Latest / Erebos.Nights – Der Podcast über Götterwelten, Mythen, Spiritualität / #3.13 - Du sollst keine anderen Götter neben mir haben, oder doch? Christentum und Götterarbeit neu gedacht
Transcript
- 0:02Willkommen beim Erabos Podcast in deinem Podcast zu den
- 0:05Perspektiven ist ich bin Geo und freue mich, dich begleiten zu
- 0:10dürfen. Guten Morgen, guten Tag, guten
- 0:13Abend, gute Nacht, wann auch immer du einschaltest.
- 0:15Schön, dass du wieder dabei bist.
- 0:18Mach es dir gemütlich, hol dir was leckeres zu trinken oder was
- 0:22zu snacken. Und willkommen zu einer weiteren
- 0:27Folge. Heute ist es eine weitere
- 0:29Wunschfolge tatsächlich Grüße gehen raus an Laura und ja, ihr
- 0:35habt es an der Überschrift gelesen, heute geht es um den
- 0:39Christentum götterarbeit und das ist ein sehr, sehr wichtiges
- 0:44Thema, weil. Ich kenne diese Fragen.
- 0:48Ich hatte letztes Jahr eine Messe, eine Wohlfühlmesse in
- 0:51Gelsenkirchen hatte ich einen Vortrag gehalten über
- 0:53Götterarbeit, und da war eine nette Dame gewesen, die kam auch
- 0:57aus Griechenland und die meinte zu mir, ich spüre den Ruf von
- 1:03Athen sehr stark, aber Hey, Geo, Ich bin geborene Christin, meine
- 1:09Familie ist Christentum, griechisch orthodox, darf ich
- 1:13das überhaupt? Natürlich, es ist immer so ein
- 1:16Thema. Gleichzeitig frage ich mich
- 1:20griechische Mythologie, es kommt ja aus der damaligen Religion,
- 1:25es ist ja der 12 Götterglaube ist ja nichts Erfundenes, der
- 1:30existiert heutzutage so gut wie gar nicht mehr, es gibt eine
- 1:33kleine Gruppe an Menschen, die es immer noch geschlossen macht
- 1:38in Griechenland, aber es ist wirklich eine ganz kleine Gruppe
- 1:42und bei dieser Frage darf ich das überhaupt, weil ich ja
- 1:47geborene, erzogene Christin bin, höre ich meistens zwischen den
- 1:54Zeilen etwas ganz anderes, da geht es nicht um Rebellion oder
- 1:58Neugier, sondern wirklich um Angst.
- 2:02Angst davor, Gott zu enttäuschen, Angst davor, etwas
- 2:06Falsches zu tun, Angst davor, Familie zu enttäuschen, Angst
- 2:11davor, dass irgendwo. Ein göttliches Verbot entsteht,
- 2:16das man überschreitet, weil er halt genau wie der Titel es
- 2:21heute sagt, du sollst keine anderen Götter neben mir haben,
- 2:25immer wieder im Raum steht, und da frage ich mich jedes Mal,
- 2:30seit wann ist Gott so zerbrechlich geworden, seit wann
- 2:36ist das Göttliche so klein, dass es Konkurrenz fürchten muss und.
- 2:44Und deswegen sage ich, Hey, die Angst kommt nicht von Gott,
- 2:49sondern von dem Bild, das wir von ihm gelernt haben und
- 2:55deswegen eine ganz einfache Frage, was für ein Gott größer
- 2:58ist als unsere Dogmen, größer als unsere Systeme, größer als
- 3:02unsere theologischen Zäune. Und was, wenn dein Herz längst
- 3:07spürt, dass es nie und. Um einen entweder oder gegen,
- 3:11sondern um einen sowohl als auch.
- 3:15Und versteht diese Folge bitte nicht falsch, heute geht es
- 3:18nicht um Angriffe auf gar keinen Fall, nicht um Kritik, nicht um
- 3:21Kirche gegen Spiritualität, heute geht es um Bewusstsein und
- 3:26die Frage, wie groß darf dann Gott eigentlich sein, und
- 3:32deswegen lass uns ehrlich hinschauen, die Angst ist nicht
- 3:35einfach da, sie ist natürlich gelehrt.
- 3:38Viele Menschen, die christlich aufgewachsen sind, tragen einen
- 3:42tiefen Satz in sich. Du sollst keine anderen Wörter
- 3:46neben mir haben. Ich glaube, dieser Satz steht
- 3:51irgendwo im Alten Testament, im zweiten Buch Mose oder so,
- 3:59verklagt mich aber nicht, wenn es falsch ist.
- 4:01Da bin ich mir gerade nicht zu 100% sicher.
- 4:05Historisch betrachtet war dieser Satz nicht einfach, aber ein
- 4:09spirituelles Dogma. Er war einfach Schutz, und zwar
- 4:13identitätsschutz, wenn wir uns das genauer anschauen.
- 4:18Das Volk Israel lebte umgeben von polytheistischen Kulturen,
- 4:22Ägypten, Kanaren, Mesopotamien, über gab es Götter, Rituale,
- 4:28über gab es konkurrierende, konkurrierende Weltbilder.
- 4:33Und der Monotheismus war damals nicht nur glaube, er war
- 4:38Abgrenzung, überleben, er war Identitätsfindung.
- 4:44Das Gebot war also weniger eine Drohung eigentlich, sondern ein
- 4:49Schutzmechanismus. Und genau hier beginnt unser
- 4:53Verständnis, denn wenn ein glaubenssystem Identität
- 4:57stiftet, dann fühlt sich jede Erweiterung wie Bedrohung an.
