Latest / Das Gelbe vom AI - Der KI-Podcast / #107 KI-Traffic bringt 54% mehr Umsatz: Klare Kaufabsicht, Claude in Slack & Frontier-Blockade
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- Michael: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Das Gelbe von AI. Diesmal Folge 107 schon. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Mein Name ist Michael Witzenreiter. Ich bin wie immer einer der beiden Hosts. Unser Unternehmen, Private AI, kennt ihr vielleicht oder auch noch nicht. Wir sind sonst im Bereich KI und Sicherheit unterwegs, schau mal, du kannst nicht. Und den begrüße ich jetzt ganz herzlich, jetzt unseren Co-Host. aus Hamburg. Hallo, Schaunik. Jean-Luc: Ja, hallo auch von meiner Seite sehr passend ein Intro tatsächlich, weil wenn man sich so ein bisschen an unsere Analytics anguckt, dann stellen wir fest, dass immer mehr Zuhörerinnen und Zuhörer dazu kommen. Deswegen hallo an die neuen und natürlich auch die alten Hasen unter euch. Ich bin schon lügt der technische Counterpart dann zu Michael. Und wie du schon gesagt hast, schalte ich mich dann aus dem Norden dazu. Wir starten immer mit der Zahl der Woche in unserer News Folge. Und diese Woche sind wir wieder mit einer News Folge dabei. Die Zahl der Woche sind diesmal 54%. Was hat es damit auf sich? Denn so viel besser konvertieren die Retail-Shopper, die über KI kommen im Vergleich zu dem klassischen Traffic. Die Daten, kommen von Adobe. Da gibt es eine Studie, die sie rausgebracht haben. Das ist der Q3 AI Traffic Trends Report, jetzt direkt aus dem Juni 2026. Also ziemlich frisch und zeigt nochmal mehr. die geringeren Absprungraten, längeren Sitzungen und auch höhere Warenkoppwerte tatsächlich von den Was steckt jetzt dahinter? Nutzer kommen nicht mehr nur über Google oder über Ads, sie kommen auch über Chatbots, AI-Suchsysteme und natürlich auch die klassischen Assistenten, die wir sowohl privat als auch business-seitig dann nutzen. Und diese Systeme filtern vor, das heißt, sie liefern oft schon eine konkrete Produktempfehlung aus. Der Nutzer landet also mit klarer Kaufabsicht dann auch im Shop und dadurch dann auch die besseren Performance-Kennzahlen. Das verändert den Funnel natürlich massiv, also weniger Streuverluste, mehr High Intent Traffic und die Konsequenz, würde ich sagen, ist dann auch sehr strategisch, denn Unternehmen müssen jetzt die Inhalte für diese AI-Systeme noch besser strukturieren. Damit erziele ich euch aber wahrscheinlich auch nichts Neues, sprich das Thema Geo wird weiterhin immer attraktiver und interessanter. Also was heißt das? Produktseiten, FAQs und auch Specks müssen jetzt aufbereitet sein, so dass Maschinen sie dann besser verstehen und auch für diese Anfragen dann priorisieren können. Wer das dann weiterhin noch ignoriert, der verliert entsprechend Sichtbarkeit, bevor der Kunde überhaupt dann auf der eigenen Seite ist und dementsprechend gewinnen dann die Mitbewerber. Michael: spannende Zahl natürlich. Du hast ja schon erklärt, wie es dazu kommt. Ich glaube, dass wir da tatsächlich einen ganz großen Wandelprozess gerade sehen, auch bei den Nutzern, die aktuell eben den Chatbots deutlich mehr vertrauen als die klassischen Suche und dementsprechend auch der Kauf-Empfehlung stärker folgen. Wie lange das dauerhaft so ist, werden wir sehen, weil natürlich immer mehr Unternehmen jetzt auch in Richtung Geo denken. Und versuchen natürlich, die Ergebnisse innerhalb des Chatbots zu ihren Gunsten aufzubereiten. Auf jeden Fall wird der Wettbewerb immer härter. Letztendlich ist die Auswahl dort im Chatbot viel geringer. Maximal eine Empfehlung oder vielleicht zwei, drei, die dabei rumkommen, aber deutlich weniger als in klassischen Suchmaschinen. Das heißt, der Wettbewerb ⁓ sehr, sehr wenige Plätze dort viel, härter ist noch als in klassischen Suchen, wo zumindest die meisten Leute gesagt haben, okay, so auf der ersten Seite schaue ich mir vielleicht mal drei, vier Ergebnisse an, bevor ich dann meine Kaufentscheidungen treffe. Ich glaube, da sehen wir gerade einen ganz großen Wandel. Und dementsprechend lohnt sich schon für Unternehmen, frühzeitig in diesen Bereich reinzugehen. würde ich definitiv mir unterschreiben. Jean-Luc: Definitiv, also Distribution wird eher algorithmisch entschieden oder noch stärker und da mitzuspielen ist dann weiterhin relevant. Ja, was ist sonst noch so von Relevanz? Lassen wir uns vielleicht mal in unser erstes großes Thema einsteigen. Ich habe mich mal damit beschäftigt, gerade bei uns das natürlich auch beschäftigt, der Zugriff auf die neuen Modelle, Stichwort Fable 5 und Mythos von Claude, die ja veröffentlicht wurden und dann wieder sozusagen unter Staatskontrolle zurückgenommen werden mussten. Das Thema würde ich gerne heute ein bisschen einsteigen, auch wenn das vielleicht zu das ein oder andere Thema dann später aus deinem Big Player Update schon mal