Latest / Rambo Zambo – Der Merz-Podcast / Stimmung auf dem Tiefpunkt: Augen zu und durch?
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- Ich glaube, die Zeiten sind nicht mehr danach, dass eine ganze Nation einer solchen Rede zuhört, sie auch verstehen will und daraus dann irgendwelche Schlüsse ableitet. Ich glaube, die Zeiten sind einfach vorbei. Ich glaube, es ist eine Illusion, dass es so etwas noch gibt. Wir haben diese Bundestagswahl 2025 gewonnen. Jetzt darf auch mal Rambo Zambo im Adler. Das ist Rambo Zambo, der Merz-Podcast. Das Format, das ihr vielleicht nie wolltet, aber jetzt braucht. Mit euren Hosts Carlotta Richter und Julia Emrich. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Rambuzambo, dem Podcast, in dem wir immer einmal in der Woche über unseren Bundeskanzler Friedrich Merz reden und über das, was politisch in der Woche so passiert ist und für und mit euch ein bisschen durch alles gehen, was man so wissen muss. Mein Name ist Carlotta und mir sitzt zum Glück wieder Julia gegenüber. Hallo Julia. Hallo Carlotta. Schön, dass auch du wieder mir gegenüber sitzt. Es ist jetzt ja diese Woche, genau ein Jahr her, dass Friedrich Merz zum Kanzler gewählt wurde. Wir nehmen diese Woche am Donnerstag auf. Gestern am Mittwoch war quasi der Jahrestag der Kanzlerwahl. Und wir erinnern uns, glaube ich, beide noch, wie wir da vor einem Jahr im Bundestag gesessen haben. Wo stehen wir ein Jahr später? Wie ist die Stimmung? Also die Stimmung bei uns ist natürlich super, aber bei Friedrich Merz und seiner Regierung ist unterirdisch. Absoluter Tiefpunkt. Und ich fand es gestern so atmosphärisch bezeichnend. Ich war gestern, also am Jahrestag, du hast es gesagt, 6. Mai, bei einem Hintergrundgespräch bei der Unionsfraktion im Bundestag. Das ist auf der sogenannten Fraktionsebene, das ist ganz oben, unter der Kuppel fast schon. und da gab es ein Gespräch für Journalisten im Hintergrund, aus dem man jetzt nicht viel erzählen kann. Aber wir liefen halt über diese Gänge und haben uns alle irgendwie daran erinnert, wie das vor einem Jahr war. Und du warst ja auch dabei. Damals dieses wahnsinnige Gedränge, den ganzen Tag stand man da rum und wusste nicht, wie geht es weiter. Wir erinnern uns, erster Wahlgang, Friedrich Merz hat nicht die nötige Mehrheit. Ein Fiasko im Grunde gleich zu Beginn. Dann dauerte es den ganzen Tag im Grunde, bis sie sich darauf geeinigt hatten, Ob sie überhaupt einen zweiten Wahlgang machen. Ob es auch überhaupt rechtlich möglich ist. Wer da wem zustimmen muss. Handynummern fehlten, um sich unter den Fraktionen abzustimmen. Es war das totale Chaos. Großes Gewimmel auf dieser Ebene, weil alle natürlich Informationen suchten und wissen wollen, wie geht es denn jetzt weiter und wird dieser Kanzler an diesem Tag überhaupt noch gewählt oder nicht? Wir wissen alle, am Ende ist es dann gut gegangen, aber es hat Stunden gedauert und es gab Stunden, in denen es komplett offen war. Aber gestern, das absolut gegenteilige Bild, gähnende Leere auf den Fluren, okay, das ist natürlich unter der Woche manchmal so. Und wir gingen daher und erinnerten uns eben an diese Momente da vor einem Jahr und dachten, was für ein Aufbruch dennoch, trotz dieses Stolperstarts, haben dann viele gesagt, damals doch dann aber da war. Ich weiß noch, wie ich dann am Abend dieses Tages im Bundeskanzleramt stand und da war die Übergabe von Friedrich Merz an Olaf Scholz und alle waren so erleichtert, dass es jetzt aber geklappt hat und dass es jetzt vorangehen kann und nicht das Ganze schon mit so einer ganz seltsamen Niemandsland-Situation losgehen, sondern es hatte geklappt, März war Kanzler, die Übergabe fand statt und alle wussten so, jetzt geht's los. Und er flog dann ja auch direkt los, begann mit Antrittsbesuchen und so weiter. Es war so eine Aufbruchstimmung. Und jetzt, ein Jahr später, fand ich so symbolisch diese leeren Flure, diese gähnenden Momente da und man dachte, Ja, es passt irgendwie auch zu dieser Stimmung, maximale Ernüchterung. Die Umfragen sind im Keller sowohl für die Regierungsparteien als auch für den Kanzler selber. Also in diesen klassischen Politiker-Rankings, haben wir auch schon oft drüber gesprochen, ist ja auf dem letzten Platz. Das ist schon sehr bitter zu diesem Jahrestag. Es gibt jetzt den einen oder anderen, der sagt, gut, wir müssen jetzt nochmal die Reset-Taste drücken und nochmal, ich glaube, das Wort Neustart traut sich im Moment niemanden in den Mund zu nehmen, weil es auch so verbrannt ist. Wie oft haben Regierungen Neustartsversuchen und es hat nicht geklappt. Aber ich glaube, zu diesem Jahrestag hätten sich alle was anderes gewünscht, klar. Und jetzt ist, glaube ich, so ein bisschen so eine Ratlosigkeit. Kann man eigentlich das überhaupt so schnell noch drehen? Und lässt es sich überhaupt drehen? Also was für eine Sorte Politik müsste denn eigentlich gemacht werden, damit es sich überhaupt dreht? Das finde ich tatsächlich auch eine sehr interessante Frage gerade. Was müsste denn gemacht werden, damit es sich überhaupt dreht? Hast du eine Lösung dafür? Natürlich habe ich eine Lösung. Fragt mich doch einfach. Nein, es ist wirklich schwierig. Diese Frage stellt natürlich jetzt jeder und meine große Sorge ist, also ich kann eher eine Sorge als eine Lösung formulieren. Die große Sorge ist, dass das, was möglich ist, überhaupt nicht dazu da wäre, die Stimmung wirklich zu verbessern. Denn die ganzen Reformen, die jetzt anstehen, darüber haben wir ja schon gesprochen, Steuern, Kassen. Gesundheitssystem, Rente, das sind alles Reformen, die im Grunde nur dazu da sind, das zu stabilisieren, was da ist und gar nicht Dinge wirklich effektiv so zu verbessern, dass die Leute wirklich nachher denken, wow, unser Leben hat sich verbessert. Im Moment ist die Lage so, dass Politik überhaupt nur noch das stabilisieren kann, was jetzt gilt. Also Sachen zukunftsicher machen, Sachen nicht noch schlechter werden lassen. Es ist eine Illusion zu glauben, dass es den Leuten in ein paar Monaten wirklich besser geht. Es geht ihnen nur im besten Fall nicht noch schlechter. Und das ist natürlich nicht dazu angetan, die Stimmung zu verbessern, Weil das ist natürlich ein Gedankenmoment, den man erstmal nachvollziehen muss. Okay, die Regierung tut ganz viel, nur damit es nicht schlechter wird. Und deshalb ist meine große Sorge... Dass ich nicht sicher bin, ob diese Regierung es hinkriegt, die Stimmung wirklich zu verändern. Und das wissen die natürlich auch. Und es gibt tatsächlich jetzt die Ersten, du wirst lachen, die sagen, okay, Stimmung ist am Boden, schlechter kann es nicht werden. Und wir haben auch im Moment kaum Chancen, es zu verbessern. Dann eben egal. Dann lasst uns einfach jetzt machen. Wir wissen ja, was wir machen wollen. Wir wissen ja, was wir machen müssen. Dann lasst uns einfach die Umfragen ignorieren, die Stimmung ignorieren. Also so eine Augen-zu-und-durch-Mentalität spürst du bei dem einen oder anderen inzwischen, dass man sagt, der Merz kann nicht noch mehr fallen in den Umfragen, die Union kann ja gar noch weiter runtergehen, aber dann egal. Dann machen wir jetzt einfach, weil ist ja egal. Und manchmal erwächst daraus natürlich auch so ein Momentum, also es ist jetzt fast schon so greifend nach dem letzten Strohhalm, aber man macht halt und vielleicht gibt es ganz am Ende einen Effekt, dass die Leute merken, okay, die haben jetzt wirklich gemacht. Die Wahrscheinlichkeit ist natürlich relativ gering, dass das aufgeht. Aber ich fand es interessant, dass man plötzlich solche Vibes jetzt spürt. Ist doch egal, wir verlieren nur, dann können wir auch jetzt einfach ein bisschen munter losregieren. Ja. Augen zu und durch. Ich glaube, was wirklich bei vielen Menschen, wenn wir über die Stimmung im Land reden, wirklich immer noch nachhängt, ist dieses Gefühl von gebrochene Versprechen und große Ankündigungen, die am Ende nicht gekommen sind. Also es gab jetzt ja diverse Umfragen eben rund um diesen Jahrestag, die sich angeschaut haben. Wie ist die Stimmung, wie ist die Zufriedenheit der Menschen in Deutschland mit der Bundesregierung, mit Friedrich Merz? Du hast es gerade schon gesagt, in den Beliebtheitsumfragen hat Merz extrem schlecht abgeschnitten. Er ist jetzt auch unbeliebter als Olaf Scholz nach einem Jahr im Amt. Das hätte man vielleicht auch vor einem Jahr noch irgendwie nicht geahnt. Das hätte er selbst vor allem auch ganz schrecklich gefunden als Vorstellung. Ich meine, er war ja der schärfste Kritiker der Ampel. Definitiv. Es gab aber auch Umfragen, wo man noch mal rausgegangen ist und die Leute gefragt haben, Was ist eigentlich jetzt eurer Meinung nach der Grund dafür, dass eben Friedrich Merz so unbeliebt ist, dass er irgendwie als Kanzler nicht ankommt und so weiter. Und da kommt eben immer wieder dieses gebrochene Versprechen, Ankündigungen, die am Ende nicht gehalten sind. Und ich habe mich gefragt, wäre das nicht auch irgendwie jetzt so der Moment gewesen für März, um nach einem Jahr nochmal rauszugehen und wirklich eine große Rede, eine Ansprache zu machen an die Menschen in Deutschland und zu sagen so, ja, ich weiß das, das hat so nicht geklappt. Wir sind uns dessen bewusst und das, was jetzt kommt, diese Reformen, dadurch wird nicht alles sofort besser. Wir müssen uns alle darauf einstellen, genau wie du gerade gesagt hast, dass das natürlich irgendwie Einschnitte bedeutet für alle, aber dass diese Reformen eben notwendig sind, um das Land nach vorne zu bringen. Keine Ahnung. Also hätte der da jetzt so eine Blutschweiß- und Tränenrede halten müssen an die Nation, um das mal so ein bisschen hinter sich zu lassen, weil sonst wird es doch die ganzen nächsten Jahre immer weitergehen und die Leute werden immer wieder sagen, ja, aber er hat ja gesagt am Anfang seiner Kanzlerschaft. Man hört diesen Wunsch oder diese Forderung nach einer solchen Rede, einer Ruckrede oder sonst was. Nach der großen Ansprache hört man immer wieder, klar. Aber seien wir ehrlich, sowas verpufft schneller, als man überhaupt die Rede komplett anhört. Und auch da, seien wir ehrlich, wir beide würden uns die anhören, schon aus beruflichen Gründen, weil wir darüber schreiben, darüber texten, darüber das analysieren. Aber wer hört sich heutzutage noch Politikerreden ganz an? Und selbst wenn der Bundeskanzler einen Ort, einen Rahmen findet oder so, der wirklich den Wumms hätte. Ich glaube, die Zeiten sind nicht mehr danach, dass eine ganze Nation einer solchen Rede zuhört, sie auch verstehen will und daraus dann irgendwelche Schlüsse ableitet. Ich glaube, die Zeiten sind einfach vorbei. Ich glaube, es ist eine Illusion, dass es so etwas noch gibt. Und es ist ja auch so, dass er es versucht hat in dieser Woche. Er ist ja in große Sendungen gegangen. Er ist in die ARD gegangen beim IOSC-AR. Er ist in ZDF nochmal gegangen. Was nun, Herr Kanzler? Also er hat ja versucht, auch über Erwartungsmanagement zu reden und auch einzuräumen, dass er möglicherweise Erwartungen zu hoch gesteckt hat und dann diese Enttäuschung produzierte. Das tut er, das tut er in Interviews, das tut er bei solchen Auftritten, Ich glaube, dass er versucht, genau diesen Effekt zu erzeugen, den du jetzt von dieser Rede dir erhoffen würdest. Aber ich glaube, so eine Rede, die Zeiten sind nicht mehr. Das ist durch. Ich erlebe ihn tatsächlich aber auch im Moment auf eine Weise sehr getrieben und sehr, ich will jetzt nicht sagen verunsichert, weil ein Friedrich Merz ist niemals verunsichert. Das ist, glaube ich, ein Gefühl, das kennt er gar nicht. Aber bei diesen Fernsehauftritten habe ich das Gefühl, da sitzt einer, der aus fünf bis sechs Ecken beraten wird und unterschiedlichste Sachen hört. Der hört, sei mal irgendwie freundlicher, zugänglicher, sympathischer. Der hört, mach mehr CDU-Positionen klar. Der hört, du musst auch mal Fehler einräumen. Der hört, bleib aber letztlich dir treu und gib den harten Kerl, der auch dem Trump mal die Stirn bietet. Und wahrscheinlich hört er noch 23 andere gute Ratschläge. Und ich habe manchmal das Gefühl, er befolgt mal ein bisschen mehr den, dann bei Minute drei mehr den, bei Minute zehn mehr den. Dann fällt ihm, ah, ich soll ja auch noch freundlich sein. Dann mach doch auch mal einen Witz, dann macht er einen Witz. Also der wirkt so wie jemand, der ganz viel Beratung gerade bekommt und ganz viele Ratschläge und ich glaube im Moment nicht so richtig weiß, was eigentlich funktioniert. Und ich habe mit vielen in den letzten Tagen und Wochen natürlich auch versucht zu reden, auch in der Partei, auch in der Fraktion, also ein bisschen auf der Suche nach dem, was wünscht ihr euch denn, was soll er denn machen oder was wäre denn jetzt gut? So und weißt du was ganz interessant war dass du bei ganz vielen Gesprächen am Ende an einen Punkt gerätst wo jemand sagt wer hat denn überhaupt noch Einfluss auf ihn also wer dringt denn durch so und wem glaubt dieser Friedrich Merz denn noch wenn er ihm einen Rat erteilt und gibt es da eine Antwort, ja ja rat mal. Ja, es ist so einfach. Viele sagen tatsächlich, es ist seine Frau. Also seine Frau sei diejenige, mit der er ja jeden Tag telefoniert oder sehr oft zumindest. Mit der er natürlich am Wochenende, er versucht ja immer abends am Wochenende irgendwie im Sauerland wieder zu sein und Charlotte Merz sei jemand in seinem Leben, der wirklich noch Einfluss auf ihn habe. Und es gibt dann so, manchmal kommt da so ein Stoßseufzer, kann wenn dies nicht oder so, oder was macht die denn gerade? Das ist natürlich irgendwie bitter, weil ein Spitzenpolitiker, klar, dass der sich mit seiner Frau oder eine Politikerin, die sich mit ihrem Mann berät, logisch. Aber dass man das Gefühl hat, es ist so die letzte Person, auf die er noch hört, ist natürlich auch eine bittere Diagnose ganz am Ende. Charlotte Merz ist eine kluge Frau, das ist eine Juristin, also fein. Aber glaubst du, denn Charlotte Merz hat doch Einfluss auf seine Kommunikation? Ja. Weil das war ja so das Thema, über das jetzt ja auch beim Jahrestag nochmal sehr viel gesprochen wurde. So die Frage, wir hatten diese ganzen Beispiele und wir haben hier ja auch schon diverse Male darüber gesprochen. Er sagt was und er rudert dann ein paar Tage später wieder zurück oder muss Dinge klarstellen oder muss Sachen nochmal erklären, einordnen, die er eigentlich anders gemeint hat, als er sie am Ende gesagt hat. Er hat beim Joska ja auch nochmal dazu gesagt, er möchte nicht rund wie ein Kieselstein sein und rund wie ein Kieselstein reden. Das finde ich eine sehr wilde Metapher, aber er wollte damit ja irgendwie auch sagen, er möchte sich jetzt da nicht wirklich verändern. Also das ist halt so und diese Sprache, das wird jetzt auch so bleiben irgendwie. Und was hat jetzt da Charlotte für einen Einfluss? Ich sitze natürlich nicht am Abendbrotstisch in Hansberg. Schade, ich würde da gerne mal sitzen. Ich glaube, Charlotte Merz bestärkt ihn eher in seinem Friedrich Merzsein, in seiner Merzhaftigkeit. Wir haben beim letzten Mal schon über dieses Phänomen geredet. Ich glaube, sie ist, ich will jetzt nicht sagen sein größter Fan, sondern als, Eine erwachsene Frau wird sie natürlich auch eine kritische Position zu ihm einnehmen können, aber ich glaube, dass sie schon eher jemand ist, der sagt, Friedrich, wenn du das so denkst, musst du das auch so sagen und du bist so, wie du bist und das ist auch richtig so und mach da mal so weiter. Also ich glaube nicht, dass sie jemand ist, der großen Abstand nimmt und sagt so, ich glaube, es geht total in die falsche Richtung. Also ich glaube, sie ist eher ein Fan und bestärkt ihn eher. Man möchte an der Stelle auch eigentlich ja hoffen, dass er vielleicht dann doch mal mehr auf den einen oder anderen Kommunikationsberater hören würde, der ihn dazu rät, vielleicht ein bisschen vorsichtiger zu sein bei gewissen Formulierungen, oder? Ja, andererseits vergessen wir es nicht. Was haben wir uns nach einem Klartexter gesehnt? Was haben wir uns in den Scholz-Jahren und auch in den Merkel-Jahren nach jemandem gesehnt, der sichtbar ist, der klar ist, der Konturen zeigt? Wir haben nicht gesagt, wir hätten gerne einen runden Kieselstein. Was hast du, genau, was hat er da gesagt? Also niemand hat sich nach einem runden Stein gesehnt. Wir haben uns alle nach irgendwas eckigem, kantigem, sichtbarem, harten, widerständigem und so weiter. Das war schon der Wunsch jetzt. Wobei es ja auch nochmal irgendwie einen Unterschied gibt zwischen Klartext und Ausrutschern, die eben ja schon kommunikativ immer mal wieder begegnen. Definitiv. Es gab noch einen Satz, den er gesagt hat bei Miosca, den fand ich ganz spannend. Und zwar in Richtung seiner eigenen Partei. Er hat nämlich gesagt, er habe keine Vollmacht, die CDU umzubringen und das habe er auch nicht vor. Was hat er damit gemeint? Also erstmal ist es natürlich, das würde jetzt jeder Kommunikationsberater sagen, nimm nicht Dinge in den Mund, die du nicht in den Mund nehmen willst. Also male nicht Szenarien und sei es in der Negativform, über die du eigentlich nicht sprechen willst. Also eine umgebrachte, eine CDU, die am Boden liegt, ein Kriminalitätsopfer. Warum? Warum dieses Bild in den Köpfen der Menschen überhaupt erzeugen? Sollte man nicht machen, hat er gemacht, weil er das natürlich gerade auch am Horizont drohen sieht. Natürlich, die AfD hat den klaren inneren Auftrag, die CDU zu zerstören, im Grunde überflüssig zu machen. Das ist deren klarer Auftrag. Das wissen die auch. Das sieht er in allen europäischen Ländern, dass konservative Volksparteien verschwinden. Also ich glaube, die große Sorge, die in seinem Kopf da ist, Dinge zu tun, die nachher diese wahrscheinlich letzte große Volkspartei in Deutschland verschwinden lassen könnten, das ist eine reale Sorge. Davon sind wir natürlich auch noch ein paar Meter entfernt. Deshalb war das nötig, das so zu sagen. Aber es ist ja schon so ein bisschen die Richtung gewesen, die er jetzt ja mehrmals eingeschlagen hat, hatte ich das Gefühl, auch gerade in den vergangenen Tagen in Richtung, ja die SPD bremst aktuell und die SPD sorgt dafür, dass in dieser Koalition die CDU nicht das machen kann oder die Union nicht das machen kann, was sie eigentlich möchte, nämlich mehr Union und das ist ja schon auch so ein Unmut, den es in der Union gibt, oder? Natürlich, vor allem, wenn man sieht, dass es ja auch ein gewisses Kräfteverhältnis eigentlich in dieser Koalition gibt. Das ist ja, wir sagen ja bewusst nicht große Koalition. Wir sagen ja bewusst nicht, SPD und Union sind auf Augenhöhe, was die Größe jeweils auch des Wahlergebnisses angeht. Aber natürlich ist es, glaube ich, diese Wahrnehmung auf SPD-Seite genauso. Es ist da auch dieses Gefühl, wir sind jetzt der Union sehr weit entgegengekommen. Schau dir an, Migration ist die SPD der Union weit entgegengekommen, Bürgergeld weit entgegengekommen. Auch bei dem ganzen Thema freiwilliger Wehrdienst. Also all diese Sachen, das war für die SPD ja nicht leicht. Also die großen Dinge, da jetzt daraus ein Narrativ zu machen, die Union macht da gerade so wahnsinnige Schritte, finde ich jetzt mal objektiv gesehen, finde ich schwierig. Und trotzdem, ja, in der Partei ist das Gefühl nach einer Ampelzeit, wo Union in der Opposition war und natürlich sich auch immer total hundertprozentig fühlen konnte, wieso setzen wir das jetzt nicht durch? Ja. Also wenn es nach Friedrich Merz geht, dann gibt es zumindest eine Hoffnung für bessere Stimmung im Land und das ist die Weltmeisterschaft. Das hat er nämlich auch bei Miosga gesagt. Er hat gesagt, wenn Deutschland bei der jetzt dann anstehenden WM weit kommen wird, dann hätte das für Deutschland und für das Binnenklima sicherlich eine große gute Wirkung. Ja, wenn du ansonsten nichts mehr glaubst, dann glaubst du wenigstens noch an Fußball. Ich wollte gerade sagen, ist es nicht eigentlich auch ein bisschen traurig, dass der Bundeskanzler dann als einzige Hoffnung für gute Stimmung, einzige hat er jetzt nicht gesagt, aber dass er zumindest seine Hoffnung auf gute Stimmung auf die Weltmeisterschaft fußt? Ja, also du kannst natürlich jetzt sagen, okay, lass einfach mal sich über Sport freuen oder so. Aber auch da natürlich, wenn das richtig in die Hose gehen sollte, man kann ja nicht so sicher sein, wie das ausgeht. Dann hat man natürlich nochmal irgendwie so einen Tiefschlag. Also wie du es drehst und wendest, am Ende muss es diese Regierung schaffen, die Stimmung zu drehen. Und das ist schwer genug. Wer übrigens richtig gute Laune gerade hat und vielleicht reicht das schon wieder, ist der Unionsfraktionschef Jens Spahn. Der ist ja auch wiedergewählt worden in dieser Woche. Die Union hat dieses ganz seltsame System. Nach einem Jahr muss sich der Unionsfraktionschef wieder beweisen, also sprich muss nochmal zur Wahl antreten. Schafft das? Ist er wiedergewählt? Ist er dann für drei Jahre im Amt? Also es macht jede Fraktion so ein bisschen anders. Bei denen gilt diese Regel. Also Spahn war dran und hat ein okayes Ergebnis gekriegt. Er hat nicht die 90 Prozent erreicht, die du letzte Woche noch... Das stimmt, das stimmt. Ja, ja, guter Punkt. Aber 86, fein. Er ist wiedergewählt. Es ist jetzt auch kein Katastrophenergebnis. Es ist ein bisschen weniger. Aber der läuft gerade rum und hat wirklich gute Laune. Also der weiß natürlich auch, wie hart es wird oder so, aber diese Wiederwahl, dieses starke Ergebnis und ich glaube auch das Gefühl, dass an ihm jetzt viel hängt und er damit aber auch an Stadttour gewinnen kann, das munitioniert ihn schon, glaube ich, gerade mit viel guten Vibes. Und ja, der ist gerade sehr selbstbewusst unterwegs. Und das ist auch etwas, was ich aus der Unionsfraktion höre. Der große Unmut, der große Frust. Die miese Stimmung macht sich am Kanzler im Moment fest und aktuell nicht am Unionsfraktionenchef. Also Merz, Daumen runter, Spahn eher Daumen hoch gerade. Fand ich auch sehr spannend und ich habe mich dann auch gefragt, was bedeutet das jetzt für das Verhältnis von Merz und Spahn? Also wie schaut Merz am Abendbrottisch mit Charlotte jetzt eigentlich auf diese Wiederwahl von Spahn? Naja, also Spahn ist jetzt für drei Jahre im Amt. Und das ist natürlich erstmal ein Faktor, den man nicht so vom Abendbrotstisch wischen kann. Merz braucht ihn. Er braucht jemanden, der ihm die Mehrheiten organisiert. Jeder weiß, diese Regierung hat gerade mal zwölf Stimmen über den Durst. Spahn muss da liefern. Aber Merz wird wahrscheinlich nie wirklich frei sein, auch von Misstrauen gegenüber Spahn, weil Spahn ist keiner, der sich einfach nur unterordnet, der nur sozusagen Maschinistern ist und den Regierungsmotor am Laufen hält. Ich glaube, dass Spahn schon die Idee im Hinterkopf hat, dass wenn er das jetzt sehr gut macht und wenn er das stabil macht und wenn möglicherweise die Regierung wirklich noch ins Laufen kommt, dass dann natürlich der eine oder andere auch mal denkt, was könnte der denn noch alles Gutes machen? Bevor es soweit kommt, gibt es jetzt erstmal noch einen anderen CDU-Mann, auf den sich die Augen vor allen Dingen in den nächsten Monaten richten werden und das ist Sven Schulze, aktuell Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, denn in ungefähr vier Monaten wird ja in Sachsen-Anhalt gewählt. Und wir haben jetzt gerade eine ganz aktuelle neue Umfrage gesehen, in der die AfD weiterhin mit Abstand stärkste Kraft ist und jetzt auch bei 41 Prozent liegt, die CDU bei 26 Prozent. Also das ist ein deutlicher Abstand und es geht ja wirklich um die Frage jetzt in Sachsen-Anhalt, wird es zum ersten Mal einen AfD-Ministerpräsidenten geben? Der Mann, der das verhindern soll und muss, ist Sven Schulze. Und ihr habt ja mit ihm gesprochen, gerade erst in einem anderen Funke-Podcast, nämlich bei Meine schwerste Entscheidung. Wie hast du Sven Schulze da erlebt? Ja, das war tatsächlich auch Anfang dieser Woche. Der Podcast geht immer so eine Stunde. Das ist eine schöne Gelegenheit, jemanden wirklich auch ein bisschen tiefer vorzustellen. Also wer bei dem Namen Sven Schulze noch denkt, so Sven, wer bitte? Wirklich Hörempfehlung. Das ist eine Stunde mit ihm, die, glaube ich, ein gutes Bild von ihm liefert. Das ist jemand, der wirklich bis dato über die Landesgrenzen hinaus nicht groß bekannt war und jetzt diese Last auf seinen Schultern spürt. Das ganze Land, ganz Deutschland, guckt auf diese Wahl am 6. September. Und ich glaube, dass er wirklich nach und nach erst wirklich realisiert. Und welche wahnsinnig relevante Rolle er da jetzt spielt. Denn natürlich hat er das gewusst in dem Moment, wo er Spitzenkandidat wird. Er ist jetzt auch Ministerpräsident geworden, dass das auf ihn zukommt. Aber er merkt jetzt, dass wirklich jeder Satz, den er sagt, bundesweit Wirkung entfaltet. Dass jede Umfrage aus einem kleinen Land, ich meine zwei Millionen Einwohner, das ist weniger als Berlin hat. Aber wie jede Umfrage auch die Bundespolitik aufscheucht. Und was er aber auch merkt ist, wenn er Dinge sagt, die jetzt zum Beispiel die Position seines Parteichefs Friedrich Merz konterkarieren oder die nicht dazu passen oder so, dass es dann auch schon mal Stimmungsschwankungen bei Friedrich Merz gibt. Also der wird wichtiger, der wird sichtbarer und man kann da wirklich einen Menschen in dem Prozess gerade beobachten. Das ist maximal anstrengend. Er hat auch einfach mal beschrieben, wie so sein Alltag ist und wie dieses Gefühl ist, auch für seine Frau, für seine Familie, für sein Umfeld, unter dieser Megabelastung zu stehen. Das ist hochinteressant, wie er das beschreibt. Und ich finde, man sieht es ihm auch an, wie anstrengend das ist. Da merkst du wirklich, wie ein Mensch unter höchstem Druck gerade liefern muss. Und. Ich glaube, er denkt bis zu diesem 6. September und jede Frage, die darüber hinausgeht, also was ist denn danach oder so, ich glaube, er guckt da in zwei Szenarien und ein Szenario ist der Abgrund. Also das eine Szenario, es gelingt und ich komme irgendwie durch und wir werden eine Mehrheit finden, aber sollte das alles nicht gelingen, ist da wirklich ein ganz großes Fragezeichen, wie das dann weitergehen kann mit einem möglicherweise AfD-Ministerprägen. Und vor allen Dingen nicht nur auf Landesebene, sondern dann auch auf Bundesebene. Die Frage ist ja schon auch, was würde das quasi dann bedeuten für die Bundesregierung? Und gleichzeitig ist es ja jetzt auch schon so, dass, glaube ich, ganz viel dieser Unzufriedenheit mit der aktuellen Bundesregierung sich auch auf diesen Landeswahlkampf überträgt, oder? Also ist das was, worüber sich auch gerade dann die CDU in Sachsen-Anhalt Gedanken macht? Total. Und die versuchen natürlich genau das abzulenken und immer zu sagen, vergesst Berlin, wir gucken hier auf das Land. Aber natürlich sind die Bezüge da. Ein Punkt, nur um es mal so zu illustrieren, Sachsen-Anhalt wird als nächstes Land den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz innehaben. Das heißt, jetzt mal nur den Fall, Sven Schulze verliert und da kommt wirklich ein AfD-Ministerpräsident, dann hast du möglicherweise Pressekonferenzen im Anschluss an Treffen der Länder mit dem Bundeskanzler, wo dann Friedrich Merz neben einem AfD-Ministerpräsidenten bei dieser Pressekonferenz sitzen würde, wenn man dann solche Pressekonferenzen überhaupt noch machen würde. Denn das sind ja alles Fragen, was passiert denn dann mit so einem Land? Kann man dann überhaupt noch in den üblichen, in Jahrzehnten bundesrepublikanischer Tradition erarbeiteten Umgangsformen miteinander Politik machen? Oder schreddert das alles? Also das kommt ja noch dazu. Ich sage jetzt was, Julia, was ich irgendwie in letzter Zeit sehr häufig am Ende der Folge sage. Wir müssen nämlich noch über Donald Trump reden. Wir können das auch einfach aufnehmen, diesen Satz, und wir spielen den ein. Carlotta sagt, und jetzt müssen wir über Donald Trump reden. Das ist eine neue Kategorie. Wir haben ja immer die Zahl der Woche, aber jetzt haben wir den Trump der Woche. Wir haben es ja letzte Woche hier schon mal kurz besprochen. Da ging es um eine Äußerung von Friedrich Merz, die bei einem Besuch in einer Schule getätigt hat, die Donald Trump dann überhaupt nicht gefallen hat. Letzte Woche haben wir noch darüber geredet, dass er danach direkt wütend auf Truth Social gepostet hat. Aber jetzt gibt es noch mehr Entwicklungen, die da zumindest in Folge dieser sich zuspitzenden, schlechter werdenden Beziehung zwischen Trump und Merz ergeben haben. Ja, in der Nacht zu Samstag kam die Nachricht, dass die US-Regierung jetzt die Truppenreduzierung in Europa deutlich schneller als bislang vermutet vorantreiben will. Also 5000 US-Soldaten weniger künftig werden. Trump hat dann sogar noch mal nachgelegt und sagt, es können sogar noch mehr als 5.000 sein. Dass dieses noch mehr ist nicht wirklich beziffert, aber 5.000 ist auch schon ein Wort. Was jetzt nicht heißt, dass die Truppenpräsenz dadurch massiv reduziert würde. Also es sind immer noch Zehntausende hier und das ist im Grunde... 39.000 ist total. Genau, das ist immer noch der Stand vor Beginn des Ukraine-Kriegs. Also man muss jetzt nicht denken, die sind jetzt alle weg, das ist der komplette Truppenabzug. Aber es ist natürlich eine spürbare und eine schmerzhafte Reduzierung. Und vor allem, weil sie jetzt so abrupt und so überraschend kommt. Überraschend nicht generell, weil das ist natürlich lange bekannt, dass Trump das gerne möchte. Er hat das in seiner ersten Amtszeit auch schon mal versucht. Das Thema war so ein bisschen schlummerte, ein bisschen interessant war, dass die Bundesregierung direkt am Samstagmorgen bemüht war, das einzuordnen und sich als nicht überrascht, nicht schockiert darzustellen. Das Kanzleramt hat da gleich angefangen, Kommunikation zu betreiben, damit niemand auf den Gedanken kommt, Und Merz hat einen Fehler gemacht und zack, ist die Sicherheit von ganz Europa bedroht. Denn dieser Connex stand ja plötzlich im Raum. Die waren also sehr bemüht darum zu sagen, naja, darauf sind wir eingestellt, naja, so schlimm ist das nicht und so weiter. Das Problem war, dass parallel noch eine andere Nachricht durchsickerte, dass die geplante Stationierung von Mittelstreckenraketen mit einer besonders langen Reichweite infrage steht. Da geht es um verschiedene Waffentypen. Und Tomahawks ist ein Stichwort, das ist ein wichtiger Waffentyp in dem Zusammenhang. Da gab es eigentlich eine Planung, die sollten stationiert werden. Das war ja was, was auch noch Olaf Scholz mit Joe Biden ausgehandelt hatte. Genau, auch nur als Übergangslösung, bis die Bundeswehr selber an der Stelle genug angeschafft hat und die Sicherung selbst übernehmen kann. Aber das Signal, die kommen jetzt nicht, ist natürlich erstmal eine Schwächung. Und das haben viele Sicherheitsexperten schon auch als alarmierend empfunden. Denn das ist ja ein Abschreckungspotenzial, das in dieser Zeit jetzt nicht irrelevant ist. Du hast gerade schon angesprochen, die Bundesregierung hat sich bemüht, das ein bisschen zu beschwichtigen. Und Friedrich Merz ja auch nochmal, der ja auch darauf angesprochen wurde, hat ja auch versucht, das so ein bisschen zu dimmen, diese ganze Debatte. Aber die Frage steht natürlich trotzdem im Raum. Also wie viel Einfluss hatte jetzt am Ende wirklich diese Aussage von Friedrich Merz, die ja Donald Trump extrem wütend gemacht hat, offensichtlich am Ende auf diese Entscheidung? Da müssten wir jetzt im Grunde nicht am Abendbrotstisch von Donald Trump sitzen, aber in seinen Kopf kriechen. Denn ganz am Ende, ja, es gab diese grundsätzliche Bereitschaft, das zu tun. Es gab diese Planung und diese Gedankenspiele. Wie weit das jetzt Auslöser ist, wie weit er nur auf einen Auslöser gewartet hat, wie weit er auf eine Idee gekommen ist, die gerade vielleicht ein bisschen weiter hinten in seinem Kopf schlummerte. Das vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht wird das noch sichtbarer in den nächsten Tagen und Wochen. Aber das jetzt ganz präzise zu beantworten, also Reizreaktionen, Finde ich an dieser Stelle schwer und ist auch ein Einblick in die Trump-Gehirnwindung, den ich mir nicht zumute und zutraue. Und jetzt die Zahl der Woche. Meine Zahl der Woche passt auf jeden Fall genau zu diesem Thema. Meine Zahl diese Woche wäre nämlich 58 Prozent. Es gab nämlich eine ganz spannende Umfrage, die jetzt gerade eben herausgekommen ist, in der abgefragt wurde, inwieweit die Menschen in der EU eigentlich die USA noch als einen vertrauenswürdigen Partner ansehen. Und 58 Prozent haben gesagt, dass sie kein vertrauenswürdiger Partner mehr sind. Also das ist ja doch eine Mehrheit. Und außerdem sagen 73 Prozent, dass Europa jetzt seinen eigenen Wege gehen sollte und unabhängiger werden von den USA. Ich finde, das ist schon noch irgendwie bezeichnend für das, was wir gerade erleben. Also jetzt gerade in dieser zweiten Amtszeit von Donald Trump, die ja doch nochmal ein viel krasserer Bruch ist als diese erste Amtszeit. Jetzt sollte ich wahrscheinlich eine Zahl finden, die uns nochmal am Ende ein bisschen gute Laune schafft. Ich wollte gerade sagen, hast du diese Woche eine schöne Zahl dabei? Also tatsächlich auf der Suche nach einer schönen Zahl. Ich öffnete heute Morgen, ich glaube es war Instagram, und ich bekam direkt als erstes einen singenden Macron. Und zwar singt Macron La Bohème am Rande eines europäischen Treffens in Armenien und in einer der armenischen Spitzenpolitiker spielt dazu auch. Also ich hatte einen singenden Macron. Aber immerhin war es ein singender Macron und kein KI-Zong über den Wal. Jetzt hast du den Wahl, wir wollten nicht über den Wahl sprechen. Carlotta, jetzt sprichst du über den Wahl. Sprich bitte weiter über Macron. Jetzt wollen alle, dass wir noch mehr über den Wahl sagen. Wir werden nichts über den Wahl sagen. Wir werden über den singenden Macron weitersprechen. Nein, ich habe mich gefragt, eigentlich singt auch unser Bundeskanzler? Und mir ist jetzt nicht spontan gleich eine Szene eingefallen, wo er singt. Aber ich dachte, vielleicht kommt das jetzt bald. Denn sein Lieblingsfreund Markus Söder hat ja jetzt in Bayern durchgesetzt, als dass die Nationalhymne da möglicherweise demnächst häufiger gesungen und gespielt wird, Bei schulischen Anlässen in weiterführenden Schulen soll ja eben nicht nur die Bayern-Hymne, sondern auch die Europa-Hymne oder die National-Hymne gespielt werden. Und ich dachte, vielleicht gibt es irgendwann eine Gelegenheit, dass Friedrich Merz da mal ans Singen kommt. Söder singt ja schon mal, der singt ja auch Shanties und so weiter, das haben wir ja alles schon erlebt. Aber hast du einen singenden Merz in Erinnerung? Puh, du fragst mich Sachen. Vielleicht verschieben das bis zum nächsten Mal. Ich weiß, dass mal gesungen wurde im Kanzleramt, aber ich glaube, das waren nur Kinder, so zu Weihnachten in der Adventszeit. Ich weiß nicht, ob er da mitgesungen hat. Aber es gibt ja auch bei der Hymnenpflicht keine Pflicht, mitzusingen. Können ja alle mal mitsuchen gehen und schreibt bitte einfach mal in die Kommentare, wenn ihr euch einen singenden Merz Ahr wünscht, vorstellt oder ihn schon mal beim Singen erlebt habt. Was ist dann deine Zahl, Julia? Zwei. Zwei Hymnen. Bayern verpflichtet die Schülerinnen und Schüler zu zwei Liedern. Singepflicht. Auch nicht schlecht. Wir haben ja noch, wenn alles gut geht, weitere drei Jahre der Kanzlerschaft von Friedrich Merz. Vielleicht ergibt sich dann auch noch irgendwann die Möglichkeit für ihn zu singen. Vielleicht taucht er auch irgendwann singend als KI-Version oder in echt in unseren Instagram-Feeds auf. Und dann sagt er wieder, täuschend echt. Sehr schön. Damit würde ich sagen, schön, dass ihr in dieser Woche wieder zugehört habt. Danke, Julia, dass du Zeit hattest. Und wenn euch dieser Podcast gefallen hat, dann lasst uns doch gerne eine Bewertung da. Darüber würden wir uns sehr freuen. Ansonsten hören wir uns in der nächsten Woche wieder. Tschüss. Tschüss. Ein Podcast von Funke.