Latest / HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk / HSV – wir müssen reden: Stadionsprecher „Stübi“ über die Momente 2025
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- HSV, wir müssen reden. Der Abendblatt-Podcast rund um den Hamburger Sportverein. Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende und auch das HSV-Jahr 2025 geht jetzt am kommenden Wochenende mit dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt zu Ende. Und darüber, über die Hinserie und auch ein bisschen nochmal über den Aufstieg wollen wir sprechen mit jemandem, der bei allen Spielen auf dem Rasen als Protagonist ganz nah mit dabei gewesen ist. Und das war nicht mein Kollege Stefan Weißenberg. Walter, der war nämlich auf der Tribüne bei fast allen Spielen mit dabei, aber schön, dass du auch da bist, Stefan. Moin Stefan. Moin Kai. Ja, gemeint ist natürlich die Stimme des HSV, die Stimme von Radio Hamburg, die Stimme von Hamburg, The Voice of Hamburg. Herzlich willkommen, Christian Stübinger. Moin Jungs. Danke für die Einladung. Was für eine Einladung von Kai. Selbst ich Gänsehaut jetzt hier. Und sonst ist er nicht so charmant. Ich gucke ja immer euer Format. Genau, da wird immer gebasht. Das war ja jetzt mega. Mal gucken, was kommt. Also bei dir wird eine Ausnahme gemacht. Das liegt auch daran, dass du auch bei uns für einige Highlights gesorgt hast, jetzt in der noch laufenden Hinrunde. Also es gab einige wirklich sensationelle Heimspiele, zu denen du auch beigetragen hast mit deinen Ansagen und Anmoderation. Und wir wollen natürlich einmal mit dir diese Reise nochmal bestreiten und auch über deine Ups und Downs sprechen. Bevor wir das machen, haben wir aber ein kleines vortretliches Weihnachtsgeschenk mitgebracht. Bist du bereit dafür? Ja. Okay, und zwar haben wir vorbereitet einen Einspieler aus dem Aufstiegsspiel gegen den SSV Ulm. 6 zu 1 Heimsieg und wir hören mal rein, was du da gesagt hast. Gänsehaut garantiert. Mit dem HSV Geschichte schreiben. So ein Tag kennen die meisten von uns nur aus den Erzählungen unserer Eltern. Und ihr spürt es doch jetzt alle. Heute ist wieder Sonntag, um Geschichte zu schreiben. Und heute ist unser Tag. Das Energie pur, Gänsehaut pur. Also wirklich, ich glaube, jeder erinnert sich an deine Ansage. natürlich an das Spiel. Hast du jemals im Stadion so eine vibrierende Energie nochmal gefühlt? Nee, muss ich ehrlich sagen, nicht. Wir sind auch so im Stadionshow-Team immer noch sehr nostalgisch, wenn wir an den Tag zurückdenken. Alle, die da waren, beschreiben ja dasselbe Phänomen, dieses Fisseln in der Luft, die Temperatur, aber eben dann auch die Energie, die man gespürt hat. Und jetzt aus Stadionshow-Sicht war es so, dass als der Einspieler kam für unsere Matchday-Show, also das Intro, das ist unterlegt von Abschlag, wir sind der HSV, es ist so, wir sind, wir sind, wir sind der HSV und dann kommt noch so ein Bundesliga-Logo dazu. Selbst da war das Stadion schon fast voll und alle haben da schon mitgesungen. Das war eine Stunde vor Anpfiff. Und da hatte ich schon Gänsehaut und, Wurde fast schon so ein bisschen überwältigt. Und dann musste ich mich auch wirklich wieder ein bisschen runterfahren emotional, um mich dann wieder für die Ansprache kurz vor Anpfiff wieder hochzufahren natürlich. Aber ich wollte auch trotzdem natürlich meinen Job machen und das da vernünftig moderieren, ein paar Infos auch rüberbringen. Ja und der Tag ist in jeder Perspektive unvergesslich, bis auf einige Stunden nach 24 Uhr, weil ich doch sehr dehydriert war und dann sehr schnell ein paar Getränke zu mir genommen habe. Und genau darüber wollen wir jetzt natürlich auch nochmal mit dir sprechen. Ganz Hamburg war bereit für den Aufstieg, du hast es gerade schon geschildert. Du hast dann letztlich auch deinen Anteil gehabt, dass es hinterher nicht ganz so chaotisch vonstatten ging, sag ich mal. Also im Rahmen des Platzsturms hast du dann auch immer wieder ein bisschen Verordnung gesorgt, hast die Leute doch hingewiesen, bitte klettert nicht auf die Trainerbänke, haben sie trotzdem gemacht. Vielleicht hast du ein, zwei dann noch davon abgehalten, hast dafür gesorgt, dass es dann die Mannschaft von der Loge aus etwas geordneter den Aufstieg mit den Fans gefeiert hat, sodass alle auf die Doge gucken und eben nicht auf den einzelnen Spieler auf dem Rasen stürmen. Ich glaube, das war so die Idee dahinter. Also da ist ja schon auch eine wichtige Funktion gehabt in dem Moment. Ja, da gehen die Credits aber nicht an mich, sondern das war schon vorher auch von. HSV-Führung, Regie schon so geplant, dass wenn es so kommt, dass wir vorher einmal darauf hinweisen, ey, vielleicht wollt ihr nicht das Spielfeld stürmen. Das Vorbild war damals Liverpool, die da Meister geworden sind und die so eine Meisterfeier auf dem Feld hatten, wo die Spieler dann wirklich so ein bisschen für sich gefeiert haben. Das ist natürlich auch immer schön zu sehen, hat so seinen Charme, aber im Nachhinein war so, wie es gekommen ist, das ist natürlich toll, abgesehen von den Verletzungen und gebrochenen Beinen und gebrochenen Bändern von den Leuten, die natürlich da runtergesprungen sind. Aber soweit ich gehört habe, ist ja verhältnismäßig glimpflich ausgegangen und das war eben die Idee. Vielleicht schaffen wir es so, dass wir auf dem Rasen die Spieler feiern lassen. Das hat offensichtlich nicht funktioniert und dann war aber auch klar, wenn Platzsturm ist, also wir waren so gut vorbereitet, dann gehen wir hoch in die Loge und dann versuche ich das so da hoch zu delegieren. Ich war aber in Momenten auch echt überfordert, weil es auf einmal, ich hatte schon auch mir so ein paar Worte zurechtgelegt, was ich nach dem Ausstieg sagen will, das hat nicht mehr funktioniert. Dann war mein Mikro weg, hatte irgendjemand sich geholt. Otto Stange. Otto Stange hatte so, genau, das war ja kein Problem, aber hatte irgendwann auch mal einen Fan, der zum Glück nicht wusste, wie man es aktiviert, da gibt es nämlich so einen kleinen Trick und ein paar Bilder hat man dann noch im Kopf, Daniel Heuer-Fernandes, dieses ikonische Bild, was jetzt auch auf dem Kinoplakat auch war von der HSV-Doku auf der Trainerbank, habe ich auch noch vor Augen, aber ich sehe auch noch, wie das Ding sich so wählt und dann habe ich auch noch so gesagt, ey, Vorsicht, das ist das, was du wahrscheinlich meinst, die Bank bricht gleich ein. Woraufhin Reporter vom Kölner Express, der auch im Stadion das so negativ beschrieben hat, meinte panischer Stadionsprecher schreit ins Mikro, müsst ihr mal googeln. Achtung, das Ding bricht ein, habe ich auch gesagt. Das habe ich jetzt anders wahrgenommen. Genau, guck mal, das ist immer eine Frage der Wahrnehmung. Vielleicht haben sie es uns auch nicht gegönnt in dem Moment, weil sie, glaube ich, da noch nicht hundertprozentig aufgestiegen waren. Aber du hast die Doku ja auch angesprochen. Bei der Doku haben wir ja gesehen, dass HSV-Trainer Merlin-Polizien durchaus erstens auch sehr gute Ansprachen erhalten kann in der Kabine und zweitens immer mal wieder auch eine kreative Idee hat, wie er die Jungs packt. Also wenn ich Merlin wäre, würde ich tatsächlich mal dich in die Kabine holen, weil ich, also besser kann man ja Jungs nicht heiß machen als so vorm Spiel. Ja, lassen wir uns mal überraschen, aber ich finde auch, dass Merlin da über sich hinausgewachsen ist. Ich habe auch in der Doku, also nicht, dass ich ihm das nicht zugetraut hätte, aber mehrfach Gänsehaut gehabt und so ein paar Zitate. Sind noch im Kopf, ne? Are you stupid? Also Wahnsinn, auch dieses Switchen Deutsch-Englisch in derselben Emotionalität. Das hat mich auch gepackt. Obwohl, ich weiß nicht, wie es euch vorkommt, aber die Aufstiegssaison jetzt gefühlte zweieinhalb Jahre her ist, obwohl es sechs Monate sind. Ja, und vor allen Dingen emotional ist ja in diesen sechs Monaten ganz, ganz, ganz viel passiert, worüber wir auch nochmal sprechen. Aber eine Sache muss ich jetzt doch noch ganz kurz erzählen. Du hast zwar dich schön rausgegeben und gesagt, nach 24 Uhr, da ist die Erinnerung nicht mehr so