Latest / Hinreichend verdächtig / Wenn Abhängigkeit zur Falle wird – Zwangsprostitution in Duisburg
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- Diese Episode von Hinreichend Verdächtig wird präsentiert von Hörgeräte Wasserfuhr in Solingen. Besser hören für mehr Lebensfreude. Das Ganze ist durch eine Strafanzeige von einer weiteren Geschädigten in Süddeutschland ins Rollen gekommen damals. Die teilte mit, dass sie Danny kennengelernt hatte und dann auch relativ zeitnah mit ihm zusammengekommen sei. Und auch ihr wurde dann von Danny erzählt, dass er Geld sorgen hätte. Und auch sie solle doch mit anderen Personen schlafen, also mit anderen Männern, um die Schulden abzuarbeiten. Das Ganze ist dann bei uns gelandet in Duisburg, weil Danny hier in Duisburg gewohnt hat. Hinreichend verdächtig. Der True Crime Podcast der Rheinischen Post und der Staatsanwaltschaft Duisburg. Und damit Hallo zurück bei Hinreichend verdächtig. Mein Name ist Lili Stegner und in diesem Podcast gehen wir nicht nur echten Kriminalfällen auf den Grund, sondern wir tauchen richtig tief ein. Wir beleuchten die Ermittlungen, die zur Anklage geführt haben und wir untersuchen, was die Gesetzestexte dazu sagen. Dafür habe ich immer zwei Gäste hier bei mir, einmal aus der Staatsanwaltschaft in Duisburg und einmal ein Gerichtsreporter aus unserer Lokalredaktion hier in der Stadt. Die Fälle, die wir betrachten, die sind immer bereits abgeschlossen und rechtskräftig entschieden. Wir analysieren, wie der Fall öffentlich wahrgenommen wurde und wie die Staatsanwaltschaft ermittelt hat und am Ende ihre Anklage formulierte. Und ganz nebenbei werden wir so auch juristische Fachbegriffe diskutieren, die man vielleicht immer mal wieder hört, aber nicht immer so ganz genau versteht. Wie zum Beispiel auch den Begriff hinreichend verdächtig. Heute hier bei mir sind Felix Bachmann, Staatsanwalt hier in Duisburg und Alexander Trisch, Redakteur in unserer Lokalredaktion. Der Fall, über den wir heute sprechen, dreht sich um Zwangsprostitution, Zuhälterei und Körperverletzung. Es geht um junge Frauen, die in extrem verletzlichen Lebenssituationen waren und ausgenutzt wurden. Wenn euch also das Thema sexualisierte Gewalt und psychische Kontrolle belastet, dann hört die Folge vielleicht lieber nicht alleine an. Starten wir wie immer aber erstmal mit der Beschreibung des Falls. Was ist passiert? Duisburg, 2016. Ein junger Mann, nennen wir ihn hier Danny, bewegt sich seit einigen Jahren in einem Milieu, das sich irgendwo zwischen Security-Gewerbe, Prostitutions-Business und Partys abspielt. Er hat Kontakte zur Rockerszene, konsumiert regelmäßig Kokain und Alkohol, lebt mal in angemieteten Apartments, mal bei seiner Mutter in Duisburg-Klar. Nach außen hin ist er zugewandt, charmant kümmert sich scheinbar um Menschen. In eben diesem Jahr 2016 schreibt ihm eine 17-Jährige auf Facebook. Nennen wir sie hier Nina. Nina ist gerade mit ihrer Mutter aus Afrika zurückgekehrt, wo sie eine Fehlgeburt erlitten hat. Sie hat kein Geld, keine eigene Wohnung, ein zerrüttetes Verhältnis zu ihrer Mutter und sie ist allein. Als sie Danny kennenlernt, hat sie das Gefühl, dieser Mensch, der ist für mich da. Er sagt ihr, du bist jetzt mein Mädchen, ich kümmere mich um dich. Und sie glaubt ihm. Doch noch im selben Jahr beginnt Danny, die mittlerweile volljährige Nina, zur Prostitution zu drängen. Zunächst schlägt er vor, gemeinsam in die Schweiz zu fahren. Dort solle sie in Dessous Männer massieren, gegen Geld. Was er ihr nicht sagt, er bringt sie in ein Bordell. Als Nina dort dann merkt, was von ihr erwartet wird, verweigert sie es. Auf der Rückfahrt bricht Danny aus. Er sagt ihr, er sei für Geld bereit, über Leichen zu gehen. Er wirft ihr Handy aus dem fahrenden Auto, versucht sie mit anderen Frauen, die sich angeblich für ihn prostituieren, zu erpressen. Und dann setzt er sie in Duisburg am Bahnhof ab. Mittellos, ohne Bleibe und ohne Anlaufstelle. Nina fügt sich also schließlich. Sie prostituiert sich zunächst in einem Bordell in Duisburg-Hochfeld, dann über ein Jahr in wechselnden Apartments und Hotels in Düsseldorf, Duisburg und Stuttgart. Danny kassiert die Einnahmen vollständig, überwacht ihre Termine teilweise akustisch über eine laufende Telefonverbindung und versteckt sich einmal sogar auf der Nachbartoilette während eines Kundentermins. Wenn Nina sagt, sie will aufhören, hält er sie an, weiterzumachen. Die Gesamteinnahmen aus dieser Zeit belaufen sich auf mindestens 27.000 Euro, die Nina vollständig abtreten musste. Im Frühsommer 2017 reisen die beiden dann in die USA nach Florida. Danny konsumiert dort noch mehr Kokain und Steroide, wird immer aggressiver. Als er mitbekommt, dass Nina heimlich einen Freund angerufen hat, um zurückzufahren, schlägt er ihr die Türen zu, dreht die Musik laut auf und schlägt auf Nina ein. Er drückt mit seinem Knie auf ihren Hals, bis sie keine Luft mehr bekommt. Nina erleidet Hämatome und eine gebrochene Nase. Als Danny das Apartment verlässt, nimmt Nina 18 Schmerztabletten und trinkt aus einem Chlorreiniger. Danny ruft den Notarzt. Er wird vorläufig festgenommen, sitzt eine Woche in Untersuchungshaft in Florida und kommt am Ende gegen Kaution frei. Und dann holt er Nina mit einem Teddybären aus dem Krankenhaus ab. Sie kehren zurück nach Deutschland. Nina prostituiert sich weiter. Drei Jahre später, 2019, lernt Danny eine zweite junge Frau kennen. Nennen wir sie Maya. Sie ist 17 Jahre alt, kommt aus einem kontrollierenden Elternhaus in Berlin und hat als Kind sexuellen Missbrauch durch einen Onkel erlitten, wurde von ihrer Familie aber trotzdem weiter mit diesem Onkel konfrontiert. Schließlich wirft der Vater sie raus. Über eine gemeinsame Bekannte, nennen wir sie hier Sarah, gelangt sie nach Duisburg, vermeintlich zu Besuch. Sarah arbeitet zu diesem Zeitpunkt bereits für Danny. In einem von ihm angemieteten Airbnb in Duisburg-Ruhrort wird Maja in der ersten Nacht mehrmals dazu gebracht, Kokain zu konsumieren. Teilweise durch Aufforderungen, teils durch psychischen Druck. Sie wird im Nacken gepackt und mit dem Kopf in Richtung des Kokains gedrückt. In den folgenden Tagen redet Danny ihr systematisch ein, dass sie durch Prostitution Geld verdienen könne. Ganz viel Geld, sagt er. So viel, wie du noch nie hattest. Maja, die kein Geld, keine