Latest / Beauty and the Beast - Reality Tv trifft Gesellschaftskritik / Trauer bewältigen: Eleyna & ich über Freundschaft, Verlust und Neuanfang!
Transcript
- 0:00Dann auch noch in der schweren Phase, jetzt mit der Trauer mit
- 0:02deinem Vater. Also ich finde das total
- 0:04unmöglich, unter aller Sau und kann das auch überhaupt nicht
- 0:07nachvollziehen. Ich hab das eher dann für mich
- 0:10auch so gemacht, als ich dann Content ja gesehen habe, dass
- 0:12ich das eher hier ich geb dir mein Like vereinzelt hier, wenn
- 0:16ich das dann in meinem Algorithmus ausgespielt wurde,
- 0:19damit du siehst, OK hier. Ist.
- 0:20Ich bin da. Ich bin da, aber ich hab selten
- 0:23kommentiert oder kaum und hab eher wenig damit interagiert.
- 0:28Um einfach mich nicht selbst zu triggern.
- 0:31Willkommen zu Champagner und Chaos, deinem Podcast zwischen
- 0:36Glitzer, Grenzgängen und gesellschaftlicher
- 0:38Grenzüberschreitung. Ob Reality, TV, Trends oder die
- 0:42Tücken des Alltags, ich bringe dir Klartext in die Glanzwelt
- 0:46und servier dir prickelndes Chaos mit einem Hauch Kaviar.
- 0:50Ein Podcast für alle, die keine perfekten Leben leben, aber
- 0:53verdammt gute Geschichten erzählen bereit.
- 0:58Dann halte ein Glas fest. Es wird laut.
- 1:07Ganz genau, ihr habt es gerade richtig gehört.
- 1:08Heute knallt es mal wieder aber in eine andere Richtung, nicht
- 1:13wie ihr es üblicherweise kennt, mit Gossip Reality und so weiter
- 1:16heute wird es ein ernstes Thema und für den ein oder anderen
- 1:21hoffe ich auch sehr hilfreiches Thema.
- 1:23Ich habe eine Freundin zu Gast. Ich kenne sie wirklich schon
- 1:26Jahre über Jahre. Über Jahre.
- 1:29Diese Freundin ging irgendwann mal dann zu Netflix ins Reality
- 1:34TV und jetzt, nach einem schweren Schicksalsschlag, hat
- 1:38sie die Richtung komplett geändert, wirklich komplett.
- 1:42Ich würde sagen, herzlich willkommen in Elena.
- 1:44Danke, dass du den Weg auf dich genommen hast, hier bis nach
- 1:47Düsseldorf, bis ins letzte Ende der Siedlung zu fahren und bin
- 1:51sehr froh, dass wir heute darüber sprechen, dass du dich
- 1:53geändert hast. In welche Richtung du dich
- 1:55geändert hast und somit vielleicht einige Menschen
- 1:57helfen können, ihr Leben vielleicht auch noch zu ändern.
- 2:01Schön, dass du da bist. Dankeschön, liebe Yvonne, schön,
- 2:04dass ich da sein darf. Ja, es hat sich einiges geändert
- 2:08im letzten halben Jahr. Drastisch würde ich sagen, aber
- 2:13für mich positiv. So positiv man es nehmen kann.
- 2:17Und ja, ich freue mich, dass wir da heute mal ein bisschen mehr
- 2:22drüber sprechen können. Ja, ich kenne dich ja, um erst
- 2:24mal die Zuschauer so ein bisschen abzuholen, wer du
- 2:26überhaupt bist. Ich kenne dich ja wirklich, wie
- 2:28ich ihnen gesagt habe, schon wirklich lange.
- 2:32Du lebst ja in Mainz, nicht Frankfurt.
- 2:35Nein, Wiesbaden, Wiesbaden, siehst du, guck mal, ich bin
- 2:37immer dieses Mal. Wo dein Mann eigentlich
- 2:39herkommt? Genau.
- 2:39Und das wollte ich nämlich gerade sagen.
- 2:41Ihr werdet es nicht glauben, aber Elena war die, also ist die
- 2:45Ex Freundin meines jetzigen Mannes tatsächlich.
- 2:49Ja, das ist ja Konstellation, oder das?
- 2:51Ist eine wilde Konstellation der Patrick.
- 2:54Das war mein erster Freund. Da wart ihr. 15 glaube ich 1016
- 2:5916, das ist so heftig. Machen wir mal zusammen das.
- 3:02Hat dann meins gespielt, da Patrick und da hatten wir unsere
- 3:05erste Jugendliebe, kann man so sagen, das erste Mal richtig
- 3:08verliebt. Das ist so krass, da gibt es ja
- 3:10auch noch Fotos und wir haben uns dieses auch schon mal
- 3:12geschickt und so ne, ich muss auch sagen, Oh mein Gott, das
- 3:14war wirklich süß, ihr wart wirklich süß zusammen, ja, auf
- 3:17jeden. Fall.
- 3:17Weißt du, das ist ja, und viele können das ja auch nicht in
- 3:21Konstellationen verstehen, dass ich ja mit Milan auch sehr gut
- 3:23befreundet bin. Das ist ja halt, das ist ja mein
- 3:26Ex, wo Patrick kein Problem mit hat und ich hab kein Problem
- 3:29damit, dass Patricks ex du auch meine Freundin bist.
- 3:32Also ich. Ist ja schon ein bisschen, ist
- 3:34ja, ist ja untypisch. Hier diese Konstellation jeden
- 3:36Fall. Also ich glaube, dass viele
- 3:38Menschen sagen, hör also, ich könnte das nicht, aber ich muss
- 3:42sagen, ich kann offiziell bestätigen, amtlich beglaubigen,
- 3:45dass Yvonne einen guten Mann gefunden hat und ich freue mich
- 3:49auch, dass ihr euch gefunden habt und dass das so gut läuft
- 3:52bei euch und das ist alles alles tutti bei uns.
- 3:56Ja, und keiner hat hier irgendwie komische oder
- 3:58schlechte Gedanken und das ist halt auch schön, dass das so ist
- 4:01und. Und ja, und dann bist du ja
- 4:04irgendwann. Also du hast ja immer schon
- 4:05Musik gemacht, ne, das ist du hast immer schon gesungen und
- 4:07ich hab auch so immer auch immer schon supported, weil ich finde,
- 4:09ja du hast wirklich ne tolle Stimme, ne extremst schöne
- 4:13Stimme, ne sanfte Stimme, trotzdem aber Power hinter und
- 4:15ich bin froh, dass du es weiter machst.
- 4:17Dazu kommen wir gleich und dann hast du dann aber irgendwann
- 4:20gesagt, so, ja jetzt hat Netflix angefragt.
- 4:24Ja, willst du kurz erzählen, was du genau gemacht hast und wann
- 4:26das war? Und das kann man nämlich immer
- 4:28noch sehen bei Netflix. Genau korrekt also.
- 4:31Ja, ich sag mal, dass ich mal ins TV gehe, war schon, hat sich
- 4:35schon so immer ein bisschen abgezeichnet und dann kam
- 4:39irgendwann die Anfrage von Netflix tatsächlich, ich wollte
- 4:42immer was machen, was so ein bisschen ja niveauvoller ist,
- 4:46sage ich mal. Und Netflix hat sich da für mich
- 4:48gut angehört, das heißt Fight for Paradise.
- 4:51Ja. Und.
- 4:54Das ist hab ich ja auch gesehen und das war, das ist auch das,
- 4:56was ich zu dir als erstes gesagt habe.
- 4:58Ich bin froh, dass du Netflix gemacht hast.
- 5:01Ich finde das sehr hochwertig, also ich finde, sie produzieren
- 5:05sehr hochwertig, geile Formate und als ich gehört hab, dass du
- 5:08es gemacht hast, hab ich es mir das ja auch angeguckt, ne und
- 5:10das war so, das war irgendwie oh mein Gott, ich hab auch zu
- 5:13Patrick gesagt, da hat sie endlich was gefunden, das ist
- 5:15sie, du passt da so gut rein. Genau wie.
- 5:19Da hattest du die Anfrage bekommen oder hast du dich
- 5:21beworben? Wie war das genau?
- 5:22Ich war damals in einem Management.
- 5:24Dann tatsächlich, und die wussten, dass ich gerne was
- 5:27machen würde, aber ich war schon immer sehr picky, weil ich halt
- 5:30schon immer gesagt habe, mir ist es halt auch wichtig, weiß ich
- 5:33nicht für später mal, wenn ich vielleicht auch mal ein Partner
- 5:36habe und so weiter ich will das halt auch nicht ausufern lassen
- 5:39und ja, dann kam die Anfrage, da hat er mich dann gefragt, mein
- 5:43damaliger Manager, ob ich mir vorstellen könnte für Netflix
- 5:46was zu machen, ich wusste gar nicht, worauf ich mich
- 5:48eingelassen habe, ich wusste nur, es ist kein Dating, es war
- 5:50mir sehr wichtig. Und ja, es war letztlich dann im
- 5:54Prinzip eine Art Survival Show und da ging es halt eben darum,
- 5:58Geld zu gewinnen. Und dann sind wir nach Mexiko
- 6:01geflogen. Und wie hätte man es auch nicht
- 6:03anders erwarten können? Die Typen fanden dich hot, die
- 6:06haben auf dich ein bisschen gestanden, natürlich.
- 6:08Hat man dann doch eine kleine Love Story dann gestartet.
- 6:12Aber ja, die war ja niedlich. Also es war ja alles alles im
- 6:16Rahmen und. Es war ne spannende Zeit, ne
- 6:19spannende Erfahrung. Ich muss aber sagen, wenn ich
- 6:21mir das jetzt angucke, also ich bin schon irgendwie nicht mehr
- 6:23so der Mensch wie damals, also ich war noch n bisschen wilder
- 6:26unterwegs, sag ich mal so n bisschen rebellischer.
- 6:29Für 2 Jahre her, ne. Länger, länger, vor 2 Jahren
- 6:32ausgestrahlt, aber der Dreh war noch mal 2 Jahre davor.
- 6:35Also ich glaub 21. 20 haben wir getrieben, so lange erst aus ja.
- 6:39Ja, die haben. Ewig gebraucht.
- 6:40Und ja, das war war cool. Also ich bin froh, dass ich es
- 6:45gemacht hab und ich denk das. Damit hab ich mir jetzt auch
- 6:48nicht. Geschadet es war ist auf jeden
- 6:51Fall was für die Bücher und. Absolut.
- 6:53Also das fand ich auch absolut nicht geschadet, ganz im
- 6:56Gegenteil, ich war wirklich positiv überrascht, deswegen hab
- 6:58ich doch gesagt, du passt da so gut rein, ne und du musst auf
- 7:00jeden Fall weitermachen, auch diese kleine Lovestory, da ich
- 7:03mein ich kann das ja verstehen ne du bist halt wirklich der du
- 7:06bist ja nicht nur sexy und gutaussehend, sondern du bist
- 7:08halt auch der Kumpeltyp und das ist das was die Männer
- 7:10eigentlich suchen, ne? Er mal dieses, was man mit der
- 7:13das wie ne beste Freundin, dass du was man alles mit dir machen
- 7:16kann. Gleichzeitig siehst du gut aus,
- 7:17sexy weißt dich also n bisschen zu bewegen in den
- 7:20unterschiedlichen Situationen ne hier musst du sexy sein, da
- 7:23kannst du Kumpeltyp sein und das war sehr interessant zu sehen,
- 7:26du bist da halt sehr gut auf aufgefallen und sehr gut bei Weg
- 7:31gekommen auch man weiß ja immer nie bei Reality Formaten wie man
- 7:34so dabei wegkommt wie die das so schneiden und das war sehr geil,
- 7:38das könnt ihr euch übrigens immer noch auf Netflix angucken
- 7:40ne also fight for paradise. Sehr empfehlenswert,
- 7:43empfehlenswert. Ich fand es auch sehr spannend.
