Latest / Frag doch mal PINK! – EXPERTEN-TALK / Vorsorge und Früherkennung
Transcript
- 0:04Speaker 1: Herzlich Willkommen zur heutigen Folge vom frag doch mal Pink Experten Talk.
- 0:09Speaker 1: Und ich freue mich sehr, dass Grisch aus dem OP dazu gekommen meine heutige Gästin oder mein heutiger Gast als Expertin Frau Professor Mangler ist die Zweigeprivantes Kliniken in Berlin leitet als erste und einzige Frau, sogar auch schon mal die Frauenklinik der Charité geleitet hat.
- 0:31Speaker 1: Den Tagesspiegel Günka Striegelmech sich macht den Berliner Frauenpreis gewonnen hat.
- 0:37Speaker 1: Und Manny ich könnte auch noch zwei Stunden weiter reden was du alles für die Frauen heilgute und auch für die frauen gesundheit an Aufklärung in den letzten jahren gemacht hast.
- 0:47Speaker 1: Du bist eine laute stimme in deutschland für die Ich würde sagen Frauen als solches, aber auch eben für die frauen Heilkunde und ich freue mich sehr dass du da bist.
- 0:56Speaker 0: Ja ich freu mich total bei dir sein zu dürfen und über dich kann man ja das gleiche sagen.
- 1:00Speaker 0: deswegen auch gut.
- 1:02Speaker 1: Nein wir ergänzen uns würde ich sagen.
- 1:04Speaker 1: Aber genau unser heutiges Thema soll Vorsorge-und Früherkennung sein.
- 1:09Speaker 1: natürlich weil es ja ein Pink Podcast ist ein bisschen fokussiert auf Gynäkologische und vor allem gynäco-oncologische Vorsorge und Früherkennung.
- 1:18Speaker 1: Und wir können ja mal so ein bisschen mit der Einordnung anfangen, du weißt ja ich bin Urologenfrau und mein Mann, der sagt immer naja ihr mit den Frauen?
- 1:27Speaker 1: Ihr seid ja viel besser als wir Urologern!
- 1:29Speaker 1: Wir Urologer müssen immer kämpfen dass die Männer mal zur Vorsorge kommen.
- 1:32Speaker 1: hast Du irgendwie eine grobe Idee wie viele Frauen zur Vorsage gehen in Deutschland?
- 1:37Speaker 1: Ja
- 1:38Speaker 0: da gibt es frische Befragungen das ist weniger als fünfzig Prozent sind wirklich erschreckend.
- 1:43Speaker 0: auch gewesen, dieses Ergebnis zu sehen finde ich.
- 1:46Speaker 0: Weil das ja bedeutet dass wir irgendwie sehr viele Frauen nicht erreichen oder dass sie das nicht also die Bund dann auch befragt warum geht ihr denn nichts zur Vorsorge?
- 1:53Speaker 0: und ein Teil der Antworten war weil wir uns dort nicht wohlfühlen oder weil das keine gute Beziehung ist?
- 2:00Speaker 0: Und auch diesen Realitäten müssen wir uns stellen und uns wie sind ja die Profis im Gesundheitswesen?
- 2:05Speaker 0: fragen Wie können wir diese Menschen erreichen?
- 2:08Speaker 0: ist es eine tragfähige Beziehung, die eben idealerweise dazu führt dass Menschen sich bei uns wohlfühlen und mit mehr an Gesundheit rausgehen aus unserer Praxis.
- 2:17Speaker 1: Na, finde ich einen total wichtigen Punkt.
- 2:19Speaker 1: Ich habe mich in den letzten Jahren immer wieder mit dem Mammografie-Screening auch auseinandergesetzt und da haben wir ja auch tatsächlich nur eine Teilnahmequote von fünfzig Prozent passt zu diesen allgemeinen Befragungen und im Vergleich zu achtzig Prozent in Skandinavien muss man sich auf dieselbe Frage stellen warum kriegen wir das in Deutschland nicht transportiert wie wichtig das ist?
- 2:41Speaker 1: Und warum sind hier die Kritiker eher Überzahl oder lauter, irgendwie auch in den Medien so präsent.
- 2:51Speaker 1: Dass immer ein Geschmack der Hängen bleibt, finde ich.
- 2:53Speaker 0: Ich versuche mir das manchmal schön zu reden, dass wir ... Das hat man in der Corona-Pandemie gesehen.
- 2:57Speaker 0: Da waren ja alle Infektiologen und Infekteloginnen.
- 3:01Speaker 0: Wir kannten uns alle total gut aus!
- 3:03Speaker 0: Und es ist ja ein Zeichen von sehr differenzierter Betrachtung wenn man so sehr detailreich die Nebenwirkungen von Dingen weiß.
- 3:09Speaker 0: aber wenn man das zu Ende denkt, dann ist es eben für uns alle nicht gut.
- 3:13Speaker 0: Wenn wir Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrnehmen weil es dazu führt dass wir Erkrankung zu spät erkennen und das ist nicht nur natürlich tragisch für die einzelne Personen die dann zum Beispiel Krebs hat sondern ist es auch für uns als Gesellschaft nicht so gut und für uns, als Gesundheitswesen auch nicht.
- 3:31Speaker 0: Weil es dann eben dazu kommt dass wir ein Krankheitsversorgung machen und jede Krankheit die wir aber vermeiden ist ja eine gute Krankheit und es gibt so viele vermeidbare Erkrankungen.
- 3:42Speaker 1: Ich bin komplett bei dir.
- 3:43Speaker 1: ich finde auch dieses Thema Eigenverantwortung total wichtig und das wir wegkommen von dieser Reparatur Medizin hin zu.
- 3:51Speaker 1: wirklich Ja, Vorbeugung, Prävention.
