Latest / Am Ballhausplatz / Folge 27: Brustkrebs: Warum Früherkennung Leben retten kann
Transcript
- 0:00Speaker 0: Wir bemühen uns mit der Pink Ribbon-Aktion, dass wir Frauen sozusagen erinnern.
- 0:04Speaker 0: Bitte nehmt das wahr!
- 0:07Speaker 0: Weil dadurch kann man Brustkrebs in einem so frühen Stadion erkennen, dass man möglichst schnell in der Therapie beginnt.
- 0:20Speaker 1: Herzlich willkommen im Bauhausplatz, dem Podcast des österreichischen Bundeskanzlers.
- 0:24Speaker 1: Mein Name ist Amra Mollid und gemeinsam blicken wir hinter die Kulissen und sprechen über aktuelle Schlagzeilen.
- 0:30Speaker 1: Der Oktober steht jedes Jahr als Brustkrebsmonat ganz im Zeichen von Aufklärung, Bewusstseinsbildung und Vorsorge.
- 0:37Speaker 1: Den Brust Krebs betrifft viele Frauen und ihre Familien.
- 0:41Speaker 1: Gleichzeitig kann Früherkennung eine entscheidende Rolle spielen und Leben retten!
- 0:46Speaker 1: Ich begrüße heute im Studio Doris Kiefhaber, Geschäftsführerin der österreichischen Krebshilfe.
- 0:52Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 0:53Speaker 0: Danke für die Einladung!
- 0:54Speaker 1: Warum gibt es den Brustkriebsmonad Oktober?
- 0:57Speaker 1: Und was soll er
- 0:58Speaker 1: bewirken?!
- 1:00Speaker 0: Die Pink Ribbon-Aktion gibt sie jetzt seit twohundneinzig.
- 1:03Speaker 0: Seit Evelyn Lauder, die selbst erkrankt war das ins Leben gerufen hat und sie hat sich sozusagen weibliche Rückendeckung geholt in zweihundseinzig durch Hillary Clinton, die dann wieder ihrem Mann den damaligen Präsidenten gesagt hat da müssen wir was tun?
- 1:21Speaker 0: Und der hat dem Brustkrebsmonat Oktober de facto ernaunzt ins Leben gelaufen.
- 1:29Speaker 1: Hat der Pink Oktober aus Ihrer Sicht tatsächlich dazu beigetragen, dass mehr Menschen über Brustkrebs und Vorsorge sprechen?
- 1:37Speaker 0: Also die österreichische Krebssiefer gibt es seit hundertsechzehn Jahren.
- 1:41Speaker 0: Und wir sind unermüdlich im Appellieren an die Bevölkerung gewisse Früherkennungsmöglichkeiten wahrzunehmen.
- 1:48Speaker 0: Wir haben aber festgestellt durch eine Studie das sehr viele Frauen wissen, dass die Mammografie wichtig ist, aber sie nicht wahrnehmen.
- 1:57Speaker 0: Und ich kannte das Pink Ribbon aus den USA und wir haben uns überlegt, dann versuchen wir es halt so.
- 2:02Speaker 0: Und diese kleine rose Schleife hat schon sehr viel dazu beigetragen dass wir mehr über Brustkrebs aber auch Krebs allgemein sprechen und vor allen Dingen für uns auch wichtig, dass wir zur Solidarität aufrufen und ein sozusagen äußeres Zeichen der Hoffnung tragen und den Betroffenen und ihren Familien Mut geben.
- 2:28Speaker 1: Wo gibt es trotz der vielen Aufklärungskampagnen ihrer Meinung nach Wissenslücken und Tabus?
- 2:35Speaker 0: Ja, in der Früherkennungsmöglichkeit selbst.
- 2:37Speaker 0: Wir haben seit Jahrzehnten ein staatliches Brustkrebs-Rührerkennungsprogramm das wirklich toll ist.
- 2:45Speaker 0: Trotzdem ist da echt Luft nach oben was die Inanspruchnahme betrifft.
