Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #18 Folge 6: Warum Frauen anders süchtig werden: Die biologische Wahrheit über Hormone, Alkohol & den Telescoping-Effekt
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen zu dieser heutigen Vertiefung.
- 0:02Ich freue mich echt riesig, dass du heute wieder dabei bist, um
- 0:05dir Zeit für dich und ja für deine Themen zu nehmen.
- 0:08Heute packen wir n Thema an, das oft so na ja, im Schatten liegt
- 0:12oder mit Halbwissen abgetan wird, es geht um die knallharten
- 0:16biologischen Gründe, warum Frauen auf Suchtmittel anders
- 0:19reagieren als Männer, die Basis dafür, die kommt aus einem
- 0:22wirklich Augen öffnenden Artikel von Neelix Berlin geschrieben
- 0:26von Gabriel unsere Mission jetzt für den nächsten Minuten.
- 0:29Wir wollen zusammen verstehen, warum dein weiblicher Körper
- 0:32anders tickt, welche biologischen Faktoren da genau
- 0:35mitmischen und ganz wichtig, was dieses Wissen für dich bedeuten
- 0:39kann, für deinen Weg. OK, lass uns da mal tiefer
- 0:43eintauchen, aber bevor wir richtig in die Details gehen,
- 0:46ist uns was wichtig. Wir möchten dir kurz erzählen,
- 0:49wer eigentlich hinter diesem Artikel und Nilix Berlin steht,
- 0:52Gabriel ist nämlich nicht nur Autor.
- 0:53Er ist selbst betroffen von sucht und psychischen Themen,
- 0:57und er teilt auf seiner Webseite ganz offen seiner eigenen, ja
- 1:00teils echt schmerzhaften Erfahrungen.
- 1:03Da geht es um 28 Jahre sucht und den langen Weg der Recovery.
- 1:07Und das macht er nicht einfach so, sondern um eine ehrliche
- 1:10Brücke zu dir zu bauen, um dir zu zeigen, hey, du bist mit
- 1:13deinen Fragen, deinen Kämpfen, vielleicht auch dem Gefühl,
- 1:16irgendwie anders zu sein, nicht allein diese Authentizität, die
- 1:20ist, glaube ich, das Fundament für das, was wir heute
- 1:22besprechen wollen, und das bringt uns direkt zum Kern der
- 1:25Sache, diese Beobachtung, dass eine Sucht bei Frauen oft viel,
- 1:29viel rasanter verläuft, das ist eben keine reine Kopfsache,
- 1:33keine Einbildung, da gibt's handfeste biologische Gründe
- 1:36dafür. Kennst du diesen Spruch, der oft
- 1:38so lapidar kommt? Ach, Frauen vertragen halt
- 1:40weniger. Da steckt ne tiefere Wahrheit
- 1:42drin. Eine, die weit über Alkohol
- 1:44hinausgeht und ja, überlebenswichtig sein kann.
- 1:47Wenn du auf dem Weg der Genesung bist.
- 1:50Gabriel betont Das. Auch das ist keine Ausrede,
- 1:53sondern ganz essentielles Wissen für deine Recovery.
- 1:57Okay aber was sagt denn die Wissenschaften genau dazu?
- 2:00Gibt es da konkrete Belege für diese Unterschiede?
- 2:04Oh ja, die gibt es absolut und die sind auch ziemlich eindeutig
- 2:09ein Schlüsselbegriff hier ist der teleskoping Effekt.
- 2:12Teleskoping was heißt das? Stell dir das vor wie bei einem
- 2:16Teleskop, das man zusammenschiebt.
- 2:18Studien zum Beispiel vom amerikanischen Nida, dem
- 2:22National Institute on Drugabuse. Die zeigen das immer wieder.
- 2:26Frauen durchlaufen die typischen Phasen einer Suchtentwicklung.
- 2:30Also vom ersten Probieren bis zur Abhängigkeit.
