Latest / LautFunk / KlarFunk-001 Wie Hass uns verbindet
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- 0:00Ja, herzlich willkommen zu "Klarfunk", ein neuen Format. Manche Themen sind zu wichtig für die
- 0:07schnelle Antwort. Manche Fragen beginnen erst dort, wo andere aufhören hinzusehen. "Klarfunk",
- 0:16wir reden darüber. Wie komme ich auf das Thema des heutigen Podcasts für die Einsteigerfolge?
- 0:27Ha! Das ist super einfach. Ich habe letzten Sonntag gesehen gehabt, wie Hass verbindet.
- 0:40Und ich habe mein Leben lang immer gedacht gehabt, Liebe verbindet Menschen. Aber nein,
- 0:48ich wurde eines Besseren belehrt. Ich habe gesehen, wie Hass verbindet.
- 0:52Klar, klar funkt. Nicht drumherum. Nicht einfach weiter. Nicht nur laut. Hinterfragen.
- 1:01Klar funkt. Reden wir darüber.
- 1:11Der ein oder andere wird das ja mitbekommen, wenn er auch den Blog verfolgt. Ich habe einen
- 1:24Blogpost gemacht gehabt, den habe ich schon vor einem Monat geschrieben gehabt, wo es halt
- 1:33um Liebe und Hass geht und ob Hass das Gegenteil von Liebe ist. Und das habe ich halt versucht
- 1:46aufzuschlüsseln in philosophischen Sinnen oder auch psychologischen Sinnen und habe auch ein
- 1:54bisschen so die Gesellschaft angekratzt, wie das halt gesellschaftlich gesehen wird. Das
- 2:02Interessante an dieser Frage ist ja, wenn man das jetzt auf Social Media bezieht oder auch auf
- 2:08YouTube, wo jetzt halt mein Einstieg halt herrührt ist, was haben denn die größten Fans und die
- 2:20größten Hater eines Social Media Accounts oder auch eines YouTube Kanals gemeinsam. Weiß
- 2:28jemand Bescheid? Biola? Biola? Okay. Beide schauen sich jedes Video bis zu Ende an, abonnieren die
- 2:40Benachrichtigungen und kommentieren sehr fleißig. Das ist so. Und daraus ergibt sich auch irgendwie
- 2:50so ein Alltagsparadoxum. Wie ich vorhin schon sagte, viele glauben Hass ist das Gegenteil von Liebe oder
- 3:00Zuneigung. Wenn wir jemanden nicht mögen, sollten wir ihm aus dem Weg gehen. Das ist so die eigentliche
- 3:10Sache. Manche sind so schlau und vermeiden diesen Menschen oder auf Social Media, YouTube und hast
- 3:24sie nicht gesehen, dann vermeidet man diesen Kanal oder dieses Konto und hat dann halt auch
- 3:31ein Stückchen mehr Ruhe. Aber irgendwie ist das im Internet anders. So in Social Media, auf YouTube,
- 3:41da ist das andersrum. Menschen schauen andere Leuten zu über Stunden hinweg und konsumieren
- 3:53alles, obwohl sie den verabscheuen. Ich meine, es ist ja klar, warum sie das machen. Sie brauchen
- 4:01halt Input, um sich darüber wieder aufzuregen. Genauso wie halt bei den Lieblings-Content-Creator
- 4:10funktioniert das beim Hassobjekt, bei den Hate-Watching-Opfern. Man hat Sachen,
- 4:22worüber man sich austauschen kann. Man kann im Livestream mitdiskutieren oder auch seine
- 4:28Meinungen kundtun. Man kann in Diskussionsforen – ok, das war früher mal – heutzutage wird man halt
- 4:39auf Instagram-Gruppen, in WhatsApp-Gruppen, in privaten Gruppen darüber diskutieren,
- 4:49was man gerade sieht, quasi wie so Live-Ticker und sich darüber aufregen und genauso wie halt
- 4:58den Content-Creator, den man bewundert, ist es halt auch bei denen, den man halt nicht mag oder
- 5:08oder sogar auch schon hast. Das ist auch eine Art von Verbindung. Es ist eine Anti-Fandom-Bindung.
