Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Disziplin ist kein Trend – sie ist ihr Leben: Simona über Gym, Jura und Authentizität
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Mein heutiger Gast vereint zwei Welten, die auf den ersten Blick nicht wirklich zusammenpassen. Fitness und Jura. Sie steht im Gym, arbeitet an ihrem Körper, an ihrer Stärke und gleichzeitig sitzt sie in der Uni, arbeitet an Gesetzestexten und Paragraphen.
- 0:22Disziplin, Fokus und Struktur ist für sie kein Trend, sondern ihr absoluter Alltag. Gleichzeitig ist sie noch Content Creator. Heisst, sie nimmt ihre Follower auf die Reise mit. Auf das Gespräch mit der Simona habe ich mich sehr gefreut. Was ihr erwarten könnt, ist sehr viel Flow, sehr viele tolle Geschichten, woher sie kommt, was sie macht, wie sie das Ganze unter einen Hut bringt. Und vor allem sehr viele tiefgründige Gespräche. Für mich war der Podcast sehr inspirierend und darum...
- 0:50Auch du kannst dich jetzt nur freuen. An dieser Stelle viel Spass mit dem Intro.
- 1:11um vor allem Kredibilität und Vertrauen bei meinen Kunden aufzubauen und dass sie genau wissen, das ist mein Unternehmen. Falls du jetzt kurz vor der Gründung bist oder bereits gegründet hast, findest du hier unten in der Caption den Link zu deiner neuen Domain- oder E-Mail-Adresse. Auf was wartest du? Jetzt zugreifen und jetzt Intro ab!
- 1:28Ich möchte unbedingt einen Klimmzug schaffen mit 30 Kilogramm Zusatz. Es fühlt sich an wie Mathe auf Deutsch. Du redest viel, du musst abgleichen, argumentieren. Es fühlt sich an wie Mathe auf Deutsch. Ja. Das ist ein mega cool Ausdruck. Wenn es regnet, habe ich immer einen Schirm dabei. Aber wenn ich einen Schirm dabei habe, heisst das nicht, dass es regnen muss. Ja, genau.
- 1:48Das ist die logische Denkweise, die man an sich hat. Meine persönliche Meinung ist, wenn du merkst, dass gewisse Dinge gut gehen, egal auf welcher Plattform oder wo, versuche ich sie für dich zurückzukatten. Ich habe das Gefühl, ich mache mir zwei Gedanken. Ich weiss, ich bin auch sehr sensibel, emotional. Wenn ich traurig bin, bin ich traurig. Ich mache kleine Sachen, mache mich ein paar Mal sehr traurig. Gleichzeitig habe ich auch bei kleinen Sachen sehr viel Freude.
- 2:15Ich verstehe Menschen, die nicht gerne Brunchen. Brunchen ist das Beste. Du hast zwei Mahlzeiten in einem. Liebe Sumana, schön, dass du da bist. Ich habe mich wirklich riesig gefreut, dass es geklappt hat. Wir haben ja schon ein bisschen hin und her geschrieben. Und jetzt bin ich wirklich so... Du bist ja mega spontan jetzt auch entstanden. Ja, einen Tag vorher. Einen Tag vorher. Also gestern haben wir noch miteinander geschrieben. Mega lässig, schön, dass du da bist.
- 2:42Danke vielmals für die Frage. Danke dir. Zu der ersten Frage, ich glaube, das ist die wichtigste. Wie geht es dir?
- 2:48Im Moment sehr gut. Ich muss sagen, das Wetter, jetzt hat es wieder angefangen zu schneien. Natürlich ein bisschen schade, wenn man sich an die Sonne gewöhnt hat. Aber ja, es ist gerade unter dem Semester, noch keine Lernphase, Vorlesungen, will ins Gym gehen. Es ist eigentlich gerade wirklich eine schöne, angenehme Zeit. Es ist schon okay. Also ich muss auch sagen, ich wäre wirklich schon ready gewesen für einen schönen Frühling. Und ich war schon recht eingestimmt die letzten paar Wochen dafür. Aber ja, gestern und heute hat es wieder richtig reingekommen. Muss nicht sein, aber part of the game.
- 3:18Ja, April wäre nicht... Also, April oder Ende März. April, April, ja, stimmt. Da gibt es nochmal im Mai so etwas wie die Eisheiligen. Ah, da kenne ich mich nicht so gut. Ja, also ich weiss, die Eisheiligen stehen eine Woche im Mai
- 3:32die nur richtig kalt werden kann. Aha. Die heisst ja so. Ja, so wie ich mein Glück kenne, ist die wahrscheinlich dann mein Geburtstag. Ah, ist das dein Meingeburtstag? Ja. Wann dann? Am 9. Am 9. Mai? Ein Maikind. Okay, sehr schön. Was hast du eigentlich für einen Jahrgang? 01. Du hast einen 01er-Jahrgang? Mhm. Simon, du bist... eigentlich zwischen zwei Welten. Du bist in der Welt des Gyms und des Studiums Jura studierst du. Mhm.
- 3:59Für mich sind das zwei Dinge, bei denen du mega viel Disziplin brauchst. Und das zeigst du auch sehr auf deinem Social Media. Mich wundert, wie machst du das? Und wo investierst du mehr Energie? Mehr im Fitness oder im Studium?
- 4:17Für mich ist es ein bisschen eine Wechselbeziehung. Es ist nicht nur so, dass ich Energie investieren muss, um es durchzuziehen, sondern im Durchziehen gibt es mir auch Energie. Jetzt zum Beispiel das Fitness. Wenn ich mal einen strengen Tag habe und ich weiss, ich habe noch zu Hause, muss ich auch noch ein paar Videos schneiden oder so, und ich dann ins Gym gehe, weiss ich, dass es auch eine Investition ist, die Zeit, die ich dort investiere, dass ich nachher wieder mag.
- 4:39Ich persönlich finde nicht, dass es zwei verschiedene Sachen sind. Es ist einfach das Leben und du hast verschiedene Hobbys und du hast verschiedene Sachen, die du machst. Wenn du diszipliniert hast als Einstellung, kannst du machen, was du willst. Du kannst auch davon nehmen, dass du jeden Abend lesen willst. Und das braucht auch viel Disziplin, wenn du es jeden Abend machen willst.
- 5:00Wenn man die Grundeinstellung hat, ist es egal, was man macht. Man kann es immer durchziehen. Es muss nur wichtig sein, es muss Spass machen. Und man muss den Sinn dahinter sehen. Wie lange machst du schon Fitness?
- 5:13Ich habe angefangen, also die ersten Kontakte hatte ich, als ich im Gymnasium im Austausch war. Ich habe Volleyball gespielt, als ich mit zwölf Jahren angefangen habe. Dort hatte es keinen Volleyballverein und da musste ich etwas anderes machen und habe mit Gruppenkursen angefangen. Aber als ich dann zurückgekommen bin, habe ich wieder ein bisschen aufgehört, wieder Volleyball gespielt. Aber wirklich regelmässig gehe ich seit August 2019, also seit sechseinhalb Jahren.
- 5:37Jetzt habe ich gerade etwas real gesehen. Nach 6 1⁄2 Jahren, deine ersten Bauchmuskeln, also gerade schon vor den Bauchmuskeln, aber sichtbare Bauchmuskeln. Ja, das habe ich gerade gestern gepostet. Es klingt jetzt mega... Wenn man das am Anfang als Ziel nimmt, das sind 6 1⁄2 Jahre natürlich nicht so... Aber das war nie mein Ziel.
- 5:56Als ich angefangen habe, habe ich gesagt, ich will stark werden, ich will mich wohlfühlen in meinem Körper. Ich will kein tiefes Körperfett haben. Dass man jetzt mal Bauchmuskeln sieht, das ist einfach, weil ich per Zufall vorher etwas abgenommen habe und jetzt wieder voll durchziehen will. Und auch Bauchmuskeln separat trainieren. Es ist nicht so, dass es jetzt ein Megazieg sein wäre von mir. Es ist einfach lustig, weil nach sechs, halben Jahren fängt es in diesem Stil an. Ja, man muss so sagen, für den weiblichen Körper ist...
- 6:25Bauchmuskeln gesehen, eh noch mal viel schwieriger. Ja, also eben, ich glaube, man braucht halt einen tieferen Körperfettanteil, aber du brauchst auch eine grundlegende Muskelmasse. Absolut. Und wenn du eben viele Grundübungen machst, viel Squat, viel Klimmzüge machst und generell auf die ganze Rumpfspannung schaust,
- 6:45dann geht es auch, ohne dass es so etwas mega schwieriges zu erreichen wäre, weil du in deinem Alltag schon jeden Tag ein bisschen etwas dafür machst, ohne dass du es gezielt trainierst. Und darum, ich glaube, ich weiss nicht, wie lange die noch bleiben. Ich glaube, jetzt im Moment, gerade nach dem Mittag, sind die wahrscheinlich an der Woche. Nein, nein, jetzt kommt ja der Sommer, jetzt bleiben sie erst recht. Ja, solche Sachen mache ich eben eigentlich auch nicht. Ich habe keine Ahnung, ich bin einfach ein bisschen am, ich bin eigentlich im Aufbau. Darum.
- 7:13Also man muss sagen, du hast eine sehr schöne Struktur deiner Muskulatur. Wenn ich auf deinen Videos sehe, du hast richtige Muscle Gains bekommen. Merci, du bist ganz rot. Ja, danke. Ich mache schon sehr lange. Und ich glaube, es ist für mich nicht so, dass ich mega...
- 7:36fokussiert bin, jetzt dort körperlich viel zu erreichen. Ich habe mich einfach immer aufs Stärkerwerden konzentriert und dann kommen die körperlichen Erfolge wie automatisch. Ich mache mir auch nicht mehr so viele Gedanken darüber, wie ich jetzt konkret aussehe. Natürlich schaue ich mir das Spiegel an, mein Bizeps ist einen halben Zentimeter grösser geworden.
- 7:56Aber ich konzentriere mich auf mein Dokument, das steht, dass ich stärker werde. Ich habe im Moment wirklich so starke Ziele in meinem Kopf. Was dann wirklich? Ich möchte unbedingt einen Klimmzug schaffen mit 30 Kilogramm Zusatzgewicht. Zusatzgewicht? Jetzt schaffst du wie viel? Ich habe jetzt gerade erst letztens 25 geschafft. Warte. Du machst 25 Klimmzüge?
- 8:19Nein, nein, nein. Ein Klimmzug mit 25 Kilo Zusatzgewicht. Jetzt würde ich sagen, so «what the hell» Nein, nein. Das wäre heftig. Das wäre heftig, dann würde ich selber. Du schaffst mit 25 Kilo Zusatzgewicht ein Klimmzug? Ja. Das ist massiv. Das ist super. Dankeschön. Sagst du, wie schwer du bist? Ja, klar. Ich bin glaube ich 65 oder 66. Mittlerweile. Das ist crazy.
- 8:45Hast du eine Schweisse mit 25 Kilo Zusatzgewicht, einen Klimmzug, kannst du mächtig stolz auf dich sein. – Merci. – Und ohne Zusatzgewicht, wie viel schaffst du? – Wahrscheinlich 15 oder 16. – Das ist aber stark. – Ja, aber eben, du musst dir vorstellen, das war einer meiner wirklich ersten Zeiten, mein erster Klimmzug. Und ich mache seit etwa fünf Jahren spezifisches Klimmzug-Training – Minimum zweimal in der Woche. Das war mein Ding, das ich gut und besser werden wollte.
- 9:13Ich bin der Meinung, dass egal was, man sagt immer, man braucht Talent, man braucht Genetik, schon klar hilft das. Aber du kannst eigentlich alles irgendwie schaffen, wenn du ein Ziel hast, einen Plan hast und einen Willen hast. Amen. 100%. Wenn mir Leute sagen, du hast wahrscheinlich eine gute Genetik, was Rückenmuskulatur ist, ich hatte ein halbes Jahr, bis ich auch meinen ersten geschafft habe, nachdem ich Sport gemacht habe.
- 9:36Die Menschen sind immer nur der Eisbergspitze. Alles was darunter ist, der ganze Effort, das Essen und das Schauen und das kontinuierliche immer gehen und wieder versuchen und scheitern und wieder versuchen, das gibt mir alles nicht.
- 9:49Mhm. Es ist wirklich so... Ich glaube, den Leuten ist auch nicht bewusst, wenn ich sage, ich schaue nicht auf meine Ernährung, was ich schreibe mir nichts auf und ich esse da etwas, was ich Lust habe. Vorher habe ich gerade noch Twix gegessen. Also es ist nicht so, ich esse sehr gerne Joghurt, eigentlich fast jeden Tag. Aber ich vergesse dann auch immer zu sagen, ich trinke eigentlich keinen Alkohol. Super, wie lange schon? Also das ist nicht so, dass ich clean wäre oder so, sondern ich trinke einfach nicht gerne. Okay.
- 10:15Also clean. Als würde ich jetzt Kalko trinken, sondern als Person trinke ich einfach keinen. Das machst du einfach nicht. Das ist für mich so alltäglich geworden und so selbstverständlich, dass es für mich nicht mehr etwas ist, das ich durchziehen muss. Darum schaue ich auf meine Ernährung. Nein. Aber von aussen, für eine andere Person, schaue ich auf meine Ernährung, weil ich es nicht mache.
- 10:36Es ist eben so, wenn du deine Gewohnheiten so anpassst, dass es für dich so selbstverständlich ist, dass du gar nicht mehr daran denken musst, dann ist es gar nicht mehr das Durchziehen.
- 10:47Absolut, ja. Und du wirst viel darauf angesprochen wegen dem Alkohol. Weil ich finde, ich trinke auch seit unter Ressen, glaube ich, sieben oder acht Jahren keinen Alkohol. Also wirklich gar nicht einmal ein Skibli, einfach gar, gar keinen. Und ich muss mich die ganze Zeit rechtfertigen. Also ich habe mich am Anfang immer rechtfertigen müssen, jetzt unter Ressen gar nicht mehr, weil es mich einfach noch interessiert, was andere denken, wieso ich keinen Alkohol trinke. Aber ich habe mich am Anfang immer rechtfertigen müssen.
- 11:11Ja, ich muss sagen, wenn du halt in einer Umgebung bist, wo gerade alle am Trinken sind, dann habe ich schon das Gefühl, dass man vielleicht etwas sagen würde oder so. Aber ich sage dann meistens, ja, ich mache morgen Sport und das mag ich halt nicht. Also ich rechne mich eigentlich nicht sehr an. Aber eben, ich trinke wahrscheinlich, wenn mal eine coole Angelegenheit vielleicht mal...
