Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 045 Tarot verstehen lernen Folge 2: Bedeutung der Zahlen der kleinen Arkana | mit Ivana Drobek
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- Petra: Hallo zusammen und ein ganz herzliches Willkommen zu einer neuen Folge von unserer Serie über Taro. Wie ich mich mit Taro vertraut machen kann, was alles dazugehört, welche Decks, welche Bedeutungen haben die verschiedenen Ziffern, Elemente und alles was dazugehört. Und damit sind wir eigentlich schon beim Thema. Liebe Ivana, ich freue mich sehr dich wieder an meiner Seite zu haben. Dieses Mal gehen wir tatsächlich auf die Ziffern der kleinen Arcana ein, denn die erzählen uns Alltagsgeschichten und bauen aufeinander auf. Und genau da wollen wir euch heute ein wenig mitnehmen und ein bisschen tiefer in die Materie gehen. It's up to you! Ivana: Danke und schön, ich wieder dabei sein darf. Neben den Elementen sind die Ziffern die zwei Säulen, mit denen man sich letztendlich jedes Deck erschließen kann. Also wenn man da bisschen Bescheid weiß, was die Elemente bedeuten, was die Ziffern vom Grund her bedeuten, dann kann man sich auch ein Deck schnappen, zu dem es nicht so viel Literatur gibt, wie zum Crowley oder wie zum Rider-Wade-Smith-Deck und kann da auch bisschen kreativ werden. Und für mich sind die Ziffern, also von 1 bis 10, wir haben ja von 1 bis zu den 10, die kleine Arcana, das ist so eine Entwicklungsgeschichte, also so eine Mini-Mini-Heldenreise, ich fast sagen. Wobei für mich die Asse und die Zehner so ein bisschen eine Sonderrolle haben. Die Asse, zeigen immer das Potenzial, die Möglichkeiten, alles was so angelegt ist, was aber sich nicht realisieren. muss, also es sind wirklich der bunte Strauß an Möglichkeiten, das Potenzial einer Situation und es liegt an mir, was ich daraus mache. Wenn ich dieses Potenzial, diese Möglichkeit, diese Chance ergreife, dann geht es dann weiter mit der Geschichte, mit der 2 und so weiter. Komm mal gleich drauf zu sprechen. Und die 10 ist sozusagen das Ende eines Zyklus, der Abschluss, die Vollendung. Und dann beginnt wieder ein neuer Zyklus, so ähnlich wie bei der großen Arcana vom Narren bis zur Welt dieser Zyklus ist. So ist dann dieser Zyklus vom Ass bis zu den Zehen, also zumindest für mich, aber wir haben ja schon darüber gesprochen, dass es im Tarot keine absolute Wahrheit gibt. Das ist dann so ein Zyklus, der dann abgeschlossen ist. Und dann, wenn der Zyklus abgeschlossen ist, gibt es vielleicht neue Möglichkeiten, neue Chancen. Und dann geht es dann vielleicht mit der Eins wieder von vorne los. so viel vorab, wie ich die Sache sehe und gesagt, das ist so eine kleine Entwicklungsgeschichte. Die Eins, klar, das steht auch für Einheit, für eben den Anfang. Es fängt ja auch mit einer Eins an. Oder auch wenn man sich das als Geschichte, als eigene Geschichte erzählt, man ist vielleicht erst mal allein und hat dann kann tun und lassen, was man will, hat alle Möglichkeiten, hat alle Optionen. und kann sich frei entscheiden. Bei zweien, da muss man schon vielleicht ein bisschen abwägen, da muss man schon Kompromisse schließen, da muss man eine gewisse Balance, eine gewisse Ausgewogenheit zwischen den beiden Seiten finden. Da haben wir das Thema mit der Dualität, mit der Balance, mit der Ausgeglichenheit zwischen den zwei Polen. Petra: Wegen der Qualität. Ivana: Und da geht es auch darum, auch eine Wahl zu haben. Eine Wahl gehe ich in die Beziehung oder wähle ich eins von beiden. Gehe ich rechts rum, gehe ich links rum, nehme ich den Job, nehme ich den Job nicht. Fahr ich nach Hamburg, fahre ich nach Berlin. Da haben wir die Wahlmöglichkeit. Und da muss man dann halt einfach auch gucken, okay, für was entscheide ich mich? Was ist für mich auch eine harmonische Entscheidung? Was ist für mich eine ausgewogene Entscheidung? Und wenn ich da halt eben nicht allein involviert bin, was ist da eben ein guter Kompromiss. Wenn