- 3:54Speaker 1: Das wird immer schön gesagt aber ich finde auch dass wir uns dazu langsam in die richtige Richtung bewegen.
- 3:59Speaker 1: Okay dann lass uns doch mal vielleicht mit dem Mammographie Screening tatsächlich starten weil wir das eben schon erwähnt haben.
- 4:05Speaker 1: Fünfzig Prozent nehmen teil.
- 4:07Speaker 1: Vielleicht magst du einmal sagen wer hingehen darf und wie man eingeladen wird was da gemacht wird usw.
- 4:14Speaker 0: Ja das Mammografiescreening ist für Frauen zwischen dem fünftigsten.
- 4:20Speaker 0: Das war früher für Frauen zwischen dem fünftigsten und siebzigsten Lebensjahr.
- 4:24Speaker 0: Jetzt hat es sich fünf Jahre nach hinten erweitert, und das soll sich irgendwann auf fünf Jahre vorschieben also für Frauen ab vierzig angeboten werden.
- 4:32Speaker 0: Das ist aber noch nicht der Fall.
- 4:33Speaker 0: Und letztendlich werden alle Frauen alle zwei Jahre angeschrieben.
- 4:36Speaker 0: Es geht also mit einem Einladeverfahren und werden dann zu ihrer lokalen Screening-Einheit eingeladen.
- 4:43Speaker 0: Und dort sind so wahnsinnig hochqualitativ arbeitende kleine Einheiten die der ja Tausende von Patientinnen durchschleusen und eine wahnsinnig hohe Expertise auch haben bei dem Durchführen der Mammografie.
- 4:57Speaker 0: Und auch bei der Interpretation der Bilder, was jetzt nicht so einfach ist Und deswegen kann ich das eigentlich nur von Herzen empfehlen, sich dorthin zu begeben.
- 5:04Speaker 0: Weil es eben so aussagekräftig ist.
- 5:08Speaker 0: Das
- 5:08Speaker 1: finde ich auch total wichtig dass du betont hast wie hoch die Qualität da ist.
- 5:12Speaker 1: denn also ich kenne ja viele von diesen Brust Radiologen aus meiner Tätigkeit in den Brustzentren.
- 5:18Speaker 1: Die machen halt einen ganzen Tag Nichts anderes.
- 5:21Speaker 1: Sie gucken nicht noch einen Knie zwischendurch an oder eine Schulter, was auch immer sondern sind eben so erfahren dass die Chance das auch wirklich vorstufen erkannt werden und richtig eingeordnet werden dadurch eben so hoch ist Und es gucken immer zwei drauf Das hat das wir ja auch schon gerade glaube ich kurz angedeutet.
- 5:38Speaker 1: das heißt man hat ne unabhängige Befundung und nur wenn sich beide einig sind wird quasi das Ergebnis rausgegeben und Dadurch hat man so eine hohe Qualität.
- 5:46Speaker 1: also da kann man wirklich absolut zu raten Und wir haben ja auch tatsächlich die Überlebensraten dadurch verbessern können.
- 5:53Speaker 1: Also allen Kritikern kann man immer nur sagen, es ist bewiesen für Deutschland dass man zwanzig bis dreißig Prozent der Todesfälle durch Brustkrebs reduzieren kann einsparen kann weniger Todesfeld hat zwanzi bis dreizig Prozent wenn man zum regelmäßig das ist auch wichtig zur Memografie Screening geht.
- 6:11Speaker 1: also ich finde das kann man eigentlich gar nicht schlecht reden.
- 6:14Speaker 1: aber das was immer wieder gesagt wird überflüssig erkannten oder zu viel erkannte oder Fällen, aus denen vielleicht gar nichts mehr irgendwann geworden wäre.
- 6:24Speaker 1: Oder wo eine Biopsy gemacht wird und da nichts rauskommt?
- 6:27Speaker 1: Was sagt sohin da deinem Patient hin?
- 6:29Speaker 0: Ja diese falsche Positivrate von Mammographien die ist ja im Vergleich zum Beispiel jetzt auch zum MRT doch viel geringer.
- 6:36Speaker 0: beim MRT ist es häufiger das stimmt dass man da vielleicht dann befunde sieht die dann vielleicht falsch positiv sind, also die sich entpuppen als nichts Schlimmes oder nichts Behandlungswürdiges.
- 6:48Speaker 0: Aber Marmografien ... Ich find's mir so wahnsinnweil!
- 6:51Speaker 0: Es ist eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir oder jemand aus unserem näheren Umfeld Brustkrebs bekommen.
- 6:57Speaker 0: Deswegen alles was man tun kann um die Wahrscheinlichkeiten dafür etwas zu senken ist gut und das Marmographiescreening ist da ein starkes Mittel eben um dann eine Erkrankung frühzeitig oder sogar vorherzuerkennen.
- 7:10Speaker 0: deswegen Ist das eigentlich gar nichts, was ich irgendwie anzweifeln würde?
- 7:13Speaker 0: Und die Menschen, die ... Ich kenne, dass Anzweife sagen immer die Strahlenbelastung.
- 7:18Speaker 0: Aber die Strahlensbelastungen ist so hoch!
- 7:20Speaker 0: Ich hab's irgendwann mal ausgerechnet, weil es mich so interessiert hat wie ein Langstreckenflug nach New York oder maximal hin und zurück aber wirklich so, dass das vernachlässigbar ist.
- 7:30Speaker 1: Ja genau, das ist tatsächlich so, wie du es gerade gesagt hast.
- 7:33Speaker 1: Du hast ja auch gesagt, die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ist so hoch.
- 7:36Speaker 1: Jeder achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens.
- 7:40Speaker 1: Richtig, richtig viel.
- 7:42Speaker 1: Und je früher erkannt, desto besser ist die Überlebenswahrscheinlichkeit und desto geringer fallen auch die Therapien aus oder desto harmloser fallen auf die Therapie aus.
- 7:51Speaker 1: Egal ob es um das Operationsausmaß ja geht oder ob Chemotherapie erforderlich ist
- 7:57Speaker 1: usw.,
- 7:57Speaker 1: also da können wir tatsächlich gemeinsam nur sehr, sehr zugraten.
- 8:03Speaker 1: Wie ist es denn sonst mit der Brust?
- 8:06Speaker 1: Ab fünfzig wird man eingeladen zum Amografiescreening, demnächst ab fünfundvierzig.
- 8:10Speaker 1: Ich glaube der GBA berät in diesen Tagen genau darüber ob das eben übernommen wird von den Kassen.
- 8:17Speaker 1: die Kosten dafür.
- 8:18Speaker 1: was macht eine dreißigjährige Frau?
- 8:20Speaker 1: Was gehört dazu?
- 8:21Speaker 1: Brustvorsorge?
- 8:22Speaker 0: Genau also ab dem Dreißigsten Lebensjahr bezahlen die Krankenkassen ein jährliches Abtasten durch die Gynäkologin auch als sehr wirksame Maßnahme.
- 8:30Speaker 0: und vergessen darf man nicht dass ein hoher Teil der Frauen selber den tumor erkennt und tastet.
- 8:36Speaker 0: so, achtzig prozent der frauen tasten eben den befund selber.
- 8:40Speaker 0: Und das ist wahnsinnig viel.
- 8:42Speaker 0: deswegen kann man eigentlich nur sagen ja super wenn man das kann und wenn man früh im leben auch seine eigene brust wirklich kennen lernt auf eine art und weise das klingt irgendwie doof aber ich erinnere mich dass ich auch oft, wenn ich meine Brust abgetastet habe dann am Anfang dieses Drüsengewebe gespürt hab.
- 8:58Speaker 0: Was sich ja so anfühlt wie kleine Stecknadelköpfe unter der Haut weil das sind die kleinen Lappen in der Brust.
- 9:04Speaker 0: Das ist komplett normal und das hat mir Angst gemacht, weil ich das nicht einordnen konnte.
- 9:08Speaker 0: aber je länger man seine Brust natürlich kennt und auch weiß wie man sie abtastet oberflächlich und tief im Gewebe Dann hilft das.
- 9:15Speaker 0: und das sollte man einmal Im Monat tun sind die Empfehlungen nach Demonstration also Doch auch viel häufiger, vielleicht als man denkt.
- 9:24Speaker 1: Aber eben auch nicht jeden Tag damit man merkt wenn irgendwas Neues entsteht.
- 9:27Speaker 1: Genau also empfehle ich auch mal jeder Freundin so immer in der Woche nach der Regelblutung, wenn man noch eine Regelblütung hat danach ist es egal.
- 9:35Speaker 1: da muss man sich auf jeden ersten Sonntag im Monat merken oder irgendetwas anderes.
- 9:39Speaker 1: Ich kann gleich noch ein Tipp in eigener Sache mitgeben.
- 9:42Speaker 1: wir haben ja eine App entwickelt die kostenlos im App Store zur Verfügung steht Die PIA App bei Pink.
- 9:47Speaker 1: Da steht genau drin, wie man abtasten sollte.
- 9:49Speaker 1: Und da gibt es auch eine Erinnerungsfunktion damit man's nicht vergisst.
- 9:53Speaker 1: also wer regelmäßig erinnert werden möchte kann tatsächlich sich die App einfach runterladen im App Store oder im Google Play Store und nutzen.
- 10:01Speaker 1: Da gibt es auch ganz viele Informationen rund um das eigene familiäre Risiko, um das ein bisschen abzuschätzen.
- 10:07Speaker 1: Denn das ist ja auch eine superhäufige Frage, Mandy.
- 10:10Speaker 1: Dass Freunde sagen jetzt hat meine Mutter Brustkrebs kriege ich das dann auch?
- 10:14Speaker 1: Also dieses Thema eigenes Risiko abschätzen ist ja ein ganz wichtiges Thema auch dass man sich unterschätzt aber auch nicht überschätzts.
- 10:23Speaker 0: Ja da würde mich auch deine Meinung interessieren weil also Dreißig bis vierzig Prozent der Menschen in Deutschland haben irgendwann im Leben eine Krebsdiagnose so.
- 10:31Speaker 0: Krebs ist auch wiederum insgesamt ein häufiges Phänomen und wir haben in Deutschland ja dieses wahnsinnig starke, wahnsinnige gute Netzwerk des familiären Brust- und Eierstockkrebs.
- 10:42Speaker 0: das ist wirklich wie ein Netzwerk über ganz Deutschland von meistens universitären Zentren.
- 10:47Speaker 0: Andere sind aber auch dabei, die so oft in der Fläche arbeiten.
- 10:50Speaker 0: Und die sind wahnsinnig gut organisiert.
- 10:52Speaker 0: Das sind Gynäkologinnen oder Sinologinen zusammen mit Genetikerinnen und die arbeiten so im Intims- und analysieren Stammbäume.
- 11:02Speaker 0: Da gibt es auch Fragewürgen, die man vorher schon machen kann bzw.
- 11:05Speaker 0: Man kriegt auch schon vorher eine Art Risiko, Kalkulation ob man jetzt eine richtig intensive genetische Beratung oder sogar genetischer Analyse braucht.
- 11:14Speaker 0: überschätzt man vielleicht das Risiko oder beziehungsweise ist sich nicht sicher.