- 5:23Aber vielleicht wissen manche gar nicht, was Hate-Watching ist. Hate-Watching ist das bewusste
- 5:29Konsumieren von Inhalten, nur um sich darüber aufzuregen. Im Fernsehen kann man das bei Trash-TV-Formaten
- 5:36sehen, wenn kontroverse Influencer halt merkwürdige Sachen machen im Internet oder auch bei Meinungsbloggern
- 5:50oder YouTube-Content-Creatoren.
- 5:52Da kann man sich herrlich drüber aufregen.
- 5:55Auch wir haben unsere Erfahrung damit, denn wir waren selbst mal Teil eines solchen, ja,
- 6:03antifan-Konstrukt. Das interessante ist aber, strukturell gesehen verhält sich der antifan
- 6:13genauso wie der superfan. Nur der fan, der schaut alles, weil er es gerne schaut und mag oder sogar
- 6:22auch liebt und der Anti-Fan schaut alles, weil er Fehler sucht, um sich darüber zu empören.
- 6:32Das interessante ist ja, dass es den Algorithmen Schnurstpiep egal ist, ob du schaust und kommentierst
- 6:43oder im Live-Chat mitschreibst, einen Daumen rauf, einen Daumen runter gibst. Alles wird als Interaktion
- 6:51bewertet und bringt dem Kanal quasi Vorteile. Denn jede Art von Interaktion und sei es nur das
- 7:05stundenlange Schauen von Livestreams, zeigt dem Algorithmus, dass das, was da passiert,
- 7:13eine gewisse Relevanz hat. Und das ist scheißegal, ob das jetzt positiv oder negativ ist. Interaktion,
- 7:21Aktion gleich, wo das Video oder der Post ist wichtig. Ich glaube manche Leute sind sich das nicht bewusst.
- 7:31Ignoranz wäre da der richtige Weg. Nicht konsumieren, nicht kommentieren und auf keinen Fall liken oder
- 7:46was auch besonders schlimm ist, den Link zum Post oder des YouTube-Videos oder des Livestreams zu
- 7:56teilen. Denn wenn man sich das nämlich mal anschaut, hat man nämlich die URL zu dem betreffenden Post
- 8:05und dahinter eine spezielle Kennung. Und damit wird halt der Ursprung sichtbar gemacht, wer was geteilt
- 8:14hat. Deswegen kann man ja auch in den Statistiken auf YouTube, auf Instagram und so weiter sehen,
- 8:22wie viele Besucher oder wie viel Traffic intern über den Feed, über die Abonnenten oder auch
- 8:35extern kommt. Und selbst da kann man auflösen, ob es halt aus WhatsApp kommt oder hast du nicht
- 8:43gesehen. Das vergessen einfach viele und jede Interaktion ist positiv für den Algorithmus.
- 8:53Aber warum machen das Menschen? Naja, der super Fan, der seinen Content Creator liebt, der macht
- 9:03es, weil er auch quasi eine Verbindung zu ihnen hat. Ich will noch nicht auf die parasoziale
- 9:13Verbindungen hinaus. Aber generell, wenn man jemanden mag, dann unterstützt man ihn und man möchte das
- 9:22sehen. Aber warum macht das der Anti-Fan? Tja, das ist ja auch so eine Art von Gemeinschaft. Gemeinschaft
- 9:30durch Hass. Es gibt halt dieses Gerede von In-Group und Out-Group, wir gegen die. Ja, es macht besonders
- 9:42viel Spaß, wenn eine Reaction auf ein Video oder auf einen Livestream eines Content Creators gemacht
- 9:52wird über den Content einesjenigen, den man halt nicht mag. Dann kann man sich sogar noch in der
- 10:00Gemeinschaft darüber aufregen und dabei entsteht ein sehr starkes Wir-Gefühl. Es muss auch nicht
- 10:09unbedingt jetzt ein Video sein von dem Content Creator, den man nicht mag oder ein Beitrag,
- 10:17der da auseinandergenommen wird. Es kann auch einfach sein, dass man sich gemeinschaftlich
- 10:22etwas anschaut und darauf reagiert, wenn jemand anderes, also eine dritte oder eine vierte Person
