Latest / Schlagabtausch – Das Schlagzeugmagazin im Podcast-Format / Wie Flo Dauner zu den Fantastischen Vier kam - Part 2 - Schlagabtausch # 150
Transcript
- 0:05Herzlich willkommen zum Schlagabtausch, eurem Schlagzeugmagazin im Podcast-Format.
- 0:09Dirk und ich feiern heute 150 Folgen Schlagabtausch. Außerdem wird es auch wieder
- 0:14fantastisch. Los geht's.
- 0:31Liebe Schlagabtausch-Community, ich begrüße euch zu unserer Jubiläumsausgabe
- 0:35150 wahnsinnige Folgen Schlagabtausch mit mir Tim Mickenroth und meinem lieben
- 0:41Freund, Kollegen und Podcaster Dirk Brandt. Hallo Dirk.
- 0:47Schönen guten Morgen. Ja, jetzt muss ich ja sagen, liebe Schlagabtausch-Community,
- 0:52geil, das habe ich ja gelernt vom Timo.
- 0:53Also wenn ihr mich manchmal am Anfang so lachen seht, weil ich schneide ja dann
- 0:59rein oder ihr wundert euch, warum der Brand so am Grinsen ist.
- 1:05Der Timo hat jetzt die fünfte Anmoderation in Folge gehabt.
- 1:11Und deshalb lachen wir uns dann manchmal selber, kommen aus dem Lachen nicht mehr raus.
- 1:16Mittendrin lassen wir ja unsere Karlauer, so nenne ich sie mal,
- 1:20lassen wir ja einfach drin, schneiden wir nicht raus. Aber am Anfang wollen
- 1:22wir es wenigstens halbwegs ordentlich versuchen.
- 1:25Und das war ein sehr schöner Versuch von Joe. Aber er hat dann irgendwann geglückt, muss ich sagen.
- 1:32150 Folgen Übung. Früher habe ich ja dafür 30 Anläufe gebraucht.
- 1:36Heute geht es ja in fünf. Ich meine, man hat ja dazugelernt.
- 1:41Stimmt. Also ich begrüße euch alle.
- 1:44Es wird eine spannende Folge. Wir haben schöne Sachen. Dann habt ihr ja schon
- 1:48gehört, es wird nochmal fantastisch. Aber bevor wir hier schon ins Schwafeln
- 1:53kommen, Tino, das habe ich gerade Tino gesagt, ne?
- 1:57Ah, du kannst alles sagen, kannst Mick, Mac, Tino, Timo. Ja,
- 2:01da haben sich ja auch mehrere drüber beschwert, habe ich ja gesagt.
- 2:04Ja, ich habe es ja hinterher mitgekriegt, dass es der Mac ist.
- 2:08Ja, ich bin ja lernfähig, aber ich benenne eh alle Leute immer auf Tour.
- 2:14Also ja, echt, das ist dann auch so, ne?
- 2:19Timo, wie sieht denn unser heutiger Rundown aus?
- 2:30Anlässlich unserer 150. Jubiläumsausgabe haben wir eine kleine Verlosung heute,
- 2:36die wir euch gleich präsentieren möchten. Es gibt wirklich tolle Preise zu gewinnen.
- 2:39Im Anschluss daran haben wir Part 2 mit dem wunderbaren Floh-Downer.
- 2:45Und es sei jetzt schon gesagt, es wird nicht bei Part 2 bleiben.
- 2:51Im Anschluss daran hatte Dirk einen besonderen G-Check für euch,
- 2:54denn er testet ausgiebig verschiedene Bass-Drum-Bieter, die er an sein Pedal geschraubt hat.
- 3:01Und dann natürlich wie üblich gibt es die Empfehlungen der Woche.
- 3:27Unser Smalltalk heute ist ein Bigtalk, weil 150 Folgen ist natürlich schon eine
- 3:31ordentliche Anzahl an Folgen und wir können natürlich jetzt nicht alle Revue
- 3:36passieren lassen, das wäre ja der Wahnsinn.
- 3:37Machen wir auch gar nicht, wir feiern uns auch gar nicht selbst,
- 3:40der Dirk trinkt eh keinen Alkohol oder sehr, sehr sporadisch.
- 3:44Es ist auch ein Uhrzeit, wo ich normalerweise nicht zu sowas greife.
- 3:47Wir haben gerade aktuell 9.02 Uhr.
- 3:50Also wir werden jetzt auch nicht großartig anstoßen. Aber wir haben was für
- 3:53euch, für unsere treuen Hörerinnen und Hörer, Zuschauerinnen und Zuschauer,
- 3:57für die Schlagabtausch-Community.
- 3:59Und zwar möchten wir eine kleine Verlosung machen, anlässlich von 150 Schlagabtauschfolgen.
- 4:05Und wir haben ein paar Preise, aber ihr müsst auch was dafür tun.
- 4:08Also wir hauen jetzt nicht einfach raus, sondern ihr müsst schon auch ein bisschen tätig werden.
- 4:14Und ich würde sagen, fangen wir erst mal damit an, was man gewinnen kann, wenn man mitmacht.
- 4:19Und zwar haben wir als, ich sag mal, Hauptgewinn ein Jahresabo in der Schlagabtauschakademie
- 4:26im Werte von immerhin 240 Euro.
- 4:29Also das ist schon, finde ich, eine Ansage.
- 4:32Dann hat uns netterweise unser Kollege Daniel Jacobi, der ja auch bei uns im
- 4:37Podcast war, drei Jahresabos seiner Rhythm-App zur Verfügung gestellt.
- 4:42Die dürfen wir also auch hier an der Stelle raushauen.
- 4:45Es gibt dann weiterhin ein paar Sticks von Dirk, von der Firma Vic Firth.
- 4:53Ich hau ein paar Sticks von Rohema raus. Das sind meine Signature-Sticks.
- 4:58Und es gibt außerdem dann noch einen Schlagabtauschbeutel zu gewinnen mit unserem
- 5:04grandiosen Logo da drauf.
- 5:07Und ja, ich glaube, das sind unsere Gewinnerungen. Habe ich irgendwas vergessen,
- 5:12Dirk? Nee, alles mit dabei.
- 5:15Und weil ich das so klasse finde, dass der Daniel Jacobi drei Jahreslizenzen
- 5:21seiner Rhythm App zur Verfügung stellt, weil die finde ich einfach grandios
- 5:26und habe auch immer mittlerweile ein bisschen mehr damit rumgespielt und es ist,
- 5:29unheimlich, was man damit machen kann.
- 5:32Also es eröffnet wirklich ganz, ganz viele Möglichkeiten.
- 5:37Sagt der Daniel Jacobi doch mal selber was dazu? Und da haben wir gesagt,
- 5:42komm, ey, wenn du schon drei Jahresabos für deine Rhythm App quasi zur Verfügung
- 5:47stellst, dann sollst du das selber bitte auch mal einmal anteasern. Also, Film ab.
- 5:57Hi, liebe Schlagabtausch-Community, lieber Dirk, lieber Timo,
- 6:00150 Folgen Schlagabtausch, das ist schon echt der Knaller, dass ihr das so lange schon durchzieht.
- 6:05Danke für eure super Arbeit und ich habe mir gedacht, 150 Folgen,
- 6:09bei so einem Jubiläum braucht man ein paar Giveaways.
- 6:11Ich spendiere drei Jahreslizenzen der Rhythm-App, aber nicht nur das,
- 6:14sondern die Gewinner und die Gewinnerinnen bekommen Zoom-Call mit mir.
- 6:17Das heißt, ich zeige euch alle Funktionen der Rhythm-App in einem persönlichen 1 zu 1 Tutorial.
- 6:22Also hört gut zu, was ihr machen müsst, um das Ding zu gewinnen. Viel Glück dabei.
- 6:26Bis bald. Wir sehen uns dann im Zoom-Call. Jedenfalls wir drei.
- 6:29Drei Jahreslizenzen. Ciao.
- 6:32Also vielen lieben Dank, lieber Daniel, dafür, dass du das zur Verfügung stellst.
- 6:35Das finden wir wahnsinnig und die App ist grandios. Und Dirk und ich benutzen
- 6:39sie im Unterrichtsgeschehen und auch für uns selbst definitiv.
- 6:43Also unbedingt mitmachen. Es gibt tolle Preise zu gewinnen. Aber was müsst ihr denn tun überhaupt?
- 6:48Und da haben wir uns gedacht, ja, ihr seid ja alle uns treu und wisst genau,
- 6:54was so los war bei uns und deswegen folgendes, wir stellen euch drei Fragen,
- 6:59diese drei Fragen werden wir auch in den Kommentaren zu diesem Podcast,
- 7:04anpinnen, das heißt, dieser Kommentar scheint dann immer ganz oben in der Kommentarleiste bei YouTube,
- 7:09und dann bitten wir euch darum, diese Fragen auch als Kommentar zu beantworten,
- 7:14obwohl das macht ja keinen Sinn, dann sieht man ja schon, was die anderen geantwortet
- 7:16haben, fällt mir gerade ein, gar nicht so clever von uns, ne?
- 7:21Also ihr müsst uns schreiben, anschlagabtauschpodcast.gmail.com.
- 7:26Mein Gott, wir sind hier wieder voll die Marketingprofis hier unterwegs.
- 7:28Also schreibt uns dann bitte eine E-Mail, anschlagabtauschpodcast.gmail.com.
- 7:34Einfach betreff 150 oder irgendwas Lustiges, was euch einfällt.
- 7:39Und dann müsst ihr auch nicht ewig lang einen Text schreiben,
- 7:41sondern schreibt einfach nur eure Antworten mit 1., 2., 3.
- 7:44Dahin. Und die Fragen, die wir euch stellen, lauten wie folgt.
- 7:50Und welche Empfehlung gab ich in Folge 119?
- 7:57Also was war meine Empfehlung am Ende des Podcasts in Folge 119?
- 8:01Die nächste Frage lautet, wie viele Pflegeprodukte von Dr. Listens hat Dirk in Folge 110 getestet?
- 8:13Also da brauchen wir dann die Anzahl der Pflegeprodukte, die Dirk dort von Dr. Listens getestet hat.
- 8:19Und die letzte Frage ist eine aktuellere.
- 8:24Mit welcher Band machte unser Gast Flo Dauner mit 15 Jahren seine erste Aufnahme?
- 8:33So, diese drei Fragen stellen wir euch. Die Antworten, sofern ihr sie wisst,
- 8:36schreibt bitte an schlagabtauschpodcast.gmail.com und unter allen Einsendern,
- 8:42die korrekt natürlich gelöst haben, gelöst, gelöst, gelöst, doch gelöst haben ist richtig,
- 8:48verlosen wir dann unsere tollen Preise.
- 8:51Und zwar machen wir das, würde ich auch sagen, öffentlich in Folge 151 mit Notar und Projekte.
- 8:59Was so dazugehört, würde ich sagen, oder? Nee, absolut super. Kennst du Notatik?
- 9:05Nö, doch, die wollen alle Geld dafür. Nee, dann lassen wir das lieber.
- 9:10Dann lassen wir das lieber.
- 9:13Aber was ich hier euch nochmal kurz zeigen muss, weil es gibt immer mal die
- 9:15Frage, was macht ihr, sondern so beim Betreuten Trommeln. Und ihr habt hier
- 9:19nochmal einen kleinen Mini-Video-Ausschnitt, weil es ist ja unser Hauptpreis,
- 9:23was denn da alles so zelebriert wird. Und das seht ihr jetzt.
- 11:12So, habt ihr mal einen kurzen Einblick davon bekommen, was denn beim betreuten
- 11:15Trommeln so passiert und natürlich auch nicht zu vergessen, in der Akademie sind natürlich auch,
- 11:21Übungen hinterlegt, das heißt ihr habt Playbacks
- 11:24dahin, Timo hat viele Jazz-Transkriptionen, hat Übungen dahinter,
- 11:29legt auch und dann natürlich auch, darf man nicht vergessen,
- 11:32am Mittwochabend ist der Drumhang, der ist anders wie bei mir beim betreuten
- 11:37Trommeln, beim betreuten Trommeln ist aktives Mitmachen, mehr oder weniger. Pflicht.
- 11:43Beim Timo geht es darum, dass ihr alles rund ums Schlagzeug oder alle Themen,
- 11:48die euch da interessieren oder wo ihr Fragen zu habt, dass die am Mittwoch im
- 11:52Dramat mit Timo erläutert werden.
- 11:55Ja, ist im Prinzip aber auch, kann man sagen, fast schon eher so ein Stammtisch auch.
- 11:59So ein Schlagzeugerinnen- Schlagzeug-Stammtisch. Also wird über alles Mögliche
- 12:02gesprochen, auch manchmal über das Schlagzeugspielen, aber nicht ausschließlich.
- 12:06Tipps in allen Lebenslagen und Weise von Timo. Absolut.
- 12:11Ich bin dann so quasi Guru Timo erklärt die Welt. Onkel Timo erklärt.
- 12:16Onkel Timo erklärt die Welt. Habe ich auch meine Pfeife so im Mund.
- 12:22Ja, heute ist dann eine Vape-Pfeife. Gibt es das eigentlich wie ein Nichtraucher? Eine Vape-Pfeife?
- 12:28Also ich sage ja immer, es gibt nichts, was es nicht gibt. Was es nicht gibt wahrscheinlich.
- 12:33Von daher. Habe ich noch nie gesehen. Aber an dieser Stelle möchte ich auch
- 12:38sagen, Ich rauche auch nicht, aber ich vape auch nicht. Also bitte,
- 12:41nicht, dass jetzt hier falsche Gerüchte aufkommen.
- 12:45Aber ich würde auch gerne eine Vape-Pfeife nicht anpacken, aber ich würde einfach
- 12:48eine Pfeife so im Mund rumlutschen, einfach weil es gut aussieht.
- 12:55Ich komme langsam in das Alter, in das Pfeifenalter. In einem Pfeifen war ich
- 12:58schon immer, aber jetzt komme ich in das Pfeifenalter. Genau,
- 13:00jetzt komme ich in das Pfeifenalter. Sehr schön.
- 13:03Uiuiui. Also ihr seht, liebe Community, es gibt tolle Preise,
- 13:07es gibt viele Sachen. Sagt es vielen weiter.
- 13:11Und ja, ich bin gespannt, was ihr an Antworten uns so kredenzt.
- 13:17Definitiv. Und nicht vergessen, wenn ihr denn eh schon mal auf unserer YouTube-Seite
- 13:21so rumscrollt und keine Ahnung was.
- 13:24Abonnieren wäre immer noch eine geile Option.
- 13:28Abonnieren. Boah, jetzt kommt
- 13:30der Dicke wieder mit seiner intelligenten Kamera. Es tut mir leid, dass,
- 13:38ihr... Bilder nicht mehr aus dem Kopf gehen. Ihr müsst gerade wissen,
- 13:41für die Leute, die es nicht gesehen haben, meine Kamera, die kann so ranzoomen
- 13:44und die hat sich selbstständig rangesoomt, aber das war dann so groß,
- 13:46das tut mir leid für alle, die es gerade gesehen haben.
- 13:49Jede Haut ohne Reinheit konnte man sehen. Die Hautärzte hatten gerade ihren Spaß dabei.
- 13:55Also, bevor man jetzt hier das noch weiter ausartet, macht bei der Verlosung
- 13:59mit. Wie gesagt, die Fragen gibt es angepinnt in den Kommentaren zu diesem Podcast.
- 14:03Und dann bitte schreiben an schlagabtauschpodcast at gmail.com und abonnieren
- 14:07nicht vergessen. Und ich würde sagen, das waren viele uns.
- 14:10Und, und, und, und, und. Es geht zur nächsten Rubrik. Bam.
- 14:23Wir kommen nun zum zweiten Teil mit dem Interview mit Flo Dauner,
- 14:28das wir auch an einem anderen Tag aufgenommen haben. Also wir haben nicht beide
- 14:31Peils miteinander weggepodcastet, sondern es gab einen zweiten Termin.
- 14:35Und ich muss noch was an der Stelle klarstellen. Ich habe ja meinen letzten
- 14:38Podcast mit einer Frage angefangen an den Flo, wo es um diese Torwart-Geschichte ging.
- 14:45Und ich habe nicht gesagt, wo ich das herhabe, wurde darauf aufmerksam gemacht,
- 14:49dass ich das vielleicht noch erwähnen sollte.
- 14:51Diese Torwart-Analogie ist aus einem Interview aus dem Trammerforum gewesen,
- 14:56aus dem Jahr 2006, also vor über 20 Jahren. Also im Januar 2006 wurde dieses
- 15:02Interview dort veröffentlicht.
- 15:03Und das hat der Trammerforum-User IPO geführt.
- 15:10Und ich habe mich auf diese Torwart-Analogie aus diesem Interview bezogen.
- 15:14Das Interview gibt es auch noch nachzulesen im Trammerforum.
- 15:17Das werde ich auch dann verlinken. Das heißt, wer nochmal wissen will,
- 15:20was vor 20 Jahren beim Flo aktuell war, der kann da gerne nochmal nachlesen.
- 15:24Kann ja auch spannend sein, wie hat sich das alles entwickelt.
- 15:28Und auf dieses Interview wollte ich gerne nochmal hier zu sprechen kommen.
- 15:33Aber kommen wir jetzt zum zweiten Teil. Wer den ersten Teil nicht gehört haben
- 15:36sollte, wovon ich nicht ausgehe, aber trotzdem nochmal für alle,
- 15:39die neu reingeschaltet haben.
- 15:41Im ersten Teil unseres Gesprächs mit Flo ging es unter anderem um die Frage,
- 15:44was einen guten Schlagzeuger eigentlich ausmacht. Wir haben über Timing gesprochen,
- 15:48über das Spiel vor und hinter und auf dem Klick und darüber,
- 15:51warum gutes Timing eben nicht nur bedeutet, möglichst exakt auf dem Grid zu liegen.
- 15:55Und Flo hat außerdem von seiner musikalischen Kindheit mit seinem Vater Wolfgang
- 15:58Dauner erzählt und davon, wie er überhaupt zum Schlagzeuger gekommen ist.
- 16:01Und schließlich sind wir bei den früheren Jahren mit den Fantastischen Vier
- 16:04gelandet und bei der Frage, wie Flo Anfang der 90er seinen eigenen Weg finden
- 16:07musste, akustisches Schlagzeug mit Samples, Loops und Hip-Hop zu verbinden.
- 16:12Und genau an diesem Punkt machen wir dann heute weiter, zumindest mehr oder
- 16:16weniger. Deswegen viel Spaß mit Flo Dauner Part 2. Interview ab.
- 16:29Hallo zusammen, wir freuen uns mega, dass wir in der zweiten Runde uns jetzt
- 16:34befinden mit dem Flo Dauner. Und lieber Flo, herzlich willkommen zum zweiten
- 16:40Schlagabtausch Teil mit dir.
- 16:42Und großartig, dass du nochmal die Zeit nimmst, uns ein paar Dinge über dich
- 16:46und dein Leben und dein Drumming zu erzählen. Also nochmal herzlich willkommen,
- 16:50Flo, schön, dass du da bist.
- 16:52Sehr gerne, guten Morgen, freut mich nochmal hier zu sein. Guten Morgen, Flo.
- 16:58Und ich freue mich, dass es nochmal geklappt hat. Wir haben ja gerade schon
- 17:01gesagt, bevor aufgenommen wurde, das könnte ein wöchentlicher Stammtisch werden.
- 17:08Ja, so ist es. Schauen wir mal. Aber ich freue mich auf jeden Fall,
- 17:13dass man uns nochmal hier selbstmöglich ein bisschen was erzählen kann.
- 17:17Unbedingt. Beim letzten Mal haben wir ja schon einiges über dich erfahren.
- 17:21Ich sage mal, über deine frühe Kindheit.
- 17:24Über wie du zu Klick stehst und Loopspielen und so weiter und so fort.
- 17:28Das ging ja schon sehr ins Eingemachte und ins Detail. Und das ist ja genau
- 17:31das, was wir alle lieben.
- 17:33Und ich würde heute gern noch mal.
- 17:36So ein bisschen anschließen an die chronologische Abfolge deines Lebens.
- 17:42Denn wir haben ja, wie gesagt, mitbekommen, musikalisches Elternhaus durch deinen Papa.
- 17:46Du warst direkt früh mit auf Konzerten, hast unter dem Flügel Zeit verbracht,
- 17:50während der Konzerte sogar. und, und, und hast also Haut anbekommen.
- 17:54Und du hattest noch deine ersten Auftritte mit dem Ride & Rock & Jazz Ensemble
- 17:59mit 15, wenn ich richtig das gelesen habe. Du warst also auch früh dann mit dabei.
- 18:03Da war die erste Schallplattenaufnahme mit 15 beim United Jazz & Rock Ensemble als Gastmusiker.
- 18:11Das ist schon eine Ansage. Ich meine, es war nicht irgendein Ensemble,
- 18:14sondern es war das Ensemble deines Papas.
- 18:18Und es war, ich glaube, in Deutschland auf jeden Fall super bekannt.
- 18:21Ich weiß nicht, wie weit es im Ausland auch getragen hat. Aber ich denke mal,
- 18:24schon auch auf jeden Fall über die Landesgrenzen weit hinaus.
- 18:27Also es war schon eine Ansage. Was, mit 15?
- 18:30Hut ab. Das heißt, da ging die Karriere schon steil bergauf von dir.
- 18:34Und du bist dann ziemlich früh, das fand ich auch bemerkenswert,
- 18:38nämlich mit 18 schon nach Berlin gegangen.
- 18:40Das heißt, du hast ja in Stuttgart gelebt vorher und bist dann mit 18 schon nach Berlin.
- 18:46Und da würde mich nämlich interessieren, warum? Warum? Weil im Prinzip hattest
- 18:50du ja alles in Stuttgart vor Ort, du hattest die Kontakte, du warst da schon
- 18:54im Studio, dein Papa war vor Ort.
- 18:57Was hat dich dann damals schon, kann man so sagen, bewegt nach Berlin zu gehen?
- 19:03Ja, das war eine Kombi aus verschiedenen Gründen. Also einmal hast du natürlich recht.
- 19:09Ich hatte hier mehr oder weniger alles. Ich habe schon gespielt in Clubs.
- 19:13Ich hatte zwei, drei Bands am Start, auch eine eigene Band, mit der ich eigene
- 19:23Sachen gemacht habe. Also das war schon früh auch ein Bestreben von mir.
- 19:28Ich wollte zwar Schlagzeug spielen um jeden Preis, also spielen,
- 19:32spielen, spielen, jeden Spiel spielen.
- 19:37Aber ich habe auch immer schon das Bedürfnis gehabt, selber Sachen zu komponieren.
- 19:42Ich habe schon, wie gesagt, ich weiß nicht, ob ich es letztens mal gesagt habe,
- 19:46vor dem Schlagzeug mit vier, fünf schon Klavier angefangen.
- 19:49Mein Vater hat das dann, als das Schlagzeug kam, so nebenher ein bisschen weitergemacht,
- 19:56und habe aber immer, ohne Klavierunterricht zu haben, tatsächlich komponiert.
- 20:03Ja, eigene kleine Stücke oder Instrumentalstücke, später auch ein bisschen Songs,
- 20:09auch gesungen nebenher.
- 20:10Also mir war es auch immer schon ein Bedürfnis zu kreieren, kreativ zu sein,
- 20:18Musik zu komponieren, zu kreieren.
- 20:21Aber auch ein Augenmerk war einfach auch, ich wollte spielen.
- 20:25Ich wollte raus in die Welt schon ziemlich früh. Ich habe das bei meinem Vater gesehen.
- 20:29Wie gesagt, der hat mich viel mitgenommen, auch zu Konzerten,
- 20:33auch über Deutschland hinaus, wenn er mal was zu tun hatte, Österreich,
- 20:38Schweiz oder mal ein Konzert hatte in Frankreich,
- 20:42auf einem Jazzfestival oder so, hat er mich überall mitgenommen.