- 2:32Genau Erstkonsum regelmäßiger Konsum, Abhängigkeit,
- 2:36Notwendigkeit einer Behandlung, all das passiert bei Frauen oft
- 2:40in einem deutlich kürzeren Zeitrahmen als bei Männern,
- 2:43selbst wenn sie vielleicht später anfangen zu konsumieren,
- 2:46kann der Weg in die Abhängigkeit und zu ernsten gesundheitlichen
- 2:50Folgen. Ja, rasanter sein also.
- 2:53Quasi die Suchtkarriere im Zeitraffer Modus.
- 2:56Krass. Genau das trifft es ziemlich
- 2:58gut. Es ist, als würden die einzelnen
- 3:00Etappen komprimiert und das ist wichtig, das ist keine
- 3:04subjektive Wahrnehmung, sondern ein Phänomen, das immer wieder
- 3:07beobachtet wird. Das ist schon mal n wichtiger
- 3:10Punkt. Aber was steckt denn biochemisch
- 3:12dahinter? Warum ist das so?
- 3:14Tja, da kommt einiges zusammen. Gabriel nennt das im Artikel
- 3:19sehr treffend eine Art Biochemiefalle.
- 3:22Biochemiefalle OK. Ja, es ist eben nicht nur ein
- 3:25Faktor, es ist ein Zusammenspiel von mehreren biologischen
- 3:28Gegebenheiten, sozusagen ein biologischer Cocktail, der dann
- 3:32entsprechende Folgen hat. OK, erzähl mal, was ist in
- 3:36diesem Cocktail drin? Also ein ganz entscheidender
- 3:39Faktor. Gerade bei Alkohol ist ein
- 3:42Enzym, das heißt Alkoholdehydrogenase, kurz ADH.
- 3:47ADH hab ich schon mal gehört. Ja, genau dieses Enzym sitzt
- 3:51unter anderem im Magen und fängt dort schon an, den Alkohol
- 3:55abzubauen. Bei Frauen ist die Aktivität
- 3:58dieses Magenenzyms im Durchschnitt geringer als bei
- 4:01Männern. Das klingt jetzt vielleicht sehr
- 4:03technisch. Aber die Folge spürt man direkt,
- 4:05oder? Exakt die Folge ist ein größerer
- 4:08Anteil vom Getrunkenen Alkohol kommt unverändert in den
- 4:11Blutkreislauf. Das Ergebnis, wenn eine Frau und
- 4:15ein Mann die gleiche Menge Alkohol trinken und ein
- 4:18ähnliches Körpergewicht haben, erreicht die Frau oft eine
- 4:21höhere Blutalkoholkonzentration. Das bestätigt auch das NAAA,
- 4:26also das amerikanische Institut für Alkoholmissbrauch, es fängt
- 4:30also schon bei der allerersten Verarbeitung.
- 4:32Vom Körper an. Das erklärt dieses Gefühl
- 4:34manchmal schneller oder ja stärker die Wirkung zu spüren,
- 4:37selbst wenn man gleich viel trinkt wie jemand anders.
- 4:39Genau. Und es geht ja noch weiter.
- 4:42Die Körperzusammensetzung spielt auch ne Rolle, Frauen haben im
- 4:45Schnitt einen höheren Körperfettanteil.
- 4:47Und weniger Wasseranteil stimmt s.
- 4:49Richtig weniger Körperwasseranteil als Männer
- 4:52Alkohol ist ja wasserlöslich, weniger Wasser bedeutet, der
- 4:56Alkohol verteilt sich auf weniger Flüssigkeit, das erhöht
- 4:59die Konzentration im Blut zusätzlich.
- 5:01Ah okay. Und bei anderen Drogen?
- 5:04Bei anderen Substanzen, die Fettläuslich sind, ist es
- 5:06andersrum. Der höhere Fettanteil kann dazu
- 5:08führen, dass sich diese Stoffe im Fettgewebe anlagern, sie.
- 5:11Bleiben an länger im Körper. Genau, sie bleiben länger drin.
- 5:14Ihre Wirkung kann dadurch verlängert oder auch verändert
- 5:17werden. Also weniger Wasser zur
- 5:19Verdünnung für Alkohol, aber gleichzeitig mehr Speicherplatz
- 5:22für andere Substanzen im Fettgewebe.
- 5:24Verstehe. Korrekt und derdritte.in dieser
- 5:27Biochemie falle. Die Organempfindlichkeit.
- 5:30Was heißt das? Die Forschung deutet stark
- 5:33darauf hin, dass Organe wie die Leber und das Herz bei Frauen
- 5:36einfach empfindlicher auf die toxischen, also die giftigen
- 5:40Wirkungen von Alkohol und anderen Drogen reagieren.
- 5:43Das heißt, Organschäden wie Leberzirrhose oder auch
- 5:46Herzmuskelerkrankungen. Kardiomyopathie nennt man das,
- 5:50die Können bei Frauen oft schon bei geringeren Mengen und nach
- 5:53kürzerer Konsumzeit auftreten als bei Männern.
- 5:56Puh. Es ist also nicht nur eine Frage
- 5:58der Konzentration im Blut, sondern auch, wie die Organe
- 6:02selbst auf die Substanz reagieren.
- 6:04Okay das ist echt ein Zusammenspiel, also geringere
- 6:07Enzymaktivität, andere Körperzusammensetzung und dann
- 6:10noch höhere Organempfindlichkeit.
- 6:13Das macht echt deutlich, dass es nicht einfach nur weniger
- 6:16vertragen ist. Das ist eine viel komplexere
- 6:18biologische Realität. Genau.
- 6:21Und wir dürfen einen weiteren, extrem wichtigen Faktor nicht
- 6:24vergessen. Die Hormone.
- 6:26Ah ja, der weibliche Zyklus. Der spielt eine immense Rolle.
- 6:30Es gibt Hinweise darauf, dass hohe Östrogenspiegel, also in
- 6:34bestimmten Phasen des Zyklus, die Ausschüttung von Dopamin im
- 6:38Belohnungszentrum des Gehirns verstärken können.
- 6:41Dopamin, das ist doch dieses Belohnungshormon, oder?
- 6:44Genau dieser Botenstoff, der für Wohlgefühl sorgt.
- 6:47Wenn jetzt Drogen in so einer Phase mit hohem Östrogenspiegel
- 6:51konsumiert werden, kann die empfundene Belohnung stärker
- 6:54sein. Und das könnte natürlich das
- 6:56Suchtpotenzial erhöhen. Das heißt, der Zyklus
- 7:00beeinflusst direkt, wie stark eine Droge einschlägt.
- 7:03Subjektiv zumindest. Zumindest die subjektiv
- 7:06empfundene Belohnung. Ja, und umgekehrt die
- 7:10prämenstruelle Phase, also die Zeit vor der Periode PMS.
- 7:14Oh ja, die kennen viele. Die ist oft ne absolute
- 7:16Hochrisikozeit für Rückfälle oder verstärkten Konsum.
- 7:21Die Hormonspiegel fallen ab. Viele Frauen erleben
- 7:24Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Ängste und in
- 7:29dieser verletzlichen Phase kann der Griff zur Substanz wie ein
- 7:33Versuch der Selbstmedikation wirken.
- 7:35Um diese unangenehmen Gefühle halt zu dämpfen.
- 7:38Das bringt mich direkt zu einer Frage, die sich bestimmt viele
- 7:40Frauen stellen. Was ist denn mit hormonellen
- 7:43Verhütungsmitteln, die Pille zum Beispiel, spielen die da auch
- 7:46mit rein? Ja, das ist ne sehr sehr
- 7:47relevante Frage. Absolut.