- 7:45Ja, du sagst ja gerade selber, dass du damals halt noch ein
- 7:47anderer Mensch warst oder sagst, warst du wilder unterwegs, ne
- 7:50und wir nehmen übrigens ja auch nur noch eine Podcast Folge auf,
- 7:53wo wir über Thema Männer sprechen, weil dann können wir
- 7:55das Thema wild nämlich noch mal extra besprechen.
- 7:58Einiges. Zu erzählen.
- 8:00Heute soll es darum gehen, dann hast du ja.
- 8:04Also du bist ja aus der Folge aus dem Format rausgegangen und
- 8:07dann hast du ja gesagt, du machst das so n bisschen noch
- 8:09weiter. Dann kam nämlich ja erst mal
- 8:10noch. Sport 1, das hast du ja auch
- 8:12noch gemacht. Ne ich bei Exat Lon dabei genau
- 8:14bei Exat Lon genau mehr oder weniger erfolgreich.
- 8:18Ja, aber das war auch nicht, wo man sagen, OK, das war peinlich,
- 8:21das war blamabel, oder das war sehr schlimm.
- 8:23Das war, fand ich. Jetzt auch gar nicht gar nicht.
- 8:25Also es war. Herausfordernd.
- 8:27Es war ja eine rein sportliche Show und da habe ich mich halt
- 8:30natürlich gemessen mit Profisportlern, da waren ja
- 8:33wirklich da, war ja alles dabei, Boxweltmeister und und und.
- 8:37Und wirklich Leute, die jahrelang schon Leistungssport
- 8:40betreiben, und ich wollte es einfach gerne machen, ich wollte
- 8:42mich da selbst mal challengen und wollte auch mal sehen, so
- 8:46wie weit kann ich es überhaupt schaffen und ja, ich muss sagen,
- 8:49ich habe es natürlich sportlich gesehen bisschen unterschätzt,
- 8:52also es war dann doch, obwohl ich ja keine unsportliche Person
- 8:55bin. War das dann doch nicht ganz so
- 8:57einfach? Dementsprechend ja, ich habe
- 9:00jetzt da jetzt nichts abgerissen, muss man auch mal
- 9:02ehrlich sagen, aber. Es war.
- 9:05Trotzdem ein tolles Erlebnis. Also ich meine erlebst du sowas
- 9:09mal in der Dominikanischen Republik mit solchen da waren
- 9:11auch eine Olympionikin war da mit dabei, also mit solchen
- 9:15Menschen quasi auf einer Bühne zu sein, das ist ja, das ist ja
- 9:18schon was also. Ja, genau, und das ist halt
- 9:20richtig geil. Du hast ja die Formate sehr
- 9:22gezielt ausgewählt, kein Trash, Trash, Trash.
- 9:25Nee, das war mir. Immer schon wichtig.
- 9:27Das fand ich gut. Ja, und dann kam mir mehr oder
- 9:31weniger der große Schicksalsschlag, dass dann ja
- 9:36an dein Vater gestorben ist. Und ja, magst du ein bisschen
- 9:41erzählen, wie kam es, weil ich persönlich weiß auch nicht
- 9:44genau, ich hab mich davon ja so ein bisschen, da hatten wir eben
- 9:46auch oft im oft drüber gesprochen, ich hab das so ein
- 9:49bisschen von mir weggeschoben aufgrund der Retraumatisierung,
- 9:53meiner Tod meiner Mutter 2013. Was ist genau passiert mit
- 9:57deinem Vater? Also es ist so, dass es
- 10:01eigentlich daraus entstanden ist.
- 10:03Die ganze Misere kann man schon wirklich sagen, dass die Mama,
- 10:08seit ich 15 bin, an Alzheimer Demenz erkrankt ist und es ist.
- 10:13Auch mal jung gewesen an deiner Mutter, ne?
- 10:14Genau die war 54 Scheiße. Ja, und das ist halt ja ein
- 10:20langer Leidensweg für alle gewesen, auch für mich mental.
- 10:23Also ich war ja auch stark depressiv.
- 10:26Bis hinzu Trigger. Ja, und das hat halt auch mein
- 10:34Papa nicht kalt gelassen, er hat die Mama lange zu Hause
- 10:36gepflegt, hat immer das auch selbst machen wollen, was auch
- 10:39sehr löblich ist und für meinen Papa gab es immer nur die Mama,
- 10:43also er wollte auch nie eine andere Frau haben.
- 10:45Ich habe ihm auch gesagt, guck mal, ich weiß, die Mama kann
- 10:47nicht mehr die Frau für dich sein, die du geheiratet hast und
- 10:50ich will, dass dein Leben weitergeht und wenn du eine
- 10:52andere Frau kennenlernst, die dich sogar vielleicht
- 10:54unterstützt dabei dann. Dann bin ich dir nicht böse.
- 10:56Also du hast mein Goso. Es wäre vielleicht komisch am
- 10:59Anfang, aber ich will, dass du dich nicht aufgibst.
- 11:02Ja und vielleicht dann hat er aber immer zu mir gesagt, ich
- 11:07habe eine Frau und meine Frau ist die Mama und fertig so und
- 11:11das war sein sein Lebensinhalt, sage ich mal.
- 11:14Und davon hat er sich nicht abbringen lassen, die Mama ist
- 11:17dann irgendwann ins Heim, weil ich gesagt habe, Papa, wir
- 11:19können das nicht mehr leisten, wir sind da gar nicht geschult,
- 11:22auch da diesen Schweregrad der Krankheit.
- 11:26Überhaupt zu betreuen und dementsprechend ist es dann halt
- 11:31eben so verlaufen, dass der Papa natürlich dann auch in
- 11:34irgendeiner Form depressiv geworden ist und ihm das sehr zu
- 11:38schaffen gemacht hat, der sich sehr aufgegeben hat, einfach
- 11:41nicht mehr der Mensch war, den ich kannte und ich habe
- 11:43versucht, ihn da jahrelang rauszuziehen und auch
- 11:47Hilfestellungen ja anzubieten. Aber er wollte das nicht.
- 11:51Mein Papa war schon immer jemand, der wollte immer alles
- 11:54von mir fernhalten. Es war generell, dass meine
- 11:56Eltern mich immer auch nicht mit Dingen belasten wollten und ja,
- 12:02dann ist es halt so gekommen, dass jetzt, das habe ich leider
- 12:07jetzt auch erst im Nachgang erfahren, als der Papa schon
- 12:09gestorben war, dass der Papa das letzte Mal am 3.
- 12:14September 24 am Mamas Geburtstag bei ihr war.
- 12:20Und ich habe dann mitbekommen, halt wie gesagt, dass er nicht
- 12:23mehr zur Mama geht und es war für mich schon so ein
- 12:25Alarmsignal, weil das eigentlich nicht sein kann.
- 12:27Der Papa geht immer in die Kirche, der geht immer auf den
- 12:29Friedhof, warum soll er nicht mehr zur Mama gehen, das ist
- 12:31doch das einzige was für ihn zählt und dann habe ich ihn
- 12:34gefragt, er hat mir da nie so richtig offenbart, was da
- 12:38eigentlich los ist. Und im Nachgang habe ich halt
- 12:41erfahren, also mein Vater, man muss halt leider sagen, wie
- 12:43gesagt, er hat sich dann halt durch die.
- 12:46Ja, psychische Belastung, auch ein bisschen gehen lassen.
- 12:48Und dann kam er wohl in einem nicht so guten Zustand auch da
- 12:55an bei der Mama an ihrem Geburtstag und dann wollten die
- 13:01ihn im Heim rausschmeißen. Oh mein Gott, ja die weiß, was
- 13:06für ein Zustand genau war das also alkoholisiert,
- 13:08alkoholisiert, OK. Weil sie ihn halt so belastet
- 13:11hat. Dass.
- 13:12Kann man jetzt. Sagen was man will, aber in
- 13:14gewissem Maße kann ich es fast schon verstehen.
- 13:17Ja, ja, absolut, es ist einfach schlimm, weil am 2.
- 13:19September hat er Geburtstag, das ist auch deren Hochzeitstag und
- 13:22am dritten hat die Mama Geburtstag, das heißt, es sind 2
- 13:25absolute Kacktage für den Papa schon jahrelang und das hat er
- 13:30halt nun mal für sich dann so gelöst.
- 13:33Und ja, dann wurde er da. Na ja, so wie ich es jetzt im
- 13:38Nachgang ist es eigentlich alles, bricht mir immer noch das
- 13:41Herz, ist also wirklich merke ich auch jetzt wie es mir echt
- 13:43zuspürt, dass die Nachbarin von Papa hat mir das jetzt im
- 13:47Nachgang erzählt, der wollte nicht, dass ich das weiß, der
- 13:50kam an dem Tag nach Hause und hat der Nachbarin erzählt, dass
- 13:54sie im Heim gemein zu ihm waren und er möchte dann nicht mehr
- 13:58hin, also er. Fühlt sich nicht mehr wohl und
- 14:00mein Papa ist ein sehr friedlicher Mensch.
- 14:02Also ich habe den noch nie böse erlebt und der Papa ist schon
- 14:05immer jemand gewesen, der dann eher so ach bevor es dann Ärger
- 14:08gibt, bevor ich jemandem zur Last falle oder jemanden störe,
- 14:11dann gehe ich halt nicht mehr hin, also er fängt es dann
- 14:14lieber ab und leidet selbst drunter, statt andere Leute zu
- 14:18belasten oder zu stören oder negativ aufzufallen und er hat
- 14:22sich dann wahrscheinlich auch ein bisschen geschämt, nehme ich
- 14:24mal an und ist nicht mehr hin. Das war natürlich für ihn dann.
- 14:28Der Genickbruch. Und weil dann hat er ja quasi
- 14:31seinen Lebenssinn verloren. Er hat die Mama nicht mehr,
- 14:34sieht die Mama nicht mehr, was soll ich denn noch hier?
- 14:36Ja, und dann hat er halt komplett sich gehen lassen und
- 14:42ja, das war dann so, ich hab ihn dann besucht, hab ihn gesehen in
- 14:45einem miserablen Zustand, also wirklich Menschen die stark
- 14:49depressiv sind, die können das vielleicht so ein bisschen.
- 14:52Ein bisschen nachvollziehen, dass du halt, du hast ja gar
- 14:54keinen Drive mehr, für gar nichts mehr.
- 14:56Also da ist ja schon jeder Toilettengang zu viel, manchmal
- 14:59so und dementsprechend kann man sich vorstellen, wie er halt so
- 15:02war, er war halt alleine, hat sich so ein bisschen so
- 15:05Einkasaniert in seine Wohnung und dann habe ich gemerkt, das
- 15:09geht so nicht, ich will nicht, dass der Papa vor die Hunde
- 15:11geht, habe sämtliche Instanzen, sage ich mal kontaktiert und und
- 15:15auch alarmiert und wollte den Papa da rausholen, der hat dann
- 15:19sämtliche Termine gehabt von. Ach, Psychologen, Gutachtern.