- 20:45Und da habe ich natürlich Blut geleckt und wollte das auch machen. Also ganz einfach.
- 20:52Mit 18 war die Situation so, das war ja kurz vor der Wende, kurz.
- 21:04Vor der Wiedervereinigung wurde ich 18,
- 21:091989 und da war die Situation die, dass ich natürlich auch hätte zur Bundeswehr müssen oder auch,
- 21:20ich hätte verweigert und hatte hier schon in Stuttgart eine Zivildienststelle in einem Jugendhaus.
- 21:28Aber gleichzeitig kam das Angebot von über mehrere Ecken hin,
- 21:36befreundeten Musiker, quasi von meinen Eltern ein befreundeter Drehbuchautor
- 21:45damals fürs Fernsehen, dem sein Sohn ist nach Berlin gegangen.
- 21:50Die haben in Amerika gewohnt, in der Nähe von Boston.
- 21:55Und der Sohn ist nach Berlin gegangen, um da mit seiner Band durchzustarten.
- 22:01Und die hatten einen Plattenvertrag auch und hatten keinen Schlagzeuger.
- 22:05Werkzeuger und über mehrere Ecken.
- 22:08Haben die mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, nach Berlin zu kommen.
- 22:12Da gibt es einen Plattenvertrag, es war eine Rockband.
- 22:17Und ich habe dann abgewogen und habe halt überlegt und dachte,
- 22:24wenn ich das mache, dann kann ich vielleicht auch tatsächlich diese Geschichte
- 22:30Zivildienst und Bundeswehr umgehen.
- 22:32Also ganz pragmatisch gedacht, ich hätte das gemacht natürlich,
- 22:36aber damals gab es die Situation noch, dass wenn man in Berlin gewohnt hat,
- 22:43durch die Sonderstellung vor der Wende, dass man dann nicht zur Bundeswehr muss
- 22:48und auch nicht zum Zivildienst.
- 22:51Und das hat sich dann später, hat mich noch ein paar Jahre verfolgt,
- 22:56kann ich auch nochmal drauf eingehen. Aber zu dem Zeitpunkt erschien mir das eigentlich als...
- 23:03Sehr praktisch und auch das, was ich wollte, weil ich hätte dann gleich,
- 23:10als Profimusiker arbeiten können. Und ich bin dann tatsächlich mit 18,
- 23:14habe gerade den Führerschein noch hier gemacht in Stuttgart und bin dann mit
- 23:19Sack und Pack nach Berlin gezogen.
- 23:21Und das war eigentlich im Nachhinein auch eine irre spannende,
- 23:28tolle Zeit, die mich bis heute prägt, weil ich habe bis heute.
- 23:34Mit Leuten zu tun oder Sachen sind passiert aufgrund,
- 23:39Kontakten, die in dieser Zeit entstanden sind. Auch die Sache mit Paul van Dijk
- 23:45zum Beispiel ist da entstanden.
- 23:49Da habe ich einen Produzent kennengelernt, den Jens Bufall. Der hat die ganzen
- 23:53Platten produziert von Till Brönner am Anfang und auch Paul van Dijk, die Studioalben.
- 24:01Und damals in der Zeit gab es einen Rapper, Bürger Lars Dietrich, das hat er auch gemacht.
- 24:07Der ist dann mit Stefan Raab später ein bisschen bekannter geworden.
- 24:11Aber in dieser Zeit habe ich viele Leute eben kennengelernt und das war Ende
- 24:16der 80er, also es war in Berlin auch eine Zeit, da ging es total ab.
- 24:21Alle Studios haben geblüht, die Plattenfirmen haben Acts gesucht.
- 24:27Also ich war da wirklich im Hotspot. Ich habe,
- 24:31dort mit den ganzen Leuten auf einmal gearbeitet, die ich kannte aus der neuen
- 24:36Deutsche Welle Zeit, die ja gerade zu Ende gegangen ist vor ein paar Jahren
- 24:41davor, aber die mich auch sehr geprägt hat als junger Jugendlicher.
- 24:45Ich habe viel Deutsche Welle Zeug gehört, Aber auch natürlich Nena,
- 24:50Spliff und so weiter, diese ganzen Sachen, Nina Hagen.
- 24:55Und auf einmal in Berlin war ich da mit 18 und habe eben in einer Band gespielt,
- 25:03die das neue heiße Ding in Berlin war.
- 25:07Der Plattenvertrag war nämlich bei einer Firma, die gegründet wurde von Jim Rackete,
- 25:15dem Fotograf und auch Nena Entdecker, der berühmte Fotograf Jim Rackete und,
- 25:22Sigi Loch, der jahrelang...
- 25:26Chef von WEA Europa war, also zwei wirkliche Schwergewichte in der Musikszene
- 25:32damals, die haben ein neues Label gemacht.
- 25:36Und das Label hieß ACT. Und das Label gibt es jetzt immer noch,
- 25:41ist jetzt ein Jazzlabel, aber das Logo ist immer noch das gleiche wie 1989,
- 25:47als ich nach Berlin gegangen bin.
- 25:50Es hat angefangen als Pop-Label und die Band, in die ich da eingestiegen bin,
- 25:57war die erste gesignte Band von diesem Label.
- 26:01Die hieß Four Out of Five Dentists, schwieriger Name damals,
- 26:07und war eine amerikanische, also der Sänger war halb amerikaner,
- 26:11halb deutsch, war eher eine Rockband.
- 26:15So ein bisschen Richtung Stones. Lenny Kravitz kam damals gerade so auf.
- 26:21Ich weiß noch, ich habe Lenny Kravitz gesehen in Berlin am Neulendorfplatz.
- 26:27Wie heißt der Club? Ganz kleiner Club.
- 26:29300-400-Leute-Club bei seiner allerersten Tournee vom ersten Album.
- 26:35Das war so die Zeit und wo wir auch angefangen haben,
- 26:41da zu spielen, im Loft genau im Loft am Neuendorfplatz, ein ganz kleiner Klub,
- 26:45ich weiß nicht, ob es den noch gibt, aber ein legendärer Klub,
- 26:48haben auch viele internationale gespielt.
- 26:52Und somit war das eine unglaublich spannende Zeit, weil.
- 27:00Die immer noch bis zum heutigen Tage wahnsinnig Spuren hinterlassen hat bei
- 27:05mir, weil es ist dann so gewesen, dass ich mit dieser Band in Berlin ziemlich
- 27:11viel gespielt habe gleich,
- 27:13weil da ging es Plattenvertrag, es ging darum Produzenten zu finden,
- 27:18also gab es immer wieder Showcases, Gigs und quasi in Nordau haben wir sehr viel gespielt,
- 27:24in anderen Clubs auch, auch mal als Vorband hier, als Vorband da,
- 27:29von internationalen und,
- 27:33in Windeseile hat sich das in Berlin rumgesprochen, dass es dann einen jungen
- 27:37Trommler gibt, der 18 Jahre alt ist, der jetzt in der Stadt ist.
- 27:41Er hat das Sohn vom Downer, von dem Jazzmusiker.
- 27:45Und tatsächlich war es so, dass ich innerhalb von Wochen oder Monaten,
- 27:51Als ich dann in Berlin war, ganz viele Angebote hatte, Demos einzuspielen von anderen Bands.
- 27:59Die ganzen Studio-Leute, auch,
- 28:04die Spliff, die Nena-Leute, Udo Arm, die ganzen Produzenten im Alpha-Wild-Studio,
- 28:09das hatten die gerade damals. Sie hat ein Riesenstudio aufgemacht am Mehringdamm.
- 28:15Die haben mich eingeladen. Die haben teilweise auch die ganzen erfolgreichen
- 28:20Acts und Bands haben dann natürlich auch damals Künstler produziert und versucht
- 28:26aufzubauen und eigene Labels gemacht und so weiter.
- 28:29Und das war für mich ein Wahnsinns-Einstieg. Das war noch alles vor den Fantas.
- 28:35Aber das sage ich auch immer wieder zu die Fantas, wenn sie mich foppen wollen und sagen, ja,
- 28:43durch die Fantas habe ich quasi den Einstieg gehabt ins Business,
- 28:48dass mich viele kennen, das sage ich, nee, nee, Jungs, das war schon lange vorher,
- 28:52das habe ich schon selber gemacht.
- 28:54Du musst es umdrehen, du musst sagen, wegen mir habt ihr den Einstieg ins Business.
- 28:59Ja, tatsächlich, sage ich das auch manchmal. Ja, zu Recht. Lass mich kurz mal einhaken.
- 29:06Also was ich erstmal interessant finde, du bist quasi durch Zufall in diese
- 29:09pulsierende Stadt geraten. Das war gar nicht von dir geplant.
- 29:14Heute gehen ja viele nach Berlin, weil sie es einfach dort schaffen möchten.
- 29:16Weil Berlin ist weiterhin der Hotspot für die deutsche Pop-Szene, sage ich mal ganz klar.
- 29:22Und viele gehen gezielt dahin, weil da viel passiert. und du bist einfach so,
- 29:25ja, ich habe halt so ein Zivilist ist zwar nett, aber komm, ist auch schön da,
- 29:30wenn man spielen kann mit einer Band, deswegen gehe ich da hin,
- 29:32das finde ich sehr spannend.
- 29:33Und was du auch eben gesagt hast, das fand ich auch interessant und du hast
- 29:37nämlich auch mal nicht in deinem Video darauf bezogen, du hast gesagt,
- 29:40erstmal hat der Name Downertüren geöffnet.
- 29:43Aber, du hast auch gesagt, in deinem Video hast du auch gesagt,
- 29:47dass das zwar vielleicht Türen geöffnet hat, aber dadurch der Druck auf dich,
- 29:52als 18- oder 19-Jähriger vielleicht auch dann extremst hoch war.
- 29:56So nach dem Motto, wir gucken jetzt mal, was der eigentlich so drauf hat.
- 30:01Absolut. Kannst du mal über diesen Druck vielleicht berichten?
- 30:04Hast du den wirklich gespürt in dem Moment auch? Oder ist das etwas,
- 30:08was vielleicht erst später so dir eingefallen ist, dass du sagst,
- 30:11boah, wenn ich da nicht abgeliefert hätte oder sowas.
- 30:14Wie bist du damit? Hast du das in dem Moment überhaupt wahrgenommen?
- 30:18Ja, ich habe das tatsächlich schon sehr früh wahrgenommen.
- 30:22Also jetzt nicht so, dass ich aktiv darüber nachgedacht habe,
- 30:26aber ich habe das einfach.
- 30:31Sagen wir mal, ich habe das einfach gespürt, dass das so ist.
- 30:36Das fing schon an hier in Stuttgart, wenn ich mit Bands gespielt habe.
- 30:41Und dann auch, wenn man mal eine Demo aufgenommen hat. Und in einem Studio hier
- 30:46war, in irgendeinem kleinen Studio in Stuttgart und mit der Band mit 14,
- 30:5215, 16 mal eine Demo aufgenommen hat.
- 30:55Auch da habe ich schon gespürt, heute ist hier der Sohn vom Downer bei uns mit
- 31:0215, 16, jetzt schauen wir mal, was der so drauf hat.
- 31:05Also ich bin quasi einerseits natürlich, wie ich viel erzählt habe,
- 31:13dadurch, dass mein Vater Musiker war, hatte sehr viele Vorteile gehabt,
- 31:18weil ich eben ganz spielerisch und auf ganz natürliche Weise alles entdecken konnte.
- 31:28Wie gesagt, ich war immer schon bei Soundchecks dabei, im Studio, hier und da.
- 31:34Aber andererseits habe ich auch schon sehr früh gemerkt, dass ich anders beobachtet
- 31:40oder beäugt werde aufgrund der Situation.
- 31:46Und dass ich kein so.
- 31:53Ein unbeschwertes, erst mal,
- 31:59unbeobachtetes Dasein haben kann als Musiker. Und das hat vielleicht schon sehr
- 32:07früh dazu geführt, dass ich mich so als...
- 32:14Ja, schon früher vielleicht als erwachsenen Musiker gesehen habe,
- 32:19auch schon mit 15, 16, habe ich so gewusst, ich werde das machen.
- 32:27Das stand auch für mich, weil ich habe es ja bei meinem Vater gesehen,
- 32:29dass es geht. Also wenn man einigermaßen spielen kann und man muss sagen,
- 32:37es ist auch einfach, wie wir vorhin schon gesagt haben, eine andere Zeit gewesen.
- 32:42Heute kann ich das, was ich jetzt erzähle, alles, könnte ich heute gar nicht
- 32:46mehr so selbstverständlich sagen.
- 32:49Also auch diese Unbeschwertheit.
- 32:53Es gab damals eben kein Internet. Es gab nur die Realität.
- 32:57Du hast gemerkt, okay, du spielst schon mit 15, 16 fast jedes Wochenende in einem Club.
- 33:05Dein Vater ist Musiker, das machst du auch einfach. Also es gab auch nicht diese Ablenkung.
- 33:12Wenn ich nicht Schlagzeug gespielt habe, war ich auf dem Tennisplatz oder auf
- 33:15dem Fußballplatz. Und das war es mehr oder weniger, sage ich mal.
- 33:21Und abends konnte man Fernsehen schauen oder so, aber mehr war nicht an Ablenkung.
- 33:27Radio hören, Musik hören, Fernsehen gucken, drei Programme damals, das war es.
- 33:34Und heute können wir uns alles... Entschuldige mich mal ganz kurz,
- 33:38ich muss mal ganz kurz nach meinem Sohn gucken, der liegt nämlich krank zu Hause.
- 33:41Ihr macht aber einfach weiter.
- 33:42Okay, der macht wieder da. Alles klar, bis gleich.
- 33:46Super. Soll ich weiterreden? Ja, ja, gerne, gerne, gerne.
- 33:49Also genau, insofern war das dieses Selbstverständnis, ich werde Musiker,
- 33:55ich weiß nicht, ob ich das heute noch hätte, also,
- 33:59trotz der Zeit, wie ich aufgewachsen bin und wenn man das jetzt einfach 30,
- 34:0440 Jahre später transportieren würde mit meinem Vater als Musiker.
- 34:08Aber ich bin eben mit diesem Selbstverständnis aufgewachsen, dass das geht.
- 34:12Das Musikbusiness war intakt. Du hast auch gemerkt an Kollegen und Freunden,
- 34:18die haben einen Plattenvertrag gekriegt mit ihrer Band. Die haben es geschafft.
- 34:23Also das war alles sehr greifbar und deswegen auch ein gewisses Selbstverständnis.
- 34:31Aber um nochmal zurückzukommen, Ich habe.
- 34:35Dieses Beobachtetwerden oder dass die Messlatte bei mir gleich relativ hoch
- 34:44liegt, dass man immer schaut, dass man auch was erwartet, egal wie alt ich bin oder so.
- 34:50Es war einfach so und das war natürlich in der Berliner Zeit auch so,
- 34:54weil man muss sagen, jetzt heutzutage die jungen Musiker und Leute kennen meinen
- 35:00Vater jetzt nicht mehr so, aber in der Zeit war er absolut präsent.
- 35:05Und auch die ganzen, selbst Pop- und Rockbands in Berlin kannten meinen Vater alle.
- 35:14Und insofern war ich da schon unter Beobachtung. Das glaube ich so.
- 35:21Und ich wusste, dass es so ist. Ich wusste aber auch, das kann ich nicht ändern.
- 35:25Und habe vielleicht deswegen auch.
- 35:32Ja, ich weiß nicht, wie ich es sagen soll. den Druck gespürt.
- 35:37Ich wollte schon immer beweisen, dass ich auch dahin gehöre.
- 35:43Das war vielleicht schon ganz früh in mir drin. Das glaube ich auf jeden Fall.
- 35:48Besonders, ich glaube, man will ja auch, ich glaube bei jedem,
- 35:51das ist jetzt egal, ob das bei dir ist, also man will ja auch seinen Eltern gefallen.
- 35:55Oder man will ja auch bei seinen Eltern auch, man möchte ja auch gut sein,
- 36:00man möchte sich immer von der guten Seite zeigen.
- 36:02Von daher ist das, glaube ich, bei jedem so. Ich glaube, jeder,
- 36:05der ein normales Konzert hat, der weiß, wenn er spielt, wenn die,
- 36:08wie gesagt, die schlimmsten Konzerte sind für mich heute noch,
- 36:12wenn Freunde und Eltern zugucken.
- 36:15Das ist bei mir tatsächlich immer noch so. Das ist der größte Druck, oder?
- 36:20Wenn ich einen Fantas spiele in der Schleierhalle in Stuttgart.
- 36:25Wenn ich weiß, dass meine Mutter oder früher auch mein Vater oder wenn ich weiß,
- 36:30dass die da sind, dann hat das immer noch einen Druck. Ansonsten ist mir völlig
- 36:36egal, ob 20.000 Leute da sind. Das macht mich überhaupt nicht nervös.
- 36:41Mich macht es eher nervös in einem kleinen Club hier in Stuttgart,
- 36:45wo ich weiß, ich kenne die Hälfte der Leute. Das macht mich viel nervöser wie
- 36:50ein Konzert vor 20.000 Leuten. Das ist einfach viel unpersönlicher.
- 36:56Aber was du sagst, das hat natürlich jeder Musiker auch nicht nur das Gefallen-Wollen
- 37:00jetzt von Eltern oder auch innerhalb der Band.
- 37:04Du willst dich ja immer und du willst auch bei den ersten Auftritten,
- 37:08du willst auch, dass die Leute, die da sind, das gut finden, was du machst.
- 37:13Das ist völlig klar. Ja, trotzdem war das bei mir schon so, dass ich das gespürt habe,
- 37:22auch in meiner Zeit in Berlin, als heute hier kommt der junge Dauner,
- 37:26mal gucken, was der drauf hat und so weiter.
- 37:29Aber ich glaube, es war für mich irgendwann normal und hat mich, glaube ich, eher,
- 37:37also es war ein Druck da, der mich vielleicht sehr früh hat ein bisschen erwachsener,
- 37:42sein lassen, als ich es vielleicht sonst gewesen wäre. oder.
- 37:51Hat so ein bisschen diesen Raum genommen, einfach zu machen, zu spielerisch.
- 37:58Ich weiß nicht, wie ich es genau ausdrücken kann. Hat so ein bisschen,
- 38:04für mich war es gleich so.
- 38:07Ja, richtig rein ins richtige Leben. Das ist ein Job, ich spiele da und werde
- 38:11beurteilt und muss da abliefern, ja, so auf die Art.
- 38:15Ich glaube, es ist ganz wichtig, was du eben auch gesagt hast.
- 38:18Es gab damals einfach noch nicht diese Riesenablenkung namens Internet oder YouTube.
- 38:26Das heißt, man hat, also heute ist ja so, du spielst ein Konzert und bevor ich
- 38:29von der Bühne gehe, sind Schnipsel schon irgendwo online. Ob du mit den Fanta
- 38:33spielst oder mit Paul van Dijk, ich glaube, das ist ähnlich immer so.
- 38:37Man sieht dich schneller, du bist gerade von der Bühne und eigentlich kann man
- 38:40sich im Internet schon irgendwo sehen oder bei Instagram oder sonst wo und das
- 38:45ist Segen und Fluch zugleich, das wissen wir alle, auch das Internet ist ja
- 38:48ganz toll, Recherche oder wenn du Sachen,
- 38:52oder andere Trommler, also du wirst ja überhäuft davon und eigentlich
- 38:55finde ich manchmal auch ganz gut diese alte, gute Zeit, wo wir alten Männer
- 38:59reden jetzt schon so, diese alte, gute Zeit, wo es das noch nicht so gab,
- 39:02es gab drei Fernsehprogramme und man musste noch, und das finde ich halt Eigentlich
- 39:07schade für alle Jungen, die nachkommen.
- 39:09Du musstest in einen Club gehen. Ich weiß noch, ich bin damals,
- 39:12wir waren zu dritt von einer Berufsschule. Ich bin ja noch Gelände an den Industriegaufmann,
- 39:17bevor ich dann komplett nur Musik gemacht habe.
- 39:20Wir sind nach der Berufsschule ins Auto nach Stuttgart gefahren,
- 39:23um eine Winikola Jutta-Klinik zu sehen.
- 39:25Nachts wieder zurück und sind dann arbeiten gegangen.
- 39:28Und das war normal. Das war normal. Und auch, also...
- 39:34Das habe ich auch gemacht, aber ich finde, was noch drastischer ist.
- 39:45Du musstest die Leute live sehen,
- 39:47also zu einer Klinik oder zum Konzert gehen, aber ich habe mir auch,
- 39:53gerade Winnie Kolajuta war ich ja auch in einer sehr extremen Phase mit 15,
- 39:5816, weil da war Winnie eigentlich noch gar nicht so bekannt.
- 40:02Und es war auch Mitte der 80er noch.
- 40:06Da kannte den hier eigentlich niemand so richtig.
- 40:10Da habe ich die ersten Fusion-Platten kennengelernt, wo er drauf gespielt hat.
- 40:15Unter anderem, es gibt eine Platte von Alan Holtzworth, die heißt Secrets.
- 40:20Oder City Night, die beiden. Ja, unglaublich, was der da trommelt.
- 40:24Und damals war es einfach so, ich habe mir das angehört und dachte,
- 40:28bei ganz vielen Licks, wie macht er das?
- 40:31Also ich wusste schon sehr viel, weil mein damaliger Schlagzeuglehrer hat mich.
- 40:38Über die Gary-Cheffi-Schulen, das war ja auch kurz ein Lehrer,
- 40:43als Winnie in Berkeley war, auch die Brücke, gleich nochmal,
- 40:48warum ich dann auch nach Berkeley gegangen bin, der hat mich mit 15,
- 40:5216 diese Cheffi-Schulen gezeigt und da ging dann Licht auf, auch weil ich gesagt habe,
- 40:59dann auch schnell erkannt habe, das sind eigentlich die Grundlagen für genau
- 41:03diese Sachen, die der spielt, die man da hören kann.
- 41:06Dann kam auch Weckel noch auf in der Zeit.
- 41:09Der war, glaube ich, nicht bei Sheffy, aber diese Oddmeter-Rudiments,
- 41:16diese ungeraden Sachen und so, wo du, wenn du den Zusammenhang hörst.
- 41:23Du erkennst auch, wie das klingt, dass das sein muss.
- 41:27Aber trotzdem war es bei mir so, ich wollte diese Licks spielen können oder
- 41:31was er da spielt. Und wie machst du das damals?
- 41:35Ich hatte ein Vierspurgerät mit Kassette noch. Ich habe mir einfach damals die CD,
- 41:42ich habe das ganz schnell, da konnte man die Bandgeschwindigkeit verändern bei
- 41:46der Kassette, ich habe das auch
- 41:47ganz schnell aufgenommen, die CD von Holsworth und habe es dann in quasi,
- 41:54mehr oder langsamer wie die halbe Geschwindigkeit abgespielt und habe mir so,
- 42:01die verschiedenen Licks rausgehört, die ich unbedingt selber spielen wollte,
- 42:05wo ich aber die so schnell waren.
- 42:07Ich konnte mir das nicht erklären, was er da genau macht, wie die Abfolge ist,
- 42:12die Schlagabfolge und mit der Bassdown.
- 42:15Und so habe ich mir quasi Sachen rausgehört. Was ich damit sagen will,
- 42:20ist die Mühe und den Einsatz, sich mit was zu beschäftigen damals,
- 42:26die war natürlich viel größer und dadurch...
- 42:31Passiert auch was anderes, wie wenn du heutzutage auf alles dich eigentlich
- 42:38nur noch entscheiden musst, was gucke ich an, aber du beschäftigst dich nicht
- 42:43mehr, du gehst nicht mehr so tief rein in die Materie.
