Latest / Voll Psycho / #26 Multiple hundert Joghurts. Wie soll man sich da entscheiden?
Transcript
- 0:07SPEAKER_03: Willkommen zurück bei VollPsycho, ein Podcast voll von psychologischen Alltagsphänomen.
- 0:13SPEAKER_03: Heute geht es um ein Ort, wo vermutlich viele von uns regelmäßig sprechen ist.
- 0:17SPEAKER_03: Das Jagurtsregal im Supermärkt.
- 0:20SPEAKER_03: Wer jetzt denkt, oh mein Gott, sind die heute in diesem Podcast vor, es ist eigentlich ein Psychologie-Podcast, dann kann ich schon mal verraten, das Yogurtregal ist eigentlich ein kleines psychologisches Minil.
- 0:34SPEAKER_03: Wir gegenüber sitzt Marcel, Wirtschaftspsychologe, Dozent im Studio Gang Business Psychology an der Hochschule Luzern.
- 0:40SPEAKER_03: So viel ich weiss, ist Marcel, wenn überhaupt, ein veganes Joghurt.
- 0:45SPEAKER_03: Umso mehr erstaunt es mich, dass er das Thema vorgeschlagen hat: Psychologie hinter einem Joghurtregal.
- 0:51SPEAKER_00: Ja, und wir gegenüber sitzt Miriam, Psychologin und ebenfalls Dozentin im Studio Gang Business Psychology an der Hochschule Luzern.
- 0:58SPEAKER_00: Sie hat ja eine Zeit lang in den USA gelebt, in dem man Joghurt mit Y H schreibt.
- 1:05SPEAKER_00: Ich war positiv überrascht, dass das nicht abgefärbt hat und seine Joghurt, immer im Austausch dieser Erfolg, immer so geschrieben hat, wie sich das danach wünscht.
- 1:15SPEAKER_00: Der FolPsycho-Podcast ist ein Angebot vom Studegang Business Psychology der Hochschule Luzern.
- 1:21SPEAKER_03: Stellt euch vor, ihr steht im Supermärkt, ihr seid eigentlich nur schnell Joghurt posten.
- 1:27SPEAKER_03: Das sollte eigentlich keine grosse Sache sein, aber dann steht ihr vor dem riesigen Joghurtregal: Erd, Beer oder Vanille, Natür oder mit Frücht, Bio, Vegan, Laktosefrei, Schafmilch, High Protein, Kier, Maggersquark, was auch immer, mit wenig Zucker, besonders grämmig usw.
- 1:48SPEAKER_03: Und dann gibt es natürlich noch die günstigen, die teuren, Joghurt im Glas, die mit einer schönen Verpackung und natürlich die, die auch gerade Aktion sind.
- 1:56SPEAKER_03: Wie soll man sich da entscheiden bei dieser riesigen Auswahl?
- 2:00SPEAKER_03: Diese Entscheidung treffen wir in der Schweiz nicht selten, gemäß der nationalen Ernährungserhebung Menü CH, essen Erwachsene in der Schweiz durchschnittlich 52,6 sehr präzise Gramm Joghurt pro Tag.
- 2:14SPEAKER_03: Das geht jetzt vielleicht sehr schmal wenig.
- 2:16SPEAKER_03: Aber aufs Jahr aufgerechnet sind das über 90 Kilo pro Person oder umgerechnet auf Joghurtbecher.
- 2:24SPEAKER_03: Wenn wir davon ausgehen, das Joghurtbecher ist so 150 bis 180 Gramm.
- 2:28SPEAKER_03: Dann essen wir im Schnitt mehr als 100 Joghurtbecher pro Person pro Jahr.
- 2:35SPEAKER_03: Wir treffen ziemlich oft die scheinbar banale Entscheidung vor dem Joghurtregal, aber genau in dieser banalen kleinen Entscheidung steckt erst viel Psychologie.
- 2:46SPEAKER_03: Was passiert aus psychologischer Sicht vor dem Joghurtregal?
- 2:50SPEAKER_03: Das alles in der heutigen Folge von vollem Psycho.
- 2:53SPEAKER_03: Marcel! Wenn du dir jetzt vorstellst, du stehst vor dem riesigen.
- 3:00SPEAKER_03: Ist bei dir das Joghurtregal auch so riesig, bei mir ist es riesig im Supermärk.
- 3:05SPEAKER_03: Was machst du vor dem Joghurtregal?
- 3:07SPEAKER_03: Wenn ich dich beobachte, was passiert da?
- 3:11SPEAKER_00: Wie du eingangs richtig festgestellt hast, meine Auswahl massiv kleiner ist, als wenn wir auch noch Kumilchjoghurt berücksichtigen, die einen Grossteil ausmacht.
- 3:22SPEAKER_00: Ich schaue nur bei den Joghurtalternativen und das sind natürlich massiv weniger Produkte.
- 3:28SPEAKER_02: Aber auch schon mehr wie auch schon.
- 3:29SPEAKER_00: Ja, definitiv.
- 3:30SPEAKER_00: Es nimmt sogar mehr Platz ein, an solchem Umsatz entsprechen würde.
- 3:34SPEAKER_00: Es gibt durchaus einige Produkte, aber ehrlich gesagt, du siehst mich gar nicht so viel vor dem Joghurtregal.
- 3:41SPEAKER_00: Das gehört zu den Sachen, die irgendwie im Wahkor meiner Frau landen.
- 3:47SPEAKER_00: Wenn ich einkaufe, ist irgendwie ein seltener Joghurt drauf.
- 3:51SPEAKER_00: Es hat aber wahrscheinlich auch damit zu tun, dass wir nicht eine riesen Joghurtfamilie sind.
- 3:56SPEAKER_00: Dass wir meistens die 450 Gramm oder 500 Gramm Päckchen grossen.
- 4:02SPEAKER_00: Das braucht man gar nicht so viel.
- 4:04SPEAKER_00: Bei mir selbst brauche ich vor allem den Joghurt, wenn ich meinen legendären Cheesecake mache.
- 4:10SPEAKER_00: Dann weiss ich aber genau, was ich brauche und nehme immer genau den gleichen.
- 4:15SPEAKER_03: Gut.
- 4:17SPEAKER_03: Bei mir ist es ein bisschen peinlich, aber ich bin extrem langweilig vor dem Joghurt, egal laufeinander.
- 4:25SPEAKER_03: Ich weiss genau, wo mein grosser Pott Natürjoghurt ist.
- 4:28SPEAKER_03: Ich nehme immer so einen Kilo Natürjoghurt.
- 4:33SPEAKER_03: Ultra langweilig.
- 4:35SPEAKER_03: Ich schaue es anderen gar nicht gross an.
- 4:38SPEAKER_00: Das heisst, es bräuchte etwa fünf Joghurt für dich und mich, vor allem.
- 4:43SPEAKER_03: Aber ich bin gestern bei uns bei mir in dem Migro und habe mal durcherzählt, wie viele verschiedene Joghurt wir haben bei uns in diesem Mikro, was schätzt ist.
- 4:52SPEAKER_00: Du, ich habe das Gleiche gemacht.
- 4:54unknown: Wirklich?
- 4:58SPEAKER_00: Dass wir die beiden grössten Retailers sind.
- 5:00SPEAKER_03: Das wird jetzt aber wundert.
- 5:01SPEAKER_03: Gucken wir darauf an, wie gross dein Koop ist.
- 5:03SPEAKER_00: Ja, ich habe bewusst einen genommen, der recht gross ist, also nicht bei uns in der Gemeinde.
- 5:10SPEAKER_00: Einer, der recht gross ist, aber jetzt nicht gerade ein Megastore.
- 5:13SPEAKER_00: Megastore, das sind doch die, die auch so beschriftet sind, die riesigen, die es wirklich sind.
- 5:19SPEAKER_03: Ich glaube, Minimikro ist eigentlich ein Megastore.
- 5:21SPEAKER_00: Aber es gibt bei GoP, wir sagen A, B und C-Filialen, A sind die kleinsten und C die grössten vor dem Megastore.
- 5:29SPEAKER_00: Ich kann mir vorstellen, dass es mindestens ein B, wahrscheinlich ein C-Filial.
- 5:34SPEAKER_03: Jetzt nimmt es ja um den Mund.
- 5:36SPEAKER_03: Was weißt du, wie viel sind sie?
- 5:38SPEAKER_00: Die Frage ist jetzt, wie viel Joghurt dort gehabt hat, wie viele verschiedene Produkte sind.
- 5:42SPEAKER_03: Nein, wie viele unterschiedliche Produkte, unterschiedliche Geschmäcker, aber dann auch unterschiedlich wäschen, Beifi, aus Schafmilch, all das trennt voneinander.
- 5:52SPEAKER_00: Auch Quark und Käfir und Alter.
- 5:53SPEAKER_03: Das habe ich nicht mitzählt.
- 5:54SPEAKER_03: Quark, nicht.
- 5:55SPEAKER_03: Alternativ schon pflanzlich.
- 5:57unknown: Gut.
- 5:59SPEAKER_03: Es ist komplex.
- 6:01SPEAKER_00: Genau, es ist komplexer, aber man würde meinen.
- 6:03SPEAKER_00: Bei dir, die ich war, waren es 260 verschiedene.
- 6:07SPEAKER_03: 260?
- 6:08SPEAKER_03: Aber jetzt mit Quark und all den Zeug.
- 6:10SPEAKER_00: Ja, ja, wo beide vor sind, wahrscheinlich etwa 230 oder 240 sind.
- 6:15SPEAKER_00: Rein Joghurt sind es gut 150.
- 6:17SPEAKER_03: Ja, ich habe grob durcherzählt, bei mir sind es 161 unterschiedliche Joghurt.
- 6:22SPEAKER_00: Das ist vielleicht vielleicht eine ähnliche Filiale sogar.
- 6:26SPEAKER_03: Wow, oder?
- 6:29SPEAKER_03: Weil ich immer so einen sehr fokussierten Blick habe an diesem Joghurtreal habe, ist mir das gar nicht aufgefallen, dass es so viel sind.
- 6:36SPEAKER_00: Ja, ich habe ja mal für eine Schweizer Milchverarbeiterin gesarbeitet.
- 6:40SPEAKER_00: Darum war mir bewusst, dass das ein crazy Regal war.
- 6:44SPEAKER_00: Das war einer der Hauptgründen, warum ich, wenn wir eine Kategorie in einem Supermärk herausfinden, finde ich ihr Joghurtregal verdammt spannend.
- 6:56SPEAKER_00: Auf der einen Seite, es ist so ein Produkt, ein Alltagsprodukt mit tiefen Involvement, sagt man.
- 7:02SPEAKER_00: Das heisst, es bedeutet uns nicht wahnsinnig viel, es geht schnell, wir denken gar nicht so gross.
- 7:09SPEAKER_00: Es ist risikoarm.
- 7:10SPEAKER_00: Das heisst, wenn es mal zu Hause geht, das Schlimmste, wir können das ja gut gepostet haben, das nicht so fein ist.
- 7:16SPEAKER_00: Es passiert sehr, sehr häufig, also wiederholt.
- 7:19SPEAKER_00: Was das mit uns macht, wenn wir einkaufen, sind einfach cool und Spannung gefunden.
- 7:24SPEAKER_00: Darum bin ich mit dem Thema gekommen, um das aufzugreifen, wieso du am Anfang irgendwie verwundert bist, dass ich das Thema gewählt habe.
- 7:33SPEAKER_00: Als ich das recherchiert habe, habe ich natürlich nicht nur geschaut, wie viele verschiedene Produkte es.
- 7:39SPEAKER_00: Wir sagten S-K-Us, also wirklich einzelne Artikel, die alle ihren eigenen Strich geht, sondern auch geschaut, wie viele verschiedene sogenannte Facings.
- 7:48SPEAKER_00: Weißt du, Facings sind sie?
- 7:49SPEAKER_03: Ja, das habe ich in der Recherche das erste Mal davon gehört, wie oft nebeneinander die gleiche Art von Joghurt hat.
- 7:55SPEAKER_00: Genau.
- 7:55SPEAKER_00: Und da gibt es logischerweise mehr Facings als Produkt, weil bloß sie haben ja mehr als ein Facing.
- 8:02SPEAKER_00: Nebeinander bis zu fünf, sechs, sieben, acht Facings, je nachdem, wie häufig dieses Produkt auch gekauft wird.
- 8:08SPEAKER_00: Und zum Teil gibt es, dass sogar zwei übereinander stehen.
- 8:13SPEAKER_00: Ich habe mal geschaut, wie viele man Becher von vorne sieht in diesem Regal hin.
- 8:20SPEAKER_00: Du weißt einfach, vor welcher Wand steht man?
- 8:23SPEAKER_00: Wie lange bist du da?
- 8:26SPEAKER_03: Aber ja, erzähl.
- 8:28SPEAKER_00: Ja, ich habe noch die Unterstützung aufgenommen.
- 8:31SPEAKER_00: 1100.
- 8:33SPEAKER_03: 1100 Joghurtbecher, die den vordersten Front stehen.
- 8:36SPEAKER_03: Nicht einmal das, was hinter der Arste ist.
- 8:37SPEAKER_00: Ja, das ist natürlich noch viel mehr.
- 8:39SPEAKER_00: Nur die vorderste Front.
- 8:40SPEAKER_00: 1100.
- 8:41SPEAKER_00: Und dort heraus pickest du am Schluss das einste, die zwei, die drei oder die vier verschiedenen Joghurt heraus, die in dein Körbel oder in deinem Wageninnen liegen.
- 8:49SPEAKER_00: Und das ist schon.
- 8:50SPEAKER_00: Ich kann vor dir das Wort crazy braucht, glaube ich, braucht es gerade noch einen.
- 8:53SPEAKER_00: Das ist crazy.
- 8:54SPEAKER_00: Es ist wirklich crazy.
- 8:56SPEAKER_00: Und du hast dir nachher noch geschaut, wie viele Marken und wie viele verschiedene Sorten.
- 9:03SPEAKER_00: Und bei Marken bricht es natürlich gerade recht stark zusammen.
- 9:06SPEAKER_00: Es sind 28 verschiedene Marken.
- 9:09SPEAKER_00: Wobei alleine GoP hat natürlich sehr viele Untermarken.
- 9:12SPEAKER_03: Ja, das frage ich mich, das könnt ihr erzählen.
- 9:14SPEAKER_03: Das hätte ich jetzt gar nicht können erzählen.
- 9:15SPEAKER_03: Das ist mir gar nicht so bewusst beim Joghur-Einkauf.
- 9:17SPEAKER_00: Ja, man mal, das ist.
- 9:19SPEAKER_03: Du bist halt ein Insider.
- 9:21SPEAKER_03: Bei mir ist einfach Bio und dann noch so ein bisschen nein, ich könnte jetzt keine Joghurtmarken aufzählen im Fall.
- 9:28SPEAKER_00: Und 60 für deine Sorten an Joghurt.
- 9:32SPEAKER_03: Also Sorten heisst Geschmäcker.
- 9:34SPEAKER_00: Ja, genau.
- 9:35SPEAKER_00: Und dann wäre meine Frage an dich, welche Sorte ist am häufigsten vorkommen im Regal?
- 9:41SPEAKER_00: 25 Ausendschließung.
- 9:43SPEAKER_00: Oh, ja, ich denke jetzt schon Natteure.
- 9:45SPEAKER_00: Natteure, mit Abstand.
- 9:47SPEAKER_00: Jedes fünfte Produkt war Natteur.
- 9:50SPEAKER_00: Das sind schon noch viel.
- 9:51SPEAKER_00: Auf 260 sind ja über 50.
- 9:54SPEAKER_03: Die zweithäufigste hast du auch.
- 9:56SPEAKER_00: Ja, die ersten fünf.
- 9:58SPEAKER_03: Ich gedacht, ich bin mega wils, dass ich das korrekt und durchzähle.
- 10:02SPEAKER_03: Du hast einfach einmal einen Schritt weiter gemacht.
- 10:05SPEAKER_03: Was die erste vor ist, muss ich sagen.
- 10:07SPEAKER_03: Ja, wahrscheinlich ist Erdbeere jetzt schon auch noch weit von.
- 10:09SPEAKER_00: Fünft, noch Erdbeer.
- 10:10SPEAKER_00: Ich hatte es weiter vor.
- 10:12SPEAKER_03: Dann haben wir Schocki natürlich.
- 10:14SPEAKER_00: Nori auch für ein Viertel.
- 10:16SPEAKER_03: Dann haben wir Vanille.
- 10:17SPEAKER_00: Das ist das zweite Tee, das ist gut.
- 10:19SPEAKER_03: Und dann haben wir noch Birchermüsli.
- 10:21SPEAKER_00: Nein.
- 10:23SPEAKER_02: Was gibt es noch?
- 10:24SPEAKER_00: Dann haben wir eine Sorte, die du wahrscheinlich in den USA gar nie kannst.
- 10:27SPEAKER_00: Habe ich Mokka schon gesagt?
- 10:29SPEAKER_00: Ja, genau.
- 10:30SPEAKER_03: Wo ich liebe Mokka-Joghurt.
- 10:31SPEAKER_00: Ich nehme es.
- 10:32SPEAKER_00: Aber das ist eine Schweizer Spezialität.
- 10:34SPEAKER_00: Es gibt kein Land auf dieser Welt, das so viele verschiedene Mokka-Joghurts gibt.
- 10:39SPEAKER_00: Es gibt 22 verschiedene Vanillejoghurts, 16 Mokka-Joghurts, Schocke 15 RP11.
- 10:46SPEAKER_00: Was jetzt in der Schweiz?
- 10:47SPEAKER_00: Nein, nein, hier in diesem Ladruch.
- 10:48SPEAKER_02: Was?
- 10:53SPEAKER_00: Aufgrund der Mokka, genau die Spezialität.
- 10:56SPEAKER_03: Wie viele Unterschied in Moka?
- 10:57SPEAKER_03: 16 und so?
- 10:58SPEAKER_00: 16, allein in diesem Go-Binnen.
- 11:01SPEAKER_00: Ich hatte nachher recherchiert nach Mokka, ob das wirklich so ist und es ist wirklich eine Schweizer Besonderheit.
- 11:08SPEAKER_00: Und ein Westschweizer Beitrag hat das mal im Westschweizer Fernsehen und sie haben gesagt, es habe über 50 verschiedene Mocka-Joggurt in der Schweiz insgesamt, in diesen verschiedenen Läden.
- 11:21SPEAKER_03: Es scheint sich zu lohnen.
- 11:22SPEAKER_03: Ja, die Nachfrage scheint dazu.
- 11:25SPEAKER_00: Man kann aber nicht genau sagen, welches das so ist.
- 11:27SPEAKER_00: Wir gluten davon, die Leute sozialisiert wurden, die klein sind und behalten diese Vorlieben bei.
- 11:33SPEAKER_00: Sonst kann man sich fast erklären, dass wir das so stark haben und alle unsere Nachbarländer viel, viel weniger oder gar nicht.
- 11:40SPEAKER_01: Ja, ich weiss, weil ein Smokka-Jogh zu fest ist.
- 11:45SPEAKER_00: Du hast jetzt schon eine Werbung machen, zumindest ganz am Alphal von der Welt.
- 11:49SPEAKER_00: Nein, nein.
- 11:49SPEAKER_00: Das heisst man es noch nicht.
- 11:52SPEAKER_00: Aber nein, wegen der Einstiegsfrage, wegen du Joghurt immer richtig geschrieben hast.
- 11:57SPEAKER_00: Hast du nie ein Genuscht, wie wir.
- 11:58SPEAKER_03: Nee, aber ich bin ja nicht in den USA dumm geworden.
- 12:03SPEAKER_03: Hast du ein Genuschen?
- 12:04SPEAKER_00: Ja, aber zu Recht, Geld, wenn man es ist ja nicht nur, wie man schreibt, sondern auch heisst es der Joghurt oder das?
- 12:09SPEAKER_03: Das habe ich mir bei der Rösch und auch die Mehrzahl von Joghurt, habe ich mich gefragt.
- 12:13SPEAKER_00: Joghurt, äh, Jogi, nein.
- 12:15SPEAKER_00: Joghurt?
- 12:16SPEAKER_00: Joghurt wahrscheinlich auch, nicht?
- 12:18SPEAKER_00: Joghurt.
- 12:19SPEAKER_02: Joghurt?
- 12:20SPEAKER_00: Nein.
- 12:21SPEAKER_00: Jogurts?
- 12:23SPEAKER_00: Das ist sehr peinlich.
- 12:24SPEAKER_00: Wir haben damals Joghurt geschrieben.
- 12:26SPEAKER_03: Joghurt.
- 12:27SPEAKER_00: Ja, aber es tüntet auch schon egen.
- 12:29SPEAKER_00: Aber nur eins.
- 12:30SPEAKER_00: Der oder das?
- 12:32SPEAKER_03: Ich glaube, es ist das Joghurt.
- 12:34SPEAKER_00: In der Schweiz schon, aber offiziell wäre es der, gemessen.
- 12:40SPEAKER_00: Was aber speziell ist dran, dass Joghurt zwar die offizielle Schiffweise ist, also das heisst mit J und H.
- 12:50SPEAKER_00: Aber am Kooperal, ich habe es jetzt mal angeschaut, wo ich recherchieren kann, jeden Kop-Natura-Plan Joghurt wird ohne H geschrieben.
- 13:00SPEAKER_03: Joghurt.
- 13:01SPEAKER_00: Ja, also kein Wunder kommt die Verwirrung.
- 13:04SPEAKER_00: Und ich glaube...
- 13:05SPEAKER_03: Ist auch korrekt in dem Fall.
- 13:07SPEAKER_00: Nein, nicht wirklich.
- 13:08SPEAKER_00: Gemäß dort sind im 24.
- 13:10SPEAKER_00: Darf man dürfen nur noch Joghurt mit J und H schreiben.
- 13:15SPEAKER_00: Und beispielsweise Emmy hat das auch Joghurt pur und das ist auch mit J und O H.
- 13:21SPEAKER_00: Und ich glaube, es hat wirklich mit dem Französischen zu tun.
- 13:24SPEAKER_00: Dort heisst zwar, Joghurt mit Y geschrieben.
- 13:29SPEAKER_00: J mit Y und O H.
- 13:32SPEAKER_00: Aber ich glaube, es ist wie ein Kompromiss für die Deutschschweiz und für die Westschweiz.
- 13:35SPEAKER_00: Dann schreiben wir es einfach falsch drauf.
- 13:37SPEAKER_00: Ein doppelt falsch, ehrlich gesagt.
- 13:39SPEAKER_03: Aber hast du nachgeschaut, ob es jetzt auch korrekt ist, trotzdem laut ohne H?
- 13:44SPEAKER_00: Nein, aber seit dem 24.
- 13:46SPEAKER_00: seit zwei Jahren ist es toleriert.
- 13:47SPEAKER_00: Nein, umgekehrt.
- 13:48SPEAKER_00: Vorher war es toleriert und seit dem 24.
- 13:51SPEAKER_00: gibt es eigentlich nur noch offiziell mit J.
- 13:54SPEAKER_03: Also die, die verantwortlich sind für die Beschriftung von Joghurt, vielleicht müssen sie nochmal in den Büchern.
- 14:00SPEAKER_00: Ja, aber die, die in der Schweiz im Brandmanagement tätig sind und ein Produkt vertrieben und in der ganzen Schweiz erhältlich sind, können das Problem alle.
- 14:11SPEAKER_00: Wie du hast du dein Produkt beschreiben, also deinen Brand beschreiben, dass die Westschweizer sich nicht vor den Kopf gestoßen fühlen.
- 14:17SPEAKER_00: Ja, klar.
- 14:18SPEAKER_00: Zum Teil wird er mit Anglizismen geschaffen.
- 14:20SPEAKER_02: Aber könntest du es nicht in der Westschweiz anders beschriften?
- 14:22SPEAKER_00: Ja, oder auch schon.
- 14:24SPEAKER_00: Also ein Produkt beschreibst du schon, aber der Brand selber, jetzt bei Emmy beispielsweise Joghurt pur.
- 14:30SPEAKER_00: Das ist ein Brand.
- 14:31SPEAKER_00: Und dann hat er dort einen anderen zu nehmen, die Westschweizer, das macht überhaupt keinen Sinn.
- 14:36SPEAKER_00: Und manchmal wird der Umweg über Englisch gewählt, das aber stört plötzlich alle.
- 14:42SPEAKER_00: Wir sind in der Schweiz, wieso müssen wir das Englisch beschrieben?
- 14:44SPEAKER_00: Wir nennen es doch Deutsch.
- 14:45SPEAKER_00: Und dann ist es manchmal extrem schwierig, einen Brand oder einen Namen für ein Produkt zu finden, wo sowohl die Westschweizer als auch Deutschschweizer damit klarkommen.
- 14:54SPEAKER_00: Ja, was sagst du?
- 14:55SPEAKER_00: Sollst du noch kommst später auf den Regal check?
- 14:57SPEAKER_00: Oder hast du gerade noch ein paar Sachen und dann willst du teilen.
- 15:00SPEAKER_03: Ich habe nicht eine Stunde gestern in diesem Mikrofon an.
- 15:04SPEAKER_03: Hast du noch mehr von dem Regal check?
- 15:06SPEAKER_00: Ich hör ein bisschen einfließen.
- 15:08SPEAKER_03: Du wärst auch jetzt noch schnell.
- 15:09SPEAKER_00: Nein, nein, es passt eigentlich sehr gut in den restlichen Teil dieser Funktion zu.
- 15:15SPEAKER_00: Schießt du los.
- 15:16SPEAKER_03: Ich fange mit dem Klassiker an, das du sicher auch als Punkt recherchiert hast.
- 15:22SPEAKER_03: Die riesige Auswahl, die wir jetzt aufgezeigt haben, die mir gar nicht so bewusst war, könnte man ja annehmen, dass uns die grosse Auswahl happy macht und dann uns vielleicht auch dazu verleitet, um mehr eher ein Joghurt zu kaufen.
- 15:39SPEAKER_03: Das Phänomen, ob diese Annahme stimmt, dass eine grosse Auswahl uns auch happier macht, weil wir mehr Entscheidungsfreiheit haben.
- 15:46SPEAKER_03: Dieses Phänomen ist eine ganz klassische Studie aus der Entscheidungspsychologie vor 26 Jahren, sogenannte Marmeladenstudie.