Wohnung, keine Perspektive hat, lässt sich darauf ein, in dem Glauben, sie müsse die Männer nur hinhalten und dann mit dem Geld abbauen, wie in einem Film. Was sie nicht weiß, Danny und Sarah haben für sie bereits echte freier Termine vereinbart. Maja, damals noch minderjährig, und Danny wusste das, prostiert sich in den folgenden Wochen in Duisburger Apartments. Er kassiert täglich die Einnahmen ab und zahlt ihr zunächst gar nichts, später 40 Prozent. Wenn Maya bestimmte Handlungen ablehnt, wird ihr gesagt, dass sie das trotzdem zu tun habe. Um die Termine ertragen zu können, konsumiert sie auf Dennys Anraten zunehmend mehr Kokain, das sie ihr zunächst kostenlos gibt, später aber verkauft. Kurz vor ihrem 18. Geburtstag kehrt Maya nach Berlin zurück. Insgesamt war sie etwa fünf Wochen für Danny tätig. Die Mindesteinnahmen, die sie vollständig an ihn abtrat, 6.750 Euro. Die Mindesteinnahme, die sie vollständig an ihn abtrat, 6.750 Euro. Daneben gibt es noch zwei weitere Frauen, gegenüber denen Danny körperliche Gewalt anwendete. Er schlägt eine der Frauen während einer Autofahrt mit der Faust ins Gesicht, wügt sie später in einem Bonner Airbnb bis hin zur Bewusstlosigkeit. Die andere Frau wird in ihrer Wohnung Rittlings auf dem Boden festgehalten, ins Gesicht geschlagen und gewürgt. Am 12. Januar 2023 wird Danny festgenommen. Der Haftbefehl des Amtsgerichts Duisburg ergeht dann am Tag darauf. Ab wann war der Angeklagte hinreichend verdächtig? Felix, in meiner Fallbeschreibung habe ich nur einen Ausschnitt der Taten von Danny unterbringen können. Alles zu erzählen würde hier vollkommen einen Rahmen sprengen. Wie habt ihr denn zum ersten Mal von diesem ganzen Komplex mitbekommen? Ja, das Ganze ist durch eine Strafanzeige von einer weiteren Geschädigten in Süddeutschland ins Rollen gekommen damals. Die teilte mit, dass sie Danny kennengelernt hatte und dann auch relativ zeitnah mit ihm zusammengekommen sei. Und auch ihr wurde dann von Danny erzählt, dass er Geld sorgen hätte. Das ist letztlich eine Blaupause von den Geschichten, die du jetzt auch gerade schon erzählt hast. Der Geschädigte wurde dann mitgeteilt von Danny, dass er Schulden habe und die Geschuldigte solle doch mit anderen Personen schlafen, also mit anderen Männern, um die Schulden abzuarbeiten. Und auch die Geschädigte wollte das zuerst nicht, worauf Danny dann mit einer Ohrfeige reagiert hat und dann das so ein bisschen runtergespielt hat und hat gesagt, ja, stell dich mal nicht so an, das ist doch nichts Schlimmes. Und auch sie ist dann letztlich in die Prostitution gerutscht. Und die Geschädigte hat dann von weiteren Geschädigten erzählt. Das Ganze ist dann bei uns gelandet in Duisburg, weil Danny hier in Duisburg gewohnt hat. Wir haben uns dann polizeilich erstmal angeschaut, wer ist Danny denn überhaupt? Ist Danny schon mal in Erscheinung getreten polizeilich? Gibt es polizeiliche Erkenntnisse von Danny, die, wenn wir jetzt die Info haben, dass er möglicherweise im Rahmen der Zuhälterei tätig ist, vielleicht da reinpassen? Und man guckt sich auch mal die Social-Media-Profile an. Also was für Informationen finden wir öffentlich über Danny? Gibt es da Verlinkungen? Wir alle haben das ja vielleicht schon mal selber mal ausprobiert, was man über Personen im Internet erfährt. Man kriegt da schon ein ganz, ganz gutes Bild von den Personen. Und wie kam es dann am Ende zur Verhaftung? Ja, mit den ganzen Informationen haben wir uns dann dazu entschieden, dass wir die Rufnummer von Danny aufschalten, also eine Telekommunikationsüberwachung machen und ihn auch observieren. Das Ziel war dann, dass wir mithören bei Danny und dass wir gucken, wo fährt er hin? Wir wollten einmal gucken, kriegen wir diesen Verdacht erhärtet, dass Danny Zuhälter ist und möglicherweise sich der Zwangsprostitution strafbar gemacht hat. Und über die Überprüfung der Rufnummer und die Überwachung haben wir dann Erkenntnisse dahingehend bekommen, dass er immer wieder Kontakt zu vielen Frauen hat. Es gibt immer wieder Gespräche über Drogen, es gibt immer wieder Gespräche über Geld. Und wir hatten dann noch Anlasspunkte dafür, dass Danny möglicherweise mit Drogen handelt. Also wir haben dann festgestellt, dass er immer mal wieder in die Niederlande gefahren ist, da er immer nur ganz kurze Aufenthalte hatte. Sodass wir mit diesen Gesamtinformationen, die wir hatten, am Ende Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt haben. Und an einem Tag, wo Danny dann wieder aus Niederland nach Deutschland eingereist ist, haben wir ihn kontrolliert und dann auch vorläufig festgenommen. Zeitgleich haben wir dann die Durchsuchungsmaßnahmen gefahren, also wir haben seine Anschriften durchsucht und mit dem ganzen Informationen haben wir dann auch den Erlass von einem Haftbefehl beantragt, der dann auch erlassen wurde. Und dann habt ihr ja durch diese ganze Observation und diese Durchsuchung zu diesem Zeitpunkt der Festnahme schon wahnsinnig viele Informationen und Daten und mit den Zeugenaussagen habt ihr ja noch gar nicht oder Zeugenbefragungen habt ihr ja noch gar nicht begonnen. Wie seid ihr denn damit umgegangen mit diesem umfangreichen Beweisen? Ja, das ist tatsächlich in diesem Umfangsverfahren gar nicht so einfach. Also bei uns ging es dann ja im Kern darum, dass wir die möglichen Geschädigten identifizieren und die dann vernehmen. Wir hatten ja die Telefonnummern. Im Rahmen der TKÜ hören wir nicht nur die Gespräche, sondern wir bekommen auch mit, wer mit wem telefoniert. Wir hatten teilweise Namen über die TKÜ, sodass wir dann mehrere mögliche geschädigte Frauen identifizieren konnten und die haben wir dann der Reihe nach vernommen. Es gab dann in den Vernehmungen teilweise Querverbindungen, die haben dann erzählt von anderen Frauen, von denen sie gehört haben und so hat sich dann letztlich das Ganze immer breiter aufgefaltet, sodass man am Ende im Prinzip mehrere in sich geschlossene Sachverhalte hatten, die jeweils zu einer Geschädigten hören, jeweils aber mit Querverbindungen und die alle hatten halt einen Bezugspunkt und der Bezugspunkt war Danny. So wie es in der Fallbeschreibung auch schon war, dass es mehrere Frauen gab, die quasi leiden mussten unter der Leni, aber es gab auch immer wieder Querverweise wie Sarah, die sich als Freundin aussuchen. Was hattet ihr denn am Anfang für ein Bild von Danny? Also wie hat er sich gegeben? Hat er sich geäußert direkt zu den Vorwürfen? Wie wirkte er so? Ja, also im Rahmen der Festnahme hat Danny angegeben, dass er gewusst hätte, dass er seit drei Monaten observiert wird. Ob das so wirklich stimmt, ist auch die Frage. Er hat ihn auch gefragt, ob das ein SEK war, das ihn festgenommen hat, also so ein bisschen merkwürdig. Also anhand der TKÜ hatte man das Gefühl, dass Danny ein Leben führt, das im Prinzip aus Frauen, Party und Drogen bestand. Also das war so das Bild, das wir von Anfang an hatten. Im Ermittlungsverfahren selber hat er dann keine Angaben mehr gemacht. Später in der Hauptverhandlung hat er sich dann allerdings umfassend eingelassen. Also im Kern hat er die Prostitutionsausübung von Nina und Maya eingeräumt. Also das hat er gar nicht in Abrede gestellt. Aber es waren dann zwei Kernpunkte, die er verneint hatte. Und zwar einmal die Tatsache, dass die Idee, diese Prostitution aufzunehmen, von ihm gekommen sei. Er hat gesagt, nee, die Idee kam den beiden selber. Die haben dann von sich aus die Prostitution aufgeübt und es auch weitergemacht. Und bei Maya wäre dann noch dazu gekommen, dass er da gar nicht gewusst hätte, dass sie minderjährig gewesen sei. Und wie geht ihr dann mit so einer Einlassung um, wenn ihr so eine unfassbar komplexe Beweislage habt? Ja, also wie gesagt, das ist tatsächlich sehr aufwendig. Der Vorteil, den wir hier hatten, war, dass wir halt viele Erkenntnisse aus der TKÜ schon hatten und aus der Observierung. Also wir hatten ja viele Zeugen, die haben teilweise wirklich umfassend Angaben gemacht. Und dadurch hat sich so ein konsistentes Bild von Danny und von dieser Masche gezeichnet. Also man hat halt durch diese ganzen verschiedenen Angaben das Gefühl bekommen, wer ist Danny und was ist so seine Masche. Und das hat dann auch am Ende dazu geführt, dass Danny in der Hauptverhandlung dieses äußere Geschehen gar nicht in Abrede gestellt hat. Also er hat gar nicht in Abrede gestellt, dass sich die Frauen prostituiert haben. Und er hat auch gar nicht in Abrede gestellt, dass er Kontakt zu denen hatte. Das hätte nicht funktioniert. Wir wussten dafür einfach viel zu viel. Die Kernfrage, die sich dann einfach gestellt war, war, welchen Einfluss hatte Danny auf die Prostitutionsausübung? Und dazu waren dann tatsächlich die Angaben von den Geschädigten essentiell. Letztlich geht es darum zu schauen, kann ich den Angaben, die die Geschichten machen, Glauben schenken, ja oder nein. Und das ist... Immer wieder ein sehr komplexer Prozess. Man darf sich da nicht von dem Bauchgefühl leiten lassen, das manchmal ja ein ganz guter Ratgeber ist, aber einen auch ganz oft in die falsche Richtung schubsen kann, sondern man muss sich dem Ganzen so ein bisschen systematisch nähern. Es gibt dann verschiedene Fragen, die man sich stellen kann. Also einmal, wenn Angaben gemacht werden, gibt es objektive Beweismittel, die das stützen. Finde ich irgendwas, was das tatsächlich bestätigt? Oder gibt es zumindest Indizien, die Angaben schlüssig erscheinen lassen? Zum Beispiel hier war es ja so, dass wir viele Geschädigte haben, die Angaben gemacht haben, sodass sich das alles in so ein Bild gefügt hat. Und dann kann man schauen, was ist mit Angaben, die gemacht werden, verändern die sich im Laufe der Zeit. Man kann dann ja eigentlich ganz schön immer so verschiedene Angaben nebeneinander legen. Es gibt dann ganz oft ja die Anzeigenaufnahme, es gibt eine Vernehmung bei der Polizei, es gibt dann die Vernehmung im Rahmen der Hauptverhandlungen. Und dann kann man mal schauen, wie verändert sich so eine Aussage? Was ist gleich, was ändert sich? Also man kann ja selber überlegen, wenn man irgendwie die Geschichte vom letzten Urlaub immer wieder erzählt, das ist nicht immer die gleiche Geschichte, die man erzählt. Es gibt Abweichungen, es gibt Sachen, die vergisst man, es gibt Sachen, die hat man anders in Erinnerung. Also es wird nie die gleiche Geschichte sein. Und da muss man halt so ein bisschen schauen, was verändert sich und ist das, was sich verändert, normal oder sind das Kernpunkte, die sich eigentlich nicht verändern, wenn ich die Geschichte erzähle? Und was auch immer relevant ist und was auch hier relevant sein wird später ja noch, in welcher Verfassung sind eigentlich die Zeugen? Gibt es traumatische Vorbelastungen, sind die minderjährig? Wurden Sachverhalte schon mal professionell aufgearbeitet im Rahmen einer Psychotherapie? Das sind alles Aspekte, die letztlich sich einfühlen, um zu schauen, stimmt das, was die Person erzählt? Genau darauf zielt auch so ein bisschen meine nächste Frage, denn die Personen, die hier vorkommen in diesem Fall, vor allem die Geschädigten, die haben ja alle gemeinsam, dass sie traumatische Erfahrungen hinter sich haben. Im Elternhaus, sie wurden nicht beachtet, missbraucht, super streng erzogen, die Bandbreite ist hier groß. Was vereint sie denn darin so sehr und wieso sind sie alle an diesem selben Punkt bei Danny gelandet? Ja, im Prinzip, du sagst das ja schon, sie eint im Prinzip alle, dass sie in einer wirklich schwierigen Lebensphase an eine Person geraten sind, die das einfach gnadenlos ausgenutzt hat. Das sind alles Frauen, die in ihrem Leben ohne Rückhalt waren. Die hatten alle keine Peer-Group, die sie auffängt und bei allen war es dann Danny, der gesagt hat, so jetzt gehörst du zu mir, ich pass auf dich auf, du bist mein Mädchen und das hat Danny einfach gnadenlos ausgenutzt. Gerade bei Nina, finde ich, sieht man das ja wirklich extrem. Die Geschichte am Anfang, die du erzählt hattest, wo die da im Auto saßen und er sie einfach am Bahnhof ausgesetzt hat und er wusste, die hat hier niemand. Er setzt sie aus, sie kann nirgendwo hin, sie kann nirgendwo wohnen. Der hat das wirklich eiskalt ausgenutzt. Eine der Schlüsselfragen in diesem ganzen Fall ist ja auch der Zwang. Denn Prostitution an sich ist in Deutschland erstmal nicht strafbar. Wo liegt denn genau die rechtliche Grenze zur Zwangsprostitution? Und wie sieht es hier aus in diesem Fall? Ja genau, es ist ja dem Grunde nach erstmal nicht strafbar, dass man für sexuelle Dienstleistungen Geld verlangt. Aber dem Gesetzgeber war damals bewusst, das ist ein Tätigkeitsfeld, das ist sehr, sehr anfällig für eine Ausbeutung. Und gerade deshalb gibt es diesen Straftatbestand der Zwangsprostitution. Im Kern geht es darum, dass der Gesetzgeber Personen schützen möchte davor, dass sie sexuell ausgebeutet werden. Und zwar insbesondere Personen, die gegenüber so einem Ansinnen der Prostitution nachzugehen, in ihrer Entscheidungsfreiheit einfach abzulehnen, beeinträchtigt sind. Und das sind dann verschiedene Varianten. Das sind einmal, gibt es die Variante, dass ich eine persönliche oder wirtschaftliche Zwangslage meiner Person ausnutze, so wie hier. Das ist, dass ich die Hilflosigkeit, und das ist auch ganz interessant, einer Person ausnutze, die mit dem Aufenthalten einem fremden Land verbunden ist. Das ist so ein bisschen die Grenze oder die Verknüpfung zum Menschenhandel. Dann die Variante, die Person ist unter 21 Jahre und ich bringe sie zur Prostitution. Und dann der Klassiker Gewalt oder Drohung. Und wie weist man das dann konkret nach? Also im Falle von Nina zum Beispiel ist ja diese wirtschaftliche Abhängigkeit sehr, sehr groß. Wie ist das dann greifbar? Also wie beweist man, dass jemand nicht freiwillig handelt, obwohl er nicht körperlich eingesperrt ist? Das war sie ja nicht. Genau. Auch da sind wir in erster Linie natürlich auf die Angaben von den Personen angewiesen. Also auch da stellt sich wieder die Frage, wie sehr glauben wir das? Aber daneben kann man natürlich noch Ermittlungen durchführen, die das stützen. Also man kann sich fragen, gibt es in der TKÜ da Gespräche drüber? Hat die Person mal Angaben dazu gemacht, dass sie nicht anders kann, dass sie Geld braucht? Gibt es Angaben von Dritten, die in die gleiche Richtung gehen? Oder wir können auch zum Beispiel BaFin-Anfragen abmachen. Das heißt, wir fragen mal ab, was für Konten hat die Person denn? Dann können wir bei den Konten anfragen, bei den Banken, wie ist denn der Kontostand zu den Zeiten gewesen? Oder man kann sich auch fragen, wenn es denn noch Personen gibt aus dem familiären Umfeld, dass man die mal vernimmt und mal fragt, wie ging es der Person eigentlich finanziell in der Zeit? Bei Nina hat halt viel dafür gesprochen, dass das plausibel ist, was sie erzählt hat. Dieses zerrüttete Verhältnis zu der Mutter, die Wiederkehr aus Afrika, die natürlich eine gewisse Sozialisolation zur Folge hatte und die Tatsache, dass sie so lange an Danny gehangen hat, das spricht extrem für irgendwie eine geartete Abhängigkeit. Und dadurch, dass Danny Geld für sich behalten hat, hat er diese Zwangslage halt einfach aufrechterhalten. Und, das sei an dieser Stelle nochmal erwähnt, bei Minderjährigen ist es sowieso und völlig unabhängig aller anderen Umstände strafbar. Alex, Zwangsprostitution zum Teil von Minderjährigen, Drogenkonsum, Misshandlung, das ist ein ziemlich heftiger Fall. Ist dieser Bereich in Duisburg ein Problem oder handelt sich das hier einfach nur um so einen besonders herausstechenden Fall? Also der Fall ist in seiner Brutalität sicherlich schon besonders, aber das Milieu, in dem er jetzt so spielt, würde ich sagen, ist jetzt kein Duisburger Sonderfall. Also das Thema Zwangsprostitution ist schon in Städten mit viel Durchgangsverkehr, großen Bahnhöfen und sowieso schon bestehenden Rotlichtszene eher verbreitet als anderswo. Und die gibt es ja in Duisburg auch. Es gibt hier die Vulkanstraße, in der gleich mehrere Modelle nebeneinander stehen und das ganze Milieu hat sich ja sowieso schon völlig, völlig entzerrt. Also es ist ja längst nicht mehr so, dass... Frauen in diesen Modellen nur angeboten werden, sondern auch in irgendwelchen Privatwohnungen, in Airbnbs und das entzieht sich dann ja auch vollständig irgendwelchen Kontrollen. Ja, das Problem ist glaube ich hier so ein bisschen, das Dunkelfeld wird halt gigantisch sein, das im Grunde weiß eigentlich niemand, wie viele solche Fälle es gibt. Also nur mal als Beispiel, in ganz Nordrhein-Westfalen gab es zuletzt, die Zahlen sind glaube ich von 2024, 100 Fälle, 100 ermittelte Fälle von Menschenhandel in dem Bereich. Gleichzeitig gab es aber ungefähr 1000 Frauen, die sich in dem Zeitraum in Beratungsstellen gemeldet haben. Dann kann man schon mal denken, okay, das wird weit mehr sein. Und selbst die, die sich in Beratungsstellen melden, sind nicht alle. Genau, also dass viele werden ja aus Scham gar nicht irgendwie darüber sprechen wollen und auch nicht in den Beratungsstellen. Also ja, das ist schon irgendwie alles heftig, weil der Großteil dieser Fälle halt erst sichtbar wird, wenn die Leute irgendwann darüber sprechen und das ganz schwierig ist, das ansonsten rauszufinden. Und wie ist das Thema dann in der Stadt an sich präsent? Sprich, gibt es Initiativen seitens der Politik oder der Stadtgemeinschaft, um da irgendwie zu helfen, um diesem Problem Herr zu werden? Also es gibt natürlich ganz viele Vereine und Initiativen, die sich so ein bisschen um die Beratung und Prävention kümmern. Da wird auch einiges vom Land NRW dann auch gefördert. Und ganz interessant ist vielleicht der Verein Solvodi Duisburg, der explizit so eine Beratung für Frauen macht, die ja aus dem, für zugewanderte Frauen, weil die halt häufiger auch Opfer dieser Täter werden. Und klar, es gibt diese Frauenhäuser, Frauenberatungsstellen, die Polizei hat einen Opferschutz, der auch präventiv arbeitet. Dann hatte ich ja eben schon angedeutet, es gibt halt oft diese Kontrollen, die finden aber natürlich meistens nur in den offiziellen Modellen statt, wo dann die Behörden einmal hinfahren und sich das alles angucken und die Frauen befragen und schauen, sind die hier alle angemeldet und läuft das hier alles mit rechten Dingen zu. Und dann ist das auch so. Aber da ist halt das Problem, dass wahrscheinlich, kann man jetzt vermuten, die meisten illegalen Sachen halt irgendwo abseits der klassischen Modelle stattfinden und das dann extrem schwierig ist. Und das hatten wir eben auch schon gehört, dass viele der Betroffenen ja absolut abhängig von den Tätern sind und das dann umso schwieriger ist, dass die überhaupt diese Hilfe annehmen können oder diese Hilfe überhaupt finden können. Ja, das macht das halt alles extrem kompliziert. Verstehe. Ja. Der Prozess in diesem Fall, der hat über neun Monate gedauert, mehr als 20 Verhandlungstage. Wie gehst du oder wie geht ihr als Gerichtsreporter damit um, wenn man so einen riesigen Fall hat und ein Verfahren, um da nicht den Faden zu verlieren? Ja, also 20 Tage, das klingt jetzt total lang. Es ist aber im Vergleich jetzt auch nicht so lange. Also wir hatten auch schon Verfahren, die hatten 50, 60, 70 Tage. Ich habe einmal eins betreut in der organisierten Kriminalität, das hat über 200 Tage. Also wir gehen natürlich nicht da zu jedem Termin. Man kann sich ja vorher zum Teil informieren, was da ungefähr passieren wird, welche Zeugen da geladen sind, was das Thema des heutigen Tages ist. Man muss das sagen, vieles spielt sich dann auch so in dieser Gerichtswelt ab. Es ist dann auch nicht unbedingt alles jetzt total spannend für die Öffentlichkeit, weil dann ganz viele Zeugen aus dem Umfeld kommen. Die erzählen dann aber auch Dinge, die dann schon andere Zeugen gesagt haben. Oder es werden irgendwie Gutachten verlesen, die jetzt auch nicht, also juristisch vielleicht spannend sind, aber jetzt irgendwie auch nicht das Ganze tatsächlich weiterbringen. Ja klar, man nimmt dann irgendwie für jeden Prozess einen eigenen Block und dann kriegt man das schon irgendwie den Überblick da noch hin. Und hier im Prozess sind die Opfer als Nebenklägerinnen aufgetaucht. Wie gehst du dann damit um? Also man steht ja da wieder zwischen... Dieser Schere, über die wir schon oft gesprochen haben, Informationspflicht, aber auch Schutz der betroffenen Personen. Ja, es ist eigentlich ganz gut, dass es das gibt. Also dass bei bestimmten Straftaten die Opfer auch als Nebenkläger im Prozess auftreten können. Dann können die da zum Teil Fragen stellen, haben auch Einblick in die ganzen Akten, die es gibt. Und haben dann so eine bessere Möglichkeit, mit allem abzuschließen. So meine Erfahrung ist aber, dass sie sich sehr häufig da auch dann zurückhalten in den öffentlichen Verhandlungen. Manchmal sind die Opfer selber gar nicht da und lassen sich nur über ihre Anwälte vertreten. Ja, das ist halt schon so ein sensibler Bereich, würde ich sagen, weil da halt Menschen sitzen, die halt irgendwie traumatische Erfahrungen gemacht haben. Es ist jetzt, glaube ich, eher selten so, dass die das Bedürfnis haben, dann auch noch mit der Presse selbst zu sprechen und dann in die Öffentlichkeit so richtig zu kommen. Also nur weil sie in diesem Prozess sitzen, kommen sie jetzt noch nicht in der Berichterstattung wirklich vor. Und wenn sie vorkommen, dann auch in der Regel jetzt nicht mit ihrem Namen. Und ja, also manchmal kann man da irgendwie den Zugang bekommen, aber in der Regel eher nicht. In der Berichterstattung über diesen Fall, da kriegt man ganz oft oder liest man sehr oft dieses Schlagwort Loverboy-Masche. Kannst du ein bisschen, das ist ja kein juristischer Begriff, kannst du ein bisschen erklären, was damit gemeint ist und was das für ein Phänomen ist? Genau, das ist so ein Begriff, der in den letzten Jahren erst aufgetreten ist. Das Phänomen gibt es wahrscheinlich schon Jahrzehnte, aber das hat sich jetzt in so einem Begriff gesammelt. Ja, Loverboy, das ist hier, der Danny ist da eigentlich der Prototyp für. Das sind Männer, die Frauen erstmal ganz harmlos und normal wirken und Frauen eine Beziehung vorspielen und dann irgendwann vielleicht versuchen, diese Frau aus ihrem Umfeld rauszureißen, sie finanziell und emotional abhängig zu machen. Und dann fängt das so ganz leicht an, dass man sagt, naja, wir haben jetzt hier irgendwie Schulden, wir brauchen Geld, kannst du dir nicht vielleicht vorstellen, dass du hier vielleicht mal irgendjemanden massierst oder so oder da irgendwo ein Fotoshooting machst, und dann geht das immer so weiter und ja, vier, vielleicht kannst du mal mit irgendwie dem schlafen und so, der gibt dir dann Geld dafür, wir machen das auch nur einmal, versprochen und ja, dann führt das halt immer weiter zu so einem Strudel, in den man da reingerät und am Ende landet man in der Zwangsprostitution. Und jetzt eine kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Was macht das auf? Felix, es gab ja auch eine Tateinheit mit Zuhälterei in einem der Fälle. Was ist denn genau der Unterschied zwischen Zuhälterei und Zwangsprostitution und warum ist es in dem Fall beides? Ja, die beiden Straftatbestände haben im Kern verschiedene Stoßrichtungen, kann man so ein bisschen sagen. Also bei der Zwangsprostitution, die setzt was früher an. Da geht es im Kern darum, dass man Personen schützt, die in ihrer Entscheidungsfreiheit beeinträchtigt sind, davor die Prostitution überhaupt aufzunehmen. Die Zuhälterei setzt dann so ein bisschen später an. Da geht es darum, schon eine Prostituierte davor zu schützen, dass sie ausgebeutet wird oder fremdbestimmt wird durch einen Zuhälter. Das kann aber natürlich beides aneinander übergehen. Und dann verwirklicht man auch beide Straftatbestände. So war das hier ja bei Nina. Der Angeklagte wusste, Nina war unter 21 Jahre, hat sie aber trotzdem dazu gebracht, die Prostitution aufzunehmen, also Zwangsprostitution, und hat dann anschließend die Prostitutionsausübung verabschiedet. Letztlich überwacht und sie auch ausgebeutet. Du hast ja gesagt, er war dann teilweise mit dem Telefon dabei geschaltet und das ist dann der Straftatbestand der Zuhälterei. Da ist es schon auch strafrechtlich relevant, dass Danny wusste, dass sie minderjährig sind. Genau, also bei Nina und Maya war es relevant, dass sie beide unter 21 waren, weil das ist die Schutzgrenze in dem Fall gewesen, die die Strafbarkeit begründet, wenn ich jemanden in die Prostitution bringe. Im konkreten Fall war es, dass ich nicht ganz interessant, jedenfalls aus juristischer Sicht. Danny hat dann nämlich gesagt, er ist davon ausgegangen, dass das relevante Alter 18 ist. Also es wird erst strafbar, wenn ich jemanden in die Prostitution bringe, wenn er 18 ist. Und das ist ja tatsächlich, wenn man überlegt, gar nicht so ganz fernliegend, weil das Schutzalter 21, das kennt man so ein bisschen aus den USA, in Deutschland, aber eigentlich ja sonst gar nicht. Es gibt die FSK 18-Filme, es gibt ganz oft keine Schutzgrenze 21. Man ist mit 18 geschäftsfähig, man darf im Prinzip alles. Genau, man darf Im Prinzip alles. Und dann kann man sich fragen, ist das jetzt ein sogenannter Verbotsirrtum? Und da stellt sich die große Frage, kann ich jemanden bestrafen, wenn er davon ausgeht, dass das, was er macht, gar nicht strafbar ist? Lädt man dann in so einem Fall Schuld auf sich? Und tatsächlich ist es in Deutschland so, grundsätzlich ja, Ausnahme ist, es gibt ein Irrtum, den man nicht vermeiden konnte. Und da ist die Rechtsprechung tatsächlich sehr streng. Man muss sich also vorher informieren, ob das, was man macht, strafbar ist. Da gibt es den klassischen Ausspruch, Dummheit schützt vor Strafe nicht. Hier wäre es dann ganz klassisch gewesen, ja, Danny hätte mal sich mit der Rechtslage auseinandersetzen müssen. Und das kann ja auch nicht anders sein. Es geht darum, dass man Maja und Nina schützt, dass man Frauen schützt. Und es kann nicht davon abhängen, ob man der Täter wusste, dass das strafbar ist oder nicht. Ich würde auch gerne nochmal auf die Hintergründe der beiden Frauen eingehen. Wir haben es vorhin schon gesagt, Fehlgeburt, sexueller Missbrauch in der Kindheit, ein schwieriges familiäres Umfeld. Diese Hintergründe haben, wie du vorhin schon gesagt hast, eine Rolle gespielt in der Glaubwürdigkeitsprüfung, aber was für eine Rolle spielen sie denn auch in der Bewertung des Schadens, der angerichtet wird durch diese Straftat? Das ist tatsächlich gar nicht so einfach, das so zu beantworten, weil die Folgen, die die Personen dann ja treffen, immer eine Frage sind für die Strafzumessung am Ende. Also wie hoch fällt eine Strafe aus, bemisst sich danach auch, was für ein Schaden das angerichtet hat. Das kann natürlich dann schwerer messbar sein, wenn es schon Vorbelastungen bei den Geschädigten gegeben hat. Das muss man sich im Einzelfall genau angucken. Relevanter ist es aber tatsächlich bei der Glaubhaftigkeit, glaube ich, weil Personen, die dann schon eine Vorgeschichte haben und so war es ja hier insbesondere, also war es bei beiden, aber auch bei Maya war es ja so, sie war dann ja ganz am Anfang sogar noch, als sie sich kennengelernt haben, 17. Das, was man schauen muss, hat das Auswirkungen auf die Glaubhaftigkeit der Aussage. Und in dem Fall war es dann hier sogar so, dass ein Glaubhaftigkeitsgutachten eingeholt wurde. Also man hat sich externen Sachverstand reingeholt, um zu schauen, ob die Angaben, die Maja macht, tatsächlich auch umsetzen. Aussage psychologisch betrachtet glaubhaft sind. Du hast vorhin, als du von Danny gesprochen hast, gesagt, sein Leben bestand zumindest an der Oberfläche irgendwie viel aus Party, aus Drogen, aus Alkohol. Inwiefern spielt das deine Rolle, dieser Einfluss von Kokain, Kohlein, Alkohol? Das kann sich auch auf die Anklage und auf das Urteil auswirken. Stichwort Schuldunfähigkeit. Wie war das denn hier? Genau, also bei Konsum von Drogen stellt sich immer die Frage, hat das Auswirkungen darauf, ob die Person schuldfähig war? Also kann ich einer Person ein schuldhaftes Verhalten vorwerfen oder stand sie am Ende so unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, dass sie gar nicht mehr wusste, dass sie was falsch macht oder dass sie gar nicht anders handeln konnte? Hier kann man ja so ein bisschen trennen zwischen, einmal die Frage, Zwangsprostitution und Zuhälterei, das sind Straftatbestände, das ist über so eine lange Dauer wird das begangen. Das ist nicht nur ein kurzer Moment, in dem man vielleicht irgendwie unter dem Einfluss von Drogen steht, sondern es ging über so eine lange Zeit, dass man nicht sagen kann, dass dieser andauernde Drogenkonsum Auswirkungen auf eine Schuldfähigkeit hat. Hier im Fall war es aber tatsächlich so, dass es bei einzelnen Körperverletzungshandlungen, dass man da tatsächlich gesagt hat, in Einzelfällen war Danny mutmaßlich oder möglicherweise so unter Drogen, dass da zumindest eine verminderte Schuldfähigkeit gegeben war. Aber auf die großen Straftatbestände der Zuleiterei und Zwangsposition hatte das hier vorliegend keinen Einfluss. Das wirkt auch, finde ich, alles sehr, als hätte Danny, und das hat er ja auch, hat auch das Gericht ja später festgestellt, ein relativ großes System aufgebaut. Das ist ja nichts, was man mal eben so macht. Er hat Apartments angemietet, er hat Kunden akquiriert, er hat Einnahmen kassiert. Es soll eben auch zumindest eine Nähe zu diversen kriminellen Organisationen unterstellt worden sein. Wie bewertet man oder wie bewertet ihr als Staatsanwaltschaft sowas, das in der Struktur irgendwie professionell wirkt, aber ja am Ende von einer Einzelperson betrieben wird? Sogar rein formal ist erstmal zur Folge, dass gewisse Straftatbestände ausscheiden, also diese klassische bandenmäßige Begehung. Es ist aber für die Strafzumessung am Ende glaube ich relevant, wenn man schon sich anschauen kann, okay das ist jetzt so strukturiert, was Danny da aufgebaut hat, dass das einfach die Schuld, die er auf sich geladen hat, drastisch erhöht. Und in dem Fall, Alex hat das ja so ein bisschen gesagt schon gerade, es ist jetzt noch nicht mal so ein Einzelfall, dass da ein Einzeltäter so strukturiert auftritt. Das ist eine ganz Loverboy-Masche und man muss einfach sehen, dass Danny kein Netzwerk hat in dem Sinn, aber trotzdem sicherlich seine Kontakte hat. Also er war ja gut vernetzt, er hat immer wieder Apartments vermietet, er hat die Frauen in irgendwelche Clubs gebracht, sodass es letztlich keine kriminelle Organisation war, aber trotzdem war Danny da schon sehr gut vernetzt. Dieses ganze Thema Zwangsprostitution, wir haben es gerade schon von Alex gehört, das ist kein unbekanntes Thema, aber wie groß ist das denn so in Deutschland, aber vor allem auch hier in der Region? Kannst du da was zu sagen? Ja, also ich glaube, das Thema ist auf verschiedenen Ebenen relevant. Also man kann das ja einmal sehen in diesem ganzen Kontext Menschenhandel, wo man dann wirklich von ganz großen kriminellen Organisationen spricht. Aber dass das Ganze auch regional, sage ich jetzt mal, funktionieren kann, sieht man ja hier an unserem Fall und an dieser ganzen Loverboy-Masche auch sehr schön. Letztlich geht es darum, systematisch Frauen auszunutzen, die sich in einer hilflosen Situation befinden. Man hat das hier, ich fand das, Alex hat das ja so ein bisschen beschrieben Und ich finde, das sieht man hier auch ganz schön an diesem Beispiel Drogen. Also Danny hatte die Drogen am Anfang kostenlos zur Verfügung gestellt und hat dann, als die Geschädigten so ein bisschen in die Abhängigkeit gerutscht haben, hat er dann auf einmal eingestellt, die Drogen kostenlos zu verabreichen, sondern dann wollte er da auf einmal Geld für haben. Und das führt natürlich dazu, dass diese Abhängigkeit, auch trotz dass das einfach ein Einzeltäter letztlich ist, so groß wird, dass die Geschädigten sich gar nicht mehr lösen können. Ich glaube allgemein ist das Thema sehr polarisierend. Sexarbeit ist nicht immer was Schlimmes, es ist nicht immer mit Leid verknüpft, aber man muss sich glaube ich einfach bewusst sein, dass es ein Bereich ist, in dem es sehr, sehr viele Problemfälle gibt. Das führt auch wieder ein bisschen zu meiner nächsten Frage. Und zwar wurde in Deutschland nämlich Anfang der 2000er Jahre das Gesetz zur Prostitution ja geändert. Hat das die Situation verändert? Wie ist da so die Lage? Ist das was, was viel diskutiert wird? Was gibt es da zu sagen? Ja, ich glaube... Das ist ein Thema, das man halt verschieden angehen kann. In Deutschland hat man dann Anfang der 2000er versucht, die Rechte von Prostituierten zu stärken. Das ist in erster Linie, war die Gesetzesgebung das Ziel, dass man Prostituierten eine Rechtsposition gibt, die sie durchsetzen können. Ob das die Situation von denen tatsächlich verbessert hat, das kann ich gar nicht wirklich sagen. Da müsste man sich tatsächlich mal mit jemandem auseinandersetzen, der in der Situation lebt. Es gibt verschiedene Ansätze, welcher Weg da der richtige ist, um mit dem Thema umzugehen. Das ist schwierig zu beurteilen, glaube ich. Ja, gibt es ja auch, wenn man sich in Europa oder in der ganzen Weltländer anguckt, sehr unterschiedliche Gesetzeslagen zu. Alex, Fälle wie dieser, die spielen sich über Jahre hinweg ab, direkt hier in der Stadt. Wie reagiert da die Öffentlichkeit, wenn sowas ans Licht kommt? Gibt es da so eine typische Reaktion? Sind Leute jedes Mal bestürzt oder wie wirkt das auf Menschen? Ja, also es gibt auf jeden Fall so eine Fassungslosigkeit, die dann immer auftaucht. Es ist halt so eine Welt, mit der eigentlich die allermeisten ja nie so wirklich konfrontiert sind und obwohl sich das ja alles in den Städten abspielt, zum Teil vielleicht, keine Ahnung, in der Straße, in der man selber wohnt, gibt es so Häuser, in denen irgendwie eine Wohnung ist, wo sowas passieren kann. Ja, also es gibt da aus unterschiedlichen Richtungen immer wieder Sachen, also politisch wird dann heute häufig gefordert, man müsse jetzt dann doch die Prostitution verbieten, aber auch, ob das dann am Ende dazu führt, dass sowas nicht mehr passiert, kann man auch bezweifeln. Ja, es gibt Leute, die fragen, wie das sein kann, warum die Täter so wirklich so skrupellos vorgehen und ja. Ich finde es manchmal so ein bisschen schade, dass wenn dann die ganzen Details über die Lebenssituationen der Betroffenen bekannt werden, dann hat man zumindest in den sozialen Medien oft die Debatte, dass dann interessanterweise auch andere Männer sich darüber dann austauschen. Ja, warum sind denn die Frauen so lange geblieben? Warum machen die das denn? Wie kann das denn sein? Und dann halt auch so diese Spirale dann irgendwie nicht verstehen, dass das ganz harmlos anfängt und ganz schlimm wird. Nicht so richtig Verständnis für diese Abhängigkeit, in der die Frauen sind. Diese gesellschaftliche Debatte, über die Felix gerade schon gesprochen hat, um das Prostitutionsgesetz, die Frage, ob und wie Sexarbeit reguliert werden sollte, bekommt ihr da als Lokalredaktion viel von mit? Gibt es da irgendwie Anlässe für breitere Diskussionen hier in der Stadt? Ja, eigentlich schon. Also wenn sowas passiert, wir hatten in den letzten Jahren mehrere solche Fälle hier in Duisburg und auch in der Region, dann entbrennt da schon eine Debatte. Und zuletzt hatte sich da auch der Polizeipräsident mal geäußert und gesagt, es gibt im Grunde eigentlich gar keine Möglichkeit mehr, so wirklich nachzuvollziehen, ob jetzt sich jemand freiwillig oder erzwungen prostituiert. Das mag vielleicht rechtlich irgendwie zu unterscheiden sein, aber moralisch vielleicht jetzt auch nicht so wirklich. Also es gibt sicherlich Fälle, wo... Die Ermittler sagen würden, ja okay, hier liegt gar kein Zwang vor, wir können gar nichts machen. Und moralisch würden wir sagen, ja gut, eigentlich schon. Und es gibt dann häufig die Debatte, ob man nicht das nordische Modell auch in Deutschland einsetzen sollte, dass quasi wie in skandinavischen Ländern Prostitution komplett verboten ist. Sie bleibt dann straffrei für die Frauen selbst, aber für die Freier dann nicht mehr. Und da gibt es dann die Debatte, dass das vielleicht dann die Ausbeutung und den Menschenhandel verhindern würde oder dass das zumindest zurückgeht. Dann gibt es bei Kritiker, die sagen, ja okay, dann verschwindet es ja komplett von der Bildfläche und dann haben die Behörden gar keine Möglichkeit mehr, irgendwie das zu kontrollieren und mit den Frauen zu arbeiten. Und dann würde das ja alles nur noch im Untergrund stattfinden. Also ja, es ist super kompliziert und im Prinzip habe ich so ein bisschen das Gefühl, diese Debatten, das ist bei ganz vielen Themen so, diese Debatten kommen immer wieder, wenn sowas passiert und das tut sich am Ende dann doch vergleichsweise wenig. Und werden vielleicht auch nicht von den Menschen geführt, die es tatsächlich betrifft. Ich finde solche Fälle immer ziemlich emotional, also mich berührt das immer sehr. Wie geht es dir in so Momenten, wo dich als Berichterstatter Fälle manchmal nicht so ganz loslassen? Wo kommt die professionelle Distanz dann so an die Grenzen und wie gehst du damit um? Also das ist schon kompliziert, wobei ich manchmal selbst überrascht bin, dass man irgendwie, wenn man das jahrelang dann so macht, dann irgendwie doch da so ein bisschen abstumpft und diese Rolle als Journalist irgendwie einnehmen kann und das nicht so ganz mit nach Hause nimmt. Ja, also in dem Fall hier kommen ja die Prozesse dann doch nicht so häufig zustande. Viele der Fälle werden ja gar nicht ermittelt. Und wenn die Opfer minderjährig sind, dann haben wir da auch als Presse gar keinen Zugang oft zu den Verfahren. Ich denke da immer an einen Fall, der ist schon ein bisschen länger her und das war so einer der ersten, die ich als Journalist begleitet habe. Da ging es tatsächlich um einen kleinen Jungen und nicht um eine Frau, der von einem Sexualstraftäter entführt wurde und jahrelang bei dem zu Hause festgehalten wurde und besbraucht wurde. Und gegen den Mann liefen auch zum Teil Verfahren und trotzdem hat das niemand mitbekommen, dass der da irgendwie einen Jungen bei sich zu Hause am Ende in einem Schrank gefangen hält. Und dann war es irgendwie total krass, dass das dann quasi zufällig entdeckt wurde und als die Polizei dann dort zu Hause aufgetaucht ist und den Jungen befreit hat, könnte man ja denken, würde der sich jetzt erstmal freuen, dass der irgendwie da jetzt raus ist. Und der sagte dann aber zu der Polizistin wohl, warum hast du den Schrank aufgemacht? Und das war für den wohl irgendwie im ersten Moment total schlimm, weil der sich auch geschämt hat und dass das alles so passiert ist. Und das finde ich irgendwie so irre, dass die Opfer manchmal selbst noch so eine toxische Bindung zu den Tätern aufbauen und irgendwie den dann auch noch schützen wollen oder so und irgendwie vielleicht am Ende dann doch nicht aussagen oder irgendwie nur die Hälfte erzählen, weil sie immer noch Angst haben oder irgendwie vielleicht auch denken, naja, so schlimm war es ja gar nicht oder so. Und sich da selber schon komplett manipuliert wurden. Also das finde ich immer krass an den Fällen. Wie geht es aus? Felix, wir kommen zum Urteil. Wie lautete das denn am Ende gegen Danny? Danny wurde am Ende durch das Landgericht in Duisburg wegen schwerer Zwangsprostitution in zwei Fällen, in einem Fall in Tat einer mit Zuhälterei, wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen und einfacher Körperverletzung in drei Fällen dann zu einer Gesamtfreierschaft von sechs Jahren verurteilt. Wie würdest du das bewerten? Ist das ein strenges Urteil? Bist du damit einverstanden? Also die Kollegin, die in der Sitzung war, hatte acht Jahre und drei Monate beantragt. Man kann sich natürlich immer über das konkrete Strafmaß streiten. Meine persönliche Meinung ist, dass es immer einen Rahmen gibt, der vertretbar ist für eine Strafe und ich glaube, dass das Urteil sich hier in einem Rahmen bewegt, das durchaus vertretbar ist. Du hast vorhin gesagt, Danny hat sich zumindest im Prozess teilweise zu den Taten geäußert, hat gewisse Umstände eingeräumt, aber wie du vorhin sagtest, den Frauen selber die Initiative zur Prostitution zugeschrieben. Was hat das Gericht denn zu dieser Einlassung noch gesagt? Ja, also wir sind, sowohl wir als Staatsanwaltschaft als auch als Gericht, haben das halt am Ende nicht geglaubt. Das waren einmal die Angaben von den Geschädigten, die überzeugend waren. Aber selbst wenn man sich diese Angaben, die Danny selber gemacht hat, mal anschaut, das hat alles auch wenig Sinn gemacht. Er hat dann angegeben, die waren sehr motiviert, hätten sich in diesen Clubs pudelwohl gefühlt. Und kurz danach erzählt er aber, dass die Geschädigten depressiv waren, dass sie einen steigenden Alkoholkonsum hatten. Also die Angaben, die er selber gemacht hat, haben schon wirklich nicht zueinander gepasst in den Fällen. Und es gab auch Anträge auf Revision, richtig? Genau, es gab eine Revision beim BGH und der BGH hat das Urteil im Kern aber gehalten. Also es gab kleinere Änderungen im Schuldspruch, das waren aber eher juristische Feinheiten. Der Strafausspruch von den sechs Jahren, der ist bestehen geblieben. Und es wurden ja auch Gelder von Danny eingezogen. Was passiert denn mit diesem Geld? Geht das irgendwie an die Frauen? Ist das Gerichtskosten? Ja, grundsätzlich ist das tatsächlich, was eingezogen wurde hier, war der Lohn, den Nina und Maya erhalten haben, den Danny aber einbehalten hat. Grundsätzlich ist es so, wenn die Gelder zugunsten von Geschädigten eingezogen werden, können im Rahmen der Vollstreckung die Geschädigten dann die Gelder geltend machen. Das große Problem in den Fällen ist aber immer, wir als Staat müssten an das Geld rankommen und das müssten wir uns von Danny holen und Danny sitzt jetzt in Haft. Im Moment dürfte es schwierig sein, bei Danny an Geld zu kommen tatsächlich. Und ich gehe davon aus, dass er das Geld von damals auch ausgegeben hat. Das ist wahrscheinlich alles weg, ja. Alex, wie immer meine Frage. Gibt es Reaktionen von Lesern von der Öffentlichkeit auf dieses Urteil? Wie wurde das so aufgenommen? Ja, wie immer war die Reaktion der Leute, dass das im Grunde eine zu lasche Strafe gewesen sei. Man hätte den viel länger bestrafen müssen, am besten nie wieder freilassen und alle möglichen Gewaltandrohungen. Ja, ich bin ja kein Fan davon, bekanntermaßen, von wie jetzt irgendwie einzelne Leute das jetzt finden, irgendwelche Privatpersonen. Also das gibt ja einen Grund, dass das Urteil nur im Namen des Volkes gesprochen wird und nicht vom Volk selber irgendwie auf dem Marktplatz und alle versammeln sich da jetzt mal und entscheiden dann, wie es ist. Und ja, also so wie eigentlich bei den allermeisten Fällen, das ist ja auch so, dass man natürlich nie verstehen kann, warum nicht noch viel, viel mehr Strafen verhängt werden. Und wir haben vorhin schon über die Umstände gesprochen, in denen die jungen Frauen gelebt haben, bevor sie an Danny geraten sind und auch, dass es gewisse Hilfssysteme gibt. Aber da nochmal konkret die Frage, welche Hilfssysteme gibt es hier in der Region, an denen sich Frauen, Menschen wenden können, wenn sie das Gefühl haben, da in einer schwierigen Lage zu sein? Ja, es gibt wirklich eine ganze Reihe. Ich habe jetzt mal nur ein paar rausgesucht. Den Solvodi-Verein hatte ich ja schon genannt, der sich speziell an migrantische Frauen richtet. Dann gibt es noch eine Aufklärungskampagne und ein Projekt der Landesregierung, das heißt Exit NRW. Da können sich Betroffene über Hilfsangebote informieren. Es gibt das Diakoniewerk und natürlich die Frauenberatungsstelle Duisburg, die auch für solche Fällen zuständig ist und das ja auch bundesweit angebotene Hilfe, Telefon, Gewalt gegen Frauen, das auch rund um die Uhr erreichbar ist. Ich danke euch beiden für diese Einblicke in diesen wirklich sehr, sehr spannenden und komplexen Fall und auch ein Dankeschön an euch, an unsere Zuhörer für eure Aufmerksamkeit. Wenn ihr Gedanken habt, Lob, Kritik zu dem Fall, dann meldet euch doch gerne bei uns, entweder unter podcasts.reineschritt-post.de oder hier in den Kommentaren auf der Podcast-App eures Vertrauens. Ich bin Lili Stegner und ich freue mich, wenn ihr auch beim nächsten Mal dabei seid, wenn wir neue Fälle aufklären. Bis dahin. Ciao. verdächtig.