- 42:46Damals, man musste es richtig wollen. Ich musste, um dieses Spielen selber spielen
- 42:53zu können oder zu verstehen, richtig ans Eingemachte gehen. Ja,
- 42:57wie mache ich das? Wie kriege ich das langsamer? Wie verstehe ich das?
- 43:01Es gab diese Sachen nicht ausnotiert wie heute oder hunderte YouTube-Videos,
- 43:06wo du das vielleicht auch siehst und sich das dann von selber erklärt. Oder solche Sachen.
- 43:13Und das im Nachhinein Es ist halt eine andere Zeit, aber im Nachhinein,
- 43:20muss ich sagen, war das eine ganz tolle Sache, weil du musstest dich mit Sachen,
- 43:26sehr auseinandersetzen und hast die natürlich dann anders verstanden und.
- 43:34Sind anders in Fleisch und Blut übergegangen, wie was Abstraktes,
- 43:38was du einfach nur siehst.
- 43:40Ich glaube, das ist ganz wichtig, was du gesagt hast.
- 43:43Im Grunde genommen hast du ja schon gelernt, weil du dir selber die Arbeit gemacht
- 43:46hast, es zu notieren. Auch wenn du es falsch notiert hast.
- 43:49Aber auch dadurch ist ja was Gutes entstanden. Vielleicht sogar was nicht Besseres
- 43:53gegenüber Winnie, aber was Neues entstanden ist. Was Neues, oder du hast gemerkt,
- 43:58das ist es doch nicht ganz.
- 44:01Und auch dieses Zuhören und wirklich, wirklich hinhören.
- 44:05Ja, das ist, ja, wie du sagst, das ist einfach eine andere Geschichte,
- 44:13damit umzugehen. Und da beneide ich heutzutage die Jugend nicht nur.
- 44:19Andererseits ist es toll, dass man heute jeden Trommler sehen kann.
- 44:23Sofort eine Transkription dabei geliefert bekommt, die du früher selber machen musstest.
- 44:28Absolut, das hat auch Vorteile, aber nimmt auch was weg. Ja, absolut.
- 44:35Aber du hast schon direkt das Berklee College angesprochen. Lass uns mal ein
- 44:39bisschen so wieder das auftrösen.
- 44:40Das heißt, du warst ja erfolgreich in Berlin, hast alles möglich gemacht.
- 44:45Du hast live gespielt, Studiosachen, du hattest die Kontakte und hast dich dann
- 44:49doch noch mal entschieden, mit Anfang 20 rüber über den Teich zu gehen ans Berklee College of Music.
- 44:55Und du hast jetzt das schon erwähnt, Winnie war ein Vorbild von dir,
- 45:00der war ja am Berklee College zum Beispiel auch vorher.
- 45:03War das denn quasi als Fanboy, ich muss jetzt auch dahin, wo meine Vorbilder waren?
- 45:11Du hast ja auch nicht nur Schlagzeug, du hast dich auch um Komposition dort
- 45:14gekümmert, also auch Kompositionskurse besucht.
- 45:18Also was war der Auslöser für dich, zu sagen, okay, ich breche jetzt hier doch
- 45:22mal meine Zelte ab und gehe noch mal wirklich lernen an ein sehr renommiertes Institut?
- 45:29Ja, das ist auch wieder eine Mischung aus Sachen.
- 45:34Ich wollte eigentlich nicht studieren mehr, als ich in Berlin war.
- 45:40Ich wollte schon, ich dachte, hier jetzt bist du mit deiner Band, wir starten durch.
- 45:46Nebenher, ich habe gleich gemerkt, ich kann mich auch nebenher noch ausdrücken.
- 45:50Ich habe dann auch gleich selber noch eine Fusion-Band nebenher gegründet.
- 45:55Gossip ist die, ich sage immer, die Original-Band Gossip, weil später gab es
- 46:00ja auch eine bekannte Band, die hieß Gossip, mit der Sängerin Bestito.
- 46:09Aber wir haben die Originalband Gossip gegründet und haben da auch ein Album
- 46:13gemacht auf dem Label von meinem Vater damals, auf dem Mood Records Label in meiner Berliner Zeit.
- 46:20Also ich wollte schon, ich wollte spielen, spielen, spielen und ich wollte auch,
- 46:26vor möglichst vielen Leuten spielen, aber ich hatte auch neben mir her da schon,
- 46:31auch in der Berliner Zeit.
- 46:35Hat mir das nicht gereicht. Ich wollte auch tatsächlich,
- 46:40einerseits vor vielen Leuten spielen und Songs spielen und Popmusik machen und
- 46:47bekannt werden, sagen wir es mal so.
- 46:49Aber andererseits wollte ich auch immer improvisierte Musik spielen und war
- 46:56da auch immer hinterher.
- 46:57Ich habe auch in der Berliner Zeit gleich Leute gefunden, mit denen ich das
- 47:01machen kann, in Jazzclubs spielen.
- 47:04Und ja, dann war dieses Gossip-Album war draußen, das mit der,
- 47:12Band, wegen der ich eigentlich nach Berlin gegangen bin, das hat sich dann zerschlagen
- 47:18nach anderthalb Jahren.
- 47:20Wir haben verschiedene Produktionen gemacht, da war Geld im Spiel.
- 47:24Wir hatten ja für drei Alben einen größeren Plattenvertrag. Auch damals hat
- 47:31man Budgets, wir hatten ein Budget von 150.000 Mark, damals für die erste Platte, für eine junge Band.
- 47:39Da kamen Produzenten, alle zwei Wochen hatten wir Meetings mit Leuten,
- 47:46die uns produzieren sollten.
- 47:48Kurt Kress war auch einmal da. Ein Abendessen kann ich mich noch erinnern in
- 47:52Berlin, im Café Einstein mit dem Jim Rakete und Kurt Kress.
- 47:5889 war. Das.
- 48:02War auch witzig für mich, weil mein Vater hat mit Kurt Kress auch gespielt und
- 48:06auch da war es so, ah, du bist der junge Dauner irgendwie und ich soll jetzt
- 48:10die Platte produzieren.
- 48:12Das hat nicht geklappt, weil der Kurt Kress andere Vorstellungen hatte,
- 48:16auch musikalisch und so. Aber so war unser Alltag damals, also für mich mit 18.
- 48:23Jede Woche oder alle zwei Wochen irgendeinen Produzenten treffen.
- 48:26Letztendlich hat die Platte dann ein Engländer produziert, der jetzt leider.
- 48:34Nicht mehr lebt. Ein Produzent aus England, der lange auch mit einer Berliner
- 48:40Band gespielt hat. Egal.
- 48:42Auf jeden Fall haben wir dann auch diese Platte gemacht bei Uwe Hoffmann im
- 48:48Studio. Der erste Produzent, der jetzt schon lange in Spanien lebt und Sportfreunde
- 48:54Stille und so weiter hat er alles gemacht.
- 48:56Der Uwe Hoffmann, der hatte damals in Berlin ein Studio, Preußen-Tonstudio,
- 49:01ein großes Studio mit SSL-Pult und so weiter.
- 49:06Hatte damals ja schon, ich glaube die Ärzte gab es da auch schon,
- 49:11weiß ich nicht, hatte auf jeden Fall als Produzent da schon ein bisschen Namen
- 49:16in Berlin. Der ist auch übrigens Schlagzeuger gewesen.
- 49:22Und da haben wir letztendlich dann das Album gemacht mit dem Produzent aus England.
- 49:28Dave Young heißt er genau.
- 49:30Gott hab ihn selig. Vor ein paar Jahren gestorben leider. Hat dann lang mit
- 49:35den Element of Crime produziert und mit denen gespielt.
- 49:40Auch eine Band, mit der ich seit dieser Zeit verbunden bin, weil die gab es
- 49:45damals schon. und wir haben teilweise in gleichen Clubs gespielt am gleichen.
- 49:49Abend oder auch mal vor denen.
- 49:54Egal, auf jeden Fall haben wir dann diese Produktion gemacht,
- 49:58wirklich monatelang in so einem teuren Studio, wie es damals so war,
- 50:02mit einem Major-Plattendeal.
- 50:06Mein Vater hat dann auch, ich habe meinen Vater für ein, zwei Stücke als Gastmusiker,
- 50:12er hat dann Blügel gespielt bei zwei Stücken, bei so einer Ballade.
- 50:16Wir haben da wirklich Wochen, Monate lang rumgemacht.
- 50:20Die Platte wurde auch gemischt, fertig gemischt.
- 50:24Aber dem Sänger und dem Gitarrist, die eigentlich die Chefs waren von der Band, äh,
- 50:33Hat das alles nicht so gefallen, auch in welche Richtung das ging mit dem Produzent,
- 50:38wie es halt damals so war. Also es war eine tierisch aufwendige,
- 50:42teure Produktion, die letztendlich nie erschienen ist, nie rausgekommen ist.
- 50:49Und dann war es eben so, dass ich zu der Zeit dann auch,
- 50:56als klar war, die Band, das Album geht nicht so weiter, das Album kommt nicht
- 51:02raus, Die wollen das nochmal machen,
- 51:07der Sänger und der Gitarrist, jetzt irgendwie,
- 51:11egal, auch ohne Geld, nochmal in einem kleineren Studio nochmal anfangen.
- 51:15Das war mir dann tatsächlich damals.
- 51:20Ja, erstens musikalisch konnte ich mich nicht 100% damit identifizieren.
- 51:26Ich hätte das gemacht, wenn es losgegangen wäre und so weiter, aber.
- 51:33Es hat mich, glaube ich, gefühlt aufgehalten. Ich habe dann auch gesagt, ja gut,
- 51:40dann höre ich auch auf. Also, weil ich hatte dann, wie gesagt,
- 51:44die Fusion-Band-Gossip, mit der ich gerade ein Album gemacht habe.
- 51:48Ich habe gemerkt, alle möglichen Leute kontaktieren mich damals,
- 51:54um was einzuspielen. Auch junge andere Bands fragen mich, ob ich da einsteigen
- 52:00will, vielleicht, oder ins Studio spielen will.
- 52:04Also ich habe dann gesagt, okay, dann bringt es nichts.
- 52:08Und dann war es aber gleichzeitig so, dass die Mauer gefallen ist, die Mauer gefallen ist,
- 52:16Ende 89. Ich war da mittendrin. Ich weiß noch, ich hatte damals eine Ente,
- 52:23die alte Ente von meiner Mutter. Das war mein erstes Auto.
- 52:28Und ich bin damals die Strecke Berlin-Stuttgart über den Transit damals noch,
- 52:35mit der Ente gefahren, ausgebaute Rücksitze, dass mein Schlagzeug reinpasst.
- 52:41Und ich bin die Strecke so oft gefahren mit der alten Ente.
- 52:45Da durfte man ja eh nur 100 fahren auf der Transitstrecke damals.
- 52:51Ich hatte irgendwann damals noch den grünen Reisepass. Und der war irgendwann voll mit Stempeln.
- 52:59Und ich brauchte aufgrund dessen einen neuen Reisepass, weil kein Platz mehr
- 53:02war für die Transitstempel. Der war über 20 Seiten. Ich habe den noch voll mit
- 53:08DDR-Stempeln, stempeln, weil ich die Strecke so oft gefahren bin.
- 53:12Vielleicht mal ganz kurz die Aufklärung für die jüngeren Hörerinnen und Hörerinnen
- 53:16und Zuschauer. Die jüngeren haben ja schon abgeschaltet.
- 53:20Als es die DDR gab, war die DDR ja zu quasi, keiner durfte rein,
- 53:25mehr oder weniger, keiner durfte wirklich raus.
- 53:27Und es gab eine sogenannte Transitstrecke von dem Westen nach Berlin.
- 53:31Das heißt, man durfte diese Strecke auch nicht verlassen.
- 53:34Es gab keine Ausfahrten in dem Sinne, sondern man musste dort und es wurde immer
- 53:38schön du kommst in die DR rein, Stempel rein und auch wieder rausstempeln und
- 53:42keine Ahnung, damit die auch genau wussten, dass er nicht irgendwie,
- 53:47für ihre Verhältnisse damit Unsinn getrieben wird, das war die Transitstrecke.
- 53:52Quasi wie eine Autobahn, kann man sich das vorstellen.
- 53:55Ohne Ausfahrten. Richtig. Eine ziemlich beschissene Autobahn,
- 53:59das wollen wir mal sagen. Mit riesen Schlaglöchern damals noch und so weiter.
- 54:04Aber genau, um nochmal den Anschluss zu finden, dann kam die Maueröffnung.
- 54:09Die Band hat sich ein bisschen zerschlagen. Ich habe gemerkt,
- 54:14mit Gossip, mit meiner Fusion-Band kann ich auch weiterspielen.
- 54:20Wir haben damals auch schon in Deutschland gespielt und in Italien kleine Jazz-Festivals. Äh.
- 54:28Kurz oder lang war es so, mit der Maueröffnung ist Berlin auch natürlich geflutet
- 54:34worden und war auf einmal unglaublich voll.
- 54:38Es war zwar auch wahnsinnig spannend, aber das Berlin, was ich noch das Jahr
- 54:43davor kannte, als ich hingezogen bin,
- 54:46das hat sich schlagartig geändert und ich bin dann in der Zeit wieder zurück
- 54:52nach Stuttgart gezogen.
- 54:54Und da kam dann nochmal die Berkley-Idee auf, weil eigentlich ich bin ja mit
- 55:0316 aus der Schule, aus dem Gymnasium, 10.
- 55:08Klasse raus, eigentlich auch mit dem Versprechen meinen Eltern gegenüber,
- 55:15dass ich Musik studiere, weil,
- 55:18ich wusste schon damals, man kann Musik studieren hier in Deutschland Und ohne Abitur,
- 55:25mit einer Extraprüfung.
- 55:27Ich war auf dem Gymnasium, habe mittlerer Reife ja sowieso gehabt nach der 10. Klasse.
- 55:34Und wollte eben nichts als spielen. Und habe dann quasi gesagt,
- 55:39ich gehe mit 16 aus der Schule. Habe meinen Eltern gesagt, weil ich sowieso
- 55:43schon spiele jedes Wochenende.
- 55:45Dann habe ich viel Zeit zu üben und kann die Aufnahmeprüfung machen.
- 55:51So habe ich das quasi meinen Eltern erklärt.
- 56:00Es gab die ersten Jazz- und Popularmusikstudiengänge zu der Zeit.
- 56:05Ich glaube, Köln war mit so die erste Hochschule. Und dann kam ziemlich schnell
- 56:11Stuttgart auch Ende der 80er.
- 56:14Also das war möglich. Ich habe dann tatsächlich, als ich aus der Schule raus
- 56:20war, die Aufnahmeprüfung hier gemacht in Stuttgart.
- 56:23Aber da war ich 17 dann.
- 56:26Zu dem Zeitpunkt haben sie mich nicht genommen. In dem Jahr haben sie nur zwei
- 56:30Leute genommen, von wie viel Bewerber und auch immer, haben mir aber damals
- 56:35schon gesagt, mach nächstes Jahr nochmal, dann nehmen wir dich.
- 56:40Ja, also so war das. Und nächstes Jahr war ich dann 18 und dann in der Zwischenzeit
- 56:48kam das mit Berlin und dann war ich weg.
- 56:51Dann habe ich gedacht, okay, jetzt mache ich das, dann kann ich gleich,
- 56:55das machen, was ich eigentlich machen will, nämlich spielen und im Studio sein
- 57:02und Platten aufnehmen und Konzerte spielen und vielleicht berühmt werden mit
- 57:06einer Band und so weiter.
- 57:08Also so war der Gang und dann kam ich eben nochmal zurück nach der Berliner
- 57:14Zeit und so ein bisschen eine Symbiose aus ein paar Sachen.
- 57:19Also einmal gab es noch das offene Versprechen an meine Eltern,
- 57:22dass ich doch damals aus der Schule gegangen bin, um Musik zu studieren.
- 57:29Und gleichzeitig habe ich aber eigentlich auch schon mein Geld verdient und habe gespielt.
- 57:38Allerdings bin ich dann.
- 57:42Aus der Berliner Zeit zurückgekehrt und war auch,
- 57:47so ein bisschen orientierungslos, sage ich mal, weil das mit der Popband hat nicht geklappt.
- 57:52Ich habe aber gesehen, dass ich hatte schon relativ schnell viele Kontakte.
- 57:56Also ich habe da schon gesehen, ich kann eigentlich, mir stehen die Türen eigentlich so ziemlich offen.
- 58:02Ich finde auch sofort, wieder eine andere Band sagt uns jetzt mal einfach so,
- 58:09weiterzumachen oder was Neues wird sich ergeben.
- 58:15Und dann gab es dieses Versprechen noch und dann habe ich aber auch zu meinem Vater gesagt,
- 58:21ich will hier in Deutschland eigentlich nicht Musik studieren,
- 58:25weil für mich hat das nicht so richtig Sinn gemacht. Damals waren die Jazz-
- 58:31und Popularstudiengänge ziemlich am Anfang.
- 58:37Die Dozenten, mit denen konnte ich auch nicht so richtig anfangen.
- 58:41Ich habe gesagt, ich spiele doch schon. Das ist doch die beste Schule hier.
- 58:46Live spielen, im Studio aufnehmen. Dies und das machen.
- 58:52Wenn ich studieren müsste oder so, dann würde ich vielleicht in Amerika studieren,
- 58:59weil mein Vater hat gesagt, Berkeley, die Schule,
- 59:05die gab es schon, als er jünger war.
- 59:08Die gibt es ja schon lange in Amerika.
- 59:12Und das war sowas, was für ihn natürlich damals unerreichbar war,
- 59:17aus finanziellen Gründen und aus vielem mehr.
- 59:24Er hat dann zu mir gesagt, ja, dann geh doch da hin.
- 59:28Und dann habe ich überlegt, überlegt und war natürlich so, dass viele Trommler,
- 59:36die ich toll fand, unter anderem auch Winnie, Steve Smith und so ein paar Leute,
- 59:41die waren da alle, das wusste ich.
- 59:45Und wusste ja auch schon, dass der Lehrer...
- 59:50Der diese Typen unterrichtet hat, da war, Gary Sheffy und so weiter.
- 59:58Und mich hat es dann eh so ein bisschen mehr zu der Zeit auch ein bisschen weg
- 1:00:02von der Popmusik, mehr in diese Fusion-Ecke gezogen. Und dann habe ich halt
- 1:00:07gesagt, gut, dann mache ich das. Habe mich dann.
- 1:00:13Beworben um Stipendium. Aber vorher muss ich noch eine Sache sagen,
- 1:00:17weil die hat tatsächlich mit Winnie Collier Jutta zu tun.
- 1:00:20Als ich aus Berlin zurückkam, war ich so ein bisschen orientierungslos,
- 1:00:25bin auf Konzerte gegangen und bin einmal aufs North Sea Jazz Festival gefahren in Den Haag.
- 1:00:34Ist das dieses berühmte große Jazzfestival und da war ich so 21 oder 20 genau
- 1:00:44kurz vor 21 bin ich gerade aus Berlin zurückgekommen, hab,
- 1:00:50gedacht jetzt fährst du da mal hin, da spielen viele tolle Acts in dem Jahr,
- 1:00:54und hab da hat Winnicola Jutta auch gespielt mit irgendeiner Band,
- 1:01:01mit so einer zusammengewürfenden Truppe, ich weiß gar nicht mehr.
- 1:01:04Die Allstars gewesen sein? Nein, es war gar nicht so bekannt.
- 1:01:11Es waren drei, vier Leute, ich glaube auch ein, zwei Japaner dabei.
- 1:01:16Das war so eine typische Festival zusammengewürfelte Band, wie es damals gab.
- 1:01:20Ich bin nicht deswegen da hingefahren.
- 1:01:25Da haben bekannte Acts gespielt. George Benson hat da gespielt.
- 1:01:28Alle möglichen. Ich bin da einfach hingefahren.
- 1:01:32Und habe dann, als ich dort war, gesehen, dass Winikola Jutta da auch spielt, gewonnen.
- 1:01:38Im Programm habe ich das dann gesehen. Und weil ich da auch noch so ein bisschen
- 1:01:44orientierungslos war, soll ich wirklich nach Berkeley gehen?
- 1:01:47Oder damals gab es auch noch nicht so lange dieses MIT in L.A.,
- 1:01:54auch mit tollen Lehrern und so weiter.
- 1:01:57Und dann dachte ich, ich frage den Winnie einfach mal, was der machen würde.
- 1:02:03Und dann bin ich da hingegangen zu dem Gig, wo er gespielt hat.
- 1:02:08In der Halle und dachte nach dem Gig, vielleicht kann ich ihn irgendwie abpassen und fragen.
- 1:02:16Und tatsächlich war es auch so, nach dem Gig war er da an der Seite von der
- 1:02:20Bühne und ich bin da einfach hingegangen. Das war damals auch nicht abgesperrt
- 1:02:25oder so, das war ein großes Jazz-Festival.
- 1:02:29Er hat da nicht auf der Hauptbühne gespielt, sondern in einem kleineren Nebensaal.
- 1:02:35Und ich bin dann hin zu ihm, der hat da gerade sein Zeug zusammengepackt,
- 1:02:39seine Becken oder was, so ein bisschen Stocktasche, Becken und ich bin hin und
- 1:02:44habe gefragt, ob ich ihn kurz stören kann und das ist ein junger Schlagzeuger, ich bin aus Deutschland,
- 1:02:50und überlege nach Berkeley zu gehen oder nach L.A.
- 1:02:55Und was er denn meint, er war ja auch in Berkeley, er war nur ein Jahr in Berkeley.
- 1:03:00So habe ich es dann auch gemacht, ich war letztendlich auch nur ein Jahr in Berkeley.
- 1:03:05Und dann hat er zu mir gesagt, go to Berkeley. das wäre die bessere Wahl.
- 1:03:10Und das hat mir gereicht. Dann bin ich nach Hause gefahren und tatsächlich habe ich dann...
- 1:03:17Mich damals um Stipendium bemüht, weil die Schulkosten sehr hoch sind.
- 1:03:21Du musst ja trotzdem auch noch dahin fliegen, brauchst eine Unterkunft und so weiter.
- 1:03:26Das hat mein Vater mir alles damals ermöglicht, aber er hat gesagt,
- 1:03:30werbe dich doch um Stipendium.
- 1:03:32Damals auch habe ich eine Kassette aufgenommen, wo ich ein paar Sachen gespielt
- 1:03:37habe oder auch zum Klick ein Schlagzeug-Solo gespielt habe, weiß ich noch,
- 1:03:40das habe ich extra aufgenommen bei mir und habe dann tatsächlich eine Kassette,
- 1:03:45da hingeschickt, nach Amerika.
- 1:03:46Und nach vielen Wochen später kam eine Antwort, dass ich ein Stipendium habe
- 1:03:51und musste quasi die Schulkosten nicht zahlen für zwei Semester. Und dann bin ich da hin.
- 1:03:57Bin aber, war, als ich dort war, auch so ein bisschen, ja, ich wollte eigentlich
- 1:04:02spielen und wollte mit meiner Band Gossip weiterspielen, weil wir hatten gerade
- 1:04:06dieses Album gemacht und,
- 1:04:08hatten auch, die anderen haben sich um Gigs bemüht und so weiter.
- 1:04:12Da war ich im Sommersemester, hier, habe gespielt, bin im Wintersemester wieder
- 1:04:16rüber und habe dann aber nach einem Jahr gesagt, ich gehe wieder zurück,
- 1:04:22ich will spielen, ich will eigentlich nicht studieren.
- 1:04:24Wobei ich da super viel gelernt habe.
- 1:04:28Das wollte ich fragen. Was ist in Berkeley anders als in Deutschland für dich gewesen?
- 1:04:33Was war für dich, war der Flow, die ganzen Vibes, die Lehrer,
- 1:04:37wie haben die anders unterrichtet? Oder was hat für dich dann.
- 1:04:41Was war in Berkeley für dich anders.