- 10:31über denjenigen, von dem man ein Anti-Fan ist, was sagt. Das stärkt einfach das Wir-Gefühl. Finde
- 10:40ich hoch faszinierend, also diese Dynamiken zu schauen und das zu analysieren. Wie gesagt,
- 10:48wir waren selbst Teil oder sind es immer noch, nur halt anders. Eine interessante Sache dabei ist ja
- 10:56auch, wenn man sich quasi nur noch monothematisch mit einem Content Creator beschäftigt, sei es im
- 11:06positiven Sinne oder auch negativen Sinne, dann kann das sogar so weit gehen, dass die Identität
- 11:17zu einer zentralen Säule wird, also dass diese Person quasi schon in dem Kopf wohnt. Es gibt ja
- 11:30tatsächlich dieses Sprichwort "Ich glaube Person X wohnt in Person Y im Kopf", ist täglich da. Und
- 11:39Ja, das kann ich bestätigen und das ist besonders bei den Anti-Fans ein ganz großes Thema. Seitdem
- 11:47meine Lebensgefährtin und ich quasi im Sinn unserer Anti-Fans die Seiten gewechselt haben,
- 11:58wohnen wir tatsächlich bei manchen im Kopf und müssen bei jedem Content, bei jedem Video,
- 12:07in jedem Livestream mindestens einmal erwähnt werden. Auch wenn es nicht um uns geht oder mit
- 12:15einer Thematik um uns. Wir müssen mindestens einmal erwähnt werden und das ist echt entlarvend.
- 12:22sorry, das ist wirklich entlarven. Noch dazu kommt ja auch noch die Aussage ständig,
- 12:29dieser Typ ist irrelevant und dumm oder nicht wichtig, aber man schaut selber sämtliche Videos,
- 12:40sämtliche Postings, sämtliche Beiträge überall und regt sich darüber auf. Also ist derjenige
- 12:50extrem relevant für einen, weil man ja alles von denjenigen konsumiert. Ja, ist schon schwierig,
- 13:00wenn man darüber mal nachdenkt und sich einfach der Tatsache bewusst wird, dass man da sehr viel
- 13:08Lebenszeit investiert, allzu mal, wenn man dann auch hingeht und dann jegliches Geschehen quasi
- 13:16sie in einem Livestream in Gruppen live kommentiert, wie ein Live-Ticker von einer Gerichtsverhandlung.
- 13:23Oh mein Gott, jetzt hat sie aus der Flasche getrunken. Oh mein Gott, hast du gesehen?
- 13:30Er hat sich in der Nase gepobelt. Unglaublich, wie wichtig die kleinsten Handlungen von den
- 13:40Objekt auf einmal werden können, was beim geliebten Content Creator als schmeichelhafte Eigenheit,
- 13:50als Besonderheit, als Alleinstellungsmerkmal genommen wird, ist bei den Hassobjekten hoch
- 14:00diskutabel. Wenn der eine eine Cola-Dose nach der anderen aufmacht und sich darüber aufregt,
- 14:07dass überall nur noch übergewichtige Menschen sind, dann ist das vollkommen in Ordnung,
- 14:14dann ist das seine Meinung. Aber wehe dem der andere, der sagt etwas gegen mehrgewichtige
- 14:22Menschen, dann ist das sofort Body Shaming, Fat Shaming. Tja, so paradox kann das alles sein.
- 14:33Oder ist er so wie Schröder? Tod und lebendig zur selben Zeit? Hm, ist das dann so eine Art
- 14:45Doppelmoral? Das ein Verhalten, was gleichwertig ist, bei den einen bewundernswert und total normal
- 14:53ist und bei den anderen total abwertend, schon ekelig oder höchst verwerflich. Der eine bettelt
- 15:03nach Spenden und das geht gar nicht und er muss unbedingt alles offenlegen und der andere bettelt
- 15:12nach Spenden, damit er im Urlaub Taschengeld hat, aber das ist total legitim. Und die andere bettelt
- 15:21nachspennen und sich dazu gezwungen sieht dies zu tun, um halt die Kosten aus einem
- 15:27Rechtsstreit zu begleichen. Das eine wird so gewertet, das andere wird so gewertet.
- 15:33Nur das eine wird als besonders schlecht und verwerflich bewertet und das andere ist,
- 15:40naja derjenige braucht Unterstützung, Hilfe. Also schon eher positiv bewertet.
- 15:47Und das ist doppelmoralisch, durch und durch. Aber kommen wir jetzt doch mal auf dieses
- 15:54interessante Thema "parasoziale Hassbeziehung". Parasozial ist auch so ein Wort. Ich glaube,
- 16:02wir haben damit so ungefähr vor einem Jahr angefangen, das zu etablieren,
- 16:06zu einzuführen in diesen Kreisen. Und jetzt wird das schon fast inflationär verwendet. Die Leute
- 16:16schmeißen das ja mittlerweile um sich herum. Bei manchen habe ich tatsächlich das Gefühl,
- 16:20sie wissen wovon sie reden und bei anderen, es klingt intellektuell hochwertig. Also verwende
- 16:28ich solche Wörter. Ätzend. Man sollte solche Sachen schon richtig verwenden können. Jetzt
- 16:38bin ich jemand, der halt nicht die Wörter immer exakt korrekt aussprechen kann. Böser Schlaganfall,
- 16:44Böse, böser, böser Schlaganfall. Hätte ich doch den nicht gehabt. Vielleicht könnte ich dann diese
- 16:52Wörter richtig aussprechen. Ich habe besonders Probleme bei so x Sachen. Das habe ich nie wieder
- 17:01hingekriegt, obwohl ich da sehr intensive logopädische Erschulung hatte oder Therapie.
- 17:10Aber ne, das krieg ich nicht so wirklich hin. Deswegen vermeide ich halt x-Konstrukte bei
- 17:17Wörtern. Xanten ist, das geht noch so halbwegs, aber wenn man halt einen alten König zergt oder
- 17:25so, das kann schon in gewissen Konstellationen extrem schwierig werden. Und ich spreche es jetzt
- 17:31auch sehr undeutlich aus. Ist halt schwierig, wenn man halt stellenweise eine leichte Gesichtsparese
- 17:40hat und halt eine Wortfindungsstörung hat. Naja, ein bisschen Schwund ist ja überall dabei,
- 17:49sagt man so schön. Aber ich schweife ab und wir sind hier nicht in der Abschweifung,
- 17:54wir sind hier bei Klarfunk. Aber wir waren ja gerade bei parasozialen Beziehungen oder parasoziale
- 18:02Hassbeziehung. Wir bauen einseitige Beziehungen zum Menschen in Social Media, auf dem Fernseher,
- 18:10auf der Leinwand, im Internet auf. Das funktioniert aber nicht nur im positiven Sinn, sondern mit
- 18:23Sympathie, das funktioniert auch mit Antipathie, geht sogar richtig hin bis Hass und das ist auch
- 18:33so ein faszinierender Aspekt, denn wenn ich mich da jetzt hinsetze und dann mich darüber aufrege,
- 18:40empöre, dann schüttet mein Körper Hormone aus, sehr beliebt ist da Dopamin. Das Ganze
- 18:50aktiviert uns, gibt uns das Gefühl moralisch überlegen zu sein. So nach dem Motto "Guckt mal,
- 18:57was der schon wieder Dummes tut oder gesagt hat". Es ist quasi die Sucht nach der nächsten Aufregung,
- 19:07nach der nächsten eigenen Aufregung. Tja, das funktioniert im positiven Sinn wie auch
- 19:15negativen Sinn. Wenn man sich einen schönen Livestream von jemandem, den man mag, anschaut,
- 19:22dann ist das halt schon ein starkes Wir-Gefühl. Kann ich bestätigen. Ich schaue schon sehr lange
- 19:29Livestreams von anderen Leuten. Jemand, der Minecraft spielt und da eine schöne Stadt
- 19:38aufbaut oder eine schöne Basis und dann mit Automatisation arbeitet und dabei ein bisschen
- 19:50erklärt und dann Materialien sammelt. Ein anderer, der mit einer Städtesimulation eine Stadt baut
- 19:58und versucht, die halt im Gleichgewicht zu halten. Ja, das ist positiver Content. Und ja,
- 20:04Ja, ich mag diesen Content Creator auch.
- 20:08Nur er weiß nicht, dass ich existiere.
- 20:12Er hat da keine Ahnung von, überhaupt nicht.
- 20:16Es gibt aber auch Leute, die ich konsumiere, wo ich mich halt aufrege.
- 20:20Und ich habe das gleiche Gefühl,
- 20:24vielleicht sogar ein bisschen stärker, bei den Leuten, die ich nicht mag,
- 20:28weil ich mich da aufregen kann, ich kann mich empören.
- 20:32das gesagt? Nein, das hat sie nicht gemacht. Aber um jetzt doch mal auf die Ausgangsfrage
- 20:38zurückzukommen mit dem Gegenteil von Liebe und Hass und so. Was ist denn nun das wahre Gegenteil
- 20:46von Liebe oder Fan sein im Netz? Die Antwort ist, wie ich am Anfang schon sagte, Gleichgültigkeit.
- 20:57Das ist tatsächlich der algorithmische Tod. Das wahre Loslassen, das ist tatsächlich das Wahre.
- 21:10Die wahre, das wahre Gegenteil von Offense oder auch von Liebe. Also merken wir uns,
- 21:23Nicht mehr wütend den Dislike-Button drücken oder 500 oder 1000 Zeichen "Hate"-Kommentare
- 21:33da lassen. Das Gegenteil wäre sowas wie "Weiter scrollen", nicht anklicken, deabonnieren.
- 21:41Ohne ein Wort zu sagen, nicht so nach dem Motto "Ich kann mir das nicht mal angucken,
- 21:48ich werde jetzt gehen. Du hast mich so enttäuscht. Solche theatralischen Nachrichten kenne ich auch.
- 21:55Oder kennen wir. Tja, nur es war mal wieder ein Kommentar. Wieder die Bestätigung für den
- 22:04Algorithmus, wie relevant der ganze Scheiß ist. Oder um es einfach mal philosophisch auszudrücken,
- 22:12Die wahre emotionale und algorithmische Distanz entsteht in dem Moment, in dem der Creator in
- 22:21uns keine Reaktion mehr auslöst, wenn wir aufhören, ihn in unseren wertvollsten Ressourcen zu schenken,
- 22:30unsere Zeit und unsere Aufmerksamkeit. Und da sind wir dann wieder beim Thema
- 22:37Aufmerksamkeitsökonomie. Je entpörender der Content ist, umso mehr regen sich die Leute auf,
- 22:46umso mehr wird das geschaut. Dann guckt man ja auch noch mal nach, ob es neue Kommentare gibt.
- 22:55Sehen das andere Leute genauso wie ich? Sind da andere der gleichen Meinung wie ich? Hat
- 23:03jemand anderes aus meiner Bubble schon kommentiert. Und das sind alles Klicks,
- 23:09Klicks, Klicks und darüber freut sich der Algorithmus. Und hier sind wir auch schon
- 23:15mal hier bei etwas, ah, nennen wir es mal Culture Action. Ertappt ihr euch beim Hate Watching?
- 23:22Welche Kanäle schenkt ihr denn, ja, den, eure Aufmerksamkeit, obwohl ihr sie eigentlich nicht
- 23:33schauen wollt, obwohl ihr euch darüber aufregt, obwohl ihr euch darüber empört, was ihr da seht,
- 23:39hört. Das könnt ihr mal gerne mal in den Kommentare schreiben. Und vielleicht könnten wir dann auch ein
- 23:49bisschen darüber diskutieren, wenn wir alles so unsere Aufmerksamkeit schenken, obwohl wir denjenigen
- 23:57überhaupt nicht mögen. Ja, dann würde ich mal sagen, das war's jetzt und ich bedanke mich für
- 24:05eure Aufmerksamkeit und wünsche euch allen eine gute Zeit und vor allen Dingen betreibt weniger
- 24:15hate watching. tschüss euer hr. sascha
- 24:20Gedanken bleiben, Fragen rauch, weiterdenken, weiterfragen, weiterreden.
- 24:31Das war KlarFunk. Klar, klar, funk, klarfunk. Reden wir darüber.
- 24:41[Musik]