habe. Ich bin auch offiziell Sony-Ambassador. Abend April. Lee! Ja. What the hell? Ja, ich... Gratuliere! Danke vielmals.
- 27:57Ja, es ist etwas... Also, warte mal, du bist... Du hast ja nur auf Sony gewartet, sondern du bist ein Sony... Ambassador. Ambassador in der Schweiz. Genau, in der Schweiz. Also, der Titel ist «Sony Europe Imaging Ambassador». Also, sorry, dann reicht die Schweiz nicht. Du bist europäischer Ambassador von Sony. Ja, ist die genaue Bezeichnung, genau. Und was beinhaltet das?
- 28:24Genau. Also in der Schweiz gibt es total sechs Ambassadoren in verschiedenen Kategorien. Und ich bin in der Kategorie Wedding. Also ich bin eigentlich wie, sage ich, das Ausengenschild für Sony Kameras im Bereich Wedding Photography. Das ist das. Und was das beinhaltet, ist, dass ich natürlich mit Sony Equipment arbeite und dass ich auch zukünftig Masterclasses sicher mal geben werde. Was, wirklich? Das ist ja mega geil. Ja, es ist...
- 28:54Ich habe mega Freude. Das ist das, was ich mir am Anfang auch gewünscht habe. Oder einfach mal gesagt, das wäre mega cool, mal einfach so ein Kamerahersteller, einfach ein Ambassador zu werden. Das war für mich das ultimative Ziel.
- 29:15Weil wenn du als Fotograf sagst, hey, die Kamera, die ich in der Hand habe, den herstellen, der steht hinter mir, der glaubt an mich. Mega schön. Und für das Marketing, für das Branding, ist das ein absolutes Geschenk. Sicher. Es gibt sechs verschiedene Kategorien. Es gibt sechs Ambassadoren. Zwei in Wildlife, jemand in Lifestyle Fashion, jemand in Commercial und dann ist noch jemand im Videoteil.
- 29:43Ja, habe ich alles gesagt. Ja, einfach in verschiedenen Kategorien. Ich bin einfach in Hochzeiten als einziger. Genau. Ja. Ich gratuliere. Das ist ein mega Milestone. Ja. Wie hast du das gefeiert? Gar noch nicht. Was, gar noch nicht? Nein, weil eben heute haben wir 13. März und offiziell ist es dann ab dem 1. April, weil Sony hat es geschafft, das Jahr 1. April bis 31. März. Ah, sie fangen mit, ja. Genau, sie haben das.
- 30:11Aber das Ganze wird eigentlich am 31. März getropft, weil ich ihnen gesagt habe, ich kann nicht am 1. April mit diesen News rauskommen, weil dann haben alle das Gefühl, ich verarsche euch, weil es 1. April ist. Aber sie haben gesagt, das ist klar, am 31. März wird es getropft und dann zelebriere ich es. Also ich habe jetzt schon für mich einfach
- 30:36Ab und zu gab es Momente, in denen ich auf mich stolz war und das auch gefeiert habe. Aber die erste Richtung wäre es über Ostern zu machen mit meinem Team. Da würden wir etwas Kleines machen, zusammen grillieren und das zelebrieren.
- 30:52So gut. Es wird sicher noch ein cooles Video geben von diesen vier. Ja, machen wir sicher. Also warte kurz, ich möchte noch mal rekapitulieren. Du hast mit Cane angefangen und hast dann die ganzen Jahre auf Cane immer gearbeitet. Seit wann arbeitest du mit Sony? Oder wann hattest du die erste Sony-Kamera in der Hand? Das ist im September.
- 31:20Letztes Jahr war es September 25. September 25. Genau. Und dann hat dir das wahrscheinlich etwas angehört? Ja, also das Ganze, ich muss kurz sagen, wie das Ganze mit Sony entstanden ist. Ich habe im November 2024 den Swiss Photo Day co-moderiert. Das war so ein Online-Fotograf-Event, welches Thema Fotografie war und jetzt sind die nächsten
- 31:47Kamerahersteller vor Ort gewesen, auch Sony. Und dort vor Ort hat mich dann der Philipp von Sony angehauen, wenn ich mal eine Sony Kamera wollte, unbedingt im Schreiben, hat er mir dann auch Kontakt gegeben, also die Nummer gegeben und ich habe sie abgespeichert. Aber für mich gab es keinen Grund, zu wechseln, weil für mich stimmte es mit dem, mit dem ich gearbeitet habe.
- 32:11Und dann halt immer ein wenig in Kontakt mit ihm gewesen. Und dann im September letztes Jahr habe ich ihn auf einem Event gesehen, wo Sony vertreten war und dann hat er gesagt, komm, komm mal mit, zeig dir die Kamera, wie die genau funktioniert. Und ich habe sie halt ein wenig getestet und
- 32:28Ich sagte dann, dass es sich nicht schlecht fühlt, aber ich kann nicht vor Ort eine Entscheidung treffen. Das ist eine so schwerwiegende Entscheidung, da muss ich mir Gedanken machen. Ich sagte dann, dass ich mir zwei, drei Kameras mitgeben würde, objektiv. Ich möchte sie lieber im Zeitraum testen können. Ich muss das alles nachher auswerten und sicher sein. So entstand das alles.
- 32:57wie ich das Ganze kennengelernt habe.
- 33:00Was ist das, was dir gerade fest aufgefallen ist, als du deine Sony Kamera angetan hast, zu testen? Also natürlich das Automatismus, die Ergonomie, das Handling ist natürlich anders. Knöpfe kann ich natürlich schon so belegen, wie ich es auch vorher hatte bei der Canon. Ich muss halt die Kamera ein bisschen modifizieren oder einfach so einstellen, dass es für mich stimmt. Aber das war auch alles kein Thema bei Sony. Das war für mich natürlich schon auch eine Matchentscheidung. Wie meinst du, kannst du Knöpfe?
- 33:29Also Knöpfe kann ich verschieden belegen, mit Augenfokus, mit normalem Fokus oder die verschiedenen Einstellungen, Serienbild oder kein Serienbild, das möchte ich alles über einen Knopf, also über mehrere Knöpfe steuern können.
- 33:46Das ist entscheidend bei Hochzeiten, da passiert so viel schnell. Da musst du die Situation abschätzen und verschiedene Einstellungen machen. Das war mir wichtig, aber das hat alles funktioniert. Von den Farben her war es ähnlich. Von dem her stummte vieles.
- 34:09für mich. Und alles, was mir Sony bietet, jetzt mit diesem Schritt, ist natürlich auch extrem attraktiv. Ja, ja. Okay. Ich habe hier in der Mitte nur Sony-Kameras. Wir arbeiten schon lange, seit Anfang an, nur mit Sony. Aber wir sind hauptsächlich Videografie. Auch Marlon arbeitet nur mit Sony.
- 34:35Darum kenne ich es nicht anders. Ich habe aber schon immer gesagt, Sony, wenn es um Videografie geht, non plus ultra. Aber es ist auch einfach zu sagen von jemandem, der nie wirklich anders gebraucht hat. Nein, das ist so.
- 34:50Von Anfang an war mir natürlich der Fokus Bild. Also Fotos. Und Canon hat mich damals mega angesprochen, weil meine Eltern hatten damals einen Canon, als ich aufgewachsen bin. Nachher war das natürlich wie im Kopf. Canon war lange von den Farben her mega führend. Und so bin ich eigentlich rein- und reingerutscht. Aber ich habe relativ schnell, als Sony rauskam mit ihren Kameras, ist eigentlich, wenn du Videos machst, musst du fix auf Sony gehen.
