Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Schickimicki-Aus, Zürcher Modell am Worringer Platz und Laptopverbot in Cafés
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- Eine Sache, die ich in letzter Zeit hier ein bisschen vernachlässigt habe, sind meine guten alten Snack-Tipps. Deswegen ist jetzt wohl mal wieder Zeit, ne? Und nein, ich komme jetzt nicht schon wieder an mit Wassermelone, Gurke und Minze, obwohl das natürlich eine Never-Ending-Love-Story ist. Vor allem jetzt, wo es immer wärmer wird und der Sommer so richtig am Start ist. Ich möchte heute mal wieder ein Plädoyer für die gute alte Schwimmbadpommes halten. Klar, heiß und salzig und fettig, ich weiß. Aber kommt schon, das ist doch fast das beste Gefühl im Sommer. Wenn man so den halben Tag im Freibad abhängt, Stichwort unzählige Feiertage, immer mal wieder pflichtbewusst ein paar Bahnen zieht und dann noch halbnass so eine Portion vor die Nase gestellt bekommt. Natürlich mit Ketchup und Mayo. Und jetzt kommt's, wegen Tipp, als Nachtisch eine frische Grapefruit. Ich kann gar nicht sagen warum, aber diese Kombi ist wirklich, wirklich gut. Glaubt's mir und probiert es aus oder halt nicht. Pommes sind natürlich auch ein klassischer Snack, wenn man mal wieder eine Nacht in der Altstadt verbracht hat, richtig? Also außer Pizza natürlich, wenn man sich so von Bar zu Bar, von Club zu Club hat treiben lassen und erst nach Hause geht, wenn es langsam wieder hell wird. Ist bei mir schon eine Weile her, aber die Erinnerung ist noch ganz klar. Auch mein Kollege Maximilian Nowroth war das eine oder andere Mal zwischen Ratingerstraße und Neustraße unterwegs, bis vor knapp einer Woche auch immer mal im Schickimicki. Das hat nun nur ein Jahr nach der quasi Neueröffnung schließen müssen. Warum, das erzählt er uns. Nur ein paar Kilometer weiter am Worringer Platz ist von Feiern nicht die Rede. Oft war und ist die Situation dort vor Ort ein großes Thema. Menschen mit Suchtproblematik und ohne festen Wohnsitz sammeln sich am Platz nahe des Hauptbahnhofes. Diskutiert wird nun, ob das Zürcher Modell für Entspannung sorgen könnte. Was das bedeutet, weiß Verena Kehnsbock. Zwischen Freibadpommes und Altstadtbesuch muss ja wohl auch immer mal gearbeitet werden. Einige suchen dafür eines der vielen Cafés der Stadt auf. In manchen ist das nicht mehr so gerne gesehen, es herrscht gar Laptopverbot. Helene Pawlitzki hat erfahren, was es damit auf sich hat. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 373 und der Rhein steht bei 2,02 m. Rheinpegel. Der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf leben. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Horstia Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Themen habt, über die wir sprechen können, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen dürfen, wenn ihr einfach Lob oder Kritik oder Lob loswerden möchtet oder irgendwas erzählen, dann könnt ihr das sehr gerne tun unter rheinpegel.podcast.reinische-post.de oder 0160 80 80 844 erreicht ihr uns. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Das Schickimicki in der Düsseldorfer Altstadt war lange ein Kultclub. Gerade Studentinnen und Studenten gehörten hier zeitweise zum Stammpublikum. Im Herbst 2023 war Schluss. 2024 hat ein ehemaliger Mitarbeiter die Lokalität übernommen und ihr neues Leben eingehaucht. Nun hat auch der neue Betreiber Insolvenz anmelden und die Türen schließen müssen. Und das nicht mal ein Jahr, nachdem er übernommen, neue Partyformate etabliert und eine nicht geringe Summe investiert hat. Maximilian Novroth weiß, was die Gründe sein könnten, was das Ausgehverhalten der jüngeren Generation damit zu tun hat und welche anderen Altstadtorte vielleicht auch vor dem Aus stehen. Max, wir sprechen heute über ein Thema, was natürlich uns beiden entspricht, wie es nur geht, uns beiden wilden Partymäusen, die regelmäßig, möchte ich sagen, die Altstadt unsicher machen. Natürlich nicht, da ist ein wenig Sarkasmus drin. Ich war seit Jahren nicht mehr. Wann warst du das letzte Mal so richtig feiern? Puh, also ich gehe eher anlassbezogen feiern. Die letzte wilde Party sicherlich Karneval. Aber in der Altstadt bin ich schon regelmäßig. Und wo treibst du dich denn da so rum? Also Schickimicki war immer einer meiner Läden, wo ich spontan gerne gelandet bin. M. Pürzke traurigerweise seit einigen Monaten zu auch. Manchmal haben mich meine Freunde komisch angeguckt, warum ich da überhaupt reingehe. Alter Dixieland Schuppmann, aber ich fand die irgendwie immer cool plus Live-Musik unter Garantie. Naja und dann die Valid El Shake Läden kann man eigentlich immer machen, nur die lange Schlange nervt natürlich, also man geht da eher früher hin. Ja, ich habe auch gemerkt, irgendwann hat es sich so von der Bolka Straße, wo ich tatsächlich früher immer mal war, dann über die kurze Straße dann doch eher zur Ratinger, weil man da so sitzen kann und so, also ich finde, das sind die Orte, wenn ich mal feiern gehe, was ja wirklich sehr selten ist, dann lande ich wohl da. Wir sprechen heute, du hast es schon erwähnt, über Schickimicki, was, wie du gerade gesagt hast, ein Club ist, in dem du immer mal bist, aber dann jetzt demnächst wahrscheinlich nicht mehr. Wir müssen es sofort in der Vergangenheit ausdrücken, weil wir können, man kann da nicht mehr feiern gehen. Wir haben leider vergangenes Wochen die allerletzte Party gefeiert und es war insofern was Besonderes, weil die ja schon mal geschlossen hatten, gutes Jahr vorher, aber jetzt ist Finalfeierabend. Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe das Stück gelesen, was du geschrieben hast, beziehungsweise habe das so mitbekommen und dachte so, hä? Es war glaube ich bei Instagram wurde das in der Story und dann dachte ich, ist das jetzt irgendwie so ein, also ist da was passiert? Ist das ein altes Stück? Wie konnte das passieren? Weil ich mich erinnert habe, dass es ja schon letztes Jahr, da gab es doch auch irgendwie viel Bewegung. Ich weiß nicht, ob es eine Petition gab, aber wahrscheinlich irgendwie so ein bisschen Rettet das Schickimicki-mäßig und dann wurde es gerettet, aber naja. Ich glaube, das war auch ein Problem, dass zu wenige Leute mitbekommen haben, dass es gerettet wurde und eben wieder aufgemacht wurde. Das hat mir auch der Mann erzählt, der es jetzt quasi beerdigt hat. Er hat dieses Verb selber ins Spiel gebracht, Beerdigung, dieses Wort. Das ist Christoph B. Klöcker, der war früher mal Mitarbeiter vom Schickimicki. Also den Laden gibt es ja jetzt seit 13 Jahren in der Altstadt. In einer ein bisschen ungewöhnlichen Location an der Neustraße, da wo früher auch GameStop war. Dieser Spieleladen und dieser Spaceburger-Laden, also man muss so ein bisschen zur Seite treten. Ich fand halt an dem Laden immer cool, dass du spontan reingehen konntest, ohne hohe Schuhe, lange Schlange und irgendwie Eintritt, sondern einfach, so wie ich es zum Beispiel vom Hamburger Berg kenne, Mucke war cool, so bunt gemischt, Publikum genauso, Bier relativ günstig. Ja, witzigerweise, dieser Name Schikimiki impliziert natürlich erstmal was anderes, passt natürlich auch voll zu Düsseldorf, wenn man sich die wirklichen Schikimiki-Clubs so gibt. War eigentlich das genau Gegenteil. Ja, und ich finde das spannend. Also du wirst ja jetzt ein bisschen erzählen, was da abgelaufen ist, dass es halt nach einem Jahr schon wieder jetzt leider dann for good schließen musste. Weil tatsächlich, wenn ich mich mit den jungen Leuten in meinem Bekannten und Freundinnenkreis unterhalte, Schickimicki ist tatsächlich so ein Name, der immer wieder fällt. Also so unabhängig, ich hab das Gefühl, kürzer noch, so Elephant Bar, also diese ganzen. Aber Schickimicki war irgendwie, also wenn man jetzt davon ausgehen würde, wie das angenommen wird, hätte ich jetzt nicht gedacht, also da war es ja nie leer. Das war ja kein Laden, wo man irgendwie samstagsabends reingegangen ist, weil man wusste, hier sind wir ganz alleine an der Theke und können irgendwie Ausdruckstanz machen oder so. Wie ist es dazu gekommen? Also wie ist es überhaupt zur ersten Pleite? Muss man da vielleicht anfangen? Ich glaube, das war keine Pleite, sondern dass der vorherige Betreiber einfach keine Lust mehr hatte, den Laden weiterzumachen. Es hatte sich kein Nachfolger gefunden und deswegen haben die dann geschlossen. Im Herbst 2023 war das. Und dann hat eben dieser besagte Christoph B. Klöcker, früherer Mitarbeiter, gesagt, Mensch, ich mache jetzt doch wieder, ich reiße das an mich, hat extra eine GmbH gegründet, die Embertainment GmbH und dann im Sommer 2024 wurde der Laden wiedergeboren sozusagen. Und ja, jetzt haben wir nicht mal ein Jahr später und es ist Feierabend und er hat mir einige Gründe genannt. Ich denke, der wichtigste ist vielleicht, dass er sagt, wir haben auf die falsche Zielgruppe gesetzt. Und das finde ich ganz spannend, weil sein Plan war eigentlich, wir haben hier am Wochenende partywütige Studenten, die richtig die Sau rauslassen, viel trinken, kommen, weil es günstig ist. Er hat dann auch extra so Party reingemacht. Die Bibliotheke zum Beispiel hieß es mit dem Slogan Abriss bis 5 Uhr morgens. Und da gab es dann Getränke wie Skinny Bitch. Ich musste das googeln. Es ist Wodka mit Wasser und Limette für unter 5 Euro. Also wirklich gestört, aber geil wahrscheinlich. Und haben sich so Attribute gegeben. Ich merke schon, wenn du so redest, du bist schon im Altstadt-Slang drin. Also ich bin hier im Schickimicki-Slang, weil die haben sich ja auch selber als versoffen und exzessiv, also das war so das Labeling, ja. So, aber dann sagte er halt, naja, die Leute kamen halt nicht genug, also es war sicherlich nie leer, aber auch nicht voll genug, weil, Zitat, Herr Klöcker, die jungen Leute gehen nicht mehr richtig feiern. Und das fand ich echt eine interessante Beobachtung, ich meine, ich bin Mitte, Ende 30, ich kenne keine Studierenden mehr, aber offenbar haben die im Moment andere Sorgen als feiern zu gehen oder geben halt ihr Geld einfach für was anderes aus. Ja, ich glaube, das ist ein ganz großes Ding. Also ich glaube, erstens tatsächlich, weil ich da auch drüber nachgedacht habe. Wir waren, als wir jünger waren, also ich bin ja jetzt auch, naja, möchte sagen Mitte, Ende, also ich bin ja Anfang fürstlich, also wir haben auch relativ früh angefangen, so mit 14, 15 war schon natürlich, das ist ja jetzt alles verjährt, aber auch verbotenerweise vielleicht im einen oder anderen Club so. Und ich habe schon das Gefühl, dass es, also Geld weiß ich gar nicht mehr, da war wahrscheinlich auch alles einfach noch nicht so teuer oder es war auch einfach nicht so angesagt, sich da irgendwie dieses ganze Runden geben oder ganze Flaschen kaufen und so. Außer vielleicht im Sub, aber das ist natürlich eine ganz andere Nummer. Aber ich kann mir schon vorstellen, um dieses große Fass jetzt einmal ganz klein so aufzumachen und so unter den Deckel zu gucken, dass diese ganze Pandemie, dieser ganze Lockdown natürlich die Kernzielgruppe wahrscheinlich, die jetzt so Anfang 20 sind, die waren halt 15, die sind da ja gar nicht reingewachsen. Also ich glaube, das ist schon, weil bei mir auch diese ganzen Altstadtvorlieben oder jetzt auch wahrscheinlich, wenn wir uns noch länger darüber unterhalten würden, das ist ja genau, wir gehen da ja hin, weil wir da schon immer irgendwie hingehen oder weil man halt weiß, da passiert irgendwie was. Und wenn du das natürlich nicht mitbekommst. Ja, und das muss man denen natürlich auch ankreiden, das tut er auch, er ist sehr selbstkritisch, die hatten nur 2000 Fans auf Instagram und das reicht einfach heutzutage nicht mehr. Du brauchst irgendwie so einen gewissen Hype, irgendwas Besonderes, was Leute dann Bock haben zu teilen und ihren Freunden digital erzählen und das hatten die halt offenbar nicht, sondern die hatten halt einfach das, was ich gerade genannt habe, dieses raue, dreckige, günstige, aber das hat offenbar die Leute, die sie haben wollten, nicht angezogen. Das zweite Geschäftsmodell, was die hatten, war dann unter der Woche so ein bisschen Kulturprogramm. Also ich war da mal bei einem Konzert zum Beispiel, das war echt nett oder dann hatten die dieses Kunst gegen Bares Konzept, glaube ich, auch mal, meine Lesung. Das lief okay, aber das hat halt am Ende einfach nicht gereicht. Ja, schade. Ist da viel Schmerz zu spüren, also als du dich unterhalten hast? Also es ist ja schon, wie gesagt, das ist ein Wort, das man oft hört. Das ist ein Ort, den man kennt, selbst wenn man da jetzt nicht frequently selber ist. Also ist das... Auch in der Selbstreflexion eine Niederlage ist. Oder war es eher so, okay, wir probieren das jetzt mal. Hat halt leider nicht geklappt, das ist immer schade. Aber jetzt geht es weiter. Also gibt es schon diese GmbH? Also er hat in einem Posting den schönen Satz gesagt, viel Geld versenkt, viel Freude geschenkt. Also er sagt, er sei ... Das ist ja mein Motto. Das ist ja mein Lebensmotto. Er sei nur traurig, aber nicht verbittert. Und für ihn ist das kein Scheitern, sondern ein Gewinn an Erfahrung. Klar, ich meine, die GmbH ist insolvent. Das Ding wird abgeschlossen. Er muss jetzt, da gibt es so eine Online-Auktion, um die letzten Bestandteile dieses Clubs zu verscherbeln, damit Leute, die seine Gläubiger sind, also ich weiß nicht, ob das eine Bank sein kann oder sein Vermieter, damit die noch ein bisschen Geld bekommen. Und er hat selber wohl 30.000 Euro zusammen mit seinem Geschäftspartner versenkt, das meinte er damit. Aber eben auch ein Jahr lang was gemacht, was er unbedingt machen wollte. Und ich finde, das ist ja auch eine Lebenserfahrung, die ihm keiner nehmen kann. Und deswegen fand ich das sehr sympathisch, wie er das erzählt hat. Und jetzt widmet er sich wieder seiner anderen Leidenschaft. Das sind wohl literarische Projekte und möchte einen Roman veröffentlichen, also was ganz anderes. Okay, und das kann er dann wahrscheinlich nicht mehr an der Theke schreiben, aber vielleicht irgendwo anders. Jetzt nochmal auf diese Summe zurückzukommen. Also klar, eine Riesensumme versenkt oder viel Geld. Ich möchte betonen, jeder Euro ist viel wert, darum geht es nicht. Aber es hätte ja auch noch viel höher sein können, diese Summe, die da versenkt wird. Also 30.000 Euro ist ja erstmal, stelle ich mir vor, in so einem Zusammenhang was relativ Überschaubares, oder? Ja, sehe ich genauso. Also ich meine, er hat ja jetzt keinen kompletten neuen Laden aufgemacht, der erstmal errichtet oder ausgebaut wurden musste, sondern im Prinzip…. Gemachtes Nest noch schöner oder besser machen wollen, als es vorher war und musste natürlich die Renovierung bezahlen und Verträge mit Brauereien eingehen und so. Aber genau, er hat sie jetzt nicht in den Ruin gestürzt. Und in Deutschland ist ja eben auch praktischerweise so, über die GmbH hast du halt beschränkte Haftung, wie diese Abkürzung ja auch sagt und dementsprechend ist die mit 25.000 Euro gedeckelt. Ich verstehe. Und jetzt haben da ja auch Menschen gearbeitet. Wahrscheinlich war das eigentlich. Haben die der Zielgruppe entsprochen? Also wenn ich jetzt so an die denke, würde ich sagen, Nein, ich meine, der Christoph B. Klöcker ist 49, sein Personal würde ich mal schätzen, vielleicht zehn Jährchen jünger, aber jetzt auch keine Studis so. Also wenn ich da drin war, habe ich mich persönlich eher darüber gefreut, dass einige in meinem Alter noch unterwegs waren, wo man ja manchmal denkt, boah krass, die Mitte 30-Jährigen gehen ja gar nicht mehr, die gehen nur noch in Restaurants oder wollen in den Urlaub fahren, aber nicht mehr ein Bierchen trinken. Also ich habe das auch nie so als Studentenclub für mich empfunden. Ja, was passiert mit denen, wie viele Leute haben da gearbeitet? Es war ungefähr ein Dutzend und ja, die werden jetzt natürlich alle entlassen. Da sind jetzt wahrscheinlich keine Vollzeitangestellten gewesen, sondern Teilzeit am Wochenende oder so. Die brauchen jetzt halt einen anderen Job, aber in der Gastro, wenn du gut bist und flexibel, dann findet man was. Ja, das stimmt. Jetzt nochmal auf dieses ganze Jahr gesehen, also du hast ja schon gesagt, er hat irgendwie Sachen machen können, die ihn erfüllt haben. Gibt es vielleicht auch die Möglichkeit, das, an andere Orte anzudocken. Also ich meine, Kunst gegen Bares ist ja sowieso, dezentralisiert organisiert. Also die suchen sich ja die Orte. Aber so Party rein, also weil ich das sowieso in der Altstadt spannend finde, weil auf der einen Seite habe ich immer das Gefühl, die hängen ja schon sehr, sehr, sehr zusammen. Also ich habe ja auch ewig in La Kneipe am Burgplatz gearbeitet. Die Leute der Nacht kennen sich halt. In welcher hast du da gearbeitet? Beim St. Sebastian. Das war früher. Das ist jetzt an der Ecke. Auch was ganz anderes. Das war von Schumacher. Ja, die Bar Chérie übernehmen die ja. Genau. Die ist St. Sebastian. Genau. Also wird ein bisschen weiniger. Genau, Barsheri zum Beispiel auch, das ist ja auch ein Ort, da würde ich mir zum Beispiel, ja, ein bisschen wie beim Schickimicki, also wenn die jetzt zumachen würden, wäre ich ja auch richtig erstaunt, weil ich das Gefühl habe, da geht man halt hin. Sind die untereinander so connected, dass man jetzt sagt, okay, wir fanden aber hier Abriss bis 5 Uhr, also wir übernehmen irgendwie, also wie ist das, wenn man so Konzepte entwickelt? Also ich persönlich glaube nicht, dass das, was jetzt da eben nicht funktioniert hat, jemand anders übernehmen wird. Ich befürchte eher für die Altstadt, dass dieser Mittelbau, zu dem ich jetzt mal das Schickimicki gezählt habe, immer kleiner wird, was ich persönlich als Altstadtgänger und jemand, der die Altstadt seit 20 Jahren kennt, super schade finde. Dass du quasi diese Schere zwischen Ballermann, Borka-Straße auf der einen Seite und dann schicken Clubs, Subs, Walter und Co., ja, dass die immer weiter auseinander geht und die Leute, die einfach mal rausgehen wollen und mit gleichaltrigen, gleichgesinnten Bock haben, was zu trinken und vielleicht auch zu tanzen, dass es für die halt immer schwieriger wird, einen Laden zu finden. Meinst du, es liegt auch ein bisschen am Ort? Also jetzt nicht nur an dem Ort in der Altstadt, sondern dass vielleicht eine Kneipe, die dann wirklich oder einen Club, weil ich habe gerade, während du geredet hast, so ein bisschen gedacht, okay, klar, es gibt Beukerstraße, genau, dann halt Kürzer, Ratinger und so. Es gibt ja auch mittlerweile schon in anderen Vierteln in der Stadt durchaus auch, also Bilka Bunker kannst du auch feiern. Also jetzt nicht so designiert wilde Partys machen, aber wenn da irgendwie Elektro läuft oder so. Ich bin mir sicher auch noch, also ich