Latest / Kitaradio / Spracherwerb in der Kita
Transcript
- 0:03Speaker 1: Heute haben wir das Thema Sprache wächst im Alltag.
- 0:13Speaker 1: Wie alltags integrierte Sprachbildung wirklich gelingt, heute in Kindergarten Sandmichael hier in Brühl mit Katharina Schweitzer.
- 0:25Speaker 1: Ja, Sprachbildung ein großes und wichtiges Thema.
- 0:28Speaker 1: immer mehr Kinder kommen in die Einrichtungen Und haben Schwierigkeiten, Herausforderungen, bringen Kapazitäten und Ressourcen mit.
- 0:36Speaker 1: Die der Kindergarten bündeln muss und auch darf!
- 0:41Speaker 1: In einer kulturellen Vielfalt werden viele Sprachen gesprochen... ...und vielleicht nicht gut verstanden.
- 0:47Speaker 1: Heute spreche ich mit Katharina Schweitzer darüber.
- 0:49Speaker 1: Vielen Dank Hallo Ja schön dass du dir die Zeit genommen hast.
- 0:56Speaker 1: Wir sprechen ja heute über das Thema Sprache wächst im Alltag.
- 1:00Speaker 1: Wenn du den Satz hörst, was geht dir denn vielleicht auch als erstes durch den Kopf?
- 1:04Speaker 0: Also als Erstes.
- 1:05Speaker 0: Du hast es ja schon gesagt Es geht um die Ressourcen der Kinder.
- 1:09Speaker 0: Was bringen sie mit?
- 1:11Speaker 0: und darauf müssen wir aufbauen Sie sozusagen da abholen wo sie stehen
- 1:17Speaker 1: Wo sie stehen.
- 1:18Speaker 1: ein ja schon großes Wort würde ich sagen Wo stehen denn die Kinder derzeit?
- 1:23Speaker 1: wenn du eure Kinder mal vielleicht auch vergleichs in eurer Einrichtung
- 1:27Speaker 0: also ist ganz unterschiedlich.
- 1:29Speaker 0: Das eine Kind kommt vielleicht im Kern aufgrund organischer Bedingungen nicht sprechen.
- 1:34Speaker 0: Das andere Kind kommt und spricht kein Deutsch, aber dafür die Muttersprache sehr gut.
- 1:39Speaker 0: Dann kommt wieder ein Kind ... das spricht altersentsprechend oder das nächste Altersüberdurchschnittlich.
- 1:47Speaker 0: Es ist wirklich unterschiedlich Und es geht um zu gucken was braucht das Kind?
- 1:52Speaker 0: Braucht es vielleicht die deutsche Sprache?
- 1:55Speaker 0: eine Wortschatz-Erweiterung, braucht es vielleicht eine Logopädin?
- 2:02Speaker 0: Dann sind wir schlichtweg der falsche Ansprechpartner.
- 2:06Speaker 0: Was die Therapie angeht.
- 2:08Speaker 0: aber durchaus müssen wir trotzdem unterstützend arbeiten.
- 2:13Speaker 1: Unterstützend Arbeiten ja schon das nächste interessante Satzkonsolation wie kann man denn den Kind sprachlich unterstützen?
- 2:23Speaker 0: Genau das ist es da abholen, wo's steht.
- 2:26Speaker 0: Also wenn das Kind zum Beispiel sagt pipi Das ist ein Wort, das lernen die Kinder relativ schnell Dann kannst du sagen Ah!
- 2:35Speaker 0: Du musst pipi dann geh auf die Toilette also die Sätze vervollständigen Die Worte aufnehmen dies mehr gibt Memories spielen Angelspiele beispielsweise kreieren oder Tischspiele spielen, die einfach für den Alltag des Kindes Worte beinhalten, die es braucht.
- 2:57Speaker 1: Beinhalten was braucht denn eine gute Sprachbildung eigentlich?
- 3:02Speaker 0: Also wichtig ist natürlich die Kommunikation mit den Kindern.
- 3:06Speaker 0: Was sind die Themen der Kinder?
- 3:08Speaker 0: Was spielen sie gerne?
- 3:10Speaker 0: wie können Sie denn Kontakt aufnehmen zu anderen Kindern?
- 3:14Speaker 0: Beispielsweise stelle ich mir jetzt ein Mädchen vor, das gerne in die Puppen-Ecke geht und dort würde es gerne mit anderen Kindern spielen.
- 3:22Speaker 0: Jetzt muss du doch mal wissen was ist denn eine Puppe?
- 3:26Speaker 0: Braucht die Pappe vielleicht Kleidung?
- 3:29Speaker 0: wie kann man die Kleidungen benennen?
- 3:31Speaker 0: Man könnte dort etwas kochen!
- 3:34Speaker 0: Man braucht vielleicht einen Teller.
- 3:36Speaker 0: diese Dinge braucht das Kind dann für seine Interessen für sein Spiel Für den Alltag.
- 3:42Speaker 0: prinzipiell muss das Kind natürlich wissen, wenn die Erzieherin sagt wir gehen in die Garderobe und ziehen uns eine Jacke an.
- 3:50Speaker 0: Was ist denn überhaupt eine Jacque?
- 3:52Speaker 0: Und wichtig ist es einfach ja die Handlungen, die man selber macht sprachlich zu begleiten.
- 4:01Speaker 0: Ja
- 4:03Speaker 1: Begleitung ihr habt gerade auch gesagt dass ihr in der Entwicklung seid für Sprachentwicklung hier in eurer Einrichtung.
- 4:13Speaker 1: wie Ist in der Zeit erstand, seid ihr noch in den Schuhen oder geht schon auf große Wanderschaft?
- 4:21Speaker 0: Genau.
- 4:21Speaker 0: Also ich persönlich besuch zurzeit eine Fortbildung die erstreckt sich so über ein Jahr an der pH Heidelberg zum Thema Sprache, Sprachentwicklung, Sprachtförderung im Alltag Alltagsintegrierte Sprachförderung, Sprachstandserhebung.
- 4:43Speaker 0: Also prinzipiell ist es so dass man erst mal wissen muss was muss dann ein Kind wann eigentlich können und ab wann is denn welche Förderung notwendig?
- 4:58Speaker 0: Es gibt ja verschiedene Methoden, verschiedene Beobachtungsbögen die man nutzen kann für die Sprachstandserhebung.
- 5:04Speaker 0: da sind wir jetzt gerade am Austesten was für unsere Einrichtungen gut habt Bogen wäre, mit dem wir gut arbeiten können.
- 5:11Speaker 0: Und dann geht es darum, Förderpläne für die Kinder zu erstellen und einfach uns Ziele zu setzen – realistische Ziele, die die Kinder erreichen können!
- 5:21Speaker 0: Mit verschiedenen Methoden.
- 5:24Speaker 1: Kannst du mir da zwei drei Methoden vielleicht auch nennen?
- 5:27Speaker 0: Also eine Methode nenne ich dir jetzt, die ich super gut finde.
- 5:31Speaker 0: Das ist.
- 5:31Speaker 0: die Dialogische Bilderbuchbetrachtung Die habe ich in der Fortbildung eigentlich erst richtig gut kennengelernt Geht weg vom klassischen Vorlesen in der Großgruppe.
- 5:44Speaker 0: Sondern betrifft die Sprachförderung mit ein zwei oder drei Kindern Wobei ich in einer Praxis festgestellt habe.
- 5:52Speaker 0: wenn man sich wirklich Zeit für einen Kind nimmt ist es wirklich am effektivsten.
- 5:58Speaker 0: und das heißt, dass Kind führt durch dieses Bilderbuch.
- 6:01Speaker 0: Man geht komplett weg von dem Text sondern überlegt sich sozusagen mit dem Kind.
- 6:07Speaker 0: worum geht es denn in diesem Buch?
- 6:10Speaker 0: Und der Fokus ist genau da wo das Kind seinen Fokus hat.
- 6:15Speaker 0: also wenn das Kind den Fokus auf der roten Blume hat die im Bilderbuch zu sehen ist dann kann man darüber sprechen.
- 6:26Speaker 0: beim Kind liegt, dass das Kind mir beschreibt was es sieht und ich anregende Fragen stelle beispielsweise auch nur oh!
- 6:35Speaker 0: Was passiert denn da?
- 6:37Speaker 0: Und dann kann das Kind sprechen und mir erklären.
- 6:42Speaker 0: Wenn das Kind noch nicht so weit ist, dass es überhaupt sprechen kann, dann kann er's in dem Moment zeigen und ich kann benennen Das wäre eine Methode, die finde ich einfach richtig super und die kann man in ganz ganz vielen Alltagssituationen auch anwenden.
- 6:58Speaker 0: Beispielsweise im Spiel oder beim Anziehen.
- 7:03Speaker 0: ja das Kind zeigt auf der Jacke Ich benenne die Jacke Oder es möchte Die Jacke zugemacht bekommen, ich benenne den Reißverschluss sind wirklich Kleinigkeiten aber Der Fokus ist einfach darauf, der Sprachanteil liegt beim Kind.
- 7:21Speaker 1: Also in Kleinigkeiten liegt das Schwerpunkt?
- 7:23Speaker 0: Sozusagen ja!
- 7:25Speaker 1: Würdest du denn sagen es wird immer herausfordernder oder ist es eine Herausforderung Kindern die deutsche Sprache näher zu bringen?
- 7:34Speaker 0: Es ist tatsächlich so dass wir hier in einer Einrichtung sind Wo ich sagen würde, es ist ziemlich Bullerbühe.
- 7:42Speaker 0: Die Kinder lernen ja auch voneinander und wir haben hier wirklich eine sehr, sehr gute Mischung aus Kindern die vielleicht kaum Deutsch sprechen und aus Kindern, die sehr gut Deutsch sprechen.
- 7:54Speaker 0: Und die Kinder profitieren natürlich voneinander und hier ist es ... Ja, würde ich wirklich sagen eine gute Mische.
- 8:01Speaker 0: Es gibt natürlich andere Einzugsgebiete da ist das nicht so und da ist die Herausforderung mit Sicherheit viel größer.
- 8:10Speaker 0: Aber hier für uns, ich würde sagen es ist vielleicht ein bisschen umdenken und ein anders machen.
- 8:21Speaker 0: Und das ist die Herausforderung aber nicht die Kinder selbst.
- 8:26Speaker 1: Was könnte denn für euch die Herausforderungen sein?
- 8:30Speaker 0: Es wirklich verinnerlichen dass der Sprachanteil beim Kind liegt Dass man abwartet dem Kind Zeit gibt und zuhört.
- 8:41Speaker 0: Man hört den Kindern so im Alltag.
- 8:43Speaker 0: Aber das Abwarten, das ist der Schlüssel.
- 8:46Speaker 0: Das ist die Herausforderung, würde ich sagen.
- 8:49Speaker 1: Würdest du denn sagen, dass die Herausforderungen noch weiter wachsen?
- 8:53Speaker 1: Also was könnte noch eine Herausforderung sein zum Thema Sprache im Alltag?
- 9:00Speaker 0: Die Herausforderung in Bezug zu Sprachen im Alltag ist natürlich so ... Ja, dass Kinder für die Schule vorbereitet sind.
- 9:11Speaker 0: müssen auch sprachlich soweit sein sollten, dass sie den Schulalltag gut bewältigen können und dort die Anforderungen verstehen und umsetzen können.
- 9:21Speaker 0: Das ist mit Sicherheit ja das.
- 9:24Speaker 0: was schwierig ist wird.
- 9:28Speaker 0: ob sich's ins negative entwickelt weiß ich nicht.
- 9:33Speaker 0: Ich denke auch da muss man einfach umdenken anpassen.
- 9:39Speaker 1: Was könnte man denn deine Ansicht nach schon vielleicht auch anpassen?
- 9:45Speaker 0: Eben genau das.
- 9:46Speaker 0: Abwarten, abwarten und zuhören!
- 9:51Speaker 0: Auch wenn ich weiß dass das Kind vielleicht auf die Toilette geht kann nicht trotzdem fragen wo es hingeht.
- 9:57Speaker 0: Auch wenn Ich weiss dass das kind eine andere Gruppe besucht kann nicht Trotz dem Fragen Wo gehst du denn hin?
- 10:04Speaker 0: Es hat auch Was mit einer Wertschätzung zu tun, ja ich sehe das Kind und ich kann auf diese Antwort warten.
- 10:11Speaker 0: Und das kann man auch bei sehr fehlen Kindern in der Gruppe.
- 10:14Speaker 0: Es gelingt nicht bei jedem Kind jeden Tag aber oft – sehr oft!
- 10:22Speaker 1: Was ist explizit für dich ein Moment wo du sagst im Kindergarten findet Sprache statt?
- 10:31Speaker 0: Also auf jeden Fall während den Spielsituationen In denen ich mit dem Kind spiele, ob das jetzt in einer Puppenecke ist oder in der Bauecke.
- 10:41Speaker 0: Oder auch ein Tischspiel.
- 10:44Speaker 0: Es findet Sprache statt ganz besonders beim Umziehen und Anziehen kann man sehr viel benennen und da es sofort griffbereit und umsetzbar und auch zeigbar würde ich sagen Ja, aber natürlich auch bei den Bilderbuchbetrachtungen beim Kochen.
- 11:06Speaker 0: Also eigentlich hat man ja sehr viele Situationen.
- 11:12Speaker 1: Was wünschst du dir vielleicht auch für die Zukunft zum Thema Sprachentwicklung in den Kitas?
- 11:19Speaker 0: Naja also was ich mir wünschen würde wäre natürlich utopisch.
- 11:24Speaker 0: um es noch besser zu machen sind natürlich Gegebenheiten schaffen wie zb weniger Kinder in der Gruppe.
- 11:34Speaker 0: Es ist natürlich so, wenn ich fünfundzwanzig habe kann ich ja einem viel kleineren Teil der Kinder zuhören wie wenn ich vielleicht nur zwanzig hab.
- 11:47Speaker 0: Das wäre natürlich ein Wunsch aber der ist sehr unrealistisch würde
- 11:51Speaker 1: ich sagen.