- 2:50Speaker 0: wir stehen da so zwischen fünfzig und fünfundfünfzig Prozent.
- 2:55Speaker 0: also wir werden nicht ruhen bevor wir nicht achtzig neunzig Prozent erreicht haben.
- 3:01Speaker 0: Und das Zweite ist, was die Tabuisierung betrifft, ist es schon besser geworden.
- 3:06Speaker 0: Aber trotzdem gibt es, was der Erkrankung Krebs betrifgt noch immer viele Mythen und sehr viele Tabus.
- 3:14Speaker 1: Welche sind das zum Beispiel?
- 3:17Speaker 0: Einerseits war's die Entstehung von Krebsbetriften.
- 3:21Speaker 0: Da trifft man gerade auf Social Media auf sehr viele mythenfake News.
- 3:28Speaker 0: Und natürlich auch Social Media ist uns quasi in der Aufklärung und Information der Bevölkerung zwar dienlich, aber in vielen Bereichen kann man da Thesen zum Vorschein, wo man eigentlich nur den Kopf schütteln kann.
- 3:48Speaker 1: Was kann jede Frau denn tun?
- 3:51Speaker 0: Ich glaube wir müssen mal unterscheiden die Begrifflichkeiten Vorsorge und Früherkennung.
- 3:55Speaker 0: Vorsorge bedeutet, was kann ich tun um Krebs zu vermeiden?
- 4:01Speaker 0: Naja da kann ich bei Brustkrebs eigentlich nur anbieten.
- 4:05Speaker 0: Nur unter Anführungszeichen gesunder Lebensstil nicht rauchen ist glaube ich jeden bekannt auch vernünftiger Umgang mit der Sonne, mit Alkohol, Strahlungen vermeiden etc.
- 4:20Speaker 0: und dann natürlich die Möglichkeit die wir in Österreich haben ein hochqualitatives Brustkrebs-Röhrkennungsprogramm auch wirklich in Anspruch zu nehmen.
- 4:31Speaker 0: Und wir bemühen uns mit der Pink Ribbon Aktion, dass wir Frauen sozusagen erinnern, bitte nehmt das wahr!
- 4:39Speaker 0: Weil dadurch kann man Brustgrebs in einem so frühen Stadium erkennen, dass man möglichst schnell mit der Therapie beginnt.
- 4:49Speaker 1: Viele haben glaube ich Ressentiments, was die Mammografie betrifft.
- 4:54Speaker 1: Sie haben Angst dass es wehtut?
- 4:55Speaker 1: Was können sie diesen Freund sagen?
- 4:58Speaker 0: gibt's angenehmere Untersuchungen?
- 5:00Speaker 0: ja aber diesen kurzen Moment des Zusammentrückungs der Weiblichen Brust dem steht gegenüber das Brustkrebs entdeckt werden kann.
- 5:11Speaker 0: also das müsste eigentlich als Argument reichen.
- 5:16Speaker 0: und Nein, wir haben derzeit keine andere Möglichkeit.
- 5:20Speaker 0: Der Untersuchung für Frauen mit dichten Brustgewebe wird ergänzt und zur Mammografie auch ein Ultraschall angeboten.
- 5:30Speaker 0: aber Ultraschild ist nicht die bessere Früherkennungsmaßnahme.
- 5:35Speaker 1: Ab welchem Alter sind Mammographien gratis oder vorgeschrieben?
- 5:40Speaker 1: Und was können jüngere Frauen tun?
- 5:43Speaker 0: Also wir und alle relevanten wissenschaftlichen Fachgesellschaften empfehlen die Mammografie ab vierzig in zweijährigem Abstand für alle vermeintlich gesunden Frauen.
- 5:55Speaker 0: Anders sieht es aus natürlich bei Frauen, wo ein Verdacht geäußert wurde, wo vielleicht Brustkrebs in der Familie ist.
- 6:04Speaker 0: Da wird in der Regel der Vertrauensarztraten früher mit Untersuchungen zu beginnen.
