Latest / ntv Wirtschaft / Miete frisst Einkommen: Ab wann Wohnen zur finanziellen Falle wird
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- Millionen Mieterhaushalte zahlen so viel fürs Wohnen, dass kaum noch Luft bleibt. Der Fahrdienstanbieter Uber hat vor Gericht eine Schlappe kassiert. Und Tofu wird in den Supermärkten knapp. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Diese Zahlen alarmieren. Millionen Mieter in Deutschland sind von ihren Wohnkosten überlastet. Das zeigt eine Studie des Instituts Wohnen und Umwelt im Auftrag des Deutschen Mieterbunds. Jeder dritte Mieterhaushalt ist demnach überlastet. Besonders trifft es Menschen, die ohnehin zu den unteren Einkommensgruppen zählen. Gesa Eberl hat darüber mit Melanie Weber-Moritz gesprochen, der Präsidentin des Deutschen Mieterbunds. Wie alarmierend sind diese Zahlen jetzt noch einmal mit Ihren Worten? Ja, die Zahlen sind in der Tat alarmierend, weil wir festgestellt haben, dass heute schon jeder dritte Mieterhaushalt durch seine Wohnkosten überlastet ist, also mehr als 30 Prozent des Einkommens nur fürs Wohnen ausgibt. Und das Schlimme ist ja, dass ein Großteil der Mieterhaushalte, nämlich 42 Prozent, zum untersten Einkommensdrittel gehört. Das heißt, das sind Haushalte, die haben ohnehin wenig Geld zur Verfügung und diese Gruppe, die zahlt heute schon die Hälfte ihres Einkommens nur fürs Wohnen. Also die Situation für Mieterinnen und Mieter spitzt sich absolut zu. Ja, und klingt fast untragbar. Die Politik verspricht ja jetzt seit Jahren mehr Wohnungsbau. Warum kommt die Entlastung bei den Mietern aber bislang kaum an? Wir kommen beim Wohnungsbau nicht voran. Das hat maßgeblich mit den gestiegenen Baukosten zu tun. Aber wir bauen eben auch nicht das, was in erster Linie gebraucht wird, nämlich bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen. Und zum anderen müssen wir Mieterinnen und Mieter deutlich besser schützen vor steigenden, explodierenden Mieten, muss man ja in den Städten mittlerweile sagen. Und vor allen Dingen davor, dass bestehende Gesetze umgangen werden, unter anderem die Mietpreisbremse. Ja, und besonders betroffen sind ja Haushalte mit niedrigen Einkommen. Was bedeutet das konkret im Alltag? Also worauf verzichten Menschen inzwischen, um ihre Miete zahlen zu können? Gibt es da Informationen auf Ihrer Seite? Klar ist, wenn, wie eben gesagt, die Hälfte des Einkommens bei den einkommensschwächsten Mieterhaushalten nur fürs Wohnen ausgegeben wird, fällt auf der anderen Seite natürlich etwas weg. Das heißt, man spart an Ausgaben für Freizeit, für Urlaub. Vielleicht sogar irgendwann muss man auf Auto verzichten, auf Dinge, die man vielleicht lange gewohnt war zu nutzen. Also man muss immer mehr verzichten, weil die Miete muss gezahlt werden. Denn schon ab dem zweiten Monat im Zahlungsverzug droht die Kündigung. Und das will natürlich niemand riskieren. Das heißt, bei den Wohnkosten wird nicht gespart, dafür aber in allen anderen Ecken und Enden. Und diese Situation nimmt nicht nur zu, sondern immer mehr Mieterinnen und Mieter sind von diesem Zustand betroffen. und haben auch zunehmend Angst davor, dass sie irgendwann ihre Wohnung nicht mehr bezahlen können. Ja, und was kann ich also tun als Mieter, wenn ich jetzt schon eine Miete zahle, die deutlich über meiner 30-Prozent-Faust-Regel liegt? Also wo lohnt sich dann Beratung oder vielleicht ein Gang vor Gericht? Wo sind mir rechtlich die Hände gebunden? Wir raten natürlich allen Mieterinnen und Mietern in die Beratung zu gehen, beispielsweise bei einem der lokalen Mietervereine. Wir als Mieterbund haben ja bei uns angeschlossen um die 300 Vereine, die bundesweit tätig sind und eben Beratung anbieten und vor allen Dingen überprüfen lassen, ob eben die Mietpreisbremse beispielsweise gilt und ob man die ziehen kann. Denn viele Vermieter ignorieren die einfach und lassen es darauf ankommen und Mieterinnen und Mieter wissen häufig gar nicht, dass sie Anspruch darauf haben, dass eben die Miete gedeckelt wird bei 10 Prozent über der Mietspiegelmiete. Und das ist zum Beispiel ein ganz, ganz wichtiger Fall, wo Mieterinnen und Mieter einfach nachfassen sollten und ansonsten insgesamt prüfen lassen, ob die Miete angemessen ist, ob die eventuell überhöht ist und dann gerne mit unserer Unterstützung oder auch mit einem Anwalt dagegen vorgehen. Denn die Umgehung der Mietpreisbremse ist kein Kavaliersdelikt, die muss eingehalten werden und darauf drängen wir. Und sie muss vor allen Dingen politisch verbessert werden. Es gibt ja die Mietrechtskommission von der Bundesjustizministerin eingesetzt. Wir drängen darauf, dass hier auch diese Lücken, die es gibt bei der Mietpreisbremse und auch bei Mietwucher, dass die endlich geschlossen werden. Von der Miete zur Rente. Wer mindestens 45 Beitragsjahre angesammelt hat, kann in Deutschland zwei Jahre vor dem regulären Rentenalter in den Vorruhestand gehen. Ohne Abschläge. Doch das kostet den Staat Milliarden, wie eine DIW-Studie für die Bertelsmann Stiftung zeigt. Würde diese Regel wegfallen, könnte der Staat demnach pro Rentenjahrgang rund 9,5 Milliarden Euro sparen. Was man grundsätzlich bei der Rente beachten sollte, darüber hat Isabel Körner mit Hermann-Josef Tenhagen von Finanztipp gesprochen. Bevor ich jetzt vielleicht erst mal feststelle, dass ich privat vorsorgen muss und in welcher Höhe muss ich ja erst mal herausfinden, wie hoch ist denn eigentlich meine Rente? Wie komme ich dahinter? Was muss ich dabei alles beachten? Also die gesetzliche Rente, die schickt einem eigentlich einmal im Jahr sozusagen eine Information, bei der man sehen kann, wie viel Rente man bekommen würde, wenn man genauso weiterarbeiten würde bis zur Rente, also bis 67 für die meisten Menschen. Und wenn man mit dem gleichen Einkommen weiterarbeiten würde. Wenn man jetzt relativ nah an der Rente dran ist, ist das ein ganz guter Hinweis darauf, wie viel man ungefähr rauskommt. Wenn man jetzt noch weit von der Rente weg ist, dann ist es natürlich so, dass es auf der einen Seite Inflation geben wird, also dass man mehr Geld brauchen wird, die man beachten muss. Auf der anderen Seite bietet die Rentenversicherung auch anzurechnen, wie das denn ist, wenn man mit ein oder zwei Prozent mehr jedes Jahr rechnet. In den letzten Jahren sind die Renten ja sogar deutlich mehr als zwei Prozent gestiegen. Also so eine ungefähre Indikation bekommt man von der gesetzlichen Rente. Außerdem gibt es inzwischen so eine Art Rentenrechner, wo auch andere Rentenbestandteile angeguckt werden können, sodass man schon eine ganz gute Gelegenheit hat zu schauen, wo komme ich denn raus und dann auch zu wissen, wie viel Geld werde ich denn möglicherweise brauchen im Alter und wie weit reicht denn das, was ich bisher schon habe. Nun gucke ich dann auf diese Zahl, aber was muss ich dabei noch beachten oder im Hinterkopf behalten, zum Beispiel steuerlich? Naja, vor allen Dingen muss ich erstmal im Hinterkopf behalten, was ich im Alter denn wirklich brauche. Also wenn ich jetzt zum Beispiel fürs Alter immer Geld zurückgelegt habe bis 65 oder 66 oder 67, das brauche ich natürlich nicht mehr. Wenn der Haushalt zwei Autos gebraucht hat, weil man zum Beispiel zum Arbeitsplatz fahren musste, das braucht man möglicherweise dann auch nicht mehr. Auf der anderen Seite muss ich im Alter auch Steuern bezahlen, wenn ich ein ordentliches Einkommen habe. Vor allen Dingen muss ich aber auch Krankenkassenbeiträge bezahlen. Das heißt also, da zahlt zwar die Rentenversicherung die Hälfte von den Krankenkassenbeiträgen für die meisten Mitglieder, aber die andere Hälfte muss ich halt selber bezahlen. Die geht dann von meiner Rente nochmal wieder ab, von der gesetzlichen. Wie weit können wir uns denn überhaupt auf die gesetzliche Rente noch verlassen? Also ich bin da eigentlich relativ optimistisch, dass man sich auf die gesetzliche Rente im Sinne von, da wird Geld kommen und es wird auch das kommen, was da sozusagen jetzt gerade avisiert ist in diesen Renteninformationen, wird bei mir ankommen. Was aber ganz klar ist, diese gesetzliche Rente reicht halt nicht zur Lebensstandardsicherung. Man wird etwas zusätzlich tun müssen. Und zwar am besten tatsächlich, also bei Finanztip sagen wir immer am besten mit ETF. Und ich würde auch immer einen großen Teil, einen größeren Teil dieses Geldes auch in der Rente in einem weltweiten, marktbreiten ETF lassen, damit sich die Rente dann auch über die langen Jahre vernünftig entwickeln kann und die Zuzahlung, die ich aus meinem Depot bekommen kann, auch über die Jahre ordentlich bleibt. Und damit zum nächsten Thema. Autos, die über Fahrdienstanbieter wie Uber gebucht werden, müssen anders als Taxis nach ihrer Fahrt sofort zum Betriebssitz zurückkehren. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe jetzt entschieden und damit die sogenannte Rückkehrpflicht bestätigt. Die Rückkehrpflicht soll das Ungleichgewicht zwischen Taxis und anderen Fahrdienstanbietern ausgleichen. Denn für Taxis gibt es Pflichten, die für Uber und Co. nicht gelten. Jessica Westen hat darüber mit dem Autoexperten Stefan Bratzl gesprochen. Schönen guten Tag, Herr Professor Bratzl. Wer sich in Uber ruft, der macht das ja meistens, weil es günstiger ist, als sich ein Taxi zu nehmen. Wird sich der Preis jetzt perspektivisch angleichen? Ja, es ist jedenfalls preispolitisch nicht sinnvoll. Ich meine, Uber kann auch deswegen günstigere Preise anbieten, weil sie einen Bündelungseffekt geschaffen haben und eine höhere Auslastung ermöglichen. Mit diesem Urteil und man muss schon sagen, natürlich mit dieser relativ unsinnigen Rückkehrpflicht können auch die Preise von Uber-Fahrten eben dann steigen. Und in Köln gibt es ja jetzt sogar einen Mindestpreis. Könnte das Schule machen? Ja, das kann tatsächlich Schule machen. Also wir bewegen uns tatsächlich in, ja und das macht mir schon ein bisschen Sorgen, in einem weiterhin relativ innovationsfeindlichen Mobilitätsumfeld. Uber hat ja praktisch Bewegung in diesen Mobilitätsmarkt gebracht, in dem sozusagen die Preise kalkulierbar waren, in dem man vorher wusste, wie viel man zahlen muss, wenn man ankommt, wo man dann App-basiert bezahlen kann. Und insgesamt hat Uber es schon geschafft, auch günstigere Preise anzubieten. Und das scheint sich jetzt in die andere Richtung wieder zu entwickeln. Das ist sicherlich nicht hilfreich, auch für einen innovationsfreundlichen Mobilitätsmarkt der Zukunft. Aber wie haben die es denn hinbekommen, diese günstigeren Preise anzubieten? Also haben die dann möglicherweise auch den Fahrern einfach weniger gezahlt? Ja, das war sicherlich eine Kombination. Natürlich muss man ein Stück weit aufpassen, dass hier die entsprechenden Lohnbedingungen, Mindestlohnbedingungen zumindest eingehalten werden. Das ist wichtig. Davon hat Uber sicherlich auch profitiert. Aber insbesondere profitiert man eben von den Plattform-Effekten. Die Fahrer sozusagen brauchen nicht nur eben Personen abholen, sondern Uber hat es eben geschafft, eben über Uber Eats und über Logistik-Dienstleistungen eine höhere Auslastung eben zusätzlich zu den höheren Auslastungen bei der Personenbeförderung hinzubekommen. Und all das schafft schon günstigere Preisbedingungen. Und hier müssen wir in Deutschland tatsächlich aufpassen, dass wir nicht glauben, dass wir über kommunal oder politisch festgelegte Preise, die ja eben die Kommunen bei Taxis machen, dass wir da weiterkommen. Also tatsächlich ist es so, dass wir so eine Art Bürokratie oder Überbürokratisierung auch im Mobilitätsmarkt haben. Der ist schädlich. Stellen Sie sich auch vor, wir haben demnächst Robotaxis, Roboshuttles herumfahren. Wenn man dann auch eine Rückkehrpflicht für diese Robotaxis einführt, dann lacht uns die Welt irgendwann aus. Und zum Schluss noch diese Meldung. Wer gerne Tofu isst, muss derzeit mit Einschränkungen rechnen. In Supermärkten und Discountern bleiben teils Regale leer. Der Handelskonzern Rewe etwa nennt als Grund die stark gestiegene Nachfrage und Engpässe bei Herstellern. Eine Normalisierung erwartet der Konzern frühestens Ende des Jahres. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV. 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