- 1:04:44Und die haben es die Erwartungen erfüllt, die du vorher an Berkeley hattest.
- 1:04:49Ich weiß gar nicht, ob ich so große Erwartungen hatte, weil ich hatte nicht
- 1:04:54studiert, ich hatte keinen Vergleich.
- 1:04:56Ich wusste nur, da sind tolle Lehrer.
- 1:05:00Fast alle Musiker, die ich gehört habe zu dem Zeitpunkt, waren da.
- 1:05:05Ob Pat Messini, Bruce Hornsby, was weiß ich. Also alle waren ja da.
- 1:05:12Und ich weiß gar nicht, ob ich eine Vorstellung hatte. Ich wusste nur,
- 1:05:17da sind die tollsten Lehrer. ich gehe da mal hin.
- 1:05:22Was da anders ist, also ich glaube.
- 1:05:28Diese Geballtheit, nicht nur an den Lehrern, an dieser Lehrerpower,
- 1:05:34sondern auch, dass da Studenten aus der ganzen Welt hinkommen,
- 1:05:41das hat natürlich eine ganz andere Power. Als ich da rüberkam,
- 1:05:45ja, ich habe dann irgendwann gemerkt.
- 1:05:50Ich war schon von Deutschland, sagen wir mal, ein bisschen verwöhnt.
- 1:05:54Ich hatte schon den Eindruck, dass ich in meinen jungen Jahren relativ viel
- 1:06:01kann schon und war es nicht gewohnt, sage ich mal,
- 1:06:05so eine wirkliche Konkurrenz zu haben, jetzt in Anführungsstrichen,
- 1:06:11so in meinem Umfeld oder in meinem Alter.
- 1:06:14Und dann kommst du da hin und dann habe ich gemerkt, ich bin einer von damals,
- 1:06:18wie viel? Ich glaube, 600 Trammern, die da studiert haben.
- 1:06:241200 Gitarristen haben da studiert zu dem Zeitpunkt. 400 Bassisten,
- 1:06:29wie immer gibt es zu wenig Bassisten. Die haben dann auch überall gespielt.
- 1:06:34Es war ganz schwer, einen Bassist zu kriegen für eine Session.
- 1:06:38Die konnten es sich quasi aussuchen. Auf einmal habe ich gemerkt,
- 1:06:41okay, hier weht ein anderer Wind.
- 1:06:43Hier bin ich einer von ganz vielen und das hat mir natürlich,
- 1:06:49auch wenn ich es vielleicht im ersten Moment komisch fand, letztendlich hat
- 1:06:55mir das wahnsinnig gut getan, mal was ganz anderes zu sehen, wie das,
- 1:07:02was hier passiert ist in Deutschland.
- 1:07:04Und das ist, glaube ich, was anders ist dort. Du merkst.
- 1:07:10Ja, du bist einer von vielen. Es gibt wahnsinnig viele Leute, die spielen können.
- 1:07:16Dann gehen die Amis auch einfach anders mit Musik um. Das muss man einfach mal
- 1:07:24so sagen. Der Umgang, man merkt da drüben, dass Musik,
- 1:07:33Viel mehr, wie soll ich sagen, viel mehr verwurzelt ist,
- 1:07:38in den Alltag, in die Geschichte von jedem.
- 1:07:44In die Ursprünge. Musik ist allgegenwärtig dort für jede Familie, schon von klein auf.
- 1:07:52Fast jeder spielt ein Insta. Das geht gar nicht im Profibereich,
- 1:07:55aber jeder hat irgendwie einen Zugang zu Musik.
- 1:08:01Überall ist Livemusik, in jeder Bar spielen sie, in jedem Hotel spielt eine
- 1:08:05Band, auf der Straße wird Musik gemacht, jede...
- 1:08:13Alle Eltern spielen irgendwie hobbymäßig in einer Countryband,
- 1:08:18in der Kirche, im Gospel.
- 1:08:22Aber es gibt trotzdem keine Trennung von den Stilistiken.
- 1:08:26Ich habe ganz viele Musiker getroffen, die alles machen.
- 1:08:30Die spielen da in einer Gospelband, dann nachmittags in einer Countryband,
- 1:08:37da in einem Café, dann am Abend in einem Club mit einer Reggaeband oder mit einer Heavy Metalband.
- 1:08:44Also es ist sehr viel selbstverständlicher, die Musik, und wird auch nicht so in Kategorien gedacht.
- 1:08:55Und auch nicht in Schwarz und Weiß oder.
- 1:09:00In solchen Sachen. Und das habe ich da gelernt, dass Musik viel selbstverständlicher ist.
- 1:09:06Ich bin eh so aufgewachsen, habe ich letztens mal auch gesagt,
- 1:09:10durch meinen Vater, da gab es auch nie Stilistiken oder Kategorien,
- 1:09:15sondern nur gut und schlecht eigentlich, aber egal welcher Stil.
- 1:09:20Und das wurde mir aber dort trotzdem noch mal viel bewusster,
- 1:09:25weil ich habe auch schon,
- 1:09:27gerade als ich hier studieren wollte, in den Anfängen in Deutschland,
- 1:09:33als es diese Studiengänge gab, Jazz und Popularmusik,
- 1:09:37habe ich schon bei der Bewerbung auch hier gemerkt und dann das,
- 1:09:42was teilweise Kollegen erzählen,
- 1:09:44dass das dann schon sehr,
- 1:09:48ja, auf, wie sagt man, ein bisschen Scheuklappen-mäßig ist. Also die Jazzer
- 1:09:54waren da auch so ein bisschen sehr akademisch oder ich weiß nicht, wie man es.
- 1:10:02Zu viele Regeln und zu wenig Freiheit und so weiter.
- 1:10:08Und das habe ich in Amerika oder
- 1:10:12in Boston jetzt speziell ganz anders wahrgenommen, auch in der Schule.
- 1:10:16Also ich hatte da Lehrer, in so einem Arranging-Kurs war ein Typ, da kam ich rein,
- 1:10:26der kam rein in den Unterricht mit dem Ghetto-Blaster, hat ihn da hingestellt,
- 1:10:33hat auf Play gedrückt, hat erstmal fünf Minuten Funk, Hardcore-Funk-Groß gespielt.
- 1:10:44Und hat dann ausgemacht und hat gesagt, hi, wie geht's euch?
- 1:10:48Ich bin der und der und hat jeden Unterricht so angefangen. Erstmal laut Musik
- 1:10:53gespielt, das war alles Mögliche.
- 1:10:57Jedes Mal auch was anderes.
- 1:11:00Und,
- 1:11:02Ja, also einfach ein viel lockeres Umgehen und nicht auch dieses Denken,
- 1:11:07ja, Jazz muss so sein oder Jazz, das geht ja eh.
- 1:11:14Eigentlich gegen alles, was Jazz sein soll. Das hat ja mein Vater auch schon
- 1:11:18immer gesagt, Jazz ist ja Freiheit.
- 1:11:20Jazz ist eigentlich Freiheit und hat keine Regeln in dem Sinn.
- 1:11:26Und ich glaube, das ist ein großer Unterschied,
- 1:11:31zu hier. Das hat sich alles auch natürlich aufgelöst. Aber damals war das ein
- 1:11:35sehr großer Unterschied, wenn man Jazz studieren wollte in Deutschland.
- 1:11:42Das war, glaube ich, sehr, sehr akademisch am Anfang und mit sehr vielen Regeln verbunden und auch.
- 1:11:51Mit wenig Freiheit, sagen wir mal. Und das war ein großer Unterschied.
- 1:11:56Zu dem habe ich dann auch gleich in Amerika.
- 1:12:00Ehrlich gesagt, ich war zwar schon an der Schule und habe mich da auf verschiedene
- 1:12:05Kurse eingeschrieben, aber letztendlich, muss ich ehrlich sagen,
- 1:12:10war ich mehr in den Clubs.
- 1:12:13Ich habe gleich gespielt, ich habe gleich ein paar Gleichgesinnte getroffen,
- 1:12:17die auch gemerkt haben, der kann ganz okay spielen.
- 1:12:20Mich haben gleich in der ersten Woche Leute gefragt, ob ich einen Gig spielen will.
- 1:12:25Das war in irgendwelchen Cafés, Jazz-Gigs ohne Krone. Da habe ich auch gleich
- 1:12:30gemerkt, in Amerika weht ein anderer Wind.
- 1:12:34Wenn du Glück hast, kriegst du zwei Freigetränke am Abend, wenn du spielst.
- 1:12:39Und wenn es voll ist, vielleicht ein bisschen was von der Tür, von der Gage. Aber,
- 1:12:45ich war ja schon gewohnt, ein bisschen für ein Gig 150 oder 200 Mark damals zu kriegen.
- 1:12:53Und in Amerika war das alles ganz anders und das hat mir alles sehr gut getan,
- 1:12:57das zu erfahren und ich glaube,
- 1:13:01Das ist ein Teil, weil du gesagt hast, was ist da anders. Das ist ein Teil,
- 1:13:06der dort anders ist. Auch dieses Hinkommen, nicht nur an der Schule, sondern auch zu sehen.
- 1:13:14Wie es da wäre, als Musiker zu sein und zu leben. Du merkst da schon sehr früh,
- 1:13:21dass es viel härter ist da natürlich auch der Beruf Musiker.
- 1:13:26Es gibt viel mehr Leute, die spielen können.
- 1:13:31Die Bedingungen sind bei uns viel bequemer und luxuriöser und das habe ich da,
- 1:13:39schon extrem mitgenommen aus der Zeit dass es uns hier eigentlich sehr sehr gut geht,
- 1:13:45und das sieht man natürlich erst wenn man mal einen Vergleich hat wenn man woanders
- 1:13:49hingeht Das heißt es war für dich auch nie eine Option dann drüben zu bleiben
- 1:13:53sondern es war für dich klar ich gehe definitiv wieder auch zurück in die Heimat nach Deutschland.
- 1:13:58Irgendwie schon, weil ich Sachen am Laufen hatte hier, die mir auch wichtig
- 1:14:04waren, so wie die Band Gossip.
- 1:14:06Das war eigentlich das Einzige, aber das war meine Band.
- 1:14:13Wir hatten gerade, wie gesagt, diese Platte. Wir hatten Gigs zu spielen,
- 1:14:17das lief an. Das war die Musik, die ich eigentlich damals auch machen wollte.
- 1:14:23Instrumentalmusik, aber mit Groove. Es war Fusion-Musik.
- 1:14:27Es hat mir total Spaß gemacht und das war ein Grund,
- 1:14:33Und ich habe dort viele Kollegen kennengelernt, mit denen ich teilweise auch
- 1:14:38noch heute in Kontakt bin.
- 1:14:40Es ist witzig, zum Beispiel der Joss-Stone-Kontakt, ich habe ja vor ein paar
- 1:14:45Jahren mit Joss-Stone gespielt, der kam tatsächlich auch über einen alten Berkeley-Kontakt,
- 1:14:5230 Jahre nach Berkeley quasi, kam dieser Kontakt, Sonst wäre das auch nicht passiert.
- 1:15:01Aber ich habe so ein bisschen überlegt, aber für mich war das nie so eine Option, drüben zu bleiben.
- 1:15:06Aber ich habe Kontakt gehabt mit ein paar Leuten, die Berkeley studiert haben
- 1:15:12und dann nach New York gegangen sind.
- 1:15:14Das war so der übliche Schritt damals von vielen Studenten, die in Boston studiert
- 1:15:21haben, dann eine Weile, als sie fertig waren, in Boston geblieben sind,
- 1:15:24aber dann irgendwann den Move gemacht haben nach New York.
- 1:15:28Und ich muss auch sagen, also noch kurz zu meiner Berkeley-Zeit, als ich da hinkam.
- 1:15:38Ich habe natürlich auch mich erstmal orientiert und,
- 1:15:46geguckt, wer da so studiert und ich habe zum Beispiel meine Mitstudenten in
- 1:15:51Berkeley zu der Zeit, das war auch ein toller Jahrgang, ehrlich gesagt, also 1991, 1992,
- 1:15:58ich habe im Abler Boreal studiert, der Trommler der jetzt schon lange bei Paul McCartney spielt,
- 1:16:06als ich dorthin kam war der in seinem letzten Jahr aber ich habe,
- 1:16:13eben sofort mit Leuten gespielt mit denen er auch in der Band gespielt hat und
- 1:16:18habe da auch unter anderem mit einem deutschen Keyboarder mit dem Christian Lohr das ist der,
- 1:16:26Kontakt Das war's.
- 1:16:29Was ich gerade erzählt habe, durch den ich dann auch bei Joss Stone gespielt
- 1:16:33habe, weil der Christian Lohr hat damals mit dem Abler Boreal eine Band gehabt
- 1:16:37in Boston und hat aber auch sehr früh,
- 1:16:41gemerkt, es gibt auch so ein bisschen so eine deutsche Community,
- 1:16:45es hat sich sehr schnell rumgesprochen, dass ich dann da bin und dann haben
- 1:16:49wir ein paar Sessions gemacht und es hat ihm gefallen.
- 1:16:52Und dann habe ich da einen sehr schnellen Einstieg eigentlich.
- 1:16:58In die Top-Liga gehabt von den Leuten, die da studiert haben durch den Christian
- 1:17:03und habe da angefangen, Sessions zu spielen, jeden Abend auch an der Schule
- 1:17:08mit ziemlich guten Leuten.
- 1:17:09Der Matt Garrison, der Bassist, der jetzt im Jazz sehr viel spielt,
- 1:17:13der hat da auch studiert. Mit dem habe ich einige Sessions gespielt.
- 1:17:18Und das war natürlich, also das war ein besonderer Jahrgang,
- 1:17:22muss man auch noch sagen.
- 1:17:23Es gibt in Berkeley immer mal wieder solche Jahrgänge, wo eine Anzahl an Musikern
- 1:17:30da ist, die man auch dann später sieht, noch sieht in der ganzen Welt.
- 1:17:37Und das hat natürlich auch mich sehr nochmal beflügelt, da Gas zu geben auf jeden Fall.
- 1:17:46Und so war das. Und deswegen, ich war so hin und her gerissen.
- 1:17:51Ich fand es einerseits geil dort und wollte da eigentlich auch noch bleiben.
- 1:17:57Mit tollen Musikern spielen, das alles aufsaugen. und habe aber andererseits,
- 1:18:03eben auch durch die Zeit in Berlin schon davor und,
- 1:18:09ich wollte, wie gesagt, eigentlich spielen und habe das auch vermisst,
- 1:18:14dann wieder Student zu sein,
- 1:18:16obwohl ich nebenher gespielt habe, war trotzdem irgendwie komisch und insofern,
- 1:18:21war ich so ein bisschen hin und her gerissen und bin dann doch nach einem Jahr
- 1:18:25wieder zurück und tatsächlich...
- 1:18:30Auch, hat dann nicht lange gedauert, dann war ich bei den Fantaschen.
- 1:18:36Also das ging dann alles hoppla hopp.
- 1:18:39Aber was ich vorhin noch sagen wollte, auch weil du gefragt hast,
- 1:18:44wie das mit Berlin kam und so, ja.
- 1:18:51Ganz viel oder eigentlich alles in meinem Leben ist ungeplant passiert.
- 1:18:56Das sind alles Sachen, die sich aufgrund mancher Ereignisse oder so,
- 1:19:01also ich habe mich viel treiben lassen und deswegen sind Sachen passiert,
- 1:19:06aber ich hatte nie einen Masterplan.
- 1:19:08Der einzige Masterplan war, so viel wie möglich zu spielen und ich wusste,
- 1:19:14irgendwann werde ich vor vielen Leuten spielen oder.
- 1:19:20Werde davon leben können oder so, aber ich hatte nie einen detaillierten Plan oder so.
- 1:19:26Das hat sich eigentlich alles immer ergeben von einem zum anderen.
- 1:19:32Also dieser Masterplan ist aber ziemlich gut aufgegangen.
- 1:19:37Wie ist das denn dann gekommen? Lass uns doch mal so ein bisschen den Sprung
- 1:19:42zu den Phantas kriegen, weil ich denke mal, das wollen viele wissen.
- 1:19:46Du bist dann bei den Phantas eingestiegen, du hast ja beim letzten Mal schon
- 1:19:49ein bisschen erzählt, dass ihr dann versucht habt, oder du selber versucht hast,
- 1:19:53das Programmierte quasi mit dem Drum zu ersetzen.
- 1:19:57Aber wie sieht so ein Proben, vielleicht, ich glaube, das ist gerade,
- 1:20:01was viele Jüngere interessiert hat, wie sieht so ein Probenalltag aus?
- 1:20:04Wie bereitest du dich vor? Wie sehen die Bandproben aus?
- 1:20:08Wie sieht so ein, ja, überhaupt so eine Tour aus? Dass du davon vielleicht mal
- 1:20:12ein bisschen erzählst, weil ich glaube, das ist das, was viele auch interessiert.
- 1:20:15Und wie gesagt, wie ist der Einstieg gekommen? Wie kam der Kontakt zu den Fantas
- 1:20:19auch zustande? Du kamst ja frisch aus den USA, relativ frisch.
- 1:20:25Wie ging das los? und die Fanta 4, die hatten ihren ersten Hit mit Dida in Deutschland.
- 1:20:30Weißt du das Jahr noch? Flur auswendig? 92.
- 1:20:34Kamen die groß raus sozusagen. Du kamst quasi vom Berklee zurück nach Deutschland
- 1:20:38und die hatten ihren ersten großen Hit.
- 1:20:40So ist es, genau. Und, äh.
- 1:20:44Die Band gab es davor zwei Jahre oder so. Die hatten ihr erstes Album, jetzt geht es ab.
- 1:20:51Das wollte noch niemand so richtig wissen oder hören.
- 1:20:58Und mit dem zweiten Album, vier gewinnt, da war die da drauf.
- 1:21:03Und dann hat es ja auf einmal geknallt.
- 1:21:06Es ist so, dass ich die Fantasie in der Auche Stuttgart hatte.
- 1:21:09Also ich kannte, ich wusste, dass es die gibt.
- 1:21:13Auch als ich aus Berkeley zurückgekommen bin.
- 1:21:19Muss ich nochmal kurz zurückspulen. Ich bin aus Berkeley zurückgekommen, 92,
- 1:21:26und habe dann eben mit meiner Fusion Band Gossip gespielt, aber auch gleichzeitig
- 1:21:34natürlich gedacht, was passiert jetzt als nächstes.
- 1:21:40Ich hatte dann aus meiner Berliner Connection,
- 1:21:45der Bassist, mit dem ich bei der Band war, von der ich vorhin erzählt habe,
- 1:21:51wo dann das Album nicht veröffentlicht wurde.
- 1:21:53Der hatte mittlerweile bei einer anderen Band gespielt, die damals einen großen
- 1:21:59Plattenvertrag hatten, bei der Sony Peacock Palace, ist die Band,
- 1:22:03kennt man heute, glaube ich, nicht mehr.
- 1:22:05Aber auf jeden Fall hatten die dann so einen kleinen Radio-Hit und sollten eine Tournee machen.
- 1:22:12Die hatten aber keinen Schlagzeuger, weil der Schlagzeuger war auch der Produzent,
- 1:22:15der dann aber live Keyboard spielen wollte und haben mich dann gefragt,
- 1:22:21ob ich eine Tour machen will.
- 1:22:22Das war eine sechs Wochen Nightliner-Tour als Vorgruppe von den Pokes.
- 1:22:28Eine englische, keine irische, aber eine englische Band, die irische.
- 1:22:36Polk-Musik macht, sage ich mal. Die Polks kennt man vielleicht noch, die Älteren von uns.
- 1:22:44Auf jeden Fall war das dann meine erste Nightliner-Tour.
- 1:22:48Sechs Wochen gleich als Vorgruppe von einer Band, die es ordentlich hat krachen
- 1:22:55lassen. Also tatsächlich der Einstieg in den Rock'n'Roll damals.
- 1:23:02Weil ich hatte ja schon viel gespielt, Aber so eine richtige Nightliner-Tour
- 1:23:07mit Bussen und sechs Wochen on the road, das hatte ich auch noch nicht gemacht.
- 1:23:12Also das kam ziemlich direkt, als ich von Berkeley zurückkam,
- 1:23:18aus Boston, plus zu spielen mit meiner Band Gossip.
- 1:23:24Und diese Band, für die ich die Tour gemacht habe, die haben mich dann auch
- 1:23:30gefragt, ob ich da einsteigen will in die Band.
- 1:23:33Aber irgendwie wollte ich das nicht. Also es war für mich von der Musik her,
- 1:23:38es war Popmusik, aber es war mir ein bisschen zu,
- 1:23:44ich sage mal, ich konnte mich da schlagzeugmäßig nicht so richtig ausdrücken, wie ich es wollte.
- 1:23:51Also es war mir vielleicht nicht anspruchsvoll genug als Popmusik oder nicht.
- 1:23:59Auf dem rhythmischen Sektor, schlagzeugmäßig vielleicht nicht anspruchsvoll
- 1:24:03genug. Ich habe mich da nicht gesehen in dieser Band. Das hat mir Spaß gemacht, so eine Tour zu machen.
- 1:24:08Aber ich wollte eigentlich nicht einsteigen in der Band, obwohl es eine Chance
- 1:24:12gewesen wäre, auch weiterhin.
- 1:24:17Einem größeren Publikum zu spielen. Und da waren Sachen geplant,
- 1:24:21weitere Tourneen, Fernsehauftritte und so weiter.
- 1:24:25Irgendwie hat mich das aber nicht so gereizt.
- 1:24:30Und ich habe dann weitergespielt mit meiner Fusion-Band, aber in Stuttgart wieder
- 1:24:36gelebt und habe dann natürlich von den Phantas gehört und mitgekriegt.
- 1:24:44Das wurde am Anfang in Stuttgart auch natürlich ein bisschen belächelt, auch von mir.
- 1:24:48Ich wusste, die Phantas gibt es. Ich war auch bei einem Konzert schon,
- 1:24:52als die im Jugendhaus Degerloch gespielt haben. Das war bei mir um die Ecke, wo ich gewohnt habe.
- 1:24:59Und irgendwie war es schon was Neues und man wollte dabei sein.
- 1:25:05Aber als Musiker selber hat mich das natürlich erst mal jetzt nicht vom Rocker
- 1:25:11gehauen, sage ich mal. Und dann,
- 1:25:16sind die so bekannt geworden auf einmal, hat es geknallt mit Dieder.
- 1:25:20Und ein paar Monate später war es tatsächlich so, dass ich kannte in Stuttgart.
- 1:25:28Die Szene war ja schon relativ klein. Den Manager von Fantas,
- 1:25:31den kannte ich schon ein bisschen durch Club-Konzerte von früher.
- 1:25:39Der ist da auch aufgetaucht bei Bands, bei denen ich gespielt habe und so weiter.
- 1:25:43Das ist ja eine kleine Szene in Stuttgart gewesen.
- 1:25:46Auf jeden Fall kannte ich den Manager von Fantas und habe gehört über eine andere
- 1:25:53Band, die er auch gemanagt hat zu dem Zeitpunkt. und,
- 1:26:00dass die Phantas überlegen,
- 1:26:04mit einem Schlagzeuger weiter zu, oder jemanden suchen eigentlich, der Schlagzeug spielt.
- 1:26:12Und wenn ich Lust habe, soll ich mich doch da mal melden beim Management.
- 1:26:17Das hat mein Kollege gesagt, das ist auch ein Schlagzeuger, der aber damals mit seiner Band,
- 1:26:23auch kurz vor einem Plattendeal war und so weiter, den das jetzt selber auch
- 1:26:29nicht interessiert hat, der gesagt hat, mach das doch mal. Und dann habe ich überlegt und dachte,
- 1:26:36hm, komisch, mit der Musik, ja, weiß ich nicht.
