Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Abgelehnt, entdeckt, durchgestartet: Wie Steven seinen Traum vom Modeln wahr machte
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- 0:00Ich glaube, es war in der sechsten Klasse.
- 0:01Da mussten wir einen Aufsatz schreiben, was wir später werden wollen.
- 0:06Und ich habe geschrieben, entweder Schauspieler oder CEO einer Firma.
- 0:11Du bist ein Influencer, wahrscheinlich einer der grössten Schweizer Influencer, die wir hier im Lande haben.
- 0:16Wichtig zu erwähnen, ich habe mich schon vor dem, was passiert ist, schon bei Modelagenturen beworben.
- 0:21Und bis jetzt sind wir abgelehnt worden.
- 0:23Ach krass.
- 0:25Der bekannteste Model der Schweiz wurde abgelehnt.
- 0:28Ja.
- 0:29Siehst du?
- 0:30Ja.
- 0:30Während «Mr.
- 0:30Schweizerweiss» hatte eine Journalistin...
- 0:34Die hat wirklich gesagt, du bist doch schwul und so.
- 0:37Und...
- 0:38Die wollte mich dann so verführen.
- 0:42Um bis zum Gegenteil zu beweisen.
- 0:44Wirklich?
- 0:44Ja.
- 0:44Und ich habe dann so ein bisschen mitgespielt.
- 0:46Ich glaube, wenn ich meinem jüngeren Team das mitgeben würde, wäre es so... Mach einfach.
- 0:54Scheiss drauf.
- 0:55Wenn andere finden, das ist doof oder das wird eh nicht erfolgreich, mach es einfach.
- 1:00Gib auch nicht so schnell auf und verfolge deine Treue.
- 1:08Ich bin der Steven.
- 1:09Hoi Kevin.
- 1:10Herzlich willkommen im Momentum Podcast.
- 1:12Danke vielmals, dass ich da bin.
- 1:13Danke dir vielmals, dass es geklappt hat.
- 1:15Und zu der ersten und allerwichtigsten Frage.
- 1:18Wie geht es dir?
- 1:19Mir geht es gut.
- 1:20Mir geht es gut.
- 1:20Ein bisschen müde.
- 1:21Es ist recht viel los.
- 1:22Wie viel?
- 1:23Ja, aber grundsätzlich geht es mir gut.
- 1:28Was ist das, was am meisten beschäftigt?
- 1:31Ja, natürlich einfach beruflich.
- 1:33Das Jahresende ist immer so Q4, sehr viel los, alle wollen noch irgendwie Kampagne, Events machen.
- 1:41Und als Influencer will man dann die meisten Kooperationen.
- 1:45Wir müssen noch das Budget ausgeben.
- 1:48Eigentlich auch gut, oder?
- 1:49Eigentlich gut, aber es ist viel.
- 1:52Und da ist eh noch so eine spezielle Rolle, weil du hast zwar noch eine Agency, die du vor ein paar Jahren, im 2020, sechs Jahre, mit Sarah gegründet hast.
- 2:03Und gleichzeitig sind ihr aber beides auch Influencer.
- 2:06Du bist ein Influencer, wahrscheinlich einer der grössten Schweizer Influencer, die wir hier im Lande haben.
- 2:13Von dem her...
- 2:14Ja, viel zu tun.
- 2:16Ja, das, Model auch noch ab und zu.
- 2:18Eben, ja.
- 2:19Machst du das nicht mehr so?
- 2:21Nicht mehr so.
- 2:22Also eben auch wegen der Zeit.
- 2:23Du hast schlussendlich 24h am Tag.
- 2:25Ich habe noch einen Partner.
- 2:28Also du hast nicht unendlich Zeit.
- 2:32Model war dann das, was ich nicht mehr so aktiv verfolge.
- 2:36Gratuliere auch nochmals hier drin.
- 2:38Du bist vor kurzem 38 geworden.
- 2:40Du hattest Geburtstag am 7. Oktober.
- 2:437. Oktober, ja.
- 2:44Nicht so lange her.
- 2:45Aber du bist vage.
- 2:46Ja, ich bin vage.
- 2:48Und du hast dieses Jahr geheiratet.
- 2:49Und ich habe dieses Jahr geheiratet.
- 2:51Ja.
- 2:53Megaschön.
- 2:55Ja, das war ein aufregendes Jahr.
- 2:56Sehr, ja.
- 2:59Also wir gehen sicher noch auf das Thema der Hochzeit ein, weil ich bin jetzt auch voll into it.
- 3:03Wir heiraten nächstes Jahr.
- 3:05Und ich finde es so...
- 3:08Organisatorisch?
- 3:09Es ist so viel.
- 3:11Ja, ich kann dir ein paar Tipps geben.
- 3:13Ja, bitte.
- 3:14Wir brauchen es.
- 3:15Wir brauchen es definitiv.
- 3:17Hey, Lugos, ich mag es sehr.
- 3:18Jetzt haben wir ein bisschen die Gefahr, wer du bist.
- 3:21Die meisten kennen dich.
- 3:22Du bist ein sehr bekanntes Gesicht in der Schweiz.
- 3:26Was ich sehr gerne mache, ist, in der Zeit etwas zurückspulen.
- 3:29Mich wundert, wie ist das Ganze passiert?
- 3:34Was waren deine Anfänge?
- 3:36Wo gingst du in die Schule?
- 3:38Wie hast du die Kindheit erlebt?
- 3:39Ja, ist gut.
- 3:40Scheiss drauf los.
- 3:43Ich bin in Schwerzbach aufgewachsen.
- 3:46Wirklich?
- 3:47Ganz nah?
- 3:50– Bin ich in der Kreuzschule?
- 3:51– Nein.
- 3:51– Tatsächlich?
- 3:53– Bei wem?
- 3:54– Bei Frau Gonzenbach.
- 3:56– Sicher nicht.
- 3:57– Wieso?
- 3:58– Ich bin bei Frau Müller, Müller-Rosenstein.
- 4:01– Ja.
- 4:01– Es waren so zwei, Frau Müller.
- 4:05– Ja, ich weiss nicht, Frau Gonzenbach, wir waren in ihrer allerersten Klasse.
- 4:08Sie war ja da recht jung, hübsch.
- 4:11– Ja, ja, ja.
- 4:11– Da sind sie auch übersichtlich.
- 4:12– Jawohl.
- 4:12– Sie haben natürlich so eine junge Lehrerin gehabt.
- 4:15Ja, ich bin... – Was?
- 4:17Crazy.
- 4:17– Ja.
- 4:18Aber du auch?
- 4:19Ja, eben wie Frau Müller im Grützen in der Schule.
- 4:23Was ist das Grützen?
- 4:24Jetzt ist es ja komplett umgebaut worden.
- 4:25Ich weiss nicht, ob du es gesehen hast.
- 4:29Ja.
- 4:29Im Grützen bist du im 5.
- 4:32Zwei, ich habe das Sech.
- 4:33Sech, ja.
- 4:34A, B.
- 4:35A. Sech, A.
- 4:37Ich war nicht so im Sech B.
- 4:38Im Zwei.
- 4:39Es war eigentlich gleich neben der Turnhalle.
- 4:42Ja.
- 4:43Also der Turnhalle war so da und unsere Schule war so da.
- 4:46Ja, aber ich auch einfach.
- 4:48Ist das nicht zu zeigen?
- 4:49Und ich bin zwei Jahre jünger.
- 4:52Also ich bin 90, du bist 88.
- 4:53Ja, 88, ja.
- 4:54Ja, aber dann hätten wir uns ja sicher gesehen.
- 4:57Ja, sicher.
- 4:58Ja.
- 4:58Du kennst sicher meine Schwester, Deborah Keller.
- 5:02Ja, okay.
- 5:03So laut?
- 5:04Nein?
- 5:04Okay, dann bist du in Schwärzenbach aufgewachsen?
- 5:06Ja, Schwärzenbach aufgewachsen, Primarschule.
- 5:10Ja, und danach ins Kreuzen.
- 5:13Ich wollte eigentlich das Gymnasium, also wenn wir zurückgehen in die Primarschule.
- 5:21Wann macht man das Gymnasium?
- 5:22Vielleicht nach der 5.
- 5:22Klasse.
- 5:23Ich glaube, in der 5. macht man wahrscheinlich die Prüfungen langsam.
- 5:25Das passierte dann aber knapp nicht.
- 5:29Das hat mich auf Deutsch recht angeschissen.
- 5:32Wirklich?
- 5:32Ich habe es unbedingt gemacht.
- 5:33In meiner Schule, Schatz, damals.
- 5:35Sie hat eben bestanden und dann hat das bedeutet, wir sind nachher nicht zusammen.
- 5:39Okay.
- 5:39Ja.
- 5:41Also Schule, Schatz, ich bin heimlich in sie verliebt, sie hat es nicht gewusst.
- 5:43Oh je.
- 5:44Jetzt weisst du schon.
- 5:46Tada!
- 5:47Überraschung.
- 5:48Ähm, und... Ich bin dann noch in die Sek.
- 5:52Und nach der zweiten Sek.
- 5:54kann man noch eine Gimmieprüfung machen.
- 5:56Bei mir ist es nicht so weit gekommen, um mich mit diesem zu beschäftigen.
- 6:00Ich habe sie dann nochmal gemacht, aber hier habe ich sie schon gemacht mit dem Gedanken, ich will gar nicht mehr in Skimmys, sondern du kannst dann prüfungsfrei BMS.
- 6:07Also eine Lehre machen und dann mit der BMS.
- 6:10Und hier habe ich sie dann bestanden und konnte dann prüfungsfrei BMS.
- 6:14Okay.
- 6:15Und dann hast du aber eine normale Lehre gemacht?
- 6:16Dann habe ich Banklehre gemacht, KFH-Lehre auf der Bank.
- 6:20Für welche Bank war das?
- 6:21ZKB.
- 6:21Für ZKB hast du gemacht, okay.
- 6:23Ja, das ist halt so das Typische.
- 6:26Meine Mutter durfte auf der Bank arbeiten, das hatte vielleicht ein bisschen Einfluss.
- 6:31Aber ja...
- 6:33Wenn du so jung bist und dann... Du musst entscheiden, was du später machen willst.
- 6:38War der Grund wirklich deine Mutter, wieso du eine Banklehre machen wolltest?
- 6:42Oder gab es auch andere Optionen?
- 6:44Also die KV war so wie das.
- 6:47Ich hatte dann noch auf der Gemeinde geschnuppert.
- 6:50Und bei Banken.
- 6:52Und dann natürlich das mit dem Geld und so.
- 6:54Das hat mich schon fasziniert.
- 6:57Und ich weiss nicht, ob das jetzt der Auslöser war oder nicht.
- 7:01Weiss ich nicht, aber ich glaube...
- 7:03Es ist eine gute Karriereperspektive, man verdient gut auf der Bank.
- 7:09Zumindest auch, weil es nicht wie es jetzt ist, aber ich glaube immer noch.
- 7:14Und habe mich dann bei verschiedenen Banken beworben, eben auch Gemeinde unter anderem.
- 7:20Und dann schlussendlich habe ich mich für die Secco entschieden.
- 7:23Ich hatte ein paar Angebote.
- 7:25Ich glaube, das AKB ist als Arbeitgeber mega gut.
- 7:29Ja, und auch als Ausbildung.
- 7:30Das hat einen sehr guten Ruf.
- 7:33Ich bin auch happy.
- 7:35Du hast ja schon deine Mutter angesprochen.
- 7:36Sie hat auf der Bank gearbeitet.
- 7:38Was hat dein Vater gemacht?
- 7:40Er war Sachbearbeiter.
- 7:41Ursprünglich lernte er Bäcker.
- 7:44Es hat sich dann aber umgeschaut.
- 7:47Ich war acht Jahre bei der SKF, der Schwedischen Kugellagerfabrik.
- 7:52Die haben das jetzt in Schwärzenbach gemacht.
- 7:54Darum bin ich in Schwärzenbach aufgewachsen.
- 7:56Meine Eltern sind beide von Eglisau.
- 7:58Ja.
- 8:00Und sind dann aufgrund des Jobs von meinem Vater in Schwärzenbach aufgewachsen.
- 8:09Meine Eltern haben sich früher scheiden lassen.
- 8:13Ich war in der Zehntelzeit.
- 8:16Mein Schwestern ist gleich alt wie du.
- 8:18Er war hier acht.
- 8:18Ähm, ja.
- 8:23Und dann sind wir hauptsächlich bei meiner Mutter aufgewachsen.
- 8:25Und dein Schwestern hat schon ein Kind?
- 8:29Sie ist Skimmi.
- 8:29Sie hat es geschafft.
- 8:30Sie ist schon völlig Skimmi.
- 8:32Wie war das für dich, diese Scheidung von deinen Eltern?
- 8:37Ich muss sagen,
- 8:39Ich habe eigentlich gar keine grossen Erinnerungen, was für mich eigentlich ein positives Zeichen ist, dass sie es eigentlich recht gut gehandelt haben.
- 8:46Es war wirklich nicht so, dass es irgendwie so einen Rosenkrieg gab oder dass sie die ganzen Dinge gestreitet haben.
- 8:53Ich bin wirklich...
- 8:55Ja, ich bin mit meiner Mutter aufgewachsen.
- 8:58Jeden zweiten Wochenende waren wir bei meinem Vater.
- 9:02Und auch in den Ferien waren wir Abwechslungsfähig.
- 9:04Ein Switcher.
- 9:05Da hatten wir auch ein Abteil.
- 9:10Und logisch am Anfang ist es so, also hatten sie jetzt nicht so ein gutes Verhältnis, aber mittlerweile oder jetzt natürlich schon über sehr viele Jahre,
- 9:19Es ist ganz normal.
- 9:20Wir feiern alle zusammen Weihnachten.
- 9:22Ja, herzig.
- 9:24Geburtstag und so.
- 9:25Es ist wirklich einfach...
- 9:27Es ist wie ein Patchwork von mir.
- 9:30So wie es sollte sein, meiner Meinung nach.
- 9:34Von dem her...
- 9:36Ich glaube, es hat mich auf jeden Fall nicht negativ beeinflusst.
- 9:39Wenn sogar eher positiv.
- 9:41In welchem Sinn?
- 9:43Weil wir sind halt relativ früh schon auf unserer Leihgestelle gewesen.
- 9:46Also, weisst du, wir sind bei meiner Mutter aufgewachsen.
- 9:48Sie musste natürlich auch arbeiten gehen, weil wir hatten jetzt nicht irgendwie finanzielle Mittel.
- 9:54Ja, also, beide meine Eltern waren jetzt nicht irgendwie reich oder hatten irgendwie wahnsinnig gute Jobs.
- 9:59Sie haben auf der Bank gearbeitet, ja, aber so im Backoffice.
- 10:01Also, das ist nicht irgendwie...
- 10:03Investmentbanker.
- 10:04Genau, da sind auch Levels drin.
- 10:08Sie kommt ursprünglich aus dem Hotelfach und hat sich auch umschulen lassen.
- 10:10Das ist jetzt nicht so, dass sie hier...
- 10:13Finde ich übrigens eine der besten Lehren.
- 10:16Hotelfach?
- 10:16Ja.
- 10:17Eine der strengsten, aber ich finde, du kannst dort so viel lernen, zum Umgang mit Menschen, Anstand, Manieren.
- 10:27Das finde ich eine ganz gute Idee.
- 10:30Ja, das stimmt.
- 10:31Ja und eben darum, ich meine, wir mussten auch arbeiten gehen.
- 10:35Sie musste uns wirklich bewachten, die Paltergasse.
- 10:38Ich meine, sie musste sogar ein bisschen Flugzeug putzen gehen.
- 10:42Das sage ich am Schluss genug, wie viel man da war.
- 10:44Und wir sind dann... Ja, wir sind in die Schule, über Mittag.
- 10:50Relativ früh habe ich dann auch für meine Schwester gekocht.
- 10:52Also ich weiss nicht, wie alt ich war, 12 oder 13 oder so.
- 10:54Wir hatten dann ab und zu schon eine Tagesmami, mit der wir auch über Mittag gehen konnten.
- 10:59Aber sie konnten nicht nach Hause kommen, um zu kochen.
- 11:01Sie konnten zuhause sein.
- 11:03Und ich glaube, das hat uns so gelernt, dass man von früher lernen musste.
- 11:10Es war selbstständig.
- 11:15Ja, klar, das sind alles so Sachen, die man vielleicht nicht unbedingt sieht.
- 11:18Aber wenn das Mami dann, ich sage jetzt mal,
- 11:22quasi alleinerziehend ist.
- 11:26Und finanzielle Mittel müssen halt irgendwie geschaffen werden und dann müssen wir halt irgendwie eine Lösung finden.
- 11:32Ist eben, wie du gesagt hast, wahrscheinlich eher ein Vorteil, weil es hat die einfach schon sehr früh gelernt, um selbstständig zu sein und die Sachen selber anzupacken.
- 11:40Auf jeden Fall.
- 11:41Aber auf der anderen Seite, es war natürlich auch nicht einfach.
- 11:45Heute ist das fast normal, oder?
- 11:47Leider, es gibt Scheidungen, alleinerziehende Miete, aber damals halt schon auch nicht so und dann eben auch nicht so die finanziellen Mittel hast und dann, keine Ahnung, ist es eine Ferienzeit gewesen und alle haben erzählt, sie waren dort und dort in der Ferie gewesen und weiss ich was und wir sind dann vielleicht, keine Ahnung, im Dessin gewesen.