- 7:50Hormonelle Verhütungsmittel greifen ja direkt in den
- 7:52Hormonhaushalt ein. Die können die Stimmung
- 7:55beeinflussen, das emotionale Erleben und potenziell auch das
- 7:59Craving, also dieses starke Verlangen nach der Substanz, mal
- 8:03verstärkend, mal abschwächend. Das ist also bei jeder Frau
- 8:06anders. Das ist individuell sehr, sehr
- 8:08verschieden und deshalb ist es so wichtig, das offen mit deiner
- 8:12Ärztin oder deinem Gynäkologen zu besprechen.
- 8:15Gerade wenn du in Recovery bist oder psychische Themen hast.
- 8:19Die Pille ist eben nicht nur Verhütung, sie kann auch deine
- 8:21psychische Balance und deinen Umgang mit Suchtdruck
- 8:24beeinflussen. Und was ist mit den
- 8:27Wechseljahren? Das ist ja auch ne Zeit massiver
- 8:29hormoneller Veränderungen. Können die den Suchtdruck
- 8:32vielleicht sogar verschlimmern? Die Wahrscheinlichkeit dafür ist
- 8:35leider ja sehr hoch. Die Wechseljahre, also die
- 8:39Perimenopause und dann die Menopause, das ist ne krasse
- 8:43Umbruchphase für den Körper und für die Psyche.
- 8:46Die schwankenden und sinkenden Hormonspiegel gehen oft mit
- 8:49Schlafstörungen einher, Hitzewallungen, depressive
- 8:52Verstimmungen, Angstzustände. Alles bekannte Trigger
- 8:56eigentlich. Genau, alles bekannte Trigger
- 8:58für Suchtmittelkonsum oder eben ein Rückfall für Frauen mit
- 9:02einer Suchtgeschichte oder einer Veranlagung dazu sind die
- 9:06Wechseljahre definitiv eine Hochrisikophase, wenn du das bei
- 9:10dir beobachtest, ist es wirklich, wirklich wichtig,
- 9:12ärztliche Hilfe zu suchen, idealerweise bei jemandem, der
- 9:16sich sowohl mit Wechseljahren als auch mit Sucht auskennt.
- 9:19Das ist alles total faszinierend und ehrlich gesagt auch ein
- 9:23bisschen beängstigend. Aber die entscheidende Frage ist
- 9:26ja jetzt OK, ich weiß das jetzt, was mache ich denn damit, wie
- 9:30kann ich dieses Wissen nutzen, statt mich davon entmutigen zu
- 9:33lassen? Gabriel nennt Wissen ja eine
- 9:35Superkraft. Genau das ist der Punkt.
- 9:37Dieses Wissen ist nicht dazu da, dich klein zu machen oder dir
- 9:41das Gefühl zu geben, du wärst irgendwie im Nachteil und hier
- 9:44müssen wir direkt mit einem Missverständnis aufräumen, das
- 9:47oft aufkommt, nämlich bedeutet das, Frauen sind biologisch
- 9:51schwächer? Nein, absolut nicht ich.
- 9:54Es bedeutet, sie sind biologisch anders und diese Unterschiede
- 9:59anzuerkennen, das ist der allererste Schritt, um sie
- 10:02strategisch für Deine Genesung zu nutzen.
- 10:04Wissen ist hier wirklich macht es erlaubt dir viel passgenauere
- 10:09Strategien zu entwickeln. Und wie sehen solche Strategien
- 10:12dann konkret aus? Gabriel schlägt im Artikel
- 10:15einige sehr konkrete Safer Use Strategien vor.
- 10:18Die Bauen direkt auf diesem biologischen Wissen auf,
- 10:21erstens, und das ist super wichtig.
- 10:24Hör auf, dich ständig mit Männern zu vergleichen.
- 10:26Weil die Voraussetzungen eben anders sind.
- 10:29Genau deine Suchtgeschichte, deine Trigger, dein Körper.
- 10:33Das ist alles individuell. Wenn der Mann in der
- 10:36Selbsthilfegruppe nach einem Jahr gefühlt weiter ist als du,
- 10:39dann hat das vielleicht auch biologische Gründe und nicht
- 10:42nur, was mit Willensstärke zu tun.
- 10:44Dieser Vergleich ist unfair und demotiviert, nur konzentrier
- 10:48dich auf deinen Weg, zweitens, und das ist echt ein Game
- 10:52Changer. Werde zur Expertin für deinen
- 10:55eigenen Zyklus. Ok, wie mache ich das?
- 10:58Das klingt vielleicht erstmal mühsam, aber es ist Gold wert.
- 11:01Führe ein Tagebuch, wann hast du deine Periode, wie fühlst du
- 11:06dich in den verschiedenen Zyklusphasen, wann ist der
- 11:08Suchtdruck am stärksten? Du wirst wahrscheinlich Muster
- 11:12erkennen, zum Beispiel, dass die Woche vor der Periode besonders
- 11:16kritisch ist. Und wenn ich diese Muster kenne,
- 11:18was dann? Dann tanzt du proaktiv planen.
- 11:22Wenn du weißt, in bestimmten Tagen ist das Craving stärker
- 11:25oder deine Stimmung kippt leichter, dann plane genau für
- 11:29diese Zeit mehr Selbstfürsorge ein.
- 11:32Zum Beispiel? Vielleicht ein zusätzliches
- 11:34Meeting besuchen, bewusst Trigger meiden, dir was Gutes
- 11:37tun, deine Skills zur Emotionsregulation bereithalten.
- 11:41Das ist keine Übertreibung, wie manche vielleicht denken.
- 11:43Sondern. Sondern eine unglaublich
- 11:46intelligente und selbstfürsorgliche Recovery
- 11:49Strategie. Es ist strategisches Handeln auf
- 11:53Basis deiner Biologie. Das leuchtet total ein.
- 11:56Den eigenen Körper lesen lernen und darauf reagieren.
- 11:59Genau. Drittens, sprich offen mit
- 12:02deiner Ärztin oder deinem Arzt, insbesondere mit deiner
- 12:05Gynäkologin, über diese Zusammenhänge, hormonelle
- 12:08Verhütung, PMS, Beschwerden, Perimenopause, all das gehört
- 12:13ins Gespräch, wenn es um deine psychische Gesundheit und Deine
- 12:16Recovery geht. Deine Gynäkologin kann ne echt
- 12:19wichtige Verbündete in deinem Recovery Netzwerk sein, wenn sie
- 12:23diese Zusammenhänge versteht. Aber da kommt vielleicht die
- 12:25Frage auf, warum wissen denn viele Ärzte oder Therapeuten
- 12:30darüber oft so wenig? Manchmal fühlt man sich ja mit
- 12:33diesen Themen nicht so recht ernst genommen.
- 12:35Ja, das ist leider ein echtes Problem.
- 12:37Man nennt das oft den Gender Data Gap.
- 12:40Gender Data gap. Ja, die medizinische Forschung
- 12:44hat sich jahrzehntelang primär am männlichen Körper orientiert.
- 12:48Frauen galten mit ihren Hormonschwankungen oft als zu
- 12:52kompliziert für viele Studien. Das wissen über
- 12:55geschlechtsspezifische Medizin, also wie sich Krankheiten bei
- 12:59Frauen anders zeigen oder Medikamente anders wirken, das
- 13:02sickert erst langsam in die breite Praxis durch.
- 13:06Das heißt, ich muss selbst aktiv werden.
- 13:08Genau deshalb ist es so wichtig, dass du als Patientin informiert
- 13:11bist. Vielleicht durch Artikel wie
- 13:13denen von Gabriel und dass du gezielt nachfragst, deine
- 13:17Beobachtungen teilst und auf diese spezifisch weiblichen
- 13:20Aspekte aufmerksam machst. Du musst manchmal deine eigene
- 13:23Anwältin sein. Eine starke Botschaft, sich
- 13:26selbst informieren und das Gespräch suchen.
- 13:28Unbedingt. Und der vierte Punkt von Gabriel
- 13:31Suche gezielt frauenräume auf. Also reine Frauengruppen.
- 13:35Ja, ob in der Therapiegruppe oder in der Selbsthilfe, der
- 13:38Austausch nur unter Frauen kann unglaublich heilsam sein.
- 13:42Hier kannst du offen über Zyklus sprechen, Hormone, Körperbild,
- 13:46vielleicht auch über spezifische Erfahrungen wie Trauma.
- 13:50Und das, ohne dich erklären zu müssen, in einem Raum, in dem
- 13:53das Verständnis oft, na ja, intuitiv da ist, weil andere
- 13:57ähnliche Erfahrungen machen. Das klingt alles sehr logisch
- 14:01und ja, auch ermächtigend. Es geht also darum.
- 14:04Die biologischen Fakten nicht als Schicksal zu sehen, sondern
- 14:07eher als ne Art Landkarte zu nutzen.
- 14:09Exakt. Gabriel fasst das im Artikel
- 14:11wunderbar zusammen. Hör auf, dich an den Landkarten
- 14:15anderer zu orientieren, die vielleicht für eine völlig
- 14:18andere Landschaft gezeichnet wurden.
- 14:20Nimm das Wissen über deine einzigartige weibliche Biologie
- 14:24und zeichne damit deine eigene, passgenaue Route in ein
- 14:28stabiles, nüchternes Leben. Dein Weg als Frau ist anders.
- 14:32Das ist die Kernbotschaft. Und dieses Wissen ist dann keine
- 14:35Entschuldigung, sondern. Eine Gebrauchsanweisung.
- 14:38Es ist die Erlaubnis, einerseits gnädiger mit dir zu sein, wenn
- 14:42du merkst, dein Kampf fühlt sich anders an, vielleicht intensiver
- 14:45oder schneller, und andererseits gibt es dir die Werkzeuge für
- 14:49eine klügere, Strategischere Abwehr.
- 14:52Du nutzt die Kenntnis deiner spezifischen biologischen
- 14:55Gegebenheiten, um deine Recovery wirklich auf dich zuzuschneiden.
- 15:00Nutze dein Wissen, es ist eine deiner stärksten Waffen.
- 15:03Wirklich? Wenn dir diese Analyse jetzt
- 15:05gefallen hat und du die Arbeit von Neelix, Berlin und auch die
- 15:08offene Art, wie Gabriel seine Erfahrungen teilt, wertvoll
- 15:11findest, dann würde sich Gabriel riesig über deine Unterstützung
- 15:14freuen. Du kannst ihm helfen, indem du
- 15:17diesen Beitrag vielleicht auf Social Media teilst oder diese
- 15:20Aufbereitung hier auf Plattformen wie Spotify oder
- 15:23Apple Podcasts bewertest und Likest, das hilft ungemein.
- 15:27Das Projekt Nilix Berlin wird komplett allein von Gabriel
- 15:30finanziert und erstellt jede Form der Unterstützung hilft
- 15:33Gabriel dabei, mit diesem Projekt nicht nur sich selbst,
- 15:35sondern gleichzeitig auch anderen Betroffenen zu helfen,
- 15:38sein persönliches Motto, das ihn dabei antreibt, lautet, aus
- 15:42allem schlechten in seinem Leben etwas Gutes zu machen.
- 15:45Zum Abschluss geben wir dir noch eine Frage mit auf den Weg.
- 15:48Etwas, worüber du vielleicht in einer ruhigen Minute nachdenken
- 15:51magst. Was ist eine spezifische
- 15:53Beobachtung über deinen eigenen Körper, deine Stimmungen oder
- 15:57vielleicht deinen Zyklus, die du jetzt mit diesem neuen Wissen
- 16:01über biologische Unterschiede vielleicht in einem ganz anderen
- 16:04Licht siehst oder neu einordnen kannst?
- 16:07Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen und uns zugehört
- 16:10hast. Pass gut auf dich auf und ja,
- 16:13bis zum nächsten Mal.