es weiß, ich treffe. Ja. Ja. Ja. Petra: Kann ich zwei Sachen unter ein Dach bringen oder entscheide ich mich für eines? Wir gehen jetzt nicht auf die Elemente ein, weil für jedes Element bedeuten sie dann wieder in der Geschichte etwas anderes. Aber Dualität heißt immer, ich habe zwei Möglichkeiten. Und die Frage, wie gehe ich damit Ivana: Ja, zwei Pole, wie ein Magnet auch. Wenn zwei sich zusammentun, kann manchmal etwas Drittes dabei rauskommen, nämlich ein Kind. Also da geht es ⁓ Schöpfung, ⁓ Wachstum, ⁓ aber auch Zusammenarbeit, ⁓ Kooperation. Also da geht es schon mehr ⁓ eine gewisse Verbindung, ⁓ Partnerschaft, ⁓ eine Gruppe, ⁓ etwas Neues entsteht. Wenn ich Petra: Hahahaha Ivana: Eier und Mehl zusammentun und vielleicht noch ein paar andere Sachen, habe ich was Neues. Habe ich einen Kuchen? Oder wenn ich Wolle und Stricknadeln nehme, dann habe ich was Neues, nämlich einen Socken oder Schal oder einen Pulli. Also aus zwei separaten Dingen kann etwas Neues entstehen. Da haben wir eben den Punkt Kreation, Schöpfung, Geburt. Etwas Neues wird in die Welt gebracht. Petra: Definitiv sogar auch ein bisschen mehr Dynamik. Die zwei ist ja zwei Pole rechts, links, rechts, links. In dem Moment, wenn ich was Drittes dazu mache, fokussiere ich auf eine neue Richtung. Also ich gehe einen Schritt weiter. Ich nehme noch etwas dazu. Es entsteht eine Dynamik. Ich glaube, das ist etwas Neues aus diesen zwei Sachen, Überlegungen oder Entscheidungen, die ich getroffen habe. Dann kann ich einen Schritt weitergehen. Ivana: Die Entscheidung führt dann zu dem nächsten Schritt. Petra: Genau, ja, der Schritt. Ivana: Genau. Dann kommt die 4. Die steht für Stabilität. Für Stabilität, für Struktur kann man sich sehr einfach merken. Ein Tisch oder einen Stuhl, der nur drei Beine hat, das ist eine ziemlich wackelige Angelegenheit. Ein Quadrat oder ein Würfel, ein Würfel kann nichts umwerfen. Das ist stabil. Das ist einfach stabil. Petra: Den Piszcz mit vier Beinen schmeißt du nicht ⁓ so schnell. Ivana: Ein Tisch mit vier Tischbeinen ist stabil, ein Stuhl mit vier Beinen ist stabil, ein Auto mit vier Rädern fährt stabil. Es ist viel stabiler, als auf dem Fahrrad zu sein. Da kann man irgendwie ins Schlingern geraten. In einem Auto ist man aber auch sicherer. Letztendlich. Also vier hat viel mit Sicherheit zu tun, mit Stabilität, mit Fundament, diese ganzen Sachen. Also da ist relativ Ruhe im Karton. bevor es dann in der 5 wieder unrund wird. Wenn ihr euch so überlegt, das fünfte Rad am Wagen, ist jemand, das passt da irgendwie nicht, da ist Konfliktpotenzial da. Da ist irgendwie eine Störung. Da geht es an, bestehende System, das mit der 4 relativ rund lief, da kommt eine Veränderung rein, da kommt ein bisschen Sand ins Getriebe rein. Petra: Da ist eine Störung, sagen wir mal. Ivana: Da geht es ⁓ Konflikte, ⁓ Auseinandersetzungen, ⁓ Veränderungen, ⁓ auch Einschränkungen, den Versuch, wieder die Kontrolle zu der Stabilität wieder zurück zu bekommen. Und wenn man sich überlegt, von eins bis zehn ist man dabei da fünf in der Mitte. Und das ist dann auch so der Kipppunkt, so nach dem Motto, ich weiter, gehe ich weiter zu sechs, gehe ich weiter auf der Reise oder falle ich wieder zurück? Also das ist ja auch so ein Wendepunkt für mein Empfinden immer bei der Fünf. Petra: Ich glaube, mit dem Kipppunkt ist gut, weil davor hat man ja gesagt, hast das Potenzial für etwas, man hat zwei verschiedene Möglichkeiten, man hat sich so ein bisschen entschieden, man geht los und man stellt es auf stabile Beine. Wunderbare Geschichte könnte zu Ende sein, das Leben ist aber nicht zu Ende. Es kommt irgendwo etwas daher, ein Kummer, eine Sorge, ein Verlust, irgendetwas und bringt das Ganze ins Ungleichgewicht, also in diese Störung rein. Ivana: Genau. Petra: Und diese Frage ist genau der Kipppunkt, Karte, wie geht es dann weiter? Wie gehe ich damit ⁓ Denn ab der 6 kommt eine neue Geschichte, die sich eigentlich erzählt, aufbaut oder abbaut, je nach Element. ⁓ Ivana: Genau. Bei der 6, wenn man durch diesen Kipppunkt drüber ist, dann fängt das Leben an, wieder so ein bisschen in ruhigeren Bahnen zu verlaufen. Da geht es auch ⁓ Harmonie, da geht es ⁓ Zusammenarbeit, ⁓ Problemlösung. Es geht auch ⁓ Anpassung, es geht ⁓ Heilung, es geht ⁓ Versöhnung. da ist es wirklich so dieses durchatmen nach der 5, nach dem ganzen Unwohlsein, nach dem Störung. Wenn man das dann mal durch ist, wenn man das bereinigt hat, wenn das vom Tisch ist, wenn man den nächsten Schritt gegangen ist, kommt man wieder so in eine gewisse Harmonie, in eine gewisse Ausgewogenheit, in eine gewisse Balance auch letztendlich. Petra: Es darf sich entweder was Neues finden oder es dürfen sich Sachen auch nochmal, die man kannte, wieder neu formieren. Das ist wieder so ein bisschen so dieses Kuscheln möchte ich nicht immer sagen, aber es ist so ein bisschen wieder eine neue Sicht auf die Dinge vielleicht auch bisschen kriegen und ein bisschen mehr Mut schöpfen, je nachdem was da ist. Es kommt wieder was dazu, was unterstützt definitiv. Ivana: Mmh. Das zu gemütlich, sollte man sich es in der Sechs dann auch nicht wirklich machen, denn man will ja weiterkommen, will vorankommen. Das ist so der Moment, wo man vielleicht zurückblickt bei der Sieben und vielleicht nochmal in die Wertung, in die Bewertung, in die Abwertung kommt. Wo man sich überlegt, wo lüge ich mir vielleicht auch in die Tasche? Wo gebe ich mich irgendwelchen Illusionen hin? Wo muss ich? Petra: Ja. Ivana: für mich selber einstehen. Was sind jetzt wirklich meine Werte? Was ist wirklich für mich wichtig? Das ist auch noch mal so ein bisschen so ein kippeliger Punkt, wo man noch mal an den feinen Schrauben da drehen kann, wo man noch mal feintunen kann, wo man noch mal feinjustieren kann, weil man ahnt schon, dass es langsam auf die Zielgerade kommt. Aber mit den ungeraden Zahlen, da ist es immer so ein bisschen Petra: Immer eine Dynamik. Ivana: ⁓ Und das ist wirklich nochmal der Punkt zu reflektieren, zu schauen, was will ich jetzt wirklich, in welche Richtung will ich jetzt wirklich weitergehen, für was stehe ich, was ist für mich, was sind für mich die Werte oder wo gebe ich mich irgendwelchen Illusionen hin oder wo lasse ich mich auch von Illusionen von anderen Geschichten einfach auch erst mal ablenken, weil ich nicht so genau weiß, wo ich nochmal ansetzen kann, ⁓ wirklich zum Ziel zu kommen. Petra: Wo bin ich auch ehrlich zu mir oder versuche eine Abkürzung zu nehmen. Also das ist so, das hat sehr mit sich selbst zu tun, wie man sich nachher eigentlich so ein bisschen positionieren kann. Das läutet sozusagen die Verdichtung ein, die wir jetzt mit der Acht haben. Ivana: Genau, die Acht, ist wieder ein Schritt weiter. Da kommt noch mal Bewegung ins Spiel. Da werden noch mal die Kräfte mobilisiert, ⁓ wirklich auch bis zum Ziel zu gelangen. Da überlegt man sich, okay, was kann ich vielleicht noch hinter mir lassen? Wovon kann ich mich trennen? Wie bringe ich noch mal wirklich Energie rein? Wie kann ich mich selber noch mal motivieren? Wie kann ich vielleicht irgendwelche Sachen, die mich behindern oder die den Erfolg verhindern, wie kann ich die loswerden, ⁓ tatsächlich auch bis ins Ziel zu kommen. Also in der Acht kommt einfach nochmal Bewegung rein, kommt nochmal Dynamik rein, kommen aber auch nochmal Entscheidungen rein. Was will ich noch mitnehmen oder was lasse ich einfach auch zurück? An Gedanken, an Mustern, an Beziehungen vielleicht. Was hindert mich? wirklich bis zum Ziel zu kommen. Petra: Ja, ist auch so diese, was kann ich vielleicht wirklich erreichen oder wo habe ich schon angefangen, mich übernehmen. Also da werden so die Weichen so ein bisschen gestellt, wie es aussehen könnte mit dieser letzten Dynamik, kommt. ⁓ Ivana: Und dann ist man schon fast am Ziel mit der neuen. Da geht es wirklich ⁓ schon bis zum gewissen Grad, ⁓ Reife, ⁓ Vollendung, ⁓ wirklich das Ergebnis fast in den Händen zu halten. Das ist auch so der Moment, man auch wirklich wirklich mal durchschnaufen kann, den Erfolg, den Weg, den man bis dahin gegangen ist, auch tatsächlich mal zu feiern. Vielleicht auch mal die eine oder andere Wunde zu lecken, die einem hinzugefügt wurde. Aber man steht noch, man ist den Weg gegangen. Also da geht es ⁓ Reife, ⁓ Vollendung, ⁓ das Ergebnis. man darf wirklich stolz auf sich sein, dass man schon so weit gekommen ist und auch die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Denn man hat es ja geschafft. Egal mit ein paar Blessuren. oder mit mit einem guten Weg, mit einem glücklichen Händchen. Aber man ist quasi am Ziel. Petra: ist kurz vorm Ziel, wobei das Ziel, wir müssen jetzt bewusst glaube ich sagen, diese Bewertung, was dann ein gutes oder böses oder schlechtes Ziel ist, ist sehr subjektiv und wenn man die Karten hat, auch die Wege und Entwicklungen sehr unterschiedlich zwischen den männlichen und den weiblichen Energien, was nachher bei den Geschichten rauskommt, denn diese Verdichtung heißt im schlimmsten Fall eben auch, dass sich die davor abgezeichneten Befürchtungen auch bewahrheiten. und sozusagen eine Dynamik entwickeln, die mich dann anfangen allmählich zu überrollen. Also man ist kurz vorm Ziel, ob einem das jetzt gefällt oder nicht, definiert das Element. Ivana: Genau. Und das Ziel und eben auch der Abschluss des Zyklus, also wie gesagt, 1 und 10 haben für mich eher so ein bisschen so eine Sonderstellung. Das ist dann das, was dann halt am Ende rauskommt. Das ist wirklich das Ergebnis, die Vollendung, die Ganzheit, das Ende des Zykluses. Und wenn man so an die 10 der Schwerter denken, der komplette Zusammenbruch des Petra: ist der wahre Tod, sollte man mal dazu sagen. Da geht es nicht ⁓ Transformation, sondern da ist dann wirklich etwas zu Ende. Und das kann nicht gut sein. Ivana: Wozu sagen? Aber wenn ein Zyklus endet, beginnt ein neuer Zyklus. Und das ist halt auch immer das, was man im Hinterkopf behalten sollte. Es gibt nur ein finales Ende für uns, vermutlich. Aber wenn wir noch im Tun, noch im Leben stehen, geht es einfach weiter. Und das sollten wir auch immer im Hinterkopf behalten, wenn so... Petra: Die kommt auch an. Ivana: eine Karte wie eben die Zehn der Schwerter kommt. Es ist nicht das finale Ende, sondern es geht einfach weiter. Ein neuer Zyklusbeginn. Und es liegt an mir, dann mal zu reflektieren, okay, was hat bis zu diesem Ende, welches Ende es auch immer ist, es kann ja auch ein sehr positives Ende sein, wie bei der Zehn der Kelche oder bei der Zehn der Münzen, was hat zu diesem Ende geführt? ⁓ einfach auch daraus für den nächsten Zyklus, für die nächste Reise einfach auch zu lernen. Also nicht das Abparken, sondern auch der Motto, yay, ich hab's geschafft, Friede, Freude, Eierkuchen, Happy Family, alles super oder alles grauenhaft. Aber was hat dazu geführt? Welche Entscheidungen haben dazu geführt? Welche Gedanken, welche Handlungen haben dazu geführt? Und wie kann ich es beim nächsten Mal besser machen? Petra: Ja, und da kommen wir auch wieder auf das Thema. Es gibt ja keine guten und schlechten Karten. Es ist erstmal grundsätzlich eine Grundenergie. Und gerade jetzt die Zehn der Schwerter, heißt dieser Weg ist hier zunächst einmal zu Ende. Was heißt das? Das kann auch eine sehr befreiende Wirkung haben, je nach Fragestellung, wo sich jemand vielleicht nicht sicher war, viele Gedanken gemacht hat, gemerkt hat, es läuft nicht. Und wenn dann wirklich so eine Karte liegt, dann kann manchmal fast eine Erleichterung kommen, dass man sagt, ich darf dieses Projekt auch abschließen und das ist okay so. Es geht ja nicht ums Leben, sondern es geht ja ⁓ die Fragestellung und das Thema. Und manchmal haben dann diese Karten fast den größeren Effekt als die Erfüllung, die natürlich sich jeder wünscht, aber die eine Bubble ist, die auch nur temporär