- 15:25Also ich habe dann das Betreuungsgericht mit
- 15:27reingezogen, sage ich mal, habe einen Antrag gestellt, dass er
- 15:31möglicherweise Betreuung bekommen kann, die ihn
- 15:34unterstützen, zumindest vielleicht im Tagesgeschäft,
- 15:37sozusagen im Alltag einfach Haushaltshilfe oder irgendwas,
- 15:41und da hieß es schon am Anfang, ja, das kannst du vergessen,
- 15:43weil dein Papa ist ja in dem Sinne gesund, so, du bist ja.
- 15:48Vor dem vor dem Staat oder vor dem Gericht bist du ja ewig lang
- 15:51eigentlich noch gesund, da musst du ja beweisen, dass du krank
- 15:53bist. So deswegen auch die Gutachter.
- 15:56Lange Rede kurzer Sinn, der Papa hat dann ja Ach mehrfach die
- 16:03Woche Besuch bekommen, Termine gehabt.
- 16:04Also ich war eigentlich. Das erste Mal guter Dinge, dass
- 16:07ich gesagt hab, so, jetzt sind da wirklich die richtigen Leute
- 16:09und auch professionelle Hilfe am Start.
- 16:11Ich muss das nicht mehr alleine machen, weil ich hab war an
- 16:13einem Punkt, dass ich gesagt hab, ich kann das nicht mehr
- 16:15stemmen, ich kann nicht, ich hab keine Kraft mir ich bin mit
- 16:18meinem Latein auch am Ende, da müssen jetzt Leute dran die das
- 16:21gelernt. Haben.
- 16:22Du hast ja auch vorhin gesagt, du hast ja keine Geschwister.
- 16:24Die, die ich aufgehoben habe. Also ich war komplett
- 16:26verantwortlich für meine Eltern, ganz irgendwas.
- 16:28Ich hab mittlerweile ist der Onkel von.
- 16:31Also mein der Bruder von meiner Mama, mein Onkel, den habe ich
- 16:34jetzt wieder ins Boot geholt, aber das ist auch erst so seit
- 16:36dem Tod von Papa, also das heißt, davor war das auch noch
- 16:39nicht so krass und na ja, auf jeden Fall war es dann so, dass
- 16:45ich eines morgens war ich im Büro.
- 16:48Und habe einen Anruf bekommen von der Nachbarin, die sich
- 16:50übrigens auch immer rührend um Papa gekümmert hat, weil sie
- 16:54gemerkt hat, ihm geht es nicht gut, selbst quasi, wenn sie
- 16:56Mittagessen gekocht hat, hat sie es ihm rüber gebracht und solche
- 16:59Sachen, da bin ich auch sehr dankbar für und sie rief mich an
- 17:02morgens und dann habe ich gedacht okay und ich war im Büro
- 17:04und bin dran, habe gesagt, Hey, ich habe nicht viel Zeit, so
- 17:08fast nicht kurz ist was passiert, ja ich wollte dir nur
- 17:11sagen dein Papa ist gestorben. Hä?
- 17:14Aber das ist ja dann. Was in welchem Zeitraum von
- 17:16welchem Zeitraum sprechen wir dann?
- 17:1814 Tage. Hä aber dann?
- 17:20Und was war dann der Grund? Also bei uns.
- 17:22Es war so, dass er wohl am Abend vorher von einem Stechen in der
- 17:26Brust, also Schmerzen in der Brust, gesprochen hat.
- 17:28Und dann hat sie gesagt, OK, ich ruf jetzt einen Krankenwagen,
- 17:31das müssen wir checken, da stimmt was nicht und das wollte
- 17:34er nicht. Er hat gesagt, du kannst den
- 17:36Krankenwagen rufen, aber ich geh nicht ins Krankenhaus,
- 17:38vielleicht hat er schon mal bisschen gespürt, dass da was im
- 17:42Anmarsch ist. Und ich sag mal den letzten.
- 17:45Eigentlich ist die Diagnose gewesen, Organversagen.
- 17:50Also ich hab den Papa Ach du Scheiße vorgefunden im Bett auch
- 17:54mit war es ja, weil das halt wenn die Organe versagen, dann
- 17:59ist halt oh wow. Ja und das war halt und.
- 18:04Wie alt war er? 73.
- 18:08Ja, OK. Und der das der das Ding
- 18:12eigentlich der Wahnsinn an der ganzen Sache ist.
- 18:15Wie gesagt, wie ich eingangs gesagt hab, am Anfang wurde mir
- 18:19eigentlich schon prophezeit, so am Motto des Betreuungsgerichts
- 18:22wird dir wird dir diesen Antrag ablehnen, du hast da keine
- 18:25Chance, du kannst es probieren, aber vergiss es und 2 Tage
- 18:28nachdem der Papa gestorben ist, habe ich einen Brief bekommen
- 18:30vom Gericht, dass sie meinem Antrag stattgegeben hat du.
- 18:33Ahnst es nicht ehrlich, Oh wow, Scheiße.
- 18:38Ja, also dass sie auf jeden Fall der Meinung sind, dass man da
- 18:42noch, also dass der Papa hilfsbedürftig ist.
- 18:45Man hätte halt dann noch mal erörtern müssen, in welchem
- 18:47Umfang, aber auf jeden Fall wurde es nicht abgelehnt.
- 18:51Aber, und das ist natürlich das ein Hammer also, aber ich sag
- 18:56halt. Ich bin ja sehr gläubig und ich
- 18:59sag halt, dass Gott gesehen hat, dass ich es nicht mehr schaffe
- 19:02und der Papa schafft es nicht mehr und für den Papa, so
- 19:06schlimm sich das anhört, war das das Beste, was passieren konnte,
- 19:10der ist seinem Leid von der Schippe gesprungen, sozusagen,
- 19:13das war das einzige, wie der Papa Frieden finden konnte und
- 19:16ich glaub deswegen hat das auch zugelassen.
- 19:19Ja. Und hat dann nicht mehr
- 19:21eingegriffen, als er gemerkt hat, mit mir stimmt was nicht.
- 19:25Und dann hast du das hab ich ja auf Instagram so n bisschen,
- 19:28also du, du für die Zuschauer noch mal.
- 19:31Du zeigst, wie ne Art Tagebuch ja dein Leben da auf Instagram.
- 19:34Und deswegen haben wir ja auch eben gesagt, Du hast dich ja
- 19:37sehr verändert nach in dieser Zeit und nach dieser Zeit, dein
- 19:40ganzes Instagram hat sich Geschiftet zu zu deinem
- 19:43Tagebuch, zu deinem Ablauf mit deiner schwerkranken Mutter, mit
- 19:47dem Tod deines Vaters und. Du hast dann gezeigt, auch wie
- 19:51deine Mutter im Rollstuhl zu der Beerdigung deines Vaters
- 19:55mitgekommen ist. Also du zeigst sehr viel, da
- 19:58könnt ihr auch gerne folgen. Wir haben das unten verlinkt in
- 20:01der Beschreibung und du hast ja dann, also dann ist ja die
- 20:06Beerdigung gewesen von deinem Vater und bist dann mehr auf
- 20:10Instagram. Ja zu diesem Thema deine Mutter
- 20:13gegangen, du hast dann nämlich auch dich entschieden.
- 20:15Bewusst dann auch deine Mutter auf Instagram zu zeigen und hast
- 20:19gesagt, Freunde, guck mal, hier ist noch ein anderer Teil meiner
- 20:22Familie, das ist jetzt, jetzt habe ich die die Kraft und die
- 20:27die Eierstöcke euch von meiner Familie zu erzählen, wie der
- 20:30gerade, wie das ganze jetzt so ist, weil du hast gesagt, öfters
- 20:33mal korrigier mich wenn ich falsch liege, dass du es eher
- 20:35immer so verschwiegen hast, verleugnet hast und nicht
- 20:38darüber erzählt hast. Das ist korrekt was ich sage,
- 20:41wenn ja. Warum und warum ist das jetzt
- 20:45anders? Also es war jahrelang so, dass
- 20:49tatsächlich ja das ganze Thema mit der Mama schon oder
- 20:55überhaupt diese, diese familiären Umstände, sag ich
- 20:58mal, das ist kein schönes Thema, und das war ein Thema, was mich
- 21:01jahrelang stark belastet hat, mein ganzes Leben eigentlich
- 21:04beeinflusst hat und. Auch hat der Patrick mir damit
- 21:06schulschart unterbreche, das hat er mir nämlich auch erzählt, der
- 21:09hat da immer schon was war. Die Anfänge hat der Patrick
- 21:12mitgenommen. Also der hat.
- 21:13Hat auch mitbekommen, dass es mir psychisch nicht gut.
- 21:16War das war ja schon wo jetzt 1516 war.
- 21:18Genau also der Patrick muss ich ja sagen, hat auch den einen
- 21:23oder anderen Vorfall miterlebt. So, und da hat es gerade erst
- 21:27angefangen, ja krass, da hat er schon so, so lange geht es halt
- 21:30schon ne um den Zuschauer oder abzuholen, ja es geht schon seit
- 21:33du da war ein Kind drin stand nur dabei.
- 21:36Ja. Und ja, deswegen, das war halt
- 21:41was. Naja, im Umfeld war das Halt
- 21:43immer so ein Thema. Bei allen war augenscheinlich
- 21:46alles in Ordnung und ich wollte das immer gerne auch
- 21:51aufrechterhalten und ich bin habe mich ja auch durch meine
- 21:54weiteren Beziehungen, sage ich mal, in einer ziemlich
- 21:56oberflächlichen Welt bewegt, ich war ja in einer Beziehung auch
- 22:00mit einem Profifußballer, sehr lange sogar und ja, das ist dann
- 22:05einfach. Du, du.
- 22:07Du willst da dazugehören, du willst nicht irgendwie auffallen
- 22:10und ich wollte immer. Das ist gut.
- 22:14Ja, dass die. Leute sollen einfach denken,
- 22:16dass bei mir alles OK ist. Das war mir irgendwie
- 22:18unangenehm. Ich dachte auch teilweise,
- 22:20vielleicht wenn die Leute wissen, dass bei mir nicht alles
- 22:22OK ist, dann wollen die mich nicht mehr.
- 22:24Ich hab dann vielleicht auch Angst vor Ablehnung und genau
- 22:28und dann als der Papa halt gestorben ist.
- 22:31Dann habe ich es irgendwie. Ich kann das gar nicht, mich,
- 22:35also ich kriege die Frage ja oft gestellt, aber ich kann es gar
- 22:37nicht so konkret beantworten, was genau es war, aber
- 22:42irgendwie, ich sage, ich beschreibe es immer so, dass es
- 22:44aus mir rausgebrochen ist. Das ist richtig so, alles, was
- 22:48sich angestaut hat, was ich mit mir selbst ausgemacht habe,
- 22:51nicht mal meine Freunde wussten, ja, die wussten, jeder wusste,
- 22:53wie du es gerade so ganz, ganz gut gesagt hast, wie der Patrick
- 22:57ja auch gesagt hat so. Die wussten halt, da ist
- 23:00irgendwas, da stimmt was nicht. Aber was genau und was ist denn
- 23:03das konnte keiner immer so richtig benennen, weil ich
- 23:06keinen damit involviert habe, weder meine Freunde noch sonst
- 23:09jemanden. Das hat höchstens mal dann mein
- 23:11Partner mal ein bisschen mehr mitbekommen, aber nicht mal der,
- 23:13den habe ich auch nicht mit zur Mama genommen oder so und na ja,
- 23:18auf jeden Fall. Hab ich dann halt irgendwann
- 23:22gesagt das das reicht jetzt. Ich kann nicht mehr, ich kann
- 23:24das nicht mehr in mir halten, nicht ich schaff das gar nicht
- 23:26mehr alleine und dieses das nicht mehr alleine schaffen zu
- 23:30müssen, das hat mich irgendwie dazu bewegt das Teilen zu wollen
- 23:35und das alles irgendwie aussprechen zu wollen und somit
- 23:40auch vielleicht realisieren zu wollen damit, dass ich es
- 23:43ausgesprochen hab, hab ich es erst mal realisiert nach so
- 23:46vielen Jahren was eigentlich alles passiert ist.