ganz gut. Und trotzdem wollen wir natürlich wissen, wie die Aufstiegsnacht für dich weitergegangen ist, bis wann sie gegangen ist, wie du gefeiert hast, mit wem du gefeiert hast, wo du gefeiert hast. Wir haben uns auch noch gesehen. Ja, wir haben uns auch noch gesehen. Ich weiß auch nicht mehr alles. Weil es so lange her ist, natürlich. Genau, der Alkohol. Und Alter. Na, angeschlossen haben wir das, können wir auch mal sagen. War ja auch schön und es ging danach unten in der Mixtzone weiter. Das ist ja kein Geheimnis. Nur im Gegensatz zu Merlin, der wiederum ja ganz bewusst keinen Schluck Alkohol getrunken hat, um alles aufzusaugen, was ich echt natürlich genial finde. Aber mir ist es nicht gelungen. Sondern das war ein ziemlich zu weh. Ich habe wirklich noch versucht, solange ich im Dienst war, oben noch diese Logenparty zu delegieren. Mussten wir ja auch nicht mehr viel machen, außer Davy Selke das Mikrofon geben und dann war der Laden natürlich auch angeheizt und dann aber unten dann irgendwie ein Getränk bekommen und dann geht es natürlich schnell. Ich hatte auch während des Spiels generell nicht viel getrunken, sondern war echt im Fokus, weil wir auch angespannt waren. Wir wollten, dass es cool ist und dass es würdig ist und dass wir die richtigen Worte finden. Dann ja auch noch einmal das Respektzollen an Ulm will dann ja auch noch einmal so ein bisschen klar rübergebracht werden. Und das haben wir dann auch nochmal abgesprochen. Und wenn ich sage wir, dann geht es immer um das Team der Stadionshow. Ich habe so eine direkte Kommunikation über das Mikrofon. Ich kann da reinsprechen, sodass es nur die Beteiligten hören. Und ich kann da reinsprechen, dass es das ganze Stadion hört. Und brauchen wir mal einen Zugang für die interne Leitung. Ja, der ist ganz leicht, aber ich verrate es trotzdem nicht, falls mir das mal wieder entrissen wird, damit man da nicht so schnell rein grüllen kann. So, und dann auf dem Weg nach unten gab es die ersten Getränke und natürlich dann waren ja da. Frauen, Kinder, Familie, Spielerberater, Der Bürgermeister kam rein, hat in der Kabine noch eine Ansprache gehalten. Das war dann auch einer der ganz seltenen Momente, wo ich dann auch mal im Kabinenbereich sein durfte oder da auch so ein bisschen vom Teammanagement netterweise eingeladen wurde. Und das habe ich natürlich dann auch noch alles aufgesogen und dann danach aber irgendwie eingetränkt nach dem anderen. Und ja, alle waren so glücklich und egal, man hat sich ja bestimmt fünfmal oder zehnmal gesehen und trotzdem jedes Mal sich umarmt. Und ja, alle, die mal Mannschaftssport getrieben haben, die haben das, glaube ich, wiedererkannt. Also ob du in der Kreisliga, in die Bezirksliga aufsteigst oder von der zweiten in die erste, von der Emotionalität und der Glückseligkeit war es irgendwie vergleichbar und das war schön zu sehen, also was ich damit meine, einfach so diese Profis, die man ja auch echt lang begleitet hat und die man ja auch, ich kann das ja sagen, von denen man einfach so Fan ist und zu denen man eine ganz besondere emotionale Beziehung hat, die dann so glücklich zu sehen, weil sie es auch echt so verdient haben, Trainerstab genauso, sich da die ganze Zeit sich umarmt. Und diese kindliche Freude, das nehme ich mit. Jetzt habe ich es schön abgelenkt von meinen Alkohol-Eskapaden. Aber ich war irgendwann um vier zu Hause. Das reicht uns. Und alles okay. Wahnsinnig schöne Erinnerung an diese Aufstiegsnacht. Du hast gerade schon gesagt, so gefühlt liegt das alles ja schon wieder zweieinhalb Jahre zurück, weil einfach so wahnsinnig viel dann auch im Anschluss passiert ist. Im Sommer ist die halbe Mannschaft ausgetauscht worden. Welchen Eindruck hattest du vor dem Saisonstart? Also auch nach dem großen Umbruch? Und mein Gefühl war zum Beispiel, dass von der Aufstiegseuphorie in Fankreisen ganz am Anfang, vor dem ersten Spieltag, gar nicht mehr so viel zu spüren war. Das kam dann erst wieder hinten raus, vor allem mit den drei Last-Minute-Transfers. Aber das war so meine Wahrnehmung. Wie war deine? Ja, meine Wahrnehmung war, dass man, das habe ich ja gerade so ein bisschen versucht schon anzudeuten, dass man sich... Also auf eine gewisse Art in diese Mannschaft ja verliebt hatte, die aufgestiegen ist über die Jahre und dass es so gewachsen ist und weil man eben auch solche Enttäuschungen durchgemacht hat, dann beim Wiederaufstehen mit dabei war und auch immer wieder diese Versuche erlebt hat, jedes Jahr aufs Neue in den Top 3, Top 4 dabei zu sein. Also man hat immer gespürt, wir geben alles, aber irgendwie reicht es mal aus diesem Grund nicht, mal aus diesem Grund nicht. Dann Verletzungssorgen, Vujkovic. Also es gab immer so tragische Gründe, warum es dann nicht funktioniert und deswegen war es so eine wahnsinnig hohe Emotionalität zwischen Mannschaft und Fans. Und natürlich war es dann so, nach diesem Umbruch, sagst du genau richtig, dass man erstmal so gucken musste, ey, wie spreche ich den Namen aus? Wer ist das? Wir sind ja alle nicht im Scouting drin und ich habe das genauso gelesen. Aha, interessant, okay, die kriegen wir jetzt. Und ich hätte auch gedacht, dass es jetzt erstmal ein bisschen dauern wird, bis diese Emotionalität vorherrscht, die wir dann auch hatten. Zum Beispiel gegen Ulm oder wenn man so an das Darmstadt-Spiel denkt, wo natürlich auch echte Krieger im besten Sinne da dieses 4-0 geholt haben. Ganz wichtiger Sieg. Und jetzt muss ich aber sagen, Stand Mitte Dezember 2025, die Emotionalität ist für mich fast noch höher. Als sie es dann zu Zweitliga-Zeiten war. So richtig zu erklären ist es nicht, vielleicht weil wir oft der Underdog sind in fast jedem Spiel, außer gegen Holstein Kiel, das einzige Heimspiel würde ich sagen, immer so eine Außenseiterrolle und. Dass alle angenommen haben, das hätte ich auch nicht gedacht, dass das so leicht oder nicht so leicht, aber dass das funktioniert, dass alle Fans diese Anspruchshaltung verändern und sagen, es geht für uns darum, hier Zweikämpfe zu gewinnen und wenn wir drei, vier Pässe in Folge an Mann bringen, dann ist das gut und wenn wir im Spiel sind und wenn es nach 60 Minuten 0-0 steht, dann ist das alles eine gute Sache. Und der Trainer von Hoffenheim hat es gesagt, auch wenn das ein klarer Sieg war, hat er trotzdem in dem HSV mit so einem Satz Respekt gezollt, wo ich aufgehorcht habe, wo er gesagt hat, wir wissen, dass die HSV-Spieler, eine extrem hohe Emotionalität auf den Platz bringen und das machen sie und das kommt bei den Fans auch so an und deswegen, um den Kreis zu schließen, ist man wieder in diese Mannschaft so ein bisschen verliebt als Fan und deswegen geht es richtig ab im Volkspark im Moment. Stefan hat ja eben nach dem Saisonstart gefragt gehabt und ich meine mich auch zu erinnern, dass dieser Credit der natürlich erst enorm groß war durch den Aufstieg, dann war die Vorbereitung so irgendwie viele Niederlagen, weil er auch bewusst natürlich gegen starke Gegner gespielt worden ist, aber irgendwie dieser Credit, der schmolz immer mehr dahin dann kam dieses Pokalspiel und dann schmolz er ganz doll und plötzlich hatten alle ganz große Angst vor dem Saisonstart und waren erstmal super überrascht, dass er 0-0 gegen Gladbach gelingt. Naja, und dass man dann gegen Bayern verliert, ist dann halt so. Und dann kam auch noch das St. Paulich-Spiel. Lange Rede, kurzer Sinn. Vor dem Deadline-Day war die Stimmung in Hamburg irgendwie gar nicht so doll. Und da hatten viele Sorge, dass das eine nicht nur schwierige, sondern eine ultraschwierige Saison wird. Dann kam der Deadline-Day. Wie war so deine Gefühlsausrichtung? Was ist mit dieser Mannschaft in der Saison möglich? Nur gegen Abstiegsspielen? Wird es überhaupt reichen? Oder po, ach, die holen jetzt plötzlich drei Granaten aus England, jetzt Europa, wir kommen. Na ja, ehrlich gesagt habe ich diese Pressekonferenz von Stefan Kunze in Erinnerung, vielleicht wisst ihr es auch noch. Da ist es auf jeden Fall hängen geblieben, wo er. Zwar den Pressevertretern, aber ja eigentlich den Fans und dem ganzen HSV klar gemacht hat, Leute, wir