- 15:57SPEAKER_03: Dort haben sie so gemacht, sie haben einen Probierstand aufgestellt, einmal mit sechs unterschiedlichen Gumpf.
- 16:05SPEAKER_00: Danke.
- 16:08SPEAKER_03: Was heisst du?
- 16:09SPEAKER_00: Konfi, sicher nicht Marmelade.
- 16:11SPEAKER_03: Ich sage Gumfi.
- 16:13SPEAKER_03: Wie sagst du Konfi?
- 16:15SPEAKER_00: In euch einem grossen Kanton, dann hätten wir auch komisch.
- 16:17SPEAKER_03: Nein, ich glaube, sie sagen sogar in unserem Kanton.
- 16:20SPEAKER_00: Ich sage Konfi, aber es tut einfach komisch, wenn ich das sage.
- 16:23SPEAKER_03: Marmelade.
- 16:24SPEAKER_03: Es waren zwei Probierstände: einen mit sechs unterschiedlichen Gumpfisorten, einem mit 24 unterschiedenen Gumpfisorten.
- 16:31SPEAKER_03: Und dann haben sie beobachtet, was passiert an diesen zwei Ständen mit weniger Auswahl und dem mit mehr Auswahl.
- 16:37SPEAKER_03: Und das Resultat bei dieser klassischen Studie war, dass dort, die grossen waren, also eben die 24 Sorten waren, dass bei diesem Stand mehr Leute an dem Stand und auch Interesse gezeigt haben.
- 16:50SPEAKER_03: 60% der Leuten sind stablie an dem Stand mit mehr Auswahl.
- 16:55SPEAKER_03: Bei der kleinen Auswahl, die nur sechs unterschiedlichen Gumpf-Sorten gestanden sind, sind Anführungsschlusszeichen nur 40% stark bleiben.
- 17:02SPEAKER_03: Das heisst, man kann sagen, die grosse Auswahl schaut schon die Leute an, mehr Interesse angeht.
- 17:09SPEAKER_03: Aber was dann spannenderweise angefunden worden ist, bei der grossen Auswahl mit den 24 Gumpf-Sorten haben dann schlussendlich von den interessierten Leuten nur 3% der Leuten effektiv auch etwas gekauft.
- 17:21SPEAKER_03: Bei der kleinen Auswahl, die nur 6 Gumpfi-Variationen dort gestanden sind, viel mehr, 30% der Interessierten war.
- 17:33SPEAKER_03: Dass die interessierten Leute auch effektiv etwas kaufen, das scheint bei der kleineren Auswahl eher der Fall.
- 17:43SPEAKER_03: Diese Studie wird häufig auch als Beispiel für den sogenannten Choice Overload, für die Überforderung, die wir, wenn viel Auswahl dort ist, für die Überforderung, die wir empfinden, verwenden.
- 17:56SPEAKER_03: Sprich, dass bei vielen Optionen Leute, die weniger motiviert sind, dann effektiv auch etwas auszuwählen, weil wir mehr Alternativen miteinander vergleichen müssen und gegenseitig abwägen, was wir jetzt angenommen und auswählen können und das zu einer Überforderung führen können.
- 18:12SPEAKER_03: Aber, was du jetzt gerade ausholen kannst, aber.
- 18:16SPEAKER_03: Es ist schon wichtig, dass wir den Klassiker besprechen.
- 18:19SPEAKER_03: Aber auch wichtig, dass die Zahlen, eben zu diesem Choice-Overload-Effekt, stammen aus dieser ganz konkreten Versuchsanordnung mit dieser Gumpfie-Studie.
- 18:30SPEAKER_03: Sie lassen sich nicht einfach auf alle verschiedenen Situationen übertragen.
- 18:34SPEAKER_03: Man kann sagen, diese Choice Overload, die Überforderung, ist nicht universell.
- 18:39SPEAKER_03: Es kommt mega darauf an, wer Leute in dem Spiel sind und wie wird das, wie komplex eine Entscheidung ist und so weiter ist.
- 18:46SPEAKER_03: Das ist auch in einer Meta-Analyse später veröffentlicht.
- 18:49SPEAKER_03: Wir haben sie es genauer untersucht und 50 ganz unterschiedliche Experimente zu diesem Choice-Overload-Effekten haben sie miteinander verglichen.
- 18:57SPEAKER_03: Wir haben gesehen, dass diese Experimente zeigen ganz unterschiedliche Resultate.
- 19:01SPEAKER_03: Bei dem einen zeigt sich ein Choice Overload, bei den anderen nicht.
- 19:04SPEAKER_03: Und im Schnitt kann man eigentlich sagen, den Choice Overload-Effekt gibt es über die 50 Experimente, das ist eigentlich eine Nuller, gibt es eigentlich nicht.
- 19:15SPEAKER_03: Sie haben dann auch mögliche erklärende Faktoren erwähnt, warum dieser Choice Overload-Effekt eben nicht universell ist.
- 19:22SPEAKER_03: Und eines, was sie jetzt gerade gesagt haben, ist, dass wir Leute, wir als Person unterschiedliche Präferenzen haben, wir haben mit einem unterschiedlichen Zielen an die Sache an.
- 19:32SPEAKER_03: Wenn wir eine Entscheidung am Joghurtregal treffen, wir haben unterschiedliche Vorwissen.
- 19:38SPEAKER_03: Ich weiss zum Beispiel, wenn ich als Joghurtregal anlaufe, welches Joghurt ich wollte und was es im Regal gibt.
- 19:44SPEAKER_03: Ich kenne das Regal, obwohl es ganz viele unterschiedliche Sorte gibt.
- 19:48SPEAKER_03: Ich weiss ungefähr, was mich dort erwartet.
- 19:50SPEAKER_03: Das heisst, bei mir sorgt das nicht für eine Überforderung.
- 19:53SPEAKER_03: Es sind nicht ein Choice-Ol, den ich empfinde vor diesem Joghurtregal.
- 19:57SPEAKER_03: Und das andere, was ich eben sagen, ist auch die Komplexität der Entscheidung der verschiedenen Optionen.
- 20:02SPEAKER_03: Also zum Beispiel, wie viele Merkmal müssen wir pro Option bewerten müssen und wie gut lassen sich Alternativen auch voneinander unterscheiden.
- 20:11SPEAKER_03: Und das andere ist, als hast du ganz am Anfang gesagt, dass Anführungsschlusszeichen Risiko der Entscheidung bei einem Joghurt ist es ja blöd gesagt, egal wenn jetzt mal ein grusiges Maroni-Joghurt kaufst.
- 20:24SPEAKER_03: Das ist fein.
- 20:25SPEAKER_03: Und die haben merkst, das war ein absoluter Fehlkauf.
- 20:29SPEAKER_03: Im schlimmsten Fall läuft es ab nach ein paar Tagen und dann war es nichts.
- 20:32SPEAKER_03: Oder du probierst kurz.
- 20:34SPEAKER_03: Es ist nicht ein grosses Risiko.
- 20:36SPEAKER_03: Bei einem Gumpfiglas hingegen, bei uns stehende Gumpfiglas seinen Monaten, Kühlschrank.
- 20:42SPEAKER_03: Dort ist das Risiko grösser, wenn du das falsche Joghurt auswählst.
- 20:47SPEAKER_03: Man kann diese Situation nicht miteinander vergleichen.
- 20:52SPEAKER_00: Es gibt einen anderen Namen.
- 20:53SPEAKER_00: Vielleicht sind wir in dem anderen Namen begegnet.
- 20:56SPEAKER_00: Dem Paradox of Choice.
- 20:59SPEAKER_00: Du hast einen Choice Overlord genannt.
- 21:01SPEAKER_00: Das heisst, wir kommen nicht gut klar, wenn wir zu viel Auswahl haben.
- 21:04SPEAKER_00: Ich finde, das, was der Barry Schwarz daraus gemacht hat, nämlich die Paradox of Choice.
- 21:09SPEAKER_00: Das Paradoxe, wenn man Wahl hat, dass man sogar mehr Mühe hat, wenn man mehr Wahl hat.
- 21:14SPEAKER_00: Das finde ich eigentlich auch einen schönen Begriff.
- 21:16SPEAKER_00: Aber sonst würde ich hier gar nicht viel zu ergänzen.
- 21:19SPEAKER_00: Ich glaube, übersetzt auf das Joghurtregal kann man einfach sagen, okay, es ist gut, es ist ein komplexes Angebot.
- 21:25SPEAKER_00: Es ist zwar riesig, aber nicht wirklich komplex, weil die Sorten sind auch gleich, hilft mir in der Regel, was ich gerne oder nicht gerne habe.
- 21:34SPEAKER_00: Den Wunsch, nach wenig Aufwand oder ein Risiko, ich wollte wenig Aufwand leisten, darum ist es dort nicht das grosses Problem.
- 21:43SPEAKER_00: Ich nehme einfach mal etwas und wenn es zu Hause geht, ist es nicht so ein Problem.
- 21:47SPEAKER_00: Die dritte Vorliebe sind unklar.
- 21:51SPEAKER_00: Das ist etwas anders natürlich.
- 21:53SPEAKER_00: Gell bei Confis.
- 21:56SPEAKER_00: Die Versuchsanordnung.
- 21:57SPEAKER_00: Ich kann mir gut vorstellen, dass das irgendwelche völlig unbekannte Konfis, die 6 oder die 24.
- 22:04SPEAKER_00: Und dann weiss ich gar nicht, welche von denen ich jetzt wirklich gern hat.
- 22:07SPEAKER_03: Du weißt nicht, wo anfangen, weis nicht, wie vergleichen.
- 22:10SPEAKER_00: Aber wenn du ins Yoghurtregal gehst, dann hast du deine Vorliebenden und deine Favoriten.
- 22:15SPEAKER_00: Und dort glaube ich, dass Choice, also je grösser die Auswahl bist, in der Regel eher dazu führt, dass wir nicht uns vor der Entscheidung fürchtet oder flüchtet, aber wir entscheiden uns versbunden.
- 22:30SPEAKER_03: Ich habe aber das Gefühl, bei uns, weil wir die Joghurtregalsituation sehr gut kennen, führt es eben nicht zu einer Überforderung.
- 22:38SPEAKER_03: Wenn aber eine Person aus einem Land, das vielleicht wenig oder gar keine Joghurtalternativen verschiedene Optionen gibt, im ersten Moment, wenn ich so einen GoP Megastore in den Hause mit, wie du gesagt, 200 irgendwas unterschiedliche Sorten, dass es dort zuerst mal überfordert.
- 22:58SPEAKER_03: Es kommt schon darauf an, was die Person mitbringt, eben auf Vorwissen und ob die Person schon Präferenzen hat.
- 23:05SPEAKER_00: Man reden vielleicht gerade noch über Gewohnheiten, aber genau das, was du schilderst, erlebe ich bei mir natürlich auch, wenn ich im Ausland in einen Supermärkten gehe und einem Regal steh.
- 23:15SPEAKER_00: Dann tue ich auch sogenannte Heuristiken anwenden.
- 23:19SPEAKER_00: Heuristiken sind so mentale Abkürzungen, wie wir aus der Komplexität der Informationen relativ rasch das Beste und schnellste für uns probiert, Entscheidungen herauszufinden.
- 23:31SPEAKER_00: Das ist nicht immer die beste Lösung, aber es gibt uns ein Gefühl, dass wir nicht jedes einzelne Produkt im Detail anschauen können oder einzelne Anteile dieser Entscheidung anschauen können.
- 23:43SPEAKER_00: Das wäre ein Klassiker, dass man hier, wenn man sich mit einem Regal gar nicht aus könnte, dann nimmt man eher etwas auf Augenhöhe in der Mitte des Regals, kein Gesund, vielleicht eher eine eigene Marke statt der Marken, die man nicht könnte.
- 23:55SPEAKER_00: Aber wenn es so einem Standard kann ich nicht falsch gehen, verloren sich auf solche Sachen, weil einem zu wissen, die Erfahrung gefällt, was man gerne hat und was daheim vielleicht auch gut ankommt.
- 24:06SPEAKER_03: Also ich muss sagen, zum Beispiel in den USA, wo die Joghurtsituation ganz anders ist als bei uns.
- 24:11SPEAKER_03: Wir haben das ja über das mit dem Joghurt, aber wirklich nicht so im Griff.
- 24:16SPEAKER_03: Dort war ich im ersten Moment auch überfordert, wo sind die guten Joghurt, die unserem Schweizer Geschmack entsprechen.
- 24:25SPEAKER_00: Bist du fündig geworden?
- 24:27SPEAKER_03: Nein.
- 24:29SPEAKER_03: Wirklich nicht.
- 24:31SPEAKER_03: Nie so gutes cremiges Joghurt gefunden wie bei uns in der Schweiz.
- 24:35SPEAKER_00: Liebe Joghurthersteller, Herstellerin in der Schweiz komplett vorstellen.
- 24:42SPEAKER_00: Ja, sicher damals, wo ich.
- 24:44SPEAKER_00: Nicht vergleichbar, wie ich einen Job dort noch habe.
- 24:47SPEAKER_00: Es gibt sicher auch absolut leckere.
- 24:50SPEAKER_00: Es gibt beispielsweise das Kirche Variante.
- 24:53SPEAKER_03: Griechische Joghurt, das haben sie schatz.