- 23:49Und das war für mich mental schon n Befreiungsschlag und hat
- 23:54mir geholfen, jetzt auch das zu verarbeiten.
- 23:58Und ja. Und vor.
- 24:00Allen Dingen jetzt auch diese Reaktion von den Leuten zu
- 24:02sehen, die ja wirklich eigentlich also durchweg positiv
- 24:05sind und liebevoll und wertschätzend sind, muss ich
- 24:09sagen, das gibt mir schon was zurück, so das das.
- 24:13Das seh ich auf deinem Profil. Ne, die Kommentare sind sehr
- 24:16wohlwollend, man fühlt sich auch verbunden mit dir und du zeigst
- 24:21ja wirklich sehr viel gab es da dann aber auch schon mal
- 24:25irgendwie Gegenstimmen? Dass die Leute gesagt haben,
- 24:29Boah, Elena, Elena, das geht mir wirklich viel zu weit, oder?
- 24:31Das ist irgendwie voll, ja moralisch nicht vertretbar, aber
- 24:35es gibt ja außer typisch Social Media, es gibt ja immer die
- 24:37führende Gegensprecher und. Die, die neutral, klar, klar,
- 24:41ja, auf jeden Fall. Also ich sag mal, das ist
- 24:42wirklich die Minderheit, aber ich hab auch Freunde verloren
- 24:47dadurch, ja, also. Ja, da hatten wir ja auch eben
- 24:53drüber gesprochen. Ne im Off dieses Thema, Freunde
- 24:56oder Familie, wenn der Tod bei irgendjemanden Eintritt.
- 25:03Oben schreib ich jetzt mal so, da ist das Thema Freunde und
- 25:06Familie dann ganz weit oben und da trennt sich tatsächlich dann
- 25:11nämlich die Spreu vom Weizen. Sagt man ja so schön ne und ja,
- 25:15da wollte ich so ein bisschen auch mal so drüber hin, also
- 25:17drüber sprechen, weil das beschäftigt mich auch sehr immer
- 25:20noch, weil ich hab ja auch 2013 meine Mutter verloren und da hat
- 25:23man auch so ein bisschen gesehen, die wahren Gesichter
- 25:24meiner Familie und du sagst, du hast Freunde dadurch verloren,
- 25:29ne um die Persönlichkeitsrechte nicht zu verletzen, der Freunde,
- 25:32Familienmitglieder in. In dem Sinne sprechen wir
- 25:35einfach nur von der Freundin oder der Freund.
- 25:37Das heißt, wir nennen keine Namen oder sonstige persönlichen
- 25:40extremen Details, aber trotzdem soweit, dass jeder irgendwie
- 25:44versteht, was genau die Situation war.
- 25:47Also du hast mir gesagt, da gab es einen einen Freund.
- 25:51Einen. Freund und den hast du verloren,
- 25:53weil warum also was hat er als Gründe genannt?
- 25:56Also er hat mir gesagt, dass er das.
- 25:59Ja, moralisch nicht vertreten kann, dass er seine Eltern so
- 26:02nie zeigen würde auf Social Media, dass er also, er hat mir
- 26:07schon trotzdem auch gesagt, dass er das stark findet, wie ich das
- 26:10mache, aber nicht in welcher Form ich das Teile, dass er sich
- 26:14damit nicht identifizieren kann und deswegen Abstand davon nimmt
- 26:18und das hat dann dazu geführt, dass er eben nicht mehr mit mir
- 26:22befreundet sein möchte. Ich finde das ein harter
- 26:25Schritt, ne, also das sozusagen. Wie ging es dir in der ersten
- 26:28Sekunde? Damit ja, also ich sag mal, das
- 26:30war zu dem Zeitpunkt nicht mehr der Erste, der sich das ja
- 26:35erlaubt hat, sag ich mal in Anführungsstrichen, daher war
- 26:40das so ein bisschen so. Ja dann geh du auch noch so, das
- 26:44ist so ein bisschen so, aber natürlich, du denkst dir halt
- 26:49so, hä ich? Ich tu doch nichts.
- 26:51Warum willst du dich denn von mir distanzieren?
- 26:53Was hat es mit unserer Freundschaft zu tun?
- 26:55Also du musst es doch gar nicht so zeigen, wenn du sagst, für
- 26:58dich persönlich ist es zu viel, das ist doch OK, also ich
- 27:01respektier das doch und du musst doch gar nicht alles immer, ich
- 27:05muss doch nicht alles für gutheißen, was meine Freunde
- 27:08machen, aber das schmälert doch nicht unsere Freundschaft so du
- 27:12kannst doch trotzdem sagen, hey du, ich würde es nicht machen.
- 27:16Aber wenn es für dich der Weg ist, den du gewählt hast, und du
- 27:19abends dich ins Bett legen kannst und deinen Frieden hast,
- 27:22ey, dann mach das doch. Ach so nachvollziehen.
- 27:24Und das Ding ist, weil ich bin ja keine Person, die irgendwie
- 27:28jetzt was weiß ich weder irgendwelche Leute diskriminiert
- 27:31noch irgendwelche Parolen postet oder sonst irgendwas, wo man
- 27:35wirklich wo ich auch verstehen könnte, wenn man sagt.
- 27:37Damit. Tut mir leid, aber ich bin im.
- 27:38Abstand. Davon so ich will damit nicht in
- 27:41Verbindung gebracht werden. Das ist was anderes, aber so.
- 27:45Ich poste ja keinen Content, wo man sagt, damit will ich nicht
- 27:48in Verbindung gebracht werden, weil mein Content, der ist ja
- 27:52durchweg liebevoll und positiv. Ob du jetzt der Meinung bist,
- 27:55dass man so was posten kann oder nicht und dass man darauf dann
- 27:58quasi eine Entscheidung trifft, ob man noch befreundet ist oder
- 28:03nicht, ist für mich unverständlich.
- 28:06Ja, ich hab ja auch gesehen, deine Views sind teilweise sehr
- 28:09hoch. Du hast ja auch Millionen Views
- 28:11damit gemacht, also eine enorme Reichweite auch erzielt und da
- 28:15kann ich mir schon vorstellen, dass der ein oder andere dann
- 28:19auch denken kann. Ja, du machst es auf den Rücken
- 28:22deiner Mutter, ne. Ja, so ähnlich wurde es ja dann
- 28:25auch formuliert. Genau, und das kann ich in einer
- 28:27gewissen Weise, kann ich den Gedankengang ja verstehen, musst
- 28:31dazu aber sagen, dass du kein Content zeigst, wo ich
- 28:35persönlich sage, nee, da, da geht es wirklich zu weit.
- 28:39Das heißt, in Privatsphäre in Form von ne im Bad.
- 28:41Es gibt ja nämlich hier familienblogger, die zeigen ihre
- 28:43Kinder beim Baden ne oder auf dem Topf, mein Kind baut es mir
- 28:47erstmal auf den Topf und halten die Kamera drauf, sowas ist ja
- 28:50nicht dein Content, deswegen finde ich für mich persönlich
- 28:53auch es geht nicht zu weit, kann aber den Gedankengang teilweise,
- 28:57manche aber trotzdem verstehen, dass die sagen Wow, es ist
- 29:00trotzdem ein intimer Moment, eine schwerkranke Mutter so zu
- 29:03zeigen. Aber ich finde jemanden deswegen
- 29:05die Freundschaft dazu kündige ja, also und dann auch noch in
- 29:09der schweren Phase, jetzt mit der Trauer, mit deinem Vater.
- 29:11Also ich finde das total unmöglich, unter aller Sau und
- 29:15kann das auch überhaupt nicht nachvollziehen.
- 29:18Ich. Hab das eher dann für mich auch
- 29:19so gemacht. Als ich dein Content ja gesehen
- 29:22habe, dass ich das eher hier ich geb dir mein Like vereinzelt
- 29:25hier, wenn ich das dann in meinem Algorithmus ausgespielt
- 29:27wurde, damit du siehst, OK, hier ist alles gut da, ich bin da,
- 29:31aber ich hab selten kommentiert oder kaum und hab eher wenig
- 29:36damit interagiert, um einfach mich nicht selbst zu triggern.
- 29:40Ich kann aber wie gesagt, die Leute verstehen, die da sagen,
- 29:43OK, aber die Freundschaft zu kündigen finde ich
- 29:45reingeschissen und. Dann hatten wir ja auch.
- 29:48Dann hat sie auch noch eine Freundin und da erzähl ich auch
- 29:51gleich was zu einem Familienmitglied von mir, weil
- 29:53da hab ich mich so ein bisschen wiedererkannt mit meiner
- 29:56Geschichte, da kommen wir dann gleich zu.
- 29:58Es hat sich tatsächlich in dieser Phase auch noch eine
- 30:00Freundin von dir distanziert und eine Enge.
- 30:04Freundin also ja, das das ist das war eigentlich, muss ich
- 30:07sagen. Das war für mich der Hammer, in
- 30:10der kann ich den. Champagner noch dabei haben, um
- 30:12einfach ein bisschen hier runter zu kommen.
- 30:14Komm zu mir, dein. Gläschen, Das war ein Gläschen,
- 30:16kann man anstoßen, das Trink ja normalerweise nicht, aber zur
- 30:19Feier des Zank. Mit für den Galgenhumor oder auf
- 30:22die auf die nicht vorhandenen Freunde?
- 30:24Ja. Ja, wirklich schön so auf auf
- 30:29das. Leben auf das Leben Mensch also,
- 30:32das ist ja, als du mir das eben erzählt hast.
- 30:34Ich dachte, das müssen wir unbedingt den Leuten erzählen,
- 30:36weil ich glaube, es gibt viele unter unter den Zuschauern und
- 30:39Zuhörern, die das kennen. Also ich muss sagen, wirklich,
- 30:43das hat wirklich für mich den Vogel sowas von abgeschossen.
- 30:49Das ist also ich, das ist ja jetzt auch schon wieder ein
- 30:52bisschen her tatsächlich, aber. Ich, ich komm da nicht drauf.
- 30:57Klar, das ist für mich also umso mehr Zeit vergeht, desto
- 31:00schlimmer wird es eigentlich, desto krasser wird mein Gott gar
- 31:05nicht aufhaben, so eine Sache, ja, weil ich mir so denke, so
- 31:08wie kannst du dich trauen mir das anzutun in so einer
- 31:12Situation, das ist mir unbegreiflich, das würde, würde
- 31:15ich mich nie trauen und ja, es war halt einfach so im Prinzip
- 31:20ja eine sehr enge Freundin von mir.
- 31:23Die hat sich generell eigentlich seit dem Zeitpunkt, als mein
- 31:27Vater gestorben ist, hat sie sich sehr zurückgehalten.
- 31:31Also für meinen Geschmack sogar zu viel zurückgehalten in so
- 31:34einer Situation, und da möchte ich aber auch noch mal sagen,
- 31:36und da haben wir auch eben drüber gesprochen, es geht nicht
- 31:39darum, wenn jemand sagt, ich bin überfordert, ich fühl mich
- 31:43getriggert oder ich weiß vielleicht einfach nicht, was
- 31:45ich gerade für dich tun kann. Aber wir sind erwachsene
- 31:49Menschen. Wir können miteinander sprechen
- 31:50und du kannst es kommunizieren. Du kannst sagen, ey, irgendwie
- 31:53gerade, ich weiß gar nicht so richtig, wie ich dich jetzt
- 31:55anpacken soll, sag mir einfach, was ich für dich tun kann oder
- 31:59du kannst mir sagen, ey, das Triggert mich übertrieben, aber
- 32:04ich tue das, was ich für dich tun kann im Rahmen meiner
- 32:07Möglichkeiten so, aber es kann niemals der richtige Weg sein zu
- 32:11sagen, ich mach gar nichts, weil ich kann das halt nicht.
- 32:14So. Und hat sich.
- 32:16Allein gelassen gefühlt ne. Ja, 100%, das war eine
- 32:18Katastrophe. Also es ist wirklich, wie
- 32:21gesagt, sie hat sich da komplett rausgezogen, sie hat sich da
- 32:24überhaupt nicht dran beteiligt, ja, sie war da auf der
- 32:28Beerdigung, aber das ist für mich da, also das wäre es ja
- 32:31noch gewesen so und hat mir dann bei whatsapp offenbart.
- 32:39Dass sie per. Whatsapp find ich auch so ne
- 32:41Sache, weil das war ja keine Freundin so die man 2 Jahre
- 32:43kennt. Ne, das war ne Freundschaft, die
- 32:45ich eigentlich, sagen wir mal gefühlt mein Leben lang hatte.
- 32:49Also ich hätte mir nie vorgestellt, dass diese
- 32:52Freundschaft jemals zu Ende geht, so und sie hat whatsapp
- 32:56hat bei whatsapp hat sie mir dann offenbart, dass Ihr das
- 32:59alles zu viel ist und sie kann das nicht und sie braucht
- 33:02Abstand, so hat es begonnen und. Und dann hat kam dann auch
- 33:06wieder nächste tagelang. Dann habe ich irgendwann
- 33:08gedacht, ja, komm, dann lass gut sein, also so das das ich kann
- 33:11es einfach gerade nicht gebrauchen so mein Vater ist vor
- 33:132 Wochen gestorben hä und dann habe ich halt dann für mich dann
- 33:17auch schon gesagt also wäre so was überhaupt so.
- 33:19So auf den Tisch bringt in so einer Situation, da hast du dich
- 33:22einfach zurückzuhalten und hast einfach mal am Ball flach zu
- 33:25halten, so da, da darf ich noch mal egoistisch, da darf ich
- 33:28immer meinen Sonderstatus mal genießen, so weißt du so, also
- 33:32in so in so einem Moment kannst du dir Gefühl alles erlauben
- 33:34mal. Absolut.
- 33:36Und ja, und dann hat sie das wohl irgendwie wahrgenommen und
- 33:41hat dann noch mal ja das Bedürfnis gehabt, mir noch mal
- 33:44ne längere Nachricht zu schreiben und sich bei mir für
- 33:48die Freundschaft zu bedanken. Und.
- 33:50Lach mir diesen Ganghumor. Also das ist unfassbar, das ist
- 33:52ne Frechheit einfach und dann ja zu mir zu sagen, Sie fühlt sich
- 33:58in der Freundschaft nicht mehr wohl, das ist auch alles zu viel
- 34:00für sie geworden, sie muss da jetzt auch auf sich gucken und.
- 34:04Aber sie bedankt sich und wir hatten ja auch eine tolle Zeit
- 34:07und es wäre kein böses Blut zwischen uns und manchmal.
- 34:10Da trennen sich die Wege einfach dann.
- 34:11Ja, Menschen mit einer Trauerphase oder wenn man
- 34:13Familienmitglied verliert, da trennen sich einfach mal ein
- 34:15Paar da, da entwickelt man sich in andere Richtung.
- 34:17Fühlt sich. Nicht mehr wohl in der
- 34:18Freundschaft und es ist ihr aufgefallen, als mein Vater
- 34:21gestorben ist, also eine Woche davor.
- 34:24Gefühlt wollten wir noch zu Chris Brown gehen und.
- 34:28Und auf einmal ist ihr aufgefallen, sie fühlt sich
- 34:30nicht mehr wohl. Und dann denk ich mir so OK,
- 34:32aber selbst dann und jetzt mal drauf geschissen, ob mein Vater
- 34:35gestorben ist oder nicht, nach so einer langen Freundschaft bin
- 34:38ich einfach der Meinung, da setzt du dich an einen Tisch und
- 34:41sagst ey guck mal, irgendwie hat sich hier bisschen was
- 34:43eingeschlichen bei uns, ich glaub wir müssen mal reden so so
- 34:47ich fühl mich nicht wohl oder das und das stört mich, ich würd
- 34:49mir wünschen, dass dass du das. Änderst oder dass wir da eine
- 34:52Lösung finden gemeinsam. Aber das kann doch nicht, also
- 34:56was für mich unbegreiflich ist, also die einzige Option, die du
- 34:59gesehen hast, ist die Freundschaft zu beenden.
- 35:02Du hast keinerlei Lösungsversuche gestartet, das
- 35:05ist für mich. Das ist, das ist für mich der
- 35:07Hammer an der ganzen Nummer eigentlich.
- 35:09Ich finde auch das ganze per whatsapp zu machen nach so viel.
- 35:12Hab ich ihr ja gesagt. Hab ihr gesagt das ich hab ihr
- 35:14gesagt das ist peinlich, dass du mir jetzt per whatsapp
- 35:16schreibst. Für ne Beziehung Schluss machen
- 35:18nach irgendwie 5 Jahren per whatsapp ja, geht gar nicht.
- 35:21Und dann sagt sie, ja, das ist halt, sie versteht das, aber so,
- 35:25so, so hat sie sich jetzt wohler gefühlt.
- 35:26Ja, das müsste ich jetzt auch akzeptieren, Oh wow, das war
- 35:29jetzt für sie halt der Weg, wie sie sich damit am wohlsten
- 35:32gefühlt hat und. Hat dann quasi weil ich war
- 35:35natürlich aufgebracht. Hab sie dann natürlich schon
- 35:37irgendwie auch angekackt ja, natürlich, und dann hat sie dann
- 35:39gemeint, ja siehst du und du machst mir nur Vorwürfe und bla.
- 35:42Bla bla, aber schön guesslightname.
- 35:44Da war ich auch noch der Arsch. So, du hast mir ja gar nichts
- 35:46Nettes zu sagen. Ich hab noch versucht, es jetzt
- 35:48nett zu klären, ja, aber es gibt gerade nichts nett zu klären, du
- 35:50hast mich gerade in der schlimmsten Phase meines Lebens
- 35:52hast du mich im Stich gelassen per whatsapp und du willst, dass
- 35:55ich noch nett zu dir bin vor. Allen Dingen du.
- 35:57Man ist ja auch nicht. Man muss auch verstehen, weil
- 35:59ich kann davon auch wie gesagt ein Liedchen singen, eine
- 36:01Trauerphase zu haben. Du bist auch in einer.
- 36:04Trauerphase nicht Herr deiner Sinne.
- 36:06Du gar nicht. Das ist n.
- 36:07Völliger Ausnahmezustand und finde, dass dann man so
- 36:13Unempathisch ist der Freundin gegenüber.
- 36:16Ja siehst du, es macht mir auch Vorwürfe zu sagen, ja siehst du,
- 36:18das ist der Grund oder keine Ahnung was sie gesagt hat dann
- 36:21auch noch zu machen diese Vorwürfe ich find das ist so
- 36:24menschlich so Tiefe also unterste Schublade das.
- 36:28Ist, dass ich, also ich bin wirklich und du darfst ja nicht
- 36:31vergessen. Und dann unterschätzt es immer.
- 36:33Aber wenn so eine Freundschaft endet, vor allen Dingen so eine
- 36:35lange, das ist wie ein Liebeskummer, das heißt, ich
- 36:38habe nicht nur meinem Vater hinterher getrauert, sondern
- 36:40dieser Freundschaft auch, ich habe ach geweint noch und
- 36:44nöcher, ich habe so viel geweint wegen dieser Freundin, ich habe
- 36:48nicht geschlafen, ich bin manchmal nachts aufgewacht und
- 36:51war ganz schweißgebadet, weil ich es einfach nicht begreifen
- 36:55konnte, ich war, das war wirklich, wieso ein Freund, der
- 36:57auf einmal Schluss macht außen nichts und du verstehst nicht
- 37:00warum, aber was habe ich denn getan und?
- 37:02So, warum hast du nicht gekämpft?
- 37:04War ich dir nicht wichtig genug, dir geh 1000 Sachen im Kopf rum,
- 37:07wie konntest du mir das antun und das ist einfach ich war ich
- 37:12weiß auch gar nicht wie ich das jemals verzeihen soll, also für
- 37:14mich ist es die hat mir so wehgetan damit und ich find
- 37:18einfach in Sachen. Das noch mal gesagt.
- 37:20Nee, ich hab, ich hab alles gesagt, was ich zu sagen hatte
- 37:23und für mich ist ist das Ding durch, weil für mich ist die
- 37:27Begründung ich kann das halt nicht und es ist halt zu viel,
- 37:30das ist für mich. Lächerlich, ja fertig aus so,
- 37:34das ist sehr schön, dass dir zu viel ist.
- 37:35Aber wie gesagt, unterm Strich, dass der einzige Lösungsweg die
- 37:39einzige Option, die du ziehen konntest, war die Freundschaft
- 37:42zu beenden, da kommen wir nicht auf einen Nenner.
- 37:45So und genau und deswegen. Denkst du, wenn es irgendwann
- 37:51vielleicht mal n paar Jahren, wenn sie wenn ihr darüber
- 37:54sprecht, dass eventuell aber noch mal ne Freundschaft geben
- 37:56könnte? Also ich sag dir ehrlich, ich
- 37:59bin. So von Haus aus ein sehr
- 38:02friedlicher Mensch und ich mag das nicht, mit Menschen zu
- 38:06streiten. Also ich mag immer gerne Dinge
- 38:07zu klären, auch wenn das vielleicht heißt, dass man
- 38:10getrennte Wege geht, aber ich mag es immer nicht, wenn man
- 38:14irgendwie jeder so in seinem Groll vor sich her lebt, sondern
- 38:17man kann auch sagen, OK, wir sind, wir kommen hier nicht auf
- 38:19einen Nenner, aber lass uns wenigstens so, ja lass uns
- 38:23Frieden schließen, fertig, aus. Ich sag mal, ich sag niemals
- 38:28nie, aber für mich ist es also es wird niemals mehr das, was es
- 38:32mal war. Das ist das ist so, das ist ein
- 38:35Schmerz, den diese Person mir angetan hat, das das hätte ich
- 38:39nie vergessen können, das ist für mich, weil ich einfach so
- 38:42denke, egal was dich auch in dem Moment gestört hat, das kann ja
- 38:45sein, ich will mich ja gar nicht freisprechen, dass ich nicht
- 38:47vielleicht irgendwas falsch gemacht habe, das kann ja sein,
- 38:50aber. Dann sag es.
- 38:52Dann entweder sprich mit mir oder kannst du ist.
- 38:54Das war das jetzt so wichtig, dass.
- 38:56Dass das jetzt sein musste, 2 Wochen nachdem mein Vater
- 38:59gestorben ist. Ich hab ja nicht mit deinem Mann
- 39:01gepoppt, so weißt du wo man sagt, OK so, das kann nicht
- 39:04warten, so weißt du so absolut, sondern egal was ich gemacht
- 39:08hab, das kann nicht so krass gewesen sein, dass du nicht
- 39:12hättest das jetzt mal runterschlucken können und zu
- 39:14einem späteren Zeitpunkt besprechen.