- 11:32In der Ferien. Also mache ich wahrscheinlich schon. Es ist einfach nur so, dass ich... Wenn ich sage, ich trinke nicht, ist das nicht so ein Vorsatz, wie ich bin Veganerin oder so. Es ist nicht so eine Lebenseinstellung, sondern einfach... Ich mache es einfach nicht. Und wenn ich es mache, dann mache ich es. Es ist einfach so ein... Es ist mega schwierig. Ich finde es mega schwierig, wenn Leute sagen, entweder 100% oder gar nicht. Du kannst ja einfach eine Person sein, die es eher nicht macht.
- 11:59Und dann ist es mal 0%, dann mal 10%. Dann ist es vielleicht, wenn ich mal an eine coole Party eingeladen bin und dort gratis Alkohol lüge, denke ich, dann nehme ich halt den Gin Tonic. Es ist so, ich bin einfach, aus Prinzip will ich einfach nicht meinem Körper so ein bisschen in die Blockade geben, dass ich am nächsten Tag im Training nicht mag oder dass ich Kopfschmerzen habe oder mich schlecht fühle. Wann ist der Fokus ins Training?
- 12:22Nicht unbedingt. Ich fühle mich nicht so gut am nächsten Tag, wenn ich aufstehe. Aber zum Beispiel den Weihnachtsmärkten Glühwein habe ich doch auch schon getrunken. Und dann auch gerne, das finde ich fein. Ich muss sagen, ich habe auch Weine, Rotweine, mega gerne. Auch den Glühwein habe ich immer gerne gehabt, aber für mich ist es so 0 oder 100. Ich bin vielleicht so ein Mensch.
- 12:47Und ich mache das oft. Und deshalb ist Alkohol auch so, entweder trinke ich und dann trinke ich regelmässig mal ein Bier oder einfach gar nicht. Und darum ist es seit sieben Jahren gar nicht. Und dann gibt es auch keine Ausnahmen. Sorry, eine Ausnahme gab es. Eine Ausnahme gab es. Mein Grossvater. In Italien ist er aber letztes Jahr gestorben. Und bei ihm habe ich immer ein Glas im Jahr, weil er hat seinen eigenen Wein gemacht, habe ich getrunken. Aber sonst, nein.
- 13:13Ich finde das jetzt eben noch interessant. Hast du nicht das Gefühl, dass es viel strenger ist, nicht einmal daran zu denken, wenn du weisst, es ist alles oder gar nichts? Ich finde, es ist einfacher.
- 13:28Findest du, es ist einfacher? Ich bin einfacher. Und was ist, wenn du mal, das ist eine Frage, wenn du mal sagst, okay, dieses Jahr mache ich gar nicht, und dann hast du irgendwie mal, also Ausrutscher oder Ausnahme, und ist es dann so, dass du nach diesem Ausrutscher kommst du dann wieder gerade voll in das hinein, jetzt mache ich gar nichts mehr, oder bist du so, jetzt ist es egal? Nein, nein, nein. Weil das ist etwas, was ich... Also wenn es einen Ausrutscher gäbe,
- 13:53Obwohl ich weiss, dass es keine geben wird. Aber wann? Ich wäre am nächsten Tag wieder Zero. Okay. Weil ich habe... Das ist so etwas, was Leute mit Fitness oder mit irgendetwas, das sie sich am Tag vornehmen, in einer To-Do-Liste, die um 9 Uhr anfängt. Dann ist es 9.30 Uhr und sie haben noch nicht angefangen und dann sagen sie, jetzt ist egal. Und das ist eben das... Das ist das Alles-oder-Nicht-Denken, bei dem ich immer sage,
- 14:17Nein. Ihr müsst euren Fokus auf Sachen ändern, die ihr erledigen müsst. Lieber ändern auf «Ich bin eine Person, die einfach alles macht, was drin liegt», wenn sie im Moment irgendwie gleich «Bin ich abgelenkt worden?» Egal, das Beste noch daraus machen. Ich auch. Und dann ist es nie 100 Prozent, aber es ist auch nie 0 Prozent. Ja. Und das ist meine Lebens-Einstellung, was meine... Und das ist eine schöne Lebens-Einstellung, das ist auch super.
- 14:42Ich habe das Gefühl, dass das mir in vielen Momenten sehr viel geholfen hat. Weil Leute sagen, ich gehe zwei Stunden ins Gym mit meinem richtigen Plan oder gar nicht. Und ich bin auch schon für 30 Minuten gegangen. Als ich so war, ich mache zwei Übungen, aber ich bin hauptsächlich weggegangen. Aber du bist gegangen. Ja. Mega spannend, schau mal, da kommen schon ganz viele spannende Geschichten. Aber wir waren eigentlich dabei, deine Fitnessziele, deine Kraftziele, und zwar 30 Kilo, ein Klimmzug. Ja. Bis wann hast du die?
- 15:12Eben ja, keine Deadline. Also keine Deadline? Eben, das ist das Ziel. Aber ist das nächste Gewicht automatisch 5 mehr oder kannst du 2,5 mehr und so langsam rauf? Ja, ich glaube, es gibt so 1,25 Scheiben. Wahrscheinlich probiere ich die als nächstes. Aber ja, ich probiere jetzt mal für ein bisschen wieder nicht mehr. Ich habe jetzt noch einen Maximalversuch. Ich habe mal Powerlifting-Wettkampf gemacht. Und ich versuche jetzt die Sachen, die ich gelernt habe, so ein bisschen selber anzuwenden auf andere Übungen.
- 15:42Ein bisschen so trainieren. Und andere stärkere Ziele?
- 15:47Einfach bei jeder Übung, die ich mache, besser werden. Einfach besser werden. Was machst du auf der Bank? Ich drücke nicht mehr die Bank. Du drückst nicht mehr die Bank? Ja, weil ich gemerkt habe, dass meine Schultern etwas nach vorne kommen. Ja. Wenn du zu viel an der Vorderseite trainierst. Also ich habe grundsätzlich eher die Schultern etwas nach vorne und deshalb trainiere ich mehr als Ausgleich meinen Rücken. Ja, macht Sinn. Ja, ich habe Bankdrücken. Mein One-Rab-Max ist 70 Kilo.
- 16:14Ja, das war zu meinen Paarwächterin-Zeiten. Aber jetzt arbeite ich wahrscheinlich noch mit 50 ein oder so. Das habe ich schon lange nicht gemacht. Das ist eben schon krass, wie schnell man dann an Gewicht verliert, wenn man es nicht mehr macht. Weil es ist auch viel. Es ist auch Koordination, es ist wie du das Gewicht genau hältst. Es ist auch viel Technik dahinter und das verlierst du recht schnell.
- 16:40Ich glaube, Technik behalte ich, aber Kraft und Übungen, das ist alles Übungssache. Wenn du es nicht mehr übst, dann
- 16:49Aber die Technik ist wie wenn du Sport als Kind machst. Die Technik bleibt dir immer. Aber du musst wieder reinkommen, bis alles stimmt, das Timing und so. Also... Ich glaube, ich würde schon wieder reinkommen, vor allem weil ich die Technik jetzt besser wische durch das Powerlifting. Und wahrscheinlich einfach allgemein mehr Muskulatur aufgebaut hast. Mein Bankdruck ist an, der Trizeps sehr wichtig und
- 17:12Du hast einen starken Trizeps, du machst deine Übungen, das wächst ja alles. Allgemein wirst du stärker, darum wird es sicher auch, falls du es wieder einmal machst, wird es sicher auch deine Bankdrücke stärker werden. Mal schauen. Simona, was ich gerne mache, ich drehe mich gerne in der Zeit zurück. Mich interessiert,
- 17:33Wie ist die Simona, die heute vor mir sitzt, passiert? Was sind da für Einflüsse gekommen? Vielleicht für das erste Mal kurz, wo bist du aufgewachsen? Schule? Wann hast du dich entschieden, einen akademischen Werdegang zu machen?
- 17:47Also ich komme aus dem Aargau. Wo genau, sage ich nicht. Einfach aus Sicherheitsgründen. Aber ich war eigentlich schon immer sehr ambitioniert durch die Schule. Also ich wurde früher eingeschult, weil ich unbedingt in die Schule gehen wollte. Weil ich war im Kindesgegenstand und meine Kindergartenlehrerin sagte meinen Eltern so «Du musst in die Schule».
- 18:11Da durfte ich früher auch in die Schule gehen. Ich habe auch eine ältere Schwester, die immer mit den Hausaufgaben nach Hause kam. Da war ich halt nicht die Schwester. Das ist komisch so zu beschreiben. Aber ich weiss noch genau, wie ich dort... Ja, du bist die Schwester. Sie ist jetzt... 28? Ja.
- 18:30Das habe ich kurz realisiert. In den 28er Jahren? Ja. Er hat die Matheaufgaben heimgebracht. Mein Vater hat auch studiert. Er hat die ETH. Und Pharmazie. Er hat eine eigene Apotheke. Er ist selbstständig.
- 18:49Im Aargau? Ja. Und er ist eben... Ich habe das immer zu denken, «Oh, ich studiere auch.» Obwohl ich noch nicht wusste, was «studieren» heisst. Aber er hat das gleiche wie mein Vater gemacht. Das war eigentlich meine Einstellung. Dann bin ich halt in die Primarschule und hatte immer Schule gerne. Dann ins Gymnasium. Weil ich musste ja auch ins Gymnasium, um Pharmazie zu studieren. Im Aargau, es gibt mich gleich wie hier in Zürich, sprich, du machst sechs Jahre Primarschule.
- 19:19Ich bin nicht ins Gymnasium. Dann habe ich drei Jahre Sekundar gemacht und dann habe ich die Lehre gemacht. Und nach dem sechsten Jahr bist du ins Gymnasium.
- 19:28Nicht ganz, bei uns ist es anders. Du hast sechs Jahre Primarschule und dann wirst du in BITS, SEC und Real aufteilt. Das sind drei Stufen. Die, die in den BITS waren, können an das GIMI. Das GIMI ist dann vier Jahre lang. Wir haben 13 Jahre Schule. Währenddessen in Zürich kannst du es in zwölf Jahren machen und auch in anderen Kantonen.
- 19:49Das heisst schlussendlich, auch wenn ich früher eingeschult wurde, bin ich gleich alt wie meine Mitstudierenden, die wir angefangen haben und es in Zürich gemacht haben. Also ich gehe in Primarschule, dann in Piz und dann ins Gymnasium vier Jahre. Das ist einfach ein bisschen anders. Ja, es ist ein bisschen anders. Ich finde Einheitlichkeit eigentlich noch gut. Ich verstehe nicht. Aber ja, es ist Föderalismus. Die Kantone sind da selbstständig wie
- 20:12«Kantöner Geist» Ja, und dann bin ich ins Gymnasium und habe halt so ein bisschen Schwerpunkte gehabt. Ich hatte zuerst einen Schwerpunkt Mathe, dann habe ich Psychologie, Pädagogik und Philosophie genommen und dann Chemie, Ergänzungswache, ganz alles Mögliche, weil ich habe mich irgendwie nicht entscheiden können. Und irgendwann habe ich gemerkt, auch wenn ich Chemie, Bio, Mathe sehr gerne habe, ist Pharmazie nicht so meins. Hat es dich nicht so gecatcht?
- 20:37Ich wusste, es könnte cool sein und es würde mir Spass machen, aber wirklich Spass und meine Leidenschaft und Begeisterung liegt in politischen Fragen, geschichtlichen Sachen, Reden, Argumentieren, Debattieren, die wir debattiert haben, weil ich so geliebt habe. Da habe ich gedacht, Jura ist die perfekte Kombination aller meiner Interessen. Ich habe in eine Vorlesung geschaut und gemerkt,
- 21:02Das ist das, was ich machen möchte. Das ist Logik, es fühlt sich an wie Mathe auf Deutsch. Ja. Du redest viel, du kannst abgleichen, argumentieren. Es fühlt sich an wie Mathe auf Deutsch. Ja. Das ist mega cool ausgedrückt. Findest du? Ja. Ja, es... Weil Mathe ist ja wie so eine... eine einheitliche Sprache. Mhm, ja.
- 21:24Und wenn du es jetzt aber auf Deutsch nennst, weil Jura hat halt einfach seine Regeln, es gibt Gesetze und es ist wie das 1&1.
- 21:33Ja, es ist nicht nur das Gesetz. Es ist auch gewisse logische Zusammenhänge gesehen und das Gesetz zu verstehen. Und das erinnert mich an Mathe, weil es so ein logisches Denken ist. Zum Beispiel, wenn A B ist, muss B nicht unbedingt A sein. B ist nur A, wenn es äquivalent ist und nicht, wenn es ein oder das andere ergibt. Verstehst du? Es ist so wie, wenn es regnet, das habe ich mal als Beispiel gemacht in einem Video, wenn es regnet, habe ich immer einen Schirm dabei. Mhm.
- 22:01Aber wenn ich einen Schirm dabei habe, heisst das nicht, dass es regnen muss. Ah ja, geil. Das ist so die logische Denkweise, die man dann an einem hat, beim Jurastudium. Und da habe ich immer mega cool gefunden, weil es so Zusammenhang war und logisches Denken. Darum Mathe auf Deutsch. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass solche Sachen mich auch an Mathe erinnern. Aber Mathe warst du immer gut?
- 22:26Also gut, in der Primarschule noch besser, aber je weiter es kam, um es mit zu beweisen und zu integrieren, irgendwann musste ich viel mehr reinstecken. Dann brauchte ich genau das Feuer, das ich für Jura und Mathe hatte. Und das hast du nach der ersten Vorlesung entdeckt, dass dich das sehr interessiert?
- 22:49Ja, ich habe natürlich schon ein paar Monate vorher geschaut, was ich anstattdessen machen könnte. Aber ja, ich glaube, als ich in der Vorlesung gesessen bin und den Vibe gesehen habe, habe ich gesagt, okay, das passt zu mir. Das passt mega zu mir. Ja. Gut, und dann hast du dich entschieden, zum Jura zu studieren. Und jetzt bist du in welchem Semester? Im letzten. Im letzten. Also du hast noch den letzten Semester, dann können wir prüfen und dann bist du...
- 23:16Juristin. Juristin. Ja. Also habe ich einfach den M.L.O. Aber ich muss, es ist nicht ganz so, ich habe jetzt die letzten Vorlesungen noch dieses Semester, aber meine Masterarbeit schreibe ich noch nächstes Jahr, das heisst den Abschluss habe ich erst im Januar dann. Ja. Aber ich habe, ich weiss noch nicht ganz, was ich nachher mache, ich bin gerade in der Erfindungsphase, soll ich noch einen zweiten Master dranhängen in einem ganz anderen Gebiet? Zum Beispiel?
- 23:41Es interessiert mich gerade im Moment eine so Innovation und Unternehmensdenken. Ich kann nicht genau sagen, welches es ist, weil es ist alles noch unsicher, aber einfach so etwas in dieser Richtung, so ein bisschen wirtschaftlich auch. Mhm.
- 23:57Mal etwas in dieser Richtung zu machen, was mir auch hilft. Also ich würde mal mit dem Social Media etwas machen wollen. Einfach ein wenig auseinanderlassen. Was heisst mit dem Social Media mal etwas machen wollen? Du bist mega gross auf Social Media, was willst du denn noch mehr machen? Ja, aber du kannst eine Reichweite oder Community, die du schon aufgebaut hast, du kannst vielleicht etwas dranhängen, zum Beispiel so wie bei dir. Du hast jetzt auch einen Podcast gemacht, nachdem du schon etwas Bestehendes hattest.
- 24:20etwas dranhängen und das innovative Denken vielleicht, eben so ein bisschen das checkst, was sind jetzt die Sachen, die ich beachten muss. Da würde ich gerne noch, anstatt eine Zusatzausbildung, vielleicht noch ein bisschen länger studieren und dann kann ich da mit Social Media noch gut nebenan machen, weil bei mir 100% Praktik um Social Media noch zu machen, ist nicht so einfach. Und es ist nicht einfach. Ja. Wie viel Zeit steckst du in Social Media hinein?
- 24:40Ich würde sagen, pro Tag. Es kommt darauf an. Ich mache eben Arbeitsteilung. Ich habe gewisse Tage, wo ich nur Social Media mache und dann gewisse Sachen, die ich jeden Tag machen muss, z.B. Mails beantworten. Aber ich sage, im Schnitt sind es etwa vier Stunden pro Tag. Social Media?
- 24:57Ja, ich glaube, vier Stunden. Vielleicht auch drei. Es kommt eben, wenn ich mal so einen Drehtag habe, das zieht halt den Schnitt mega auf. Okay, das zieht den Schnitt mega auf, ja. Das stimmt. Aber cool. Und was macht dir von diesen drei Hauptsachen in deinem Leben, also Gym, Studium und Social Media, was macht dir am meisten Spass?
- 25:22Kombination davon. Aber das würde wahrscheinlich ein paar verwirren. Aber ich glaube, das Akademische, das Sachen lernen, die einem interessieren, das ist schon das, was mir am meisten Spass macht. Aber das wird es auch immer. Beeindruckend.
- 25:41Ich liebe es einfach, neue Sachen zu lernen. Es ist wirklich so. Und vor allem eben Jus, es hat mich bis jetzt, glaube ich, römisches Privatrecht war nicht mein Lieblingsfach, aber es hat mich auch interessiert. Eben weil, ja...
- 25:54Ich habe es gerne, wenn ich intellektuell überlegen muss. Forderst dich. Ja, und danach hast du das Erfolgserlebnis vom Checken. Und das ist auch... Ich glaube, auf meinem Social Media poste ich mittlerweile viel mehr über das Jurastudium und rechtliche Sachen anstatt über den Stream. Der Stream ist für mich ein Hobby. Ja. Und das andere ist auch mit meinem Charakter etwas tiefer verbunden, habe ich das Gefühl.
- 26:20Hast du aber Kooperationen in beiden Richtungen? Vielleicht wenn du über dein Studium erzählst, über Jura erzählst oder im Gym. Hast du da Kooperationen, die du schon an Land ziehen konntest?
- 26:33Ja, habe ich schon ein paar gehabt. Ich muss sagen, mit dem Gym, es ist nicht so, wenn ich angefragt werde, verbinde das mit dem Gym oder mit Jura oder so, sondern verbinde es einfach mit dir. Und ich habe jetzt eigentlich, wenn ich eine Werbung mache für ein Getränk, dann ist das Getränk ein Teil meines Alltags im Gym oder im Studium. Zwischen einer Vorlesung, vor dem Training, nach dem Training.
- 27:00Es ist einfach, ich zeige vielmehr mein Leben und mache, also ich zeige mich und diese Sachen mache ich. Und nicht, dass ich eine Nische habe und sage, ich mache Gym und Jura-Content. Es ist vielmehr, der Content bin eigentlich ich und das sind meine Hobbys. Was sind das für Getränke, die du Werbung gemacht hast?
- 27:22Ja, also, zum Beispiel für das EMI-Proteinwasser. Ah, okay, super. Ja, da habe ich es mega gerne für mich zu Hause im Kühlschrank. Ja, da habe ich mich sehr gefreut, weil es passt eigentlich so mega gut zu mir. Ich schaue auf mein Protein und es ist gleichzeitig auch fein. Und es ist im Alltag gut mit in die Tasche oder in die Uni. Und dann kannst du es eben... Dann kannst du es in den Banner reinmachen und das sagst du.
- 27:48Nein, also ich finde auch mich eine coole Marke. Ja, du hast eine grosse Schweizer Marke, da kann man wirklich stolz auf dich sein. Ja, ich bin froh. Ich bin allgemein für sehr viele Kooperationspartner, ich bin sehr dankbar, dass ich das machen kann. Und dass sie mir auch vertrauen und dass sie Vertrauen haben in meine Zuverlässigkeit. Ich schaue immer extrem auf Deadlines und dass es gut kommt und ich gebe mir Mühe, es ist mir wichtig. Ich gebe mir wahrscheinlich Bewerbungen mehr Mühe als bei meinem normalen Content.
- 28:18hast du schon mal Sachen absagen müssen, weil du nicht hinter etwas stehen kannst? Ja, aber immer wieder. Da muss es nicht unbedingt sein, dass die Marke mega schlecht ist oder so, sondern ein paar Mal... Du bist wie deine eigene Marke. Und du musst auch schauen, dass du nicht Sachen stempelst, wo du sagst, das ist mega cool oder mega gut, die du vielleicht persönlich nicht mega gut findest oder weil es einfach nicht zu dir passt. Weil gewisse Sachen machen einfach keinen Sinn.
- 28:46Und ich will auch nicht das Bild von mir irgendwie verändern und dann etwas zusagen, einfach für ein bisschen Geld. Also schon klar ist, dass zum Teil auch viel Geld, aber mir ist es wichtiger, weil ich mache das nicht fürs Geld. Mir ist es wichtiger, dass es authentisch bleibt. Das ist so mein Nummer eins Ziel eigentlich. Okay, mega schön. Super. Was machst du denn für das Geld? Du hast dein Studium, schaffst du nebenbei noch?
- 29:14Ich hatte sogar einen Moment, als ich mich von einer juristischen Mitarbeiterin stellbeworben habe. Langsam wird es Zeit für einen Nebenjob. Ich lebe noch zuhause. Nicht mehr lange, aber ich lebe noch zuhause. Und dann hat es gut funktioniert. Dann habe ich gesagt, ich vertraue mir und könnte damit Geld verdienen, damit ich nicht daran arbeiten muss. Oder ich nehme jetzt den Job an und schraube runter.
- 29:38Und ich habe mir dann vertraut. Und ich würde schon sagen, dass es ein guter Job ist, neben dem Studium. Social Media? Ja. Also kannst du von dem deine Sachen bezahlen und kannst sogar ein bisschen mehr, vielleicht mal in die Ferien gehen. Das ist super. Ja, also ich bin mega happy. Mega schön. Kann auch sein. Und das heisst, du ziehst bald aus. Würdest du dann Richtung Zürich gehen oder würdest du morgen auch bleiben?
- 30:03Schon richtig Zürich. Wenn ich noch einen zweiten Master anfangen würde und in einer Kanzlei wäre in Zürich, es sind viel mehr Optionen, ich würde schon auf Zürich wollen. Ich habe schon mit zwei Kolleginnen, das ist schon geplant, vielleicht gehen wir zu Zürich. Eine WG? Ja, eine WG. Da würde ich mich sehr freuen, wir kennen uns, es ist eine Primarschule. Das wäre eine coole WG. Und darum ist für mich nicht nur der Ort entscheidend, sondern auch mit wem. Logisch.
- 30:28Logisch, ganz klar. Du hast vorhin etwas gesagt, wo... Jetzt muss ich gleich überlegen, wann das war, ob das...
- 30:37schon im Studium warst oder vorher? Und zwar debattierst du Wettbewerb? Nein, nicht Wettbewerb. Wir haben es in der Schule behandelt, wie man das macht. Ich habe eine Theorie. Ich habe das Gefühl, wir haben heute ein bisschen verlernt, zu diskutieren und zu debattieren. Ich habe das Gefühl, dass man etwas sagt und dann wirst du schnell am Pranger gestellt. Du musst oftmals aufpassen, was man sagt.
- 31:07Sonst wirst du irgendwie gecancelt oder bekommst einen Stempel aufgedruckt. Ich möchte jetzt nicht auf irgendwelche Beispiele eingehen, die jetzt passiert sind, die jetzt überall auf meiner Folie drauf sind, aber wie siehst du das? Hast du das Gefühl, man hat die Freiheit zu sagen, was man will oder man muss wirklich aufpassen, weil sonst eben Kooperationen flöten gehen etc.? Ich glaube,
- 31:35Du bist eben wie eine Person mit einem gewissen Wert. Ja.
- 31:39Es ist nicht nur, was du sagst, sondern wie du sagst. Es ist alles ein bisschen so. Und ich persönlich, die Cancel-Culture, dass man mega schnell Leute direkt irgendwo hinschiebt. Das finde ich auch nicht gut. Aber ich finde das nicht nur, wenn man Sachen sagt. Generell sind so viele Sachen passiert, wo man auf Social Media ein bisschen Angst macht. Ich möchte zum Beispiel ein Beispiel. Es hat Amber Heard und Johnny Depp, den ganzen Prozess, wo...
- 32:08die in den sozialen Medien mega umeinander kursiert ist. Und es war wie klar von Anfang an, dass man ihm glaubt. Und ich habe einfach das ganze Netz, auf das er reagiert hat und die Frau, ich weiss nicht, ob sie sicher aus dem Haus kommen kann, aber dabei weiss man gar nicht, was passiert ist.
- 32:28Ich glaube, auf Social Media wird schnell eine Meinung gebildet und die finde ich gefährlich. Generell einfach immer offen zu haben und zu sagen, man kann nicht alles wissen, man weiss nie die ganze Geschichte. Und wenn jemand etwas sagt...
- 32:44versuchen, den Kontext zu verstehen. Wie hat sie das gemeint? Was denkt sie im Inneren und nicht nur, was sie gesagt hat? Ich persönlich würde mir einfach wünschen, dass die Leute generell offener sind, dass sie versuchen, das ganze Bild zu sehen. Aber jede Person kann selber entscheiden, was man cool findet und welche Werte man unterstützt und welche, die man teilt. Es ist ein
- 33:06Ja, also, ich glaube auch, ich debattiere auch lieber als diskutiere. Ich rede lieber über so eine Person, ich rede, und dann gewinnt der mit den besseren Argumenten und nicht der mit der lauteren Meinung. Weil ich versuche mich oft inspirieren zu lassen von jemandem von einer anderen Meinung, aber dann mit Argumenten sitzen. Ja, das finde ich mega wichtig. Ich finde auch, du...
- 33:34Wenn wir nicht der gleichen Meinung sind bei einer Sache und du tust mir deine Fakten aufsagen und ich dir meine und du kannst mir zeigen, dass meine Fakten eigentlich falsch sind, dann will ich so open-minded sein, um zu sagen, ja, voll fair, bin ich richtig. Gut, ich überlege mir das nochmal. Und ich finde das richtig und wichtig. Ich glaube, das haben wir ein bisschen verloren. Ja, ich glaube nicht, dass man sagt «verloren».
- 34:01als wäre es mal rum gewesen. Aber ich glaube, das ist eine Charaktereigenschaft, die jeder für sich selber hat. Und wenn einem das wichtig ist und man das im Alltag übt, dann hat man es. Ich glaube, Social Media zeigt uns nicht auf, dass wir etwas verlieren, sondern es zeigt, es verstärkt Dinge nur. Ich glaube, weil es so schnell verbreitet, auch in den Kommentaren und einem noch mehr in den Bubble oder so.
- 34:28Ich glaube, es ist nicht ein Problem, das entstanden ist oder etwas, das verloren gegangen ist, sondern einfach etwas, das erst jetzt sichtbarer wird durch einen... Fairer Punkt, ja, mega. Mega fairer Punkt.
- 34:41Ja. Und eben, ich würde einfach meine persönliche Meinung, wenn du merkst, gewisse Sachen tun dir nicht gut, egal auf welcher Plattform oder wo, versuche sie für dich einfach ein bisschen zurückzukatten. Und nehme jetzt Leute, die deine Meinung nicht teilen, also nicht deine Art von Kommunikation teilen, einfach nicht zu tun haben. Du kannst ja mit ihnen nicht zu tun haben, indem du ihnen nicht zulässt, dass du sie nicht konsumierst, keine Ahnung, sagst du, ja, ja.
- 35:07Du kannst entscheiden, wie du dich anfühlen willst. Ja, ich möchte auch, wenn ich so bin und gerne, auch andere Perspektiven hören. Ich möchte das auch nicht fünfmal pro Tag machen. Du musst ja trotzdem auf dich schauen. Und trotzdem ist man ja auch immer in diesen Kreisen, die deine Meinung teilen. Einfach nur für Bestärkung. Das ist meine Sicht auf das. Cool, mega schön. Danke vielmals für das. Du hast auf Social Media
- 35:34Wie viele x-Tausend Follower bist du bei? Also ich glaube, Insta bist du bei knapp 40 oder so, kann das sein? Noch nicht, noch nicht. Aber knapp? Nein, ich glaube, so 36'000 sind es. Knapp 40? Ja, das sind schon noch ein paar Tausend Leute. Das sind knapp, okay. Gut, also 36. TikTok? Sind es bald 30. Bald 30. Also eine riesige Community, die dir folgt, die deine Sachen liked, die deine Sachen konsumiert, die du einem Mehrwert rausgibst.
- 36:05Das ist der schöne Part. Schattenseiten, Kommentare, die nicht so toll sind, erlebst du das auch? Meine Frage ist, wie gehst du mit dem um? Schattenseiten? Ich glaube, Social Media ist ein Bereich, wo es automatisch Schattenseiten hat. Du musst automatisch ein bisschen damit rechnen, dass mal negative Kommentare kommen. Aber ich persönlich bin so überwältigt von den positiven
- 36:34dass die Negativen für mich fast lustig sind. Ich habe das Gefühl, Leute, die wirklich Kritik anbringen, ich habe auch, wenn ich mal ein Video gepostet habe, Leute zu sagen, hey, das ist vielleicht nicht so gut formuliert, ich habe auch schon das Video gelöscht und angepasst. Ich habe schon darauf gelesen und gesagt, danke vielmals, dass du das respektvoll sagst. Es gibt so einen Unterschied zwischen Kritik und Hate. Über Kritik freue ich mich immer.
- 36:59Solange du respektvoll bleibst und deine Gründe darleihst, bin ich sogar froh darum. Natürlich mache ich Content, das mir gefällt und das ich will. Aber wie ich es ihnen überbringe oder wenn ich einen Fehler gemacht habe, bin ich froh darum. Dann mache ich es ihnen nicht nur einmal. Dann kann ich Sachen auch anpassen. So viele meiner Videoideen sind von Leuten, die mir folgen, von Leuten, die mir nicht folgen. Ich frage auch immer nach Feedback. Ich frage mich sicher, was sie mehr sehen wollen.
- 37:25Natürlich kannst du sehen, was man mehr sehen wird, wenn du auf Klicks oder Likes schaust. Aber ich finde auch, man kann Content machen, das nur deine Follower interessiert und nicht so gut performt.
- 37:37Weil mir ist diese Beziehung zu meinen Followerinnen mega wichtig. Mega wichtig. Weil ich habe immer gesagt, sobald das Persönliche wegfallen würde, wenn ich einfach nur noch Influencerin bin, einfach Videos poste und in den persönlichen Austausch und Bezug nicht mehr zu echten Leuten zu kommen, das fühlt sich nicht gut an für mich. Ich möchte authentische Bezüge haben und persönliche Bezüge mit Leuten.
- 38:03Wie kannst du dich gewährleisten, ausserhalb von Social Media? Mit deinen Followern, machst du Community-Sachen, treffst euch ab und zu? Wie kannst du nahbar sein?
- 38:17Ähm, also leider, sehr leider, habe ich noch nie ein Community Event gemacht. Aber ein paar mal traue ich mich davon. Das wäre so cool. So eine mega coole Vorstellung wäre es, so ein Workout zu machen. Mega cool, oder? Ja, das wäre mega cool. Oder irgendwie mal reden oder so. Aber das Problem ist, ich kann mich auch nicht extrem teilen. Ich würde schon etwas machen, von dem alle etwas haben. Andererseits weiss ich gar nicht, ob man mich persönlich treffen will und das machen will.
- 38:46Wieso nicht? Ja, weil meine Zielgruppe ist schon eher älter. Also eher älter meine ich, weisst du, es sind nicht Jugendliche, sondern schon junge Erwachsene. Aha, ja. Also zwischen 20 und 35 würde ich jetzt mal sagen, ist am ehesten. Also, oh. Ich habe es nicht so gemeint. Ich habe es eher so gemeint.
- 39:03Viele Leute auf sozialen Medien sprechen ja vor allem auch unter 18-Jährigen an. Und ich habe mir so das Gefühl, ich glaube, mit 15 wäre ich vielleicht eher an einem Community-Event, wo wir alle zusammen gehen. Keine Ahnung. Irgendwie, ich weiss nicht, was man macht als Community-Event, wo man alle etwas macht, weil es irgendwie so ein bisschen
- 39:23Ein paar Mieten. Ja, aber mit 25, wo du einfach Content schaust, okay, ich möchte jetzt hier juristische Tipps haben, dann würde ich so denken, ja, aber persönlich muss ich sie jetzt nicht unbedingt kennenlernen. Darum habe ich vielleicht ein bisschen... Aber ich kann sie auch mal fragen, ob sie Lust auf das hat. Dann mach das mal. Ja.
- 39:41Oder eben ein gemeinsames Workout mit vier, fünf Auswählten, die mit einem Gewinn spielen. Ja, Workout habe ich das Gefühl, das würde von jeder Altersgruppe kommen. Da kannst du etwas füllen. Machst du abgesehen von Krafttraining auch andere Sportarten? Du hast ja früher Volleyball gespielt, aber Pilates oder?
- 40:04Nein, eigentlich im Moment nicht. Aber ich probiere gerne andere Sachen aus. Ich bin im Moment ein bisschen verletzt an meinem Knie, darum kann ich nicht mega viele Sachen machen. Einfach eine Entzündung, Überbelastung. Aber ja, ich bin immer bereit, Sachen auszuprobieren. Aber ebenso vielleicht.
- 40:20Ein Tischtennis-Event, wo wir alle zusammen Tischtennis spielen, würde ich mich auch sehen. Oh geil! Mega lässig! Ja, nein. Das wäre doch lustig. Also, mir ist schon wichtig, dass das alles authentisch bleibt und dass es nicht eben so eine Monetarisierung wird. Ich will das gar nicht. Ich will gar nicht, dass es auf das rausläuft und dass ich auf das angewiesen bin. Weil das war nie der Plan und wird es auch nie sein. Ja. Ja. Jetzt aktuell im Kopf, wo siehst du dich in deiner beruflichen Laufbahn?
- 40:51Ich habe mir diese Frage in den letzten Monaten aufgestellt. Was mache ich als nächstes? Wofür, dass wir Social Media haben? Soll ich Anwältin werden, Anwaltsprüfung machen? Und ich habe mich auf etwas geeinigt. Eine unbefriedigende Antwort für dich, aber eine sehr befriedigende für mich. Dann ist sie auch befriedigend für mich, glaub ich.
- 41:10Das ist, dass ich bin eine Person, die, wenn sie etwas macht, 100% macht. Vielleicht sogar 110%. Und solange ich diese Einstellung habe und kurzfristig auf Möglichkeiten aufspringe, die sich für mich im Bauchgefühl gut anfühlen, und ich wechsle, wenn es sich nicht gut anfühlt, dann werde ich auch immer 110% geben für die Sachen, die mir wichtig sind. Und dann...
- 41:34In meiner beruflichen Karriere werde ich am richtigen Ort landen. Als Anwältin, vielleicht als Social-Media-Influencerin für eine Zeit. Oder vielleicht etwas anderes, keine Ahnung. Aber ich mache mir selber nicht den Druck, dass ich zuerst ein Ziel habe. Für mich ist jetzt wirklich der Weg das Ziel. Und ich vertraue mir, dass ich meinem Bauchgefühl folge und dass ich immer 100% gebe.
- 41:59Kannst du gut auf deinem Bauch hören? Oder verkopfst du dich manchmal ein wenig? Ich verkopf mich mega. Extrem. Versuche, aber oft spontane Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel? Genau. Zum Beispiel in der Woche, in der ich mich entscheide, mache ich den zweiten Studiengang.
- 42:19oder dass ich gestern dazu gesagt habe für den Podcast, anstatt so zu überlegen, ist das ein guter Podcast, wer sieht das, ist das meine Zielgruppe, anstatt mir alles zu überlegen, hey, du meinst es gut, dann wird es auch gut kommen, wenn es eine andere Zielgruppe ist, dann kann ich auch mal etwas Neues irgendwie reinbringen, ich muss mich nicht verstellen, wenn ich mich verstellen muss, dann ist es ich. Ja, eben. Ja, eben.
- 42:48Ja, spontane Entscheidungen finde ich. Also du trainierst dich, um besser und stärker auf deinen Bauch zu hören? Ja, ich habe schon gemerkt, dass du alles durchdenken musst. Das ist schon wichtig bei wichtigen Sachen, das Planen ist wichtig. Aber bei Sachen, wo es kein Richtiges und kein Falsches gibt, musst du auf das Bauchgefühl hören können.
- 43:09Hätte ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört, wäre ich jetzt an der ETH und würde Pharmazie machen und dann hätte ich keine Zeit für Social Media gehabt. Hätte ich das erste Video nicht gepostet auf Social Media, weil ich dachte, es macht mir Spass. Ist doch egal, was die anderen denken, dann würde ich jetzt auch nicht hier sitzen. Es hat sich alles entwickelt, weil ich mich immer noch im Moment, wo ich denke, es macht mir Spass und es fühlt sich gut an, einfach durchgezogen habe. Und so ist mein ganzes Social Media aufgebaut. Jedes Mal, wenn ich poste, drücke ich
- 43:35Da fühlt es sich gut an und für mich. Ich habe die Konsequenzen... Weisst du, wie viele Leute finden mein Video nicht gut? Das Video, das du von gestern angesprochen hast, mit den sichtbaren Bauchmuskeln. Leute, die mir folgen, checken, was ich damit gemeint habe. Andere denken sich, was ist das für eine? Dass sie das hier daraus angeben oder so. Wirklich?
- 43:53Es gibt alle Arten davon, wie man es aufnehmen kann. Kannst du dir das immer anrechnen? Ja, man kann einen Ausschnitt nehmen oder nur einen Ausschnitt verstehen. Man kann es mit anderen Augen im Moment sehen. Und solange ich dahinter stehe und es sich richtig anfühlt, drücke ich weiterhin auf «Posten». Eben so. Mega schön.
- 44:18Ich hoffe, ich habe das Beip halt. Es ist manchmal, wenn zu viele Augen zum Teil auf dich gerichtet sind, ist es ja mal ein bisschen... Bist du selbstkritisch? Selbstkritisch, ja. Ich würde aber nicht sagen, dass es selbstkritisch das Gegenteil ist von nicht selbstbewusst, sondern eher so ein bisschen ich bin streng mit mir selber.
- 44:42Ich kann aber auch sagen, wenn ich etwas mal gut mache. Aber dann bin ich meistens so, ich mache es gut, aber ich will es noch besser können. Etwas so. Ich würde sagen, du kannst das sehr gut, weil jetzt die ein, zwei Sachen, die ich gesagt habe, mit dem kleinen Zeug, mit 25, wie cool das ist. Man merkt, dass du stolz auf das bist. Und das ist ja richtig, dass man das zeigen kann. Ich glaube, das machst du wirklich gut. Es ist ganz speziell, weil
- 45:10Das sind nicht die 25 Kilo, die mich stolz machen in diesem Moment, sondern ich weiss einfach, wie viel Arbeit ich da reingesteckt habe und dass ich daran geblieben bin. Und dass ich auch, wenn ich gar keine Lust mehr hatte, trotzdem noch gegangen bin. Ich bin stolz, dass ich hier durchgehen kann, was ich mir vornehme.
- 45:29Und dass ich jetzt auch nicht, das sind immer noch 5 Kilo von 25 auf 30, ich zweifle nicht daran, dass ich es nicht schaffe. Und wenn ich es nicht schaffe, dann habe ich mein Bestes gegeben. Ich bin selbstbewusst, also ich schaffe das und ich stehe dazu, wenn ich es nicht schaffe, weil dann habe ich es versucht.
- 45:45Dort habe ich sehr Selbstvertrauen, was Disziplin anbelangt und durchziehen. Ich glaube, das ist eben das, was ich auf meinem Social Media auch immer versuche zu vermitteln. Dass es nicht darauf ankommt, ob du es schaffst, sondern wie du es gemacht hast. Ob du alles gegeben hast. Ja, und dann das Ergebnis, wenn und wie und wo, ist doch auch egal.
- 46:07Ich bin gerade etwas wundern, wie du vorhin das angesprochen hast, wegen der spontanen Zusage zum Podcast, dass es gestern entstanden ist und heute sitzt du hier. Was hast du denn gedacht, was das für ein Podcast ist? Aha, nein, einfach, dass... Ganz ehrlich, ich würde es jetzt gerade mega als Feedback nehmen.
- 46:27Ich finde es auch wichtig, von aussen zu sehen, was andere für Meinungen über einen Podcast haben und wie das ankommt. Ich möchte mich auch verbessern. Ich möchte auch klären, was ich mache und ich möchte das auch noch lange weiterziehen können. Darum finde ich so eine Antwort mega wertvoll für mich.
- 46:48Ich muss sagen, ich habe nicht gemeint, dass ich etwas über dich schon gedacht habe, oder so, sondern dass ich eben nicht zu viel versuche herauszufinden, was du über diese Themen geredet hast, oder welche Fragen du mich stellen würdest, oder keine Ahnung, Zielgruppen vom Podcast. Dass ich nicht zu viel recherchiere, um herauszufinden, um aufgrund davon die Entscheidung zu treffen, sondern eher so ein bisschen du machst es gut und der Rest ist egal.
- 47:18Ich habe auch eher gemeint, was für Fragen du mir stellst. Ich habe mal einen Artikel in den Zeitungen bekommen. Es geht oft um Themen, bei denen es nicht um das geht. Ich werde immer gefragt, ob Männer das attraktiv finden, wenn ich grosse Oberarme habe.
- 47:42Da bin ich so, dass es mir doch so egal ist, wie attraktiv man das findet. Mein grosser Bizeps ist wie ein Produkt aus meiner Arbeit, aber es geht mir nicht nur um das. Es geht mir auf Social Media um die Selbstdisziplin, dass man das macht, was man gerne hat, was man Freude hat, dass man dazu steht. Und es geht um mich und nicht um etwas zum Diskussionsstart über.
- 48:07Etwas, worüber es nicht geht. Ich hätte es nicht gegeben, wenn man mich in eine Schublade hineintut. Ich bin einfach ein Mensch, der Hobbys hat. Ich will, dass man mich kennenlernen will und mich verfolgen will und nicht die Sachen, die ich mache.
- 48:23Ja, das ist so. Das denkt man einmal. Man schaut immer darauf, was macht die Person beruflich, was macht die Person hobbymässig. Man hat so eine Checkliste, okay, die Person, ja, die gefällt mir vielleicht. Dabei kann die Person, eine andere Person, genau das Gleiche auch machen und ein ganz anderer Mensch sein. Und man schaut immer so auf die Punkte, die macht jetzt Jura-Content, die macht jetzt Fitness-Content. Kann man einfach sagen, das ist Simona und sie macht Content.
- 48:48Und wenn ich als Person unterpasse, dann kannst du mir folgen und so. Und dann habe ich eben so, je nachdem, ob du eine Person bist, wo vielleicht jemand in so einer Richtung mit Fragen oder so, aber ich habe gedacht, ich kann ja das Gespräch auch ein bisschen steuern. Kannst du es genauso leiten? Ja, da habe ich mir so gedacht, ja, das wird schon. Und fühlst du dich bis jetzt wohl?
- 49:09Ja, also ja. Ja, ich rede ganz viel, das ist meistens ein gutes Zeichen. Das ist ein gutes Zeichen. Ich finde auch, du bist sehr offen und nicht ohne zu viel überlegen am Reden. Und das finde ich mega wichtig, dass es einen Fluss hat, das Gespräch. Was ich nicht gerne habe, sind die Fragen-Antworten. Das mag ich nicht so. Es ist vor allem auch mega, es ist so drowning. Das ist so...
- 49:35dann geht meistens das Gespräch von 40 Minuten und dann ist es over. Aber dann bin ich auch over, weil das Ping-Pong von Fragen und Antworten finde ich nicht so geil. Und ich finde, wir haben da einen schönen Redenfluss. Ja, ich bin ein bisschen schnurri. Das ist gut, das ist gut. Das kommt vielleicht auch vom Jura-Studio. Das ist perfekt so. Was mich noch mega wundernimmt, du hast
- 49:56mit deinem Gym, mit deinem Studium, mit dem Social Media, hast du einen sehr impacten Alltag. Wo findest du deine Mitte? Wo kannst du runterfahren? Ist das effektiv im Gym oder machst du noch andere Sachen? Mal ins Spa? Wie kommst du zu deiner Mitte? Ja, also ich muss schon sagen, glaube ich, du hast vorhin gesagt, ich überlege nicht viel, bevor ich rede. Das ist eigentlich extrem widersprüchlich, weil ich viel zu viel überlege.
- 50:25Vor dem Reden komischerweise zu wenig. Das hoffentlich, wenn ich den Podcast nachher erlaube, dass ich mir nicht so denke, oh, wieso habe ich das gesagt? Aber ich mache eine mega Overthinker-Ring, Sachen zehnmal überlegen, bevor es überhaupt ein Problem ist. Das ist mega schade. Sehr schade. Ich würde wahrscheinlich nach dem Podcast auch überlegen, hätte ich vielleicht, oh nein, was ist, wenn das falsch rüberkommt? Oder hätte ich das vielleicht nicht sagen sollen?
- 50:46Und das Einzige, wo mir wirklich einen Raum gibt, um abschalten zu können, ist im Gym. Während einer Übung, wo der Kopf einfach nicht mehr mitdenken kann und es dann nur darum geht, durchzuziehen. Das Gym ist für mich Abschalten. Und es ist für mich nicht immer nur...
- 51:00An gewissen Tagen bin ich so, heute muss ich das Video aufnehmen und dann kann ich nicht abschalten. Aber an den meisten Tagen mache ich kein Content zu meinem Training. Und du musst es einfach gut, immer deine Zeit, wo du sagst, jetzt ist Pause, du musst auch wirklich Pause machen. Du musst Sachen trennen können, du musst eben Zeitplanung machen, Arbeitsteilung.
- 51:21Und ich gehe sehr gerne ins Spa, ja. Oder in die Sauna. Ich liebe so warme Orte. Und mit meinen Kolleginnen viel machen. Ich habe sehr gute Kolleginnen. Seit Jahren. 20 Jahre, 19 Jahre. Was sehr viel für dich spricht. Ja, ich bin schon eine Person, wenn ich Leute habe, die mir viel bedeuten, dann bleiben wir. Was würdest du sagen? Du hast einen kleinen, aber sehr engen Kreis? Oder mega viele verschiedene Kolleginnen, die sich selber gar nicht kennen?
- 51:51Also ich habe einen engen Kreis, der mit mir im gleichen Dorf aufgewachsen ist. Ich bin in der Kindergarten-Primarschule immer zusammen. Ich würde sagen, das ist mein enger Kreis, aber das sehe ich nicht mehr als Kollege. Das ist wie für mich Familie. Wir haben alle die gleichen Werte und die gleichen Vorstellungen. Und dann habe ich einen Kreis, der sich entwickelt hat im Gymnasium, im Studium, wo ich auch sage, das sind gute Kolleginnen, mit denen ich auch über gute Sachen rede. Und ich habe im Studium Kollegen, wo ich weiss, das wird auch das Leben lang hoffentlich haben. Vielleicht einfach weniger intensiv.
- 52:21Und auch schüche Freundschaften, die du dir einfach heuss hast. Ich glaube, es ist nicht der Kreis bei mir, es ist bei mir so ein Spektrum. Aber ich glaube, so neue, tiefe Freundschaften zu schliessen, finde ich mega schwierig.
- 52:38Aber ich bin nicht davon abgesehen. Es ist eigentlich wie wenn du jemanden kennenlernst im Dating oder so. Es ist halt am Anfang. Du weisst, es ist ganz viel Arbeit. Aber für eine Person, die du weisst, das kann mega cool werden und die Person gibt mir mega viel und ich kann ihr viel geben, dann machst du es dann automatisch. Es ist keine Arbeit, sondern etwas, wo du gerne investierst. Das war jetzt eine sehr gute Vorlage, Simona. Dating. Wie sieht es aus in der Liebe? Ist da etwas rum? Nein.
- 53:04Nein, im Moment nicht. Ich glaube auch, es wäre jetzt wirklich viele wichtige Entscheidungen. Es sind viele Sachen, die sich ändern mit Lebensumständen, Studium fertig, was kommt als nächstes, umziehen. Es sind so viele wichtige Entscheidungen, dass ich vielleicht ein Teil meines Lebens ruhig behalten sollte. Ja, nein, aber...
- 53:25Was ich gerne wieder machen würde, also gerne wieder machen würde, als hätte ich «Singer 5» nicht mehr. Aber Leute kennenlernen, ich finde das auch spannend. Eine Person wieder von Null, die einfach etwas machen kann, sich etwas entwickelt. Nein, es ist alles andere. Aber du wärst nicht abgeneigt?
- 53:46Also, ich will jetzt nicht, dass er nach dem Podcast so plötzlich sagt, «Hey, hast du Lust auf mich?» Das Pilates-Weg. Ja, es muss passen. Der Vibe muss stimmen, Bauchgefühl. Eben auf Social Media, wenn mich jemand fragt, das ist ein bisschen komisch. Aber in echt, wenn jemand sympathisch mich fragt, «Bisschen gut ausgesehen.»
- 54:10auch gerne Sport macht, dann bin ich so «Ja, wieso nicht?» Why not? Dann meistens so «Ja, hast du jetzt gerade Zeit?» So spontane Sachen eben, weil dann Überdenkungen sind eigentlich so, ja. Dann tust du nicht zu fest vom Kopf. Ja. Du hast ja auch manchmal in deinen Reels auch erzählt oder in den Storys, dass dich Leute im Gym ansprechen und nicht weil sie dich kennen von Social Media, sondern weil sie dich einfach ansprechen wegen einer Übung etc.
- 54:37Ist das jetzt immer vermehrt am passieren? Oder wie hast du das Gefühl, ist das so? Also ich als Frau, wenn du halt Kraftsport machst und wirklich auf Maximalkraft gehst, wo ich für meinen Powerlifting-Wettkampf trainiert habe, mit meinen Krüschen unten und mit meinem Gürtel dann 100 Kilo Squats gemacht habe im Universitätsgym, da sehe ich schon, dass vielleicht eine Frau, die da sieht, so ist so, oh,
- 55:05Krass, wenn man vielleicht auch etwas sagt. Aber das ist eben das Schöne am Gym. Ich war gestern im Gym und da war ein Opferkund Gladpark.
- 55:19Ja, ich habe mit einer Kollegin zusammen trainiert. Und da habe ich einen gesehen, der hat 200 Kilo, der hat sich bereit gemacht, um 200 Kilo Deadlift zu machen. Und da habe ich gesagt, okay, schau jetzt zu. Und der hat dann nicht eine Wiederholung gemacht, der hat irgendwie so acht gemacht. Und da habe ich ihm auch gesagt, hey, Respekt, ich habe zuerst gedacht, du machst einen, aber du hast acht gemacht. Und einfach so ein bisschen
- 55:38Das Gym ist ein mega motivierender Ort, wo man sich füreinander auch freut und sieht, dass es Arbeit dahinter ist, nicht nur Zahlen. Das ist harte Arbeit. Das ist Drive, das ist jeden Tag gehen. Und so ein Kompliment, persönlich glaube ich nicht, dass meine Leistung mega krass ist und das spricht für den Ort.
- 55:57Das spricht wirklich für den Ort, weil ich mache das auch, wenn ich jemand gesehen habe, Muscle Ups machen, wenn ich auch so Maschine... Mega. Ja. Ich habe eben, also das Wort Maschine, ich sage immer, jetzt hat man etabliert, dass ich es auf meinem Social Media Kanal anfange zu sagen, dass man Maschine einfach so zu sagen, egal was man macht, es geht nur darum, jemanden aufzuhypen, so mach weiter, zieh weiter durch.
- 56:19Und das hast du schon immer gut machen können? Wenn jetzt jemand eine Übung machen will, die du beeindruckend findest? Kannst du als Person zu dieser Person gehen und sagen, hey, mega cool, was du machst? Ja, easy. Ich habe keine Hemmungen, was da abläuft. Top! Ja, aber ich glaube, das ist gekommen... Nach Corona, so anderthalb Jahre lang, habe ich als Dialogerin mal gearbeitet.
- 56:44Als Dialogerin? Das sind die, die Leute auf der Strasse ansprechen. Zum Spendengelder. Ich habe das mal gemacht, weil ich, während Corona, ein soziales Defizit hatte. Ich habe viel zu wenig mit Leuten geredet und ich rede gerne mit Leuten. Und ich habe mega für internationale Organisationen für einen guten Zweck zu reden und zu erzählen und Leute zu überzeugen. Das war eigentlich mein Ding und ich habe das sehr gerne gemacht. Das hat mir soziale Hemmungen sehr genommen. Ich bin mir wirklich so...
- 57:12Leute ein Kompliment machen. Ich habe mir sogar mal ein Jahresvorsatz, was ich eigentlich normalerweise nicht mache, aber ich habe mal einen Vorsatz gemacht, dass ich Leuten mehr Komplimente geben will. Weil das Lachen einer Person, wenn sie ein Kompliment bekommt, das ist das Beste. Unbezahlbar. Und vor allem, du meinst es ernst und sie freuen sich und das Einzige, was es braucht, ist ein kleiner Schöpfer von deiner Seite. Mega, ich mache auch Leuten gerne Komplimente. Ich habe es in einem kurzen Moment, die Person hat es sehr selten, es direkt zu sagen. Nicht überlegen, direkt zu machen.
- 57:41Ja. Das ist ja eigentlich völlig entgegengesetzt von einem verkauft «sie da sein». Ja, sie vielleicht sind, ja, ich weiss nicht. Vielleicht ist das mein Gegenimpuls. Mega spannend, ja.
- 57:56Ja, ich weiss nicht. Die eine, die ja mega verkopft ist. Die wird sagen, mega coole Übung. Oder anders. Mega cooles Outfit. Der Person wird das sagen. Oder meint, ich bin voll der Creep, weil ich sie angeschaut habe. Aber nein, du gehst und eigentlich voll aus der Intuition und du gehst voll rein. Und ich finde das super.
- 58:16Ich glaube, ich habe eine Theorie. Vielleicht ist es ein wenig wehtageholt, aber overthinking wird immer negativ konnotiert, habe ich das Gefühl. Wenn ich sage, ich bin eine Person, die sich viel zu viele Gedanken macht, dann denkt man automatisch, oh nein, was denkt diese Person von mir, ist das negativ überkommen? Overthinking kann auch sein, dass du einfach wirklich viel Gedanken machst zu irgendetwas. Ich habe versucht, ich bin eine Overthinkerin, ich mache mir mega viele Gedanken zu Sachen, aber du kannst ja selber steuern, über was du Gedanken machst.
- 58:45Und jetzt in diesem Fall würde ich mir denken, ich mache jetzt dieser Person ein Kompliment, weil diese Person 200 Kilo deadliftet. Und dann die Gedanken, die ich mir nachher alle mache, ist, krass, 200 Kilogramm, wie lange dauert der schon? Ah, das ist doch das Overthin. Ja, also natürlich kann es auch sein, dass ich mir Gedanken mache,
- 59:04Anstatt zu denken, oh scheisse, hat er das jetzt negativ aufgefasst, hat er das Gefühl, ich bin irgendwie aufdringlich vorgekommen. Vielleicht hat er sich jetzt gefreut und hat ihm vielleicht heute auch schon jemand ein Kompliment gemacht. Gehört man mich auf dem Video im Hintergrund, weil jemand hat das gleich aufgenommen. So, das sind meine Gedanken. Und Schuldklassen sind auch negativ wieder dabei. Aber es muss nicht nur negativ sein. Und es ist wie vereinbar. Du musst es einfach positiv füllen. Solange du dir dem bewusst bist. Ich glaube, mega viele Eigenschaften
- 59:33Wenn du dir darüber bewusst bist und deine Stärkenschwächen gut kennst, kannst du, wenn du selbstbewusst bist und das Selbstvertrauen hast, dass du das händeln kannst, kannst du das zu deinem Vorteil eigentlich auch brauchen. Ja. Das ist ein bisschen... Ich glaube... Ich weiss nicht, ich kann es nicht sagen, ich bin... Weisst du, was Selbstwirksamkeit heisst? Selbstwirksamkeit? Ich kann mir Sachen vorstellen, aber ich lerne es bitte gerne.
- 1:00:00Es ist einfach ein Unterschied zu Selbstvertrauen. Es ist wie das Vertrauen oder das Wissen um deine eigenen Fähigkeiten. Du weisst genau, was du kannst und was du nicht kannst. Und ich bin extrem auf Social Media sehr offen über Sachen, die ich nicht gut kann, die ich unsicher bin, die ich Mühe habe. Zum Beispiel?
- 1:00:18Also, ich habe das Gefühl, ich mache mir zwei Gedanken. Ich weiss, ich bin auch sehr sensibel, emotional. Wenn ich traurig bin, bin ich traurig. Ich mache kleine Sachen, mache mich manchmal mega traurig. Gleichzeitig habe ich ab den kleinen Sachen mega Freude. Das sind alles so seine Kehrseiten. Ich bin mega streng mit mir selber. Ich kann schlecht einfach chillen. Gleichzeitig kann ich schlecht chillen, was auch gut ist, weil es gibt immer mehr. In gewissen Situationen bin ich mega überfordert. Beispielsweise?
- 1:00:48Ja, wenn ich zu viel fühle. Wenn du zu viel fühlst? Ja, wenn zu viele Emotionen aufs Mal kommen und mich überfordern. Und das sind Emotionen ausgelöst durch Ereignisse, die im Alltag passieren? Oder Nachrichten, wenn es in deinem Familienumkreis etwas ist? Oder könnte es auch random etwas sein, das auf der Welt passiert?
- 1:01:07Ähm, einfach Sachen, die mich gerade bewegen. Es können eben auch kleine Sachen sein in meinem Umfeld und kleine Sachen nicht in meinem Umfeld. Zum Beispiel, wenn ich mal etwas Falsches sage und ein schlechtes Gewissen habe. Ich kann das nicht einfach akzeptieren und loslassen. Ich hänge mega lange daran.
- 1:01:23Da weiss ich, da habe ich ein bisschen Mühe und bin am arbeiten. Aber ich persönlich finde, natürlich denkt man so, ist das peinlich oder blöd, aber wenn du dazu stehst und daran arbeitest, muss dir ja nichts peinlich sein. Ja, das ist so meine Einstellung. Leute fragen mich auch, ob es dich irgendwie schwach darstellen lässt, weil ich versuche mich sehr authentisch zu zeigen auf Social Media und offen und ehrlich zu sein. Ich persönlich habe das Gefühl, es ist keine Schwäche, wenn du zu dir stehst.
- 1:01:50Und es kann niemand das gegen mich verwenden, wenn ich offeneinlich sage, dass es so ist und dass es so ist. Ich finde es eine Schwäche, wenn du sagst, du fühlst viel, wenn es Sachen braucht. Ich finde es eine Stärke. Ja, das ist... Oder blockiert sich das bei anderen Sachen, während du das fühlst? Ja, ich glaube schon, dass es mich dann auch einschränkt.
- 1:02:18dass ich nicht ganz im Moment sein kann, weil ich immer woanders bin. Okay. Ja. Es ist schwierig zu beschreiben. Wenn du eine konkrete Situation hast, mir fällt jetzt gerade keine ein, ich habe versucht, aber... Ja.
- 1:02:33Okay. Ich habe an meiner auf Instagram, ich mag es nicht, ich poste ein bisschen mehr, was in meinem Alltag auch abgeht. Wenn ich arbeite, Unternehmertum, ich habe noch zwei Kaffees in St. Gallen, das Pilaterstudio. Ich bin gerne Unternehmer in Städtik. Und ich habe den Leuten gesagt, ich trainiere sehr gerne, ich gehe auch viel ins Training, ich liebe es. Und
- 1:03:00Ich habe ein grosses Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Mega grosses. Ich schaue mich von gar nichts. Eine Sache...
- 1:03:11bin ich mega beeindruckt, wenn das andere können. Weil ich habe es aktuell mega nicht. Und zwar in einem Tripod aufstehen im Fitness und mich dabei filmen. Ja, das kann ich auch nicht. Kannst du das auch? Nein. Ich habe eine Wasserflasche und meine Hände an einer Stelle und schaue, dass gerade niemand rum ist. Egal, eine Ex hat es in Zeiten, wo fast niemand rum ist.
- 1:03:32Ja, aber das ist eher so, das ist nicht, weil es mir peinlich ist, ein bisschen auch unangenehm, aber ich möchte niemanden stören. Voll, es ist genau so, ich möchte niemanden stören, weil nachher haben sie dann zu viel Zeit auf der Natur zu laufen, obwohl es wäre mir völlig egal. Aber ja, aktuell ist das bei mir so ein Ding, wo ich sage, ich stelle jetzt den kleinen Tripod hin und ich mache es einfach, ein I don't give a... Aber... Ja, im Fall, ich finde, dass du nicht andere stören willst, das ist ja gut.
- 1:04:00Ich glaube, wenn du alle anderen Umstände, die andere Emotionen auslösen, du willst nicht mehr stören, wenn du die entfernst, also wirklich in eine Ecke gehst und die Kamera auf die Ecke richtest und du bist dort, dann hast du wie, der einzige Hintergrund ist dann nur noch, dass es unangenehm ist. Und dann in dieser Situation, wo du weisst, es ist nur noch das Gefühl, du musst dich bewusst aussetzen, wenn du das verbessern willst. Aber eben, weil sonst denkst du dann so, ja, das ist, weil ich nicht mehr stören will.
- 1:04:28Dabei ist der Kern eigentlich ein anderer. Ja, ja, ja. Ich weiss, bei mir ist es beides. Und mir ist es so, solange es noch geht. Aber sobald du dann musst, und du musst jetzt das filmen, und du willst das filmen, dann musst du dich dem aussetzen. Das ist keine Wahl. Dann musst du einfach durch, gell? Ja. Dann musst du durch. Ich habe dann angefangen mit einem kleinen Tripod. Das ist so... Das ist eine Versuchung.
- 1:04:53Ja, die Grösse. Eigentlich musst du den Ebenen mit einem grossen Korn oder mit einem Lichtkorn. Ich bin auch mit so einem Mist im Korn, wo die Kameras drauf sind. Das ist eine Sache, wo ich gesagt habe, da muss ich jetzt noch ein bisschen an mir arbeiten, oder einfach an die Seite gehen, wo dann eben weniger Leute da sind. Ich glaube, der hauptsächliche Grund ist wirklich so, ich möchte niemanden stören.
- 1:05:15Ich bin gerne ein guter Gastgeber, auch wenn es im Geschäft um alles geht, was da passiert. Und da ist halt jemand in einem guten Umfeld oder in einem guten Umfeld ermöglichen wir mega wichtig. Und wenn ich dann jemanden störe, will ich eine Kamera aufstellen, denke ich so, ah, das wäre doch... Ich muss mal...
- 1:05:35Ja, ich sehe es. Aber dann hat es ja nichts mit Selbstbewusstsein zu tun. Du machst dir auch Gedanken, wie du wirkst, weil du nicht das Bild abgeben willst, wo du nicht bist. Ja. Verstehe ich. Simona, Druck. Druck. Verspürst du viel Druck? Von wem? Von...
- 1:05:59Von dir selber? Von Gesellschaft, Social Media, Dozenten? Das hat ja... Ist da bei dir nochmal viel grösser oder grösserer Kreis von Menschen, die den Druck ausüben können für Leistungen? Ja, ich glaube, der grösste Druck ist schon der, den ich mir selber mache, weil ich alles so gut wie möglich machen möchte.
- 1:06:27Aber ich halte es wie, ich brauche den auch. Ich brauche den auch ein bisschen. Ich bin eine Person, die unter Druck gut arbeiten kann. Aber ich muss schon aufpassen, dass es nicht zu viel wird. Ich glaube, Social Media, einfach der Fakt, dass so viele Augen auf dich gerichtet sind, das macht mir nicht Druck, aber das macht bei mir ein Unwohlgefühl. Und das kann ich nicht so gut handeln. Wenn es mir nicht mehr Spass machen würde, würde ich das nicht machen wollen.
- 1:06:52weil du unter Beobachtung bist. Was ist, wenn ich mal etwas Falsches sage? Was ist, wenn ich im Moment etwas sagen möchte und dann überlege ich es vorher? Dann kommt es falsch rüber, man versteht mich falsch und dann werde ich gecancelt. Da mache ich mir schon Druck, dass ich als Mensch nicht die richtige Person bin, um in dieser Welt zu sein.
- 1:07:15Aber dann denke ich mir auch, ich meine es ja wirklich immer gut. Und ich würde nie irgendjemanden schlecht darstellen lassen oder jemandem etwas schlecht wünschen. Dann würde mir auch in dieser Hinsicht nichts passieren. Wenn ich immer ich bin und locker bin, dann kennt man mich und weiss, dass ich es nicht so gemeint habe. Und das ist der Druck, den ich mir eher mache, weil der Druck von der öffentlichen Person sein.
- 1:07:42Und von Dozenten und meinen Eltern oder Umkreis habe ich eigentlich keinen Druck. Wie sagen wir immer, die sollen mir weniger Druck machen. So, chillen ein bisschen. Die sagen dir das? Ja. Du sollst dir auch weniger Druck machen. Also nicht die Dozenten, sondern meine Familie. Die Dozenten reden gar nicht mit mir. Mir hat auch kein Verhältnis an der Uni. Ja, ich kann es eben gar nicht mehr sehen an der Uni. Ich war noch nie an einer Uni.
- 1:08:03Es ist vielleicht mal Zeit, das ist auch cool da. Du kannst ganz viele coole, spannende Vorlesungen besuchen. Das bestimmt. Aber du kannst nicht einfach rausstehen und irgendein Ding aufsuchen. Nein, ich bin einfach schon immer gerne gearbeitet. Ja, das ist einfach...
- 1:08:20Ich habe immer gerne gearbeitet. Ich muss jetzt nicht blöfen, ich bin auch schulisch nicht sehr gut gewesen. Ich muss jetzt auch nicht etwas schönreden. Das hat mich nie gross interessiert. Ich liebe das Wissen. Das finde ich mega cool, dass du das sagst. Du liebst gerne neue Sachen lernen, wie ich auch. Allgemein wüsste ich, dass ich es liebe, Sachen aufzusuchen. Also unnützes Wissen. Love it. Finde ich geil. Aber irgendwie
- 1:08:50Ich habe mich, ich habe in der Schule, ich bin immer am Fenster gesessen, weil ich habe immer gerne rausgeschaut und dann irgendwie Sachen versucht, mir zu vorstellen, was sie anstatt zuhören können, was die Lehrerin sagt.
- 1:09:02Ja, ich glaube, das ist etwas, das viele Leute vielleicht relate können. Das Ambiente spielt auch eine riesen Rolle. Ich glaube, wenn du so viel lernen kannst, so begeistert sein für etwas, wenn es dir gefällt, und dann viel mehr Arbeit und akademischen Aufwand reinstecken, als etwas, das dich gar nicht reizt. Jetzt so etwas wie Benotung.
- 1:09:24deiner Leistungen. Das ist ein System und ein Konstrukt, das wir einfach so haben. Wenn dir das nicht passt, wie wirst du Interessierende lernen können, wenn du das System schon dumm findest? Bei mir ist es nicht so, dass ich sage, Leistung, es gibt eine Note. Ich habe das System nicht schon blöd gefunden, ich habe mich dem anpasst.
- 1:09:44Und ich verstehe mega, dass es viele Leute gibt, die dieses System nicht mögen. Nie hätten sie es gerne und deshalb das Praktische viel mehr schätzen, als das Learning by doing. Und dann gibt es nicht immer gleich ein «Das hast du jetzt so und so gut gemacht, du wirst gemessen, vergleichen.» Es ist alles so, es ist viel mehr ein Produkt. Es ist kreativer zu arbeiten, weil du halt immer ein Produkt hast und nicht
- 1:10:10eine Leistung aufbaut. Das hat jetzt nicht ganz Sinn gemacht, aber vielleicht verstehst du, was ich meine. Ja, absolut. Okay, merci. Es ist mir noch eine Frage, die nicht in den Sinn kommt. Mit deinem aktuellen Stand könntest du ja in einer Kanzlei arbeiten gehen.
- 1:10:27Als juristische Mitarbeiterin Assistenz schon, aber noch nicht... Einen eigenen Fall betreuen, das tötest du noch nicht? Ja, ich glaube, diese Verantwortung darf ich noch nicht übernehmen. Dann im Praktikum wahrscheinlich schon eher. Das kannst du aber erst nach dem Studium machen? Ja. Okay.
- 1:10:44Ja, also bald kommt es langsam. Ja. Aber eben, ich begebe mich noch nicht gerade zu dem. Ich mache dann das, aber noch nicht jetzt. Okay. Ich würde gerne noch, solange es mit Social Media noch gut läuft und dass es noch Spass macht und ich noch Ideen habe, möchte ich das noch ein bisschen machen und eben noch weiterbilden in einem anderen Bereich.
- 1:11:02Also wir sind ja noch 24, ich habe noch Zeit. Hast du noch Zeit? Mega schön. Simon, ich fand es bis jetzt schon ein mega cooles und spannendes Gespräch. Wir sind auch schon bald eine Stunde 15 dran. Also die Zeit ist wirklich geflogen. Aber wir sind noch nicht ganz fertig. Ah, okay. Wir sind noch nicht ganz fertig und zwar habe ich noch eine Schnell-Führ-Runde.
- 1:11:23Und zwar sind das ein paar Fragen, die du schnell beantworten versuchst. Manchmal klappt es, manchmal klappt es nicht, manchmal gehen einfach neue Türen auf für weitere Gespräche. Aber an dieser Stelle, liebe Simona, bist du bereit für die Schnellführrunde? Ja. Das wäre ich überzeugt gewesen. Also, Gym oder Uni? Uni.
- 1:11:48Hä? Okay. Bist du auch verschockt bei deiner Antwort? Ja, wenn ich mich... Ich wäre traurig, wenn ich nicht lernen würde. Ja. Und nicht trainieren würdest du nicht? Ja, dann wäre ich auch traurig. Blöde Frage. Annullieren. I don't like. Motivation oder Disziplin? Disziplin. Unterschied ist...
- 1:12:16Ja, Motivation ist schön und gut. Am besten hast du beides. Aber Disziplin ist das, worauf du dich immer verlassen kannst. Und wenn du dich auf dich verlassen kannst, das ist das Wertvollste, was du hast. Du kannst dich auf so viele Sachen im Leben nie verlassen. Und wenn du dich auf dich verlassen kannst, weisst du, dass wenigstens du deine Ziele durchziehen kannst.
- 1:12:34Motivation kann man vergänglich an. Ja, es ist so. Aber natürlich, es fängt immer bei der Motivation an. Man darf es nicht unterschätzen. Und das ist cool. Motivation kannst du immer ein bisschen faken. Kannst du immer lustige Playlists lassen. Kannst dich ein bisschen aufhypen. Ja, kannst dich aufpumpen. Ja, aber disziplinische Charaktereigenschaften musst du antrainieren. Ja.
- 1:12:52Bist du eine Frühaufsteherin oder eine Langschläferin? Langschläferin. Langschläferin. Und dann kannst du aber dafür am Abend mega lange noch arbeiten. Ich finde das krass. Krass? Ja. Okay, wieso? Ich bin schon als kleiner Junge immer um 5.55 Uhr. Ah, das ist nicht so bescheiden von denen. Wirklich. Aber dafür, auch jetzt, auch mit meiner Verlobten, wir sind um 9 Uhr im Bett. Dann sind wir K.O.
- 1:13:20Ja, aber das ist, weil wir um 5.55 Uhr aufgestanden sind. Also, mein Hintergrund ist, ich kann ja aussuchen, wenn ich keine Vorlesung habe am 8. am Morgen. Aber ich habe es am liebsten, wenn ich Sachen mache und es ist still. Die Leute schlafen. Die Leute haben nichts zu tun.
- 1:13:38Das ist das Beste. Wenn ich um 5 Uhr aufgestanden bin, weiss ich, es gibt einen, der ist schon um 4 Uhr aufgestanden. Aber ich kenne viel mehr, die am Abend arbeiten. Ich komme am... Heute stehe ich früher auf. Heute bin ich um 4.15 Uhr wach. Und dann bin ich meistens um 6.15 Uhr schon im Geschäft. Und dann weiss ich...
- 1:13:59die Mitarbeiter sind erst um neun Uhr da, sonst kommen sie um neun oder zehn Uhr. Dann weisst du, ich habe einfach ein paar Stunden, in denen ich komplette Ruhe habe. Hier oben höre ich eh gar nichts. Einmal das Flugzeug, das vorbeifliegt, ich höre gar nichts. Da kann ich so konzentriert arbeiten.
- 1:14:15Ja, ich kann mir vorstellen, vor allem aus Produktivitätsgründen, denkst du auch so, ich habe so viel heute schon gemacht. Mega. Es gibt ja wie einen Bussi-Tag. Aber den Tag sehe ich, wenn ich bis um 9 Uhr schlafe, bis um 10 Uhr schlafe, und alle schon 3 Stunden geschlafen haben, dann fühlst du dich auch so ein bisschen... Aber das ist eigentlich genau mein Punkt. Du musst nicht den perfekten Start haben, dass es trotzdem noch gut aufhört. Und ich vertraue mir einfach, dass ich, wenn ich nach der Uni heimkomme,
- 1:14:42Und dass ich um neun Uhr oben dann mein Zeug mache. Du musst einfach den Willen haben, dass du es einfach gemacht hast. Das ist egal wann. Disziplin, absolut. Ja, aber sobald das Arbeitsleben kommt, dann muss ich halt meinen Plan am Auge aufpassen. Du musst schon ein bisschen früher aufstehen. Ja. Du hast vorhin gesagt, du verfolgst keine strikte Ernährung, sondern du isst recht intuitiv. Ist das richtig? Also hast du kein Cheatmeal?
- 1:15:09Nein, das geht bei mir nicht. Die Cheatmeal ist ein normales Meal, weil ich Lust habe. Gut, in diesem Fall eine andere Frage. Was ist dein Lieblingsessen? Oh mein Gott, gute Frage. Also, warte, wir machen es ein bisschen einfacher. Ist es eher richtig Pasta? Also Teigware? Nein. Ist es richtig Fleisch?
- 1:15:33Ja, wenn es ein gutes Stück Fleisch ist, dann ist es schon gerne, aber ich esse eigentlich mega wenig Fleisch. Es ist wenig Fleisch. Ich glaube, ich weiss was. Ja? Ich bin mal in einem indischen... Ich mag gerne Asiatisch. Ja. Sushi, Indisch, Thai. Und ich war mal in einem indischen Restaurant im Austausch.
- 1:15:51als ich 18 war. Und dieses eine indische Restaurant hatte ich mit Mango, Gurrika mit Reis und so einem Kokosnuss-Nan. Oh. Das ist mein Lieblingsessen. Das werde ich nie wieder so essen, aber ich habe dort eine gute Zeit gehabt. Ich gehe sehr gerne essen. Ich bin so ein Foodie, wenn man das so sagt. Finde ich auch cool. Essen ist Leben. Genau. Du hast letztens eine Bewertung gemacht von den besten Spots zum Brunchen, weil
- 1:16:21Ich verstehe Menschen, die nicht gerne Brunchen. Brunch ist das Beste. Du hast zwei Mahlzeiten in einem. Perle. Love it. Was ist so Top 3 Brunch Bots? Das ist jetzt schwierig, weil ich gehe immer mit meiner Kollegin und sie ist Veganerin. Darum haben wir vor allem auch viel vegane Gourmet-Restaurant ausprobiert. Ich finde Star in Zürich mega toll. Star? Star.
- 1:16:44D-A-R, das ist marokkanisch. Und es ist ein ganzes Menü. Und es ist alles vegan. Aber das Dane schmeckt auch gut. Oder das Hikari, das ist japanische Brunch. Da habe ich die Pancakes wahrscheinlich den von K.
- 1:17:02Ja, oder die Cantina, das ist peruanische Brunch. Da hat es auch mit Fleisch. Wo ist das? Oh, das weiss ich gerade nicht. Aber in der Stadt Zürich? Ja, auch Zürich. Ja, es gibt mega viele coole Spots. Anoa ist auch fein tasting. Bohemia? Nein. Kannst du nicht? Nein. Aber hat es auch vegane Optionen? Ja, meine Frau ist Vegetarierin.
- 1:17:26Ja, okay, gut. Dann kannst du mir nachher noch durchgeben, weil wir gehen jeden Monat ein. Bohemia ist mega. Ja. Love it. Wir brauchen immer neue Spots. Wir waren jetzt schon über 70 Mal. Wir machen das als Tradition, dass wir die Kontakte immer behalten. Schön, das macht ihr gut. Ja, beim Brunch klappt das wunderbar. Ja. Definitiv. Was fällt dir schwerer, Training oder Lernen? Lernen. Lernen?
- 1:17:54Schlussendlich schon, ja. Also Training ist ja cool und entspannend. Und das Lernen selber ist immer anstrengend, aber das Gefühl nach dem Lernen ist cool. Es ist ja, du hast das, was du aus dem Lernen hast, du musst es irgendwie auch machen. Training ist im Moment selber nicht so pain. Training? Ja, also pain so...
- 1:18:15Ich habe mega Pain, wenn ich trainieren kann. Ja, aber es ist ein guter Pain und es ist nicht so, dass... Es ist nicht anstrengend. Ja, es ist halt so. Lernen ist wirklich gut. Das ist schon anstrengend. Das Gefühl nach ist, ich mache es halt gerne, weil das, was du daraus heraus hast, ist mega toll. Aber der Lernprozess ist so... Hast du irgendwie eine spezielle... Wie sagt man das? Eine Lernmethode, wie du diese Sachen gut merken kannst? Oder musst du einfach reinpratschen, bis es keinen Platz mehr hat?
- 1:18:44Es kommt darauf an, wie du lernst. Ich habe schon Lernmethoden, so dass du Verständnis baust, mit Übungen arbeitest, Systemstrukturen zuerst verstehst. Meine Lieblingslernmethode ist die Feynman-Methode. Das ist, dass du versuchst, etwas so einfach wie möglich zu erklären und je besser du es erklären kannst, desto besser ist das Verstand. So ein bisschen wie ein Facilitator macht. Das ist meine Lieblingslernmethode, da redest du eigentlich mit dir selber. Ja. Oder ja. Okay, cool. Wie heisst die noch einmal?
- 1:19:12Die Feynman-Methode. Du musst eben aufsagen. Und wenn du merkst, oh, hier komme ich nicht ganz raus, weisst du, da musst du noch etwas dahinter sitzen. Okay. Cool. Was ist dein grösster Struggle im Alltag? Morgen um 5.55 Uhr aufstehen. Ja, musst du jetzt eigentlich nicht so viel. Oder schon?
- 1:19:40Nein, nein, muss ich nicht. Aber ich muss mir überlegen, was ist mein grösster Struggle im Alltag? Ja, ich glaube im Fall, wenn wir zu viele Gedanken machen über unnötige Sachen, ist es wahrscheinlich schon der grösste Struggle. Gedankenkreisen. Ich glaube, das ist schon das Problem, dass etwas passiert und ich mir so Sorgen mache um Konsequenzen, obwohl es gar noch nicht passiert ist. Simona, was ist deine schönste Gymbegängung?
- 1:20:09Ich glaube, wenn mich mal jemand anspricht und ernsthaft sagt, ich hatte mal jemanden, der zu mir kam und sagte, dass sie wegen mir, wegen dem Gym angefangen hat. Das ist nur einmal passiert. Wegen meinen Videos. Dass sie so inspiriert wurde, sich anzufangen, aber nicht auf den Toxisch, sondern für sich selber und Gesundheit. Da gibt man schon mega viel.
- 1:20:35Es geht nicht nur darum, ob ich einen Personenüberzeugten zu entscheiden habe, sondern es geht vielmehr darum, ob ich bei ihr eine lebensverändernde Veränderung verursache. Das sind für mich die schönsten Begegnungen. Okay, cool. Dann, was unterschätzt Menschen an dir am meisten? Unterschätzen? Mhm.
- 1:20:58Wahrscheinlich. Ich weiss nicht, ob man das denkt oder mich unterschätzt, aber Leute vergessen mich ein paar Mal. Also vergessen, schätzen mich nicht so ehrgeizig. Ich bin mega ehrgeizig. Ein bisschen Kopf hast du dann durch die Wand. Ja, und kompetitiv. Geil. Das ist eine coole Eigenschaft. Ja, das sagst jetzt du. Ich finde es super.
- 1:21:18Wenn man mit mir Spiele spielt, ist es manchmal ein bisschen unangenehm. Aber ich denke, ich bin zwar immer am Strahlen und sage, man sollte Sachen aus der Selbstliebe machen und so, aber wenn ich mal, wenn ich mal Fokus habe, dann wirklich so hässlich reinschaue, so imziehen, dass ich so durch... Also so Bratspiele, dann wirst du zur...
- 1:21:36Nein, also nicht Brettspielen, das ist ja ein Glücksspiel, Glücksspiele nehmen wir nicht raus. Aber ich will etwas erreichen und dann sagt mir jemand, du schaffst das eh nicht. Was man bei mir dann aktiviert, das ist wirklich ungesund. Ich versuche so oft, mir selber auch etwas zu beweisen und das ist natürlich auch ein paar Mal nicht so gut. Aber da unterschätzen Leute, dass das fast ein bisschen zwanghaft ist, dass es auch ein bisschen ungesund sein kann.
- 1:22:01Wenn ich am Umstrahlen bin und dann plötzlich switche, dann unterschätze man das vielleicht ein bisschen. Ja. Cool. Das letzte Mal, wo du zweifelst hast? Also, eine Situation? Die Antwort. Das letzte Mal, wo du zweifelst?
- 1:22:24Wann hast du das letzte Mal gezwifelt? Gerade heute Morgen. Heute Morgen? Wegen was? Ich habe meinen Lebenslauf abgeschickt, um mich für eine Stelle zu bewerben.
- 1:22:33dass ich das jetzt sogar sage. Aber ich habe Zweifel, weil ich so bin, was auf meinem Lebenslauf steht. Ich bin 24 und habe noch nicht viel Arbeitserfahrung. Meine Arbeitserfahrung ist meine Selbstständigkeit. Social Media. Und Social Media, selbstständig, Influencerin, als Arbeitgeber bin ich kompetent genug. Kann ich Verantwortung übernehmen in der Arbeitswelt, wenn ich nichts anderes gemacht habe, als zu lernen mein Leben lang? Das ist ein Zweifel, dass ich
- 1:23:02dass ich manchmal das Gefühl habe, dass ich nicht gut genug bin für gewisse Sachen, weil ich sie noch nie gemacht habe. Dort habe ich mich von meinem Lebenslauf angeschaut und da habe ich mich einfach gelachen mit meiner Kollegin, die mir ihren Lebenslauf gezeigt hat und drei Seiten hat und ich habe nicht drei volle Seiten. Aber ist das normal? Ja, das sagst du jetzt, aber...
- 1:23:26Ich mache mir eben schon Sorgen gemacht, Zweifel gehabt. Ich glaube, das ist normal, aber es sollte mich nicht abhalten vor irgendetwas. Ich stehe zu diesen Zweifeln. Ich habe die so oft.
- 1:23:38Und das sind die Sachen, die du dann auch teilst, Social Media-mässig? Ja, das teile ich jetzt, teile ich in meiner Story. Ich höre auch ein paar Mal von Leuten, die vollscham arbeiten. Ich habe auch von Leuten, die in meinem näheren Umfeld, die meine Meinung natürlich auch mehr schätzen, Social Media ist nicht so ein guter Ort. Und ich bin die, die das fördert und auf dieser Plattform
- 1:24:08Content kreiert. Ich könnte auch für das Gute kämpfen. Und da ist jetzt eben genau da, das ist so eine Unsicherheit von mir, ich bin auf etwas Schlechtes, einfach auf etwas, das vielleicht nicht so positiv ist.
- 1:24:24Und was ist jetzt wichtiger, dass ich versuche, ein guter Mensch zu sein und etwas schlecht zu machen? Oder ist es besser, wenn ich etwas gut mache, aber eigentlich dann ein schlechter Mensch bin? Und mit solchen Fragen habe ich mich schon konfrontiert viel. Ist das eine Plattform, die ich wirklich weiter fördern will? Das sind meine Zweifel im Moment. Und die sind halt schon alltäglich, würde ich sagen. Hast du grosse Unterschiede zwischen den verschiedenen Plattformen, wo irgendwie...
- 1:24:54Ja. Also, es gibt halt Plattformen, die sind nicht darauf ausgelegt, dass du süchtig wirst. Ich glaube, die sind vielleicht weniger. Zum Beispiel? Ja, keine Ahnung. So hilfreiche Plattformen. Sachen ohne Algorithmus. Ich habe das Gefühl, YouTube Shorts gibt es ja auch. Jetzt bin ich gerade selber am Studieren. Was ist das? Eine App, die dich nicht süchtig macht.
- 1:25:23Eine hilfreiche App? Weiss nicht. Notizen-App? Notizen-App? Kein Algorithmus? Ja, okay, gut. Jetzt habe ich gerade kein konkretes Beispiel. Not that bad. Ja. Was bewegt dich am meisten? Oh... Kleine Sachen.
- 1:25:40Ja, man hat gerade die letzte Liste gemacht mit Sachen, die ich mega schön finde, die mich glücklich machen, die ich liebe. Das sind ganz, ganz viele kleine Sachen. Das sind so tolle Sachen. Zum Beispiel, ja, vorher gesagt, das Lachen von einer Person, wenn du ihr ein Kompliment machst.
- 1:25:56So Sachen, das macht mich mit Freude. Das bewegt mich. Wenn du über einen Film redest, den du sehr gerne hast. Filmmusik, Konzert, Filmmusik, Konzert. Diese ganzen Hautmomente. Lieblingsfilm? Ah, da habe ich einen Punkt gerufen. Du schaust gerne... Ja. Ja. Ich habe eine ganze Palette an Lieblingsfilmen. Aber ich glaube, der Film, der existenziell sehr viele Filme macht, ist zum Beispiel «American Beauty».
- 1:26:21Das ist auch ein Film, der sehr philosophisch ist. Sehr schön finde. Aber die Unterhaltung, zum Beispiel, finde ich schon Shank Redemption, die liebe ich auch. Aber ich habe ganz viele Filme gerne. Wirklich so, auch Klassiker. Ich gehe auch viel ins Kino. Zum Beispiel das. Über Sachen reden, die man gerne macht. Da bewegt mich, da finde ich cool. Ich trainiere eine Girls-Mannschaft im Volleyball. Ich bin Coach. Wenn sie Freude haben, dann einen Fortschritt machen und dann einen Punkt machen. Mega cool. Das macht mir Freude, wenn sie Freude haben.
- 1:26:51Es macht mir Freude, ich bin... Gewisse spielen schon in der höchsten Mannschaft, bei den Damen, das sind erst 15. Es macht mir Freude, wenn ich sehe, dass sie dann einen Satz spielen dürfen. Das macht mir Freude. Ich habe das Gefühl, alles was Emotionen beinhaltet... Emotional sieht auch positive aus. Mega viele. Ich glaube, wir werden... Oft hat man das Gefühl, man muss ein wenig abstumpft sein, aber das ist gar nicht so.
- 1:27:18Ja, einfach beide Seiten akzeptieren und der Bewusstsein um die andere Seite. Wie viel mal trainierst du die Mannschaft?
- 1:27:28Einmal pro Woche. Sie spielen auch in anderen Teams und in anderen Trainings. Aber ich hoffe, ich kann das noch lange machen. Das ist eine lustige Story. Ich bin für einen Helfer einsatz eingetragen worden für meinen Verein. Und weil ich mich vergessen habe einzutragen, bin ich in ein Jugendturnier U15 eingetragen worden. Da habe ich das Team dort bekommen. Da dachte ich, muss ich das noch coachen den ganzen Tag? Da haben sie sich irgendwie selber motiviert. Eine mega sympathische, talentierte, junge Girls-Mannschaft.
- 1:27:54Ich mache den Trainerkurs. So gut. Und seitdem bin ich Trainerin für sie. Ich habe ja immer gesagt, ich mache nur Trainerin für sie. Einfach, weil sie so ein tolles Team sind und Potenzial haben und alle wollen. Jeder kommt ins Training, jeder hört mir zu, jeder will besser werden. Und denen mache ich das liebend gerne. Ja. Du machst viele Sachen.
- 1:28:13Ja, das ist einmal pro Woche. Egal, aber es hilft sich ja. Ja, das ist vielleicht so, ich möchte mehrere Sachen gleichzeitig machen, aber ich hoffe, dass es das nächste Jahr noch geht, aber ich weiss eben nicht, je nach Zukunft. Oder was noch kommt. Was würdest du deinem jüngeren Ich sagen? Du bist jung, aber deinem noch jüngeren Ich. 24er-Jähriger. Ja, das ist so klassisch, aber
- 1:28:44Es ist schlussendlich nicht zu viel darüber nachzudenken, was andere Leute von dir denken. Und wenn du darüber nachdenkst, was andere Leute von dir denken, dann nur die Leute, die dir wichtig sind.
- 1:28:54Weil ich glaube, in der Kante im Gymnasium ging es viel mehr darum, cool zu sein. Und dass alle dich irgendwie gerne haben. Im Studium bist du dann viel mehr in deinen Kreisen. Ich habe erst im Studium das geschafft, dass ich einfach zu mir stehe und mich nicht verstellen will. Und
- 1:29:14Ich glaube, das ist eben das, was ich auf Social Media auch sagen möchte. Dass man zu dem stehen sollte, was einem wichtig ist. Und sich nicht schämen sollte für das, wie man ist. Und dann erreichst du die richtigen Leute. Und du willst ja die Leute erreichen, die dir gut tun. Und meine Kolleginnen haben mich von A bis Z immer gesupportet. Und wieso möchte ich es den Leuten recht machen, die ich nie gesehen habe? Nein, voll, ja. Ja, egal.
- 1:29:39Ich glaube, da würde ich sagen. Ich sage es mir heute auch noch. Nicht nur meinem jüngeren Ich. Ich sage es mir auch jetzt noch. Das heisst es nicht immer. Ja. Sione, ich habe noch zwei Fragen. Die erste von diesen zwei ist, was Erfolg für dich bedeutet. Gute Frage. Das Problem ist, ich würde nie an einem Punkt in meinem Leben sagen, ich habe jetzt Erfolg. Why not?
- 1:30:02Ich habe das Gefühl, Erfolg ist nicht so ein Endzustand. Oder so ein Produkt. Ich glaube, Erfolg zu haben, hast du im Prozess. Ja, von der Perspektive her. Darum, ich glaube, Erfolg zu haben, ist, wenn du wahrscheinlich das, was du machst, gerne machst. Ja, fair. Es funktioniert. Und du Zeit und Kapazitäten hast,
- 1:30:26dich selber so hinzugeben. Willst du journalen? Nicht viel. Nicht viel. Aber ich schreibe mir ein paar Mal so Gedanken auf im Notizen-App. Ich finde zum Beispiel, wenn ich journalen oder mir irgendwelche Ziele aufschreibe und die Ziele erreiche, dann ist das für mich ein Erfolg. Aha, so. Ja, ein Erfolg ist sicher, wenn du dir selber Ziele setzt und sie immer wieder erreichst. Das ist natürlich auch ein Erfolg. 25 Kilo mit Klima zu machen, ist ein Erfolg.
- 1:30:54Ja, schon. Das Wort Erfolg hat mich mit erfolgreich verbunden. Die Person ist erfolgreich. Und da versteht man immer anders. Ich persönlich habe jeden Tag 10 Erfolge. Wenn ich denke, ich habe es heute geschafft, das Studio hier zu finden, ohne mich zu verlaufen. Ich habe es heute geschafft, die Münze dort zu bekommen. Kann ich dir deine Geschichte erzählen?
- 1:31:20Also, diese Geschichte muss ich ganz kurz erzählen. Und zwar... Also, Simona kommt rein. Läuft vor Platz. Ich mache ihr die Tür auf. Sie kommt rein. Ich zeige ihr die Location und dann... Was habe ich gesagt? Dann... Das ist eine coole Location, das habe ich gesagt. Da habe ich dich gefragt, hey willst du etwas trinken? Und dann hast du gesagt, hey ich habe eigentlich auch das Mathe bei mir. Aber ich habe das Tüschel mit dieser Münze. Hast du Münze bei dir?
- 1:31:50Jetzt ist der Vorrat auf dem Tisch. Auf jeden Fall nimmt Simona einfach einen Glattaler raus. Heisst, sie hat ein Mathe mit einem Glattaler getäuscht. Das ist ein riesen Erfolg. Zu meiner Verteidigung. Ich war noch nie hier. Ich kannte den Glattaler nicht. Ich dachte, das ist ein Chateau.
- 1:32:10Ja, da sind zwei Jungs zu mir gekommen. Ich muss sagen, zwölfe, keine Ahnung. Sorry, wenn ihr älter gewesen seid. Oder wenn ihr auch nicht... Und dann hat er so einen Chateau in der Hand gehabt. Ich dachte, der ist wahrscheinlich wertlos. Er denkt, das ist nichts. Dann war ich so, was habe ich, was ich dir geben könnte? Da habe ich mein Chateau, das ich gerade gekauft habe. Hey, kann ich euch ein Chateau geben? Dann nehme ich das Chateau schon. Das Chateau ist mega cool, jeder will doch ein Chateau. Ich dachte, kein Ding, da habe ich ein Chateau. Wo kann ich das jetzt wegschießen? Da habe ich keinen Kugel gefunden.
- 1:32:36Und dann bin ich auf und er hat gesagt, ich habe mir mein Smarty, das ich für diese Session geholt habe, gegeben. Ein junger Junge. Schlussendlich meinte er, jetzt habe ich einfach 25 Franken mit dem Glatt. Jetzt kannst du im ganzen Glatt, egal wo, für 25 Franken etwas kaufen. Ja, aber jetzt fühle ich mich schlecht, weil ich nicht wusste, dass der Wert hat. Jetzt habe ich ihm einfach ein Smarty gegeben.
- 1:32:58Oh mein Gott, jetzt habe ich dann einfach etwas beinahe Wertloses. Und ich habe 25 Jahre... Ich dachte, ich mache ihnen einen Gefallen. Ich habe ihnen gesagt, komm, ein Smarty. So geil. Das ist doch... Und ich habe gerade geschaut, ob es eine echte ist. Und es ist eine echte. Also es ist immer noch eine echte. Ja, die denken, ich bin mega fies gewesen.
- 1:33:18Vielleicht sehst du ihn nachher nochmals im Glatt. Jetzt kann ich ihnen kein Atem mehr geben. Dann kann ich ihnen den Glattaler zurückgeben. Herrlich. Glattaler, genau. Ist ein Erfolg. Für dich war es ein Erfolg. Für dich vielleicht ein Misserfolg.
- 1:33:35Warte, andere Perspektiven. Sie haben sich getraut, dich ansprechen. Ist für sie vielleicht ein Riesenerfolg. Ja, und andere Perspektiven. Ich persönlich sehe es nicht als Erfolg, junge Zwölfjährige abzuzocken. Weil, wie du gesagt hast, ich habe ein schlechtes Gewissen bekommen. Ich war in ihnen wirklich so «Ein Smarty? Das ist ein super Deal!» Nein, das konntest du nicht wissen.
- 1:33:57Ja, schon, aber die Perspektive gibt es halt auch. Geld machen ist nicht immer ein Erfolg. Nein, das stimmt. Das ist absolut richtig. Das ist sehr, sehr richtig gesagt. Simona, zur letzten Frage. Und zwar, der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich? Sich selber weiterentwickeln.
- 1:34:23und Sachen lernen. Ich glaube, weiterentwickeln, man denkt immer, man muss irgendwie mega talentiert werden oder skilled werden oder sowas. Für mich ist Weiterentwicklung auch, dass du gewisse Baustellen hast und gewisse Sachen, die du gerne anders hast, dass du an denen schaffst und besser wirst durch Erfahrungen. Wenn man also denkt, die letzten anderthalb Jahre oder zwei Jahre habe ich mega, mega viel gelernt
- 1:34:46Zu allem Möglichen. Und ich bin mega dankbar dafür. Und ich habe auch gewisse Red Flags, die ich auch habe, und Baustellen, an denen ich noch arbeiten möchte. Sachen, die ich jetzt neu in meinem Leben habe, die ich behalten möchte. Für mich ist das weiterentwickelt. Und ich sehe den Prozess von früher, wie stark ich mich weiterentwickelt habe. Ich habe das Gefühl, dadurch bin ich auch etwas ruhiger geworden. Wenn ich darüber drehe, ein bisschen gelassener und ruhiger. Ich freue mich auf das in zwei, drei Jahren, wenn ich noch ein bisschen weiter bin.
- 1:35:16aus vergangenen Fehlern gelernt habe. Ich glaube, das ist für mich Momentum, wenn du selber weiterkommst. Und dann, wenn du weiterkommst, dann bewegt es auch um dich herum. Du bewegt es um dich herum. Du bist eben zuerst ein Mensch und musst zuerst die Einstellungen haben, die Gewohnheit haben und dann kommt alles automatisch. Mega schön erklärt. Vielen Dank für das. Sehr gerne. Los, deine Kamera.
- 1:35:43Wenn du jetzt deiner Community, meiner Community, den Leuten hier draussen etwas auf den Weg mitgeben möchtest, etwas mitteilen, oder einfach etwas erzählen, einen Tipp geben, was auch immer, ist es jetzt. Jetzt ist der Zeitpunkt.
- 1:35:58Okay. Das ist meine Message, die ich immer rausgeben möchte, dass authentisch sein, sich selber zu sein, echt zu sein, immer etwas Schönes ist. Ich glaube, in diesem Zeitalter heute, wir machen es ja selber, wenn wir etwas KI senden oder irgendetwas Fakes. Es bewegt nichts. Es fühlt sich so maschinell an, ohne Emotionen. Ich glaube, Emotionen zu zeigen und zu zeigen, dass einem Sachen wichtig sind, ist etwas Schönes, etwas Begehrenswertes, etwas Tolles.
- 1:36:28Und man sollte sich nie schämen dafür, dass einem Sachen wichtig sind. Du kannst nie verlieren, wenn du zeigst, dass du carres. Ich habe gerade einen Quote gesehen von jemandem, der sagte, die Person, die liebt und fühlt, gewinnt immer. Weil die Person lebt.
- 1:36:45Und das ist meine Einstellung. Ich habe manchmal auch Mühe, mit der Kehrseite zu leben, mit den negativen Sachen zu leben. Aber schlussendlich teile ich diese Ansicht sehr. Und darum bitte ich auf Social Media, solche Inhalte zu vorbereiten, egal um was es geht. Mega schön gesagt, Simona. An dieser Stelle möchte ich mich bei dir mega herzlich bedanken.
- 1:37:09Ich hoffe, es passt für dich und es hat dir gefallen. Super, ich habe ein richtig schönes Gespräch gefunden. Du bist sehr, sehr offen. Ich kann dich als... Ich würde sagen, du bist sehr humble. Findest du? Ich finde, du bist sehr humble. Du bist hochnäsig.
- 1:37:25Nein, nicht hochnäsig, aber ich persönlich habe schon das Gefühl, dass ich dazu stehe, was ich gut kann. Dass ich so, also, was ich auch sage, das war jetzt gut. So humble, bescheiden. Ich würde mich eben nicht... Würdest du sagen, du bist bescheiden? Ich glaube nicht. Nicht? Ja, eben, dass ich das Video gemacht habe mit der sichtbaren Wuhlmuskel. Hey, das ist doch super. Let's go. Zum Glück hast du das gemacht. Das ist doch geil. Hast du das super gemacht. Ich nehme es als Kompliment. Aber ich glaube, meine Kolleginnen würden mich vielleicht nicht als humble...
- 1:37:54Da weiss ich jetzt nicht, vielleicht schon jemand. Vielleicht ist das eben genau humble, dass ich das jetzt so sehe. Dass du es einfach kannst. Auf jeden Fall war es wirklich ein tolles Gespräch. Ich habe es sehr genossen, auch durch den Gesprächsfluss, den wir hatten, wie offen du warst. Und dass du über dein Leben erzählt hast, deine Ziele, deine Gedankengänge offenbaren konntest. Und vor allem, dass du dir einfach Zeit genommen hast, um von Aargau hierher zu kommen.
- 1:38:22um in anderthalb Stunden mehr, fast eine Stunde und drei Viertel, mir ein Gespräch zu führen. Also wirklich ein grosses, grosses Dankeschön dafür.
- 1:38:31Ja, sehr gerne. Danke für die Frage. Es war sehr cool. Danke vielmals. Und an dieser Stelle auch für dich. Danke vielmals, dass du dabei warst. Momentum, dein Podcast, der inspirierende Personen inspirierende Geschichten erzählt. Heute mit Simona. Wirklich ein herzendes Mensch, der extrem viele Sachen macht. Full-Gym-Content, Jura-Content, wo sehr, sehr viele Menschen in ihrem Alltag
- 1:38:54mit ihren Videos und ihren Worten bereichern. Und darum danke vielmals für das. Und wenn du diesen Podcast cool gefunden hast, dann hast du auch noch ein paar Fragen. Vielleicht erkläre ich sie schnell. Es hat eine, die heisst Abonnieren. Wenn du den drückst, verpasst du einfach gar nichts mehr, was auf diesem Kanal läuft. Und vor allem unterstützt es mich, um weiterhin so tolle Menschen wie Simona einladen zu können und dir coole Geschichten bieten zu können.
- 1:39:21Danke für das. Es gibt noch einen, den du liken kannst. Du kannst noch ein bisschen kommentieren, wenn du gerade noch Fragen hast. Auf jeden Fall, vergiss nicht, Simona zu folgen. Sim Salajem. Mega cooler Name, by the way. Ich hätte noch nicht gedacht, dass das mal wichtig wird. Ja, definitiv. Darum alles Gute und bis bald.