spielen dieses Jahr um den Klassenerhalt. Und das ist irgendwie bei mir angekommen und er hat es geschafft, dass es bei allen angekommen ist. Und das hätte ich eben als echt größte Schwierigkeit eingeschätzt, das wirklich allen nicht nur klar zu machen, sondern dass alle das auch verinnerlichen und leben im Stadion. Und das hat er aber geschafft, damals glaube ich schon mit dieser Pressekonferenz zu sagen, es geht um den Klassenerhalt. Bundesliga ist eine ganz andere Welt. Habe ich auch nicht, also wusste ich auch nicht. Dazu bin ich auch nicht fachlich gut genug, um das einzuschätzen. Und ja, ich kannte jetzt weder Vera noch Albert-Samilokonga. Luka Wuskowitsch kannte ich witzigerweise von der Aufstiegsparty. Dazu kann ich gleich noch ein paar. Takt sagen. Sehr gerne. Aber hab da auch mich nur auf eure Expertise verlassen in dem Fall, weil ich weiß, da hast du, du als Portugal-Kenner hast ja gesagt, zum Zungeschnalzen. Und dann hab ich gesagt, gut, wenn Kai das sagt, dann wird das wohl so sein. Und das hat sich auf jeden Fall bestätigt. Also ich liebe es, dem zuzugucken und das sieht man auch als nicht. Könnte noch mehr herausfunden aussehen, würde jetzt der kritische Beobachter sagen. Aber ist ein genialer Fußballer. Ich bin ja mit HSV-Brille hier. Ich guck das gerne, der Ball Der klebt am Fuß, die Pässe, die rollen nochmal anders, wenn sie zum Mitspieler kommen. Und der hoppelt da nicht hin, sondern der kommt da so, dass man gefühlt ihn mit Laufschuhen annehmen könnte. Und Sandi Lokonga, der so einen Rhythmus ins Spiel bringt, das sieht man eben auch als Nicht-Experte. Ich sehe das auch. Und über Luka Wuschkowitsch muss man gar nicht so viel sagen. Aber wusste, was auf der Aufstiegsfänge passiert ist? Ja, nur, dass ich da auch Mario, sein Vater und eben Luca getroffen habe, wir so eingeklatscht haben mit Mario ab und zu, gibt es ja auch mal so ein bisschen bei Instagram Kontakt und eben mal so, der guckt auch so meine Storys und kommentiert da immer, freue ich mich mal total drüber und deswegen gab es ein kurzes Hallo und Glückwunsch, Umarmung und dann sagte der Vater nur, er ist auch richtig gut und ich so, ja, ich weiß, aber, also ich wusste nicht, wie gut er ist, Ich wusste, der ist Profi und dass er mit 16 bei Split schon gespielt hat. Und ich so, ja, ja, ja. Und da hat er schon sowas gesagt. So, ja, der ist auch richtig gut. Also als hätte ich irgendwas zu sagen beim HSV. So wirkt es fast. Ich so, ja, ja, ja, genau. Ja, ich hole mir mal ein Bier. Und dass der jetzt aber unser Abwehrchef ist, das habe ich auch nicht kommen sehen. Also, dass der so gut ist, ist ja, verrückt. Gutes Sehen haben. Hat schon letztes Jahr in Belgien wirklich für Furore gesorgt. Hat er auch schon ähnliche Tore geschossen, wie jetzt mit seinem Skorpion-Kick gegen Werder. Also, da hat er per Seinfels hier immer nach einer Ecke getroffen, auch alles bei YouTube zu sehen. Also, dass der Junge in jungen Jahren schon relativ viel kann, hat man vorher gesehen. Trotzdem natürlich gleich die Chefrolle eingenommen. Und da sind wir auch schon mittendrin in unserer nächsten Kategorie, weil wir von dir einmal wissen wollen, wer denn so deine persönliche Überraschung der bisherigen Hinrunde ist. Vielleicht so als kleiner Gedankenanreiz, während du dann noch überlegst, wen du jetzt nennst, aber weil du gerade so schön beschrieben hast, warum diese Euphorie oder Energie zwischen Zuschauern und Mannschaft wieder übergeschwappt ist und wie da eine Einheit im Volkspark herrscht. Aus meiner Sicht liegt es auch daran, dass eben so ein Kämpfertypen investiert wurde. Also wenn ich da an Gottscholajewski denke oder auch Kapaldo, Remberg und eben auch den genannten Vuskovic, die sind dann eben auch wirklich in der Lage, mal wirklich eklig in die Zweikämpfe zu gehen, da wo es wehtut, wie man so schön sagt, auf dem Amateurplatz, und ich glaube, dass das auch wirklich zu honorieren und dass da auch in der Kaderzusammenstellung extrem darauf geachtet wurde und das dafür gesorgt hat, dass es eben auch Überraschungen gibt, positive und wer sind sie für dich? Und vorangestellt noch ganz kurz, ich glaube auch, dass da Klaus Kosta plus Team, gehören ja immer ganz viel zu extrem drauf geachtet haben. Man sieht es dann auch, ich habe ja manchmal so ein bisschen den Einblick dann hinter den Spielertunnel, wie die sich dann heiß machen. Das ist halt nicht so klischee-mäßig, ich sage jetzt mal, dass die nochmal vor den Spiegel gehen oder so, sondern, boah, also das ist richtig laut und die machen sich nochmal richtig heiß. Und das ist was Besonderes. Deswegen will ich das nur nochmal hervorheben. Also die leben das extrem und die wollen einfach ein Fußballspiel gewinnen und kämpfen. Das ist genau richtig analysiert. Ich glaube, dass darauf extrem geachtet wurde. Und meine Überraschung der Hinrunde ist, auch wenn er keine Überraschung wahrscheinlich dann mehr ist, Nikolai Remberg, weil ich den Spielertypen an sich total gerne mag und... Also einmal muss man darauf achten, dass er in jedem Interview irgendwie über Kicken spricht. Das finde ich immer weltklasse. Und das ist aber auch die Kernkompetenz, finde ich, von ihm. Man unterschätzt immer noch, wie gut der auch einfach mit dem Ball dann umgehen kann. Also man sagt, Zweikämpfer. Ist ja auch super, 85 Prozent im Derby. Zweikämpfe gewonnen als defensiver Mittelfeldspieler. Aber ich finde so Kontakte gut. Er hat sich jetzt schon von Saisonstart zu dem Punkt, wo wir jetzt sind, mit dem Ball am Fuß verbessert. Den Pass auf Rayon Philipp gegen Mainz habe ich noch im Kopf. Also auch das beherrscht er. Und deswegen jetzt so von Erwartungen zu Performance ist das vielleicht die größte Überraschung. Aber man könnte da ein paar mehr nennen. Aber das finde ich sehr, sehr nachvollziehbar, weil ein paar von den Namen, die jetzt eben schon genannt worden sind, zum Beispiel Wuskewitsch und so, da würde ich zu Stefan sagen, und da hast du ja sicherlich recht. Da wusste, ich sage mal, jeder Scout in ganz Europa wusste, dass das wahrscheinlich eins der größten Abwehrtalente überhaupt ist. Dementsprechend war die Überraschung nicht ganz so groß, auch wenn vielleicht nicht jeder gedacht hat, dass er direkt Abwehrchef beim HSV sein könnte. Aber die Überraschung, Remberg, kann mich erinnern an einen Saisonanfang, das bei vielen nicht so ganz klar war, wird Remberg jetzt wirklich im zentralen Mittelfeld der Sechser sein. Capaldo ist ja auch noch neu gekommen. Der spielt jetzt zwar auch immer, aber in Abwehr, mit dem war er sich ein bisschen gebettelt. Und dann kam noch Lokonga, dann kam Vieira auch noch so, als kann auch Achter spielen und so. Und eigentlich hatten viele gedacht, vielleicht reißt es halt den aus Kiel dann, weil Kicken kann er nicht so, aber der ist irgendwie physisch und reicht das so. Und der hat ja nun wirklich eine unglaubliche Hinserie gespielt, ist wirklich der gesetzteste HSV, an dem, dementsprechend würde ich sagen, Überraschung, Stefan, ist schon... Könnte man so unterschreiben, oder nicht? Ja, definitiv. In dieser Leistung hat vorher einfach keiner gerechnet. Und man muss sich ja nur mal vor Augen führen, diese beiden Spiele, in denen er nicht auf der Sechsten gespielt hat. Einmal in Köln, da hat er hinten rechts in der Dreierkette ausgeholfen. Und jetzt eben in Hoffenheim, als er gesperrt war, haben sie acht Gegentore kassiert. Weil eben keiner die Räume so zuläuft, wie Rambo es eben macht. Auch so seine dynamischen Tempoläufe nach vorne und so. Da bringt er schon sehr, sehr viel Energie für die Mannschaft. Das ganze Konstrukt ist viel stabiler mit ihm. Ich gehe da auch voll mit. Ich glaube, auch viele Fans gehen da mit. Das Trainerteam sicherlich auch. Rambo ist gesetzt und den braucht man hier in Hamburg. Wir wollen aber natürlich von dir auch mal die Gegenseite hören. Wer ist denn möglicherweise für dich die größte Enttäuschung? Du musst jetzt auch gar keinen Spieler nennen. Wir wollen ja hier nicht hier groß zum Schützraum aufrufen oder ähnliches. Du kannst auch einfach generell so allgemeine Situationen beleuchten. Also