Latest / BZ am Ohr / Vincenzo Grifo, holen Sie Nils Petersen in der Rekordtorschützenliste des SC Freiburg ein?
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- Ganz genau zehn Jahre ist es jetzt her, dass Vincenzo Grifo zum ersten Mal nach Freiburg gewechselt ist. Im Sommer 2015 hat ihn der SC Freiburg aus Frankfurt geholt. Mittlerweile bezeichnet Grifo die Stadt als seine Heimat. Auch deshalb hat er vor ein paar Wochen erst seinen Vertrag beim SC verlängert. Auch zehn Jahre nach seinem ersten von insgesamt drei Wechseln nach Freiburg ist Grifo noch ein absoluter Unterschiedspieler für den SC Freiburg. In der vergangenen Saison kam er in der Bundesliga in jedem Spiel zum Einsatz, schoss 8 Tore und bereitete 11 vor. Keiner war an mehr Treffer beteiligt als er. In der Liste der Rekordspieler ist er mittlerweile unter den Top 5 und nur einer hat insgesamt mehr Tore für den Sportclub geschossen, nämlich Nils Petersen. Elf Treffer fielen Griffo noch, um mit dem Stürmer gleichzuziehen. Schafft er das in der nächsten Saison? Das wollte ich natürlich wissen und habe ihn in dieser Folge von Bezett am Ohr dazu befragt. Der SC Freiburg ist ja gerade im Trainingslager in Schrunz und dort haben Grieff und ich uns für eine knappe halbe Stunde im Mannschaftshotel unterhalten. Neben den Rekorden ging es natürlich um Freistöße und Elfmeter, den Sommer 2015 und seinen Wechsel nach Freiburg und seine Ziele für die neue Saison. Mein Name ist Christoph Kiese, ich bin Redakteur der Badischen Zeitung. Viel Spaß beim Zuhören und schöne Grüße aus Schrunz. Adrenalinkick gefällig? Das ist deine Chance auf ein Familienticket für den Europapark. Die BZ verlost zweimal fünf Eintrittskarten für den Tag der Achterbahn, und zwar am 16. August 2025. Und das Highlight? On top wartet auf die Gewinnerfamilien, eine Fahrt auf der beliebten Achterbahn Voltron. Ganz ohne Anstehen. Jetzt mitmachen und gewinnen unter mehr.bz. slash Achterbahn. Werbung Ende. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft! Herzlich willkommen mit Shenzhou Grifo. Schön, dass du dir die Zeit nimmst. Als Profi, der ja schon viele Jahre dabei ist, hat man schon viele Vorbereitungen mitgemacht und schon oft im Trainingslager gewesen. Hat man da noch Lust auf diese Schufterei im Sommer oder ist es dann eher nervig? Nervig würde ich nicht sagen. Natürlich, man kennt die Abläufe mittlerweile. Man ist ein Stück weit zehn Tage von der Familie weg. Als Familienvater und als Familienmensch misst man ja sowas auch, aber von daher, nein, ein Stück weit freut man sich auch, weil es ist eine intensive Zeit. Viele neue Spieler sind dazu gekommen dieses Jahr, aber einfach auch die letzten Jahre und du lernst sie dann einfach nochmal anders erkennen. Du bist intensiv mit den Jungs im Austausch, auch mit den Jungs, mit denen du schon etwas länger zusammenspielst und kannst dich einfach austauschen über Gott und die Welt, wie war der Urlaub und, und, und. Und insbesondere kommt noch dazu, dass du einfach gut zusammenarbeiten kannst. Und ich glaube, wir sind mittlerweile einfach ein eingeschworener Haufen, der gut zusammenpasst, der eine gute Atmosphäre hat und wo man auch echt viel Spaß haben kann im Trainingslager. Von daher, ja, ich glaube, so nach dem siebten, achten Tag würde man sagen, ja, jetzt würde ich gerne wieder nach Hause