Latest / Beyond expectations - the art of mastering life and business / #92 Warum Botox mehr nimmt als Falten
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- Bianca-Maria Klein: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Podcasts Beyond Expectations. Ich freue mich sehr, heute einen Gast bei mir zu haben, nämlich Stefanie Ernst. wir haben eigentlich jetzt schon gesagt, wir müssen jetzt endlich mal auf Rekord drücken, weil wir jetzt schon eigentlich eine halbe Stunde gequatscht haben. Und ich freue mich so, dass du da bist, Stefanie, weil du jetzt schon in ein paar Minuten so eine Energie für mich hier rüber gestrahlt hast. Und ich mache kurze Anmoderationen, aber erstmal ganz schön, dass du da bist. Stephanie Ernst: Wow, was für ein Vorabkompliment direkt mit der Energie. Ich freue mich auch total, dass ich da bin, dass wir uns endlich wiedersehen und dass ich von meinem Herzen das Thema berichten darf. Bianca-Maria Klein: Ja genau, Herzensthema, das Stichwort. Also, Stefanie, du bist, haltet euch alle fest, das ist so ein tolles Thema. Emotionscoach und Ausbilderin für Mimik-Resonanz und M-Trace, Emotionscoaching. Was das alles ist, erzählen wir gleich. Und nur für die, die mich noch nicht kennen, ich lese das immer ein bisschen ab, weil ich mich ja minutiös hier vorbereite. Also Emotionscoach, Ausbilderin, Mimik Resonanz und M-Trace Emotionscoaching. Alles Begriffe, die wir gleich besprechen werden. Ich habe dich tatsächlich, muss ich kurz berichten, auch so kennengelernt und vor allem schätzen gelernt. Wir haben uns in der Ausbildung zur Respektbotschaften bei RIN oder Respekt-Trainerin, so ist es Respekt-Trainerin, mit dem Team von René Bobonus kennengelernt und Warum ich das kurz erzähle, da gab es eine sehr emotionale Übung, die mich sehr in die Emotionen gebracht hat. ich würde sagen, du hast dann so eine Emotionsnotärztin bei mir gemacht und hast mich da wieder rausgeholt. Und ich weiß noch, wir waren uns super sympathisch, haben da ganz schön viel gelacht und viel zusammengearbeitet. Aber da habe ich dich ja noch mal auf eine andere Ebene kennengelernt in deiner professionellen Rolle. Mega, ich werde es nie vergessen, diesen Moment, du mich in kürzester Zeit da wieder aus dieser sehr emotionalen Emotion Stephanie Ernst: Hm. Bianca-Maria Klein: rausgeholt hast und mich sofort wieder so beruhigt hast mit einer ganz kleinen Technik eigentlich nur, die aber sehr tiefgehend war. Und ja, das werde ich nicht vergessen, verbinde ich natürlich mit dir, dass sowas wirklich funktioniert und wie relevant das ist, auch in Situationen mit anderen Menschen, weil da waren ganz viele Leute mich herum. Aber genau das, wie wir uns kennengelernt haben und ich sofort deine Arbeit kennenlaufte. Also du arbeitest ja eigentlich an dem, was viele so im Alltag übersehen und wie ich finde, wie wir nie gelernt haben, umzugehen, nämlich mit Emotionen, die sich entweder im Gesicht ja auch zeigen, die im Körper bei uns spürbar sind und ganz stark unser Verhalten prägen und eigentlich viel mehr als jedes gesprochene Wort. Stephanie Ernst: Genau so ist das. Bianca-Maria Klein: Also wenn ich jetzt so einen Scanner hätte und man beleuchten könnte, wie ich mich gerade fühle, ich meine vielleicht hört man es an der Stimme und ein bisschen an der Mimik, aber da ist ja so ganz viel Aufregung und Herzklopfen, weil ich mich so freue. Also alleine das Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: nennen zu können, finde ich ja schon total schwierig. Aber da gehen wir noch drauf ein. Dann hast du mit deiner, also gemeinsam mit deiner Geschäftspartnerin Christina Linke die Brainbox Academy in Hamburg gegründet. cooler Name außerdem schon, Free Brain Box Academy. Und dort begleitest du oder ihr gemeinsam Coaches, Führungskräfte und andere Menschen dabei, emotionale Signale besser zu erkennen, sich selbst Stephanie Ernst: Mh. Bianca-Maria Klein: und andere tiefer zu verstehen und mit mehr emotionaler Kompetenz in Kontakt zu sein. Stephanie Ernst: Schön, wie du das so sagst, hört sich auch für mich toll an, wenn ich das mal aus dem Munde eines anderen höre. Bianca-Maria Klein: Ja, ja, und ich habe das auch extra so formuliert, weil ich auch darauf eingehen möchte, wie wichtig das im Zusammenhang mit meinem Thema Erwartungsmanagement ist. Wir müssen ja den anderen Stephanie Ernst: Das ist nicht so. Bianca-Maria Klein: wirklich verstehen und auch verstehen, woher kommen denn Erwartungen. Gehen wir auch gleich darauf ein. Aber deswegen finde ich das ja so spannend, unsere Themen, die sich so ergänzen. Aber diese emotionale Kompetenz, die wir einfach nicht lernen. Und das kann man lernen. Und das finde ich so wahnsinnig aufregend und mich begeistert aber in dieser Arbeit. Besonders, dass du halt dahinschaust oder ihr, wo Gespräche spannend werden. Also hinter diese Worte. Wir können ja Dinge sagen, aber sie eigentlich ganz anders fühlen und anders irgendwie rüberbringen. Nämlich da, wo Mime, Körper und dieses innere Erleben eigentlich ehrlicher zeigen, was wirklich los ist. Und ich habe hier nochmal beschrieben, also das bringt ja eigentlich Klarheit in Beziehungen. in Führung. Ich arbeite ganz viel mit Führungskräften und mit Teams zusammen und glaube auch da, diese zwischenmenschliche echte Verbindung entsteht halt, wenn man Emotionen auch benennen kann und erleben kann. Ja, bei sich und bei anderen. Aber noch zu dir, du bist nämlich gleichzeitig Stephanie Ernst: Vor allen Dingen, wenn man sie wahrnehmen kann, auch beim anderen. Ja. Ja, genau. Bianca-Maria Klein: abgesehen davon eine fantastische Frau und ich habe es sehr geliebt mit dir da. dieses Training zu machen. du bist so Mensch mit Wärme, Farbe, ja und ich finde so eine Lebensfreude. Du bist Mutter von zwei erwachsenen Kindern und das fand ich so süß, wie du mir das erzählt hast, Frauchen von deinem Jack Russell Hündchen. Stephanie Ernst: Ja, Sprotte, die ist heute 10 Jahre alt. Die hat Geburtstag heute. Danke. Bianca-Maria Klein: Witzig, ja, herzlichen Glückwunsch. Genau, und du liebst Natur, Sonnenschein, lässt auch andere Menschen an deinem Leben auch so teilhaben, wenn es in die Natur geht. Und ja, du liebst einfach gute Zeit mit Menschen und das spürt man ja sofort. Also Steffi, ich bin super happy, dass du hier bist und wir heute tatsächlich emotional über Emotionen sprechen. Stephanie Ernst: Ach, das ist wirklich ganz, ganz wunderbar. Vielen Dank für diese sehr herzliche, fundierte Anmoderation meiner Person. Ich freue mich ganz toll auf die Fragen, die du mir stellen wirst. Bianca-Maria Klein: Ja, dann starte ich gleich mal. Ich fange mal so an. Du arbeitest ja ganz viel mit Menschen. Die kommen zu dir, weil sie entweder was lernen wollen. Vielleicht liegt ihnen ja auch irgendetwas selber auf dem Herzen, was sie bearbeiten wollen. Aber was sind denn eigentlich die Gefühle oder die Themen, die dir am meisten begegnen, wenn Menschen zu dir kommen oder zu euch kommen? Stephanie Ernst: So und ich denke jetzt mal als erstes ans Einzelcoaching, wenn ich one on one mit Menschen arbeite. Das was mir am häufigsten begegnet ist immer wieder das Thema mangelnder Selbstwert. Und das ist so ein übergreifendes Thema, weil das hat natürlich einen Einfluss auf ganz vieles nach vorne raus. Wenn wir einen mangelnden Selbstwert haben, dann können wir uns in Beziehungen, egal ob es eine Liebesbeziehung ist oder eine Arbeitsbeziehung, dann werden wir nicht für unsere eigene Selbstwirksamkeit gut sorgen können, weil wir ja glauben, ich bin es nicht wert, mich hier für mich selber stark zu machen. Ja, Punkt. Das ist eigentlich Bianca-Maria Klein: Ja. Stephanie Ernst: das Thema, was am häufigsten hinter allem liegt. Bianca-Maria Klein: Ja, kann ich 100 Prozent bestätigen. Interessanterweise bei den tiefsten Business-Themen, wenn es irgendwelche Strategien oder sonst was geht, wenn ich dann Führungskräfte habe, merkt man am Ende, ist das oft eigentlich der Hauptgrund, warum Leute unsicher werden, gestresst sind, überfordert sind, Schwierigkeiten Stephanie Ernst: Okay. Bianca-Maria Klein: in Gesprächen haben, in Konflikte geraten und so weiter. Also bin ich 100 Prozent bei dir. Und jetzt mal ganz plakativ gesagt, ganz banal. Selbstwert. Ja, also du hast ja schon gesagt, ich das Gefühl habe, ich bin es nicht wert. Was hat das mit Emotionen zu tun? Stephanie Ernst: Ja, das ist eine wirklich gute Frage. der Wert, den wir uns selber geben, das ist ja irgendwann entstanden im Leben und ohne dass ich da jetzt zu therapeutisch werden will, aber Prägungen prägen uns. Und unser Gehirn merkt sich ja einfach alles, was wir jemals erlebt haben im Leben. Und irgendwann ist das entstanden, diese Idee, dieser Gedanke über uns selbst, dass wir nicht so wertvoll sind wie vielleicht andere. Und dieser Satz, der macht dann Emotionen. Diese Idee, die zieht Emotionen nach sich. Und ob das jetzt eine Angst ist oder eine Scham oder eine Hilflosigkeit, die dann emotional uns im Griff hat. weil dieser Satz auf dem Regiestuhl sitzt, das ist ganz unterschiedlich bei Menschen. Ja, und... Ja... Bianca-Maria Klein: Kannst du mal ein Beispiel nennen? Weil du sagst Hilflosigkeit, Scham. Das wissen ja einige noch nicht mal, dass das eine Emotionsverbund ist. Stephanie Ernst: Wie meinst du das, dass das emotionsverbunden ist? Ja. Bianca-Maria Klein: Naja, das Scham ist ja eine Emotion. Sich hilflosig zu fühlen oder Angst, hast du, glaube ich, gerade gesagt, das sind Stephanie Ernst: Ja. Ja. Bianca-Maria Klein: ja Emotionen. Viele können ja noch nicht mal benennen, was sind denn eigentlich Emotionen? Freude, Trauer. Stephanie Ernst: Jaja, absolut. Absolut, absolut. Und deswegen hat es auch viel mit Psycho-Education zu tun. In Coachings, aber in den Mimik-Resonanzausbildungen natürlich schon sowieso. Welche Emotionen gibt es überhaupt, die uns steuern können? Menschen haben heutzutage nur noch ganz wenig Wissen darüber. Im Grunde genommen kommen sie zu mir und können einfach nur sagen, es geht mir gut oder es geht mir schlecht. Aber die können das gar nicht differenzieren. Die haben gar keine Namen mehr dafür. Oder Menschen sagen auch gerne, ja das stresst mich. Aber Stress, ist eine Pseudoemotion. Das ist etwas sehr Übergreifendes. Und es ist einfach ein krasser Unterschied. Ja, macht es dich traurig? Macht es dich ängstlich? Oder macht es dich wütend? Ja, genau. Und es gibt so zwölf Primäremotionen, von denen sich sieben rein miemisch zeigen können. Aber ich drifte jetzt ab. Du wolltest ja, dass... Bianca-Maria Klein: Nee, nee, ich find's schon super. Drift immer ruhig. Stephanie Ernst: Ich drifte ruhig? Okay, alles klaro. Und im Coaching schaue ich halt sehr genau, was zeigt sich miemisch bei meinem Gegenüber. Ja, weil unsere Emotionen sind immer schneller als unser Verstand. Und das ist das, was du vorhin gesagt hast, mit dem das gesprochene Wort sagt ja häufig nicht die eigentliche Wahrheit, die dahinter liegt. Und manchmal sind sich Menschen dessen gar nicht bewusst und manchmal wollen sie es gerne verdecken mit Worten. Aber wenn wir achtsam sind und sehr genau wahrnehmen, was zeigt sich körpersprachlich, dann können wir das Eigentliche erkennen. Weil in sogenannten Mikroexpressionen wird sich jede Regung im Gesicht zeigen. Und wir sagen immer so schön, die Mimik ist die Bühne unserer Emotionen. Weil da zeigt sich alles. Und wenn wir trainieren, das wieder wahrzunehmen, dann können wir auch tiefer in Gespräche mit unserem Gegenüber einfach kommen. Genau, jetzt haben wir mich ganz schön in einem Monolog verloren, ne? Bianca-Maria Klein: Nein, nein, nein, nein, das ist super, wir fallen gleich vier, fünf Fragen ein. Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: Aber ich folge ja auch immer so bisschen meinen Impuls. Ich muss dir eine lustige Geschichte erzählen, weil du das gerade Stephanie Ernst: Ja. Bianca-Maria Klein: sagtest. Ich habe vor vielen Jahren das erste Mal ausprobiert, meine Stirn zu botoxen. Das einmal gemacht, weil meine damalige Bermatologin, die sahen alle tipptopp aus, damals in München, eine ganz tolle Praxis und so. Ich war da wegen was ganz Anderem, aber die sahen alle so toll aus. Dann habe ich gedacht, möchte auch so eine Stirn haben Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: und dann habe ich das einmal ausprobiert, weil ich bin ja auch immer, ich will immer mitreden können und ich möchte also im Sinne von, ich kann das ja nicht beurteilen, wenn ich das noch nie gemacht habe. Ich probiere gerne Dinge aus und dann habe ich das gemacht, fand es mega. Ich wie geil, stand da immer vorm Spiegel und dachte wie cool. In dem gleichen Zusammenhang habe ich das erste Mal mich mehr mit Mimik, also Mikro-Mimik beschäftigt Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: und da habe ich festgestellt, krass, das fällt ja komplett weg. Stephanie Ernst: Na, spannend, ja? Bianca-Maria Klein: Und mir ist aufgefallen, dass ich ab dem Zeitpunkt viel mehr darauf geachtet habe, welche Menschen Botox sind. Und festgestellt, Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: es gibt Leute, die es so sehr haben, dass ich ja gar nicht identifizieren kann, was im Gesichtsausdruck haben die gerade. war bei Stephanie Ernst: Mh... mh... Bianca-Maria Klein: einer ganz extremen Verkäuferin in einem Laden, wo ich in der Nähe gewohnt habe. Und ich hatte immer den Eindruck, die sieht immer aus, als würde sie gleich anfangen zu weinen. Stephanie Ernst: Ja. Bianca-Maria Klein: war einfach ganz schlecht. hatte einfach irgendwie was machen lassen. Das war nicht gut. Stephanie Ernst: Mhm. Mhm. Ja. Bianca-Maria Klein: passte nicht zu dem, was sie da gerade sagte. Und warum ich das jetzt so aushole, ist, weil ich seitdem immer wieder sage, passt mit diesem Kram auf, weil wir verlieren unsere Mimik. Und diese Mini-Bewegung hier oben, Stephanie Ernst: Ja, und das ist gruselig. Bianca-Maria Klein: diese Mini, klar, das sieht nicht toll aus, dass da oben Falten sind, aber da verlieren wir an Natürlichkeit und jeder spricht von Authentizität und wir müssen... Naber werden und mit uns gegenüber besser in Kontakt treten, das macht einen Unterschied. Seitdem bin ich Stephanie Ernst: Ja, ja genau. Bianca-Maria Klein: Botox-free, aber auch wirklich aus Überzeugung, obwohl ich manchmal auch denke, Mensch toll, das macht noch was mit uns Menschen. Stephanie Ernst: Nee. Absolut. Und weißt du was? Es macht mit beiden Seiten was. Es macht etwas mit uns, wenn wir in solche Gesichter gucken, bei denen sich nichts mehr bewegt. Das löst große Unsicherheit bei uns aus, weil das ist ja tief steinzeitlich in uns verankert, den anderen lesen zu können. In der Steinzeit war das überlebenswichtig. Wenn wir da jemandem begegnet sind und wir wussten, Das ist unser Freund, das war schon geklärt, Freund-Feind. Der stand uns gegenüber und hat Angst im Gesicht gezeigt. Dann wussten wir, hinter uns ist der Säbelzahntiger