Latest / Gin And Talk / Marianne Koch über Medizin, Lebenslust und das Älterwerden
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- 0:00Speaker 0: aber sich einfach lebenslang für Neues zu interessieren und vielleicht auch, sich auszubilden in verschiedenen Dingen die ein früher nicht interessiert haben.
- 0:11Speaker 0: Aber jetzt interessiert also das man da dran bleibt?
- 0:14Speaker 0: Das ist sicher nachgewiesener Weise für einen Wachengeist im Alter wichtig!
- 0:23Speaker 0: Ich habe das Glück dass ich ja mit dem hohen Alter von der Staatssekretär und ich kann mir gut vorstellen, dass meine Gehirnzellen damals stinke sauer waren weil sie so viel arbeiten mussten.
- 0:39Speaker 0: Aber das war von heute gesehen sicher sehr günstig.
- 0:45Speaker 0: Es war immer ein bisschen toll kühn solche Sachen zu machen aber ich wusste während dieser ganzen zwanzig Jahre in denen ich Filme gemacht habe Ich wusste immer Dass sich zurückgehen würde.
- 0:56Speaker 0: zur Medizin
- 0:57Speaker 1: Herzlich Willkommen!
- 0:59Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr, euch heute zu einer neuen Episode Gen & Talk begrüßen zu dürfen.
- 1:05Speaker 1: Mein heutiger Gast ist Dr.
- 1:07Speaker 1: Marianne Koch.
- 1:09Speaker 1: Sie war gefeierter Filmstar der neunzehntfünfziger-und sechziger Jahre, drehte mit Clint Eastwood und erhielt den Bundesfilmpreis und entschied sich dann ganz bewusst für ein zweites Leben als Ärztin.
- 1:21Speaker 1: Sie beendete ihr Medizinstudium, das sie schon vor der Filmkarriere begann.
- 1:26Speaker 1: Eröffnete eine eigene Praxis, schrieb populärmedizinische Bücher und moderierte bis heute eine wöchentliche Radiosendung im Bayerischen Rundfunk.
- 1:35Speaker 1: Ich wollte von dir wissen wie man ein erfülltes Leben über neun Jahrzehnte hinweg führt?
- 1:40Speaker 1: Warum Neugier- und Bewegungen die besten Werkzeuge gegen das altern sind und wie wir lernen können dem Tod mit Würde und Klarheit zu begegnen.
- 1:50Speaker 1: Wenn dir diese Episode von Gin & Talk gefällt, folge uns bei Spotify, Apple Podcasts oder wo auch immer du gerne Podcasts hörst.
- 1:58Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:20Speaker 1: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere
- 2:26Speaker 0: Atmosphäre unserer Studio-Bar.
- 2:37Speaker 1: Liebe Marianne Koch ich freue mich sehr dass wir uns heute hier bei Ihnen im wunderschönen Naturparadies sozusagen treffen können und Sie sich die Zeit nehmen.
- 2:46Speaker 1: herzlich willkommen!
- 2:47Speaker 0: Vielen Dank.
- 2:48Speaker 0: lieb das Sie gekommen sind.
- 2:50Speaker 1: jetzt trennen uns beide ja ein paar Jahre.
- 2:56Speaker 1: Hab hier ihr Buch liegen, mit Verstandaltern wie es gelingt geistig fit und lebendig zu bleiben.
- 3:02Speaker 1: Wann muss ich dann spätestens anfangen mich all diesen Ratschlägen oder Ideen Konzepten zu widmen?
- 3:08Speaker 1: Oder ist dann irgendwann mal der Zug abgefahren?
- 3:10Speaker 1: weil in der Jugend ist man ja meistens nicht ganz so vernünftig mit seiner Lebensweise?
- 3:15Speaker 0: Ja also Jugend lassen wir bald raus.
- 3:18Speaker 0: aber die Altersforscher gerade auch die Hirnforsche sagen kann gar nicht früh genug sein, dass man sich überlegt was interessiert mich.
- 3:29Speaker 0: Wo kann ich sozusagen... wo kann ich mich weiterbilden?
- 3:34Speaker 0: Politisch aber auch in den einzelnen Berufen.
- 3:38Speaker 0: das heißt man sollte schon relativ früh anfangen sich für lernen und einfach ein Interesse haben an der Welt, an den Berufen und was los ist Wenn man das versäumt hat, macht es nichts wenn man erst mit Achtzig damit anfängt.
- 3:59Speaker 1: Neugierde und Begeisterung sind ja also zwei Punkte die ich ein bisschen raushöre.
- 4:04Speaker 1: Welche Rolle spielen sie denn eigentlich für ein gesundes Altern?
- 4:07Speaker 1: Also wie viel beeinflusst tatsächlich die mentale Gesundheit, dass die mentalen Fitness dann auch wirklich den Alterungsprozess?
- 4:17Speaker 0: Der Alterungs-Prozess wird sicher von verschiedenen Dingen Also zieht sich auch für verschiedene Dinge, da ist körperliche Aktivität sicher dabei und vernünftige Ernährung und genügend Schlaf.
- 4:33Speaker 0: Diese ganzen Dinge aber dieser Begriff des lebenslangen Lernens obwohl man nicht jetzt lateinische Vokabeln pauken muss Aber sich einfach lebenslang für Neues zu interessieren und vielleicht auch sich auszubilden in verschiedenen Dingen, die ein früher nicht interessiert haben aber jetzt interessiert also dass man da dran bleibt.
- 4:58Speaker 0: Das ist sicher nachgewiesener Weise für einen Wachengeist im Alter wichtig.
- 5:07Speaker 1: Haben Sie eigentlich jemals über Ihr eigenes Alter so wirklich nachgedacht?
- 5:12Speaker 1: Also im Sinne von oh jetzt bin ich aber... schon auf einem Alter angekommen, wo man sagen kann vielleicht auch Respekt an einen selbst oder so.
- 5:19Speaker 1: Oder war das für sie selbst tatsächlich nie Thema?
- 5:22Speaker 1: Weil ich habe in der Vorbereitung ja ein paar Sachen angehört und Sie mögen es eigentlich gar nicht wenn man Ihnen sagt für ihr Alter sind sie aber fit und wenn man dazu viel Lob ihnen gegenüber quasi äußert.
- 5:33Speaker 0: Ich hab das Glück dass sich mit dem hohen Alter von ja, ja, dreiundvierzig-vierundviertzig Herr Staatssektsam gemacht hat Und ich kann mir gut vorstellen, dass meine Gehirnzellen damals stinke sauer waren weil sie so viel arbeiten mussten.
- 5:51Speaker 0: Aber das war von heute gesehen sicher sehr günstig, weil man eben gewohnt war gelernt hat sich mit neuen Dingen zu beschäftigen und die auch zu lernen sodass man sie wiedergeben kann.
- 6:07Speaker 0: Das heißt dieser zweite Teil meines Medizinstudiums den ich Gott sei Dank abschließen konnte und erst im Krankenhaus gearbeitet habe, dann eigene Praxis hatte.
- 6:20Speaker 0: Das war sicher positiv für meine grauen Zellen ganz sicher.
- 6:27Speaker 0: Und danach war es ja auch so in der Medizin müssen sie sich ständig fortbilden.
- 6:33Speaker 0: Es gibt ja ständig irgendetwas Neues jetzt auch wieder neue Nachweis von vielleicht gefährdet durch Alzheimer kann man mit diesen neuen Studien jetzt im Blut nachweisen, braucht nicht mehr groß da das Gehirn anzubohren und so schaut wie es da drin aussieht.
- 6:52Speaker 0: Die Medizin zwingt einen dazu dran zu bleiben und ich habe auch seit ich meine Praxis damals abgeben musste eigentlich immer mich weitergebildet in der Medizin und abgeben muss ich sie weil man damals im Alter von keine krassen Patienten mehr behandeln durfte.
- 7:16Speaker 0: Und ich wollte keine Soschikimiki-Privatpraxis haben und habe die dann abgegeben, bin in ein tiefes Loch gefallen klar?
- 7:25Speaker 0: Und hab dann eben angefangen populärmedizinische Bücher zu schreiben.
- 7:29Speaker 0: Das tue ich bis heute.
- 7:31Speaker 0: und außerdem bin ich vor in zwischen zwanzig Jahren hat man mir eine Sendung im Bayerischen Rundfunk angeboten die ich bis heute mache, das Gesundheitsgespräch immer ein Thema zu dem die Hörer und Hörern anrufen dürfen können.
- 7:48Speaker 0: Und auch da muss man sich natürlich vorbereiten.
- 7:52Speaker 0: Klar!
- 7:53Speaker 1: Ist ja auch sehr breit.
- 7:54Speaker 1: also ich habe mir ein bisschen reingehört gerade die Sendung zum Thema Psychosomatik und zum Thema Schlaganfall dass es ja die Bandbreite ist ja riesengroß?
- 8:04Speaker 0: Ja, ja.
- 8:04Speaker 0: Und natürlich die Themen vor allem im Studium gelernt habe und dann später auch als Schwerpunktthemen hatte, also innere Medizin.
- 8:14Speaker 0: Und da vor allem Katiologie und Angiologie und das... Ja!
- 8:19Speaker 0: Da bin ich nach wie vor dran.
- 8:20Speaker 0: Aber wenn man dann über Kniedelenk oder über das Immunsystem oder so Bescheid wissen sollte um andere beraten zu können ja, da muss man schon was tun.
- 8:33Speaker 0: Das tue ich auch sehr gerne.
- 8:34Speaker 1: Sie haben es gerade schon gesagt, sie haben ihr Medizinstudium eigentlich nach einer fast vollständigen Karriere die sie auch weitermachen hätten können.
- 8:42Speaker 1: Also in der Schauspielerei muss dazu sagen sie haben davor schon angefangen Medizin zu studieren sind dann durch Zufälle In der Schauspielerei im Film gelandet war er sehr erfolgreich Auch international erfolgreich und haben dann gesagt ne ich mache jetzt mein Medizin Studium fertig haben aber ja dann nicht nur ihr Medizinstudium gemacht, sondern nebenher auch weitergearbeitet.
- 9:05Speaker 1: Also drei nach neun moderiert, was bin ich mit moderiert?
- 9:10Speaker 0: Es war immer ein bisschen toll kühn solche Sachen zu machen!
- 9:14Speaker 0: Ich hatte ja keine formalistische Ausbildung und so... Aber ich wusste während dieser ganzen zwanzig Jahre in denen ich Filme gemacht habe, ich wuste immer dass ich zurückgehen würde zur Medizin.
- 9:25Speaker 0: Ich hab da mit siebzehn Jahren angefangen und Gott sei Dank bevor ganz mit der Schulspielerei zu tun, hatte noch das Physikum bestanden.
- 9:34Speaker 0: Und das war dann der Grund oder sagen wir mal die Möglichkeit dass man sehr viel später die klinischen Semester machen konnte und stets sichermachen konnte und also fertig ausgebildete Ärztin war.
- 9:47Speaker 1: Aber trotzdem ja nach wie vor auch das, was sie dann noch nachgemacht haben sozusagen durchaus anspruchsvoll und andere Menschen schaffen es nicht mal so mit noch Dingen die sie parallel all den Dingen die Sie in der Zeit noch parallel.
- 10:00Speaker 0: Ja aber das war mehr ein Spaß.
- 10:03Speaker 0: also gerade drei nach neun Das waren damals als wir damit angefangen haben.
- 10:07Speaker 0: Wir waren die ersten Also die Patinski und Wocker Und Jürgen Menge.
- 10:14Speaker 0: Das waren zusammen mit mir, wir waren die Moderatoren und das war eine wilde Sendung damals also nicht sehr vergleichbar mit der heutigen auch schönen guten Sendung.
- 10:27Speaker 0: ich mag den Giovanni di Lorenzo sehr gern aber ja das war halt so ein Spektakel.
- 10:35Speaker 0: Und die Tatsache, dass ich mich getraut habe.
- 10:39Speaker 0: Da diese teilweise ja sehr bekannten Leute, Loryo sowieso und Helmut Kohl zu interviewen das kann ich heute nur als eine Frechheit bezeichnen wirklich.
- 10:50Speaker 1: Jetzt muss man aber schon dazu sagen sie waren in ihrer Filmkarriere sehr erfolgreich.
- 10:55Speaker 1: Sie haben auch international gedreht damals noch mit einem sehr unbekannten Clint Eastwood In einer Hand voll Dollart zum Beispiel.
- 11:04Speaker 1: Also sie waren ja keine Unbekannte und auch den Leuten, die Sie da interviewt haben, waren sie keine Unbekante.
- 11:10Speaker 0: Ja das mag sein aber zu einem guten Interview gehört ein bisschen mehr als dass er bekannt ist.
- 11:18Speaker 0: Gegenteil, bekannt sollen die anderen sein nicht?
- 11:21Speaker 0: Weiß noch wie der Wolfgang Menge den Schneider der englischen Königin als Gast hatte.
- 11:28Speaker 0: also Der Regisseur saß da in der Mitte vom Studio, nicht irgendwo oben wo er heute unsichtbar ist.
- 11:36Speaker 0: Wer nackte Wände im Studio?
- 11:39Speaker 0: Wirzhaustische und ja... Und der Regisseure, dieser Mike Leckerbosch hat dann die Kameraleute von der Mitte ausgeduldet.
- 11:48Speaker 0: mal darüber und du kam auch mal so autonom, so ein ganzer Trubb.
- 11:53Speaker 0: Zehn Leute haben gesagt wir wollen mitreden!
- 11:58Speaker 0: Es gab keine Security, es gab keine Polizei.
- 12:01Speaker 0: Nichts.
- 12:02Speaker 0: Dann hat der Aufnahmeleiter gesagt, da drüben müsste noch ein Tisch freisetzt.
- 12:05Speaker 0: Soll ich mal hin?
- 12:06Speaker 0: Kommt gleich jemanden mit euch rein!
- 12:09Speaker 0: Also vollkommen improvisiert alles und das war aufregend und lustig.
- 12:15Speaker 0: uns hat mir Spaß gemacht.
- 12:16Speaker 1: Das glaube ich.
- 12:18Speaker 1: Sie haben vorhin gesagt in all den zwanzig Jahren in denen sie Filme gemacht haben war ihnen immer klar, sie wollen irgendwann nochmal zurück zur Medizin.
- 12:25Speaker 1: Ist das vielleicht auch was, was sie davor bewahrt hat in diesem ganzen Filmgeschäft so vollends?
- 12:34Speaker 1: Vielleicht auch irgendwann abzuheben oder da die Bodenhaftung zu verlieren.
- 12:38Speaker 0: Ganz sicher!
- 12:39Speaker 0: Das habt sich ja damit etwas zu tun gehabt.
- 12:41Speaker 0: und wenn ich damals schon aber heute vor allem, wenn ich zurückdenke an diese ganze Filmerei dann ist das, was mir geblieben ist und was ich sagen muss, dass war ganz toll... Reisen zu Außenaufnahmen.
- 12:57Speaker 0: Ich galt als Tropenfest, weil ich nicht gleich schreiend davon gelaufen bin wenn mal eine Schlange da aufgetaucht ist im Schminkraum oder wo immer und habe dann eben sehr viele Angebote gehabt mit Außen Aufnahmen in exotischen Ländern fünf Wochen Bangkok und vier Wochen Hongkong und Brasilien und Südafrika Und natürlich auch Italien, Frankreichs, Spanien und so.
