Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Ärger über Antennenmast, Concept-Store für Männer und kreativ werden in Keramikstudios
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- Nach Karneval ist vor der Fastenzeit. Ich mache das irgendwie tatsächlich unabsichtlich seit ein paar Jahren antizyklisch. Also ich trinke ja eh jetzt nicht so super viel Alkohol, ich rauche nur manchmal und esse jetzt auch nicht ständig Süßigkeiten. Und jetzt habe ich plötzlich genau auf all diese Sachen ganz besonders viel Lust. Das soll mal wer verstehen. Deswegen faste ich immer andere Sachen, also doofe Leute zum Beispiel. Einfach nicht mit interagieren oder Sachen aus Höflichkeit machen, nur um einen eventuellen Konflikt zu vermeiden. Also damit habe ich jetzt auch sonst nicht so riesige Probleme, aber ihr versteht die Idee. Ästhetische Befriedigung im allerweitesten Sinne. Fasten im Moment die Bewohnerinnen und Bewohner rund um die Begerstraße in Flingern. Da ragt ein Antennenmast in den Himmel, der für Zunder sorgt. Uwe Jens Brunau erzählt die ganze Geschichte. Um ästhetische Befriedigung müssen sich die Kunden von The Cool in der Karlstadt keine Sorgen machen. In dem Concept Store für Männermode sitzt alles. Ich habe mit den beiden Inhabern Boris Markovitsch und Nikita Kvitkin gesprochen. Wenn man was selber macht, dann liegt die Ästhetik ja ausschließlich im Auge des oder der Schaffenden. Ausprobieren kann man sich da ja echt in vielerlei Hinsicht, zum Beispiel an der Töpferscheibe. Marie Bockholt weiß, wo die sich in Düsseldorf überall dreht. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 359 und der Rhein steht bei 2,43 Meter. Music. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede, jede, jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tosja Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, zum Beispiel, was ihr fastet, wie ihr die Karnevalstage verbracht habt, was für modische Accessoires bei euch auf gar keinen Fall fehlen dürfen, oder ob ihr schon mal Erfahrungen mit einer Töpferscheibe gemacht habt, dann könnt ihr das sehr, sehr, sehr gerne tun. Auch wenn ihr Themen habt, die euch auf der Seele und unter den Nägeln brennen oder wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen dürfen. Unter rheinpegel.podcast.reinische-post.de erreicht ihr uns genauso wie unter 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Wir alle nutzen das Internet und das wahrscheinlich nicht zu knapp. Und wir gehen auch davon aus, dass es läuft, dass der Empfang gut ist, dass wir schnell und direkt Zugang zu allem haben, was wir wollen und brauchen. Und das muss ja irgendwo herkommen. Unter anderem setzen Netzgesellschaften dafür Antennenmaste ein, über die dann die Daten übermittelt werden. In Flingern wurde im vergangenen Oktober schon ein solcher errichtet, sehr zur Überraschung und auch dem Ärger der Anwohnenden. Warum sich die Leute gestört fühlen, ob der Mast vielleicht sogar illegal aufgebaut wurde und wie der Stand der Dinge ist, weiß Uwe Jens Runau. Ich weiß ja mittlerweile einige Dinge über dich, lieber Uwe Jens. Was ich nicht weiß, bist du so Social Media aktiv eigentlich? Ab und zu. Aber ich bin nicht so davon abhängig. Also so, ich poste selten was, ich gucke dann eher, was machen denn andere. Ich daddle auf jeden Fall viel im Internet so. Ich finde das, also Social Media ist mein Krux und mein Segen zugleich. Ich nehme das ja mittlerweile als völlig selbstverständlich hin. Ich mache das Handy auf, da habe ich in höchster Geschwindigkeit irgendwie, werden mir Sachen, kann ich Videos gucken, kann ich blöde Witze verschicken, kann ich irgendwie was machen. Ich war jetzt über das Karnevalswochenende in der Eifel. Da zum Beispiel ist das gar nicht so. Ist kein Internet. Da warst du ganz nervös. Also ich werde jetzt, es ist noch nicht so weit, dass ich dann ganz nervös werde, aber ich merke, wie sehr ich davon ausgehe. Auch so Sachen verschicken, nochmal schnell für die Arbeit hier eine Datei hochladen, ein Foto senden und so. Worauf ich hinaus möchte ist, Internet ist irgendwie ja mittlerweile in unserem täglichen Leben. Wir gehen davon aus, dass es immer verfügbar ist. Damit das so ist, müssen natürlich auch, muss das auch bewertstellig werden. Zum Beispiel durch, und jetzt kommen wir zum Thema unseres Gespräches, ist die Antennenmaste, die sozusagen dafür da sind, die Signale in die Stadt, in die Welt zu tragen. Und jetzt gibt es diese Antennenmaste, die sind natürlich nicht sehr schön. Die sind groß, die sind hoch, da gucken irgendwie kleine Drähte und Antennen halt raus. Da sind vor allem immer so Sende, wie so Lautsprecher hängen da oben dran. So sieht das aus, das sind diese Sende. Genau. Und in einem Stadtteil hier in Düsseldorf in Flingern gibt es da gerade einen Aufreger drum. Das ist natürlich relativ stadtteilspezifisch. Wir haben uns trotzdem für dieses Thema entschieden, weil das natürlich ein Sinnbild ist für die ganze Stadt und für wahrscheinlich auch das ganze Land. Ganz genau und deswegen habe ich auch mal nachgefragt, wie viele dieser Dinger haben wir überhaupt bis jetzt so rumstehen. Also man sieht es immer in irgendwelchen Kreuzungen meistens oben auf der Ecke ist so ein großer Sendemast drauf, wenn man mal genau darauf achtet, sieht man sich eigentlich immer wieder überall und ich hatte aber keine Vorstellung davon, wie viel haben wir davon, wie brauchen wir die eigentlich, wie dringend sind die. Und dieser Fall da in Flingern hat so ein bisschen mir gezeigt auch, ja, die sind notwendig, wir nutzen alle diese Technik, also deswegen soll man nicht meckern. Aber es gibt wohl so Grenzbereiche, wo man vielleicht nochmal kurz überlegen sollte, ist es an der Stelle richtig? Also darum dreht es sich eigentlich und da sagen eben Menschen in einem so einen Block da in Flingern, hey, muss das so sein hier an dieser Stelle? Auch aus ästhetischen Gründen oder vor allem aus ästhetischen Gründen. Genau und da kommen auch dann Dinge ins Spiel, an die man erstmal nicht denkt bei diesen Antennen. Erstmal um es ganz grob, soll ich einmal kurz sagen, wie das überhaupt abläuft. Genau, einmal die Genese. Du kannst sie eigentlich, genau, also die Leute da vor Ort, muss man jetzt sagen, also es ist so abgelaufen, Ende Oktober, keiner wusste was, war auf einmal, es waren vorher Schilder aufgestellt worden, wie man das so kennt vom Umzug, Achtung, hier nicht parken und so. Und dann kam auf einmal so ein Tieflader an und hatte so ein riesen Antennending da hinten drauf und der parkte auf der Rückseite der Liebfrauenkirche. Da Degastraße, Hoffeldstraße, da in diesem ganzen Ort. Genau, in dieser Ecke, wo die Leute auch gerne auskommen. Also jedenfalls, da war das dann gesperrt, da stand das Ding da rum. Keiner wusste was. Also die Leute haben alle mit großen Augen geguckt, was ist das denn? Und dann wurde mit so einem Kran und so da oben eben über die Dächer so ein Sendemast gehoben. Und dann auf der Rückseite eines Eckhauses, das direkt schräg gegenüber von der Kirche ist, wurde oben dieser Sendemast. Aber auf ein Grundstück. Auf ein Haus. Auf ein Haus. Also der war jetzt nicht freistehend in der Landschaft, sondern oben auf dem Dach, das sieht man auch überall. Jetzt war das nicht vorne an der Hauskante zu der Kirche, sondern auf der Rückseite, in den Innenbereich sozusagen. Und die Leute waren ein bisschen schockiert. Also direkt auch in dem Haus, die da wohnen, da sind oben Balkone nach hinten raus. Die gucken so hoch und haben gesagt, was ist das? Dann direkt über mir auf einmal so ein Riesensendemast, der auf der Ecke dieses Hauses so stand und die anderen in dem Innenblock haben sich eben genauso gewundert. Die haben nach hinten ihre Balkone, ein schöner großer Innenhof, wie man das so kennt, stehen ein paar Bäume rum und so weiter. Das ist