- 5:03Nicht weil Gott bedroht ist. Auf gar keinen Fall, sondern
- 5:06weil die eigene Sicherheit es ist.
- 5:10Deswegen Angst entsteht immer dort, wo das Fundament zu
- 5:13wackern scheint, wenn jemand sein ganzes Leben gelernt hat.
- 5:18Das hier ist die Wahrheit und nur das, dann fühlt sich im
- 5:24ersten Moment jede Öffnung wie ein Verrat an, ich weiß es, aber
- 5:29keinen Verrat an Gott, sondern an der eigenen Geschichte und.
- 5:33Viele Christen glauben, dass Gott eifersüchtig ist, aber
- 5:37eifersüchtig ist ein zutiefst menschliches Gefühl.
- 5:42Sie entsteht aus Mangel, aus Unsicherheit, aus Angst, ersetzt
- 5:45zu werden, und wenn Gott wirklich allmächtig ist, warum
- 5:49sollte er dann Konkurrenz fürchten?
- 5:51Ich bitte euch, hier beginnt die Bewusstseinsarbeit, vielleicht
- 5:57war das Gebot nie dafür gedacht, dass Menschen sich spirituell.
- 6:01Einengen vielleicht sollte es verhindern, dass sich in äußeren
- 6:05Mächten verlieren und ihre innere Verbindung vergessen.
- 6:11Was ist der Unterschied und noch etwas, viele Menschen
- 6:16verwechseln Kirche mit Gott, die Kirche ist eine Institution von
- 6:21Menschen gemacht, sie braucht Struktur, sie braucht Klarheit,
- 6:24sie braucht Regeln. Gott hingegen, der christliche
- 6:28Gott auch. Wenn wir von einem unendlichen
- 6:30Bewusstsein sprechen, braucht er keine Verteidigung.
- 6:38Institutionen schützen sich das göttliche Musters auf gar keinen
- 6:42Fall. Genau hier entsteht halt die
- 6:46Angst und nicht weil Gott sagt, Du darfst das nicht, sondern
- 6:51weil wir gelernt haben, wenn ich das tue, verliere ich meine
- 6:54Zugehörigkeit. Und Zugehörigkeit ist eines der
- 6:58tiefsten menschlichen Bedürfnisse.
- 7:02Wenn jemand also Angst hat, Christ zu sein und gleichzeitig
- 7:07mit anderen Gottheiten zu arbeiten, dann hat das nichts
- 7:10mit Schwäche zu tun, es ist eher so ein inneres Loyalitätsthema
- 7:18und Loyalität fühlt sich heilig an, aber vielleicht, das ist die
- 7:23Einladung. Dieser Folge geht es nicht
- 7:26darum, Loyalität aufzugeben, sondern sie einfach zu
- 7:30vergrößern, größer zu denken, bevor wir weitergehen, müssen
- 7:37wir etwas klären, denn viele Christen hören das Wort
- 7:41götterarbeit und sofort springen ihre inneren Alarmglocken an
- 7:47Okkultismus, Dämonen, Abfall von Glauben, Götzendienst.
- 7:54Aber lasst uns mal bitte ruhig und erwachsen hinschauen.
- 8:00Was bedeutet Götterarbeit eigentlich?
- 8:03Und es bedeutet nicht, einen neuen Ersatzgott anzubeten, was
- 8:07auch viele spirituelle Menschen falsch betrachten, aber okay es
- 8:13bedeutet auch nicht, Jesus abzulehnen, es bedeutet nicht,
- 8:18den christlichen Glauben zu verraten Götterarbeit so wie ich
- 8:21sie verstehe. Ist einfach bewusstseinsarbeit.
- 8:26Es ist die Arbeit mit Archetypen, mit Symbolkräften,
- 8:29mit Aspekten des Göttlichen, die bestimmte Qualitäten verkörpern,
- 8:35sei es Weisheit, Kriegskraft, Fruchtbarkeit, Transformation,
- 8:39Heilung, Tod und Wiedergeburt, also Zyklus.
- 8:42Und wenn wir ehrlich sind, finden wir all diese Qualitäten
- 8:47auch im Christentum. Ein Beispiel, was wir da
- 8:52betrachten dürfen, ist, dass. Maria Maria ist in der Bibel
- 8:58nicht Gott, und doch beten Millionen von Menschen zu ihr.
- 9:04Sie ist Fürsprecherin, sie ist Mutter.
- 9:07Mitgefühl in Person ist das Götzendienst oder ist es
- 9:14arbeitet mit einem Archetypen, mit einer Verkörperung der
- 9:17göttlichen Liebe oder auch die. Erzengel, schauen wir uns die
- 9:24Erzengel nochmal. Michael steht für Schutz,
- 9:27Gabriel für die Botschaft oder für Botschaften, Rafael für die
- 9:32Heilung. Das sind Kräfte, Qualitäten,
- 9:35Energien, und niemand würde sagen, dass ein Christ seinen
- 9:39Glauben verliert, wenn er mit Erzengel Michael arbeitet.
- 9:45Warum also entsteht Angst, wenn jemand mit Athena arbeitet, mit
- 9:49Tekathen, mit Gaia? Vielleicht, weil wir gelernt
- 9:55haben, dass unsere Symbolsprache die einzige erlaubte ist.
- 10:01Aber Bewusstsein funktioniert universell.
- 10:04Ein Archetyp bleibt ein Archetyp, egal in welcher Kultur
- 10:08er auftaucht, die Mutter erscheint als Maria, als ISIS,
- 10:14als Demeter, als Gaia, die Kriegschaft erscheint, als Aras
- 10:19Tor Michael. Das Prinzip, die Prinzipien sind
- 10:25komplett die gleichen, nur die Sprache ist eine andere und die
- 10:30Herkunft, und das ist ja das, was ich immer sage, wenn wir uns
- 10:32zum Beispiel Aphrodite anschauen.