- 35:19Aber bei mir ist es natürlich so, dass ich auf Canon geblieben bin. Ich hatte dann eine Canon Videokamera und habe mich innerhalb dieses Universums bewegt. Ja, klar. Und jetzt kommt der Switch. Und jetzt beginnt das neue Kapitel. Der Switch kommt jetzt offiziell oder hast du schon Hochzeiten gemacht mit der Sony? Nein, ich habe bisher einfach Shootings gemacht und getestet. Aber die erste Hochzeit werde ich nächste Woche machen mit Sony.
- 35:48Ja. Aber wahrscheinlich, das ganze Team ist ja... Canon, ja. Ist Canon. Was machen Sie? Also sie haben immer mit meinem Equipment gearbeitet. Aha, okay, okay. Also ich habe alles, was ich von Canon hatte, haben auch meine Mitarbeiter genutzt.
- 36:05Aber jetzt habe ich natürlich alles von Sony, das sie auch nutzen. Aber es gibt für sie auch noch einmal eine Umstellung. Aber eben die Knöpfe sind alle gleich eingestellt, wie ich es bei der Canon hatte. Also es gibt nicht eine grosse Veränderung in sich. Also klar, es fühlt sich alles anders an, weil es ist halt eine andere Brand. Das ist klar. Aber ich würde sagen, sie ist kompakter. Sie ist kompakter, ja. Sie ist kleiner.
- 36:33Ich hatte das Gefühl, dass sie nicht mehr so gross sind. Ja, es kommt auf den Typ an, aber sie sind massiv verbaut und etwas grösser. Du als professioneller Hochzeitsfotograf, was ist für dich das Wichtigste am Equipment, an der Kamera?
- 37:02Bits auf Megapixels, was ist das Wichtige?
- 37:09Das Allerwichtigste ist, dass es qualitativ verhebt. Mit allem, was ich arbeite, die Kamera muss top sein, die Speicherkarte, die Akkus, Blitz, alles was wir benutzen muss top sein. Das ist schon mal entscheidend. Ob eine Kamera 20 Megapixel hat oder 30 Megapixel Auflösung,
- 37:33Das ist schon wichtig, aber es ist nicht so entscheidend. Auch der Kunde selber braucht das vielleicht in einem grösseren Format, wenn er es an die Wand knallen will. Aber es ist nicht so, dass er ein 10 auf 10 Meter Plakat braucht. Dann braucht er natürlich mehr Megapixel.
- 37:53Aber mir ist natürlich auch der Autofokus sehr wichtig. Auch die Erkennung. Aber bei Sony ist das natürlich top. Mega. Was ich auch festgestellt habe in der ganzen Entwicklung ist, dass es mega einfach geworden ist, zu fotografieren.
- 38:13Früher musstest du mit dem Finger den Fokus setzen, wo du ihn wollen musst. Auf das Gesicht. Mittlerweile musst du einfach einen Knopf drücken und egal wo das Gesicht ist auf dem Bild, erkennt er es. Kannst du auch mal so. Hast du das letzte Mal aufgefallen? Ja, eigenhändig. Ich habe einen Kunden gehabt.
- 38:32Und da, wo du gesessen bist, ist der Gast gesessen und hinter ihm eine kleine Statue. Ah, da kann ich jetzt einen Shift geben. Er hat geschifftet und ich musste die Statue, also in der Einstellung vorher, habe ich es dann gemerkt,
- 38:48Ich musste auf die Seite kehren, damit ich nicht frontal schaue, weil es gleich als Gesicht erkennt. Was ja normal ist, das ist ja das Gesicht. Aber es ist krass, wie genau das ist. Und auch, mittlerweile, auch wenn es fast dunkel ist, erkennt er es trotzdem. Das ist schon cool. Die Technologie dieser ganzen Foto- und Videoapparate ist massiv vorwärts gegangen.
- 39:17Gut, jetzt bist du Ambassador für einen europäischen Ambassador für Sony, wenn es um Wedding geht. Wie sich das angefühlt hat, den Vertrag unterschreiben, wie war das? Ja, unbeschreiblich, nachher mal durch. Es ist schon Bestätigung, oder? Für deine Arbeit, die du die letzten Jahre geleistet hast. Es ist die logische Konsequenz von all dem, was ich mache. Das hast du mega schön gesagt.
- 39:45Ja, wiederum, ich weiss, es ist nicht selbstverständlich. Weil Sony hätte jeden Tag andere Fotografen Fotografinnen fragen können. Aber sie haben, sie kommen auf mich zu und trauen mir das zu und glauben an mich. Das ist ein mega Statement in sich.
- 40:01Ich habe sehr Freude. Wiederum alles, wie es mir immer so gesprochen wurde, das ist mir sehr wichtig, never let success get to your head, never let failure get to your heart. Das ist mir eben alles, ich lasse mir alles nicht in den Kopf steigen.
- 40:26ich hebe nicht ab. Weil das ist wie, sie glauben an mich, aber jetzt muss ich erst recht leisten.
- 40:35Ich ruhe mich nie auf meinen Lorbeeren aus. Das motiviert mich nur noch mehr. Aber trotzdem immer humble bleiben. Korrekt, ja. Das ist mir mega wichtig und auch einer meiner Werte, die mir sehr wichtig ist und die ich meinen Kindern weitergeben möchte. Das ist mir so wichtig, dass man mit beiden Füssen auf dem Boden ist, aber versucht, nach den Sternen zu greifen. Aber gibt dir das jetzt so...
- 41:04diese Opportunität, dass du das sein kannst, gibt dir das nochmal einen richtigen Push? Ein Intrinsisch, wo du sagst, jetzt gebe ich nochmal mehr Gas. Jetzt drücke ich nochmal durch das Gaspedal. Ich habe mir jetzt eine Möglichkeit geschaffen, die ich mir immer gewünscht habe. Das ist noch einmal durch eine Wiehe. Ich spiele zwar keinen Schach, aber ich vergleiche es immer mit Schach. Es ist wie, du bringst alle Figuren in Position. Und jetzt heisst es Totalangriff.
- 41:31Ja. Und das ist das, wo ich jetzt in dieses Stadium komme und da freue ich mich sehr. Was kann man von dir erwarten? Ja, ich habe mehrere Ziele. Ich habe am 31. März, wo das mit Sony gedroppt wird, habe ich auch am gleichen Tag ein Strategiemeeting mit Sony, wo natürlich dann festgelegt wird, für jeden Ambassador, in welche Richtung das geht, was mit uns vorhanden ist.
- 41:58was wir selber für Ideen haben und maassgebend wird dort eigentlich alles entschieden, was in Zukunft passieren wird. Aber egal, was dort entschieden wird, es wird gut. Und klar, Sony ist nachher ein riesen Partner von mir, absolut. Aber ich habe natürlich, es klingt jetzt, ob Sony cool wäre oder nicht. Ich gehe so oder so meinen Weg.
- 42:29Und das ist das, was aber auch die richtige Einstellung ist, finde ich.
- 42:34Ist es für deine Kunden, werden sie irgendwie etwas merken im Sinne von Qualität? Wahrscheinlich eher Level Up, aber wird es schwieriger für deine Kunden, sie zu dich zu buchen, weil es noch so eine Schranke da ist? Oder sagst du, nein, nein, das ist alles genau gleich, das ist einfach nur ein Partner, der jetzt da an meiner Seite ist? Nein, es ist eigentlich...