eigentlich schön und jetzt thront über allem auf einmal, also es ist nicht, du hast noch diesen Blick auf die Kirche, auf den Kirchturm, so ein Bild veröffentlichen wir jetzt auch oder werden die Leute sehen, gibt es auch eine Bilderstrecke dazu. Weil aus allen Seiten jetzt die Leute diesen neuen Mitbewohner da fotografiert haben und sich gewundert haben. Und dann ging es halt los, dass sie gesagt haben, es kann eigentlich nicht wahr sein hier. Und zwar, es kann nicht wahr sein, dass es dieses Ding überhaupt gibt oder dass es einfach auftaucht, ohne dass jemand... Ja, auch die Haus... Erstmal waren sie alle überrascht. Auch die Mieter in dem Haus waren nicht informiert worden. Aber irgendjemand muss es ja gewusst haben, weil du kannst... Ich kann ja auch nicht einfach... Versuche ich ja immer mal irgendwo einfach Bilder von mir Es war halt so, dass der Hausbesitzer, der Hausbesitzer hat mehrere Häuser in Düsseldorf, ist auch eine bekannte Familie, die dann das einfach an so eine Firma vermietet hat, also das Dach, du kannst ja dein eigenes Dach vermieten, also nicht die Wohnung nur darunter, sondern das Dach obendrauf. Und da gibt es auch im Baurecht von NRW dann Regelungen. Du kannst eben dann, und das hat er auch gemacht, das ist nämlich genehmigungsfrei zunächst einmal, kannst du eine Antenne da drauf für die Telekommunikation montieren. Und das gibt dann gut Geld, also macht man das, weil es einfach sich lohnt. Genau, es wird eine fünfstellige Summe, nehme ich mal, angeben im Jahr. Okay, okay. Tipp ich mal, ich weiß es nicht, vier- bis fünfstellig, also das muss ich noch herausbekommen. Aber du kriegst schon ein paar tausend Euro und da tut dir ja nicht weh. Und wenn du dann nicht selber drunter wohnst. Und du darfst dann, so ist das deutsche Baurecht, also das NRW-Baurecht, ab der Dachhaut bis zu 20 Meter hoch da oben eine Antenne drauf tun. Und das darf ich als Vermieterin, als Vermieter entscheiden, ohne meine Mitbewohner in den Kenntnissen zu sein. Das machst du einfach. Aber gleich kommt noch ein Aber dazu. Also so ist das erst mal generell. Weil wir brauchen das ja, die Telekommunikation. Und deswegen soll man das auch einfach aufstellen können. Ich verstehe. Und das hat er gemacht. Also da ist zunächst mal vom Vorgehen her keinerlei Vorwurf zu machen. Jetzt ging das los, dass die Leute gesagt haben, was ist das denn? Also eine Anwohnerin, ich habe jetzt mal vorletzten Wochenende bin ich rum und habe Leute, die mich angemeldet haben. Also ich habe also Fotos gekriegt jetzt, also sie schreiben ja darüber, dann bekam ich eine Fotodokumentation, da bekam ich noch Mails von anderen Anwohnern, die alle gar nicht so richtig auf dem Barrikaden sind, aber sich wundert, dass das einfach so geht und sie sagen natürlich schon, das ist hier echt scheußlich, worauf wir hier gucken. Und hat das auch was mit der Nähe zur Kirche zu tun? Also das ist einfach so dieser Blick? Da kommen jetzt zwei Sachen zusammen. Also jedenfalls haben die sich dann alle gewundert und die haben sich an den Bezirksbürgermeister gewendet und der hat sich an die Verwaltung gewendet. Jetzt gab es sogar eine Anfrage in der Bezirksvertretung dazu. Also das zieht schon Kreise alles. Und es ist tatsächlich so, das ist auch die Auskunft der Stadt. Ja, generell ist es genehmigungsfrei, es sei denn, es stehen keine anderen Regelungen dagegen vielleicht. Dann musst du nämlich erstmal einen Antrag stellen. Und das ist die Argumentation der Stadt jetzt. Es gibt zwei Punkte, die diese Antennenmast berührt. Zum einen gibt es in diesem Bereich eine Erhaltungssatzung, eine städtebauliche Erhaltungssatzung. So, jetzt kommen also zwei Rechtsansprüche, die miteinander konkurrieren und die Verwaltung muss das dann abwägen und hat deswegen jetzt auch so ein richtig ordnungsrechtliches Verfahren gestartet und Erhaltungssatzung heißt, du hast da ein Bild von Gebäuden und so weiter und die ergeben gemeinsam ein bestimmtes Stadtbild und das ist erhaltungswürdig, dieses Stadtbild. Das darf dann nur immer in der, wie kernsaniert werden, aber die Fassade darf es nicht verändern. Ja, die Höhe, genau. Das kann sogar den Fassadenanstrich berühren. Das kann die Höhe der Gebäude, die Aufbauten und sowas alles berühren. Dann brauchst du da eine spezielle Genehmigung. Und auf einmal ist dieser eigentlich genehmigungsfreie Mast nicht mehr genehmigungsfrei, sondern du musst einen Antrag stellen. Also ist fast illegal. Weil es, genau, weil es eine, es kann so eingeordnet werden, weil es eben, das muss dann erstmal festgestellt werden, vielleicht wird auch darüber ein Gerichtsprozess geführt, Das weiß ich jetzt noch nicht, das könnte aber kommen, je nach Ausgang dieses ordnungsbehördlichen Verfahrens. Dann wird eben festgelegt, stört der jetzt dieses Gesamtbild oder nicht. Das läuft gerade dieses Verfahren. Und das zweite ist auch, dass der Denkmalschutz der Kirche berührt ist. Die Frauenkirche ist ein Baudenkmal und der ist wirklich genau schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite. So und jetzt kann man dann anfangen zu diskutieren, also die Firma, das ist 1&1, dieser Telekom, für den ist das gebaut worden, diese Antenne und dann geht das los. Das ist ja gar nicht in der Blickachse der Straße, das ist ja gar nicht gestört. Also so jetzt kannst du anfangen. Natürlich sieht man das, dass die da direkt gegenüber, also du kannst es sehen, auch in dem Foto, was wir zeigen aus dem Innenhof heraus, sieht man sehr, wie die da zusammen auf einmal aufragen. Wirklich nicht sehr elegant. Also eine Anwohnerung hat gesagt, sie hätte an die Geschichte, die Verwandlung von Franz Kafka gedacht. Nur, dass sie jetzt nicht der Käfer war oder sowas, sondern da gegenüber eben ein Insekt auf dem Dach steht sozusagen. Also die Dinger sind nicht schön. Sagt mir auch der städtische Dezernent Olaf Wagner, der für Digitalisierung zuständig ist. Damit gewinnt man keinen Schönheitspreis. Das stimmt. Die sind aber nötig, damit halt bestimmte Dinge. Also ich möchte ein bisschen darauf hinaus, dass du jetzt in Flingern ist jetzt dieser Sonderfall, dass es vielleicht illegal ist. Wir sind das alle, wir benutzen diese Technik. Von daher ist es ja auch richtig. Ich finde es aber genauso richtig hinzugucken, wo tut man die jetzt hin. Und das ist jetzt mal so ein Fall, wo größere Fragezeichen einfach angebracht werden. Das muss sich auch der Hausbesitzer gefallen lassen, dass man das mal fragt und die Firma auch. Ganz ehrlich, dafür kann man auch mal eine Verwaltung fragen, ist es an dieser Stelle okay. Da ist direkt eine Kirche daneben. Wie genau müssen die sein? Dieser Mast, muss der genau da stehen oder könnte man den auch bewegen? Also könnte der niedriger sein? Genau, so meine ich. Also man kann ja Kompromisse vielleicht sogar finden. Aber jetzt geht es halt darum, soll der da stehen bleiben oder nicht? Gibt es eine Kompromisslinie, wie ich das gerade gesagt habe, oder soll der weg? Die Frage ist jetzt so im Raum. Die Anwohner sagen natürlich, weg damit. Das ist hässlich. Und mich hat jetzt mal so interessiert, das muss man ja jetzt sehen, wie wird das entschieden. Aber jenseits dieser konkreten Entscheidung, wie viel haben wir von den Dingern? Kommen da noch mehr von? Deswegen ist die Geschichte für mich interessant. Die Sache ist ja insgesamt noch nicht ausgestanden. Also dieser Dezendent, der Olaf Wagner, sagt mir, er ist sehr zufrieden mit der Netzabdeckung, die ist über 90 Prozent. Und wir haben 600 dieser Masten in Düsseldorf. Und wir werden noch circa 50 bis 60 brauchen. Gibt es noch andere Orte, wo so ein bisschen Beef deswegen ist? Mir ist das nicht bekannt. Mir ist das bis jetzt nicht bekannt. Also weil das finde ich halt so spannend, dass das Netz dann irgendwie flächendeckend abgegrast ist, ist mir schon klar. Aber genau, können diese Masten nicht auch irgendwo anders platziert werden, wo es vielleicht ästhetisch ein bisschen sinniger ist? Da wird es halt genauso koordinatenmäßig ausgerechnet, wenn der nicht hier steht. Also hier im Konferenzraum der Düsseldorf-Lokal-Relation, dann ist das Netz gestört. Man muss gucken, wo hast du so Schwächen, wo sind noch so weiße Flecken und dann musst du da in der Nähe irgendwo eine Lösung finden. Das ist klar. Und da in dem konkreten Fall geht es halt nur, da muss es direkt neben der Kirche sein oder kannst du auch 100 Meter weiter weg sein. Und die Aufforderung von dem Dezernenten ist, an die Firmen auch. German Engineering sagte, der seid kreativ, wir machen alles mit. Also ich habe gestern, wenn ich mit dem Fahrrad an der Kreuzung... Und da, Prinz-Georg-Straße Richtung Duisburger Straße. Da ist beispielsweise ein Riesen-Lichtmast der Stadt, da ist oben auch sowas mit angebracht. Und das sagte der auch, wir stellen unsere Infrastruktur zur Verfügung. Guckt, was ihr hier mitbenutzen könnt von der Stadt. Wir machen das mit. Dann fällt natürlich der Part weg, dass Leute da dafür Geld bekommen. Also das ist ja, stelle ich mir auch attraktiv. Aber erstmal geht es ja darum, die Sendeleistung zu garantieren. Und dann ist es vielleicht, da steht eh schon ein Laternenmast rum. Warum soll nicht an dem Laternenmast da oben noch so eine Sendeeinrichtung sein? Das würde mich persönlich auch nicht stören, weil die Laterne steht ja schon da. Oder was er nämlich als sehr positives Beispiel auch nannte und das finde ich auch echt gut, muss ich sagen. Vodafone hat jetzt schon 100 Litfaßsäulen oben doch mit so einem Hütchen versehen und da sind darunter auch so Sendeeinrichtungen für 5G. Es ist genau die gleiche Funktion. Und davon kommen auch nochmal rund 50. Und das ist ein sehr positives Beispiel. Es gibt ästhetischere Lösungen. Du erreichst natürlich mit einem höheren Sendemass dann mehr Abdeckung, aber ich finde es sehr gut, diese Alternativen sehr offensiv zu prüfen. Klar, für die Privatleute und Vermieter ist das zum Teil natürlich oder Auseigentümer ist das interessant zu sagen, kann ich nochmal 10.000 verdienen oder so, aber die Frage ist, ob es das immer sein muss. Erstmal geht es ja nur darum, dass diese Abdeckung der Sendungsleistung ist und die Stadt kann gar nicht so viel Einfluss üben, weil das eben erlaubt ist auf den Dächern, aber sie kann natürlich das positiv unterstützen, wenn andere kreativ sind und mit ästhetischeren Lösungen daherkommen. Und das finde ich eine gute Marschrichtung. Die Frage ist ja auch, das sagt der Dezernent, wer weiß, was ist jetzt immer 5G, was ist für 6G erforderlich. Also der sagt auch so, vielleicht ist das gar nicht immer nötig, das auf lange Sicht immer so zu machen. Ich verstehe. Wie viele Firmen stecken dahinter? Also 1&1 hast du ja schon gesagt, Vodafone, was gibt es noch? Telekom? Telefonica, O2 ist das. Die vier. 1&1. Ja, genau. Und die überbieten sich in den Plätzen? Oder ist das so ein bisschen geregelt? Ihr habt 50, ihr habt 50, ihr habt 50. Was die Stadt sagte, was er aber nicht genau weiß. Der Appell ist immer, versucht an einem Mast, das sieht man auch, dass da oft drei, vier Antennen dran sind, möglichst alle unterzubringen. Verstehe. Gut, in den Litfaßsäulen ist jetzt nur Vodafone drin, aber auf diesen Masten sind dann oft mehr, aber ob das immer alle vier sind, das konnte man mir nicht sagen. Also müssen die sich auch untereinander einfach einig werden, wer sich da teilt und so. Das ist ja auch nochmal spannend, das ist ja fast schon ein ganz eigenes Thema. Richtig. dann kannst du dich natürlich auch gegenseitig mit aus, also wenn jetzt Wodafone sagt, die Litfaßsäulen waren meine Idee, so hier kommt dann diese Bereiche. Ja, aber es wird jeder unterstützt, der eine gute Idee hat und ja, das finde ich einen guten Appell eigentlich. Ja. Seid kreativ. Ja, das finde ich auch einen sehr schönen Appell und vor allem ein sehr gutes Schlusswort und das gilt ja auch für alle anderen Bereiche im Leben, zum Beispiel Social Media. Seid kreativ, macht schöne Videos, damit ich dann was zum weiterverschicken und zum amüsieren habe. Genau. Bei bestem Netz kann ich das dann angucken. Genau. Richtig. Ich danke dir sehr ein weiteres Mal, lieber Uwe Jens. Bis zum nächsten Mal. Einen schönen Tag. Tschüss. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Boutiquen und exklusive Läden in allen Größenordnungen gibt es in der Stadt wahrlich nicht zu wenige. Und trotzdem haben Boris Markovitsch und Nikita Kvitkin eine Lücke entdeckt und sie geschlossen. Ein Concept Store für Männermode und Accessoires. An der Haroldstraße bespielen sie seit ein paar Jahren ihre Fläche mit ausgewählten Waren und ihrem eigenen Label Lola. Wir haben über Herausforderungen gesprochen, über Düsseldorf als Modestadt und darüber, wie es ist, mit dem besten Freund ein Unternehmen zu führen. Ich habe mich aufgemacht von der Düsseldorfer Lokalredaktion quer durch die Stadt und ich bin da gelandet, wo ich hingehöre, bei den Coolen. Hi. Hallo. Vielleicht stellt ihr euch einmal vor, damit die Zuhörenden direkt eine Stimme zum Namen, zum Inhalt haben und dann verraten wir, was wir hier eigentlich machen. Ja, hi, mein Name ist Boris, ich bin 38 Jahre alt und ich bin einer der beiden Gesichter-Gründer von dem The Cool Store im Herzen Düsseldorf. Ich bin nämlich in einem Laden gelandet, also bei den coolen immer noch, aber in einem sehr coolen Laden. Und du? Ich bin Nikita, bin ein bisschen jünger als der Boris, 35 und wie gesagt, wir sind die beiden Gründer von The Cool. Wir sind ein Bekleidungsgeschäft hier in Düsseldorf, spezialisiert auf die schönen Männer. Und ja, ich würde mal sagen, wir haben viel zu erzählen, wir freuen uns auf das Gespräch und ich würde mal sagen, let's go. Let's go. Genau, du hast es jetzt schon verraten. Ich würde ja sagen, es ist eine Boutique, oder? Frechheit, das nennt sich Concept Store heutzutage im Fachjargon. Nee, es gibt da glaube ich keine richtige Gradlinie, um zu sagen, hier beginnt eine Boutique, da endet ein Geschäft, das ist ein Concept Store. Oder was ist ein Department-Store? Deswegen, ja, ist, glaube ich, relativ einfach zu sagen, was uns als Concept-Store ausmacht. Das ist A, Bekleidung. Und sobald man anfängt, etwas Warengruppen-spezifisch da drum zu arbeiten, sei es jetzt der Gin, eine Kerze, ein bisschen Kosmetik etc., dann definiert sich, glaube ich, ein Concept-Store daraus. Dann wird es ein Konzept einfach. Genau, richtig. Also im wahrsten Sinne des Wortes. Was ist euer Konzept? Also wir kommen ja, wir sind ja Modekinder, arbeiten seitdem wir 15 sind, schon in der Branche mit Stationen bei H&M, Prada, Tommy Hilfiger, Kevin Klein und noch ein paar mehr. Und das Vakuum haben wir schon lange gesehen in Düsseldorf, weil wir können immer so ganz schick und teuer mit der Köln, mit dem Bräuninger, mit dem Apropos, mit dem Jades, was es da draußen so alles gibt. Aber das Vakuum haben wir halt lange gesehen im Hinblick auf ein Men's West Tour, so ein bisschen mehr in der skandinavisch-urbanen Ästhetik mit einer Preislage, die doch noch bezahlbarer ist. Ihr seid lokalisiert eigentlich an einem Ort, wo jetzt, wo ich mir denken würde, also viel Laufkundschaft ist hier nicht. Man muss euch suchen und finden oder man findet euch vielleicht eher. Also wir sind hier im Haraldstraße, Ecke, was ist das? Poststraße. Also numerisch ist es die Haraldstraße 14. Gegenüber vom Schwanenspiegel. Genau. Viel Verkehr, große Straße, Bahnhaltestelle, Karlsplatz direkt nebenan. Wie, genau, wie seid ihr hier gelandet und wie habt ihr diesen Store euch dann eingerichtet, vorgestellt und so weiter und so fort? Also, ähm. Wie sind wir hier gelandet? Also wir haben, wie Niki eingangs gesagt hat, das Vakuum in Düsseldorf schon für diesen Bereich gesucht und uns hat das auch gefehlt. Wo würden wir in unserem Klientel, unserem Freundeskreis, Bekanntenkreis einkaufen gehen? So mit der stilistischen Ausrichtung. Also euch hat euer Club gefehlt quasi, euer Laden hat euch gefehlt. Genau, also wir sind natürlich, man geht ja immer von sich aus, nicht womit möchte ich Geld verdienen, sondern vielleicht schaffe ich ja sogar beides, irgendwie eine Lücke zu füllen und dann noch sinnvoll darum, irgendwie meinen Lebensunterhalt zu organisieren und ich bin an dieser Ecke relativ häufig vorbeigejoggt früher und irgendwann war es tatsächlich so ein Immo-Scout. Also dann kam eine Push-Benachrichtigung auf mein Handy, guck mal, Haraldstraße 14, damals noch Stefanie Poten, wird frei. Und ich kannte den Laden nie in Gänze, also ich habe immer nur Schaufenster gesehen und den Mittelraumbereich und dann hat sich irgendwann das Ganze so ergeben, dass wir gesagt haben, ey komm, Niki, das wäre doch mal was und warum und meinst du? Und offiziell getauft laut Fachmagazin Textilwirtschaft ist das eine 1B-Lage. Und wir haben auch viele Kunden, die sagen, ihr seid ja nicht einfach zu finden, habt ihr euch mit der Lage einen Gefallen getan, ihr seid ein bisschen ab vom Schoß, wie du auch gesagt hast, Laufkundschaft ist die eigentlich nicht. Das haben wir uns eigentlich fast zur Stärke genommen. Wir sind natürlich, wie Niki sagt, auch 15 Jahre in der Branche unterwegs und wissen, okay, was braucht es vielleicht auch, um Menschen irgendwo hinzuziehen. Und du sagst… viel Verkehr. Das ist ein starkes Ampelkreuz, ein vielbefahrenes Ampelkreuz, wo die Autos gezwungen sind, durch drei Ampeln stehen zu bleiben und das hochfrequentiert. Dann gibt es hier drei Straßenbahnen, die im 10-Minuten-Takt vorbeifahren. Wir sind Reihennähe, ich glaube 300, 400 Meter, Radfahrer, Fußgänger. Wir sind das Tor zur Karlstadt, wenn man, glaube ich, so hier hin möchte. Und das ergibt dir halt direkt die Chance zu sagen, da kommen so viele Menschen an dieser Ecke vorbei und die Fensterfront bietet dir eigentlich das perfekte Schaufenster, die Bühne, um zu sagen, ich kreiere im Fenster, im ersten Raum so eine Begehrlichkeit durch, dazu kommen wir später. Dass die Leute sagen, boah, ich habe jetzt nicht die Zeit oder ich habe jetzt gerade nicht den Parkplatz gefunden. Aber ich merke es mir. Aber ich merke es mir. Was ist das? Das sieht höchst interessant aus. Das sieht toll aus. Und dann machen sie den Bogen, kein Parkplatz gefunden, egal, morgen nochmal. Und so hat man irgendwann die Möglichkeit, auch aufgrund unserer Öffnungszeiten von 11 bis 20 Uhr, also sehr arbeitnehmerfreundlich, zu sagen, ich starte dem Ganzen mal einen Besuch ab und gebe dem Ganzen eine Chance. Ja, jetzt hast du ein bisschen diese Geschichte erzählt, du siehst das auf ImmoScout und rufst dann deinen guten alten Freund und Weggefährten Nikita an. Hattet ihr vorher schon geschäftlich was, also war klar, wir machen irgendwann was zusammen, habt ihr in diesen 15 Jahren, also habt ihr beide zufällig bei H&M auf der Flingerstraße angefangen zu arbeiten, also wie, woher kennt ihr euch und wie seid ihr zu diesen brüderlichen Geschäftspartner geworden? Also Wir haben uns 2015 bei PVH, das ist der Konzern, der hinter Tommy Hilfiger und Kevin Kleinstegg kennengelernt. Ich habe dort damals Vertrieb gemacht, Boris Digitalisierung und ich meine, wir haben auch ein bisschen was gebraucht, um so warm zu werden. Am Anfang haben wir uns so ein bisschen… Sagen wir, wie es ist, ich mochte dich einfach nicht. Du warst mir zu cool. Boris, ich war immer nett, immer respektvoll und dann irgendwann haben wir uns aber so ein bisschen mal... Ja, Deepa unterhalten und haben recht schnell gemerkt, dass wir selbe Interessen haben, dass wir dieselben… Neben der Mode quasi oder neben der Branche, in der ihr euch bewegt. Ja, dass wir dieselben Dinge mögen, dass wir gleiches Verständnis für Ästhetik, Produkt, Brands und Community teilen. Und ja, dann so nach und nach haben wir ein bisschen mehr Zeit miteinander verbracht und immer halt mit dem Wunsch so, ich möchte halt irgendwann was Eigenes machen. Er hat gesagt, ich möchte was Eigenes machen. Und ja, so wir haben halt viel gelernt im Konzern. So du siehst viel, du arbeitest viel, so du connectest viel, du baust dir dein Netzwerk auf. Und dann irgendwann waren wir halt unserer Meinung nach ready, um dieses große Haus, dieses große Schiff, dieses Zuhause, die Comfortzone zu verlassen und zu sagen so, ey, so, let's do it now. Verstehe und dann kam der Raum and the rest is cool history. Genau, wenn man so möchte. Dann seid ihr hier eingezogen, also jetzt ein bisschen fast forward, also ich habe jetzt ein gutes Bild, glaube ich und alle, die zuhören auch, es war so ein bisschen Enemies to Lovers mäßig und dann das gemeinsame Zuhause. Also hier, ihr seid hier eingezogen und war von Anfang an klar, okay, so sieht's aus, habt ihr ein Vorbild gehabt, ist das alles gewachsen, also wie, das sind ja auch Sachen, die man sich, glaube ich, manchmal nicht klar macht, wenn man so einen Laden eröffnet, eine Boutique, einen Store, was auch immer. Also dass da viel Arbeit hintersteckt, klar, aber genau, hattet ihr schon alles fertig und musstet nur noch einrichten im Kopf oder ist es gewachsen? Nee, also es wächst immer noch. Das ist auch ein Echo und ein Feedback, was wir von unseren Kunden und Gästen und Freunden halt immer wieder kriegen. Jedes Mal, also jetzt jedes Mal vielleicht etwas hochgegriffen, aber so alle anderthalb bis zwei Monate kommt jemand hier rein und sagt, habt ihr wieder umgebaut? Die Stange ist neu. Der Bildschirm, der stand hier vorher nicht oder den gab's nicht oder woher kommt das Regal? Das heißt, es ist für uns auch immer ein ongoing process, weil was wir auch gelernt haben, ist, es ist eine Sache, eine Räumlichkeit zu füllen mit Möbeln und dann dort von Saison zu Saison, Monat zu Monat Bekleidung von A nach B zu schieben, um ein neues, in Anführungsstrichen, wahren Bild zu schaffen. Das andere ist, ein Raumgefühl zu kreieren, was von Mal zu Mal auch immer neu und anders ist. Weil das Einzige, was heutzutage, glaube ich, zieht, sind Emotionen und damit einhergeht eine Überraschung, eine Inspiration, Wow-Effekte. Und wir versuchen uns als Credo eigentlich immer zu sagen, hier soll für jemanden, der das erste Mal reinkommt, ein Alice im Wunderland-Effekt stattfinden. Das heißt, man wird in diese Welt reingeworfen und weiß eigentlich nicht, worüber man als erstes mit uns vielleicht sprechen will, abseits von der Hose. Der von euch beiden ist die Katze im Baum, die so da sitzt und so, hallo ihr Kass. Ich kenne diese Katze gar nicht. Bildlich, bildlich. Und so vom Charakter ist es, glaube ich, Ellen. Ich? Ja, du. Du bist der schwarze Kater. War das jetzt gut oder schlecht? Das kannst du ja später eher googeln. Guck den Film. Ob die Katze der Bösewicht ist oder nicht. Und es stand überhaupt nichts fest. Also wir wussten, es muss ein geiler Raum sein. Er soll flexibel bleiben, weil mit Hintergedanken, dass man hier auch Events, Pop-Ups, etc. Happenings. Stattfinden lassen möchte, muss das Ganze halt einfach komplett von A bis Z flexibel sein. Und dann wurde peu a peu immer was dazu gekauft. Es wird Stand heute auch immer noch etwas verkauft und gewechselt und getauscht. Wir sind halt sehr stolz darauf, dass, Kein Architekten, kein Raumplaner, nichts dergleichen, sondern alles so nach eigenem Grusto. Und ja, ob es jetzt Vorbilder gibt. Klar, jeder hat von uns Social Media, jeder von uns hat Pinterest und sieht geile Stores weltweit. Und daraus versucht man dann auf seinen Kosmos runterzubrechen, etwas zu schaffen und zu erbauen, buchstäblich, was es in der Stadt so noch nicht gab. Feedback Nummer eins ist, es hat eine Wohnzimmeratmosphäre. Man fühlt sich hier sehr schnell sehr wohl im Sinne von, ich habe ja auch hier einfach meinen Mantel hingeschmissen, mein Rucksack liegt da hinten. Also es ist alles so, hallo, ich bin zu Hause. Es gibt ja auch diese, ich möchte, also sehr prägnante Bank bei euch vorm Laden. Also ihr seid ja social media mäßig auch sehr aktiv, da kommen wir auch gleich noch zu. Und das ist ja schon so ein Ort, wo man sich trifft oder wo die Community sich dann, wo sie Platz nimmt im wahrsten Sinne des Wortes. Wen habt ihr vor Augen und was bietet ihr hier? Also was unterscheidet euch vielleicht dann auch von diesen etwas klassischeren, größeren, ein bisschen anders gestalteten Modehäusern? Also man fragt sich natürlich gesund am Anfang, okay, können wir komplett zu 100 Prozent von unserer Stilistik ausgehen. Also ist jetzt die Leder-Karhat-Jacke, die der Niki anhat, das, was acht von zehn Kunden, die hier reinkommen, gut finden würden. Das bedeutet, Frage Nummer eins war, wie kommerziell müssen wir, dass wenn jemand nicht Fashion, in Anführungsstrichen, hier reinkommt, sagt, ich werde hier fündig, ich finde das gut und…, Okay, das ist mir ein bisschen zu viel. Und wie spitz besonders brauchen wir, um uns eben abzuheben von den dir genannten. Ja, und dann ja auch, denke ich, gerade in die andere Richtung auch ein bisschen. Also nicht nur so hochpreisige Maßschneidereien, sondern natürlich auch etwas größer aufgestellte Ketten. Ja, genau. Also wie grenze ich mich von einem Pik und Kloppen-Book ab, von einem Uniqlo, von einem H&M, von einem Zara? Die machen alle ihren Job gut, alle in verschiedenen Preiskategorien, alle haben eine Daseitsberechtigung und wie soll ich jetzt in der 1B-Lage Haulstraße 14 versuchen, meinen Kunden hier hinzuziehen? Und dann auch noch nur Männer. Genau, nur Männer. Was aber dann auf der anderen Seite, wenn man jetzt alles zusammennimmt, genau der Vorteil sein kann. Dass du sagst, warum soll der Mann noch den Weg in die Stadt wagen? Warum soll er Parkplatz bezahlen, stehe das Wetter in Kauf nehmen, Wartezeiten, volle Anproben etc. Also alles, was mit so einem Stadtkern einhergeht. Warum soll der das tun, um dann vielleicht noch irgendwas vorzufinden, was der im Internet günstiger findet, wo der Service nicht drumherum gestimmt hat etc. Und Männer sind ja glaube ich vom Kundenprofil und Klientel ja deutlich loyaler. Das bedeutet, wenn man einmal den Mann begeistert, dann bleibt das deutlich länger bestehen. Und man hat sofort einen Stammkunden gewonnen. Ein Mann ist einfach, er findet etwas gut, er kauft es, gibt es mehr Farben, super, nächstes Jahr gibt es das Ganze in anderen Materialien, super, nehme ich nochmal. Das heißt, man kreiert eine Freundschaft, einen Bond, wie man so schön möchte. Und das war für uns halt, glaube ich, oder ist unsere größte Stärke, die wir haben, zu sagen, teilweise genießt man hier auch eine Private Shopping-Atmosphäre. Das bedeutet, man hat zwei Personen, die sich von Kopf bis Fuß, von vorn bis hinten um einen kümmern. Und wir machen auch so ein bisschen eine Mini-Playback-Show. Das bedeutet, die Kunden, die hier reingehen und rausgehen, haben ein Outfit in der Hand, wo sie vorher überhaupt nicht gegriffen hätten, ohne... Also ohne negativ aufzufallen. Man kann ja sagen, hey, kauf das und jeder spricht dich darauf an, ja toll und die sagen, wer hat dich denn verarscht? So, das ist eine Variante, negative Publicity. Aber das Positive sollte halt immer sein, ich werde hier auch teilweise auf ein weißes T-Shirt angesprochen. Und das ist mir noch nie in meinem Leben passiert, dass mich jemand auf ein weißes Blanko-T-Shirt anspricht. Und dann haben wir versucht zu sagen, was ist der richtige Markenmix. Das heißt, wir suchen gutes Produkt, wir suchen keinen Namen. Uns ist nicht wichtig, was da drauf steht. Es muss ein gutes Produkt sein, zu einem fairen Preispunkt, weil irgendwann hört bei uns auch der logische Menschenverstand auf, zu sagen, ey, warum sollte ich jetzt für eine Hose 250 Euro ausgeben? Was rechtfertigt diesen Preis im Produkt schwarze fließende Hose? Ja, verstehe. Ja, und ich glaube, also jetzt neben dem Produkt haben wir auch gesagt, wir wollen wirklich best in class Service anbieten. So, weil wann warst du das letzte Mal in einem Geschäft, Café, wo auch immer und dachtest so, ich wurde begrüßt, ich wurde gesehen, ich wurde angesprochen. Mich hat jemand gefragt, wie es mir geht und vielleicht auch entwickelt sich, wie gesagt, das Gespräch immer an so eine persönliche Ebene. Wir haben ganz oft hier Freunde sitzen und dann kommen Kunden rein und am Ende, wenn die Kunden halt quasi das Geschäft wieder verlassen, fragen die Freunde, waren das jetzt auch Freunde von euch oder wenn wir sagen, nee, die waren das erste Mal da. Boah, es gibt allen immer so eine herzliche, warme Energie. Und wie gesagt, Service-Gedanke, du wirst hier niemals ein Nein-Geht-nicht hören, Nein, bitte nicht dahin setzen, bitte die Jacke nicht dahin legen, bitte mal kurz draußen warten. Bitte den Hund draußen lassen. Genau, also wie gesagt, du kannst hier alles machen, was du willst, fühl dich wie zu Hause, solange du halt natürlich. Den Laden respektiert. Solange du hier den Laden respektierst. Ja, also es gibt nur Benefits mal vorbeizukommen und ich sage euch, also hier lasst ihr euch wirklich begeistern und geht mit einem guten Gefühl nach Hause, egal ob erstmal mit Tüte oder ohne, aber jeder wird hier herzlich empfangen. Jetzt möchte ich noch auf eine Sache hinaus. Also ihr seid beide vom Fach, das ist auch klar. Ihr habt auch euer eigenes Label, was ihr ja dann auch wiederum quasi an die anderen vertreibt. Also das ist ja ein großer Kreislauf. Ihr gebt, ihr nehmt, ihr kreiert, ihr führt aus. Genau, also das, glaube ich, ist auch völlig klar, dass wenn man sowas aufbaut und das schon so lange macht, dass da irgendwie auch eine Expertise hinter steht. Ihr habt sicherlich auch Ahnung von der Preispolitik, also was ihr nehmen könnt, was ihr nehmen müsst. Das würde ich mal ganz kurz gerne, damit man so ein Gesamtbild hat, also wie viel Monatsmieten investiere ich hier für ein Outfit im schönsten Falle, im günstigsten Falle, im schlimmsten Falle, also im größten Falle, also wo siedelt ihr euch so an, weil das gibt es ja hier gerade in Düsseldorf auch von bis und bei Mode ja auch. Man kann ja, wie du eben schon gesagt hast, du kannst wahrscheinlich eine Hose kaufen, die so viel kostet wie mein kleines, süßes, geliebtes VW Cabrio. Die Stadt bildet alles ab. Von Fast Fashion T-Shirts für 5 Euro bis Königsallee T-Shirts für 700 Euro. Und wir gehen von einem gesunden Menschenverstand aus. Jeder in meiner Welt ist das was anderes. Von einer bestimmten Kaufkraft aus. Genau, ist klar. Also ich weiß nicht, welche Statistik es war, aber Düsseldorf zählt immer noch, glaube ich, mit den reichsten Städten in NRW, mit einer Dichte von Einkommen XY. Und uns war halt wichtig zu sagen, wir haben etwas für den Modischen, wir haben etwas für den wohlbetuchteren oder gutbetuchteren Kunden und Anfangspreislage, um jetzt wirklich auch Namen oder Zahlen für dich nennen zu können. Es startet hier bei einem T-Shirt, das hat 39 Euro. Es gibt T-Shirts hier, die kosten 89 Euro. Also preisliche Spitze ist im Winter dann mal ein Mantel, der bei 600 liegt oder eine Wildlederjacke von Arma, die ebenfalls in der Preiskategorie ist. Wir tun uns schwer zu sagen, wie gerade eben erwähnt, Hosen 270 Euro, Stricker 500 Euro. Also irgendwann hört es auch auf, wenn es jetzt nicht die Marke ist. Und die Marke, finde ich, sollte nie das Argument sein, einen Artikel besitzen zu wollen. Dafür bekomme ich hier dann auch einen Kaffee. Kaffee, gute Witze. Hundefutter, eine Wasserschehalle. Man darf bei uns auf Toilette. Kannst Fernsehen gucken, Internet benutzen. Also man kann hier abhängen. Und das ist jetzt ein bisschen der letzte Punkt, wo ich ein bisschen drauf hinaus möchte. Auf der einen Seite die Community, die Leute, die hier sich aufhalten, auch wenn sie jetzt vielleicht nicht jeden Tag sich einen neuen Pulli kaufen. Und auch diese Idee, was ich beobachte, auch in anderen Hinsichten in der Stadt oder überhaupt so im Zeitgeist. Ihr seid am Ende, seid ihr ein Klamottenladen. Ihr veranstaltet aber auch Partys. Ihr ladet ein zu Happenings, die jetzt vielleicht nicht unbedingt nur mit Mode zu tun haben, sondern die einfach losgelöst. Wie gesagt, es sitzen hier Leute und dann natürlich auch Frauen, also alle sitzen hier vorm Laden wie ein Café eigentlich. Also kommt das organisch, ist das was, was ihr mitplant, wenn man mal ganz ehrlich ist, also dass man so sagt, okay, wir stellen uns um eine bestimmte Marke auch abzubilden, also um cool, um nochmal den Namen, der ja einfach perfekt gebrandet ist, wahrscheinlich aufzunehmen. Also wie sehr ist die Community am Ende, sind das auch die, die kaufen, beziehungsweise wie sehr werden die, die kaufen, Teil der Community? Ein wichtiger Punkt ist zu sagen, eine Community oder ein Klientel, diese Bubble, in der wir uns bewegen, sowas künstlich zu kreieren, zu planen und zu sagen, wir wollen das, ist schwierig. Wenn man sich jetzt nicht genau ein Konzept aufruft und sagt, ey guck mal, wir sind jetzt der Anlaufpunkt für extrem Kaffee-Liebhaber, die dann noch Carbon-Fahrrad fahren und so weiter und so fort. Ich meine, das gibt es ja alles. Es gibt Cafés, wo Konzerte stattfinden. Es gibt Clubs, wo halt irgendwie Pop-Up-Stores drin sind. Es vermischt sich ja alles gerade so sehr. Genau. Und das ist auch immer die Chance, die sich einem dadurch bietet. Das bedeutet, wir schaffen diese Bubble vielleicht in einer sehr schwierigen Zeit für den Modehandel eben genau im Bereich Fashion. Und dieser bunte Blumenstrauß, den du, wie du erwähnst, vor der Bank draußen siehst, hier im Laden, der entsteht irgendwann organisch. Und dieser Kunde ist natürlich, also dieser Gast, muss man eher sagen, weil dieser Gast ist nicht immer gleich Kunde oder nicht in dem Verhältnis, wie man sich das vorstellt. Nicht jeder, der immer auf diesen Fotos hier zu sehen ist oder auf den Videos, ist jemand, der kommt einen Monat wieder und geht mit einer 500-Euro-Tüte heraus. Das überhaupt nicht. Das funktioniert nicht und das wollen wir auch gar nicht. Sondern klar ist es wünschenswert, weil ein Schlüssel zu einer Community, der Pupp fällt auch nicht vom Himmel, sondern wie schafft man es Zugang dazu zu kriegen und das passiert halt durch... Für uns immer das Wichtigste ist eine gute Persönlichkeit. Sei ein in Anführungsstrichen guter Mensch, pass dich an. Und lebe das halt auch. Du musst das ja selber leben. Du kannst dir das jetzt nicht wünschen oder ich sag mal so die kommerziellen Stores hier in der Stadt. Du brauchst, also du musst das ja wirklich mit Körpern leben. Du musst die Leute halt einfangen, du musst die Leute bespaßen. Und wir haben mittlerweile an die 4000 Kunden in unserem CRM und so, davon kommen halt viele, davon mit vielen bist du auch irgendwie bei Insta connected, bei WhatsApp, per Mail so und ich meine, du musst ja allen auch deine Zeit dann zurückgeben auch ein bisschen so, aber da sind wir halt wieder beim Service-Thema und das ist ja die große Frage, die ich spannend finde, die alle spannend finden ja, ist der Plan aufgegangen? ist the cool, cool? Also ich kann von mir aussprechen, das kann Niki gleich auch noch für sich beantworten, das wird jetzt auch ein bisschen ausschweifender die Antwort, aber es war für mich immer klar, dass ich was in diesem Bereich machen will. Das, was ich heute lebe und tagtäglich tun darf, morgens bis abends, vor Ladenschluss, nach Ladenschluss, an Werktagen, an Wochenenden, das ist ein Privileg in meiner Welt. Ich habe es geschafft, oder wir haben es geschafft, unsere Passion, unseren Wunsch, unseren Gedanken, sei es Startup oder Store öffnen oder Community generieren, unseren Lebensunterhalt so zu gestalten mit Dingen, die uns Spaß machen, die aber natürlich auch mit Arbeit verbunden sind. Und trotzdem können wir essen gehen, wir können unsere Miete zahlen, uns geht's gut, wir sind gesund, wir können zum Sport gehen, wir können uns eine Mitgliedschaft hier und dort leisten. Es lohnt sich. Also man soll es nicht unterschätzen. Also nicht alles, was man vermeintlich mit Herz und Inbrunst macht, funktioniert auch. Und da kommen halt so Dinge ins Spiel wie 15 Jahre Berufserfahrung und Store, Agentur und Eigenmarke in einem bildet ja auch so viel ab, dass man sagt, ey, ich lerne an jeder Front so viel. Und ihr seid auch ein Stück weit autark dann dadurch, ne? Komplett. Ja, ja, verstehe. Man teilt ja das Risiko. Ja, ich verstehe. Das heißt, es gibt die Provisionen oder den Umsatz, der kommt durch die Marken, die wir in die Geschäfte und Handelspartner verkaufen. Dann gibt es die Marge bei der eigenen Marke, die deutlich höher ist. Und dann gibt es die reinen Umsätze, die hier im Storage stattfinden. Und daraus entstanden ist dann erst irgendwann, ja komm, lass uns mal eine Veranstaltung machen, eine Party. Das war dann das erste Mal 200 Leute hier im Store mit einem Brandpartner, Samso Samso. Dann die zweite, die dritte und irgendwann war der Anrang so groß und das Feedback und Echo von der Leute, von den Leuten, die Gast waren, so immens, dass sie gesagt haben, das ist so geil, das ist so cool, das ist so besonders, das ist so speziell. Der guten Hip-Hop-Partys in der Stadt, so muss man auch immer sagen, unabhängig von den Klamotten. Auch wenn wir ein Klamotten, Einzelhandel, Fashion, Boutique, Concept Store, whatever sind, bei uns sind die Partys auch wirklich Partys und keine Verkaufsveranstaltungen, wo es dann kleine Häppchen, Kanapés und Sekt in Gläsern gibt und die Leute sich von oben bis unten mustern, sondern hier wird gedatet, hier wird gelacht, hier werden Wohnungen getradet, hier spricht man über offene Jobs in Companies, hier trifft man einen Blumenstrauß an Menschen, den es glaube ich so in der Stadt einfach nicht gibt. Ja, ich verstehe. Und das Lustige ist immer, wenn sich dann zwei Menschen das erste Mal hier kennenlernen, sagt der eine zum anderen, boah, ich hätte gern deinen Job. Und der andere sagt, nee, nee, ich hätte gern deinen Job. Also jeder macht auch irgendwas super Interessantes. Und ja, nochmal auf das Thema zurückzukommen, ob sich das lohnt. Wir haben jetzt 2024 unser erstes volle Jahr abgeschlossen. Der Store trägt sich, die Agentur trägt sich, die Marke trägt sich. Also wir verdienen schon Geld damit, es ist natürlich noch Luft nach oben, aber wir sind auch end of the day erst zwei Jahre alt. Was ja auch spannend ist, dass ihr in einer Zeit dann euch selbstständig gemacht habt, wo gerade eine, also ich meine, das ist im Moment irgendwie alles durcheinander und schlimm und blablabla, da müssen wir gar nicht drüber sprechen. Ich möchte das deswegen auch nochmal sagen. Ihr habt euch ja auch in einer Zeit entschieden, selbstständig zu machen, wo vielleicht gerade sich ja auch die Welt verändert, wo gerade diese Pandemie so ein bisschen im Abklingen war. Also das war ja, ist ja auch, also genau, euch gibt es ja nicht seit 15 Jahren hier an diesem Ort, sondern das ist auch noch nicht so lang. Aber das härtet uns auch so ein bisschen ab, weil wenn wir auch mit anderen Händlern sprechen, die sagen, boah, früher, du hast aus den Kartons heraus verkauft, du musstest nicht mal die Ware irgendwie auffängen, so, die Kunden haben halt alles mitgenommen. Wir kennen diese Goldgräberzeiten halt nicht. Normal haben wir auch noch irgendwie Tage, wo in der Woche hier vielleicht drei Leute reinkommen und wir uns dann am Ende denken so, warum waren wir überhaupt heute hier? Aber ich meine, es gibt halt so viel zu tun mit den anderen Sachen. Wir sind ja constantly dabei, das ja auch bekannter, größer zu machen. Und es gibt noch so viele Männer in der Stadt oder halt natürlich auch Damen, die uns halt nicht kennen. Und also es gibt genug Baustellen und es kommen noch aber richtig krasse Sachen dieses Jahr, die jetzt bald announced werden. Also du musst ja auch dabei bleiben, das weiter zu promoten, zu aktivieren. Und ich glaube, die Leute, die uns halt kennen, können sich wirklich auf einen geilen Sommer freuen. So, wir kriegen richtig schönes Sortiment auch. Wir machen geile Aktivierungen und wie gesagt, es gibt noch zwei, drei Specials in between, die announced werden. Also, uns geht's gut. Wir sind happy, wir freuen uns auf das Jahr. Also um vielleicht nochmal zu sagen, diese Zeit, in der wir das alles gestartet haben und uns irgendwie auf die Brust gemalt haben, komm, wir öffnen jetzt einen Concept Store, Laden, stationärer Handel in einer Branche, die vom Internet geplagt ist, wenn du jetzt so fast willst. Jeder jammert über Zalando und About You und Preisschlachten. Und man muss sich aber auch dann, finde ich, die Frage stellen, warum kauft der Kunde denn da? Also klar, es ist der Preis, es ist die Verfügbarkeit, es ist von A bis Z immer alles da und zu jeder Uhrzeit. Aber warum? Warum kauft er da? Also was ist dann auf der anderen Seite, was muss ich gewährleisten oder was kann der E-Com, was ich nicht kann? Und wie schaffe ich wieder eine so Einkaufserlebnis-Bubble zu kreieren, dass sich der Weg hierhin lohnt. Und dann muss man, finde ich, unterm Strich sagen, in so Zeiten, die halt sehr herausfordernd sind und Woche für Woche irgendwelche Insolvenzen ins Haus flattern, in unserer Branche halt sehr, sehr extrem, in Krisen werden Champions geboren. Und dann ist es auch in den letzten Jahren noch, finde ich, auch so ein Aspekt, der Servicegedanke, Wohlfühlatmosphäre, so dieses, wie Niki gesagt hat, hallo, wie geht's dir, was führt dich zu uns? In 15 Minuten reden wir irgendwie schon über ganz andere Dinge als das Oberteil, was du suchst, habe ich gerade in meiner Größe nicht da. Das heißt, diese emotionale Ebene zu durchbrechen und zu sagen, ey, ich schaffe hier eine Atmosphäre und ein Gefühl, was es so in der Stadt nicht gibt, das macht uns, glaube ich, unfassbar einzigartig in der City. Und das ist aber auch nicht schwer. Also es sind, wenn man jetzt immer von Fußball spricht, die Tugenden, die einfachen Tugenden, die es heutzutage schon fast wieder so leicht machen, ein positives Einkaufserlebnis zu kreieren. Also unter den Blinden ist der einäugige König, muss man ja schon fast auch so sagen. Ja, ich verstehe. Abschließend muss ich den Witz einfach nochmal machen. Also ist alles cool? Alles cool, ja. Sehr schön. Ich danke euch für dieses coole Gespräch. Danke für die Möglichkeit. Und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ciao, ciao, ciao, ciao. Music. Hobbys haben ist in. Sport, Lesen, Stricken, Kochen. Die Bereiche sind vielfältig. Eine Sache ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Töpfern. Das Arbeiten mit Ton, das Kreieren mit den eigenen Händen wird beliebter und beliebter und dementsprechend umfangreich auch das Angebot der Töpfer- und Keramikkurse. Wo man sich ausprobieren kann, welche Viertel besonders vertreten sind und was das alles schon wieder kostet, weiß Marie Bockholt. Liebe Marie, herzlich willkommen ein weiteres Mal am Podcast Mikrofon in unserem Studio aka dem Konferenzraum der Düsseldorfer Lokalredaktion. Es ist schön, dass du da bist. Dankeschön. Wir sprechen heute über ein Hobby, was sehr viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer haben und ich glaube, was auch generell relativ im Trend ist, Töpfern. Keramik, Kunst, Tonarbeiten, also das ist ja gerade nicht nur zum Kaufen quasi, also ich habe das Gefühl, dass auch so Ton gut als Geschirr, das kommt auch immer mehr, dass man irgendwie sowas sammelt oder ein bisschen besondere Stücke sich anschafft oder so ganze Sets oder so, sondern auch das selber machen. Ich persönlich möchte hier sofort und ganz zu Anfang offenlegen, ich bin sowas von ungeschickt, ich kann wirklich gar nicht zeichnen oder irgendwie geschweige denn malen oder irgendeinen Pinsel irgendwo hinführen und so Töpfern, Nähen, Stricken, also alles, was mit meinen Händen zu tun hat, ist nicht so mein Ding, deswegen... Gebe ich offen und ehrlich zu. Ich habe bestimmt schon mal irgendwann getöpfert, das aber mehr schlecht als recht und jetzt auch nicht, naja, nicht sehr lange und nicht mit Weiterentwicklung. Bist du da im Game? Ich habe es schon sehr lange vor und möchte es unbedingt mal ausprobieren, aber genau, bisher ist es beim Vorhaben geblieben. Umso schöner, dass du dich umgeguckt hast in der Stadt, wo man das überall alles gut machen kann, weil wie gesagt, also Töpfern ist im Trend und wir haben ja hier sogar auch ein Porzellanmuseum, was ja auch im weitesten Sinne wahrscheinlich alles immer getöpfert wurde, oder? Genau, das Hädchens, da gibt es sogar seit Dezember im letzten Jahr eine neue Töpferwerkstatt. Es gab schon immer eine kleinere im Museum selbst und jetzt wurden die Räume ausgelagert in die Nähe. Und es gibt eine eigene Werkstatt, wo man jetzt auch töpfern kann und wo es auch Töpferkurse gibt. Ach krass, das heißt ich kann selber das Kunstwerk erschaffen, was dann vielleicht irgendwann beim Museum landet. Ich glaube man darf die Teile dann tatsächlich mitnehmen, die man selber töpfert. Was heißt Kurs? Also bedeutet das Wochenendkurse, sind das Eintageskurse, sind das wirklich über ein halbes Jahr? Ich habe bis jetzt immer Töpfern so mitbekommen, dass wenn, dann ist das, weiß ich nicht, mal zu einem Geburtstag, Junggesellinnenabschied, irgendwie sowas, dass man sich dann mal für einen Tag trifft und irgendwas macht und das dann brennt. Aber es gibt ja auch richtig so fortlaufende Kurse, oder? Bei den Läden, bei denen ich mich umgeguckt habe, ist es tatsächlich auch möglich, dass man zum Beispiel für einen jungen Gesellenabschied oder für einen Geburtstag oder für eine Betriebsfeier für einen Tag kommt und töpfert. Aber es gibt viele unterschiedliche Angebote. Zum Beispiel im Hädjens, genau, ein regelmäßig stattfindenden Kurs immer mittwochs. Im Februar und März ist der, glaube ich, oder im Februar ist der gestartet. Im März lief er jetzt weiter. Der war ausgebucht, wie zumindest auf der Webseite zu lesen ist, genau. Aber es gibt verschiedene Modelle, zum Beispiel auch so Mitgliedschaften in Studios, die man dann selbstständig benutzen kann. Wo ist das zum Beispiel? Ja. Genau, auch da gibt es wieder Unterschiede, zum Beispiel bei The Clay Company in Pempelfort, da kann man eine Mitgliedschaft buchen und das Studio an der Wielandstraße dann zu bestimmten Zeiten nutzen, wenn man möchte. Es gibt aber auch in Flingern den Verein Garage Lab, der hat im letzten Jahr sogar einen Umweltpreis der Stadt gewonnen, also da gibt es so verschiedene Werkstätten, da kann man mit Holz arbeiten unter anderem, aber eben auch mit Ton. Und genau, auch da muss man eben Mitglied werden im Verein und kann dann die Werkstatt nach einer Einführung nutzen. Aber dann ohne TöpferlehrerInnen, sondern einfach kreativ werden selber. Und das auch immer brennen, also gehört das immer dazu, sind in diesen ganzen Orten, die du vorstellst, die du gefunden hast, haben die dann auch immer eigene Brennöfen und so? Oder ist das, weil das habe ich auch mal gehört, dass es doch auch so wie so zentrale Brennstationen gibt, oder? Dass nicht jeder, der jetzt Töpfer hat oder jede direkt so einen Ofen, die werden doch tierisch heiß, ne? Ja, genau. Also die Orte tatsächlich haben, oder die meisten Orte, die ich rausgesucht habe, haben auch wirklich eigene Brennwürfen und dann wird es vor Ort gebrannt. Was brauche ich für Equipment, wenn ich loslegen möchte mit Töpfern? Also brauche ich eine eigene Scheibe? Nee, die sind meistens dann vor Ort, oder? Ich brauche vielleicht eine Schürze? Genau, ich glaube, also viele Kurse sind so angelegt, dass man wirklich wenig mitbringen muss und dass vieles vor Ort eben ist. Klamotten, die dreckig werden können. Ja, genau. Und dann ja, Kreativität und Fingerfertigkeit auf jeden Fall. Dann gibt es noch einen Laden, den finde ich irgendwie, da ist der Name so süß, Mia Töpfert, das irgendwie klingt das so. Nett. Ja, doch, das finde ich auch. Genau, das ist die Mia Flubacher, die den gegründet hat. Die ist eigentlich Modedesignerin und hat dann eher zufällig oder wöchentlich damit verbracht, selber zu töpfern und hat dann irgendwann ihr Geschäft eröffnet. Genau, und das ist auch in Pempelfort an der Rochusstraße. Hast du gemerkt, dass es so Hotspots gibt in der Stadt, wo man ganz besonders viel töpfern kann? Flingern stelle ich mir vor, ne? Genau, also in Flingern gibt es mindestens zwei, in Pempelford jetzt eben auch mehrere. Dann gibt es das Atelier Rosemarie Dom, das ist ja relativ etabliert schon. Genau, also die Rosemarie Dom ist ja selber Keramik-Designerin und stellt eben in ihrem Geschäft auf der Loreto-Straße auch viele eigene Werke oder von ihr sind halt zu sehen, zum Beispiel Teekannen oder Schalen. Ja, so richtig Nutzgegenstände dann, die man auch wirklich benutzt. Genau, ja. Und bei der kann man auch einen Kurs machen. Das stelle ich mir dann irgendwie aufregend vor, wenn es dann auch noch so vielleicht in so eine künstlerische, also eine Teekanne, die irgendwie noch einen künstlerischen Anspruch hat. Das stelle ich mir irgendwie auch sehr spannend vor. Dann gibt es das Studioton auf der Birkenstraße. Da gibt es auch eine kleine Besonderheit. Genau, jetzt gerade wurde da ein Special angeboten. Und zwar wurden da Wein und Ton zusammengeführt. Warum nicht? Genau, während des Töpfern eine Weinverkostung. Da werden dann die Produkte, die man herstellt, auch immer abgefallen. Wahrscheinlich mit dem fünften Glas Wein. Macht man sich eine eigene Traube, keine Ahnung. Okay, Studioton auf der Birkenstraße. Was gibt es noch? Zum Beispiel in der Friedrichstadt gibt es Spong-Keramik. Das hat Bülent Teper eröffnet. Der war früher Friseur und hat jetzt seine eigene Keramikwerkstatt und ein Atelier eröffnet. Ja, auch da gibt es Einsteigerkurse, fortgeschrittenen Kurse und natürlich auch Drehscheiben und einen Brennofen. Spong hört sich irgendwie so außerirdisch an. Kann ich da auch kleine Planetentöpfern? Genau, er sagt, dass es tatsächlich der Name eine Hommage ist an eine Kneipe oder ein Geschäft in Krefeld. Da ist er früher selber anscheinend gerne hingegangen und hat jetzt sein Geschäft auch so genannt. Hat das mitgenommen. Was muss ich so ausgeben für so einen Kurs? Genau, also, Das unterscheidet sich natürlich auch je nachdem, was man bucht. Vielleicht ein paar Beispiele, also ich habe geguckt bei einem Schnuppertöpferkurs für drei Stunden, genau, findet man zum Beispiel für 180 Euro in Düsseldorf. Und dann kann ich unbegrenzt Keramikwerk mitnehmen, was ich kreiert habe. Das ist auch festgelegt, meistens auf eine bestimmte Anzahl an Teilen. Ja gut, das heißt, da ist dann das Material drin, da ist die Arbeit drin, da ist das Brennen drin und so. Es ist jetzt kein sehr finanziell niedrigschwelliges Hobby, aber es ist auf jeden Fall eins, was man, wenn man möchte, mal ausprobieren kann. Und man hat dann, selbst wenn man bei den drei Stunden bleibt, vielleicht einen Teller oder den Klassiker, wie früher im Kindergarten. Da fällt mir nämlich ein natürlich, im Kindergarten haben wir doch sowas gemacht oder in der Grundschule immer Salzölteig. Wie heißt das? Salzteig und dann doch auch so mit Fimo und mit Ton. Und bemalt. Genau, bemalt. Und dann gab es doch diese, so hat man doch so meistens Türschilder gemacht, so oder so, die dann auch manche sehr tapferen und liebevollen Eltern sich dann wirklich auch an die Haustür gehangen haben. Und irgendwie der Klassiker Aschenbecher. Ja, weiß ich auch nicht, warum man so einen Haufen sieben- bis neunjährige Aschenbecher machen lässt. Aber gut, es waren andere Zeiten. Es waren die 90er. Ich danke dir sehr, liebe Marie. Vielleicht gehen wir ja mal gemeinsam an die Scheibe und machen uns hier eine kleine Partnertasse. Bis dahin wünsche ich dir einen wunderschönen Nachmittag und bis zum nächsten Mal. Danke, dir auch. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie. Es kommt ein bisschen Bewegung in die Wetterküche. Das schöne Wetter, was wir jetzt diese gesamte Woche über hatten, neigt sich dem Ende zu. Und wir kommen mal wieder in einen nördlichen Vorstoß mit kühleren Temperaturen und ein bisschen Regen. Ich grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter. Aber ja, die vergangenen Wochen habe ich mehr oder weniger krank im Bett verbracht. Aber jetzt, wo es mal schön geworden ist, Bin ich dann doch wieder fit und kann für euch mal wieder das Wetter einsprechen. Ja, und jetzt wo ich wieder fit bin, denkt sich das Wetter, gut, dann schlagen wir mal wieder in die andere Richtung über. Der Freitag wird uns relativ viele Wolken bringen. Das wird so eine Mischung aus so ein paar Quellwolken werden und so ein bisschen Sonne zwischendurch. Gerade zum Morgen hin ist es noch sehr freundlich und auch am Abend wird es dann spurfreundlicher werden. Beziehungsweise eher so in Richtung späten Nachmittag dazwischen und danach ist es dann eher dichter bewölkt mit einer Mischung aus Sonne und Quellwolken. Am Abend zieht es sich dann mehr und mehr zu. Die Temperaturen liegen dann bei 6 bis maximal 18 Grad. Am Samstag ist das Ganze gewölkt wieder abgezogen und wir werden es großenteils mit Sonne zu tun bekommen. Wolken werden dann eher mangelbarer sein und die Temperaturen liegen bei 6 bis 18 Grad. Am Sonntag ist es noch ein bisschen unsicherer, auch hier werden wir mit viel Sonne starten und im Tagesverlauf wird es dann von Südwesten her mehr und mehr zuziehen. Vermutlich ist es zum späten Nachmittag dann auch richtig zugezogen, das ist aber noch so ein bisschen unsicher. Es gibt auch Modelle, die das Ganze noch ein bisschen nach hinten hinauszögern, sodass wir dann auch für den Sonntag noch freundlicheres Wetter bekommen würden. Temperaturen ändern sich im Prinzip wenig, liegen bei 5 bis maximal 18 Grad. Und dann blicken wir noch kurz auf die neue Woche. Auch der Montag dürfte noch relativ freundlich werden mit vermehrten Wolken am Nachmittag und 6 bis maximal 16 Grad. Und am Dienstag kippt das Ganze dann, dann kommt der Nordwestwind, der so richtig durchbricht und die Temperaturen gehen dann zunächst erstmal auf 5 bis maximal 11 Grad zurück. Das Ganze dann wohl noch ohne Niederschlag. Eventuell sind ein paar Schauer am Nachmittag dabei. Regen oder das Ganze dann in Verbindung mit Regen und kühleren Temperaturen, sodass wir dann tagsüber kaum mehr 10 Grad erreichen. Das wird sich dann ab Mittwoch durchsetzen. In diesem Sinne euch ein schönes Wochenende. Genießt das gute Wetter. Es kommt nächste Woche wieder anders. Also bis dahin hoffe ich das Allerbeste. Und wir hören uns dann nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Bis dann. Ciao, ciao. Mehr Düsseldorf-Wetter gibt es im Wetter-Struxie-Blog. Jens-Strux.blog Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Bewertet ihn, lasst Punkte da, lasst Sterne da und schreibt einen kleinen Kommentar. Gebt uns Kritik, gebt uns Lob, gebt uns Anregungen. Wir freuen uns, von euch zu hören und zu lesen und teilt ihn. Erzählt doch jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der das gefälligst lernen soll. Mein Name ist Horstel Kormann. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ihr wollt diesem Podcast etwas richtig Gutes tun? Dann schreibt eine kurze Bewertung bei Apple Podcasts. Music.