- 6:12Speaker 0: Frauen unter vierzig wird standardmäßig nicht die Mammografie empfohlen.
- 6:18Speaker 0: Es Doch eine Strahlenbelastung, das weibliche Brustgewebe ist was strahlend betrifft empfindlicher.
- 6:27Speaker 0: Trotzdem muss man sagen die Strahlin belastung der Geräte die in Österreich zum Einsatz kommen ist vergleichbar mit einem Transatlantikflug.
- 6:39Speaker 1: Kommen wir zu zahlen Datenfakten.
- 6:43Speaker 1: wie häufig ist Brustkrebs in Österreich und welche Altersgruppen sind besonders betroffen?
- 6:50Speaker 0: Die letzten Zahlen sind aus, zwanzig-vierundzwanzig.
- 6:54Speaker 0: Das sind rund siebentausend Neuerkrankungen pro Jahr.
- 7:01Speaker 0: Davon sind überwiegend Frauen betroffen aber in diesen siebentausend sind auch Achtzig Männer denn auch Männer können Brustkrebs bekommen.
- 7:12Speaker 0: bei Frauen ist es die häufigste Krebsart.
- 7:17Speaker 1: Wo kann man sich informieren wenn sich nicht genug informiert fühlt als Frau, um eben auch alle Möglichkeiten von Vorsorgeangeboten etc.
- 7:33Speaker 1: herauszufiltern?
- 7:34Speaker 0: Gerne bei uns!
- 7:36Speaker 0: Wir sind der dreiundsechzig-mal in ganz Österreich mit unseren Beratungsstellen vertreten.
- 7:42Speaker 0: Gerne auch über crepsifepunktnet.
- 7:46Speaker 0: Wir haben eine Broschüre, die heißt Krebsvorsorge und Früherkennung für Frauen.
- 7:50Speaker 0: Im Übrigen das Equivalent für Männer.
- 7:53Speaker 0: Also auch Männer sollten zur Vorsorge- und Früherkennung gehen.
- 7:58Speaker 0: Und was das Brustkrebs Früherkennungsprogramm betrifft kann man sich sehr genau unter früh-erkennen.at informieren.
- 8:10Speaker 1: Was würden Sie noch mit speziell jungen Frauen raten für die Brustkrebs früherkennung?
- 8:18Speaker 0: Ich würde junge Frauen ratn oder überhaupt Frauen ratten, dass sie ihre Familiengeschichte kennen.
- 8:24Speaker 0: Dass sie wissen ob jemand nahestehender ersten Grad ist in der Familie an Brust Krebs oder Eierstock Krebs erkrankt ist.
- 8:33Speaker 0: denn da kann es einen genetischen Zusammenhang geben.
- 8:38Speaker 0: Und wenn das der Fall ist, dann auf jeden Fall dem Vertrauensarzt mitteilen und dann sollte man mit den Früherkennungsuntersuchungen früher beginnen.
- 8:46Speaker 0: Da wird man nicht gleich wahrscheinlich eine Mammographie machen, da wird man eine Ultraschall-Untersuchung machen oder wenn ein familiäres Risiko nachgewiesen ist, wahrscheinlich einen MRT aber standardmäßig wie gesagt sozusagen alle Frauen unter vierzig.
- 9:05Speaker 0: Das gibt es keine wissenschaftliche Evidenz oder Empfehlung, dass die eine Mammographie machen sollten.
- 9:14Speaker 0: Das Thema abtasten der Brust, die Medizin darf schlauer werden, gescheiter werden.
- 9:20Speaker 0: Wir haben selbst vor zwanzig, fünfundzwanzig Jahren noch so Duschkarten ausgegeben mit Anleitung zum Abtasten.
- 9:27Speaker 0: Jetzt ist es aber so dass gerade in den zwanzigerjahren die Mammografiegeräte umso viel besser geworden sind das wir heute sagen wir wollen den Knoten nicht tasten Wir wollen ihn finden, solange er nicht tastbar ist.