- 24:57SPEAKER_00: Die werden in den USA auch recht stark verkauft.
- 25:00SPEAKER_00: Giovanni war im 09 gestartet.
- 25:03SPEAKER_00: Die sind sehr schnell zu einem riesen Hype geworden, als High Protein-Produkt.
- 25:09SPEAKER_00: Mit dem hat sogar der Proteintrend recht stark angefangen, der gefühlt die 15 Jahre später bei uns auch kommt.
- 25:15SPEAKER_00: Und die sind ganz okay.
- 25:18SPEAKER_00: Das ist nicht vergleichbar, logischerweise, mit unserem Produkten, aber durchaus auf gutem Niveau.
- 25:25SPEAKER_00: Ich habe probiert, den Weg durchs Regal in fünf Stationen zu machen bei meiner Vorbereitung.
- 25:31SPEAKER_00: Und du warst mir jetzt eigentlich schon voll quer, weil du schon voll am Regal mit der Überforderung am Regal.
- 25:38SPEAKER_00: Ich habe zuerst mal probiert, zu beleuchten, was passiert eigentlich, bevor wir am Regal sind.
- 25:44SPEAKER_00: Das heisst, in unserem Kopf, unser Kühlschrank, unser Haushalt.
- 25:48SPEAKER_00: Genau das Thema Gewohnheit, das wir jetzt ein bisschen angeschnitten haben, ist das erste, was ich mir hier notiert habe, dass je nach Studie plus minus etwa 30 bis 40% unserer Alltagskäufs Gewohnheiten sind.
- 26:01SPEAKER_00: Je mehr es Routinekäufe sind, das heisst, was wir regelmäßig kaufen, steigt der Anteil der Gewohnheiten.
- 26:09SPEAKER_00: Das wird sogar noch gesteigert, wenn der Kontext der gleichen ist.
- 26:13SPEAKER_00: Das heisst, wenn ich im gleichen Laden einkaufe und meine Produkte am gleichen Platz sind, dann greife ich sehr stark zum gleichen.
- 26:22SPEAKER_00: Das ist natürlich bei 100 verschiedenen Bächern, die man sieht von vorne, eine häufige Strategie, dass man einfach wieder zum genau gleichen greift, weil man einfach merkt, wenn ich noch mal ein bisschen links und rechts schaue, und zwar nicht die 15 Meter, wo ich links oder rechts laufen kann.
- 26:39SPEAKER_00: Sondern sogar dort, wo ich bin, dann bin ich sehr schnell recht überfordert.
- 26:44SPEAKER_03: Ja, Tunnelblick hilft.
- 26:45SPEAKER_00: Massiv Tunnelblick.
- 26:46SPEAKER_00: Mein Fokus richtet sich sehr häufig auf diese bewährten Marken.
- 26:52SPEAKER_00: Da ist wieder das Wort Heuristik, eine sogenannte Markenheuristik.
- 26:56SPEAKER_00: Die gibt mir die mentale Abkürzung, dass ich mich nur in meinem Universum bewegen, welche Sorte ich Lust habe, statt mich bei all diesen hunderten Joghurt zu orientieren müssen.
- 27:09SPEAKER_00: Und die Gewohnheit, dass man die gleichen Marken wieder, erzähle ich euch auch meinen Studierenden im Unterricht.
- 27:16SPEAKER_00: Ich habe vor langer Zeit, als ich mit einem Markenforschungsunternehmen geschafft habe, habe ich für Koop eine Studie gemacht, wo wir Leute begleitet bei ihrem Einkauf gemacht haben und ihren Alltagsinkauf gemessen, ihrem Einkaufszettel, den sie vorbereitet haben, müssen sie erledigen müssen.
- 27:33SPEAKER_00: Ich bin mitgegangen und ein Kameramann ist mitgegangen.
- 27:37SPEAKER_00: Sie haben, während ihr Leute gedacht, laut-Denkenmethode, die wir aus der qualitativen Forschung könnten könnten.
- 27:45SPEAKER_00: Die fühlt sich zwar die ersten 30 Sekunden seltsam an, aber relativ schnell sprudelt das einfach los aus den Leuten aus.
- 27:52SPEAKER_00: Das müssen sie machen.
- 27:54SPEAKER_00: Mir ist heute noch das Bild so präsent, wo sie zu den Schocke aufstrich gegangen war, war eine Mutter von zwei Kind, die war durch das Regal durchgelaufen, beziehungsweise dem Regal entlang.
- 28:05SPEAKER_00: Und sie hat keinen einzigen Blick auf das Regal geworfen.
- 28:08SPEAKER_00: Sie haben ihre Hand rechts rausgefahren und von den beilaufen, automatisch im richtigen Moment zugegriffen, gepackt und nach inwahrbiert.
- 28:20SPEAKER_00: Ich glaube, da macht ihr nicht mal wahnsinnig viel Markenwerbung und zu sagen, was gelandet ist in ihrem Körper inne.
- 28:27SPEAKER_00: Es gibt einfach gewisse Marken, die ist die Gewohnheit so stark.
- 28:31SPEAKER_00: Die könnte die beste Aktion in diesem Regal sein.
- 28:34SPEAKER_00: Es könnte ein mega coole neue Produkte sein, du hast keine Chance, die Aufmerksamkeit der Leuten vor dem Regal zu bekommen.
- 28:43SPEAKER_00: Gewohnheit ist definitiv ein starker Treiber im Yoghurtregal, mitunter aufgrund dieser riesigen Auswahl.
- 28:50SPEAKER_00: Bei dieser Markenheuristik hat es gesagt, man schaut mal zu seinen Lieblingsmarken 1, 2, 3 vielleicht.
- 28:57SPEAKER_00: Das ist aber nicht eine eine E.
- 28:59SPEAKER_00: Das heisst, es ist nicht, dass man nur immer genau das gleiche Produkt nehmen würde, sondern innerhalb diesen Marken, die man in dem sogenannten Relevanz hat, sagen wir dann, also die, die man in Anbetracht zieht.
- 29:14SPEAKER_00: In Anbetracht zieht, danke vielmals.
- 29:16SPEAKER_00: Dort hat man auch seine Lieblingssorte.
- 29:19SPEAKER_00: Und ich glaube, das ist dort markertreu und es geht eher markentreu, also spezifisch produktreu.
- 29:26SPEAKER_00: Selbst wenn bei dir immer wieder Mokka-Jogurt im Warenkort.
- 29:29SPEAKER_03: Nein, immer nur Natür.
- 29:30SPEAKER_00: Immer nur Natür?
- 29:31SPEAKER_00: Obwohl du Mokka so gerne hast.
- 29:33SPEAKER_03: Ja, das sage ich gerne, aber es ist einfach so süß.
- 29:35SPEAKER_03: Was wollte ich das morgen?
- 29:40SPEAKER_00: Und witzigerweise ist ja, im Normalfall haben Kinder einen recht grossen Einfluss darauf, was gepostet wird.
- 29:48SPEAKER_00: Und da landen zum Teil auch Kinderprodukte im Marenkorb.
- 29:52SPEAKER_00: Aber im Joghurtbereich.
- 29:53SPEAKER_00: Es wird ja nicht.
- 29:54SPEAKER_00: Ja, gut, die ungesunden.
- 29:59SPEAKER_00: Die kleinen, die ganz kleinen.
- 30:04SPEAKER_03: Ja, die mit ganz kräftigen Farben, die so ungesund aussieht.
- 30:07SPEAKER_00: Ja, genau.
- 30:08SPEAKER_00: Sie hat auch von Yamadou früher mal noch gegeben.
- 30:11SPEAKER_00: Aber in der Regel wird das nicht spezifisch für das Kinder gekauft.
- 30:14SPEAKER_00: Ich glaube, es liegt daran, dass diese Kategorie schon per se als Kindertauglich angeschaut wird.
- 30:21SPEAKER_00: Und zwar sowohl von den Eltern als auch von den Kindern.
- 30:23SPEAKER_00: Es braucht sie gar nicht zusätzlich.
- 30:26SPEAKER_00: Sonst aber hat es natürlich wie immer in jeder Kategorie einen riesigen Einfluss darauf, kaufst du für dich selber oder kaufst du für einen Haushalt.
- 30:35SPEAKER_00: Jetzt bei einem Joghurt bist du vielleicht eher mal bereit, auch etwas auszuprobieren, weil, wie du gesagt hast, anders als Confie, ich kaufe es und nachher nimmt es niemand über die nächsten paar Wochen oder Monate, ist nur ein Becher und wenn es dann niemand ist, worst case ich es halt selber.
- 30:50SPEAKER_00: Aber natürlich auch bei Joghurt ist es so, wenn man für andere Joghurt postet, halt man sich eher als Bestehenden.
- 30:57SPEAKER_00: Und wenn man es selber postet, dann probiert man vielleicht eher mal auch etwas Neues aus.
- 31:01SPEAKER_00: Aber wenn man neue Joghurt einkauft, spielt es eine Rolle, ob man gerade für mehrere Tage eingekauft oder nur gerade für heute ging.
- 31:14SPEAKER_00: Also geht man täglich einkaufen oder machen wir mehrere Einkäufe pro Woche.
- 31:19SPEAKER_00: Das haben wir mit Snacks untersucht.
- 31:22SPEAKER_00: Und dort hat jem für drei Tage lang Snacks gekauft.
- 31:25SPEAKER_00: Oder alle Versuchspersonen haben für drei Tage lang Snacks gekauft und die haben, weil sie für drei Tage lang Snacks gekauft haben, haben zu 64% verschiedene Snacks gekauft.
- 31:37SPEAKER_00: Also nicht dreimal der gleiche.
- 31:42SPEAKER_00: Wenn etwa drei Tage einen Snack geposten, wurden nur zu 9% variiert worden.
- 31:48SPEAKER_00: Okay.
- 31:49SPEAKER_00: Das heisst, dann bleibt man extrem Gewohnheitstier.
- 31:51SPEAKER_00: Und wenn man seinen Kurve mehr füllt, weil man gerade eine Woche nicht kaufen macht, dann findet man, ich muss doch etwas variieren.
- 31:59SPEAKER_02: Meinst du, das kann man aufs Joghurt übersetzen?
- 32:02SPEAKER_00: Ich glaube schon.
- 32:03SPEAKER_00: Sie haben mal Leute im Nachgang befragt.
- 32:07SPEAKER_03: Gut, ja, was wolltest du?
- 32:08SPEAKER_03: Gut, wir kaufen immer den grossen Pott.
- 32:11SPEAKER_03: Aber wenn du unterschiedliche kleine Becher nimmst, nimmst du nicht zehnmal Mokka-Joghurt?
- 32:16SPEAKER_00: Nein, schon nicht.
- 32:16SPEAKER_00: Aber vielleicht nimmst du zwei oder drei verschiedene Sorten.
- 32:19SPEAKER_00: Aber wenn du zehn nimmst, dann nimmst du vielleicht fünf oder sechs Sorten.
- 32:23SPEAKER_00: Und wenn du dreimal posten, nimmst du immer ein Mokka.
- 32:26SPEAKER_00: Nimmst vielleicht immer das gleiche Mokka.
- 32:28SPEAKER_00: Und sie haben die Leute befragt.
- 32:31SPEAKER_00: Das war so eine Versuchsordnung, die die Leute nach dem Konsum gefragt worden.
- 32:36SPEAKER_00: Und die Leute, die eine grosse Varietät haben, weil sie aufgrund des Eingäufs mehr Varietät gekauft haben, sind weniger zufrieden mit ihren Eingäufen als die, die ganz langweilig möglichst viel das gleiche gekauft haben.
- 32:49SPEAKER_03: Was waren weniger happy?
- 32:51SPEAKER_00: Ja, erstundlicherweise, ja.
- 32:53SPEAKER_00: Das heisst.
- 32:54SPEAKER_03: Wir haben auch einen Felgriff drunter.
- 32:56SPEAKER_00: Ein Felgriff.
- 32:57SPEAKER_00: Es war halt okay oder gut, aber schon nicht so fein wie die drei, vier Favoriten, die man so schimmernimmt.
- 33:06SPEAKER_00: Was auch noch vor dem Laden stattfindet, oder vorm Regal stattfindet, ist die Ladenwahl.
- 33:12SPEAKER_00: Die hat auch einen riesen Einfluss.
- 33:16SPEAKER_00: In welchem Laden, als du gehst, bestimmt natürlich, welche Joghurt das dort hat.
- 33:21SPEAKER_00: Und Joghurt, ich habe gesagt, ist eher so Low Involvement.
- 33:26SPEAKER_00: Das heisst, es bedeutet uns jetzt nicht wahnsinnig viel.
- 33:28SPEAKER_00: Es gibt bestimmte Produkte, die uns sogar dazu bringen, dass wir in einen anderen Laden können, weil es dort auch viel besser ist als jedem anderen Laden.
- 33:37SPEAKER_00: Bei Joghurt ist das weniger der Fall.
- 33:39SPEAKER_00: Meistens kauft man auch dort Joghurt, wo man glaube ich.
- 33:42SPEAKER_03: Es gibt auch solide Joghurt.
- 33:44SPEAKER_00: Genau.
- 33:45SPEAKER_00: Und dann nehmen wir in der Regel den Laden, der einfach am nächsten ist, weil es convenient ist, weil es am einfachsten geht, Parkplätze am besten, mit ÖV am besten zu erreichen, gerade auf dem Highwag der Hochschule oder der Arbeit, wie auch immer.