- 10:34In Griechenland war es Aphrodite, in Rom war es Venus
- 10:39und so weiter und sofort, Oh Gott, Entschuldigung, und jetzt
- 10:44kommt der entscheidende Punkt. Götter arbeitet bedeutet nicht
- 10:48eine Konkurrenz zu Gott aufzubauen.
- 10:53Vielleicht machen das auch viele, auch, aber aus der
- 10:55Rebellion heraus, sie sind in einem System aufgewachsen, wo
- 10:59sie sich befreien wollen, fangen an zu rebellieren, suchen sich
- 11:02aber meistens etwas, wo genau die gleiche Abhängigkeit ist.
- 11:09Das sehe ich ja sehr häufig. Dass viele Richtung Hexentum
- 11:12gehen und das gleiche Spielchen wie im Christentum dann im
- 11:18Hexentum passiert. Aber bleiben wir bei der
- 11:22Thematik Konkurrenz. Es bedeutet nicht, Konkurrenz zu
- 11:26Gott aufzubauen, sondern verschiedene Facetten des
- 11:29Göttlichen bewusst zu erleben. Wenn Gott wirklich die Urquelle
- 11:35ist, dann sind Archetypen Ausdruck dieser Quelle.
- 11:42Dann ist es kein Verrat, sondern Erforschung.
- 11:46Viele Menschen haben nicht Angst vor Gott, sie haben Angst davor,
- 11:49falsch zu sein, falsch, etwas falsch zu machen, und deshalb
- 11:54ist es wichtig, Götterarbeit aus der Ecke des Verbotenen
- 11:57herauszuholen und die Ecke des Bewusstseins zu stellen, denn
- 12:03wenn jemand mit einem Archetyp arbeitet, arbeitet er an sich
- 12:08selbst und. An seiner Schattenseite, an
- 12:11seiner Kraft, an seiner Heilung. Und das widerspricht keinem
- 12:15gesunden Glauben, im Gegenteil, es kann ihn sogar vertiefen, und
- 12:22vielleicht ist das Problem nicht die Vielfalt der göttlichen
- 12:25Bilder, vielleicht das Problem unserer Vorstellung, dass Gott
- 12:29nur durch eine einzige kulturelle Linse erfahrbar ist.
- 12:34Und das ist eine Frage an der Anklage.
- 12:37Und jetzt nehmen wir uns ein, weist weiteres Beispiel aus dem
- 12:43christum Jesus, wenn wir über den Christentum sprechen, müssen
- 12:48wir unterscheiden zwischen Institution und Ursprung,
- 12:54zwischen Kirche und Jesus. Denn Jesus war auf gar keinen
- 12:59Fall systemverwalter, er war kein Dogmenbauer, er war kein
- 13:03Verteidiger theologischer Zäune. Er war radikal in etwas ganz
- 13:10anderem Bewusstsein. Er sprach in Gleichnissen, in
- 13:15Bildern, in Symbolen. Der verlorene Sohn, der
- 13:20barmherzige Samariter, das sind Archetypen, innere Bilder,
- 13:24seelische Spiegel. Jesus hat Menschen nicht in
- 13:29Regeln eingesperrt, er hat sie in Beziehung geführt, er.
- 13:32Beziehung zu sich selbst, Beziehung zueinander, Beziehung
- 13:35zu Gott und immer wieder stellte er das Herz über das Gesetz.
- 13:42Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den
- 13:45Sabbat, und das ist kein Angriff auf Religion, das ist eine
- 13:50Verschiebung von außen nach innen, jetzt mal ganz ehrlich ne
- 13:56ehrlich frage, glaubst du wirklich, dass Jesus.
- 14:00Hätte Angst davor gehabt, dass jemand mit Weisheit arbeitet,
- 14:04mit Heilung, Transformation, mit der Kraft der Religion, der
- 14:08Natur. Jesus heilte mit Berührung, mit
- 14:12Worten, mit Glaube, er sprach vom Licht, vom Geist, vom Reich
- 14:16Gottes in dir, in dir, nicht nur in irgendwelchen Kirchen,
- 14:22Tempeln oder Systemen. Und er stellte nie Fragen.
- 14:27Fragen wie welche Kultur benutzt du, um Gott zu verstehen,
- 14:32sondern eher, wie ist dein Herz, wie geheilt ist dein Herz, wie
- 14:36offen ist dein Herz und deswegen viele Menschen haben Angst, Gott
- 14:41zu verraten, wenn sie sich für andere spirituelle Bilder
- 14:43öffnen. Aber war Jesus exklusiv oder
- 14:50eher inklusiv? Er sprach mit Samariten, mit
- 14:55Frauen, mit Zöllnern, mit Außenseitern.
- 14:58Er brach religiöse Starrheit auf, und ich sage das nicht, um
- 15:04Kirche zu kritisieren, ich sage es, um an den Kern zu erinnern,
- 15:10das vergessen wir ja immer wieder, vielleicht geht es nicht
- 15:14darum, welches Bild du benutzt, vielleicht geht es darum, ob du
- 15:18dich von göttlichen Trennst oder dich tiefer verbindest.
- 15:24Und hier liegt der erste Perspektivenwechsel.
- 15:30Vielleicht ist Götterarbeit kein Weg von Christus, vielleicht ist
- 15:33ein Weg, die Vielfalt göttlicher Erfahrungen zu begreifen, wenn
- 15:41Gott das göttliche Schöpfer von allem ist, dann ist jede Kultur
- 15:47ein Auszug dieses Schöpfers. Und dann ist Vielfalt kein
- 15:52Verrat, sondern einfach nur ein Spiegel.