und wir sollten ganz schnell die Beine in die Hand nehmen und laufen. genau. So, aber genau so, und das ist fast das Interessantere, macht es mit uns etwas, wenn wir gebotoxt sind. Weil das wird ja normalerweise, wie du auch selber gesagt hast, hier in den Korrogatormuskel, das ist der Muskel in der Stirn, der dafür sorgt, ob wir unsere Augenbrauen bewegen können oder nicht. Da wird ja das Nervengift reingespritzt und tatsächlich können wir dann weniger die Augenbrauen bewegen. Und unser Gehirn kriegt das sogenannte Facial Feedback nicht. Weil natürlicherweise, wenn wir in Trauer gehen, sich die Augenbrauen nach oben mittig zusammen. Wenn wir in Ärger gehen, ziehen sie sich nach unten mittig zusammen. Bei Angst entsteht so eine Welle. Und wenn das einfach rein technisch nicht mehr möglich ist, fehlt das Facial Feedback und wir fühlen weniger. Ja, also deswegen wird das ja auch in der Depressionstherapie tatsächlich eingesetzt. Bianca-Maria Klein: bewusst therapeutisch, Trauergefühle zu supprimieren. Interessant. Das wusste ich gar nicht. Das wusste ich nicht. Ach, sehr spannend. Stephanie Ernst: Genau. Bianca-Maria Klein: Jetzt sind wir schon gleich ganz tief drin. Aber ist das nicht krass, dass das wissen wir doch gar nicht? Das wird Stephanie Ernst: Nein. Bianca-Maria Klein: ja in der ganzen Schönheitsgeschichte gar nicht benannt, dass man damit ja sich selber auch eigentlich wehtut, im wahrsten Sinne. Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: dass wir dadurch weniger fühlen können, ja eigentlich. Und Stephanie Ernst: Ja. Ja. Bianca-Maria Klein: klar, wenn wir zu viel fühlen wie in Depressionen, finde ich spannend, dass du das erwähnst, es wahrscheinlich auch keine Standardtherapie, aber so. Jetzt noch mal zurück zu der Frage. Das heißt ja, wenn jemand kommt und sagt, ich fühle mich schlecht. Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: Gut, schlecht. Und wir versuchen, das zu benennen. kannst du alleine auf dein Grund deine Ausbildung wahrscheinlich mehr erkennen als jemand das zu dir sagt, richtig? Okay. Und Stephanie Ernst: Absolut, absolut, genau. Und das ist ja auch das, man im Mimik-Resonanz-Training tatsächlich lernt. bedeuten welche Zeichen im Gesicht? Und zwar treffsicher. und da liegt ja sehr viel wissenschaftliche Forschung dahinter. Das Mimik-Resonanz-Konzept ist entstanden auf den Spuren von zwei amerikanischen Psychologen. Paul Eggman und Wallace Friesen, vielleicht hast du von denen schon mal gehört. Der Paul Eggman hat auch eigene Ausbildungen angeboten und aus Amerika ist das dann rübergeschwappt zu uns nach Deutschland und Dirk Eilert in Berlin hat auf dem Ansatz angesetzt und hat aber auch noch zusätzlich zur Mimik den Rest der Körpersprache mit reingenommen und darüber das Mimik-Resonanzkonzept entwickelt, für das wir Lehrtrainer sind. Bianca-Maria Klein: Ja, und das heißt also ihr, und jetzt gehe ich nochmal an die Eingangsfrage. Wenn Menschen zu dir kommen und sagen, Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: ich brauche da deine Unterstützung und du sagst, es ist selbstwert, Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: der fehlt. Oder sie sagen, sie beschreiben es wahrscheinlich nicht so, weil die wenigstens können ja das so benennen. Stephanie Ernst: Hmhmhm. Bianca-Maria Klein: Wenn wir jetzt die Brücke schlagen von mangelndem Selbstwert. zu, okay, da sind Emotionen, die wir noch nicht so ganz benennen können, aber es ist entweder Furcht, Angst, ja Freude, die man aber irgendwie nicht ausdrücken kann, weil man im falschen Umfeld ist, also you name it. Was macht ihr dann? Jetzt bin ich mal bei deiner Arbeit gleich. Wie funktioniert das? Wie stelle ich mir das vor? Stephanie Ernst: Ja, Ja, ja. Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht Mimik Resonanz mit M-Trace vermischen, sozusagen, mit dem Emotionscoaching. Bianca-Maria Klein: Genau, genau, es sind zwei Wege. Stephanie Ernst: Ja, genau. Also, es ist so. Genau wie du sagst, die wenigsten kommen und sagen, hallo, Frau Ernst, ich hab so einen geringen Selbstwert und daran möchte ich arbeiten. sondern es sind Situationen im Außen, sich zeigen. Ich sag mal, ist so etwas wie immer in Gehaltsgesprächen traue ich mich nicht, mich für mich selber gerade zu machen. Und dann würde ich mit der Situation einsteigen, mit der Klientin oder dem Klienten und sehr genau beobachten, was zeigt sich da mimisch, körpersprachlich, während sie mir davon erzählt. Ja, und das würde ich feedbacken. Manchmal passt das ja auch zum gesprochenen Wort, aber manchmal eben auch nicht. Weil es gibt sogenannte schwache Emotionen, wo Menschen sagen, das will ich gar nicht so gerne preisgeben. Ich hatte mal, das ist eigentlich eine lustige Geschichte, eine männliche Führungskraft bei mir. Und der hat zu mir gesagt, ja, und das Das macht mich immer so wütend, wenn die dann so und so reagieren, meine Mitarbeiter. Und ich habe überhaupt keine Wut in seinem Gesicht ausmachen können, sondern die Augenbrauen waren in so einer Welle, das ist die sogenannte Angstwelle. Und ich habe dann zu ihm gesagt, Herr XY, sind Sie sich sicher, dass das Wut ist, die Sie da empfinden? Weil ich habe den Eindruck, es ist was anderes. Und dann geriet er so bisschen in Unsicherheit und sagte, ja, ja, könnte schon sein. Und dann habe ich gesagt, darf ich das einfach mal benennen, was ich gesehen habe? Ja, ja. Und dann sagte ich, ich habe den Eindruck, das macht ihn Angst. Daraufhin hat er gesagt, nee, Frau Ernst, also Angst macht mir das jetzt wirklich nicht. Aber wenn Sie es so sagen, ja, es besorgt mich schon. Und Sorge ist eine geringe Form von Angst. Das gehört da rein in die Angstfamilie. Also das war ein Treffer. Es war einfach von der Intensität nicht richtig benannt. Und dann konnten wir auf der Angstspur weiterarbeiten. Weil dann stelle ich die Frage, wie kommen Sie sich dann vor in der Situation? Was denken Sie da über sich selbst? Und dann haben wir den Glaubenssatz. Und daran kannst du dann erkennen, okay, hat das jetzt was mit Selbstwert zu tun und wo soll die Reise hingehen? Bianca-Maria Klein: Erklär kurz Glaubenssatz bitte, Stefanie, für die, das erst einmal hören. Stephanie Ernst: Ja, weißt du was? Glaubens heißt es im Grunde genommen, das was der Name sagt, was glaube ich über mich selbst in dem Moment? und wenn wir und diese Gedanken, die passieren ja ganz schnell und die sind uns gar nicht bewusst, die agieren aus dem sogenannten Unbewussten, was ja sowieso viel mächtiger, viel weiser, viel zuverlässiger ist als unser bewusster Verstand. der ja nur so eine Art Spitze des Eisbergs ist, auch wenn wir das so gar nicht glauben wollen und mögen. Genau, und an so einem Satz, und ich sag mal, wenn jemand dann vielleicht in dem Moment glaubt, ich bin hilflos, hängen dann ja wieder Emotionen dran, die uns steuern, die bei uns etwas auslösen, eine Körperreaktion, weitere Gedanken und so weiter. Und die lösen wir im Emotionscoaching auf. Aber lass uns nicht verheddern im Emotionscoaching, weil wir wollen ja bei Mimik Resonanz bleiben. Mimik Resonanz ist für Emotionscoaches eine essentielle Fähigkeit. Ja, das ist grob fahrlässig, das nicht zu können. Deswegen ist das auch ein kleiner Teil der Emotionscoach Ausbildung ist schon, dass du auch ich sag mal so eine Basis, ein Basiswissen von Mimik Resonanz hast. Aber es ist auch außerhalb des Coaching-Bereichs super interessant, das zu beherrschen und deswegen bringen