- 39:16Können. Ja, das find ich krass.
- 39:17So. Da hab ich ja auch gesagt, wenn
- 39:20wir da zu meiner Geschichte kommen, dass ich das total
- 39:23fühlen kann, als du gesagt hast, das ist, das ist ja auch ein
- 39:26Verlust. Ne.
- 39:27Ja, genau. Und ich hatte das auch, als
- 39:28meine Mutter gestorben ist. 2013 war ich auch total verwirrt.
- 39:32Ich muss sozusagen 2013, das ist ja jetzt 32 2312 Jahre her war
- 39:37ich ja auch n anderer Mensch, ne, ich hab auch mit dem
- 39:39Familienmitglied da lange drüber gesprochen als wir wir hatten,
- 39:43also ich konnte mich endlich aussprechen mit dieser Person.
- 39:46Und weil für mich stand eine Frage im Raum, die du auch
- 39:50hattest oder hast. Was hab ich falsch gemacht?
- 39:52Und diese Person hat mir über 2013 über 10 Jahre mich damit
- 40:00allein gelassen mit dem Gedanken, was hab ich falsch
- 40:03gemacht, das war so schlimm für mich.
- 40:05Und sie hat es mir dann beantwortet.
- 40:07Als ich dann wieder Kontakt mit der Person hat er gesagt, nichts
- 40:10hast du falsch gemacht, es war nichts, aber sie konnte mit der
- 40:13Situation nicht umgehen, halt ich fest.
- 40:15Das kenn ich so gut und das war wirklich halt auch ein
- 40:18Familienmitglied, das heißt nicht mal ne Freundin, wobei bei
- 40:24dir ja wirklich ne sehr enge Freundin.
- 40:26War. Ich will das.
- 40:27Nicht schmälern, genau deswegen, ich will das nicht schmälern,
- 40:29weil das war für dich ja auch ne Bezugsperson und nicht nur 23
- 40:33Jahre, sondern lange ne. Und es ist so.
- 40:38Also das war so, dass sie, also meine Mutter starb 2013 und ich
- 40:41war halt wie ein HB Männchen, ich bin permanent so gegen die
- 40:45Wand gelaufen, ja, ich wusste nicht mehr, was richtig falsch
- 40:48war, ich bin von einer Klinik in die anderen, ich war schwer,
- 40:51also ich hatte schwere Panik. Attacken.
- 40:54Ich hatte schweres ich, ich wollte nicht mehr sein, ich
- 40:57wollte nicht durch das Leben komplett hinterfragt meine
- 40:59Mutter, das war meine Mutter, war meine Mutter, es war ganz
- 41:02schlimm, ich muss auch aufpassen, dass ich nicht zu
- 41:04viel davon jetzt rede, um mich nicht zu retraumatisieren und
- 41:09dieses Familienmitglied war ein sehr ein Pfeiler in meinem
- 41:14Leben, ein sehr wichtiger Pfeiler, ein Halt, ja und?
- 41:18In mein in dieser Trauerphase, das meinte ich vorher mit ich,
- 41:22war natürlich auch ein anderer Mensch, war ich kein perfekter
- 41:24Mensch. Ich war in meinen Zwanzigern
- 41:26auch alles andere als perfekt, aber trotzdem hab ich das nicht
- 41:31verdient, dass dann ein Familienmitglied in dieser Phase
- 41:35einfach ohne Erklärung, ohne jegliche Erklärung Elena ohne
- 41:39jegliche Erklärung und ich war da, da war ich in mein Ende 20
- 41:43einfach den Kontakt abbricht, mich überall blockiert.
- 41:47Du mir keine Nichtmals nicht bei dir, du hast wenigstens eine
- 41:51whatsapp gekriegt haben was sei froh was du kriegen kannst.
- 41:54Ich habe damals nichtmals eine whatsapp gekriegt nichtmals das
- 41:58mein Pfeiler ist also so weggebrochen, dass und vor allen
- 42:02Dingen mein Vater hat, da kann ich offen drüber sprechen, hat
- 42:06den Kontakt zu uns abgebrochen, das heißt ich habe 2013 meine
- 42:11gesamte Familie, gesamte Familie wurde ausgelöscht, das heißt ich
- 42:16habe einen schmerzlichen. Gehabt von meiner Mutter, von
- 42:19dem Einfamilienmitglied, von meinem Vater, von meinem
- 42:22gesamten Leben. Also, das war ja, du hast ja ein
- 42:26Füße, ein bestimmtes Leben, ne, du gehst sonntags da hin,
- 42:28freitags gehst du da hin zur Familie, dann da du feierst, da
- 42:30Weihnachten, du gehst da zum Kaffee platt, keine Ahnung,
- 42:33alles ist weggebrochen, es wurde alles ausgelöscht, ich bin ich
- 42:37habe mich dann einweisen lassen und war völlig am Ende, weil ich
- 42:42nicht mehr wusste, was was mache ich jetzt, es war so ein
- 42:44schlimmer Schmerz. Das dann natürlich, weil ich hab
- 42:48ja dann 2015 so langsam mit youtube begonnen, nicht 2016.
- 42:53Ich war erst im Fernsehen 2016 mit youtube, so langsam und 2018
- 42:57so wirklich und als die Menschen mich gefragt haben, meine
- 43:00Zuschauer, ja, wo sind denn deine Eltern oder deine Familie,
- 43:03hab ich immer gesagt, sie sind gestorben, weil ich auch nur so
- 43:06detailliert eingehen wollte, was ist überhaupt passiert?
- 43:09Ich hab das auch, ich hab auch lange gesagt, ich hab keine
- 43:12Eltern mehr, ja. Weil ich nicht.
- 43:13Ich wollte keine Fragen gestellt.
- 43:16Dankeschön, das war doch nicht immer, weil die Leute haben mich
- 43:18gefragt, ja und deine Eltern und dann habe ich immer gesagt, ich
- 43:21habe keine Eltern, aber das war nicht, um meine Eltern zu
- 43:23leugnen, sondern um weitere Fragen rein zu vermeiden.
- 43:27Weil wenn du das Thema einmal anschneidest, dann kommen
- 43:30Fragen. Ja, aber wenn du halt.
- 43:32Die Leute glauben lässt, die gibt es nicht mehr.
- 43:35Die wenigsten stellen noch Fragen.
- 43:37Genau so konnte ich das von mir abwenden.
- 43:38Genau. Und mein Vater hat mir das
- 43:40anscheinend so übel genommen, wo ich auch denke, du nimmst mir
- 43:43irgendwas. Übel.
- 43:44Danke für nix. Danke für nix.
- 43:46Also sei froh, dass ich gesagt habe, euch gibt es nicht mehr,
- 43:49weil dann kommen doch keine Fragen.
- 43:51Ich bin eine Person des öffentlichen Lebens.
- 43:53Denke es gibt es nicht mehr. Ihr seid ja angetan, ja.
- 43:56Genau, weil das ist derselbe Schmerz, den du hast, wenn diese
- 44:00Personen ja alle nicht mehr greift.
- 44:02Wir waren ja nicht mal als mehr greifbar, das heißt jegliche E
- 44:05Mail, jegliche whatsapp die ich geschrieben habe, wir sind ins
- 44:08Leere verlaufen, alles, ich hab noch einen Verlauf wie ich
- 44:11meiner, wie ich meinem Familienmitglied jeden Tag
- 44:14geschrieben habe, wie als wenn sie da war.
- 44:17So schmerzhaftes gehabt, wie einem Verstorbenen, den du immer
- 44:20noch schreibst, weil du es nicht wahrhaben kannst.
- 44:22Aber wie kommt man denn auf sowas?
- 44:24Ja, und das und das hab ich 10 Jahre musste ich versuchen damit
- 44:27klarzukommen. Ich hab über 5 Jahre gebraucht
- 44:30um schlafen zu können, ich hatte Albträume, ich wie du es selber
- 44:34sagtest auch ich hatte das 56 Jahre, weil diese Frage was hab
- 44:37ich falsch gemacht, ich hab sie doch geliebt.
- 44:40Ich hab doch, ich hätte für sie getötet.
- 44:42Ja, so geht es mir ja auch. Ich hab was ich wär durch durch
- 44:45die Hölle gegangen für diese Person.
- 44:46Ja, bei mir war es ganz genau. Wow.
- 44:48Und dann trifft man sich irgendwann wieder.
- 44:50Dann erklärt diese Person, du hast nichts falsch gemacht, ich
- 44:54konnte einfach nur nicht damit umgehen, weil du ein schwieriger
- 44:57Mensch warst. In der Zeit, wo ich dachte, so,
- 45:00ich dachte, ich höre. Dich.
- 45:02Der war du bist ein schwieriger Mensch, weil dir in dem Moment
- 45:05der Boden unter den Füßen weggerissen wird.
- 45:07Wie sollst du denn sein, in so einem Moment, wenn du so einen
- 45:09Schmerz erleben musst? Also das ist einfach, das ist
- 45:14das. Ist genauso wie mein Vater,
- 45:17meinte ich mein. Wie kannst du denn sagen, ich
- 45:19bin gestorben, ich lebe noch ich.
- 45:20Ja, das ist schön, ich hatte da irgendwann Kontakt wieder mit
- 45:23dem ich sag das schön, dass du lebst jetzt wieder, du kommst in
- 45:26mein Leben, aber wer weiß wie lange by the Way Es war nicht
- 45:29lange. Und jetzt tut es mir aber nicht
- 45:31mehr weh, wenn sie gehen, ne, aber also weil der gleiche
- 45:34Schmerz ist. So was verstehst du daran nicht.
- 45:36Ja, ja. Was versteht man daran?
- 45:39Das ist also, das ist halt das Ding, ist halt weil in unserer
- 45:42Welt, in unseren Köpfen, wir würden so was nie machen, ich
- 45:45würde nie so handeln, und das ist dann gar nicht
- 45:49nachvollziehbar. Also ich, ich denke mir so, ich
- 45:52würde nicht mal einem fremden Menschen so was antun.
- 45:55So, wenn wenn mich jetzt ein fremder Mensch in so einer
- 45:57Notsituation um Hilfe bittet, dann wäre ich trotzdem da.
- 46:00Genau da würde ich doch nicht die die Person von mir so weg
- 46:04weg, ich. Hab die Person einmal weinend
- 46:07noch auf der auf der Arbeit angerufen, weil ich dann gesehen
- 46:10hab, ich hab die Nummer von der Arbeit.
- 46:11Oha. Weil auch zu der Zeit.
- 46:15Anderthalb Jahre später hab ich auch, hat mein damaliger
- 46:17Narzisst n. Freund mit mir Schluss gemacht
- 46:19und hab sie angerufen. Ich kann nicht mehr die Person
- 46:22ne ich kann nicht mehr ich ich war weinend und sie hat einfach
- 46:25aufgedeckt. Das musst du dir mal überlegen.
- 46:27Sie konnte mir ins Gesicht auflegen, ja.
- 46:30Das ist halt so n Verdrängungsmechanismus.
- 46:33Das sind die Menschen, die halt auch der Wahrheit nicht ins
- 46:35Gesicht gucken wollen, aber das kann niemals der richtige Weg
- 46:38sein wegzulaufen. Das wird sich erstens sowieso
- 46:42einholen und zweitens mal. Kann ich nur sagen, das wird
- 46:47jeder wird von uns wird irgendwann mal in so eine
- 46:49Situation kommen, weil das ist nun mal der Lauf des Lebens,
- 46:52genau, und dann werden die alle noch mal dran erinnert.
- 46:54Genau, und das ist das ist der der springende Punkt, weshalb
- 47:00mir so diese Podcast Folge hier so wichtig ist das zu machen,
- 47:02weil ich möchte gern was mitgeben dadurch.
- 47:06Das hab ich dir auch noch nicht privat gesagt.
- 47:08Ne, das ist zwar ne ganz ekelhafte Schule, durch die ich
- 47:11gegangen bin, durch die du gerade gehst.
- 47:14Ich kann dir 1 sagen, das hat mich zu der Frau gemacht, das
- 47:18ist erst mal ne Lappalie, weil ich sage das hört man ja, die
- 47:20ich heute bin, aber ich bin so verdammt was Schmerz angeht
- 47:25stark so resilent geworden, dadurch so Hardcore resilent,
- 47:30dass wenn man mir was wegnimmt. Ich es sofort loslassen kann.
- 47:34Ich weine vielleicht 23 Stunden, weil ich das muss, das da sollst
- 47:38du zulassen, es ist wichtig zu trauern, aber dann sammelt sich
- 47:42sofort meine Gedanken wieder und ich kann normal weiterleben ich
- 47:47hafte nicht mehr an Dingen, das heißt du kannst mir meinen
- 47:49Partner ausspannen, du kannst mir weiß ich nicht zum Beispiel,
- 47:53ich hatte mit einem Familienmitglied wieder
- 47:55kurzweilig Kontakt, dann ist es wieder weg, es tut mir nicht
- 47:57mehr weh. Ich hafte nicht an Dingen, das
- 48:00heißt, ich bin so stark geworden, ohne kalt zu werden,
- 48:04und das ist, ich bin dankbar dafür, weil wenn ich diese
- 48:08Person heute sehe und du wirst diese Person in ein paar Jahren
- 48:11sehen, weil du durch diese Schule gehst, wird dich das so
- 48:14stark machen und so verändern, dass du über diese Personen
- 48:18drüber hinauswächst. Und ich gucke jetzt zu diesen
- 48:21Personen und denke mir. Merkst du was den Unterschied
- 48:24weißt? Du, und das ist das ist das
- 48:27beste Gefühl. Aber ich muss sagen, die Schule,
- 48:30von der du sprichst, die merke ich ja jetzt schon.
- 48:32Also ich habe es ja auch eben schon privat gesagt, dass ich
- 48:36jetzt nicht mehr der Mensch bin wie vor einem halben Jahr, weil
- 48:39weil du eine andere Sicht, du kriegst ein automatischen
- 48:43Umdenken, so, du kriegst eine andere Sicht aufs Leben, auf die
- 48:46Dinge, die wichtig sind, du Priorisierst ganz anders und.
- 48:50Ja, das ist auch so ein bisschen so eine Tik tok Floskel, aber es
- 48:54ist im Prinzip so. Ich habe meinen Vater verloren,
- 48:56wer bist du, dass ich über dich nicht hinwegkommen kann
- 48:59sozusagen und deswegen, und das ist ein Schmerz, auch jetzt
- 49:03dieser, dieser Verlust mit der Freundschaft und alles, das sind
- 49:05Schmerzen so, durch die ich jetzt durchgehe, auch immer
- 49:09noch. Also ich würde jetzt lügen, wenn
- 49:11ich sage, dass es. Mir schon egal.
- 49:13Ist was ist egal? Nee, genau ist es besser
- 49:15geworden, aber egal ist es nicht so und.
- 49:19Ja und ich merk aber jetzt schon wie wie stark ich bin und das
- 49:23sag ich ja. Also ich zieh auch sehr viel
- 49:25Positives aus diesen ganzen Ereignissen, weil das formt dich
- 49:30unnormal. Also ich absolut so ne starke
- 49:33Frau jetzt auch noch mal geworden und ja das ist sag ich
- 49:38mal vielleicht unter den Umständen wünsch ich das
- 49:40natürlich keinem, aber es ist das ist wirklich so ne Lehre
- 49:45fürs Leben. Genau.
- 49:46Ich hab dadurch halt gelernt anzunehmen, wie die Situation im
- 49:49Leben. Ist genau du kannst es nicht.
- 49:50Ändern? Nein, ganz genau.
- 49:52Und früher hatte ich Verlustängste und wollte
- 49:55Situationen ändern, die ich nicht ändern konnte, und das hat
- 49:57mich damals als junge Frau depressiv und krank gemacht,
- 50:00das. Ist bei mir genauso gewesen.
- 50:02Ja, fühle ich. Und seitdem ich das nicht mehr
- 50:04habe, bin ich nicht mehr depressiv.
- 50:07Keinen Witz also bei mir. Ne ist ja jetzt, ist ja
- 50:09unterschiedlich, aber seitdem hab ich das nicht mehr, dieses
- 50:12ja das Leben ist jetzt so ist das OK, ich darf traurig sein
- 50:15aktuelle Geschichte meinem Freund Tana ne der hat ja n
- 50:18schweren Gehirntumor und ich brauchte auch ne Woche 2 mich zu
- 50:21sammeln, es hat mich auch schwer getroffen aber ich muss die
- 50:24Situation so annehmen, ich kann es nicht ändern, es bringt
- 50:27nichts zu hinterfragen wieso wieso wieso oder ändern können.
- 50:31Und die Situation ist so im Leben.
- 50:33Mit dem Leben gehen müssen wir so in einem, das Leben ist so
- 50:37ein Kreis tatsächlich, und ich habe gelernt, dadurch damit zu
- 50:40gehen. Ja ne, und es ist also
- 50:43tatsächlich. Anzunehmen.
- 50:44Ja, genau, und das ist aber auch tatsächlich zum Beispiel was,
- 50:47wenn man mir folgt, was man auch so ein bisschen beobachten kann,
- 50:50weil einerseits ist mein Content sehr sensibel und auch.
- 50:54Ja, zum Teil natürlich. Irgendwie auch traurig, aber
- 50:57dann siehst du halt auch im nächsten Moment Sequenzen von
- 50:59mir, in denen ich lache und Quatsch mache und fröhlich bin
- 51:02und Musik mache und keine Ahnung.
- 51:04Und das hat aber nichts damit zu tun, dass ich dann, also dass
- 51:09ich das irgendwie relativiere oder dass ich sage, so.
- 51:11Das mit der Mama so wichtig ist es mir nicht, ganz im Gegenteil,
- 51:15sondern. Ich weiß einfach, ich muss
- 51:18weitermachen, ich muss weitermachen und ja, und ich.
- 51:24Kann die Situation nicht ändern und die Mama wird auch nicht
- 51:26gesund. Wenn ich mich jetzt zu Hause
- 51:28einpferche und sag ich mach nichts mehr, ich geh nicht mehr
- 51:30raus so davon hat die Mama gar nichts.
- 51:33Genau das ist hab ich auch Kiki meine Co Moderatorin ne die ja
- 51:37heute hier nicht bei uns ist. Kikis auf dem Weg nach Hamburg
- 51:40zu tana um ihn noch mal zu sehen, das hab ich zu ihr auch
- 51:44gesagt als sie tief traurig war wegen der Situation.
- 51:46Ich hab gesagt also vor Wochen schon weil du hinterfragst ja.
- 51:51Kannst du auf Instagram zeigst du jetzt, dass du happy bist,
- 51:54dass du ein tolles Leben hast? So, ich hab ja gerade das Haus
- 51:57hier. Ne und gerade andere
- 52:00Prioritäten, einfach im Leben, die sehr schön sind und da hatte
- 52:03ich am Anfang auch so, als die Diagnose mit Tana kam auch so
- 52:05ein Problem und hab gedacht Yvonne das kannst du doch nicht
- 52:08und dann hab ich das ein bisschen mit mit Therapeuten
- 52:10besprochen, der hat mir das ganz gut gesagt, der hat gesagt.
- 52:14Yvonne, du darfst trotzdem glücklich sein.
- 52:18Du darfst Mitgefühl, Anteilnahme haben und für ihn da sein und du
- 52:24bist weiterhin eine gute Freundin, wenn du trotzdem
- 52:27parallel dein Leben weiterlebst. Und das hat mir sehr geholfen,
- 52:32weil ich mir dachte, du darfst trotzdem glücklich sein, du bist
- 52:36nicht weniger eine gute Freundin, wenn es dir nicht auch
- 52:39schlecht geht, das heißt ich war dann für ihn da an bestimmten
- 52:43Zeiten und. Am Tag auch, dass ich sage,
- 52:45bewusst, jetzt bin ich für ihn da und ich will für ihn da sein.
- 52:48Und weil meinen Tagesablauf hab ich komplett nach ihm gerichtet,
- 52:51weil ich habe nur an ihn gedacht 24 7 und ich hab gemerkt, wie
- 52:55ich eine depressive Stimmung bekam.
- 52:57Ne und deswegen hab ich gesagt ich brauch jetzt direkt n
- 52:59professionellen der mir kurz mein Gehirn wieder gerade rückt
- 53:03hat gesagt Ivan du darfst ja trotzdem glücklich sein, das hat
- 53:05mir einfach geholfen. Und dann habe ich mir so immer
- 53:08gesagt, OK, morgens und abends ne werde ich an ihn denken und
- 53:13bewusst mein Leben nachmittags für mich versuchen zu lenken und
- 53:17es hat geklappt. Vielleicht hilft das auch einen
- 53:19anderen ein oder anderen Zuhörer, dass man sich mit
- 53:22Situationen eine todkranke Mutter, einen todkranken Vater
- 53:26oder egal welcher, wer der einem nahe steht, gerade eine sehr
- 53:30schlechte Phase durchmacht, dass man trotzdem aber auch wenn man
- 53:34die Person. Ja, dass sie, wenn die Person
- 53:37sehr krank ist oder dass man sie sehr liebt, trotzdem aber auch
- 53:40glücklich sein darf, parallel. Das heißt nicht, dass man
- 53:43weniger empathisch ist, sondern einfach, dass man auf sich
- 53:47achtet und auf die Person, ja, und das ist sehr wichtig, und
- 53:51das hat mir sehr geholfen und vielleicht hilft das den ein
- 53:53oder anderen, und das hat auch kikki glaub ich geholfen, das
- 53:55hat sie mir auch gesagt, ne, dass man trotzdem glücklich sein
- 53:58darf, sein Leben weiterleben darf und dass man dann nicht
- 54:02weniger, dass man kein schlechter Mensch ist dadurch,
- 54:05wenn man es nicht macht. Nee, auf gar keinen Fall.
- 54:07Und vor allen Dingen, was man auch nicht vergessen darf, auch
- 54:10so ein so eine Verarbeitung, so eine Trauer ist ja auch ein
- 54:12Prozess, und das ist nicht nur, also da gibt es nicht nur, du
- 54:16bist immer traurig oder du. Bist immer so.
- 54:18Sondern. Genauso wie ich jetzt lache,
- 54:22kann sein, dass ich aber später im Bett liege und weine, das ist
- 54:26auch völlig normal. Up and down und das ist halt
- 54:28aber, dass die Leute oft, die sehen dich dann lachen und dann
- 54:30sagen die ja bitte, ist doch alles gut, du gestern gelacht.
- 54:33Und dann? Denkst du sehr?
- 54:34Ja, ich hab gelacht, weil ich hab natürlich auch Momente, da
- 54:37bin ich abgelenkt, ich bin ja nicht 24 7.
- 54:40Todunglücklich, aber mich holt es natürlich immer wieder.
- 54:43Ein Liebeskummer? Genau.
- 54:45Und da hast du auch up and downs, ne.
