Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / #106 - Sorgenrucksack
Transcript
- 0:00Man muss sich nur darauf einlassen, auf dieses Spiel.
- 0:03Also quasi dieses Krankheitsbild an die Hand nehmen und sagen,
- 0:07OK, bis da schön für dich, ich hab grad keine Zeit für dich,
- 0:11einfach so n bisschen mal wieder am an der Mindset Schraube
- 0:14Rumgeschraubt und Stellschraube so n bisschen justiert, dass das
- 0:19elementar wichtig dafür ist, dass man etwas befreiter und
- 0:24etwas anfalls Loser so blöd wie sich das anhört, durch den
- 0:29Alltag gehen kann. Trigger Warnung Dieser Podcast
- 0:47enthält sensible Inhalte. Bei manchen Betroffenen kann das
- 0:50negative Reaktionen auslösen. Bitte sei achtsam.
- 0:54Sollte dies der Fall sein. Herzlich Willkommen zu
- 1:07Borderline Borderline. Nein, nein.
- 1:33Herzlich Willkommen bei Borderline Folge.
- 1:36Ich habe keine Ahnung mehr 100 irgendwas.
- 1:39So, da ist er wieder aus dem Urlaub zurück.
- 1:43Und mit einer Woche Verspätung. Ja, ich weiß, aber was ist man,
- 1:48wenn man aus dem Urlaub kommt, meistens merkwürdigerweise, man
- 1:51ist erstmal krank. Ich hätte keine Stimme mehr und
- 1:54so weiter und sofort also. Hab ich den Start nach der
- 1:59Sommerpause um eine Woche verschoben und ja, auch aus
- 2:03faulheits Gründen. Weil wenn du aus dem Urlaub
- 2:06zurück kommst, dann habe ich festgestellt, bist du so
- 2:09gechillt und so entspannt. Da hast du erstmal hier auf
- 2:14nichts Bock. Ich habe auch jetzt.
- 2:17Gar keinen Bock also, nicht den Podcast zu machen, sondern
- 2:21irgendwas zu machen. Aber es muss ja weitergehen, der
- 2:26Alltag muss weitergehen und auch zu meinem Alltag gehört
- 2:30natürlich auch mein Podcast. Erstmal Kaffee.
- 2:36So und Kippchen würde ich sagen, dann fangen wir an.
- 2:40Womit wir anfangen. Ich hab keine Ahnung.
- 2:44Ist aber das alles also alles wie gehabt?
- 2:46Ich habe einfach keine Ahnung. Aber wir können gerne mal über
- 2:51Entspannen und Urlaub sprechen. Wenigstens mal so als
- 2:54Einsteiger. Wie ihr wisst, bekomme ich ja
- 2:57meistens vom höchsten Aufstehen. Im Urlaub habe ich gemerkt, so
- 3:03nachdem ich angekommen bin. Dass man so nach dem ersten Tag,
- 3:07wenn man so ein bisschen, ja, wenn man angekommen ist, die
- 3:11Systeme herunterfährt. Und wie sich plötzlich alles
- 3:16wirklich entspannt. Auch der Geist.
- 3:19Und wie plötzlich. Ich sage jetzt einfach mal
- 3:21Depression und Borderline und keine Ahnung.
- 3:26Wie das plötzlich so ein bisschen nach hinten gedrängt
- 3:28wird. Ich wollte jetzt erst gar nicht
- 3:30wahrhaben. Bis ich dann gemerkt habe, so Q
- 3:34schon geil, ist schon cool. Und dann habe ich festgestellt,
- 3:40dass man einfach, indem man mal weniger darüber nachdenkt, sich
- 3:44auch wirklich, das muss ich ernsthaft, also ehrlicherweise
- 3:47auch sagen. Wenn man sich so ein bisschen
- 3:50weniger damit beschäftigt und nicht mehr den ganzen Tag.
- 3:55Ja, irgendwelche Videos macht und irgendwelche Studien
- 3:59durchguckt und dies und das und jenes und dazu gehört auch der
- 4:03Podcast. Wenn man sich ein bisschen
- 4:05weniger damit beschäftigt, dann wird es auch ein bisschen
- 4:08weniger schlimm, wenn man sich einfach mal mit anderen Dingen
- 4:12beschäftigt. Jetzt kann man natürlich
- 4:15irgendwann die auf TIK tok Video gemacht, wo ich mal wieder
- 4:17gesagt hab ich kündige, ich hab keinen Bock mehr auf Borderline.
- 4:22Natürlich geht das nicht, aber man kann seinen Allgemeinzustand
- 4:26doch extrem verbessern, habe ich festgestellt.
- 4:28Momentchen. So so.
- 4:36Man kann seinen allgemeinen Zustand wie gesagt ein wenig
- 4:38verbessern und glaubt mir Leute der Urlaub.
- 4:42Also da hätte ich auch Urlaub am Niagara Fall machen können.
- 4:46So viel Wasser ist da runter gekommen.
- 4:47Also es war wirklich wirklich verregnet.
- 4:50Teilweise war wirklich Land unter, aber.
- 4:56Man hat so ein bisschen so den den Drive gekriegt, so aus der
- 5:01Not eine Tugend zu machen und zu sagen, ja, gut ist so.
- 5:05Und da kommen wir auch zum Kern. Er ist so, aber was können wir
- 5:08anders machen statt ich hab keine Ahnung, irgendwelche
- 5:12outdoor Aktivitäten sag ich jetzt mal die durch den Regen
- 5:15nicht möglich waren, ja switcht man mal eben um und macht
- 5:20irgendwas anderes und passt sich so n bisschen Wetter an.
- 5:23Und da habe ich, so, ich muss sagen, es war wirklich mein
- 5:26wirklich längerer Urlaub seit langem und da habe ich
- 5:29festgestellt, OK. Wenn es eine Fakt ist, dann muss
- 5:34ich doch umgehen. Dann muss ich das doch einfach
- 5:37umgehen können und sagen können, OK ist so, ich reagiere jetzt
- 5:41drauf und mache dann das oder lass mir was anderes einfallen,
- 5:44wie ich jetzt klarkommen oder whatever und dann habe ich mir
- 5:49gedacht, so, das kann man doch sicherlich adaptieren, weil wenn
- 5:53ich mich doch auf ne beschissene Wetterlage einstellen kann,
- 5:57warum kann ich mich nicht auf n beschissenen Gemütszustand
- 6:00einstellen oder auf eine Episode einstellen, oder?
- 6:05Kann sagen, gut ist jetzt gerade so.
- 6:09Umgehen war, und das hat tatsächlich und irrsinnigerweise
- 6:12gut geklappt bei mir einfach so ein bisschen mal wieder am an
- 6:16der Mindset Schraube rumgeschraubt und die
- 6:19Stellschraube so ein bisschen justiert.
- 6:22Und siehe da, es funktioniert. Ich hab also jetzt seit ja. 3
- 6:28Wochen, gut 3 Wochen. Mal aber mal sogar keine, gar
- 6:34keine Symptome, gar keine Anfälle, keine Disses, keine,
- 6:40keine, keine Episoden, kein Zustand nennt es wie ihr es
- 6:44wollt, gehabt. Sondern geh einfach ziemlich
- 6:49ziemlich gechillt irgendwie durch den Alltag.
- 6:52Also ich hab Stress auf der Arbeit.
- 6:54Klar, ich hab Stress in meinem Privatleben, klar.
- 7:00Also aber ne ganz normale Stress.
- 7:02Also jetzt nicht irgendwelcher irgendwelcher Stress, den ich
- 7:04jetzt aus der Bahn haut. Aber ich habe auch gemerkt, ich
- 7:08kümmere mich auch gerade um Dinge, um die ich mich vorher
- 7:11gar nicht kümmern konnte schrägstrich wollte.
- 7:16Um die kümmere ich mich plötzlich.
- 7:18So, weil ich gesehen habe, OK, der eine Weg, wenn du dich nicht
- 7:21kümmerst ist n bisschen eingefahren.
- 7:24Also gehen wir mal einen anderen Weg und kümmern uns mal um
- 7:28Dinge, auch wenn sie vielleicht ja, wenn sie.
- 7:32Ja, wenn sie irgendwie bedrohlich wirken oder wenn sie
- 7:35unlösbar erscheinen oder wenn sie einfach einem tierisch aufn
- 7:38Piss gehen. Aber.
- 7:41Die müssen ja gemacht werden, weil sie teilweise elementar
- 7:43wichtig sind. Also kümmert man sich plötzlich
- 7:48und siehe da. Es läuft einiges einfacher.
- 7:53Das heißt ja im Umkehrschluss, wenn ich mich um etwas kümmere,
- 7:55auch wenn das vielleicht irgendwie uncool für mich ist
- 8:00oder unbequem ist. Aber wenn ich mich darum
- 8:04kümmere. Dann entfällt so ein gewisser
- 8:07Anteil an an an Trigger. Wie soll ich sagen, ich sag
- 8:12jetzt einfach mal, wenn ich mich um meinen Finanzamt Scheiß
- 8:15kümmere und mit denen reden oder den mit den Einigungen erzielt
- 8:19oder wie keine Ahnung brauch ich vor dem nächsten Gang zum
- 8:23Briefkasten keine Angst mehr haben.
- 8:25Wisst ihr wie ich das meine oder wenn ich mich um irgendetwas
- 8:30kümmern weil ich ewig lange auf die Bahn, auf die lange Bank
- 8:33schiebe? Und wo ich weiß, wo ich im
- 8:36Vorfeld weiß I, das gibt Probleme.
- 8:40Wenn ich dir mal ein bisschen entgegen wirke.
- 8:43Dann habe ich keine Angst und es kann mich nicht triggern, zum
- 8:47Briefkasten zu gehen oder Angst vor irgendwelchen Konsequenzen
- 8:50zu haben, weil ich mich darum gekümmert habe.
- 8:53Und das, liebe Leute, nimmt mir persönlich, mir ganz persönlich
- 8:58nimmt das schon eine Menge Druck weg und dieses Druck Gefühl,
- 9:02also dieses extreme Druck Gefühl.
- 9:05Das hab ich jetzt schon wirklich ein paar Wochen nicht mehr.
- 9:08So dass ich wirklich relativ entspannt durch meinen Alltag
- 9:11gehe, auch wenn ich weiß, auf der Arbeit zum Beispiel.
- 9:16Dass unangenehme Termine anstehen oder irgendwas, wo ich
- 9:22denke, hey ja, aber wenn ich mich darauf vorbereite, dann
- 9:27läuft das einfach wie geschnitten Brot.
- 9:31Und ergo machst du dir keinen Kopf mehr darüber.
- 9:35Und das ist so n so n so n wie soll ich sagen, so n wenn ich
- 9:39jetzt sage Wunderwaffe Geheimrezept, ich meine das ist
- 9:42das was ungefähr keine Ahnung 95% der Menschen so machen, aber
- 9:46für mich teilweise als als wahnsinnige Hürde sich
- 9:49darstellte und diese Hürde habe ich jetzt einfach so ein
- 9:52bisschen abgesägt. Und diese Hürde einfach
- 9:56verkleinert, so dass dieses dieses Hürden bezwingen einfach
- 9:59einfacher ist. Einfach einfacher ist.
- 10:02Genau. Und.
- 10:04Das habe ich so ein bisschen mit in meinen Alltag genommen.
- 10:07Und. Klar habe ich Druck, Momente so
- 10:11wie gestern zum Beispiel, wo ich nicht weiß, was hat mich jetzt
- 10:14genau getriggert, aber jetzt kommt das große aber.
- 10:18Das ist nicht verbunden mit irgendwelchen Eskalationen.
- 10:20Das ist nicht verbunden mit irgendwelchen dissoziativen
- 10:23Zuständen, das ist nicht mehr bei weitem nicht verbunden mit
- 10:27den Zuständen, wie sie vorher waren.
- 10:30Einfach, weil ich mich aus meinem Rucksack sag, ich meinem
- 10:34Sorgen Rucksack bedient habe und da schon einiges an Last
- 10:38rausgetan habe aus diesem Rucksack, so dass mir meinen
- 10:41Rucksack einfach kleiner wurde. Und so wurden meine meine Druck
- 10:47Momente so wie gestern auch kleiner.
- 10:51Die wurden auch kleiner. Ich bin auch heute morgen wach
- 10:53geworden und hatte noch so einen gewissen Anteil von diesem
- 10:56Dokument von gestern in mir. Aber völlig handelbar.
- 11:02Also wirklich völlig handelbar. Und dann habe ich mir vorhin so,
- 11:06bevor ich jetzt im Podcast hier angesprochen habe.
- 11:09Oder wo ich jetzt hier an meinem Mikrofon sitze, habe ich mir
- 11:13gedacht, so, wow, so einfach kann das sein.
- 11:18Aber wieso hat mich denn jetzt die letzten keine Ahnung wieviel
- 11:21Jahre meine Krankheit so behindert?
- 11:24Es ist gar nicht wie die Krankheit, die einen so
- 11:26behindert glaube ich, sondern es ist einfach wie man damit
- 11:29umgeht, das ist das, was uns behindert.
- 11:34Jetzt ist das hier. Natürlich fress ich die Sache
- 11:37hier nicht mit dem goldenen Löffel.
- 11:40Ich weiß, dass das bei vielen nicht möglich ist.
- 11:42Ich weiß auch, dass es bei mir lange Zeit nicht möglich war.
- 11:46Sich um Dinge zu kümmern, mit meiner Krankheit umzugehen, die
- 11:49ist das jenes aber am Ende des Tages.
- 11:52Glaube ich fest daran, dass trotzdem.
- 11:56Dass das Mindset, dass das Empfinden der Krankheit
- 11:59gegenüber eine riesen Rolle spielt.
- 12:02Es ist so ein bisschen nach dem frei nach dem Motto, wie es in
- 12:05den Wald schallt. So schallt es zurück, oder wie
- 12:08man da rein ruft, so schallt es wieder raus.
- 12:10Und genauso verhält sich das mit.
- 12:13Ja, gerade mit Borderline. Mit Depressionen ja auch.
- 12:19Wenn ihr euer Sorgen Paket etwas verkleinert und damit meine ich
- 12:23jeden Lebensbereich. Wenn ihr, wenn ihr zum Beispiel
- 12:25merkt, ich befinde mich in einer extrem toxischen Beziehung, das
- 12:29tut mir nicht gut. Dann beendet das.
- 12:34Ist jetzt leicht gesagt, aber ihr wisst worauf ich anspielen
- 12:37will. Ja, so zieht euch oder entzieht
- 12:42euch diesen diesen extrem dringenden Situationen, soweit
- 12:46es geht. Und guckt einfach, dass euer
- 12:50Sorgen Rucksack etwas etwas leichter wird.
- 12:56Und ich bin felsenfest der Meinung und der Überzeugung,
- 12:59mittlerweile seit ein paar Wochen.