- 43:03Es ist eigentlich ein Alleinstellungsmerkmal. Niemand in der Hochzeitsbranche in der Schweiz kann von sich sagen, dass er Sony Ambassador ist. Das ist das, was mich nur abhebt. Als Kunde hast du verschiedene Checkboxen. Sind die Bilder schön? Check. Bist er sympathisch? Check. Ist der Preis gut? Check. Ah, er ist noch Sony Ambassador. Das ist ein extra Check.
- 43:27Und das ist das, was mir jetzt mega zu gut kommt und das werde ich natürlich völlig voll ausschöpfen. Da wird auf meiner Homepage ein grosser Banner Sony Ambassador und das ist so das, was die Kunden eher sehen. Also vom Resultat, das sie am Schluss bekommen, im Bild wie auch im Video, klar wirst du den Qualitätsunterschied auch ein bisschen merken. Aber es ist nicht so massgegeben, sage ich mal. Ja, okay.
- 43:57Gut. Also eigentlich wird es einfach mehr dieses Anleihestellungsmerkmal nochmal unterstreichen. Und ist es per 31. wird die Homepage? Ja, ich mache es am 31. Ja. Geht das alles online?
- 44:14Ich freue mich drauf. Die letzten paar Tage hatte ich immer deine Homepage offen, um mich anzuschauen, zu rekapitulieren. Und weil wir schon mal ein Gespräch hatten, wollte ich noch mal hören, was da los war. Das ist mega spannend. Aber auch wie du dich gestern, ich habe das Gefühl, du hast dich mega verändert in den letzten drei Jahren. Absolut. Ich habe mich extrem verändert. Ich kann zu jedem Zeitpunkt sagen, das bin ich.
- 44:44Was auch richtig ist. Ja, weil nur schon, wie ich angezogen bin. Ja. Also jetzt, wie auch dazumal, als wir im Podcast waren, und auch wie ich auf Hochzeiten gegangen bin. Ich bin in so Blümchenhemden gegangen. Und Jeans hatte ich schon länger nicht mehr. Aber es waren so Jeansartige Hosen. Wie Sneakers. Und jetzt seit einem Jahr oder über ein Jahr habe ich wirklich einen schwarzen Anzug genommen.
- 45:10Klassisch. Ein bisschen Lederschuhe an. Und das ist auch... Die Zielgruppe hat sich auch geändert. Hast du nicht deine Zielgruppe? Oder hast du sie vorher... Genau. Was war sie vorher? Und jetzt ist sie ja wirklich nochmal so ein bisschen... Genau. Also ich war eigentlich schon immer nicht ein Fotograf für jedermanns Budget. Aber jetzt ist es wirklich so, dass ich halt im Hochpreissegment unterwegs bin. Was kann man sich darunter vorstellen?
- 45:39im Hochpreissegment, eben, dass du Couples hast, die bereit sind, um gutes Geld zu investieren, in eine tolle Hochzeit, in eine tolle Location und das kostet halt unter dem Strich dann schon ein bisschen Geld. Kann man, soll ich das jetzt noch ein bisschen, kann man so ein Price Tag irgendwo setzen, da kann man sagen, hey los, für ein
- 46:03Ich sage jetzt mal eine einfache 3-4 Stunden. Ist das einfach? 3-4 Stunden für... Ja, das ist eine standesamtliche Trauung. Genau, eine standesamtliche Trauung. 3-4 Stunden, Pricetag ist up. Ja. Also Pricetag dort ist 1'800. Ja.
- 46:19Ja, gut. Dann haben wir... The next one wäre eine grössere Hochzeit, also eine kirchliche Hochzeit. Also ich definiere es eigentlich über die Anzahl Stunden, die mich buchen. Ob es jetzt eine kirchliche Trauung ist oder eine freie Trauung oder einfach ein Festfest. Sorry, ich muss jetzt nochmal... 1800? 1800 für drei Stunden. Ich finde das mega fair.
- 46:43Ja. Genau, das sind die kleinen Packages. Und nur für mich. Aber du hast dann noch das Ziel, das du sagen musst. Genau, wenn es dann heisst, es gibt noch das Video, dann ist es auch nur ich und die Fotos. Wenn es dann ein Second Shooter ist oder noch Video, dann ist es einfach mal der Startpreis. Und dann ist es natürlich sehr individuell, wie sie es zusammenstellen.
- 47:07Machst du das selber oder macht das jemand für dich? Die Zusammenstellung und die Aufwertung? Nein, das mache ich. Das ist mein Baby. Das ist aber auch wichtig. Das ist mein Baby. Was ich in letzter Zeit gefragt werde, ist, kommst du wirklich an die Hochzeit?
- 47:25Ah ja? Ja. Weil sie sehen halt die Leute, sie sehen, dass ich mit einem Team arbeite. Ja. Und zum Teil sage ich ja. Aber eine berechtigte Frage. Ja, trotzdem. Wäre es auch sonst gekommen. Aber eben wenn... Du kannst dann halt dein Thema skalieren. Das ist halt auch ein Thema. Wenn ich ein zweites Team aufbaue, das dann schon in meinem Namen geht, aber nicht ich selbst vor Ort bin. Aber das ist auch...
- 47:51Das ist dann ein anderes Thema. Aber diese Möglichkeit bietet sich natürlich irgendwann auch mal an. Aber es muss noch einmal durchgehen. Wenn mein Name draufsteht, dann ist es noch schwierig. Zwingend, voll. Schwierig, ja. Darum ist es nicht so ein skalierbares Geschäft.
- 48:08Wenn es um meine Person geht. Wie viele Hochzeiten kannst du in einem Jahr machen? Was ist realistisch? Also zu Spitzenzeiten habe ich 38 Hochzeiten gemacht. Also immer über 35. Aber ich kenne auch Fotografen, die 50 Hochzeiten machen. Es kommt halt immer darauf an, wie du es aufstellst. Das Ganze, ja. Wie machst du es mit der ganzen Bearbeitung dann? Ist das abartig?
- 48:33Ja, also... Vielleicht fährst du ja jede Woche eine. Ja, genau. Und sagst, eine Woche brauchst du ja... Genau. Aber eben, das ist... Bei mir hat es natürlich auch einen Change gegeben. Durch das Pricing, das ich gemacht habe, habe ich natürlich weniger Bookings bekommen. Und das ist auch gut, weil... Das Wichtigste, das du hast, ist die Zeit und die Energie. Und ich möchte bei 38 Hochzeiten, ist der Name schon...
- 49:00Es ist nicht so, dass ich es nicht mehr gerne gemacht habe, aber es ist einfach so, du hast es dann einfach gemacht, wie es einfach noch auf dem Plan war. Und die Hochzeit, die jetzt kommt, ich habe weniger und ich freue mich wirklich darauf, dass ich jede einzelne machen kann.
- 49:16Ich habe weniger Bookings und habe mehr Zeit für die Kinder. Und jetzt das mit dem Kunden, auch mit Sony. Ich weiss nicht, was daraus noch entstehen wird. Was hast du im Kopf, was könnte daraus entstehen? Eben, dass ich Workshops gebe. Dass ich da sicher etwas organisiere. Mitte April bin ich jetzt zum Beispiel für drei Tage mit Sony.
- 49:40in London bei den Sony Awards, wo ich dann auch die anderen Ambassadoren von den anderen Ländern kennenlerne. Ich freue mich auch sehr drauf. Sicher, ja. Und eine Woche darauf bin ich in Barcelona an der Bridal Fashion Week. Das ist so diese Fashion Week in Europa in Bezug auf Brutmode. Und dort mache ich dann auch ein bisschen Content für Sony und bin ja das erste Mal an einer Fashion Show, die ich einmal einmal machen wollte.