gehen. Aber ich glaube, die ersten sieben, acht Tage sind ganz angenehm. Anfang der letzten Saison war immer wieder zu lesen, dass du topfit aus dem Sommerurlaub gekommen bist. Wie ist denn das dieses Jahr? Bist du wieder topfit zurückgekommen? Das dürfen die anderen wohl erteilen. Ja, da darfst du die Mitspieler oder die Trainer fragen. Nein, ich fühle mich sehr, sehr gut. Ich tanke immer sehr, sehr viel Kraft. Ich war dieses Jahr wieder viereinhalb Wochen in Italien. Habe einen wunderschönen Urlaub gehabt mit meinen Kindern, mit meiner Frau. Und ich könnte, glaube ich, die Hand ins Feuer legen, dass ich gut zurückgekommen bin. Du hast vor kurzem deinen Vertrag beim SCV geverlängert. Was hat dich dazu bewogen, nochmal zu verlängern? Oh, vieles. Ich habe es ja schon im Interview gesagt, auch nach der Verlängerung, dass ich, als ich 2015 herkam, dass das alles gar nicht so absehbar war, dass ich hier meine Heimat gefunden habe, hier mein Herz gelassen habe für diesen Verein. Ich mich unglaublich wohlfühle, meine Familie sich sehr wohl fühlt, insbesondere auch meine Eltern, meine Brüder, die unglaublich immer gerne ins Stadion kommen, die uns immer, anfeuern. Von daher hat sich so eine Energie entwickelt. Ich bin ja dann auch mal zwischenzeitlich weg gewesen und habe dann einfach auch gemerkt, was ich hier habe und was ich so vermisst habe und einfach auch mit der ganzen Atmosphäre, mit den Jungs, mit dem Trainerteam, was mir vertraut und natürlich auch das Sportliche. Und deswegen war es für mich dann wirklich auch sehr, sehr einfach. Meinen Vertrag hier zu verlängern. Natürlich habe ich auch schon mal in ein paar Interviews gesagt, dass mich natürlich das Thema Italien auch mal gereizt hat. Ich als Italiener, der ein paar Nationalspiele absolviert hat, natürlich auch mal geträumt habe, vielleicht mal in der Serie A zu spielen. Aber jetzt mit dem Großen und Ganzen, der sich wirklich sehr wohl fühlt und sportlich so gut passt und meine Familie wirklich auch sehr sehr sehr sehr sich wohl fühlt, war die Entscheidung eigentlich unglaublich leicht gefallen. Das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen, es war eine leichte Entscheidung. Ja, absolut. Also ja, als wir im Austausch waren mit dem Verein und waren einfach tolle Gespräche wirklich. Man hat einfach auch ein Stück weit die Wertschätzung dann einfach auch gespürt und ja, es hat mich ja sehr, sehr gefreut. Ich meine, man wird ja nicht jünger, aber man versucht sich wirklich immer sehr konstant zu halten, man versucht immer wirklich an sein Maximum zu gehen und das hat die letzten drei, vier Jahre einfach hervorragend funktioniert. Und dennoch, wenn man jetzt über die Sachen spricht, haben wir natürlich auch einen neuen Trainer bekommen letztes Jahr, Julian Schuster, mit dem ich auch zusammengespielt habe und einfach auch letztes Jahr sehr gut funktioniert hat und ich mich einfach unter ihm einfach nochmal ein kleines Stückchen weiterentwickelt habe und ich mich dennoch nochmal weiterentwickeln möchte. Und ich bin offen dafür, Dinge anzunehmen, die man vielleicht vor sechs, sieben Jahren nicht so angenommen hatte oder vielleicht noch nicht so das Auge dafür hatte oder die Offenheit dafür hatte. Ich bin leidenschaftlicher Fußballspieler, ich liebe Fußball über alles und möchte mich natürlich tagtäglich