- 9:42Speaker 0: Also wir haben zwei Botschaften an Frauen wenn sie abtasten wollen dann sollten Sie sich sicher sein oder informiert sein dass das keine früherkennungsmaßnahme ist.
- 9:57Speaker 0: und wenn sie etwas tasten muss es nicht automatisch ein Knoten sein gerade Frauen vor dem Wechsel mit einem Einsprung, da tastet man fast immer etwas.
- 10:09Speaker 0: Was gut ist wenn man seine Brust beobachtet?
- 10:13Speaker 0: Zieht sich die Brustwarze ein oder dreht Sekret aus?
- 10:16Speaker 0: das ist ein Alarmzeichen.
- 10:18Speaker 0: dann sollte man umgehend den Vertrauensarzt oder die Vertrauenserz den kontaktieren.
- 10:26Speaker 1: Sie sind wahrscheinlich jetzt in diesem Monat sehr viel unterwegs.
- 10:31Speaker 1: Was steht hier auf dem Programm und warum ist es wichtig?
- 10:35Speaker 0: Ja, mittlerweile ist das eigentlich das ganze Jahr.
- 10:39Speaker 0: Wir haben in ganz Österreich verschiedenste Pink Ribbon-Veranstaltungen.
- 10:45Speaker 0: Auf der einen Seite zum Fundraisen weil wir die Spenden brauchen um die stets steigende Zahl an Trusskrebspatientinnen auch finanzieren zu können.
- 10:57Speaker 0: Auf der anderen Seite versuchen wir natürlich aufmerksamkeit zu erregen, damit wir unsere Botschaft anbringen.
- 11:03Speaker 0: Nämlich bitte gehen Sie zur Mammografie aber so insgesamt sind es ca.
- 11:10Speaker 0: sechzig Veranstaltungen und die Termine kann man unter pingriban.at einsehen.
- 11:17Speaker 1: Warum sollte denn jemand Spenden und Wuffeln werden?
- 11:21Speaker 1: Die Spenden verwendet.
- 11:23Speaker 0: Die Spenden werden verwendet für die Beratung und Hilfe von Patientinnen und Patienten.
- 11:30Speaker 0: Und für die finanzielle Hilfe, wir haben festgestellt dass es doch Frauen gibt, die durch die Erkrankungen auch in finanziellen Not geraten sind überwiegend alleine ziehende Frauen oder Pensionistinnen und da leisten wir in diesen Fällen auch finanziell sofort Hilfe.
- 11:51Speaker 1: Was wünschen Sie sich, dass unsere Hörerinnen nach diesem Gespräch tun?
- 11:56Speaker 0: Ich würde mir wünscht, dass sie zwei Botschaften mitnehmen.
- 12:00Speaker 0: Den Appell die Krebs-Früherkennungsuntersuchung an die es in Österreich kostenfrei gibt auch wirklich anzunehmen und sie ein bisschen in den Alltag integrieren oder als Pflichttermine sehen.
- 12:13Speaker 0: Und das Zweite, wirklich auch eine Einladung an Betroffene und ihre Angehörigen.
- 12:20Speaker 0: Egal am welcher Krebsart sehr krank sind oder Angehäurige oder Angehöriger sind – wir sind da!
- 12:27Speaker 0: Wir nehmen uns Zeit hören zu und wir helfen.
- 12:32Speaker 1: Und welche drei Dinge sollte jede Frau Ihre Meinung nach über Brustkrebsfrühererkennung wissen?
- 12:39Speaker 0: Dass es jede Frau treffen kann früher oder später dass die Diagnose nicht automatisch ein Todesurteil ist, dass die Chancen gesund alt zu werden sehr groß sind.
- 12:52Speaker 0: Aber man sollte es so früh wie möglich erkennen.
- 12:56Speaker 1: Vielen Dank für das Gespräch!
- 12:59Speaker 1: Das war eine weiteren Folge von am Ballhausplatz dem Podcast des österreichischen Bundeskanzlers überall dort nachzuhören wo es Podcasts gibt.
- 13:07Speaker 1: Danke!