- 50:07Ich freue mich auch darauf. Ich war heute auch in einem Fotogeschäft, wo sie mich vorgestellt haben, das ist der neue Sony Ambassador. Da dachte ich mir auch, ja. Geil. Das ist ein Blitzhersteller. Da haben sie mich auch gesagt, wir schicken auch einen Fotografen nach Schweden. Zu diesem Hersteller, dann könnt ihr in die Firma schauen.
- 50:30und das Ganze kennen zu lernen. Das sind so Sachen, worauf ich mich sehr freue, wenn das zustande kommt. Die Marke heisst Profoto und ich arbeite sehr intensiv mit diesen Blitz. Und du hast die Blitz von vorne an die Kamera? An die Kamera, ja. Oder du kannst sie auch off-camera haben. Auf jeden Fall ist es ein Brand, den ich auch sehr viel nutze.
- 50:53Und dann dort vor Ort gehen und das ganz näher kennenlernen, auch die Leute, die dort arbeiten. Da würde mich sehr darauf freuen. Auch auf solche Opportunitäten, das ist das, was der Neumann-Dor auch wünscht, dass du das machen kannst.
- 51:08Schon sehr spannend, wie sich alles so entwickelt und verändert. Dass die Veränderung immer diese Konstante ist. Und das hast du eben sehr schön gesagt. Ich bin froh, dass ich mich daran erinnere, weil ich es oft vergessen habe.
- 51:24Du hast gesagt, auch vor drei Jahren im Podcast, du warst ein anderer Mensch, aber du warst voll bei dir und du warst dort du, was du erzählt hast, das war der Lie. Jetzt bist du auch wieder da, erzählst, bist anders, bist entwickelter, aber bist immer noch du selbst. Ich finde das mega wichtig und du kennst sicher, wenn man an einem Geburtstag sagt,
- 51:49Ich bin ein wenig allergisch darauf, wenn jemand sagt, bleib so wie du bist. Nein, das dürfte ich nicht. Nein, ja, Jesus, Gott, Maria und alle. Nein, bitte nicht. Das ist das, was ich nicht will. So bleiben, wie ich jetzt bin. Das möchtest du einfach entwickeln. Genau, ja. Das ist auch mal, ich weiss nicht, wer das war, ob es Dirk Kreuter war, der das mal gesagt hat.
- 52:08Das, was du jetzt sagst, wenn du jemandem sagst, bleib so wie du bist, dann heisst das, er stagnt, er freundet sich nicht. Oder Bodo Schäfer. Ja, Bodo Schäfer. Genau, das sind eben auch so Themen oder Zitate, die mir bleiben. Das ist die Hochzeit, die du jetzt vor dir hast, du freust dich auf jede einzelne fest darauf. Rückblickend, was war so diese Hochzeit für dich?
- 52:37Wenn du denkst an Hochzeiten, an deine Arbeit, ist es die, die als erstes in deinem inneren Auge erscheint.
- 52:50Ich habe über 250 Hochzeiten fotografiert. Was mir natürlich extrem geblieben ist, ist meine 100. Hochzeit. Die war in Mallorca. Das war traumhaft. Aber wenn ich zurückdenke, war es auch letztes Jahr von einer Hochzeitsplanerin, die in Süddeutschland heiratete, wo man auch mega geblieben ist.
- 53:13Es gibt viele einzelne Hochzeiten, wo ich zurückdenke und immer wieder ein schönes Gefühl, um an diese Hochzeiten zu denken. Schaffst du immer wieder mit gleichem Wedding-Planner zusammen?
- 53:30Oder ist es so, wenn man dich fragt, hey Lee, du bist unbedingt mein Fotograf, aber kennst du vielleicht noch einen Wedding Planner? Kannst du da auch Auskunft geben? Hast du da ein Netzwerk? Absolut. Also ich bin extrem gut vernetzt. Ich bin seit 10 Jahren in dieser Branche. Ich habe auch eine Empfehlungsliste, wo ich den Pärchen schicken kann.
- 53:49Die ist natürlich daraus entstanden, weil ich immer wieder gefragt wurde, kennst du einen DJ, kennst du eine Floristin, kennst du eine Visagistin? Ich habe da mal ein PDF gemacht und dort alle aufgelistet, die ich persönlich kenne und auch die Hand ins Feuer legen kann, weil das ist auch mega wichtig. Du möchtest jemanden empfehlen, der es natürlich auch verhält. Aber diese Kompetenz habe ich natürlich auch, dass ich diesen Kontakt habe. Und da kommt es auch in den Genuss, wenn sie nicht selbst einen Planner haben.
- 54:15Aber zurück zu deiner Frage. In der Schweiz, also ich habe meine Pläne, dann ein anderer Fotograf hat seine Pläne. Es gibt immer so Gruppierungen. Ich habe beim Event vom Rebranding gemacht, da waren ja ein paar Pläne da. Eine Pläne habe ich gekannt, ist sie eine, die geheiratet hat? Also Lara hat letztes Jahr geheiratet. Wer? Lara Flicky.
- 54:44Sie hat geheiratet und das ist die Hochzeit, die ich vorhin erwähnt habe. Ja genau. Ja, Süddeutschland. Ja genau. Ja, mega schön. Ja, absolut. Ja, nein, es ist... Es ist eine gute Zeit. Ich meine, auf deiner Homepage hast du ja Locations, das ist ja... Mamma mia! Ja. Äh... Dolder... Ja. Bürgerstock. Bürgerstock, fit... Äh... Viktoria Jungfrau, Interlaken. Das ist ja wunderbar. Der Tisch... Ja. Der Tisch ist ja traumhaft. Ja. Ja, das ist so.
- 55:13In der Schweiz bin ich wirklich in den Top-Locations. Es gibt eine Location in Lausanne, glaube ich, wo ich unbedingt mal gehen möchte. Megaschön, so Palace-mässig. Aber sonst habe ich schon ziemlich vieles gesehen. Und es ist auch mega cool. Das spricht auch wieder... Ich bin auch stolz darauf, dass ich
- 55:35In diesen Hotels, zum Beispiel im Dolder bin ich gelistet, im Bürgerstock, im Parkhotel Vitznau, wo ich einmal direkte Empfehlungen bekomme. Sie geben meinen Namen raus, dem Brutbärchen, der nach einem Fotograf fragt. Das ist natürlich auch ein Ausweis für mich. Ausland?
- 55:55Ausländisch bin ich auch, aber das ist nicht so der Fokus. Mein Fokus ist aus verschiedenen Gründen die Schweiz. Und ich möchte attraktiv sein, darum ist auch meine Homepage nur auf Englisch, dass ich ausländische Paare ansprechen möchte, die in die Schweiz kommen und heiraten.
- 56:13Und weil unsere Kinder noch klein sind und ich auch generell, gehe gerne nach Hause am Abend. Ich bin gerne nach Hause, um zu wissen, dass ich zu Hause bin. Darum, wenn ich im Ausland bin, ist es natürlich mit Übernachtungen vor Ort verbunden. Aber bist du abgeneigt?
- 56:33Nein, ich bin nicht abgeneigt. Dieses Jahr haben wir keine im Ausland, aber nächstes Jahr sind es dann wieder zwei. Ich habe schon Anfragen für das Ausland, aber das kommt meistens nicht wegen dem Preis. Wenn man es mit einem Team vor Ort vergleicht, weil wir müssen einen Tag vorher abreisen, das heisst wir können den Tag vorher kein Booking annehmen.