- 15:56Vielleicht hat Jesus nie Angst vor anderen Namen gehabt,
- 15:59vielleicht hatten nur Menschen Angst, die Kontrolle zu
- 16:01verlieren, und das ist etwas ganz menschliches, so eine
- 16:10radikale Frage, bevor wir weitermachen.
- 16:13Glaubst du an Gott oder an dein Bild von Gott?
- 16:20Und das ist nicht respektlos gemeint, sondern es ist einfach
- 16:24ehrlich direkt gemeint, denn jeder Mensch trägt ein
- 16:29Gottesbild in sich, geprägt durch Familie, durch Predigten,
- 16:34durch Bibelstunden, durch Erfahrung, durch Angst oder
- 16:38durch Liebe. Aber ein Bild von etwas
- 16:43Göttlichem ist nicht Realität, es ist Projektion.
- 16:49Gott, wenn wir von Gott sprechen, sprechen wir von einem
- 16:52unendlichen Bewusstsein, von Quelle.
- 16:56Der Ursprung, von etwas, das Jenseits unserer Begriffe liegt,
- 17:00vom greifbaren. Aber unser Gehirn braucht Form,
- 17:05er braucht Struktur, er braucht Definition, er braucht halt auch
- 17:09das Schublanding, also machen wir aus dem Unendlichen ein
- 17:16Konzept, was wir greifen können und.
- 17:19Und jedes Konzept ist begrenzt. Das ist nicht falsch, das ist
- 17:23kein Fehler oder so weiter, das ist einfach halt menschlich und
- 17:27jetzt kommt der entscheidende Punkt, wenn dein Gottesbild
- 17:31sagt, Gott ist eifersüchtig, dann glaubst du an einen Gott,
- 17:36der menschliche Unsicherheit trägt, wenn dein Gottesbild
- 17:41sagt, Gott verbietet die Vielfalt, dann glaubst du an
- 17:46einen Gott, der Angst vor Ausdruck hat.
- 17:49Aber ist das wirklich Gott? Ist das wirklich göttliche
- 17:52Urquelle oder ist das ein historisch gewachsenes
- 17:55Gottesbild, denn das Christentum entstand in einer Zeit, in der
- 18:00Abgrenzung notwendig notwendig war?
- 18:04Entität musste geschützt werden und dadurch entstand ein klares
- 18:10Gottesbild, ein Gott, ein Weg, eine Wahrheit.
- 18:17Aber ein Bild, das Identität schützt, muss nicht die ganze
- 18:20Wahrheit des Göttlichen abbilden.
- 18:24Vielleicht war es dieses Bild damals notwendig, aber
- 18:29Bewusstsein entwickelt sich, und vielleicht geht es nicht darum,
- 18:33Gott zu erweitern, vielleicht geht es darum, dein Bild von
- 18:37Gott zu erweitern, die Leinwand zu vergrößern, denn wenn Gott
- 18:44wirklich allumfassend ist. Dann kann er nicht kleiner sein
- 18:48als dein Herz. Dann kann er nicht kleiner sein
- 18:50als dein Ego. Wenn Gott wirklich Schöpfer ist,
- 18:55dann ist jede Kultur ein Ausdruck dieses Schöpfers, wenn
- 18:59Gott wirklich universelle Liebe ist, dann ist Liebe nie
- 19:05exklusiv. Und genau hier liegt der Kern.
- 19:10Viele Menschen fürchten, sie würden Gott verlieren, wenn sie
- 19:12andere Wege forschen, aber vielleicht verlieren sie nicht
- 19:16Gott, vielleicht verlieren sie einfach nur das Bild und das
- 19:21fühlt sich zunächst etwas bedrohlicher an, denn ein
- 19:25Gottesbild gibt Sicherheit, aber Gott selbst, wenn er wirklich
- 19:31unendlich ist, braucht keine Verteidigung, auf gar keinen
- 19:35Fall. Und vielleicht ist die
- 19:38eigentliche Frage nicht, darf ich das, sondern warum fühlt
- 19:42sich mein Gottesbild so zerbrechlich an, so eng, und das
- 19:48ist die Einladung, denn wenn dein Glaube stabil ist, muss er
- 19:52keine Vielfalt fürchten, ein stabiles Fundament wackelt
- 19:57nicht, nur weil ein Fenster geöffnet wird, und vielleicht
- 20:01geht es genau darum, nicht dein Fundament zu zerstören.
- 20:06Sondern mehr Licht hereinzulassen.
- 20:08Einfach mehr Möglichkeiten, mehr Vielfalt.
- 20:13Und hier liegt der kleine Konflikt.
- 20:16Monotheismus sagt, Es gibt nur einen Gott, Polytheismus sagt,
- 20:21Es gibt viele, und dann gibt es andere Religionen, die irgendwie
- 20:26beides haben, ich glaube, im Hinduismus ist das so,
- 20:29Hinduismus ist eigentlich der Ursprung des Monotheismus, was
- 20:32irgendwie zum Polytheismus geworden ist.
- 20:35Was ich super spannend finde und wenn wir uns aber beides
- 20:41betrachten, stehen diese beiden Modelle scheinbar gegenüber und
- 20:50deswegen finde ich den Hinduismus so spannend, denn er
- 20:54sagt auch, was wäre, wenn sie gar keine Gegner sind.
- 20:59Was wenn sie 2 Perspektiven auf dasselbe Phänomen sind?
- 21:06Lass uns ein Bild benutzen, stell dir weißes Licht vor.
- 21:13Reines, klares, helles Licht und dann stell dir vor, dieses Licht
- 21:17fällt durch ein Prisma und plötzlich sehen wir die Farben,
- 21:22die gebrochen werden vom Licht, die gebrochen werden.
- 21:25Das Licht wird gebrochen, wir sehen rot, wir sehen blau, wir
- 21:29sehen grün, violett, was auch immer, wir kennen alle diese
- 21:32Prismen und. Experimente sind es,
- 21:36verschiedene Lichter? Nein, es sind Facetten desselben
- 21:41Lichts und deswegen, ich stelle mir vor, Monotheismus, ist das
- 21:47weiße Licht und Polytheismus sind die Farben der Monotheismus
- 21:53betont die Einheit, der Polytheismus betont die
- 21:56Vielfalt, und beides widerspricht sich nicht.
- 22:02Es sind unterschiedliche Ebenen der Wahrnehmung, aber es
- 22:09widerspricht sich nicht. Im Christentum gibt es ja die
- 22:12Dreifaltigkeit, Vater, Sohn, Heiliger Geist, ein Gott, 3
- 22:17Ausdrucksformen und niemand würde sagen, das sei Politismus,
- 22:23aber es ist Differenzierung innerhalb einer Einheit.
- 22:28Und im Polytheismus erscheinen göttliche Kräfte in speziellen
- 22:35Formen. Weisheit.
- 22:37Als Athene dann der Tod als Phalatos oder als Hades die Erde
- 22:44als Gaya, lieber als Eros oder Aphrodite, und das sind keine
- 22:51konkurrierenden Götter im modernen Verständnis, das sind
- 22:54personifizierte Kräfte, die. Im Christentum sprechen wir von
- 23:00Gottes Liebe, Gottes Gerechtigkeit, Gottes Zorn,
- 23:04Barmherzigkeit und Polytheismus bekommt diese Aspekte,
- 23:07Gesichter, eigene Namen im Monotheismus, bleiben sie
- 23:13Attribute, im Polytheismus werden sie eigene
- 23:17Personifizierung, Personifizierung, ihr wisst, was
- 23:22ich meine, und der Unterschied ist nicht zwingend metaphysisch.
- 23:28Er ist symbolisch und vielleicht liegt genau hier die
- 23:32Entspannung, wenn Gott die Quelle ist.
- 23:38Das sind Archetypen, Ausdruck dieser Quelle, wenn Gott
- 23:42unendlich ist, dann kann er sich in unzähligen Bildern spiegeln,
- 23:49wenn Gott wirklich allgegenwärtig ist, warum sollte
- 23:53er nur in einer kulturellen Sprache sprechen wollen, wenn.
- 23:58Und das Problem ist nicht, dass es viele Götter gibt.
- 24:02Das Problem ist, dass wir Einheit mit Einförmigkeit
- 24:05verwechseln. Einheit bedeutet nicht
- 24:10Uniformität, Einheit bedeutet Ursprung, Vielfalt bedeutet
- 24:15Ausdruck, und wenn wir das begreifen, dann löst sich das
- 24:19entweder oder langsam auf, dann wird es einfach zu.
- 24:24Entweder ich glaube an den einen Gott oder.
- 24:27An die Ursprungsquelle oder ich arbeite einfach mit allen
- 24:31möglichen Aspekten davon Gesichtern und daraus wird
- 24:36einfach ein. Ich erkenne die Quelle und ich
- 24:39erkenne ihre Facetten, ihre Vielfalt und plötzlich fühlte
- 24:43sich doch nicht mehr an wie ein Verrat oder es ist einfach nur
- 24:47eine Differenzierung und deswegen es geht nicht darum,
- 24:52sich zwischen einem Gott und vielen Göttern zu entscheiden.
- 24:56Es geht darum zu verstehen, da, auf welcher ebene du gerade
- 25:01sprichst oder welche du gerade ansprichst.
- 25:05Und Gott ist groß genug, um beides zu tragen.
- 25:09Das ist halt da immer das Problem, wenn wir etwas
- 25:11göttliches Vermenschlichen. So, jetzt werden wir noch mal
- 25:16ein bisschen direkter, wenn Menschen sagen, das ist
- 25:21verboten, dann lohnt es sich zu fragen, von wem verdammt.
- 25:27Tschuldigung, aber ist halt so. Von wem und warum denn Verbote
- 25:32entstehen selten aus reiner Spiritualität, sondern aus
- 25:36Struktur, Ordnung, Kontrolle und noch mal Struktur ist nichts
- 25:42falsches oder Schlechtes. Struktur hält Gemeinschaften
- 25:46zusammen, sie gibt Orientierungen, sie schafft
- 25:49Sicherheit, aber hier müssen wir auch aufpassen, dass Sicherheit
- 25:55und Wahrheit sind nicht immer identisch und deswegen viele
- 25:59Menschen fürchten nicht Gott, sie fürchten den Verlust von
- 26:02Sicherheit, denn wenn du dein ganzes Leben gelernt hast, dass
- 26:06es nur einen erlaubten Weg gibt, dann fühlt sich jeder andere weg
- 26:11wie Kontrollverlust dann und Kontrollverlust.
- 26:15Eines der stärksten Angstthemen der Menschheit finden wir
- 26:21überall wieder. Wenn ich etwas tue, was verboten
- 26:25ist, verliere ich dann Gott? Gott, verliere ich die
- 26:28Zugehörigkeit, verliere ich die Rettung, bin ich dann einsam auf
- 26:32meinem Weg und das sind keine, keine kleinen Fragen, das sind
- 26:38Existenz, Zellen, fragen und hier kommt ein wichtiger
- 26:44psychologischer Punkt, Schuld ist ein extrem starkes
- 26:48Steuerungsinstrument. Nicht nur im Christentum.