Menschen diese Trainings auch so viel Spaß, wenn wir in Unternehmen unterwegs sind und Führungskräfte oder Teams trainieren im Erlernen von dieser stillen Sprache, sag ich mal. weil du kannst es im Privatbereich einsetzen, was unheimlich viel Spaß macht. Du erfährst viel über dich selbst als Menschen, wie Emotionen dich steuern und warum wir überhaupt Emotionen haben, wofür es überhaupt gut ist, Emotionen zu haben. Und du kannst es halt genau, wie ich gesagt habe, im Privaten einsetzen, aber auch im Beruflichen. Und das ist so freudvoll, wenn wir dann manchmal mit einem großen Abstand wieder in die Teams reingehen, zu sehen, was für eine andere Stimmung, für ein anderer Vibe da einfach auf einmal ist. Bianca-Maria Klein: Ja, ja. Und ich glaube, Stefanie, dass es auch wichtig ist, man muss ja gar nicht, so wie du als Coach und mit jahrelanger Erfahrung, sofort benennen können. Sondern ich Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: glaube, der erste Schritt ist auch, und da bin ich so ein bisschen auch bei meiner Arbeit, den anderen wirklich zu sehen. Da sind wir auch beim Wort Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: Respekt, den anderen zu sehen. Und wenn du den anderen siehst und wahrnimmst, was bei ihm im Gesicht passiert oder in der Körpersprache, kannst du ja auch viel bessere Fragen stellen. Du Stephanie Ernst: Ganz genau das. Bianca-Maria Klein: musst ja nicht selber sagen, ach, ich sehe jetzt so, wie du es eben erklärt hast, da könnte Angst sein. Du kannst ja alleine schon fragen, was macht das gerade mit dir? Oder Stephanie Ernst: Ja. Bianca-Maria Klein: ich sehe gerade, da ist eine Veränderung in deinem Gesicht. Also das sind ja kleine Dinge, wo du dem anderen auch schon vermittelst, du ich beobachte dich, jetzt ohne dass das Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: unheimlich klingt, sondern ich sehe dich. Also in meinem Coaching oft sage ich dann so, ich sehe es berührt dich. Stephanie Ernst: Wir gehen noch. Bianca-Maria Klein: und berühren ist, wenn die dann glasige Augen kriegen, während sie sprechen und du merkst, da irgendwas ist da in eine Regung und da kann man nachfragen, weil das Stephanie Ernst: Mhm. Ja. Bianca-Maria Klein: erzeugt allein Respekt, dass man fragt. Stephanie Ernst: Ja, absolut. Menschen wollen verstanden werden. Das ist ein Grundbedürfnis. Und Wertschätzung ist das, was in vielen Unternehmen beklagt wird, dass das im Mangel ist. Und auf diese Weise miteinander zu kommunizieren, weil Mimik Resonanz im Unternehmenskontext ist nichts anderes als ein Kommunikationstraining, Bianca-Maria Klein: Genau. Stephanie Ernst: das macht so viel im Miteinander und wir sagen immer, hey Leute, verstehen kommt vor verstanden werden in dem Zusammenhang. Und wir Menschen neigen ja so sehr dazu zuzuhören, den Slot zu finden, wo wir unseres dann reinwerfen können. Und wir trainieren auch ein bisschen eine andere Haltung, sich selber erst mal zurückzunehmen und sehr neugierig zu erforschen, was ist bei dem anderen da los. Genau. Bianca-Maria Klein: Und was glaubst du denn ist denn eigentlich der der sozusagen häufigste Irrtum über Emotionen? Weil du sagtest Stephanie Ernst: Hmm? Bianca-Maria Klein: ja gerade eigentlich können viele nur sagen schlecht gut und viele behaupten auch gerade auch so im sozusagen harten Business Kontext. Ja hier viel zu viele Emotionen, viel zu weich und so. Das ist ja auch so ein Glaubenssatz bei ganz vielen, Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: so Emotionen bedeutet weich sein, schwach sein. Aber Stephanie Ernst: Mhm. Mhm. Bianca-Maria Klein: deswegen, ist denn da der, also einmal, was ist der Irrtum und woher kommt der eigentlich? Stephanie Ernst: Also der Irrtum ist der, es gäbe negative Emotionen. Emotionen, die wollen etwas Gutes für uns, die wollen dafür sorgen, dass wir unsere Bedürfnisse erfüllt bekommen. Jede Emotion steht für die Erfüllung eines bestimmten Bedürfnisses. Manche Emotionen fühlen sich unangenehm an in dem Moment. Und das ist immer ein Hinweisschild auf ein Bedürfnis ist gerade nicht erfüllt bei mir. Also Emotionen, die die wollen dafür sorgen, dass du dieses Bedürfnis erfüllt bekommst. Die sind wie so eine Art nerviges Telefon, was so lange klingelt, bis du rangehst. genau. Bianca-Maria Klein: Ja, schönes Bild. Stephanie Ernst: genau. So und deswegen So wie im Volksmund so gesagt wird, ja, eine negative Emotion, eine positive Emotion. Da stellen sich mir die Nackenhaare auf. Nein, alle Emotionen sind grundsätzlich gut. Die wollen für dich arbeiten. Nur in dem Moment, wo wir sie nicht wahrnehmen und nicht für das Bedürfnis dahinter sorgen, geraten die in ihre Dissfunktion und können uns blockieren. Und ich sag mal ein Beispiel, eine Angst. Oft kommen Leute zu mir ins Coaching und sagen, Frau Ernst, machen Sie die Angst weg. Und dann sag ich, wenn wir die rausnehmen aus dem Emotionsteam, dann fehlt Ihnen der Mitspieler, der für Sicherheit sorgt. Ja, weil das ist das Bedürfnis, was Angst uns erfüllen möchte, dass wir in Sicherheit sind. Ja, wenn wir die Angst rausnehmen würden, dann würden wir nicht mal nach rechts und links gucken beim Straße überqueren. Also keine gute Idee. Nur wenn die Angst in ihrer Dysfunktion ist, wenn die uns blockiert, dann hat die Angst die Idee, dass überall ein Säbelzahntiger lauert. Und dann sorgt die irgendwann dafür, dass sie sagt, am besten gar nicht mehr aus dem Haus, weil Gefahr ist überall. Und das ist irrational dann. Und da sorgen wir dann dafür, dass die Angst wieder in ihrer Funktion arbeiten kann und wir klar unterscheiden können, dass es eine echte Gefahr Und dieses hier ist just in my mind. Bianca-Maria Klein: Das heißt also, der Irrtum ist eigentlich zu sagen, es gibt schlechte Emotionen und der Irrtum Stephanie Ernst: Ja, ja. Bianca-Maria Klein: ist die Emotionen, die wir sich nicht wirklich gut anfühlen oder die einem so bisschen eigentlich hinter die Kulissen gucken lassen müssten, die kann man wegmachen. ist auch ein Irrtum. Stephanie Ernst: Ja, ja, das ist auch ein Irrtum. Man kann Bianca-Maria Klein: Ja. Stephanie Ernst: die einfach nur in ihrer Funktion wieder regulieren. Und da gibt es auch genug Techniken, wie man das selber machen kann, so im täglichen, wenn man das Gefühl hat, hier überrollt mich gerade was und wenn man das auf die Weise nicht hinbekommt, dann ist ein Coaching auf jeden Fall ratsam, sag ich mal. Und du hast ja auch noch gefragt, Bianca, Warum ist das so, dass Emotionen häufig als etwas, das hat hier nichts zu suchen im Unternehmen und so weiter angesehen wird? Weißt du, heutzutage haben wir so viel Wissen darüber und das ist Gold wert. Weil emotional sein hat mit Menschsein zu tun und eigentlich ist es geradezu dämlich, sich kein Wissen anzueignen. weil das ist ein bisschen auch wie eine Gebrauchsanleitung für uns selbst, Wissen darüber zu haben. Aber in den Generationen vor uns war, sag ich mal, Zeit dafür da, sich damit zu beschäftigen, weil da ging es ums nackte Überleben zum Teil. Und auch das Know-how war einfach noch gar nicht da. Was wir heute übers Gehirn wissen, die Neuro-Wissenschaft, das ist ja noch eine relativ junge Wissenschaft. Und was da in den letzten 10, 20 Jahren auch über bildgebende Verfahren so ans Tageslicht gekommen ist, das ist krass toll und das gab es halt damals noch nicht. Und wir werden das alle aus unserer Kindheit kennen, zumindest die, die so in meiner Generation sind. Da haben wir so Sprüche mitgekriegt wie Indianer Herz kennt keinen Schmerz und sei doch nicht so mädchenhaft und weine hier jetzt rum. Ja, also diese Emotionen, die sollten auch weggedeckelt werden. Bianca-Maria Klein: Weil, was glaubst du, was ist eigentlich der Grund, abgesehen von überleben, dass man natürlich Stephanie Ernst: Hmm... Bianca-Maria Klein: jetzt, wenn die Bomben fallen, kannst du dir jetzt nicht überlegen, ach mein Gott, ist jetzt mein Selbstwert gefährdet oder nicht. Stephanie Ernst: Ja, Bianca-Maria Klein: Jetzt Extremsbeispiel. Aber ansonsten, Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: weil, warum passiert es eigentlich, dass man auch immer noch, ich würde sagen in vielen Bereichen immer noch, ich habe auch gestern gerade ein Gespräch mit jemandem geführt, wo ich ganz stark gemerkt habe, der lebt in dieser Welt noch immer private Probleme, die gehören nicht in den Job und die Leute Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: sollen sich zusammenreißen und hier sind sozusagen Kunden die erste wichtige Stelle, da hat das nichts damit zu tun, ob du deine Mutter pflegen musst, also so ganz hart. Deswegen, das lebt ja immer noch in unserer Stephanie Ernst: Mhm. Na ja, wa... Bianca-Maria Klein: Gesellschaft, dieses Emotionen, Weichheit, Schwäche, alles wegdrängen. Aber was ist der Sinn? Warum glauben wir eigentlich, dass das nicht viel mehr in den Vordergrund dürfte? Stephanie Ernst: Ich glaube, das hat wirklich mit Generationsübertragungsthemen zu tun, weil das kommt noch aus der preußischen Zeit. Nur die Harten kommen in Garten. Bianca-Maria Klein: Genau. Stephanie Ernst: Genau. Das haben Großeltern den Eltern übertragen, die Eltern den Kindern, bis da irgendjemand mal kommt und sagt, das möchte ich aber so nicht mehr. Ich habe andere Ideen darüber. Das sind dann wirklich die sogenannten Generation Game Changer. Davon gibt es mehr und mehr. Ich sehe das in den Coachings, dass das für die Generation zwischen 20 und 30 viel mehr normal ist, zu einem Code zu gehen und diese Themen zu beleuchten, als es für die Älteren ist. Ja, da ist noch viel, ich muss das alleine schaffen, ich darf keine Hilfe annehmen und so weiter. Und das hat mit Prägungen zu tun. Bianca-Maria Klein: Ja, okay, ja, glaube ich tatsächlich auch. Und ich glaube immer mehr und ich lese auch gerade auch tatsächlich interessante Bücher, die das wissenschaftlich belegen, was so eine Ressource das ist. Du sagst gerade, also die Neurowissenschaft, aber die Ressource, wenn Menschen diese Emotionen lesen können, benennen können, verstehen können, mit anderen ganz anders auf der emotionalen Ebene in Kontakt treten können. was einen unglaublich wichtigen Impact das wirklich auch aufs Business hat. Also Führungskräfte, die das können Stephanie Ernst: Ja. Bianca-Maria Klein: und Teams ganz anders auch führen können und agieren können auch gewisse Bedürfnisse von ihren Mitarbeitenden. Stephanie Ernst: Ja. Bianca-Maria Klein: Das weiß man ist ein Erfolgs, jetzt nicht Garant, aber es ist ein Erfolgsressource. Deswegen finde ich ja deine Arbeit so, so, so wichtig. Stephanie Ernst: Ich stolz. Bianca-Maria Klein: dass wir mehr davon auch ausbilden an Leuten, die das können. Und du sagst, das macht auch Spaß, abgesehen davon. Stephanie Ernst: Ja, Ja, total, total. Also, weißt du, mir fallen mehrere Dinge dazu ein, die ich sagen mag. Zum einen ist es so, und auch das hat die Forschung belegt, wenn wir etwas konkret benennen können, was das Stressgefühl bei uns auslöst, dann fährt das Stresslevel im Gehirn sofort runter. Ja, also wenn wir nicht sagen, das stresst mich, sondern wenn wir sagen, das macht mir Angst. Das löst sofort Erleichterung aus. Oder das macht mich traurig. Oder das macht Ärger bei mir. Wenn wir das treffsicher benennen können, dann beruhigt sich schon das Stressnetzwerk. Daran sieht man schon, wie wichtig diese Art der Psycho-Education ist. Benenne das, was du da glaubst zu spüren. Und jetzt habe ich den Faden verloren, was das zweite war, was ich sagen wollte. Ach doch, ich weiß es wieder. Ich weiß Bianca-Maria Klein: Das macht nichts. Ja. Stephanie Ernst: es wieder. Genau, warum das im Arbeitskontext eben auch so wichtig ist. Es hat mit dem zu tun, was ich vorhin gesagt habe. Menschen fühlen sich wertgeschätzt, wenn sie sich wahrgenommen fühlen. Und wir sind zum Teil in Branchen unterwegs mit Mimik-Resonanz-Trainings. wo eine hohe Fluktuation ist, wo ein Mitarbeiterwechsel ist, der natürlich nicht gut ist für die Firmen, weil immer dann, wenn sozusagen das Wissen aufgebaut ist, dann wandern die weiter. Und das sind so Medienbranchen. Du weißt ja, dass ich selber früher aus der Werbung komme und deswegen haben wir natürlich eine Menge Kunden aus dem Bereich. Und es hat sich gezeigt, allerdings auch belegt ist die Forschung wieder, dass Führungskräfte, das beherrschen, ihre Mitarbeiter auf diese Weise empathisch wahrzunehmen und die in der Lage sind, das ressourcenvoll anzusprechen, dass die Fluktuation abnimmt, dass Mitarbeiter gerne bleiben mögen. Weil Menschen kündigen meistens nicht dem Unternehmen, sondern die kündigen ihrem direkten Vorgesetzten. Bianca-Maria Klein: Ja, zu 100 Prozent. Da gibt es genug Zahlen zu und ich kann das wirklich nur unterstreichen. Und dann sind wir auch ein bisschen in einem Thema Konfliktmanagement oder jetzt mein Thema Erwartungsmanagement. Denn das, du gerade beschreibst, dieses Benennen können, was es mit einem macht oder was man selber fühlt oder was man für ein Bedürfnis hat, das auszusprechen. Und ich bin ja der Meinung, dass die meisten, also eigentlich alle Konflikte im Ursprung haben. unausgesprochene Erwartungen, unerfüllte Erwartungen, unklare Erwartungen. Und wenn wir da ansetzen, bei uns selber erst mal genau wie du sagst, benennen zu können, was ist es denn gerade, was mich stresst, was mir Angst macht, das versuchen so auszudrücken, dass du auch zum Beispiel in einer Konfliktsituation nicht den anderen dafür verantwortlich machst, was du fühlst. Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: Ja, sondern eigentlich ich fühle, weil ich fühle. Ich kann ja nicht jetzt fühlen, weil Stefanie irgendwas sagt eigentlich, sondern es ist ja du sagst was und es macht was mit mir. Und Stephanie Ernst: Genau. Bianca-Maria Klein: das haben wir ja auch nicht gelernt. Wir sagen ja immer mal du bist so, du machst mich wütend. Du stress mich. Du verletzt mich. Das sind ja auch schon mal alleine in unserem Wording, also in unserer Sprache, dass wir da ganz anders mal drauf schauen, dass wir sagen Ja, das, du gesagt hast, verletzt mich, weil da da da da. Stephanie Ernst: Mh. Bianca-Maria Klein: Also da fängt es ja schon an. Und ich glaube, was du beschreibst, ist, wenn Führungskräfte lernen, Teams auch zum Beispiel Konflikte viel schneller zu erkennen, weil man Dinge benennen darf Stephanie Ernst: Mh. Bianca-Maria Klein: und benennen kann, sinkt ja die Angst vor Konflikten, sinkt die Angst vor Konfrontationen, wenn man anderer Meinung ist. Also diese psychologische Sicherheit steigt, wenn Führungskräfte Emotionen erkennen und benennen können, auch bei sich selbst. Stephanie Ernst: Ja. Ja. Und weißt du, was du eben gesagt hast, die psychologische Sicherheit steigt? Sicherheit ist unser tiefstes Bedürfnis. Und wenn das nicht da ist, Gefühl von ich bin hier safe, das ausdrücken zu können, was wirklich da ist, dann geht es uns nicht gut. Ja, und es geht nicht darum. Und das möchte ich wirklich noch mal betonen. dass in Unternehmen jetzt auf einmal so eine Vichy Vachy Weichheitssprache wie in therapeutischen oder Coaching Kontexten eingesetzt wird, sondern es geht wirklich Wahrnehmung und darum, gute Worte dafür an die Hand zu bekommen. Wie kann ich das verbalisieren, was ich da so sehe? Weil... Es ist einfach ein krasser Unterschied, wenn wir als Führungskraft glauben, ach der ist jetzt richtig wütend über das, was ich gesagt habe, aber in Wahrheit ist der andere krass traurig darüber. Das ist ein immenser Unterschied. Und nicht nur für uns als Führungskraft in unserer Denke, sondern eben besonders auch bei dem Mitarbeiter. Und das wahrnehmen zu können und dann mit dem ins Gespräch zu gehen darüber, das macht den Unterschied. Bianca-Maria Klein: Ja, und ich finde gerade bei Trauer und Wut, dazu, wenn man das nämlich unterscheiden kann Stephanie Ernst: Mh! Bianca-Maria Klein: und du weißt, was ist die Konsequenz von Trauer, ist meistens Rückzug und sich zumachen, versus Stephanie Ernst: Mhm. Mhm. Mhm. Bianca-Maria Klein: Wut, die eine Energie ist und rausgeht, also eine Führungskraft unterscheiden kann. Ich habe jemanden wütend gemacht, was teilweise ja besser wäre, weil da kommt wahrscheinlich eine Reaktion. Stephanie Ernst: Ja. Bianca-Maria Klein: Man traut sich auch wütend zu sein, ist viel in Anführungsstrichen, als wenn jemand traurig wird auf das, was ich gesagt habe, sich Stephanie Ernst: mehr. Bianca-Maria Klein: zurückzieht, dann am besten noch passiver wird als in einer Wut. Und das ist ja Stephanie Ernst: Ja, ja. Bianca-Maria Klein: eine, genau das meine ich, man, egal in welcher Beziehung, auch zu Hause bei sich mit dem Partner, wenn man erkennen kann, was passiert denn eigentlich gerade bei dem, und dann in ein Gespräch geht und nicht einfach sagt, ja, da ist jetzt eins von beiden, aber es mir eigentlich egal. muss er selber mit klarkommen. ist ja auch das, passiert in Konflikten. Stephanie Ernst: Und absolut, und weißt du, ganz pragmatisch gesagt, emotionale Übersteuerungen aufzulösen. Dadurch, dass man darüber spricht, kommt schlussendlich dem Unternehmen zugute, weil dann kann der Mitarbeiter auch wieder seinen Verstand einsetzen und gute Arbeit leisten. Ja, weil überschäumende Emotionen sorgen dafür, dass wir nicht mehr gut denken können. Stress macht dumm im wahrsten Sinne des Wortes. Ja, weil... ja. Bianca-Maria Klein: Total, Und dumm, lähmend und da sind wir wieder beim Selbstwert und reduziert halt das, was du eigentlich ausrichten könntest, wo du wirksam sein könntest. Ich möchte noch mal Stephanie Ernst: Genau. Genau das. Bianca-Maria Klein: kurz zurückgehen zu Beginn, weil du sagtest, ganz wichtig, dass man die zwei Dinge unterscheidet. Also das eine ist die Mimik-Resonanz. Da reden wir hauptsächlich vom Gesicht, von der Mimik, aber auch Körpersprache. Stephanie Ernst: Und der Gesamtkörpersprache. Bianca-Maria Klein: Und das andere ist M-Trace. Emotionscoaching. Du bildest in beiden oder ihr bildet in beiden aus. Stephanie Ernst: Mhm, ja, genau. Bianca-Maria Klein: Wenn jemand sagt, Mensch hört sich spannend an, was kommt zuerst? Also du hast es glaube ich eben schon gesagt, wahrscheinlich ist es Stephanie Ernst: In 3, 2, Bianca-Maria Klein: der Einstieg des Mimikrisonanz und dann würde Stephanie Ernst: Genau. Bianca-Maria Klein: das tiefer liegende G kommen, Emotionscoaching. Stephanie Ernst: Genau, also das kommt immer drauf an, was möchte derjenige. Es gibt Menschen, machen nur in Anführungszeichen die Mimik-Resonanzausbildung bei uns. Und das sind unterschiedliche Module. Das geht mit vier Tagen los. Das erste Modul ist basic und professional. Und wenn man dann sagt, jetzt habe ich Blut geleckt, jetzt möchte ich weitergehen und mich auch mit Stimme und Körpersprache. mehr beschäftigen, kann man weitermachen. Muss man nicht, kann man. Genau. So, und wenn man sagt, mich interessiert der Coaching-Aspekt auch daran. Wir haben jetzt gerade im letzten Jahr ein ganz tolles Dreiermodul aufgelegt, weil das ist so die Essenz von dem Besten. Und da geht es einmal Mimik Resonanz Basic, dann M-Trace Level 1 und hinzu kommt noch Embodiment. Da haben wir uns tatsächlich eine externe Somatic Experience Trainerin mit an Bord geholt, weil Emotionen verkörpern sich ja auch auf eine Weise. Und wir haben immer mehr gemerkt, dass das wollen und dürfen wir nicht außer Acht lassen. Und in diesem Modul geht es darum, wie kann ich das bei mir selber spüren, verorten, wie kann ich da Einfluss drauf nehmen. Aber wie kann ich eben auch meine Klienten dann anleiten, wirklich auf Körperebene zu spüren? So, also die drei Module lege ich jedem ans Herz, der sagt, ich möchte einsteigen in die Coaching-Welt. Ja. Bianca-Maria Klein: Toll. Das habe ich eben am Anfang gar nicht gesagt. Ich sage es jetzt hier und am Ende bitte noch mal dran erinnern. Du bist ja auch so lieb und hast gesagt, die, hier zuhören, kriegen Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: auch ein 10 % Preisnachlass Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: auf das nächste Mimik-Resonanz, also das Basic Professional Seminar in der Brainwuchs. Das ist in Präsenz, in Hamburg. Stephanie Ernst: Das ist in Präsenz Bianca-Maria Klein: Und wir haben auch ein Code in den Show Notes, nämlich EXPECT mit großgeschriebenem E, also von Englischerwartung. EXPECT und dann 10. Ich will es nur mal unbedingt gesagt haben, also wir werden das natürlich hier verlinken und so, dass wir auch wissen, hier Steffi bietet das wirklich an mit Herzensprojekt und erlaubt sogar einen Preisnachlass. Alle Show Notes bzw. alle Webseiten kommen in die Show Notes. Nur mal ein kurzer Werbeblock hier, ganz wichtig. Ich habe aber nochmal inhaltlich eine Frage. Stephanie Ernst: Mhm! Bianca-Maria Klein: Mimik Resonanz. kann mir vorstellen, ich habe es ja schon ein bisschen ausprobiert, dass einige denken, Gott, da sitzt jetzt so eine mir gegenüber, die kann mein Gesicht lesen. Stephanie Ernst: Ja. Bianca-Maria Klein: Na, da ist wie so Profiler, so Gott, Kriminalpolizist, da sage ich was und die erkennen, ich lüge gerade oder so. Das ist ja nicht Sinn der Sache. Stephanie Ernst: Also, erstens mal, den Mythos mag ich hier direkt auflösen, weil der ist noch sehr lebendig. Bianca-Maria Klein: Bitte. Ja. Stephanie Ernst: es gibt ein Signal, daran kann ich erkennen, dass mein Gegenüber lügt. Der kratzt sich an der Nase und schon weiß ich, es ist eine Lüge. Bianca-Maria Klein: Guckt nach oben links, oben reißt unten, fasst sich ans Ohr. Also da gibt es ja ganz viele interessante Dinge. Stephanie Ernst: Genau, genau. So einfach ist es nicht. Tatsächlich, wenn man Mimik Resonanz beherrscht, dann ist man auch besser in der Lage zu erkennen anhand der Gesamtsignalsituation. Sagt mein Gegenüber gerade die Wahrheit oder versucht der mich anzutüdeln. Genau. So und weißt du, in Mimik Resonanz steckt auch eine Haltung und die Haltung heißt niemals, ich möchte dich entlarven. sondern immer, ich möchte dich verstehen. Ich möchte Bianca-Maria Klein: Genau. Stephanie Ernst: das besser verstehen, was bei dir gerade los ist. Bianca-Maria Klein: Deswegen wollte ich es unbedingt nochmal ansprechen. Ich glaube, da sind wir wieder, was ich eben gesagt habe, dieses den anderen sehen, verstehen, wollen, also wirkliches Interesse am anderen zu sagen, ich möchte dich in einer Gesamtheit, in einer ganzen Würde betrachten. Stephanie Ernst: Ich weiß nicht. Bianca-Maria Klein: da gehört das halt unbedingt mit dazu. Also unbedingt Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: ist jetzt so der Begriff, aber wer der Interesse hat, dass man versteht, warum macht man das? Man macht es nicht, um Leute Genau wie du sagst, zu entlarven oder vorzuführen und dann irgendwelche Fragen zu stellen, so hier stimmt das überhaupt, wenn ich glaube du lügst gerade, weil du nach oben rechts geguckt hast oder was weiß ich, dich am Fuß gekratzt hast. Sondern wirklich Stephanie Ernst: Ja, ja, ja. Bianca-Maria Klein: zu sagen, man macht das, auch wenn man sich Stephanie Ernst: Hmpf! Bianca-Maria Klein: anmeldet für solche alles, wenn ich glaube, sich zu fragen, mache ich das aus echtem Interesse an den Menschen. Und Stephanie Ernst: Mhm. Mhm. Bianca-Maria Klein: das Emotionscoaching, was dann tiefer geht, also M-Trace, was ja ein richtiges, also ganz tolles Konzept ist, ja, und das ist auch eine Haltung, ja. Stephanie Ernst: Mhm. Bianca-Maria Klein: Das ist auch in Präsenz, richtig? Stephanie Ernst: Ja, genau. Das sind vier Tage in Präsent bei uns in der Brainbox in Hamburg-Eppendorf. Und das sind wirklich auch ganz schöne Räumlichkeiten, die wir haben. Wir erleben das immer wieder. Man wird ja selber ein bisschen betriebsblind. Menschen, die das erste Mal da sind, es ist immer ein Wow, ist das schön bei euch. Was uns natürlich auch erfreut. Also will sagen, ganz angenehme Lernatmosphäre. Bei M-Trace ist es so, dass vorangehend zu diesen vier Präsenttagen es ein sehr intensives Online-Training gibt. Ein E-Learning, was jeder in seinem eigenen Tempo macht. Also Bianca-Maria Klein: Okay. Stephanie Ernst: da kriegt man vorab einen Link und das sind sicherlich so 25 Stunden ungefähr, wo man sich Kapitel für Kapitel durcharbeitet und auch immer erst weiter kommt, nachdem man so einen kleinen Test bestanden hat. Dann wird man fürs nächste Kapitel freigeschaltet, also sehr gehörengerecht das Ganze. Bianca-Maria Klein: unfundiert, also im Sinne von, das ist ausführlich, ne? Also da lernt man wirklich alleine schon in dieser Online-Geschichte, lernst du viel, sind dann die vier Tage nacheinander oder? okay, sehr gut. Also ein Wochenende dabei, Stephanie Ernst: Ja, die gehen immer von Donnerstag bis Sonntag. Bianca-Maria Klein: das heißt, also es ist auch machbar für Menschen, die arbeiten und irgendwie Stephanie Ernst: auf jeden Fall. Bianca-Maria Klein: eine 5-Tage-Woche gebunden sind, okay. Stephanie Ernst: Auf jeden Fall. Bei mTrace ist es so, es gibt fünf Module insgesamt. Die kann man machen, muss man aber nicht. Bereits nach Level 1 bist du in der Lage Emotionscoachings zu machen. Bianca-Maria Klein: Und wenn jemand zu mir kommt, frag mal anders. Ich nenne mich dann Emotionscoach. Stephanie Ernst: Du bekommst auch ein Zertifikat. Der Ansatz M-Trace ist ECA zertifiziert, also European Coaching Association. das ist jetzt nicht irgendeine Sache, die Christina und ich uns hier irgendwie lustig am Küchentisch ausgedacht haben, sondern auch hinter M-Trace steckt eine Menge Wissenschaft. Das ist ein bisschen das Konzentrat aus den besten Coaching ansetzen. Für mich ist es das neue NLP. Bianca-Maria Klein: Genau, da steigen wir jetzt nicht tiefer ein, weil ich muss leider ein bisschen auf die Uhr gucken, denn ich weiß, du hast nachher noch einen Termin diesmal. Wir müssen das sonst nochmal fortführen. NLP ist Stephanie Ernst: Jawoll. Bianca-Maria Klein: Neurolinguistisches Programmieren, ist nochmal ein ganz anderer Bereich, aber es ist gut, dass du es erwähnst, denn das wird ja manchmal alles bisschen vermischt. Und da ist ja auch bisschen der Mythos, das macht man halt, Leute zu manipulieren, so Spiegeltechniken und so. Das machen wir jetzt mal nicht auf, Fass, aber ganz wichtig ist, was du sagst. Das ist nicht etwas, was man sich einfach mal so eben ausgedacht hat als neue Coaching-Methode, sondern das sind im Prinzip Coaching-Methoden, zusammengefasst, zertifiziert, überarbeitet, immer wieder. ich mache jetzt hier bisschen für dich diesen Werbeteil. Aber warum Stephanie Ernst: Ja. Bianca-Maria Klein: mir das so wichtig ist, weil ich merke, Menschen, die sich damit beschäftigen, treten ja auch ganz anders auf. Die kommen auch anders in ein Business-Coaching, wenn die sich schon mal vorher mit ihren Emotionen beschäftigt haben. Was mir nur wichtig ist, wenn man sich dann Emotionscoach nennt, da kommen Leute, die Themen und Herausforderungen haben, vielleicht ja auch einfach nur beruflich, die wissen aber noch gar nicht, dass es im Zusammenhang mit ihren Emotionen steht. Stephanie Ernst: Ja, Bianca-Maria Klein: Hach! Stephanie Ernst: warum wissen Sie das nicht, wenn Sie zu einem Emotionscoach gehen? Bianca-Maria Klein: Das wollte ich gerade fragen. Wie weiß man dann, dass ich zu einem Emotionscoach gehe? Stephanie Ernst: Bestenfalls klärt man das in einem telefonischen, kurzen Erstgespräch oder man nennt sich von vornherein Emotionscoach. Ich kläre das im Erstgespräch, wenn jemand dann tatsächlich live bei mir ist, noch mal sehr genau auf und sage, dass was wir hier machen in unserer Arbeit geht über ein normales kognitives Coaching. hinaus und erkläre die Technik, was wir wirklich genau machen werden, in welches Fenster wir im Gehirn da eingreifen werden, weil ein bisschen ist Emotionscoaching so, als wäre man ein Gehirnarchitekt und so, als würde man das Interior Design des Coaches verändern. Die Möbel so verrücken, dass sie im heutigen Leben günstiger stehen und vielleicht auch mal Möbel komplett austauschen. Bianca-Maria Klein: Ja, aber das Interior-Design, das finde ich gerade total wichtig. Also du veränderst Stephanie Ernst: Ohne. Bianca-Maria Klein: nicht die Struktur, du baust ja nicht das Haus komplett mit neuen Mauern und so. Das Stephanie Ernst: Mhm. Mhm. Bianca-Maria Klein: finde ich ein super schönes Bild, finde ich richtig gut. Bisschen Feng Shui-mäßig, ja, Stephanie Ernst: Und dann machts. Bianca-Maria Klein: man die Inneneinrichtung Mega. Stephanie, nochmal, weil ich weiß, du musst leicht weg. Also alles easy. Okay, ich habe immer noch... Stephanie Ernst: Na alles easy peasy, ich sag mal so 5-10 Minuten hab ich noch. Bianca-Maria Klein: Okay, super, super, okay. Denn ich hätte natürlich noch ganz viele Fragen, wie immer. Es ist echt so herrlich, wenn ich meine Leute hier interviewe, meine Gäste. Ich lieb das da so tief einzusteigen. Erstmal grundsätzlich, ich finde extrem wichtig und relevant was, was ihr macht. Ich glaube, das müsste tatsächlich an die Schulen. Deswegen, das wollte ich dich gerade fragen. Ist es Stephanie Ernst: Wir sind ehrenamtlich an Schulen tätig mit Mimik Resonanz. Bianca-Maria Klein: Kommt es nicht irgendwann mal als Fach in die Schulen? Ihr macht es ehrenamtlich. Okay, interessant. Stephanie Ernst: Weißt du, der Dirk Eilert in Berlin, der Entwickler dieser Ansätze ist, der hat den Mimik Resonanzverein gegründet und wir gehören der Sache auch an. genau, Schulen können uns anfragen und wir kommen dann in die Klassen und machen das ehrenamtlich. Also sobald es die Lehrkräfte geht, da kommt dann auch Geld ins Spiel. Aber mit Schulklassen arbeiten wir ehrenamtlich. Bianca-Maria Klein: Und glaubst du nicht, dass das, ich meine sogar, es ist in einigen Ländern, aber könnte das nicht mal ein Schulfach werden, Emotion? Stephanie Ernst: Doch, auf jeden Fall. jeden Fall. Die skandinavischen Länder, die sind uns da ja sehr weit voraus. Ich glaube, in England auch. Klar, das macht total Sinn. Auf jeden Fall. Weil meine Geschäftspartnerin, Christina, die arbeitet auch mit Kindern. Das mache ich nicht mehr. Also alles, was unter 14 Jahren ist, schiebe ich rüber zu Christina und sie sagt auch Es ist erschreckend zu sehen, wie das immer mehr abnimmt bei den Kindern, das benennen zu können, was die fühlen. Und ihr Mann ist Grundschullehrer und der bestätigt das auch immer wieder. Bianca-Maria Klein: Das ist interessant, das ist ja eigentlich fast ein Widerspruch, dass wir sagen, Kinder können das immer weniger benennen. Stephanie Ernst: Mh. Bianca-Maria Klein: Zu dem, was wir gesagt haben, das wird eigentlich besser, weil man eigentlich glaubt, dass die Generationen sich mehr mit Emotionen beschäftigen. Stephanie Ernst: Na ja, weißt du was, die Generationen sind eher bereit, Hilfe anzunehmen und dahin zu gucken und haben nicht eine Idee von, wenn ich das mache, dann bin ich verrückt, dann bin ich krank, sondern kommen mehr aus einer Haltung heraus, ich möchte das verstehen und ich möchte gucken, wie ich das vielleicht selber beeinflussen kann. genau. Bianca-Maria Klein: Ja, okay, okay, interessant. Aber deswegen, bin ja da wirklich der Ansatz, was ich gerade sagte, also ich habe so viele, das sind ja alles erwachsene Leute bei mir, die sind ja alle über 18 und ich finde Stephanie Ernst: Hmm. Bianca-Maria Klein: es immer wieder erstaunlich, wie wenig Bezug wir zu uns selbst haben und das ist ja mit Selbstwert und Emotionen und deswegen, je Stephanie Ernst: Mhm. Mhm. Mhm. Bianca-Maria Klein: früher wir das beibringen und je früher wir unsere Kinder auch da einfach in den Zusammenhang bringen oder ihnen die Möglichkeit schaffen, darüber was zu lesen. Oder es gibt ja Gott sei Dank auch, ich habe mal ein bisschen auch mal ein paar Bücher geschnuppert für Kinder, wo Emotionen dargestellt werden und so. Toll, also ich hätte mir gewünscht, ihr hättet das als Kind schon gehabt. Gott sei Dank, ich glaube, da ist eine Entwicklung, Stephanie Ernst: Mh. Mh. Mh. Bianca-Maria Klein: aber es ist schön zu hören, dass ihr das auch dann anbietet. Stephanie Ernst: Weißt du, Bianca, einer unserer größten Kunden kommt aus dem Finanzbereich. Und wir haben da, ich glaube, schon und bei 800 Mitarbeiter in Mimik Resonanz ausgebildet. Und das ist für uns so schön zu sehen, wie die Buschtrommel da arbeitet. Und ganz viele am Anfang sagen, ich komme auf Empfehlung von hahaha, weil die haben mir erzählt, dass das ein so spannendes Training. ist. Und weißt du Mimik Resonanz, ich hab das Gefühl, da trauen sich die Leute, weil es fühlt sich zunächst so nach etwas, ach, ich kriege eine Anleitung über nonverbale Kommunikation lernen. Und so ist es ja auch. Aber gleichzeitig von hinten durchs Knie. erfährst du ganz viel über dich selbst, wie du funktionierst, wie du tickst, was Emotionen mit dir machen und dass das okay ist, dahin zu horchen. Bianca-Maria Klein: Ja, absolut. Toll. Nein, also von daher, großes Shout-out. Das ist wirklich wichtig. Das ist wichtig, sich damit zu beschäftigen. Und selbst wenn man nach einem Podcast, den ihr hier gerade hört, nach dieser Folge, nur mal euch einfach informiert über diese Möglichkeiten. Ja, und auch einfach mal auf die Webseite guckt und mal spürt, was macht das mit mir? Interessiert mich das? Möchte ich da mehr einsteigen? Also ich kann es allen ein Herz legen, weil das echt einfach ein unglaublich wichtiges Thema ist, wenn wir mehr Verbindung mit anderen Menschen schaffen wollen. Stephanie Ernst: Ja. Bianca-Maria Klein: Stephanie, zwei Mini-Fragen noch zum Schluss, die ich allen meinen Gästen stelle. Stephanie Ernst: Ja. Bianca-Maria Klein: Stell dir vor, du triffst die 20-jährige Stephanie. Was würdest du ihr raten oder ihr sagen aus deiner heutigen Sicht? Stephanie Ernst: mein Gott, ist eine Frage, die berührt mich, Bianca. Was würde ich ihr sagen? Du ahnst es jetzt noch gar nicht, was alles in dir steckt. Glaub an dich! Ich glaube, ist der Rat, den ich ihr geben würde. Bianca-Maria Klein: Und jetzt dein Stephanie Ernst: Hehehe! Bianca-Maria Klein: Gesicht dazu zu sehen und deine Mimik zu sehen, für alle, uns nur zuhören, der weiß, was Mimikresonanz ist, da krieg ich auch gerade Tränen in die Augen. Stephanie Ernst: Ja, Berührung berührt uns immer, auch wenn wir das bei anderen sehen. Bianca-Maria Klein: Ja, ja. Ach, schön, dass sich das gerade berührt. Okay, ja. Die nächste Frage und die letzte Frage. Stephanie Ernst: Jetzt hab ich schon Angst. Bianca-Maria Klein: Nein, nein, nein, ganz easy. Ist ja schön, dass du so reagierst. Ist Stephanie Ernst: Ja, klar. Bianca-Maria Klein: ja richtig toll. Stell dir vor, du hast alles Geld der Welt. Der Ese steht vor der Tür und spuckt alles aus, was du brauchst. Du hast keinen Zeitdruck und du Stephanie Ernst: Mhm. Mhm. Bianca-Maria Klein: hast keine Angst. Stephanie Ernst: Ja. Bianca-Maria Klein: Was würdest du ab morgen tun? Stephanie Ernst: Ich glaube, ich würde gar nicht so wahnsinnig viel verändern. Meinen Beruf würde ich auf jeden Fall weitermachen, weil das habe ich dir schon von Anfang an erzählt. Dieser Beruf ist für mich auch so etwas wie Berufung. Das ist mein liebstes Hobby, Menschen zu verstehen. Also das würde ich so lassen. Ich glaube, ich würde mehr reisen. Ich würde Reisen machen, die ich jetzt aus finanziellen Gründen mir vielleicht verwehre. Die würde ich dann machen. Ich würde meine Kinder auch mehr besuchen. Meine Tochter ist gerade in Argentinien auf einer Ranch arbeitend. Ich glaube, die würde ich als erstes dann im Sommer besuchen fahren. Bianca-Maria Klein: Ach wie schön! Stephanie, wie toll! Ich möchte gar nicht aufhören, dir zu reden. Stephanie Ernst: Hm? Bianca-Maria Klein: Ganz, ganz, ganz herzlichen Dank, dass du da warst. Also nochmal hier ein kleines Geschenk von deiner Seite. Also vielen Dank. Alle, hier zuhören, guckt auf den Show Notes. Da ist einmal der Code für 10 Prozent Preisnachlass beim Mimik Resonanztraining. Und alle anderen Infos sind auch da, wenn man mit dir in Kontakt treten möchte und auch vielleicht einfach auch erst mal nur für ein Gespräch. Nur zu verstehen, ist das was für mich oder nicht? Ich sag jetzt erstmal Stephanie Ernst: Absolut, man darf mich sehr gerne anrufen, Bianca. Bianca-Maria Klein: Ja, also genau, kontaktiert Stemmini, auch wenn ihr nur überlegt, okay, wer war es vielleicht, aber ich weiß es noch nicht so genau und vielleicht oder wann kann ich das machen, wie ist das mit den Terminen und so. Da sind ja fixe Termine, aber wie oft findet das statt? All diese Dinge, wenn ihr es nicht auf der Webseite findet, einfach melden. Ich sage einfach ganz, ganz, ganz, ganz herzlichen Dank, dass du da warst. Es hat mich gerade selber berührt und ich könnte stundenlang darüber weiterreden, weil ich dieses Thema ja auch so liebe. Wir bleiben sowieso in Kontakt, Stefanie, und danke, dass du da warst. Gibt es noch etwas, was du sagen möchtest? Stephanie Ernst: Also erstmal ganz, ganz herzlichen Dank. Es hat mir so viel Spaß gebracht. Da schwingt ja was zwischen uns beiden. Ganz schön, ich werde sehr beseelt hier rausgehen. Und ich mag einfach alle ZuhörerInnen ermutigen, sich mit ihren eigenen Emotionen zu beschäftigen. Weil das ist was Freudvolles und das kann auch ganz viel Spaß machen. Bianca-Maria Klein: In diesem Sinne, Liebe, danke, danke, danke und bis ganz bald. Stephanie Ernst: Ja, bis sehr bald. Tschüss! Bianca-Maria Klein: Cheers!