was war für dich jetzt so in den bisherigen 14 Spielen eine Enttäuschung aus HSV-Ausicht? Wo hättest du dir vielleicht einfach irgendwo aufgestellt? Weil ich in Köln und in Augsburg war, hätte ich mir ja gewünscht, dass wir da zumindest einen Punkt holen. Das war jeweils sehr groß aufgezogen als Auswärtsfahrt. Einmal mit meinem besten Kumpel, der in Köln auch wohnt und Augsburg mit einer Crew von Jungs, mit denen ich auch sehr gut befreundet bin. Ja, da haben wir drumherum alles wirklich perfekt geplant. Und da hat das... Wir waren bei Instagram dabei. Ich bin auf deine Liedkunze und alles. Oh ja. Gott, oh Gott. Da hat das Spiel nicht so ganz mitgespielt. Und Köln, glaube ich, immer noch, dass da ein bisschen mehr drin gewesen wäre, unabhängig davon, dass Rambo da hinten rechts gespielt hat. Aber Luka Wuschkovic, wir haben es angesprochen, er war ja gegen Mainz, bevor er getroffen hat, schon mal dicht dran. Triff er auch gegen Pfosten oder so. Oder haut zumindest gegen Pfosten. Hat da in Köln ja auch noch so eigentlich ein Wahnsinns-Tor, wo er durchsprintet und ihn reingrätscht. Stürmermann. Wirklich. Als Innenverteidiger. und da war es dann glaube ich wieder so eine Schulter abseits, wäre zum 2-2 gewesen, redet auch kein Mensch mehr drüber, trotzdem da denke ich so, Köln. Es hätte anders laufen können. Und da war die größte Enttäuschung, deswegen umschiffe ich das hier schön, damit ich nicht als Stadionsprecher irgendwelche Spieler nenne, da war die größte Enttäuschung die Schiri-Leistung. Du hast aber eine andere Enttäuschung, glaube ich, oder? So bisherigen Saisonverlauf? Also in Köln, muss ich sagen, kann ich mich sehr identifizieren mit der Aussage, weil Augsburg, das war einfach nichts. Genauso wie auch Hoffenheim jetzt gerade nichts war. Aber Köln ist ganz viel konjunktiv, was wäre passiert, wenn und so. Und da muss ich auch sagen, Wenn diese gelb-roten Karten und die Platzverweise anders gelagert wären, dann bin ich mir absolut sicher, dass da was zu holen gewesen wäre und dann wäre es auch anders ausgegangen. Also kann ich auch das unterschreiben. Als Enttäuschung würde ich jetzt auch keine Spieler nennen, aber wenn man jetzt aus der zweiten Saison kommt und da drei Stürmer davon hatten, die alle eigentlich in jedem Spiel gefühlte siebenmal getroffen haben und du hast da drei Vollgranaten und so viele Stürmertoren, das freut auch immer dann irgendwie die Fans und die Zuschauer, wenn halt Stürmertore nochmal doppelt schön. Naja, und in der Bundesliga-Saison gab es bislang noch nicht so ganz viele Stürmertore. Also die Sturm-Flaute würde ich jetzt mal sagen. Das war für mich so ein bisschen Enttäuschung. Und ich glaube, dass die Verantwortlichen möglicherweise ja auch ihre Schlüsse daraus ziehen und dann im Winter nochmal nachbessern. Mal schauen, was da passiert, was wir zu sagen. Ja, klar. Die Meinung teilen wir. Jeweils erst ein Saisontor, sowohl von Paulsen als auch Königsdörfer und Glatzel, ist natürlich am Ende zu wenig. Da gibt es Nachholbedarf, das sehen ja die Verantwortlichen genauso. Das ist ja auch kein Geheimnis. Da werden Namen geprüft, rund 30 stehen auf der Liste. Schauen wir mal, wer dann im Januar kommt. Nicht 30, aber einer wahrscheinlich. Wir wollen jetzt von dir aber einmal wissen, was war denn dein Highlight der bisherigen Hinserie? Das ist jetzt sicherlich kein Geheimnis, dass das im Volksparkstadion stattgefunden hat. Da muss man sich nur die Auswärtstabelle angucken und dann kann man eigentlich alle Auswärtsspiele schon mal ausklemmern. Von daher nehme ich das mal vorweg. Was war dein Highlight zu Hause im Volksparkstadion? Also ich fand es tatsächlich unglaublich, gegen Gladbach den HSV in der Bundesliga spielen zu sehen. Auch ein Moment, den ich so oder nicht vergessen werde. Und ich habe so gedacht, ey, okay, jetzt spielen wir einfach wieder in Gladbach Bundesliga. Und Wahnsinn. Und können mitspielen. Und können mitspielen. Und da auch wieder. Willy Mikkel-Bronzis macht es ja. Haben wir, glaube ich, in unserer Soccerhallenrunde auch schon mal analysiert. Natürlich geht da jeder hin. Da geht er sogar super mutig hin. Aber der wäre auch so reingegangen. So, jetzt aber zum Highlight. Emotionales Highlight, weil das ein Gefühl war, was ich so noch nicht hatte. Als HSV-Stadionsprecher war das 2-1 gegen Stuttgart. Weil ich wirklich auch versucht hatte, nochmal mit einer Ansage, so sag ich mal, die Leute zu ermuntern, gerne nochmal Gas zu geben, die letzten fünf Minuten, so jeden Bundesliga-Punkt hier zu erkämpfen. Das war, glaube ich, das, was ich gesagt habe. Und ich hätte mich mega gefreut über das 1-1, wenn wir es über die Zeit gebracht hätten, weil ich irgendwie dachte, boah, es läuft alles. Jetzt hast du so stiller und undarf auf dem Platz, so abgezockte Jungs, die dann ironischerweise genau die sind, die da die Freistoßvariante verkacken. Und bei dem man tatsächlich, finde ich, davor bei jedem Ballkontakt gesehen hat, was für unglaublich gute Kicker die da sind. Also jeder Ballkontakt hatte da Sinn und Verstand und genau die beiden, da hat er da geistmäßig noch verstanden. Und dazu, ich finde auch Stuttgart irgendwie eine sympathische Truppe und ich gucke denen gerne zu. Ja, absolut. Und das war dann dieses Spiel gewinnt, dass sowas mal passiert auf unserer Seite, das konnte ich einfach nicht glauben. Ich war ganz lange fassungslos. Also es hat zwei, drei Minuten gedauert, bis ich es verstanden habe. Ich wurde auch nochmal, ich habe dann über den Knopf die Info gekriegt, sag das Endergebnis jetzt mal. Okay, war SV Stuttgart 2 zu 1. Also das war so in der Form, habe ich das noch nie erlebt. Also da war Nordderby auch nochmal anders, weil da waren wir auf Augenhöhe und vielleicht sogar auch wirklich die bessere Mannschaft gegen Stuttgart. War es eben anders in Unterzahl und dass sowas dann klappt. Glücksgefühle pur. Wahnsinn. War auch mein persönliches Highlight. Eigentlich ging es ja nur noch darum, irgendwie den Punkt über die Zeit zu retten und auf einmal stürmt Fabio Baldé nach vorne, Mittelstadt-Gretsch daneben und alle denken, er muss doch querlegen auf Ramos. Aber ja, er macht es dann am Ende ungewollt richtig. Er hat hinterher verraten, er wollte eigentlich schießen. Aber seit Schlussweg war geblockt und dann geht der Ball irgendwie zufällig zu Viehra. Alles egal, 2 zu 1 für den HSV. große Ekstase im Volkspark und wer ruft dir dann in den Knopf, dass du das Endergebnis mal durchsagen sollst? Julia heißt die, die war an dem Tag, es ist auch meistens die Regisseurin, die mich dann dran erinnert, falls ich sowas mal vergesse. Es gab ja mehrere Möglichkeiten für das emotionale Highlight, weil zwei Wochen davor, das Heimspiel davor war dann Dortmund, Königswürfe auch große, große Emotionalität und Und gegen Bremen, da gab es gleich, finde ich, mehrere Momente. Natürlich das 3 zu 2 mit Paulsen. Ich würde jetzt meinen emotionalen Moment sagen, war dann tatsächlich der Moment davor, wo Luka Wuskovic ein unglaubliches Tor schießt, dass der Volkspark explodiert und es einen aber im Volkspark gab, der das alles schon vorher wusste. Und das können wir auch als Beweis mal einmal ganz kurz einspielen. Nämlich, das war es natürlich du. Und gutes Nielstien bewiesen, würde ich mal sagen. Hören wir mal rein. Aus und baut. In diesem Stadion passiert die krassesten Dinge, wenn wir es zusammen machen. Also hoch geht's. Steht auf für den Hauptaufbau. Das sagtest du und dann genau, ich glaube, sechs Sekunden später, alle sind aufgestanden, ganz brav, Freistoß, Skorpion-Kick, Tor und alle drinnen durch und das war wirklich unglaublich, ne? In diesem Stadion passieren die krassesten Dinge, sagst du, und dann passieren die krassesten Dinge. Ja, also ich habe auch schon oft genug gesagt, kommt jetzt nochmal hier in der Nachschubzeit, wir machen noch einen und haben keinen mehr gemacht. Aber diesmal hat es geklappt und sehr gerne. Also auch, wenn das eigentlich nicht der Job vom Stadionsprecher ist, steht auf für den HSV und sowas anzustimmen und so. Also eigentlich macht man es nicht, aber Nordderby, da mache ich