- 1:26:41Ich finde es irgendwie cool, weil Hip-Hop hat natürlich schon diese rhythmische
- 1:26:44Komponente, wo man als Schlagzeuger auch, das triggert einen schon auf eine
- 1:26:49Art. Ich hatte aber keine Berührungspunkte zur Hip-Hop-Musik damals.
- 1:26:54Und wie gesagt, ich fand das auch so ein bisschen, also jetzt nicht wirklich
- 1:26:58ernst genommen als Musiker, weil ich hatte ja schon ganz viel gemacht in echten
- 1:27:05Studios in Berlin und mit Leuten,
- 1:27:10die man kannte und so weiter, bin dann da aber hingegangen und.
- 1:27:17Das war im Studio damals ein ganz kleines Studio, wo die Fantas ihre ersten
- 1:27:22Schallplatten oder ihre ersten CDs aufgenommen haben in Stuttgart,
- 1:27:26das Basement-Tonstudio von Klaus Schaaf, der auch immer der FOH-Live-Mischer war von Phantas,
- 1:27:32auch leider 22 gestorben ist nach Corona, aber das war,
- 1:27:39mit dem hatte ich auch eine ganz tolle Verbindung, weil wir eben diesen Sound,
- 1:27:44der mich dann später auch quasi ausgezeichnet hat mit den tiefen Snare und so,
- 1:27:50den habe ich eigentlich mit Klaus Schaaf über.
- 1:27:5320, 25 Jahre entwickelt auch live. Ja,
- 1:27:59Egal, anderes Thema, da müsste man auch wieder einen extra Podcast drüber machen,
- 1:28:03über die Soundästhetik, wie sich das entwickelt hat bei den Phantas.
- 1:28:07Auf jeden Fall bin ich dann ins Studio, die haben da gerade ihr drittes Album
- 1:28:14aufgenommen, wo Tag am Meer drauf ist, das Album Viertel Dimension,
- 1:28:18das dann schon ein bisschen anders war.
- 1:28:21Nicht ganz so poppig wie das Dida-Album, also wie das Vier-Gewinnt-Album.
- 1:28:26Ich bin damals in dieses winzige Studio, das ich kannte, weil ich davor auch
- 1:28:31schon mal eine Demo von einer Stuttgarter Band da aufgenommen habe.
- 1:28:35Ein ganz winziges Studio, also ganz kleiner Aufnahmeraum, ganz kleiner Regieraum
- 1:28:40und noch eine Vocal Boost gab es da.
- 1:28:44Hatte ein bisschen Schlagzeug im Auto dabei und die waren mitten im Machen.
- 1:28:50Damals haben gerade aufgenommen, die haben tatsächlich an Tag am Meer damals gearbeitet an dem Song.
- 1:28:56Und ich kam da rein und wir haben gesagt, ah, du bist der irgendwie,
- 1:29:00setz dich mal hin, wir müssen, wir nehmen gerade noch ein paar Vocaltakes auf.
- 1:29:05Ich habe dann ein paar Stunden dann gesessen erstmal und nichts gemacht. Und dann haben wir.
- 1:29:12Gesagt, ja, jetzt, wie machen wir es? Jammer zusammen.
- 1:29:16Und dann habe ich quasi aus dem Auto eine Bassdrum, eine Snareddrum und eine
- 1:29:21Hi-Hat geholt, habe die in den Aufnahmeraum gestellt,
- 1:29:26Wir haben eine kleine Gesangsanlage aufgebaut und haben quasi einfach mal gejammt, ja, ohne Musik.
- 1:29:35Die vier, es gab kein Playback, ich habe einfach einen Groove gespielt,
- 1:29:39die haben ein Tempo gesagt, haben dazu gerappt und das haben wir irgendwie eine
- 1:29:44halbe, dreiviertel Stunde gemacht.
- 1:29:47Und, äh...
- 1:29:51Dann,
- 1:29:53kam nicht gleich Feedback, weil ich wusste, die wollten noch ein paar andere
- 1:29:57Stuttgarter Trommler, hatten sich da auch noch irgendwie eingeklinkt und wollten vorspielen.
- 1:30:03Aber das war auf jeden Fall gleich super lustig und spannend und auch musikalisch,
- 1:30:10sodass ich dachte, ah okay, da hatte ich doch irgendwie,
- 1:30:15mal wieder ein Vorurteil, was sich nicht bestätigt hat, weil es wurde gleich Musik gemacht.
- 1:30:20Also es war gar nicht so, obwohl die kein Instrument spielen,
- 1:30:24keiner von denen, wirklich, war das gleich, ja komm, lass jammen,
- 1:30:30spiel irgendwas und wir rappen dazu.
- 1:30:33Und somit war das auch für mich gleich ein Game Changer, weil ich dachte erst,
- 1:30:41ja das sind doch gar keine Musiker in meiner Welt.
- 1:30:46Mit denen kann man gar nicht jammen oder so.
- 1:30:48Und wir haben das einfach gleich gemacht und es hat auch mir sofort Spaß gemacht,
- 1:30:55und dann haben wir uns getrennt da haben gesagt, die haben gesagt,
- 1:31:00sie melden sich sie sind gerade in der Albumproduktion und es kommen auch noch
- 1:31:03zwei, drei andere Trommler vorbei, die ich auch kannte Stuttgarter Trommler,
- 1:31:08und tatsächlich nach drei, vier, fünf, sechs Wochen ich weiß nicht mehr wie
- 1:31:13lange es gedauert hat hat das Mudo angerufen und hat gesagt ja,
- 1:31:18wir wollen das mit dem machen.
- 1:31:19Es war geil, dieser Jam.
- 1:31:22Und seitdem ist es so.
- 1:31:24Also das war auch sehr unkompliziert und sehr spontan und ist auch einfach passiert
- 1:31:31und war auch nicht geplant. Außer, dass ich.
- 1:31:35Mitbekommen habe, dass sie einen Drummer suchen. Aber alles Weitere war nicht
- 1:31:39geplant, außer, dass ich da hingegangen bin. Und,
- 1:31:43So ging es dann eben auch weiter. Es war überhaupt kein Plan da am Anfang.
- 1:31:51Lass mal kurz eine Frage stellen. Das heißt, du warst auch der erste externe,
- 1:31:56Musiker für die oder hatten die schon...
- 1:31:58Absolut, nee. Und warst also der erste Live-Musiker, den die dann verpflichtet
- 1:32:03haben sozusagen. Das ist quasi die Vorhut gewesen.
- 1:32:06Ja, die Vorhut. Kann man so sagen. Und was wollten die, ist aber ziemlich doof,
- 1:32:10aber was wollten die mit ihr anfangen?
- 1:32:12War das jetzt, weil die haben die Beats ja programmiert, wir haben ja im Studio
- 1:32:15quasi die Platte schon fertig,
- 1:32:17produziert, so erzählt hast, wollten die dann nur jemanden haben,
- 1:32:20der auf der Bühne halt noch ein bisschen Alarm macht, also das einfach,
- 1:32:23weil es gut aussieht, was heute ja oft hat leider, der Schlagzeug ist eigentlich
- 1:32:27nur dabei, weil es einfach besser aussieht.
- 1:32:30Weil halt was passiert, ist immer noch interessanter als ein Keyboard zuzugucken,
- 1:32:34sage ich mal. Ja, tatsächlich, also es war anders.
- 1:32:38Die selber wollten das erst gar nicht.
- 1:32:41Das war eine Idee, vom Manager von den Phantas. Und zwar aufgrund eines bestimmten Ereignisses.
- 1:32:49Es gab damals eine Band aus England, die Hysterio MCs. Ich weiß nicht, wer die noch kennt.
- 1:32:57Das war auch so eine Art, ja, eigentlich eine Hip-Hop-Band aus England,
- 1:33:01aber und die hatten tatsächlich, es gab ein Konzert in Stuttgart auf dem Cannstatter
- 1:33:09Vasen, war ein Riesenkonzert.
- 1:33:11Ich glaube, im Rahmen von irgendeinem, entweder war es Guns and Roses oder im
- 1:33:17Rahmen von einem ganz großen Act, der mehrere Vorgruppen hatte.
- 1:33:22Ich war auch bei dem Konzert, lustigerweise, es war 92.
- 1:33:26Ich glaube, es war Guns and Roses und da war im Vorprogramm mehrere Bands,
- 1:33:30unter anderem Stereo MCs und noch ein paar ein, zwei Brunch Acts,
- 1:33:38ich weiß, ich komme gerade nicht auf die Namen,
- 1:33:41auf jeden Fall war Stereo MCs da, ich habe das auch gesehen,
- 1:33:45die haben gespielt mit DJs,
- 1:33:47und einem Drummer und Rap und zwei Backing-Vocals, glaube ich.
- 1:33:54Und aufgrund dieses Ereignisses hat quasi der Bär, der Manager von den Fantas.
- 1:34:03Laut gedacht, dass bei den Fantas ging es gerade ab.
- 1:34:08Die haben Konzerte gespielt in größeren Clubs,
- 1:34:14500-600 Leute. Es wurde dann aber größer aufgrund von dem Erfolg von Dida.
- 1:34:20Und ich glaube, der Bär hat schnell gemerkt, dass wenn das größer wird,
- 1:34:28dann reicht es nicht mehr, Musik vom Turntable quasi zu spielen und dazu zu
- 1:34:34rappen, weil es einfach zu startet.
- 1:34:36Also der hat schon quasi vorausgesehen, dass auch eine musikalische,
- 1:34:42es ging tatsächlich jetzt nicht nur um die Optik, auch das, was ich am Anfang befürchtet hatte.
- 1:34:48Da braucht man halt was, was gut aussieht und ein bisschen Alarm macht.
- 1:34:52Nee, es war tatsächlich so, dass gesehen wurde, dass das so, wie es.
- 1:34:59Wie es da war, auf einer großen Bühne nicht funktionieren wird.
- 1:35:03Ja, dass man einfach, man braucht langfristig Instrumente oder was,
- 1:35:10was auch eine Dynamik schafft, um eine andere Ebene.
- 1:35:15Andere Energie einfach. Eine andere Energieebene, weil sonst wird es zu statisch.
- 1:35:20Das kennt man auch jetzt noch von Acts, es gibt noch amerikanische Hip-Hop-Acts,
- 1:35:26die ohne Band auftreten.
- 1:35:28Und ja, dann nach einer halben Stunde ist das, hat sich das erschöpft meistens.
- 1:35:33Egal wie laut du es machst, weil es einfach statisch und wenig Dynamik hat und
- 1:35:40dadurch einschläfernd ist auf eine Art.
- 1:35:45Und also der Bär hat das erkannt damals und hat das den Phantas vorgeschlagen.
- 1:35:50Und die waren selber irgendwie.
- 1:35:56Eher semi-begeistert, sage ich mal. Die waren eher so, echt,
- 1:36:00brauchen wir das? Und was ist dann, wenn da noch einer auf der Bühne steht?
- 1:36:05Wir sind doch die fantastischen Vier.
- 1:36:07Dann können doch nicht fünf auf der Bühne sein. Also es waren tatsächlich solche
- 1:36:11Gedanken eher bei denen am Anfang.
- 1:36:14Und ich glaube aber auch durch den Jam.
- 1:36:20Da im Studio haben die glaube ich also es hat sich ziemlich schnell was getan bei denen, dass die das,
- 1:36:26irgendwie auch gesehen, am Anfang haben sie das nicht gesehen und dachten,
- 1:36:29wozu brauchen wir das geht doch voll ab bei unseren Konzerten und Rap ist doch,
- 1:36:35Rap ist doch puristisch, Rap muss so sein, Rap muss mit Turntables DJ,
- 1:36:41oder Drumcomputer sein und dazu wird gerackt.
- 1:36:44Also die hatten schon auch noch
- 1:36:46diesen puristischen Anspruch da und gleichzeitig gab es den Manager, der,
- 1:36:54der ja auch nicht vom Hip-Hop kommt, der auch sehr breites musikalisches Wissen
- 1:36:59hat und der schon gesehen hat,
- 1:37:04um das langfristig auf großen Bühnen auch gute Konzerte machen zu können.
- 1:37:10Und damals ging, oder nach wie vor ist es so, Konzerte sind ein Teil davon.
- 1:37:19Du kannst Platten verkaufen oder streamen heutzutage, aber ein gutes Konzert,
- 1:37:26ist immer noch was ganz Tolles, auf das viele Leute stehen oder.
- 1:37:34Das respektiert wird.
- 1:37:36Und der hat schon damals eben gesehen, dass da was passieren muss und deswegen
- 1:37:40der Gedanke, aber die Fantas selber nochmal zurückzukommen, waren da am Anfang
- 1:37:45gar nicht so begeistert von der Idee.
- 1:37:47Und deswegen war es aber auch toll, weil du dir gefragt hast,
- 1:37:55wie das zum Beispiel ablief. Und.
- 1:37:59Die ersten Jahre war das das absolute Chaos. Es gab nämlich überhaupt keinen
- 1:38:03Plan. Also die wussten nicht,
- 1:38:08wie man das macht. Ich hatte auch, natürlich für mich war die Situation auch
- 1:38:13neu, weil ich war es gewohnt, in Bands zu spielen, wo man zusammen spielt und
- 1:38:17dann ich zähle ein und es geht los.
- 1:38:21Und diese ganzen Sachen haben dort ja überhaupt nicht gegriffen,
- 1:38:27Weil man musste erstmal gucken, wie setzt man das technisch um,
- 1:38:31vom Equipment her, wie setzt man das musikalisch um, was kann ich hier beisteuern,
- 1:38:38wie kann ich überhaupt dazu spielen.
- 1:38:40Ja, ich habe die Klickproblematik, glaube ich, das letzte Mal schon angedeutet,
- 1:38:47dass es damals gab es eben kein Ableton und kein Pro Tools und kein Logic Pro,
- 1:38:54und so weiter und kein In-Ear-Monitoring.
- 1:38:57Also es war tatsächlich so ein bisschen Jugendforscht.
- 1:39:02Es gab diese Band, die gerade bekannt wurde und die jetzt einen Schlagzeuger hat.
- 1:39:08Und wir haben uns, ehrlich gesagt, der Andi Ypsilon, der auch damals die ganze
- 1:39:15Musik produziert hat auf seinen S1000-Samplern und RAM-Computern,
- 1:39:24er und ich, wir haben uns als dann klar war, dass ich da dabei bin als Schlagzeuger,
- 1:39:31habe ich mich mit dem öfters getroffen im Vorfeld und einen Plan geschmiedet,
- 1:39:37wie wir das machen könnten.
- 1:39:38Und da war es sehr wichtig, dass ich eben schon eine Erfahrung hatte,
- 1:39:43wie sowas läuft, auch in der damaligen Zeit im Studio, wie man Klick generiert, wie man,
- 1:39:51mit dem Atari-Programm, mit dem Steuerprogramm vielleicht sowas umsetzen kann
- 1:39:57live, dass über MIDI die Sampler gesteuert werden,
- 1:40:02kann, und noch ein Klick generiert wird, zu dem ich dann dazuspiele.
- 1:40:08Solche Pläne, das ist alles quasi der Andi und ich. Wir haben uns da einige
- 1:40:13Male im Vorfeld getroffen.
- 1:40:18Und einen Plan geschmiedet, der dann im Proberaum letztendlich unter chaotischen
- 1:40:24Bedingungen, weil es gab damals auch die Fantas, also die hatten...
- 1:40:31Es gab ja keine Peripherie von Mitarbeitern oder so.
- 1:40:36Die waren es gewohnt, zu einem Konzert zu fahren, die Turntable aufzubauen.
- 1:40:42Da war ein örtlicher Techniker, der hat ein paar Mikros hingestellt.
- 1:40:48Dann hat man Soundcheck gemacht und losging.
- 1:40:51Dass man jetzt jemand braucht, vielleicht auch der Monitor macht,
- 1:40:56einen Monitormischer, dass man das jetzt nicht mehr von vorne,
- 1:40:59vom FOH machen kann, Und allein schon das war eine Erkenntnis.
- 1:41:03Echt, da brauchen wir jemanden. Dann jemand, der vielleicht auch das Schlagzeug,
- 1:41:08aufbaut oder die Sachen transportiert und so weiter.
- 1:41:14Also es war alles neu, gab es nicht. Und es musste zusammen erst mal.
- 1:41:21Erarbeitet werden. Ich wusste natürlich schon durch meine Vorkenntnisse,
- 1:41:26auch weil ich es gesehen habe, schon von klein auf bei meinem Vater,
- 1:41:29dass es bei größeren Acts,
- 1:41:33Backliner gibt, Tramro, die Ornitormischer eine Crew gibt.
- 1:41:39Ich war mit meinen Anfang 20 da schon, ich habe denen quasi erzählt,
- 1:41:46wie das eigentlich läuft.
- 1:41:48Und die waren so, echt? Okay.
- 1:41:50Das wussten die alles nicht. Und ich wusste das eben alles schon und habe dann,
- 1:41:56natürlich meine Infos mit reingebracht und habe gesagt,
- 1:42:02wie das meiner Meinung nach zu laufen hat. Man braucht jetzt erstmal,
- 1:42:09einen Roadie, der die Sachen aufbaut, man braucht einen Monitormischer,
- 1:42:15man braucht einen FOH-Mischer und so weiter und so.
- 1:42:20Man braucht im Proberaum auf einmal.
- 1:42:25Mehr als eine Gesangsanlage mit zwei Boxen. Ich brauche meine eigene Box,
- 1:42:29ich brauche einen eigenen Monitorweg, wo ich die Loops lauter haben kann,
- 1:42:35wie der Gesang oder wie der Rap zum Beispiel.
- 1:42:38Dann höre ich den Klick über einen kleinen,
- 1:42:42hatte damals dann der Klaus Scharf, unser Techniker oder der Mischer die Idee
- 1:42:50mit dem kleinen Kopfhörer-Verstärker und dem Walkman-Kopfhörer völlig abstrus heutzutage,
- 1:42:57so ranzugehen an die Sache.
- 1:42:58Aber das war Pionierarbeit. Wir haben da wirklich einen Weg finden müssen oder
- 1:43:05selber erfunden. Es gab keine Vorlage für dieses Konstrukt, was es da am Anfang
- 1:43:10gab, gab es keine Vorlage.
- 1:43:13Und deswegen hat mir das auch sofort Spaß gemacht, weil...
- 1:43:23Ich habe irgendwie gemerkt, da kann was Neues entstehen, da kann ich mich auch einbringen.
- 1:43:32Auch wenn es eine Musik ist, mit der ich mich bis dato nicht viel beschäftigt hatte.
- 1:43:38Das kam dann aber ziemlich schnell. Die Fantasen haben mir dann alles gezeigt, was sie hören.
- 1:43:43Und ich wollte mich natürlich da auch schnellstmöglich,
- 1:43:49mit befassen, was es da an Musik gibt und auch um zu hören, wie da das Schlagzeug
- 1:43:58eine Rolle spielen kann, wie die Beats sind, was es da für Unterschiede gibt.
- 1:44:03Da habe ich ziemlich schnell gemerkt, dass das mit dem akustischen Schlagzeug,
- 1:44:07so wie ich es bisher kannte oder was bisher mein Sound war,
- 1:44:12dass das vom Klang schon mal allein gar nicht zu den Loops passt,
- 1:44:17weil die Trombeln viel zu lang waren oder viel zu viel Klang hatten.
- 1:44:23Also auch was.
- 1:44:28Womit ich mich eigentlich gar nicht befasst hatte. Es gab vorher für mich nur einen Sound.
- 1:44:34Ein Drumset muss so klingen in der Fusion-Musik. Damals war eine große Yamaha-Zeit in Fusion.
- 1:44:41Beckel, Kolajuta und so weiter man wollte, dass ein Bram so ein bisschen so klingt ja lange Toms äh,
- 1:44:52offene Snairs und so weiter. Und ich habe da aber dann ganz früh gemerkt beim
- 1:44:56Spielen mit den Phantas, dass ich auch da einen ganz anderen Ansatz finden muss,
- 1:45:01um mit den Loops zusammen einen Klang zu binden.
- 1:45:05Sonst klingt das Schlagzeug wie ein Fremdkörper, habe ich ganz am Anfang gleich gemerkt.
- 1:45:10Das hat mir aber niemand gesagt. Die Phantas selber, die waren eh mit anderen Sachen beschäftigt.
- 1:45:16Und auch der Andi Uebschel, der war natürlich, der ist sehr soundaffin und Aber
- 1:45:23damals waren so viele andere Sachen und überhaupt, die sind bekannt geworden. Für die ist ja eine.
- 1:45:31Eine ganze, ja, also was alles auf die eingeprasselt ist in der Zeit,
- 1:45:36ja, als junge Stars auf einmal waren die berühmt, ja, und die Band gab es ja davor noch lange,
- 1:45:44nicht lange, nur ein paar Jahre, also die hatten ja auch nicht diesen Vorlauf,
- 1:45:49von anderen Bands oder Musikern, die das schon jahrelang machen und dann irgendwann bekannt wurden,
- 1:45:55sondern das ging relativ schnell bei denen.
- 1:45:58Also auf die ist was eingeprasselt damals und somit hatten die viele andere
- 1:46:06Sachen im Kopf jetzt, wie jetzt zu hören, wie klingt das Schlagzeug, sage ich mal.
- 1:46:12Also ich war da ziemlich allein auf mich gestellt und habe da eben mir meine
- 1:46:17Sachen so ausgemalt, was ich machen könnte, was passieren könnte,
- 1:46:22wie ich spielen könnte und so,
- 1:46:24und habe da mehr oder weniger für mich alleine im Stillen.
- 1:46:30Meinen Weg mir zurecht gedacht oder durchs Machen eigentlich eher gefunden.
- 1:46:39Das heißt aber auch, du sagst, du hast das alles alleine für dich gemacht,
- 1:46:42du hast mit der Musik ja vorher dich nicht viel beschäftigt und dann hast du
- 1:46:45dich viel damit beschäftigt.
- 1:46:47Gab es denn außer den Stereo-MC's, die ja ein Live-Statzer gehabt haben,
- 1:46:50wie wir eben von dir erfahren haben, gab es denn nicht auch amerikanische Vorbilder
- 1:46:53schon, an die du dich zumindest mal so grob orientieren konntest oder war das
- 1:46:57wirklich eine komplette Pionierarbeit?
- 1:47:00Das war eine komplette Pionierarbeit, Weil es gab der Hip-Hop,
- 1:47:07der bekannt war oder den die Phantas auch gehört haben aus Amerika, das waren,
- 1:47:15Eher so East-Coast-Bands wie Tribe Called Quest, also richtig die Old-School-Hip-Hop-Bands.
- 1:47:22Die haben alle nur mit Samples und Loops gearbeitet.
- 1:47:27Dann kam Anfang der 90er so ein bisschen West-Coast-Hip-Hop auf mit Dr.
- 1:47:33Dre und Tupac und Snoop Dogg.
- 1:47:36Das hat mich eher gepackt ein bisschen, aber die Phantas haben das gar nicht so viel gehört.
- 1:47:42Aber das habe ich für mich entdeckt, weil da war die Musik durch Dr.
- 1:47:46Dre, der hat selber programmiert, der hat.
- 1:47:51Nicht so viel gesampelt, also die ganzen East Coast Hip Hopper haben damals
- 1:47:57mehr gesampelt, wie eigene Drums programmiert oder Beats programmiert.
- 1:48:03Und die West Coast Hip Hopper, allen voran Dr. Dre, haben schon sehr früh selber
- 1:48:10programmiert mit der MPC und eher dann auch mal einen Bassist dazu spielen lassen.
- 1:48:16Und das hat mich sofort mehr gecatcht, weil es eben auch mehr eine Musiker-Attitude für mich war.
- 1:48:25Wie jetzt eine reine Sample- oder DJ-Attitude, Was ich mehr von den East Coast
- 1:48:32Sachen kannte, war es für mich mehr eine DJ-Herangehensweise.