- 26:52Auf gar keinen Fall, sondern in jeder Kultur.
- 26:55Wenn Menschen glauben, sie könnten durch ihr Verhalten ihre
- 26:58göttliche Verbindung verlieren, dann entsteht ein innerer
- 27:02Wächter, ein Wächter, das ständig prüft.
- 27:04Ist das erlaubt, ist das rein, ist das richtig und so weiter
- 27:07und sofort, aber wahre Liebe funktioniert nicht über
- 27:12permanente Bedrohung, denn wenn das göttliche Verbindung ist,
- 27:19Liebe ist dann ist diese Verbindung nicht so fragil.
- 27:25Und jetzt gehen wir noch mal eine Stufe tiefer.
- 27:29Vielleicht geht es nicht gar nicht um Gott, vielleicht geht
- 27:31es um die Identität, wenn jemand sagt, Ich bin Christ, dann ist
- 27:39das mehr als einfach nur ein Glaubenssatz, es ist Familie,
- 27:42Gemeinschaft, Geschichte, Zugehörigkeit, und das brauchen
- 27:48wir Menschen und. Und deswegen habe ich ja vorhin
- 27:52auch gesagt, viele wechseln von ich bin Christ zu, ich bin Hexe,
- 27:56Ich bin Schamane, Schamanin und so weiter und sofort.
- 28:00Die tauschen einfach den Stempel, wenn dieser Mensch
- 28:05beginnt mit anderen spirituellen Symbolen zu arbeiten, dann fühlt
- 28:08sich das nicht nur wie spirituelle Eröffnung an, es
- 28:11fühlt sich an wie die Identitätsverschiebung.
- 28:18Und die Identität verteidigt sich.
- 28:21Und deswegen vielleicht ist das Verbot also weniger ein
- 28:24göttliches Gesetz und mehr ein Schutzmechanismus für die
- 28:28Stabilität, etwas Menschliches. Ich denke, Spiritualität
- 28:33bedeutet nicht, alles abzulehnen, was man gelernt hat,
- 28:37nein, nein, Spiritualität bedeutet zu prüfen, ob die Angst
- 28:40noch aus Liebe kommt oder aus Kontrolle, Kontrolle sagt, Bleib
- 28:47im Rahmen. Bleib in der Komfortzone, bleib
- 28:49da, was du gelernt hast, sonst passiert etwas schlimmes und
- 28:54offene Spiritualität, sagt Hey, erforsche.
- 28:59Ich bin trotzdem da, das ist für mich wirklich eine Urquelle an
- 29:08dem göttlichen erforsche ich bin trotzdem da, ich vergehe nicht,
- 29:15ich habe auch keine Angst, dass du nie wieder kommst.
- 29:18Geh deinen Weg, wenn was ist. Ich bin da, dann sagen wir mal
- 29:24ehrlich, wenn Gott wirklich allwissend ist, dann wusste er
- 29:27schon immer, dass Menschen unterschiedliche Wege gehen
- 29:29würden und müssen und dürfen und sollten und deswegen das Verbot
- 29:36ist kein himmlischer Bann oder eine rote Karte zu sagen.
- 29:42Schade, wenn das Leben vorbei ist, kommst du leider nicht in
- 29:45den Himmel. Es ist eher das Thema
- 29:49menschliche Angst. Angst, dass alles zerfällt, ohne
- 29:53klare Grenzen. Aber innere Reife entsteht nicht
- 29:57durch enge Mauern, sie entsteht durch bewusste gewählte
- 30:00Verbindung, und hier ist der entscheidende Satz, du kannst
- 30:06etwas erforschen, ohne etwas zu verraten, du kannst dein
- 30:11Bewusstsein erweitern, ohne deine Wurzeln abzuschneiden, du.
- 30:16Du kannst Christus ehren, gleichzeitig archetypisch
- 30:19arbeiten. Das widerspricht sich nur, wenn
- 30:22dein eigenes Gottesbild fragil ist und wenn es fragil ist, dann
- 30:30ist es vielleicht nicht die Vielfalt, das Problem, sondern
- 30:34die Angst, die nie wirklich hinterfragt wurde.
- 30:38Alles, was wir bisher besprochen haben, ist, bleibt Theorie.
- 30:44Wenn wir 1 nicht klären, wie sieht das konkret aus?
- 30:48Und hier ist die wichtigste Grundlage, du ersetzt Gott
- 30:53nicht, du relativierst Gott, Christus nicht, du verlässt
- 31:00deinen Glauben nicht, du arbeitest auf einer anderen
- 31:03Ebene, deswegen stell dir vor, stell dir noch mal vor, Gott ist
- 31:08die Quelle, du. Alles entspringt dieser Quelle,
- 31:11alles existiert in ihr, alles kehrt zu ihr zurück.
- 31:15Wenn das stimmt, dann kann nichts außerhalb dieser Quelle
- 31:19existieren, auch keine Archetypen, keine Gott halten,
- 31:23das bedeutet, du kannst Gott als Ursprung sehen und andere Gott
- 31:29halten als Ausdruck bestimmter Qualitäten dieser Quelle.
- 31:33Ein Beispiel, wenn du mit der Energie von Weisheit arbeitest.
- 31:38Und nennt sie Sophia oder Athena oder göttliche Weisheit einfach
- 31:44nur dann arbeitest du mit diesem einen Aspekt, nicht mit
- 31:50Konkurrenz. Wenn du mit Geier arbeitest.
- 31:54Mit der Erdenergie Naturverbundenheit Verkörperung,
- 31:58dann ersetzt du Gott nicht, sondern im Gegenteil, du
- 32:03vertiefst deine Beziehung zur Schöpfung und die Schöpfung ist
- 32:07im Christentum der. Kein Tabu.
- 32:09Sie ist Werk Gottes und du kannst auch Christus als Zentrum
- 32:15behalten und Archetypisch differenzieren, so wie Christen
- 32:21mit Erzenger Michael Fuschurz, Maria Mitgefühl, Raphael Heilung
- 32:27und niemand sagt, dass dadurch Gott ersetzt wird oder warum,
- 32:32weil man versteht, das sind. Vermittelnde Ebene und so
- 32:41arbeiten wir auch Archetypisch. Ein zweiter Weg ist etwas
- 32:46symbolisch, psychologisch. Du arbeitest nicht mit einer
- 32:51Gottheit da draußen, du arbeitest mit einer Qualität in
- 32:54dir, und wenn du mit einer Kriegsenergie arbeitest,
- 32:59arbeitest du mit Mut, wenn du mit einer Mutterenergie
- 33:03arbeitest, arbeitest du mit Fürsorge.
- 33:07Wenn du mit einer Todesgottheit arbeitest, arbeitest du mit
- 33:12Transformation. Das ist innere Arbeit und innere
- 33:17Arbeit widerspricht keinem lebendigen Blauen.
- 33:23Ein dritter Weg ist Integration durch Gebet, du kannst sagen,
- 33:28Gott, wenn diese archetypischen Arbeit aus deiner Quelle kommt,
- 33:33führe mich. Und das ist kein Verrat, sondern
- 33:36wirklich Einbindung. Man kann es auch verbinden, weil
- 33:42du ziehst Gott nicht aus dem Spiel oder setzt ihn ja auf die
- 33:46Strafbank, du nimmst ihn bewusst mit hinein und vielleicht ist
- 33:52genau das der entscheidende Punkt.
- 33:56Götterarbeit ohne Bewusstsein kann verwirrend Götterarbeit mit
- 33:59klarem Innerem Zentrum kann vertiefen und.
- 34:05Es geht nicht darum, zwischen mich, Christus und anderen
- 34:08Symbolen zu wählen. Es geht darum, wo dein inneres
- 34:11Fundament steht und wenn dein Fundament Gott ist, dann kann
- 34:17Vielfalt dich nicht destabilisieren, wenn dein
- 34:21Fundament Angst ist, dann wird jede Öffnung für dich natürlich
- 34:26gefährlich oder fühlt sich so an und du darfst prüfen und du
- 34:30darfst fühlen, du darfst erforschen, aber bitte nichts
- 34:34erzwingen und. Vielleicht ist dein Weg rein
- 34:39christlich, vielleicht ist er integrativ, vielleicht verändert
- 34:43er sich. Gott bricht nicht, wenn dein
- 34:46Bewusstsein wächst. Und das ist die wichtigste
- 34:50Entlastung. Du kannst Christ sein, du kannst
- 34:53mit archetypischen Gottheiten arbeiten, nicht als Ersatz oder
- 34:58als Konkurrenz, sondern als Differenzierung innerhalb einer
- 35:04größeren Einheit und. Und am Ende läuft alles auf eine
- 35:08einzige Frage hinaus nicht ist es erlaubt, sondern wie groß ist
- 35:15dein Gott nicht, was sagt die Kirche, sondern wie groß ist
- 35:19dein Gott nicht, auf gar keinen Fall, was denken andere, sondern
- 35:25wie groß ist Dein Gott, ist dein Gott wirklich so klein, dass er
- 35:30bedroht ist? Wenn du Weisheit in einer
- 35:32anderen. Symbolsprache erforscht ich
- 35:36glaube nicht. Ist dein Gott so frei, gegen
- 35:39dass er Konkurrenz fürchten muss?
- 35:41Ich glaube nicht, ist dein Gott abhängig davon, dass du nur eine
- 35:47einzige kulturelle Form benutzt? Ich glaube nicht oder ist das
- 35:55Göttliche eine Urquelle, unendlich allumfassend, jenseits
- 35:59von menschlicher Eifersucht? Viele Menschen sagen, Gott ist
- 36:04allmächtig und gleichzeitig glauben Sie, dass diese Allmacht
- 36:08erschüttert wird, wenn jemand ein anderes, göttliches Bild
- 36:12berührt, merkst du den Widerspruch, wenn Gott wirklich
- 36:17die Schöpfung von allem ist, dann ist Gott auch der Ursprung
- 36:21der Vielfalt, dann ist jede Kultur, jede Mythologie, jede
- 36:27Symbolsprache ein Versuch, das Unendliche zu begreifen.
- 36:33Und es geht nicht darum, ob du mit anderen Gottheiten arbeiten
- 36:36darfst. Es geht darum, ob dein
- 36:38Gottesbild weiter ausfällt. Ein stabiler Glaube muss keine
- 36:45Angst vor Fragen haben, ein stabiler Glaube muss keine Angst
- 36:48vor Vielfalt haben, ein stabiler Glaube muss sich nicht permanent
- 36:51verteidigen und deswegen. Vielleicht ist Gott nicht
- 36:56beleidigt, wenn du suchst. Vielleicht ist Gott nicht
- 36:58verletzt, wenn du differenzierst.