- 13:23Speaker 0: Und dieses Arbeiten, das man dann nicht nur als Tourist hingefahren ist, sondern auch dort gearbeitet hat mit den dochigen Leuten zusammen... ...und die Länder, die man dabei gesehen hat, das hat mich tief beeindruckt!
- 13:36Speaker 0: Das ist für mich heute ein großer Schatz, den ich mir da erworben
- 13:40Speaker 0: habe.".
- 13:41Speaker 1: Das war ja alles zu einer Zeit, wo das mit dem Reisen noch gar nicht so verbreitet war.
- 13:46Speaker 1: Also da war er nicht... Ich buch mir mal kurz einen Flug nach Bangkok und es liegt da mal eben hin.
- 13:51Speaker 1: Ja,
- 13:52Speaker 0: natürlich für heute ist es ja mühelos nicht!
- 13:54Speaker 0: Aber damals war es schon was Besonderes und ich habe das sehr genossen.
- 13:59Speaker 1: Sie haben in dieser Zeit ja dann irgendwann auch ihren leiblichen Vater persönlich kennengelernt der eine echte Chorifere auf seinem Gebiet in der Medizin war.
- 14:09Speaker 0: Sie haben aber gut recherchiert, ausgiebig.
- 14:14Speaker 1: Und wussten sie eigentlich davor schon im Detail was er alles auf seinem Gebiet gemacht hat?
- 14:20Speaker 1: Also war das vielleicht auch so eine Verbindung die sie ein Stück weit zum Medizin gebracht hat oder war das vollkommen unabhängig davon?
- 14:28Speaker 0: Ich glaube es war unabhängig weil meine Lust und meine Absicht Medizin zu studieren war viel früher.
- 14:37Speaker 0: Ich glaube eher, dass das Zusammenhang mit einem Kinderarzt, den wir hatten.
- 14:42Speaker 0: Ein auch jüdischer Kinderarst der Gott sei Dank noch rechtzeitig auswandern konnte und der eine großartige Beziehung zu seinen Kindepatienten hatte.
- 14:56Speaker 0: also das war glaube ich der ja einer der Gründe warum mich unbedingt Medizin studieren wollte.
- 15:07Speaker 1: Ihr leiblicher Vater war auch Jude, musste fliehen.
- 15:11Speaker 1: Er ist in die USA geflogen nach Gefangenschaften und Unterdrückung und allen möglichen Leid was ihm hier zugeführt wurde.
- 15:20Speaker 1: Sie waren im Teenager-Alter als der Krieg zur Ende war.
- 15:24Speaker 1: sie sind in Grünwald Geiselgasteig groß geworden.
- 15:29Speaker 1: Wenn sie da heute so zurückschauen Was sind denn da so?
- 15:33Speaker 1: die Prägenden Bilder, die ihnen in den Kopf schießen wenn es um das Kriegsende geht.
- 15:37Speaker 0: Prägende Bilder waren immer die amerikanischen Panzer, die da um die Ecke fuhren.
- 15:42Speaker 0: und dass man wusste meine Mutter war natürlich eine Nazi-Hasserin und man wusst sie jetzt ist es wirklich zu Ende mit diesem Nazi Regime und die Panzer kamen und das heißen nette junge Leute drauf.
- 15:59Speaker 0: Da haben uns Kinder, die wir da herum standen im Tor und natürlich ein bisschen gezittert haben.
- 16:04Speaker 0: Und neugierig waren, haben uns Bomberungs runtergeworfen oder so.
- 16:08Speaker 0: Also das sind so die Dinge... ...und die Erleichterung nicht nur von meiner Mutter sondern auch von unserer ganzen Familie.
- 16:17Speaker 0: Jetzt ist es endlich Schluss mit diesen Leuten!
- 16:21Speaker 1: Hat es lange gedauert bis man also Es war ja auch immer diese Situation.
- 16:25Speaker 1: Ich glaube, sie hatten auch Nachbarn die waren da sehr, ich sage jetzt mal, stramme Anhänger
- 16:30Speaker 0: des
- 16:30Speaker 1: Regimes und man musste sich überlegen was... Einem Ritterkreuz
- 16:33Speaker 0: Träger und so, das ist klar!
- 16:35Speaker 0: Also dann musste man meine Mutter hat uns Kinder immer gewarnt oder gesagt seit Jahr vorsichtig sagt nichts und so nicht.
- 16:44Speaker 0: Dann musste man schon aufpassen, ja?
- 16:45Speaker 1: Wie lange hat es gedauert bis man sich an diese Normalität gewöhnt hat dass man wieder freisprechen kann, dass man keine Angst mehr haben muss damit das man wirklich wieder quasi in Freiheit auch gedanklich lieben kann.
- 16:58Speaker 0: Ich glaube es ging sehr schnell weil ja also ich erinnere nur dass sich dann als die Schulen wieder geöffnet waren die waren ja während der schlimmsten Fliegerangreife dann ausgelagert aus München.
- 17:11Speaker 0: Man musste da immer irgendwo ein E-King oder Bartels auf dem Land in die Schule gehen Und allein die Tatsache, dass man also wieder normal mit der Straßenbahn in die Schule fahren konnte.
- 17:24Speaker 0: Das war schon sehr angenehm.
- 17:25Speaker 0: Ich war dreizehn als er Krieg zu Ende war und dann bin ich zu den armen Schulschwestern ins Genasium gegangen und habe dann allerdings sehr schnell Abitur machen können.
- 17:39Speaker 1: Sie haben zwei ... Sehr schnell ist schöner Begriff!
- 17:42Speaker 1: Sie haben zweiein Schassen übersprungen, sie haben mit siebzehn Abituren gemacht?
- 17:45Speaker 0: Das hat damals leichti zu überspringen.
- 17:48Speaker 0: Eine hatte ich schon in der Volksschule, wie sie es, also Grundschule übersprungen.
- 17:52Speaker 0: Weil da immer zwei Klassen zusammen im einem Klassenraum saßen und da konnte man den Unterricht für die höhere Klasse ohne Weiteres mitmachen.
- 18:02Speaker 0: Und dann später nochmal auch ja auf dem Angerkloster.
- 18:06Speaker 0: Aber das war prima!
- 18:08Speaker 0: Die waren großartig.
- 18:09Speaker 0: Die Klosserschwestern waren auch sehr tolerant.
- 18:15Speaker 0: Eine Mitschülerin von mir wurde dann schwanger, von einem Amerikaner.
- 18:20Speaker 0: Dann haben sie gesagt okay krieg du dein Kind ja wunderbar aber dann kommst du zurück und machst Abitur und so.
- 18:26Speaker 0: Ja das muss man sich vorstellen!
- 18:28Speaker 1: Wo Sie dann angefangen haben Medizin zu studieren?
- 18:30Speaker 1: Das war ja zu einer Zeit.
- 18:31Speaker 1: da war es ja jetzt nicht wirklich selbstverständlich dass man auch als junge Frau sagt ich mach Abiturt, ich fange ein Studium an gehe dann in die Medizin.
- 18:42Speaker 1: War das für Sie damals schwer oder hatten sie da eigentlich jede Unterstützung, die Sie brautken?
- 18:49Speaker 0: Ich hatte nie das Gefühl, dass man als Frau benachteiligt war in dem Studium.
- 18:57Speaker 0: Und ich hatte auch vorher in der Filmzeit nie irgendwelche Kämpfe mit irgendwelchen Typen, die dachten, Sie können so jeden haben den Sie wollen nicht.
- 19:07Speaker 0: Die Idee!
- 19:08Speaker 0: Aber ich denke, das lag eben auch daran, dass ich nie so ganz dazugehört habe zu der ganzen Filmkruhe.
- 19:14Speaker 0: Weil ich ja immer gesagt habe, ich werde Ärztin und so... aber kein Problem gehabt!
- 19:21Speaker 1: Wie erklären Sie sich eigentlich den Erfolg als Schauspielerin?
- 19:27Speaker 1: haben mit Menschen zusammengearbeitet, die haben das alle irgendwie gelernt.
- 19:32Speaker 1: Die waren vielleicht auf Schauspielschulen und so weiter.
- 19:35Speaker 1: Haben vielleicht schon viel mehr Erfahrung gehabt, haben am Theater gespielt wie auch immer.
- 19:38Speaker 1: Und dann kommen sie eigentlich ohne jede Vorbildung in dem Bereich.
- 19:44Speaker 1: Ja
- 19:44Speaker 0: vollkommen Aber ich weiß es auch nicht.
- 19:47Speaker 0: Ich war frech ziemlich natürlich und er hat mir halt zugetraut.
- 19:55Speaker 0: Und beim Film ist es nicht so wie auf dem Theater, da müssen Sie ja wirklich eine Ausbildung haben um Charaktere darzustellen und alles.
- 20:03Speaker 0: Im Film vor allem wenn sie gute Regisseure haben die ich teilweise hatte.
- 20:08Speaker 0: Da reicht das eigentlich wenn man selber ist und sich so hineinversetzen kann in die Rolle die man da spielt.
- 20:20Speaker 0: Ich habe sogar einen Filmpreis gekriegt.
- 20:23Speaker 0: aber witzig!
- 20:24Speaker 1: Sie haben dann irgendwann nach dieser Filmkarriere auch gesagt, sie haben das Studium fertig gemacht.
- 20:30Speaker 1: Sie haben eine Zeit lang in einer Klinik gearbeitet und haben sich mit einer eigenen Praxis selbstständig gemacht.
- 20:41Speaker 1: Wie war dieser Schritt für Sie?
- 20:43Speaker 1: Und wie war es auch mit den ersten Patienten?
- 20:46Speaker 1: Weil ich kann mir vorstellen ... Die kannten Sie ja erst mal alle aus einem anderen Kontext noch oder?
- 20:53Speaker 0: Es fing schon an in diesem zweiten Teil des Studiums, wenn man da in den Hörsaal ging.
- 20:59Speaker 0: Da war man der bunte Hund her und das hat sich dann gegeben als sie gesehen haben ich sitze auch im Achtel in der Chirurgie vor Lesung und ich zittere auf vor den Klausuren.
- 21:09Speaker 0: also das ging dann ganz schnell bin übrigens mit einer meiner Mitstudierenden noch sehr befreundet.
- 21:17Speaker 0: wir sehen uns nach und ja bei der Praxis war es dann so dass meine Mitarbeiterinnen da am Empfang, die haben schon ganz gutes Gefühl dafür gehabt ob jemand kommt weil er krank ist und Hilfe braucht oder weil er neugierig ist mal gucken will.
- 21:35Speaker 0: Also die haben sie dann entmutigt irgendwie.
- 21:40Speaker 0: aber es war im Grunde was kein Problem weil es haben alle gemerkt ich bin drin in der Medizin und Ich habe das wirklich alles gelernt und war sicher Keine Überragende, aber immerhin eine kompetente Ärztin.
- 21:55Speaker 0: Das schon!
- 21:56Speaker 0: Weil ich eben auch in der Klinik hatte sehr gute Lehrer-Hervorragende vor allem auch solche die vorgemacht haben wie man mit Patienten umgeht nicht?
- 22:08Speaker 0: Wir Assistenten und Assistentinnen standen oft so ein Viertelstunde im Gang herum weil unser Chef Prof.
- 22:17Speaker 0: Helmut Lüthien hieße zu einem Kranken ins Zimmer, ans Bett sich gesetzt hat und den irgendwie ja in eine bessere Stimmung und Zuversicht und so gebracht hat.
- 22:31Speaker 0: Also der Umgang mit Patienten war an dieser Klinik in Starberg wirklich großartig und da habe ich viel gelernt.
- 22:38Speaker 1: Das heißt auf der einen Seite das medizinische Fachwissen rund um Diagnose- und Therapie sozusagen und auf der anderen Seite auch so eine psychologische Komponente
- 22:49Speaker 0: Aber das muss jeder haben, der mit Patienten umgeht.
- 22:53Speaker 0: Das spürt man ja auch wie groß da die Ängste sind oder welche anderen Probleme vielleicht noch hinter der Krankheit stecken und so.
- 23:01Speaker 0: Aber dass man das eben ganz bewusst benennen kann dem Patientengegenüber und ihn auffordern kann.
- 23:10Speaker 0: jetzt erzählen Sie mal dass man sich die Zeit nimmt dafür.
- 23:14Speaker 0: Das ist heute sehr schwierig geworden, ja?
- 23:16Speaker 0: Das ist kein böser Wille bei den Kolleginnen und Kollegen, sondern es ist einfach durch die allgemeinen Umstände der Ärzte ... Ist das schwierig geworden?
- 23:27Speaker 1: Stelle ich mir auch insofern kompliziert vor, weil man für die Diagnose alle relevanten Informationen sozusagen aus dem Patienten herauskitzeln muss Und da nichts irgendwie vergessen werden darf, oder?
- 23:42Speaker 0: Ja aber erzählen tun die gerne die Patienten.
- 23:45Speaker 0: Das ist kein... nicht das Problem man muss es dann nur einordnen können und so.
- 23:49Speaker 0: Es ist natürlich auch viel Erfahrung einfach auch dabei.
- 23:53Speaker 0: Aber ich habe diese Praxis sehr, sehr gerne gemacht und war dann traurig als es nicht mehr ging.
- 24:00Speaker 1: Sehr viele Erfahrungen ist ein gutes Stichwort.
- 24:02Speaker 1: sie stecken sozusagen seit rund einem halben Jahrhundert sehr tief in der Medizin drin, in der Praxis sozusagen.
- 24:10Speaker 1: Was würden Sie denn sagen?
- 24:12Speaker 1: In der Zeit hat sich ja viel verändert auch was Therapiemöglichkeiten angeht, was Diagnosemöglichkeiten an geht.
- 24:18Speaker 1: Was waren denn da aus Ihrer Sicht so die einschneidendsten Dinge, die sie auch miterlebt haben im positiven Sinn?
- 24:26Speaker 0: Also ich denke die Medizin hat sich auf allen Gebieten verändert und ist besser geworden.
- 24:33Speaker 0: Es gibt ja hochinteressante Studien, jetzt zum Beispiel eben dass Alzheimer schon aus Blutwerten erkannte ganz früh erkannt werden kann.
- 24:42Speaker 0: Zum Beispiel aber das Immunsystem war damals noch nicht so Blickpunkt der Forscher da hat sich sehr viel ist sehr viel Neues erkannt worden Aber natürlich auch die ganze Kardäologie was man alles mit Kathetern im Herzen machen kann und wie man Herzrhythmusstörungen erkennen und vor allem behandeln kann.
- 25:10Speaker 0: Also da hat sich auf allen Gebieten etwas getan, das ist ja das Schöne an dem Gebiet nicht?
- 25:17Speaker 0: Dass man wirkliche Fortschritte macht!
- 25:19Speaker 1: Wir sind ja heute auch alle sehr viel sozusagen durchgemessener.
- 25:24Speaker 1: in Anführungsstrichen wir haben heute Smartwatches Schönen Ringe, die alle möglichen Daten checken.
- 25:32Speaker 1: Die den Puls messen, die Schlafqualität erfassen, Körpertemperatur, Sauerstoffsetting und all diese Dinge ist das was wo sie.