- 1:48:36Wir samplen komplette Beats oder komplette.
- 1:48:41Playbacks quasi und machen dann noch was dazu, aber so komplette Bass-Drum-Loops
- 1:48:50oder komplette Instrumente wurden ja da gesampelt, wo dann noch was dazu gemacht wurde oder so.
- 1:48:55Und die Herangehensweise hat sich einfach sehr unterschieden von West Coast
- 1:49:00und East Coast Hip Hop und ich bin da in der Zeit,
- 1:49:04selber mehr zum West Coast, ohne dass die Fantas das sehr gehört hätten,
- 1:49:10aber das war für mich so parallel ein bisschen meine Anleitung oder mein...
- 1:49:18Wie sagt man.
- 1:49:24Mein Vorbild, wie man das umsetzen könnte. Ich bin dann eigentlich so durch
- 1:49:29die West Coast, durch die programmierten Beats von Dr.
- 1:49:32Dre, die für mich sehr musikalisch waren und die für mich sehr dramamäßig waren,
- 1:49:38wo ich gleich, ich glaube, ich habe den Zugang dazu gekriegt,
- 1:49:41weil ich gehört habe, genau so würde ich es eigentlich spielen, wenn ich ein Drama wäre.
- 1:49:45Nur mit, die Sounds waren halt anders, weil es MPC war.
- 1:49:50Aber Dr. Dre hat auch eben schon sehr früh durch das MPC-Programmieren weg vom MIDI,
- 1:49:58der war sehr timing-affin und das hat mich mehr gecatcht als,
- 1:50:03ich sag mal, ein bisschen schlabberige MIDI-Beats, die für mich nicht diese
- 1:50:09Stringenz und diese Power hatten.
- 1:50:12Durch dieses MPC-Programmieren von Dr. Dre konnte ich dazu total connecten.
- 1:50:19Ich habe gleich gedacht und habe das auch immer wieder gesagt,
- 1:50:22hey, der programmiert wie ein Drama, wie ich es eigentlich spielen würde.
- 1:50:27Und dadurch hatte ich so eine Parallelanleitung für mich.
- 1:50:33Wo ich dachte, genauso möchte ich das eigentlich umsetzen bei den Fantas und
- 1:50:38habe mir dadurch natürlich auch immer mehr Gedanken gemacht,
- 1:50:42wie kann ich aus dem akustischen Tramset,
- 1:50:46solche Sounds rausholen. Ich habe viel mit Dämpfung rumprobiert,
- 1:50:51habe auch mit Elektronik gleichzeitig rumprobiert.
- 1:50:55Ich hatte damals dann auch einen S1000, einen ausgemusterten vom Andy Ypsilon.
- 1:50:59Der hat dann die teureren, irgendwann die S5000.
- 1:51:03Gehabt und hat gesagt, hier habe ich einen alten S1000.
- 1:51:07Ich machte mal ein paar Drum-Samples drauf, ein paar Original-Samples mit Diskette,
- 1:51:12musste man reinladen, das ist unglaublich, für eine Handvoll Samples,
- 1:51:15die du dann auf dem Pad hattest.
- 1:51:17Ich hatte damals, da gab es nur ein Octapad oder Drum-Cat hieß das,
- 1:51:23was ich hatte. Das war so ein gummiertes, fand ich sehr angenehm zum Spielen
- 1:51:28mit, ich weiß nicht wie viel Spielflächen, acht oder zehn.
- 1:51:32Das hatte ich dann über Midi mit dem S1000 hatte ich lange Jahre bei Infantas
- 1:51:36weil das gut funktioniert hat auch vom Timing aber an Triggern war da nicht
- 1:51:41zu denken eigentlich damals allein von der Technik her und von der,
- 1:51:46Latenz her oder so aber so habe ich mir da,
- 1:51:49meinen Weg gebahnt in den Hip-Hop rein um sehr stark.
- 1:51:57Ja auch,
- 1:51:59herauszufinden, was kann ich mit dem akustischen Tramset, was muss ich ändern,
- 1:52:05damit sich das nach Programming anhört, was kann ich an meiner Spielweise ändern.
- 1:52:11Und so ist eigentlich eine Identität entstanden, die mich über Jahre,
- 1:52:22sehr stark beschäftigt hat, weil wir eben auch sehr viel gespielt haben mit
- 1:52:28den Fantas und weil das auf einmal mein Hauptberuf war.
- 1:52:36Und weil das mich auch so wahnsinnig interessiert, weil ich wollte ja auf die
- 1:52:42großen Bühnen und ich hatte auf einmal auch die Chance, zu.
- 1:52:48Ja, was wirklich Neues zu kreieren, kreativ zu sein, aber auf einem Level,
- 1:52:54wo dich auch die Leute wahrnehmen.
- 1:52:57Und das war eine ganz tolle Erfahrung und eigentlich ein Wunsch auch.
- 1:53:02Und da konnte ich das alles ausleben. Und somit, das hat sich jetzt über die
- 1:53:07vielen Jahre natürlich komplett geändert. Auch was so ein Probealltag oder so.
- 1:53:13Wir haben ja jetzt seit Jahren schon eine größere Band.
- 1:53:15Und wenn du die Frage, weil ich wollte, ich wollte das ansprechen,
- 1:53:19ich wollte einfach nur wissen, du warst ja mit den Fantas dann alleine unterwegs, du die Fantas,
- 1:53:24wann kam denn dann die Idee, wir müssen jetzt noch größer werden und dann auch
- 1:53:29die Frage, fandest du das erstmal gut, das ist die zweite Sache,
- 1:53:35weil hätte es sein können, dass du da auch eine fertige Band hingesetzt bekommst,
- 1:53:38wäre es Geschichte gewesen,
- 1:53:39oder hast du die Leute mit ins Boot geholt, das ist immer auf diese Reise mit,
- 1:53:43weil diese Band hat sich ja dann dein Leben lang quasi auch noch auf anderen
- 1:53:48Ebenen weiter beschäftigt.
- 1:53:50Richtig, ja. Auf jeden Fall. Also das ist auch wieder auf mehreren Stufen passiert.
- 1:53:57Ich versuche es mal kurz zu fassen. Also ich war am Anfang erst mal alleine.
- 1:54:02Dann gab es das Album Viertel Dimension, eine Tour dazu.
- 1:54:10Dann war es so, dass die Fantas erst mal ja Die mussten dann ihr viertes Album machen.
- 1:54:20Haben sich natürlich damals in der Zeit auch sehr...
- 1:54:28Sehr geändert. Die hatten sich selber auch noch nicht gefunden.
- 1:54:32Die D-Dat-Zeit, die sie bekannt gemacht hat, vom Sound her und von den Texten
- 1:54:40haben sie sich davon eher distanziert.
- 1:54:44Dann kam das Album Vierte Dimension, wo ich dabei war, wo Tag am Meer drauf war.
- 1:54:51Das ging dann in eine psychodelischere Richtung.
- 1:54:55Man Man hat sich da schon sehr stark von dem Spaß-Rap oder von diesem ersten Erfolg distanziert.
- 1:55:04Dann mussten sie ein viertes Album machen und waren sehr stark natürlich damit beschäftigt.
- 1:55:12Wo geht es hin? Was machen wir jetzt?
- 1:55:17Jetzt muss was anderes passieren. Da war also wenig Platz für alles andere.
- 1:55:26Da war wenig Platz für, mit wem machen wir das, wie wird das dann live aussehen.
- 1:55:33Für die war erst mal, oh Gott, wir müssen jetzt ein viertes Album machen.
- 1:55:39Was wollen wir, wie wollen wir sein?
- 1:55:43Also das war sehr stark. Und dann gibt es natürlich bei vier Leuten auch,
- 1:55:47wie in jeder Band, wahnsinnig kontroverse Diskussionen.
- 1:55:51Und der eine will dahin, der andere sagt, ich gehe mal in die Richtung und so
- 1:55:56weiter. Also sprich, die Fantas waren in der Zeit sehr mit sich selber beschäftigt.
- 1:56:03Ich wusste nach diesen ersten zwei Jahren,
- 1:56:09nicht, wie es weitergeht. Ja, das war alles ganz toll. Aber...
- 1:56:17Und man hatte da schon was geschaffen. Es war tatsächlich auch so,
- 1:56:20das höre ich immer wieder, dass ganz viele Leute, die die Fantas in der Zeit
- 1:56:28zum ersten Mal live gesehen haben.
- 1:56:33Sagen, dass sie die Fantas zum ersten Mal live gesehen haben,
- 1:56:37mit mir noch. Also in dieser Fünfer-Konstellation.
- 1:56:41Und ganz viele, auch ob das jetzt Musikjournalisten sind,
- 1:56:47die in der Zeit für Musikexpress oder Rolling Stone oder was geschrieben haben,
- 1:56:51als es alles noch gab oder ENA war, die sich Bands angucken sollten,
- 1:56:58sagen mir immer wieder, ich wollte damals zu den Fantas, ich dachte nicht,
- 1:57:04dass das ein gutes Konzert wird, aber du hast da Schlagzeug gespielt und auf einmal hatte das,
- 1:57:11damals schon eine musikalische Komponente.
- 1:57:16Also das höre ich immer wieder und das hat sich natürlich auch schon in dieser
- 1:57:21Anfangszeit rumgesprochen in Deutschland dass die Fantas jetzt einen Schlagzeuger
- 1:57:26dabei haben und dass man sich das schon,
- 1:57:30angucken kann auch als Musiker es gab viele Musiker die in der Zeit gesagt haben
- 1:57:35ja wo soll ich da hingehen das ist ja keine Liveband in dem Sinne,
- 1:57:41und das hat schon was geändert und das habe ich da auch schon gemerkt,
- 1:57:45durch das Feedback und die Phantas haben das auch gemerkt, aber,
- 1:57:51Sie waren sehr mit sich beschäftigt und Selbstfindung und wie geht es weiter und so weiter.
- 1:58:01Natürlich auch ein gewisser Druck, ein Erwartungsdruck und so weiter.
- 1:58:06Tatsache ist, dass das Album, was danach kam.
- 1:58:12Im Studio, sie hatten sich da zusätzlich inspirieren lassen von einer Hamburger Band.
- 1:58:18Und Disc Jam hieß die.
- 1:58:22Damals gab es so diese Hamburger Schule, diese Bewegung, dass so ein bisschen
- 1:58:27Soul, ja, Soul-Hip-Hop.
- 1:58:31In Hamburg gab es ein Label, Yo Mama hieß das, glaube ich. Die haben so in diese
- 1:58:36Richtung produziert auch.
- 1:58:39Und da gab es so einige Soul-Funk-Bands aus diesem Dunstkreis.
- 1:58:47Und die Phantas haben sich für das Album danach quasi den Sound einer kompletten
- 1:58:54Band genommen und im Studio damit ein paar Songs gemacht.
- 1:59:01Das habe ich natürlich mitgekriegt, weil ich habe auch auf dem Album gespielt,
- 1:59:06zum Beispiel bei Seast Weck. Das war dann damals mein erster,
- 1:59:10war nur Nummer zwei Hit, war kein Nummer eins Hit. Ja.
- 1:59:15Doch war Nummer 1 Hit, Dida war nur Nummer 2, so war es, Dida war nur Nummer
- 1:59:192 und Sie ist weg, war der erste Nummer 1 Hit von den Phantas und da habe ich
- 1:59:24Schlagzeug drauf gespielt.
- 1:59:25Ja, das war damals in der Entstehung, haben sie gesagt, schon,
- 1:59:31ja, da gibt es einen Track, da fehlt irgendwie was vom Programming her,
- 1:59:37komm doch mal im Studio vorbei.
- 1:59:39In diesem Studio, im Basement-Studio haben sie immer noch produziert,
- 1:59:43wo auch unsere erste Jam stattfand.
- 1:59:46Und dann habe ich so auf dem Album gespielt, die haben mir aber dann auch andere
- 1:59:51Tracks vorgespielt und haben gesagt, ja, wir haben ein paar Tracks machen wir,
- 1:59:57mit dieser Band Discham aus Habenburg.
- 1:59:59Ja, so vier, fünf Tracks vom Album.
- 2:00:03Also haben sich auch da eben von dem Sound inspirieren lassen,
- 2:00:07weil natürlich auch der Andi mit seinem Programming und das war limitiert.
- 2:00:13Jetzt ruft meine Mama an die muss warten.
- 2:00:18Genau das ist noch kurz zu Ende und dann war ich so im Studio okay,
- 2:00:23da ist jetzt diese Hamburger Band jetzt, wenn das Album fertig ist und die Tour
- 2:00:28kommt bin ich dann raus oder,
- 2:00:32spielt dann diese Hamburger Band die Tour oder was geht ab ich dachte, jetzt geht es weiter wir,
- 2:00:39sind gerade am was entwickeln und so weiter.
- 2:00:42Das waren 1994, muss man sagen.
- 2:00:47Und dann war es tatsächlich so, das Album war fertig.
- 2:00:52Wir haben aber in der Zeit von dem Album, wo die Phantas das fertig gemacht
- 2:00:57haben, noch gespielt in dieser Fünfer-Konstellation.
- 2:01:01Immer wieder gab es Konzerte und ich kann mich erinnern, wir haben auf dem Zeltfestival
- 2:01:07in Freiburg gespielt und sind zurückgefahren in der Nacht und dann haben die Fantas gesagt,
- 2:01:14ja, Flo, also,
- 2:01:19Und wir werden die nächste Tour jetzt zum Album Lauschgift mit der Hamburger Band machen, Discham.
- 2:01:33Und ja, da waren erstmal lange Gesichter. Also ich habe dann erstmal auch gedacht,
- 2:01:36ja okay, jetzt ist es so. Allerdings,
- 2:01:40es gab ja keinen Plan damals. Also man wusste ja nicht, das ist 33 Jahre später,
- 2:01:45dass ich immer noch hier sitze. und mit den Trommeln.
- 2:01:49Insofern war das so für mich, ja, okay, dann, das war zwar jetzt spannend und
- 2:01:55ich hätte gern weitergemacht, aber wenn die sich jetzt so entscheiden, ist das wohl zu Ende.
- 2:02:03Und dann gab es aber gleich darauf im Bus auf der Rückfahrt auch noch eine Diskussion
- 2:02:11innerhalb der Fantas, weil dann auch der Andi gesagt hat, ja, aber,
- 2:02:17Das mit Sampler und Flo, was wir da jetzt haben, das ist so hiphopig und so puristisch.
- 2:02:26Warum machen wir nicht beides auf der Tour? Und ich habe dann gesagt,
- 2:02:30ja genau, mach doch beides.
- 2:02:33Machen wir doch einen Teil des Konzertes in unserer Fünfer-Konstellation und
- 2:02:38einen Teil spielt ihr mit Discham, mit diesem Soul.
- 2:02:46Die Band hat so ein bisschen James Brown-mäßig geklungen und es war für das
- 2:02:50Album passend auch vom Sound und so weiter und das hätte man auch nicht umsetzen
- 2:02:56können mit mir und dem Sampler das ist ein anderer Sound, das war ein viel härterer,
- 2:03:01hiphopiger,
- 2:03:03ich sag mal, auf die Fresse Sound, den wir hatten aber der natürlich die Phantas
- 2:03:09damals auch schon ausgezeichnet hat dass es tierisch abgeht und die Leute rumspringen
- 2:03:15und also die Stimmung war,
- 2:03:18unglaublich, das hat mich auch richtig geflasht in den Anfangszeiten,
- 2:03:22von den Fantas, weil wir haben die ersten Gigs gespielt und ich dachte,
- 2:03:26was ist denn hier los, das hatte ich ja nicht erlebt, alle springen das ganze Konzert auf und ab, ja.
- 2:03:34Die allererste Show war ja in Berlin im Huxleys am 5.
- 2:03:38Dezember 93,
- 2:03:42Und da war es so, dass das war ausverkauft und danach lief das Wasser an den
- 2:03:48Wänden runter und hinten auf die Bühne hat es getropft in so einem großen Laden.
- 2:03:55Und ich kannte das Huxleser aus meiner Berliner Zeit noch.
- 2:03:58Ich hätte da gern mal gespielt. Ich habe da viele Bands gesehen,
- 2:04:01unter anderem auch Living Color, was auch lustig ist, weil ich ja später mit
- 2:04:06dem Doug Wimbish eine Band hatte, mit dem Bassist von Living Color.
- 2:04:12Ich habe ihm immer gesagt, ich habe dich da gesehen, noch im Huxleys.
- 2:04:16Und da war mein erster Gig mit den Fantas.
- 2:04:20Der kennt die Fantas auch.
- 2:04:22Und der Doug Wimbish ist 1993 bei Levin Kala eingestiegen.
- 2:04:29Die haben ja erst einen anderen Bassist gehabt. Und ich bin 1993 bei den Fantas
- 2:04:33eingestiegen. Das ist auch so eine Parallele, die uns so verbindet.
- 2:04:38Aber, um mich abzuschweifen, auf jeden Fall war das so und.
- 2:04:44Dann haben wir tatsächlich diese Tour, diese Lauschgift-Tour mit der Hamburger
- 2:04:50Band Disc Jam gemacht, mit mir und eben am Schluss mit allen.
- 2:04:56Also wir haben einen Teil des Konzerts mit Disc Jam gespielt,
- 2:05:00die erste Dreiviertelstunde dann mit mir, so ein Hip-Hop-Blog,
- 2:05:05Gesundheit, so ein Hip-Hop-Blog.
- 2:05:08Und dann am Schluss die Zugaben tatsächlich alle zusammen und da auch dann mit
- 2:05:14zwei Drums und Percussion und auch damit, da ist wieder was entstanden.
- 2:05:23Was wir uns dann zunutze gemacht haben, alles zu vereinen und da auch wieder
- 2:05:27was Neues zu kreieren, weil auf einmal war man dann die Band,
- 2:05:31die Fantas, die zwar nach wie vor noch mit Sampler und Schlagzeug,
- 2:05:37spielen, aber auch eine Band dabei haben und am Schluss sogar mit zwei Schlagzeugen,
- 2:05:43und Percussion und Band und Sampler spielen.
- 2:05:47Also wir hatten da dann auch wieder ein Alleinstellungsmerkmal.
- 2:05:53Und damals gab es natürlich auch schon die großen Festivals,
- 2:05:56wo wir gespielt haben dann.
- 2:05:58Und auch das hat ziemlich schnell die Runde gemacht, dass es da jetzt eine Band
- 2:06:05gibt, die jetzt sogar mit zwei Schlagzeugen spielen und so weiter.
- 2:06:08Was nicht einfach war zu der Zeit, weil ich ja damals schon sehr gewohnt war,
- 2:06:14um zum Klick zu spielen und sehr genau.
- 2:06:17Und diese Band hat eigentlich ausgezeichnet, dass sie eher ein,
- 2:06:21ja, ein Timing in sich haben, das nicht so klickkompatibel war.
- 2:06:27Aber wir haben das irgendwie hingekriegt und auch durch viel Musikalität und durch viel Spielen.
- 2:06:35Die Tournee war irre lang, die erste Lauschgift-Tournee. Die war,
- 2:06:39glaube ich, sieben, acht Wochen nur im Nightliner. Ich weiß noch,
- 2:06:42das war die einzige Tournee, wo ich zweimal krank war.
- 2:06:45Einmal krank gewesen, wieder gesund und nochmal krank geworden auf einer Tour.
- 2:06:50Damals Nightliner-Tour im Winter.
- 2:06:55Und dann in großen Clubs eben gespielt, wo du dann auch draußen rumstehst und
- 2:07:02dich erkältest nach dem Gegner und so weiter.
- 2:07:05Auf jeden Fall, um das kurz noch den Bogen zu kriegen, das war diese Geschichte.
- 2:07:11Dann war Lauschgift zu Ende.
- 2:07:14Und,
- 2:07:16wir haben dann noch ein paar Jahre gespielt, auch in dieser Kombination.
- 2:07:23Und die Phantas haben dann auch ein Jahr Pause gemacht. Vorm nächsten Album,
- 2:07:28das dann hieß 499. Also das kam 99 raus, wurde 98 angefangen.
- 2:07:36Nur um das aufzuzeigen.
- 2:07:39Lauschgift war 94, 95. Dann haben wir Tourneen gespielt, 96,
- 2:07:4597 und 98 musste eigentlich ein neues Album geschrieben werden,
- 2:07:51zu einem Zeitpunkt, haben sich die Fantas ein bisschen Zeit gelassen,
- 2:07:55auf jeden Fall haben sie dann dieses Album angefangen, ich wurde da auch immer
- 2:08:01wieder im Studio, war da involviert, hab da auf einigen Tracks auch schon dann
- 2:08:06immer im Studio gespielt, Also das.
- 2:08:10Hat sich auch so durchgezogen.
- 2:08:12Seit ich bei den Phantas dabei war als Schlagzeuger, haben sie mich auch immer,
- 2:08:19egal wie sie drauf waren oder an welchem Punkt sie waren,
- 2:08:24in jeder Studioproduktion integriert.
- 2:08:27Ob es jetzt ein Track war, auf den ich drauf gespielt habe oder mehrere.
- 2:08:31Später haben wir dann, als es die Band gab, auch richtig viele Bandsessions immer gemacht.
- 2:08:37Immer, auch wenn teilweise nichts davon auf dem Album,
- 2:08:42geblieben ist oder wenig oder mal ein Track, mal zwei, mal drei,
- 2:08:46mal vier und mal gar keiner, aber die Bemühungen gab es immer,
- 2:08:49also das muss man auch sehen die Fantas hatten dann schon immer auch,
- 2:08:55Wir haben schon gesehen, was die Musikalität ausmacht und auch, was sie da haben an mir.
- 2:09:03Und haben das auch immer versucht, beizubehalten und einzubauen.
- 2:09:09Auf jeden Fall war man dann an dem Punkt, was passiert jetzt, wenn kein...
- 2:09:14Ja, man war schon relativ gewachsen, groß als deutscher Act,
- 2:09:18aber man war noch nicht in den ganz großen Hallen, die wir jetzt seit über 20 Jahren spielen.
- 2:09:24Lass mich kurz mal einhaken. Ja, wir müssen wieder ein bisschen auf die Uhr gucken. Ich weiß.
- 2:09:29Und wir haben ja eben Witz, zum Eingang haben wir ja witzig,
- 2:09:33weil wir gesagt haben, wir könnten ja einen Stammtisch draußen machen.
- 2:09:36Und ich bin kurz vor dem Punkt zu sagen, sollen wir nicht noch eine dritte Folge,
- 2:09:40jetzt nicht unbedingt, jetzt wahnsinnig kurzfristig, aber bei Zeiten anklädern,
- 2:09:45weil du hast noch sehr viel zu erzählen. Ja, ich wollte jetzt eben erzählen,
- 2:09:48wie es zu der Band kam, zu der aktuellen.
- 2:09:50Genau, und das wäre jetzt eigentlich ein guter Punkt und vielleicht da mal einen Punkt zu machen,
- 2:09:55und dann auf die nächste Entwicklungsstufe quasi des Ganzen dann nochmal in
- 2:10:00einem gesonderten Podcast zu sprechen kommen, weil
- 2:10:02das geht ja nicht nur mit den Fantas dann weiter, sondern wir kriegen ja dann
- 2:10:05auch den Schwanz zu Voice of Germany, wo ja auch wahnsinnig viel passiert ist die letzten Jahre und.
- 2:10:12Wir dann nicht immer sagen, okay, bis hierhin ist es eine runde Sache gewesen.
- 2:10:17Wir machen nochmal eine dritte und du wärst die Premiere auch.
- 2:10:21Drei waren, glaube ich, nur den Harry Schubauer da, aber nicht zu bestimmten
- 2:10:25Themen halt, weil wir reden ja nur von deiner Lebensgeschichte quasi.
- 2:10:28Ja, sorry, das ist ja super spannend. Du erzählst ja toll, weil es ist im Flow drin.
- 2:10:35Wir gucken nur ein bisschen auf die Zeit, nicht, dass die Leute irgendwie an
- 2:10:37einem 8-Stunden-Podcast am Start haben.
- 2:10:40Ja, aber das ist auch schwierig. Nein, das ist super. Total,
- 2:10:43total klasse. Ich stelle mir auch so viel ein, was aber dann doch wichtig wäre.
- 2:10:48Was du alles noch weißt, du kennst noch Daten.
- 2:10:51Wie krank ist das denn? Du kannst sagen, am 5. Dezember habe ich da und da gespielt.
- 2:10:55Ich habe auch die Hose angehabt und die Unterhose war auch noch mit am Start. Tatsächlich, ja.
- 2:11:00Aber vielleicht wäre geil, dass wir einfach sagen, wir machen im Herbst,
- 2:11:04also jetzt lassen wir noch ein bisschen sagen, machen wir eine dritte Folge.
- 2:11:07Allerdings fragen wir im Podcast mal, ob vielleicht unsere Zuhörer und Zuhörerinnen
- 2:11:13vielleicht auch spezielle Fragen an dich mal haben. Das heißt,
- 2:11:15dass wir die da auch so ein bisschen abarbeiten können, dass wir sagen,
- 2:11:18wir machen jetzt ein bisschen Pause.
- 2:11:20Dass die überhaupt erst mal die Interviews hören können. Das können wir machen.
- 2:11:24Jetzt haben wir nur noch nicht das, was du eigentlich wissen wolltest. Alles gut. Alles gut.
- 2:11:32Aber das ist der Teaser. Das ist der Teaser für die Folge.
- 2:11:37Gut, ich sehe schon, ihr seid Profis. Wie nennt man das bei der Serie?
- 2:11:40Das heißt, ich glaube, du gibst doch einen Namen dafür.
- 2:11:43Cliffhanger. Der Cliffhanger, danke. Der Cliffhanger. Das ist der Cliffhanger.
- 2:11:47Ja, ich sehe schon, ihr seid Profis. Total.
- 2:11:50Würde ich natürlich gerne erzählen, aber hey, von mir aus können wir das gerne machen.
- 2:11:55Du musst es erzählen. Du hast es jetzt angekündigt, jetzt musst du es auch machen. Ja, aber super gerne.
- 2:12:00Aber dass wir einfach mal in Ruhe nochmal einen Termin ausmachen, wie ihr vorher,
- 2:12:05auch jetzt schon im Interview schreibt, wenn ihr Fragen da draußen an den Flo
- 2:12:09habt, ist egal, zu Schlagzeugnatur, zu den Phantas, zu The Voice,
- 2:12:13wie das abläuft, was für ein Equipment du spielst, warum diese verschiedenen
- 2:12:17Snairs oder dein Tuning, dass wir da
- 2:12:19in Herbst eine bewonderte Folge rausmachen. Zum Beispiel auch.
- 2:12:24Leider auch ein spannendes Thema. Genau, es sind ganz viele spannende Themen.
- 2:12:29Aber dass wir das ein bisschen sammeln für den Herbst, weil ich glaube,
- 2:12:31sonst wird es zu lang einfach.
- 2:12:33Liebe, liebe Schlagabtausch-Community, so nenne ich euch jetzt neuerdings, ja.
- 2:12:36Gerne an schlagabtauschpodcast.gmail.com, also verschriftlicht.
- 2:12:42Oder ihr könnt natürlich auch gerne, wenn ihr möchtet, eine Voicemail schicken,
- 2:12:46wo ihr die Frage direkt einspricht. Oder ihr könnt sogar ein Video schicken,
- 2:12:53wo ihr die Frage an den Flo stellt. Das können wir natürlich auch reinschneiden.
- 2:12:57Das heißt, egal welche Fragen ihr habt jetzt...
- 2:13:00Zu vergangenen Sachen, wir haben jetzt viel über den Flo schon kennenlernen
- 2:13:02dürfen, also wahnsinnig auch toll, wie offen du über alles erzählst.
- 2:13:05Es ist auch nicht selbstverständlich.
- 2:13:08Verständnisfragen, vielleicht will einer nochmal nachhaken und so weiter und so fort.
- 2:13:13Also wir sammeln das dann einfach mal und schließen uns dann mit dem Flo kurz,
- 2:13:17ob wir im Herbst vor die stressigen Probephasen losgehen für den Flo mit den Fantastischen Vier.
- 2:13:25Da steht ja eine Tour an und eine Probephase, dass wir da vorher noch einen
- 2:13:28Podcast reingedreht bekommen, sozusagen.
- 2:13:31Und genau, das wäre super, wenn ihr euch da draußen an dem nächsten Gespräch
- 2:13:36quasi so ein bisschen beteiligen könntet, möchtet, wie auch immer.
- 2:13:39Das wäre super. Und Flo, wenn du den Quatsch nochmal mitmachst,
- 2:13:42mit unserem Dreierstammtisch jetzt hier mega gerne.
- 2:13:46Es wäre mir eine Ehre, auf jeden Fall. Nein, wirklich mega. Du hast so viel
- 2:13:50zu erzählen, so tolle Sachen und kommst wirklich super rüber.
- 2:13:54Ich denke mal, das ist das Beste und es ist auch mehr gerecht,
- 2:13:56als das jetzt kurz abzuhandeln halt, weil du hast noch viel zu erzählen und
- 2:14:00das wäre dann besser, wenn wir das in einer gesonderten Folge einfach machen.
- 2:14:04Ich freue mich drauf. Wir freuen uns drauf, wir sagen danke,
- 2:14:08wir sammeln Fragen von euch da draußen.
- 2:14:12Genau, von unserer Community und dann dürfen wir uns jetzt eigentlich nur bei
- 2:14:18dir bedanken, dass du dir echt so viel Zeit genommen hast, das ist auch nicht
- 2:14:21selbstverständlich und wir freuen uns auf Flo Dauner Part Nummer 3.
- 2:14:27Macht's gut, ihr Lieben da draußen. Tschüss. Ciao. Tschüss. Ciao.
- 2:14:41Jetzt haben wir ja lange dem Flo zugehört und der Flo hat eine lange Karriere
- 2:14:44hinter sich. Ich bin mir sicher, der Flo hat eine Menge Bassdrum-Beater in seinem
- 2:14:48Leben verwurstet und verarbeitet und ausprobiert.
- 2:14:52Und der Dirk hat auch mal Bock gehabt, sich damit etwas ausführlicher zu beschäftigen,
- 2:14:57weil ich glaube, das ist wirklich ein Thema, was unter ferner Liefen läuft,
- 2:15:02wo man sich eigentlich wenig Gedanken drüber macht.
- 2:15:05Bassdrum-Beater, weil man hat immer einen automatisch mitgeliefert bekommen.
- 2:15:09An jedem Pedal ist ja normalerweise ein Bieter dran.
- 2:15:12Sonst macht das Pedal ja auch relativ wenig Sinn. Aber wer dann mal in so Kataloge
- 2:15:16reinguckt wie von Musikwein, der wird erschrocken sein, wie viele unterschiedliche Bietertypen es gibt.
- 2:15:23Material, Größe, Form, Farbe, keine Ahnung.
- 2:15:29Und der Dirk hat, glaube ich mal, alle Bieter, die er in seinem Fundus hat. Achso, ja.
- 2:15:34Nicht alle dieser Welt. Das wäre auch mal geil.
- 2:15:38Aber die er zu Hause bei sich rumliegen hatte, mal ausgepackt und mal wirklich,
- 2:15:45probiert. Was sind jetzt eigentlich die Unterschiede?
- 2:15:47Dirk, wie kamst du auf diese abartige Idee?
- 2:15:50Genau, das ist nämlich das Interessante, denn ich bin auf die Idee gekommen.
- 2:15:55Und zwar, ich bin ein Riesenfan des Katalogs von Musikwein.
- 2:16:02Ich habe mich wirklich an meine frühere Kindheit erinnert, weil ich liebe es,
- 2:16:06in Katalogen herumzublättern. Ah super, der Timo hat dort nämlich einen.
- 2:16:12Und ich habe diesen Katalog auch an Schüler verteilt.
- 2:16:22Und es kam jemand und sagte, ey, es gibt so viele Bass-Trumpeter.
- 2:16:28Warum? Und dann war ich da so.
- 2:16:33Jo, warum eigentlich?
- 2:16:37Und fand das wirklich unheimlich spannend und habe dann selber erst mal geguckt
- 2:16:42bei mir und merkte, boah, ich habe auch so einige verschiedene.
- 2:16:47Und dann habe ich die liebe Katja von Musikwein angeschrieben,
- 2:16:51habe sie gefragt, hör mal, ich würde gerne einen Test machen,
- 2:16:54weil die Frage ist ja berechtigt.
- 2:16:57Warum gibt es so viele Bassdrumbieter? Was hat das für eine Auswirkung?
- 2:17:02Und Musikwein durch die Katja Kaiser, die waren so lieb und haben mir verschiedene
- 2:17:08zur Verfügung gestellt und habe dann noch meine aus meinem alten Fundus genommen,
- 2:17:14und habe die einfach mal jetzt,
- 2:17:17das ist jetzt keine Wertung, ganz wichtig, sondern einfach nur,
- 2:17:19was machen die? Wie fühlen die sich an?
- 2:17:22Weil ich finde nochmal ganz, ganz wichtig, das ist echt wichtig.
- 2:17:26Ich glaube, eine sehr subjektive Sache auch. Und ihr solltet unbedingt,
- 2:17:31ich habe versucht, wie gesagt, da ist kein Kompressor, nichts drauf bei den
- 2:17:34Aufnahmen, sonst wäre eh schon mal alles verfälscht.
- 2:17:37Es ist wirklich das reine Mikrofon. Und zwar habe ich sogar eins genommen mal vor der Bassdrum.
- 2:17:43Also vor dem Schlagfeld, damit ihr wirklich das mal hört. Und dann natürlich
- 2:17:46eins noch in die Bassdrum.
- 2:17:48Und damit man wirklich Unterschiede hört. Aber die Unterschiede sind da.
- 2:17:52Und es ist je nachdem, wie ihr spielt, ob ihr jetzt mehr Punchy spielt,
- 2:17:58so Heavy Rock Musik oder so etwas, dann ist natürlich ein Holzbieter auf einmal
- 2:18:03ganz interessant oder es gibt sogar auch.
- 2:18:08Bieter, die aus Skateboardrollen gemacht sind. Die gibt es sogar auch.
- 2:18:11Also ganz verschiedener. Gibt es welche mit Fell.
- 2:18:14Und die habe ich dann mal so ein bisschen gegenübergestellt.
- 2:18:18Und hört mal rein, es ist wirklich interessant. Und gerade in letzter Zeit habe
- 2:18:23ich auch Konzerte, wo ich zum Beispiel doch recht leise spielen muss.
- 2:18:27Oder auch einen anderen Sound haben wollte, wo zum Beispiel so ein Bassdrum
- 2:18:30wieder mit Fell ganz interessant ist. Weil der ist viel weicher.
- 2:18:34Natürlich klingt die Bassdrum auch anders. Man muss die Bassdrum vielleicht auch anders stimmen.
- 2:18:38Das heißt, so wie ich es eigentlich mag, sehr platschig, das ist totaler Quatsch,
- 2:18:43da hörst du da nichts von, sondern ist dann schon ein bisschen angespannter.
- 2:18:47Also, hört mal rein, es ist wirklich interessant geworden und nochmal ein ganz,
- 2:18:51ganz großes Dank an Musikwein, die mir die Bass-Rumpeter zur Verfügung gestellt
- 2:18:55haben und unbedingt Kopfhörer auf.
- 2:19:24Hallo, mein Name ist Depp Brandt und herzlich willkommen zu einem neuen Geercheck
- 2:19:27des Podcasts Schlagabtausch.
- 2:19:30Heute wird es spannend, denn wir nehmen Bassdrum-Beater genau unter die Lupe
- 2:19:33und hören mal rein, warum es denn überhaupt so viele verschiedene gibt und wie
- 2:19:38wirken die sich auf deinen Sound aus. Dranbleiben!
- 2:19:46Ja, hallo zum heutigen Geercheck, das Podcast Schlagabtausch.
- 2:19:50Ja, und das ist selber ein Geercheck, den ich selber sehr, sehr spannend finde.
- 2:19:55Und ich bin nicht selber auf diesen Geercheck gestoßen, sondern ich war in Friedrichshafen
- 2:20:00auf der European Drum Show und dort hat die Firma Musikmein einen ganz, ganz tollen Katalog.
- 2:20:11Hinterlegt oder gerade herausgebracht, den kommt man auf der Messe mitnehmen
- 2:20:14Und ich bin ja eh so ein altes Quelle- und Neckermann und wie die ganzen Kataloge
- 2:20:20hießen früher, ein Kind dieser Zeit.
- 2:20:22Und ich liebe es, in Katalogen rumzublättern. Und das ist dieser Katalog von
- 2:20:28Musikmein und zwar aus der Abteilung Drums for All.
- 2:20:32Und ich möchte nicht mehr herzlich bei der Katja Kaiser bedanken,
- 2:20:36denn die hat eigentlich auch diesen Gearcheck mit ermöglicht.
- 2:20:40Denn ein Schüler von mir war auch in Friedrichshafen, der hat diesen Katalog
- 2:20:45bekommen und blätterte da drin rum und sagte irgendwann, sag mal Dirk,
- 2:20:51warum gibt es eigentlich so viele Bassdrum-Beater?
- 2:20:53Bei jeder Fußmaschine ist doch einer dabei und warum sollte ich vielleicht einen
- 2:20:57oder mehrere haben und was macht das überhaupt?
- 2:21:00Und das, wie gesagt, möchte ich heute oder dem möchte ich heute auf den Grund gehen.
- 2:21:06Es gibt Bassdrum-Beater aus Filz, es gibt Bassdrum-Beater aus Kunststoff,
- 2:21:11es gibt Bassdrum-Beater aus Holz, eine Mischung aus allem.
- 2:21:15Es gibt sogar mittlerweile, das werdet ihr gleich auch sehen,
- 2:21:18Gel-Bassdrum-Beater, es gibt
- 2:21:20so Puschel-Bassdrum-Beater und alle haben natürlich ihre Berechtigung.
- 2:21:25Jetzt ganz, ganz wichtig, dieser Test ist sehr wichtig.
- 2:21:32Das ist subtil. Das bedeutet, man hört jetzt nicht, wenn ich ein klares Schlagfell
- 2:21:37nehme und danach zum Beispiel ein aufgerohrtes Schlagfell, hört man einen riesen Unterschied.
- 2:21:41Das heißt, man muss schon wirklich genau hinhören und ich empfehle euch dafür
- 2:21:45auch wirklich verwendet Kopfhörer. Wenn ihr das einfach so auf dem iPhone hört,
- 2:21:50dann ist es, glaube ich, schwierig, die Unterschiede herauszuhören.
- 2:21:56Und auch hier ist es, die Unterschiede sind sehr marginal, aber sie sind da.
- 2:22:02Und ich glaube, was ganz, ganz wichtig ist, das subjektive Spielgefühl beim Prommeln,
- 2:22:13das ist eine ganz, ganz besondere Sache dabei. Also dieses eigene Spielgefühl.
- 2:22:17Habe ich jetzt einen Holzbieter? Habe ich einen Kunststoffbieter?
- 2:22:21Wie schwer ist der Schaff? Wie schwer ist der Bieter überhaupt?
- 2:22:24Das alles macht natürlich den Sound aus.
- 2:22:27Aber gehen wir nochmal der Reihe nach. Es gibt Filzbieter.
- 2:22:31Filzbieter, den habe ich zum Beispiel hier gerade an der Bassdrum.
- 2:22:34Und Filzbieter, sagt man eigentlich, ist so ein Allrounder.
- 2:22:37Das heißt, den kann ich eigentlich überall für verwenden und der ist gut für
- 2:22:44Pop-Settings, der ist aber auch für Jazz-Settings sehr gut geeignet und der
- 2:22:48hat einen guten, ausgewogenen Klang.
- 2:22:52Im Gegensatz dazu zum Beispiel Holzbieter. Holzbieter.
- 2:23:00Ist ein sehr extremer Bieter natürlich, der auch das Fell dementsprechend beansprucht.
- 2:23:06Und wenn du wirklich einen extrem punchigen, sehr harten, aggressiven Sound
- 2:23:11haben willst, dann ist der Bassdrum-Bieter aus Holz für dich die richtige Wahl.
- 2:23:16Kunststoffbieter. Kunststoffbieter haben natürlich...
- 2:23:19Alleine durch das Material einen sehr klickigen Sound. Das heißt,
- 2:23:22ich habe einen hohen Attack, der sehr schnell da ist und sehr schnell anspricht.
- 2:23:27Gerade für Rockmusik, Hardrock, Metal ist das für mich der ideale Bieter.
- 2:23:34Die Form der Bass-Rom-Bieter ist natürlich auch ein wichtiges Argument,
- 2:23:38warum Bass-Rom-Bieter vielleicht unterschiedlich klingen oder sich unterschiedlich anfühlen.
- 2:23:44Haben wir zum Beispiel die runde Form.
- 2:23:47Das ist zum Beispiel eher, also rund sehen wir ja jetzt hier.
- 2:23:50Das heißt, ich habe eine gleichmäßige Fläche, die immer wieder auftrifft,
- 2:23:54einen sehr konsistenten Anschlag dabei, im Gegensatz vielleicht dazu zu hier,
- 2:24:01einer großen zylindrischen Fläche.
- 2:24:03Das heißt, der Schlegel muss schon immer genau treffen, damit du den gleichen Sound hast.
- 2:24:09Und habe ich dadurch natürlich einen viel wuchtigeren, lauteren Schlag zum Beispiel.
- 2:24:17Und da gibt es unterschiedliche Formen und Farben. Von daher vielen Dank an Musikwein.
- 2:24:23Ganz wichtig noch zum Test. Ich habe das versucht, so neutral zu machen,
- 2:24:27wie es geht. Also hier ist alles ohne EQ, Kompressor oder sonst irgendetwas.
- 2:24:32Und zwar, ich habe ein Bassdrum-Mikro von SE Electronics in der Bassdrum,
- 2:24:37das eigentlich mittig platzierte.
- 2:24:39Ich hatte eigentlich normalerweise es erst auf den Schlägel gerichtet,
- 2:24:42aber dann hatten alle einen doch sehr hohen Klickanteil und sehr viel Attack.
- 2:24:47Und dann wollte ich auch neutral bleiben, weil der Unterschied ist wirklich
- 2:24:51da. Also ich habe das Bassdrum quasi in der Mitte platziert.
- 2:24:53Dann habe ich vor der Bassdrum noch so ein Warm-Audio, Das ist einfach das Schlagfell
- 2:24:58mal, dass ich damit auch noch ein bisschen experimentieren kann.
- 2:25:03Und sonst seht ihr ganz normal Snare-Drum-Mikrofon, SE Electronics und Hi-Hat-Mikrofon
- 2:25:08und ein Mono-Room-Mikrofon habe ich jetzt einfach nochmal dazu genommen.
- 2:25:14Damit ihr einfach wisst, wie der ganze Test durchgeführt worden ist.
- 2:25:17Und ganz wichtig, ihr müsst genau hinhören. So, und jetzt geht es aber auch los. Ton ab.
- 2:25:29Als allererstes habe ich einen Filzschlägel. Das ist so die klassische Variante,
- 2:25:35wie man das eigentlich kennt.
- 2:25:37Und ich werde nachher die unterschiedlichsten Schlägel gegenüberstellen.
- 2:25:42Und zwar auch in so einem Schnellraffer, damit ihr mal seht,
- 2:25:45okay, wie ist das denn, weil wahrscheinlich hat man eingehört und dann schon
- 2:25:47wieder vergessen, wie klingt das Ganze.
- 2:25:49Also, das Ganze aber nachher und daher ziehe ich jetzt den Kopfhörer auf und
- 2:25:54jetzt erstmal der Schlegel, ganz normal, der Filzschlegel von Danmar Percussion.
- 2:26:09In das Fell herein.
- 2:26:16Als Groove.
- 2:26:54Ich habe,
- 2:26:57auch noch so ein Puschel Bass Tramp Schlegel bekommen.
- 2:27:05Einfach nur mal im Vergleich dazu sieht man ganz klar was anderes.
- 2:27:09Hier habe ich jetzt quasi wirklich so ein Puschel.
- 2:27:13Da drin, ich würde sagen, das ist so eine Art Pilz.
- 2:27:18Und der hat natürlich einen ganz anderen Sound. Der ist viel weicher.
- 2:27:22Ist ja eigentlich schon klar.
- 2:27:25Aus dem Fell heraus. Musik.
- 2:27:59Bis zum nächsten Mal. Und nochmal hereingespielt.
- 2:28:29Ein unheimlich toller Vintage-Sound und das macht dann natürlich auch Sinn,
- 2:28:33wenn ich die Snare, und das finde ich auch so ein bisschen, hat auch was damit
- 2:28:37zu tun, welchen Bassdrum-Beat ich nehme,
- 2:28:40dass ich die Snare vielleicht auch dementsprechend auch modifiziere.
- 2:28:44Hier natürlich mit diesem Pushdown,
- 2:28:46wenn ich so einen typischen 70er-Jahre-Bassdrum-Sound haben will.
- 2:29:11Eignet sich natürlich hervorragend für solche Geschichten. Okay,
- 2:29:15gehen wir mal wieder in den Ausgangszustand.
- 2:29:20Kann ich übrigens auch noch empfehlen, die Dinger von Snare Raid. Super.
- 2:29:24So, jetzt gehen wir mal wieder rein. Jetzt habe ich hier noch etwas Besonderes.
- 2:29:28Das ist ein Bassdrum-Schlägel der Firma Lowboy.
- 2:29:33Und der ist aus Holz, hat vorne eine runde Form, also die komplett aufs Bassdrum-Feld trifft.
- 2:29:40Hinten geht er so konisch zurück, so ein bisschen zylindrisch und wird dann vorne größer.
- 2:29:48Die Fläche ist nicht zum Spielen gedacht, sondern diese hier.
- 2:29:52Und der ist sehr schwer. Also das heißt, je schwerer der Bassdrum-Schläge,
- 2:29:58umso mehr müsst ihr natürlich auch in die Bassdrum hereintreten.
- 2:30:02Okay, durch die Schwere erwartet man jetzt natürlich schon einen sehr knackigen,
- 2:30:07harten Sound. Hört mal hin.
- 2:30:10Aus der Bassram herausgespielt.
- 2:30:21Hereingespielt.
- 2:31:17Nach so vielen Bietern kommen wir natürlich noch zu unseren Empfehlungen der
- 2:31:22Woche, die wir seit 150 Folgen hier gnadenlos durchziehen.
- 2:31:27Das heißt, mit heute hätten wir 300 Empfehlungen am Start.
- 2:31:33Und ich kann mich, glaube ich, noch nicht mehr an zehn davon erinnern.
- 2:31:36Ich kann mich immer nur an die letzten beiden erinnern mit Mühe und Not.
- 2:31:41Ich mache ja diese Beschreibung für unseren Podcast und manchmal weiß ich schon
- 2:31:44nicht mehr, was wir empfohlen haben, wenn ich die Beschreibung mache.
- 2:31:47Da muss ich echt unseren Podcast nochmal am Schluss mir anschauen.
- 2:31:51Was ich empfohlen habe, weiß ich ja meistens noch. Was hat der Dirk denn eigentlich
- 2:31:53noch mal empfohlen? Glaube ich dir sofort.
- 2:31:57Da bin ich immer noch am Nachgucken und suche den Link raus.
- 2:31:59Aber es ist immer wieder schön.
- 2:32:01Deswegen, letzte Woche haben wir empfohlen. Das weiß ich nicht.