- 54:46Und, und das ist halt ja das gehört mit dazu und ich find
- 54:49aber. Solange du noch Freude am Leben
- 54:52empfinden kannst. Das ist wichtig, das muss, das
- 54:55ist. Wichtig, das musst du und das
- 54:56ist auch das zum Beispiel, weil nur um das Mal kurz in dem
- 55:02Zusammenhang zu sagen, Ich bin jetzt zum Beispiel momentan auf
- 55:04der Arbeit krankgeschrieben, so aus offensichtlich aus mentalen
- 55:10Gründen. Und dann würde man natürlich
- 55:12jetzt sagen, so, ja, aber jetzt ist die krankgeschrieben, dann
- 55:15macht ihr aber Podcast und dann fährt ihr aber nach Köln und
- 55:17dann fährt ihr aber dahin, das gehört.
- 55:18Zum Verarbeitungsprozess aber. Es wäre ja auch nicht ratsam,
- 55:23mit psychischen Belastungen zu Hause zu sitzen, sondern ich
- 55:27mache ja bewusst Sachen, die mir Freude bereiten können, die mir
- 55:30einen Sinn im Leben geben, absolut, die mich auf andere
- 55:33Gedanken bringen, und das ist gerade meine Medizin, meine
- 55:36Heilung. Dass ich wieder seh, dass das
- 55:39Leben trotzdem Spaß macht, auch wenn ich Dinge hab, die
- 55:42natürlich mich unfassbar. Wichtig, die kleinen Dinge musst
- 55:45du bewusst machen, die dich glücklich machen.
- 55:47Das hab ich ja auch in meiner depressiven Phase gehabt, dass
- 55:49ich mich an den kleinen Hochziehe.
- 55:51Ja. Weil sonst ist der Strudel nach
- 55:52unten, der geht ganz schnell. Du machst alles richtig, dass du
- 55:55da noch mal rauskommst. Das ist das.
- 55:57Ding, das ist ja, das ist ja, das ist ja dann, wenn du und
- 56:00deswegen, das war ja auch so was zum Beispiel kann ich auch
- 56:03sagen, dass ich aktuell nämlich zum Beispiel Medikamente.
- 56:06Ich bin ja schon in Behandlung. Wie gesagt, seit ich 15 bin und
- 56:11hab jahrelang jetzt auch toi, toi nichts nehmen müssen, aber
- 56:14durch die Umstände jetzt ist es natürlich, hat sich eigentlich
- 56:16da mal geändert und ich was sich halt geändert hat, aber ich muss
- 56:20sagen zum Beispiel bei Depressionen, wenn du das mal
- 56:22wenn du da mal tief drin warst so 100% geheilt kann ich
- 56:26zumindest für mich sprechen, bist du nie, das steckt immer in
- 56:30dir drin, aber du. Lernst das mit der Zeit das zu
- 56:34erkennen, die Zeichen zu erkennen, wie bei mir genau, und
- 56:37ich erkenne zum Beispiel hab ich wie du nämlich eben auch gesagt
- 56:40hast, ich hab dann so gemerkt, so oh scheiße, da kommen wieder
- 56:42so ja Verhaltensmuster, so komische Anwandlungen, die kenne
- 56:46ich schon, ja, das ist nicht gut und dann hab ich meinen
- 56:49Psychologen kontaktiert und hab ihm gesagt, ey, ich glaub wir
- 56:52müssen mal reden, weil da ja so und dann.
- 56:56Bahnt sich was an da? Da ist was nicht.
- 56:59Richtig. Ganz koschern ja.
- 57:01Hilft dir niemand in Richtung gehen, muss abbiegen.
- 57:03Ja, Hilfe. Und dann hab ich gesagt, kann
- 57:05ich vorbeikommen. Ja, ja klar, also da bin ich
- 57:07auch super dankbar. Also bei dem Tag und Nacht kann
- 57:09ich den kontaktieren und der kennt mich seit ich 15 bin, dem
- 57:13muss ich auch nichts mehr erklären, also das ist perfekt,
- 57:15besser geht es nicht und der weiß auch was für Medikamente
- 57:19ich vertrage und so weiter und sofort, der ist auch keiner der
- 57:21dir einfach mal was verschreibt, weil es gibt es natürlich auch
- 57:23oft muss ich auch sagen, müsst ihr aufpassen das also ich will
- 57:27das nicht. Unbedingt befürworten sich da
- 57:30medikamentös behandeln zu lassen, aber es kann
- 57:32unterstützend sehr gut für einen gewissen Zeitraum.
- 57:36Du musst aber auch den Absprung davon wieder schaffen werden und
- 57:39es im Blick. Behalten.
- 57:40So und. Ja.
- 57:42Das mit den Medikamenten hatte ich auch.
- 57:45Ich hab mir in der Zeit mit meiner Mutter und so auch
- 57:47Medikamente geben lassen, habe aber dann wieder komplett runter
- 57:49geschraubt. Also das fühle ich komplett und
- 57:51das sind gute Tipps und da waren wir eben stehen geblieben, dass
- 57:54wie wir, wie wir, wie wir am besten damit umgehen mit diesen
- 57:58Situationen, dass du glücklich sein darfst und dass das wichtig
- 58:00ist, dich an kleinen Dingen am Tag zu erfreuen.
- 58:03Genau, und das kann ich wirklich auch nur empfehlen und für alle
- 58:06die, die sich vielleicht keine Zeit haben, Therapeuten, weil
- 58:09die Therapeuten haben ja oft keine Zeit, sind ausgebucht, 369
- 58:1212 Monate, es gibt ne ziemlich günstige Online Version von
- 58:18einer Therapie, das ist auch von der Krankenkasse unterstützt,
- 58:20man braucht nur n Rezept, dann zahlt man dafür nichts, das
- 58:22nennt sich www.selfopy.de also Self Pie ist auch nicht
- 58:27gesponsort und gar nichts, ich hab das selber gemacht.
- 58:30Vor 3 Jahren, als ich Corona noch mal so ein Rückschlag mit
- 58:33Panikattacken hatte, das kann sofort helfen, weil da kann man
- 58:36sofort anfangen mit einer Onlinetherapie und die hat mir
- 58:39sehr geholfen. Vielleicht hilft das den ein
- 58:40oder anderen und wie du selber sagtest, medikamentös kann das
- 58:43helfen, befürworte ich auch nicht, aber wenn es gar nicht
- 58:46mehr geht, finde ich das auch wertvoll wird, dass man sowas
- 58:49machen und haben kann und ich wollte dir auch noch was zum
- 58:53Abschluss sagen, das ist das was ich eben auch sagte mit du
- 58:56darfst glücklich sein. Du darfst auch glücklich sein,
- 59:00da weißt du was ich meine. Deine Mutter ist dein Schicksal.
- 59:04Dein Vater ist dein Schicksal. So wie meine Mutter mein
- 59:06Schicksal, so meine Familie, mein Schicksal.
- 59:09Aber trotzdem darfst du glücklich sein, auch wenn es
- 59:12anderen vielleicht schlecht geht und du bist trotzdem nicht
- 59:17weniger verkehrt, nicht nicht, nicht weniger verkehrt, du bist
- 59:20nicht verkehrt, du bist nicht weniger empathisch oder du bist
- 59:23ein schlechter Mensch, wenn du auch mal einen Tag oder 2 dich
- 59:27nicht heute um sie so Sorgen machst, sondern einfach dich um
- 59:31dich kümmerst, weil das ist sehr wichtig, ne, dass du glücklich.
- 59:36Bist ja auf jeden Fall, und das ist auch das, was ich jetzt ja
- 59:40mittlerweile versuche, ich sag mal, am Anfang hab ich mich nur
- 59:42auf das Thema gestürzt ja und hab war jeden Tag bei der Mama
- 59:46und konnte es mir schon fast gar nicht verzeihen, wenn ich es mal
- 59:48einen Tag nicht. Geschafft, ich hab hab dir das
- 59:50auch glaub ich mal. Geschrieben ne, das ist auch
- 59:51nicht so viel, hab aber gebraucht.
- 59:53Ich musste an den Punkt kommen an dem ich bereit bin zu sagen
- 59:56ist es OK wenn ich. Auch mein Tag nicht zur Mama
- 59:59geh, aber das hat halt auch ein Augenblick gedauert.
- 1:00:03Ja, und an dem Punkt bin ich aber jetzt, dass deswegen bin
- 1:00:06ich zum Beispiel auch heute hier und nicht bei der Mama.
- 1:00:09Weil ich halt gesagt hab, mein Leben muss auch weitergehen und
- 1:00:13es darf eigentlich alles, was in meiner Macht steht, um für die
- 1:00:17Mama da zu sein. Und das weiß sie und solange du
- 1:00:20dein Bestes gibst und und das von reinem Herzen machst, dann
- 1:00:25kann es nie falsch sein und es ist aber auch wichtig, dich
- 1:00:28selbst nicht aus den Augen zu verlieren und da bin ich froh.
- 1:00:33Da habe ich die Kurve gekratzt, so und du musst aber die Zeichen
- 1:00:37erkennen. Und für mich war ist es einfach
- 1:00:40wichtig, unter Leute zu gehen. Macht das, was euch Spaß macht,
- 1:00:44tut Dinge, die euch Freude bereiten, das muss keinen
- 1:00:47Anspruch verstehen, das musst nur du verstehen, du weißt was
- 1:00:50du brauchst, um deinen Frieden zu finden und.
- 1:00:54Scheiß auf Freunde, wenn sie sich dann ab wann dann?
- 1:00:58Dann weg. Die dürfen gehen.
- 1:01:00Ja, die erstes Mal dürfen die gehen und seins, mal haben die
- 1:01:03gar nicht in den Leben. Gehört ja ja, das finde ich sehr
- 1:01:06gut. Und ja, ich, ich hoffe halt mit
- 1:01:10dieser Folge, dass wir auch einigen helfen damit können,
- 1:01:12also helfen können damit. Wir werden unten auch noch mal
- 1:01:15verlinken, dein Insta Profil, es ist sehr wertvoll da
- 1:01:17vorbeizuschauen. Wie heißt du da noch mal gern?
- 1:01:20Das kannst du auch schon mal sagen.
- 1:01:21Elena Katharina. Elena Katharina mit C ne genau
- 1:01:25Elena Katharina genau, aber wir verlinken es euch unten auch
- 1:01:28noch mal. Ich danke dir sehr sehr sehr für
- 1:01:31dein offenes Gespräch, wenn du im Nachhinein noch irgendwas
- 1:01:34rausgeschnitten haben möchtest, schneiden wir das noch raus, das
- 1:01:36kannst du ruhig sagen, wir werden es über Nacht schneiden
- 1:01:39und. Ja, wie gesagt, du darfst
- 1:01:42glücklich sein und auch. Ja bist du ja ja ich ich gebe
- 1:01:46mein bestes Mensch, also das. Ist schon krass wie wir uns
- 1:01:48entwickelt haben. Wir haben uns damals
- 1:01:50kennengelernt, da waren wir beide nicht so auf dem Dampfer.
- 1:01:53Natürlich sag mal wo wir sindo. Ja, richtig.
- 1:01:56Und unsere nächste Folge daneben.
- 1:01:57Dann müssen wir mal unsere Exfreunde Aiaiai.
- 1:02:01Harter Tobak. So wird es vielen dank, liebe
- 1:02:04Freundin, der Sonne fürs Zuhören und Danke noch mal an dich.
- 1:02:08Dank und dir. Dann wünschen wir euch einen
- 1:02:10schönen Resttag, wann immer ihr das hört.
- 1:02:12Gute Nacht, Guten Morgen oder guten Tag.
- 1:02:14Freunde macht Dirt Schwenk Dirt auf Wiedersehen.