- 56:55Und dann sind wir ja total drei Tage weg, weil am Hochzeitstag in der Nacht schlafen wir nicht. Also klar, letztes Jahr waren wir so krank und sind um eins in der Nacht noch von Toskana nach Hause gefahren. Ja, aber das sind... Ja, das hätte man nicht... Das war letztes Jahr? Ah nein, im 24. Nein, was?
- 57:20Ja, im Vortrag. Hey Lee, die Zeit geht so vorbei. Die Zeit schlägt. Ich werde alt, ja. Na komm jetzt. 39 wirst du? Ja, nächste Woche werde ich 39. Nächste Woche 39. Ja, 22. März. Ja, freue ich mich drauf. Ein paar coole Ereignisse, die gerade am Passieren sind. Ja, mega. Abgesehen von dieser ganzen, ich sage jetzt mal,
- 57:47Business-Geschichten, Fotografie, Videografie, Partnerschaften mit Sony hin und her. Wie verbringst du deine Freizeit? Wie kommst du oben runter? Wie kannst du abschalten? Was machst du mit deinen Kindern am liebsten? Welche ist deine private Idee? Im Grunde genommen bin ich einfach gerne für mich mit den Kindern und meiner Frau.
- 58:14Und das ist das, was mir den Ausgleich gibt. Das ist das, was mir immer wieder vor Augen hält. Was ist eigentlich wirklich wichtig im Leben? Bei all dem, was einmal läuft, so für Termine, Shootings, Weddings, Business, das generell läuft, verlierst du dich halt manchmal weiter drin.
- 58:34Und du versuchst ja immer, allem gerecht zu werden. Und wenn ich einfach am Abend meine Kinder sehe und im Arm habe, dann weiss ich, hey,
- 58:46Ihnen geht es gut, meiner Frau geht es gut und das ist das Entscheidendste oder das Wichtigste. Die Tochter Emilia wird jetzt im Sommer sechs sein und unser Sohn Leo wird im Mai drei. Und eben die Zeit läuft und es geht so schnell und darum einfach auch Zeit mit ihnen zu verbringen. Im Mai wird er drei? Im Mai wird er drei, ja.
- 59:09Ja, genau. Ja, dort, wo wir das Event hatten, ist er gelaufen. Noch nicht so lange war er dort am Laufen. Und ja, Action. Action mit dir. Das ist auch die Basis für mich. Darum bin ich auch dort, wo ich jetzt bin. Dank meiner Familie. Meine Frau vor allem ist der Grund für meinen Erfolg.
- 59:39Ich habe es schön gesagt. Erklär das schon. Wir sind jetzt über 13 Jahre zusammen und wir sind in einer Zeit zusammengekommen, wo ich nicht so ein bisschen gewusst habe, wo mein Leben ist. Wir haben uns kurz danach kennengelernt, als ich adoptiert bin. Im Alter von 25 bin ich auf die Philippinen, habe meine liebliche Familie kennengelernt. Ich bin dann zurückgekommen in die Schweiz und
- 1:00:04Ich wusste nicht, wo mir der Kopf steht. Es war eine Zeit, in der ich viel am Arbeiten war. Ich habe noch nicht fotografiert. Unter der Woche hatte ich einen Bürojob. Donnerstag, Freitag und Samstag habe ich damals noch in Palavrion gearbeitet, in einer Bar.
- 1:00:19Ich musste einfach arbeiten, weil ich kaum gearbeitet habe. Ich konnte hin sitzen und anfangen zu denken. Ich habe mich in diesen Gedanken verloren. Wo gehöre ich hin? Wo ist mein Leben? Wer bin ich? In dieser Zeit habe ich sie kennengelernt und sie hat mir ein Zuhause gegeben. Sie hat mich geerdet. Dank ihr ist dann das alles entstanden.
- 1:00:45Und von dem her, sie ist der Grund. Wieso dank ihr ist das? Was ist alles dank ihr entstanden? Alles, was ich jetzt habe, ist wegen ihr. So schön. Weil sie haben mir ein Zuhause gegeben. Sie haben mir Liebe und Geborgenheit geschenkt und das ist das, was ich gebraucht habe. Ich hatte ja immer etwas im Kopf, ich war immer intelligent. Aber ich habe... Sie hat eigentlich wie PS auf den Boden gebracht.
- 1:01:08Dann hat man mir ein Zuhause gegeben, wo nachher eine Basis für meinen Erfolg war. Auch mit den Kindern. Sie schaut so gut auf die Kinder. Dass ich natürlich auch meine Weddings machen kann und meinen Job machen kann. Das ist einfach so, wie wir es haben. Privat. So habe ich es mir immer gewünscht, dass ich das mal habe. Ich glaube, jede Frau würde sich wünschen, dass ihr Mann so von der Frau redet.
- 1:01:39Ja, es ist gut möglich. Ich kann es nur von meiner Seite sagen. Mega schön. Finde ich etwas mega inspirierend. Ich finde das mega schön. Ich finde es schön, dass man von seiner Frau so sprechen kann. Herrlich. Es gibt ja alles. Ja. Ich habe...
- 1:02:06Ich setze auch voll auf sie. Also weisst du, ich kann sonst... Klar, ich habe meine engsten Freunde, das schon, aber... Sie ist einfach das Zentrum von... Also den setzt sie? Ja. Und... Der Fokus ist einfach nur auf sie. Wie hat sie reagiert nach dem Deal? Sie hat sich gefreut, ja. Aber es ist so, wie soll ich sagen, ich bin... So...
- 1:02:35Am Rand ist es ein Thema. Zuhause haben wir andere Themen. Und ich bin, wie soll ich das sagen, bei mir im Kopf spielen sich viele Sachen ab. Und ich teile es schon mit ihr.
- 1:02:53Aber es ist nicht so, dass ich ständig im Austausch bin mit ihr. Aber das ist auch jeder anders. Das würde, glaube ich, gar nicht gehen. Wenn du schon den Tag durch bist, bist du ja nur am Reden, wegen dem Arbeiten. Genau. Und ich möchte, wie gesagt, wenn ich zu Hause bin, dann ist der Fokus auf meine Kinder und auf meine Frau. Das, was bei mir läuft, hat keine Relevanz. Also schon, aber in meinen Augen ist alles andere in diesem Moment wichtiger als mein Job.
- 1:03:21Sie hat eine Tochter, die sechs Jahre alt ist. Ja, sie ist jetzt um 20. Kommt sie jetzt in die erste Klasse im Sommer? Nein, sie kommt jetzt in die zweite Klasse. In die zweite Klasse? Ja. Genau. Es ist eine schöne Zeit. Es berührt auch, zu sehen, wie sie wächst. Es ist ein absolutes Privileg, das zu sehen. Mega schön.
- 1:03:47Das ist so. Ich bin happy. Man sieht es dir auch richtig an, wenn du vorhin redest. Man sieht, deine Augen sind, du bist richtig... Man sieht, dass du stolz auf sie bist. Ja, du siehst ja auch die Kälte. Ja, ich bin mega stolz. Und auch wirklich dankbar. Weil eben so ein Glück hat auch nicht jeder. Absolut. Wie lange sind ihr schon geheiratet? 2018. Also acht Jahre. Kann ich rechnen.
- 1:04:16Acht Jahre. Und eben rückblickend, darum bin ich auch so ein dankbarer Mensch, weil wenn man meine ganze Geschichte kennt mit der Adoption und nachher eben, wie ich meine Frau kennengelernt habe und jetzt das mit dem Fotografieren, wie das entstanden ist und ich noch immer so erfolgreich geworden bin, bin ich mega dankbar für das alles. Ist nicht selbstverständlich. Nein, ist es überhaupt nicht. Ja. Ah, ähm,
- 1:04:48Jetzt rein so ein bisschen Zukunftsblick. Was kann man von dir erwarten? Du hast gesagt, vielleicht werden ein paar Sachen mit den Sony Workshops etc. entstehen, die auf jeden Fall schon super, super spannend klingen. Aber kann man etwas erwarten im Sinne von einem Change in deinem Approach, wie du rausgehst oder
- 1:05:13Ich habe das Gefühl, heute Morgen habe ich eine Story gemacht, wo ich wieder in die Kamera gesprochen habe. Ich habe das letzte Jahr im Vorfeld 2021 einmal gemacht. Wieso machst du das nicht mehr? Du siehst so gut aus.
- 1:05:27Ich habe es ja vorhin lange gemacht. Ich habe halb moderiert. Darum wurde ich ja dazu mal im 24-Jahr für den Swiss Photo Day eingeladen, als Co-Moderator. Ich hatte ein eigenes Mikrofon, habe immer in meinen Storys so gesprochen. Und so wurde ich auch bekannt. Aber ich habe es dann irgendwann nicht mehr gefühlt.
- 1:05:46und wenn du etwas nicht mehr fühlst, dann machst du es besser nicht weil dann kommt es nicht richtig über du bist nicht authentisch aber jetzt heute Morgen, als ich diese Story gemacht habe und jetzt auch mit all dem, was kommt mit Sony oder auch mit anderen Brands
- 1:06:01sehe ich mich schon wieder mehr vor der Kamera und kann mir ein Produkt vorstellen. Oder ich gebe Einblick, wie ich etwas fotografiere oder generell wie ich arbeite. Damit man mich so mehr sieht, wie ich interagiere. Bist du schon so tief in der Kamera,
- 1:06:25Einstellungen zeigen und wie soll man etwas focus, verändern, also alles. Kennst du voll? Ich kann vieles zeigen, ja. Wiederum, es ist wie, eine Kamera ist wie mit Excel. Excel kannst du jede Formel machen, es ist so umfassend, aber du als Anwender brauchst einfach nur deine paar Einstellungen oder deine paar Formeln, wenn du sie mit Excel vergleichst.
- 1:06:53Und deshalb, die Kamera, die ich habe, die kann natürlich noch viel mehr. Aber ich brauche jetzt zum Beispiel nicht ein Serienbild, eine extrem schnelle Serienbildaufnahme, weil ich fotografiere nicht Formel 1 oder sowas, was mega wichtig ist. Und es ist jetzt auch noch nie gekommen, dass mir Brut abgekauert ist, dass ich wirklich einen schnellen
- 1:07:12das Serienbild brauche. Und von dem her, das ist nicht so, dass du brauchst, ich kann das zeigen, was ich brauche, aber ich kann dir nicht noch mehr zeigen an Funktionen. Mit welcher Kamera fotografierst du jetzt? Mit der Sony A7 Mark V. Das ist die ganz neue, die du rauskommst. Mega. Ja.
- 1:07:38Ja, ich weiss nicht, ich bin gerade nicht mehr sicher. Ich glaube, wir haben jetzt gerade überlegt, ob wir auf FX3 gehen sollen. Nein, wartet. Weil demnächst kommen jetzt FX3 und FX6 Nachfolger. Ah, wirklich? Ja. Ist es im Herbst? Nein, jetzt. Jetzt im April, spätestens im Mai wird es vorgestellt.
- 1:07:57Ah wirklich? Ja. Es kann natürlich interessant sein, weil der Preis von FX3 nachher noch tiefer ist. Ja, FX3 ist ja schon eine Top-Kamera. Ja, aber wenn ich sie rauskomme, sind es 20. Ja, aber immer noch top. Warte jetzt, genau, dann warte ich auch noch darauf, weil das wird nachher auch etwas Interessantes für mich.
- 1:08:19Also Videokamera? Ja, ich freue mich auf FX6-Nachfolger. Das ist etwas, das ich als nächstes ins Auge fassen würde. Wir arbeiten alles mit Sony.
- 1:08:38A7C. Kompakt auch zum Mitnehmen, wenn man irgendwo sonst irgendwo hingeht, um etwas aufzunehmen. Und hast für den, ich sage jetzt mal, rein für den Podcast, super. Ja. Perle. Wunderbar. Funktioniert. Und ist so super gute Qualität. Natürlich mega immer. Ja. Mega immer. Aber der Marlon vor allem, wo halt viel beibekommen draussen ist, er hat eh drei, vier verschiedene Kameras. Also Bodys. Ja. Mit was shootet er? Also FX3, oder? Nein, FX3 hat er nicht.
- 1:09:08Oder eben einfach mit. Doch, er hat den FX3. Er hat den FX3, ja. Und dann hat er noch einen A7... Ich glaube einen A7III hat er. Hat er noch? Ja. Bin mir nicht sicher. Ja. Ja, aber er braucht, das ist so Daily Business. Dann ist es... Ja. Halli, mega Gespräch, bis jetzt müssen wir aber noch nicht ganz fertig sein. Ja, ist gut. Ist noch nicht ganz fertig. Ähm.
- 1:09:36Du weisst, ich mache immer noch so eine Schnellfeuerrunde. Meistens sind die Schnellfeuerrunden, heisst es einfach so, weil es cool heisst, aber meistens macht es nochmal in der Tür auf, um weitere Gesprächsstoffe zu verjähren. Wir versuchen es trotzdem, einfach schnell zu antworten. Mal schauen, ob es funktioniert oder nicht. Darum, Lee, bist du ready für die Schnellfeuerrunde? Ich denke schon. Let's go.
- 1:10:03Ein Wort. Erfolg fühlt sich an wie? Liebe. Hey, geil. Ich stelle diese Frage öfters. Aber das ist noch nie gekommen. Ist geil. Love it. Ich habe es gerade so in Verbindung gebracht. Schön. Sehr schön. Schau mal da. Disziplin oder Talent? Disziplin. Will? Ähm...
- 1:10:35Talent kannst du schnell mal haben. Aber es gibt so Sprichworte, Talent gets you in the door, but discipline will keep you in the room. So in dem Sinn. Talent öffnet die Türe, aber Disziplin bleibt, dass du dort in diesem Raum bleibst. Und
- 1:10:57Talent hat noch viele Leute. Aber Disziplin, dass du dran bleibst und dass du kontinuierlich das ausführen kannst, das ist die entscheidende Sache. Also würdest du sagen, jemand, der sehr ausgerechte Disziplin hat, kann jemand mit Talent overworken? Absolut. Absolut. Das beste Beispiel ist Ronaldo. Ich habe genau eingedacht.
- 1:11:22Der Messie wurde von Gott geküsst. Er hat das natürliche Talent. Ronaldo hat sich das alles erarbeitet mit einer unmenschlichen Disziplin. Wenn ich hier das Reel machen soll,
- 1:11:40geht ab des Grauens. Glauben wir es. Im Internet, sobald Ronaldo Messi vergleicht, Schal runter. Es ist unglaublich. Aber Neu-Wegelur ist es mega schade, die Ära ist ja eigentlich vorbei. Also nicht vorbei, aber der Tag wird kommen, wo es vorbei wird sein. Und du hast ja nie mehr
- 1:11:59Aber das ist auch generationsbedingt. Du hast nie jungen Jungen, die nicht bereit sind, diesen Weg zu gehen. Den er gegangen ist. Also ich kenne mich erstens mit dem Fussball gar nicht gut aus. Zweitens, das weiss ich auch nicht. Und gestern hatte ich im Podcast, wir haben genau über das geredet, über Gen-C.
- 1:12:21Und es ging darum, wegen Arbeitsethik. Ja. Und ich glaube, die ist einfach... Ich möchte nicht alle schubladisieren. Nein. By far nicht. Ich weiss, was du meinst. Aber Arbeitsethik ist schon ein Thema. Absolut.
- 1:12:37Ich habe Werte, die mir sehr wichtig sind und das ist auch das, was ich meinen Kindern weitergeben möchte. Wenn ich die jüngere Generation sehe, die Disziplin und Respekt nicht hat, ist es schwierig für mich das Verständnis.
- 1:12:58Früher, als ich noch jung war, hattest du Respekt vor den älteren Leuten. Oder hast du jemandem zugelassen, der etwas erreicht hat. Ich habe das Gefühl, heutzutage ist die Gesellschaft ein bisschen faul geworden. Schon gar nicht. Der Biss fällt. Der Biss fällt. Aber es liegt an uns, um das zu ändern. Du kannst dich...
- 1:13:26Du kannst dich noch lange über etwas beklagen. Ich finde nicht mehr den Grundsatz, als Role Model zu funktionieren, wunderschön. Ich kann nicht von anderen verlangen, dass sie den Müll raustragen, wenn ich im Büro sitze und gar nichts mache. Ich nehme und gehe, ohne etwas zu sagen. Bis sie es sehen und dann selber machen. Ja. Nächste Frage. Welches Kameraequipment fehlt nie?
- 1:13:54Also kamerasal. Das ist eine ziemliche Frage. Okay, der andere. Was...
- 1:14:03Was ist in deinem Kamerarucksack drin? Hast du einen Kamerarucksack eigentlich? Ähm, einen Rolli. Einen Rolli? Ja, einen Rolli. Also... Mit Rollen. Also so etwas da, so ein Pelliches. Nein, äh, aha, ja, ja, aber aus Stoff. Aus Stoff, okay. Ja, genau. Ähm, ja, mit Rollen. Ja, also in meinem Kamerarucksack ist Kamera, Objektiv, Drohne, Speichert, Akkus, Taschenlampe, Sackmesser...
- 1:14:30Gehst du in den Dschungelcamp? Nein, aber glaube ich, das Sackmesser habe ich eigentlich immer dabei. Ich bin Schweizer. Nein, aber wenn jemand beim Brutkleid einen Faden rausguckt, oder jemand etwas angezogen werden muss, oder auch schon geschnitten werden muss. Bei einer Trauung haben sie auch schon mal ein Messer gebraucht, weil sie beim Ringkissen den Ring nicht mehr rausgebracht haben. Und dann, ja, da, ich bin Schweizer, da hast du Schweizer Rack,
- 1:14:59Dann konnte ich sie aufmachen. Und die Stirnlampe, weil wenn ich mal das Equipment zusammen packe im Dunkeln, dann kann ich die Taschenlampe mit einer Hand halten, ich brauche sie da, um zu schauen, ob alles da ist. Das ist Professionalität, an alles zu denken. Ich werde immer ausgelacht, weil du meistens auf der Tanzfläche im Ecken, wo ich das mache, wenn wir ein paar nachlesen, dann gehst du irgendwie noch die Höhle erforschen. Aber, ja.
- 1:15:30Geil. Dann, deiner grössten Fehlentscheid bis jetzt? Meiner grössten Fehlentscheid? Es gibt nicht etwas, wo ich... Wo ich...
- 1:15:59Nein, da fällt mir nichts ein. Das ist ja immer besser. Es gibt viele Entscheidungen.
- 1:16:08Vielleicht hätte ich das nicht essen sollen oder trinken sollen. So eine Fehlentscheidung. Aber keine Grundlegende. Aber nicht etwas, das ich bereue. Oder das ich sage, das hätte mein Leben verändert und das ist jetzt nicht mehr gut. Das ist nicht so entscheidend. Okay, noch besser. Sehr schön. Welche Person hat dich am meisten geprägt?
- 1:16:38Also meine Eltern haben mich natürlich geprägt im Sinne der Werte, die sie mir vermittelt haben, was wichtig ist im Leben. Die Eltern. Ja. Schön.
- 1:16:52Das wäre mega oft vergessen. Wenn ich so Fragen stelle, dann ist es immer so. Mit ihnen verbringst du ja sehr viele Jahre. Wie soll ich sagen? Sie haben ja eine Grundstruktur. Genau. Und das, was du nachher machst, wirst du von verschiedenen Faktoren beeinflussen. Wir haben das Thema vorhin angesprochen. Wann hast du das letzte Mal gezweifelt?
- 1:17:18Über den Winter. Über den Winter habe ich immer so die Winterdepression. Hast du das auch? Ja, manchmal schon auch. Und weil dann halt auch ein bisschen off-season ist und dann habe ich mir eben Gedanken gemacht, ich habe jetzt nicht so viele Bookings für dieses Jahr. Letztes Jahr oder vor zwei Jahren war es viel mehr. Ja, das sind so die Zwiebeln, die ich einmal hatte. Was machst du dann in der Normand?
- 1:17:44mir sagen, dass alles gut kommt. Weil es bis jetzt auch immer gut gekommen ist. Weil es kommt ja immer gut. Weil es kommt immer gut, weil ich auch etwas dafür mache. Genau. Ich habe eh das Gefühl, solange du etwas machst, sobald du anfängst, in Bewegung zu setzen, passiert etwas. Genau. Wenn ich zurücklehne und sage, es ist alles scheisse. Ich manifestiere nur, aber ich mache jetzt einfach nichts. Nein.
- 1:18:14Nein, ich muss auch aktiv werden. Ja, aktiv werden. Das ist ja eine Kraft, das ist ja eine Energie, die du rausgibst. Genau. Die Energie, die du rausgibst, ist die Energie, die zurückkommt. Da bin ich einfach überzeugt. Gut, dann ein Buch, in dem du sagst, jeder muss... Das ist nicht gern Bücher. Ich bin nicht so der... nein. Noch nie? Noch nie war das so?
- 1:18:41Es gab mal eine Zeit, in der ich die Bibel ein wenig gelesen habe, aber sonst war ich nie der Bücherleser. Fun Fact, weisst du, dass ich jeden Sonntag
- 1:18:55Du hast 40 und 50 Philippiner bei mir in der Location. Also ich weiss es, weil ich ja den Event, den ich dick hatte, Ah, da waren sie auch da? Da waren sie nachher auch dick, ja. Stimmt, stimmt. Weil die, wo wir den ersten Podcast machen, da waren sie auch nicht meine Kunden. Es sind jetzt etwa drei Jahre, eineinhalb, drei Jahre sind sie meine Kunden. Megaherzig. Ja, das sind gute. Jetzt hast du gesagt, du bist Bibler und Philippiner. Ja, ist mir das wieder in den Sinn gekommen. Gut, was unterschätzt Menschen an dir am meisten?
- 1:19:27Meine Freundlichkeit. Ah, okay. Weil, wenn man mich nicht kennt und ein bisschen... Das habe ich jetzt ein paar Mal erlebt in den letzten Monaten, dass mich Leute auf Social Media ein bisschen gekannt haben und ein gewisses Gefühl hatten, ich sei ein bisschen arrogant oder abgehoben.
- 1:19:47Aber wenn sie mich kennengelernt haben, in Kontakt gekommen sind mit mir, haben sie gemerkt, dass ich mit beiden Beinen auf dem Boden sehr freundlich bin, sehr zuvorkommend. Das habe ich schon ein paar Mal gemacht. Und das ist manchmal lustig, wie andere Leute dich wahrnehmen. Ja, mega. Absolut. Brandbild. Jetzt kommt eine der wichtigsten Fragen.
- 1:20:15Du musst wirklich gut überlegen, was du antworten willst. Deine Frau ist Sizilianerin? Ja, Sizilianerin. Noch wichtiger, einfach. Ananas auf der Pizza. Ja. Ich habe mich sehr gefreut, haben die eingeschaltet im Momentum. Leider ist das Gespräch jetzt... Nein, da war ich schon schockiert, als ich das erste Mal in Sizilien war. Weil sie essen ja Pizza mit Würstchen und Pommes. Auf der Pizza. Ja, das geht.
- 1:20:46Da hatte ich mehr Fragezeichen als Pizza mit Ananas. Das ist ja wie... Ja, aber das andere geht auch. Das andere ist... Frucht. Frucht, ja. Ananas geht immer. Die hast du auch auch. Leben. Naja, ich habe kein... Ich habe kein Problem damit.
- 1:21:09Ich muss es wieder zu mir finden. Was war dein grösster persönlicher Wachstumsmoment?
- 1:21:21Alles Entscheidende war eigentlich der Moment, also die Erkenntnis, die ich 2013 auf den Philippinen hatte, als ich realisiert habe, woher ich komme, wo ich meine Wurzeln kennengelernt habe. Das war der Drehpunkt von allem. Hast du das viel gebraucht, um dir klar zu werden, das bin ich, das bin ich, das sind meine Wurzeln, aber ich bin ein anderer Mensch
- 1:21:48Ich hatte einfach tausende von Fragen in meinem Kopf und ich hatte auch nochmals einen dunklen Raum in meinem Herz. Und die Erkenntnis, dass ich dort bin, meine liebe Familie kennengelernt habe, gewusst habe, woher ich komme, wie es aussieht, wie laut es ist, wie es schmeckt etc. All diese Sinne, das hat mir einfach die Erkenntnis gegeben, dass ich einfach dankbar bin für mein Leben.
- 1:22:17Und das war dann auch der Moment, wo das Ganze in Bewegung gesetzt hat. Vorher war ich einfach unterwegs, habe mein Leben genossen, aber war mir nicht bewusst, was es heisst. Spannend, ja.
- 1:22:39Ich habe noch drei Fragen vom Internet. Also von Insta, von der Umfrage, die ich gemacht habe. Und zwar eine ist, welche Gewohnheit hat dein Leben am meisten verändert? Also meine Gedanken. Also die Gedankengänge, die ich habe.
- 1:23:05Das sind Gedanken, die so mächtig sind. Und dass du dort gute Gedanken hast, positiv bist, das ist die Gewohnheit, die ich mir jeden Morgen auch habe. Die Gedanken, die Dankbarkeitsübungen, das ist das, was mich eigentlich extrem geformt hat.
- 1:23:28Okay, gut. Eine andere Frage ist, wann bist du am produktivsten? Am Morgen. Am Morgen bist du am produktivsten? Ja. Ich glaube, am Abend bin ich gar nicht mehr. Ja, vor allem früher schon, aber mittlerweile eben. Das Energielevel. Wenn du keinen Mittagsschlaf machst, dann bist du am Abend kaputt. Jawohl. Und dann hat meine Verlobte noch eine Frage gestellt.
- 1:23:58Ja. Okay, gratuliere. Danke. Sie hat gefragt, würdest du unsere Hochzeit fotografieren? Sicher. Ja, auf jeden Fall. Also mich würde es mega fest freuen. Let's go. Let's go. Ist gut. Nein, sehr gerne. Dann die letzte Frage, die ich immer stelle, ist Momentum. Der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich?
- 1:24:20Das ist ein sehr wichtiges Wort. Ich bin gerade in einer Phase. Und darum auch der Podcast, zum Zeitpunkt, wo der Podcast rauskommt, ist gerade im Momentum auch, dass ich wie die Wellen reite. Ich habe das Gefühl, so Momentum sind so Wellen, die du musst nehmen. Und du musst einfach immer versuchen, die zu nehmen. Immer wieder in meiner Karriere hatte ich immer wieder so Schübe, so Wellen, die ich einfach immer...
- 1:24:45mit anderen mitgeritten bin. Das ist schon etwas Wichtiges. Es belebt einfach auch. Egal. Ich habe nie Angst vor Veränderungen. Das ist immer etwas, das es braucht. Erst dann merkst du, dass du am Leben bist.
- 1:25:07Du musst dich immer auf neue Situationen einstellen, ein neues ausprobieren. Das ist das, was dich ja weiterbringt. Das sehe ich als Momentum. Dass du das immer wieder erlebst. Immer wieder an dich glaubst. Ich vergleiche es auch, es ist wie ein Orchester. Es kommt immer wieder ein neues Instrument dazu. Am Schluss hast du eine riesige Symphonie. Mega schön. Ganz schön erklärt.
- 1:25:35Minddrop. Einfach schon abschieben. Hey, Lien, nochmal herzlichen, herzlichen Dank für das Gespräch. Es hat mich riesig gefreut, dass du dir die Zeit genommen hast, um hierher zu kommen, um offen darüber zu sprechen, was alles passiert ist in deinem Leben.
- 1:25:50Du hast eine sehr spannende Geschichte. Du hast sehr viel durchgemacht. Du hast, auch wie du diese Lehre in deinem Herzen mit der Reise in die Philippinen um deine Herkunft zu finden erklärt hast. Wie du über deine Frau redest, wie du über dein Geschäft redest. Man merkt, du bist mit Herzblut dahinter. Du bist ein absoluter herzensmensch und das merkt man, wenn man mit dir eine Minute reden kann, merkt man das sofort. Darum für dich
- 1:26:19Toi, toi, toi, alles, alles gut. Ich bin mir sicher, wir werden noch ganz viel von dir sehen. Ich freue mich schon riesig, wenn man sich irgendwann anmelden kann für diese Sony-Workshops all in. Also count me in. Schicke das unbedingt weiter. Und von dem her, danke vielmal. Danke vielmal. Danke dir, Kevin. Und ich bin ein riesen Fan von deinem Podcast. Ich schätze dich als Person sehr und fühle mich geehrt, dass ich da sein durfte. Danke vielmal, Kevin.
- 1:26:46mir sehr. Danke vielmals. Und an dieser Stelle auch danke dir, dass du heute wieder eingeschaltet hast bei Momentum. Dein Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Heute mit Lee. Einer der renommiertesten Hochzeitsfotografen und jetzt sogar noch europäischer Ambassador von Sony. Also ich meine Guys, Ragazzi, checkt ihr das eigentlich?
- 1:27:10Auf jeden Fall schön hast du zugelassen. Hier unten, ich erkläre es dir ganz schnell, wie das Ganze läuft. Es hat ein paar Knöpfchen. Einer heisst abonnieren. Wenn du diesen Knopf drückst, verpasst du überhaupt nichts mehr, was auf diesem Kanal läuft. Und für mich eine riesige Opportunität, um weiterhin zu wachsen. Wenn du gerade noch dran bist und mir einen Kommentar schieben willst, oder dir fragen willst, ob er auch an deine Hochzeit mit seinem Team fotografieren soll, dann schreibe es in die Kommentare. Wir können sicher alles verlinken. An dieser Stelle danke vielmals, dass du da warst. Bis bald.