- 2:32:03Jetzt kann ich mich hier mit Wissen glänzen.
- 2:32:07Der Dirk hatte nämlich das Buch von David Garibaldi empfohlen Future Sounds
- 2:32:11und ich hatte ein Trameo Video empfohlen.
- 2:32:14Und ich bleibe mir heute treu. ich bleib auf YouTube. Okay. Irgendwie auch erschreckend.
- 2:32:19Vielleicht guck ich einfach zu viel YouTube.
- 2:32:21Ich hab kein anderes Leben mehr auf dem Süd. Doomscrolling.
- 2:32:30Nein, ich scrolle nicht. Das wurde mir direkt empfohlen. Okay.
- 2:32:34Auf meiner Startseite, YouTube-Startseite, wenn man das so nennt.
- 2:32:38Und zwar eine Dokumentation über ein Steely Dan-Album. Und ich glaube,
- 2:32:44das bekannteste Steely Dan-Album überhaupt, nämlich Asia. Also AJA geschrieben.
- 2:32:49Erschien 1977. Die Dokumentation ist 22 Jahre später entstanden. 1999.
- 2:32:56Und das Tolle für uns Drummer ist, Erstmal ist es eine grandiose Platte und
- 2:33:01es haben halt eben ein paar namhafte Drummer darauf ihr Bestes gegeben,
- 2:33:04unter anderem Rick Marotta, Studio-Legende.
- 2:33:08Dann Bernard Pretty Purdy, berühmt für seinen Purdy-Shuffle und Steve Gadd,
- 2:33:15der das berühmte Aja-Solo getrommelt hat.
- 2:33:18Also eine bahnbrechende Scheibe, muss es nicht unbedingt sein,
- 2:33:22aber es ist einfach geile Musik und die Dokumentation dauert so 60 Minuten.
- 2:33:28Ist jetzt hier bei YouTube in sechs, zehnmütige Abschnitte aufgeteilt,
- 2:33:33in so einer Playlist, so habe ich es zumindest jetzt angezeigt bekommen.
- 2:33:36Und das Coole ist, dass die beiden Protagonisten, das heißt also Donald Fagan
- 2:33:41und Walter Becker, das sind die Köpfe von Steely Dan, sich die Master-Tapes
- 2:33:46gesondert anhören und nochmal analysieren.
- 2:33:49Das heißt, du hörst dann nur mal die Gitarre, du hörst mal nur den Bass,
- 2:33:52du hörst mal nur das Drumset und auch über die ganze Entstehungsgeschichte erzählen,
- 2:33:57aber eben nicht nur die beiden, sondern auch die Musiker und Produzenten,
- 2:34:00die da gespielt haben, auch zu Wort kommen.
- 2:34:02Und wer sich ein bisschen mit Stile auskennt, weiß, dass die beiden einen.
- 2:34:08Besonderen Ruf genießen in der Musikerinnen- und Musikerszene,
- 2:34:13nämlich den auch mal jemanden einen Take 80 Mal spielen lassen,
- 2:34:17also einen Song 80 Mal spielen zu lassen,
- 2:34:20bis sie dann trotzdem wieder den ersten Take nehmen,
- 2:34:23um diese besonderen Momente, das Besondere einzufangen und.
- 2:34:28Ich meine, ich habe, glaube ich, mit jedem Studiomusiker in L.A.
- 2:34:30Zusammengearbeitet. Ich weiß, ob der Aufnahme weiß jetzt nicht,
- 2:34:33aber Jeff Boccaro war auch schon mit dabei, Winnicott Jutta hat für die schon
- 2:34:36getrommelt, was weiß ich. Also alle, eigentlich alle, die irgendwie Rang und Namen haben.
- 2:34:41Also, wer eine Dokumentation sehen möchte über ein Album und mal so in eine
- 2:34:45Entstehungsschichte reinschauen möchte, ich stehe ja auf sowas,
- 2:34:49deswegen empfehle ich die Dokumentation, wenn der genaue Titel lautet,
- 2:34:54Classic Albums Steely Dan Asia von 1999 Regie geführt hat, nur der Vollständigkeit
- 2:35:00halber Alan Lowens oder Lowens Hi Alan,
- 2:35:07Na, ich finde ja so oder so, ich bin bekennender Steely Den-Fan und Donald Fagan so oder so,
- 2:35:13finde ich unglaublich und ja, die beiden sind schon illustre Ikonen, sage ich mal wirklich,
- 2:35:22weil da lohnt es sich eigentlich alles von zu sehen es ist unheimlich egal weil
- 2:35:27was ihr für eine Musikrichtung macht, ist es unheimlich spannend,
- 2:35:30was die beiden erzählen.
- 2:35:31Oder auch Musiker, was die über die beiden erzählen. Also die Studiomusiker,
- 2:35:35wenn die über die beiden erzählen, das ist nämlich schon krass,
- 2:35:39weil da gibt es so Geschichten. Das habe ich, glaube ich, bei John Robinson
- 2:35:41mal, der, glaube ich, auch offiziell nie auf einer Platte ist,
- 2:35:43aber der hat auch für die gespielt.
- 2:35:45Und die haben sich dann auch zum Teil beschwert, warum man, ich sage jetzt mal, das ist jetzt.
- 2:35:51Von mir jetzt einfach nur zusammen, dass man so drei Studio-Legenden-Schlagzeuger,
- 2:35:56wie Steve Guest, John Robinson und Winnie Coliuta oder Jeff Bocaro,
- 2:35:59den gleichen Song hat trommeln lassen und dann da ausgewirkt,
- 2:36:02wo die sagten, ey, das ist doch total, da habt ihr drei,
- 2:36:06der namhaftesten Leute, und das war bei Gitarristen, bei Keyboardern,
- 2:36:09bei allen so, die die einfach immer ausgetauscht haben.
- 2:36:13Die Frage ist jetzt nur, haben die dann auch.
- 2:36:18Die Parts aus unterschiedlichen Takes und unterschiedlichen Drummond genommen.
- 2:36:22Nehmen wir an, jetzt haben drei Schlagzeuger den gleichen Song gemacht.
- 2:36:26Haben die gesagt, okay, die Strufe gefällt mir von Jeff, aber der Chorus ist
- 2:36:29von Get geiler, aber J.R. Robinson hat die Bridge irgendwie cool gemacht.
- 2:36:34Ich glaube, hätten sie das gemacht, hätte ich das irgendwo mal gehört.
- 2:36:37Also das wäre mir jetzt neu. Weil
- 2:36:39ich weiß, dass es auf einer Foo Fighters-Platte ja so mal passiert ist.
- 2:36:44Dass ja Dave Crowell und Taylor Hawkins beide auf einem Song zu hören sind. Ach geil.
- 2:36:50Weil Dave Grohl auch gesagt hat, ja, ich weiß nicht, ich glaube es war Learn
- 2:36:54to Fly, der Song. Okay, ja.
- 2:36:56Und ich meine, ich weiß nicht mehr genau, wer welchen Part getrommelt hat,
- 2:37:01aber dass Dave Grohl mit seinem Part nicht einverstanden war und dann gesagt
- 2:37:04hat, der Taylor soll es nochmal drüber, soll nochmal seine Version machen.
- 2:37:08Aber dann fand er seine Version, was ich im Refrain irgendwie geiler und dann
- 2:37:12haben die das zusammengewürfelt.
- 2:37:13Geil. Nee, das ist mir bei Stile. Also da gibt es ja wirklich Legenden,
- 2:37:18Geschichten und abendfüllende Geschichten, glaube ich,
- 2:37:21über Stilie Den, über die ganze Stuhl, wie du schon sagtest,
- 2:37:24einen Musiker 80 Mal den Take spielen lassen und morgen dann doch nochmal,
- 2:37:28wie gesagt, 80 Mal spielt erst John Robinson, dann nochmal Steve Gett und dann.
- 2:37:34Beides Hautegen der Musikgeschichte, beide nicht gut, nehmen wir noch einen anderen dazu.
- 2:37:39Ich würde jetzt nicht zu viel wegnehmen, genauso, glaube ich,
- 2:37:42gibt es auch in dieser Dokumentation zu hören, gerade was Steve Gett und Asia
- 2:37:46betrifft, also von daher. Ist sehr spannend. Super Empfehlung,
- 2:37:50super Empfehlung. Klasse.
- 2:37:52Was hast du für uns? Ich habe zwei Sachen diesmal.
- 2:37:57Eines hat auch mit Fernsehzungen, wir haben uns ja mit dem lieben Kollegen Markus
- 2:38:02Leuchte über die Kapu-Werdischen Inseln unterhalten.
- 2:38:06Es hat ein Schüler von mir dann mir gesagt, der hat mir dann angeguckt,
- 2:38:11es gibt auf ARD und ZDF, ich weiß, ich meine, es wäre in der Mediathek eine
- 2:38:18Dokumentation über Capo Verde.
- 2:38:21Die ist wirklich klasse. Da kommt sogar auch die Sängerin ganz kurz mal zu Worte.
- 2:38:29Man sieht Markus wohl auch nur einmal ganz kurz in der Ecke,
- 2:38:32aber einfach vielleicht um das, was wir, wer sich für das Interview interessiert,
- 2:38:37einfach wie sieht es denn da aus und was ist das denn auch alles so.
- 2:38:41Das ist eigentlich nochmal ein schöner Rückblick. Deshalb habe ich gesagt,
- 2:38:43ich wollte das unbedingt nochmal mit reinnehmen. Und wer, zwei D-MZ, wer bitte?
- 2:38:47Ja, ganz kurz nur, weil das habe ich bei Markus gar nicht erwähnt,
- 2:38:51aber es kam vor einigen Wochen, auch auf ARD oder ZDF, da gibt es auch so eine
- 2:38:58Reihe so ähnlich wie Singmeins Song. Ich komme ja nicht auf den Namen.
- 2:39:01Aha, okay. Da gehen bekannte Popmusikerinnen und Musiker in fremde Länder und
- 2:39:09nehmen da einen ihrer Songs nochmal neu auf.
- 2:39:12Ich komme nicht auf den Titel dieser Sendereihe. Stimmt, das hatte ich glaube
- 2:39:17ich auch von Peter Maffer habe ich das gesagt.
- 2:39:18Peter Maffer war dabei, Ray Garvey war dabei, Nico Santos war dabei und jetzt
- 2:39:26komme ich nicht auf die Frau, die ich meine. Oh mein Gott.
- 2:39:29Ganz bekannte deutsche Popsängerin. Stefan Heinzmann. Nein, war früher mal Schauspielerin,
- 2:39:35und ist immer noch Schauspielerin, hat glaube ich sogar im Tatort mitgespielt mal.
- 2:39:40Müsste ich nachreichen. Ich weiß auch nicht mehr, wie diese Reihe heißt.
- 2:39:46Katterfeld? Doch, Yvonne Katterfeld. Yvonne Katterfeld, genau.
- 2:39:50Und sie war auf den Kapverdischen Inseln.
- 2:39:56Es kam zwei, drei Wochen vor dem Interview mit Markus. Und ich finde diese ganze
- 2:39:59Reihe wirklich gut gemacht. Man sieht also aus von den Ländern.
- 2:40:03Und die waren teilweise in wirklich grandiosen Ländern. Ich weiß gar nicht mehr, wer das war.
- 2:40:07Ich glaube die hatten einen in die Mongolei geschickt oder dann auch,
- 2:40:13vor Ort mit diesen Kulturen und diesen typischen Instrumenten dieser Regionen
- 2:40:18auch dann nochmal ihre Songs teilweise neu interpretieren aber es ist echt gut gemacht finde ich, cool,
- 2:40:26Bei Peter Maffer war es jetzt nicht so spannend. Er war in Nashville.
- 2:40:30Was natürlich trotzdem geil ist, aber er hat sich nicht so weit entfernt von
- 2:40:33seinem Original, sag ich mal.
- 2:40:34Aber wenn du jemanden in die Mongolei schickst mit einem Song,
- 2:40:37ist das schon was ganz anderes. Mit dortigen Studiomusikern quasi neu aufgenommen. Ja.
- 2:40:43Die treffen sich immer mit jemandem, der da in der Gegend auch Rang und Narben
- 2:40:46hat, mit dort bekannten Musikerinnen und Musikern.
- 2:40:49Und das sind meistens nur so ein oder zwei.
- 2:40:52Und dann nehmen die nochmal Songs neu auf. Oder einen Song nochmal neu auf, ja.
- 2:40:55Das ist auch gut. Also noch eine Empfehlung quasi. Aber ich wollte dich nicht
- 2:40:58unterbrechen, aber es ist mir doch gerade noch eingefallen wegen den kapverdischen Inseln.
- 2:41:02Nee, und darum auch, weil ich fand auch so ein Reisebericht,
- 2:41:06weil es ist sehr kurzweilig gewesen, irgendwie auch ein knappes Stündchen.
- 2:41:10Also ZDF, ARD, Mediathek, Kapuvert.
- 2:41:14Also fand ich super spannend. Auch, dass man Markus nochmal,
- 2:41:17wie gesagt, so überhaupt, wovon er erzählt hat. Aber wir haben uns viel darüber
- 2:41:20unterhalten, wie ist das Ganze überhaupt entstanden.
- 2:41:22Auch der Master-Trommler, den der Markus, Ich komme jetzt auf den Namen beim
- 2:41:26besten Willen nicht mehr.
- 2:41:27Der kommt da auch kurz zu Worte oder man sieht ihn kurz. Also super spannend.
- 2:41:31Das war die eine Empfehlung.
- 2:41:33Die andere Empfehlung ist, kennen wahrscheinlich alle, ich bin erst sehr spät drauf gekommen.
- 2:41:39Und zwar mein, ich muss sagen, mein Smartphone, das ist ein iPhone.
- 2:41:44Da outre ich mich mal jetzt. Das hat ja eine Front- und eine Rückkamera.
- 2:41:49Und die Rückkamera ist ja nie so gut, wenn man Selfies machen will oder ein Video machen will.
- 2:41:53Und da gibt es aber jetzt, dann steht man manchmal auch, die Frontkamera ist ja wesentlich besser.
- 2:41:59Nur wenn du das dann umdrehst, dann bist du entweder halb im Bild,
- 2:42:01man ist gar nicht im Bild, man ist abgeschnitten im Bild. Und jetzt gibt es quasi ein.
- 2:42:09So einen Selfie-Monitor, das heißt, den du hinten an die Kamera einfach dranpappst.
- 2:42:15Das heißt, du kannst dann die tolle Kamera nehmen, aber siehst dich und weißt,
- 2:42:21damit du dich tausendmal anfangen musst, damit du wirklich im Bild bist.
- 2:42:26Und das liegt bei, es gibt verschiedene Ausführungen. Ich habe jetzt eine von,
- 2:42:32Mohmann, die gibt es aber auch von Rollei.
- 2:42:34Das fängt an ab 30 Euro. Meine hat jetzt ein Fofi gekostet.
- 2:42:39Weil die konnte ein bisschen mehr. Die hat zum Beispiel auch Bluetooth.
- 2:42:43Da brauchst du die von Roller. Die hat so ein Kabel da drin.
- 2:42:45Das ist Kabel gebunden. Also USB-C zu USB-C.
- 2:42:48Und ich wollte halt kein USB-C Kabel da dran haben. Oder wenn du unten so einen
- 2:42:53Speicher-Stick meinetwegen noch reinstecken willst. Deshalb wollte ich das so haben.
- 2:42:59Und man muss ein bisschen rumprobieren, bis man das raus hat.
- 2:43:02Aber es ist trotzdem, es ist doch eine Erleichterung. man ist tatsächlich öfters
- 2:43:07im Bild, weil man sieht sich Weihnachtsfilm.
- 2:43:09Das ist so, fand ich eine interessante Sache und da habe ich mir mal zugelegt.
- 2:43:14Wow, da gab es heute quasi vier Empfehlungen.
- 2:43:21Dass uns das nicht ausgeht, ist auch irgendwie irre. Wahnsinn, ne?
- 2:43:26Mein Gott. Sehr schön. Ich muss ja gestehen, manchmal muss ich vorher,
- 2:43:29Mist, wir nehmen einen Podcast auf.
- 2:43:31Was für ein Empfehler. Aber da kommt es doch relativ schnell bei uns beiden,
- 2:43:34glaube ich, dass wir, ah ja, das ist eigentlich eine coole Sache oder eine Idee,
- 2:43:37das mal weiterzubilden.
- 2:43:38Ja, ich hatte heute schon ein schlechtes Gewissen, dass ich schon wieder ein
- 2:43:40YouTube-Video empfohlen habe.
- 2:43:43Weil ich dachte, das kannst du dir schon wieder bringen, muss man was anderes
- 2:43:44machen. Und dann ist mir trotzdem nichts anderes eingefallen.
- 2:43:46Da gebe ich auch erst mal dazu. Aber es ist ja spannend. Es ist ja wirklich interessant.
- 2:43:51Und besonders über viele Sachen hätten wir auch nicht drüber gesprochen,
- 2:43:54hätte ich die auch nicht gefunden.
- 2:43:57Von daher, grüß dich. In dem Sinne, ihr könnt uns auch mal gerne unter den Podcast
- 2:44:01kommentieren, welche Empfehlungen der Woche, das haben wir ja schon mal auch
- 2:44:05gefragt, welche Empfehlungen der Woche ihr euch vielleicht sogar dann angeschaut
- 2:44:09oder vielleicht sogar angeschafft habt.
- 2:44:11Mit einfach mal sehen, ob unsere Empfehlungen überhaupt irgendwie ankommen.
- 2:44:14Also ich meine, Orangensaft mit Eis, wird der eine oder andere jetzt vielleicht
- 2:44:16mal getrunken haben mittlerweile. Glaube ich nicht.
- 2:44:21Oder der Dirk hat auch mal Toast mit Ei empfohlen. Also vielleicht ist da ja
- 2:44:27was gegangen. Vielleicht ist da ja was gegangen.
- 2:44:29Du hast irgendwann was sauteures empfohlen. Ich weiß gar nicht,
- 2:44:32was das war. Weiß ich nicht mehr.
- 2:44:37Ich weiß es auch nicht mehr. Aber das wäre natürlich auch...
- 2:44:39Also wir haben so viele Empfehlungen, das ist wahr.
- 2:44:42Also wenn ihr euch irgendwas davon mal habt empfehlen lassen in echter Weise,
- 2:44:48ihr habt euch das angeschafft oder ihr habt das jetzt auch in euer Leben übernommen,
- 2:44:51vielleicht mit Eis zum Frühstück, dann lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen.
- 2:45:02Auch eine 150. Folge geht irgendwann mal zu Ende. Man mag es kaum glauben,
- 2:45:06wenn man auf den Zeiger schaut, denn sie schien ja endlos. Wer hat an der Uhr gedreht?
- 2:45:12Ist es wirklich schon so spät? Boah, jetzt kriege ich bestimmt Stress mit der GEMA, wa?
- 2:45:17Scheiße, muss raus schneiden. Cut, cut.
- 2:45:22Nee, das war nicht so gut gesungen, dass es erkannt wurde. Da hast du wohl recht,
- 2:45:27aber das hättest du ja jetzt auch nicht so sagen müssen. Wäre keinem aufgefallen.
- 2:45:31Im schlimmsten Falle kann ich das sogar stumm schalten im YouTube-Editor am
- 2:45:36Ende, falls wir da Copyright-Probleme bekämen.
- 2:45:39Aber ich meine, wir haben jetzt, ich würde sagen, schon fortgeschrittene Uhrzeit.
- 2:45:44Da der noch nicht geschnitten ist, dieser Podcast. hast. Aber ich gehe mal davon
- 2:45:49aus, es sind schon so an die drei Stunden.
- 2:45:53Pima Daumen. Also vielen lieben Dank, dass ihr immer so lange durchhaltet.
- 2:45:58Wir wissen ja mittlerweile, was ihr ja alles dabei so tut, wenn ihr einen Podcast hört.
- 2:46:01Rasenmähen hatten wir dabei. Natürlich zur Arbeit fahren.
- 2:46:05Ich weiß gar nicht, was noch alles irgendwie am Start war. Aber das auch gerne mal auch kommentieren.
- 2:46:10Was macht ihr, um unseren Podcast zu hören? Also Rasenmähen und zur Arbeit fahren
- 2:46:14sind schon mal zwei Dinge.
- 2:46:15Aber vielleicht ist jemand etwas Ich glaube, Badewanne war auch mal dabei.
- 2:46:19Da wurde das Badewasser nämlich kalt, weil der Podcast so lange gedauert hat. Geil.
- 2:46:25Das heißt, was war euer skurrilster Hörmoment, sag ich mal? Welchem Ort habt ihr das gehört?
- 2:46:33Uns gehört? Das wäre auf jeden Fall auch mal eine lustige Sache zu wissen.
- 2:46:36Ansonsten, ja, vielen lieben Dank, dass ihr dabei seid. 150 Folgen.
- 2:46:41Ich sag jetzt einfach mal ganz spontan auf die nächsten 150.
- 2:46:46Wie viele Jahre machen wir das jetzt schon? 150 Folgen hat wie viele Jahre gebraucht?
- 2:46:50Vier. Sind wir schon vier Jahre dran? Ich kriege es echt nicht mehr hin.
- 2:46:56Müsste ich mal nachschauen. Das gucke ich jetzt noch mal in Echtzeit nach.
- 2:47:01Wann kam die erste Folge Schlagabtausch?
- 2:47:05Wenn ich das jetzt so schnell rauskriege überhaupt. Ja, ich habe die Folge,
- 2:47:09die wurde veröffentlicht am 13.
- 2:47:14Oh, Freitag der 13., geil. 13.1.
- 2:47:202022. 2021.
- 2:47:25Folge Nummer 1 mit den Themen Ian Pace, Phil Rudd, Rogers Dinosonic Snares und
- 2:47:31Drums & Percussion Festival Paderborn. Krass.
- 2:47:37Hammer. Ist schon ein bisschen was. In dem Sinne, wer jetzt aber noch nicht
- 2:47:41unseren YouTube-Kanal abonniert hat, hallo, hallo, ich mache jetzt so einen
- 2:47:45YouTuber, der heißt auch am Anfang immer so, wird dann so reingeschnitten.
- 2:47:4980% meiner Zuschauer haben noch nicht meinen Kanal abonniert.
- 2:47:53Ihr müsst jetzt abonnieren und die Glocke drücken.
- 2:47:57So, also bei uns sieht es ähnlich aus, bei uns sind es wahrscheinlich über 90%
- 2:48:00die den Kanal nicht abonniert haben und uns aber illustre zuhören und zuschauen.
- 2:48:04Von daher bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, tut uns den Gefallen.
- 2:48:06Einfach abonnieren, drücken. Es kostet euch nichts, aber für uns bedeutet das deutlich mehr.
- 2:48:13In dem Sinne, ich verabschiede mich hier aus der 150. Folge und gebe das Wort
- 2:48:18ab an meinen Spottkast-Kollegen Dirk.
- 2:48:23Genau. Ihr Lieben da draußen, ihr habt es gehört, Timo hat alles gesagt.
- 2:48:27Bleibt uns treu, sagt es allen weiter, lasst die Oma abonnieren.
- 2:48:34Ja, warum nicht? Ja, natürlich. Die hat bestimmt noch einen Google-Account.
- 2:48:39Genau. War schnell einrichten.
- 2:48:43Klasse. Elidien da draußen, passt auf euch auf. Wir wünschen euch eine schöne
- 2:48:47Zeit. Euer Podcast-Team.
- 2:48:50Ich wollte gerade schon Timo, weil eigentlich ist es ja höflich,
- 2:48:54dich immer zuerst zu lennen. Das ist ja doof, weil du sollst ja auch deinen eigenen Namen.
- 2:48:58Also euer Podcast-Team Dirk und Timo.
- 2:49:00Machen wir es gut. Tschüss.
- 2:49:04Gott.