- 37:00Vielleicht ist Gott größer als die Systeme, die ihn erklären,
- 37:06versuchen. Hier ist eine Frage an dich,
- 37:09wenn du Angst hast mit anderen spirituellen Archetypen zu
- 37:12arbeiten, hast du Angst vor Gott oder es ist der Verlust von
- 37:18Sicherheit und das sind komplett unterschiedliche Dinge.
- 37:24Und dein Herz ist vielleicht längst weiter.
- 37:27Vielleicht spürst du längst, dass Wahrheit nicht kleiner
- 37:30wird, wenn man sie aus mehreren Perspektiven betrachtet,
- 37:34vielleicht wächst sie, und vielleicht ist das hier keine
- 37:39theologische Debatte, sondern einfach nur eine Prüfung, eine
- 37:45eigene Prüfung vertraue ich genug, wenn Gott wirklich Liebe
- 37:51ist, dann ist Liebe nicht exklusiv, auf gar keinen Fall
- 37:54und. Sie lädt ein, droht nicht, ist
- 37:57nicht eifersüchtig und deswegen ist es Zeit, Gott nicht mehr als
- 38:02Grenzpolizisten zu sehen, sondern als Ursprung und euch
- 38:07hier nochmal die Frage, wie groß ist dann Gott groß genug für
- 38:12Vielfalt, für Aspekte, für Archetypen, für Bewusstsein,
- 38:17oder ist er wirklich nur so groß für ein System?
- 38:22Hm weiß ich nicht. So kurze Unterbrechung.
- 38:28Werbung wenn dir die Podcast folgen gefallen, der Podcast mal
- 38:34gemein dir gefällt, dann hinterlasse mir doch gerne eine
- 38:365 Sterne Bewertung bei Spotify, youtube, da wo du hörst.
- 38:41Ich bin überall vertreten und lasse auch gerne ein Follower da
- 38:47jeder Kommentar jede 5 Sterne Bewertung hilft die.
- 38:51Botschaft weiter in die Welt zu tragen und ansonsten schaue dich
- 38:56auch gerne im Shop rum. Ich habe wunderbare
- 39:00Räucherpralinen und vieles anderes, was dich mit dem
- 39:07Göttlichen verbindet, danke Werbung Ende, das müsste ich
- 39:13eigentlich mal aufnehmen, könnte ich einmal eben mal
- 39:16reinschneiden, so wir sind bei einer Minute 41.
- 39:22Und wenn du jetzt bis hierhin zugehört hast, dann hast du
- 39:25wahrscheinlich gemerkt, diese Folge war kein Angriff auf gar
- 39:31keinen Fall nicht gegen die Kirche, Christentum oder gegen
- 39:34irgendwelchen anderen glauben. Es war eher eine Einladung, eine
- 39:40Einladung, Angst vor Bewusstsein zu unterscheiden, eine Einladung
- 39:45für den Perspektivenwechsel. Du darfst Christ sein, ich bin
- 39:49selber Christ. Mit ganzem Herzen.
- 39:52Du darfst Jesus lieben, du darfst beten, du darfst die
- 39:55Bibel lesen und wenn dein Herz sich gleichzeitig öffnet für
- 40:02andere Götter, für andere archetypische Arbeit, für
- 40:07mythologische Bilder oder energetische Differenzierung,
- 40:11dann bedeutet das nicht automatisch Verrat, es bedeutet
- 40:15Wachstum, Spiritualität ist kein entweder oder.
- 40:20Sondern Integration. Und vielleicht ist Gott nicht
- 40:24die Grenze, vielleicht ist Gott einfach der Raum, vielleicht ist
- 40:31Gott nicht beleidigt, wenn du forscht, vielleicht ist er
- 40:36stolz, wenn du bewusst wirst. Und vielleicht war das Verbot
- 40:40nie dazu gedacht, dass du klein bleibst, sondern dass du dich
- 40:44nicht verlierst. Und das ist ein sehr, sehr
- 40:47wichtiger Unterschied. Du musst nichts erzwingen, du
- 40:50musst dich nicht rechtfertigen. Du musst niemandem beweisen, wie
- 40:54du glaubst, an was du glaubst und was du möchtest.
- 40:58Aber du darfst prüfen, ob deine Angst wirklich aus Liebe kommt
- 41:03oder aus alten erlernten Bildern.
- 41:07Und es ist eine Zeit, an der Zeit Gott nicht als Konkurrenz
- 41:10Denker zu sehen, sondern wirklich als Ursprung allen
- 41:15Ausdrucks, als Ursprung der Vielfalt.
- 41:20Und es deiner Zeit deinen Glauben nicht enger, sondern
- 41:23weiterzumachen, nicht rebellisch gegen etwas zu sein, sondern
- 41:30bewusst für etwas zu sein, für weite, Reife, vertrauen.
- 41:36Und wenn du dir heute nur eine einzige Frage mitnimmst,
- 41:38vielleicht ist es die hier, ist mein Gott, mein Glaube groß
- 41:45genug für die Weite meines Herzens.
- 41:50Und zum Abschluss, bevor ich die Podcast Folge beende, habe ich
- 41:54dir noch mal 3 Fragen mitgebracht.
- 42:00Diene ich Gott oder diene ich meinem Gottesbild oder das
- 42:05Gottesbild eines anderen, was mir beigebracht wurde, kommt
- 42:10meine Angst wirklich aus göttlicher Führung oder aus
- 42:13menschlicher Unsicherheit und. Und wie würde mein Glaube
- 42:17aussehen, wenn er von Vertrauen statt von Angst getragen wäre
- 42:23und deswegen es geht nie um entweder oder es geht immer um
- 42:29sowohl als auch so ihr Lieben, es war sehr sehr schön mit euch,
- 42:34ich würde sagen bis nächste Woche Donnerstag euer geo.