- 13:02Dass das elementar wichtig dafür ist, dass man etwas befreiter
- 13:07und etwas anfalls Loser so blöd wie sich das anhört, durch den
- 13:12Alltag gehen kann. Ich habe gemerkt, ich im Umgang
- 13:16mit anderen Menschen bin ich viel entspannter, viel lockerer,
- 13:20also gerade jetzt im Umgang mit dem mit dem engsten Umfeld, vor
- 13:23allen Dingen, weil es ist ja nach wie vor nicht so, dass ich
- 13:27den Kontakt zur breiten Masse suche, sondern außer jetzt auch
- 13:31ne ist. Gar nicht wahr, auch auf der
- 13:33Arbeit, ich meine, ich habe viel mit Kunden zu tun, also viel mit
- 13:36mit, ja, mit Mitgliedern aus dem Sportstudio, und auch da stelle
- 13:41ich fest, dass der, dass der Umgang mit denen noch lockerer
- 13:45wird. Als er sowieso schon war, weil
- 13:48da kann ich ja umschalten zwischen Arbeit und privat, kann
- 13:50ich umschalten, konnte ich schon immer, aber da auch da ist es
- 13:53noch lockerer geworden, von meinem Empfinden her, ich gehe
- 13:56nicht mit einem Druck Gefühl zur Arbeit, ich gehe nicht in ein
- 14:01Gespräch rein und hab irgendwie im Hinterkopf dieses diesen,
- 14:05diesen, diesen Druck sitzen oder im Bauch.
- 14:07Den hab ich gar nicht so stark. Es ist natürlich, wie alles
- 14:13immer nur so ein Momentum, ja. Jetzt kann natürlich morgen
- 14:17schon wieder ganz anders aussehen, aber ich bin noch mal,
- 14:21ich sag doch jetzt gleich zum fünften Mal.
- 14:23Felsenfest davon überzeugt, wenn man dieses Mindset etwas behält
- 14:26oder sich sich darauf besinnt, dass es funktioniert.
- 14:31Dass man dann auch auf Dauer ja der Sache.
- 14:37Etwas entspannter gegenüber stehen kann also der Sache
- 14:41Krankheit gegenüber. Und.
- 14:46Es. Erleichtert einfach so vieles
- 14:49habe ich festgestellt, so vieles.
- 14:52Ich bring das mal auf den Punkt, wenn man sich so verbohrt, so
- 14:55verbohrt darauf einlässt, dass man ja borderline hat, dass man
- 15:00schwere Depressionen hat, dass man ja PTBS und was der Kuckuck
- 15:05alles, dass man das hat und dass man sich so darauf einschießt,
- 15:10dass man es wirklich hat und dass jetzt alles vorbei ist.
- 15:14Und wenn man diese Krankheit lebt, wenn man sie wirklich
- 15:17lebt. Dann wird euch diese Krankheit
- 15:20beherrschen, da bin ich felsenfest von überzeugt und von
- 15:24der Meinung bringt mich auch keiner ab.
- 15:27Wenn man allerdings sagt, so weißt du was, ich lass dich
- 15:30einfach mal links liegen, ich kündige dir jetzt erstmal
- 15:33vielleicht nur für eine Stunde, vielleicht mal sogar nur für ein
- 15:36paar Minuten, vielleicht dann aber auch mit der Zeit, wenn man
- 15:40das ein bisschen gelernt hat, mal für einen Tag, mal für 2 und
- 15:43so weiter und sofort. Da bin ich felsenfest davon
- 15:46überzeugt, dass irgendwann der Punkt kommt, wo man damit
- 15:49umgehen kann, wo man damit einfach umgehen kann, die
- 15:52Krankheit nicht mehr beherrscht. Und da finde ich und glaube ich,
- 15:55muss jeder hinkommen, das ein diese Krankheit nicht
- 15:59beherrscht, sie ist nicht das was ihr seid.
- 16:04Ganz einfach. Man muss sich nur darauf
- 16:07einlassen, auf dieses Spiel. Also quasi dieses Krankheitsbild
- 16:12an die Hand nehmen und sagen, OK, bis da schön für dich, ich
- 16:15hab grad keine Zeit für dich, ich habe anderes zu tun.
- 16:19Ja, und das meine ich mit der Krankheit kündigen und nochmal.
- 16:24Wer sich jetzt den ganzen Tag damit beschäftigt.
- 16:28Was passieren kann, wenn was macht diese Krankheit mit mir?
- 16:32Und dann hat man noch viele Erfahrungsberichte oder man
- 16:36tauscht sich im Internet aus mit anderen Betroffenen und und und
- 16:40und sieht dann, ah ja stimmt, das trifft auch auf mich zu und
- 16:44das trifft auf mich zu und scheiße geht mir noch schlimmer
- 16:47als ich dachte oder noch schlechter als ich dachte, wenn
- 16:50man sich in diesen Abwärtsstrudel dann immer weiter
- 16:52bewusst bewegt, Eheleute in einem Abwärtsstrudel sehe ich
- 16:57irgendwann, wenn ich nach oben gucke.
- 16:58Die Oberfläche nicht mehr, das heißt ich ersaufe.
- 17:02Wenn ich aber oben schwimmen kann in diesem Strudel.
- 17:06Ja, und diesem Sog gar nicht so nachgebe.
- 17:09Ja, dann bin ich an der Oberfläche und wenn ich an der
- 17:11Oberfläche bin, dann kann ich mich so um 360 Grad so ne 360
- 17:15Grad Ansicht, dann kann ich mich umgucken.
- 17:18Und dann sehe ich plötzlich, Ach guck mal das Land, Ach guck mal,
- 17:22nach vorne ist eventuell ein Rettungsboot, guck mal nach
- 17:25vorne schwimmt einer und wenn man sich nochmal umdreht auch
- 17:28das Schwimmen ganz viele. Ich bin ganz nah an der Küste.
- 17:31Also hat man Rettungsanker, ganz viele kleine Rettungsanker, die
- 17:36einem helfen können und wo man selber hin schwimmen kann und
- 17:39sagen kann, hör mal. Kannst du mich mal eben an Land
- 17:43bringen? Aber wenn man sich bewusst in
- 17:46diesen Strudel. Wenn man sich auf diesen Strudel
- 17:50einlässt und sagt, ja komm, dann zieh mich halt runter.
- 17:55Dann hat man diese 360 Grad Ansicht nicht mehr.
- 17:58Dann sieht man nur noch Wasser. Und irgendwann wird das Wasser
- 18:01so kalt und so tief und so dunkel, dass man nichts mehr
- 18:04sieht außer diese Dunkelheit. Und dann?
- 18:10Ist vorbei. Dann befindet man sich in einem
- 18:13Zustand, der nichts anderes mehr zulässt.
- 18:16Außer Rupp. Ich bin krank.
- 18:19Und ich bleibe krank. Und ich sehe die Oberfläche
- 18:23nicht mehr. Und habe auch keinen Bock, mich
- 18:26diesem Strudel entgegenzustellen oder diesem Sog, um wieder nach
- 18:29oben zu schwimmen. Ich bleibe jetzt hier hier, ist
- 18:32ganz cool hier unten in der Dunkelheit, hier ist Ruhe, hier
- 18:36gehen wir nicht so viele am Sack, weil in dieser Dunkelheit,
- 18:39natürlich seid ihr alleine. Ihr seid alleine mit euch.
- 18:43Und selbst wenn er mal ein Taucher kommt, ja, der guckt,
- 18:46mit dem könnt ihr euch nicht verständigen.
- 18:50Weil ihr könnt ja nicht reden in dieser Dunkelheit.
- 18:52Ich hoffe, ihr versteht die Metapher so wie ich Sie meine.
- 18:54Ja, und dieser Taucher wird eine Zeit lang bei euch bleiben und
- 18:57versuchen euch mit an die Oberfläche zu zu nehmen, aber
- 19:00ihr lehnt das ab. Und dann wird dieser Taucher
- 19:03irgendwann verschwinden und dieser ist nichts anderes als
- 19:05zum Beispiel ein Partner in der Beziehung, der eine Zeit lang da
- 19:08versucht, euch Sauerstoff zu geben oder whatever oder per
- 19:12Taucher Sprache zu erklären. So von wegen G nach oben, aber
- 19:16ihr könnt die Taucher Sprache nicht oder ihr habt keinen Bock
- 19:20auf den Sauerstoff von ihm. Dann ist die Sache zum Scheitern
- 19:23verurteilt. Ich lass das jetzt mal so stehen
- 19:27für die 1. Folge fand ich die gar nicht
- 19:29schlecht, muss ich sagen. Ich fand die gar nicht schlecht
- 19:32so, ich möchte euch nochmal darauf aufmerksam machen.
- 19:35Mein zweites Buch ist draußen, ich weiß nicht ob ihr es
- 19:37mitbekommen hat jetzt die Sommerferien war natürlich auch
- 19:39der dämlichste Zeitpunkt in Buch zu veröffentlichen, aber mein
- 19:44Ratgeber ist draußen, ich verlink den in den in den Show
- 19:47Notes. Ist auf Kindle.
- 19:50Amazon erhältlich. Hat 130 Seiten.
- 19:56Und ich glaube 18 Kapitel. Und ist, glaube ich, ziemlich
- 20:00geil geworden. Also ich hab jetzt schon einigen
- 20:02Lesern also das Buch schon gekauft haben gehört, dass sie
- 20:04sich da ohne Ende Notizen machen, dass sie viele Sachen
- 20:08jetzt anders verstehen und oder besser verstehen und ich glaube
- 20:12diesmal, dieses Buch ist gut geworden, ich bin mit meinem
- 20:14erstlings Werk nicht ganz so zufrieden.
- 20:17Mit meinem zweiten Buch bin ich sehr zufrieden.
- 20:19Also selbst ich bin zufrieden und Details schimbat.
- 20:22In diesem Sinne, liebe Leute, habt einen schönen Tag, habt ne
- 20:27gute Woche und ja. Bis dann euer Sven.
- 20:34Ihr Lieben, Danke fürs Zuhören und in den Show Notes werdet ihr
- 20:38alle relevanten Telefonnummern finden, die euch im Notfall
- 20:41helfen können. Von der Kassenärztlichen
- 20:43Vereinigung bis hin zur Telefonseelsorge.
- 20:46Des Weiteren dürft ihr gerne im Shop stöbern, ob da was für euch
- 20:49dabei ist oder eine kleine Spende an Borderline
- 20:52hinterlassen, so dass wir uns weiter finanziell tragen können.
- 20:56In diesem Sinne habt einen schönen Tag, kommt gut durch die
- 20:59Woche, bis dann euer Sven. Die Gedanken kreisen, feiern
- 21:10jedem Gott verdammten Tag Demotion kochen.
- 21:13Hoch bei jedem. Wort, was ich nicht mag, ich
- 21:15will niemanden verletzen mit den Worten, die ich sag und macht
- 21:19der Kobold in meinem Kopf so weiter, seht ihr mich schon bald
- 21:22im Sarg. Der Mensch in meinem Spiegel,
- 21:24Ich hasse ihn so aktiv, ich werde ihn noch nicht los, mein
- 21:27bester Freund dem höchsten Tief, den Absprung schaffe ich leider
- 21:30nie, denn ich bin so krass naiv auf meine Krankheit passt hier
- 21:34auch keiner. Aktiv.
- 21:35Ich will und kann nicht mehr, hol mich hier raus.
- 21:38Dieser Teufelskreis in meinem Kopf.
- 21:40Ich halte es nicht mehr aus, ich bin ein Fehler im System, so
- 21:43fühle ich mich jeden Tag, bricht zusammen und sagte lass dich auf
- 21:47meine Schultern tragen.