anreißt. Was ist denn eigentlich da so passiert? Was gibt es da Neues? Also fangen wir an mit Claude Tech. Das ist jetzt der KI-Kollege, der in Slack Einzug findet. Das heißt, Entropic integriert jetzt Claude direkt auch in Slack. Also Nutzer können den Assistenten mit Claude Tech, wie ein Kollegen im Grunde genommen, im Chat markieren und dort dann auch Aufgaben delegieren. Claude arbeitet auch dort dann agentisch. Das heißt, die KI zerlegt jetzt Aufgaben, nutzt Tools, liefert auch eigenständig dann die Ergebnisse wieder direkt in Slack zurück. und Claude baut dabei Kontext auch über mehrere Kanäle hinweg auf, was auch sehr spannend ist. Das heißt, der Assistent versteht dann die Arbeitsabläufe, kann kanalübergreifend Informationen auch verarbeiten und weiß dann auch wie ein Teammitglied im Grunde genommen, was dort in Slack passiert. Im Hintergrundmodus automatisiert dann die Arbeit. Claude sammelt eigenständig Infos und erinnert an blockierte Tasks, sodass man dann auch das zuliefert, was Claude braucht, ⁓ die Tasks abzuschließen. Ja, Slack gehört nun zu Salesforce und da könnte der eine oder andere sich fragen, warum macht Salesforce das? haben ja auch eigene KI-Produkte. Sie unterstützen diese Integration trotz der Konkurrenz, denn Slack promoted den Claude Tag, obwohl eigene Produkte existieren. Und ich denke einfach mal, hier muss dann auch Salesforce mitspielen, weil Claude mittlerweile auch schon entsprechenden Markt macht, dann hat mit ihren KI-Produkten. Michael: Ja, spannende Entwicklung. Würdest du sagen, ist die nächste Evolutionsstufe für die Benutzeroberfläche? Jean-Luc: Ja schon, vor allem weil es jetzt bisschen einfacher zu bedienen ist und keine selbst gebaute Lösung wie mit OpenClaw oder Hermes Agent oder ähnlichem. Also es ist weg von den Chatbots hin zu eingebetteten Assistenten direkt im Workflow und das verändert die Nutzung dann natürlich noch mal grundlegend. Michael: Auswirkungen hat das auf die Produktivität, wenn ich es eben direkt drin habe? Jean-Luc: Also kurzfristig auf jeden Fall Effizienzgewinne. Klar, immer unterschieden zwischen Spielerei und wer nutzt es dann auch wirklich für sich gewinnbringend und langfristig aber auch der Abhängigkeit und eine Kontrollfrage. Es wird immer wieder diskutiert, wie viel denkt man noch mit und wie viel delegiert man dann einfach nur noch. Plus man bindet sich natürlich mal wieder an einen Anbieter damit. Apropos ein Anbieter, es geht auch weiter mit Claude, nämlich mit Claude Science, da erobert jetzt KI nämlich die Forschung und Pharma, haben wir immer mal wieder so als Themen hier mit drinne. Was ist Claude Science eigentlich? Es ist eine Plattform, die Paper-Analyse, Datensätze und aber auch Berechnungen in einem Workspace vereint. Das sind über 60 Tools, die hier integriert werden. Datenbanken, Analysetools aus Biologie, Chemie sind hier direkt angebunden. Warum das Ganze? Die Forschung wird einfach nachvollziehbarer. heißt, jeder Schritt wird dokumentiert und ist später auch auditierbar. Das heißt, man weiß dann auch später, was tatsächlich gemacht wurde in der Forschung. Und lokale Datenverarbeitung wird hier weiterhin unterstützt. heißt, sensible Daten können jetzt auf den eigenen Systemen verbleiben. Gerade in der Forschung sicherlich sinnvoll, wenn man ein eigenes IP auch aufbauen möchte. Entropic startet Drug Discovery Initiative. Dabei liegt der Fokus auf Krankheiten, die bisher wirtschaftlich vielleicht vernachlässigt wurden. Klar, in der Forschung bzw. im Pharmabereich konzentrieren sich die großen Player auf das, was Geld einbringt. Das ist dann mit KI noch mal etwas breiter aufgestellt. Michael: Ja, spannende Entwicklung, ja. Wie KI quasi ein Standardwerkzeug in der Forschung wird oder wie siehst du es? Jean-Luc: Ja, würde ich unterschreiben. Vor allem durch die Integration, die Automatisierung von komplexen Workflows, können die wiederkehrenden Tasks abgenommen werden, die die Forschung auch ausmachen, damit die Ergebnisse dann möglichst plausibel, auch stabil und fundiert sind. Kommen wir zum großen Big Bang der staatlichen Kontrolle, wie vorhin angekündigt. Denn das hat uns natürlich auch als ... KI-Tool-Anbieter, aber auch in unserer Arbeit als AI Officer as a Service in den letzten Wochen beschäftigt, weil unsere Kunden und Unternehmen natürlich auch immer wieder die neuesten Modelle einsetzen wollen. Und wenn die dann veröffentlicht werden und kurz danach wieder zurückgezogen werden oder der Zugang dann beschränkt wird, dann wird es schwierig. Wovon rede ich genau? Die US-Regierung hat den Zugang zu GPT 5.6 von OpenAI beschränkt. Zunächst erst mal nur für ausgewählte Partner nach behördlicher Prüfung. Warum? Weil Sicherheitsbedenken hier im Fokus stehen. Modelle zeigen Fähigkeiten in Cyberangriffen und Manipulationen. Und das ist natürlich kritisch. Clock Mythos wurde ja auch eingeschränkt. Dann wieder freigegeben, aber nur für ungefähr 100 vertrauenswürdige Organisationen, die Zugriff erhalten haben. Und die Fable- und Mythos-Modelle von Entropic bleiben auch teils gesperrt. Auch wenn jetzt gestern, wenn die Folge direkt am Freitag, wenn sie rauskommt, hört, Fable wieder zugänglich ist über Claude und natürlich auch dann bei uns wieder im Private AI verfügbar ist. Politische und geopolitische Risiken spielen natürlich hier weiterhin eine Rolle. Also ist ja instabil hier der Zugriff auf die Modelle. Die Rollouts werden weiterhin gestaffelt. Also Unternehmen müssen jetzt für Leases mit Behörden abstimmen. Wie das weitergeht, da sind wir sehr gespannt drauf. Michael: Ja, geht auf und ab. Also Stande jetzt hat ja in Jopic 4x4 nutzbar gemacht. der Einschränkung, es gibt eine Art Sicherheitscheck, das Modell dann quasi zu einem anderen Switch, wenn es kritisch wird. Spannende Entwicklung. Die Frage wird sein, ist es nachhaltig, wie du schon sagst, und akzeptiert das die US-Regierung? Und die nächste Frage wird sein, wird OpenAI ähnliches machen oder auch erst mal dieses geblockte Modell akzeptieren. Das bleibt unsicher und die Frage wird natürlich sein, wer davon profitiert. Wir haben Szenarien, wo beide vielleicht davon profitieren, vielleicht nur der eine. Oder am Ende gar keine uns nur Verlierer gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass eher das letzte Szenario zu trifft, aber es ist du's. Jean-Luc: Ja, was vielleicht auch zu der Gewinner-Verlierer- Diskussion noch dazu kommt, ist die Frage, wie gut man auch vernetzt ist. wir haben es bei Entropic gesehen, es wurde schnell gesperrt, aber es wurde auch schnell von Entropic kommuniziert, dass sie direkt in die Gespräche mit der Regierung gegangen sind. Das ist, glaube große Player deutlich einfacher als vielleicht für kleine Start-ups. Und auch da wieder die Frage, ⁓ Wie spaltet sich der Markt dort auf? Wie einfach wird es sein, andere Anbieter dort dann ganz oben mitzuspielen, wenn man tatsächlich solche Verbindungen und so eine Schlagkraft direkt von Beginn haben muss? Auch international unterschiedliche Regulierungen, die hier greifen. Das ist jetzt alles der US fokussiert. Gegebenenfalls gibt es auch hier dann eine globale Wettbewerbsverzerrung, zu der das Ganze führen kann, weil vielleicht jetzt die asiatischen oder die chinesischen Modelle dann dort viel schneller nachziehen können. führt auch so ein bisschen zum letzten Punkt zu diesem Themenblock, das AI-Wettrüsten und auch die Distillationskonflikte, die wir jetzt in den letzten Tagen gesehen haben. Denn Entropic wirft nun Alibaba-massive Angriffe vor. 28,8 Millionen Angriffe durch abgegriffene Modellabfragen über Fake-Accounts stehen hier im Raum. Was ist hier passiert? Das geht ⁓ die Distillation, die als Grauzone jetzt sichtbar wird. Also die Technik ist legitim. Aber das systematische Kopieren von diesen Konkurrenzmodellen ist es nicht. Denn was passiert hier? Man versucht im Grunde genommen, Abfragen auf andere Modelle zu machen, ⁓ dann Einblicke zu bekommen, wie diese im Hintergrund aufgebaut sind. Und das betrifft nicht nur Anthropik und Alibaba, auch weitere Akteure waren hier beteiligt. Auch Deep Seek oder Moonshot und selbst Minimax wurden hiermit genannt in diesem Zusammenhang. Ob mehr EYE wiederum äußert ähnliche Bedenken? Also das Thema betrifft letztendlich die gesamte Branche, man so möchte. schaut bei dem anderen oder versucht bei dem anderen unter die Haube zu schauen. Und immer wenn man da was nachweisen kann, versucht man es dem anderen auch dann entsprechend vorzuwerfen. Die politischen Forderungen werden jetzt auch lauter dazu. Es gibt Sanktionen und strengere Exportkontrollen, hier im Raum stehen. Am Ende, die große Frage, die Grenze zwischen der legitimen Nutzung und zum Diebstahl? würde sagen, technisch ist das alles schwer abzugrenzen. Wirtschaftlich ein zentraler Konfliktpunkt und hier spielt dann Politik, Technik, Aber auch das ganze globale Gefüge dann zusammen. Ja, für uns als Europäer, spielen da nicht mit. Das ist, glaube ich, das Wichtigste, was wir da mitnehmen müssen. Warum? weil einfach keine Schlagkraft in diesem Spiel leider vorhanden ist. Aber apropos Schlagkraft, wie sieht es denn sonst bei unseren Big-Playern aus, Michael? Michael: starten wir mit OpenAI. Die haben einen eigenen KI-Chip mit Namen Jalapeno mit Fortcom entwickelt. Und zwar geht es darum, dass es ein ESSEC-Inferenz-Chip ist, der fertige Modelle wie Checi Bittion und Codex ausführt. Also er wird nicht trainiert. Die Entwicklung war rekordschnell. Vom Design bis zur Produktionsreife vergingen nur neun Monate, wobei OpenAI eigene KI-Modelle beim Chip-Design einsetzte. Die Effizienz steht dort im Zentrum. In internen Tests erreicht der Halapeño laut OpenAI eine deutlich bessere Leistung pro Watt als aktuelle Spitzenlösung. Belastbare Leistungsdaten folgen in den kommenden Monaten dazu. Damit erweitert OpenAI seinen Full-Stack-Ansatz. Der Chip ist einstiegende mehrjährige Compute-Plattform, inklusive Chip, Netzwerk- und Rechenzentrumsarchitektur und Celestica unterstützt bei Board- und Systemintegration. Die NVIDIA-Abhängigkeit sinkt nun. Bis 2029 will OpenAI 10 Gigawatt Rechenkapazität mit eigenen Chips betreiben. Das Training bleibt NVIDIA Voice Central. Parallel sicherte sich OpenAI, berichten zufolge, 40 Prozent der weltweiten DRAM-Waiver-Produktion bis 2029. Jean-Luc: Warum baut jetzt ausgerechnet ein Softwareunternehmen wie OpenAI eigene Hardware auf? Michael: Ja, jetzt ⁓ die sogenannte Ökonomie der Inferenz. Dort werden die Modelle tatsächlich genutzt und dort entstehen die laufenden Kosten bei der Inferenz. Und wer Chip, Modelle und Produkt kontrolliert, der kann eben alle Ebenen aufeinander abstimmen. Man sieht ja hier, die Leistung steigt. Es macht Sinn, das zu integrieren und es senkt natürlich auch die Abhängigkeit von den großen Anbietern, sowohl was Kosten angeht, aber was auch überhaupt die Ausstattung angeht. Wir haben ja ein sehr knappes Gut, die GPUs angeht. Von dem her macht das strategisch in vielfältiger Art Weise Sinn und natürlich senkt es auch die Tokenkosten, was ja, wie wir wissen, bei den Playern mittlerweile auch ein Riesenthema ist und dementsprechend kann das schon ein ganz cleverer Mover mehr allgewesen sein. Jean-Luc: Apropos Abhängigkeiten zu den anderen. Wie ernst ist das denn aus Sicht von Nvidia als Bedrohung zu sehen? Michael: Ja, kurzfristig eher gering, da ja Nvidia beim Training immer noch dominant bleibt und Opmea dann nur einen Teil der eigenen Inferenz abdeckt. Langfristig kann es aber schwierig werden, weil es natürlich ein strukturelles Signal sendet, dass die großen Player Silicium zunehmend selbst kontrollieren wollen. Dementsprechend ist es auch für Nvidia schwieriger, wird die Preise aufsteigen und der Wettbewerb durch die eigenen Kunden auch zunehmen wird. Wie gesagt, müssen wir abwarten, wie das ausgeht. Da Nvidia in Summe führend ist und vermutlich auch bleiben wird, mache ich mir da ehrlich gesagt noch keine großen Sorgen. Aber ich glaube, Nvidia wird es ⁓ nicht sehen. Kommen wir zum weiteren OpenAI-Thema, nämlich ChatchiBT und Codex. Die werden zur agentischen Arbeitsfläche. Damit rückt OpenAI näher an die echte Arbeit heran. Sogenannte Scheduled Tasks, Convolutor Use, Chrome Context und ein eigener Browser, Memories und Chronicle, verlagern dann ChatchiBT vom reinen Antwortfenster hin zum handelnden Assistenten. Also man wird agentischer, wie wir es auch schon häufiger besprochen haben. Und die ganze Arbeitswelt wird eben sehr stark agentenzentriert werden zukünftig und da möchte OpenAI eine zentrale Rolle spielen. Wir haben eine neue Ökonomieforschung rund ⁓ Codex, die eben zeigt, dass Agenten Chatbots ersetzen und Nutzer eben länger laufende Aufgaben verlagern und sich Tätigkeitsprofile erweitern. Und diese Entwicklung trägt eben OpenAI damit Rechnung. Dadurch schärfen sich auch ihr Standardmodell. GPT 5.5 Instant hat ein Update erhalten mit besserem Verständnis der Nutzerabsicht, einer zuverlässigen Berücksichtigung, mehrere Vorgaben und eine stärkere Anpassung an Nachfragen statt eben Sturm wiederholen. Also auch da sieht man, man richtet sich stärker aus und man richtet sich vor allem auch stärker auf den Business-Kontext aus. wir ja auch schon häufiger diskutiert. Jean-Luc: noch eine Rückfrage zum Thema Computer-Use und Browser-Use. Wo liegt die Grenze zwischen der praktischen Delegation und dem Risiko, dass da mit einhergeht? Michael: Ja gut, wenn ein Agent im eingeloggten Browser arbeitet, sieht er eben sehr sensible Systeme und eine gute Delegation beginnt eben nicht mit einem Vertrauensvorschuss, sondern mit klaren Grenzen und Rechten. Das heißt, wir haben auf jeden Fall ein Governance-Thema für jedes Unternehmen. Das eben angegangen werden muss auch im Zuge des AI-Acts. eine sehr große Anforderung, dort auch ganz klar Risiken zu benennen und entsprechend gegenzusteuern. Und ich glaube, das Thema eben momentan das heißeste in der ganzen Agentenwelt ist. Kommen wir zu Entropic. Die haben einen enormen Talentzuwachs. Und außerdem werden wir gleich über das Thema Economic Index sprechen. Entropic zieht die Topforscher an. Laut Bloomberg wechseln die Gemini-Forscher Jonas Adler und Alexander Britzel von Google zu Entropic. Sie sind Teil einer Welle prominenter KI, Talentabgänger nach Exits wie Noam Shazir und John Jumper. Entropic vermisst die KI im Alltag, ein neuer Economic Index Bericht kombiniert stündliche Clot-Nutzungsdaten mit einer Umfrage unter 9.700 Nutzern und zeigt, wie sich KI in Tagesabläufe einfügt. News werden morgens generiert, gelesen, Rezepte zum Abendessen. Die private Nutzung steigt am Wochenende auf fast die Hälfte. Entropic kooperiert mit Alibaba. Weitere Meldungen zum Big Player. ein gemeinsames Open Source Framework, so Reasoning-Intelligenz aus Frontiermodellen in hoch effiziente Edge-Modelle destillieren und damit Entropix Safety Alignment stärker mit der Alibaba Cloud Infrastruktur zusammenbringen. Jean-Luc: Ich habe mich ein bisschen gefragt, warum Entropic diese Information über eine Umfrage zwischen diesen knapp 10.000 Nutzern macht und nicht anhand einfach der Nutzungsdaten. Aber was verrät jetzt dieser stündliche Nutzungsblick über den KI-Markt genau? Michael: Ja, es ist eben die Frage, wenn dasselbe Modell morgens für, ich sag mal, das Morgengebet bei dem einen oder anderen und nachmittags fürs Gärtnern und abends für Rezepte genutzt wird, werden Vertrauen und Gewohnheit ebenso wichtig wie eben die klassischen Benchmarks. Das heißt, es ist in den Alltag integriert. Die KI hat durch den Kontext sehr, sehr viel Wissen über einen selbst, seine Umwelt und seine Bedürfnisse. Dadurch wird man eben auch weniger austauschbar. Man kreiert einen sehr großen Login-Effekt. Und es zeigt einfach, dass Entopic Ziel zwar der Business-Kontext ist, aber der Login-Effekt natürlich auch durch die private Nutzung der User mit eingeschlossen wird. Also spannende Entwicklung und ⁓ auf deine Frage zurückzukommen. glaube, Sie hätten es auch anders auswirken können, aber über so eine Umfrage zeigt man dann doch, dass das Thema Datenschutz sehr wichtig ist und dementsprechend wirkt es einfach sehr religiöser, ich sagen. Jean-Luc: Das ist nachvollziehbar auf jeden Fall. Und wie du auch sagst, ist glaube ich eine gute Ergänzung zu den klassischen Benchmarks, bei denen wir sonst immer bemängeln, dass die vielleicht gar nicht so den Alltagsnutzen widerspiegeln. Michael: Kommen zu Mistral. Die haben OCR 4 vorgestellt mit strukturierter Dokumentenerfassung. Laut eigenen Angaben wollen sie damit OCR auf ein neues Niveau heben. OCR 4 liefert statt Rohr Textwüsten eine vollständige Dokumentenkarte. Das heißt, jeder Block erhält eine Bounding Box, ein Typ Label, Titel, Tabelle, Gleichung, Signatur und einen Confidence Score. Die Praxisrelevanz ist sehr hoch, weil in Tests erreicht OCF4 eine Winningrate von 72 % über mehr als 600 reale Dokumente. Das unterstützt 170 Sprachen und lässt sich für Compliance komplett selbst hosten. auch ein entspannender Ansatz. Der Preis ist sehr aggressiv. 4 Dollar pro 1000 Seiten via API, beziehungsweise 2 Dollar im Badge. Verfügung über die Mistral Studio, Amazon SageMaker und Microsoft Foundry. Jean-Luc: Wo würde man sagen positioniert sich jetzt Mistral damit? Michael: Sie fokussieren ja sehr stark auf das Thema digitale Souveränität in Europa und Compliance. So ein Ansatz ist natürlich sehr spannend. Mit dem Safe Hosting ziehen Sie auf diese Kerbe ab und setzen vielleicht auch ein Stück weit auf das, was wir auch schon häufiger diskutiert haben, inwieweit vielleicht tatsächlich das Thema Safe Hosting durch die aktuellen Compliance- und Souveränitätsgedanken einfach noch stärker in den Fokus tritt. Da hilft es natürlich, wenn man schon sehr vorwürstigen Produkte hat, von dieser Zukunft, der viele Unternehmen vielleicht doch mal on-premise eher mit den Modellen unterwegs sein werden. Ja, kommen wir zu Google. Da gibt es neue Medienmodelle, NanoBanana 2 Lite und Gemini OmniFlash. Was verbirgt sich dahinter? Über die API kann man NanoBanana 2 Lite nutzen. Das generiert ein Bild in 4 Sekunden für 0,034 Dollar. Das natürlich Wahnsinn für eine günstige Massenworkflows, top geeignet. Und mit Gemini OmniFlash. Erzeugt und editiert man 10 Sekunden Videoclips für 10 Cent, Dollarcent pro Sekunde. Also das auch sehr, sehr günstig. Dann sieht man, wirklich aggressiv jetzt in diesen Markt von Google angegriffen wird. Die Qualität ist sehr konkurrenzfähig. OmniFlash liegt in Video-Leaderboards vorn und noch knapp hinter Seedance 2.0, weil Google Germanize multimodales Reasoning für Weltwissen. mit eingesetzt wird und das hilft natürlich enorm bei der Generation von solchen Videos. Die Modelle greifen ineinander. heißt Nutzer können mit Leid ein Bild erzeugen und es via Omni zu einem Videoclip animieren. Dadurch hat man eben einen durchgängigen kreativen Workflow. Die Personalisierung wird kostenlos. Die Nano-Banana basierte Bildgenerierung ist für alle berechtigten US Nutzer der Gemina App gratis und erzeugt Bilder anhand erlerner Vorlieben. Schön für die US Nutzer würde ich sagen. Aber was sagst du schon? Jean-Luc: Ja, das kann ich bestätigen. Und ansonsten hätte ich jetzt als allererstes gezuckt bei dem Begriff Leit, weil das ist, glaube ich, nicht das, was ich jetzt als Nächstes sehen möchte bei den Modellen, sondern eher dann der nächste Bump sozusagen in der Versionsnummer und nicht die Abstufung in ⁓ jetzt haben wir noch eine Leitvariante. Wie würdest du das einschätzen? Ist der Verzicht, diesen großen Leistungssprung als Schwäche zu werten? Michael: Na ja, man öffnet dadurch natürlich eine viel breitere Zielgruppe. Das heißt, das Bild- und Videothema ist gerade ja noch so ein bisschen in den Kinderschuhen nicht mehr. Viele generieren ja schon Bilder, aber es kommt langsam so im Massenmarkt an. Man sieht immer mehr Massenverarbeitung auch von Bildern darüber. über so einen Ansatz erst mal die Preise zu senken, ⁓ es noch weiter auszurollen und Nutzerpräferenzen zu bilden, macht eben sehr, viel Sinn. Also ich glaube... Gegenüber OpenAI und Entropic kämpft Gemini noch so bisschen ⁓ die Vorherrschaft in der klassischen Textgenerierung und auch in agentischen. Aber gerade bei den Bild- und Videomodellen sind sie sehr weit vorne, haben die nötige Rechenpower auch dafür, ⁓ auch mit aggressiven Preisen in den Markt reinzugehen. Und dem her strategisch macht das aus meiner Sicht viel Sinn. Was gibt es sonst noch von Google zu berichten? Native Computer Use für Gemini 3.5 Flash. Was bedeutet das? Gemini wird handlungsfähig. Google verleiht dem leichtgewichtigen Gemini 3.5 Flash eine native Computer Use Fähigkeit. Das heißt, das Modell verarbeitet fortlaufend Screenshots vom Rechner und führt dann Klickscrollen und Tippaktionen über verschiedene Software hinweg aus. Das soll ein weiterer Einstieg oder Ausbau der agentischen Funktionalitäten auf dem Rechner sein. Und es ist von dem her sehr spannend, weil eben die Schnelligkeit dort sehr entscheidend ist für den Anzahl. wir mal zum Die haben nämlich günstigere KI-Brillen vorgestellt, die Metaclasses. Die neue Reihe Metaclasses startet ab 247 Euro mit Metas KI-Modell Mew Spark und umfasst 26 Varianten in drei Linien. Adventure, Fury und Kiley. Meta verfolgt damit eine Doppelstrategie Ray-Ban Plyp Premium, während die neuen Brillen erstmals ohne Marken Ray-Ban oder Oakley bewusst Käufer ansprechen, die sehr preissensibel sind. Die Kylie Edition für 419 Euro bietet unter anderem die Stimme von Kylie Jenner. Das ist doch mal interessant. Meta baut seine Führung damit aus. Mit rund 80 Prozent Marktanteil bei KI Brillen erhöht Meta dann den Druck auf Fettbewerber wie Google. Die Hardware bietet Bilderkennung. Echtzeitnavigation und Live-Übersetzung. Jean-Luc: Also ich scroll hier gerade mich durch die Webseite und gucke mir die ganzen Glasses mal an. Da würde ich sagen, man kann wahrscheinlich auch rein von der Form auf das Branding der Marke verzichten. Aber wie wir zu sagen, ist die aggressive Preispositionierung jetzt ein kluger Schachzug. Michael: Ja, auf jeden Fall. Also auch, wie wir es gerade bei Google besprochen haben, wenn du auf dem Massenmarkt abziehst, musst du schauen, dass du wegkommst von diesen Premium-Preisen und von dem her Metaschein ernst zu meinen mit den Brillen und niedrigere Preise helfen auf jeden Fall, die Verbreitung zu steigern. Auch diese Kooperation mit Kylie Jenner, das machen sie ja nicht nur fürs Design, sondern auch, ⁓ dort eben von der Person, von dem Creator zu profitieren und das Thema noch stärker in den Massen. rein zu drücken. Jean-Luc: Da würde ich sagen bei der Form der Kylie Jenner Brille. Geschmackssache. Gibt es sonst noch was von Meta? Ich habe ein bisschen was zum Thema Forschung noch gehört. Michael: Also, ich notiere ja, dass du nicht Interesse an der Karliciangabrille hast. Da hat sie schon den Wagenkopf für deinen Geburtstag erholt. ⁓ Jean-Luc: Nee, nee, nee, lass uns das schnell weitermachen. gut, ich jetzt... Ja, gut, dass ich nicht im Sommer Geburtstag hab. Von daher muss ich da nicht befürchten, ich später so eine Kylie Jenner Brille hab. Dann würde ich doch eher den klassischen Wayfarer Look der Ray-Ban Metaclasses bevorzugen. Aber ich brauch keine Metaclasses. Danke. Michael: könnte mir vorstellen, dass es zu einem Geburtstag die Kylie Jenner Brille günstiger sein wird, aber gut, lass mal das Thema. Steigen wir in die Forschung ein. Meta automatisiert die Datenerstellung, d. h. Meta AutoData trainiert nun KI-Agenten als Data Scientists, die hochwertigere Trainings- und Evaluationsdatensätze erzeugen und Ergebnisse bei Coding, juristischen und mathematischen Reasoning verbessern. Meta bekämpft auch das sogenannte Reward Hacking. heißt, eine Studie zeigt, wie überempfindliche Reward-Modelle Reinforcement Learning in Richtung Reward Hacking treiben und schlägt Monte Carlo Dropout zur Klassung sicherer, diskreter Reward-Signale vor. Hört sich jetzt sehr technisch an. Im Prinzip geht es KIs erlernen, auch durch Belohnung, ja, durch diese Rewards und Man erlebt aktuell im KI-Bereich eben den Trend dazu, dass die KI nicht mehr so angetrieben wird, immer die besten Ergebnisse zu liefern, sondern letztendlich das System zu hacken und einfach die Rewards abzukassieren dafür, weil eben die Bewertung der Ergebnisse häufig auch durch KI erzeugt wird. Das heißt, die KI lernt, wie die KI dann später belohnt und optimiert dann darauf. Und so hat man dann System, das eigentlich nur noch auf diese Rewards abzielt. nicht mehr darauf, eigentlichen Nutzer zu befriedigen. Das soll jetzt hier von Meta aktiv bekämpft werden, ⁓ einfach eine bessere Qualität zu steigern. Also das nur eine kurze nichtwissenschaftliche Erklärung zu dem, was ich eben wissenschaftlich vorgetragen habe. Meta gerät damit auch regulatorisch unter Druck, nicht durch das System, sondern eben dadurch, dass die US-Regierung Meta als einzigen großen USKI-Entwickler ohne Vereinbarung seine Modelle freiwillig zur staatlichen Sicherheitsprüfung einzureichen zurücklässt. Das heißt, Meta hat sich bisher geweigert, dem zuzustimmen und dementsprechend wird jetzt auch der Druck auf Meta erhöht. Hintergrund ist ein Executive Order von Trump mit bis zu 30 Tagen Vorlaufzeit. Das heißt, das Entropix-Modell Fable 5 wurde nach einer solchen Prüfung mit unter 90 Minuten Vorwarnung gesperrt. Das könnte Meta eben auch relativ schnell passieren, wenn Sie diese Vereinbarungen bisher nicht unterzeichnet haben und dementsprechend auch eher auf Konfrontation mit der Region gehen. Jean-Luc: Thema. Würdest du sagen, US-Regierung baut hier eine de facto Vorabzensur auf? Michael: also dieses Modell freiwilliger Prüfung erzeugt eben ein asymmetrisches Risiko. Das heißt, wer kooperiert, riskiert kurzfristige Sperrungen wie Entropic. Wer sich entzieht, gerät unter Druck wie Meta. Für die Open Source Anbieter ist es eben. heikel, weil deren Geschäft auf offener Verfügbarkeit beruht. Das heißt, am Ende, sobald dann die Server gesperrt werden, auf denen ich die Lama-Modelle beziehen kann, sieht es eben sehr düster für das Modell aus. Und deshalb ist es nicht ganz ohne Risiko das Ganze. Last but not least kommen wir auf Croc zu sprechen, auf XAI. Und zwar geht es darum, dass XAI Croc in die Coding-Workflows reinbringt. Das heißt, über bestehende SuperCroc oder X-Premium-Plus-Abos lässt sich Croc ohne API-Key in den quelloffenen T3-Code-Editor integrieren und dort neben Clot, Codex und Cursor als vollwertiger Coding-Agent nutzen. Also ist vor allem für die Techniker von euch ein sehr spannendes Feature. CrocBuild wird GUI-fähig, also erhält ein grafisches Interface. Das heißt, XAIs, Autonomal Coding Agent CrocBuild läuft nun in einer visuellen Oberfläche mit DIVs, COMITs und lang laufenden Aufgaben ohne Kommandozeile. Also es wird leichter damit zu arbeiten. Könnt ihr euch gerne mal anschauen, CrocBuild, wenn ihr es noch nicht gecheckt habt. Croc 4.5 steht in den Startlöchern. Laut Elon Musk ist das Modell bei SpaceX und Tesla in der Private Beta. Es basiert auf einem 1,5 Billionen Parameter V9 Foundation Model mit Cursor-Daten im Subliminal Training und liegt in frühen Evaluierungen nahe oder über Opus von Entropic. Also da scheint ein sehr großes, leistungsfähiges Modell auf den Markt zu kommen, ⁓ eben auch Bedingt wahrscheinlich durch den Aufschwunggrad von SpaceX, dort noch konkurrenzfähiger zu werden und dort auch immer eher gegeben, mehr Marktanteile zu gewinnen für Croc. Jean-Luc: dass hier diese Abobündelung gewählt wurde. haben das ja auch bei OpenAI und auch bei Anthropic bisher gehabt. OpenAI ist dann die Abonutzung fürs Coding nicht mehr möglich, sodass man dann über die API-Kosten geht, wenn man in externe Tools einbindet. Würdest das jetzt für clever bezeichnen, diese Abobündelung bei XAI? Michael: Ja, XAI Croc kostenlos in diese bestehende Supercroc X-Abbos einbindet, senkt es auch die Einstiegshürde massiv und nutzt eben auch das X-Ökosystem als Vertriebskanal. Das war ja auch ein wichtiger Punkt beim Börsengang von SpaceX. Und so ein Bündelungsmodell, das Nutzer aus dem Codex-Clotlager abwerben soll, entsteht eben genau durch solche Maßnahmen. Und dementsprechend sehe ich schon, dass es wahrscheinlich einen Impact haben wird auf die Markter. Kommen wir, last but not least, zum chinesischen Markt noch. Die chinesischen Open Source Modelle erobern gerade die US-Unternehmen. Die chinesischen Modelle gewinnen rasant an Boden. Sechs der zehn meistgenutzten Modelle auf dem Marktplatz Open Router stammen aus China. Microsoft erwegt sogar Deep6's V4-Modell, in sein Co-Pilot-Produkt für Geschäftskunden zu integrieren. Kosten sind dabei der entscheidende Hebel. Chinesische Open Source Modelle sind kostenlos und zwar selbst das US-Werkzeug Cursor baut sein Composer 2 Modell auf dem chinesischen Kimi K 2.5 auf. Der Leistungsanschluss beschleunigt sich. ZEIS GLM 5.2 sorgt momentan für enormes Aufsehen. Entropic Chef Darium Amodai hatte chinesische Modelle im Frühjahr noch auf 6 bis 12 Monate Rückstand geschätzt. Die Trump-Ingierung kündigte Maßnahmen gegen Destillationen an, setzte DeepSec aber trotz Bedenken nicht auf eine Sperrliste. Also zeigt, dass eben der Vormarsch von chinesischen Modellen gerade größer beginnt. Also wie gesagt, vor allem dieses GLM 5.2 Modell solltet ihr euch mal anschauen, wenn ihr auch euch mit Coding beschäftigt. Wirklich super spannendes, auch ⁓ Premise nutzbares Modell. Kommen wir zu unseren Quick News. Magst du loslegen? Schau mal. Jean-Luc: Ja, sehr gerne. Ich habe eine Quick News mitgebracht, die mich selbst sehr erfreut und ich hoffe, sie findet einen größeren Einzug. Es geht nämlich ⁓ Home Depot und die machen Schluss mit diesen klassischen Telefonmenüs, wie man sie kennt, wenn man eine Hotline anruft. Home Depot ersetzt nämlich starre Telefonmenüs durch einen Voice Agent. Kunden sagen einfach, was sie wollen und hören jetzt nicht mehr dieses, drücken sie die eins für dies und die zwei für jenes. Im Pilot mit 50 Filialen wurde das Anliegen in unter zehn Sekunden erkannt. ⁓ Viermal schneller als klassische Systeme, das ist jetzt brutal effizient, könnte man sagen. Der Agent baut dann sogar Warnkörbe auf, startet auch Service-Anfragen und beantwortet nun Standardanfragen, FAQs und ähnliches. Und wenn nötig, dann wird direkt an einen Mitarbeiter übergeben. Für mich ist das ein klares Conversion-Thema auch, also weniger Friktion, schnellere Lösungen, schnellere Wegzulösungen, auch höhere Abschlussraten und genau dahin steht am Ende des Tages natürlich der Umsatz, worum es dann auch geht. Und wer jetzt im Kundenservice noch auf Menüs setzt, der verliert natürlich Zeit und Geld. Also Voice wird hier zum neuen Standard. Schaut euch da gerne mal die Lösung an. Michael, Quick News von dir. Was hast du gefunden? Michael: Ja, ich spreche heute mal über Ford. Die holen nämlich ihre Ingenieure zurück. Ford hat rund 350 erfahrene Ingenieure zurückgeholt. Grund, die KI-Systeme in der Qualitätssicherung haben nicht geliefert. Das zeigt ein wichtiges Muster. Ihr Ei ersetzt nicht einfach Menschen, vor allem nicht in komplexen physischen Prozessen. Das zeigt eben Ford, die eben ihre klassischen Qualitätsprüfer wieder zurückholen mussten. Qualität in der Produktion ist kein reines Datenproblem. Es geht ⁓ Erfahrung, Kontext und implizites Wissen. Und das scheint zumindest in dem Modell, was sie eingesetzt haben, noch nicht so vorhanden zu sein. Der bessere Ansatz ist hier aktuell die sogenannte Augmentation. Das bedeutet, Mensch und KI zusammenzubringen. Die KI findet Muster. Der Mensch trifft dann später die Entscheidung. Und für Unternehmen heißt das nicht zu früh alles vollautomatisieren. Erst Prozesse verstehen, dann KI-gezielt einsetzen, sonst könnte es teuer werden, so wie in dem Fall von Ford, die wahrscheinlich nicht ganz so günstig ihre Ingenieure zurückholen muss. Jean-Luc: Ja, gut für die Ingenieure, dann wieder zurückkommen können. Ich möchte mit der letzten Quick News ein bisschen den thematischen Bogen wieder schließen, mit dem ich auch heute angefangen habe, nämlich zu den Cyberangriffen, die nun durch KI auch radikaler und schneller werden. Die Five Eyes Staaten, das sind die USA, Großbritannien, Kanada, Australien und auch Neuseeland, die waren jetzt aktiv, ihre Vorstände dafür, KI beschleunigt Cyberangriffe massiv und die Risikomodelle veralten dann auch in Monaten. Das Zeitfenster zwischen dem Aufdecken von Schwachstellen und den Angriffen, das schrumpft jetzt durch die KI drastisch und wer hier langsam patcht, verliert. Also was besonders kritisch ist, sind die Altsysteme. Die gelten jetzt nicht mehr als technische Schulden, so wie das bisher immer gesehen wurde. Sollte man mal machen, aber nicht unbedingt höchste Prío. sondern es ist mittlerweile auch zum echten Geschäftsrisiko geworden, weil die Angriffe deutlich einfacher durch KI passieren. Gleichzeitig wird jetzt aber auch klar gesagt, KI gehört auch in die Verteidigung mit rein. Das heißt, dreht man den Spieß ⁓ Das ist nicht nur Bonus, sondern es ist jetzt auch Pflicht, hier zu nutzen. Was heißt fürs Management? Cybersecurity ist jetzt kein IT-Thema mehr. Das ist eine Vorstandssache. So sehen das zumindest die Five Eyes-Staten. Und hier gibt es dann auch den direkten Einfluss auf die Bewertung und das Vertrauen von der KI. Michael: Vielen Dank, Schaluk. Damit sind wir auch schon am Ende der Folge angekommen. Wir hatten, glaube ich, eine ganz große Bandbreite heute dabei, von der Customer Experience im E-Commerce bis zur Cyber Security. Schöne Klammer. so kann es weitergehen, würde ich sagen. zur nächsten Folge. Ich wünsche mir euch viel Spaß. Seid so gut, bewertet uns doch, abonniert den Podcast. Dann bleibt ihr immer auf dem Laufenden. Und vielen Dank fürs Zuhören. Jean-Luc: Genau, und apropos nächste Folge. Nächste Woche bleibt es uns auch wieder ein bisschen ruhiger, dadurch dass wir dann übernächste Woche wieder mit einer Gastfolge für euch da sind. Jetzt seht es uns nach, im Sommer haben wir die ein oder anderen Urlaubsthemen noch, die uns dazwischen kommen. Deswegen in zwei Wochen geht es weiter mit einer Interviewfolge. Also macht's gut, bis dahin. Michael: Ja, bis dann, macht's gut.