- 11:18Speaker 0: und dann gibt es dieses Forescreening-Fragebogen basiert.
- 11:21Speaker 0: Und es ist wichtig, glaube ich was jede Person für sich machen kann ist selber sich mal aufzuschreiben wer in meiner Familie hatte welche Erkrankungen?
- 11:28Speaker 0: Ich finde nicht nur Krebs sondern eigentlich alle Erkranken auch Diabetes, Herzkreislauf, Osteoporose usw.
- 11:33Speaker 0: einfach weil... man dadurch so viel über den eigenen Körper auch lernt und rückschließen kann.
- 11:38Speaker 0: Wenn ein nahe Verwandter eine Erkrankung hatte oder mehrere, dann kann es sein, dass das bei einem selber eben auch die Wahrscheinlichkeit höher ist zum Beispiel Osteoporose zu bekommen.
- 11:48Speaker 0: Und es ist gut wenn man das weiß.
- 11:50Speaker 1: Absolut!
- 11:50Speaker 1: Zumal diese Informationen irgendwann ...wenn die Generationen überall im Aussterben verloren gehen... Also insofern ist es tatsächlich wichtig irgendwann mal bei Tanten, Onkel, Großeltern nochmal Informationen einzuholen.
- 12:03Speaker 1: Bei Brustkrebs habe ich immer so ein bisschen die Wahrnehmung, dass das eher überschätzt wird.
- 12:08Speaker 1: Das eigene Risiko.
- 12:09Speaker 1: Denn die meisten Erkrankungen sind ja zufällig und oder durch den eigenen Lebensstil ein bisschen mitbedingt.
- 12:16Speaker 1: Und nur fünf Prozent je nachdem welche Daten man so anguckt.
- 12:19Speaker 1: aber etwa fünf Prozent sind wirklich richtig genetisch also Familie weitergegeben.
- 12:25Speaker 1: Ich finde es erstmal beruhigend wenn in der Bewandtschaft irgendjemand erkrankt ist bedeutet das erst mal noch nichts.
- 12:32Speaker 1: Okay, vielleicht weiter von der Brust zum Gebärmutterhals
- 12:37Speaker 0: als typisches
- 12:39Speaker 1: Erkennungsorgan.
- 12:41Speaker 1: Magst du mal ein bisschen was erzählen?
- 12:42Speaker 1: Worum es da geht und was gemacht wird... Da hat sich ja auch ein bisschen etwas geändert in den letzten Jahren.
- 12:46Speaker 0: Gebärmuter-Halztumoren das ist auch eine finde ich interessantes und gleichzeitig tragisches Feld.
- 12:52Speaker 0: wenn man zB in so medizin historische Museen geht Wenn die so ne Frauenabteilung haben dann sieht man oft Berichte von früher über Gebär-Mutter-Halskrebs Also Zeichnungen, zum Beispiel in Berlin gibt es das Medizinhistorische Museum.
- 13:05Speaker 0: Da gibt's so Zeichnung von jungen Frauen die vor hundert Jahren an Gebärmutter-Halskrebs gestorben sind und man nannte diesen Krebs damals den Weisenmacher weil diese Frauen oft kleine Kinder hatten, die dann eben Weise waren.
- 13:18Speaker 0: oder auch Gebärmutter-Halzkrebs ist weltweit ein riesigen Problem.
- 13:22Speaker 0: Es war lange Zeit in Indien Todesursache Nummer eins von Frauen Ist es ein bisschen nach unten gerutscht aber erst kürzlich auch wir mehr gelernt haben auch über diese Veränderung.
- 13:34Speaker 0: Und es ist so, es ist eine Wahnsinnig.
- 13:36Speaker 0: also eigentlich kann man sagen Gebärmutter-Halskrebs.
- 13:39Speaker 0: das ist eigentlich ein Abbild des Gesundheitssystems.
- 13:42Speaker 0: je stärker ein Gesundheitswesen, desto weniger Gebärmutter-Halzkrebs.
- 13:46Speaker 0: Man kann viel machen in eben der Vorsorge bei Gebär-Mutter-HerzkreBS
- 13:50Speaker 1: und magst du mal einmal erklären was routinemäßig in welchen Altersklassen angeboten wird?
- 13:56Speaker 1: In welchen Abständen was die gesetzliche Kassenleistung quasi auch ist.
- 14:01Speaker 0: Um diese Diagnostik zu verstehen muss man wissen, dass Gebärmutterhalskrebs durch HPV ausgelöst wird.
- 14:07Speaker 0: Dieses Virus, das humane Papillom-Virus ist eigentlich ein Warzenvirus also eine Familie von Viren die überall am Körper warzen machen können.
- 14:16Speaker 0: und aber einen Teil aus dieser Familie von diesen Viren ist so aggressiv, dass er am Gebärmutterhals Krebs machen kann und übrigens auch im Mund Rachenraum oder am Anus oder am Penis.
- 14:29Speaker 0: Das kann man aber als Vorstufen erkennen, also sehr früh auch erkennen wenn man regelmäßig zur Vorsorge geht.
- 14:36Speaker 0: Und die Krankenkassen in Deutschland übernehmen zwischen dem zwanzigsten und fünfunddreißigsten Lebensjahr einmal jährlich einen Krebsvorsorgeabstrich.
- 14:44Speaker 0: das ist gut!
- 14:47Speaker 0: Alle drei Jahre einen Krebsvorsorgeabstrich und ein HPV-Abstrich.
- 14:51Speaker 0: Und jetzt gibt es viele, die fragen, warum?
- 14:54Speaker 0: Mit fünfunddreißig, warum dann nur nach alle drei Jahren?
- 14:57Speaker 0: Klingt erstmal komisch aber Studien haben gezeigt wenn du einen HPV Abstrich mit einem Krebs vorsorgeabstriche kombinierst und beides unauffällig ist, ist die Wahrscheinlichkeit dass du in den nächsten drei Jahren Warzen oder Krebs bekommst extrem gering also quasi nicht vorhanden Und deswegen ist es eine gute Sache, man muss ja auch nicht unnötig Untersuchungen durchführen.
- 15:18Speaker 0: Letztendlich ist es in Ordnung sagen Studien dieses Intervall von drei Jahren zu haben
- 15:24Speaker 1: und dann können wir vielleicht in dem Atemzug auch nochmal die Möglichkeit der Impfung erwähnen.
- 15:28Speaker 1: Viele Zuhören haben ja vielleicht Kinder nichten Und auch Neffen und Söhne, die sollen ja auch mit Geimpft werden.
- 15:35Speaker 1: Das ist ein total erfolgreiches unsinnvolles Impfprogramm gegen HPV, mit dem jetzt schon erreicht werden konnte, dass tatsächlich die Gebärmutter-Hals-Krebsrate sich fast halbiert hat bei den zwanzig bis fünfunddreißigjährigen innerhalb von ein paar Jahren irgendwo Zahlen gefunden, das ist von sieben Komma acht pro hunderttausend Frauen im Jahr zweitausendfünfzehn auf acht Jahre später vier Komma drei von hunderttausend, also insgesamt sowieso selten zum Glück in Deutschland.
- 16:05Speaker 1: Aber eben deutlich reduziert werden konnte durch die Impfung.
- 16:09Speaker 1: Also Impfen?
- 16:10Speaker 0: Genau das ist super!
- 16:11Speaker 0: Es gibt z.B.
- 16:13Speaker 0: In den Ländern wo viel geimpft wird gegen HPV quasi keine Todesfälle bei den jungen Frauen durch Cervix-Kazinomen
- 16:20Speaker 1: mehr.
- 16:21Speaker 0: Das ist ein wahnsinniger riesiger Erfolg dass man erkannt hat, es ist ein Virus was den Krebs auslöst.
- 16:27Speaker 0: Man kann dagegen impfen Meilenstein.
- 16:32Speaker 0: Letztendlich dafür gab es ja auch den Nobelpreis zurecht, weil das früher eben nicht klar war dass so kleine Bakterien und Viren in unseren Körpern Krebs auslesen können.
- 16:40Speaker 0: Das war im Prinzip das erste Mal, dass man das bewiesen und nachgewiesen hat und dann eben auch behandeln konnte.
- 16:47Speaker 0: Und deswegen auch deswegen empfiehlt die STIKO alle Jungs-und Mädchen zu impfen.
- 16:53Speaker 1: Es gab nicht mehr ganz genau die Alterszeitfenster.
- 16:55Speaker 1: Meine Kinder sind schon durchgeimpft, war das nicht irgendwie nur ein vor-dreizehn Impf?
- 16:59Speaker 1: Sind zwei Impfungen nur?
- 17:01Speaker 1: und danach muss man drei Impfungen haben.
- 17:03Speaker 1: oder weißt du es noch ganz genau?
- 17:04Speaker 0: Zwischen neun und sechzehn sollte man impfen.
- 17:07Speaker 0: Man kann aber auch noch bis achtzehn impfen.
- 17:09Speaker 0: hier früher man impft, dass so weniger Impfung braucht man meistens.
- 17:11Speaker 0: genauso wie Du sagst, dass man dann nur zwei Impfung brauche und sonst zwischen sechszehn und achtzehnt braucht man dann unter Umständen drei Impfungen.
- 17:18Speaker 0: Davor
- 17:18Speaker 1: sollte niemand Angst haben ist sicher wirksam Und tatsächlich auch wichtig, die Jungs mit zu impfen.
- 17:23Speaker 1: Nicht nur weil sie Mädchen anstecken könnten sondern weil sie selbst eben auch einen Schutz haben.
- 17:27Speaker 0: Ja ist interessant das eine der bestvertretlichsten Impfungen, die es gibt also im Vergleich jetzt zur anderen Impfung und die Jüngs auch, weil die jungs auch erkranken können am Arnos oder am Penis oder im Mund Rachen Raum und weil Sie HPV übertragen genau?
- 17:42Speaker 1: Damit haben wir das Thema auch finde ich schon mal gut angesprochen und hoffentlich allen Mut gemacht darauf aufmerksam zu machen.
- 17:49Speaker 1: im Umfeld
- 17:50Speaker 0: Von
- 17:51Speaker 1: dem Gebärmutterhals könnten wir zu den Eierstöcken weitergehen, wenn wir im Unterleib hier gerade unterwegs sind.
- 17:57Speaker 1: Da höre ich super oft von Freunden, dass die eigene Gynäkologe in der eigenen Gynädekologe keinen Ultraschall machen möchte um Eierstockskriegs früh zu erkennen.
- 18:06Speaker 1: was ist da die Empfehlung?
- 18:09Speaker 0: Ja toll Pierre, wie wir hier gemeinsam durchs Becken gehen oder durch den Körfer.
- 18:13Speaker 0: Ich finde das von einem spannenden Thema zum nächsten.
- 18:16Speaker 0: Das mit dem Eierstock ist auch total interessant, wie es alles so ein bisschen unterschiedlich auch ist.
- 18:21Speaker 0: Mit dem Eyerstock gibt's ja diese individuelle Gesundheitsleistung eben den Ultraschall.
- 18:25Speaker 0: und da fragen sich ja viele warum Ist denn der Ultraschall vom Becken eben bei Frauen nicht eine Screening-Maßnahme?
- 18:32Speaker 0: Also warum kriege ich den nicht einfach einmal im Jahr zum Beispiel von meiner Gynäkologin, sondern muss den wenn ich den möchte und sonst nichts habe.
- 18:39Speaker 0: Als Igelleistung als individuelle Gesundheitsleistung kostet zwischen vierzigundachtzig ungefähr Euro ist unterschiedlich je nach Stadt oder wo man lebt oder Gynücologin.
- 18:49Speaker 0: Und die Antwort ist weil es ja auch erst mal nicht verständlich finde ich Man würde denken naja so ne Untersuchungsdauer super soll man machen Weil es tatsächlich, wie der Name sagt eine individuelle Gesundheitsleistung ist.
- 18:59Speaker 0: Also für das Individuum in Ordnung für einzelne Menschen aber nicht als Screening Maßnahme für alle weil dann würde man viel zu viele Menschen eben finden wo man Befunde hat die eigentlich gar gar nicht relevant sind also die gar nicht schlimm sind die man dann aber findet und dann haben die Menschen kriegen Angst gemacht werden vielleicht operiert werden therapiert Und dass alles eigentlich unnötig.
- 19:22Speaker 0: Aber was?
- 19:23Speaker 0: natürlich?
- 19:23Speaker 0: Der Wermutstropfen aus dieser ganzen Geschichte finde ich.
- 19:26Speaker 0: und heute Morgen in meiner Sprechdrunde war wieder eine Person da, die einundfünfzig Jahre alt ist.
- 19:31Speaker 0: Und einen Befund am Eierstock hat – einen zystischen Befund!
- 19:35Speaker 0: Man weiß nicht was das jetzt ist.
- 19:37Speaker 0: Sie selber Ärztin auch?
- 19:38Speaker 0: Wir wissen nicht was es ist, weil keiner weiß es.
- 19:41Speaker 0: Und wir haben keine gute Möglichkeit, Eiersockkrebs zu diagnostizieren.
- 19:47Speaker 0: Richtig ärgerlich auch, weil man wünscht sich ja genauso wie bei der Brust jetzt oder beim Gebärmutterhals irgendeine Möglichkeit so.
- 19:54Speaker 0: Aber wir sind so richtig hilflos, so richtig impotent in Bezug auf dieses Thema Eierstockkrebs eben frühzeitig zu erkennen.
- 20:01Speaker 0: Das gelingt uns nach wie vor nicht gut!
- 20:04Speaker 1: Ja, wir sind so ein bisschen verwöhnt vielleicht von den sehr guten Vorsorgung oder Früherkennungsmöglichkeiten bei der Brust.
- 20:09Speaker 1: Wenn man sich andere Organe anguckt ist das ja oft so dass es keine richtig gute Bildgebung für die Früherkennung gibt.
- 20:16Speaker 1: Am Anfang hatte mal viel Hoffnung was die Kernspintomografie angehen aber das hat sich leider auch nicht so richtig bewahrheitet.
- 20:22Speaker 1: insofern kann man nichts raten außer zu normalem dünnekologischen Vorsorge zu gehen.
- 20:27Speaker 0: Ich glaube genau zur Vorsorge gehen, also meine Tipps wären das Risiko in der Familie sich angucken gibt es Menschen mit Brust Eierstock Krebs oder auch manchmal gibt's halt selten den Lünch-Syndrom.
- 20:37Speaker 0: Also Darmkrebs Bauchspeicheldrüse Prostata und so dass man einmal guckt in der familie welche Krebserkrankung schwirren denn da so rum?
- 20:43Speaker 0: Also dass man das eigene Risiko ein bisschen anguckt dann sich fragt habe ich andere Risikofaktoren?
- 20:49Speaker 0: klingt immer so schlimm aber Es gibt schon Risikofaktoren.
- 20:53Speaker 0: Hatte ich eine Behandlung für Kinderwunsch, das erhöht das Risiko leicht?
- 20:57Speaker 0: Viele Eisprünge über den Lauf des Lebens ... Wenn ich lange Phasen nicht schwanger war oder die Pille genommen habe, viele Eissprünge, weil jedes Mal ne Mikroverletzung am Eierstock passiert und das kann eben das Risikopissen erhöhen.
- 21:11Speaker 0: Was würde man noch sagen unter regelmäßige Vorsorge und auf dem Körper auch hören wie geht es mir?
- 21:16Speaker 0: ist mein Bauch dick geworden hab ich Schmerzen ziehen irgendwas?
- 21:20Speaker 0: dann lieber zu der Gynäkologien gehen, genau.
- 21:22Speaker 1: Und wo du jetzt so sagst auf den Körper hören, dann müssten wir vielleicht ja noch abschließen für im Becken hier noch unterwegs sind Gebärmutterkrebs also nicht Gebärmutterhalskrebs sondern Gebärmotorkörperkrebs einmal ansprechen und da wäre ja eine Blutung nachdem eigentlich die Wechseljahre schon durchsind also nach der letzten Regelblutung ein Alarmsignal auf das man hören sollte.
- 21:42Speaker 1: vielleicht magst du nochmal bisschen was zur Gebär-Mutterkrebs sagen?
- 21:45Speaker 0: Genau, Gebär mutter Körperkrebs ist eben so, dass er sich meistens und das ist das sagen wir mal relativ freundliche an dieser Situation.
- 21:53Speaker 0: Falls man das so sagen kann, relativ früh äußert er sich durch Blutungen aus der Vaginal nicht immer aber sehr oft.
- 22:00Speaker 0: Und bei Menschen die nicht mehr vaginal bluten, ist jede Blutung auffällig und sollte abgeklärt werden.
- 22:06Speaker 0: Und bei Frauen, die noch regelmäßige Zyklen haben.
- 22:09Speaker 0: Die sollten darauf achten, ob es irgendwie so Zwischenblutungen gibt, die nicht erklärbar sind oder sehr starke Blutungen und man hat das Gefühl, man hört gar nicht wieder auf zu bluten oder so auch dann ganz wichtig mit der Gynäkologin sprechen?
- 22:21Speaker 1: Super!
- 22:22Speaker 1: Ich würde sagen von den regeln Maßnahmen und dem was sinnvoll ist, haben wir eigentlich alles jetzt in der Gönäkologie abgearbeitet.
- 22:32Speaker 1: Was können Männer von Frauen lernen Menni, um jetzt hier
- 22:36Speaker 0: den großen Bogen
- 22:37Speaker 1: zu schlagen.
- 22:39Speaker 0: So viel!
- 22:40Speaker 0: Wir können Männer von Frauen lernen... Also ist natürlich auffällig warum gibt es Frauenärzte?
- 22:44Speaker 0: Warum gibt's keine
- 22:45Speaker 0: Männerärzte?!
- 22:46Speaker 0: Weil es gibt schon urologen kluge Urologen, du weißt das aber Es sind ja keine Männer-Ärzte sondern Orologen sind ja für Männer und Frauen da und das ist auch gut so.
- 22:54Speaker 0: Aber Frauen Ärzte sind natürlich.
- 22:56Speaker 0: wir haben in Deutschland ein sehr sehr gutes starkes Netzwerk von Frauen Äzten Und ich finde das toll.
- 23:01Speaker 0: Das ist richtig gut.
- 23:02Speaker 0: Das ist schade, dass Männer dieses Netzwerk nicht haben.
- 23:05Speaker 0: Ich finde es eigentlich müsste es einen Männerarzt geben weil Männer haben natürlich auch wahnsinnig viele Gesundheitsthemen.
- 23:11Speaker 0: Nicht nur Prostata Krebs der genauso an Platz eins steht wie Brustkrebs bei Frauen sondern eben auch andere Veränderungen am Hoden, am Penis, Verhütung überhaupt Gesundheit an sich und diese ganzen Themen die betreffen natürlich auch Männer und Männer können auch zur Frauenärztin gehen.
- 23:28Speaker 0: übrigens also Unsere Türen sind offen, wir beraten auch Männer zu ihren Gesundheitsthemen.
- 23:34Speaker 0: Aber am Ende des Tages haben wir ein sehr gutes Netz für Frauen in diesem Land aber nicht für Männer und ich finde immer es sollte auch Männerärzte geben.
- 23:43Speaker 0: Es ist komisch dass es nur Frauenärzte gibt.
- 23:46Speaker 1: Ja da hast du völlig recht Und der Urologe wird ja oft als Männerarzt viel interpretiert.
- 23:50Speaker 1: Viele wundern sich das da auch Frauen nehmen können.
- 23:55Speaker 1: Absolut, ist auch.
- 23:56Speaker 1: Vierzig Prozent der Patienten bei den Urologen sind eigentlich Frauen wenn es um Armblase und Niere usw.
- 24:02Speaker 1: geht.
- 24:03Speaker 1: Was ist denn gesundheitspolitisch dein Wunsch?
- 24:05Speaker 1: Wenn wir jetzt über Vorsorge-und Früherkennung reden was würdest du gerne ändern oder ist alles gut in Deutschland?
- 24:12Speaker 0: Also ja, ich denke oft darüber nach.
- 24:15Speaker 0: Weil wir sind betroffen sozusagen alle letztendlich.
- 24:18Speaker 0: Wir sind entweder im Gesundheitswesen arbeiten oder Patienten wie wir im GesundheitsWesen arbeitenden sind auch immer Patienten weil wir alle Patienten sind früher der später und Kontakt haben auch als Kundinnen dieses Gesundheitswesens.
- 24:31Speaker 0: Und oft denke ich drüber nach dass wir dieses Gesundheits Wesen was wir haben das wurde in einer anderen Zeit etabliert und gebaut Und jetzt schleppen wir das mit uns rum und haben es nicht grundsätzlich neu gemacht.
- 24:45Speaker 0: So wenn wir uns heute, wenn wir jetzt gar kein Gesundheitswesen hätten, dann würde das anders aussehen.
- 24:51Speaker 0: Wenn ich persönlich oder vielleicht auch wenn du ein Gesundheitswesend basteln würdest, dann würdest du einen sehr starken Fokus legen darauf Krankheit zu vermeiden.
- 25:04Speaker 0: Nicht das System wie es im Moment ist, dass man an Krankheit Geld verdient letztendlich.
- 25:09Speaker 0: Wenn ein Patientin sehr krank ist oder sogar wenn sie eine Komplikation hat, muss man sich mal vorstellen.
- 25:14Speaker 0: Wenn ich jetzt sagen will, ich bin eine schlechte Ärztin und operiere irgendwas und die Patientin hat eine Komplication dann kriege ich mehr Geld.
- 25:21Speaker 0: Das kann ja gar nicht wahr sein eigentlich.
- 25:23Speaker 0: Es müsste ja umgekehrt sein weil sie so gut ist, ganz wenig Komplikation hat.
- 25:29Speaker 0: Dann müsste ich dafür belohnt werden und nicht die, die schlecht operieren müssen.
- 25:33Speaker 0: Da gibt es noch unzählige Beispiele wie unser Gesundheitswesen eigentlich ein Krankheitswesen ist und nicht gesundheitbelohnt sondern Krankheit usw.
- 25:41Speaker 0: Das würden wir alles anders machen.
- 25:42Speaker 0: Wir würden sagen, pass auf Leute!
- 25:44Speaker 0: Ihr müsst jetzt einmal in den tatsächlich wörtlich sauren Apfel beißen.
- 25:47Speaker 0: Wir machen jetzt Zuckersteuer, Alkohol, Nikotin.
- 25:50Speaker 0: das wird so unerreichbar für uns alle Brokoli, Hülsenfrüchte und so weiter.
- 25:57Speaker 0: Das ist alles jetzt ab heute ganz günstig und gut zu erreichen.
- 25:59Speaker 0: Und wir kümmern uns um gesunde Ernährung, Bewegung dass wir eben nicht Gift in unseren Körper schütten in Form von Alkohol oder Nikotin.
- 26:08Speaker 0: Dann brauchen wir gar keine Long-Javity mehr!
- 26:10Speaker 0: Wir brauchen dann nicht teures Geld für irgendwelche Dinge ausgeben sondern wir würden einfach viel gesünder altern und wir könnten die Menschen bei denen tatsächlich Erkrankungen nicht vermeidbar sind.
- 26:20Speaker 0: Und die können wir uns dann kümmern und denen können wir teure Supertherapien mit Antikörpern noch rund Nöcher ergeben, weil dann haben wir nämlich wahnsinnig viel Geld übrig dafür um tatsächlich keine vermeidbare Erkankung zu therapieren und zu beforsten auch.
- 26:33Speaker 0: Das wäre was ich das finde ich großartig mit einem kleinen Fiebertraum meiner Utopie von Gesundheitswesen!
- 26:39Speaker 1: Musik in meinen Ohren, wenn die Eigenverantwortung stärken.
- 26:43Speaker 1: Ich finde auch diejenigen, die sich Mühe geben, auch ein Stück weit belohnen und vielleicht sogar bei Beiträgen entlasten.
- 26:50Speaker 1: Das wäre tatsächlich auch so ein bisschen mein Wunsch, dass nicht diejenigen die alles richtig machen und sich wirklich bemühen, ein gesundes Leben zu führen eigentlich alles mitzahlen müssen für diejenigen ,die da eben nicht unbedingt Wert drauf legen.
- 27:05Speaker 1: Super!
- 27:06Speaker 1: Drei Dinge, die du unseren Hörerinnen mitgeben möchtest.
- 27:10Speaker 1: Woran sollen alle denken oder was wäre dir noch wichtig jenseits der Utopie?
- 27:17Speaker 0: Ich finde es wichtig, die Angst rauszunehmen und sich nicht in den Blick... Erkrankungen anzugucken und zu sagen, okay, pass auf.
- 27:24Speaker 0: Wir gucken jetzt mal wie ist meine eigene Wahrscheinlichkeit zu erkranken?
- 27:27Speaker 0: Und was kann ich persönlich tun damit das weniger wahrscheinlich passiert?
- 27:32Speaker 0: Ich finde, dass nimmt sehr viel Angst und Sorge aus dem System wenn man nicht so ausgeliefert ist sondern wenn man selber weiß Okay!
- 27:40Speaker 0: Ich kann soviel machen für meine Gesundheit.
- 27:42Speaker 0: Ich kann ein gesundes Leben haben und ich kann diese wahnsinnig tollen Vorsorgeuntersuchung die wir in Deutschland haben dieses wahnsinnige starke Gesundheitswesen dennoch haben, natürlich auch wenn es viel gesteuert ist.
- 27:53Speaker 0: Das fängt mich auf auf eine Art und Weise, wenn ich dann doch krank werde.
- 27:57Speaker 0: aber es wird mir auch helfen eben gesund zu bleiben, wenn Ich das richtig bediene und die Vorsorge und Untersuchung wahrnehme.
- 28:03Speaker 0: Und dass es finde ich eine sehr gute Nachricht und da haben wir Glück mit unserem Gesundheitswesen viele Menschen auf der Welt dieses Selbstverständnis von Gesundheitswesen oder einer Struktur, auf die wir so einfach zugreifen können.
- 28:16Speaker 0: Haben sie nicht und müssen sich irgendwie mit ihren Erkrankungen zurechtfinden und haben keine Therapie oder Frühdiagnostik?
- 28:23Speaker 0: Und das ist schade!
- 28:24Speaker 1: Insofern können wir allen Zuhörerinnen nur sagen Vorsorge hilft, hilft früh erkennen und in der Regel gilt je früher erkannt das so besser die Prognose also der Verlauf der Erkrankungen.
- 28:37Speaker 1: Und auch desto harmloser auf die Therapien.
- 28:40Speaker 1: Also wir machen Mut!
- 28:42Speaker 1: dass sie zur Vorsorge gehen und auch alle im Umfeld erinnern das zu tun.
- 28:47Speaker 1: Und wenn Sie erinnert werden wollen, daten Sie sich am besten noch unsere App unter Pia bei Pink kostenlos.
- 28:52Speaker 1: wir sammeln keine Daten ist wirklich einfach nur damit Sie dran denken.
- 28:56Speaker 1: empfehlen Sie auch das gerne weiter.
- 28:57Speaker 1: Liebe Mendi vielen Dank, dass du da gewesen bist und Rede und Antwort gestanden hast mitten an deinem Kliniktag.
- 29:03Speaker 1: ich bin ja da sehr dankbar für und denke, vielen Hörerinnen viel mitgeben konntest.
- 29:09Speaker 1: und an der Utopie bleiben wir dran, würde ich sagen.
- 29:11Speaker 0: Das war mir eine große Freude, liebe Pia!
- 29:13Speaker 0: Es hat total viel Spaß gemacht und ich werde mir jetzt erst die App runterladen weil es finde ich ein super Tipp und werde das auch allen PatientInnen raten.
- 29:20Speaker 1: Fantastisch!
- 29:22Speaker 1: Dann sagen wir Tschüss und alles Gute!
- 29:24Speaker 0: Tschüss.