weiterentwickeln und hier habe ich die Chance. Kannst du ein Beispiel dafür geben, wo du dich im letzten Jahr noch weiterentwickelt hast? Ja, das sind Nuancen und Details. Beispiele. Torgefährlich in der Box zu sein, im Defensivbereich ein, zwei Stellschrauben geändert. Je älter man wird, desto erfahrener wird man, desto besser geht man mit Sachen um. Und desto mehr saugt man die Sachen auf. Hauptsächlich waren es nicht große Sachen, die man geändert hat. In seinem Spiel. Natürlich haben wir vielleicht eine kleine andere Art, Fußball zu spielen jetzt und die auch einfach sehr gut zu mir passt, viel mit dem Ball und wo dann vielleicht die eine oder andere Aktion vielleicht für mich mehr entgegenkommt, sagen wir es mal so. Du hast es jetzt gerade schon gesagt und auch bei der Verlängerung, dass Freiburg wirklich eine Heimat geworden ist. Kannst du mal erklären, was du mit Freiburg verbindest, Also was macht das zur Heimat für dich? Boah, vieles. Wirklich vieles. Ja, immer wenn ich irgendwo weiters weg bin und wieder nach Freiburg fahre, habe ich das Gefühl Heimat. Das kennt ja jeder. Man war vier Wochen irgendwo im Urlaub, man fährt wieder nach Hause. Da, wo du herkommst, da, wo ich herkomme. Und dann fährt man irgendwo wieder zu sich nach Hause, im Dorf, in die Stadt und man liest und man denkt, ah, hier bin ich doch zu Hause. So ist es bei mir genauso. Wenn ich nach Freiburg fahre und nach Hause fahre, dann gibt es mir genau das Gefühl. Aber natürlich mit dem ganzen Drumherum einfach. Ich glaube, ich bin 2015 gekommen, es sind jetzt zehn Jahre vergangen und bin jetzt, glaube ich, schon eine Weile hier. Und natürlich passt alles drumherum, es ist eine unglaublich schöne Stadt, die Fans geben mir unglaublich coolen Support und die Jungs sind einfach unglaublich angenehm. Ich bin gern mit den Jungs aus der Mannschaft, wir verbringen einfach sehr viel Zeit, auch neben dem Platz, was natürlich auch immer sehr, sehr wichtig ist. Deswegen verbindet das eigentlich mit mir oder das ein Stück weit einfach Heimat. Und ja, Liebe würde ich jetzt nicht sagen, aber ja, eine gewisse Geborgenheit. Und ich glaube, das braucht ja jeder irgendwie so ein bisschen im Leben, dass man sich einfach ein Stück weit ein bisschen geborgen fühlen darf. Ob es in der Liebe ist, in der Beziehung oder im sportlichen Bereich. Und so ist es bei mir mit Freiburg. Und ja, die letzten Jahre waren einfach unglaublich positiv. Und deswegen möchte ich den Weg weitergehen. Ich kann es ehrlich gesagt ganz gut verstehen, weil ich bin auch 2015 nach Freiburg gezogen. Und ich würde auch das Gleiche darüber sagen, dass ich da zu Hause bin, dass es meine Heimat ist. Deswegen finde ich es ganz interessant, dass es dir genauso geht. Freiburg macht es einem da wahrscheinlich auch einfach ein bisschen leicht. Das ist schwer, sich nicht wohlzufühlen in Freiburg. Genau, genau. Bei mir ist das Ganze drumherum auch. Also man darf nicht vergessen, wir wohnen in Freiburg. Meine Eltern und meine Familie, meine Brüder kommen aus Pforzheim. Meine Frau hat die Familie in Pforzheim. Das heißt, wir haben eine Stunde 15 nach Hause. Und Freiburg bietet dir einfach unglaublich viel. Ja, es ist eine wunderschöne Stadt. Es ist nicht zu groß, nicht zu klein. Du hast unglaublich schöne Ecken. und ja, und deswegen glaube ich, ist die Vita in Freiburg gar nicht so verkehrt. Du hast es schon gesagt, es ist genau zehn Jahre her, dass du nach Freiburg gewechselt bist, das erste Mal. Nimm uns nochmal mit im Sommer 2015. Wie war das für dich, als du das erste Mal dann nach Freiburg gekommen bist? Wie hast du dich damals gefühlt? Mit was für einem Gefühl bist du dahergekommen? Mit einem sehr, sehr guten Gefühl. Ich kann offen und ehrlich zu euch sein oder auch zu dir. Ich habe in Frankfurt eine sehr, sehr gute Saison gespielt, glaube ich, und war eigentlich bereit für die erste Liga, in meinen Augen. Ja, sagen wir es mal so. Und Freiburg hat ja ziemlich, ziemlich lang noch um den Abstieg gespielt und ja, irgendwann mussten wir uns entscheiden. Und auch Christian Streich hat mir damals gesagt, wir bräuchten eine Entscheidung, weil wir müssen auch irgendwann mal mit dem Kader planen. Und ich wollte eigentlich in die erste Liga, weil das so mein Wunsch war. Ich wollte ein Erstligaspieler sein. Ich hatte die Überzeugung, auch die Fähigkeit, in der ersten Liga zu spielen. Wenn man jung ist, hat man das ja. Also man ist ja da nicht so neutral, sondern man hat ja einen geraden Weg. Und sagt, ich kann Bundesliga spielen. Aber es ist drumherum mein Umfeld und auch meine Eltern und meine Familie und mein Berater haben gesagt, ich glaube, dass du bereit bist für die erste Liga und Freiburg ist abgestiegen. Und mein Herz hat mir dennoch gesagt, ich glaube, dass Freiburg und dass dieser Trainer. Richtig gut zu mir passen könnte. Aber es war ja das Mango, dass Freiburg abgestiegen ist. Und ja, mein Herz und mein Bauchgefühl und das ganze Drumherum hat mir gesagt, ich mache es trotzdem. Also hast du überlegt, kurzzeitig doch nicht zu wechseln? Ja, vielleicht war der Gedanke mal kurz da, aber Streich und Freiburg und wirklich alles Drumherum hat mich sehr überzeugt. Einfach auch die Nähe nach Hause und hat mich sehr überzeugt und dann letztendlich habe ich dann gesagt, ich würde es gerne machen. Ich mache es. Ich gehe mit Freiburg in die zweite Liga und bin mir ziemlich sicher, dass wir um den Aufstieg kämpfen könnten. Und dann gibt es manchmal den lieben Gott, der dich dann einfach für solche Taten belohnt. Und das war dann so, ja, ich habe eine unglaublich gute Saison gespielt persönlich. Mit der Mannschaft sind wir aufgestiegen, sind Meister geworden, habe die Meisterschale hochgehoben. Und ja, es war eins der Momente, die ich mit der meisten genossen habe. Also das hat so manchmal gezeigt, vielleicht einen Schritt zurück, aber zwei vorwärts. Also ja, und so hat dieses kleine Märchen Freiburg angefangen. Und du bist dann noch zweimal wiedergekommen sozusagen, warst zweimal kurz weg, bist zweimal wiedergekommen. Jetzt bist du, also der erste Wechsel ist zumindest zehn Jahre her, hast gerade verlängert. Bedeutet das, du wirst jetzt auf absehbare Zeit hier bleiben? Ja, das ist auf jeden Fall mal der Plan. Man weiß nie im Leben, was noch dazukommt, was dazustößt, welche, ja, was so kommt, aber. Ich glaube, wenn man verlängert und 32 Jahre alt ist und, wie gesagt, wird man das Alter vielleicht mal ein bisschen zur Seite schieben. Aber einfach, solange man sich einfach gut fühlt, ich einfach Fußball spielen möchte, weil ich Fußball liebe, aber dann kann das schon in die Richtung führen. Wie hat sich denn deine Rolle in der Mannschaft über die Jahre so verändert? Also einfach, wenn man länger da ist und dann älter wird, dann hat man ja häufig einfach dann automatisch irgendwie so eine bisschen andere Rolle, wenn man halt erfahrener ist, schon länger dabei ist, alles kennt. Wie ist das jetzt für dich so gewesen in den letzten Jahren? Ja, sehr schön und sehr positiv. Ich glaube, als ich 2015 kam, mit 22, 23, war ich natürlich die ersten drei Tage etwas zurückhaltender und dann ab dem fünften Tag war ich der absolute Clown. Und das bin ich heute noch. Ja? Ja, also würde ich so sagen. Was das betrifft, hat sich nichts geändert. Ich bin ein sehr lebensfroher Mensch, sehr spaßiger Mensch. Ich lache sehr gerne und bin einfach glücklich, weil drumherum einfach auch alles passt und wir gesund sind und ich jeden Tag den schönsten Job der Welt habe und zwar Fußball spielen, das, was ich mir mein Leben lang gewünscht habe. Und dennoch, natürlich hat sich meine Rolle auch ein Stück weit verändert. Man war letztes Jahr, Einer, der einfach die Jungen mit hochziehen wollte, der den Jungs Tipps geben wollte, der natürlich auch ein Stück weit Verantwortung übernehmen muss und auch soll und auch darf. Ich glaube, ja, aber davon haben wir sehr, sehr viele. Da zähle ich nicht nur mich dazu, sondern einfach auch Günni und Kübi und Chico Höfler, die einfach unglaublich lang da sind, Lukas Höler, die unglaublich viele Spiele gemacht haben für diesen Verein und da sind wir so einfach mitverantwortlich, dieses Boot mitzuziehen. Und ich glaube, das ist so ein bisschen meine Rolle geworden, einfach viel Verantwortung zu übernehmen. Und einfach gut im Austausch sein mit den Jungs und einfach versuchen, denen ein paar Sachen beizubringen, die vielleicht mir nicht so immer beigebracht wurden, sind, weil früher war einfach eine andere Zeit. Man ist da ein bisschen mitgeschwommen und heutzutage nimmt man ja die Jungs ein bisschen mehr mit. Man holt sie mehr ab und ja, das ist so ein bisschen unsere Aufgabe und auch meine Aufgabe geworden. Mit 22 schafft man das nicht so wie mit 32. Was heißt, die jungen Kollegen dann mitnehmen oder abholen? Ja, in dem Sinne, wenn ein 18-, 19-Jähriger hier oben ist, der vielleicht die ganzen Abläufe noch nicht kennt, der vielleicht Sachen zum ersten Mal hört oder im Video angesprochen wurde, ihm dann vielleicht auch nochmal von Spieler zu Spieler spricht und sagt, hey, so und so ist es da und da nochmal nachgeht. Also gar nicht im Negativen, sondern man macht ja viele Videoanalysen, man möchte sich ja tagtäglich verbessern und wir sind ja auch ein Stück weit dafür da, dass wir auch den Jungen einfach ein bisschen helfen, sich dann zu verbessern. Natürlich ist es Aufgabe eines Trainerteams, aber wir versuchen da einfach auch ein bisschen die Hand zu reichen. Eine Folge davon, dass du jetzt schon so lange da bist, ist, dass du in der Liste der Rekordspieler auf Platz 5 stehst beim SC Freiburg. Was bedeutet dir das? Das ist ja wirklich Top 5 von allen Spielern jemals beim SC. Das ist ja schon echt ganz schön weit oben. Ich glaube, gleich mit einem, der 307 hat. Ein Spiel brauche ich noch, dann überhole ich ihn. Ah ja, das weiß ich gerade gar nicht, aber das kann gut sein. 308 und dann bin ich Vierter. Ja, unfassbar. Wie gesagt, das war ja das, was ich dir vorher gesagt habe, dass das gar nicht so absehbar war, als ich hierher kam. Und jetzt plötzlich hat man 308 Spiele und davon war man zwei Jahre weg. Da fehlen ja auch noch mal gefühlte 70 Spiele. Absolut überragend. Also ich bin natürlich sehr, sehr stolz drauf und nicht nur ich und meine Frau und die das Ganze auch mit begleitet hat und sagt, hey, schau mal wie schön und mal ein paar Bilderrahmen hat zu Hause mit über 300 Spiele. Ja, wunderschön wirklich und ich hoffe, da kommen noch ganz, ganz viele dazu und werde mein Bestes dafür geben, dass es noch so viele wie möglich werden. Gibt es irgendeines, was dir so ganz besonders in Erinnerung geblieben ist? Ein Spiel? Oder? Ja. Ja, natürlich. Also ich würde vielleicht sogar zwei, drei rauspicken. Natürlich war es einmal das DFB-Pokalfinale. Es war echt überragend und sehr, sehr schön. Wirklich einfach das Ganze drumherum mit einem Tag vorher dort gewesen, die ganze Familie dort hingekommen. Wirklich, ich glaube, 50 Karten besorgt. 50 Tickets oder 47 oder 48 sowas. Wirklich die ganze Familie war da, von bis meine besten Kumpels. Alle wirklich, die ich nur aufziehen kann und die ich gerne habe und einfach die Atmosphäre in dieser Stadt gewesen, das war echt ein überragendes Spiel. Schade, wir hätten uns da echt gern belohnt für den Aufwand, den wir dann gegangen sind, aber natürlich auch zweite Liga, Schneespiel gegen Leipzig zu Hause 2015-16, da war es einfach wirklich ein echtes cooles Rennen zwischen uns und Leipzig und möge der Bessere gewinnen und das auf dem Schnee. Hat sich angefühlt wie auf dem Bolzplatz und letztendlich haben wir die Schlacht gewonnen und sind dann Meister geworden und auch verdient. Das sind so die zwei Spiele, aber ich habe natürlich noch ein paar andere. Aber ich würde jetzt mal sagen, dass die zwei natürlich echt überragend waren. Zum Thema Rekord müssen wir noch über die Rekord-Torschützen sprechen, weil da bist du Zweiter und dir fehlen noch elf Tore auf Nils Pedersen. Jawohl. Holst du den jetzt in der nächsten Saison? Ich hoffe es. Ja, ein kleines Ziel, was man sich so ein bisschen mal aufgerufen hatte. Und nein, also Nils hat ja natürlich unglaublich Vollgas gegeben und jetzt fehlen mir noch zehn oder elf, ja genau. Und würde es mir natürlich wünschen und wird ihn dann natürlich ein kleines Grinsen schicken. Eine absolute Stärke von dir sind ja Standardsituationen. Freistöße zum Beispiel, ganz besonders. Trainierst du die eigentlich immer noch? Ja, natürlich, klar. Standards trainieren wir sehr, sehr oft. Einfach auch als Mannschaft und natürlich, wenn man die Zeit hat, was natürlich bei einer Dreifachbelastung, wenn man die hat und die hatten wir ja irgendwie auch ein Stück weit die letzten drei, vier Jahre auch mit zweimal Europa League, dann musst du schauen, wie du dir das einteilst. Aber letztes Jahr zum Beispiel haben wir es wieder sehr oft geübt. Aber zu Standards zählt ja alles dazu. Von Freischüsse bis 12 Meter, bis Eckbälle, seitliche Freischüsse, da kommt ja alles dazu. Aber ja, wenn ich die Zeit habe und nichts anderes kommt wie die Videoanalyse und, und, und, dann nehme ich mir auf jeden Fall die Zeit. Weil wir aus Außenstehen, da fragt man sich ja, also du hast es schon so oft getroffen per Freistoß, muss man das überhaupt noch trainieren? Oder ist es eh schon so drin, dass du ganz genau weißt, was du da machen musst? Ja. Also welchen Effekt hat dann das Training da noch? Sowohl als auch, aber natürlich ein gewisses Talent musst du natürlich schon mitnehmen, ja. Und du musst natürlich einfach auch deine Abläufe haben, aber darum geht es ja, dass du einfach Automatismen hast, Dein Anlauf, wie viel Stärke, wie viel Gefühl. Verlernen tut man es nicht, glaube ich, so wie Fahrradfahren. Aber die ersten zwei, drei, vier Male sind dann vielleicht ein bisschen holprig und dann ist man wieder in der Spur. Und so ist es auch bei einem Freistoß. Wenn man dann vier, fünf hintereinander geschossen hat, dann weiß man irgendwann mal, okay, so viel Zug muss ich den Ball geben, so die Technik, wie viel Anlauf nehme ich, wo erwische ich ihn am besten, wie viel Druck gebe ich dem Ball. Und das sind so kleine Nuancen, die man dann hat. Elfmeter hast du auch schon angesprochen, ist auch eine Schleunhaltsituation. Ist jetzt letztes Jahr schon so ein bisschen Thema bei euch gewesen. Du hast drei Elfmeter nicht getroffen in der Bundesliga. Beschäftigt dich das irgendwie? Oder kann man das einfach beiseite legen? Nein, beiseite legen tut man es nicht. Jetzt natürlich nicht mehr. Jetzt hat man sich davon erholt. Ja, Elfmeter liefen einfach die letzten drei, vier Jahre überragend. Man hat eine unglaubliche Quote gehabt und jetzt war es mal leider eine Quote, die nicht so gut war. Und ja, ich habe ja schon mal in ein paar Interviews gesagt, dass man Elfmeter verschießen kann. Das ist absolut legitim und auch zwei. Den letzten habe ich mir so ein bisschen selber eingebrockt, den man dann irgendwie mit einem Panenka in die Mitte gechippt hat. Aber nicht aus Arroganz oder aus irgendeinem Grund, sondern einfach man war felsenfest davon überzeugt, dass der Torwart springt. Aber nein, ich werde sie dieses Jahr genauso üben und habe da auch kein Problem, wieder an diesen FC-Meter-Punkt zu gehen. Das heißt, beim nächsten Mal tritt sie wieder an? Absolut. Lassen Sie uns mal ein bisschen noch auf die neue Saison schauen. Ihr habt jetzt ja ziemlich viele Neuzugänge im Kader. Sechs neue sind schon jetzt dabei. Vielleicht wechselt noch der eine oder andere, dann wird der Kader wieder ein bisschen kleiner. Aber was denkst du, was wird das für eine Saison für den SC jetzt, die nächste Saison? Ja gut, so wie die Euroleague-Saisons dann auch durchaus sind, werden wir jetzt natürlich viele gute neue dazubekommen. Der Konkurrenzkampf steigt. Wir haben einfach eine gut besetzte Position in allen Belangen von bis und da gilt es sich durchzusetzen. Aber wir haben einfach einen unglaublich guten Kader mit sehr viel Qualität und das wollen wir auf den Platz bringen. Die Neuen haben sich sehr gut integriert, Wir sind sehr, sehr gute Typen, passen genau zu uns rein und ja, wirklich, also klar, Philipp Treu war ja schon da, kennt absolut die Philosophie von Freiburg und auch die anderen bin ich mir ziemlich sicher, dass die ganz schnell reinwachsen werden. Jeder, der zu uns kommt, wird einfach unglaublich gut aufgenommen. Das macht es einfach demjenigen einfacher, einfacher einfach auch bessere Leistungen auf den Platz zu bringen. Und das ist so die Aufgabe von uns dann. Und dann können sie uns, glaube ich, sehr, sehr gut weiterhelfen. Und natürlich, jeder kämpft um seinen Platz. Das ist normal und so soll es auch sein. Aber wir haben natürlich drei Wettbewerbe und wollen da möglichst. Gut mitperformen. Gerade auf dem Flügel sind ja viele neue dazugekommen mit Derri Scherhand, Zyrak Eriye und Suzuki könnte zumindest auch auf dem Flügel spielen. Wie nimmst du da die Situation wahr? Verändert sich da für dich auch ein bisschen was? Ist da jetzt mehr Konkurrenzkampf als vorher? Sowohl als auch, ja, nein, aber für mich verändert sich nichts. Für mich gilt es geradeaus zu schauen, Vollgas zu geben, jede Trainingseinheit mitzumachen, tagtäglich mich verbessern zu wollen, auf einem sehr, sehr guten Stand zu sein, sehr topfit aufzutreten und gesund zu bleiben. Und dann versuche ich mich bestmöglich durchzusetzen und so viele Spiele wie möglich. Aber wie gesagt, unglaublich gute Jungs dazu bekommen, mit Derry einfach auch, der ja noch sehr jung ist, aber der einfach unglaublich viel Potenzial hat und mit auch Juito, wo man schon sieht einfach auch, dass er ein unglaublich gutes Talent ist und mit Serie Ack und Sissi, so wie wir ihn nennen, einfach auch unglaublich gute, junge Spieler haben und ja, und ich hoffe und wünsche mir, dass sie uns schnellstmöglich weiterhelfen. Und wenn man drei Wettbewerbe hat, braucht man ja auch einen breiten Kader, um da eben ein bisschen durchzuwechseln. Genau, ja. Und dann gibt es vielleicht den ein oder anderen Mal, der vielleicht nicht spielt und dann ist der andere dran. Man muss eben auch schauen, ob jeder gut durchkommt, ist jeder fit oder ist der ein oder andere verletzt. Und deswegen brauchst du einfach einen breit aufgestellten Kader. Europa League ist natürlich dann auch noch ein schönes Thema. Hast du da für die Auslösung irgendeinen Wunsch los? Das habe ich letztes Mal schon gesagt. Nicht wirklich. Ich freue mich auf jedes Spiel, das wir in der Europa League absolvieren. Aber natürlich, wenn wir Bologna oder Rom kriegen, würde ich mich schon freuen. Also Italien vielleicht? Absolut, ja. Ein, zwei italienische Mannschaften. Eins davon wäre schon cool. Die Chancen sind ja gar nicht so gering bei acht Gegnern, wenn sowas auch kommt. Hast du dir denn ein persönliches Ziel gesetzt für die Saison? Gibt es da irgendwas? Fit zu bleiben, gesund zu bleiben, der Mannschaft möglichst mit vielen Toren und vielen Vorlagen zu helfen und möglichst viel auf dem Platz zu stehen. Das ist das, was ich mir wünsche und das sind meine Ziele. Natürlich mit dem kleinen Schmunzelnden, das man vielleicht irgendwann mal Nils überholt. Ist die WM da ein Thema für dich noch? Italien hat ja jetzt Veränderungen mit einem neuen Trainer. Und ich würde natürlich mir wünschen, mal wieder Fuß zu fassen. Einfach auch mit den Leistungen, die man in den letzten Jahren einfach auch abgegeben hat. Mir zu wünschen, vielleicht mal wieder dabei zu sein und für mein Land alles zu geben. Und warum nicht? Ja, absolut. Das wäre für mich natürlich ein Wahnsinns-Highlight, eine WM zu spielen. Aber genau dafür gilt es erstmal, meine Hausaufgaben zu machen in Freiburg, gut zu performen. Ja, und dann vielleicht klappt es ja dieses Jahr mit einer Einladung. Dann wünschen wir dir dabei ganz viel Erfolg und eine gute Saison und sagen vielen Dank für das Gespräch. Ich wünsche Ihnen zu Grifo. Dankeschön, danke euch. Das war BZ am Ohr, der Podcast der Badischen Zeitung. Jede Woche ein Thema, das Südbaden bewegt.