weiß, an der Terstegenstraße ist auch so ein Off-Space-Kunstraum, so ein altes Schwimmbad. Also, ne, dann gab es ja ganz lange, oder was heißt ganz lange, dann gab es ja unter der Teodor-Holzbrücke, wie hieß das nochmal? Goldsheim, oder? Goldsheim, genau. Also wäre vielleicht so ein Konzept auch ganz gut aufgehoben in Uninähe oder da, wo diese Leute sich dann aufhalten. Also weil, wie gesagt, Altstadt, also ich betone das jetzt so über, ich kenne also aus dieser jüngeren Generation, da ist nicht mehr so dieser unfassbare Trieb, vielleicht unbedingt in die Altstadt zu gehen. Weil sich natürlich die Altstadt auch verändert hat, so von der Stimmung und so. Und ich meine, überleg mal, wir haben zehntausende Studenten in Düsseldorf, nennen wir einen Studentenladen. Also früher war das ja vielleicht noch das Lodjon, gibt es nicht mehr, das ist irgendwie so eine Mischung aus asiatischem Restaurant und dem Überbleibsel davon. So Studentenclubs fallen mir jetzt ehrlich gesagt auch keiner ein. Hier hat gerade einer einer Pleite gemacht. Also ich glaube, die Studierenden von heute leben auch manchmal dann einfach gar nicht in Düsseldorf, also noch weniger als früher, weil die lieber zu Hause bleiben, wenn die Mieten hier so teuer sind. Die Klientel finde ich hier so, dass das Ausgeleben bestimmt ist halt dieses Fischmarktpublikum 25, 30 plus, die aber schon arbeiten, die Kohle haben und die halt auf ein bisschen was anderes Bock haben als Studenten. Ja, also ist der Standort vielleicht ausschlaggebend, aber jetzt auch nicht unbedingt. Ich glaube, wie gesagt, weil wir das eben so ein bisschen aufgemacht haben, ich glaube wirklich, dass dieses Pandemie-Ding, dass man da so nicht reinwächst, kommt bestimmt auch dazu. Geld, klar, also selbst 5 Euro, also wenn du dann 4 Skinny Bitches trinkst, sind es auch schon 20 Euro. Also da kaufen sich andere Leute eine Zimtschnecke von. Also das ist ja auch so. Und das habe ich auch gerade noch gedacht, weil du das schon so angemerkt hast, dass natürlich auch diese ganzen, ja, dieser Hype, der dann gemacht wird über die sozialen Medien oder so, der braucht ja auch eine bestimmte Zielgruppe. Also es ist ja auch ganz schwer, das von außen kreieren zu wollen. Und wenn dann natürlich die Leute nicht zufällig vorbeikommen oder sagen, wir haben hier irgendwie, ja, weil dann vielleicht die Leute, die da drin sind, gar nicht, also ich poste jetzt nicht ständig irgendwelche Storys, wenn ich abends mal tanzen bin, so, ne? Ja, ja. Und getanzt, wenn du mal drüber nachdenkst, getanzt wird echt immer mehr tagsüber. Also das ist wirklich eine interessante Entwicklung. Fischmack hatte ich schon angesprochen, der hat sich jetzt so im Rave entwickelt. Dann war ja neulich diese erste Odessa-Party, den Rheinterrassen tagsüber, die super gut lief. Dann gibt es diese Weindampfer auch tagsüber im Hellen. Und dieses Nachttanzen, klar gibt es das bei ein paar Clubbars in Düsseldorf, aber es sind auch einige platt gemacht worden oder laufen nicht mehr. Früher hatte ich noch am Belsenplatz, wie hieß denn dieser Laden? Chateau Rix, genau. war auch so ein Anlaufpunkt, den gibt es nicht mehr. Das ist wirklich so ein Problem, wenn ich mir denke mit meiner Frau, ey cool, die Kinder sind im Bett, wir haben eine Babysitterin, lass mal feiern gehen, wo geht das? Dann nimmt man sich lieber tagsüber jemanden und geht da gezielt hin. Das ist so das neue Ding. Mach so ein bisschen schön glittery day drinking. Jetzt haben wir die Altstadt, beschreiben wir ja auch immer mal, wir reden ja auch in anderen Zusammenhängen darüber, nur ganz, ganz, ganz kurz, nur damit das auch nochmal der Vollständigkeit herbe. Also denkst du auch, es kann auch damit zu tun haben, dass ich die Stimmung in der Altstadt per se auch geändert hat, dass man da einfach auch abends nicht mehr so unbeschwert und einfach gerne hingeht, weil Ich glaube, das kannst du als Frau viel eher sagen als ich. Für mich ist es eine Vermutung, aber ich glaube, für Frauen ist es eine Realität. Also tatsächlich, ich bin letztes Jahr war ich abends mal im Kitt und bin nach Hause gelaufen. Das war so halb drei oder so. Da war auch ein Konzert. Danach saß wir dann auch so ein bisschen rum, draußen am Rhein. Und dann bin ich auch durch die Altstadt gelaufen und dachte wirklich währenddessen, was mache ich hier eigentlich. Also so, ne? Es ist mir währenddessen, weil ich das so unbedarft irgendwie gewöhnt war. Also, Hat dann vielleicht auch was damit zu tun. Jetzt ist es ja so, dass die Altstadt sich nicht nur stimmungsmäßig verändert, sondern es gibt ja auch noch andere Clubs in verschiedenen Größenordnungen. Also dass es das Sub immer noch gibt, finde ich irgendwie wirklich beeindruckend. Die haben halt ihre Klientel mit den Rich Kids. Die wachsen ja aber offenbar immer nach. Also die Frage ist ja, was geben wir unseren Kindern denn mit? Die haben in Meerbusch einen sehr fruchtbaren Acker. Klar, das denke ich gerade, vielleicht hat es auch damit zu tun, dann wirklich wieder mit diesem ganzen Insta-Marketing-Ding, Weil, genau, es kommen ja auch wirklich viele Menschen aus den umliegenden Städten und Regionen. Und die müssen dann ja auch erstmal, also Schickiminki ist ja schon so ein Düsseldorf-Ding. Das ist, ne, also finde ich schon, dass das wächst so von innen oder jetzt halt leider nicht mehr. Wie ist deine Tendenz, wenn du dann jetzt in zehn Jahren 40 wirst und immer noch Lust hast, feiern zu gehen? Also siehst du schwarz oder denkst du? Nee, also ich glaube, wie gesagt, man muss sich einfach ein bisschen bei der Uhrzeit verändern, was ich persönlich als Familienvater nicht schlecht finde, dann halt eher tagsüber sich einen reinzustellen, wie man es auch an Karneval sehr gerne tut, anstatt da bis vier Uhr morgens wegzugehen. Passt irgendwie zum Alter. Ich hätte es, glaube ich, als 20-Jähriger nicht gerne so gehabt, aber so ändert sich das. Und es gibt ja auch schöne Errungenschaften, die erst in diesem Jahr oder letztes Jahr aufgemacht haben. Amuni beispielsweise finde ich großartig an diesem Platz in der Altstadt, wo früher die Pinte war. Dann dieses Good Karma, was den Naseband ersetzt hat. Wie ich das sagen kann, läuft es ganz gut an. Also man kann die Altstadt auf gar keinen Fall totreden, sondern die wandelt sich, aber die Tendenz weniger Clubs ist auf jeden Fall da und ganz aktuell das Cube, auch einer meiner Lieblingsdäden, gibt es schon seit 18 Jahren. Das war früher ein Jazzclub, wusstest du das? Downtown, ganz, ganz früher. Ich kenne es als Pretty Vacant. Ja, Pretty Vacant, weil davor, das war ja, das war meine Indie-Phase. So bis 2005 so, aber ganz, ganz früher, da erzählt mein Vater, die haben das gespielt, alle haben da gespielt, also das war richtig so ein, also dieser Ort hat halt auch richtig Tradition. Genau, diese Mertensgasse, so und, Die Betreiber haben verkündet, dass die Ende des Monats rausgehen und wenn die keinen neuen finden, dann ist auch das Ding platt. Dann ist der letzte gute Kicker in der Altstadt weg. Dafür fand ich den Laden irgendwie auch immer cool. Die haben dann diesen Keller, der wirklich tolle, verschiedenste Musikrichtungen zum Feiern anbietet. Also es wird nicht leichter für Leute, die wie ich eben Bock haben, spontan entspannt feiern zu gehen, aber wenn man das ein bisschen gezielter macht, kann man das weiterhin sehr gut bei uns in der Stadt. Und wenn sich alles ganz doll verändert, dann machen wir einfach selber einen Club auf. Ja, am besten ein Jazzclub, der fehlt nämlich auch noch. Ein Jazzclub, wo man dann aber tagsüber zu richtig gutem, ausgewähltem Hip-Hop ein bisschen Booty schenken kann. Dieses Konzept werden wir jetzt besprechen. Ich mache das Mikro dafür aus. Vielen Dank, lieber Max, für diese kleine Tour durch die Altstadt. Wir sehen uns beim Feiern. Bis dann. Tschüss. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Music. Der Worringer Platz nahe dem Hauptbahnhof ist Drogenumschlagplatz und Treffpunkt für viele Menschen ohne festen Wohnsitz. Schon lange wird überlegt, wie man die Situation dort in den Griff bekommen und im besten Falle verbessern kann. Nun wird über das Zürcher Modell gesprochen. In der Schweizer Stadt wird schon seit den 90er Jahren offen mit der Drogenproblematik und deren Folgen umgegangen. Was das Modell beinhaltet, ob es auch hier funktionieren kann und was mögliche Aussichten sind, das erklärt Verena Kehnsbock. Liebe Verena, wir reden ja sehr oft über sehr verschiedene Dinge und doch gibt es Themen, die sich quasi wiederholen bzw. Themenwelten. In denen du dich ja auch bewegst dann und quasi eine Expertin bist. Ich möchte jetzt nicht sagen, unter anderem die Drogenszene der Stadt, sondern alles, was so, Worringer Platz und drumherum und wirklich die Menschen, die da sich aufhalten, die da sich täglich bewegen in alle Richtungen, auf allen Ebenen, die hast du im Blick und über die schreibst du und informierst du uns. Jetzt habe ich das richtig wiedergegeben. Absolut, aus einer beobachtenden Perspektive. Genau, aus der beobachtenden Perspektive. Ich weiß noch, dass einer der ersten Male, dass wir uns unterhalten haben, war über The Grand Hole, Grand Century, je nachdem. Und ja, irgendwie der Worringer Platz ist ja nicht nur ob seiner Lage in der Stadt einfach ein Knotenpunkt und da passiert halt viel und es passieren gute Sachen, es gehen