Latest / Ausgebrannt - wenn Hof und Haus zu viel werden / 01 Wenn alles zu viel wird – ein Bauer und eine Bäuerin erzählen
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- 0:06Speaker 0: Die Bauern und die Bühnen, draussen an der frischen Luft arbeiten mit und in den Jahreszeiten um die Tiere zu sein.
- 0:12Speaker 0: Und die Freiheit geniessen, wenn man die eigene Chefin ist.
- 0:16Speaker 0: Das ist sicher ein Teil der Realität aber auch recht ein Verklärtes Bild.
- 0:21Speaker 0: Zur Wahrheit gehört nämlich auch das lange Arbeitsteg, schwere körperliche Arbeit, der Kopf im Stall auf dem Feld oder bei vielen Regeln und Vorschriften, der administrativen Aufwand und Bürokratie in der Landwirtschaft für viele Herausforderungen.
- 0:34Speaker 0: All die Last kann zur Überlast werden und der Alltag scheint voller Hürde bis über dem Extremfall, Nümmermack- und Zemabericht.
- 0:45Speaker 0: Das ist der Podcast ausbrennt wenn Hof
- 0:48Speaker 1: und Haus
- 0:49Speaker 0: zu viel werden.
- 0:52Speaker 0: Darüber geredet wird wenig, manchmal aus Scham oder Angst oder einfach weil es unangenehm ist.
- 0:57Speaker 1: Kurz
- 0:58Speaker 0: – Es ist ein Tabuthema.
- 1:01Speaker 0: Dabei ist das Garant Phänomen.
- 1:02Speaker 0: Zahlen sind eindrücklich.
- 1:04Speaker 0: Eine Untersuchung hat herausgefunden, dass mehr als zwei Drittel der Landwirtinnen und Landwirte in der Schweiz schon ihre Grenzen oder über ihre persönlichen Grenzen rausgekommen sind.
- 1:13Speaker 0: Eine andere Studierette davon, dass zwölf Prozent von den Leuten die Landwirtschaft gefördert sind, in ein Burnout einzugehen.
- 1:20Speaker 0: Das ist etwa doppelt so viel wie in der übrigen Bevölkerung.
- 1:24Speaker 0: Hilfe holt sich aber nur einen kleinen Teil der Betroffenen.
- 1:28Speaker 0: Wir reden mit einem Bauern und einer Bühne, die wissen was es heisst wenn nichts mehr geht.
- 1:32Speaker 0: Und alles was früher leicht vorhandegangen ist schwer und fast unerreichbar wirkt.
- 1:41Speaker 2: Ein Bauernleben ist eigentlich schon relativ voll, sage ich jetzt mal.
- 1:45Speaker 2: Wenn noch etwas aufkommt, ist manchmal schon zu viel.
- 1:52Speaker 2: Der Punkt, dass man sagt, das geht nicht mehr.
- 1:56Speaker 2: Das ist extrem schwierig.
- 1:59Speaker 2: Solange du das nicht sagst, geht es irgendwie noch.
- 2:02Speaker 2: Wenn du das sagst dann musst du wirklich etwas ändern.
- 2:08Speaker 3: Für mich war es so wie ein emotionales Einbrechen.
- 2:13Speaker 3: Der Druck war einfach wie eine Weckung.
- 2:18Speaker 3: Wir können unsere Achtsamkeit oder unsere Geschichte, unsere Erfahrung nutzen und aus dem oder dass man früher merkt wenn man diese Grenze
- 2:29Speaker 0: herkommt.
- 2:33Speaker 0: Was hat bei Ihnen zu dieser Überlastung geführt?
- 2:35Speaker 0: Was hat Ihnen geholfen und wie geht es heute?
- 2:38Speaker 0: Über das reden wir in dieser Episode.
- 2:41Speaker 0: Dann in der zweiten Folge lernen wir Stefan Paulus kennen, er forscht seit Jahren zu psychischer Gesundheit und Burnout in der Landwirtschaft.
- 2:48Speaker 0: Mit ihm schauen wir an wo aus wissenschaftlicher Sicht Probleme liegen und was man machen könnte damit Hilfe eher angenommen wird.
- 2:56Speaker 0: Zuerst lernen wir jetzt aber Peter Wolf und Martina Frey kennen.
- 3:00Speaker 0: Die beiden erzählen offen darüber wie sie auf Hochdauer gelaufen sind, der Alltag gemeistert haben und an vielen Fronten gewesen sind bis nichts mehr gegangen ist.
- 3:10Speaker 0: Zuerst treffen die Martina Freibier den Heiz Stürmer.
- 3:13Speaker 0: Wir sitzen im Kuchitisch, zum modernen grossen Panoramafenster in der Stube gibt der Blick frei ins Albolatal.
- 3:20Speaker 0: Sie und ihrem Anführer hier einen kleinen Biobetrieb mit Mutterkühen und Direktvermarktung.
- 3:25Speaker 2: Also wir sind hier in Bergzone vier.
- 3:27Speaker 2: es ist ein Hof mit viel steilem Land.
- 3:32Speaker 2: Wir haben relativ viele Länder, die nicht in den Stieren sind.
- 3:36Speaker 2: Also wir haben lange Wege.
- 3:38Speaker 2: Wir haben Mutterkühe und kleine Teile zwischen Acherbau noch.
- 3:44Speaker 2: Es ist eben nicht ein grosser Hof und gleich ein intensiver.
- 3:48Speaker 1: Aufgewachsen ist Martina Niemargao.
- 3:50Speaker 1: Sie hatte ursprünglich Handarbeit und Werklehrerin gelernt.
- 3:54Speaker 1: Ihr Mann kommt aus dem Kanton Bern und ist auf einem Bauernhof aufgewachsen.
- 3:58Speaker 2: Nach
- 3:58Speaker 1: ein paar gemeinsamen Alpsümer haben sie sich vor gut fünfzehn Jahren entschieden, zusammenzubauen.
- 4:03Speaker 1: Auf der Suche nach einem geeigneten Hof hat sie dann hier auf den Stirn verschlagen.
- 4:08Speaker 2: Das war sehr zuviel.
- 4:10Speaker 2: Wir waren vor allem im Oberland auf dem Alp und sind auch intensiv dort auf der Suchung gewesen.
- 4:15Speaker 2: Nach einem Hof wollten wir da bleiben.
- 4:18Speaker 2: Und ja, viele schauen es an und hatten schon fast etwas aufgegeben.
- 4:24Speaker 2: Dann kam das Telefon von ... von Stiroa, genau.
- 4:29Speaker 2: Wir schauen das noch einmal und es war ein glückliches Fall für uns.
- 4:34Speaker 1: Der Einstieg in die Landwirtschaft war intensiv, erzählt sie mir.
- 4:37Speaker 1: Die Hofüber nahm's Huber über die Bühne bringen, sich an diesem fremden Ort neu organisieren zu können.
- 4:43Speaker 1: Hei, zwei kleine Kinder, der Haushalt, den Hof uarbergibt ... Und Peter, Mann von Martina, hatte im ersten Winter auch einen zweiten Job und war viel auswärts.
- 4:53Speaker 1: Sehr viele Stuttgäme, erzählt Martina.
- 4:56Speaker 2: Der Druck hat vor allem ich mir selber gemacht.
- 4:58Speaker 2: Ich habe das Gefühl, dass ich eine gute Bühne sein muss und natürlich auch eine gute Mutter von solchen kleinen Kindern.
- 5:07Speaker 2: Und ich war dann sehr empfänglich für ganz viele Tipps, die an einem Monat kommen.
- 5:17Speaker 2: Ich hatte das Gefühl auch, dass wir alles umsetzen müssen.
- 5:22Speaker 2: Ich wollte es vielleicht auch nicht auf eine Art gefallen.
- 5:25Speaker 2: Ich wollte nicht in den Stock sein, wo es hier in die Berge kommt.
- 5:30Speaker 2: Ich glaube ein bisschen das war's.
- 5:32Speaker 2: Das hat mich aber völlig ... Es ist einfach alles zu viel gewesen.
- 5:39Speaker 2: Wer Kind hat weiss, dass er nur schon Kinder bei Träuen braucht.
- 5:42Speaker 2: So viel Zeit und wenn dann noch dazukommt, dass der Stall arbeitet.
- 5:47Speaker 2: Nur bis man diese angelegt hat, bis man dort unten ist.
- 5:50Speaker 2: Genau unser Stall ist nicht beim Haus.
- 5:52Speaker 2: Und das am Mittag immer, und dann die Abend auch noch eine.
- 5:55Speaker 2: Am Mittag müssen wir noch mal füttern, ja?
- 5:59Speaker 2: Dann plus den ganzen Jahrhaushalt.
- 6:01Speaker 2: und was alles gewesen ist ... Das hat mich wirklich überlastet.
- 6:06Speaker 2: Es war einfach zu viel.
- 6:09Speaker 1: Die Hamsterrate erinnert sich schneller und schneller, Martina.
- 6:12Speaker 1: Aber wie es halt ist, sie hat sich eingegreht.
- 6:14Speaker 1: Es ist normal.
- 6:16Speaker 1: Sie ist gleich viel los mit einem neuen Ort und so.
- 6:18Speaker 1: Aber Martina wurde immer unsfriedener.
- 6:21Speaker 1: Nicht belastbar, immer weniger Geduld.
- 6:23Speaker 1: Zündschnur war du extrem kurz.
- 6:25Speaker 1: Sogar zu fähig hat sie mich angeschnauzt – Kind sowieso!
- 6:29Speaker 1: Alles ist
- 6:32Speaker 2: zu viel
- 6:40Speaker 2: gewesen.".
- 6:50Speaker 1: Lange hat sie versucht, irgendwie weiterzumachen.
- 6:52Speaker 1: Bis sie gemerkt hatte, so kann es nicht weitergehen!
- 6:55Speaker 1: Sie hat einen Schritt gemacht und ist in Behandlung gegangen.
- 6:59Speaker 1: Das hat geholfen und auch ganz neue Perspektiven aufgezeigt.
- 7:03Speaker 1: Die Familie hat ihren Alltag neu organisiert, die Kinder sind ein Tag in die Kita gegangen eine Jugendliche aus dem Dorf ist ab und zu gehütet gekommen und immer wieder hat sich die Familie helfen die Hände auf den Hof geholt.
- 7:14Speaker 1: das hat entlastet und Luft ins System gegeben.
- 7:17Speaker 1: So haben sie eine gute Zeit weitergemacht.
- 7:21Speaker 1: Irgendwann hat die Martine gemerkt, sie wäre jetzt bereit für eine Veränderung.
- 7:25Speaker 1: Weil der Job von Mann gerade im Auslaufen war und Sie auf ein zweites Einkommen angewiesen waren, hat sich das gerade gut getroffen.
- 7:33Speaker 1: Sie hat sich beworben um wieder Schule zu gehen.
- 7:36Speaker 1: Zwei Tage zurück in ihren alten Beruf als Handarbeitz- und Werklehrerin – eine super Ergänzung und eine willkommene Abwechslung!
- 7:44Speaker 2: Wir hatten auch eine gute Aufdeilung.
- 7:46Speaker 2: Wenn wir Haushalt und Kind sind, ist es wichtig für uns, dass wir das aufgeteilt haben und nicht einfach nur mein Job ist.
- 7:54Speaker 2: Das war in dieser Zeit super.
- 7:56Speaker 2: Es war klar, wenn ich weg bin, ist Peter da.
- 7:59Speaker 2: Dann war er zuständig und war für die Kinder klar.
- 8:04Speaker 2: Das wäre eigentlich die ideale Form bis es für uns gut wäre!
- 8:11Speaker 1: Martina hat sich in den neuen Job gejagelt und weitergebildet.
- 8:15Speaker 1: Der Haufen Gläser, schliesslich hatte sie mehr als zehn Jahre lang nicht mehr unterrichtet.
- 8:19Speaker 1: Sie hat gestrampelt und gemacht – aber wirklich hineingegangen in seinen Nitten.
- 8:23Speaker 1: All diese Muster sind dafür immer wieder zurückgekommen, weil ein Knüger im Job zu Hause auf dem Hof bei der Kind ist.
- 8:29Speaker 1: Die Zeit hat zum Anderen geführt, Schlaufstörungen, Überlastung, keine Energie mehr, Angst vorm Schaffen.
- 8:36Speaker 1: Irgendwann an einer Meintin nach den Herbstferien ging nichts mehr.
- 8:40Speaker 1: Martina hat sich krank geschrieben.
- 8:42Speaker 1: Zuerst drei Wochen nachher noch mal einen Anlauf, um wieder einsteigen.
- 8:46Speaker 1: Kurz darauf runter, aber die Patrie waren ganz leer.
- 8:52Speaker 2: Ich war immer zu Hause und musste nicht in einer Klinik.
- 8:56Speaker 2: Aber es ging wie nichts.
- 8:57Speaker 2: Ich habe wirklich nix gemacht.
- 9:00Speaker 2: Ich bin auf dem Sofa der ganzen Tage gewesen und habe vielleicht zwischendurch niemals gelesen ... Ja, es hat eigentlich alles mit meinem Mann und dann auch meine Kinder übernommen.
- 9:13Speaker 2: Es ist wie ohne mich einfach weitergegangen diese Zeit.
- 9:20Speaker 2: Und ich bin auch so körperlich wahnsinnig müde gewesen.
- 9:22Speaker 2: Ich habe manchmal den Tag durch stundenlang geschlafen.
- 9:26Speaker 2: Genau das habe ich gemacht!
- 9:29Speaker 2: Das finde ich immer erstaunlich, dass du eine psychische Erschöpfung dann so körperlich spürst... Ja, das war auch extrem.
- 9:43Speaker 1: Wie sich Martina wieder aufgerappelt hat, was ihr geholfen habt und was sie heute macht, um nicht mehr in so einer Schöpfung hineinzulaufen – das gehört später.
- 9:53Speaker 1: Zuerst besuchen wir jetzt nämlich Peter Wolff.
- 9:56Speaker 1: Er baut mit seiner Frau der Alphonse und bei den Söhnen ein paar Teller weiter im Brettigau.
- 10:01Speaker 1: Auch er weiss wie es ist wenn's leben wird, wie man es kennt plötzlich nichts so läuft wie gewohnt.
- 10:06Speaker 1: Wenn Überlastung und Druck zu viel werden.
- 10:10Speaker 1: Peter und Alfonso waren sich lange gewöhnt, dass ihr einen Alltag hochdagtet ist.
- 10:14Speaker 1: Der Hof, die Kinder, den und wen.
- 10:16Speaker 1: ein neuer Umbauprojekt beim Hof, das Peter als gelernte Mauer-Raugernamungs-Noselberhand angeleitet hat.
- 10:22Speaker 1: Als wäre es nicht schon genug, war er lang auch noch Präsident der Altgenossenschaft gewesen.
- 10:27Speaker 1: Auch dort hat der Projekt angelesen und umgesetzt – entstand auf vielen Hochzeiten!
- 10:32Speaker 1: Ein Haufen will ihn in kurzer Zeit ... Das alles ging aber an Zubstanz.
- 10:37Speaker 1: Dann im Jahr ist etwas passiert, was das Kartenhaus zusammenbrechen lassen hat.
- 10:43Speaker 1: In einer kurzen Zeit hat Peter und Alfonso viele Tiere verloren.
- 10:48Speaker 1: Sie haben über das Futter unbemerkt Metallborsten mitgefressen.
- 10:51Speaker 1: Die Cows sind die von einer kaputten Strassenputzmaschine vorgemeint.
- 10:55Speaker 1: Das hat man herausgefunden.
- 10:57Speaker 1: Zu schauen wie es der geliebte Kühe so schlecht ging, sei sehr brutal, erzählt Peter.
- 11:04Speaker 3: Man muss sich das so vorstellen, dass wir ... Ich hatte viele kranke Kühe im Ding.
- 11:09Speaker 3: Die haben geschreit, weil sie wirklich Schmerzen hatten.
- 11:13Speaker 3: Sie konnten nicht lecken und standen.
- 11:16Speaker 3: Es war immer wieder derartisch Albi-Gedag.
- 11:19Speaker 3: Dann ist es immer wieder eine Abschiednahme von Dingen.
- 11:23Speaker 3: In diesem ganzen Jahr haben wir siebzehn Kühe und Rinder, die einen einschläfern oder von den Folgen Ursachen mitzumösen.
- 11:34Speaker 3: Und das ist für uns ... Das war brutal.
- 11:37Speaker 3: Es ist wirklich wie ein riesiger Dolch ins Herz eingestochen.
- 11:43Speaker 0: Peter und Alfonso haben ihre Kühe nicht mehr mit der eigenen Futter gefüttert, weil es ja nicht klar war, ob sie aus dem Heu, wo sie in die Strasse noch weitere Metallborste drin hatten.
- 11:54Speaker 0: Sie mussten also Futter dazukaufen.
- 11:56Speaker 0: Alles hat sich um diese Kühe gedreht, fast rund um die Uhr.
- 11:59Speaker 3: Wir waren eigentlich Tag und Nacht, wir haben die Kühe betragen, keine Milch mehr ... Es war eine enorme finanzielle Problematik, in der wir keine Milchgeld hatten und viele Küste vom Tierarzt.
- 12:21Speaker 3: Und die Pflege dieser Tiere war immens der Art Zufand, den wir hatten.
- 12:31Speaker 3: Und noch nie das Emotionalen.
- 12:33Speaker 3: Das hatte eigentlich den ersten Nachher ... Wir haben eigentlich gemerkt, wie das wirklich emotional und psychisch massiv durchgerüttelt hat.
- 12:45Speaker 0: Peter und Alfonsa funktionierten
- 12:47Speaker 1: in dieser
- 12:48Speaker 0: Zeit.
- 12:48Speaker 0: Sie mussten funktionieren.
- 12:50Speaker 0: Die Situation dauernd steht – schauen wir von heute auf morgen.
- 12:53Speaker 0: Der Schnellzug, der Peter aber darauf war, kommt schon ziemlich bald abruppend zum Stil zu stehen.
- 13:01Speaker 1: Es ist fröhlich
- 13:02Speaker 0: den Tag des Jahrhunderts, wo die Tiere auf die Alpen können.
- 13:05Speaker 0: Unglaublich müde und erschöpft sehr dort gesehen erinnert sich Peter.
- 13:08Speaker 0: Dort oben auf der Alte beim Anbinden von Rökuh, ist dann passiert?
- 13:13Speaker 0: Er bleibt mit dem Finger an eine Karabiner hängen.
- 13:15Speaker 0: ein Druck einen massiven Schmerz mehrfach ein Trümmerbruch
- 13:19Speaker 1: Stopp!
- 13:23Speaker 3: Für mich war es so wie ein emotionales Einbrechen.
- 13:26Speaker 3: also ja... Der Druck war jetzt einfach wie ein
- 13:30Speaker 2: Wack
- 13:31Speaker 3: Wie eine Energie wo die Hüfte staut Und dann wird hier wie ein Kling.
- 13:38Speaker 3: Das war ein sehr befreiendes Gefühl.
- 13:43Speaker 3: Obwohl eigentlich bei uns nie gewesen ist, ja nein jetzt ist es fertig mit dem Hof und aufhören.
- 13:51Speaker 3: Es wäre eine Überlegung.
- 13:55Speaker 3: Jetzt habe ich meine Grenze erreicht.
- 13:58Speaker 3: Jetzt muss ich das Gefühl wieder abgeben und einen Neustart geben.
- 14:05Speaker 1: Körper, Geist und Zähl haben ihm gezeigt Bis hierher und nicht weiter.
- 14:09Speaker 1: Da ist Peter Wohl für überzeugt.
- 14:12Speaker 3: Vielleicht ist das auch irgendeine Sphäre, die einen höheren Macht macht, wo man sagt, jetzt hast du es erreicht.
- 14:23Speaker 3: Jetzt musst du mal ein bisschen Auszeit haben zum gewissen Sachen studieren.
- 14:28Speaker 3: Das kam dann eigentlich so.
- 14:29Speaker 3: Was
- 14:31Speaker 1: er gekriegt hat, ist ihm so eingefahren, dass er alles darin gesetzt hat – der Hof oder den Alltag umzugrempelt.
- 14:37Speaker 1: Sonnenüberlastung, so eine tiefe Krise, darf es nicht mehr geben, hat er sich gesagt.
- 14:42Speaker 1: Zimmer mit Alfonso hat der Hof in einer kürzester Zeit umorganisiert, dass sie am Anfang alles alleine konnte machen.
- 14:49Speaker 1: Automatische Mischter, automatische Fütterung und ein Melkroboter.
- 14:54Speaker 1: Sie hat den Hof geschmissen, Peter der Haushalt gemacht und den Kind schaut.
- 14:58Speaker 1: Abläufig straffen und anders organisieren – das bringt Freiräume seit heute.
- 15:03Speaker 1: Geschafft hat er aber auch an sich... mehr in sich hinlosen, achtsammer sein und die eigenen Bedürfnisse kommunizieren und Grenzen kennen.
- 15:13Speaker 3: Also es klingt so blöd.
- 15:16Speaker 3: Es klingt jetzt wirklich sehr blöd aber ich bin so dankbar für den Prozess der das eigentlich angesteuert hat.
- 15:25Speaker 3: Es ist ja eigentlich ihrwürdig dass man sagt hey was heisst?
- 15:28Speaker 3: Ich bin dankbar fürs alles was die Familie durchgelebt hat oder auch die Schmerzen auch jetzt zum Teil Albingen haben, aber wo vielleicht gelernt haben wir ja mit diesem Umgang.
- 15:41Speaker 3: Aber ich bin dankbar, dass das mehr aufzeigt hat, dass es einfach Grenzen gibt.
- 15:48Speaker 3: Dass es Grenzen geben wird, die jetzt viel feinfühliger sind als wenn sie in eine Grenze herkommen.
- 15:55Speaker 3: Es ist nicht so, dass sie einen Zack gemacht haben und ich komme nie mehr über Forderungen hinein.
- 16:03Speaker 3: Ich merke es vorher und versuche einfach, das so zu handeln, dass es nachher nicht mehr sein
- 16:12Speaker 1: kann.
- 16:14Speaker 1: Die Hüfte unten sind und sich wieder aufrappeln.
- 16:16Speaker 1: Auch die Martina Freyjaus Stierwein hat nach ihrem Zusammenbruch diesen Weg gemacht.
- 16:22Speaker 1: Außergehen, am Anfang ein paar Stunden, sich bewegen, sagte der Doktor.
- 16:26Speaker 1: Dann habe ich in ihrer Gesprächstherapie oder auch die vernöstliche Giacotherapeutik geholfen mit Belastungen besser umzugehen.
- 16:33Speaker 1: Inzwischen
- 16:36Speaker 2: bin ich sicher viel stabiler und weiss etwas, was es mag leiden oder nicht.
- 16:40Speaker 2: Ich probiere meinen Alltag ein bisschen zu planen im Voraus.
- 16:49Speaker 2: Was ich aber auch mehr als früher mache, ist Termine absägen.
- 16:54Speaker 2: Wenn ich merke, eigentlich ist das genug.
- 16:59Speaker 2: Dann einfach etwas anderes absagen oder verschieben.
- 17:03Speaker 2: wo ich mich früher nicht gedroht habe.
- 17:06Speaker 1: Heute geht es zu Martina besser, sie hat Werkzeuge in der Hand und Strategieapparat zum Zeugen wenn es wieder heikel wird.
- 17:13Speaker 1: Hilfen anehen ist sehr wichtig und auch zu erkennen was gerade Entlastung braucht, beispielsweise bei den Kindern oder im Stahl oder beim Putzen.
- 17:21Speaker 1: Und dann mit der Nachsprüche – aber mit denen sagt sie!
- 17:26Speaker 2: Das alles muss super sein, das Brot irgendwie selber pachen sein Ich muss ihre Sachen einkaufen.
- 17:35Speaker 2: Wie auch hier ... Es darf einfach einfach sein, und es darf ein Spaghetti mit gekauftem Tomatensauce sein.
- 17:45Speaker 2: Einfach ganz ... Ja, probiere das Leben für einfache dort, wo es
- 17:52Speaker 2: geht.".
- 17:53Speaker 1: Und reden, sagt Martina, darüber reden wenn es einem nicht gut geht.
- 17:57Speaker 1: Ehrlich sein, wen jemand fragt!
- 17:59Speaker 1: Genau das findet Peter Wolf.
- 18:01Speaker 1: das Thema nicht dort schwiegen, sondern auf den Tisch legen finden.
- 18:05Speaker 3: Also als erstes fährt in der Betriebsleiterfamilie an.
- 18:10Speaker 3: Reden mit dem Partner.
- 18:13Speaker 3: Sich gegenseitiger ehrlich kommunizieren, wo sind die Grenzen oder woher gehen wir?
- 18:23Speaker 3: Was machen wir alles mit und wie können wir ... Es gibt vielleicht einen anderen Weg, den man reingehen könnte, um wirklich diesen Druck zu minimieren.
- 18:32Speaker 3: Und dann geht es nachher sicher auch zum Beispiel von meinem Kollegen an, dass man mit meinen Kollegen reden kann.
- 18:40Speaker 3: Das hilft enorm!
- 18:42Speaker 3: Dass man einfach ein Wärm vielleicht erhält, wo man sich ausdauscht und die Sörgerli sagen kann.
- 18:48Speaker 3: Dann gibt's wirklich auch Personen, die landwirtschaftlich geprägt sind, die im psychischen Segment aktiv sind – das wäre der nächste Schritt.
- 18:59Speaker 0: Hoffen mit Überlastung um, sagt Peter Wolf.
- 19:02Speaker 0: Seine Erfahrung gibt er darum auch weiter und geht im Rahmen eines Projekts mit zwei Mitstreiterinnen an den Plantenhof in die Lehrlingsklassen zum überpsychische Gesundheit und Überlastungsreden.
- 19:13Speaker 0: Genau das, dass öffentlich darüber reden und das Thema aus dem Schatten ans Licht holen, sehr entscheidend, findet Martina.
- 19:20Speaker 2: Wenn wir nicht darüber reden, dann ändert sich einfach nichts.
- 19:26Speaker 2: Ich finde es wichtig, dass das Thema immer wieder ist.
- 19:29Speaker 2: Dass man auch weiss, dass die Berufsgruppen der Bühnerinnen und Bauern besonders gefördert sind und sich mit dem Bewusstsein gewisse Freiräume schafft, wo man für sie Sachen macht, was einem gut ist und kann Batterien laden.
- 19:52Speaker 0: Dass Menschen in der Landwirtschaft so überdurchschnittlich häufig unter psychischer Belastung leiden, ist für Peter Wolf übrigens kein Zufall.
- 20:00Speaker 0: Neben dem Alltag, wo ein Haufen und Reinhut muss, sieht auch Druck auf die Bauern in den letzten Jahren immer mehr gestiegen.
- 20:06Speaker 0: Der finanzielle Druck oder auch die höheren Erwartungen von der Politik darf man nicht unterschätzen.
- 20:12Speaker 0: Ich habe zwei Menschen kennengelernt, die ehrlich und offen über ihre Grenzen gerätten, die sich durchboxt und das Leben neu sortiert haben und heute gestärkt stehen.
- 20:21Speaker 0: Das macht Mut.
- 20:25Speaker 0: Im zweiten Teil des Podcasts schauen wir das Ganze aus der wissenschaftlichen Perspektive an.
- 20:30Speaker 0: Zusammen mit dem Forscher Stefan Paulus beindeln wir heraus, warum die Landwirtschaft überdurchschnittlich betroffen ist von psychischer Belastung und von Burnout – warum es phänomenzwoll weit verbreitet ist aber nur die wenigsten sich Hilfe holen und mit welchen Ansätzen man das jetzt ändern will.
- 20:46Speaker 0: Ihr findet Folge zwei auf allen gängigen Podcast-Plattformen Links zu nützlichen Informationen und Hilfsangebote rund um das Thema, die ich auch in den Show notes mache.
- 20:56Speaker 0: Jetzt geht noch ein Dank an die folgenden Organisationen,
- 20:59Speaker 1: die
- 20:59Speaker 0: der Podcast möglich gemacht haben.
- 21:02Speaker 0: Das sind Maschinenringerbühnen, Bündner-Buhrenverband, Bühreinnen- und Landfrauenverbände, Daggerisano, Biogryschon und Tökaka.
- 21:12Speaker 0: Ich bin Silvio Lichti.