ist und auf die Fragestellung bezogen. ⁓ zu sagen, ja, es ist vollendet und wo etwas zu Ende geht, darf auch was Neues kommen. dieses einmal rausgehen und sagen, es hat sich verdichtet, es hat geendet. Vielleicht war der Weg sehr schön am Ende, im Mittelteil nicht so schön. Vielleicht war er gar nicht angenehm am Ende. Aber hey, jetzt kommt was Neues. Ivana: Und es ist letztendlich auch immer ein Wachstum, es ist auch immer eine Entwicklung. Also egal, an welchem Ende man letztendlich ist, man ist gewachsen, man hat sich entwickelt, man hat neue Erfahrungen gesammelt und man ist nicht mehr der Mensch, man am Anfang war. Und das ist eigentlich immer positiv, denke ich, mal zu sehen. Denn wir sind hier, ⁓ uns zu entwickeln, ⁓ uns auch zu lernen, ⁓ unsere Erfahrungen zu machen. Das Leben ist halt nicht nur immer Friede, Freude, Eierkuchen, sondern es gibt auch die Schwertmomente. Und dann ist es wirklich die Frage, wie gehe ich damit ⁓ Petra: Wäre auch langweilig, oder? Ja. Das ist, glaube ich, die entscheidende Frage. Jeden von uns passieren Dinge, wo er sich wünscht, sie wären vielleicht nicht passiert oder wo er heute anders handeln würde als früher oder was auch immer. Das ist Leben. Aber die spannende Frage ist tatsächlich zu sagen, wie gehe ich denn mit einer Situation ⁓ Blende ich sie so aus, bis sie mich zu nur zwei, drei Mal noch heimsucht und ich dann kapiere, dass es ein altes Muster ist? akzeptiere ich es für den Moment, krempel ich alles ⁓ und ich glaube, da ist jeder anders, da ist jede Fragestellung individuell und das ist ja eigentlich tarot zu unterstützen für einen Impuls, für eine mögliche Entscheidung, für das, was man vielleicht schon längst in sich gespürt hat, zu sagen, ja, ich darf auch mal sehr ehrlich zu mir sein, vielleicht eigene Bedürfnisse äußern, vielleicht einen neuen Weg einschlagen und Das ist ja der Spannende. Ivana: Ja, das ist ja im Grunde das, was wir am Anfang gesagt haben, das wirklich als Spiegel zu nehmen. Und auch wenn das nicht mir gefällt, was ich da im Spiegel sehe, weil ich mit dem Pickel aufgewacht bin, das gefällt mir auch nicht unbedingt, wenn ich das dann am Morgen im Spiegel sehe. Petra: Ja, genau. Schaue ich ihn jeden Tag an, überschminke ich ihn, mache ich das Licht aus oder gehe ich zum Arzt? Ja, ich finde das Beispiel ist sehr realitätsbezüglich. Ivana: Wie gehe ich mit diesem blöden Pickel einfach ⁓ Und so ist es letztendlich auch mit dem, was mir vom Tarot gespiegelt wird. Was mache ich damit? Was mache ich mit dieser Information? Petra: Was mache ich damit? Wir haben zum Abschluss von unserer heutigen Folge exemplarisch mal uns die Fünferzahlen rausgesucht, ⁓ einfach zu zeigen, wir haben ja gesagt, wir haben so diese Dualität mit der Zwei, diese Entscheidung getroffen, Dynamik mit der Drei, die Vier ist das stabile, die Sicherheit temporär und die Fünf heißt, es kommt etwas in Unordnung. Das 5. Rad am Wagen hast du ja vorhin so schön gesehen. Und dann gucken wir doch einfach mal und schauen, wie unterschiedlich die Zahlen hier sein können. Und ich fange hier einfach mal mit den Kälchen an. Und ich glaube, hier zeigt die 5 sehr gut, dass es schöne und nicht so schöne Sachen gibt, aber dass hier die Unordnung, Kälche sind ja die Gefühle, Kälche ist das Objektive, das Wasser, jemand. Ivana: Genau, also... Ja. Petra: viel mehr zu dem hinsieht, was nicht mehr da ist und was ihm Kummer macht und Sorgen macht, als dass er dahinter sieht, was es eigentlich auch noch Schönes geben könnte. Das heißt, hier ist die Fünf in mir drin. Etwas, was gerade aus dem Lot geraten ist und in Unordnung geraten ist. Oder wie würdest du das sagen? Ivana: Ja, definitiv. Und es geht auch so ein bisschen ⁓ den Kontrollverlust. Der kann nicht kontrollieren, wohin sich dann Flüssigkeit aus den umgekippten Kälchen verflüchtigt. Aber er kann die Kontrolle auf unterschiedliche Weise zurückgewinnen, indem er sich zum einen zu den anderen beiden Kälchen umdreht oder indem er einfach auch über die Brücke ⁓ geht und vielleicht in dem Schloss oder im Dorf da einfach sagt, okay, füllt mir doch mal die Kelche auf. Also da hat er neue Möglichkeiten, wieder was für seine Emotion, für seine emotionale Stabilität zu tun, da einfach auch nach Hilfe zu fragen, auch ⁓ Hilfe zu fragen, wenn es gefühlsmäßig irgendwie aufgewühlt ist. Und einfach auch wirklich dann mal die Perspektive zu wechseln aus dem inneren Drama. einfach auch rauszukommen und die Kontrolle über seine eigenen Gefühle wieder zurückzugewinnen. Denn Gefühle und Gedanken beeinflussen sich ja gegenseitig. Und er kann in seinem Sumpf weiter stecken bleiben oder er kann sich entscheiden, genug gejammert. Ich wende mich jetzt dem zu, was mich nährt, was mich unterstützt. Ich wende mich den anderen zwei Kelchen zu. Petra: Ja, und wir haben ja gesagt, übergeordnet ist das Thema Störung ein wenig über den Karten. Wie man sieht, ist das hier eine emotionale Störung, die in mir ist und wo in mir selber etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Nehmen wir doch mal die nächste. Komplett andere Energie. Die Fünfte der Schwerter. Man könnte sagen, hier ist auch eine Störung, aber der ganz anderen Art. Ivana: Ja. Ja, das ist für mich so die Karte des Schalensieges. Da geht es viel ⁓ Rechthaben, ⁓ das Rechthabenswillen. Also der Bursche im Vordergrund, trägt zwar einen scheinbaren Sieg davon, die anderen beiden vergrümeln sich nach hinten. Die die Schwärter hingeworfen, die haben da keinen Bock mehr drauf. Petra: haben die Schwärze geworfen. Ivana: auf das ganze Hack-Mack. Er hat scheinbar gewonnen, aber nicht wirklich. Im Grunde gibt's da nach diesem Kampf, nach diesem Disput, nach dieser Auseinandersetzung, nach diesem Wortgefecht, gibt's eigentlich nur Verlierer. Der eine glaubt oder redet sich ein, er hätte gewonnen, aber wenn er ehrlich zu sich ist, weiß er auch, nee, das war mein Ego. Ich hab vielleicht Freunde verprellt, in denen ich zu harsh, zu direkt war. in dem ich auf meine Meinung bestanden habe. die wollen jetzt mit mir eigentlich nichts mehr zu tun haben. Eigentlich bin ich der Verlierer. Aber ich will es mir nicht eingestehen, müsste ich ja sagen, dass ich unrecht hatte. Und das will ich nicht, weil ich bin ja im Kopf und ich hab ja recht, weil meine Argumente waren ja gut. Und ich hab ja in dem Disput gewonnen. Aber eigentlich hab ich verloren. Petra: Damit sind wir auch wirklich bei diesem Luftelement zu sagen, ja, ich kann mit einem messerscharfen Verstand zwar ganz viel herleiten, aber ich gehe eigentlich über die anderen hinweg. ist mir, ⁓ ehrlich zu sein, vollkommen egal, wie es denen geht. Hauptsache, ich behalte Rechte und dass ich allen beweisen kann, dass ich die beste Lösung hatte. Und das ist natürlich für den Moment gut. Man weiß jetzt nie bei einer Legung. ⁓ Ivana: Genau. Petra: Wer bin ich? Bin ich der vorne oder bin ich der hinten? Auf alle Fälle hier ist im Moment eine sehr starke atmosphärische Störung. Man sieht es auch an dem geschredderten Wolkenbild. Und da wäre eigentlich dann auch jetzt so im Nachhinein bekommen nämlich die Kelchkarten schon wieder einen fast sentimentalen, sag ⁓ mein Gott, ich muss mich ja nur umdrehen. Ich glaube hier ist die Arbeit, die geleistet werden müsste, eine größere. zu sagen, okay, wie stelle ich denn hier wieder ein zumindest sachliches Miteinander her. Man müsste fast die Schwärter zurückgeben und sagen, okay, ich lasse auch eure Meinung gelten. Denn das ist, glaube ich, dieses Störfeuer zu sagen, eure Meinung interessiert mich nicht. Ivana: Ja. der ich glaube nicht, dass der in dem Moment bereit ist einzulenken, vielleicht später. Petra: Nun! Vielleicht später, weil aus der Luft herkommend ist das auch gar nicht für ihn das Er kann ja den emotionalen Part auch ganz gut ausblenden. ⁓ Ivana: absolut. Petra: Eins weiter, die Münzen. Das ist immer so, ich sag immer so, für mich so eine Karte, wo man wirklich sagt, wow, ich sehe da hinten die Münzen strahlen mich eigentlich an durch dieses Gemäuer und dieses Kirchenfenster oder was auch immer noch man reinnehmen möchte. Dummerweise, ich bin draußen und draußen ist es kalt. Und ich komme gerade nicht mehr an das Materielle und an die Sicherheit und alles, was dazu gehört. Hier ist eine deutliche Störung. Was sagst du dazu? Ivana: Ja. Ja, das ist auch so die absolute Mangelkarte. Ganz klar dieses prächtige Fenster. Entweder ist es eine Kirche oder ein wohlhabendes Haus, wohlhabende Familie, die sich so ein schönes Glasfenster leisten kann und davor die abgerissenen Bettler, die eben nichts mehr haben. Und der eine sogar auch noch mit dem Glöckchen, ⁓ andere zu wahren und so, jetzt komme ich, ich bin der Aussätzige. Petra: Vielen Ivana: Mit mir dürft ihr am besten nichts zu tun haben, sonst stecke ich euch noch mit Pest und Cholera an. Also haltet Abstand. Und das ist das nackte Elend, das da ist. Und das ist eine Situation, vielleicht vom subjektiven Empfinden her, glaube ich, mit Sicherheit viele kennen, wenn vielleicht mal sie selber einen Job verloren haben oder Partner einen Job verloren hat oder sie. Sonst wie finanziell auf die Nase gefallen sind nach dem Motto, Gott, demnächst ende ich so. Und vielleicht unter der Brücke. Das ist auch eine Karte, die mit sehr vielen Ängsten verbunden ist. sie hat natürlich auch eine gewisse Hoffnung, es ist Hilfe da. Ich müsste bloß die Hilfe aber auch annehmen. Ich müsste meinen Stolz runterschlucken und auch ⁓ Hilfe bitten. Und Es geht eben auch ⁓ das Annehmen lernen, dass Hilfe da ist, vielleicht auch ⁓ Hilfe zu bitten. meine, gerade wir Frauen sind ja da auch prädestiniert. Wir machen alles selber, wir machen alles perfekt und wir bitten nie ⁓ Hilfe. Und dann sind wir vielleicht nicht so abgerissen, aber vielleicht mental so abgerissen, weil wir einfach fertig sind. Weil wir einfach am Ende sind, am Ende mit unseren Kräften, am Ende mit unseren Ressourcen. Wir sind ja bei den Münzen und auch unsere Energie ist eine Ressource. Und dabei bräuchten wir eigentlich nur ⁓ Hilfe bitten. Und da ist halt eben auch diese Einschränkung, wo wir uns selber auch einschränken, indem wir einfach Stur dann teilweise auch. Wir haben ja auch gesagt Element Erde hat auch was mit Sturheit zu tun im Schatten, wo wir einfach sagen, nee, ich schaff das schon irgendwie alleine. Ich schaff das schon irgendwie alleine. Und wenn ich da so abgerissen bin und wenn es kalt ist und wenn ich barfuß bin, nein, ich mach das jetzt nicht. Ich will keine Hilfe. Da muss man sich dann überlegen, okay, warum nicht? Welcher Zacken aus der Krone fällt mir, wenn ich ⁓ Hilfe bitte? Petra: Warum? und gleichzeitig sagt es natürlich auch, gerade der Erde hier, es kann eben auch mal sein, auch wenn für dich Sicherheit ein sehr großes Thema ist, dass es mal einen Mangel gibt und zur Not heißt es auch mal durchhalten. Also hier durch diese Situation durchgehen, die ist unangenehm, aber wie du sagst, es kommen dann ja erstens Möglichkeiten in einem selbst, oftmals kriegt man dann ja auch Hilfe angeboten oder der neue Job kommt eben doch. Aber hier kommt halt mal eine Situation, die gerade für die Erde, für die ja die Sicherheit sehr wichtig ist, bestimmt eine unangenehmere ist. Also Mangel und Störung in einem von der Stabilität, die man ja so gerne hat und dir das zeigt. Hier kommen einfach mal auch unangenehme Zeiten. Auch hier eine Dynamikkarte. Ivana: Aber ⁓ das noch zu ergänzen, wir sind bei der 5, also das ist nicht das Ende der Farbenstange, es geht ja weiter. Petra: Es ist ein Mittelteil, das ist das Wichtigste. Das gilt für alle. Das ist eine temporäre Entwicklung, die dann aufeinander aufbaut oder einen ganz anderen Weg nehmen kann. So, jetzt haben wir nämlich hier auch die letzte der Fünferkarten, die Fünf der Stäbe. Auch hier ist eine Dynamik, hier ist eine Auseinandersetzung. ⁓ Ivana: Ja. Ja. Petra: Aber glücklicherweise ist sie hier ein wenig anders als bei den Schwertern, was wir vorhin gesehen haben. Da ist jetzt nicht nur der Verstand und alles andere ist egal, sondern hier setzt man sich wirklich auseinander. Kämpfen ist falsch, so dieses Wettbewerb gehen. Vielleicht ist das das beste Wort. Ivana: Ja, wenn man genau hinschaut, alle sind anders gekleidet. Also jeder hat so seine eigene Meinung. Jeder vertritt leidenschaftlich seine eigene Meinung, eigenen Standpunkt. Es ist ein Wettstreit, aber nicht wer hat Recht und ich habe Recht, da werden wir wieder bei den Schwertern, sondern es ist eine spielerische. auch leidenschaftlich eine hitzige Auseinandersetzung. Aber der Fokus ist ein anderer. Fokus ist, was ist am Ende die beste Lösung und wo können wir uns vielleicht dann auch drauf einigen. Jeder kämpft für sich selber. ja, auch mit den Stäben gibt es irgendwelche Blessuren. ich sage mal so, dass mit den Schwertern, wenn wirklich jemand eiskalt, ganz klar, ganz logisch ist, dann und richtig kühlt er ein. Petra: geht. Ivana: vor den Latz knallt und so stichhalte ich, dann ist es deutlich verletzender, wenn einer einfach explodiert und aus dem Moment, aus dem Impuls heraus, dass wirklich ein vor den Latz knallt oder irgendwas sagt. Da kann man sagen, ja das war in der Hitze des Gefechtes. Das schmerzt natürlich auch, aber es ist trotzdem von der Qualität her, sag ich mal, was anderes, wenn du eiskalt abserviert wirst und eiskalt abgebügelt wirst und gar nicht mehr weißt. Weil das so rhetorisch und so logisch aufgebaut ist, da hast du keinen Ansatzpunkt. In der Hitze des Gefechtes ist das wieder was ganz anderes. Und die haben letztendlich am Ende des Tages, so ist es zumindest in meiner Welt, ein gemeinsames Ziel. Aber sie kämpfen noch ⁓ den Weg. Und da ist ja, wie gesagt, der Konflikt auch offensichtlich. er ist leidenschaftlich, aber nicht so in ⁓ Ja. Ja. Petra: würde ich mal auch ein bisschen sagen, weil hier stehen alle. Alle haben die Stäbe und sind sozusagen miteinander am machen. ⁓ es glaube ich so klar, ist der Wettkampf, der Beste möge gewinnen, aber nicht die anderen werden platt gemacht, sondern es ist dann auch, man hat sich durchgesetzt mit der Zugkraft des Argumentes oder der Situation, die man gerade hat. Also danach wird kein böses Blut fließen, sondern die anderen werden sehr wahrscheinlich anerkennen und sagen, zwar schade, dass ich heute verloren habe, aber für heute wirst du der Bessere. Das ist eine ganz andere Dynamik. Klar, ist auch eine Störung. Davor kam man ja aus dieser Stabilität. Alles war in Ordnung und plötzlich, hey, da will mir vielleicht jemand ... meinen Job gerade mal machen oder sich ⁓ meine Stelle bewerben. Jetzt muss ich mal aber hier auch mal in die Pötte kommen und den zeigen ich der Beste. Aber hier darf jeder mitreden und ich glaube, ist der große Unterschied zu sagen. Es ist eher spielerisch, sportlich oder fair, weil hier ist ein Kräftemessen und kein Plattmachen. Also das ist, ich, hier ganz wichtig. Ivana: Richtig. Da geht es ⁓ den Sieg in der Sache und bei der fünften Schwärter geht es den Sieg an sich, ⁓ den Sieg selber. Petra: und Ja, definitiv. So, jetzt sind wir aber gut eingestiegen. Das war mit Abstand die längste Folge heute. Danke, liebe Ivana. Danke euch allen. Und wir hoffen, wir konnten euch auch hier inspirieren, jetzt gerade mal für die kleinen Akane zeigen, wie hier die Dynamiken sich entwickeln und an einem Beispiel zeigen. wenn ihr noch ergänzende weitere andere Themen Anmerkungen habt, schreibt sie. Ivana: Ja. Segen den? Petra: wir uns immer über viele neue Interpretationsmöglichkeiten. Und für heute sagen wir Tschüss. Beim nächsten Mal gehen wir dann tatsächlich so mal richtig noch in die Praxis. Wie kann ich den Tarot im Alltag integrieren? Was für Übungen kann ich machen? Und wie ist eigentlich so der alltägliche Umgang damit? Wir freuen uns auf euch. Ciao, ciao! ⁓