Latest / ntv Wirtschaft / Ausbildung oder Studium: Was lohnt sich mehr?
Transcript
- 0:02Die Zufriedenheit der Auszubildenden sinkt auf ein neues Tief.
- 0:05Verbraucherschützer warnen vor steigenden Gaspreisen.
- 0:09Und einige Tricks helfen dabei, im Alltag spielerisch zu sparen.
- 0:13In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte,
- 0:17die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat.
- 0:22Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.
- 0:27Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards
- 0:31geprüft. Viel Spaß beim Zuhören.
- 0:34Die Zufriedenheit der Auszubildenden ist auf ein neues Tief gesunken.
- 0:38Das zeigt jetzt eine Befragung des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
- 0:42Demnach ist die Zufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr um fast 6 Prozentpunkte gesunken.
- 0:48Allerdings sind damit immer noch rund 66 Prozent zufrieden mit ihrer Ausbildung.
- 0:53Am zufriedensten äußerten sich Azubis etwa bei Versicherungen sowie angehende
- 0:57Mechatroniker und Industriemechaniker.
- 1:01Die geringste Zufriedenheit gab es hingegen etwa bei angehenden Friseuren, Malern und Tischlern.
- 1:06Wie sicher ist es heutzutage, eine Ausbildung zu machen?
- 1:09Und lohnt sie sich mehr als ein Studium?
- 1:12Über diese Fragen hat Sarah Oswald mit dem Arbeitsmarktexperten Alexander Speermann
- 1:17gesprochen. Was macht aus Ihrer Sicht eine gute Ausbildung aus?
- 1:21Eine gute Ausbildung zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch auf die modernen
- 1:25Entwicklungen, wie zum Beispiel zur künstlichen Intelligenz, eingeht.
- 1:31Wir wissen von einem der führenden KI-Wissenschaftler, dass der sicherste Beruf,
- 1:37in Zeiten der künstlichen Intelligenz der Klempner ist.
- 1:40Und das ist ja nichts anderes als eine große Marketingaktion für das Handwerk.
- 1:45Nämlich dort, wo die Menschen vor allen Dingen gefragt sind.
- 1:50Allerdings Menschen, die auch umgehen können mit Maschinen, die umgehen können
- 1:56auch mit künstlicher Intelligenz.
- 1:58Die haben in Zukunft eine hohe Wahrscheinlichkeit, einen sicheren Job zu haben.
- 2:02Das ist doch eine hervorragende Botschaft für junge Menschen,
- 2:05die jetzt noch Ausbildungsplätze suchen.
- 2:08Und ich habe noch mehr gute Nachrichten. Wir haben ja auch wieder steigende
- 2:10Zahlen an abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in diesem Jahr.
- 2:14Warum ist die Ausbildung, Sie haben gerade das Thema KI schon angesprochen,
- 2:17aber gerade wirklich die bessere Entscheidung im Vergleich zum Studium?
- 2:20Grundsätzlich gilt ja, dass man ein höheres Lebenseinkommen hat mit einem Studium
- 2:26als mit einer Ausbildung. Das gilt aber nur im Durchschnitt.
- 2:30Und wir wissen eben, dass diejenigen, die besonders gut sind in ihren Ausbildungsberufen,
- 2:35in handwerklichen Berufen beispielsweise, dass die dann auch mehr verdienen
- 2:39können als der durchschnittliche Bachelorabsolvent.
- 2:43Es kommt also schon darauf an, wie gut bin ich in meinem Ausbildungsberuf,
- 2:48wie engagiert, wie interessiert.
- 2:50Dann habe ich eine gute Wahrscheinlichkeit, sogar noch mehr zu verdienen als
- 2:54Menschen, die nur mit geringer Leidenschaft einen akademischen Abschluss machen
- 2:58und dann mit geringer Leidenschaft arbeiten.
- 3:01Welche Branchen, sagen Sie, sind die zukunftsfähigsten gerade?
- 3:06Ja, da müssen wir aufpassen. Vor zehn Jahren hieß es, dass der Beruf des Kochs.
- 3:11In zehn Jahren nicht mehr besonders relevant sein wird, weil die Maschinen den
- 3:16Job machen und dass der Beruf des Busfahrers nicht mehr große Bedeutung haben
- 3:21wird, weil wir autonomes Fahren haben.
- 3:23Das war vor zehn Jahren. Und jetzt haben wir sowohl den Fachkräftemangel im
- 3:27Bereich der Kochen und im Bereich Busfahren.
- 3:32Also das heißt, da müssen wir aufpassen mit unseren eigenen Prognosen und.
- 3:37Dementsprechend können wir davon ausgehen, dass,
- 3:41die Jobs, das sind ja über 300 Ausbildungsberufe, die sich einstellen auf die neue Welt,
- 3:49also sprich auch künstliche Intelligenz mit aufnehmen in die Ausbildungsverordnungen,
- 3:55die nach links und nach rechts gucken, wo die Reise weitergeht, dass die sicher sind.
- 4:00Und dementsprechend gilt weiterhin die Regel, das machen, wozu man Lust hat,
- 4:06das machen in einem Betrieb, wo das Team stimmt, wo,
- 4:09auch wirklich nicht ausgebeutet wird, Stichwort Überstunden,
- 4:14Stichwort hohe mentale Belastung, sondern gefördert wird.
- 4:17Da muss man hin, da ist die Zukunft. Von Ausbildungsberufen weiter zur Energieversorgung.
- 4:23Wegen der geringen Gasspeicher-Füllstände warnen Verbraucherschützer jetzt vor
- 4:27steigenden Gaspreisen.
- 4:29Sie würden die bereits angespannte Lage auf den Energiemärkten in der kommenden
- 4:33Heizsaison weiter verschärfen, heißt es.
- 4:35Die deutschen Gasspeicher sind derzeit nur zu gut 50 Prozent gefüllt.
- 4:40Grund sind die seit Monaten hohen Preise am Weltmarkt infolge des Irankriegs.
- 4:45Was bedeutet das für die kalte Jahreszeit? Verena Fels hat darüber mit dem Kapitalredakteur
- 4:50Thomas Steinmann gesprochen.
- 4:52Droht uns allen ein teurer Winter? Naja, vielleicht noch nicht unmittelbar,
- 4:56denn die Gaspreise, die reagieren etwas versetzt.
- 4:59Das ist anders als beim Benzin, wo zum Beispiel der Krieg im Iran sich ja sofort
- 5:03an den Zapfsäulen ausgewirkt hat.
- 5:05Beim Gas dauert es etwas länger, aber wenn die Beschaffungskosten für die Gasanbieter
- 5:10steigen, Und das ist der Fall, das wird der Fall sein. Dann wirkt sich das auch
- 5:14mit etwas Verzögerung auf die Verbraucher, auf die Privatverbraucher aus.
- 5:19Und als Grund werden dann ja unter anderem die niedrigen Gasspeicher-Füllstände
- 5:22angeführt. Bisher sind die Versorger recht entspannt. Können Sie das nachvollziehen?
- 5:27Und könnten die Anbieter im Zweifelsfall auch für weitere Reserven sorgen und
- 5:31ihre Speicher weiter auffüllen?
- 5:34Also die Versorger sind vielleicht entspannt.
- 5:38Naja, aber hinter den Kulissen, ehrlicherweise, hört man da anderes.
- 5:41Also die Darstellung der Bundesregierung, wir haben 50 Prozent,
- 5:45nun speichert mal bitte ein.
- 5:48Das ist für die Versorger etwas anders. Also sie haben keine Pflicht sozusagen
- 5:53für Versorgungssicherheit zu sorgen. Das ist eine politische Aufgabe.
- 5:56Das heißt also, die Versorger müssen ihre Verträge erfüllen, natürlich.
- 6:01Sie können aber kaufen. Wir haben kein Problem, dass zu wenig Gas verfügbar
- 6:04ist. Es ist auf den Weltmärkten zu kaufen, auch LNG, Flüssiggas.
- 6:09Aber dann haben wir natürlich ein Preisthema. Nur die Versorger können die Preise
- 6:12dann, wie ich gerade schon erwähnt habe, auch an die Kunden weitergeben.
- 6:15Deswegen finde ich erstaunlich, dass die Bundesregierung bislang so entspannt
- 6:20ist. Denn deren Aufgabe ist es, für Versorgungssicherheit zu sorgen.
- 6:24Was empfehlen Sie denn jetzt allen Gaskunden? Könnte es sich auch lohnen,
- 6:27den Anbieter zu wechseln zum Beispiel? Ja.
- 6:30Ja, das hängt stark von der Vertragsgestaltung ab. Wichtig ist,
- 6:33dass die Verträge einen gewissen Fixpreis beinhalten. Also, dass wir eine Garantie
- 6:39haben als Verbraucher, dass sich da nicht kurzfristig etwas ändert.
- 6:42Und ansonsten, klar, gilt es immer zu beobachten. Aber in diesem Fall,
- 6:46gerade mit Blick auf den nächsten Winter, wenn es etwas wackelig werden kann,
- 6:49dann empfehle ich dringend, nicht nur nach dem billigsten Preis zu schauen,
- 6:52sondern vor allem auch auf die Seriosität von Anbietern.
- 6:55In der letzten großen Gaskrise, nach dem Beginn des Ukraine-Krieges,
- 6:59haben wir erlebt, dass auch so etwas, ich sag mal, halb seriöse Anbieter,
- 7:02die sehr günstig waren, dann aber in die Knie gegangen sind und Insolvenz angemeldet
- 7:07haben und dann nützt es niemandem.
- 7:09Und trotzdem ist natürlich die Frage interessant, wie kann ich generell Geld
- 7:12sparen? Also haben Sie da vielleicht nochmal ein paar handfeste Tipps für uns?
- 7:16Ja, also tatsächlich erstmal ruhig bleiben, sich die Verträge genau anschauen und dann entscheiden.
- 7:23Wir haben eine sehr, sehr volatile Lage.
- 7:26Es wackelt sehr und die Preise können echt hoch und runter schießen.
- 7:29Deswegen, also Preisbindungen sind in dem Fall erstmal sinnvoll,
- 7:33wenn auch nicht für eine sehr lange Zeit.
- 7:35Und für diesen Winter gilt vielleicht dann noch mehr als für die Letzten beim
- 7:39Verbrauch genau hinschauen.
- 7:41Fenster, was auch immer. Also das, was wir in der Ukraine-Krise gelernt haben,
- 7:46was den Gasverbrauch angeht und was manchmal etwas belächelt wurde,
- 7:49kann in diesem Winter nochmal sehr wichtig werden, wenn wir auf den Geldbeutel schauen wollen.
- 7:53Und auch das nächste Thema dreht sich um den Geldbeutel.
- 7:56In Zeiten hoher Preise sind viele gezwungen, mehr Geld zur Seite zu legen.
- 8:00Doch nicht immer gelingt das so gut, wie man es sich vorgenommen hat.
- 8:03Wie sie spielerisch sparen können und worauf sie achten sollten,
- 8:07darüber hat Etienne Bell mit Frauke Holzmeier gesprochen, der Leiterin der Wirtschaftsredaktion.
- 8:12Sparen fällt vielen gar nicht so leicht. Warum?
- 8:14Im Moment ist das tatsächlich so. Wir sehen, dass die Sparquote zurückgegangen
- 8:17ist. Die liegt bei 10,2%. Was heißt das? Von 100 Euro legen die Menschen 10,20 Euro zurück.
- 8:25Das war auch schon mal mehr. 2024 waren es über 11%.
- 8:29Also es ist jetzt noch nicht so ein Riesenunterschied, aber spannend ist,
- 8:31in Krisenzeiten legen die Leute eigentlich mehr zurück. Aber die Energiepreise
- 8:36und Lebensmittel, alles wird teurer, also kann man auch weniger sparen.
- 8:40Also vielen geht das so. Aber es kann sogar Spaß machen, sagst du,
- 8:43oder? Fand ich total interessant.
- 8:44Ja, absolut. Also vielen fällt es ja auch nicht so leicht, sich mit Geld zu beschäftigen.
- 8:47Ist ja auch manchmal ein bisschen lästig. Deswegen ist es manchmal gar nicht
- 8:50so schlecht, da spielerisch ranzugehen.
- 8:51Da gibt es ein paar Spar-Hacks, ein paar Spar-Challenges. Zum Beispiel die Würfel-Challenge.
- 8:56Ja, also auch wir Erwachsene können da ruhig mal spielerisch rangehen.
- 9:00Und da funktioniert es einfach so, dass man sich ein oder mehrere Tage pro Woche rausnimmt.
- 9:04Ja, man würfelt und die Augenzahl bestimmt dann den Sparbetrag.
- 9:08Ja, eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs. Aber du kannst auch sagen,
- 9:10du machst es mit zwei Würfeln oder du addierst da nochmal.
- 9:14Das ist natürlich sehr variabel. Und klar, ganz wichtig, dann den Sparbetrag,
- 9:18den man sich erwürfelt hat, sollte man dann auch an einem Ort aufbewahren.
- 9:21Im besten Fall ehrlicherweise auf einem Tagesgeldkonto, damit sich das Geld
- 9:24dann weiter nach und nach vermehrt. Ja, finde ich gut. Okay, was gibt es sonst noch?
- 9:29Da gibt es einiges. Du kannst auch den sogenannten No-Spend-Day machen,
- 9:33also mal gar nichts ausgeben. Also wenn du jetzt eine Rechnung bekommst,
- 9:36dann die vielleicht doch bezahlen.
- 9:38Gemeint ist, spar dir doch mal den Coffee-to-go, das Online-Shoppen verschieben,
- 9:43vielleicht auch noch mal so ein bisschen. Also diese ganzen Ausgaben,
- 9:47die man so nebenbei macht und wo man vielleicht eigentlich nochmal ein oder
- 9:50zwei Tage drüber nachdenken könnte.
- 9:53Die mal wegzulassen und das kann dann schon 20 bis 40 Euro im Monat bringen.
- 9:59Auch beliebt ist die sogenannte 52-Wochen-Challenge. Jetzt wirst du vielleicht
- 10:02sagen, Entschuldigung, wir haben nicht Anfang des Jahres. Aber ich finde ja,
- 10:05gute Vorsätze kann man immer umsetzen. Da braucht man jetzt keinen 1.
- 10:08Januar für. Da geht es dann darum, Woche 1, 1 Euro, Woche 2, 2 Euro und so weiter.
- 10:13Gut, dann ich summiere gerade schon so im Kopf ein bisschen.
- 10:15Also da kommt was zusammen, aber jetzt nicht die dicke Summe,
- 10:18oder? Also wie viel bringt es wirklich?
- 10:19Ja, es kommt natürlich ein bisschen auf die Challenge an und wie konsequent du auch bist.
- 10:22Wenn du bist jetzt bei der 52-Wochen-Challenge, bist du schon bei über 1300
- 10:26Euro. Das ist dann schon mal gar nicht so schlecht. Aber die Grundidee ist ja
- 10:30auch, sich ein bisschen mit den eigenen Finanzen zu beschäftigen.
- 10:33Und zum Schluss noch dieses Thema.
- 10:35Die Staatsverschuldung der USA ist erstmals auf über 40 Billionen Dollar gestiegen.
- 10:40Das geht jetzt aus Zahlen des Finanzministeriums in Washington hervor.
- 10:44Grund dafür ist laut Experten unter anderem die Zollpolitik von US-Präsident Trump.
- 10:50Mehr dazu von Börsenexperte Frank Mayer. Die USA haben bekanntlich ein Schuldenproblem
- 10:54und inzwischen offensichtlich auch ein Zinsproblem.
- 10:57Bei 40 Billionen US-Dollar an Schulden betragen die Zinsen im Jahr 1,4 Billionen, grob gerechnet.
- 11:05Das steigert sich in Jahresende-Richtung auf 1,7 Billionen.
- 11:10Was passiert? Die Renditen steigen. Für die 30-jährigen Anleihen in der Spitze auf 5,34 Prozent.
- 11:17Da gingen dann offensichtlich die Warnlampen an am Markt und auch beim Treasury, also beim Schatzamt.
- 11:24Dort hat man jetzt Beruhigungspillen ausgegeben, indem man sagte.
- 11:29Diese Operationen, so nennt man das, werden verdoppelt.
- 11:33Dass man also nicht nur zwei Milliarden US-Dollar pro Operation an Schulden
- 11:38aufkauft, sondern vier Milliarden.
- 11:41Insgesamt plant man 83 Milliarden an alten Anleihen aufzukaufen und die dann
- 11:47natürlich zu refinanzieren.
- 11:48Die Wirkung blieb am Markt nicht aus. Die Renditen, die sackten durch bis auf 5,19 Prozent.
- 11:55Kurios ist eben dabei, dass die Amerikaner Anleihen ausgeben,
- 11:59um die eigenen Defizite zu finanzieren.
- 12:02Aber gleichzeitig kauft man Anleihen wieder auf.
- 12:05Man könnte auch sagen, der größte Schuldner der Welt, der betreibt Schuldenpflege inzwischen.
- 12:11Oder auch, er reicht Beruhigungspillen aus, dass die Gläubiger nicht nervös werden.
- 12:17Aber schaut man genau hin, sind das eigentlich nur Globuli.
- 12:20Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment.
- 12:25Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast.