Latest / Gin And Talk / Stefan Gabányi über Barkultur und Whiskey
Transcript
- 0:00Speaker 0: Der Originalitätszwang bei manchen Kollegen ist schon sehr erstaunlich, muss ich sagen.
- 0:05Speaker 0: Man muss jetzt nicht jeden Quatsch mitmachen!
- 0:08Speaker 0: Das ist halt auch saufrecht dass das Leute für einen halben Liter Neutral Sprit mit Aroma, vierzig Euro wicken.
- 0:15Speaker 0: Zwei Menschen, eiskalte Drinks und eine Menge Zeit wie ein persönliches Bargespräch.
- 0:23Speaker 0: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 0:27Speaker 0: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin &
- 0:30Speaker 1: Talk.
- 0:32Speaker 0: Mach es dir gemütlich, lehn dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre
- 0:39Speaker 1: unserer Studio-Bar.
- 0:48Speaker 1: Herzlich willkommen Stefan Gabani heute hier bei uns an der Bar!
- 0:51Speaker 1: Ich freue mich sehr dass du hier bist... Du bist den München Auch wenn du selber nicht so gerne hörst, so eine Art Bar-Legende.
- 0:59Speaker 1: Du warst über zwanzig Jahre bei Charles Schumann an der Bar.
- 1:02Speaker 1: Du hast heute deine eigene Bar Gabbani in der Nähe vom Beethovenplatz und betreibst damit echte Barkultur in München und bist Buchautor!
- 1:15Speaker 1: Du hast das Whiskey Lexicon die Bibel aller Whiskey Fans quasi geschrieben.
- 1:22Speaker 1: Wie geht es dir dann in dieser ganz speziellen Zeit momentan?
- 1:26Speaker 0: Ja gemischt.
- 1:27Speaker 0: Also ich genieße die Freizeit, aber sie werden natürlich am Konto langsam eng und so schön ist es jeden Abend zu Hause kochen zu können und so.
- 1:42Speaker 0: Es ist einfach eine sehr verrückte merkwürdige Zeit an Stimmung draußen.
- 1:49Speaker 0: Das weiß ja auch keiner was wirklich wie's weitergeht.
- 1:52Speaker 1: Jetzt habt ihr ja zumindest ein bisschen weiter gemacht.
- 1:55Speaker 1: Das heißt, ihr habt mit eurem Musikprogramm das ihr live ins net streamt hier zumindest bisschen Programm gemacht.
- 2:05Speaker 1: wie kam es dazu?
- 2:07Speaker 1: Also Musik war ja schon immer ein großes Thema bei euch an der Bar und für dich persönlich auch.
- 2:12Speaker 0: Ja das ist die Fortführung von dem was wir normalerweise in Livekonzerten machen einmal die Woche.
- 2:17Speaker 0: Jetzt wird es halt gestreamt und wir haben Glück gehabt mit dem.
- 2:21Speaker 0: Wir haben wirklich ein sehr gutes Technikateam, was ein schöner Vorteil ist.
- 2:26Speaker 0: Wir können jetzt auch Leute einladen die normal zu groß sind für unsere Bar also die zu viele Fans haben, wenn wir gar nicht unterbringen auf unseren fünftig oder aus Plätzen.
- 2:36Speaker 0: aber so geht das natürlich und macht echt Spaß und bringt auch immer.
- 2:42Speaker 0: Es geht natürlich über Spendenaufruf usw.
- 2:46Speaker 0: Für Musiker ist es ja richtig schlimm Und wird wohl auch noch eine Zeit lang so bleiben.
- 2:51Speaker 0: Ich meine, wir können ja schon wieder aufmachen aber für die ist es echt hart.
- 2:55Speaker 1: Musik hat ja schon immer ne große Rolle auch für euch gespielt oder für dich auch an der Bar gespielt.
- 3:01Speaker 1: Es ist jetzt So dass ihr ja nicht in den riesigen Laden habt.
- 3:06Speaker 1: das heißt dort Musik zu machen ist ja auch durchaus eine Entscheidung, die mit der einen oder anderen Herausforderung verknüpft ist.
- 3:16Speaker 1: Warum ist dir das so wichtig auch wirklich Livemusik vor Ort bei euch zu haben?
- 3:22Speaker 0: Naja also ich mein wirtschaftlich ist es nicht besonders sinnvoll und es gibt selten Konzerte wo wirklich dann sozusagen auch wirklich was hängen bleibt.
- 3:32Speaker 0: aber ich meine es ist einfach es ist etwas völlig anders ob du Live Musik hast oder Konserve.
- 3:39Speaker 0: Wir können ja auch machen, was wir wollen.
- 3:41Speaker 0: Wir haben nicht in irgendeine Richtung festgelegt.
- 3:44Speaker 0: Wir sind kein Jazzclub oder ein Indie-Laden oder irgendwas und ich finde Musik grundsätzlich einfach lebenswichtig und wenn man das machen kann ist es ... Wir haben diese Bühne reingebaut und haben festgestellt dass wir wirklich eine sehr gute Akustik da drin haben.
- 4:06Speaker 1: Als du damals deine eigene Bar, ich habe es gerade schon gesagt.
- 4:09Speaker 1: Du warst über zwanzig Jahre bei Charles Schumann an der Bar als du damals deiner eigenen bar dann eingerichtet hast und gegründet hast Was war dir dabei wichtig?
- 4:19Speaker 1: War es ein Stück weit auch der der whiskeyfokus den ihr ja auch habt oder waren das andere Dinge auch die Die für dich da eine Rolle gespielt haben eine große rolle gespielt Haben wo du dich auch selbst ein stückweit verwirklichen wolltest?
- 4:33Speaker 0: Naja, bei sowas kommt einiges zusammen.
- 4:35Speaker 0: Also es war jetzt nicht speziell der Whiskey mein Klang wie eine spezielle Auswahl und das kommen noch viele.
- 4:42Speaker 0: deswegen.
- 4:42Speaker 0: aber wenn man, wenn man in einem Laden ist in der Gastronomie, ist das wirklich sehr lange Zeit und irgendwann muss man schauen, ich meine ja auch nicht mehr der Jüngste mache ich das bis zum Schluss oder mache ich nochmal was Eigenes?
- 4:55Speaker 0: Und ich habe diesen Raum gefunden und der mir einfach gleich ans Herz gewachsen ist Wo ich gesagt habe, vielleicht mal wieder.
- 5:06Speaker 0: Ich wollte etwas Persönliches.
- 5:10Speaker 0: Eine Bar muss eigentlich eine richtige Cocktail-Bar nicht zu groß sein.
- 5:14Speaker 0: Das ist so ne perfekte Größe von dem Raum und es liegt auch sehr abgeschieden also in der Stadt abgeschieden aber im Souterrand muss das erstmal finden.
- 5:27Speaker 0: Und das ist einfach ein guter Platz.
- 5:30Speaker 1: Jetzt hab' ich gerade schon gesagt du hast dieses Schumanns Whisky-Lexikon geschrieben.
- 5:36Speaker 1: Wie kam denn eigentlich deine Leidenschaft für Whisky?
- 5:39Speaker 1: Wie ist das damals
- 5:40Speaker 1: entstanden?".
- 5:41Speaker 0: Das war sehr lustig, es war der Schummann selber!
- 5:45Speaker 0: Als ich dort angefangen habe, kurz vor mir hat dort ein Mitarbeiter aufgehört, der sich eigentlich um Whisky gekümmert hat und der Chancement eine ordentliche Bar braucht jemanden, der sie mit Whisky auskennt.
- 5:59Speaker 0: Und dann ging mein erster Urlaub nach Schottland.
- 6:02Speaker 0: Dann ging das ganz schnell.
- 6:03Speaker 0: Ich meine, wenn du einmal damit angefangen hast und das erlebt hast in Schottland wie die ihr Wisky Zeug machen und wie sie das leben dann bleibt man da schnell hängen.
- 6:17Speaker 1: Wie oft bist du heute noch dort?
- 6:18Speaker 0: Nicht viel ich habe ja keine Zeit auch.
- 6:20Speaker 0: Und wenn dann nur kurz immer für mal so zwei drei Tage oder was.
- 6:30Speaker 0: Also wenn du einen eigenen Laden hast, kannst du ja nicht so viel durch die Gegend fahren.
- 6:38Speaker 1: Gerade bei euch hier habt ihr auch ein kleines Team und trotzdem sehr lange offen vorhin im Vorgespräch schon mal ein bisschen darüber geredet.
- 6:46Speaker 1: also ihr habt ja wirklich bis vier teilweise sogar noch länger offen Wenn noch Gäste da sind und bietet spät nachts auch noch was zum Essen an.
- 6:57Speaker 1: War dir das auch wichtig, dass ihr so lange offen habt?
- 6:59Speaker 1: Weil es ist ja eigentlich auch ein wahnsinniger Aufwand.
- 7:04Speaker 0: Also ich bin erstens in der Nacht alle immer schon gewesen.
- 7:07Speaker 0: Du musst halt auch Glück haben, dass du Mitarbeiter findest die das auch wegstecken.
- 7:11Speaker 0: Wir haben Freitag-Samstag bis fünf offen und Sonntag bis vier und die andern Tage ... also bis drei war immer der Plan.
- 7:20Speaker 0: und dann hat mir gemerkt, am Wochenende funktioniert das gar nicht so gut und dann hängt man hinten was dran was sehr gut funktioniert hat, wenn das ist sehr schön.
- 7:30Speaker 0: Es kommen dann vor allem Kollegen aus anderen Läden die dann fertig sind mit der Arbeit und für sie braucht es nicht mehr noch etwas zu essen.
- 7:36Speaker 0: Und das ist natürlich für uns sehr erfreulich weil das ist ja auch so eine... Das ist ja echt ne Ehre, wenn die Kollegen kommen und das hat sich dann so eingebürgert und ist natürlich auch sehr lustig Wenn am Schluss die Leute kommen, die wissen wie's geht in der Bar.
- 7:53Speaker 1: Hast du denn generell mehr Stammgäste oder auch einen Mix aus immer wieder neuen Leuten?
- 7:59Speaker 1: Also wenn du jetzt... Es gibt ja Läden, wo sehr viele Stamm-Gäste drin sind und wo der Großteil Stamm Gäste sind.
- 8:07Speaker 1: Und der andere Teil vielleicht neue Leute dazu kommen dann gibt es auch Läde die sind genau anders herum.
- 8:12Speaker 1: Du wärst wahrscheinlich eher der mit vielen Stammgesten vom Anteil her, oder?
- 8:16Speaker 0: Ich habe zum Glück schon also sehr schnell den richtigen Stamm gehabt sozusagen an Gästen Und klar kommen dann auch immer noch welche dazu.
- 8:28Speaker 0: Wir liegen auch ziemlich gut am Bahnhof und die großen Hotels, diese schicken uns auch mal wieder Leute was zum Teil sehr witzig ist.
- 8:39Speaker 0: aber das Hauptding sind die Stammgäste natürlich bei uns.
- 8:43Speaker 0: Auch da ist ja keine Laufgegen, wir sind ein bisschen wie gesagt versteckt.
- 8:46Speaker 0: also...
- 8:47Speaker 1: Wie nah darf ich dem Gast denn eigentlich kommen?
- 8:50Speaker 1: Also wie tief darf diese Stammgastbeziehung eigentlich gehen?
- 8:55Speaker 1: Ist es wirklich so ein dem Gast das Gefühl geben, dass ich weiß was er gerne trinkt.
- 9:01Speaker 1: Dass ich weiß wer ist wann er ungefähr kommt wie regelmäßiger kommt welche Leute irgendwie zu ihm gehören.
- 9:08Speaker 1: oder darf so eine Beziehung auch weitergehen inhaltlich auch weiter gehen.
- 9:14Speaker 0: Das ist sein viel diskutiertes Thema.
- 9:17Speaker 0: Natürlich das was du eben gemeint hast ist natürlich schon die Basis, dass man weiß wer was ist und also nicht was sondern wer wer ist.
- 9:25Speaker 0: Und was er trinkt
- 9:26Speaker 0: usw.,
- 9:27Speaker 0: diese ganzen... Das ist ja die Basiss sozusagen von dem Geschäft.
- 9:32Speaker 0: Und dann muss man muss man schon aufpassen.
- 9:36Speaker 0: Also es gibt da verschiedene Auffassungen, wenn ich denken muss Klar kann es, ich meine manchmal entsteht da auch eine nähere Beziehung aber man sollte schon sehr aufpassen.
- 9:49Speaker 0: Es ist vor allem viele von den Jüngeren die verwechseln da manchmal was.
- 9:56Speaker 0: und also natürlich sollte der Gast merken dass man sich freut.
- 10:04Speaker 0: wenn man ihn sieht kann Profi auch die Wirkung erzählen, wenn man sich nicht so freut jemand zu sehen.
- 10:13Speaker 0: Aber es geht in erster Linie darum dass sich die Leute wohl fühlen und das was entsteht dort ja auch unter den Gästen.
- 10:20Speaker 0: Was ich finde viel lustiger, wenn sich also was als Lustiger finde ich für wichtiger ist, dass in der Basis Gäste kennenlernen zum Beispiel.
- 10:29Speaker 0: Und da kann man natürlich verbitteln... Man muss es immer wieder in jeder Situation abschätzen.
- 10:36Speaker 0: Ich meine, manche Gäste wollen natürlich auch viel.
- 10:39Speaker 0: Und da ist es vor sich geboten und für andere schwierig.
- 10:47Speaker 0: Es ist echt sehr situationsbedingt.
- 10:50Speaker 1: Als du damals angefangen hast, du hast er glaube ich Völkerkunde studiert wenn ich's richtig im Kopf habe.
- 10:57Speaker 1: Und bis dann hast während deinem Studium soweitig war es schon immer an Bars oder in Kneipen gearbeitet oder in Gastro gearbeitet generell bis dann irgendwann bei Charles Schumann gelandet.
- 11:11Speaker 1: Damals war ja die Barkultur gerade auch in München noch eine vollkommen andere, also es gab vor allem diese Kneipen aber auch wirklich Kneipens sind, die mit einer Cocktailbar recht wenig zu tun haben und es gab Hotelbars, die dann auch mal die immer gleichen Cocktails gemixt haben.
- 11:31Speaker 1: wie Hast du die Zeit damals erlebt, wie war das für dich dann auch in ein Laden?
- 11:38Speaker 1: Wie die Schumannsbar zu kommen, die dieses Thema dann ein Stück weit anders angegangen ist.
- 11:44Speaker 0: Der Charles war nie nur für München, der Charles war für Deutschland wirklich wichtig.
- 11:49Speaker 0: Es gab neben den Hotelbars, die aber von Hause aus eher konservativ arbeiten also wenigstens zu den Zeiten und viele noch heute es machen.
- 11:59Speaker 0: Da gab es wenige sogenannte Freestander, also freie Bars.
- 12:04Speaker 0: Die erste war eh in München die Harry's Bar und die Harrys in New York bei Futscha als er auch eine Zeit lang gearbeitet hat.
- 12:10Speaker 0: Aber das war nur für einen sehr kleinen Zirkel von Leuten.
- 12:14Speaker 0: Schalzer damals wirklich was aufgerissen.
- 12:18Speaker 0: Das war super spannend!
- 12:23Speaker 0: Man musste selbst erstmal ein Haufen lernen.
- 12:26Speaker 0: Ich weiß noch nicht, ich hab ja schon in der Schulzeit in Kneipen gearbeitet.
- 12:29Speaker 0: Und ich habe auch vorher ein Basin-Anführungszeichen gearbeitet wo wir keine Ahnung hatten.
- 12:35Speaker 0: aber wenn Gaston Martini bestellt hat dann hat man halt irgendwie Wermut und Gin zusammengekippt.
- 12:39Speaker 0: Da habe ich es mir heute noch schwindelig, wenn ich das drinnen denke... Das war wirklich alles was Neues da!
- 12:46Speaker 0: Aber nicht nur wegen der Cocktail sondern auch die Art wie der Laden war und was da alles passiert ist.
- 12:51Speaker 0: War ja gespannt
- 12:53Speaker 1: Was war denn diese spezielle Mischung, die den Laden damals ausgemacht hat?
- 12:59Speaker 0: Das waren... Da man darf nicht vergessen in den Achtzigerjahren war das Nachtleben ziemlich anders als es heute ist.
- 13:06Speaker 0: Erstens waren die Leute viel zu argloser und dann ist halt den Menschen des Wochenenden am Donnerstag angefangen im Prinzip.
- 13:14Speaker 0: Und dieses was heute so viele Leute daran denken dass sie am nächsten Morgen wieder fit sein müssen oder dass überhaupt immer effizient, gesund und weit vorne sein müssen.
- 13:28Speaker 0: Das war ein Witz damals.
- 13:30Speaker 0: Von daher war die Grundhaltung schon mal anders.
- 13:32Speaker 0: Wenn wir abends weggehen, dann muss auch was passieren.
- 13:36Speaker 0: Des Schumanns hatte diese unglaubliche spezielle Mischung.
- 13:41Speaker 0: Ich kann mich an einem Abend erinnern, wo im hinteren Raum in der Mitte am Tisch ... so die Creme der Münchner Punk saß, mit Irogesen und wirklich rumgeflätzt ist.
- 13:53Speaker 0: Und außenrum saßen ein paar Banker- und Filmfritzen und es hat funktioniert.
- 13:58Speaker 0: Das ist eh selten das... Also das ist auch heute noch selten dass es solche Treffpunkte gibt wo dies funktioniert.
- 14:07Speaker 0: Wie gesagt, die Stimmung war komplett anders damals.
- 14:13Speaker 0: Es war allen klar hier ist irgendwas Besonderes.
- 14:15Speaker 0: Ich meine das funktioniert ja auch wenn wenn alle dran glauben.
- 14:22Speaker 0: Das ist so wie zum Beispiel, wie Clubs.
- 14:24Speaker 0: damals gab es ja auch so ein super Club in München wo's so schwer war überhaupt reinzukommen dass für die Leute die dann drin waren das hat ja schon gereicht wir waren da drin und dann gehts auch.
- 14:33Speaker 0: Dann ist auch Wurst was kostet usw.
- 14:34Speaker 0: Also das ist ja auch einen lustigen Effekt.
- 14:38Speaker 1: Wie siehst du denn die Barkultur in Münchern momentan?
- 14:42Speaker 1: Inzwischen ja wahnsinnig viele Bars, wir haben auch ganz viele die sich wirklich mit Cocktails beschäftigen.
- 14:47Speaker 1: Auch ganz kreative Sachen machen.
- 14:50Speaker 1: wie würdest du heute auch so im internationalen Vergleich?
- 14:53Speaker 1: Wie würdest Du München einschätzen?
- 14:56Speaker 0: also München ist wie gesagt das es wirklich dem Schumanns einverdienst war Ist schon ziemlich lange Was Cocktails angeht Stehende gut da.
- 15:08Speaker 0: Die anderen Großstädte mussten da einiges nachholen.
- 15:12Speaker 0: Es ist ja heute international, Cocktail-Bas sind auf der ganzen Welt sehr stark und vertreten.
- 15:23Speaker 0: Ich meine es gibt immer mehr jetzt, ich habe ja schon langsam keinen Überblick mehr über wie viel Cocktail Basis hier gibt und zwar nicht also wo wohl Leute wirklich arbeiten die wissen worum's geht da.
- 15:34Speaker 0: Ich mein sie sind nicht so einfach irgendwelche Säfte und Schnaps zusammen geschüttet wurde wie früher das viel passierte.
- 15:42Speaker 0: Da muss ich mich nicht verstecken.
- 15:44Speaker 0: Aber es gibt Frankfurt und Berlin sonst noch, wo wirklich viel los ist aber... Es hat hier auch schon eine ziemliche Tradition für dich.
- 15:54Speaker 0: dadurch also dass es das schon mal einfach so lang gibt muss man schon sehen
- 16:00Speaker 1: Wie ist das bei euch im Laden?
- 16:01Speaker 1: Welche Rolle spielen wirklich auch eigene Cocktail-Kreationen für euch?
- 16:08Speaker 0: Das läuft schon sehr gut.
- 16:11Speaker 0: Wir machen gerade wieder eine neue Karte klar.
- 16:14Speaker 0: Du musst heute viel Neues, also du musst nicht aber es ist halt... Es ist schon gut wenn du immer wieder immer wieder neue eigene Sachen bringst.
- 16:22Speaker 0: Aber das machen eigentlich viele Bars.
- 16:24Speaker 0: Du hast die Klassiker oder sozusagen leichte Varianten von Klassikern und eigene Kreationen.
- 16:36Speaker 0: Da kann man irgendeine... Das kann man auch übertreiben, also der Originalitätszwang bei manchen Kollegen ist schon sehr erstaunlich muss ich sagen.
- 16:44Speaker 0: Aber du kannst heute nicht mehr in eine moderne Bahn nur mit alten oder klassischen Cocktails machen, das ist schwierig.
- 16:55Speaker 0: Also vielleicht im Hotel aber nicht mehr.
- 16:57Speaker 0: Wir haben wirklich ein erstaundliches Publikum bei uns und die kennen sich erstens aus.
- 17:02Speaker 0: Sie sind sehr erfreulich, sie wissen viel früher als wir damals.
- 17:05Speaker 0: Was ihr eigentlich wollen oder was es gibt?
- 17:08Speaker 0: Und die waren natürlich immer schon auf was Neues.
- 17:11Speaker 0: Die jungen Leute sind halt alle auch viel mehr unterwegs gewesen bis jetzt.
- 17:18Speaker 0: Sie kennen andere Städte und andere Bars, wie das da und dort ist.
- 17:24Speaker 0: Deswegen kann man sich natürlich nicht verschließen.
- 17:27Speaker 0: Ist ja auch super spannend.
- 17:28Speaker 0: Ich meine ich selber auch unterwegs dann zwischendurch und schaut sich andere Bards an.
- 17:34Speaker 1: Es gab's ja in den letzten Jahren einen wahnsinnigen Hype um Jinn.
- 17:39Speaker 1: Ich muss ja zu meiner Schande zugeben, auch hier steht im Verhältnis viel zu viel Gin zu den anderen Dingen.
- 17:47Speaker 1: Wie erklärst du dir diesen wahnsinnigen Ginhype und kannst du es irgendwie nachvollziehen?
- 17:52Speaker 0: Ja also das ist da nicht das erste Mal dass eine Spiritose so gehypt wird.
- 17:57Speaker 0: Also wenn Du Dir die Achtziger, Neunziger Jahre anschaust, da war's mit Wodka noch viel schlimmer.
- 18:01Speaker 0: Da kam mir wirklich jede Woche was Neues raus!
- 18:03Speaker 0: Und bei Wodka ist er noch extremer, der schmeckt ja grundsätzlich erst mal nicht noch sehr viel.
- 18:08Speaker 0: Und das ist halt ein unglaubliche Marketingpower dahinter.
- 18:12Speaker 0: So wie heute natürlich mit dem Gin auch.
- 18:14Speaker 0: In der Bar braucht es natürlich nicht, also bei uns ist jetzt auch keine Ahnung wie viel wir haben, dreißig oder fünfundreißig sind mir eh schon zu viele.
- 18:24Speaker 0: Also als wir angefangen haben waren wenn du früher fünf anständige Gins hattest warst du gut sortiert.
- 18:29Speaker 0: Das geht heute nicht mehr.
- 18:31Speaker 0: aber man muss jetzt nicht in Quatsch mitmachen.
- 18:34Speaker 0: ich finde es außerdem... Das ist halt auch saufrecht, dass Leute für einen halben Liter Neutralsprit mit der Aroma vierzig Euro wegnehmen.
- 18:41Speaker 0: Also ja ich meine aber es funktioniert.
- 18:44Speaker 0: Es funktioniert und es gibt ja inzwischen auch, ich weiß nicht, siebzig Tonics verschiedene bei uns auf dem Markt Und das ist natürlich sehr übertrieben.
- 18:54Speaker 0: Aber du kannst jetzt noch nicht sagen Bei mir gibts nur den und denen und sonst geht er halt woanders hin.
- 19:02Speaker 0: also kann schon machen aber es ist nicht besonders sinnvoll.
- 19:05Speaker 0: Es gibt auch wirklich, es passiert schon immer wieder.
- 19:07Speaker 0: Es gibt schon ab und zu was wirklich besonderes bei den neuen Sachen aber das ist minimal.
- 19:14Speaker 0: Da sind oft Sachen wo die das Marketing also das Packaging und die Story dazu mehr gekostet haben als das Zeug was drin ist.
- 19:23Speaker 1: Jetzt kann ich ja für Whisky eine ganze Menge Geld ausgeben.
- 19:27Speaker 1: wie erkenne ich denn aus deiner Sicht ob ein Whiskey wirklich das Geld wert ist?
- 19:34Speaker 1: dafür verlangt wird.
- 19:36Speaker 0: Na ja, was ist Wert ist immer das?
- 19:38Speaker 0: Was jemand bereit ist dafür zu zahlen.
- 19:41Speaker 0: also von daher soll er in der Erster Linie mal schmecken und jedem schmeckt jeder Whiskey im Prinzip doch ein bisschen anders.
- 19:50Speaker 0: Also am schlausten gilt er bei Gin dann auch letztlich Du musst wenn du etwas findest was dir schmeckt dann ist gut Und dann kannst du selber entscheiden Der is mir das Geld wert Der ist mir zu teuer Ja, auch wenn er mir gut schmeckt oder den trink ich halt dann seltener.
- 20:07Speaker 0: Aber es gibt keine Richtlinie.
- 20:09Speaker 0: Ich meine bei Whiskey sind die Preise inzwischen so durch die Decke gegangen.
- 20:13Speaker 0: Jetzt lustigerweise mit Corona auch also bei den Auktionen siehst du's das wird richtig als Geldanlage benutzt und das ist selten so.
- 20:24Speaker 0: der Preis spiegelt nie oder nur selten die Qualität wirklich wieder.
- 20:29Speaker 1: Was macht denn die Qualität beim guten Whiskey aus?
- 20:32Speaker 0: Auch wieder Geschmackssache.
- 20:33Speaker 0: aber im Prinzip Wenn du... Was macht die Qualität aus?
- 20:39Speaker 0: Also, es ist der Geschmack.
- 20:42Speaker 0: Für manche einfach weiß was Neues, weil's geil präsentiert wird oder irgendwie eine gute Story hat.
- 20:49Speaker 0: Das gehört immer dazu.
- 20:51Speaker 0: und die Qualität, ich meine, es sollte halt.
- 20:54Speaker 0: sagen wir mal erstens was heute im Prinzip fast immer der Fall ist, dass das wirklich gut handwerklich gemacht ist.
- 21:03Speaker 0: also früher bekamst Du auch wirklich in in schönen Flaschen ein richtig schlimmes Zeug.
- 21:07Speaker 0: Also das ist heute alles wirklich also zu neunzig Prozent, zu neuneinzehnt Prozent wirklich handwerklich gut gemachter Whisky.
- 21:15Speaker 0: Das was du bei uns kaufen kannst und der Rest wie gesagt, also ist Geschmackssache.
- 21:23Speaker 0: Viele Leute haben gern ausgereifte volle Körper beim Whisky und was eine Zeit lang dauert und viele trinken aber auch inzwischen gerne so junge Sachen, die das für dir zu weit führen.
- 21:42Speaker 0: Also im Fass passiert sehr viel und wenn es lange im FASS ist kann auch wirklich sehr noch mehr passieren.
- 21:48Speaker 0: Und wenn man schon einige Erfahrungen gemacht hat mit Whiskey dann kann man das sehr schätzen.
- 21:54Speaker 0: was dann... aber wie gesagt das ist immer eine persönliche Sache.
- 21:58Speaker 0: Wenn man damit anfängt und Spaß dran hat, dann ist es möglicherweise findet man was anders gut als jemand, der seit zwanzig Jahren Mordvisky trinkt zum Beispiel.
- 22:10Speaker 1: In welche Richtung geht denn dein persönlicher Geschmack beim Whiskey?
- 22:13Speaker 1: Wenn du jetzt wirklich an deine persönlichen Favoriten denkst... Was zeichnet die aus?
- 22:19Speaker 1: Gibt es überhaupt so etwas wie deine persönliche Favoriten?
- 22:23Speaker 0: Es gibt natürlich schon viele ... Ich meine das Schöne bei Whiskey ist ja dass es eine sagenhafte Bandbreite gibt Erstens schon allein an Sorten, also einen unterschiedlichen, keine Ahnung, Ibyswisky, Single Malt und Riveski oder so.
- 22:38Speaker 0: Und dann auch innerhalb dieser Kategorien und dann eben vor allem bei den Schotten.
- 22:41Speaker 0: es gibt eine große, große Bandbreite und Stilistik.
- 22:47Speaker 0: Da kann man natürlich vorlieben entwickeln, ich meine das verändert sich auch.
- 22:51Speaker 0: abgesehen davon ist halt immer auch eine Frage der Stimmung ja sowie bei anderen Sachen auch.
- 22:56Speaker 0: Ich meine es schmeckt ja nicht immer alles gleich.
- 22:58Speaker 0: Ich trinke im Winter einen anderen Whiskey, als ich im Sommer trinken würde zum Beispiel.
- 23:07Speaker 0: Manchmal ist es auch einfach ein Scotch-Soda was Wunderbares und man muss sich da... das geht um Genussmittel.
- 23:19Speaker 0: Beim Essen auch nicht, ich esse eigentlich am liebsten Wiener Schnitzel und alles andere ist zweite Reihe.
- 23:25Speaker 0: Das kannst du auch machen aber es ist nicht besonders aufregend.
- 23:30Speaker 1: Es entstehen ja gerade auch ganz viele neue Whiskeys, also ganz viele Neuebrennereien.
- 23:36Speaker 1: Die sich gerade auch hier so ein Beispiel die sich auch gerade mit Gin über Wasser halten bis denn der Whiskey dann fertig im Fass ist wie hier diese Isle of Harris Gin zum Beispiel, die jetzt dann soweit ich weiß demnächst sowei sind dass auch der erste Whisky von denen auf den Markt kommt.
- 23:55Speaker 1: ähnliches hat auch hier Helsinki das Tilling Company gemacht, die haben inzwischen auch ihren eigenen Whisky.
- 24:03Speaker 1: Meinst du da könnte so eine so ein Nexta Hype in Richtung Whiskey kommen?
- 24:09Speaker 1: Wenn der Gin jetzt dann mal durchs Dorf getrieben ist dass wir vielleicht nochmal so einen echten Hype rund um Whiskey erleben, der wirklich auch an die breite Masse geht quasi.
- 24:20Speaker 0: Whiskey ist schon längst da.
- 24:22Speaker 0: also ich meine wenn Du die verkaufst dann anschaust von Gin und Whiskey Jenny echt ein ganz kleines Licht.
- 24:29Speaker 0: Also Whiskey hat ein unglaubliches Standing auf dem Weltmarkt an, okay es wird mehr Vodka getrunken weltweit und auch Zucker oder Schnepsel oder so Schotschuhe und so Sachen.
- 24:46Speaker 0: aber bei Whiskey ist jetzt einfach diese enorme Vielfalt weil dieses Craft Distilling ist riesig.
- 24:55Speaker 0: also in USA heißt das wirklich enorm Und das ist so ein Hype für sich innerhalb der Kategorie Whisky.
- 25:06Speaker 0: Ich meine, da werden auch viele nicht überleben genauso wie bei den Jins.
- 25:09Speaker 0: Ich mein in zwei Jahren ist keine Ahnung mindestens Drittel von den ganzen Jens wieder hinten runtergefallen.
- 25:14Speaker 0: Das geht ja gar nicht.
- 25:15Speaker 0: Ich probiere halt jeder.
- 25:17Speaker 0: nur bei Jins natürlich viel leichter weil den kannst du einfach jetzt mal übertrieben ausgedrückt, den ganz morgens produzieren und abfüllen und am nächsten Tag verkaufen.
- 25:29Speaker 0: Aber Whisky, wie gesagt hat ein schon seit über hundert Jahren einfach ein sehr spezielles und großes Image aufgebaut.
- 25:41Speaker 0: Und eine Kultur drumherum.
- 25:46Speaker 0: Was es erstaunlich ist, dass es eben über Generationen weiterläuft.
- 25:51Speaker 0: Es gibt ja oft so Sachen das eine oder zwei Generationen sich für etwas begeistern und dann kommen die Jungen sagen Also als junger Mensch ist kein Whisky getrunken, also da musste was anders her.
- 26:10Speaker 0: Und Whisky hat es aber inzwischen irgendwie geschafft das es immer funktioniert.
- 26:15Speaker 0: Das ist egal ob die bei Möwe noch kommen, die sind Anfang zwanzig und haben schon echt eine ziemliche Vorstellung was sie haben wollen.
- 26:23Speaker 0: Die ganze Kultur um den Whisky rum hat funktioniert einfach sehr gut.
- 26:28Speaker 1: Wenn ich mich jetzt quasi gar nicht mit Whiskey auskenne, wo sollte ich dann anfangen?
- 26:33Speaker 1: Wie finde ich den Einstieg der besser ist als einfach mir eine Karte anzuschauen und vielleicht irgendwie den ältesten oder den teuersten oder wie auch immer zu bestellen.
- 26:44Speaker 1: Wie fange ich denn am besten an um mir überhaupt einen Wissen dazu anzueignen?
- 26:50Speaker 0: Also ganz bestimmt im Teuersten.
- 26:52Speaker 0: das wäre in dem Fall richtig rausgeschmissenes Geld.
- 26:57Speaker 0: Ich würde ja schon sagen, man sucht sich den Barmann seines Vertrauens oder die Bafahrer ihres Vertrauends.
- 27:03Speaker 0: Frauen trinken auf vielmehr wie es geht inzwischen und natürlich gibt's viele... Es gibt auch einfach mehr Bafrauen und da gibt´s wirklich sehr viele, die sich richtig gut auskennen.
- 27:11Speaker 0: Nein!
- 27:12Speaker 0: Man muss Raum probieren und man muss natürlich nicht gleich ins große Geld ausgeben.
- 27:22Speaker 0: Ich meine vielleicht mit irgendwas ganz billigem Anfang kann auch daneben gehen.
- 27:26Speaker 0: Ich habe aber unterschiedliche Erfahrungen gemacht, ich hab zum Beispiel mal erlebt dass jemand der wirklich grundsätzlich kein Whisky trinkt oder also nicht groß probiert hat dem haben wir so eine richtig extreme Torfbombe aus Schottland hingestellt und der war hin-und-futsch.
- 27:42Speaker 0: er hat gesagt das muss er jetzt öfter machen.
- 27:44Speaker 0: Also was du normalerweise wo du denkst ist genau das falsche.
- 27:48Speaker 0: gib ihm doch lieber etwas weiches mildes extrem ist, kann auch funktionieren.
- 27:56Speaker 0: Kann aber auch sein, dass es schön und gut wird, wenn man ein bisschen Fahrt hat oder?
- 28:01Speaker 0: Man muss das ausprobieren, es ist mit allen Sachen so.
- 28:04Speaker 0: Aber wie gesagt, weder die vom Preis her wieder zu weit unten noch zu weit oben anfangen einfach in der anständigen Bar gehen oder Restaurant gibt's ja auch sehr schöne Sachen.
- 28:20Speaker 0: Am besten sagen, ich würde gerne mich mal ein bisschen mit Whiskey beschäftigen.
- 28:24Speaker 0: Was soll ich denn da machen?
- 28:24Speaker 0: Und dann immer in Baaleute mit Erfahrung können schon auch Leute relativ gut einschätzen und dann probiert man es halt.
- 28:33Speaker 0: Das klappt wirklich erstaunlich oft!
- 28:36Speaker 1: Und man kann natürlich deinen Whiskey-Lexikon lesen.
- 28:39Speaker 0: Ja gut das sind aber mehr so... Da sind ja kaum Verkostungsnotizen drin.
- 28:44Speaker 0: Da steht schon ungefähr drin zumindest bei den Mordwiskies welche Richtung die gehen.
- 28:50Speaker 0: Da geht es mehr so um die Geschichte von Marken und natürlich auch der Erklärung zur Zusammenhänge, wie überhaupt was gemacht wird.
- 28:56Speaker 0: Und warum das dann so schmeckt oder nicht?
- 29:00Speaker 0: Mich hat mir dann den Bucher meistens Spaß gemacht eigentlich immer wenn man schräge Geschichten gefunden hat.
- 29:07Speaker 0: Es gibt einige bei Whiskey und jetzt mit dem ganzen neuen Zeug... Also da ist eigentlich der Hauptpunkt natürlich auch die Geschichte der Firmen.
- 29:18Speaker 0: Das ist hochinteressant.
- 29:21Speaker 0: Auch wirklich historisch interessant, weil das passiert ja nicht im luftlären Raum.
- 29:26Speaker 0: Das hätte ich immer auch mit der gesamten gesellschaftlichen Entwicklung zu tun.
- 29:31Speaker 0: Also man kann sich da reinlesen und hoffentlich Spaß dabei haben aber als Getränkführer sozusagen ist es nicht unbedingt geeignet.
- 29:46Speaker 0: Da muss man uns sehr genau lesen, sonst gibt's halt wirklich... Anekdoten.
- 29:54Speaker 0: und so ist Markengeschichte, sehr viel Markenggeschichte.
- 30:00Speaker 1: Jetzt gibt es ja einen ja wahrscheinlich fast schon Glaubenskrieg darüber wie man so ein Whiskey am besten trinkt also ob man jetzt Eis reintut oder kein Eis rein tut, ob man bisschen Wasser rein tut oder nicht.
- 30:16Speaker 1: Hast du dazu eine Meinung?
- 30:18Speaker 1: Oder kommt es auch ein Stück weit auf den Whisky an, den man gerade hat?
- 30:22Speaker 0: Es kommt unbedingt auf den whisky drauf an.
- 30:23Speaker 0: Also... ...es gibt Whiskeys.
- 30:26Speaker 0: die sind wirklich dafür gedacht dass man sie mit Eis trinkt oder zum Beispiel bei den Japanern gerne mit Eis und Wasser oder Eis und so da.
- 30:34Speaker 0: Wenn du die jetzt pur aus dem Nauseenglas trinkst, denkst du auch, warum kostet das Zeug jetzt so viel?
- 30:39Speaker 0: was ist da der Witz?
- 30:40Speaker 0: aber das sind eigentlich Die sind ja also nicht alle.
- 30:43Speaker 0: Aber viele von denen sind dazu gedacht Dass man sie Misoade heißt das bei denen das trinkste zu essen.
- 30:48Speaker 0: Das trinkt man gegen Duas.
- 30:50Speaker 0: Und jetzt einen hochkarätigen Raviskie oder Single Mode, da wäre es einfach Verschwendung.
- 30:59Speaker 0: Es gibt auch Leute die Diet Coke reinschütten.
- 31:04Speaker 0: Aber das ist ... Ja, ich mein, wurscht, das ist den ihr bierst aber sonst... Ich meine Eis nimmt natürlich Aromen weg.
- 31:19Speaker 0: Wie ich vorhin schon gesagt habe, wenn du im Sommer trinkst zum Beispiel was anderes als im Winter und im Sommer will ich jetzt nicht so unbedingt immer sowas schweres Wuchtiges trinken.
- 31:29Speaker 0: Also wie gesagt, es kommt schon drauf an auf was du jetzt Lust hast aber ich meine so hochkarätige Whiskeys aus Schottland.
- 31:37Speaker 0: in Irland zum Beispiel trinkt man im Prinzip schon also wärschlauer ohne Eis und Wasser... Ich mein es gibt manche Leute die trinken Wasser an der Seite was sich immer empfehle da Oder ganz ein paar Tropfen reintun.
- 31:53Speaker 0: Das kann man auch übertreiben, ich meine die Whiskey-Freaks, die überall mit ihre Pipette antanzen und dann da drei Tropfen Wasser rein tun.
- 32:01Speaker 0: In Schottland wenn einer eine Pipette auspackt, dann wissen sie, ah die Deutschen sind da!
- 32:06Speaker 0: Dort machen wir es wenden, dann kannst du ja auch einen Espresso-Löffelwasser rein tun, aber es gibt unterschiedliche Whiskeys... Die mit Wasser ein bisschen gewinnen, also da schließt es sozusagen Aromen auf.
- 32:17Speaker 0: Andere werden einfach nur dünner.
- 32:20Speaker 0: Kann auch gut sein und dann kannst du schneller trinken wenn's darum geht.
- 32:24Speaker 0: Aber das ist wie vieles einfach... Das ausprobieren macht echt Spaß!
- 32:30Speaker 0: Also diese Regeln grundsätzlich, dass geht so und das geht so, das war vor fünfzehn Jahren wichtig.
- 32:37Speaker 0: Das ist heute ganz anders und ich finde kein Verlust, dass die Regeln weg sind natürlich.
- 32:45Speaker 0: Also wie gesagt ich hatte also die Gäste, die früher noch, das war schon mal so Jungs, die sonst wo... ...die einfach zu viel Geld haben und dann den teuersten Whiskey-Bestellen um Kohle reinzukippen.
- 32:55Speaker 0: Einfach damit sie was Teures haben kann es auch machen.
- 32:59Speaker 0: ja aber... ...das ist natürlich eigentlich Quatsch!
- 33:05Speaker 0: Ja?
- 33:05Speaker 0: Also von meiner Sicht aus.
- 33:06Speaker 0: Aber letztlich... ...ausprobieren und sich... Also... Zum Beispiel... Du dringst ihn ja Sinnvollerweise stellt man sich ja nicht zu Hause in eine Flasche, wie es geht auf den Tisch und zeigt sich aus alleine.
- 33:23Speaker 0: Das funktioniert im Film und in der Literatur und bei schwerstem Alkoholmissbrauch.
- 33:28Speaker 0: aber das ist eigentlich nicht der Sinn der Sache.
- 33:30Speaker 0: Wenn man ganz neulich wieder gemacht zur dritten Flashe und dann – und da ist auch noch ordentlich was übrig geblieben – wo man drüber spricht, wo man riecht dran, man schmeckt ein bisschen, man erzählt sich fast, man probiert's aus und das ist die Freude daran.
- 33:46Speaker 0: Und so lernt man Whiskey auch noch viel besser kennen.
- 33:49Speaker 0: Ich meine, wir hatten einen alten Stammer, der hat gesagt naja, bevor du nicht sechshundert Flaschen Whiskey ausgetrungen hast brauchst gar nichts reden darüber.
- 33:58Speaker 0: Immer der Typ konnte ... Der hatte wahrscheinlich auch noch mehr getrunken davon und er konnte das auch.
- 34:02Speaker 0: aber am meisten Freude hat man daran wenn man es wie so viele Sachen mit anderen teilt und sich gegenseitig sozusagen da inspiriert oder sich einfach Sachen erzählt.
- 34:15Speaker 1: Ja und dann natürlich auch die Geschichten rund um den Whisky, wo er herkommt.
- 34:19Speaker 1: Wie er entstanden ist...
- 34:21Speaker 0: Das ist ja das Schöne beim Whiskey!
- 34:23Speaker 0: So war mein Buch gelacht dass du eben da wirklich Sachen findest, wenn du dich für denen interessierst, dass du dann noch was drum herumfindest.
- 34:31Speaker 1: Es ist dieses Jahr ein ganz schöner Welter.
- 34:33Speaker 1: Du hast gemeint es kommt jetzt irgendwann dieses Jahr vermutlich auch die neue Auflage.
- 34:39Speaker 1: Es sind fünfhundert zweiund neunzig Seiten.
- 34:43Speaker 1: wie lange arbeitet man an so etwas?
- 34:45Speaker 0: Das kann ich dir schlecht sagen, weil das ist ja nur nebenher entstanden.
- 34:49Speaker 0: Also ich meine, das Erste ist glaube ich, aus der Seixundneunzig rausgekommen und da waren es bestimmt drei Jahre mindestens.
- 34:58Speaker 0: Da bin ich auch noch viel rumgefahren nach Kentucky und ich weiß nicht wo in Schottland sowieso.
- 35:03Speaker 0: Natürlich baut es heute immer noch auf vielen Sachen auf von damals aber es ist natürlich auch wahnsinnig viel passiert.
- 35:10Speaker 0: Ich mache es halt immer nebenher, dass ich das aktualisiere und so weiter.
- 35:13Speaker 0: Und irgendwann ist es dann soweit.
- 35:15Speaker 0: Wenn der verlagt, kann man eben was Neues.
- 35:17Speaker 0: Im Prinzip ist die zur Zeit passiert bei Whiskey so viel, der ganz eigentlich jedes Jahr Neues machen geht natürlich nicht.
- 35:23Speaker 0: Dafür ist ja auch das Internet einfach ganz praktisch.
- 35:26Speaker 0: Obwohl er so viel misster zählt.
- 35:28Speaker 0: Das ist unglaublich!
- 35:29Speaker 0: Also was es da an Whiskey Blocks und Zeug gibt
- 35:33Speaker 1: schwierig.
- 35:34Speaker 1: Ja spannend.
- 35:35Speaker 1: Danke dir für... Die ganzen Einblicke.
- 35:38Speaker 1: Ich bin gespannt, ich hoffe dass wir jetzt bald mal wieder bei dir dann vorbeikommen können und
- 35:43Speaker 0: es
- 35:43Speaker 1: ist ein oder andere Glas mit deiner Beratung trinken können.
- 35:47Speaker 1: vielleicht zieht's ja ab nächster Woche dann bisschen besser aus.
- 35:51Speaker 1: Wir werden sehen.
- 35:52Speaker 0: Ja, du kannst hoffen.
- 35:54Speaker 1: Danke dir!
- 35:58Speaker 0: Das war's leider schon.
- 36:00Speaker 0: die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 36:02Speaker 0: das Gespräch zu Ende.
- 36:04Speaker 0: vielen Dank fürs Zuhören.
- 36:07Speaker 0: Bitte nimm Rücksicht
- 36:08Speaker 1: auf die Nachbarn
- 36:09Speaker 0: und sei leise, wenn du die Bar vermisst.
- 36:12Speaker 0: Aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken!