Latest / Frogwords Mini-Predigt / Episode 748 | Jesu Leben und Lehre
Transcript
- 0:08Speaker 0: Gott wird Mensch, Leben und Lehre des Mannes der Retter- und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.
- 0:25Speaker 0: Episode sevenhundertachtundvierzig vom Sterben des Menschensohnes Teil vier Johannes zwölf vers siebenundzwanzig Jetzt ist meine Seele bestürzt Und was soll ich sagen?
- 0:39Speaker 0: Vater rette mich aus dieser Stunde.
- 0:41Speaker 0: Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen.
- 0:44Speaker 0: Der Vers markiert einen Übergang.
- 0:47Speaker 0: Nach dem Bild von dem Weizenkorn und dem Ruf in die Nachfolge spricht Jesus jetzt ausdrücklich über seine eigene innere Erschütterung im Angesicht des kommenden Todes.
- 1:14Speaker 0: und erstreicht dabei die volle Menschlichkeit Jesu.
- 1:19Speaker 0: Und was soll ich sagen?
- 1:21Speaker 0: Das ist keine echte Ratlosigkeit, sondern Ausdruck des Inneren Ringens!
- 1:26Speaker 0: Jesus steht vor der ganzen Schwere dessen, was vor ihm liegt.
- 1:31Speaker 0: Er empfindet reale Todesangst – und bringt sie vor den Vater.
- 1:35Speaker 0: Zugleich ordnet er seinen eigenen Wunsch dem Willen Gottes unter.
- 1:41Speaker 0: In Gezemanee wird uns dieses Motiv noch deutlicher begegnen.
- 1:46Speaker 0: Eine hohe Christologie schwächt also die wirkliche Menschlichkeit Jesu nicht ab, der, der vom Himmel gekommen ist, erlebt echt seelische Not!
- 1:57Speaker 0: Darum dürfen wir auch die Worte Rette mich aus dieser Stunde Nicht so verstehen als würde Jesus plötzlich an seiner Sendung zweifeln.
- 2:07Speaker 0: Das Gegenteil ist der Fall.
- 2:09Speaker 0: Schon im nächsten Satz bekräftigt er sie, doch darum bin ich in diese Stunde gekommen.
- 2:15Speaker 0: Die Angst ist real – aber sie hebt seinen Gehorsam nicht auf!
- 2:20Speaker 0: Sie macht nur sichtbar was ihn dieser Gehoresam kostet.
- 2:25Speaker 0: Hier treffen wir auch wieder auf den Schlüsselbegriff «diese Stunde».
- 2:29Speaker 0: Wie schon gesagt ist damit mehr gemeint als nur die Stunde seines Sterbens.
- 2:34Speaker 0: Es geht vielmehr um den ganzen Komplex aus Tod, Auferstehung und Verherrlichung.
- 2:40Speaker 0: Die Formulierung – doch darum bin ich in diese Stunde gekommen – macht deutlich dass Jesu Tod kein Unfall und nicht bloß die Folge widriger Umstände war.
- 2:52Speaker 0: Die Passion ist Teil seines Sendungsauftrages.
- 2:56Speaker 0: Zwei Dinge werden hier gleichzeitig betont.
- 2:59Speaker 0: Die reale menschliche Abneigung gegen das bevorstehende Leiden und die entschlossene Hingabe an den Auftrag.
- 3:07Speaker 0: Oder sagen wir es so, Jesu Gehorsam ist nicht weniger echt nur weil der Kreuzestod von Anfang an Teil des göttlichen Plans war.
- 3:18Speaker 0: Sein Gehoresamt zeigt sich gerade darin dass er angesichts realer Angst den Weg wählt dem Gott ihm vorgibt.
- 3:27Speaker 0: Die Angst des Herrn Jesus bewahrt uns auch davor, die Ferse über Selbsthingabe romantisch zu verklären.
- 3:34Speaker 0: Wenn wir davon lesen dass wir unser Leben hassen sollen, dann heißt das eben nicht, dass wir Verlust, Leid und Ausgrenzung angenehm finden!
- 3:44Speaker 0: Der Herr Jesus ist von seinem bevorstehenden Tod erschüttert – und damit isst der Mut zum Gehorsam nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Treue mitten in der Angst.
- 3:58Speaker 0: Gerade darin wird sichtbar, was biblische Nachfolge meint – sie verlangt nicht, dass wir unsere Gefühle verleugnen oder so tun als würde uns sein Opfer nichts kosten.
- 4:10Speaker 0: Jesus spielt seine Erschütterung nicht herunter, er überspringt sie.
- 4:22Speaker 0: Christliche Hingabe ist keine Gefühllosigkeit, sondern die Entscheidung dass unsere Gefühle zwar gehört werden dürfen aber nicht das letzte Wort bekommen.
- 4:33Speaker 0: Manchmal müssen wir unseren Ängsten deutlich sagen was Sache ist.
- 4:37Speaker 0: Psalm forty-three verse five Was bist du so aufgelöst meine Seele und was stönst Du in mir?
- 4:45Speaker 0: Haare auf Gott denn ich werde ihn noch preisen!
- 4:49Speaker 0: Das Heil meines Angesichts und meinen Gott.
- 4:53Speaker 0: Merkt ihr?
- 4:54Speaker 0: Wir müssen Angst nicht erst überwinden, bevor wir gehorsam sein können!
- 4:59Speaker 0: Wir müssen nicht warten bis sich der schwierige Weg leicht anfühlt.
- 5:03Speaker 0: Manchmal besteht Glaube gerade darin mit zitternden Knien den nächsten Schritt zu gehen – wie ein Kind das die Hand seines Vaters festhält, obwohl der Weg dunkel
- 5:14Speaker 0: erscheint.".
- 5:16Speaker 0: Vertrauen zeigt sich dann nicht darin, dass die Dunkelheit verschwindet sondern darin das ich mich in der Dunkelkeit Gott anvertraue.
- 5:25Speaker 0: Und genau deshalb ist Selbstverleugnung im biblischen Sinn auch keine Selbstverachtung – Jesus verachtet sein Leben nicht!
- 5:34Speaker 0: Gerade seine Erschütterung zeigt wie kostbar ihm das eigene Leben ist.
- 5:39Speaker 0: Er gibt es nicht hin weil es wertlos wäre sondern weil der Wille des Vaters und die Rettung der Menschheit ihm wichtiger sind.
- 5:47Speaker 0: Das Opfer Jesu erhält sein Gewicht ja gerade dadurch, dass etwas wirklich Wertvolles geopfert wird!
- 5:55Speaker 0: Für uns heißt das Wenn Nachfolge etwas kostet dürfen wir diesen Schmerz auch Schmerzen nennen.
- 6:02Speaker 0: Wir dürfen Verlust betrauern – wir dürfen Angst empfinden.
- 6:07Speaker 0: Wir dürfen uns sogar fragen wie wir den nächsten Schritt schaffen sollen.
- 6:11Speaker 0: Entscheidend ist nur ob wir uns in all dem an den Christus halten.
- 6:17Speaker 0: Nachfolge bedeutet nicht, mir macht das nichts aus!
- 6:22Speaker 0: Sie bedeutet viel mehr.
- 6:23Speaker 0: es macht mir sehr wohl etwas aus aber der Herr Jesus und sein Reich sind mir wichtiger Und machen wir uns bitte nichts vor.
- 6:32Speaker 0: auch wenn wir nicht gleich unser Leben verlieren kann Verlust sehr konkret aussehen.
- 6:38Speaker 0: Ich sehe vor mir den Ältesten, der für seinen Dienst in der Gemeinde beruflich zurücktritt.
- 6:43Speaker 0: Eine vier Tage Woche anstrebt und damit auf Einkommen, Luxus – und vermutlich auch Karriere verzichtet.
- 6:52Speaker 0: Ich sehe die Frau, die einen Mann liebt, der ihren Glauben nicht teilt... ...und sich gegen die Ehe entscheidet.
- 7:00Speaker 0: Im Wissen das sie vielleicht für den Rest ihres Lebens allein bleibt!
- 7:06Speaker 0: deren Erwachsenes Kind den Glauben ablehnt und sich von ihnen entfernt.
- 7:11Speaker 0: Sie leiden unter der Distanz und halten doch an Christus fest, auch wenn die Enkel seltener zu Besuch
- 7:17Speaker 0: kommen.".
- 7:18Speaker 0: Ich sehe je vor mir den Schauspieler, der nach seiner Bekehrung Rollen ablehnend, die er vor Gott nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann – obwohl ihn das Aufträge und wahrscheinlich seine ganze Karriere kostet!
- 7:32Speaker 0: Ich sehe hiervor mir den Arbeitslosen, der Gottes Wort Ernst nimmt und sich eine Arbeit sucht, obwohl er damit am Ende weniger Geld zur Verfügung hatte als mit arbeitslosen Geld- und Schwarzarbeit.
- 7:43Speaker 0: In all diesen Fällen ist Nachfolge schmerzhaft – unter Mitverlust verbunden!
- 7:48Speaker 0: In den Beispielen ging es um Ansehen einen Ehepartner Kontakt zu den Enkeln Den Traumberuf oder schlichtweg Geld Merkt ihr?
- 7:58Speaker 0: Echte Nachfolgen tut weh Und wir dürfen das auch zugeben.
- 8:02Speaker 0: Und vielleicht liegt genau hier Eine der tiefsten Formen geistlicher Reife.
- 8:08Speaker 0: Nicht darin immer stark zu wirken, sondern darin mit unserer Schwäche vor Gott zu kommen und dann zu sagen ich will dir vertrauen – nicht darin keine Angst mehr zu haben, sondern unsere Angst zu erklären auf wen wir harren!
- 8:26Speaker 0: Der Gehorsam Jesu zeigt uns keinen unerreichbaren Heldenmut, sondern echtes menschliches Vorbild Echte Erschütterung, echtes Ringen und echte Hingabe.
- 8:39Speaker 0: Das Kreuz beginnt für den Herrn Jesus genau hier – es beginnt dort wo der eigene Wille sich dem Willen Gottes anvertraut.
- 8:48Speaker 0: Es beginnt da wo man die Spannung aushält weil aus Bestürzung Hingaben wird!
- 9:05Speaker 0: Was könntest du jetzt tun?
- 9:07Speaker 0: Denke über die Verluste nach, die deine Nachfolge dir eingebracht hat.
- 9:12Speaker 0: Wie sähe dein Leben als Heide aus?
- 9:15Speaker 0: Was wäre vielleicht netter?
- 9:18Speaker 0: Das war's für heute.
- 9:20Speaker 0: Wenn dir mein Dienst gefällt, mach gern ein bisschen Werbung dafür!
- 9:24Speaker 0: Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden.
- 9:32Speaker 0: Amen.