Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Das Ende einer Ära bei der HHLA
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- Music. Moin, ich bin Lars Haider. Heute geht es um das Ende der Zusammenarbeit zwischen der HALA und ihrer langjährigen Vorstandschefin Angela Titzrath. Weitere Themen, ein Mann klettert auf einer Containerbrücke im Hamburger Hafen herum, Klaus-Michael Kühne will Anteile am HSV verkaufen und Hamburgs zweigrößte Hochschule will ihre Absolventen künftig anders als bisher auswählen. Dazu gleich mehr. Zunächst wie immer die drei meistgelesenen Themen und Texte auf abendblatt.de. Auf Platz 3 leuchtende Nachtwolken über Hamburg sehen, das rät der Meteorologe. Auf Platz 2 mit Balkon, neue Wohnungen für 7,10 Euro den Quadratmeter. Und auf Platz 1 Angela Titzraths Ende bei der Hala. Das war peinlich. Das waren die Top 3 auf abendblatt.de. Seit 2017 war sie eine feste Größe im Hamburger Hafen, eine der mächtigsten Managerinnen in der Stadt, die Bestbezahlte in einem städtischen Unternehmen dazu. Und es ist noch nicht einmal ein Jahr her, dass der Vertrag mit Hala-Chefin Angela Titzrat um fünf Jahre verlängert wurde. Vor diesem Hintergrund muten die Entwicklungen der vergangenen Tage und Wochen seltsam an, die gestern am späten Abend in einer gemeinsamen Erklärung von Hala und Titzrat gipfelten. In der hieß es, ich zitiere, die Vorstandsvorsitzende der Hamburger Hafen- und Logistik AG, Angela Titzrath, scheidet spätestens zum 31. Dezember 2025 aus dem Unternehmen aus. Darauf haben sich der Aufsichtsrat und die seit 1. Januar 2017 amtierende Vorstandsvorsitzende im gegenseitigen besten Einvernehmen geeinigt. Zitat Ende. Nach Angaben des Aufsichtsrats wurde die Nachfolgesuche bereits eingeleitet. Der Aufsichtsratschef Rüdiger Grube dankte Titzrat für die erfolgreiche Arbeit in den vergangenen Jahren, in denen sich die Hala zu einem der europäischen Logistikkonzerne strategisch weiterentwickelt hat. Zitat Ende. Die Managerin selbst sagt, ich zitiere, ich blicke auf neun sehr dynamische, aber auch ungemein spannende Jahre an der Spitze der Hala zurück. Logistik verbindet Märkte, Menschen und Perspektiven. Mein Ziel war es, die Hala als Schlüsselakteurin in einem volatilen und geopolitisch sensiblen Umfeld strategisch weiterzuentwickeln und den Wert des Unternehmens zu stärken. Zitat Ende. Was die Hintergründe hinter dieser Personalie waren, die am Ende nicht mehr so überraschend war, wie sie klingt, das lesen Sie auf abendblatt.de. Deutliche Worte zur Trennung von Angela Titzrath kamen heute von der Opposition in der Bürgerschaft. Unter anderem von dem wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Götz Wiese. Der sagte, ich zitiere, die Auflösung des bestehenden Vertrags der bisherigen Hala-Chefin wirft nicht nur Fragen zum internen Machtgefüge auf, sondern stellt auch die vom Rot-Grün-Senat angekündigte strategische Partnerschaft zwischen der Stadt Hamburg und der Reederei MSC ernsthaft infrage. Wie man sich von Titzrat getrennt hat, sei peinlich und wird dem Ansehen und dem Anspruch der Hala in keiner Weise gerecht. So wiese weiter. Und dazu sagte auch Carsten Kai-Jäger, hafenpolitischer Sprecher der Linksfraktion, der sagte auch etwas zum selben Thema. Ich zitiere nochmal, die Unstimmigkeiten der Haaler mit der Stadt und MSC waren schon seit dem Alleingang des Senats rund um den MSC-Deal. Offensichtlich, anstatt einen konkreten Plan vorzulegen, was mit der Hala passieren soll, setzt die Stadt nun die Interessen der Reederei MSC gegen das Hala-Management durch und sägt die Vorstandsvorsitzende ab. Dies sei ein weiterer Schritt in Richtung Verzwergung der Hala und des Machtausbaus von MSC. Das dazu. Und wo wir gerade am Hafen sind in der Nacht, ist es am Container-Terminal Altenwerder zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr gekommen, wo normalerweise tonnenschwere Container verladen werden, hatte sich gegen 22.20 Uhr ein 24 Jahre alter Mann illegal Zutritt zum Gelände verschafft und war auf eine der knapp 110 Meter hohen Containerbrücken geklettert. Sein Motiv für diese halsbrecherische Aktion ist noch unbekannt, sich selbst gezielt schaden wollte er aber anscheinend nicht. Um den Brückenkletterer wieder sicher auf festen Boden zu bringen, rückte die Feuerwehr sowohl mit einem Boot als auch mit Höhenrettern aus. Auch eine Drohne war im Einsatz. Unternehmer und Mäzen Klaus-Michael Kühne will die Anteile, die er am Hamburger SV hat, offensichtlich um ein gutes Drittel reduzieren. 7,5 Prozent sollen zum Verkauf stehen. Anscheinend gibt es auch schon einen Käufer aus dem Umfeld des HSV. Eine finale Einigung steht allerdings noch aus. Es finden zwar Gespräche über einen Anteilsverkauf und ein Re-Investment statt, die aber keineswegs abgeschlossen sind, teilte Kühne dem Abendblatt auf Anfrage mit. Und damit sind wir schon beim Podcast-Tipp des Tages. Sie steht ein wenig im Schatten der Hamburger Universität. Dabei ist die Hochschule für angemahnte Wissenschaften, kurz HAW, mit fast 16.000 Studierenden und 1.300 hauptamtlich Beschäftigten auch ganz schön groß und vor allem sehr beliebt. Teilweise kommen auf einem Platz zehn Bewerber. In der Reihe Entscheide treffen Heider spricht Hochschulpräsidentin Ute Lorenz über die Auswahl der Studierenden, die sich bald ändern wird, über die Akademisierung von Pflegeberufen und über den Vorfall auf Sylt. Zu hören ist das schöne Gespräch unter www.abendblatt.de. Und wir, wir hören uns morgen wieder mit den Hamburg News um 17 Uhr. Bis dahin. Tschüss. Music.