- 34:00SPEAKER_00: Man sagt ja nicht um sonst bei Standorten oder bei Läden.
- 34:03SPEAKER_00: Was ist das Wichtigste überhaupt?
- 34:05SPEAKER_00: Das ist Location, Location, Location.
- 34:07SPEAKER_00: Der Standort ist mit dem Abstand das wichtigste.
- 34:10SPEAKER_00: Das definiert in der Regel, wo wir einkaufen.
- 34:13SPEAKER_01: Woher hast du die Angaben?
- 34:16SPEAKER_00: Die waren aus einem Bericht raus, wo ich gelesen habe, wie Leute entscheiden, in welchen Supermodels das sie sind.
- 34:25SPEAKER_03: Das ist nicht deine Wahrnehmung, sondern es war wirklich erwiesenermaßen so.
- 34:30SPEAKER_00: Ja, genau.
- 34:31SPEAKER_00: Ich mag mich erinnern, welche Produkte das steuerend waren.
- 34:36SPEAKER_00: Es gibt so ganz bestimmte Produkte, die sind aber eher high-involvend Produkte.
- 34:41SPEAKER_00: Die könnten auch günstig sein, aber auch gesagt, hey, ich brauche genau dies Sinkenspicker, was es nur dort gibt.
- 34:48SPEAKER_00: Genau.
- 34:49SPEAKER_00: Eine schöne, verweise unsere Folge, wo wir gemacht haben, so Alternativprodukte im Fleischbereich, glaube ich, im Januar war es so, wenn wir nicht täuschen.
- 35:02SPEAKER_00: Auch die Ladenpsychologie, wahrscheinlich müssen wir dort sogar mal eine eigene Folge dazu machen.
- 35:07SPEAKER_00: Wie ist ein Laden aufgebaut?
- 35:09SPEAKER_00: Wie werden wir dort dort durchgelutzt?
- 35:10SPEAKER_03: Aber wie ist das Gestell aufbaut?
- 35:12SPEAKER_00: Wie das Gestell aufbaut, dann komme ich zu meinen nächsten Insights aus meiner Recherche im Ladeninnen, aber schießlos.
- 35:20SPEAKER_03: Sollte ich mal zu den Gestellkompositionen kommen?
- 35:23SPEAKER_00: Unbedingt.
- 35:24SPEAKER_03: Da gibt es ja auch so Klassiker, die durchgeführt worden sind.
- 35:30SPEAKER_03: Das haben wir bei dir in der Marktforschung sicher gemacht mit Eye-Tracking.
- 35:35SPEAKER_03: Nein, zwar sind teure Studien.
- 35:40SPEAKER_03: Genau.
- 35:40SPEAKER_03: Und zwar habe ich eine Studie gefunden, Eye-Tracking-Studien, die geschaut haben, welche Produkte im Regal, welchen Produkt mir Aufmerksamkeit schenkt und dann auch welche, dass wir eher kaufen.
- 35:53SPEAKER_03: Oder von welchen wir sagen, dass wir sie eher kaufen.
- 35:56SPEAKER_03: Und jetzt bei dieser spezifischen Studie war es dann nicht in einem echten Supermärkt, sondern sie haben Leute, die Brüllen gegeben, die Eye-Tracking-Brille, wo man sieht, die die Leute anschauen.
- 36:06SPEAKER_03: Und dann haben sie die Leute riesengrossige Plakate, kann man sich vorstellen, vorgesetzt.
- 36:13SPEAKER_03: Das eine war mit verschiedenen Seifen und das andere mit verschiedenen Schmerzmitteln.
- 36:18SPEAKER_03: Jetzt kein Joghurt, aber das kann man auch auf die Joghurt übertragen.
- 36:21SPEAKER_03: Und haben dann eben geschaut, wo die Leute sagen.
- 36:24SPEAKER_03: Sie haben verschieden variiert.
- 36:26SPEAKER_03: Das eine war die Anzahl dieser sogenannten Facings, die vorher schon gesagt hast, wie oft das gleiche Produkt nebeneinander dargestellt war auf diesem riesen Plakat.
- 36:37SPEAKER_03: Das andere war die vertikale Position, also steht das Produkt oben, ist es in der Mitte oder unten.
- 36:43SPEAKER_03: Und das dritte die horizontale Position, also eher in der Mitte oder am Randal auf dem Poster.
- 36:53SPEAKER_03: Die wichtigsten Ergebnisse in der Eye-Tracking-Studie waren, dass es macht absolut, das hat mir ziemlich mega überrascht, es macht absolut Sinn, dass mehr Facings, also wenn mehr Produkt nebeneinander positioniert ist, häufiger Aufmerksamkeit geschenkt wird, also wird häufiger beachtet.
- 37:11SPEAKER_03: Diese Produkte werden dann aber auch besser bewertet.
- 37:14SPEAKER_03: Man muss sagen, sie haben diese Seife und Schmerzmittel ja nicht ausprobiert, sondern sie haben aufgrund des, was sie dort gesehen haben, nachher besser bewertet.
- 37:22SPEAKER_00: Wieso?
- 37:25SPEAKER_00: Wenn es so viel gibt in diesem Regal, muss das etwas haben.
- 37:28SPEAKER_03: Es muss etwas haben, das muss ja beliebt sein.
- 37:30SPEAKER_03: Wieso ist es eine sonst eine grosse Nachfrage, die da suggeriert wird, oder?
- 37:35SPEAKER_03: Genau, viele Regalflächen suggeriert Popularität, hängt aber nicht, suggeriert das, aber natürlich im echten Leben, in einem Migro oder Go, wo man durchgeht, ist es natürlich auch so.
- 37:46SPEAKER_03: Smoke kann-Joghurt ist ja auch öfters, mehr Facings, weil sie auch tatsächlich öfter gekauft wird.
- 37:52SPEAKER_03: Genau, also mehr Facings, häufiger beachtet, bessere Bewertung und dann aber auch höhere Auswahlwahrscheinlichkeit.
- 38:00SPEAKER_03: Sie haben dann gesagt, dass sie das eher kaufen.
- 38:03SPEAKER_03: Das zweite war, dass obere und mittlere Regalpositionen.
- 38:07SPEAKER_03: Ich würde ganz schnell als Ergänzung.
- 38:08SPEAKER_00: Da habe ich es gerade gesagt: Facings.
- 38:09SPEAKER_00: Es gibt so ein Studium im Durchschnitt, es haben wir 10% mehr Fläche und 1,7% mehr Absatz.
- 38:16SPEAKER_03: Ist das viel?
- 38:16SPEAKER_00: Ja, aber das ist die Frage.
- 38:18SPEAKER_00: Du hast relativ viel mehr Facing, die du brauchst, für dein Verhältnis dazu eher nicht wahnsinnig viel mehr Umsatz.
- 38:25SPEAKER_02: Ja.
- 38:26SPEAKER_00: Vielleicht müsstest du natürlich 10% mehr Umsatz haben, 10% mehr Facet.
- 38:30SPEAKER_03: Ich nehme das nicht ab, dass es wie so ein schon 10 Facings setzt hast und dann ein 11.
- 38:36SPEAKER_03: dazu nimmst, macht das nicht keinen Unterschied.
- 38:37SPEAKER_03: Aber zwei und vier ist vielleicht ein.
- 38:39SPEAKER_00: Ja, das spielt sicher eine Rolle, wenn du so viel Produkt hast, aber auch beim Schnitt 1,7% auf 10%, ja, also du fallst mehr auf, aber es ist kein nicht einen klar stärkeren Griff zum Produkt.
- 38:52SPEAKER_03: Gleichzeitig muss ich sagen, bei meinem Recherche gestern in dem Mikro war man schon beim Zellen.
- 38:58SPEAKER_03: Zil war es extrem schwierig, dass wir fast gewisse Produkte durch den Lappen gegangen so ähnlich aussehen wie die anderen, wenn sie nur zwei Facings haben.
- 39:07SPEAKER_03: Das andere war diese obere und mittlere Regalposition häufiger beachtet als die andere, wenn es unten ist.
- 39:16SPEAKER_03: Und nur die oberste, obere Position hat zu einer besseren Markenbewertung.
- 39:21SPEAKER_03: Ich keine Ahnung, warum das so ist, aber wir haben dort herausgefunden, dass die obere Regalposition bessere Markenbewertungen verursacht.
- 39:29SPEAKER_03: Und eine horizontale Position in der Mitte, also nicht am Rand des Regal, wird auch häufiger beachtet und wird auch eher oder die Leute sagen, dass sie eher auch auswählen würden, das Produkt.
- 39:42SPEAKER_00: Sagen Sie oder ist das auch Eye-Tracking?
- 39:44SPEAKER_03: Es war Eye-Tracking, aber mit Eye-Tracking kann es ja nur mit Aufmerksamkeit und nicht, ob sie.
- 39:49SPEAKER_03: Sie haben nie im Nachhinein gesagt, welche Produkte sie würden kaufen.
- 39:52SPEAKER_03: Aber es war alles nicht in Tat und Wahrheit gekauft wurde, sondern sie haben das selbstsprichtmäßig gesagt.
- 39:58SPEAKER_00: Wir können gar nicht alles verarbeiten, was bei uns passiert.
- 40:01SPEAKER_00: Darum Befragungen haben sie ganz sicher ein Bias dazu, was in Tat und Wahrheit in diesem Laden wirkt.
- 40:07SPEAKER_03: Das stimmt.
- 40:08SPEAKER_03: Vielleicht noch kurz zu dieser horizontalen Mitte ist ausgleichen wie mehr Facings, dass man das Gefühl hat, dass das, was eher in der Mitte positioniert ist, dass es auch eher ein beliebtere Produkt ist und aufgrund dieser sozialen Norm, dass man das Gefühl hat, dass die anderen kaufen das, was in der Mitte steht, dann kauft man vielleicht auch eher das, wo in der Mitte steht.
- 40:28SPEAKER_03: Oder es sei es, dass wir das in einem kaufen.
- 40:30SPEAKER_03: Und was man natürlich auch sagen muss, Aufmerksamkeit bei dieser Eye-Tracking-Studie.
- 40:37SPEAKER_03: Man kann mit gewissen Kniffen sehen, ob es jetzt in der Mitte positioniert ist oder eher auf Augenhöhe oder mehr Facings klar spielt das eine Rolle.
- 40:46SPEAKER_03: Man kann aber nicht sagen, dass wir dem einfach völlig ausgeliefert sind und wie einfach so einen neutralen Menschen dort angehen und uns völlig leiten von dem, was wir dort in diesem Regal sehen, sondern sicher spielt eben auch eine grosse Rolle, mit welchem Ziel gehen wir an das Regal an, mit welchen Präferenzen wir an das Regal an.
- 41:04SPEAKER_00: Ich habe hier noch ein paar Ergänzungen zu dem, was wir uns augen möchten.
- 41:07SPEAKER_00: Es gibt Wöschmittel, Klassiker, die die Leute Wöschmittel entscheiden haben.
- 41:13SPEAKER_00: Es gibt es leider nicht transferiert auf Joghurt, aber bei diesen Wöschmitteln sind in dem Regal zwischen 30,40 verschiedene Wöschmittelmarkenpackungen.
- 41:23SPEAKER_00: Und im Durchschnitt nach 13 Sekunden haben die Leute sich für ein Wöschmittel entschieden und 1,4 Packungen angeschaut, von all diesen 30 bis 40 und haben nur 0,1 Preisschilder im Durchschnitt angeschaut.
- 41:36SPEAKER_00: Das heisst, es kann nur mega schnell und ganz, ganz wenige Produkte werden wirklich angeschaut.
- 41:43SPEAKER_00: Das war auch mit Eye-Tracking.
- 41:46SPEAKER_00: Und dann kannst du dir vorstellen, im Yoghurtregal passiert natürlich genau das gleiche.
- 41:49SPEAKER_00: Wir haben 260 Produkte in diesem Gruppen, wenn ich einen kleinen Bruchteil, den man wirklich schon nur sieht, und verarbeiten erst recht noch viel, viel weniger.
- 41:58SPEAKER_03: Kannst du dich noch an Produkte erinnern?
- 42:00SPEAKER_03: Nein.
- 42:01SPEAKER_00: Nein, natürlich nicht.
- 42:02SPEAKER_00: Und vor allem auch die Preise nicht.
- 42:03SPEAKER_00: Ganz viele Leute zu Preisen nachher etwas, aber ganz viele Leute sagen, sie seien preissensitiv, sie wissen aber den konkrete Preis nicht.
- 42:11SPEAKER_00: Sie schauen zwar auf den Preis und das hat auch einen Einfluss auf die drauf, die wir rein schauen.
- 42:16SPEAKER_00: Du hast vorhin gesagt, die meisten schauen schauen zuerst gerade aus oder rauf.
- 42:20SPEAKER_00: Das stimmt bis zu einem gewissen Grad.
- 42:22SPEAKER_03: Preisssensible Leute schauen das erst, weil unnehmen, das war natürlich gestern auch so, die Butsche-Günstige Variation ist unpositioniert.
- 42:33SPEAKER_00: Das stimmt absolut.
- 42:36SPEAKER_00: Und in der Mitte steht häufig eher der Standard.
- 42:39SPEAKER_00: Das passt zu dem, was du vorhin gesagt hast.
- 42:41SPEAKER_00: Wir läuft am Schluss eher zu der Mitte, wir schauen es zu der Mitte an.
- 42:46SPEAKER_00: Das passt aber auch, weil dort eher den Kern des Sortiments.
- 42:49SPEAKER_00: Bei mir war es, auf der linken Seite waren es ey die pflanzlichen Alternativen.
- 42:53SPEAKER_00: Und auf der rechten Seite waren danach eher diese Skier- und Kefier-Produkte.
- 42:59SPEAKER_00: Oder Joghurt-Dessen, die sie abgeschlossen haben.
- 43:02SPEAKER_00: Damit waren eher die Kernprodukte.
- 43:07SPEAKER_00: Ich hatte noch eine Analyse, ich gebe es zu, Lomachen nicht gemacht und den Preis pro Regalhöhe auswertet.
- 43:18SPEAKER_00: In dieser einzigen Filiale.
- 43:20SPEAKER_00: Wir haben nicht eine gewisse Homogenität über alle Filialen hinweg, aber ich kann es nur von diesen einzelnen Filialen sagen.
- 43:27SPEAKER_00: Und dort hat es erstundlicherweise keine Preisabstufe gegeben.
- 43:31SPEAKER_00: Weißt du, ihr Premium oben auf Augenhöhe, die Eigenmarken auf Griffhöhe und ohne eher Bildungslabels, ist nicht der Fall.
- 43:39SPEAKER_00: Es gibt insgesamt fünf sechs verschiedene Regale, von bis unten, die Wanne.
- 43:48SPEAKER_00: Dort sind die günstigsten, aber in den restlichen fünf war der Durchschnittspreis eigentlich identisch.
- 43:56SPEAKER_00: Und das teuersten und das günstigste Produkt sind beide in den Ein zweitunderster war.
- 44:02SPEAKER_00: Es wird nicht konsequent so umgesetzt.
- 44:04SPEAKER_00: Ich glaube, es gibt andere Treiber, die entscheiden, wie ein Regal zusammengesetzt wird, als nur teuer und günstig.
- 44:12SPEAKER_00: Und es ist aber auch nicht einfach, so ein Regal zusammenzustellen.
- 44:16SPEAKER_00: Stell dir vor, du wärst ein Category Manager, so nimmt man die, die für eine Kategorie verantwortlich sind.
- 44:21SPEAKER_00: Und du musst für 1000 Gop-Filialen zusammenstellen, wie dir insgesamt mehr 100 Joghurt sellen nebeneinander.
- 44:31SPEAKER_00: Und ja, dann nimmst du in der Mitte hier ein bisschen das Standardsortiment.
- 44:34SPEAKER_00: Und für das wird auch Markenforschung gemacht.
- 44:36SPEAKER_00: Das heisst, du lässt Kundinnen und Kunden ein und versuchst ihre Customer Journey herauszufinden.
- 44:42SPEAKER_00: Was ist schon der Firma Einkaufszettel, was suchen sie suchen und dann probierst du Rechnung zu tragen, indem du alles zusammennimmst.
- 44:48SPEAKER_00: Das ist auch der Grund, wegen man beispielsweise nicht alle Erdbeerenjoghurt zusammenstehen und alle Mokka-Joghurt und du von Sur zu Sorten laufst.
- 44:55SPEAKER_00: Nach Marken.
- 44:56SPEAKER_00: Sondern nach Marken.
- 44:57SPEAKER_00: Und die Salienz, was fällt auf?
- 45:00SPEAKER_00: Ja, klar, Lut von Leisling, Krell von Bleich oder Plass.
- 45:06SPEAKER_00: Aber wir Menschen als Gewohnheitstier im Joghurtregal, wir jagen nach den Marken.
- 45:12SPEAKER_00: Und die finden wir, ob es ein bisschen unten ist, ob es etwas weiter oben ist, ob etwas weiter links oder rechts ist.
- 45:17SPEAKER_00: Die finden wir.
- 45:18SPEAKER_00: Und das ist eigentlich unser Anker, auch wenn wir in einem neuen Supermarkt des gleichen Anbietern, wo wir aber noch nie sind, dann suchen wir gerade nach unseren bestimmten Marken.
- 45:27SPEAKER_00: Und eigentlich haben wir nur Chancen Produkte, die vielleicht gerade noch auf dieser Marke dazustehen.
- 45:33SPEAKER_00: Alles andere wird dann relativ stark ausgeblendet.
- 45:38SPEAKER_01: Mich nimmt jetzt aber noch Wunder, was du hast du hast gerade nicht etwas anderes.
- 45:42SPEAKER_00: Nein, sag nur.
- 45:43SPEAKER_03: Du hast vorhin gesagt, du sagst noch mehr zum Preis, weil mein Bauchgefühl ist, am Joghurtsregal man nicht keinen Preis verglichen.
- 45:50SPEAKER_03: Das ist meine Hypothese.
- 45:53SPEAKER_03: Vor allem nicht abend gerechnet auf 100 Gramm.
- 45:56SPEAKER_00: Never ever.
- 45:57SPEAKER_00: Nein.
- 45:58SPEAKER_00: Wir haben immer die schönen 90 und 95 Preise am Ende.
- 46:02SPEAKER_00: Die kannst mit dem Joghurt natürlich nicht bringen.
- 46:05SPEAKER_00: Ausser ist es 95 Grab oder 1,95 Euro.
- 46:08SPEAKER_00: Aber sonst sind viele Einbecher zwischen 1 Frank und Frank 50.
- 46:13SPEAKER_00: Und dann kannst du mit diesem Effekt nicht spielen.
- 46:15SPEAKER_00: Dann spielt der andere Preiseffekt relativ stark.
- 46:19SPEAKER_00: Der sogenannte Left-Digit-Effekt.
- 46:22SPEAKER_00: Die linke Zahl ist fast entscheidender.
- 46:25SPEAKER_00: Und dort schaust du drauf, ob es ein Null oder ein Eis, aber sicher kein 2.
- 46:32SPEAKER_00: Und solange es ein Eis hat, ist es wie kein Warnsignal.
- 46:38SPEAKER_00: Dieser Hirni bei der Entscheidung sagt nicht, oh, Achtung, teuer, solange es bestimmte Grenzen überschreitet sind, vielleicht auf Franken 50 oder so, dann schaust du nicht genauer an.
- 46:49SPEAKER_00: Sobald es dort drunter ist, und darum kannst du den Preis auch nicht merken.
- 46:52SPEAKER_00: Wir schauen auf Preis-Reduktionssachen.
- 46:55SPEAKER_00: Das heisst Aktionsschilder natürlich.
- 46:58SPEAKER_00: Aber manchmal denkt es auch schon, wenn es statt aktuell oder Superpreis, gibt es manchmal auch.
- 47:03SPEAKER_00: Momentan, ich weiß nicht, wie es in der Migro ist im Kopf, ganz viele Halloween-Sachen.
- 47:11SPEAKER_00: Gelb Fett drauf statt Superpreis drauf.
- 47:13SPEAKER_00: So Gummi-Dinger, die man essen kann.
- 47:15SPEAKER_02: Ah, jetzt bei den Joghurt.
- 47:16SPEAKER_00: Nein, nein, nicht bei den Joghurt.
- 47:18SPEAKER_00: Und das ist häufig das, was passiert.
- 47:20SPEAKER_00: Das heisst, wir schauen den Preis nicht konkret an, wir sind sehr preisbewusst.
- 47:23SPEAKER_00: Aber es heisst nur, innerhalb der Range, die nicht zu teuer ist, nehmen wir die, die entweder besonders gern hast, weil es bei Joghurt nicht ein riesen Preisunterschied ist, im Gegensatz zu anderen Produkten, die immer in Aktionen gekauft werden, wie zum Beispiel Chips, die fast immer in Aktionen gekauft werden.
- 47:44SPEAKER_00: Chips werden extrem viele Aktionen gekauft.
- 47:46SPEAKER_00: Was?
- 47:47SPEAKER_03: Also ist das jetzt wieder aus deinem?
- 47:50SPEAKER_00: Das ist ja so.
- 47:52SPEAKER_00: Aber sonst längst einfach das gelbe Schild der Aktion, dich dazu bringen kann, dass du so ein Produkt kaufst, ausprobierst.
- 48:01SPEAKER_00: In der Regel längt es aber nicht, dass du wegen dem Marketreue startest.
- 48:06SPEAKER_00: Du hast eine Häufig dort die Aktion, die du bekommst, hast du schon genug Rechtfertigung, dass du das Produkt genommen hast, dass du dich gerne mit dem Produkt auseinandersetzen musst.
- 48:17SPEAKER_00: Das heisst auf gut Deutsch, du hast jetzt einfach mal genau und es war fein.
- 48:20SPEAKER_00: Also du musst dich recht begeistern, dass du nächstes Mal auch wieder in dieser Auswahl hättest, dass du extra dort rein gehst.
- 48:29SPEAKER_00: Und zum Preis noch eine Frage.
- 48:31SPEAKER_00: Ich habe geschaut, was ist das teuerste Produkt und was ist das günstigste Produkt?
- 48:35SPEAKER_00: Und zwar einfach auf 100 Gramm aber gerechnet.
- 48:38SPEAKER_00: Was glaubst du, was ist die Differenz?
- 48:40SPEAKER_00: Wie viel Mal ist der teuerste Teuer als günstigste?
- 48:46SPEAKER_01: Auf 100 Gramm gerechnet.
- 48:48SPEAKER_03: Dreimal?
- 48:50SPEAKER_00: 10 Mal.
- 48:51SPEAKER_03: 10 Mal.
- 48:51SPEAKER_03: Und meine Hypothese ist, das teuerste ist eigentlich als Kier ist.
- 48:56SPEAKER_03: Das günstigste ist ein Maggerquork.
- 48:58SPEAKER_00: Es war ein Brigarantinatür, das günstigste.
- 49:01SPEAKER_00: Das war 16 Rappen auf 100 Gramm.
- 49:03SPEAKER_00: 16 Rapper.
- 49:04SPEAKER_00: Das ist schon verdammt günstig, ja.
- 49:05SPEAKER_00: Und ein bioprobiotisches Restaurant.
- 49:10SPEAKER_00: Das bioprobiotische 1,56 gesehen.
- 49:13SPEAKER_03: Mit mir Marke, erinnern wir noch?
- 49:14SPEAKER_00: Das sage ich nicht.
- 49:16SPEAKER_00: Aber bis auf den gleichen Boden.
- 49:18SPEAKER_00: Und das sagt euch zehnfache.
- 49:20SPEAKER_03: Ja, und ich finde es eigentlich vor allem das Kiermagenquark mega spannend, weil es eigentlich mega ähnlich ist.
- 49:27SPEAKER_03: Von was es mitbringt.
- 49:29SPEAKER_03: Aber der Unterschied im Preis ist auch krass.
- 49:33SPEAKER_03: Weil es einfach ein Brand ist auch.
- 49:35SPEAKER_00: Ja, genau.
- 49:36SPEAKER_00: Und ich glaube auch ein Punkt: Wir haben nie entschieden, was jetzt teuer ist und was ist günstig.
- 49:42SPEAKER_00: Du nimmst eins von diesem grossen Lebensmittelherstellerin Möbehonde.
- 49:47SPEAKER_00: Also man kann sagen, die grossen kann man ja schon nennen.
- 49:50SPEAKER_00: Dann nimmst du sagst, Hirz gehört zu meinem Lieblingsjoghurt, und du nimmst einfach Goop dazu.
- 49:54SPEAKER_00: Oder noch Emmy dazu.
- 49:56SPEAKER_00: Du nimmst auch deine Favoritenmarken.
- 49:58SPEAKER_00: Und wenn du deinen Einkauf vorbereitest, dann schriebst du einfach Joghurt drauf.
- 50:06SPEAKER_00: Außer du hast jetzt ganz spezifische Vorlieben, die jemanden genannt haben, bringt mir bitte wieder das feine, saisonale Maroni-Joghurt her.
- 50:13SPEAKER_00: Aber so ist in aller Regel, schreibst du Joghurt drauf, gehst du vor das Regal und dann nimmst du einfach mal.
- 50:19SPEAKER_00: Und das ist schon der Unterschied, plane die Kategorie, bin extrem gesteuert durch meine Lieblingsmarken im Regal.
- 50:30SPEAKER_00: Ich schaue extrem viel außer Acht, aber innerhalb meiner Lebensmarken findet durchaus noch eine spontane Zusammenstellung deines Sortiments statt.
- 50:40SPEAKER_03: Du hast gesagt, du gehst diese fünf Punkte.
- 50:42SPEAKER_03: Wo bist jetzt?
- 50:43SPEAKER_03: Du bist jetzt vor dem Regal.
- 50:44SPEAKER_03: Kann ich da noch rein sneaken?
- 50:45SPEAKER_00: Ich bin ein bisschen hin und her.
- 50:47SPEAKER_00: Das kommt gar nicht zu der Frage.
- 50:48SPEAKER_03: Ich habe mich nämlich noch gefragt, oder haben wir überlegt, warum es denn so?
- 50:53SPEAKER_03: Warum machen so viel Joghurtauswahl?
- 50:56SPEAKER_03: Warum ist ein 20 Meter langes Ding bei uns einem Mikro gefühlt mit so vielen unterschiedlichen Sorten?
- 51:03SPEAKER_03: Macht es überhaupt Sinn, wenn es ein Risiko gibt, dass es bei gewissen Leuten vielleicht Choice-Overload gibt, bei vielen auch nicht, aber trotzdem.
- 51:10SPEAKER_03: Das erste Mal ist es sicher, dass es trotzdem Vielfalt signalisiert.
- 51:18SPEAKER_03: Uns Mikro, wir haben eine mega breite Auswahl.
- 51:22SPEAKER_03: Es suggeriert Autonomie und Entscheidungsfreiheit und auch die Chancen, dass bei uns richtig dieses spezielles saisonale Maroni-Joghurt.
- 51:32SPEAKER_03: Wir haben alles im Angebot.
- 51:35SPEAKER_03: Dann logischerweise Joghurt bei den meisten Leuten ist ein beliebtes Produkt in der Schweiz.
- 51:41SPEAKER_03: Es gibt auch anscheinend Nachfrage nach Joghurt.
- 51:44SPEAKER_03: Was Sanja am Anfang gesagt hat, mehr wie 100 Bächer pro Person pro Jahr.
- 51:48SPEAKER_03: Es wird oft verkauft.
- 51:49SPEAKER_00: Du weißt, ich nenne gerne Zahlen.
- 51:52SPEAKER_00: Dammi deklariert das und macht nur die Eigenmarken plus, relativ viele Eigenmarken für Koop.
- 51:59SPEAKER_00: Die verarbeiten alle Milch für am Schluss 55 Millionen Kilo Joghurt.
- 52:08SPEAKER_00: Im Jahr.
- 52:09SPEAKER_00: Im Jahr.
- 52:10SPEAKER_00: Das ist ja nur einer der Player.
- 52:12SPEAKER_03: Und sie machen das ja nicht mit der Absicht, dass das meiste davon wieder vernichtet wird.
- 52:18SPEAKER_03: Es wird ja schon die Nachfrage da.
- 52:19SPEAKER_00: Zumal in so einem Molekülerregal sind die Anforderungen noch höher.
- 52:24SPEAKER_00: Das zeigt, das muss ja schnell weg.
- 52:26SPEAKER_00: Es würde schnell weg, nicht nur wegen der Haltbarkeit.
- 52:28SPEAKER_03: Kannst du auch Zahlen dazu, wie viel das weggeworfen wird?
- 52:31SPEAKER_00: Nein, das weiss ich nicht.
- 52:33SPEAKER_00: Aber ich weiss, dass natürlich dort die Anforderungen, wie viele Produkte gekauft werden, nicht wegen der Haltbarkeit höher sein muss, sondern weil es einfach ein teuren Platz ist im Supermärkt.
- 52:43SPEAKER_03: Dann unterschiedlichem Bedürfnisse.
- 52:45SPEAKER_03: Ich meine, Marse sucht nach pflanzlichem Joghurt, ich suche nach meinem cremigen Natur-Bio-Joghurt.
- 52:53SPEAKER_03: Gewisse Leute suchen laktosefrei, viel Proteine.
- 52:57SPEAKER_03: Es muss super fruchtig sein, es muss super cremig sein, es muss saisonal sein, für gewisse Bifidus mit super krassen Bakterien drin.
- 53:07SPEAKER_03: Für gewisse Schafmilch sein muss.
- 53:09SPEAKER_03: Es gibt einfach ein breites Spektrum an Bedürfnis, das Joghurt angeht.
- 53:14SPEAKER_03: Dann haben wir auch schon ein paar Mal angesprochen, dass man das Joghurtregal schon auch systematisch kann strukturieren kann, visuell strukturieren kann, dass es unterschiedliche Blöcke hat, dass es nicht zu dem Choice-Overload dieser Überforderung führt, weil es hier einen besseren Überblick hat, wenn es schön organisiert ist.
- 53:36SPEAKER_03: Und das Letzte ist, dass wir Joghurtvariationen.
- 53:39SPEAKER_03: Ich habe gestern mit meinem Anführungsschlusszeichen Schwiegervater geredet, und er ist lang Shout-Out Alex, wenn du es zu hörst.
- 53:46SPEAKER_03: Er ist mega lang bei einer Firma geschafft, die Geschmäcker für unterschiedliche Produkte herstellt.
- 53:53SPEAKER_03: Er hat gesagt, Joghurt ist mega ein dankbares, easy Produkt, zum ganz easy, wenn man mit kleinen Batch, Innovationen, verschiedenste Geschmäcker hinzufügen.
- 54:04SPEAKER_03: Man kann easy, einfach mal mit.
- 54:07SPEAKER_00: Ein Batch, sagt man, wenn man so 500 Kilo oder 1000 Kilo ein paar Joghurt haben.
- 54:11SPEAKER_03: Genau, einfach mal ein paar Joghurt sagen, jetzt versuchen wir mal aus, Maroni, schauen wir mal, ob das läuft, falls es ein Flop ist, auch nicht so schlimm.
- 54:17SPEAKER_03: Dann ist es wieder aus dem Sortiment.
- 54:19SPEAKER_03: Man kann ganz easy, ganz viele unterschiedliche Sorten durchprobieren.
- 54:23SPEAKER_00: Anders als beim Cäs, das zum Teil 6 reifen, zwölf Menschen und weisst erst, ob Andy funktioniert oder nicht.
- 54:29SPEAKER_03: Genau.
- 54:29SPEAKER_03: Zum schauen, was so läuft, ein bisschen Innovationen austesten, ist ein sehr dankbares Produkt.
- 54:35SPEAKER_03: Das ist eine andere Erklärung aus meiner Sicht, warum ein Joghurtregal so gigantisch ist.
- 54:42SPEAKER_03: Hast du da noch Ergänzungen?
- 54:44SPEAKER_00: Nein, als nächstes hatte ich noch was passiert, wenn man ein Joghurt in die Hand nimmt, was man darauf fließt und wie es von der Verpackung her ist.
- 54:53SPEAKER_00: Das eine, du könntest sicher auch noch Tonniogurt tun, obwohl du einiges jünger bist als bist.
- 54:57SPEAKER_00: Ja, gibt es Toniogurt nichts?
- 55:00SPEAKER_00: Geht es noch?
- 55:02SPEAKER_00: Ja, genau.
- 55:02SPEAKER_00: Es ist bekannt, es ist das im Glas.
- 55:04SPEAKER_00: Wenn ich mit Leuten über Tonniogurt rede, gibt es ganz viele Leute, die richtig sentimental werden und sagen, mein Lieblingsjogurt von der Kindheit oder kann es immer noch mega geben.
- 55:13SPEAKER_02: Premium.
- 55:13SPEAKER_00: Premium, mega fein, wo es nicht einmal so teuer gab, das 180 Gramm, also Standardgrösse für die Schweiz, ist irgendwie Franca 35.
- 55:20SPEAKER_00: Das ist schon teurer als eine eigene Marke, aber jetzt haben sie wahnsinnig teuer.
- 55:24SPEAKER_00: Aber das Glas hat es vor ein paar Jahren Emmy das geändert durch Plastik, weil es einen Glasmangel hat.
- 55:30SPEAKER_00: Und sie hat einen riesen Sturmlauf von Kundinnen und Kunden, die gesagt haben: gehen uns das Glas zurück.
- 55:37SPEAKER_00: Wir gemessen einen SRF-Umfragt, haben gesagt, gehen uns das Glas zurück.
- 55:41SPEAKER_00: Es ist einfach viel, viel besser, es ist verdummelt besser, es schmeckt besser in dort innen.
- 55:46SPEAKER_00: Das Klassiker vom Bier her auch mit Drosen und Glas kommen, gibt es also auch im Jahr gut.
- 55:52SPEAKER_00: Der Punkt ist natürlich dort, dass die Customer Journey hat einfach verschiedene Phasen.
- 55:58SPEAKER_00: Und die eine ist, du nimmst deine Hand und findest Wellwertig.
- 56:02SPEAKER_00: Also eine gewisse Hochwertigkeit beim Glas.
- 56:05SPEAKER_00: Du machst daheim auf, du weißt es, das klirrt so, mega fein.
- 56:09SPEAKER_00: Das grosse Aber, kommt wen?
- 56:13SPEAKER_03: Ja, es ist einfach ein Paint, um die wieder die Tonnen bringen, was angehört.
- 56:17SPEAKER_00: Genau, du musst sie auswäschen.
- 56:19SPEAKER_00: Und nach dem Auswäschen musst du sie noch recyceln oder zurückbringen.
- 56:22SPEAKER_00: Drehst du extrem schwer rum.
- 56:24SPEAKER_00: Wenn du eine Familie hast, in dir schon sagen, kannst du brauchen als Halter für Stifte.
- 56:29SPEAKER_02: Aber jetzt dumm, nein, das gibt es nicht.
- 56:32SPEAKER_00: Inzwischen ist es wieder ein Glas.
- 56:33SPEAKER_02: Okay.
- 56:33SPEAKER_00: Es ist wieder ein Glas.
- 56:37SPEAKER_00: Stiftehalter, was auch immer, aber irgendeinem treiben dich immer zurück und du findest einfach, hey, nicht mit uns.
- 56:43SPEAKER_00: Und darum ist Toni, glaube ich, für Frey so wie eine schöne Erinnerung.
- 56:47SPEAKER_03: Aber einfach nicht praktikabel.
- 56:49SPEAKER_00: Nicht praktikabel für eine vierköpfige Familie wie mit dir, mit zwei kleinen Kindern.
- 56:53SPEAKER_03: Du hast zum Glück noch kein Joghurt gelesen.
- 56:55SPEAKER_00: Dann schläft es einfach nicht hinter.
- 56:57SPEAKER_00: Thema Zucker finde ich ganz spannend.
- 56:59SPEAKER_00: Hast du gewusst, dass heute Stand 2026 im Schnitt 13% weniger Zucker in dein Joghurt ist als vor zehn Jahren?
- 57:07SPEAKER_03: Habe ich nicht gewusst, aber er steht mich jetzt auch nicht sonderlich.
- 57:10SPEAKER_03: Aber es ist immer noch brutal viel Zucker im Joghurt.
- 57:13SPEAKER_00: Das ist die Haltung, genau.
- 57:14SPEAKER_00: Das ist so der Stereotyp.
- 57:15SPEAKER_00: Zucker Joghurt haben brutal viel Zucker.
- 57:19SPEAKER_00: Wenn Leute das Joghurt selber noch Zucker dürfen, dann meisten mehr Zucker drin als ein Standardjoghurt im Supermärkt.
- 57:26SPEAKER_00: Aber egal.
- 57:27SPEAKER_00: Gibt es Leute, die Joghurt nachzucker sind?
- 57:29SPEAKER_00: Ja, sicher gibt es viel.
- 57:31SPEAKER_00: Das würde ich auch nicht machen, aber gibt es viel.
- 57:33SPEAKER_00: Auf jeden Fall haben sie vor zehn Jahren, das war die sogenannte Erklärung von Mailand.
- 57:37SPEAKER_00: Das war eine Weltausstellung in Mailand, haben alle Joghurthersteller aufgrund einer Initiative des Bund bereit erklärt, freiwillig den Zuckeranteil zu reduzieren.
- 57:48SPEAKER_00: Aber nicht auf einen ist, weil das für ein Widerstand gegeben ist.
- 57:52SPEAKER_00: Es schmeckt nicht mehr gleich, Zucker als Geschmacksträger.
- 57:56SPEAKER_00: Das schmeckt nicht mehr gleich.
- 57:57SPEAKER_00: Darum haben sie es einfach Jahr für Jahr um ein halbes Prozent oder um 1% den Zuckeranteil gesenkt und nie etwas gemerkt, der gesagt hat.
- 58:05SPEAKER_00: Das heißt, wenn du 1% änderst, den Zuckeranteil, das ist nichts.
- 58:08SPEAKER_00: Ist sicher?
- 58:10SPEAKER_00: Blinddekrustation, merkst du das nicht einmal?
- 58:12SPEAKER_00: Das ist keine Chance.
- 58:14SPEAKER_00: Man gewöhnt sich aber relativ stark daran.
- 58:16SPEAKER_00: Mikro beispielsweise hatten wir sogar einen Blindtest gemacht mit der neuen Version, also mit den tiefer Prozentigen.
- 58:22SPEAKER_00: Und die hatten sogar besser abgeschnitten als die früher, von vor ein paar Jahren, die noch mehr Zucker gehabt.
- 58:29SPEAKER_00: Weil die Menschen sich einfach langsam an den tieferen Zuckeranteil gewöhnt haben.
- 58:33SPEAKER_00: Von dem her haben wir eine super Initiative, finde ich.
- 58:36SPEAKER_00: Auf freiwillige Basis alle grossen Hersteller, insgesamt 500, 600 verschiedene Joghurts, die jetzt weniger süß sind, als sie noch vor zehn Jahren sind, was wirklich recht cool ist.
- 58:48SPEAKER_00: Aber trotzdem, auch heute noch, das Stereotyp, das du sagst, sie sind immer noch mega süß sind.
- 58:53SPEAKER_00: Da ist der Grundlagen immer noch ganz viele Joghurt mit tiefem Zuckeranteil oder Garkheit zugesetzten Zucker, nur eigenen Fruchtzucker mit all dem zu werben, weil die Leute die Meinung immer noch haben, dass es sehr, sehr süß ist und sehr viel Kristallzucker drinnen ist.
- 59:09SPEAKER_03: Ich darf ja noch etwas sagen zu der Verpackung.
- 59:11SPEAKER_00: Ja, sage ich etwas zu der Verpackung.
- 59:12SPEAKER_03: Wir haben ja vorher kurz angedehnt, hier die Kinderjoghurt, die ultimativ grelle Farben haben.
- 59:19SPEAKER_03: Ich habe da auch noch eine spannende Studie dazu gefunden: Experiment, das die Farbe und die Sättigung der, also spezifisch bei Joghurtverpackungen untersucht haben.
- 59:31SPEAKER_03: Und dort haben sie herausgefunden, dunkelrote Joghurt, sie haben es rot und blau miteinander verglichen und stark gesättigte Farben auf diesen Verpackungen, suggeriert mehr Süße.
- 59:45SPEAKER_03: Wir haben das Gefühl, es ist süßer, nicht mega überraschend.
- 59:48SPEAKER_03: Und höhere Geschmacksintensität.
- 59:50SPEAKER_03: Das hat mich auch erinnert an, wir haben in einer anderen Folge über Wöschmittel genutzt.
- 59:54SPEAKER_03: Und dass wenn Wöschmittelverpackung auch starke Farben hat, dass man das Gefühl hat, das wirkt sicher mega gut.
- 1:00:00SPEAKER_03: Mehr Süße und höhere Geschmacksintensität bei stärker gesättigten Farben auf der Joghurtverpackung und weniger gesund.
- 1:00:09SPEAKER_03: Darum, das hat mich dann auch daran erinnert, an all diese biodürfarbigen Joghurt bei uns im Regal, das ein gesünderes Produkt suggerieren.
- 1:00:22SPEAKER_00: Das Schweizerregal ist extrem weiss.
- 1:00:25SPEAKER_00: Ich finde es extrem reduziert.
- 1:00:26SPEAKER_00: Umgesättigt.
- 1:00:27SPEAKER_03: Aber eben nur die Kinderjoghurt, die mit den Farben spielen.
- 1:00:31SPEAKER_00: Aber es sind sehr, sehr wenige.
- 1:00:33SPEAKER_00: Generell Übertragungseffekt, du hast einen Übertragungseffekt der Farbe der Verpackung auf andere, auf den Geschmack angesprochen.
- 1:00:41SPEAKER_00: Den sogenannte Halo-Effekt, der findet auch bei anderen Sachen statt.
- 1:00:45SPEAKER_00: Beispielsweise ein Bioprodukte, so ein Bio-Oreo, das ist bei den Gutzlies, hat man festgestellt, dass sobald das Oreo als Bio verkauft wurde ist, hat man das Gefühl, es hat weniger Kalorien.
- 1:00:59SPEAKER_00: Das findet hier natürlich auch statt im Joghurtbereich, auch nicht ein eigenes Studio dafür machen muss.
- 1:01:05SPEAKER_00: Man kann schwer davon ausgehen, dass dort Bio auch eine Auswirkung hat auf die restliche Wahrnehmung bezüglich Natürlichkeit, bezüglich Kalorien, beziehungsweise Gesundheit.
- 1:01:16SPEAKER_00: Ich glaube, dort findet durchaus einen relativ starken Transfer auch statt.
- 1:01:20SPEAKER_00: Und vielleicht, wenn wir noch dazu kommen, wenn man der Geheimen ist, wenn man das ja gut gekauft ist, ich habe vorher schon das Glas angesprochen von Toni.
- 1:01:29SPEAKER_03: Das hat Alu-Dekkel.
- 1:01:33SPEAKER_00: Das Alu-Decki beispielsweise.
- 1:01:35SPEAKER_00: Wenn der natürlich am Schluss zerreißt, wenn man aufmacht und man sich nervt, das kann es eigentlich zweimal gut geben.
- 1:01:40SPEAKER_00: Im vierten oder fünften Mal sagt man, das post jetzt nicht mehr.
- 1:01:44SPEAKER_00: Das ist ein sogenannter Negativity Bias.
- 1:01:47SPEAKER_00: Wenn du negative Erfahrungen machst mit etwas, hat es eine grösse Chancen, dass es dein Einkaufsverhalten unmittelbar verändern als bei positiven Erlebnissen.
- 1:01:58SPEAKER_00: Selbstverständlich gibt es positive Emotionen und Gewohnheiten zu arbeiten.
- 1:02:04SPEAKER_00: Aber es muss etwas so viel bessere positive Emotionen sein als die, die du sonst hast.
- 1:02:08SPEAKER_00: Du musst dich wirklich begeistern, dass du deine Gewohnheiten ändern hast.
- 1:02:12SPEAKER_00: Sonst ist es vor gross, dass du bei dem bleibst, wo du hast, wenn du aber nicht zufrieden bist.
- 1:02:18SPEAKER_03: Ich heiße es nicht mehr, dass Maroni-Joghurt, der den Deckel aufeinander ist.
- 1:02:22SPEAKER_00: Und meinen Lieblingspsychologe, den ich immer wieder erwähne, Daniel Kahnemann, bezeichnet das als Peak-End-Rule.
- 1:02:30SPEAKER_00: Das heisst, die zwei wichtigsten Elemente in einem Erleben des Produkts sind Spitzen.
- 1:02:37SPEAKER_00: Wenn du am meisten oder wenn es am positivsten Wort genommen ist oder das Negativste, aber auch der grössten Peak.
- 1:02:44SPEAKER_00: Und was ist am Ende gefühlt?
- 1:02:46SPEAKER_00: Tony Jogurt zeigt das so sehr schön.
- 1:02:48SPEAKER_00: Also eigentlich einen sehr schönen Peak, in dem, was du das schöne Geschmackserlebnis hast.
- 1:02:54SPEAKER_00: Die Endwahrnehmung, die du hast, ist einfach leider die deshalb.
- 1:02:59SPEAKER_00: Das muss ich noch in Zusammenstell bringen.
- 1:03:01SPEAKER_00: Boah, ist das schwer, vor allem wenn ich mit dem ÖV unterwegs bin.
- 1:03:04SPEAKER_00: Das kann dazu führen, dass ich dann nachher mein Produkt nicht mehr kaufe.
- 1:03:09SPEAKER_00: Also auf gut Deutsch, der Kreis schließt sich zu der Situation am Anfang des Regals.
- 1:03:15SPEAKER_00: Wir brauchen belohnende Erlebnisse.
- 1:03:17SPEAKER_00: Immer den gleichen Kontext.
- 1:03:19SPEAKER_00: Die ergeben die Gewohnheiten.
- 1:03:21SPEAKER_00: Gewohnheiten sind schwierig zu unterbrechen.
- 1:03:24SPEAKER_00: Und ich gehe wieder zum Gleichen zurück.
- 1:03:26SPEAKER_00: Beim nächsten Mal, wenn ich einkaufe, außer etwas ist so wahnsinnig gut, dass ich jetzt wirklich begeistert bin.
- 1:03:33SPEAKER_00: Oder etwas ist mehrfach negativ, dass ich meine Gewohnheiten unterbreche.
- 1:03:39SPEAKER_03: Das waren es, unsere Gedanken zum Thema Joghurtregal.
- 1:03:44SPEAKER_03: Marcel, was ist das Aha der heutigen Folge?
- 1:03:49SPEAKER_00: Das Aha der Folge ist, es gibt gar kein neutrales Regal.
- 1:03:53SPEAKER_00: Beinfluss ist unvermeidlich.
- 1:03:56SPEAKER_00: Jede Ordnung lenkt.
- 1:03:57SPEAKER_00: Egal wie man es ordnen würde, hat einen Einfluss darauf, wie wir einkaufen.
- 1:04:02SPEAKER_00: Entscheidend ist, die einzig.
- 1:04:05SPEAKER_00: Und dort uns uns wichtig ist, auch mal bewusst zu entscheiden, was einem wichtig ist.
- 1:04:09SPEAKER_00: Und das wäre vielleicht auch das, was die Leute am ehest mitgeben, den eigenen Autopilot versuchen, besser zu lernen.
- 1:04:16SPEAKER_00: Das heisst, herauszufinden, wo wir einfach blind gesteuert, durch das Imgle.
- 1:04:22SPEAKER_00: Und wo können wir es vielleicht einmal aufbrechen?
- 1:04:24SPEAKER_00: Vielleicht für beim nächsten Kauf vor dem Joghurtregal schauen, was kaufen wir immer kaufen und was rundum habt ihr noch nie gekauft.
- 1:04:33SPEAKER_00: Das überrascht sich, dass es überhaupt dort steht.
- 1:04:36SPEAKER_00: Und probiert es doch einfach einmal aus.
- 1:04:40SPEAKER_03: Ich könnte es nicht besser sagen.
- 1:04:42SPEAKER_03: Ich würde auch nächstes Mal.
- 1:04:43SPEAKER_03: Ich habe ja gestern meinen Blick schon ein bisschen geöffnet und nur ein Tunnel zum grossen Natürjoghurt.
- 1:04:50SPEAKER_03: Aber ich würde auch nächstes Mal, wenn ich das 20 Meter lange Joghurtregal anläufe, würde ich mal die anderen Alternativen abchecken.
- 1:04:57SPEAKER_03: Und vor allem die saisonale Joghurt habe ich gestern geblieben.
- 1:05:03SPEAKER_03: Da muss ich mal noch genauer unterschluben, was es dort alles im Angebot hat.
- 1:05:07SPEAKER_03: Blick öffnen, bewusster danach laufen, würde ich mir auch aus dieser Erfolg mitnehmen.
- 1:05:12SPEAKER_00: Eine Nachhaltigkeitsinweise habe ich noch.
- 1:05:14SPEAKER_00: Wenn du gesagt hast, wie viel fortgeworfen wird.
- 1:05:16SPEAKER_00: Ich weiss den Prozentwert im Joghurtregal nicht.
- 1:05:19SPEAKER_00: Aber was ganz viele Leute Angst haben bei frischprodukten wie Joghurt, kommt es abgelaufen vom Datum her.
- 1:05:25SPEAKER_02: Mindest Haltbarkeitsdatum.
- 1:05:26SPEAKER_00: Mindest Haltbarkeitsdatum wird es fortgerührt.
- 1:05:29SPEAKER_00: Aber bei Joghurt kannst du wirklich darauf gehen.
- 1:05:31SPEAKER_00: Du siehst keinen Schimmel, der Deckel ist nicht gewölbt.
- 1:05:35SPEAKER_00: Das Joghurt ist essbar.
- 1:05:37SPEAKER_00: Auch zwei, drei Wochen über das eigentliche Datum raus.
- 1:05:41SPEAKER_00: Aber auch auf der anderen Seite siehst du ein bisschen Schimmel.
- 1:05:45SPEAKER_02: Weg mit dem.
- 1:05:46SPEAKER_00: Weg mit dem.
- 1:05:46SPEAKER_00: Nicht mehr, du könntest es weg tun, Schimmel und der Rest mit dem Joghurt ist gut.
- 1:05:50SPEAKER_00: Der Pilz zieht sich durch das ganze Joghurt durch.
- 1:05:53SPEAKER_00: Also, solange es, dass ihr nichts sagt, aber wenn es Schimmel hat, sofort weg.
- 1:05:57SPEAKER_03: Ich finde es gut, das letztes Wort von Marcel.
- 1:06:00SPEAKER_03: Das war mit diesem Erfolg von VolksPsycho.
- 1:06:02SPEAKER_03: Schön habt ihr rein gelassen.
- 1:06:04SPEAKER_03: Relevante Quelle zur Erfolg findet ihr wie immer in den Shownotes.
- 1:06:08SPEAKER_03: Und das sämtliche Psychologie-Angebot der Hochschule Cern auf hslou.ch.
- 1:06:14SPEAKER_00: Gut, wir haben jetzt eine neue Rekordlänge bei dieser Erfolg.
- 1:06:17SPEAKER_03: Ich habe nicht denken, dass wir es so lange überhaupt haben.
- 1:06:19SPEAKER_00: Ich auch nicht.
- 1:06:20SPEAKER_00: Es leitet mich fast dazu, zu sagen, dass alle, die uns persönlich können, diese Folge bis jetzt gelosst haben, lade ich auf ein gratis Joghurt ein.
- 1:06:31SPEAKER_03: Nur das billigste.
- 1:06:33SPEAKER_00: Die erste Zähne.
- 1:06:36SPEAKER_00: Die erste Zähne, die mich anhauen, die es bis zum Ende gelassen haben, dann bringe ich einogurt mit.
- 1:06:40SPEAKER_03: Ich tue mich auch darauf beteiligen.
- 1:06:42SPEAKER_00: Sehr gut.
- 1:06:43SPEAKER_00: Also, wie immer zum Abschluss geht mit offenen Augen durch die Welt, weil ihr wissen, vor dem Joghurtregal im ganzen Supermärkt und überall auf der Strasse ist alles voller Psychologie oder eben voll Psycho.
- 1:06:54SPEAKER_00: Bis bald und tschüss zusammen.
- 1:06:56SPEAKER_00: Tschüss zusammen!