Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg News: Millionen-Desaster am Volkspark und ein tierischer Großeinsatz
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 9. Juli. Bau- und Finanzdesaster bei Hamburgs neuer Müllverbrennungsanlage. Hapag-Leut setzt auf Landstrom. Hamburger Energienetze führen höheren Gewinn ab. Sommer kehrt nach Hamburg zurück. Gestern gab es Noten für die Kinder, heute für die Politik. Wirtschaftsprüfer haben den Verantwortlichen für das Bau- und Finanzdesaster bei Hamburgs neuer Müllverbrennungsanlage am Volkspark ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Infolge der bestehenden Mängel in der Projektplanung und Überwachung sowie in dem Risikomanagement hinsichtlich der ZRE-Errichtung wurden die Gremien über die voraussichtlichen Kostenerhöhungen bei der Errichtung des ZRE sowie über zeitliche Verzögerungen bei dessen Fertigstellung nicht angemessen und zeitnah unterrichtet. Heißt es im Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. Das Zentrum für Ressourcen und Energie, ZRE, wird seit April 2023 gebaut und sollte ursprünglich 2025 fertig sein. Doch das konnte nicht gehalten werden. Die am Anfang einkalkulierten Kosten in Höhe von rund 234 Millionen Euro stiegen auf 534 Millionen Euro, der Fertigstellungstermin rückte auf 2026-2027. Ende April stellte sich heraus, dass alles noch schlimmer ist. Dem am Mittwoch vom Aufsichtsrat der Stadtreinigung beschlossenen Lagebericht zufolge wird inzwischen mit Kosten von 720 bis 780 Millionen Euro gerechnet. Weitere jahrelange Verzögerungen gelten als sicher. Ich will gar nicht drum herumreden. Das, was uns gestern im Aufsichtsrat von den Wirtschaftsprüfern bestätigt wurde, ärgert mich maßlos, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende und Hamburger Umweltsenatorin Katharina Fegebank-Grüne am Donnerstag. Die Sozialbehörde will gemeinsam mit den Hamburger Krankenhäusern die gesundheitliche Versorgung in außergewöhnlichen Krisenlagen stärken. Dafür ist ein neuer Rahmenplan für die zivile Verteidigung im Bereich der Hamburger Krankenhäuser geschaffen worden, wie die Behörde heute mitteilte. Erstmals gebe es damit einen gemeinsamen Handlungsrahmen für außergewöhnliche und langanhaltende Krisen. Er ergänze die bestehenden Krankenhausalarm- und Einsatzpläne. Angesichts von Pandemien, Cyberangriffe, Stromausfällen und der veränderten sicherheitspolitischen Lage in Europa müssten Krankenhäuser heute auf komplexere und länger anhaltende Krisen vorbereitet sein. Der Rahmenplan regelt unter anderem, wie Krankenhäuser und Behörden im Krisenfall Informationen schnell und gezielt austauschen, Patientinnen und Patienten auf vorhandene Krankenhauskapazitäten verteilen, sowie Personal, Material und medizinische Ausstattung koordiniert einsetzen. Der Rahmenplan wurde von der Sozialbehörde, der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft und den Hamburger Plankrankenhäusern entwickelt. Er bildet die Grundlage für die weitere Vorbereitung der Krankenhäuser auf außergewöhnliche Krisenlagen. Die Container-Reederei HAPAG-Lloyd und die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority, HPA, haben eine Vereinbarung zur Landstromnutzung in Hamburg getroffen. Die Reederei verpflichtet sich, bei geeigneten Anläufen Strom vom Land zu beziehen, wie die Reederei und die HPA mitteilten. Rund ein Drittel der HAPAG-Lloyd-Schiffe kann nach Unternehmensangaben Landstrom beziehen. Landstrom soll einen kleinen Beitrag zur Klimaneutralität der Branche leisten. Schiffe brauchen im Hafen Strom etwa für den Betrieb der Bordsysteme und die Kühlung von Containern. Dazu betreiben Schiffe Hilfsmotoren und Generatoren, was allerdings Umwelt und Anwohner belastet. Denn die Schiffe stoßen Feinstaub, Stickstoff und CO2 aus und verursachen Lärm. Seit Mai 2024 gibt es eine erste Landstromanlage für Containerschiffe in Hamburg. Weitere Anlagen für Containerschiffe seien installiert worden. Bis 2030 sollen Containerschiffe an allen wesentlichen Liegeplätzen Landstrom beziehen können, wie die HPA mitteilte. Die Hamburger Energienetze GmbH hat im vergangenen Geschäftsjahr einen höheren Gewinn an die Stadt abgeführt. Die Stadt hat demnach 130 Millionen 14 von dem Strom- und Gasnetzbetreiber erhalten. Das entsprach einer Zunahme um 21,5 Prozent im Vergleich zu 2024, wie die Energienetze mitteilten. Dass die Energienetze mehr Gewinn abgeführt haben, lag daran, dass die Energienetze zuletzt mehr Geld verdient haben. Das Unternehmen profitierte von einer gestiegenen Energienachfrage. Eine verletzte Graugans im Gleisbett hat in der Nacht in Hamburg nahe dem Bahnhof Dammtor für einen Polizeieinsatz gesorgt. Wie die Bundespolizei mitteilte, waren die Beamten gegen 4 Uhr wegen der Meldung möglicher Personen im Gleis unterwegs. Menschen wurden nicht angetroffen, stattdessen entdeckten die Einsatzkräfte die schwer verletzte Gans. Das Tier hatte den Angaben zufolge Verletzungen am Flügel und an einem Fuß, weshalb sie sich nicht mehr selbstständig hätte fortbewegen können. Die Gans sei zunächst zur Polizeidienststelle gebracht worden. Nach Rücksprache mit dem Schwanenvater wurde sie zur Versorgung ihrer Verletzungen in ein Tierheim gebracht. Das 1674 als städtische Dienststelle eingeführte Schwanenwesen mit dem Amt des Schwanenvaters ist nicht nur für die Alsterschwäne zuständig, die in Hamburg als ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt gelten und deshalb besonders gehegt und gepflegt werden. Die Mitarbeitenden kümmern sich auch um hilflose Wildtiere, die im Stadtgebiet gefunden werden und um den Umweltschutz rund um die Alster. Der Rathausmarkt in Hamburg wird am Wochenende zum Schauplatz für die weltbesten Triathleten und Triathletinnen auf der Kurzstrecke. Auf der sechsten von zehn Stationen im Kampf um den WM-Titel liegt der Fokus aus deutscher Sicht am Samstag vor allem auf Titelverteidigerin Lisa Terzsch, Frauen 15 Uhr, und Henry Graf, Männer 13 Uhr 15, die im Sprint 750 Meter schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer laufen, antreten. Zudem will das DTU-Quartett bei der WM-Entscheidung in der Olympischen Mixt-Staffel am Sonntag, 17.30 Uhr, erneut vorn mitmischen. Graf, der in Hamburg im vergangenen Jahr Fünfter geworden war, betonte, natürlich ist es die logische Konsequenz, dass es das Ziel sein muss, hier auf das Podest zu kommen. Er sei aber nicht enttäuscht, wenn dies nicht klappen würde und verwies auf die große Dichte in der Weltspitze. Man muss das schon einordnen können. In der Mixt-Staffel sei eine Medaille fast schon das Minimalziel, meinte Graf. 2023 und 2024 war das DTU-Quartett jeweils Weltmeister geworden, verpasste den Hattrick im vergangenen Jahr jedoch mit dem dritten Platz. Nach wechselhaftem Wetter kehrt in Hamburg zum Ende der Woche der Sommer zurück. Während der Donnerstag vielerorts noch mit dichten Wolken beginnt, steigen die Temperaturen bis Sonnabend wieder auf bis zu 27 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst DWD mitteilte. In der Nacht zum Freitag klart der Himmel vielerorts auf. Die Tiefstwerte liegen laut bei dem Deutsche Wetterdienst 14 Grad. Am Freitag setzt sich zunehmend die Sonne durch. Es bleibt trocken und sommerlich warm. Die Temperaturen steigen den Angaben zufolge auf 26 Grad, am Wochenende dann weiter bis auf 27 bzw. 28 Grad. Der Wind wehe meist nur schwach aus nördlichen Richtungen. Der Sommer erlebt ein echtes Comeback.