Sachen voran, es passieren halt auch Sachen, die irgendwie stagnieren und darum finde ich das immer sehr spannend zu hören, was du zu berichten hast, was da jetzt gerade abgeht. Eine der Sachen, die da einfach präsent sind, ist die Drogenszene. Das ist einfach so. Ich weiß gar nicht, ob man das anders noch irgendwie beschönigend ausdrücken kann. Aber nein, also da ein Drogenumstattplatz klar durch die Nähe zum Hauptbahnhof und so. Und wie damit umgegangen wird, das ist ja schon länger ein Thema. Absolut. Wie es rezipiert wird in der Stadt und was vielleicht Ansätze sind, die Leute, die da auch wohnen, leben, sich auf Arbeitswegen irgendwie, da entlang fahren und Laufen, wie das alles in Einklang quasi am Ende zu bringen ist, weil ich glaube, ganz wichtig, da bin ich auch mit meinem wirklich sehr langen Anfangsmonolog durch, ist ja, es existiert halt alles. Also es geht ja nicht darum, das eine zu verdrängen und das war ja auch bei Grant Holt schon das Thema. Es geht ja darum, das alles so zu lenken oder so aufzubauen oder ein im wahrsten Sinne des Wortes Modell zu finden, dass ganz viele Sachen nebeneinander stehen und existieren können. So ist es. Und die Stadt hat genau dafür sich das Züricher Modell zum Vorbild genommen. In Zürich gab es in den 90er Jahren auch ganz große Probleme mit der Drogenszene. Da gab es ganz viele Drogentote, Gewalt, Kriminalität und das spitzte sich zu, als die Polizei versucht hatte, die Szene aufzulösen. Und sie sich stattdessen dann an einen stillgelegten Bahnhof verlagerte. Und weil es eben immer schlimmer wurde, hat sich die Stadt Zürich dann irgendwann das Züricher Modell entwickelt, ausgedacht und fährt damit bislang sehr gut und hat quasi eine Vorbildfunktion für viele andere Städte eingenommen. Und ich habe mir angeschaut, wie genau Düsseldorf das adaptieren möchte und ob das funktionieren kann hier. Kannst du einmal ganz kurz durch dieses Zürcher Modell, also nur, dass man sich vorstellen kann, was das bedeutet? Ja, das Zürcher Modell bedeutet, dass akzeptiert wird, dass eine suchtfreie Gesellschaft nicht realistisch ist. Was ja auch dein Einstiegssatz in das Stück ist und das finde ich schon sehr realistisch, aber auch wahr. Genau, es ist irgendwie wahr und das wissen wir alle und trotzdem ist es bemerkenswert, dass die Stadt das so ins Zentrum stellt, weil ganz oft sprechen wir ja vom Kampf gegen die Drogen und den werden wir halt leider niemals gewinnen können. Es wird immer suchtkranke Menschen geben und die Frage ist, wie wir mit denen umgehen. Und die Schweizer setzen da eben nicht auf einen Kampf gegen die Drogen und nicht gegen die Menschen, vor allem die konsumieren, sondern auf Akzeptanz. Und das zieht sowohl Prävention, Therapie mit ein, also wirklich die Menschen therapieren, die Drogen nehmen und denen helfen, aber eben auch Schadensminderung, also die negativen Folgen für die Gesellschaft so klein wie möglich zu halten. Und natürlich auch Repression und Regulierung. Also auch in der Schweiz wird das strafrechtlich verfolgt. Genau, das ist vielleicht auch noch wichtig zu betonen. Absolut. Nicht darum geht es so oft einfach, sondern ja. Aber es ist schon ein anderer Ansatz, ein, ich würde sagen, etwas pragmatischerer Ansatz, als er bei uns aktuell gefahren wird, weil er eben alles in einem denkt. Also es geht sowohl um die Hilfe der Suchtkranken, als auch um die Hilfe der Menschen, die davon indirekt betroffen sind, weil die Menschen vor ihrer Haustür liegen, weil die auf ihrem Arbeitsweg auf sie treffen. Es geht um alle gleichermaßen und zwar alle aus einer Hand. Und nicht, wie wir das oft kennen, Polizei und Ordnungsamt kümmern sich um die Repression, wie man so schön sagt, um Sicherheit und Ordnung und dienen damit den Anwohnern. Und dann gibt es Hilfsorganisationen, die kümmern sich um Streetwork zum Beispiel und helfen damit den Abhängigen. Und in der Schweiz ist es eben so, dass das alles in einem passieren soll. Das wird umgesetzt, unter anderem mit so Rundgängen. Also das ist dann irgendwie eine Einheit in der Schweiz, die sind zusammen unterwegs, die machen sowohl halt Streetwork als auch kümmern sich um Ordnung sozusagen. Die sind um, das läuft alles unter diesem Begriff der Allparteilichkeit. Also sie sind eben allen verpflichtet, wer Hilfe braucht, bekommt ein Angebot. Also zum Beispiel ein Unterbringungsangebot, eine Notschlafstelle und wenn sich Anwohner gestört fühlen, dann werden die Leute auch gebeten zum Beispiel zu gehen oder dazu bewegt zu gehen. Also es ist in alle Richtungen. Auch das steht im Zentrum des Düsseldorfer Ansatzes. Das soll eine städtische Einheit sein, die aufsuchende Sozialarbeit mit so ordnungspolitischer Präsenz verbinden soll. Werden das dann Positionen, die neu geschaffen werden oder speisen die sich aus Sachen, die es schon gibt? Die speisen sich aus bestehenden Kräften des Ordnungsdienstes, der Wohnungslosenhilfe und des Gesundheitsamtes. Und die dann da quasi zusammengeführt werden, die jetzt eigentlich nichts mehr damit zu tun haben. Genau. Das ist bislang auf drei Monate befristet und soll dann erstmal getestet werden. Die wollen zusammen im Bahnhofsumfeld unterwegs sein und auf diesen Rundgängen sollen sie eben den wohnungslosen Menschen Hilfsangebote machen und natürlich aber auch. Für alle anderen für Sicherheit und Lebensqualität sorgen, aber eben ohne die suchtkranken Menschen zu verdrängen und zu kriminalisieren. So ist der Ansatz. Ich habe dazu mit Michael Habeum von der Drogenhilfe Düsseldorf gesprochen, der sich das Züricher Modell auch persönlich quasi in der Schweiz angeguckt hat. Der fährt regelmäßig in andere Städte, um sich da auch zu informieren, wie andere Städte das handhaben. Und er sagte, im Kern ist es das Gleiche und es ist ein guter Ansatz. Das Problem ist, dass es in Zürich genügend Plätze in Hilfseinrichtungen gibt und davon seien wir in Düsseldorf aktuell noch weit entfernt. Also dafür reiche, dass aus seiner Sicht zumindest das Hilfesystem bislang noch nicht weit genug, um da alle aufzufangen. Wie war das in Zürich? Ist das was, was dann auch einfach wächst? Oder hat da Düsseldorf irgendwie was versäumt, Orte zu finden? Weil ich meine, das Zürcher Modell in Zürich ist ja jetzt einfach auch schon gewachsen und ein bisschen älter. Und die Ausgangsfrage, über die wir ja sprechen, die ja auch dein Stück dazu behandelt oder womit du dich ja beschäftigst, das ist ja, kann das hier funktionieren? Und dann wäre das, also ist das ein Punkt, das kann ja einfach nicht funktionieren, weil wir auch städtebaulich einfach anders aufgestellt sind als Zürich, also ich war noch nie so richtig da lang, nicht mehr da, also ne, oder ist das was, da muss man jetzt einfach schnell gucken, okay, dann. Müssen halt Orte umgewidmet werden. Da kommt einiges zusammen, glaube ich. Also das ist jetzt meine Interpretation. Aber ich glaube, was bei uns halt schon, wir leben halt in einem Ballungsgebiet. Wir haben sehr viele große umliegende Städte. Die Leute sind hier sehr mobil. Gerade um den Bahnhof herum sind, glaube ich, einfach viele Menschen unterwegs, die jetzt auch nicht zwingend nur immer sich in Düsseldorf aufhalten. Ich glaube, das macht es nicht unbedingt einfacher, als wenn man so eine klassische feste Szene hat, was immer dieselben Leute sind, zu denen man dann auch irgendwann ja sozialarbeiterisch eine Beziehung aufbauen kann. Was aber hingegen auch ein Problem ist, ist, also sagte Michael Haarbaum auch, dass die in Zürich viele von den Menschen, die auf der Straße leben und drogenabhängig sind, durch diese jahrzehntelange Arbeit, die da geleistet wurde, tatsächlich einfach gesundheitlich besser unterwegs sind. Die sind nicht so verelendet. Das finde ich schon auch bemerkenswert, dass er das so sagte. Und das macht dann natürlich diese Arbeit auch einfacher. Also da müssen wir in Düsseldorf aufholen, sage ich mal so. Und das ist natürlich eine Frage von Jahren. Ja, die sind einfach, ja, verstehe. Erstens ist Zürich natürlich ein bisschen voraus. Und auf der anderen Seite ist natürlich die Düsseldorf auch eine andere Stadt als Zürich. Jetzt hast du ja schon angesprochen, dieses mit dem gesundheitlich ein bisschen besser aufgestellt sein. Klar, das ist das eine, aber es geht ja auch darum, dass man Orte hat, wo man zum Beispiel auch sicher konsumieren kann. Ich weiß, dass wir da auch schon darüber gesprochen haben. Das gibt es ja hier auch. Wie ist da das Züricher Modell aufgestellt, was das bedeutet? Weil das ja vielleicht auch dann auf einen dritten Standpunkt oder auf einen dritten Standbein hinführen kann. Und zwar die Drogen, die konsumiert werden, müssen ja auch irgendwo herkommen. Und im besten Falle, das sage ich jetzt, Das hört sich zynisch an, aber müssen die ja auch wenigstens irgendwie, wenn man suchtkrank ist und in Konsumräumen vielleicht das irgendwie sich initiiert oder zu sich nimmt, konsumiert, ich will jetzt nicht die ganze Zeit Konsum sagen. Brauche ich ja auch was und das muss ja auch irgendwo herbeschafft werden. Ja, das ist ein ganz wichtiger Punkt und es ist wirklich der heikelste Punkt. In Zürich ist es so, dass dieser Kleinsthandel mit Drogen, also wirklich mit ganz kleinen Mengen nur zum eigenen Konsum, in den Konsumräumen toleriert wird. Das Ziel von dem ist, dass die Drogenszene nicht mehr auf der Straße stattfindet, sondern sich der Handel und auch der Konsum logischerweise dann in die Konsumräume und damit in ein kontrolliertes Setting verlagert. Und das hat offenbar in Zürich. Hatte das wohl gute Wirkung gezeigt. Da gibt es natürlich auch noch Konsum im öffentlichen Raum, das kommt vor. Aber diese wirklich offene Drogenszene gibt es so wohl nicht mehr. Und das wird aber in Düsseldorf und in Deutschland generell eine ganz, ganz große Hürde. Ich habe mit Miriam Koch, das ist die Dezernentin für Kultur und Integration gesprochen. Und die sagte, sie würden das gerne ähnlich handhaben. Wir wissen, wie wichtig dieser Punkt ist, um eben diese offene Szene von der Straße zu holen. Aber es ist noch unklar, wie das gelöst werden soll. Denn bislang wird das Betäubungsmittelgesetz wirklich sehr streng ausgelegt, was ein Beispiel dazu führt, dass in Konsumräumen auch das Teilen von Crackpfeifen verboten ist. Denn das, also dieses Weiterreichen wird, was wohl unter Abhängigen relativ gängig ist, wird als Handel gewertet. Wenn ich dir jetzt eine Crackfile weiterreichen würde, dann wäre das quasi Drogenhandel. Obwohl man es auch als gemeinsamen Konsum und darum ist das verboten. Und das führt dazu, dass sich ausgerechnet diese problematische Szene, diese Crack-Szene, oft nicht in den Konsumräumen aufhält, sondern auf der Straße. Allerdings sagt auch die Polizei, dass das Tolerieren des Drogenhandels derzeit keine Option ist. Also es gibt einfach aus deren Sicht rechtlich keine Möglichkeiten, da nicht zu reagieren. die Polizei muss jede festgestellte Straftat verfolgen und, Unterliegt dem Legalitätsprinzip. Es gibt eine Ausnahme sozusagen. Und zwar wird der Drogenkonsum auch jetzt schon im Düsseldorfer Drogenkonsumraum an der Agraterstraße in Absprache mit den Ordnungsbehörden und der Staatsanwaltschaft nicht verfolgt. Weil sonst wäre auch der Drogenkonsum da nicht möglich. Aber ob das auf den Handel übertragbar ist, ist wirklich sehr fraglich. Wie hat das in Zürich, also hat man da immer wieder so genaue Vergleichswerte, also hat das da sofort gut geklappt? Weil ich meine klar, wenn natürlich Drogenhandel nicht geahndet wird, dann, also Blüten treibt ja immer irgendwie was. Also wie gesagt, ich finde, auch da muss man natürlich wahrscheinlich im Kopf behalten, dass sich das über Jahre entwickelt hat und wahrscheinlich auch vielleicht Startschwierigkeiten hatte oder so. Also bevor man jetzt sagt, das ist hier schon wieder nicht möglich wegen irgendwas, also das ist ja, kann ich, ich verstehe auch, dass das einfach sehr fein, fein gliedrig ist und sehr mit sehr dünnen Linien zwischen den Dingen. Ich glaube, es ist auch oft, es ist ein bisschen eine Kommunikationsfrage auch oft. Es ist so, dass die Polizei natürlich jetzt nicht sagen kann, wir verfolgen das nicht mehr. Es gibt aber natürlich durchaus auch schon Ansätze von pragmatischem Vorgehen in Düsseldorf. Sonst käme ehrlicherweise die Polizei ja auch nicht raus, als nur Drogenkonsum zu ahnden. Und genau das ist ja auch eben nicht das Ziel, die Konsumenten zu bestrafen. Sondern die wollen ja, wenn dann die dahinterliegenden, den dahinterliegenden Drogenhandel im großen Stil zerschlagen. Es gibt ja die niederschwellige Unterbringungs- und Beratungsstelle, die... Kurz NUB, oft genannt wird. Das ist eine Einrichtung an der Moskau-Straße, die kurz nach der Räumung des Grand Centrals eingerichtet wurde. Da leben hauptsächlich Obdachlose, die cracksüchtig sind. Und die haben da Einzelzimmer mit eigenem Schlüssel. Und es hieß am Anfang, das größte Problem wird der Drogenkonsum sein. Das war von Anfang an klar. Und man hat es trotzdem versucht. Und es wird sich dicht verhindern lassen, dass dahinter verschlossenen Türen auch Drogen konsumiert werden, wie das ja in Privatwohnungen auch möglich ist, theoretisch. Aber dennoch hat man es gemacht, dennoch hat die Stadt darauf gesetzt und sich das getraut und heute gilt die Nub echt als Erfolg. Und das Projekt wurde entfristet und die Unterkunft ist mittlerweile umgezogen und bietet den Menschen, die da wirklich ansonsten durch jedes Raster gefallen sind, irgendwie so eine Auffangfläche. Ja, ja. Also manchmal muss man auch einfach ein bisschen Zeit geben oder ein bisschen das sich entwickeln lassen, bis es sich dann irgendwie einbindet. Also... Das muss man wirklich dazu sagen, wie wir beobachten, das ist ja auch schon lange und die Beteiligten dieses Sicherheitsprojekts im Bahnhofsumfeld sagen immer wieder, das ist nicht umsonst auf drei Jahre ausgelegt und ich glaube, selbst drei Jahre sind für die Situation da immer noch ein kurzer Zeitraum, ehrlich gesagt. Ja, genau. Die Aufenthaltsorte hast du jetzt gerade schon angerissen, dass das auch eine, ich will immer sagen wie so ein Standbein, aber eine Säule dieses Modells ist. Gibt es da noch andere Ansätze? Also in Zürich gibt es drei Drogenkonsumräume mit wechselnden Öffnungszeiten. Also so, dass immer quasi einer offen hat. Und das Ziel davon ist, dass sich die Szene halt immer verlagern muss und in Bewegung hält und sich nicht irgendwo festsetzt. Das ist in einem Viertel, an einem Platz. Was ja hier einfach darüber reden wir ja gerade. Genau, um auch wirklich die Örtlichkeiten, die da sonst belastet sind, ein bisschen zu entlasten. In Düsseldorf gibt es nur den Konsumraum an der Drogenhilfe, an der Erkrader Straße. Dass weitere Räume noch entstehen können, ist gerade eher unrealistisch. Sind wir da wieder auch bei einfach den baulichen Gegebenheiten oder den Räumlichkeiten, die einfach nicht zur Verfügung stehen in der Gegend? Ich glaube, es ist eine Mischung aus Räumlichkeiten und Finanzierung. Das Problem ist aber auch, was ich vorhin schon gesagt hatte, dass die Abhängigen in Düsseldorf eben in einem deutlich schlechteren gesundheitlichen Zustand sind, so sagt es Michael Harbaum. Und er das deshalb auch für unrealistisch, zumindest aktuell hält, dass es so eine Wenderbewegung funktionieren könnte, weil die Leute einfach nicht mobil genug sind. Ja, verstehe. Ja, deshalb ist, glaube ich, das Ziel jetzt gerade so an einem. Einen Anlaufpunkt zu behalten und sich erst mal auf einen Ort zu konzentrieren. Wenn wir jetzt wieder auf Ort und Orte ein bisschen abschließend zurückkommen, die Eingangsfrage wie gesagt ist, kann das Zürcher Modell die Drogenprobleme in Düsseldorf lösen? Was meinst du? Also ich glaube, es fehlt gerade noch ein bisschen entweder die rechtlichen Rahmenbedingungen, wobei ich nicht weiß, ob es dann nicht vielleicht irgendwie doch noch Sonderlösungen geben könnte, die man schaffen kann. Ich glaube, dafür braucht es auch wirklich sehr viel Engagement und Mut, um diesen Weg zu gehen und zu sagen, wir probieren das mit tolerieren des Drogenhandels in solchen Einrichtungen. Und ich glaube, nach wie vor braucht es einen alternativen Offenthaltsort, der fehlt seit Jahren. Seit Jahren sprechen wir da mit der Stadt drüber. Es gab mal eine Zeit lang war mal der Bertha von Suttnerplatz, beziehungsweise da Räumlichkeiten auch im Gespräch. Die wurden dann wieder vom Tisch geräumt. Das war dann doch nicht möglich. Aber es braucht einfach eine weitere Einrichtung, die eben nicht nur in Anführungsstrichen Unterkunft ist, sondern wirklich auch Aufenthaltsort. Also wo die Leute drinnen wie draußen sich tagsüber aufhalten können und die Szene so von der Straße zu holen. Und das auch ein bisschen entzerrt. Genau. Und da natürlich dann auch wiederum Sozialarbeiter zu haben, Beratungsmöglichkeiten. Die Leute fassen dann Vertrauen, wenn sie sich da regelmäßig aufhalten, hat man einen besseren Zugang. die Stadt ist da dran seit langer Zeit und es wird wohl jetzt irgendwie konkreter. Aber bislang haben wir noch keine Zusage darüber, was wann kommen wird. Aber ich glaube, das ist nur noch eine Frage der Zeit. Das darf man ja auch nie vergessen, wenn wir darüber sprechen. Es geht um Zeit, weil es auch einfach um Menschen geht. Es geht ja um Zeit auch, also die Zeit, die, ne, wenn nichts passiert, vergeht halt Zeit, das ist ja nochmal was anderes vielleicht, als wenn ein Bauwerk längere Zeit nicht restauriert, also ich möchte das jetzt nicht miteinander vergleichen, aber du weißt, was ich meine, also es geht ja auch einfach, die Zeit drängt schon immer und immer weiter. Das stimmt. Unsere Zeit drängt auch ein ganz kleines bisschen, wir kommen zum Schluss, vielen Dank, dass du ein weiteres Mal durchgeführt hast, durch dieses Thema, durch diesen ganzen Themenkomplex und ich bin mir sicher, du hältst mich und uns auf dem Laufenden, wenn es neue Entwicklungen gibt. Sehr gerne. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Music. Homeoffice ist nicht zuletzt durch die Situation und Entwicklung der letzten Jahre, in denen die Corona-Pandemie den Ton unseres Alltags angab, ein Thema. Viele arbeiten zumindest teilweise von zu Hause aus und wenn es da mal eng wird, weicht man halt ins Café aus. Einige Gastronomen tolerieren das, andere wiederum sprechen in ihren Läden temporär gar ein Laptop-Verbot aus. Die Gründe sind vielleicht überraschend meist wirtschaftlicher Natur. Helene Pawlitzki erzählt, wie das Verbot durchgesetzt wird, warum es manchmal auch nicht ganz so starr ist und wie vielleicht eine Regelung gefunden werden könnte, mit der alle glücklich sind. Helene Pawlitzki, herzlich willkommen in deinem von dir selber erfundenen Podcast. Ich bin immer wieder gerne hier. Es ist wunderschön. Wie nach Hause kommen, als würde man in sein Elternhaus zurückkommen und sein Jugendzimmer betreten. Ich habe dir auch schon was zu essen gemacht. Und hier habe ich diese ähnliche Gartine aufgehängt. Nee, ich war gar nicht ein bisschen, danke. Heute gehen wir mal nicht hinterher. Ich wollte gerade sagen, wir gehen heute nicht essen Und vor allem gehen wir leider aus Zeitgründen, aber das ist hier, wird jetzt zu privat auch kein Kaffee trinken. Würden wir Kaffee trinken gehen, könnten wir an verschiedenen Orten der Stadt Business Boss Bitches, die wir sind, unseren Laptop aufklappen und was wegarbeiten. Einfach was wegarbeiten bei einem schönen Matcha Latte in einem von den tausend Kaffees, die du rezensiert hast, wo es guten Matcha gibt. Wir könnten uns eine kleine Zimtschnecke holen und Listen schreiben über Themen und so. Wo es die besten Zimtschnecken gibt. Wo es die besten Zimtschnecken gibt. Und das ist ja ein Bild, was jetzt auch nicht erst gestern und vorgestern, sondern was einfach, was es gibt. Also im Café arbeiten wie Coffee to go ist wahrscheinlich irgendwann in den 90ern erschienen. Es geht alles schneller, wir verbinden alles miteinander und so weiter und so fort. Was ich immer interessant finde ist, wenn quasi Trends, die wie Errungenschaften wirken, so überstrapaziert sind, dass sie dann irgendwann wieder rückgebaut werden. Es gibt CafébetreiberInnen, die sagen, Eure Laptops bleiben zu, zumindest zeitweise. Wie findest du das? Ich meine, jeder ist anders. Und jeder kann das selber entscheiden. Ich habe die Geschichte aufgeschrieben dazu, weil ich das in einem Café gesehen hatte und ich hatte das vorher noch nie irgendwie wahrgenommen. Und dann habe ich mich natürlich sofort gefragt, warum? Und ich habe ursprünglich gedacht, dass das so Vibe- und Atmosphäregründe hätte. Und war dann erstaunt herauszufinden, dass es eigentlich in erster Linie wirtschaftliche Gründe hat. Das fand ich sehr, sehr interessant. Das fand ich auch beim Lesen dieses Stückes nämlich spannend, weil ich auch immer gedacht hätte, klar, ich muss dazu ein bisschen ausholen. Es gibt nämlich eine Sache, über die ich schon länger nachdenke, also ein Bild. Als wir alle noch den Jahresfernsehen geguckt haben, 1998 oder so, gab es ja Werbung und auch, das gibt es auch immer noch und wir gucken auch alle immer noch Fernsehen. Und ich weiß noch, ich kann mich noch daran erinnern, dass es da diese Werbungen gab, wo irgendwie dafür geworben wurde, dass man jetzt überall Netz hat und Empfang und Internet. Also das war ganz, das war überall. Beste Netzabdeckung. Genau, das Ziel, was erreicht werden sollte. Man kann überall arbeiten, man ist immer erreichbar. Und irgendwann gab es diesen diese Kippe, das ist noch gar nicht lange her, da habe ich eine Werbung gesehen, da ging es darum, da waren irgendwie eine Gruppe junger Menschen, fröhlich und gut aussehend und sonnengebräunt auf einem Boot und alle haben so ihre Handys ins Meer geworfen und es war so, befreit euch davon, wir wollen nicht mehr erreichbar sein. Also so, es ist alles viel zu viel, genießt die, dann war es wahrscheinlich am Ende irgendein Bier oder ein Kaffee, ein Liter Kaffee, wofür geworben wurde. Und da musste ich so dran denken. Ich hätte nämlich auch 100 Euro gewettet in Kaffee, dass es da genau um die Connection geht, dass man nicht mehr redet miteinander, sondern wie im Großraumbüro halt sitzt. Aber dieser wirtschaftliche Aspekt ist natürlich auch nicht zu unterschätzen. Wir sollten erklären, was der wirtschaftliche Aspekt ist. Der wirtschaftliche Aspekt ist, Kaffeebesitzerinnen haben festgestellt, dass wenn man mit seinem Laptop ins Café geht, den aufklappt, anfängt zu arbeiten, dann bestellt man normalerweise ein Anstandsgetränk und dann nichts mehr. Das ist nicht bei allen Leuten so, aber die sagen schon bei mehr als der Hälfte der Leute, die mit einem Laptop kommen und dann arbeiten, die sitzen sehr, sehr lange da und konsumieren fast nichts im Vergleich. Und das ist bei kleinen Cafés, die nur wenig Tische haben, ein großes Problem, weil dieser Tisch natürlich, wenn er von mehreren Leuten über eine Stunde hinweg frequentiert würde, deutlich mehr Umsatz bringen würde. Das können die sich einfach nicht leisten. Und das ist der Grund, warum verschiedene Läden, Wir haben so drei gefunden in Düsseldorf, es gibt sicherlich noch mehr, aber das waren so unsere drei Beispiele. Entweder sagen, wie zum Beispiel im Café Nikan in der Rätelstraße in Düsseldorf, gar nicht, gar keinen Laptops, never, gibt es hier einfach nicht. Oder wie zum Beispiel in der Roasted Café Bar in Düsseldorf. Pampel fort. Ihr dürft unter der Woche, aber dann bitte nur hier an diesen drei Sitzplätzen im Schaufenster. Das ist wie so eine Bar quasi. Man kennt das ja wie so eine Theke quasi, aber ins Fenster eingebaut und da können so drei, vier Leute nebeneinander sitzen. Das heißt, es ist auch wurscht, ob da einer sitzt oder zwei oder drei. Die sitzen nicht dann halt nebeneinander und dann können sie so wenig oder so wenig konsumieren, wie sie wollen. Und nehmen nicht so viel Platz weg vor allem. Nehmen nicht so viel Platz weg. Oder noch anders im Café Stoke. Das ist in Stadtmitte slash Friedrichstadt. Ich weiß gar nicht genau, ob das die Ecke ist. Es ist glaube ich so gerade auf der Grenze. Das ist da, wo die Adasstraße und die Berliner Allee und die Hüttenstraße so alle aufeinandertreffen in diesem komischen Dreieck. Der hat auch einen Namen, nämlich, glaube ich, Ernst Reuterplatz. Und das ist so ein Mittelding, da ist unter der Woche Laptoparbeiten erlaubt. Aber, und das steht auch auf einem niedlichen kleinen Schild, wo darunter genau der WLAN-Schlüssel sozusagen steht. Also es wird so mit diesem Service verbunden. Aber am Wochenende und an Feiertagen nicht, weil die eben sagen, an Wochenende und an Feiertagen machen wir viel Umsatz. Da kommen viele Leute, der Durchschlag der Gäste ist sehr groß. Und da wollen wir nicht, dass jemand drei Stunden lang einen Tisch in unserem kleinen Café belegt. Und das finde ich alles irgendwie sinnvoll und schlau und man kann das so machen. Und die sagen aber auch zumindest zum Teil, wir wünschten uns eigentlich, wir müssten keine Regeln aufstellen. Wir wünschten, die Leute würden das selber so ein bisschen wissen, dass sie nicht stundenlang im Café sitzen können, ohne was zu konsumieren, weil wir eben unseren Lebensunterhalt damit verdienen. Also so ein bisschen die andere Kersette. Ich wollte aber noch, nachdem du jetzt gesagt hast, es kam der Punkt, wo es kippte, noch zwei Sachen sagen. Das eine ist, das habe ich auch deswegen gedacht, dass das der Grund ist, weil es ja zum Beispiel sowas wie eine Bewegung gibt, die heißt Offline am Rhein. Gibt es, kann man auf Instagram gucken, die waren jetzt zum Beispiel auch neulich im Café Plätz in Flingern und da machen die dann halt wirklich so eine Zone, wo sie sagen, heute Nachmittag bring dir ein Buch mit, bring dir ein Strickzeug mit, bring deine beste Freundin mit oder was auch immer. Heute aber ohne digitale Endgeräte. Und da habe ich auch gedacht, das geht in diesen Weib rein. Und das andere, was ich sagen wollte, war, ich finde ja, dann kann man vielleicht sogar noch die Pandemie mit reinnehmen. Denn da war das ja skurrilerweise so, dass die Büros alle No-Go-Zone waren. Das heißt, wir wurden alle ins Homeoffice beordert. Und ich weiß nicht, wie das bei anderen Leuten war, aber bei mir war das so, dass ich aber nicht zu Hause bleiben konnte, weil ich nämlich ein kleines Kind zu Hause hatte. und es war einfach nicht möglich, da zu arbeiten. Und ich schätze mal, es geht vielen Leuten so. Kann ja auch sein, dass einem einfach die Decke auf den Kopf fällt oder eine Baustelle vor der Tür ist oder so. Und man kann nicht zu Hause bleiben. Man will vielleicht auch nicht zu Hause bleiben. Also macht man sich natürlich auf der Suche, auf die Suche nach Orten, an denen man arbeiten kann. Und Cafés bieten sich natürlich enorm an, weil sie einfach, sie haben von sich aus eine nette Atmosphäre. Wenn man hochguckt, sieht man vielleicht auf die Straße die Schwänzer oder man sieht Leute oder man kann mal jemanden beobachten. Man kann was Schönes konsumieren, alles gut. Ich bin damals immer in die Bibliothek gegangen. die hatte den. Aus meiner Sicht ein bisschen den Schönheitsfehler, dass man erst um neun Uhr reinkam und dann sich kloppen musste um die ruhigen Arbeitsplätze mit lauter Studenten und Schülern. Aber musste man halt wirklich da sein. Dann stand man in einer langen Schlange im Nieselregen bis dann um neun Uhr die Sicherheitsmannheit die Türen aufging und dann galoppierten alle zu den Aufzügen und die ganz Fitten marschierten die Stufen hoch bis in die zweite Etage oder dritte Etage. Naja, gut. Und ich kam dann irgendwann hinterher geschnauft und das genau überblieb an Schießplätzen. Aber so dieses wo gibt es das beste, stabilste WLAN? Wo ist die Musik nicht so laut, sodass man vielleicht auch mal einen Call machen kann? Wo gibt es Steckdosen? Das ist aber nochmal eine andere Nummer. Ich finde wirklich dieses am Laptop arbeiten und so, verzeih, wenn ich die Arbeit nenne, das wirklich, weil da habe ich die ganze Zeit reingedacht. Ich finde, das eine ist am Laptop arbeiten und da bin ich, also ich mache auch öfter Homeoffice in Café Ich mache auch oft zu Hause Homeoffice, manchmal arbeite ich auch gar nicht. Ich achte schon drauf, dass ich dann auch konsumiere, beziehungsweise ich habe auch Bock so. Also ich finde, dass ich war eine Zeit lang, als ich noch in meinem vorherigen Job war, habe ich wirklich manche Tage bei Birdies auf der Bachelstraße verbracht. Ich bin wirklich wie zum Frühstück hin, habe dann gearbeitet, geschrieben, Mittag gegessen. Also so ein Café hat ja, wie du auch schon sagst, im besten Falle, ist das ja auch das, was dann passiert, dass man sich wie zu Hause fühlt. Das wollen ja auch wahrscheinlich viele Kaffeebetreiber in gerade von diesen kleinen. Darum finde ich, ist das eine sehr fein auszubalancierende Sache. Und ich finde aber, dieses Calls haben oder Zoom-Meetings, das würde mir im Leben nicht einfallen in alle Richtungen. Also weil ich denke, ich störe hier, aber auch, weil ich so denke... Es ist total interessant, dass du sagst, ich komme gerade aus dem Hartow im Medienhafen, wo ich mich mit einem Freund zum Mittagessen getroffen hatte und das ging nur... Das ging nur, weil, und ich hatte um eins einen Call und ich konnte mich nur mit ihm treffen, wenn ich gesagt habe, okay, dann mache ich den Call halt dort. Und das war so eine Grenzsituation, muss ich sagen. Ich saß neben Leuten, die auch telefoniert haben, deswegen habe ich mich nicht so schlecht gefühlt. Ein bisschen was aber schon, dass ich gedacht habe, ich sitze hier im Restaurant und ich quatsche hier in mein Handy rein. Es tat mir auch ein bisschen leid irgendwie. Andererseits heißt das Business Lunch, also sorry, not sorry. Aber da habe ich auch gedacht, das ist wirklich so eine grenzsätzliche Geschichte. Ich mache es halt, weil es geht. Und diese Entgrenzung von Arbeit und Örtlichkeit ist ja genau der springende Punkt. Wir müssen uns halt als Zivilisation überlegen, wie weit wollen wir das? Ich glaube, unterschiedliche Leute wollen das unterschiedlich sehr. Vielleicht will man das auch zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich sehr. Ich muss ehrlich sagen, ich habe jetzt auch gute Erfahrungen damit gemacht. Dass ich zum Beispiel viele Notifications auf meinem Telefon einfach abgeschaltet habe, auch Arbeitsnotifications, die ich früher immer anhatte, weil ich gedacht habe, ich muss immer sofort sehen, was da los ist, stellt sich raus, ich gucke auch oft genug nach und sehe es dann eigentlich immer recht regelmäßig und außerdem können mich die Leute ja im allerschlimmsten Fall auch einfach anrufen, wenn es wirklich der Busch brennt. Das sind so Sachen, die Erfahrungen, die machen wir. Oder dass ich jetzt mein Telefon nicht mehr auf meinen Nachttisch lege, sondern auf meinen Schreibtisch, der auch im selben Zimmer ist. Aber es ist nicht aus der Welt. Aber ich gucke halt abends nicht mehr, bis mir die Augen zu fallen da drauf. Und gucke noch mal, ob nicht doch noch eine Mail gekommen ist. Sondern das ist dann einfach ab 20 Uhr oder 21 Uhr ist das halt dann einfach nicht mehr meine Welt. Also das sind aber Sachen, ich glaube, da muss jeder seinen Umgang mit lernen. Und es wundert mich nicht, dass wir erst gerade damit anfangen. Weil wie du schon sagst, wir haben alle eine Welt erlebt, in der das nicht so war. Wir haben alle vielleicht auch unsere Arbeitssozialisation in einer Welt erlebt, in der das nicht so war. Und jetzt auf einmal, seit ein paar Jahren ist das aber so. Und es ist auch ganz normal, dass du immer überall erreichbar bist und dass du auch vom fahrenden Zug aus zum Beispiel ohne Probleme eigentlich Videocalls machen kannst. What a world. Ja, das stimmt. Wenn das WLAN denn hält. Ja, also das ist dann so die Sache. Und dann geht das auf einmal nicht. Aber so, also man probiert es ja trotzdem. Ja, ja. Und ich finde aber gerade, wie ich eben schon gesagt habe, dieses, ich habe zum Beispiel meine Bachelorarbeit komplett in einem Café geschrieben in Amsterdam allerdings. Also da, und da war es auch, weil das, ihr hattet ja auch in dem Stück ein Café, wo es dann, oder es gibt ja auch diese Orte, wo es einfach so einen großen Community-Table gibt. Das ist ja auch nochmal was anderes, als wenn ich so wirklich in einem Viertische-Café Es gibt es im Ausland mehr als hier. Genau, also da war das auch klein. Amsterdam sind dann auch die Wohnungen kleiner und dann muss man vielleicht auch raus, wenn man selbstständig arbeitet oder halt studiert und so. Also ich kann auch gut arbeiten, wenn ich halt in Gesellschaft bin, weil ich dann auch denke, okay, jetzt bin ich schon hier, jetzt muss ich irgendwie wenigstens auch das machen, was ich gesagt habe, was ich mache. Ja, ich mache einen Kaffee auf und möchte halt, dass es wie ein zweites Wohnzimmer wird und wenn es dann aber ein zweites Wohnzimmer wird, Dann beschwere ich mich auch wieder. Ja, aber nee, nicht, dann beschwere ich mich auch, sondern es muss halt eine Grenze und dann muss es vielleicht Regeln geben, weil ich würde ja nicht auf die Idee kommen, wenn wir, weiß ich nicht, heute Abend zum Georgier gehen, dann da meinen Laptop auspacken, obwohl das ja meiner Arbeitsart und Weise entsprechen würde. Also als Halbselbstständige oder überhaupt in unserer Welt, wie du schon sagst, kann man auch um 8 Uhr nochmal gucken und auf jeden Fall ist mindestens eine E-Mail da. Ja, das hat so ganz viele Aspekte. Das eine ist, auch mal ein Buch mitnehmen ist auch mal gut sozusagen. Und zu sagen, okay, ich gucke jetzt nicht in mein Handy. Und das würde mich jetzt interessieren. Wie ist das, wenn ich da, es kann ja auch sein, dass ich einfach in einem Café sitze und einfach lese die ganze Zeit und trotzdem nicht konsumiere oder an meinem Handy rumdaddle. Also was ist, was geht es dann um den Laptop? Und hast du rückgemeldet bekommen, dass die oft diskutieren müssen? Weil dann halt jemand gesagt hat so, aber ich schreibe WhatsApp, ich arbeite nicht. Nee, also Handys sind auch nicht verboten. Nee, Handys sind auch nicht verboten. Laptops konkret. Und ich glaube auch, nicht so viele Leute nehmen auch rein und vergnügen ihren Laptop mit. Und ich glaube, also prinzipiell sind das alles Leute gewesen, wo ich denken würde, wenn jetzt nun sagst, kann ich bitte, bitte ausnahmsweise mal einmal dieses Bitte, sonst verlese ich meinen Job diese Viertelstunde, darf ich das kurz oder so? Oder ich muss einmal kurz das nachgucken, sorry, ich weiß es nicht erlaubt. Also ich glaube, das sind alles Leute, mit denen man reden könnte. So, erstens. Zweitens, also zumindest in einem Café wurde mir gespiegelt, dass der Eindruck entstanden ist schon, dass Leute immer fordernder werden. Die haben nämlich zum Beispiel kein WLAN, kein offenes. Und sie haben auch keine Steckdosen. Und der Besitzer sagt zu mir, wenn ich das Leuten sage, dann ist die netteste Reaktion noch ein geschockter Blick. Aber es gibt wohl auch manchmal Leute, die dann einfach sagen, was ist das denn hier für ein Scheißladen so ungefähr. Und gut, okay. Also man muss dann vielleicht nicht in diesen Laden gehen, sondern das ist dann halt was anderes. Der Mann hat auch zu mir gesagt, es ist schon eine andere Sorte Stille, wenn Leute ein Buch lesen, als wenn sie in ihren Laptop. Und ich finde, das kennt man auch von sich. Man geht so voll in den Tunnel, wenn man so konzentriert arbeitet. Man kennt das ja, wie man auch dann da sitzt und so leicht verspannt und Kinn nach vorne und merkt das gar nicht, dass man sich seit einer Dreiviertelstunde nicht bewegt hat, so ungefähr. Und ich kann nur sagen, ich bin ja kein Gastronom oder keine Gastronomin, aber die sagen mir halt wirklich, dass Leute sich definitiv konsummäßig anders verhalten, wenn sie arbeiten, als wenn sie nicht arbeiten. Und ich glaube, das ist auch so. Ich glaube, klar, wahrscheinlich gibt es auch so gute Bücher, in die du dich so vertiefst, dass du nicht weißt, wo rechts und links ist. Aber wahrscheinlich guckst du ja doch mal alle halbe Stunde hoch und schaust, ob dein Kaffee schon leer ist. Ja, das stimmt. Ich würde gerne noch einen anderen Aspekt reinbringen. Ich meine, ich habe gerade auch geschmunzelt, als du das erzählt hast, in Birdies, dass du frühstückst und dann wahrscheinlich noch einen Kaffee trinkst und dann noch Mittag isst. Ich meine, das ist halt auch teuer einfach. Und das ist für mich auch irgendwie immer so ein Aspekt gewesen, dass ich gedacht habe, kann ich mir das eigentlich heute leisten, so lange, so viele Stunden im Café zu sein? Bei mir geht es auch so, dass ich denke, ich kann hier ja nicht sitzen und morgens einen Kaffee und Wasser bestellen und dann erst mal wieder mittags, höchstens, frühestens was oder so. Also ich kann hier ja nicht vier Stunden lang nichts konsumieren. Zum Beispiel im Zafir, in der Zentralbibliothek ist das so, dass man ziemlich in Ruhe gelassen wird. Die fragen gelegentlich mal nach, aber auch gar nicht so oft. Und da sind ja sehr, sehr viele Leute immer und auch sehr viele arbeitende Leute. Und da könntest du, glaube ich, theoretisch bei einem Glas Wasser den ganzen Tag verbringen. Das ist, glaube ich, auch Teil des Konzepts. Habe ich den Eindruck, ich will den jetzt nicht unrecht tun und vor allem will ich Ihnen keinen Umsatz vermiesen, aber ich habe den Eindruck, dass das auch ein bisschen dazu gehört, dass es ausgeschrieben wurde, auch in der Zentralbibliothek mit dem Hinweis, dass es eben ein Ort für alle sein soll, wo man nicht sehr viel Geld haben muss, um da längere Zeit zu verbringen. Wobei natürlich nebenan direkt sozusagen die Bibliothek ja als Ort wäre, wo man gar nichts konsumieren müsste. Und andererseits, was heißt nicht konsumieren müsste, man will ja vielleicht über den Tag auch mal einen Schluck Wasser nehmen und da kannst du ja schlecht deine Wasserflasche rausholen, wenn du im Café sitzt. Das heißt, das ist halt vielleicht auch nochmal ein zusätzlicher Aspekt heutzutage, wo Leute wirklich Not haben, teilweise über die Runden zu kommen. Ich möchte das auch nochmal betonen. Ich sage da jetzt auch nicht jeden Tag und habe angeboten, sondern ich bin ja eh... Ich wollte dich nicht Luxus schämen. Nein, nein, nein. Kannst du gerne machen. Ich habe mich dann bewusst dafür entschieden, weil ich ja zum Beispiel dadurch, dass ich alleine bin und ich gehe eh meistens mir was holen. Und dann hat sich das irgendwie angeboten. Aber ich finde das auch. Es kann ja auch so sein, dass man sagt, normalerweise würde ich einen Coworking-Space irgendwo haben und dann müsste ich Miete zahlen. Nee, das Geld kann ich aber auch in die Gastronomie investieren. Auch gut. Ich glaube aber, letztendlich zeigt das ja nichts anderes, als, es sollte eine bewusste Entscheidung sein bei den Konsumenten. Also wir sollten uns überlegen, wie machen wir das? Ist das für alle okay, wie wir es machen? Und ich glaube dann, wenn man sich mal kurz in den Schuh des anderen versetzt und überlegt, wie ist das jetzt für den Gastronomen, wenn ich hier bin? Störe ich? Störe ich andere Gäste? Ich meine, da gibt es ja auch so ein bisschen Etikett. Ich finde auch nicht schlimm, einen Call zu machen, aber wenn das dann so ein Call ist, wo man schwer verständlich ist und schreit da irgendwie in seinen Bildschirm rein, das geht natürlich nicht. Mir fällt gerade was ein, weil ich gerade drüber nachgedacht habe, es gibt ja bestimmt auch Orte, da gibt es dann so, also das weiß ich nämlich in Amsterdam, in einem, nicht Coffeeshop, sondern Coffeeshop, wo ich meine Bachelorarbeit, die kann man übrigens lesen, wer sich interessiert, soll mir schreiben. Ich habe über Nina Simone und ihre Rolle in der Bürgerrechtsbefühlung geschrieben. Über Protestzongs. Stimmt, interessant. Egal, auf jeden Fall. Die hatten natürlich aber dann auch so Deals, ne? Da konntest du dann das quasi das Office-Lunch und dann hast du, genau. Flatrate saufen. Ich muss gerade an was denken und damit einen kleinen Schwenk in die Vergangenheit. Als ich noch zur Schule gegangen bin, vor 20 Jahren dieses Jahr Abi gemacht, das ist einfach so lange her, in Kaiserswerth gab es auch ein Café, den Schwanen. Da sind wir hingegangen zum, naja, Schwänzen und in den Freistunden und so. Und auch davor und danach wurde da immer abgehangen von den ganzen OberstufenschülerInnen. Da gab es zwar ein Schülerfrühstück, also da hast du einen Käsetoast bekommen mit einem Kaffee oder einer Apfelschorle oder so. Aber da durfte man zum Beispiel auch nicht lernen. Also da gab es dann, das war dann auch wie eine Begrenzung. Du hast dir quasi mit diesem einen Schülerfrühstück, also wenn ich mich recht erinnere, hast du dir so und so viel Zeit gekauft. Und also nicht zu verwechseln mit dem Schwan, den es jetzt gibt. Das war ein... Ich denke nur gerade so. Nicht arbeiten dürfen ist ja das eine, da freut man sich halt überhaupt nicht. Lernen dürfen ist halt eigentlich auch so lustig. Ich glaube, die wollten auch, dass man halt nicht dann den ganzen Tag da sitzt und irgendwie, klar das ist jetzt auch nicht die Düsseldorfer Innenstadt, also ich weiß nicht, wie viel Laufpublikum wir da wirklich vergrault haben, aber das erinnere ich auch noch. Also das war, das hatte gar nichts mit Laptops zu tun, sondern einfach mit diesem in Cafés sitzen und Zeit fressen. Anstatt Sandwiches. Sehr schön. Ja, am Ende, glaube ich, diese Entgrenzung von Arbeit, da sind wir ja in einem Lernprozess und die Pandemie hat das wahnsinnig beschleunigt. Vorher war dazu, das musste man irgendwie mehr oder weniger in dreifacher Ausführung beantragen und jetzt ist es so klar, dass das geht. Und auch dieses, dass die Präsenzregelung mittlerweile ja schon wieder mehr werden, dass viel mehr Büros sagen, wir hätten eigentlich gerne, dass es kommt. Und auch viele Leute tatsächlich wieder freiwilliger kommen, weil sie sagen, boah, eigentlich ist es schon auch schön, hier Strukturen zu haben, meine Kollegen zu sehen und so weiter. Ich merke das auch hier bei der RP durchaus, dass selbst an Nicht-Präsenztagen viele Leute reinkommen, weil sie sagen, ich kann hier eigentlich ganz gut arbeiten, wir können kurze Absprachen besser treffen und so weiter, aber ich sitze hier sehr zentral und so weiter und so fort. Also ich finde schon auch, wir lernen da einfach noch sehr, sehr viel und ich glaube, so eine gesunde Mischung ist wichtig, Und ich glaube auch noch mal im Kopf zu haben, dass es den Gastronomen ja dann doch um Genuss geht und dass sie einem wirklich gerne auch einen schönen Kaffee servieren und dass man dann vielleicht auch mal kurz den Laptop zuklippt und die ersten drei Schlucke nimmt und den Kaffee mal wertschätzt und wahrnimmt, was da eigentlich in der Tasse ist. Darüber nachdenkt, was da eigentlich für Arbeit und Ressourcen reingeschlossen, flossen sind. Das wäre ja auch mal eine Überlegung. Das hast du sehr schön gesagt. Amen. Helene Pawlitzki, everybody. Halleluja. Ich werde jetzt meinen Laptop nehmen, der hier neben mir steht und mich in den nächsten Kaffee setzen und mal gucken, wann nehme ich das. Das stimmt natürlich nicht. Ich gehe jetzt ins Büro. Ich wünsche dir einen wunderschönen weiteren Arbeitstag und bis später. Ciao. Tschüss. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie. An diesen Tagen haben wir es mit einem Hoch zu tun, welches quasi einmal um uns herum wandert von West über Nord nach Ost. Und damit wird sich auch die Luftmasse im Vergleich zu den Vortagen deutlich ändern. Ich grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter. Es gibt nicht so super viel zu berichten, deswegen halte ich es heute doch recht kurz und werde dann in der kommenden Woche nochmal etwas ausführlicher, weil dann könnte zumindest mal ein bisschen Änderung in der Wettergeschichte entstehen. Aber das Ganze müssen wir noch abwarten. Wer das nicht abwarten kann, dem sei an dieser Stelle wärmstens ans Herz gelegt. Jensstrux.blog, da gibt es alle Informationen up to date über das Wetter für Düsseldorf. Ja, das Wetter für dieses Wochenende, es ist eigentlich relativ schnell zusammengefasst, es wird nämlich sehr sonnig werden und vor allem, und das ist ganz exemplarisch, wird es auch nochmal deutlich wärmer werden. Der Freitag bringt uns noch letzte Wolkenfelder vom Morgen, die werden dann abziehen und dann gibt es relativ viel Sonne, das Ganze bei maximal 28 Grad. Der Samstag wird nochmal eine Spur sonniger werden, da werden wir kaum mehr Wolken im Himmel zu sehen bekommen und die Temperaturen klettern noch ein bisschen nach oben, wir liegen dann bei etwa 18 bis maximal 31 Grad. Und der Sonntag, der wird den Höhepunkt bilden, dieser kurzen Hitzeperiode, da werden wir nochmal viel Sonne bekommen und das Ganze dann bei Höchstwerten von 20 bis maximal 36 Grad. Die 36 sind noch mal ein bisschen mit Vorsicht zu genießen. Da sind die Modelle sich noch unsicher. Das europäische ECMW11 berechnet beispielsweise 33 Grad, das amerikanische Modell 35, das deutsche Icon D2 hoch aufgelöst sogar 36. Es könnten dann sogar auch bis zu 37 Grad werden, aber das müssen wir dann halt eben wirklich dann kurz vorher sehen bzw. Betrachten und dann können wir das auch besser einschätzen. Danach werden die Temperaturen wieder zurückgehen. Es wird nochmal so einen Tiefstreifschuss geben mit Westwind und relativ viel Wind auch. Die Temperaturen gehen dann erstmal nochmal so auf unter 30, teils unter 25 Grad zurück, ehe es dann zum nächsten Wochenende nochmal einen kurzen Hitzeschub geben könnte, aber auch wieder eingangs erwähnt. Das könnt ihr dann gerne nochmal auf meiner Homepage verfolgen. Da wird es dann in aller Regelmäßigkeit nochmal ein Update dazu geben. In diesem Sinne wünsche ich euch jetzt ein schönes Wochenende für die, die das gute und heiße Wetter genießen möchten. Die dürfen das natürlich gerne und die, die es nicht ertragen können, da ist zumindest mal dazu gesagt, es ist trocken. Sehr trockene Luft und dementsprechend lässt sich das auch erstmal, vor allem im Schatten, auch ganz gut aushalten und danach wird es ja schon wieder kühler. In diesem Sinne, euch ein schönes Wochenende und wir hören uns nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Bis dann, ciao, ciao. Mehr Düsseldorf-Wetter gibt es im Wetterstruksi-Blog. Jensstruks.blog Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Und wenn ihr schon mal dabei seid, dann bewertet ihn auch gleich mit Punkten, mit Sternen, mit Daumen, mit allem, was geht. und teilt ihn. Erzählt jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der oder die das gefälligst bald lernen soll. Ich danke euch fürs Zuhören. Mein Name ist Tosja Kormann. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Den Rheinpegel gibt es jeden Donnerstag neu. Folgt dem Podcast jetzt in eurer Podcast-App, um keine Episode mehr zu verpassen. Music.