mal ein paar Ausnahmen. Da darf man das. Das Schöne ist ja, hinterher spricht keiner über die Momente, in denen du das prognostiziert hast, es aber nicht eingetreten ist. Genau. Das ist ein bisschen wie früher, da noch beim ersten WM-Titel im Hintergrund müsste er anschießen. Auch das ist ja mehrfach vorher schon angekündigt worden. Aber die meisten ist nur bekannt, als das Tor dann auch gefallen ist. Und so jetzt natürlich auch bei Nord-Turby. Dein Moment ähnlich auch von der Historie, finde ich. Ich kann mich aber genauso gut auch daran erinnern. Ich weiß nicht mehr, welches Spiel es war, aber es gab mal ein Heimspiel, da hast du dann auch in dein Mikrofon gerufen. Es gibt fünf Minuten Nachspielzeit. Oh, ganz schön wenig. Also hier und da sind da schon auch wertende Untertöne zu hören. Vielleicht kannst du einmal aufklären, in welchem Spiel das war. Aber ist das für dich auch mal eine Hürde, deine Emotionen, weil du ja auch Fan bist, auch mal im Griff zu halten? Oder macht dich das dann irgendwo auch aus, dass du dann auch deine Emotionen auf die Zuschauerränge überträgst? Wie man so schön sagt, beides ist richtig. Das war aber, da habe ich gesagt, also nicht ganz schön wenig, sondern ich habe gesagt, es gibt nur fünf Minuten Nachspielzeit. Was ja trotzdem wertend ist, aber ich dachte, es wäre noch innerhalb des Erlaubten. Erlauben. War es aber nicht. Also mein Job ist da zu sagen, wie viel Nachspielzeit es gibt und es war das Spiel gegen Wolfsburg, wo ich wirklich fand, dass da, weil das gerade eine Phase war, wo auch in allen Spielen so 10, 12 Minuten waren und bei uns waren 5, obwohl echt viel passiert ist und das war dieses Spiel, was dann eben auch sehr frustrierend war vom Verlauf mit dem verschossenen Elfmeter und echt einer klaren Überlegenheit und dann stand es 0-1 und da habe ich mich dann mal dazu hinreißen lassen. Ich glaube, sonst ist mir jetzt nicht so häufig passiert. Ich versuche das auch natürlich zu vermeiden, aber deswegen sage ich beides, weil ich wirklich echt emotional bin, auch jubel und auch an der Seitenlinie, auch außerhalb des Mikros, da die Spieler, in Anführungsstrichen, meine Spieler auf der Seite immer, wenn ich die Chance habe, immer noch mal was zuzurufen, weil ich jetzt zumindest auch eine laute Stimme habe. Gut, Dompe, gut. Miro, ja, so genau. Wie ein Co-Trainer eigentlich dann, ne? Nein, nein, nein. Nur positiv. Ich sage immer nur, ja, super, super. Und irgendwie als Spieler freut man sich doch, wenn man noch was, gerade weil ich ja eher so ein bisschen in der Mitte stehe und wenn sie so zur gegnerischen Bank laufen, kriegen sie von mir noch was Gutes. Ich bilde mir manchmal ein. Vielleicht freut er sich. Dom Peer hat mal irgendwann auch zu mir so geguckt und so genickt oder so und danach auch. Geile Aktionen habe. Das sind so die kleinen Erfolge. Ja, aber deswegen ist es beides, aber nur fünf Minuten kann man sich dann auch schenken. Es ist ja ohnehin so, man kann es nie allen recht machen, wenn man jetzt mal so guckt und hört und liest, Social Media sollte man nie ernst nehmen, aber das trotzdem sich mal reinhaut, dann würde ich sagen, du hast extreme Zustimmungswerte, also ganz viele finden das ganz toll, so wie du das machst, mit der Emotionalität und sagen, bester Stadion-Sprecher aller Zeit und natürlich gibt es aber auch andere, die sagen, was schreit der da die ganze Zeit und das ist überhaupt nicht sein Job und warum macht er das so und da gibt es auch welche sogar, die es glaube ich unter der Götterlinie sogar formulieren, liest du das durch, nimmst du dir das zu Herzen ist es dir egal, weil du weißt das große Ganze stimmt und alles fein, Ja, gute Frage, also, die ganz ehrliche Antwort ist, dass man also als ich angefangen habe, jetzt bin ich auch schon in meinem sechsten Jahr, dass ich mir alles durchgelesen habe und selbst wenn er 50 Mal stand super, super, super und einer hat geschrieben, oh, die Stimme oder das nervt mich oder so, dann bleibt der in Erinnerung und das geht wahrscheinlich jedem so, der irgendeinen Job macht. Wahrscheinlich ist es auch so, wenn ihr was schreibt und dann sagt irgendeiner, der Einstieg oder so, das hat mir nicht gefallen. Da denkt man so, was hat ihm denn nicht gefallen? Das ist ja automatisch so. Und das war am Anfang schon so. Habe ich dann auch mal persönlich darauf geantwortet, mache ich manchmal auch immer noch, wenn das so eine fundierte Kritik ist, dann schreibe ich eine direkte Nachricht und sage so, ey, kann ich nachvollziehen und danke fürs Feedback. Und dann kommt immer so, wow, ich wusste nicht, dass du das liest. Ich finde ja, dass du einen super Job machst, aber ich wollte das nur mal sagen und ey, mach bitte so weiter. Kommt dann meistens. Und ja, ich bin jetzt aber so, dass ich genau diese Erkenntnis habe, man kann es nicht allen recht machen, kann ich übrigens nur jedem empfehlen, wenn man das mal wirklich sich vor Augen führt, dass es so ist. Dann lässt einen das immer so ein bisschen besser schlafen. Man kann es nicht einem recht machen. Und wenn man irgendwas gut machen will, dann... Also es gibt es nicht, dass man etwas so macht, dass 100% der Leute begeistert sind, weil dann wäre es ja, dann stimmt was nicht, sondern wenn du es so machst, dass niemand sich beschwert, dann ist es eigentlich irrelevant. Versteht, was ich meine? Ja, weil wir ja auch die Typen haben im Stadion. Ja, das würde ich jetzt nicht sagen, aber, zum Beispiel jetzt Nordderby, da habe ich totales Verständnis, da kam ja auch so ein bisschen Kritik, auch danach war ich noch kurz bei der S-Bahn-Station Stelling auf dem Bierchen und so, da haben die es mir auch so gesagt, so ey. Wenn wir da was anstimmen, dann kannst du nicht da irgendwas reinrufen oder so. Ich sage ja auch, Nordderby war die Ausnahme und das wird man von mir auch nicht hören, da habe ich nochmal Derbysieger, Derbysieger, hey, hey und so. War ja auch cool, weil das ganze Stadion mitmacht und ich versuche es mal so runterzubrechen. Die Formel ist halt, ich versuche Stadionsprecher für alle zu sein und dann eben auch die 45.000, die nicht auf der Nordtribüne stehen und nach dem Abpfiff auch gerne abgeholt werden möchten. Weil wenn ich nur nach der Nordtribüne ginge, würde ich 10 Minuten nach Abpfiff keinen Ton sagen und dann kann es aber auch echt passieren, dass die anderen sagen, oder es ist dann auch so, habe ich auch schon mal gemacht, habe ich schon mal ausprobiert, dass ich dann nichts mache und sozusagen die Stimmung der Nord abwarte und das ist natürlich großartig für alle, die da stehen. Aber die anderen 45.000 sind so ein bisschen lost dann manchmal und schreiben mir dann auch, ey, hol uns doch mal ab oder fang uns doch mal irgendwie emotional auf. Das kommt dann von der Seite. Deswegen, man kann es nicht so hundertprozentig allen recht machen. Norddebio emotional aufgefangen wollen wir jetzt noch einmal werden. Wir haben ja schon den einen Einspieler gehabt, mit der Ansage zu Wuskowitsch. Du hast danach viel gesagt, aber du hast auch vor dem Spiel was gesagt und das wollen wir uns einmal auch nochmal anhören, weil es auch ganz emotional und schön war. Die Spiele hier haben noch den Preis. Dieses Stadion ist nicht... Und das wäre der Moment gewesen, wo ich an Merlin Polzinski gesagt habe, so und beim nächsten Heimspielen riech in die Kabine, weil tatsächlich, da musst du ja angezündet sein, wenn du das so hörst. Ja, ich weiß nicht, ob man das jetzt als Podcast-Führer verstanden hat, aber das fand ich eigentlich... Also, ich glaube, das habe ich auch so ein bisschen von Merlin von der PK mitgenommen, der ja auch immer den Wert des Volksparkstadions hervorhebt. Und so sich klarzumachen, dass man als Zuschauer Teil des Spiels ist, finde ich, ist ein ganz schöner Gedanke. Und dass man dann eben nicht nur da sitzt und zuguckt, sondern auch die Aufgabe hat, Einfluss aufs Spiel zu nehmen. Und da geht es eben nicht nur um die aktive Fanszene, sondern alle. Weil wenn man über Stadien nachdenkt, die kochen, dann sind es immer ganze Stadien. Dann sind es nicht nur die Tribünen, die einzelnen. Und das ist halt auch in den letzten Spielen extrem gut gelungen, glaube ich. Das ist aber nicht mein Verdienst, sondern das ist das, was ich sage. Das ist eben, weil es von der Mannschaft ausgestrahlt wird und das wird dann aufgenommen. Also ich muss sagen, ich habe selbst jetzt nochmal beim Abhören, da kommt auch bei mir Gänsehaut hoch. Selbst in dieser neutralen Rolle und ich weiß auch noch genau, wenn wir da im Stadion sitzen, regelmäßig gucken sich dann Henrik und ich meistens an, wenn wir nebeneinander sitzen und sagen, boah, macht er wieder gut, Stüvi, und irgendwie man hat gleich richtig Bock aufs Spiel und ist voller Energie, auch wenn wir natürlich nur schreien und neutral sind, aber Bock aufs Spiel will man trotzdem haben, auch im Job, und von daher das ist, glaube ich, schon auch dein Alleinstellungsmerkmal, dass du es eben dann auch eben so ein Stadion auch mal anheizen kannst, ne? Kleine Laudatio hier. Nee, vielen Dank. Und hilft dir auch ein bisschen dabei, Fan zu sein? Die Frage, also ist ja klar, bei den Heimspielen hast deine Aufgabe ist. Bei Auswärtsspielen, ich wusste es vor allem nicht von Augsburg, weil wie gesagt, da gab es einige Instagram-Stories. Köln hast du ja erzählt. Das waren die einzigen beiden Auswärtsspiele. Wo guckst du oder guckst du dann auch auf jeden Fall zum Beispiel jetzt Hoffenheim auf der Couch oder wie hast du das gemacht? Hoffenheim war jetzt ein besonderer Fall, weil mein Sohn Geburtstag gefeiert hat in so einer Sporthalle mit Kindern und ich da die Aufsicht auf 13 Kinder hatte und das ist das erste Spiel seit, ich weiß nicht, wie lange war, was ich nicht live verfolgt habe wir dir sagen dass du nicht so viel verpasst aber lustigerweise 15 minuten nach anpfiff kam dann auch die nur hermann mein sohn ganz großer dino fan und. Ich weiß nicht, wie viele Kinder den Podcast hören, aber ich vertiefe das mal nicht weiter. Aber ich habe über Dino einen Zwischenstand erfahren. Aber der Dino kann doch gar nicht reden. Das ist ja wie ein Weihnachtsmann. Aber der hat da ein Salto gemacht und so. Und da habe ich nur so 0-2 gehört und gedacht, aber egal, Dino ist da. Und dann hat er Autogrammkarten geschrieben. Das war das Spiel, was ich nicht verfolgt habe. Habe nur danach die Highlights noch gesehen, Interviews mir eingeschaut. Und ja, mein Fazit war großes Pech, großes Pech. Wenn wir jetzt mal so deine Perspektive als Fan dann auch beleuchten, ein bisschen wegkommen von deiner Startensprecherrolle, wenn du auswärts dann dabei bist und wirklich dich voll als Fan ausleben kannst. Was mir in Hoffenheim nochmal aufgefallen ist, ich meine, da sind Zehntausende, ja, wahrscheinlich am Ende sogar 13.000 HSV-Fans, die den weiten Weg knapp 1200 Kilometer auf sich nehmen, werden enttäuscht. Und ja, phasenweise wirklich auch einfach ein leerer Auftritt vom HSV. Nicht so viel Energie wie zu Hause. Verlierst 1-4, musst dann wieder ganz, ganz lange nach Hause fahren. Hast das ganze Wochenende Zeit geopfert für den HSV. Und trotzdem sind keine Pfiffe, keine Kritik wahrnehmbar. Sondern die Mannschaft wird sogar nochmal aufgemuntert mit HSV, HSV-Schlachtrufen, wenn sie dann in die Kurve geht. Wie siehst du das? Das ist ja häufiger zu beobachten. Das war jetzt ja kein spezielles Hoffenheim-Phänomen, sondern das ist ja eigentlich immer gegeben. Also die Fans sind schon sehr, sehr treu, egal wie das Spielergebnis war. Findest du, dass man auch aus Fansicht dann manchmal etwas kritischer mit der Mannschaft ins Gericht gehen sollte? Man muss nicht pfeifen, aber man kann Kritik äußern, weil das vielleicht dann eben auch zur Leistungskultur beiträgt? Oder sagst du, nee, nee, diese Unterstützung, diese bedingungslose Unterstützung ist eben auch das Vorschfand des HSV. Welche Perspektive nimmst du da ein? Also ich bin schon der Meinung, dass man auch seinen Unmut äußern darf, wenn es angebracht ist. Ich finde jetzt aber, der Punkt ist noch nicht gekommen. Und unabhängig davon glaube ich, dass die meisten Auswärtsfahrer, und ich fahre ja nicht häufig, aber so vielleicht drei, vier Mal pro Halbserie, das ja auch so ein bisschen machen, ich weiß nicht, wie ich das so beschreiben soll, aber ich glaube, viele verbinden den HSV natürlich mit der Mannschaft, aber dann auch mit Freunden. So letzte Woche hattet ihr ja einen Allesfahrer dabei. Das sind dann manchmal trotzdem schöne Erlebnisse, obwohl der HSV dann vielleicht nicht so performt. Also das muss ja das Ziel sein, dass es vielleicht dann, klar, wenn der HSV gewinnt, ist es unvergesslich, Weltklasse, hier geht alles. Aber ich glaube, so eine Fahrt hat keinen Sinn, wenn du dich komplett abhängig vom Ergebnis machst. Sondern es ist dann eben auch das Gemeinschaftsgefühl HSV. Das, wenn man, du erlebst es ja nun auch häufiger im Zug, ich höre ja auch immer mal wieder, dass wenn man sich da irgendwie trifft, sich sofort erkennt oder so zunickt. Ich weiß auch noch, ich bin mal nach der Arbeit direkt zur S-Bahn-Station. Und dann ist es so, HSV-Fan trifft HSV-Fan. Und man nickt sich so zu. Das sind so magische Momente. Und das ist da natürlich nochmal auf die Spitze getrieben. Also so würde ich es mal sagen, dass man da vielleicht manchmal auch den Abstand nimmt von der sportlichen Leistung und jetzt nicht sagt, boah, der Trip war komplett umsonst. Gibt bestimmt auch einige und da kann ich dann auch nachvollziehen, wenn man total enttäuscht ist, liest man ja dann auch manchmal. Aber der Punkt ist jetzt nicht gekommen, finde ich, die Mannschaft so arg zu kritisieren. Ich habe jetzt Hoffenheim auch nicht gesehen, aber puh, also kannst du auch jedes einzelne Tor dir angucken und findest dann auch eine Erklärung, warum es vielleicht nicht so ist. Also ich fand, wenn ich das richtig sehe, fünf Schüsse aufs Tor und vier waren drin. Ja, man kann natürlich auch verteidigen. Ja, genau. Wie gesagt, ich habe die mega HSV-Brille, aber im Moment hat sich die Mannschaft diesen Support verdient und auch diese Toleranz. Aber ich finde es ganz witzig, was du sagst, weil ich das genauso bestätigen kann. Tatsächlich hatte ich in der Saison, nicht ich, aber mein Sohn einmal sehr doll die HSV-Brille, der ist ein sehr, sehr großer HSV-Fern und sein größter Wunsch war, der möchte auch einmal ein Auswärtsspiel erleben, der ist neun und ich war tatsächlich in den Herbstferien mit ihm dann in Heidenheim beim Pokalspiel. Und für den war das, glaube ich, das größte Erlebnis aller Zeiten und der wird das in Erinnerung haben in 40 Jahren mehr als eine Reise nach Südamerika, die wir auch schon gemacht haben. Also für den war das so, so, so toll auswärts und der fand alles ganz wunderbar und wir haben auch gewonnen, deswegen, das war nochmal besser, aber tatsächlich dieses Gesamterlebnis ist für viele Fans, so wie du es eben, glaube ich, auch beschrieben hast, nochmal mehr als ein 1-0 tatsächlich. Ich fand wahrscheinlich die hinfallen mit mir auch nochmal so. Die hinfallen mit dir von der allerbesten, genau. War die denn in einem Block oder Presse-Tribüne? Ne, ne, wir waren tatsächlich auf der Tribüne mit normalen Kaufkarten, aber, das war erste Reihe, weil alles war ausverkauft und wir konnten dann nur erste Reihe und waren leider noch teurer als alle anderen, aber jeder Sinn hat sich gelohnt, weil mein Sohn war wirklich sehr, sehr, sehr glücklich. So, jetzt wollen wir aber wegkommen von den Auswärtsspielen, sondern wir wollen wieder über die Highlights im Volkspark sprechen. Ein Spiel steht noch aus in diesem Jahr, zu Hause gegen Eintracht Frankfurt jetzt am Sonnabend. Ja, gib mal eine Prognose ab, können die HSV-Fans sich auf das nächste Highlight wieder vielleicht an der Eckfahne vorne rechts von der Nordtribüne freuen? Ja, es ist der Spot, ne? Die letzten drei Heimspiele, Wahnsinn, wenn man es mal so aufreit. Dortmund, Stuttgart, Bremen und hoffentlich haben sie das noch in sich, das nochmal abzuliefern. Ich glaube auch, dass Frankfurt genau, ins Beuteschema des HSV passt, sag ich jetzt mal. Die Art, wie der HSV Spiele gewinnt, damit können sie genauso Gegner wie Frankfurt, glaube ich, knacken, weil die für mich nicht so resilient sind, um mal so ein Trainerwort zu nutzen und wenn man denen den Spaß nimmt, dann glaube ich, ist da echt was möglich. Auch ein paar Tore mehr zu schießen und gucken wir mal. Wir haben ja ein paar von deinen Ansagen gehört vor so einem Spiel jetzt vom Wochenende. Machst du ja vorher mal eine ruhige Stunde, wo du dir so ein bisschen überlegst, so vor dem Spiel könnte ich vielleicht ein bisschen das und das sage, in der Halbzeit ist mir wichtig, darauf zu gehen, dass du dir einen Zettel machst oder wie bereitest du dich vor auf das Spiel? Wenn mir was einfällt, schreibe ich es mir eigentlich sehr schnell ins Handy, weil ich es sonst auch wieder vergesse. Also ich habe da so ein Notiz Kapitel HSV und da schreibe ich mir kleine Ideen mal rein. Ist jetzt auch was für Frankfurt und das bezieht sich dann logischerweise auch auf dieses Wahnsinnsjahr 2025. Ob man, ich habe ja auch nur 20, 25 Sekunden Zeit in diesem Chicago Bulls Intro, da ist so ein kleiner Slot und da muss dann schon ein. Muss sitzen, ne? Ich sag mal, es muss sitzen. Also große Doppelungen sollte nicht vorkommen. Und kurz wissen, wie man einsteigt. Kurz die Key-Message. Und dann kurz wissen, wie man rausgeht. Und ja, also mache ich mir schon mittlerweile sehr viele Gedanken. Ich hatte auch mal eine Phase, wo ich es immer so spontan gemacht habe. Oder kurz vorher. Aber das war dann auch einfach nicht so gut. Also es ergibt schon Sinn, vorher die Gesamtlage mal zu analysieren. Dann so ein bisschen Gefühl zu kriegen fürs Stadion an dem Tag. Und dann sich nochmal hinzusetzen. und was Vernünftiges zu texten. Wir haben ja jetzt ein bisschen über das Jahr 2025 gesprochen. Vor Frankfurt will ich von dir aber auch noch wissen. Stefan hat Überraschungen gefragt, Enttäuschungen gefragt. Wer ist für dich der HSV-Spieler von 2025? Wer ist dein Profi? Wie meinst du die Frage jetzt? Eine Überraschung ist Remberg. Und das macht Sinn, haben wir darüber gesprochen und so. Ich finde aber, bei der HSV-Profi, ich würde jetzt tatsächlich mal Ausschließungen ausklammern, weil dann ist es ein bisschen zu schwierig, wenn wir jetzt auch noch Levi Selke und Co. dazu nehmen. Aber wer war dein Profi der Hinserie? Weil ich finde, Ruskovic, Überraschung, ist was anderes als der Best Performer, also der Profi. Also ich habe da jetzt sofort zwei im Kopf, wenn es so in die Richtung geht und das sind Miro Muheim und Daniel-Heuer-Fernandes. Und jetzt gerade so bei Ferro, was der schon alles erlebt hat in seiner HSV-Zeit und was der jetzt in der Bundesliga spielt, kann man argumentieren wahrscheinlich, dass er auch in den Top 5 Bundesliga-Torhütern ist. Ich kenne jetzt die statistischen Werte nicht, aber hat sich eigentlich gar nichts vorzuwerfen. Das finde ich schon bewundernswert, da immer immer wieder so zu performen, diesen Step auch zu schaffen, sich gegen die Konkurrenten durchzusetzen. Ich habe auch, wahrscheinlich wird er sich nicht daran erinnern, ich habe ihn irgendwann mal getroffen vor dem Stadion, da war er gerade Nummer zwei und so ein bisschen niedergeschlagen, das hat man ihm auch angesehen und. Ich bilde mir nicht ein, dass ich da den Unterschied machen kann, aber ich habe ihm da nochmal so zwei, drei Sachen gesagt auf dem Parkplatz, die vom Herzen kamen. Ich glaube, er hat sich auch echt drüber gefreut und seitdem haben wir nochmal so einen Tick anderen Draht, wenn wir uns sehen. Und dann zu sehen, dass der sich auch aus so einer Situation wieder zur klaren Nummer eins und zu so einem Top-Torwart entwickelt hat, freut mich einfach so persönlich. Dass das, was ich am Anfang gesagt habe, dass man als Fan ja immer das Gefühl hat, man begleitet die Spieler und man ist so ein bisschen Freund der Spieler. Die Spieler wiederum leben ja auch verständlicherweise in einer ganz anderen Welt und haben vielleicht ja gar nicht so das Verhältnis zu einem zurück. Also sehr einseitig, aber so Ferro, den mag ich einfach total gerne und gönne ihm das richtig von Herzen, dass der jetzt so toll spielt. Spielt tatsächlich eine riesen Halbserie bisher und ist wirklich laut der statistischen Werte einer der besten Bundesliga-Keeper bisher. Vergessen wir mal kurz seine ganzen Fehlpässe in Hoffenheim. Da hat die ganze Mannschaft nicht performt. Aber das, was er auf der Linie macht, ist schon wirklich herausragend. Ganz wichtig, Elfmeter auch gehalten bei Union Berlin. Als der HSV 0-0 gespielt hat, glaube ich, auch eins der Schlüsselspiele in dieser Halbserie. Als man gesehen hat, wir können hier wirklich mithalten. Da waren sie eigentlich die bessere Mannschaft. Trotzdem nur einen Punkt geholt. Aber das hat, glaube ich, sehr, sehr viel Energie für die kommenden Wochen dann auch freigesetzt. Von daher, klar, gehe ich mit. Weil Fernandes sicherlich da auch eine Schlüsselfigur. Du gehst mit, aber hast du noch einen eigenen Spieler der Hinserie? Für mich ist einfach der Qualitätsunterschied von Sambi Lokonga im Vergleich zu allen, die um ihn herum spielen, schon wirklich sichtbar. Und ich finde, dass er, anders als Vera, der sich auch mal auszeiten gönnt, dass er wirklich dem Spiel seinen Stempel ausdrückt. Du hast es vorhin so schön beschrieben, er bestimmt das Tempo, den Rhythmus, sorgt da für Struktur. Und das ist für mich ein Spieler, dem ich sehr, sehr gerne zuschaue, bringt trotzdem noch körperliche Härte mit. Da merkt man halt, dass er da auch den England-Background hat, dass er da eben auch in der Lage ist, nicht nur gut kicken zu können, sondern eben dann auch gegenzuhalten. Genau, die Geräten. Sehr, sehr eleganter Spieler, schaue ich gerne zu. Und ich finde auch, zusammen mit Rennberg, die optimale Ergänzung da im Zentrum. Da wird auch mal viel über System diskutiert. Ist das jetzt das Richtige? Ja, nein. Alle, die behaupten, es ist nicht das Richtige, sollten sich mal angucken, wo die Spieler tatsächlich sich dann aufhalten, in welchen Räumen. Also gerade Vieira ist ja gar kein Rechtsaußen, sondern der ist eigentlich ein Freigeist da in der Offensive. Und ja, für mich ist Amilo Conga einer, der dann eben auch Vieira und die anderen Offensivspieler in Szene setzen kann, gleichzeitig hinten abräumt. Deswegen habe ich euch übrigens auch Murheim genannt, weil ich bei Murheim eben auch sage, dass der natürlich nicht nur ein Linksverteidiger ist, sondern ja echt eine Spielmacherrolle. Hat so eine Wahnsinnsverantwortung, so viel Spiel mit Ball in jedem Spiel. Hat deswegen, ich habe jetzt auch gelesen, wie gesagt, ich habe es nicht live gesehen, aber vielleicht zweimal unaufmerksam in Hoffenheim oder so, es sei ihm alles verziehen, weil er jedes Mal, jedes Spiel ja fast spielt, wenn er so gefordert ist und diese Rolle da trägt. Wenn man sich nochmal erinnert, wie er war, als er kam. Da war er, glaube ich, noch auch in einem anderen State of Mind. Wurde auch sehr kritisch von den Fans vor Jahren noch gesehen und der hat sich nun wirklich zu einem Abfühlspan-Liebling und Topspieler entwickelt. Wenn wir all das Gleiche sagen, wäre es langweilig. Deswegen nehme ich jetzt nochmal einen anderen rein. Luka Wuskowitsch, einfach unglaublich, dass du in dem Alter, also haben wir gesagt, jeder Scout hat den auf dem Zettel, aber musst du erst mal hinkommen in eine Stadt wie Hamburg mit der Geschichte seines Bruders, nimmst du die gleiche Rückennummer, bist im Zentrum gesetzt, spielst jedes Spiel auf höchstem Niveau, brichst alle Rekorde, was Kopfballduelle und sonstiges betrifft und das jede Woche wirklich sehr, sehr stark. Würde mich jetzt auch nicht wundern, wenn der in der Weltmeisterschaft in Kroatien dann auch dabei ist und da eine gute Rolle spielt. Eins, der Wermutstrafen, das ist wirklich schwierig, dass man sich vorstellen kann, dass der nochmal irgendwas ranhängt an diese Saison in Hamburg. Sollen die HSV-Fans erstmal zufrieden sein, wenn er denn auch im Winter bleibt und die Rückrunde auch noch hier spielt. Wir müssen ihn regelmäßig zum Interview einladen, dass er immer wieder sagt, mein Traum ist, mit Mario beim HSV zu spielen. Hattet ihr jetzt, glaube ich, schon zweimal das Zitat. Gut, alle paar Monate wiederholen und immer mal auf Englisch auch noch veröffentlichen. Es fängt an in der Mixzone in München, das weiß ich noch ganz genau, da hatte ich das nämlich auch gefragt. Alle paar Monate, wieder dran zu erinnern, worauf es hier ankommt. Freuen wir uns doch alle. Du hast vorhin so schön beschrieben, welche Momente du mit den HSV-Fans erlebst, gerade wenn du dann an der S-Bahn-Station Stelling stehst und man sich dann eben anguckt und zunickt. Du bist ja aber eigentlich auch ein Gesicht von Radio Hamburg. Wie nimmst du das wahr in der Stadt? Wirst du eher als auch die Stimme von Radio Hamburg erkannt, vielleicht auch wenn du in der Kasse stehst oder verbinden dich die Leute schon in der Stadt eher damit, dass du Stadionsprächer bist vom HSV? Ich glaube, das ist, also das gibt es auch mal, dass die Stimme erkannt wird. Das finde ich dann auch immer Wahnsinn, weil da muss man schon echt ein gutes Gehör haben und sich das auch erstmal trauen, dass man sagt. Ich kenne auch deine Stimme aus dem Radio. Gibt es manchmal, ich werde jetzt auch nicht wahnsinnig häufig erkannt, aber es hat sich mittlerweile geändert und es liegt schon am HSV. Weil es gibt natürlich viele, die regelmäßig hingehen, es gibt aber auch immer mal wieder so neue Leute, die mal zum HSV kommen und dann früher oder später ist einem dann das Gesicht mal über den Videowürfel. Über den Weg gelaufen sozusagen und dann gibt es ja eben Leute, die sich gut Gesichter merken können, Ich merke das schon, wenn ich manchmal an Gruppen vorbeilaufe, dann hörst du so, Das ist doch der Hasso-Stadionsprecher. Vielleicht kennt ihr auch meinen Namen dann gar nicht, aber es gibt manchmal so einen Moment, irgendwie, das Gesicht habe ich auf jeden Fall schon mal gesehen, so würde ich es mal beschreiben. Autonomikarten dabei oder nicht? Nee, genau. Also weit weg vom Fromi-Status und, wenn überhaupt, gibt es manchmal Kinder, die vielleicht auch noch gar keinen anderen Stadionsprecher kennen als mich, so jetzt sechs Jahre dabei und, die wollen manchmal ein Autogramm haben und halt mir Trikot hin und dann sage ich auch immer, ich denke dran, ich bin kein Spieler oder so, ich will euch nicht das Trikot hier verhunzen, aber da freue ich mich jedes Mal, wenn die ein Autogramm haben wollen oder wenn Leute mir schreiben, mein Verlobter ist ein riesen HSV-Fan und kannst du für unsere Hochzeit irgendwie eine Ansage machen, mache ich das sofort, also da habe ich auch so ein paar Hochzeitsvideos, komme ich da manchmal mit vor. Also 2026 für alle, die bei Hochzeiten eingeladen sind, kann ich schon mal sagen, stellt euch darauf ein, ein paar Videos gemacht. Sehr gut. Hätte ich vielleicht in diesem Jahr mal dich eher noch schon kontaktieren müssen, dann hättest du bei mir auch aufgenommen. Ich habe einen Einlauf mit Männername, Frauenname und dann der Nachname wird dann skandiert von der Gemeinde. Herrlich. Stark. Wer weiß, was die Unterschrift mal wert sein wird von dir in ein paar Jahren. Von daher, die Kinder sorgen rechtzeitig vor. Mal schauen, in welche Richtung es geht. Es gibt ja so Radio Hamburg Autogrammkarten von allen Sendern. Gibt es dann auch bei Ebay Kleinanzeigen. Ist glaube ich aktuell bei einen Euro. Und wird nicht verkauft. Also von daher, alles okay. Steigerungspotenzial. Steigerungspotenzial ist dann auch in der Rückrunde, obwohl eigentlich war das, würde ich sagen, da unterschreiben wir alle eine ziemlich stabile und gute erste Hinserie des HSV, was wir da geholt haben. Jetzt guck mal in die Glaskugel. Nächstes Jahr, was erwartest du, was erhoffst du, was glaubst du, wo der HSV endet im Sommer? Ich erhoffe mir keine. Verletzungssorgen. Das ist, glaube ich, das Hauptthema. Es gibt so ein paar Jungs, die einfach fit bleiben müssen. Und dann erwarte ich eine echt auch stabile Rückrunde, weil ich glaube, dass die Mannschaft eher besser als schlechter wird. Darf ja nicht vergessen, die spielen erst seit Mai zusammen. Eigentlich so erst seit August, wenn man die Last-Utranzschaft da zunimmt. Also wir haben auch echt ein intrinsisches Antrieb, besser zu werden. Das Gefühl habe ich. Dazu echt ein Trainerteam, von dem ich einfach mega viel halte. Sowohl von dem, was ich in der Doku gesehen habe, und manchmal ist ja vielleicht auch bekannt, dass Merlin auch so versucht, alle mit ins Boot zu holen und so versucht er auch, oder hat es schon längst geschafft, mich da manchmal ins Boot zu holen, sodass ich auch manchmal so einen kleinen Einblick kriege und so wie die arbeiten. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es viele gibt, die es inhaltlich und menschlich viel besser machen. Deswegen, ich glaube, der HSV wird eher besser als schwächer. Und toi, toi, toi, wir bleiben von Verletzungssorgen verschont Und dann würde ich auch die Prognose wagen, sollte das der Fall sein, dann hätte HSV auch die Klasse. Mutige Prognose auf jeden Fall, beziehungsweise klare Prognose nenne ich es mal eher. Da musst du natürlich aber auch benennen, welche drei Mannschaften dann hinter dem HSV landen werden. Wir haben die gleiche Frage gerade schon in unserem HSV-Check analysiert. Kleine Hör- und Sehempfehlung vielleicht an dieser Stelle bei YouTube zu sehen. Aber jetzt wollen wir deinen Tipp hören. Welche drei Mannschaften lässt der HSV hinter sich? Nee, weil ich weiß, wie hier heutzutage andere Trainer auch arbeiten. Und dann holen die dieses Video raus und spielen es in der Kabine vor beim Rückspiel. Das kriegt ihr von mir nicht. Das ist fair enough. Wir können es ja trotzdem sagen. Also unser Tipp war schon, Heidenheim würde hinter dem HSV bleiben, sonst hättest du was falsch gemacht. Das ist einfach Stand jetzt. Nicht, dass jetzt Frank Schmidt das Video rausholt, aber Stand jetzt im Moment die schlechteste Mannschaft, die aber punktemäßig schon trotzdem ganz gut abgesandt haben. Mainz waren wir uns einig, die kommen nochmal auf jeden Fall, vor allen Dingen mit Urs Fischer und haben aber tatsächlich so viel Punkteabschützung im HSV, dass du, obwohl die kommen, eigentlich hinter dich lassen solltest. Und bei der ist die Frage, was mit unseren Stadtnachbarn passiert. Die haben sehr, sehr stark begonnen und dann aber auch deutlich abgebaut. Jetzt vielleicht mit dem Heidenheim-Spiel nochmal so einen Push bekommen. Und du, Stefan, hattest gesagt, dass eigentlich Union Berlin und Werder Bremen. Punkten her deutlich overperformen, was die Leistung betrifft, sehe ich ähnlich. Also wenn der HSV so performt und tatsächlich, so wie du es sagst, Stübi, auch nochmal zulegen können in der Rückrunde, dann würde ich auch sagen, das habe ich nicht im Sommer gesagt, dass der Klassenerhalt eigentlich gesichert ohne Relegation drin sein müsste, oder? Ich lege mich fest, der HSV wird Werder Bremen auf jeden Fall hinter sich lassen, das werden die Leute jetzt gerne hören. Das werden die Leute sehr gerne hören, musst noch in St. Paul hinterher schieben und dann musst du Autogrammkarten haben. Wer da reicht, ja. T-Shirt auch fragwürdig, deswegen. Ich habe mich schon gewundert, wann hier... Ich kriege ja immer Feedback für eure Klamotten in den YouTube-Kommentaren, habe ich gesehen. Bin ich gespannt, was da kommt. Wir beide am Blau, du hast Grün. Du kamen gerade noch gleich wieder zerrissen, die du noch nicht dabei hast. Leider erst zum Ende des Podcasts fällt mir auf, dass wir es ja auch bei YouTube aufnehmen. Ich bin offensichtlich nur auf die Tonaufnahme vorbereitet. Wir haben heute mal nicht gepopelt, deswegen alles wunderbar. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, dass du ein bisschen Zeit für uns hattest, für ein bisschen einen Rückblick, einen Vorausblick und wir freuen uns, dich am Wochenende nicht nur zu sehen, sondern vor allem auch zu hören als Stadionsprecher und alle anderen, freuen wir uns auch, wenn die wieder zuhören, nämlich dann wahrscheinlich nicht in der kommenden Woche, da wird Weihnachten gefeiert, aber natürlich wieder im Januar, wenn es weitergeht, hier im Podcast und in Hamburg sagt man Tschüss, bei uns heißt das, auf Wiederhören. Und auf abendblatt.de slash podcast.