- 25:40Speaker 1: wenn Sie heute zurückdenken an ihre aktive Zeit als Ärztin werden sie da glücklich gewesen oftmals wenn all diese Daten vielleicht auch von Patienten zu haben über einen längeren Zeitraum um auch Dinge besser einordnen zu können.
- 25:54Speaker 0: also Informationen in Bezug auf die Krankheiten der Patienten, das ist immer ein ganz positives Mittel.
- 26:05Speaker 0: Und wenn die Medizin nicht sofort hätte gemacht, hättet dann wäre ja die Lebenserwartung nicht so deutlich gestiegen.
- 26:12Speaker 0: und da kann man nur sagen, ja, Medizin ist was Tolles und natürlich sind die Beziehungen zu Patienten Das war für mich schon, wie ich ihn hergesagt habe, immer sehr wichtig und dies müssen unbedingt auch beibehalten werden, nicht?
- 26:29Speaker 0: Wenn man also jetzt mit KI anfängt und da ein Gesprächspartner in Anführungszeichen hat.
- 26:36Speaker 0: Ich kann mir nicht vorstellen dass das das gleiche ist als wenn ich einen zugewandten Arzt habe den ich mag und der mich mag und dass man sich austauscht über fachliche Dinge.
- 26:50Speaker 0: sicher da ist es wunderbar aber die ganze ganzen seelischen Probleme sehr oft oder fast immer, gerade bei schwerer Krankheit dranhängen.
- 27:01Speaker 0: Da brauche ich glaube ich nach wie vor einen Menschen ein echten Menschen.
- 27:07Speaker 0: da kann ich mir zwar von der K.I.F sagen lassen was es alles für zusätzliche Therapien gibt Psychotherapie Verhaltenstherapie was weiß ich das können die einem wahrscheinlich jetzt schon oder bald sagen aber Es ist nicht das gleiche als wenn da ein lebendiger Mensch gegenüber sitzt.
- 27:25Speaker 1: Ich habe zum Beispiel für mich selbst über die letzten Jahre sehr viel besser gelernt auf auch solche quasi technischen Wahnsignale zu hören, weil ich sehe z.B.
- 27:35Speaker 1: jeden Tag ob meine Körpertemperatur in der Nacht ganz leicht über dem Normwert war also auch wenn es nur Null Komma Ein oder Null-Kommer zwei Grad waren oder meine Herzfrequenz Variabilität weiter unten war als sonst und solche Dinge und merke dann genau okay wenn so ein gewisser Wert überschritten ist dann sollte ich mal lieber vielleicht bisschen ruhiger machen zuhause bleiben vielleicht ich weiß auch nicht in den tee trinken und in ein ingwer saft oder so.
- 28:01Speaker 1: Und dann kriege ich das meistens gut im griff.
- 28:03Speaker 1: also ich hatte jetzt glaube ich seit zwei jahren keine keine echte erkältung mehr oder so abgesehen vom heul schnüpfen.
- 28:09Speaker 1: aber das ist noch mal ein anderes thema, aber wie machen sie das denn eigentlich?
- 28:14Speaker 1: Also wie quasi analysieren und therapieren Sie sich denn selbst um Auch vielleicht größere Geschichten aus dem Weg zu gehen, gibt es da Dinge?
- 28:26Speaker 0: Also man hat das ja bei der Corona-Pandemie gesehen.
- 28:32Speaker 0: Es gibt schon Möglichkeiten sich von Infektionen möglichst wegzuhalten.
- 28:39Speaker 0: Da bin ich auch sehr, sehr vorsichtig und trage lieber mal eine Maske oder so wenn ich weiß er ist erkältet oder so, wenn ich mit jemandem zusammenkomme Aber ich bin keine solche Nachmesserin oder... Es ist alles mehr Gefühl bei mir.
- 28:57Speaker 0: Und es gibt ja auch so Medikamente, also pflanzliche Medikamente die man nehmen kann um das Immunsystem ein bisschen zu putzern.
- 29:07Speaker 1: Wie sehen Sie das dann eigentlich?
- 29:08Speaker 1: Also ich habe immer das Gefühl bin viel in den USA unterwegs.
- 29:12Speaker 1: hier haben wir glaube ich auch familiäre Verbindungen auch heute noch in die USA.
- 29:16Speaker 1: Da habe ich das Gefühl, jeder wirft sich jeden Tag erst mal so eine ganze Handvoll aller möglichen Supplements und Vitamine.
- 29:22Speaker 1: Und Zusatzdinge ein um irgendwie gesund zu bleiben.
- 29:26Speaker 1: Wir sind hier ja viel vorsichtiger mit solchen Dingen.
- 29:29Speaker 1: Zu
- 29:29Speaker 0: Recht!
- 29:31Speaker 0: Weil es gibt da schon sehr gute Studien auch die zeigen dass diese soviel propagierten Pflanzlichen oder sonstigen Vitamine dass es eigentlich nur Sinn macht, wenn da ein echter Mangel vorliegt.
- 29:47Speaker 0: Dann macht das Sinn selbstverständlich.
- 29:50Speaker 0: Aber ... Wenn ich mich normal ernähre und viel bewege und so, dann brauche ich das nicht.
- 29:57Speaker 0: Denke ich!
- 29:58Speaker 0: Ja?
- 29:59Speaker 0: Es sei denn eben... Es ist nachgewiesene Weise, es ist da ein Mangel
- 30:04Speaker 0: da.".
- 30:05Speaker 1: Ich habe vor kurzem mal einen Artikel gelesen, da ging's auch um den Faktor von Bewegung im Alltag und wie das auch auf die Gesundheit sich auswirkt.
- 30:14Speaker 1: Und fand es ganz interessant, weil es laut diesem Artikel ich weiß kann ihn nicht mehr genau zitieren aber Die Grundaussage war so ungefähr es kommt gar nicht so drauf an wie intensiv die Bewegung ist.
- 30:24Speaker 1: also ob man jetzt wirklich sportliche schwere Aktivität macht oder ob man sagt Man geht einfach jeden tag mal ein zwei stunden raus und geht spazieren dass das gar nicht So einen großen unterschied tatsächlich macht für die für die Fitness haben?
- 30:39Speaker 0: Ja, es kommt aufs Alter und auf die Fitness an.
- 30:42Speaker 0: Also es gibt ja inzwischen auch Fitnessstudios, die sich auch spezialisiert haben auf ältere Menschen und dann auch entsprechend Vorschläge machen, dass man also nicht so außer Atem kommt sondern einfach vernünftig seine Muskeln trainiert was sehr wichtig ist weil diese sogenannte Sarcopenie, eine Muskelabbau- und Buskelschwäche sichersten Dinge um sich im Alter schlecht zu füllen.
- 31:12Speaker 0: unter anderem aber ob ich jetzt also die Fachleute sagen, die Bewegung sollte mindestens hundertfünfzig Minuten in der Woche betragen.
- 31:25Speaker 0: Das ist so ungefähr halbe Stunde jeden Tag.
- 31:28Speaker 0: Aber was ich dann mache?
- 31:29Speaker 0: Ob ich jetzt mit meinem Hündler ins Pazieren gehe oder ins Fitnessstudio Ja, Sport oder was auch immer ich mache ist egal.
- 31:42Speaker 0: Das ist nur dass der Körper in Schwung kommt und nicht schwung bleibt.
- 31:46Speaker 1: wenn sie sich so unsere Gesellschaft mal anschauen wir werden alle älter heute im Schnitt.
- 31:53Speaker 1: Wir haben glaube ich nach wie vor ein Problem mit zunehmender fette Leibigkeit.
- 31:58Speaker 1: Statistisch
- 32:00Speaker 0: ist ein großes problem.
- 32:01Speaker 1: ja wir haben wir haben zunehmen das Problem vielleicht auch mit Gelenk- und ähnlichen Themen durch eben dieses viele am Schreibtisch sitzen und arbeiten.
- 32:12Speaker 1: Was sehen Sie denn sonst so für Themen?
- 32:15Speaker 1: Und wie hängt das vielleicht auch alles ein Stück weit miteinander
- 32:18Speaker 1: zusammen?".
- 32:19Speaker 0: Also die Adipositas, dass man also übergewichtig ist wird ja jetzt – man muss sagen Gott sei Dank als eine Krankheit empfunden, eine wirkliche Krankheit.
- 32:30Speaker 0: Warum?
- 32:31Speaker 0: Weil sie natürlich echte bekannte Krankheiten Diabetes und Herzkreislaufkrankheiten zufolge hat.
- 32:41Speaker 0: Und insofern ist es auch wichtig, dass Menschen die eben zu diesem Übergewicht neigen oder übergewichtig sind sich beraten lassen was sie tun können.
- 32:53Speaker 0: Da kommt natürlich eine erste Linie der Appell an die Willenskraft das man eben die Portionen die man isst ein bisschen oder ziemlich reduziert aber natürlich auch die Zusammensetzung der Narben überprüft, wobei man weiß dass unsere in den westlichen Ländern so viel propagierte Industrienahrung wirklich miserabel ist für die Gesundheit.
- 33:20Speaker 0: Nicht nur weil da zu viele Dinge drin sind im Bezug auf Geschmackskorrektur und im Bezug auf Fette, die aber keine guten Fette.
- 33:35Speaker 0: Also man muss schon schauen, dass man nach Möglichkeit sich gesund ernährt und das ist eben mit so wenig Industrienahrung wie möglich.
- 33:45Speaker 0: Gibt ja überall.
- 33:46Speaker 0: ich meine wir leben da in einem solchen Luxus.
- 33:49Speaker 0: Überall gibt es natürlich örtliches Gemüse was man wunderbar schnell und vitamin erhalten kochen kann.
- 34:01Speaker 0: Wenn jemand sagt, er ist Vegetarier und will kein Fleisch essen.
- 34:04Speaker 0: Ist das völlig okay?
- 34:06Speaker 0: Wobei aber Veganer wirklich aufpassen müssen und sehr gut Bescheid wissen müssen was sie dazu sich nehmen weil da gibt es dann wirklich ein Mangel zum Beispiel Vitamin B-Zwölf Und Da kann man natürlich nachhelfen.
- 34:24Speaker 0: Aber ich denke eine Ernährung die mich dazu zwingt dauernd Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen ist keine gute Ernährungen.
- 34:31Speaker 0: Ich
- 34:33Speaker 1: glaube, ich habe vor ein paar Tagen Zahlen gesehen, dass sich die Zahl der sich vegan ernährenden Menschen in Deutschland über die letzten Jahre, ich hab die genauen Zahlen leider nicht mehr im Propp.
- 34:43Speaker 1: Aber ich glaub' verdreifacht oder vervierfacht haben, also signifikanten.
- 34:47Speaker 1: Nicht
- 34:47Speaker 0: nur in Deutschland!
- 34:50Speaker 0: Und ich verstehe sogar den Impuls das zu tun.
- 34:54Speaker 0: Die Armentiere ist ja richtig aber Wiesen ohne Kühe... oder ohne Schafe, ja wollen wir das alles abschaffen.
- 35:04Speaker 0: Der Witz ist doch dass man die Tiere so hält, dass sie sich wohlfühlen.
- 35:11Speaker 0: Also weg mit der ganzen Massentierhaltung!
- 35:15Speaker 0: Das wäre das Richtige und dann kann man auch beruhigt wieder tierische Produkte essen einfach weil die Tiere bis sie dann eben geschlachtet werden ein schönes Leben hatten.
- 35:27Speaker 0: also das meine Überzeugung.
- 35:30Speaker 1: Wenn wir auch noch mal auf das gesund alt werden oder älter werden zu sprechen kommen, welche Rolle spielen denn dabei eigentlich die Gene am Ende des Tages?
- 35:39Speaker 0: Ziemlich große Rolle.
- 35:41Speaker 0: Also Gene für viele Krankheiten natürlich aber auch für das gesund-altwerden große Rolle.
- 35:49Speaker 0: und meine Mutter und meine Großmutter sind beide vierneutzig geworden und haben bis zum Schluss eigentlich waren wach selbstständig ihren Haushalt gemacht.
- 36:01Speaker 0: Also insofern bin ich natürlich froh darüber,
- 36:04Speaker 1: klar!
- 36:05Speaker 1: Wenn uns jetzt jemand zuhört und sagt okay die Frau Koch ist super fit hell im Kopf und sehr aktiv nach wie vor das möchte ich auch.
- 36:16Speaker 1: jetzt haben wir schon darüber gesprochen.
- 36:17Speaker 1: gute Ernährung Bewegungen.
- 36:20Speaker 1: gibt es denn noch irgendwelche sagen mal kleinen Geheimtipps wo sie sagen dass mache ich jeden Tag oder ist es wirklich so simpel?
- 36:27Speaker 0: Nee Es gibt keine Geheimtipps.
- 36:30Speaker 0: Das, was ich mache, das sage ich ja auch.
- 36:32Speaker 0: Also jeden Tag halbe Stunde spazieren gehen mindestens ein bisschen mehr auch und vielleicht auch zweimal.
- 36:39Speaker 0: aber also Bewegung ist unglaublich wichtig!
- 36:43Speaker 0: Und wenn man am Computer sitzt oder irgendwas aufstehen rumlaufen warum?
- 36:49Speaker 0: Weil unsere Gelenke sind ... Sie wissen ja sowieso so unheimlich viel... ...wissen sie natürlich sind überzogen.
- 36:57Speaker 0: Die Knochen sind überzogen mit einer Knoppelschicht.
- 36:59Speaker 0: Die Knoppelschicht hat keine Versorgung durch Blutgefäße, die wird nur ernährt durch die Flüssigkeit in den Gelenken ist und dann auch nur wenn man sich bewegt.
- 37:12Speaker 0: Wenn man diese Gelenke bewegt, dann ist es so wie ein Schwamm, den man ausdrückt und der sich wieder füllt.
- 37:17Speaker 0: Das sind die Knopeln!
- 37:19Speaker 0: Und wenn man
- 37:20Speaker 1: stundenlang
- 37:21Speaker 0: nur herum sitzt egal vor dem Computer oder wo immer Kommen diese Knorpel, kommen zu kurz was ihre Ernährung betrifft.
- 37:31Speaker 0: Also aufstehen umlaufen fünf Minuten mehr braucht sich.
- 37:35Speaker 1: Wir haben gerade vorhin schon über die Fortschritte in der Medizin gesprochen.
- 37:38Speaker 1: wer heute ganz viele Experten die sagen so wie sich das die letzten Jahre beschleunigt hat und mit allem was an künstlicher Intelligenz jetzt auf uns zukommt werden wir ein absehbarer Zeit also wahrscheinlich in den nächsten Jahrzehnten.
- 37:52Speaker 1: In der Lage seien ganz viele chronische und potentiell tödliche Krankheiten auch entweder früher zu dir, früher diagnostizieren können oder auch so behandeln können dass sie eben nicht mehr tödlich sind oder keinen so großen Einschnitt mehr ins Leben haben.
- 38:08Speaker 1: gerade wenn wir über Krebs auch reden Wenn wir über kardiologische Themen sprechen Auch Themen wie Demenz- und Alzheimer wo ganz viele Fortschritte gemacht worden sind in den letzten Jahren.
- 38:19Speaker 1: Wir sehen Sie denn da in dieser Zukunft werden wir eine Zeit erleben, in der wir all diese Krankheiten mit denen wir heute uns sehr viel beschäftigen und durch die wir auch Angehörige und Freunde oftmals verlieren.
- 38:35Speaker 1: Dass das nicht mehr Teil der Lebensrealität in der Form wie es heute ist sein wird?
- 38:39Speaker 0: Das ist die Hoffnung, die wir haben!
- 38:41Speaker 0: Ich kann nicht sagen ob und in welcher Zeitspanne was jetzt neu erfunden wird anders gesehen wird, so dass es also keine Krankheit ist die man nicht behandeln kann oder die immer zum Tod führt.
- 38:57Speaker 0: Aber wir müssen schon aufpassen weil sie haben vorhin die Übergewicht angesprochen und das ist momentan ein Riesenproblem für alles auch für Krebs und solche Dinge.
- 39:11Speaker 0: und auf der anderen Seite haben wir inzwischen jetzt diese sogenannten Abnehmenspritzen die sehr gut wirken mit wenig Nebenwirkungen, also ob das wirklich die Lösung ist.
- 39:25Speaker 0: Aber ich denke dass es ein riesiger Fortschritt weil es eben doch sehr schwierig ist sich da ja mit weniger Essen und gesündere Nahrung zu ernähren.
- 39:36Speaker 0: aber Ich bin eigentlich zuversichtlich dass wir viele Dinge in den Griff bekommen vor allem eben die Krebskrankheiten auch durch sehr frühe Diagnostik.
- 39:52Speaker 0: Also ja, ich bin zuversichtlich!
- 39:54Speaker 1: Wenn man sich all diese Entwicklungen ansieht was mir tatsächlich Sorge bereitet ist gar nicht mal die Entwicklung bei den herkömmlich gefährlichen Krankheiten die wir so sehen sondern tatsächlich wenn es um unsere mentale Gesundheit geht also psychologische Erkrankungen deutlich immer weiter zunehmen, wo aber auch die Versorgungsstruktur einfach nicht so ausgebaut ist.
- 40:22Speaker 1: Dass wir das wirklich in den Griff bekommen können weil man viel zu lange auf Therapieplätze warten muss.
- 40:28Speaker 1: Weil es oftmals immer noch nicht ernst genommen wird, weil es oft auch sehr stigmatisiert wird auch nach wie vor an unserer Gesellschaft Wie sehen Sie das Thema denn?
- 40:36Speaker 0: Genau wie sie vollkommen richtig und wenn man sich so umschaut, also wenn man ganz normal auf den Markt geht oder was immer.
- 40:45Speaker 0: Die Zahl der Menschen die ich will nicht sagen verbittert aber die ängstlich und eben unfroh da herum steht hat sich eindeutig erhöht.
- 40:59Speaker 0: und wenn sie so ja zu irgendwelchen Leuten die dann mal aus dem Weg gehen sollen vielen Dank.
- 41:05Speaker 0: und so ja normal Dann sehen Sie wie die irritiert sind.
- 41:11Speaker 0: Freundlichkeit führt zur Irritation, muss man sich vorstellen und ich denke auch dass Depressionen und überhaupt Ängste vor allem Ängsten auch das sehr stark zugenommen hat.
- 41:25Speaker 0: und da muss dringend was passieren auch in der Ausbildung von Psychotherapeutinnen und dass da die Möglichkeit ist dass sie ein Termin bekommen Früher ist als die jetzigen acht Wochen oder so.
- 41:42Speaker 0: Ich finde es eine wirkliche Tragödie, dass es uns körperlich besser geht und seelisch deutlich schlechter hat natürlich mit der Welt und mit der Politik Und mit allen möglichen Dingen die auf uns einstürmen zu tun.
- 41:59Speaker 0: aber sogar die Abendnachrichten Wann ist denn da mal unter in der Tagesschau Mal eine normal positive Meldung dabei.
- 42:11Speaker 0: Natürlich ist es so, dass es früher auch so war das überall in der Welt Kriege waren die Leute umgekommen sind aber da waren die Verbreitung dieser Nachrichten noch nicht so zuverlässig wie heute.
- 42:29Speaker 1: Bin ich gespannt was Sie sagen weil wenn Ich so zurückblicke auf mein Leben und meine Lebenszeit dann merke ich heute, auch mit ein paar Jahren jetzt Abstand zu der Pandemie und allem was wir dort mitgemacht haben.
- 42:46Speaker 1: Schon eine Veränderung gerade auch etwas dieses Sozialverhalten in unserer Gesellschaft angeht dass sich soziale Kontakte so ein Stück weit verändert haben das man heute vielleicht immer noch warum auch immer vielleicht unterbewusst vielleicht nicht mehr diese im privaten diese größeren Versammlungen nicht mehr so oft macht, dass man nicht mehr sagt spontan wir gehen mal mit zehn fünfzehn Leuten Essen übermorgen und sich organisieren.
- 43:09Speaker 1: enttisch wer hat Lust mitzukommen?
- 43:11Speaker 1: habe ich zum Beispiel ständig gemacht davor einfach Leute zusammen getrommelt.
- 43:17Speaker 1: Und Ich hab das Gefühl es hat sich ein Stück weit verändert und damit einhergehen vielleicht auch einen Einfluss auf unsere seelische Gesundheit Weil wir vielleicht heute Kontakte ein bisschen anders pflegen, als wir es damals gemacht haben oder der Stellenwert heute auch ein anderer ist.
- 43:34Speaker 0: Ich habe darüber noch nie nachgedacht aber das ist sehr erwegenswert.
- 43:39Speaker 0: was Sie da sagen kann gut sein.
- 43:42Speaker 0: Es kann natürlich auch sein dass es wieder besser wird wenn wir besser mit Pandemien umgehen können.
- 43:47Speaker 0: ja Dass da keine Angst mehr ist Aber es ist überhaupt die gegenseitige Zugewandtheit und das Interesse an anderen, ist glaube ich im Moment noch nicht wieder da.
- 44:03Speaker 1: Ist es auch ein Stück weit manchmal ein deutsches Problem?
- 44:07Speaker 1: Ich habe oft das Gefühl wenn man in andere Länder weist – sie waren ja viel unterwegs zum ihrem Leben – dass es da oftmals schon irgendwie anders ist.
- 44:15Speaker 1: also man geht irgendwie oftmals anders miteinander um...
- 44:18Speaker 0: Also Italien ganz sicher!
- 44:20Speaker 1: Aber auch in den USA, ich war halt im März wieder ein paar Wochen dort.
- 44:24Speaker 1: Und bei all dem was da drüben gerade passiert, über das wir gar nicht sprechen wollen.
- 44:28Speaker 1: Aber die Menschen untereinander sind vielleicht oberflächlicher manchmal aber dafür trotzdem irgendwie einander zugewandter und kommunikativer.
- 44:37Speaker 1: Hier ist es schon oft so dass dieses Bild, was Sie beschrieben haben geht auf den Markt und die Hälfte der Leute guckt erst mal so um Hof.
- 44:43Speaker 0: Ja ja damals als ich diesen Filmmickel in Dieswut gemacht habe, fand voll toll er.
- 44:49Speaker 0: Wo man natürlich aus einem grauen Tristen Deutschland kam war das besonders auffällig, da nach Italien zu kommen.
- 44:57Speaker 0: und der Regisseur des Sergio Leone.
- 44:59Speaker 0: Diese Art von Zugewandtheit, die Familie dabei abends alle eingelehnt Mariana kommt mit uns essen so ja?
- 45:08Speaker 0: Und Clinton auch dabei!
- 45:09Speaker 0: Diese Art Von Outgoing Friendliness diese Art von selbstverständlichen Einbeziehen anderer Menschen in das eigene Leben.
- 45:21Speaker 0: Das hat mir wahnsinnig gefallen.
- 45:22Speaker 0: Das war auch das Tolle an dem ganzen Film.
- 45:25Speaker 1: Wir haben gerade die Pandemie angesprochen und sie haben gemeint, vielleicht lernen wir irgendwann besser damit umzugehen?
- 45:31Speaker 1: Wir tun ja momentan irgendwie aus meiner Sicht nicht so viel dafür dass wir pandemienbesser vermeiden können oder also alles was auf der welt passiert.
- 45:40Speaker 1: globalisierung noch mehr reisen austausch medizinische entwickelungen auch der umgang mit unserer umwelt wie wir mit unserem Klima umgehen und all diese Themen sprechen ja alle eher dafür, dass wir solche Ereignisse wahrscheinlich in der Zukunft eher öfter erleben werden als weniger.
- 45:58Speaker 1: Sie
- 45:58Speaker 0: sagen alle Klimaforscher und alle Leute die sich mit infektiösen Krankheiten befassen?
- 46:06Speaker 0: Man weiß es natürlich nicht aber ich denke schon wenn es wieder los gehen sollte mit einem solchen Keim also wie in der Pandemie das besser vorbereitet sind als damals.
- 46:19Speaker 0: Damals hat man ja auch einfach ausprobiert, was hilft jetzt noch?
- 46:23Speaker 0: Und dann waren immer diese strikten Verbote das nicht und jenes nicht und die Kinder nicht mehr in die Schule und solche Sachen.
- 46:31Speaker 0: Da wird man in Zukunft sicher vernünftigere Lösungen finden aber eben nur weil wir es einmal durchgemacht haben.
- 46:40Speaker 0: Ja, die großen Probleme werden durch den Klimawandel kommen.
- 46:43Speaker 0: Das werde ich weder noch sie richtig mitbekommen.
- 46:48Speaker 1: Sie sind ja jemand, der eigentlich nicht so gerne in die Vergangenheit zurück schaut sondern eher immer in die Gegenwart und in Zukunft schaut.
- 46:56Speaker 1: wenn sie das für sich ganz persönlich machen was gibt es denn für Projekte Dinge Bücher Sachen die sie gerne noch machen wollen würden in den nächsten Jahren?
- 47:06Speaker 0: Gibt's so viele Bücher die man ja entstehen hier aufständig tolle Bücher, die man gerne lesen würde Und sonst habe ich eigentlich, das wäre ja auch vermessen in meinem Alter keine so großen Zukunftspläne mehr.
- 47:22Speaker 0: Ich möchte natürlich so viel wie möglich mit meiner Familie und meinem Sohn-Schwiegertochter und den Enkeln in Amerika zusammen sein – mit den hiesigen.
- 47:32Speaker 0: In meiner hiesischen Familie ganz liebe tolle Enkel und eine liebe Mutter dieser Enkel.
- 47:42Speaker 0: Hiesige Sohn ist ja leider verstorben.
- 47:45Speaker 0: Aber also Projekte mit Familie, mit Freunden aber sonst... Ich glaube das muss sich ergeben wenn ich wirklich noch was anderes mache.
- 47:56Speaker 0: Aber noch ein Buch schreiben?
- 47:58Speaker 0: Ja!
- 47:59Speaker 1: Mit all ihrer Erfahrung und auch in ihrem Alter zum Thema was wir alle immer gerne vor uns wegschieben ist ja dass der Tod irgendwie zum Leben gehört.
- 48:10Speaker 1: Ja
- 48:10Speaker 0: natürlich
- 48:11Speaker 1: Wie gehen Sie denn damit um?
- 48:13Speaker 1: Also denken sie darüber
- 48:15Speaker 0: nach, ist das... Ja natürlich.
- 48:16Speaker 0: Ich hab als ich, da war ich zwanzig oder zweinzwanzig so, habe ich einmal diese, da gibt es einen prustischen Fragebogen wo man alles mögliche was wollen Sie und was machen Sie?
- 48:29Speaker 0: und so.
- 48:30Speaker 0: Da war auch eine der Fragen wie wollen Sie sterben.
- 48:33Speaker 0: Und damals habe ich erinnere ich mich noch gut.
- 48:38Speaker 0: Habe ich geantwortet wie will ich sterben gesund und gelassen.
- 48:43Speaker 0: Und dem kann ich leider nichts anderes hinzufügen, also ich hoffe es halte man weiß es nicht.
- 48:51Speaker 1: Also am liebsten irgendwann unerwartet ohne Vorgeschichte?
- 48:54Speaker 0: Ohne großes Leiden und so wobei man aber schon sagen muss das unter anderem eben auch die Palliativmedizin unglaubliche Fortschritte gemacht hat und man nur jeden wünschen kann der schwer krank ist und vielleicht stirbt muss nicht mal sicher sein, dass man die am Ort befindlichen Palliativteams verständigt.
- 49:17Speaker 0: Die kommen, die werden versuchen alles was ja die Lebensqualität schlecht macht Schmerzen, Atemnot und so weiter Werden versuchen das zu beheben.
- 49:28Speaker 0: Und selbstverständlich haben sie auch immer Psychologen dabei oder Geiste Hip-Hop wenn jemand religiös ist.
- 49:39Speaker 0: Das ist wirklich ein riesiger Fortschritt, dass diese Palliativmedizin auch schon Wochen und Monate bevor man dann sterbt.
- 49:47Speaker 0: Dass die dafür sorgen kann das es sanftens.
- 49:51Speaker 1: Sagt man eigentlich ein glücklicheres vielleicht auch erfüllteres Leben wenn man sich die eigene Endlichkeit bewusster macht?
- 49:59Speaker 1: Und wenn die vielleicht auch einen bewusste Teil des Lebens ist statt zu versuchen das immer irgendwie wegzuschieben und zu sagen ne also das ist ja gar nicht mein Thema
- 50:08Speaker 0: Das kann ich nicht sagen.
- 50:09Speaker 0: Also bei mir ist es sicher so, dass ich mir das sehr bewusst mache.
- 50:13Speaker 0: Aber bei anderen vielleicht ist das mit zu vielen Ängsten verbunden?
- 50:17Speaker 0: Keine Ahnung!
- 50:19Speaker 1: Wenn Sie zum Abschluss mehr oder auch Menschen in meinem Alter, vielleicht auch noch jüngeren Menschen die uns zuhören, so eine Adderatsschlag fürs Leben geben müssten... Es kann was Medizinisches sein, es kann etwas Philosophisches sein wie auch immer, was ihnen gerade im Sinn kommt.
- 50:37Speaker 1: Würden Sie sich denn wünschen, was Menschen vielleicht auch anders machen sollten oder auch besser machen sollten?
- 50:46Speaker 1: Vielleicht auch Fehler die sie selbst gemacht haben, die sie heute anders machen würden.
- 50:50Speaker 0: Ich glaube ganz allgemein kann man sagen mutig sein, sich trauen auf wenn man nicht so sicher ist wie da etwas ausgeht und so aber sich ausprobieren und ja auch Dinge machten Wo man sagt, naja also sehr gut ausgebildet bin ich nicht dafür.
- 51:11Speaker 0: Aber ich habe Spaß dran!
- 51:12Speaker 0: Also mutig sein würde ich sagen.
- 51:14Speaker 1: Das ist doch das perfekte Schlusswort würde ich sein?
- 51:18Speaker 1: Ich danke Ihnen sehr für die Zeit.
- 51:20Speaker 0: Ja ich danke Ihnen vor allem und ich bin total verblüfft wie Sie sich vorbereitet
- 51:25Speaker 0: haben.".
- 51:26Speaker 1: Das war es leider schon.
- 51:28Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 51:30Speaker 1: – das Gespräch zu Ende.
- 51:33Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 51:35Speaker 1: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise, wenn du die Bar verlässt.
- 51:40Speaker 1: Aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken!