Latest / Gin And Talk / Melanie Pignitter über Selbstfindung, Verletzlichkeit und innere Stärke
Transcript
- 0:00Speaker 1: Also die Menschen glauben oft, das ist halt mein Charakter.
- 0:04Speaker 1: In Wahrheit ist es halt Prägung!
- 0:05Speaker 1: Sie denken halt, das is mein Charaktor?
- 0:06Speaker 1: Ich bin halt so, ich bin zu allen nett und sag zu allem ja, ich will halt allen gefallen.
- 0:11Speaker 1: Der Clou ist es zu erkennen weil dann wirst du nicht hundertmal die Erwartungen anderer erfüllen und nicht dabei wütend werden um dir überlegen was anders zu machen oder auch mal deine zu erfülle.
- 0:23Speaker 1: Die Welt geht nicht unter, ich verliere die Menschen nicht deshalb, weil ich Grenze setze Und ganz ehrlich, die Menschen, die du verlierst, weil du Grenzen setzt.
- 0:33Speaker 1: Das sind halt auch die Menschen von dir profitiert haben, weil Du keine gesetzt
- 0:38Speaker 1: hast.".
- 0:39Speaker 1: Also das war eh eine sehr, sehr einseitige Beziehung und tatsächlich sind das in der Realität sehr wenige Menschen.
- 0:47Speaker 0: Herzlich willkommen!
- 0:49Speaker 0: Mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr euch heute zu einer neuen Episode Gen & Talk begrüßen zu dürfen.
- 0:56Speaker 0: Mein heutiger Gast ist Melanie Pigneta.
- 0:58Speaker 0: Sie ist diplomierte Mental- und Kommunikationstrainerin, Podcasterin, Autorin – und erreicht mit ihrer Arbeit eine riesige Community die sich für Persönlichkeitsentwicklung emotionale Heilung und mentale Gesundheit interessiert.
- 1:12Speaker 0: In ihrem aktuellen Buch Wiedersehen Mit Mir Selbst zwischen Pizza & Apparol erzählt sie die Geschichte einer Frau, die nach einer persönlichen Krise alles hinter sich lässt und in einem alten VW-Bus durch Italien reist auf der Suche nach sich selbst.
- 1:28Speaker 0: Ich wollte von Melanie wissen, warum wir uns so oft im Alltag selbst verlieren was wir über Grenzen Erwartungen und Prägungen lernen müssen.
- 1:36Speaker 0: Und wie wir es schaffen ums selbst wieder näher zu kommen.
- 1:40Speaker 0: Außerdem haben wir bei den Einfluss unserer Kindheit gesprochen über das innere Kind über Anerkennung und darüber warum es manchmal Mut braucht um endlich authentisch zu sein.
- 1:50Speaker 0: Wenn dir diese Episode von Jenna Talk gefällt, folge uns bei Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer du gerne Podcasts hörst und hinterlasse uns eine gute Bewertung.
- 2:00Speaker 0: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:17Speaker 0: Herzlich willkommen
- 2:19Speaker 1: zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:23Speaker 1: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche
- 2:26Speaker 0: ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer Studio-Bar!
- 2:39Speaker 0: Liebe Melanie ich freue mich sehr dass wir uns heute hier treffen können um über dein Buch zu sprechen um über die Suche nach uns selbst zu sprechen warum wir uns selbst manchmal immer wieder verlieren Und warum so ein Wiedersehen mit dir selbst zwischen Pizza und Apparol manchmal doch ganz gut sein kann.
- 2:58Speaker 0: Herzlich willkommen!
- 2:59Speaker 1: Ja, danke schön für die Einladung.
- 3:01Speaker 1: Ich freue mich dass ich da sein darf.
- 3:04Speaker 0: Du hast mit deinem Buch ja schon seit vielen Wochen wirklich großen Erfolg... ...und du hast darin einen Stil gewählt wo du gesagt hast du machst ein Roman eine Erzählung.
- 3:14Speaker 0: Du erzählst die Geschichte von Eva deiner Protagonistin wie sie auf einem Road Trip durch Italien geht mit einem alten VW-Bus und gerade ihren Job verloren, hat eine Trennung hinter sich.
- 3:27Speaker 0: Und fährt einfach los und findet sicher auf dem Weg selbst, lernt aber dabei auch gleichzeitig dass sie sich irgendwie ein Stück weit verloren hat.
- 3:35Speaker 0: Aber du hast im Stil diesen Mix gewählt zwischen der Erzählung und irgendwo ganz viel Sachkontent zwischen Romanen und Selbsthilfe irgendwie.
- 3:47Speaker 0: wie kam es denn dazu?
- 3:49Speaker 1: Ja, tatsächlich die Entstehungsgesicht ist nicht so romantisch wie das Buch.
- 3:53Speaker 1: vielleicht dann.
- 3:54Speaker 1: Weil diese Bücher also Erzählern der Sachbücher Mischung aus Roman und Ratgeber gibt es schon länger Und mein Verlag und ich haben den Markt ein bisschen beobachtet und gesehen dass dieser Bücher wohl sehr gerne gelesen werden.
- 4:09Speaker 1: Ich hatte da vorher sich nachzielen sechs Radgeber geschrieben.
- 4:16Speaker 1: Ohne hat mich der Verlag gefragt ob ich mal was Neues ausprobieren wollte.
- 4:21Speaker 1: Meine erste Antwort war gleich mal, nein definitiv nicht!
- 4:25Speaker 1: Weil einfach Ratgeber konnte ich schreiben.
- 4:28Speaker 1: also man kann sich das so vorstellen, ich schreibe so ein Ratgebers in vier und halb Wochen circa runter Und dann haben sie die auch noch gut verkauft.
- 4:36Speaker 1: Ich war erfolgreich damit Also habe ich gleich mal Nein gesagt.
- 4:38Speaker 1: warum soll ich denn jetzt etwas neues ausprobierende?
- 4:41Speaker 1: auf keinen Fall.
- 4:42Speaker 1: Das war aber eher so die rationale Seite.
- 4:45Speaker 1: habe ich eine Nacht drüber geschlafen und dann hatte ich tatsächlich so ähnlich wie ein Traum.
- 4:50Speaker 1: Ich weiß, dass ich nicht Obstentraum war oder ob ich einfach mit dem Gedanken aufgewacht bin.
- 4:56Speaker 1: Dachte ich mir dann ja aber eigentlich so dieses zwölfjährige Mädchen das ich mal war.
- 5:02Speaker 1: Ich hab mit zwölfe Jahren meinen ersten BC bekommen und hab da angefangen zu schreiben Geschichten ganz Geschichten die du heute nicht mehr lesen kannst weil du dich fast übergeben muss, weil lauter Kids.
- 5:14Speaker 1: Aber halt liebe Geschichten.
- 5:15Speaker 1: und da habe ich immer davon geträumt mal ein liebes Roman zu schreiben wenn ich halt erwachsen bin.
- 5:21Speaker 1: ja das kam mir wieder und dann dachte ich mir einfach okay ich mache es einfach für mein zwölfjähriges Ich und dann schauen wir was daraus wird.
- 5:31Speaker 0: Ich hab vergangene Woche angefangen dein Buch erstmal zu hören tatsächlich als Hörbuch Feierabend losgegangen aus dem Büro und zwei Stunden quer durchs Viertel gelaufen.
- 5:45Speaker 0: Und ich glaube so der erste Gedanke, der bei mir hängen geblieben ist, dass wir alle uns so schnell durch diese Welt bewegen, durch die Zeit bewegen.
- 5:55Speaker 0: Jeder hat seine Termine jeden Tag läuft ins Büro, hat tausende Aufgaben macht dies macht das macht jenes.
- 6:03Speaker 0: Das was Eva da ja macht vielleicht auch unbewusst erstmal quasi im übertragenen Sinne nicht von dem alten VW Bus Bertha, aber generell in ihrem Leben erstmal die Handbremse zieht und die Bremse voll durchdrückt.
- 6:19Speaker 0: Und sagt so Moment mal wo bin ich eigentlich?
- 6:22Speaker 0: Und wer bin Ich Eigentlich?
- 6:24Speaker 0: und was mache ich hier eigentlich?
- 6:26Speaker 0: warum ist das eigentlich was was wir immer erst dann machen wenn wir in So eine persönliche Krise kommen?
- 6:33Speaker 0: es wäre doch eigentlich viel sinnvoller Wenn wir uns öfter mal die frage stellen und reflektieren ob wer da wo wir sind das was wir machen gerade so das Richtige ist oder ob wir da vielleicht mal.
- 6:44Speaker 0: Ja uns irgendwo auf dem weg selbst verloren haben
- 6:47Speaker 1: ja voll tatsächlich ist es sehr auch das was ich so im alltäglichen mache meine Social Media Kanälen an Blogs Podcast zu versuchen die Menschen zu inspirieren sich mit gewissen Dingen auseinanderzusetzen, die einfach im Alltag verloren gehen.
- 7:02Speaker 1: Auf der anderen Seite aber auch zu verstehen und mitzugeben dass das völlig normal ist.
- 7:08Speaker 1: also so ein Alter hat so viele Anforderungen jede eigene Lebensphase hat so viel Anforderung.
- 7:14Speaker 1: wir steigen den Beruf einen geht es erst mal um Karriere oder vorher noch um das Studium abzuschließen Und dann findet man einen Partner, dann geht es vielleicht irgendwann um die Kinder.
- 7:24Speaker 1: Es gibt ständig also egal wie dein Leben aussieht ob mit Partner ohne Partner, Kinder mit Kinder oder so.
- 7:30Speaker 1: Du bist eben in diesen Hamsterrad drinnen wo du tagtäglich so viele Anforderungen hast und im Buch habe ich tatsächlich versucht auch das als große Metapher aufzugreifen.
- 7:43Speaker 1: bevor ich mit diesem Buch begonnen habe hab ich mir überlegt was ist denn der Kern?
- 7:47Speaker 1: Oder die Kernaussage dessen was Eva da erlebt?
- 7:51Speaker 1: und das ist natürlich etwas, was wir alle erleben.
- 7:54Speaker 1: Wir kommen in diese auf dieser Welt und als Kinderspielen wird es vielleicht noch weniger.
- 8:00Speaker 1: Diese Erwartungen an uns wie man was machen soll seien jetzt gesellschaftliche Erwartung von den Eltern oder einfach nur dann auch den Drang dazu zu gehören sich anzupassen und Freunde im Job usw.. Man kann sich das so vorstellen, ich spreche da gerne im Bildern.
- 8:17Speaker 1: Das es unseren Warenkern gibt, der ist hier so.
- 8:19Speaker 1: und dann gibt's eben diese Schichten zuerst mal die Erwartungen der Eltern wie die die uns haben wollten.
- 8:25Speaker 1: Dann kommen die Freunde dazu, die Erwartungen wie wir da dazupassen.
- 8:28Speaker 1: Die Erwartung deines Arbeitsgebers oder deiner Kunden, die erwartet in der Gesellschaft.
- 8:33Speaker 1: Und zweitens geht immer so weiter.
- 8:35Speaker 1: man könnte auch sprechen von Glaubenssätzen, ich finde das Wort ein bisschen zu sehr ausgelutscht mittlerweile.
- 8:41Speaker 1: Aber da hat man eben so eine Schicht an ganz, ganz vielen Erwartungen von anderen und die liegen darüber ohne dass du es merkst und eigentlich bist du da unten versteckt.
- 8:51Speaker 1: Und die Idee des Buches, die Grundidee ist diese Erwartung alle aufzubrechen.
- 8:56Speaker 1: und wenn Du die alle aufgebrochen hast dann hast Du eben einen Wiedersehen mit Dir selbst weil Du dann endlich Dich selbst auch wieder sehen kannst und das was Du Dir vom Leben wünscht erwartest.
- 9:08Speaker 1: Aber es ist an dieser Stelle halt auch ganz, ganz wichtig zu sagen dass das normal ist.
- 9:14Speaker 1: ich glaube jedes leben verläuft so.
- 9:17Speaker 1: Ich glaub nicht dass man von Anfang an so machen kann dass man sich gar nicht selbst verliert.
- 9:22Speaker 1: da müsste man wahrscheinlich auf Ja auf einer weltleben wo es keine anderen menschen gibt kein soziales umfeld keine gesellschaft und so weiter.
- 9:32Speaker 0: Wo ist denn der richtige mittelweg zwischen?
- 9:35Speaker 0: Ich geb mich irgendwann selber auf, weil ich ständig allen möglichen Leuten auch gefallen möchte.
- 9:41Speaker 0: Weil ich die Erwartungen erfüllen möchte, die vielleicht auch manchmal viel zu hoch sind und aber ich nehme irgendwie das Beste mit um mich weiterzuentwickeln.
- 9:53Speaker 0: Weil nicht jeder Einfluss von außen ist erstmal negativ.
- 9:56Speaker 0: es gibt ja auch Dinge die mich ergänzen, die mich weiter bringen, die sich fordern, die mir weiter entwickeln.
- 10:03Speaker 0: wie finde ich denn da die richtige Balance?
- 10:05Speaker 1: Die richtige Balance ist natürlich bei jedem ein bisschen anders, aber ich denke der Schiff ist der das du es erkennst.
- 10:16Speaker 1: Also du findest die richtige Balance erst dann wenn du es erkennst, okay jetzt stelle ich gerade die Erwartungen oder Bedürfnisse meiner Tochter an erster Stelle weil sie ist drei Jahre alt und will etwas essen obwohl ich lesen möchte und stellt meine zurück jetzt in einem überspitzt einfachen Beispiel dargestellt.
- 10:37Speaker 1: Also immer dann, wenn du es erkennst – mein Partner oder meinen Vorgesetzter – erwarten das obwohl ich eigentlich das möchte, dann glaube ich allein dadurch dass du es erkennst, dass du die richtige Entscheidung treffen kannst weil dann würdest du merken, dass dich den ganzen Tag wenn du's tust selbst übergehst.
- 10:58Speaker 1: Also wenn du so jemand bist, klassischer Peoplepleaser der es eben allen recht macht und du würdest jedes mal wahrnehmen Wenn du etwas nur machst weil ein anderer das will oder weil du denkst dass du den anderen damit gefällst.
- 11:12Speaker 1: also keine Ahnung.
- 11:13Speaker 1: dich fragt jemand im Stiegenhaus kannst du heute meinen Stiegenhausputzdienst übernehmen?
- 11:17Speaker 1: Und du sagst ja klar kein Problem mache ich.
- 11:21Speaker 1: und wenn du jetzt registrieren würdest Okay eigentlich wollte ich gerade was ganz anderes tun mich entspannen, was auch immer.
- 11:28Speaker 1: Jetzt zeige ich aber ja wo ich nein sagen möchte dann wäre das so wie ein Punkt der dir aufpoppt wenn du es jetzt weitergeht und es sitzt am Abend mit deinem Mann beim Fernsehprogramm und ihr möchtest eigentlich keine Ahnung was schauen Chemines, Next Topmodel oder wie das heißt?
- 11:41Speaker 1: Und dein Mann will irgendwie einen Thriller schauen und sagt ne schon Ordnung schauen wir das was du willst Dann merkst Du's wieder, wieder in Punkt!
- 11:48Speaker 1: Wenn das den ganzen Tag so gehen würde und du würdest das merken dann würdest du am Ende des Tages extrem wütend sein und dann würdest du ganz laut sagen, jetzt reicht's mir.
- 11:58Speaker 1: Jetzt bin ich dran!
- 12:00Speaker 1: Also das Thema ist die Leute merken es nicht mal und deswegen kann man auch keine ausgewogene Mitte finden.
- 12:07Speaker 1: weil ich glaube dass ich also die Menschen glauben oft es ist halt mein Charakter in Wahrheit das ist halt Prägung.
- 12:16Speaker 1: sie denken halt das ist mein Charaktor Ich bin halt so ich bin zu allen nett ich sag zu allem ja ich will halt allen gefallen.
- 12:21Speaker 1: also der clue ist es zu erkennen Weil dann wirst du nicht hundertmal die Erwartungen anderer erfüllen und nicht dabei bütend werden, um dir überlegen was anders zu machen.
- 12:31Speaker 1: Und auch mal deine zu erfülle.
- 12:34Speaker 0: Die Angst, die dahinter steckt ist ja so ein bisschen dieser Liebesentzug dieses...die mögen mich dann nicht mehr wenn ich das jetzt nicht mache oder dann verliere vielleicht die Freundschaft oder also alles was da so dranhängt.
- 12:49Speaker 0: Wie kann ich denn mit diesen Ängsten richtig umgehen?
- 12:51Speaker 0: Also hast du da ein Tipp, wie ich das irgendwie abschalten kann.
- 12:55Speaker 0: Damit dich mich dann auch mal traue Grenzen zu setzen und nicht nur immer Ja zu sagen.
- 13:02Speaker 1: Ja also diesen einen Schnelltipp gibt es tatsächlich nicht weil dass sehr tiefe Prämien in unserem Unterbewusstsein sind.
- 13:10Speaker 1: Sie sind sogar so tief wie ich vorher erwähnt habe, dass die meisten Menschen, die so Sinn, die es gerne anderen recht machen, die nie Nein sagen, die immer lieb sind... Dass die tatsächlich denken, ich bin so auf die Welt gekommen ist mein Charakter.
- 13:23Speaker 1: Ich kann gar nicht anders und das ist der erste Schritt es mal dir einzugestehen dass das nicht dein Charakter ist sondern dass du es tust aus Angst vor Verlust als angst weniger gemocht oder abgelehnt zu werden.
- 13:37Speaker 1: also das ist mal So ein ganz wichtiger Punkt weil im meisten Leute glauben einfach sie sind halt zu Und dann Kann das natürlich auch zielführend sein, dich einfach mal zu fragen was stecken denn dafür Ängste dahinter?
- 13:52Speaker 1: Man könnte da ja auch ein bisschen in die Tiefe gehen weil es hat ganz oft etwas mit der Kindheit zu tun.
- 13:57Speaker 1: Also wenn ich als Kind was erlebt habe wo ich meiner Mama meine Tante immer mal nicht recht gemacht habe und dann wurde ich zum Beispiel bestraft mit der wahrscheinlich schlimmsten Strafe oder fast schlimmsten strafe für den kind nämlich Schweigen mit absoluten Liebesenzug tagelange schweigen.
- 14:17Speaker 1: Dann hat sich das in mir so tief eingeprägt, weil das absolute Liebesentzug ist.
- 14:23Speaker 1: wenn ich jetzt irgendwie vier Jahre alt bin und keine Liebe bekomme und keine Aufmerksamkeit dann fühlt sich das fast ein bisschen angesterben.
- 14:31Speaker 1: Das ist nicht mehr so wie heute, dass wir uns nur ärgern und irgendwie damit umgehen können.
- 14:35Speaker 1: Nein als Kind brauchen wir diese Liebe und diese Zuneigung so dringend, dass ich es ein bisschen zu anführend als könnte man es nicht überleben.
- 14:43Speaker 1: Und diese Angst hat sich so tief eingeprägt weil es damals eben so schlimm war.
- 14:49Speaker 1: Jetzt können wir ein bisschen ins Rationale gehen und uns bewusst machen aber das IST es heute ja gar nicht.
- 14:56Speaker 1: Was ist denn jetzt, wenn dieser Freund mich kurz mal blöd findet oder drei Wochen nicht anruft?
- 15:03Speaker 1: Also daran werde ich nicht sterben.
- 15:05Speaker 1: Und tatsächlich würde ich das so radikal auch zu mir selbst sagen!
- 15:09Speaker 1: Das ist nichts woran ich sterben kann um eben diese alte Angst da auch anzusprechen.
- 15:15Speaker 1: also ich kann das jetzt überleben und dann gehört dazu ja schon sehr viel Überzeugungsarbeit, sage ich mal.
- 15:24Speaker 1: Also diese Überzeugung... Ich bin nur dann liebenswert und wertvoll für andere wenn ich es allen recht mache die muss man weg und das heißt wir müssen mal die überschreiben.
- 15:35Speaker 1: Das kann man jetzt mit mentalen Tools machen aber auch mit Erfahrung also ist es einfach der Weg der neuen Erfahrungen möglich.
- 15:44Speaker 1: Man muss ein bisschen mutig sein Und der ist ganz einfach, nämlich ich beginn einfach mal im Grenzen zu setzen.
- 15:51Speaker 1: Vielleicht mal kleine und sanfte... ...und sehe dann die Welt geht nicht unter!
- 15:56Speaker 1: Also vielleicht sehe ich sogar okay das gar nicht wirklich böse oder es nur Mal zwei Minuten verständnislos und bemerke dadurch Die welt geht nicht runter.
- 16:07Speaker 1: Ich verliere die menschen nicht deshalb weil ich grenze setze.
- 16:11Speaker 1: und Ganz ehrlich die Menschen die du verlierst weil du grenzen setzt Das sind halt auch die Menschen, die von dir profitiert haben weil du keine gesetzt hast.
- 16:22Speaker 1: Also das war eh eine sehr, sehr einseitige Beziehung und tatsächlich sind das in der Realität sehr wenige Menschen.
- 16:30Speaker 1: Und es ist auch so man tut sich selbst einen Gefallen damit grenzen zu setzen.
- 16:34Speaker 1: Weil das menschliche Gehirn, die menschlichen Psychologie ist in vielen Bereichen sehr einfach und uneinfältig sage ich mal Wenn jemand immer Ja sagt, ja also wir können alle diese Menschen die immer gleich Ja sagen wie immer gleich helfen.
- 16:51Speaker 1: Dann beginnen wir diese Menschen gar nicht mehr so wiederzuschätzen.
- 16:54Speaker 1: Also wenn sich dieser Freund der immer Zeit hat und er sich immer mit dir trifft... ...wenn der sich treffen will dann kommt etwas anderes dazu vielleicht eine interessantere Person die sich nur einmal im Jahr melde Und ihr möcht jetzt ein Treffen dann werde ich genau dem Freund der Immer-Jahr sagt absagen das heißt beginnt die menschen die immer ja sagen weniger wert zu schätzen.
- 17:17Speaker 1: dafür muss ich kein schlechter mensch sein sondern das ist ganz einfache menschliche psychologie.
- 17:23Speaker 1: wenn jemand immer ja sagt dann.
- 17:25Speaker 1: Ist der preis relativ niedrig und deswegen ist dieser mensch für mich nicht so wertvoll.
- 17:30Speaker 1: wenn jemand sich rahmacht wenn jemand selten ja sag dann erscheint er uns Menschen einfach als wertvoll.
- 17:37Speaker 1: also man muss dafür kein schlecher Mensch sein dass es einfach etwas grundpsychologisches was in uns passiert das heißt mal tut sich einen riesengroßen Gefallen damit, Grenzensätzen zu lernen.
- 17:47Speaker 1: Man lernt dadurch auch oder man lehrt dadurch auch andere das sie einen mehr schätzen.
- 17:53Speaker 0: Weil du gerade das innere Kind schon angesprochen hast.
- 17:56Speaker 0: Liebe ist ja das eine was was man da so sucht.
- 18:00Speaker 0: Das andere ist ja auch ein Stück weit die Anerkennung für das was man gemacht hat.
- 18:04Speaker 0: also ich habe mich ja im Leben auch viel mit des funktionalen Familien beschäftigt und Kinder und Jugendlichen, die aus diesen Familien kommen.
- 18:12Speaker 0: Und später dann im Erwachsenenalter die ganze Zeit versuchen immer mehr zu leisten und noch mehr zu tun weil sie eben in der Kindheit auch nie die Anerkennung für das bekommen haben was sie eigentlich gemacht haben und man da natürlich immer versucht mehr zu machen damit dann doch vielleicht irgendwann mal diese Anerkernung kommt.
- 18:32Speaker 0: Auch so ein Teufelskreis der wahnsinnig schwer zu stoppen ist, wenn man den nicht einmal vernünftig aufarbeitet und reflektiert oder?
- 18:41Speaker 1: Total!
- 18:42Speaker 1: Ich schmunzte deswegen so.
- 18:43Speaker 1: Ich habe dir ja vorhin erzählt dass ich jetzt mein nächstes Buch beim Skript abgegeben habe wie das in Selbstteil zwei.
- 18:50Speaker 1: und da ist tatsächlich genau das Sachthema nämlich dieser Leistungstrang.
- 18:56Speaker 1: Und du hast völlig recht, der Leistungsstrang entsteht aus zwei Gründen also entweder weil nie gesehen wurde was sich gemacht haben oder ich wurde halt nie als Mensch gesehen und ich habe nur dann, als Kind ein bisschen Aufmerksamkeit und ein bisschen Ja an Kopfnicken bekommen.
- 19:16Speaker 1: Wenn ich was ganz extrem toll gemacht habe, wenn ich die eins geschrieben hab, wenn nicht die erste im Sport war oder sonstiges.
- 19:23Speaker 1: Ja genau das schleppen wir mit und kann da auch gestehen.
- 19:26Speaker 1: Ich gehöre auch zu denjenigen, die diesen Leistungstrang mitschleppen oder war lange Zeit, die genau diesen Glaubensrat oder diese kindliche Prägen mitgeschleppt haben.
- 19:38Speaker 1: Und das bestimmt natürlich unser ganzes Leben!
- 19:41Speaker 1: Also wir laufen dieser Anerkennung her, die wir scheinbar als Kind nicht bekommen haben.
- 19:47Speaker 1: und Anerkennen ist auch nichts anderes als eine Form der Zuneigung der Liebe – es ist ja auch eine Liebesprache.
- 19:53Speaker 1: Das heißt, es geht eh wieder um wie lieber?
- 19:55Speaker 1: Wir haben sie damals zu wenig bekommen und jetzt suchen wir uns im heutigen Weg nicht im Heute, also sagen wir so wie haben uns das Kind begonnen einen Weg zu suchen.
- 20:07Speaker 1: Also wir haben irgendwo zu wenig Liebe, zu wenig Lob, zu wenige Anerkennung, zu weniger Aufmerksamkeit bekommen und je nach dem was sich als bester Weg herausgestellt hat damals.
- 20:18Speaker 1: Das kann zum Beispiel sein durch komplett zurückziehen und sichtbar machen oder irgendwas leisten, dich besonders nützlich machen.
- 20:27Speaker 1: Irgendwas herausragendes zu tun oder als allen recht machen immer ja sagen.
- 20:31Speaker 1: also gibt es ganz verschiedene Strategien die man wählt um eben dann irgendwie doch in dieser Familie diese Konstellationen der man ist klarzukommen und irgendwie doch ein bisschen hier und da Liebe oder Aufmerksamkeit zu erreichen und dieses Muster sei das nun als allen Recht machen immer etwas leisten.
- 20:52Speaker 1: Das übernehmen wir einfach, das übernehmen Wir hab's auch schon erwähnt.
- 20:56Speaker 1: Wir denken irgendwann ist unser Charakter ich bin halt ehrgeizig Ich mach halt immer viel.
- 21:01Speaker 1: Aber wenn wir genauer hinschauen und es mal wirklich uns in der Tiefe anschauen dann ist fast immer ein verletztes inneres Kind dahinter.
- 21:11Speaker 1: Und Wenn ich diesen Glaubensratz im Erwachsenen Leben habe kann ich ziemlich genau sagen wohin das führen kann.
- 21:17Speaker 1: also Es kann dort hinführen dass sich eben gar nicht mich selbst finden kann, weil ich muss ja immer im Außen diese Anerkennung bekommen.
- 21:25Speaker 1: Also das heißt, ich tue immer etwas um Nützig zu sein, tue mir etwas umzuleisten.
- 21:30Speaker 1: Im Worst Kiss führt das zur Burnout.
- 21:33Speaker 1: aber es gibt natürlich auch ganz viele Graustufen und Zwischenstufen von Schlafproblemen oder einfach davon dass du überhaupt nicht glücklich und zufrieden mit deinem Leben bist, weil du den ganzen Tag tust und arbeitest und Erfolg nach Erfolg strebst Und eigentlich überhaupt keine Zeit dir nimmst für das, was dich vielleicht wirklich glücklich machen würde.
- 21:56Speaker 0: Ich habe vorhin schon erzählt eine Eva in dem Buch beginnt ein Roadtrip mit einem alten VW-Bus Bertha und fährt einfach los in auch so ein bisschen ihr Seelenland wenn man es vielleicht zu sagen kann nach Italien.
- 22:13Speaker 0: Sie hat gerade ihren Job verloren sie hat sich endlich von einer Ja, ich würde mal sagen doch eher toxischen Beziehung getrennt.
- 22:21Speaker 0: Und trifft auf dem Weg ganz viele Menschen und trifft auch ganz viele Orte die auch irgendwie was mit ihr machen.
- 22:29Speaker 0: und es gibt relativ am Anfang so eine Szene.
- 22:33Speaker 0: Die mich auch sehr zum Nachdenken gebracht hat als sie bei einer alten Freundin ist und dann auch mit ihrem Mann also mit dem Mann ihrer Freundin auch in so ein Dreier Gespräch kommt Und man irgendwann merkt wie Eva auch die Situation dieser Menschen völlig überhöht hat.
- 22:51Speaker 0: in ihrem Kopf so bei mir ist alles doof und ihr seid soweit gekommen.
- 22:55Speaker 0: Ihr habt das erreicht, diese erreicht, jenes erreicht.
- 22:59Speaker 0: Ich glaube wir sind viel zu oft Auch in zwischenmenschlichen Beziehungen, in Freundschaften immer kratzen immer an der Oberfläche Gar nicht mehr in der Lage auch die Perspektive dieser Menschen irgendwo einzunehmen, auch irgendwie zu verstehen.
- 23:17Speaker 0: Wie vielleicht diese Situation wirklich ist?
- 23:19Speaker 0: Auch mal nachzufragen!
- 23:20Speaker 0: Auch mal selbst unangenehme Dinge zuteilen, die einen beschäftigen und einverletzen.
- 23:26Speaker 0: also wenn wir auch generell im deutschsprachigen Raum sage ich jetzt mal über dieses wie geht's dir?
- 23:32Speaker 0: und dann sagt jeder ja gut weil aber auch gar keiner die Zeit hat wirklich mal zu sagen wie es einem geht Wie kommen wir da eigentlich endlich mal raus?
- 23:43Speaker 0: Also, es wäre doch eigentlich viel schöner gerade auch in engen Freundschaften.
- 23:48Speaker 0: Wenn jeder offen über echte Probleme und Herausforderungen, über Gefühle, über Ängste sprechen könnte... Und wenn nicht immer selbst in diesen Beziehungen versuchen würden, dass wir so perfekt erscheinen und ja alles funktioniert und man möchte den anderen irgendwie beeindruckt.
- 24:08Speaker 1: Das sind jetzt gleich drei Punkte.
- 24:11Speaker 1: Also der erste Punkt ist mal, dass die alle allermeisten Menschen sich fast tagtäglich eine Lüge erzählen und die Lügel heißt Alle anderen haben es besser bei allen anderen ist leichter Und die stand halt einfach daher das wir nicht nur alle Instagram Profile haben sondern dass wir auch unser Leben In der Reality ein bisschen Instagram Profil herzeigen.
- 24:36Speaker 1: Da war ich auf Urlauber, da habe ich mit meinem Mann einen romantischen Abendessen und dann entsteht einfach der Eindruck die anderen haben keine Probleme.
- 24:45Speaker 1: den anderen geht das was mir so schwer von der Hand geht leicht von der hand.
- 24:50Speaker 1: die anderen sind natürlich schlank und nehmen nicht gleich zu wenn sie Schokolade essen.
- 24:56Speaker 1: Die anderen haben Spaß im Job, die sind erfolgreicher im Job.
- 24:59Speaker 1: Die werden nicht ständig von dem Boss kritisiert und das ist natürlich eine Lüge!
- 25:05Speaker 1: Wir sehen halt nur diese Oberflächen.
- 25:07Speaker 1: Das müssen wir uns immer wieder mal bewusst machen.
- 25:10Speaker 1: also ich frage mich immer wenn ich so mich merke dass sich mit jemanden vergleichet der mir besser mehr größer weiß was ich erscheint dann freu ich mich würde ich mein komplettes Leben mit dem tauschen wollen.
- 25:23Speaker 1: Weil in dem Moment, wenn ich die Gelegenheit hatte, hätte dann würde ich drüber nachdenken, dass dieser Mensch wahrscheinlich auch Probleme hat und diese Probleme würde ich ja auch
- 25:31Speaker 1: mittauschen.".
- 25:32Speaker 1: Also das ist mal so.
- 25:33Speaker 1: der eine Punkt!
- 25:34Speaker 1: Und der zweite Punkt geht damit ein Heer sich verletzlich und echt zu zeigen – auch von seinen Problemen nicht so schönen Seiten zu erzählen oder auch von diesen Gedanken, die man eben hat.
- 25:46Speaker 1: Oder Glaubenssätzen oder Selbstzweifeln.
- 25:48Speaker 1: Ja einfach dieses zum Beispiel ja ich habe da einfach das Gefühl dann nicht gut genug zu sein oder keine Ahnung.
- 25:55Speaker 1: Ich hab Angst niemanden mehr zu finden.
- 25:57Speaker 1: Ich habe Angst niemandem mehr zufinden weil ich nicht gut genug bin.
- 26:00Speaker 1: Ich meine dieser Satz geht irgendwie ins Knochenmark rein.
- 26:03Speaker 1: wenn ich das jemanden sage ist dass wie wenn ich mich splitternakt ausziehe.
- 26:07Speaker 1: Und darum geht es auch ein bisschen in echter zwischenmenschlicher Tiefe.
- 26:13Speaker 1: Nicht nur ein bisschen, darum geht's wirklich wenn ich mich ausziehe und ganz echt verletzlich zeige.
- 26:20Speaker 1: Nur dann wird sich mein Gegenüber ausziehen und zeigen.
- 26:25Speaker 1: Dann ist halt die Frage was will ich?
- 26:27Speaker 1: Was will ich in meinem Leben?
- 26:28Speaker 1: Will ich oberflächliche Beziehungen oder will ich wirklich tiefe Gespräche?
- 26:32Speaker 1: Also ich für meinen Teil muss sagen Ich halte Oberflächlichkeit Ganz, ganz schwer ein Ausjahr.
- 26:39Speaker 1: Also ich liebe es zu lachen und Humor zu haben und so weiter.
- 26:43Speaker 1: aber grundsätzlich brauche ich tiefe in den Gesprächen weil ich einfach erfahren habe wie viel einem das gibt.
- 26:51Speaker 1: ja was für eine unglaubliche Verbindung man aufbaut zum Menschen wenn man sich nackt zeigen zeigt und diese menschen sich dann auch nackte zeigen.
- 27:00Speaker 1: Und das wäre natürlich wunderschön.
- 27:02Speaker 1: Ja meiner beruflichen Erfahrung auch sagen.
- 27:07Speaker 1: So Instagram ist auch so ein Kanal, wo ich immer wieder ein bisschen was von meiner Geschichte teile und von Dingen die man vielleicht nicht zu erzählen würde.
- 27:15Speaker 1: Ich mache mal einen Beispiel.
- 27:17Speaker 1: Gestern war das.
- 27:18Speaker 1: gestern habe ich einen Beitrag geteilt der hieß Dinge nicht mehr persönlich nehmen und dann Spoiler!
- 27:24Speaker 1: Ich hab meinen Mann gefragt ob er mich heiratet und er hat Nein gesagt.
- 27:29Speaker 1: Das sitzt natürlich schon eine ganze Weile her.
- 27:31Speaker 1: Aber warum springen die Leute auf so einen Post auf?
- 27:37Speaker 1: Weil der halt zu ehrlich und echt ist, ja.
- 27:41Speaker 1: Eigentlich traut man sich das gar nicht erzählen, weil es nichts worauf man stolz sein kann.
- 27:45Speaker 1: Man will gewollt werden!
- 27:47Speaker 1: Ich löse jetzt den ganzen Instagram-Post hier nicht auf außer du willst es also.
- 27:51Speaker 1: irgendwann haben wir dann doch geheiratet.
- 27:53Speaker 1: Es ging aber darum dass ich es nicht mehr persönlich nehme... ...aber grundsätzlich um auf das Thema zurückzukommen, geht es darum.
- 28:04Speaker 1: Wenn man sich halt nackt zeigt mit seinen Fehlern, mit seinen Ängsten und mit seinen Zweifeln dann kommt man halt wirklich in die Tiefe.
- 28:13Speaker 1: Und aufgrund des Insta-Beitrags, deswegen habe ich erwähnt Das sehen wir dran, dass Menschen genau das wollen weil eben eine Reaktion auf so einem Beitrag ist einfach zehnmal so hoch als Auf einen professionellen Post Genau, also das ist noch ein wichtiger Punkt.
- 28:31Speaker 1: und das letzte was du gesagt hast nämlich dieses wie geht es mir?
- 28:35Speaker 1: Das geht ja auch damit einher weil wir Deutschland in Österreich wahrscheinlich auch in der Schweiz nicht wirklich darauf antworten.
- 28:43Speaker 1: Wir sagen Ja geht schon oder gut geht's oder passt schon
- 28:48Speaker 1: usw.,
- 28:50Speaker 1: aber das ist eigentlich keine Antwort auf diese wunderschöne Frage.
- 28:53Speaker 1: Diese Frage ist ja wunderschön eigentlich.
- 28:56Speaker 1: Wie geht es dir denn gerade in deinem Lebensabschnitt?
- 28:59Speaker 1: Was beschäftigt dich, was berührt sich, was tut sich bei dir?
- 29:03Speaker 1: und da kommt eben meist so eine banale Antwort.
- 29:06Speaker 1: aber tatsächlich glaube ich dass beide Seiten hier gleich viel Schuld an teil tragen weil jemand der fragt wie geht's dir will meistens gar nicht die lange Geschichte hören.
- 29:17Speaker 1: Und ich hatte ja sehr sehr lange Zeit eine Schmerzerkrankung und habe auf diesen Satz allergisch reagiert, weil was sollte ich denn sagen?
- 29:25Speaker 1: Ich lag eineinhalb Jahre lang im Bett.
- 29:28Speaker 1: Ich konnte nicht reisen!
- 29:29Speaker 1: Ich hatte durchgehend Schmerzen, ich konnte normalsten Dinge kochen, Sport machen... Freunde treffen nicht tun.
- 29:34Speaker 1: und dann fragt mich wer wie es mir geht.
- 29:37Speaker 1: Was soll ich da drauf antworten?
- 29:39Speaker 1: der will hören ja geht schon aber das war für mich so eine Lüge dass ich das gar nicht mehr aussprechen konnte.
- 29:45Speaker 1: Und dann habe ich irgendwann zu meinen Freunden einen Bekannten aber gesagt, stell mir diese Frage nur wenn du es wirklich wissen willst.
- 29:53Speaker 1: Weil was soll ich sonst darauf antworten?
- 29:54Speaker 1: Das, was ich hier drauf antworte, das dauert länger als eine Sekunde!
- 29:59Speaker 0: Ich fange mal der Reihe nach an, so viele Nachfragen... Ich hab bei mir selbst irgendwann gemerkt, ich schon öfter in vorherigen Episoden zählt, war nie immer alles einfach in meiner Kindheit, gibt's auch viele viele Geschichten.
- 30:14Speaker 0: Und ich war aber immer so in dieser Situation, dass sich irgendwann der Meinung war.
- 30:20Speaker 0: Ich muss jetzt so eine Mauer um mich herum bauen und es muss alles shiny sein und poliert und perfekt und alles ganz toll und alles funktioniert immer.
- 30:29Speaker 0: und das Absurde ist irgendwann haben die Leute das auch noch geglaubt.
- 30:34Speaker 0: also irgendwann bei dir funktioniert ja immer alles bei dir klappt immer alles alles super alles ist toll.
- 30:40Speaker 0: und hab dann aber irgendwann gemerkt A is es super anstrengend diese Fassade, die ganze Zeit irgendwie so zu bauen und in Stand zu halten.
- 30:50Speaker 0: Und auf der anderen Seite wächst man selber überhaupt nicht mehr.
- 30:54Speaker 0: Also weil man reflektiert ja gar nicht mehr ... Man kommt ja gar keine echte tiefe Gespräche rein.
- 31:03Speaker 0: Ich hab dann vor vielen Jahren irgendwann gemerkt, nee, so kann ich nicht weitermachen, da mach' ich mich am Ende auch selber kaputt.
- 31:14Speaker 0: Offener über Verletzlichkeit, über Dinge die schief gehen.
- 31:17Speaker 0: Über Dinge die mich beschäftigen, über Dingen die mich traurig machen und über Dinge, die mich glücklich machen aber einfach authentischer echter zu reden auch über mich selbst und hab dann gemerkt alle anderen springen darauf auf diesen Zug quasi auf.
- 31:32Speaker 0: also die Leute die ich vor mir sitzen habe fangen dann auch an ihre ganz persönlichen Dinge zu teilen Und genau aus diesem Austausch kann man dann auch wieder wachsen.
- 31:44Speaker 0: Das heißt eigentlich bremsen wir uns damit doch maximal selbst aus, wenn wir die ganze Zeit so eine Fassade bauen.
- 31:51Speaker 1: Ja voll!
- 31:54Speaker 0: Jetzt macht Eva ja diese Reise.
- 31:58Speaker 0: Gab es denn in deinem Leben auch mal einen Moment wo du gemerkt hast ich muss jetzt hier alleine irgendwo hin und den Kopf frei bekommen?
- 32:08Speaker 0: Mein Leben ganz, ganz oft gemacht und fand es immer großartig.
- 32:11Speaker 0: Du drehst auf Menschen die man vielleicht noch gar nicht kennt... ...die fremd sind, die ganz andere Geschichten, ganz andere Perspektiven haben.
- 32:19Speaker 0: Gab's bei dir mal so einen Schlüsselmoment wo du gesagt hast ich steige jetzt mal ins Auto Flugzeugzug aufs Boot wie auch immer?
- 32:27Speaker 0: Und bin einfach mal alleine weg?
- 32:30Speaker 1: Ja tatsächlich finde ich schon immer mal gerne alleine verreist also Nicht nur aber immer doch wieder ganz bewusst alleine verreist.
- 32:39Speaker 1: Ich habe auch längere Zeit, da war ich allerdings nicht alleine sondern mit meinem Mann in Spanien verbracht in einer richtig süßen und floristischen Kleinstadt wo ich auf die Sprache gelernt hab wirklich dort gewohnt und mitgelebt habe.
- 32:53Speaker 1: und tatsächlich kommt es auch ein bisschen daher weil mich Reisen immer sehr sehr bereichert und inspiriert hat.
- 33:01Speaker 1: ja Wobei ich sagen muss, also mein größtes Inspirationsmoment oder meine größte Inspirierungszeit war tatsächlich jetzt nicht eine Reise selbst.
- 33:10Speaker 1: Obwohl es mit dem vorig schon eine Reis war, war das dann tatsächlich als ich damals krank wurde und als ich dann gezwungenermaßen nicht mehr arbeiten konnte.
- 33:22Speaker 1: Ja nichts mal leisten konnte, kein Sport mehr betreiben konnte, keine Abendausbildung in mir, keinen spanischen Schelzstudium.
- 33:29Speaker 1: Man merkt schon, ich hatte davor sehr viel gemacht.
- 33:32Speaker 1: Da kennt man jetzt auch ein bisschen dieses Muster.
- 33:35Speaker 1: Ich dachte immer leisten und immer mehr.
- 33:38Speaker 1: Und dann kam eben diese Krankheit und da konnte ich das alles nicht mehr.
- 33:42Speaker 1: Ich konnte einfach nichts mehr davon machen.
- 33:44Speaker 1: Ich lag wirklich von morgens bis abends mit Schmerzen im Bett.
- 33:49Speaker 1: Meine einzige Beschäftigung war von Arzt zu Arzt zur Rennen.
- 33:53Speaker 1: Das klingt jetzt nicht wie eine schöne Reise aber eigentlich war auch das ne Reise weil es hat einfach Und ich glaube, darum geht es beim Reisen das, was du vorhin gesagt hast.
- 34:01Speaker 1: Es führt einfach mal dazu, dass alles, was Du glaubst in Deinem Leben tagtäglich zu müssen Erwartungen erfüllen und so weiter, dass es alles mal gestoppt wird.
- 34:12Speaker 1: Das merken wir ja oft schon bei einer Woche Urlaub wie wir uns da anders fühlen, wie wir anders denken, wie sich alles frei anfühlt weil eben diese Erwartungsschicht schonmal viel kleiner geworden ist Und so blöd das klingt, aber meine Krankheit hat natürlich auch alles andere gestoppt.
- 34:28Speaker 1: Alles was ich von mir erwartet hatte konnte ich gar nicht mehr erfüllen und ich glaube deswegen ist die Metapher der Reise so schön weil wir da eben leichter diesen Moment haben uns leichter von diesen vielen Schichten der Erwartung freien und uns leichterselbst sehen können.
- 34:47Speaker 0: Eva hat ja in ihrer auf ihrer Reise ganz viele mich nennen sie mal Bertha Momente also wo Sie denkt, dass dieses Auto dieser VW-Bus zu ihr spricht oder zumindest mal reagiert auf Fragen die sie stellt.
- 35:02Speaker 0: Hattest du denn in deinem Leben auch solche Bertha Momente?
- 35:08Speaker 1: Nein!
- 35:10Speaker 1: Definitiv nicht!
- 35:11Speaker 1: Also ich denke warum ich das überhaupt einfließen lassen habe... Ich mag nämlich eigentlich gar keinen Fans Fiction und der Bus spricht wahrscheinlich auch gar nicht wirklich oder vielleicht doch, also jeder zu wie er es möchte.
- 35:25Speaker 1: Es ist quasi ihre Intuition.
- 35:27Speaker 1: Also es erzählt die Geschichte von dieser Welt in der E-Fond.
- 35:32Speaker 1: wir alle leben mit diesen vielen Erwartungen, Leistungsrücken und dann geht sie auf Reisen!
- 35:39Speaker 1: Und das ist erstmal alles weg.
- 35:41Speaker 1: Wenn das erst mal alles weg ist was hören wir?
- 35:43Speaker 1: Dann hören wir unsere Intuitionen.
- 35:46Speaker 1: Wir können die ja gar nicht hören wenn das von verschiedenen Stimmen drauf sind.
- 35:52Speaker 1: Die Mutter, die sagt das ist für dich am besten mach das der Partner, der sagt es kannst du doch nicht machen das viel zu riskant.
- 35:59Speaker 1: Der nächste der sagt kauf dir doch die roten Blumen und nicht die blauen oder was auch immer.
- 36:04Speaker 1: Das heißt wir können uns ja gar nicht hören wenn da dauernd hunderte von Stimmen sind.
- 36:09Speaker 1: Und Was diese Diese Gespräche mit Bertha eben zeigen sollen Wenn man ein bisschen genauer an sieht ist dass Eva beginnt wieder ihre eigene Stimme zu hören, ihrer Baustimme und ihre Intuition.
- 36:23Speaker 1: Dabei hilft ihr die Bär dann ein bisschen, indem sie sich da
- 36:25Speaker 1: bestätigt.".
- 36:27Speaker 0: Du hast über die letzten Jahre durch deine Bücher auch durch deine Social Media Aktivitäten eine Riesen-Community aufgebaut mit der du auch sehr regelmäßig interagierst und ja in beide Richtungen natürlich ganz viel Informationen an Geschichten... fließen.
- 36:49Speaker 0: Wie gehst du damit eigentlich für dich selber um?
- 36:52Speaker 0: Also dass du mitbekommen hast oder irgendwann realisiert hast, okay das was ich da mache, da hören jetzt wirklich viele Menschen zu oder lesen oder schauen zu wie auch immer und die sind da wirklich interessiert und die fangen auch auf einmal an ganz viele Dinge mit mir selber zu teilen.
- 37:11Speaker 1: Ja wie gehe ich damit um?
- 37:13Speaker 1: Gute Frage also... kam so, wie wenn man Froschens kalte Wasser setzt und dann irgendwie dieses Wasser von unten mit zu einer Feuerflamme wärmt.
- 37:23Speaker 1: Also irgendwie so schleichend dass ich jetzt gar nicht sagen kann oh wow!
- 37:28Speaker 1: Und jetzt kommen so viele Resonanzes.
- 37:29Speaker 1: Es waren halt irgendwann mal... es waren halt irgendwas mal twenty-fünf vor allem eben nicht zweihundertfünfzigtausend oder so.
- 37:37Speaker 1: also das ist so schleykender her kam und daher würde ich sagen Wachs ich da einfach mit?
- 37:43Speaker 1: Ich freue mich über meine Community, aber gleichzeitig ist es manchmal unvorstellbar.
- 37:49Speaker 1: Also manchmal ist das einfach für mich unvorstehbar oder unangreifbar, weil also wenn ich zum Beispiel so ein Live-Webinar mache dann melden sich das sieben Achttausend Menschen.
- 38:00Speaker 1: und natürlich wenn ich jetzt live vor Menschen von der Bühne stehen würde und da wären achtausende Menschen dann wäre ich wahrscheinlich wahnsinnig aufgeregt.
- 38:07Speaker 1: Aber ich sitze halt und das ist die meiste Zeit in meinem kleinen Büro oder im Wohnzimmer.
- 38:12Speaker 1: Und spreche zu diesen Leuten, und es hat sich für mich nicht viel verändert ob der jetzt fünfundzwanzig zuhören oder ob's eben wenn wir da achttausend sind weil ich dasselbe mache ja aber es ist manchmal schon so ein bisschen was so reales wenn ich mir das dann wirklich mal vorstelle wie viele Menschen hier schreiben tagtäglich, wie viele Referenz da kommt und dass das eben ja nicht online sondern was es halt auch echte Menschen sind.
- 38:39Speaker 1: Aber großartig bin ich dafür einfach nur total dankbar weil mir eben all diese Menschen die sich trauen ein bisschen hinzuschauen wo's wehtut, die Lust haben bisschen ihr Bewusstsein zu erweitern bewussteren Lebensweg zu gehen.
- 38:56Speaker 1: Die sind für mich natürlich ein Geschenk, weil ich dadurch das machen kann was ich liebe und dass es eben unter anderem schreiben.
- 39:04Speaker 0: Man kann ja jetzt ganz viel lesen, ob das deine Bücher sind oder auch andere Bücher man kann sich viel anschauen, man kann in Webinare gehen, man können an Veranstaltungen teilnehmen usw.
- 39:17Speaker 0: Aber was würdest du denn sagen?
- 39:20Speaker 0: Gibt's so Momente oder rote Linien wie auch immer wo du sagen würdest okay bis hierhin und bitte nicht weiter auf diesen weg sondern.
- 39:31Speaker 0: Versuch dir eine professionelle Therapie zu suchen oder da auch dann wirklich Unterstützung von Psychotherapeuten, Psychologen usw.
- 39:42Speaker 0: Psychratern.
- 39:44Speaker 0: Zu suchen und da den Weg dann auch auf dem Weg weiterzugehen.
- 39:48Speaker 0: also ich glaube es gibt ja eine gewisse gewisses Risiko dass manche Menschen vielleicht diesen Weg zu sehr scheuen und versuchen dann mit einem anderen irgendwie klarzukommen.
- 40:01Speaker 0: Ist ja für dich so ein Punkt, wo du auch für dich selber gesagt hast okay ab hier.
- 40:06Speaker 0: wenn ich sowas mitbekomme zum Beispiel aus meiner Community rate ich dann auch dazu wirklich eine Therapie zu starten?
- 40:15Speaker 1: Ja also bei uns in Österreich ist es sowieso als viel schrickter geregelt.
- 40:20Speaker 1: Ich pläniere die psychologische Beraterin, das ist bei uns eine mehrjährige Ausbildung.
- 40:27Speaker 1: Während in Deutschland es ja so ist dass sich jeder einfach ein Coach nennen darf.
- 40:32Speaker 1: Das heißt ich darf mich erst nach dieser vierjährigen Ausbildung durfte ich mich erst coachen nennen Während es in Deutschland eben jeder macht und das ist natürlich ein bisschen ein riskantes Thema, weil den Menschen nennen sich dort auch Trauma Coach.
- 40:47Speaker 1: Als habe ich wirklich eine fundierte Ausbildung und trotzdem ist es rechtlich auch in Österreich auf jeden Fall so geregnen, dass Menschen mit einem, ich sage jetzt mal schweren Trauma, weil ich glaube wir haben alle bis zum Gießenkartentrauma zu einem Therapeuten gehen sollten.
- 41:04Speaker 1: also wenn feststeht, daß eine psychische Erkrankung vorliegt dann mit der psychischen Erkrankung zum Therapeuten.
- 41:11Speaker 1: In Österreich ist es aber so geregelt, wenn ich jetzt zum Beispiel einen Klienten hätte, der hat eine Angst um Panikstörung oder eine Persönlichkeitsdörmung, dann darf ich mit dem Arbeiten nicht an seine Erkrankung.
- 41:23Speaker 1: Und wenn ich jetzt gar keine Ausbildung habe, dann soll ich natürlich am besten gar nicht mit diesen Menschen arbeiten.
- 41:28Speaker 1: Weil ich ja gar nicht weiß wo die Grenze liegt und Ich bin da immer sehr sehr direkt.
- 41:34Speaker 1: also ich meine Bücher Meine Kurse das was ich anbiete Das ist für normal geschädigte.
- 41:41Speaker 1: ich zeige es jetzt mal sind alle glaube ich glaub fast jeder ist normal geschätigt aber das reicht manchmal nicht.
- 41:49Speaker 1: Gut sein beides zu machen zum Beispiel.
- 41:51Speaker 1: Es kann zum Beispiel sein, dass sich jemand noch nie getraut hat da irgendwas zu machen oder gar nichts in Therapeuten geben möchte und dann liest er mal ein volles Buch wenn das Kind in dir noch immer weint.
- 42:01Speaker 1: Da steht auch gleich auf der ersten Seite Wenn du eine psychische Erkrankung hast dann bitte auch andere Beute an einen Therapeutin wenden und vielleicht mit dem das Buch begleitend machen.
- 42:12Speaker 1: Das heißt wenn jetzt jemand dadurch zu dieser Sache kommt ist es auch ist es auch eine gute Sache, dass er beginnt sich damit auseinanderzusetzen.
- 42:21Speaker 1: Weil dann kommt der ja auf die Idee oder kann sein Thema ein bisschen besser einschätzen.
- 42:26Speaker 1: und meistens sind das dann die Menschen, die sich Hilfe holen.
- 42:29Speaker 1: Es sind die Menschen die schon Buch gelesen haben, die schon Video dazu angeschaut haben
- 42:34Speaker 1: usw.,
- 42:35Speaker 1: die sich Hilfe holen – es sind nicht die Menschen noch nie hingeschaut, die sagen ich gehe zum Therapeuten!
- 42:41Speaker 1: Für mich sind die Grenzen da sehr klar.
- 42:43Speaker 1: sobald meine psychische Erkrankung vorliegt Kannst du mal ein Buch trotzdem lesen, also eine Angst- und Panikstörung?
- 42:50Speaker 1: Bitte liest das Buch.
- 42:51Speaker 1: Da kann nichts schiefgehen oder auch... Also wenn du gerade in der Verfassung bist, es heißt bei einer leichten Depression, du kannst das Buch lesen da kann nichts Schief gehen aber das Buch wird nicht die Krankheit natürlich heilen.
- 43:04Speaker 1: Also da bin ich immer sehr klar an meiner Aussprache und ich finde auch tatsächlich dass man da in diesem Bereich mehr allgemein im Deutschsprachigen rein Raum für mehr Klarheit sorgen müsste, weil halt manchmal einfach rüberkommt.
- 43:21Speaker 1: Hier habe ich eine Formel die wendest du an und dann sind all deine Kindheitstraume
- 43:26Speaker 1: verheilt.".
- 43:27Speaker 1: Und das macht halt für diejenigen, die seriös und sauber arbeiten in der Coachingbranche nicht unbedingt ein gutes Licht!
- 43:36Speaker 0: Ich glaube auch da ist vielleicht auch für viele wichtig zu verstehen dass es dieses absolute Heilversprechen ja eigentlich so... auch gar nicht geben kann, also egal ob jetzt durch ein Coach oder einen Therapeuten.
- 43:52Speaker 0: Also sehr völlig egal von wem.
- 43:54Speaker 0: aber am ende geht es ja darum dass wir lernen damit besser umzugehen das wir lernen Dinge reflektieren zu können dass wir uns selbst besser kennenlernen dass wir selbst besser verstehen.
- 44:06Speaker 0: warum macht mein kopf gerade was er macht?
- 44:08Speaker 0: warum verhält Verhalte ich mich grade so und wie kann ich damit besser umgehen, warum triggert mich dies und das?
- 44:14Speaker 0: Und es ist ja nicht so dass das auf einmal weg ist im Sinne von wir haben alles vergessen was schief gelaufen ist in unserer Kindheit zum Beispiel.
- 44:25Speaker 1: Ja also absolut du hast das perfekt beschrieben.
- 44:28Speaker 1: wenn es sowas wie mentale Heilung gibt ich setze es mal unter Anführungszeichen dann ist es genau das.
- 44:34Speaker 1: ja.
- 44:35Speaker 1: also ich kann jetzt auch nochmal das Beispiel aufgreifen.
- 44:38Speaker 1: die Geschichte erzählt, dass ich meine Mann gefragt habe ob er mich heiraten will und er sagt nein oder sagt er Nein.
- 44:44Speaker 1: Und wie hab' ich mich gefühlt?
- 44:45Speaker 1: Ich hab mich ganz schrecklich gefühmt, schreckig abgelehnt.
- 44:49Speaker 1: schon wieder nicht gut genug, schon wieder nie gewollt, schon weder nicht willkommen!
- 44:53Speaker 1: Das ist natürlich das Gegenteil von Heilung, das ist etwas was richtig, richtig weh tut.
- 44:59Speaker 1: Wenn man jetzt mentale Heile in diesem Bereich erschaffen wollen würde oder wie sich das aussehen könnte wäre es eben die Situation, wie ich sie ein paar Jahre später gehabt habe.
- 45:11Speaker 1: Also es gab dieses.
- 45:12Speaker 1: Nein-Heiraten will ich nicht noch immer aber mir wurde ganz klar bewusst dieser Mann will mich nicht lieben sondern er will einfach keine Heirat.
- 45:22Speaker 1: also der würde niemanden auf der Welt heiraten weil er einfach keine Hochzeit will.
- 45:27Speaker 1: Es hat also überhaupt gar nichts mit mir zu tun das sich nicht wundervoll dass ich nicht gut genug bin.
- 45:33Speaker 1: es hat einfach nur mit dieser Heirate oder dieser Hochzeit zu tun.
- 45:37Speaker 1: Und das würde ich dann so als eine Form der Heilung bezeichnen, wenn ich meine Perspektive so verändere und meine Gedanken und was ich bekomme, so adaptiere dass es mir nicht mehr weh tut, dass ich ihm nicht mehr alles mit diesen alten Wunden reflektiere sondern dass sich erst mit meinem heutigen starken Selbst erzählen
- 45:57Speaker 1: kann.".
- 45:58Speaker 0: Ich danke dir sehr, dass du dir die Zeit genommen hast!
- 46:01Speaker 0: Ich bin sehr gespannt wie Eva's Reise weitergeht.
- 46:04Speaker 0: Du hast ja gesagt, du schreibst schon an der Fortsetzung.
- 46:08Speaker 0: Man sieht, ob Bertha auch noch dabei ist und danke dir sehr, dass du dir die Zeit genommen hast für dieses Gespräch!
- 46:15Speaker 1: Ja ich danke auch Danke
- 46:18Speaker 0: Das war es leider schon.
- 46:20Speaker 0: Die letzte
- 46:20Speaker 1: Runde ist ausgetrunken.
- 46:22Speaker 0: das Gespräch zu Ende.
- 46:24Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 46:27Speaker 0: Bitten im Rücksicht
- 46:28Speaker 1: auf die Nachbarn
- 46:29Speaker 0: und sei leise wenn Du die Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken.
- 46:40Speaker 0: Gin & Talk ist ein Podcast von Forty-Eight Forward, produziert in den Forty Eight Forward Studios in München.