- 12:05Aber
- 12:07Ja, mein Mann hat dann trotzdem viel gearbeitet und versucht, dass wir trotzdem auch in Mallorca gehen konnten.
- 12:14Oder irgendwie in Italien.
- 12:16Aber ja, das bedeutet halt, dass dann auch viel weg war und er musste arbeiten.
- 12:20Klar, ja.
- 12:22Gut, und dann hast du die Banklehre angefangen.
- 12:25Genau.
- 12:26Deine Schwester war im GIMI und... Ist das eine 4-jährige Lehre?
- 12:32Drei.
- 12:33Ist das eine 3-jährige?
- 12:34Auch wenn du die BMS dazu gemacht hast?
- 12:37Ja.
- 12:37Sehr schön.
- 12:37Äh... Ja, das war vor drei Jahren.
- 12:41Ja.
- 12:42Und dann nach der Lehre bestanden und du bist auf der Bank geblieben?
- 12:46Ich bin auf der Bank geblieben.
- 12:47Ja.
- 12:47Genau, ich habe die Lehre gemacht.
- 12:49Ich habe dann ein Trainingprogramm gemacht, das solltest du nachher machen.
- 12:53Das ist eine Ausbildung zum Kundenbetreuer.
- 12:56Das habe ich dann gemacht.
- 12:58Und das hat auch beinhaltet, dass du drei Monate Sprachfrontal machen kannst.
- 13:02Was hast du da gemacht?
- 13:03In Hawaii.
- 13:04Wow, wirklich?
- 13:08Ja.
- 13:09Ja, wenn du das Diplom gemacht hast, hat die Wibank etwas daran bezahlt.
- 13:13Das war eigentlich recht toll.
- 13:14Dann war ich in Hawaii.
- 13:15Das war im Jahr 2010.
- 13:19Anfang 2010.
- 13:25Hast du das 2 Jahre nach der Lehre gemacht?
- 13:29Ja, also gleich am Schluss eigentlich.
- 13:32Ah, okay.
- 13:33Vor dem Training.
- 13:34Nein, ja, 2 Jahre nach der Lehre.
- 13:37Ja.
- 13:39Dann warst du dort.
- 13:41Wie hat es dir gefallen?
- 13:42Es war super.
- 13:43Es war mega toll.
- 13:48Es war lustig, dass ich dort auch zum Englisch lernen ging.
- 13:53Die ganzen Klasse waren Schweizer.
- 13:56Wir haben dann halt nicht so viel Englisch gesprochen.
- 13:59Aber ja, ich hatte ein Diplom durch den Standort.
- 14:01Und dort wurde ich als Model entdeckt.
- 14:05Respektive, das war eigentlich der Wendepunkt.
- 14:09die ich am Strand angesprochen habe.
- 14:13Also wirklich so klischeehaft.
- 14:14Wirklich?
- 14:16Ich bin so aus dem Wasser rausgekommen.
- 14:20Und nein, das Ding ist, ich bin eben nicht in shape.
- 14:25Also weisst du, ich kann mich nicht darum kümmern, also Fitness oder Sport und so.
- 14:30Ich war als Kind, Teenager eher etwas fester.
- 14:36Dann habe ich angefangen Tennis zu spielen, dann habe ich extrem abgenommen.
- 14:38Aber es ist immer wieder so, im Beton, als ich bei der Bank angefangen habe zu arbeiten, habe ich in einer wieder etwas zugenommen.
- 14:45Ich weiss noch, das erste Bild, das sie von mir als Hundebetreuer gemacht haben, war so richtig, richtig am Mondgesicht.
- 14:52Da ziehen sie mich heute noch auf mit dem.
- 14:55Eigentlich müsste man das einblenden.
- 14:56Eigentlich müsste man das einblenden, ich weiss nicht, ob ich es noch finde.
- 14:58Vielleicht haben es noch Kollegen.
- 14:59Also ich habe wirklich nicht als Model ausgegangen.
- 15:03Aber diesen Traum hatte ich schon früher.
- 15:07Wieso das?
- 15:09Ich weiss nicht, ich hatte früher viel... Ich habe halt in «Miss Schweiz» und «Mr.
- 15:14Schweiz» alle geschaut.
- 15:16Mit meiner Schwester zusammen.
- 15:17Soll ich mal dort dabei sein oder als Model?
- 15:22Ja, das war irgendwie in mir.
- 15:24Oder ein Schauspieler, ich weiss noch.
- 15:26Und das mag ich mich gut erinnern.
- 15:28Ich glaube, es war in der 16.
- 15:29Klasse.
- 15:29Da mussten wir einen Aufsatz schreiben, was wir später werden wollen.
- 15:34Und ich habe geschrieben gehabt, entweder Schauspieler oder CEO einer Firma.
- 15:41Und...
- 15:42You rocked it!
- 15:45Ja, Schauspieler bin ich jetzt nicht ganz geworden.
- 15:47Aber ja, ich weiss nicht, der Traum, ich weiss nicht, ich hätte das nicht jeden irgendwie, dass man mal berühmt sein würde.
- 15:53Ja, voll, ich denke schon, ja.
- 15:56Vielleicht nicht jeden, aber ich glaube viele.
- 16:00Ja, auf jeden Fall bin ich dann aus dem Wasser, aus dem Meer rausgekommen und gehe zu meinem Türchen und da kommt so ein älterer Typ auf mich zu und fragt mich so, ob ich schon mal überlegt habe, zu modeln.
- 16:13Und ich so «ja, aber...» Er so «ja, ich habe das Potential dazu».
- 16:19Und ich so «du meinst mich?»
- 16:20Und er so «ja, ja, so Hugo Boss, Abercrumbin Fitch, das war damals...» «Ja, mega.»
- 16:31Er sagte, dass ich nur etwas abnehmen musste.
- 16:36Aber er hatte das Potential dazu.
- 16:39Dann gab er mir eine Visitenkarte von seiner Agentur.
- 16:41Ich sollte vorbeikommen, dann könne er mir mehr erklären.
- 16:45Aber das war auch ein Schweizer?
- 16:47Nein, das war ein Amerikaner.
- 16:48Okay, gut.
- 16:49Den er nicht kannte.
- 16:52Ich war mit meinen Freunden in der gleichen Schule.
- 16:56Die meinten, dass es mega cool war.
- 16:59Und dann bei mir hinten drauf, «Mami, ja, musst du auf, so Modelsbranche, weisst du nicht, du spielst mit diesen Träumen der jungen Leute.»
- 17:08Ah, da hast du heute deine Mutter angerufen?
- 17:09Nein, nein, nicht, aber ich habe es schon im Hinterkopf gehört.
- 17:11Aber ja, ich hatte es natürlich schon angerufen.
- 17:14Und dann ist es so, weisst du nicht, ist es...
- 17:18Stimmt es wirklich, oder ist es irgendwie dubios?
- 17:20Weisst du, Hawaii ist jetzt nicht bekannt für die grossen Modelsbranche-Szenen.
- 17:26Ich sagte dann ja, komm, geh mal da vorbei.
- 17:31Ich hatte dann aber einen Kollegen mitgenommen.
- 17:34Ich sagte, du weisst ja nie, was das für einer ist.
- 17:37Ob das stimmt, was der macht und so.
- 17:39Früher hattest du noch nicht Chat-GPT und all diese Sachen, um das alles nachzusehen.
- 17:43Auf jeden Fall bin ich dann da vorbei und es ist recht...
- 17:50Es hat ein wenig unseriös ausgesehen.
- 17:51Es war ein wenig schädlich.
- 17:53Ich bin dann reingekommen in dieses Büro.
- 17:54Super messy, also unaufgeräumt.
- 17:57Und dann war alles recht dunkel.
- 17:59Und ich dachte, ja, eben da.
- 18:01Das ist quasi der Vertrag.
- 18:03Und da musst du den Trainingsplan, du hast jetzt sechs Wochen Zeit, musst so und so viel abnehmen.
- 18:10Und dann kam ich quasi ins Portfolioshooting machen, weil eben so natürlich geht es nicht.
- 18:16Ich bin zu dick für das.
- 18:18Und dann habe ich das so mitgenommen.
- 18:23Und dann habe ich tatsächlich schon meinem Chef angerufen, und gesagt, es kann sein, dass ich noch länger hierbleiben muss.
- 18:31Und ich habe ihm davor erzählt, dass ich wirklich so einen Traum hatte.
- 18:34Und dann habe ich mit meiner Mutter, und die haben natürlich Panik bekommen, also meine Eltern,
- 18:43Aber schlussendlich habe ich mich dann entschieden, das nicht zu machen.
- 18:46Aber, das war so ein Wendepunkt.
- 18:50In meinem Mindset.
- 18:52Und ich habe, obwohl ich mich jetzt entschieden habe, das nicht zu machen, ich habe ab diesem Punkt angefangen, ich bin jeden Morgen vor der Schule gehen gehen.
- 18:59Ich habe mich gesund ernährt.
- 19:01Und... bin tatsächlich von Amerika viel, viel leichter, irgendwie glaube ich mit 10 Kilo weniger zurückgekommen.
- 19:09Obwohl alle sagen, wenn du nach Amerika gehst, wirst du sogar 3 Monate reisen.
- 19:12In 3 Monaten sozusagen?
- 19:14Also ich bin ja drei Monate, ja.
- 19:20Und hast du dann nachher in der Schweiz probiert als Model?
- 19:23Also habe ich dann bei Agenturen beworben.
- 19:25Ja, also wie läuft das genau?
- 19:27Du hast jetzt so einen Traum in dir, du hast dich da in Hawaii abgesagt, weil es einfach so ein bisschen schädig war und dein Bauchgefühl hat einfach gesagt, hey,
- 19:38Steven eher weniger.
- 19:40Und du hattest trotzdem diesen traumischen, wie ein Gesetz verankert gewesen, du hast angefangen Sport zu machen, du hast abgenommen, du bist in die Schweiz gekommen und dann hast du diese intrinsische Motivation bekommen, um zu sagen, weisst du was, ich gehe jetzt das an.
- 19:55Worum hält man sich dann?
- 19:57Ja, vielleicht noch wichtig zu erwähnen, ich habe mich schon vor dem, dass es passiert ist, schon bei Modelagenturen beworben gehabt und bis jetzt immer abgelehnt worden.
- 20:06Ach krass.
- 20:08Der bekannteste Model der Schweiz wurde abgelehnt.
- 20:14Einfach nicht aufgeben.
- 20:16Und dann habe ich wirklich, nachdem das, was passiert ist, das hat es, glaube ich, wieso vielleicht gebraucht, hey, Mo, glaub an deinen Traum.
- 20:24Glaub dran.
- 20:25Und dann bin ich da zurückgekommen.
- 20:29Du kannst dich ganz normal bei Modelagenturen bewerben.
- 20:31Auf der Webseite gibt es wie Anmeldeformular oder E-Mail.
- 20:34Und dann schickst du eigentlich in der Regel ein paar Bilder mit.
- 20:39Die meisten haben schon das Gefühl, dass sie professionelle Bilder haben müssen.
- 20:41Eigentlich nein.
- 20:43Es reichen eigentlich sogenannte Polaroids.
- 20:45Möglichst natürliche, ohne Make-up, ohne grosses Styling und so.
- 20:49Wie die Agenturen wollen quasi die wahre Schönheit zu sehen.
- 20:53Und dann schickst du das ein und hoffst, dass du etwas hörst.
- 20:56Dann wirst du im besten Fall zum Casting eingeladen.
- 20:58Dann laden sie dich ein und im optimalen Fall nimmt dich eine Agentur unter Vertrag.
- 21:07Hast du dich schon vor Hawaii bei Modelagenturen beworben?
- 21:09Eben diesen Traum hatte ich schon als Kleiner, als ich in der sechsten Klasse war.
- 21:16Und ich habe mich schon vor, ja, beworben.
- 21:21Ich habe sogar bei der Mr.
- 21:22Teenie Wahl mitgemacht.
- 21:24Nein!
- 21:24Wo warst du?
- 21:26Ich weiss nicht, ich kam nur bis zum Casting.
- 21:29Ich bin eine Runde weitergekommen.
- 21:30Also, da musst du dich auch anmelden, schickst Bilder.
- 21:33Und dann kam ich die erste Casting-Runde.
- 21:35Ich weiss nicht, ich glaube, ich musste auf Wintertour.
- 21:38In ein Einkaufszentrum.
- 21:40Und dann gab es auch Fotoshooting und so.
- 21:42Ich weiss schon, warum ich nicht weitergekommen bin.
- 21:44Ich bin eben nicht weitergekommen.
- 21:45Aber eben, ich will nur sagen, der Traum war schon immer so in mir drin.
- 21:50Und dann habe ich mich nach Hawaii beworben und tatsächlich eine Agentur hat mich unter Vertrag genommen.
- 21:57Time Model Agency, die gibt es mittlerweile nicht mehr.
- 22:01Aber es ist hier eigentlich eine bekannte Agentur.
- 22:03Was sind so die grössten Agenturen in der Schweiz?
- 22:06Option Models, IBA Model Management, Scout.
- 22:11Wie soll ich das Foto geben?
- 22:14Es hat viele Shady darunter.
- 22:16Ah, wirklich?
- 22:17Also wo ich jetzt... Also Shady.
- 22:21Das ist jetzt vielleicht ein krasses Wort, aber...
- 22:23Wo man ein bisschen aufpassen muss.
- 22:24Wo man ein bisschen aufpassen muss.
- 22:27Wir nennen jetzt keine Namen.
- 22:28Nein, wir nennen keine Namen.
- 22:29Das machen wir.
- 22:30Ja.
- 22:30Und du bist bei...
- 22:30Time.
- 22:40Für was waren Sie so bekannt?
- 22:42Hat jede Agentur seine Kunden oder pitchen die immer, wenn sie jemanden im Portfolio haben, der zu BOSS passen würde?
- 22:53Eine Agentur ist für BOSS zuständig?
- 22:56Nein.
- 22:59Es kann schon sein, dass gewisse Kunden nur mit dieser Agentur arbeiten.
- 23:03Aber grundsätzlich will ein Kunde das beste Modell für ihre Vorstellung oder für die Kampagne, die sie haben.
- 23:10Dann haben sie ein Briefing, es muss zwischen 30 und 40 sein, so und so aussehen, so gross.
- 23:20Dann schreiben sie verschiedene Agenturen an und schicken eine Shortlist.
- 23:28Sie sagen, dass das Model passen würde und dann sagen sie, ob sie das kassen wollen oder nicht.
- 23:36Dann bist du bei Time Model gewesen, musst einen Vertrag unterschreiben und dann darfst du bei keiner anderen Agentur sein, ist das so?
- 23:43Ja, das ist so.
- 23:44Okay, du hast eine Agentur, passt dann.
- 23:46Du lachst schon, das ist in diesem Fall noch eine Story dahinter.
- 23:49Theoretisch ist das so.
- 23:52Nein, ja, in der Modelbranche ist es schon so, dass du eigentlich eine Exklusivität hast mit dieser Agentur.
- 23:58Das hatte ich am Anfang aber auch.
- 24:02Wenn du wechseln willst, musst du den Vertrag kündigen und dann zu einer neuen Agentur.
- 24:09Das Ding ist halt dann so, sie sagen, sie wollen dich exklusiv, aber sie haben ja dann irgendwie hunderte Models in der Kartei.
- 24:15Und als Model würdest du dann erst arbeiten können, respektive erwartest du von dieser Agentur auch, dass sie dich pushen, dass sie dich aktiv bei Kunden vorschlagen und reinbringen.
- 24:25Mit zwei, drei Models, sie können das ja nicht mit jedem Model machen.
- 24:29Irgendwann später, ich war dann nicht mehr bei der «Time», an anderen habe ich dann halt auch zwei, drei Agenturen gehabt.
- 24:36Sie wussten es aber voneinander.
- 24:37Ich habe gesagt, hey, schau, aber es ist ich, bei der ich dann ein bisschen bekannter war.
- 24:42Erstens habe ich auch private Anfragen, weil das erwartet die Agentur auch, dass du das alles über sie machst.
- 24:48Also wenn irgendjemand kommt und sagt, «Ah ja, was?»
- 24:52Ja, und natürlich hat sich das Ganze jetzt eh verändert mit Instagram und so, und das ist für die Modelagentur eigentlich sehr, sehr schwierig.
- 24:59Weil du kannst ja so einfach einfach jemanden über Instagram anschreiben.
- 25:03Früher hattest du diese Möglichkeiten nicht so.
- 25:06Du hattest irgendwie über die Agentur gehen müssen, weil du ja deine Kontakte nicht hattest.
- 25:12Ja, eh, ja.
- 25:13Und das ist natürlich für die Modelagentur auch nicht sehr einfach momentan.
- 25:17War das dein erster Auftrag, den du hattest?
- 25:20Boah, mein erster Auftrag?
- 25:27Was war das?
- 25:30Wahrscheinlich eine Modenschau oder so.
- 25:34Am Anfang...
- 25:38Oder wahrscheinlich fast nur so ein Showroom-Job.
- 25:41Das heisst, Showroom-Job ist eigentlich so das Unspannendste als Model.
- 25:48Als Beispiel, wenn Hugo Boss eine neue Kollektion hat und sie möchten dir wieder Einkäufer vorstellen, sprich Globus, Jelmoli, wo sie das Zeug in ihrem Sortiment nehmen möchten.
- 26:00Dann bist du beim Boss-Headquarter, ziehst die neuen Sachen an, präsentierst das vor dem Einkäufer von Globus, Jelmoli
- 26:08That's it.
- 26:09Da bist du einfach gehockt für einen halben Tag.
- 26:11Da bekommst du natürlich auch nicht wahnsinnig viel Gas, weil es ist nicht mit irgendwelchen Bildrechten oder so.
- 26:16Ja, ist auch so.
- 26:17Sondern du wirst einfach für deine Präsenz bezahlt.
- 26:20Wahrscheinlich so etwas, aber ich weiss es gar nicht mehr so genau.
- 26:24Aber am Anfang habe ich dann viel Shows gemacht.
- 26:28Und viel ganz peinlich.
- 26:30Wirklich?
- 26:31Also, weisst du, die Messen, an jeder Messe.
- 26:34Früher gab es ja die Messen, Muba, Züschpa.
- 26:36Ja, ja, ja, voll.
- 26:37Zugermesse und all die.
- 26:40Da gab es immer eine Modenschau.
- 26:41Und du warst in einer Modenschau?
- 26:43Ja, fair.
- 26:43Ja, es ist gut.
- 26:44Nein, es war okay.
- 26:45Und wahrscheinlich auch wichtig für die Erfahrung, oder?
- 26:47Zum Sammeln.
- 26:48Nein, es ist...
- 26:50Es war toll.
- 26:52Du hattest auch relativ gutes Geld, weil es waren immer 10 Tage.
- 26:56Klar, du hattest pro Tag 300 oder so.
- 26:57Aber hey, 3.000, haben oder nicht haben.
- 26:59Das war super.
- 26:59Von dem her... Und wie alt warst du da?
- 27:02Also wenn ich
- 27:12Angefangen habe ich im 2011, ich glaube im 11. angefangen, das bin ich vielleicht 22, 23.
- 27:1823.
- 27:2123.
- 27:22Ja.
- 27:22Eigentlich relativ spät.
- 27:26Wirklich?
- 27:27In der Modelbranche musst du eigentlich so mit 16.
- 27:29Bei den Männern geht es, du kannst eher auch mit Eltern anfangen, aber ich bin 23.
- 27:32Und das habe ich am Anfang in meinem Leben, in meinem Bankjob gemacht.
- 27:36Und ich habe ja noch das Studium angefangen.
- 27:38Vielleicht auch noch.
- 27:39Als?
- 27:41Betriebseconomie.
- 27:42Ja.
- 27:42An der ZHW.
- 27:43Brust begleitend.
- 27:45Also die Zeit hattest du wo?
- 27:48Ich habe schon immer sehr viel los gehabt.
- 27:52Nein, ich war der Kundenbetreuer bei der ZKW.
- 27:57Ich habe 80% gearbeitet.
- 28:00Einen Tag in der Schule und am Abend noch.
- 28:01Also im Studium.
- 28:03Das ist vier Jahre gegangen.
- 28:04Und dann habe ich nebenbei gemodelt.
- 28:06Sprich, ich habe halt manchmal in den Vorlesungen gefehlt, weil ich irgendwie einen Job hatte.
- 28:12Oder... Ja.
- 28:13Also ich muss sagen, die ZKB war dort sehr, sehr flexibel und grosszügig, um quasi meinen Traum nebenbei auch weiter zu verfolgen.
- 28:21Schön.
- 28:22Also meinen Chef dort, ich konnte ihn wirklich am meisten kurzfristig freinehmen oder meinen Freitag irgendwie rumschieben.
- 28:30Was auch nicht selbstverständlich ist.
- 28:32Überhaupt nicht.
- 28:33Und das Modelbusiness ist so kurzfristig.
- 28:35Du bekommst so kurzfristig Bescheid über... Du musst wirklich... Vor allem kann ich mir vorstellen, kurzfristig Bescheid und dann nicht irgendwie für schnelles Fotoshooting, sondern vielleicht irgendwie ein 3-4 Tages Event.
- 28:48Bist du in Mailand oder in Paris oder musst du sonst irgendwo hinreisen.
- 28:52Kann ich mir jetzt vorstellen.
- 28:53I don't know.
- 28:54Ja, ja.
- 28:56Ja.
- 28:57Das ist ja so.
- 28:58Und...
- 29:00Aber es war halt so schwierig, das volle Potenzial auszuschöpfen, wenn du noch einen Bankjob dabei hast.
- 29:12Das heisst?
- 29:14Das heisst, irgendwann war ich an dem Punkt, was mache ich jetzt?
- 29:20Bank und so ist eine gute Zeit, kommt mir noch zu, aber es macht mir eigentlich gar keinen Spass.
- 29:24Nein.
- 29:26Und das andere war schon, wieso war ich in der Leidenschaft?
- 29:29Und ich musste mich dann fragen, soll ich jetzt meinen Bankjob kündigen und mich selbstständig machen als Model?
- 29:38Ohne zu wissen, ob ich am Ende des Monats genug Aufträge oder Einkommen habe, dass ich das überleben kann.
- 29:45Zu dem Zeitpunkt, an dem du diese Überlegungen gemacht hast, konntest du schon regelmässig verdienen mit dem Model?
- 29:55Ja, regelmässig nicht.
- 29:58Es war halt eben schwierig, weil ich konnte ja auch nur begrenzte Jobs annehmen.
- 30:02Weil ich einen Bankjob hatte.
- 30:05Und natürlich allein von dem, was ich verdient hätte, neben dem ich als Model gearbeitet habe, neben meinem Bankjob.
- 30:12Nein, natürlich nicht.
- 30:14Aber halt mit dem Potenzial ausschöpfen, wenn ich nicht mehr in der Bank arbeiten muss, könnte ich wahrscheinlich mehr annehmen.
- 30:21Wahrscheinlich.
- 30:25Guck mal.
- 30:26Ja, es ist...
- 30:29Auf jeden Fall.
- 30:31Und ich habe mir dann gesagt, ich will das weiter verfolgen und ich will es mir nachher nicht vorwerfen, wenn ich zum Beispiel 50 bin.
- 30:41Schon bald.
- 30:43Wenn ich dann zum Beispiel 50 bin und ich dann so zurück schaue und denke, was wäre es gewesen, wenn ich das probiert hätte, als Model durchzustarten, hätte ich es geschafft oder nicht.
- 30:56Du musst es probieren.
- 30:57Du musst es machen.
- 30:58Voll.
- 31:00Ich hatte dann aber das Studium abgeschlossen, weil ich dachte, du typisch Schweizer musst ja eine gute Ausbildung in den Taschen haben, du weisst ja nie, was passiert.
- 31:08Und dann aber nach Gott auf Arbeit, das war im September 2014, hatte ich auf der Bank gegründet und sagte so.
- 31:21Ich bin jetzt selbstständig als Model unterwegs.
- 31:24Und dann, also selbstständig heisst, du hast eine Einzelfirma gegründet.
- 31:26Einzelfirma, genau, die ich gegründet habe.
- 31:27Und dann, hat sie im Jahr 2014, okay, Social Media ist wahrscheinlich gerade dort aufgekommen.
- 31:35Ja, ah, das ist ein wichtiges natürlich vergessen.
- 31:38In 2012 habe ich dann wieder Mr.
- 31:40Schweizer alle mitgemacht.
- 31:41Also, hallo, das ist eine sehr wichtige Information.
- 31:45Was natürlich für das Model-Business oder für meine Karriere schon auch geholfen hat.
- 31:49Wie bist du gekommen?
- 31:50Ich wurde Dritter.
- 31:50Wow.
- 31:53Eben, auch das ist... Ich hatte das vorher gesagt, das war ein Traum.
- 31:58Oder, ja, Traum.
- 31:59Man hat das am Fernseher gesehen und ich wollte auch mal dort sein.
- 32:02Und ich hatte mich dort auch ein Jahr vorher beworben.
- 32:05Ich kam als Casting, aber danach auch nicht weiter.
- 32:10Krass.
- 32:12Und dann, ein Jahr darauf, habe ich einen anderen Wettbewerb mitgemacht, das war Uni Boys.
- 32:18Das gab es früher.
- 32:20Wo so der schönste Student gehört wird.
- 32:22Es gab so einen Kalender.
- 32:25Auch das kennen wir vielleicht nicht.
- 32:26Ach was.
- 32:27Nein.
- 32:28Es gab so einen Kalender und zwölf kamen ins Finale.
- 32:32Und es kam jeden Monat ein Student oben ohne Fotografie.
- 32:37Uni Boys und Uni Girl.
- 32:40Und von diesen zwölf wurde dann der schönste gehört.
- 32:46Und der war automatisch für die Mr.
- 32:49Schweiz-Wahl im Folgejahr qualifiziert.
- 32:52Und ich hatte gewonnen.
- 32:53Du warst aber zuerst in einem Monat.
- 32:55Ja.
- 32:56Welcher Monat warst du?
- 32:57Januar.
- 32:58Du warst der erste?
- 32:59Ja.
- 32:59Der erste, der die Kalender noch aufstellte?
- 33:03Ja, ich war im Januar.
- 33:04Nachher gab es eine Kalenderpräsentation.
- 33:07Und dann gab es eine Jury.
- 33:10ähm...
- 33:12Einer gehört quasi gewinnt.
- 33:14Oder wäre nicht gewesen.
- 33:15Und im Folgejahr konnte ich dann... Also 2011 war das so.
- 33:202012 bin ich dann bei dieser Mr.
- 33:21Schweiz-Wahl.
- 33:22Aber wie funktioniert das?
- 33:23Also...
- 33:26Dass du ein gut aussehender Mann bist, ist nicht zu bestreiten.
- 33:31Absolut.
- 33:31Gut.
- 33:31Danke.
- 33:32Aber wie ist das?
- 33:34Du kannst dich als Mr.
- 33:36Schweiz überwerben, bekommst... kommst im Casting nicht weiter.
- 33:41Dann wirst du der Uniboy, kommst dann rein und wirst sogar drittplatziert.
- 33:50Du bist ja nicht in diesem Jahr hübscher geworden.
- 33:56Manchmal bist du nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
- 34:01Oder vielfach, es braucht, gerade im Model-Business oder allgemein in so einem
- 34:08künstlerischen Business, du brauchst schon so viel Glück.
- 34:10Manchmal ist es wirklich einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen, hat die und die Sänger in Karrieren gemacht.
- 34:19Und ich glaube, ja, ich weiss auch nicht, ein Jahr später...
- 34:27Keine Aussetzung.
- 34:29Ich glaube nicht unbedingt, dass ich hübscher oder weniger hübsch war.
- 34:35Wie war die Erfahrung von «Mr.
- 34:36Schweiz»?
- 34:37Wie lange dauert das?
- 34:41Das dauert schon ein paar Monate.
- 34:47Das sind Vorbereitungen, Vorbereitungs-Camps.
- 34:52Jähnste Auftritt in Einkaufszentren und überall.
- 34:55Du warst wirklich durch die ganze Schweiz.
- 34:57Immer wieder am Wochenende warst du an einem anderen Ort.
- 35:00Dann haben wir unsere Show gemacht, dann gab es einen Tanz und dann gab es eine Autogrammstunde.
- 35:04Dann hatte ich wirklich immer so einen Teil Fans, die so...
- 35:09wo jeder fast immer wieder da war und jedem Ort nachgereist war.
- 35:15Und da hatten wir halt so Mediencoachings.
- 35:18Aber da war Instagram schon ein Thema oder Social Media per se?
- 35:24Nicht so gross.
- 35:25Wahrscheinlich eher Facebook.
- 35:27Facebook, ja.
- 35:28Also im Jahr 2010 kam Instagram.
- 35:30Ich glaube, ich hatte dann schon irgendwann mal einen Account.
- 35:32Aber da hast du noch nichts.
- 35:34Ich weiss noch, als ich bei Apple gearbeitet habe und im 2011 startete, im 2012 haben im... 2012 wurden drei Mitarbeiter von Apple im Laden gekündet, weil sie Fotos gemacht haben und auf Insta hochgeladen haben.
- 35:49Und weil man darauf Kunden gesehen hat.
- 35:51Also früher war das noch...
- 35:52mega restriktiv gewesen?
- 35:53Also wahrscheinlich gerade erst aufkommen?
- 35:55Nein, also du warst vor allem auf Facebook.
- 35:58Ja.
- 35:59Ich weiss, mit ganzem Stolz habe ich... Früher konntest du ja nur 5'000 «Friends» haben auf Facebook, die habe ich natürlich dann erreicht.
- 36:06Und dann musste man ja so eine Facebook-Business-Seite machen.
- 36:09Ähm... Also früher war das auf Facebook.
- 36:12Und die Erfahrung...
- 36:13Es war mega toll, also du lernst natürlich auch sehr viel.
- 36:16Du lernst wirklich viel.
- 36:17Ähm...
- 36:20Aber gleichzeitig war es für mich auch so, wenn man es noch ins Persönliche anspricht, dass ich ja hier noch nicht älter war.
- 36:32Und ich wusste, dass es ein gewisses Risiko ist, wenn du bei einer öffentlichen Wahl mitmachst, wo viele Journalisten sind, die natürlich dann irgendwie graben gehen, dass es rauskommen könnte,
- 36:43dass ich auf Mana stehe.
- 36:44Wann hast du das selber für dich entdeckt, dass du auf Mana stehst?
- 36:50Entdeckt?
- 36:51Ich würde sagen, wahrscheinlich so schon mit...
- 36:5614, 15, 16.
- 36:58Mit 16 hatte ich meine erste Erfahrung mit dem Mann.
- 37:02Mit 16?
- 37:03Ja.
- 37:04Vorher hast du gesagt, du hattest einen Crush.
- 37:08Sie ist jetzt keine Fotos mehr.
- 37:09Ja, ich hatte auch nachher mit 18 noch eine Freundin.
- 37:16Ich habe sie schon geliebt auf eine Art, aber es ist auch mehr aufgrund des sozialen Drucks.
- 37:23Schon, würdest du sagen?
- 37:27Ja, ich meine, ich hatte schon meine erste Erfahrung mit einem Mann mit 16 Jahren.
- 37:33Und wenn ich zurückblicke, hat es viel früher Anzeichen gegeben, dass ich mich zu Männern anzogen fühle.
- 37:46Ja, ich weiss irgendwie noch... Mein Vater ist in einem Maschinensportclub, wir waren damals in Davos in den Camps und ich hatte dann dort einen... Ich weiss nicht, ob du das auch merkst, ein Junge, der aber etwas älter war, ich fand ihn mega toll.
- 37:59Ich glaube, wenn du zurückblickst,
- 38:01Kannst du die Dots connecten und die Situation besser analysieren?
- 38:06Ja, aber du weisst es ja nicht wahrhaben.
- 38:10Und ein paar Jahre zurück war es auch nochmal etwas anders.
- 38:14Hey!
- 38:14Und du bist so... Ja, stimmt etwas nicht mit mir?
- 38:19Hast du das erste Mal jemandem davon gesagt?
- 38:23Das erste...
- 38:26Mit...
- 38:2921 oder so.
- 38:32Wow.
- 38:34Das muss ja auch mega trug gewesen sein für dich.
- 38:37Wenn du mit 16 die ersten Erfahrungen hatte und dort so gemerkt hast, die Erfahrungen waren die ersten Erfahrungen und dann noch 5 Jahre warten bis überhaupt einmal.
- 38:52Ja.
- 38:52Wann hast du das gesagt?
- 38:53War das die erste Person?
- 38:55Meine Mutter und meine Schwester.
- 38:56Ich hatte einen toten Freund.
- 38:59Darum wollte ich es ihnen sagen.
- 39:00Wie haben sie reagiert?
- 39:04Super.
- 39:04Sie haben aber nichts gemerkt?
- 39:08Sie haben gesagt, sie hätten es nicht erwartet?
- 39:11Nein.
- 39:12Meine Mutter hat sich sogar Vorwürfe gemacht, dass sie das nicht gemerkt hat.
- 39:16Dass sie... ... auch nicht für mich da sein konnte in dem Moment.
- 39:23Ja.
- 39:25In dem Sinne, nein, ich glaube, man hat es schon nicht so gemerkt.
- 39:28Ich bin halt schon so ein bisschen in der Frauenhell gewesen, oder weisst du, ein bisschen später dann im Ausgang und so.
- 39:34Und ich habe natürlich auch mit dem ein bisschen gespielt oder musste spielen.
- 39:38Oder auch so tun als finde ich jetzt die Geheimnisse und da.
- 39:42Aber es ist dann nie wirklich auch etwas gelaufen.
- 39:44Ja.
- 39:46Dann logisch, Kollegen, wenn ich es später gesagt habe, dann haben sie gesagt, ich habe schon gedacht, weisst du, warum hast du nie jemanden und so.
- 39:54Aber dann haben sie trotzdem nicht so gedacht.
- 39:57Aber es ist halt extrem, du baust halt wirklich wie so... Ja, es ist eigentlich Schauspieler halt, schlussendlich.
- 40:05Ist es am Anfang, also 16 die erste Erfahrung, aber mit 18 hast du eine Freundin gehabt.
- 40:09Ja.
- 40:10Und dann hast du gemerkt, du liebst sie, aber irgendwie ist...
- 40:13Ist das damals, ich weiss nicht, ob das ein Prozess ist, wo man sagt, hey, vielleicht hast du dich eher bei gefühlt?
- 40:21Ja, das sowieso.
- 40:22Ich glaube, das ist wirklich ein Prozess.
- 40:25Es gibt natürlich auch Leute, die bisexuell sind.
- 40:27Aber am Anfang habe ich es meinen Ängsten und Eltern gesagt, ich sage bei.
- 40:31Okay.
- 40:37Weil das ist so die schwächere Variante.
- 40:42Noch die Option.
- 40:44Es geht beides.
- 40:47Aber eigentlich habe ich schon gewusst, dass es nicht so ist.
- 40:51Und ich glaube, das Problem war nicht, dass ich Angst hatte, dass mein Umfeld negativ reagieren würde.
- 41:02Es ist mehr, glaube ich, das Problem mit mir selber.
- 41:05Also, mir selber so, ja, nein, nachher nehmen mich die Leute irgendwie anders wahr.
- 41:13Oder auch die Klischees, die damit verknüpft sind, dass du
- 41:19Du hattest Angst, was die anderen Leute von mir nachher denken.
- 41:23Weil dich als Mensch verändert es ja nicht.
- 41:25Klar.
- 41:26Und...
- 41:28Aber ich glaube vielfach, das Struggle ist wirklich so...
- 41:31Die haben nachher ein anderes Bild von mir, die sehen mich nachher... Keine Ahnung, was soll ich sagen... Als... Als... Dunte oder so, als ob es böse gesagt wäre.
- 41:42Und... Ja, aber es war eigentlich etwas Gegenteil.
- 41:45Aber bei deiner Ex-Freundin, bei der du 18 warst... Ich meine...
- 41:51Wenn man 18 ist...
- 41:53Da ist noch... Hast du es gemerkt, dass du nicht richtig Intimität zeigen kannst?
- 42:00Ich hatte schon eine Ex mit dir.
- 42:02Das ging?
- 42:02Ja, das ging.
- 42:05Ich musste mir den Mann vorstellen.
- 42:06Nein, wenn sie das hört.
- 42:07Ich musste meinem Mann stehen.
- 42:10Nein, das ist nicht so.
- 42:11Nein, ich habe sie schon geliebt.
- 42:15Wir hatten Sex.
- 42:16Es ging auch.
- 42:17Wir hatten eine gute Zeit.
- 42:19Sie hat dann schlussendlich Schluss gemacht.
- 42:23Und in der gleichen Nacht, wo sie Schluss gemacht hat, habe ich dann etwas mit jemand anderem gemacht.
- 42:29Nein, aber... Bitte nochmal.
- 42:30Ja, ich habe mich getröstet.
- 42:35Ich hoffe, sie hört den Podcast nicht, sorry.
- 42:37Nein, ähm... Ja.
- 42:41Okay.
- 42:42Nein, das ist schon gegangen, aber... Ich glaube, wenn du halt ehrlich gewesen wärst... Also...
- 42:47Es ist vielleicht auch gut, diese Erfahrung zu machen.
- 42:49Und ich weiss noch, ich hatte natürlich auch Frauen getatet und und äh... mit ihnen rumgemacht und eben Sex, also wirklich richtigen Sex eher mit sehr wenigen.
- 43:04Weil es ist halt dann schlussendlich... Also es ist halt nicht so das, wie ich mich... gefühlt habe.
- 43:13Und ich weiss eben noch, während «Mr.
- 43:14Schweizer Weiss» hatte eine Journalistin
- 43:18Sie sagte auch, ich sei doch schwul.
- 43:20Sie wollte mich dann so verführen, um mein Gegenteil zu beweisen.
- 43:29Ich spielte dann ein bisschen mit.
- 43:32Sie war bei mir, also Journalistin, aber sie war schon recht jung.
- 43:35Sie war dann mal bei mir zuhause.
- 43:40Also mit noch anderen Kandidaten.
- 43:43Aber irgendwie... ...wollte sie dann... Oh nein, sorry, sie ist nicht bei mir.
- 43:50Das ist schon lange her.
- 43:53Ja, das ist schon lange her.
- 43:54Auf jeden Fall... Und dann wollte sie mich verrieren.
- 43:56Und ich sagte nicht, stopp.
- 44:01Aber ja, das Risiko war schon mega.
- 44:04Oder die Angst, dass es rauskommen könnte.
- 44:09Weil da haben es zwar meine Eltern schon gewusst und eben meine engsten Freunde, aber sonst natürlich niemand.
- 44:13Du hast das erste Mal, dass du deiner Mutter und deiner Schwester gesagt hast, wie hat sich das für dich angefühlt?
- 44:24Wie sie reagiert haben, ist eins, aber wie hat sich das für dich angefühlt?
- 44:26Ist es so ein...
- 44:28War das eine hohe Erleichterung?
- 44:29Ja, es war natürlich eine mega Erleichterung.
- 44:33Ich hatte ja einen Freund.
- 44:35Und ich habe natürlich immer irgendwelche Ausreden gefunden, warum ich jetzt am Abend nicht da bin.
- 44:42Wir sind sogar zusammen in die Ferien mit meinem damaligen Freund.
- 44:45Und ich war noch nicht geoutet.
- 44:47Und ich sagte dann, ich gehe in die Ferien mit einem Kollegen, den ich vom Militär kenne.
- 44:56Und ich musste immer lügen und nicht die Wahrheit erzählen.
- 45:01Das war natürlich eine enorme Erleichterung.
- 45:03Meine Eltern, gewisse Familien und natürlich auch die engsten Freunde.
- 45:10Weil wenn du verliebt bist, willst du es am liebsten der ganzen Welt erzählen.
- 45:15Klar.
- 45:15Und dann das im Versteckten machen zu müssen, das tut sich schon weh.
- 45:19Das ist mühsam, sicher ja.
- 45:21Gut, jetzt haben wir 2021.
- 45:24Dort hast du das einfach mal deinen Ängsten gesagt.
- 45:2720.
- 45:29Nein, 21.
- 45:31Oder was?
- 45:31Nein, nein, nicht 21.
- 45:34Du bist 21 gewesen?
- 45:36Ich war 21, ja.
- 45:38Jetzt okay.
- 45:39Du warst 21, hast es deinen engsten Leuten erzählt.
- 45:43Und wie lange ist es dann gegangen, bis du mit dem rausgegangen bist?
- 45:48Sehr lange.
- 45:49In der Öffentlichkeit?
- 45:50Sehr lange, das war im 21.
- 45:51Irgendwie sagst du immer.
- 45:53Im 20, 21.
- 45:53Im 20, 21.
- 45:58Ich habe dann wirklich als Influencer angefangen, habe eine grosse Followerschaft aufgebaut, Männer wie Frauen.
- 46:05Und... Ich habe dann...
- 46:08Es war dann wie ein zweites Coming-out, weil es dann wieder so war,
- 46:13Ich habe dann natürlich schon... Also freie gelebt, aber logisch habe ich natürlich geschaut, dass ich nicht irgendwie Sachen poste, dass man davon ausgeht, dass ich schwul bin.
- 46:22Ich war dann vielleicht in Mykonos in der Ferien oder so.
- 46:24Und dann habe ich aber natürlich schon von Mykonos gepostet, aber jetzt nicht irgendwie, keine Ahnung, an einem Gay Beach oder so.
- 46:29Ja.
- 46:29Und...
- 46:32Das war dann im Jahr 2021, nachdem ich Markus, meinen jetzigen Partner, im Juni 2021 kennengelernt habe.
- 46:42In Mykonos kennengelernt?
- 46:43Nein, in Madrid.
- 46:44In Madrid.
- 46:47Ja, und er hat mir wirklich gezeigt, wie es einfach ist, offen zu leben und möglichst wenig darauf zu geben, was andere Leute von dir denken.
- 46:59Und das war sicher ein Grund.
- 47:01Und eben, wie ich vorher gesagt habe, ich meine, wenn du so verliebt bist, dann willst du am liebsten der ganzen Welt erzählen.
- 47:06Du willst dich mit dieser Person persönlich in der Öffentlichkeit zeigen und eigentlich nicht eben Versteck spielen müssen.
- 47:14Und ein zweiter Grund war, im 21 war auch die Abstimmung gegen «Ehe für alle».
- 47:19Im September.
- 47:20Ah, das war im 22?
- 47:21Im 21, ja.
- 47:21Krass.
- 47:23Und ich wollte mich auch für das einsetzen und habe mich eigentlich kurz vorher
- 47:28Öffentlich geoutet auf Instagram, ja.
- 47:31Ich weiss es im Fall noch so ganz vage, kann ich mich nur ein bisschen daran erinnern, dass es sogar ein Thema war, wir haben mal darüber gesprochen, und da war es eben so, Steven hat sich öffentlich geoutet und so, und
- 47:49Wie kam das von aussen her an?
- 47:52Einfach der Auftraggeber?
- 47:54Das war meine Angst.
- 47:56Einerseits habe ich mittlerweile schon recht offen gelebt zu meinem Privaten.
- 48:03Aber ich habe mich nicht öffentlich geoutet, weil ich Angst hatte, Follower zu verlieren.
- 48:08Weil ich eben wieder Angst habe, dass Leute mich als jemand anderes sehen.
- 48:11Auftraggeber sehen mich als etwas anderes.
- 48:12Ich habe natürlich auch als Model viel die klassischen Bärli-Sachen geshootet.
- 48:16Mann, Frau, Hochzeitssachen, Hochzeitsshows, Shootings etc. Und das ist meine Angst, dass ich dann wie einerseits natürlich Follower bin und schlussendlich auch Geld oder Aufträge verliere.
- 48:29Und ich muss sagen,
- 48:31Es war viel positiver, als ich erwartet habe.
- 48:34Also einerseits, das Feedback war fast durchweg positiv.
- 48:39Ich habe einen Follower verloren.
- 48:42Wirklich?
- 48:43Ich glaube, an dem Tag, an dem ich meinen Post veröffentlicht habe, irgendwie 7000.
- 48:48Was?
- 48:50Und wie viele Hashtags hast du schon?
- 48:54Ja, über 300'000 oder so.
- 48:56Aber jetzt bist du schon wieder bei... Ja, jetzt bin ich noch weniger.
- 48:59Nein, ich habe noch mehr verloren.
- 49:00Ah, ich dachte, du bist jetzt über 300'000.
- 49:03Nein, ich bin nicht über 300'000.
- 49:04Nein, ich finde es zu 180 knapp.
- 49:11Aber ich sage, Kommentare und DMs, Nachrichten, die waren fast überwiegend positiv.
- 49:18Es gab natürlich auch negative 100.
- 49:22Im Sinn von?
- 49:23Was will man da sagen?
- 49:25Unter anderem, ja, du bist halt nur schwul geworden, weil deine Eltern sich so früh scheiden lassen.
- 49:29So zum Beispiel.
- 49:30Ein sehr stupider Kommentar.
- 49:33Internetpsychologe haben wir dann.
- 49:36Aber das...
- 49:37Und ich sage jetzt auch, auftragsmässig glaube ich hat sich auch nichts verändert.
- 49:40Ich bin dann nachher wieder für klassische Pärchen Sachen gebucht, wo unter anderem Bürgerstock eigentlich eine recht konservative Eigentümerschaft hat von Katar.
- 49:52Ja, auch dort habe ich dann wirklich so...
- 49:55Die Shootings haben sich in dem Sinne eigentlich nicht beeinflusst.
- 49:58Weder jetzt irgendwie, dass ich viel mehr Aufträge bekommen habe aufgrund von dem oder jetzt weniger.
- 50:03«Follow-up» ja, habe ich verloren.
- 50:06Follower habe ich noch mehr verloren, als ich das erste Bild mit Markus postete, als ich ihn küssete.
- 50:12Nochmals 10'000 weniger.
- 50:14Nein, sicher nicht.
- 50:16Ich meine es jetzt.
- 50:19Das macht keinen Sinn.
- 50:21Ja, aber du schau...
- 50:25Egal.
- 50:26Ich glaube, was es wirklich gebraucht hat, ist, ich war hier natürlich schon sehr etabliert.
- 50:33Ich hatte dort auch Agenturbereits.
- 50:36Ich hatte halt auch ein gewisses Standing.
- 50:38Und ich glaube, für mich und meinen Selbstbewusstsein war es dann so gross, dass ich meinte, hey, das ist mir eigentlich egal.
- 50:43Die Leute, die wir deswegen empfangen, die brauche ich eh nicht.
- 50:46Genau so ist es.
- 50:47Das sage ich jedem.
- 50:48Und ich habe natürlich auch viele Nachrichten von jungen Leuten bekommen, die in der gleichen Situation sind, als ich war.
- 50:55Und dann habe ich gesagt, hey, schau,
- 50:57Lebe dein Leben, steh zu dem, wer du bist.
- 51:01Und wenn dich Leute gegen dich verstoßen oder dich nicht mehr lieben, dann sind es diese Leute gar nicht wert gewesen.
- 51:06Also diese musst du Energie im Leben haben, die wegen so etwas nicht mehr mit dir reden oder irgendwie finden, dass es nicht in Ordnung ist.
- 51:16Hat es nicht mal ein Gerücht gegeben, wahrscheinlich noch vor deinem Outing, wegen Sarah?
- 51:22Dass ihr wahrscheinlich ein Pärchen seht, weil ihr seid ja oftmals in den Ferien miteinander gewesen.
- 51:26Die hat es schon gegeben, ja.
- 51:28Aber Lorenzo war eigentlich immer dabei oder oftmals dabei?
- 51:31Ja, sie hat sogar einen Kommentar bekommen auf Instagram, bist du sicher, dass das Kind von Lorenzo ist?
- 51:39Also der Lio hier.
- 51:41Nein.
- 51:42Du bist für Götti, oder?
- 51:43Ja, ich bin für Götti.
- 51:46Das ist schon crazy.
- 51:48Ebenso ein Bild, das man gegen die Leute aus sich selber kreiert.
- 51:55Wenn du gewissermassen in der Öffentlichkeit stehst, nehmen sich die Leute auch das Recht, Kritik auszuüben.
- 52:04Und vor allem Kritik natürlich.
- 52:06Wie war es für euch?
- 52:08Ihr wisst ja beide, was läuft und was nicht.
- 52:12Wie war es für euch?
- 52:13Ihr seid sehr gut befreundet, ihr habt eigene Agenturen, da kommen solche Kommentare.
- 52:19Für mich war es eigentlich relativ entspannt.
- 52:23Also für mich hat es sogar noch geholfen mit meinem hetero Dasein.
- 52:26Für sie ist es vielleicht schon weniger lässig, aber vor allem auch für Lorenzo.
- 52:32Weil er ist tatsächlich auch bei sich im Geschäft vorgesprochen worden, «Hey du, deine Frau mit Steven und so, meinst du da läuft nichts?»
- 52:41Das war nicht so angenehm, aber wir gingen locker damit um.
- 52:46Wir wussten alle, was Sache ist.
- 52:48Leute reden und Leute werden immer reden.
- 52:53Du hast 2020 mit Sarah die Agentur gegründet, Social Leaders.
- 52:59Wie haben die euch kennengelernt?
- 53:01Sie sind beide riesige Influencer.
- 53:04Als Model früher.
- 53:05Als Model?
- 53:06Ja.
- 53:07Wir haben uns tatsächlich das erste Mal, das war glaube ich 2013,
- 53:12Mhm, ja, das ist auch schon... Ja, das ist auch schon...
- 53:15Sie kennt mich gleich lange wie ihren Mann, aber man hat dich nicht so gut.
- 53:19Wir haben uns das erste Mal bei einer Unterwäschemodeschau kennengelernt, 2013, und natürlich dann immer wieder so gesehen bei Modeljobs ab und zu wieder mal.
- 53:28Aber nicht jetzt irgendwie...
- 53:30Wir waren sehr close, ich will nicht sagen wir waren Befreunde.
- 53:35Wir haben dann auch mal in dem gleichen Gym trainiert.
- 53:37Wir haben uns wirklich gut kennengelernt, eigentlich 2019 in Kapstadt.
- 53:44Wir waren zur gleichen Zeit in Kapstadt.
- 53:46Zufälligerweise.
- 53:47Zufälligerweise.
- 53:48Also ich hatte einen Job bei «Buchse als Model» dort im Januar für zwei Wochen.
- 53:55Und Sarah ist ja eigentlich jedes Jahr gegangen.
- 53:59Und ich habe sie dann erzählt und sie sagte, «Ja, es war glaube ich im Februar dann der Tag, bleib doch noch verlängern, es wird dir so gut gefallen.»
- 54:06Und ich sagte, «Nein, ich muss mal schauen.»
- 54:09Und ich war dann dort zwei Wochen.
- 54:13Das erste Mal.
- 54:14Und es hat mir so gut gefallen.
- 54:15Ich wollte zurückkommen.
- 54:18Ich hatte mich dann dort auch ein bisschen verliebt.
- 54:20Oder etwas mit jemandem.
- 54:23Und dann bin ich, glaube ich, für ein, zwei Wochen zurück in die Schweiz.
- 54:26Und dann für noch einmal zwei Monate auf Kapstadt.
- 54:31Und dann haben wir wirklich den ganzen Monat Februar miteinander verbracht.
- 54:36Wir waren da unten, wir waren beide Influencer, haben auch Content geshootet, haben zusammen Sport gemacht, haben eigentlich wirklich das ganze Leben, die ganze Zeit miteinander verbracht.
- 54:47Und das hat uns wirklich so zusammengeschweißt.
- 54:51Wo ist die Idee mit Social Leaders entstanden?
- 54:53Die Idee, wir waren beide als Influencer unterwegs und hatten unabhängig voneinander die Idee, was kommt danach.
- 55:02Vielleicht wenn das mit dem Influencer nicht mehr so Trend ist oder man wird älter und man weiss ja auch nie, wie gefragt man ist.
- 55:10Und ich dachte dann schon, so eine Agentur, eigentlich, nein, sie hat es um das Wissen weitergegeben.
- 55:16Und sie hatte das gleichzeitig auch, hat es auch schon mit ihrem Mann besprochen, mit Lorenzo.
- 55:23Aber er fand dann, nein, für ihn ist das jetzt nicht das Richtige.
- 55:27Und dann haben wir, was war das, Ende 2019, zum ersten Mal darüber gesprochen.
- 55:31Ja.
- 55:32Und dann meinte sie, wieso machen wir nicht etwas zusammen?
- 55:36Und dann kommt das 2020, wo bekanntlich Covid war und uns alle in den Lockdown gebracht hat.
- 55:46Und ich würde sagen, dank dem Lockdown haben wir Zeit geschenkt bekommen.
- 55:53Um wirklich am Businessplan zu arbeiten.
- 55:57Die Idee wirklich weiterentwickeln und auszureifen.
- 56:00Weil ich glaube, oder ich würde behaupten, hätte es keinen Lockdown gegeben, wäre Covid nicht gewesen, wir sind beide so viel unterwegs gewesen, als Modeler und als Influencer.
- 56:08Und klar, du hast die Idee und du willst irgendwas machen, aber dann
- 56:12Du musst es auch wirklich... Du hast es erzählt, du hast es in der Regie...
- 56:15Es ist halt so, du hast dann so viel zu tun.
- 56:17Logisch.
- 56:18Und ich sage wirklich, dank Covid eigentlich, haben wir wirklich die Agentur gegründet.
- 56:23Wir haben die gegründet, weisst du noch?
- 56:29Ja, 10.10.2020.
- 56:2910.10.2020.
- 56:30Was für ein geiles Datum.
- 56:32Also eigentlich... Also dann hatten wir quasi wieder einen Launch von unserer Agentur.
- 56:39Aber dann schon mit der Location?
- 56:41Nein, nein, nein.
- 56:42Das war von zu Hause aus natürlich.
- 56:45Das war von zu Hause aus.
- 56:46Und es war ja auch gerade da, wo Sarah hochschwanger war.
- 56:50Lio kam Ende Oktober auf die Welt.
- 56:55Und wir hatten... Wann ist er auf die Welt?
- 56:57Weisst du das Datum?
- 56:58Ja, 29. Oktober.
- 56:59Ah, wirklich?
- 57:01Ja.
- 57:01Ich 30.
- 57:02So gut, jawohl.
- 57:03Ich glaube, das ist der Einzige, den ich noch nicht...
- 57:06Vom 24. oder 22. stehen, habe ich jeden Tag, weiss ich, jemand in der Familie oder so.
- 57:12Bei mir ist es auch mein Statum.
- 57:15Ja, und dann am Anfang ist es natürlich noch nicht so...
- 57:18Also es ist nicht so, dass bei der Agentur es gerade voll losging.
- 57:20Weil wir hatten unsere Influencer-Jobs und das hat natürlich schon immer noch die Mehrheit ausgemacht und wir hatten auch nicht wirklich so Zeit, um fokussiert das Agentur-Business zu betreiben.
- 57:31Aber im 2021, eigentlich im Mai, hatten wir dann Natalie, die jetzt bei uns in der Geschäftsleitung ist, eingestellt.
- 57:4120 Prozent zum ersten Mal.
- 57:43Und von dort an hat es dann wirklich so
- 57:46Ein strukturierter Anfang.
- 57:48Im August kam die erste Praktikantin.
- 57:50Und dann hattest du auch eine gewisse Verantwortung, Löhne zu bezahlen.
- 57:52Ähm... Und dann ist es... ja... dann noch mehr geworden.
- 58:01Sarah, du.
- 58:04Zwei verschiedene Charaktere.
- 58:05Wie werden eure Erkenntnisse in dieser ganzen Geschäftswelt, im Business, da sein?
- 58:10Sehr gut, sehr gut.
- 58:12Weil ich weiss, wie Sarah ist.
- 58:15Jetzt sind sie wundern, wie ihr das gemeinsam macht.
- 58:17Ja, also sehr gut.
- 58:19Ich würde sagen, Sarah ist die...
- 58:23Sie ist sehr kreativ, sie packt gerne an, sie ist initiativ, sie reisst Sachen an.
- 58:29Ich bin dann der, der das noch strukturiert nachdenkt und sie manchmal ein bisschen bremst.
- 58:33Oder sie mich dann ein bisschen anreisst, wenn ich vieles zutun und zerdenke.
- 58:38Ich bin halt... Ich würde sagen, sehr konzeptionell, strategisch, strukturiert.
- 58:45Es ist eher das Gegenteil.
- 58:49Guter Ausgleich aber.
- 58:50Eben.
- 58:50Mega guter Ausgleich.
- 58:51Darum habe ich gesagt, wir ergänzen das sehr, sehr gut.
- 58:55Eben, wenn ich vielleicht mir zu viele Gedanken mache über Themen, sage ich, hey, wir machen das einfach.
- 59:04Ja, ich glaube, wir ergänzen das sehr, sehr gut.
- 59:07Und jetzt tun wir aber
- 59:09Alles, was ihr als Influencer, Steven, Influencerin, Sarah, fliesst alles in die Social Media hinein.
- 59:18Wir haben natürlich intern verschiedene Kostenstellen, wie wir es nennen.
- 59:22Ja, klar.
- 59:23Agentur, ihre Influencer-Tätigkeit und meine.
- 59:27Aber ja, das ist alles eigentlich Social Media.
- 59:30Ja, gut.
- 59:31Weisst du, wer der erste Kunde war, den ihr hatten?
- 59:33Der erste Kunde?
- 59:37Ich glaube...
- 59:39Ich glaube, es war fast possible.
- 59:43Wir haben gestern mit Lela darüber gesprochen.
- 59:48Sie hat dann gesagt, dass ihr die ersten Videos für sie gemacht habt.
- 59:52Ich will fast behaupten, es waren sicher einige der ersten.
- 59:56Ich weiss noch, Dario hat mich... Oder ich hatte ihn im Luxor trainiert.
- 1:00:01Er hat mich in der Gartrobe angesprochen.
- 1:00:04«Was macht ihr da?»
- 1:00:05Dann haben wir tatsächlich die erste... Ich glaube, es war eine der ersten.
- 1:00:10Das ist schon lustig.
- 1:00:12Wenn man die Videos anschaut, das ist halt ein anderes Ding.
- 1:00:17Da muss man sich ja alles weiterentwickeln.
- 1:00:19Aber ich glaube schon, ja.
- 1:00:22Und dann bald einmal aber auch, unser erster richtiger Prestige-Kund war PKZ.
- 1:00:29Schön.
- 1:00:29Dort durften wir irgendwie einen Pitch machen.
- 1:00:36Und wenn ich jetzt den Pitch anmerke, ich habe ihn letztes Mal schon irgendwie in die Hände geraten und gedacht, oh mein Gott, wie haben die überhaupt nur Ja gesagt.
- 1:00:52Eure Spezialität bei Social Leaders ist was genau?
- 1:00:58Was macht ihr am liebsten?
- 1:01:00Wir haben drei Hauptbereiche.
- 1:01:01Einerseits Social Media Content für Firmen, wo wir eine Strategie machen, aber auch ganze Content produzieren und Social Media Handling, Posting etc.
- 1:01:15Dann Influencer Marketing.
- 1:01:17Wirklich eigentlich A bis Z.
- 1:01:18Ob es eine einzelne Kampagne ist, eine Jahrespartnerschaft, machen wir eigentlich alles.
- 1:01:24Und Events.
- 1:01:25Wir organisieren auch Events.
- 1:01:27Wirklich auch von A bis Z.
- 1:01:29Und ich glaube so...
- 1:01:32Für was wir sehr bekannt sind, sind es wirklich gute Events.
- 1:01:36Und dort ist natürlich der Fokus auch auf PR und Influencer.
- 1:01:38Unser Ziel ist es wirklich immer ein Event zu kreieren, das instagrammable ist, wie wir es nennen.
- 1:01:43Dass möglichst viel darüber gepostet wird.
- 1:01:46Dass eigentlich ein Kunde kommen kann und sagen «Hey, ich habe dieses Budget, machen wir ein geiles Event und laden Influencer ein und sie sharen das nachher.»
- 1:01:54Das und auch Influencer-Marketing in dem Sinne, wie wir wirklich ein riesen Netzwerk haben.
- 1:01:59Sorry, ja.
- 1:02:00Ein riesen Netzwerk haben wir in der Schweiz in der Influencer-Branche.
- 1:02:03Und dadurch, dass wir natürlich selber Influencer sind und natürlich auch fast täglich, kann man sagen, mittlerweile in dieser Jahreszeit an Events sind.
- 1:02:10Und uns ist das auch mega wichtig, die persönliche Beziehung zu den Influencern, aber auch zu unseren Kunden und zu allen Anspruchsgruppen oder Suppliers.
- 1:02:21Was sind so die letzten Events, wo du wirklich sagst, hey, diesen Event haben wir so krass, über den ist richtig gesprochen worden, da bin ich stolz drauf.
- 1:02:29Ja, Ende letztes Jahr gab es wirklich zwei Events.
- 1:02:33An denen ist man wahrscheinlich fast nicht dran vorbeigekommen.
- 1:02:37Einerseits für Kiko Milano, Make-up-Brand, haben wir ein Mountain-Getaway gemacht, wie im JD in Andermatt.
- 1:02:49Das war zwei Tage lang.
- 1:02:54Ja, eine riesen Experience.
- 1:02:57Branded von A bis Z.
- 1:02:58Es gab so viele Touchpoints, die die Influencer darüber posten können.
- 1:03:01Und es wurde auch wirklich so viel gepostet.
- 1:03:03Wir hatten irgendwie über 10 Millionen Impressionen durch das generiert.
- 1:03:09Und dann darauf folgend für Dyson, der Christmas Event.
- 1:03:15Dort haben wir eine Hairshow gemacht, wo Models die Influencerinnen waren.
- 1:03:22Und sie konnten Teile ihrer Communities einladen und wir haben auch noch andere Influencer eingeladen.
- 1:03:28Und auch dort, es waren über 10 Millionen Impressionen.
- 1:03:31Und es wurde so viel gepostet.
- 1:03:33Man hat wirklich so das Backstage get ready natürlich mit dem Produkt und Hair Tools von Dyson und danach eben diese Hair Show, die Influencerinnen als Model gelaufen sind.
- 1:03:44Und für die meisten war es zum ersten Mal auf so einem Laufsteg.
- 1:03:48Weil sie sind Influencerinnen, ja.
- 1:03:50Aber halt so als Model.
- 1:03:52Das hatten sie nicht so gekannt.
- 1:03:55Hast du ihnen Tipps und Tricks gegeben?
- 1:03:58Zara hat natürlich kein Spalttraining gemacht mit ihnen.
- 1:04:01Aber es ging nicht darum, dass sie eine perfekte Wahl haben.
- 1:04:06Sondern es ging um Spass.
- 1:04:08Dass sie natürlich Freude haben, sie können ihre Community einladen.
- 1:04:12Wir haben auch noch andere Influencerinnen eingeladen.
- 1:04:15Und dadurch war es so, dass sie das und das teilen und sie das geschehen.
- 1:04:20Und es ist wie eine...
- 1:04:23Es hat seinen eigenen Lauf genommen.
- 1:04:25Es war mega schön, das zu sehen.
- 1:04:28Können wir bald weitere Events von euch erwarten?
- 1:04:32Ja, wir sind an Sachen dran.
- 1:04:33Sicher.
- 1:04:37Zwei oder vielleicht drei Events jetzt noch.
- 1:04:39Dieses Jahr noch?
- 1:04:39Dieses Jahr noch.
- 1:04:42Ja, da kommt einiges.
- 1:04:44Wir haben jetzt auch gerade für das Zurich Film Festival, respektive Kiko Milano war dort Partner, haben wir auch ein Event gemacht.
- 1:04:50Das kam übrigens auch sehr gut an, wo wir eigentlich kleine Beauty-Spots für die Influencer gegrillt haben in einem Filmstudio.
- 1:05:01Ja, also...
- 1:05:02Wir versuchen uns immer wieder neu zu erfinden und neue Ideen zu überraschen.
- 1:05:08Wir kennen uns selber als Influencer und ich glaube das ist auch unser Vorteil, dass wir diese Sichtweise einbringen können.
- 1:05:13Das schätzen natürlich einerseits auch die Influencerinnen sehr, weil sie sagen, dass sie verstehen, was wir brauchen.
- 1:05:23Und eben unsere Sichtweise ist, es gibt so viele Events und die Influencer sind schon etwas verwöhnt.
- 1:05:28Also was sie zugeschickt bekommen, wo sie überall eingeladen werden.
- 1:05:32Und dann musst du halt schon, wenn du willst rausstechen, musst du immer wieder etwas Neues überlegen.
- 1:05:37Sicher, ja.
- 1:05:37Total.
- 1:05:40Ja, ähm... Dann ein anderes grosses, grosses Ereignis dieses Jahr war natürlich deine Hochzeit.
- 1:05:47Mhm.
- 1:05:47Da ist man glaube ich auch nicht darum gekommen, um es irgendwie nicht zu sehen.
- 1:05:52Ja.
- 1:05:53Also, ähm... Nur was ich jetzt schon im Kopf habe, ist sicher Anzug.
- 1:05:57Da hat es, äh, glaube ich...
- 1:05:59coole Kooperation mit deinem Anzug.
- 1:06:01Ja.
- 1:06:02Was ich noch gesehen habe, dann war es ja in Mykonos.
- 1:06:05Nein, in Madrid.
- 1:06:07In Madrid war es so?
- 1:06:08In Madrid, in Mykonos haben wir uns kennengelernt.
- 1:06:09Madrid war 1980.
- 1:06:10In Mykonos haben wir uns verlobt.
- 1:06:12Das noch nicht verlobt?
- 1:06:13Ja.
- 1:06:14In Madrid haben wir uns kennengelernt und dort haben wir... Okay.
- 1:06:16Mein Mann ist ja aus Spanien.
- 1:06:18Ja.
- 1:06:18Und darum haben wir auch die Tochter in Madrid.
- 1:06:19Von wo aus Spanien?
- 1:06:20Ist er aus Madrid?
- 1:06:21Nein, er ist aus Norden von Spanien.
- 1:06:22Ja.
- 1:06:23Bilbao.
- 1:06:24Dann in Valencia aufgewachsen, aber er hat in Madrid gelebt und dort haben wir uns kennengelernt.
- 1:06:27In Valencia.
- 1:06:28Ja.
- 1:06:29Darum haben wir es immer drin gemacht.
- 1:06:30Sure love.
- 1:06:31Okay.
- 1:06:32Und kann man sagen, war es definitiv auch Instagramable?
- 1:06:36Ich glaube schon.
- 1:06:38Ja.
- 1:06:40Wie lange hattet ihr, um das alles zu vorbereiten?
- 1:06:45Wir haben eigentlich wirklich angefangen, also es war ja im Juli, und wir haben es wirklich angefangen im November letztes Jahr.
- 1:06:53Ja.
- 1:06:54Also ich gehe nicht mal so lange.
- 1:06:55Also,
- 1:06:57Sieben Monate vielleicht.
- 1:07:01Für mich ist das relativ lang, weil ich bin mir gewohnt, Events zu organisieren in kürzester Zeit, in einem Monat oder zwei.
- 1:07:08Und mir hat es mega Spass gemacht.
- 1:07:11Viele fühlen sich gestresst, ich weiss nicht, wie es bei dir ist.
- 1:07:14Hochzeitsplanerin.
- 1:07:16Ja, haben wir natürlich schon auch gehabt.
- 1:07:17Aber trotzdem fühlen sich die Leute
- 1:07:20gestresst mit so vielen Sachen zu entscheiden.
- 1:07:22Das finde ich schon.
- 1:07:25Ich bin zwar auch ziemlich locker, weil ich bin halt auch eher auf der letzten Drücke Sachen zu machen.
- 1:07:32Meine Frau, zukünftige.
- 1:07:37Ja, sie ist...
- 1:07:39Sie hat gerne viel mehr wahrscheinlich unter Dach und Fach.
- 1:07:43Aber es gibt so viele Sachen, die ich denke «Mamma mia, du, nein.»
- 1:07:47Es ist so viel.
- 1:07:48Also wir hatten natürlich auch eine Hochzeitsplanerin in Madrid.
- 1:07:51Ich meine, sowieso, wenn du nicht vor Ort bist.
- 1:07:53Das brauchst du fast nicht.
- 1:07:55Und ich würde es jedem empfehlen.
- 1:07:56Also es tut so viel abnehmen.
- 1:07:58Und einfach auch, nur steht der Druck nicht.
- 1:07:59Und sie kommen halt und wissen, bis dann muss das und das erledigt werden.
- 1:08:04Aber mir hat es mega Spass gemacht.
- 1:08:08Aber ja, es ist viel entscheidend.
- 1:08:10Ich glaube, man merkt es auch als Paar zusammen.
- 1:08:13Es gibt natürlich viele, man ist nicht immer einig.
- 1:08:18Es ist aber auch ein schöner Prozess, finde ich.
- 1:08:21Ich kann dir eines sagen, nachher fehlt dir etwas, wenn es vorbei ist.
- 1:08:25Richtig.
- 1:08:28Ja.
- 1:08:28Man geht so ein bisschen in ein Loch.
- 1:08:31Ja.
- 1:08:33Ja.
- 1:08:33Man muss halt noch irgendwie...
- 1:08:37das Jahr nach der ersten Hochzeit noch planen?
- 1:08:40Ja, das haben wir wirklich schon überlegt.
- 1:08:44Aber uns ist es so gegangen, es war so ein schönes Weekend.
- 1:08:48Du erlebst so viel Liebe, natürlich alle Leute sind neben dir.
- 1:08:54Und ja, du bist in so einem Heim und nachher
- 1:09:02Montag oder wenn es dann vorbei ist, und das war es jetzt.
- 1:09:07Und man will halt einfach all die Momente für ewig festhalten und eigentlich wiedererleben.
- 1:09:12Wir sind wirklich, wir müssen das jetzt jedes Jahr, natürlich kann man das nicht, das Budget hält das nicht zu, aber es war halt wirklich so ein schöner Moment.
- 1:09:21Und dann bist du wirklich zu Hause und wir haben halt viel am Abend, wir müssen das und das organisieren oder wir müssen da rein, das und das schreiben, das war unsere Hochzeitsplanung.
- 1:09:31Und dann ist es einfach so, okay, nichts.
- 1:09:38Fehlt ein bisschen was.
- 1:09:40Fehlt ein bisschen was.
- 1:09:41Was war der schönste Moment, wenn du die Augen zumachst und an deine Hochzeit denkst?
- 1:09:44Was war der schönste Moment?
- 1:09:47Ich glaube, der schönste Moment war wirklich so, ähm,
- 1:09:51Wir haben draussen gegessen, also wir waren ja am Schloss und es gab einen Pool und dort waren eigentlich alle die Tische rundherum.
- 1:09:58Und unser Tisch war so ein bisschen erhöht.
- 1:10:00In einer Reihe, wir und unsere Familie.
- 1:10:05So ein bisschen wie Könige, haben wir das Gefühl.
- 1:10:08Und dann war es so ein Untergang und du schaust einfach so in die Runde runter und siehst eigentlich all deine...
- 1:10:17jetzt werde ich fast so emotional, all deine liebsten Menschen versammeln da, mit dem wunderschönen Licht, das Setting war so perfekt, und einfach wie sie miteinander Spass und Freude hatten, das war so der Moment.
- 1:10:31Ich denke, wow.
- 1:10:32Das ist pure Liebe zu zelebrieren.
- 1:10:34Und alle, die du liebst.
- 1:10:36Das ist hart, das ist schön, das ist genau das, was in der Emotion geht.
- 1:10:41Das ist wirklich so...
- 1:10:42Der Moment, wo ich die Augen zumache.
- 1:10:45Das ist ein schöner Moment, wo ich wieder erleben möchte.
- 1:10:49So schön.
- 1:10:51Markus heisst er.
- 1:10:52Was macht er?
- 1:10:53Er arbeitet im Verkauf.
- 1:10:57Er hat Luxury-Fashion-
- 1:11:00Ja, bei Saint Laurent.
- 1:11:06Ah, der Banoche.
- 1:11:07Sehr schön.
- 1:11:07Ganz ehrlich, Steven, ich finde es sehr schön, dass du so offen darüber reden kannst.
- 1:11:11Und dass du auch so... Hey, Emotionen, ich finde...
- 1:11:14Mir zeigt es heutzutage eh viel zu wenig Emotionen.
- 1:11:16Und ich bin auch sehr nah am Wasser gebaut.
- 1:11:19Nur schon, wenn die Leute auch bei irgendwelchen...
- 1:11:23Wenn innen ein Gast mir Sachen erzählt, fühle ich mich halt wie mega drin.
- 1:11:27Und wenn ich jetzt nur schon dich so höre, also ja, ich verstehe das mega fest.
- 1:11:32Ist schön.
- 1:11:33Ja, nice, ja.
- 1:11:35Und für das ist ja die Liebe da, um sich zu zelebrieren.
- 1:11:39Tut ja wirklich sehr, sehr gut.
- 1:11:41So, jetzt... Du bist mega eingespannt im Tagesgeschäft als Influencer.
- 1:11:48Du bist Ehemann.
- 1:11:50Wie geht das Ganze weiter?
- 1:11:52Was sind so deine nächsten Steps?
- 1:11:54Wo geht die Reise?
- 1:11:54Das ist eine gute Frage.
- 1:11:58Also wir haben natürlich sicher mit Social Leaders
- 1:12:02Ja, das noch weiterentwickeln, natürlich das Ziel auch noch ein bisschen zu wachsen, wenn jetzt nicht riesengroß werden, aber natürlich möchten wir das auch noch ausbauen, weiterentwickeln.
- 1:12:12Dann gleichzeitig möchte ich natürlich auch sagen, dass Influencer da sind, schon auch nicht so vernachlässigend, das habe ich schon gemerkt, dass ich das auch noch nicht so gut kann.
- 1:12:18Indem ich natürlich mehr mit der Agentur beschäftigt bin, dass das ein bisschen zu kurz kommt.
- 1:12:25Das möchte ich schon auch wieder ein bisschen fokussierter machen.
- 1:12:28Solange es noch funktioniert.
- 1:12:33Dann eben das neue Projekt mit Vivi Gaza.
- 1:12:35Interior Shopping Plattform, die jetzt auch launcht.
- 1:12:39Was ist denn das?
- 1:12:42Sind das nicht ihr, die morgen auch im Podcast kommen?
- 1:12:46Ja.
- 1:12:48Ja, ich glaube, man wird es nie lange.
- 1:12:51Ich bin jemand, der immer wieder ein neues Projekt baut oder neue Side-Projects.
- 1:12:58Um was geht es genau bei Vivi Casa?
- 1:12:59Wie Gaza ist, man kann sich das vorstellen wie eine Mischung von Instagram und Pinterest, die eigentlich rein um Interior-Content geht und Interior-Inspiration.
- 1:13:10Ja.
- 1:13:11Es ist eine Plattform, eine Social-E-Commerce-Plattform eigentlich.
- 1:13:15Du kannst dort auch einen Account erstellen, du kannst deine Interior-Bilder aufladen, zum Beispiel von deinem Sessel oder von deinem Wohnzimmer und du kannst dann die Produkte verlinken und taggen, zum Beispiel.
- 1:13:26Das habe ich von...
- 1:13:28«Liwig», das ist von «Comforama».
- 1:13:31Und dann, wenn die Leute aufgehen und finden, ach, das ist schön sauber, ich möchte das gerne kaufen, und darüber über deinen Link das quasi nachher kaufen, bekommst du eine Provision über.
- 1:13:425-10%.
- 1:13:43Und ihr habt jetzt gerade, so wie ich jetzt auf Social Media gesehen und gehört habe, ihr habt jetzt gelauncht, aber nur für Creators.
- 1:13:52Genau.
- 1:13:52Wir haben es jetzt gelauncht, weil natürlich, was ist eine Plattform oder eine Inspirationsplattform, wenn es keinen Content drauf hat, wenn die Leute drauf gehen.
- 1:13:58Darum ist es jetzt gelauncht für Creators.
- 1:14:02Und dann im November wird es der öffentliche Launch sein, wo es für alle zugänglich ist.
- 1:14:09Man kann dann eben darauf gehen, man kann sich inspirieren lassen.
- 1:14:11Und grundsätzlich kann natürlich jeder dort auch einen Creator Account eröffnen und seine Interior Inspiration teilen.
- 1:14:20Und natürlich nebenbei eigentlich wie passiv ein bisschen Geld verdienen.
- 1:14:25Also ich habe jetzt mindestens 1500 Fragen, die ich mir aber ein bisschen aufsparen kann.
- 1:14:32Weil der Podcast wird jetzt auch bald stattfinden, wo ich mich mega, mega fest darauf freue.
- 1:14:36Ich finde neue Projekte sowieso immer mega cool.
- 1:14:39Ja, es ist so, ich glaube, das ist so ein bisschen der Unter...
- 1:14:43der unternehmerische Geist in mir immer wieder etwas Neues.
- 1:14:48Sarah, sie heisst Sarah und Alex, die das gegründet haben, kamen zu uns mit der Idee, eigentlich zuerst als Agentur.
- 1:14:54Und dann habe ich mal noch weiter gemacht und dann haben sie so gefunden, ja, wir sind eigentlich ein Startup, wir können das nicht zahlen, weil sie irgendwie Unterstützung braucht natürlich und das Netzwerk von Creators und Influencern.
- 1:15:03Und...
- 1:15:06Nachher haben sie dann so gefunden, ja, ich könnte mir vorstellen, auch jetzt Beteiligung daran oder das mit uns zusammen zu machen.
- 1:15:12Und so ist dann diese Idee entstanden.
- 1:15:14Das war im April dieses Jahres.
- 1:15:17Und jetzt sind wir dann beim Launch.
- 1:15:19Und ja.
- 1:15:22Schon cool, wenn sich Köpfe zusammenfinden, können einfach richtig tolle Sachen entstehen.
- 1:15:28Ja, und es ist natürlich auch wieder ein gewisses Risiko.
- 1:15:31Man steckt natürlich auch sehr viel Arbeit und Geld drin.
- 1:15:35Aber wer weiss.
- 1:15:37Ich bin halt einer, der findet,
- 1:15:43Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
- 1:15:46Genau so ist es.
- 1:15:48Hätte es natürlich auch schon im Negativen gegeben.
- 1:15:50Letztes Jahr haben Sarah und ich auch versucht, bei einem Fashion-Startup, das ist sogar in den News gekommen, dass wir dort Mitgründer sind, was mittlerweile Konkurs ist.
- 1:16:03Ah wirklich?
- 1:16:03Trip-Trops, ja.
- 1:16:05Ah ja, genau.
- 1:16:06Ich habe sogar ein Shirt von euch.
- 1:16:09Danke.
- 1:16:11Es gibt es gar nicht mehr.
- 1:16:12Ja, siehst du.
- 1:16:13Man spricht so oft immer nur von den positiven Sachen, aber es gibt natürlich auch Rücksteige oder negative.
- 1:16:19Doch, das gibt es nicht.
- 1:16:20Confident.
- 1:16:21Confident, ja genau.
- 1:16:23Confident war dann auch unser Brand, den wir quasi als Test lancierten.
- 1:16:27Die Idee bei den Rip-Tops war ja, dass wir es den Influencern ermöglichen, ihre eigenen Fashion-Branden herauszubringen.
- 1:16:33Ja.
- 1:16:35Die Business-Idee war eigentlich das.
- 1:16:38Und dann haben wir Sarah und ich als Influencer eine Branche gemacht, um das alles zu testen, wenn es natürlich erfolgreich verlaufen wäre, um auch weiterzuführen.
- 1:16:47Aber sowohl Confident als auch Drip Drops mussten wir eingestehen, hey, it's not worth it.
- 1:16:54Und haben dann Ende letztes Jahr entschieden, dort Konkurse zu melden, weil es ein Revenue-Gang war.
- 1:17:00Was hattet ihr dann dort?
- 1:17:01War es eine GmbH?
- 1:17:03Also nicht wir alleine, sondern es sind auch wieder zwei, die das gegründet haben, die auf uns zukommen.
- 1:17:09Mit dem Input, hey, wir brauchen irgendwie...
- 1:17:14Die Influencer-Connection.
- 1:17:17Es gab verschiedene Gründe, warum das nicht funktioniert hat.
- 1:17:20Logisch, meistens sind es verschiedene Gründe.
- 1:17:23Weil wenn es nur einer wäre, dann kann man einen ausmerzen.
- 1:17:25Genau.
- 1:17:25Also wir haben das natürlich auch versucht, aber irgendwann mussten wir sagen, hey, es lohnt sich.
- 1:17:29Fair.
- 1:17:30Und hey, ich glaube, das ist genau das, was du vorhin auch angesprochen hast, so Unternehmertum ist...
- 1:17:36Der Mut hat, um etwas zu starten, der Mut hat, um etwas zu erwagen.
- 1:17:40Wer nicht fragt, der nicht gewinnt.
- 1:17:41Du musst einfach mal ins kalte Wasser und risikobereit sein.
- 1:17:45Und aber auch dann so weit sagen, hey, es lohnt sich jetzt nicht mehr und dann können wir auch den Schlussstrich ziehen.
- 1:17:53Es gehört dazu.
- 1:17:54Und ein Fail, ich glaube in der Statistik ist es ja so, wenn du irgendwie einen Gründer hast, einen Geschäftsführer, der mindestens sieben Firmen schon an die Wand gefahren hat, der wird gar nicht richtig ernst genommen.
- 1:18:07Du musst irgendwie wieder aufstehen mit neuen Ideen, etwas Neues wagen.
- 1:18:13Das gehört halt einfach dazu.
- 1:18:15Was ist gut?
- 1:18:16Ein 1% Startup ist erfolgreich.
- 1:18:19Nur schon das.
- 1:18:22Es gehört dazu.
- 1:18:24Ja, aber trotzdem, man lernt ja daraus.
- 1:18:27Und ich glaube, wir haben da sehr viel daraus gelernt, jetzt natürlich hoffentlich auch für Vivi Gasa, oder was man halt anders machen kann.
- 1:18:33Ich muss aber sagen, von Vivi Gasa merke ich schon viel mehr, wie sagt man das, der Pressure ist viel mehr da.
- 1:18:41Also ich sehe mehr, ich höre mehr, es ist präsenter als schon Drip Drops.
- 1:18:47Ja, es ist auch ein bisschen ein anderes Modell, es ist ja nicht das Gleiche.
- 1:18:51Ja.
- 1:18:54Nein, es ist schon viel mehr da.
- 1:18:55Wir haben über 450 Creator, die sich schon vorregistriert haben.
- 1:18:59Klar, jetzt geht es darum, dass die alle einen Account eröffnen und Bilder hochladen.
- 1:19:04Dass wir natürlich möglichst viel Content drauf haben.
- 1:19:09Es hat natürlich noch gewisse Bottlenecks und ob man dann nachher erfolgreich ist, das stellt sich heraus.
- 1:19:14Man hockt natürlich und man glaubt daran.
- 1:19:17Aber ich glaube, ja, ob eben um das geht, man hat eine Vision, man hat ein Ziel und man schafft darauf hin.
- 1:19:22Und im besten Fall wird es erfolgreich.
- 1:19:24Und wie erfolgreich sieht man dann natürlich?
- 1:19:26Crossing fingers.
- 1:19:27Danke.
- 1:19:28Ich sehe da auch grosses Potenzial vor allem.
- 1:19:31Wie gesagt, ihr seid nicht nur risikobereit, aber auch ihr habt den Kopf
- 1:19:37Wie bei den Sachen, ihr wisst nur, was es geht.
- 1:19:39Die haben schon gefehlt, die haben schon sehr viele Sachen mega erfolgreich durchziehen können.
- 1:19:44Die haben die besten Voraussetzungen, um solche Sachen zu machen.
- 1:19:47Ich finde, ich mache das richtig toll.
- 1:19:50Ich habe noch zwei, drei Fragen, die ich noch gesehen habe, die ich noch sehr interessant finde.
- 1:19:54Und zwar, du bist ja öffentlich, tust du sehr oft auch über Gewicht, Potenzial, Schönheit berichten.
- 1:20:04Wie wichtig oder wie, was denkst du, wie siehst du das, hat sich der Begriff Schönheit in den letzten Jahren verändert?
- 1:20:14Wie sich der verändert hat?
- 1:20:17Extrem natürlich.
- 1:20:18Ich glaube vor allem auch wegen Social Media, dass sich die Schönheitsideale verändert haben und nicht unbedingt die positiven.
- 1:20:29Also, wenn ich zum Teil sehe, auf Instagram, TikTok, die sehen fast alle gleich aus.
- 1:20:40Ich glaube, es ist
- 1:20:42Es ist schon auch wegen Social Media.
- 1:20:45Ich glaube, das Streben nach Schönheit und so, das ist natürlich irgendwie vorhanden.
- 1:20:50Oder auch früher, ich meine, du hattest irgendwie ein Magazin, ein Heftchen.
- 1:20:56Du hast gesehen, okay, die Stars haben so und so ausgesehen, ich will auch so aussehen.
- 1:20:59Aber du hast gewusst, es ist nicht erreichbar, oder?
- 1:21:02Weil das sind Stars, da musst du etwas Spezielles haben und so.
- 1:21:05Und heute, wenn du siehst, dass deine Nachbarin so und so viele Follower hat, kommt das geschenkt und zugeschickt rüber, dann ist der Druck um einiges grösser.
- 1:21:17Und ich weiss, die Leute gehen zum Schönheitsdoktor und sagen, ich will so wie dieser Filter aussehen.
- 1:21:22Das kommt auch noch dazu mit den ganzen Editing Tools, AI mittlerweile.
- 1:21:25Crazy.
- 1:21:26Ich glaube, das ist heute schon ein Trend, der sehr gefährlich werden kann.
- 1:21:31Und mir ist natürlich die Schönheit selber auch wichtig.
- 1:21:34Logisch pflege ich mich und möchte gut aussehen.
- 1:21:37Ich habe auch schon Botox gemacht, aber mir geht es darum, zu erhalten, nicht etwas zu optimieren.
- 1:21:45Ähm... Ja, ich glaube... Alteren, ja.
- 1:21:54Aber so alteren mit Würde?
- 1:21:55Nein, nicht mit Würde.
- 1:21:56Das andere ist auch mit Würde.
- 1:21:57Ich muss ehrlich sagen, weisst du...
- 1:22:01Ja, so ein Erhalter.
- 1:22:02Mir geht es nicht darum, dass ich meine Nase nicht schön finde, ich lasse sie korrigieren oder ich sprüche meine Lippen auf.
- 1:22:07Das gibt es übrigens auch bei Männern.
- 1:22:09Ähm... Ja.
- 1:22:12Und natürlich Fitness ist auch ein gesunder Lebensstil.
- 1:22:16Wie wichtig ist für dich Fitness und Ernährung in deinem Alltag?
- 1:22:20Fitness ist sehr ernährlich.
- 1:22:22Ist mir auch sehr wichtig, aber ist natürlich nicht immer ganz so gesund oder konsequent.
- 1:22:26Du bist ein Genüsser.
- 1:22:27Ich bin ein Genüsser.
- 1:22:28Du gehst gerne essen.
- 1:22:29Ich gehe gerne essen.
- 1:22:30Denke mal ein Glas gerne.
- 1:22:32Aber Fitness schon.
- 1:22:33Also Sport ist mir sehr wichtig.
- 1:22:35Eben, das ist natürlich auch ein Altersvorsorge.
- 1:22:36Ich meine, dass wir Muskeln aufbauen für den Alter.
- 1:22:39Ich meine, Muskelknochen, die werden brüchiger, Muskeln nehmen ab.
- 1:22:44Ich glaube, mit dem kannst du entgegenwirken, dass man eigentlich auch möglichst lang ein schönes Leben führen kann.
- 1:22:50Und das ist mir sehr wichtig.
- 1:22:52Ernährung auch.
- 1:22:54Und ich weiss, ich sage immer, ich muss wieder abnehmen oder ich muss mich gesünder ernähren.
- 1:23:00Grundsätzlich bin ich schon zufrieden, aber es gibt sich immer wieder...
- 1:23:04Es gibt immer Optimismusfaktoren.
- 1:23:07Ja.
- 1:23:08An diesem Fall würdest du sagen, Fitness bist du auf einem guten Level, aber mit Ernährung könntest du noch etwas konsequenter sein.
- 1:23:14Genau.
- 1:23:15Ich finde auch, Ernährung ist ultra wichtig, definitiv gibt es nichts zum abstreiten.
- 1:23:20Ich bin auch ein Genüsser, ich versuche meistens 80-20, also 80% schaue ich mega auf, was ich esse.
- 1:23:26Aber wir sind halt auch zwei Genüsser, wir können gerne fein essen.
- 1:23:29Aber das ist auch okay, das ist auch gut.
- 1:23:31Für etwas macht man ja Fitness und alles.
- 1:23:33Genau, das ist so.
- 1:23:35Das sind meine Worte.
- 1:23:36Nein, das ist...
- 1:23:38Wir müssen beide nicht auf der Bühne stehen oder nicht mehr.
- 1:23:41Oder vielleicht bald wieder.
- 1:23:43Aber ich muss nicht auf die Bühne.
- 1:23:43Nein, es ist okay.
- 1:23:46Fix.
- 1:23:50Eine andere Frage, die ich habe.
- 1:23:51Du hast es vorhin angesprochen.
- 1:23:53Und zwar, man möchte so ein schönes Ideal anstreben, weil man sagt, hey, die sieht so aus, deshalb ist sie erfolgreich auf Social Media.
- 1:24:02Was siehst du aber heute als einen Erfolgsfaktor, um auf Social Media erfolgreich zu sein?
- 1:24:09Ich glaube, heute ist es ein Erfolgsfaktor, vor allem, wenn du eben echt bist und authentisch bist.
- 1:24:17Ich weiss, es klingt so abrutschend, aber es ist... Total.
- 1:24:20Ich meine, seit man über Influencer-Marketing und so redet, redet man immer von authentisch sein und so.
- 1:24:26Aber ich glaube,
- 1:24:29Heute, mehr denn je, ist es wichtig, dass das RAW zeigt.
- 1:24:34Und eben nicht nur das perfekte und inszenierte Leben.
- 1:24:39Sondern auch wenn es einem schlecht geht und die echten Zeiten zeigen.
- 1:24:43Dann ist man extrem erfolgreich und hat auch eine engagierte Community.
- 1:24:51Als das Ganze begann, ging es um die perfekte Inszenierung.
- 1:24:56Bei Instagram begann man mit den Bildern.
- 1:24:59Die Influencer-Blogger, die erfolgreich waren, waren die, die das perfekte Outfit, die Inszenierung, die schönsten Bilder gemacht haben an den ausfallendsten Spots.
- 1:25:08Das kann auch immer noch funktionieren.
- 1:25:11Aber ich glaube, es ist vor allem das Echte.
- 1:25:16Wenn man das echte Leben zeigt und auch ein bisschen Ecke und Kante.
- 1:25:21Ich glaube, etwas, mit dem sich die Leute identifizieren können.
- 1:25:28Und da könnte ich wahrscheinlich in diese Richtung auch noch mehr machen.
- 1:25:30Ich kann es momentan eh nicht so aktiv betreiben.
- 1:25:35Und bin halt schon auch einer, der schon extrem viel Wert leitet, wie ich dann überkomme oder was andere Leute von mir denken.
- 1:25:45Viel, viel weniger als früher.
- 1:25:48Früher war mir das so wichtig.
- 1:25:50Eben natürlich auch die ganze Community.
- 1:25:52Das hat extrem viel mit dem zu tun.
- 1:25:57Aber ich glaube, dann ist man erfolgreicher.
- 1:25:58Wenn du sagst, du könntest heute sicher mehr machen, du hättest dich vernachlässigen müssen wegen dem Geschäft etc.
- 1:26:03Wie viel postest du aktuell noch?
- 1:26:07Ja, ich poste sicher noch 1-2 in der Woche.
- 1:26:14Aber früher, als ich angefangen habe,
- 1:26:17strecke jeden Tag einen Post immer zur gleichen Zeit.
- 1:26:20Das ist mein längster Contentplan, alles vorgeschaltet.
- 1:26:27Ja, also ich bin natürlich mit der Kontinuität gewachsen und Konstanz auch.
- 1:26:34Und das ist jetzt natürlich eben, das liegt einfach auch nicht mehr so drin.
- 1:26:38Wollen wir heute, wie wir gemeint haben, viele Follower haben, um erfolgreich zu sein auf Social Media?
- 1:26:43Nein.
- 1:26:45Überhaupt nicht.
- 1:26:46Ich glaube, auf TikTok noch weniger.
- 1:26:48Auf TikTok kannst du wirklich erfahren, was du für Content produzierst.
- 1:26:52TikTok ist auch nicht eine Plattform, wo man unbedingt grossen Leuten folgt, sondern man spiegelt Videos, man speichert sie und man legt sie einfach weiter.
- 1:26:59Was dann der Plattform signalisiert, hey, dein Content ist interessant.
- 1:27:02Und du siehst Profile, die haben vielleicht wenig Follower, aber haben hunderttausende von Views oder zehntausende von Views.
- 1:27:08Instagram und einmalig in die Medien-Richtung.
- 1:27:12Nein, muss man gar nicht.
- 1:27:13Ich glaube, jetzt auch gerade in der Schweiz, für Firmen, also jetzt auch wieder aus Agentursicht, ist es viel relevanter, dass du eine gute, engagierte Community hast, die
- 1:27:22der grösste Teil in der Schweiz ist, weil das sind dann, auch wenn es internationale Firmen sind, sie kommen zu uns, weil sie den Schweizer Wert bespielen wollen.
- 1:27:29Also haben sie Budgets für den Schweizer Wert.
- 1:27:31Ergo ist ihr Interesse ein höchster Anteil an Schweizer Follower.
- 1:27:36Und ein kleiner Account hat automatisch eigentlich einen höheren Anteil an Schweizer Follower.
- 1:27:40Darum, es ist gar nicht unbedingt so entscheidend, dass du 100'000 Follower hast.
- 1:27:47Ein starker Account mit 10'000, 20'000
- 1:27:52kann sogar erfolgreicher sein oder unterwegs sein.
- 1:27:56Ja.
- 1:27:56Ja, ich habe es in letzter Zeit ganz, ganz oft bemerkt, dass Leute, die wirklich auch kleinere Accounts haben, aber trotzdem schon gut monetarisieren können, weil sie coole Partnerschaften haben,
- 1:28:09Anstatt wirklich... Ich hatte auch einen coolen Typ bei mir, Marco Marquez.
- 1:28:15Ja, kenne ich.
- 1:28:18Er hatte eine riesige Kommunikation.
- 1:28:192-3 Millionen, oder?
- 1:28:20Auf Insta insgesamt 11.
- 1:28:22Über alle Plattformen.
- 1:28:25Aber ja, ist mit der Monitorisierung noch ganz oft sehr, sehr schwierig.
- 1:28:29Und es hat halt eine sehr internationale... Und dann ist halt...
- 1:28:33Klar, du hast einen internationalen Account und dann... Als internationaler Player bist du dann weit zu klein.
- 1:28:41Ja.
- 1:28:44Und das ist natürlich auch ein bisschen bei mir der Fall.
- 1:28:47Als ich angefangen habe, hat man eh alles auf Englisch gemacht.
- 1:28:50Es ist einfach so.
- 1:28:52Also die Hashtag, es war nur Englisch.
- 1:28:54Sprich, ich habe automatisch auch sehr viele Follower aus der USA.
- 1:28:58Bringt mir jetzt natürlich für Brands da nicht so viel, aber für die USA bin ich natürlich nichts oder niemand.
- 1:29:04Und darum, wenn ich jetzt noch mal anfangen würde, würde ich meinen Content auf Schweizerdeutsch machen.
- 1:29:09Erstens, weil es authentischer ist.
- 1:29:11Und zweitens, weil man viel besser an der Schweizer Märkte spielen kann.
- 1:29:15Und wenn man es monetarisieren will, einfach auch viel geeigneter ist.
- 1:29:23Ja, gesehen, ja.
- 1:29:24Und ich glaube, dass du da viel aufmunterst, dass man das auch mal von so einem grossen Influencer und Geschäftsführer wie dir gehört, dass man sagt, hey, mach, bist authentisch, mach dein Zeug, wenn du auf Schweizer Deutsch machst, aber mach es kontinuierlich.
- 1:29:39Ich glaube, was halt mega entscheidend ist, es gibt ja so viele Accounts mittlerweile und so viele Influencer-Creators, ich glaube, mega entscheidend ist, heutzutage, wenn du erfolgreich sein willst, dass du einfach auch deine Nischen hast und genau Content machst, das das bespielt.
- 1:29:54Weil die Algorithmen sind mittlerweile schon so, dass sie spielen...
- 1:29:59die Leute, die das gesehen haben.
- 1:30:01Und wenn sie dich nicht klar einordnen können, was Kevin genau für Content macht, ist er live, ist er in Fashion, ist er in Autos, dann wirst du auch nicht wirklich ausgespielt.
- 1:30:13Und als ich angefangen habe, war es so,
- 1:30:16Was mache ich?
- 1:30:16Lifestyle, Fashion, Travel, so etwas alles.
- 1:30:19So etwas alles, oder?
- 1:30:22Und ich merke bei meinem Account selber, was bei mir am besten funktioniert, ist LGBTQ, Couplesachen mit dem Markus.
- 1:30:31Ich bin wie in diesem Algorithmus so eingestuft.
- 1:30:33Und wenn ich diese Sachen poste, wunderbar.
- 1:30:36Alles andere, so etwas mässig.
- 1:30:38Merkst du, dass Interaktionen weniger sind?
- 1:30:41Krass, ja.
- 1:30:42War heftig, ja.
- 1:30:44Und die Sachen, die viral gehen, sind, wenn dann irgendwas mit Markus... Und früher war es anders.
- 1:30:50Wahrscheinlich auch zu keinem Teil.
- 1:30:54Ja.
- 1:30:55Aber ja, ich glaube...
- 1:30:58Würdest du dem zustimmen, dass man den Algorithmus eh nicht kann?
- 1:31:02Ich glaube, niemand kennt den Algorithmus wirklich.
- 1:31:04Ja, wobei mittlerweile zeigen sie es dir ja auf Instagram an.
- 1:31:08Bei einer Explorer-Page.
- 1:31:10Weisst du, was da dir angezeigt wird?
- 1:31:13Was du quasi...
- 1:31:14was deine Interessen sind und eingestuft.
- 1:31:16Und so stufen sie dich auch ein.
- 1:31:18Das heisst, du kannst schon ein wenig beeinflussen, was du für Content machst.
- 1:31:26Und was du auch extrem siehst, gerade wenn du eine Explorer-Page oder einfach so durchgehst, du kannst den Algorithmus schon relativ schnell beeinflussen, was er dir anzeigt.
- 1:31:37Ich war jetzt in Paris, habe für Celine Dion
- 1:31:42und hat Videos geschaut und zeigt, dass er nur noch Céline Dion zeigt.
- 1:31:47Oder in Paris mit den Krawallen.
- 1:31:49Nur noch solche Sachen.
- 1:31:49Das ist krass, ja.
- 1:31:50Also es geht schon schnell zum Beeinflussen.
- 1:31:53Vielleicht weniger gut, wie er dich ausspielt, aber... Ja, ja.
- 1:31:57Sind das übrigens auch Dinge, die dich auch... die dich auch ein bisschen Sorge bereiten, was so in der Weltgeschichte so abgeht mit Mailand und Paris oder allgemein in Frankreich?
- 1:32:08Ja, auf jeden Fall.
- 1:32:09Also, das ist sicher... Ich meine, wir waren in Paris und du hast es ja hautnah miterlebt.
- 1:32:16Wir sind im Restaurant gesessen und sind irgendwie alle fünf Minuten zehn Polizeiautos mit der Sirene vorbeigefahren.
- 1:32:22Wann bist du schon gewesen?
- 1:32:23Jetzt am Wochenende.
- 1:32:24Also, du, der die Kralle war.
- 1:32:25Ja, wirklich?
- 1:32:26Jetzt gerade?
- 1:32:27Ja.
- 1:32:27Holy shit.
- 1:32:2817. und 18. Oktober.
- 1:32:30Was, krass?
- 1:32:32Ui, nein.
- 1:32:34Dann siehst du wieder Menschenmengen entgegen und hinterher die Polizei.
- 1:32:38Und du verwirrst alles.
- 1:32:40Das ist wirklich sehr krass.
- 1:32:42Man sieht, wie die einen den Laden ausräumen, das Zeug mitnehmen, überall Verpackungsmaterial.
- 1:32:50Urlaublich.
- 1:32:52Das hat sich schon ein bisschen wie so ein Melchiorixgebiet angefühlt.
- 1:32:57Ich weiss nicht, ich war noch nie in einem.
- 1:33:00Ja, es ist... Also, ich habe eine echt starke Meinung zu dieser Sache und ich finde, da muss man unbedingt handeln, weil ganz ehrlich, ich möchte das nicht da erleben, solange wir das in Mailand und jetzt in Frankreich gesehen haben.
- 1:33:19Ich hoffe jetzt schon, dass wir da...
- 1:33:22auch die Polizei so weit stärken, dass sie das auch eingreifen dürfen.
- 1:33:26Ich glaube, sie sind aber auch ein bisschen überrascht.
- 1:33:28Ich habe gelesen, dass sie in diesem Ausmass gar nicht erwartet haben, dass sie in diesem Sinne auch die polizeilichen Ressourcen gar nicht hatten.
- 1:33:35Hey, stell dir vor, in der Schweiz haben wir... Ich meine, ich bin ja kein Matchgänger, kein Fussballer, FZZ, GC, da kenne ich mich gar nicht aus.
- 1:33:43Früher, als ich noch hetero war.
- 1:33:45Nein, gar nicht.
- 1:33:47Aber ich habe halt gerade vor dem letzten Grund gewohnt,
- 1:33:53Ich weiss schon, was dort abgeht und wie viele Polizeiaufgebote es braucht, vor allem wenn es so Derbys sind.
- 1:33:59Aber wenn so etwas stattfindet wie ein Match und dann im Stadtkern nochmal irgendein Krawall, die Polizei ist aufgeschmissen.
- 1:34:10Ja und es war ja v.a.
- 1:34:11verteilt.
- 1:34:12Es war ja nicht nur bei einem Platz, sondern es war so verteilt.
- 1:34:18Ja, ein Thema, wo wir da können wir wahrscheinlich einen eigenen Podcast darüber machen.
- 1:34:24Auf jeden Fall hoffentlich alle gesund und hoffentlich keine Verletzten.
- 1:34:29Das ist das, was wir hoffen.
- 1:34:30Und dass Politik in der Schweiz da eingreift.
- 1:34:33So, mein Lieber.
- 1:34:35Bist du bereit für die Schnellführerrunde?
- 1:34:36Achso, gut.
- 1:34:39Sehr gut.
- 1:34:40Also, das Game ist so, ich stelle eine Frage und du versuchst sie möglichst schnell zu beantworten.
- 1:34:45Vielleicht geht irgendwo noch mal eine Tür auf und wir müssen noch ein paar Sachen runter.
- 1:34:48Aber in der meisten Fall.
- 1:34:52Gut.
- 1:34:54Spa-Weekend oder Erlebnisurlaub?
- 1:34:58Äh, nein, ein Spa-Weekend.
- 1:35:01Erl... Spar...
- 1:35:02Aber machst du gerne Erlebnisse...
- 1:35:06Aber machst du gerne Erlebnisse Urlaub?
- 1:35:08Bist du so ein Aktiver, der gerne Sachen da drunter nimmt?
- 1:35:10Ja, ja, schon.
- 1:35:11Also jetzt nicht irgendwie klettern oder so, aber ja, ich tue gerne Sachen da drunter.
- 1:35:15Ja, cool.
- 1:35:16Aber ich würde sagen, weil halt einfach so viel los ist, dass man auch gerne mal einfach ein Spa-Weekend zum Erholen.
- 1:35:22Ein Spa-Place, den du crazy empfehlen kannst?
- 1:35:28Ich durfte schon in sehr vielen schönen Spa-Hotels sein, aber ich würde sagen Gran Rizzo Badagaz.
- 1:35:34Love it.
- 1:35:36Schon einer meiner All-Time-Favorites.
- 1:35:38Love it.
- 1:35:39Wunderschön.
- 1:35:39Ich habe ja schon zweimal meinen Geburtstag gefeiert.
- 1:35:41Wirklich?
- 1:35:42Ja, verstehe ich.
- 1:35:43Das ist wirklich sehr, sehr schön.
- 1:35:46Vielleicht noch ein Fun-Fact.
- 1:35:47Ich bin bekannt für meine Spa-Weekend-Geburtstage.
- 1:35:52Ja.
- 1:35:52Ah ja?
- 1:35:53Am 30.
- 1:35:54Am 30.
- 1:35:55habe ich angefangen, weil ich fand, im Alter entsprechend machen wir ein Wellness-Weekend zum Geburtstag.
- 1:36:01Und dann sind meine Freunde und Familie in ein Hotel gegangen.
- 1:36:06Und das war so toll, sie fanden es so toll.
- 1:36:08Sie fanden, ich müsste das jedes Jahr machen.
- 1:36:10Ich habe es jetzt nicht ganz jedes Jahr gemacht, aber immer wieder mal.
- 1:36:13Sehr gut.
- 1:36:14Ja.
- 1:36:147132?
- 1:36:16Ich war noch nie.
- 1:36:19Da musst du es machen.
- 1:36:20Das ist der Hammer.
- 1:36:21Ich liebe es.
- 1:36:22Es ist wirklich wunderschön.
- 1:36:26Ein Kompliment, das dir wirklich sehr viel bedeutet.
- 1:36:34dass ich zum Beispiel, ja, auf Instagram habe ich gehört, dass jemand sagt, hey, du hast, du inspirierst mich sehr und hast mich zum Beispiel zum Coming Out bewogen.
- 1:36:41Habe ich schon ein paar Mal gehört und das ist wirklich so, ich finde, ja wow, das ist eigentlich das Ziel.
- 1:36:46Ja, schön.
- 1:36:48Ja, cool.
- 1:36:49Auf das bin ich absolut stolz in meinem Leben.
- 1:36:56da wo ich jetzt bin und was ich alles schon erreicht habe.
- 1:36:58Und ich glaube, dass der kleine Steven, der in der sechsten Klasse den Aufsatz schreibt, eigentlich sagt, ja, ich habe es eigentlich geschafft, das, was ich gewählt habe.
- 1:37:07Das ist manifestiert, das ist richtig umgesetzt.
- 1:37:11Sehr schön.
- 1:37:13Diese Frage ist ein bisschen deeper.
- 1:37:15Die ist auch sehr, sehr wichtig.
- 1:37:18Darum möchte ich wieder so dir wirklich gut überlegen, was du antworten kannst.
- 1:37:23Kannst gerne in dich gehen.
- 1:37:24Es beeinflusst auch den Ablauf des weiteren Podcasts.
- 1:37:31Darum.
- 1:37:33Ananas auf der Pizza.
- 1:37:36Nein.
- 1:37:36Sehr gut.
- 1:37:40Alles andere wäre höchst dramatisch gewesen.
- 1:37:45Also keine Ahnung.
- 1:37:46Ich habe schon gedacht, was kommt jetzt.
- 1:37:47Keine Ahnung.
- 1:37:48Nein, keine Ahnung.
- 1:37:49Gut.
- 1:37:49Ich finde, es gibt keine Richtung um falsch.
- 1:37:51Ausser du hast noch etwas vor.
- 1:37:52Dann weisst du, was ich meine.
- 1:37:53Gut, nächste Frage.
- 1:37:54Gut, nächste Frage.
- 1:38:08Ist Schönheit ein Geschenk oder ein Fallen?
- 1:38:12Oh, wow.
- 1:38:14Ein Geschenk.
- 1:38:15Ein Geschenk.
- 1:38:15Ja.
- 1:38:16Total.
- 1:38:17Also, wenn man richtig damit umgeht, ja.
- 1:38:20Ja, sicher.
- 1:38:24Ist dir schon mal ein Hate-Kommentar richtig nahegegangen?
- 1:38:32Ja, ich glaube vor allem früher.
- 1:38:34Mittlerweile ist mir das wirklich egal.
- 1:38:36Aber früher hat es jemanden gegeben, bei dem ich noch nicht geoutet bin, bei dem man immer geschrieben hat, «Ich oute dich jetzt und weiss ich was» und so.
- 1:38:47«Ich erzähle es am Blick.»
- 1:38:48Und dann...
- 1:38:50Logisch, am Anfang bist du so ein bisschen verunsichert.
- 1:38:53Aber... Ja, ich glaube, du lernst mit der Zeit damit umzugehen.
- 1:38:59Ja.
- 1:39:02Okay.
- 1:39:02Du brauchst doch eine dickere Haut.
- 1:39:04Ja.
- 1:39:05Also das ist mir wirklich egal.
- 1:39:06Mhm.
- 1:39:07Schön.
- 1:39:09Follower oder Freunde?
- 1:39:10Was ist schwieriger zu halten?
- 1:39:11Ja...
- 1:39:20Also ich würde sagen, Follower ist schwieriger zu behalten, weil ich natürlich nicht so eine enge Bindung zu ihnen habe.
- 1:39:25Ich meine, Freunde pflege ich und die bleiben hoffentlich.
- 1:39:33Ein Follower kommt und geht, weil einfach auch die Nature von dem schnelllebigen...
- 1:39:37Wahrscheinlich hast du keine Freunde verloren, die dein Coming-out bekommen haben.
- 1:39:41Nein.
- 1:39:41Genau.
- 1:39:41Und ich habe wirklich auch schon seit... Und was ich wirklich sehr froh bin, ich habe wirklich viele Freunde, oder eigentlich die meisten, die nicht aus dieser Bubble sind.
- 1:39:51Die nicht Influencer sind.
- 1:39:52Die nichts damit anfangen können.
- 1:39:54Okay.
- 1:39:55Und ich glaube, das erhält dich auch etwas auf dem Boden.
- 1:39:58Es dreht sich dann nicht immer alles um das.
- 1:40:00Ich sehe viele Influencerinnen, die dann nur in dieser Bubble unterwegs sind und sich nur mit diesen Leuten treffen.
- 1:40:07Und das ist dann immer über «Post a dance» das perfekte Selfie.
- 1:40:09Und ich schlage das dann noch.
- 1:40:11Und ich lege, wenn ich mit meinen Freunden am Tisch bin, das Handy weg.
- 1:40:15Schön.
- 1:40:17Ja.
- 1:40:18Sehr schön.
- 1:40:19Ja.
- 1:40:19Manieren.
- 1:40:21Ja.
- 1:40:21Genau.
- 1:40:22Wann fühlst du dich am meisten du selbst?
- 1:40:27Ich bin am meisten auf dem Tennisplatz.
- 1:40:28Ja?
- 1:40:28Ja.
- 1:40:29Hast du noch gerne Tennis gespielt?
- 1:40:29Keine Ahnung, warum mir das so in den Sinn gekommen ist.
- 1:40:30Das ist ja fair, das ist schön.
- 1:40:32Sport drinnen.
- 1:40:32Ja, ich liebe es.
- 1:40:33Es ist mein Lieblingssport.
- 1:40:34Der Markus auch?
- 1:40:34Nein.
- 1:40:34Nicht?
- 1:40:34Nein.
- 1:40:35Wie den kannst du dann spielen?
- 1:40:35Kollegen.
- 1:40:36Okay.
- 1:40:51Ja, und natürlich auch mit meinen Freunden.
- 1:40:54Grundsätzlich.
- 1:40:55Freunde, Familie.
- 1:40:56Bei Markus natürlich auch.
- 1:40:58Hoffentlich auch.
- 1:41:02Ja.
- 1:41:03Schön.
- 1:41:03Der beste Business-Tipp, den du jemals bekommen hast?
- 1:41:09Just do it.
- 1:41:10Einfach neigen.
- 1:41:12Einfach neigen.
- 1:41:14Just do it.
- 1:41:15Aber ja, eigentlich simple as it is, nicht?
- 1:41:17Ja.
- 1:41:20Also probiere es einfach.
- 1:41:22Aber natürlich immer mit einem kalkulierten Risiko, wie wir es vorerst hatten.
- 1:41:28Klar.
- 1:41:28Ich kenne auch Leute, die haben dann etwas versucht, es ging nicht, etwas anderes.
- 1:41:32Und irgendwann kannst du dich auch verrennen in etwas.
- 1:41:35Ja.
- 1:41:37Ich glaube, man muss einfach offen sein für Neues.
- 1:41:41Wenn man irgendeine Vision hat, versucht man das zu verfolgen.
- 1:41:45Aber vielleicht nicht mit allen Mitteln.
- 1:41:46Ja, unbedingt.
- 1:41:50Mykonos oder Zürich?
- 1:41:55Lange Überlegung.
- 1:41:56Ja, schon Zürich.
- 1:41:57Schon, oder?
- 1:42:05Ja.
- 1:42:05Also, Frank, das war sicher schon zehnmal.
- 1:42:09Aber kennst du in Mykonos leben?
- 1:42:11Nein.
- 1:42:12Nicht wahr?
- 1:42:12Nein.
- 1:42:13Ist es schön, mal dort zu sein?
- 1:42:15Ich war noch nie in Mykonos.
- 1:42:16Nein, du musst mal gehen.
- 1:42:17Es ist wunderschön.
- 1:42:18Ich finde es super schön.
- 1:42:19Aber nein, ich kann nicht dort leben.
- 1:42:21Ich meine, was machst du im Winter dort?
- 1:42:23Ja, ja, voll.
- 1:42:25Gut, was machst du im Winter hier?
- 1:42:26Nein.
- 1:42:26Nicht alles, alles.
- 1:42:28Zürich ist so geil.
- 1:42:29Nein, nein.
- 1:42:30Definitiv Zürich.
- 1:42:31Ja.
- 1:42:32Cool.
- 1:42:34Selbstbewusstsein.
- 1:42:35Ist es angeboren oder trainierbar?
- 1:42:39Ich würde schon sagen trainierbar.
- 1:42:41Mhm.
- 1:42:44Man hat sicher unterschiedliche Ausprägungen, wenn man geboren wird, aber es ist sicher antrainierbar.
- 1:42:51Vor allem auch bei mir, ich habe das enorm entwickelt, über die Jahre.
- 1:42:58Ich bin eher scheu gewesen als Kind, zurückhaltend, so würde ich mich nicht unbedingt beschreiben.
- 1:43:09Und sicher auch sehr unsicher, vor allem auch viel, was denken die anderen Leute.
- 1:43:15Man muss sich mit dicker Haut entwickeln, bei Kommentaren etc.
- 1:43:19Was denken die Leute über mich, was schreiben sie?
- 1:43:22Das ist ein Teil davon.
- 1:43:25Um das wie trainieren zu können.
- 1:43:26Ich habe noch zwei Fragen.
- 1:43:30Wenn du heute alles verlieren würdest, was wäre morgen deine erste Aktivität?
- 1:43:36Das sind jetzt die tiefsten Fragen.
- 1:43:40Was materiell?
- 1:43:43Alles, was du dir vorstellen kannst.
- 1:43:48Meine erste Aktivität?
- 1:43:54Ja... Ich würde auf dem Stand von Neujahr beginnen.
- 1:44:00Was?
- 1:44:00Was wärst du das Erste, was du machst?
- 1:44:01Was wärst du das Erste, was ich mache?
- 1:44:04Boah... Joggen.
- 1:44:14Hm.
- 1:44:14Weisst du wieso?
- 1:44:18Ich kann es mir vorstellen, wenn ich zu dir kommen würde.
- 1:44:21Weisst du nicht, wenn ich gojoga gehe, bin ich so fokussiert und bin ich so einfach bei mir und ich habe meistens die beste Idee.
- 1:44:29Aber ja.
- 1:44:30Wenn ich irgendwie auch etwas kenne, ich muss entscheiden oder irgendwo nicht weiter weiss.
- 1:44:36Ja.
- 1:44:37Ja.
- 1:44:41Ja, sehe ich.
- 1:44:43Ja, sehe ich.
- 1:44:44Weisst du wieso?
- 1:44:46Ich hätte wahrscheinlich so etwas erwartet.
- 1:44:48Dann kannst du durchlüften, schnell kurz Reset, Ideen fliessen lassen und dann... Ja fair, finde ich gut.
- 1:44:58Ich würde einen Instagram Account öffnen.
- 1:45:00Ja wahrscheinlich.
- 1:45:02Er zeigt dir wie es geht.
- 1:45:03Auf Schweizerdeutsch.
- 1:45:05Und jeden Tag um die Lichtzeit posten.
- 1:45:08Sehr schön.
- 1:45:09Zu der letzten Frage.
- 1:45:11Der Podcast heisst Momentum.
- 1:45:13Was heisst Momentum für dich?
- 1:45:19Ja, ein Momentum, wo ein entscheidender oder ein einschneidender Moment, wo sowohl das Negative als auch das Positive oder dein Leben irgendwie in die entsprechende Richtung oder in eine andere Richtung lenken kann.
- 1:45:32Ja.
- 1:45:34Absolut.
- 1:45:36Ist das das Neue für dich?
- 1:45:38Es ist gut.
- 1:45:38Es ist dein.
- 1:45:39Oh, ich fand schon.
- 1:45:41Mindestens 109 Antworten bekommen.
- 1:45:45Okay.
- 1:45:45Ein paar sind sehr ähnlich, aber...
- 1:45:48Ich möchte meine Sachen nicht interpretieren.
- 1:45:52Jeder soll seine Meinung dazu haben, was Momentum für sich heisst.
- 1:45:56Und wie er es für sich nutzt.
- 1:45:58Absolut.
- 1:45:59Mir hat der Podcast sehr viel Spass gemacht.
- 1:46:01Wir sind aber noch nicht ganz fertig.
- 1:46:02Die Kamera ist hier.
- 1:46:05Wenn du noch etwas möchtest, etwas sagen, etwas mitgeben, ist jetzt der Zeitpunkt dafür.
- 1:46:11Ja, ich glaube...
- 1:46:14Was ich vorhin gesagt habe, man soll einfach stolz auf die Person, die man ist und das machen, was man möchte und diese Ziele verfolgen.
- 1:46:24Es soll einem egal sein, was andere Leute darüber denken oder sagen.
- 1:46:27Ich glaube, wenn ich meinem kleinen Steve oder meinem jüngeren ich das mitgeben würde, wäre es so, mach einfach.
- 1:46:34Scheiss drauf.
- 1:46:37Wenn andere finden, das ist doof oder es wird nicht erfolgreich, mach es einfach.
- 1:46:42Gib auch nicht so schnell auf und verfolge deine Träume.
- 1:46:47Ganz schön, Schlusswort.
- 1:46:49Danke vielmals.
- 1:46:50Danke dir.
- 1:46:50Ich sage immer, Zeit ist uns das wertvollste Gut und dass du da über jetzt eineinhalb Stunden mit mir über dein Leben geredet hast, über deine Ups und Downs, über deine Struggles, über dein Coming Out, aber auch Meinungen zu gewissen Situationen.
- 1:47:06Im Moment bin ich dir sehr, sehr, sehr dankbar und ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg, auch mit Markus, alles, alles Gute, viel Liebe, viele Emotionen, Erfolg für euer Geschäft und auf jeden Fall ganz viel Gesundheit.
- 1:47:21Danke vielmals, das wünsche ich dir auch.
- 1:47:22Danke vielmals.
- 1:47:23Und an dieser Stelle auch danke dir.
- 1:47:25Danke, dass du wieder eingeschaltet hast bei Momentum.
- 1:47:27Dein Podcast, der inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt.
- 1:47:31Du weisst, wie das Game funktioniert, aber mach dir keine Sorgen.
- 1:47:33Ich erkläre es dir ganz schnell.
- 1:47:34Da unten hat es einen Knopf, der heisst Abonnieren.
- 1:47:36Wenn du diesen Knopf drückst, verpasst du nichts mehr, was auf deinem Account läuft.
- 1:47:40Nebenan, ganz wichtig, hat es eine kleine Glocke.
- 1:47:42Wenn du diese drückst,
- 1:47:43Du bekommst sogar eine Benachrichtigung, wenn ein neuer Podcast aufgeschaltet wird.
- 1:47:47Video von Steven, den du nicht verpassen darfst.
- 1:47:49Darum klick beides an, bevor du deinen Kommentar und deinen Like abgibst.
- 1:47:53Danke vielmals.
- 1:47:54Dein Kevin Kellermatze.