Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / „Eisglätte-Chaos, HSV-Beben und eine Blitzgeburt im Auto“
Transcript
- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 12. Januar. Alle reden vom Wetter. Wir auch. Weniger Jugendliche finden Ausbildungsplatz. Der Zugverkehr der Linie U3 ist zurzeit zwischen Saarlandstraße und Schlump unterbrochen. Alle reden vom Wetter, wir auch. Am Mittag kam wie vorhergesagt Eisregen auf und viele Straßen und vor allem Gehwege verwandelten sich in noch rutschigere Rutschbahnen. Die zuvor ausgegebene Unwetterwarnung wurde angesichts steigender Temperaturen und wenig Niederschlags aber wieder kassiert. Den ganzen Tag über mussten Fahrgäste der S-Bahn auf allen Linien mit Einschränkungen leben. Auch wenn wir auf allen Strecken fahren können, kann es auch weiterhin aufgrund der dynamischen Wetterlage zu neuen kurzfristigen Einschränkungen kommen, die zu Verspätungen und Zugausfällen führen, teilte die S-Bahn mit. So gebe es weiter keinen S-Bahn-Verkehr von Altona direkt nach Holstenstraße, Sternschanze und Dammtor. Die Linie S2 fahre gar nicht, die Linien S1 und S3 seltener. Besser lief es am Flughafen, dort war wieder von Normalbetrieb die Rede. Der Winterdienst sei ununterbrochen im Einsatz, um Flugzeuge zu enteisen und Start- und Landebahnen freizuräumen, teilte ein Flughafensprecher mit. Kann Hamburg Winter? Bahnausfälle, Schulschließungen. Nur die Silvesterempfänge verliefen störungsfrei. Der Aufsichtsrat des Hamburger SV hat mitgeteilt, der Abschied von Sportvorstand Stefan Kunz stehe im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen eines angeblichen Fehlverhaltens des 63-Jährigen. Offiziell waren bei der Verkündung der Trennung zum 31. Dezember 2025 familiäre Gründe angegeben worden. Der Aufsichtsrat hat gemäß seiner Verantwortung sofort nach Kenntnisnahme der Vorwürfe mit Unterstützung spezialisierter externer Anwälte die Aufklärung der Vorfälle eingeleitet, hieß es nun in einer Stellungnahme des Kontrollgremiums auf der Internetseite des Fußball-Bundesligisten. Anschließend habe man eine schnellstmögliche Trennung angestrebt. Zuvor hatte die Bild von Anschuldigungen gegen Kunz berichtet. Der frühere Nationalspieler hatte den Vorwürfen am Sonntagabend auf seinem Instagram-Account widersprochen. Erst einmal möchte ich sagen, dass mich die Vorwürfe hart treffen. Klar ist, ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück, hieß es in dem Statement. Kunz teilte weiter mit, er habe im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen seine Anwälte eingeschaltet. Diese sollten laut Kunz gegen diese falschen Vorwürfe und Vorverurteilungen vorgehen. Am 2. Januar hatte der Verein verkündet, dass sich der HSV und Kunz auf die Auflösung des Vertrages geeinigt hatten. Laut der damaligen Mitteilung hatte der 63-Jährige den Aufsichtsrat der AG nach den Weihnachtsfeiertagen aus persönlichen, familiären Gründen um eine sofortige Beendigung seiner Tätigkeit gebeten. In der heutigen Mitteilung des Aufsichtsrats hieß es nun, im Dezember 2025 seien Vorwürfe eines schwerwiegenden Fehlverhaltens von Stefan Kunz an das Kontrollgremium herangetragen worden. Der Aufsichtsrat betonte, dass Kunz insbesondere in Kenntnis der gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Trennung zum 31.12.2025 zugestimmt habe. Kunz sei dabei anwaltlich vertreten worden. Am frühen Montagmorgen ist das Restaurant und Café Oktober am Wiesendamm in Barmbeck-Nord in Flammen aufgegangen. Wie ein Feuerwehrsprecher gegenüber dem Abendblatt mitteilte, ist das Gebäude während der Löscharbeiten teilweise eingestürzt. Seit 3.30 Uhr waren Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr vor Ort und löschten den Brand. Erst gegen 10.20 Uhr war das Feuer gelöscht. In den frühen Morgenstunden wurde das angrenzende Mehrfamilienhaus evakuiert. Anschließend harrten 16 Anwohner in einem Bus der Feuerwehr aus und warteten darauf zu erfahren, ob die Wohnungen im Haus noch bewohnbar sind oder sie eine neue Unterkunft benötigen würden. Auch der S-Bahn-Verkehr musste kurzzeitig unterbrochen werden. Im vergangenen Jahr haben nach der 10. Klasse weniger Schulabgänger den Sprung direkt in eine Ausbildung geschafft. Die Übergangsquote sei damit im Vergleich zum Jahr zuvor von 42,8 auf 39 Prozent gesunken. 2012 lag sie bei etwa 25 Prozent. Ein Grund sei ein Anstieg der Schulabgängerzahl um 4,2 Prozent bei einem gleichzeitigen Rückgang des Stellenangebots um 3,8 Prozent auf etwa 10.200. Dennoch blieben den Angaben zufolge rund 950 Ausbildungsstellen unbesetzt und 1.400 Ausbildungsplatzsuchende ohne Vertrag. Die Gründe dafür sind vielfältig und betreffen alle Schülerinnen und Schüler aller Abschlüsse gleichermaßen, sagte der Chef der Hamburger Agentur für Arbeit, Sönke Fock. Bildungssenatorin Xenia Bekeris, SPD, appellierte an alle Hamburger Betriebe, verstärkt Ausbildungs- und Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen. Die meisten Schulabgänger, 48,3 Prozent, seien im vergangenen Jahr nach der 10. Klasse in die Ausbildungsvorbereitung gewechselt. Das können Produktionsschulen sein, aber auch die dualisierte Ausbildungsvorbereitung. Dabei gehen schulpflichtige Jugendliche in die Schule und arbeiten zudem an drei Tagen in der Woche in Betrieben. Das Programm gibt es auch speziell für junge Menschen mit einem Migrationshintergrund. Eine Frau hat ihr Baby in Hamburg in einem Auto zur Welt gebracht. Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, glückte die Geburt am frühen Sonntagabend ohne Komplikationen. Ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug kamen nach der Geburt, um die Mutter und ihre neugeborene Tochter zu versorgen. Ein Feuerwehrmann hatte dem Vater während der Geburt telefonisch Anweisungen gegeben, um das Baby sicher zu gebären. Mutter und Tochter seien beide in eine Klinik nach Altona gebracht worden. Der Zugverkehr der Linie U3 ist zurzeit zwischen Saarlandstraße und Schlump unterbrochen, hieß es am Vormittag von Seiten des Hamburger Verkehrsverbundes HVV. Grund dafür war ein Feuerwehreinsatz im U-Bahnhof Borgweg. Eine Sprecherin der Hochbahn gab bekannt, dass es sich bei dem Wagen um einen Arbeitszug gehandelt hatte. Fahrgäste seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen. Laut Feuerwehr war die Bremse eines U-Bahn-Waggons heiß gelaufen. Heiß gelaufen? Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de slash podcast.