- 11:53Speaker 1: Siehst du die Gruppengröße als Herausforderung zum Thema Sprachentwicklung?
- 11:58Speaker 0: Ja absolut!
- 12:00Speaker 0: Die Gruppen grüße.
- 12:01Speaker 0: in Bezug auf den Personalschlüssel
- 12:04Speaker 1: Ja, du hast jetzt das wunderbare Wort oder das Wort Personal erwähnt.
- 12:10Speaker 1: Du arbeitest oder hier in den Einrichtungen... ...in Deutschland auch in den Kitas ist das Personal ja auch sehr vielseitig aufgestellt mit kulturellen Hintergründen verschiedenste Art und Weise und auch verschiedene Sprachniveaus ausgestattet.
- 12:29Speaker 1: Wie siehst du denn das?
- 12:31Speaker 0: Also Hier bei uns haben wir überwiegend nur, würde ich sagen deutsche Muttersprachler.
- 12:43Speaker 0: Wir haben auch Kolleginnen die auch nach einer anderen Sprache fließend sprechen beispielsweise italienisch oder so.
- 12:50Speaker 0: Ich finde wir sind hier schon sehr gut aufgestellt was das angeht.
- 12:55Speaker 0: Sprache, Wortschatz, Kommunikation mit den Eltern gehört ja natürlich auch dazu.
- 13:05Speaker 1: Wie sieht das aus bei euch?
- 13:08Speaker 0: Also wir haben ja die StayInformed-App.
- 13:11Speaker 0: Die nutzen wir für Infos beispielsweise, ich sage jetzt mal pauschale Elterninfos und die ist natürlich in vielen verschiedenen Sprachen einstellbar.
- 13:21Speaker 0: Das kann jeder so einstellen wie er das braucht und möchte.
- 13:28Speaker 0: Natürlich sind wir immer bemüht mit Händen und Füßen zu sprechen oder nutzen auch eine Übersetzungsapp Wenn es mal wirklich schwierig wird, ja bisher haben wir aber alles gut gemeistert.
- 13:40Speaker 0: Würde ich sagen also ein Hoch auf die Übersetzungs-App und das Handy.
- 13:45Speaker 0: Ja, dass nutzen wir tatsächlich manchmal.
- 13:48Speaker 1: Also Sprachförderung auch für die Familien gelingt durch Übersetzung und Umdenken?
- 13:54Speaker 0: Ja!
- 13:56Speaker 0: Ja einfach einsetzen was man hat würde ich sagen offen sein.
- 14:02Speaker 1: Offensein.
- 14:03Speaker 1: Wie kommt es denn an in eurem Team, dass ihr jetzt den Schwerpunkt auf
- 14:08Speaker 0: Sprache legt?
- 14:09Speaker 0: Naja also ist natürlich so.
- 14:12Speaker 0: Wenn ich jetzt meine Gruppe habe von fünfundzwanzig Kindern und ich denen sage wir gehen jetzt in die Garderobe und ziehen uns Jacke und Schuhe an und davon verstehen mich zwanzig und nur in Anführungsstrichen fünfen muss sich das nochmal anders erklären haben natürlich alle was davon.
- 14:33Speaker 0: Und ich glaube, das muss das Team auch so sehen.
- 14:35Speaker 0: oder das sieht das Team also so, dass es für uns natürlich eine Arbeitserleichterung ist je mehr die Kinder verstehen und je besser sie sich sprachlich ausdrücken können.
- 14:47Speaker 0: von daher ja ist für uns als Team der Fokus auf Sprache, Sprachförderungen, Wortschatz, Erweiterung im Sinne verstehen und sprechen.
- 15:04Speaker 0: Es hat jeder was davon, würde ich sagen das Team und die Kinder.
- 15:10Speaker 1: Hast du denn ein Tipp vielleicht auch direkt ans Team wie man Sprache im Alltag noch intensiver begleiten kann?
- 15:21Speaker 0: Ja tatsächlich sich auch mal eins zu eins Situationen widmen
- 15:25Speaker 1: Das kann aussehen zum Beispiel
- 15:27Speaker 0: Zum Beispiel nur mit einem Kind eben so eine dialogische Bilderbuchbetrachtung durchführen.
- 15:32Speaker 0: Das heißt nicht, dass es dreißig Minuten gehen muss.
- 15:35Speaker 0: Ja das reichen fünf Minuten oder zehn Minuten.
- 15:38Speaker 0: aber das sind glaube ich die Schlüsselmomente.
- 15:41Speaker 0: und ich denke ja man muss auch immer wieder gucken oder diesen erfolgenden Anführungsstrichen sehen und die Entwicklung des Kindes und dann
- 15:54Speaker 1: kann man
- 15:55Speaker 0: zufrieden sein.
- 15:57Speaker 1: Macht ihr den Sprachstandserhebungen?
- 15:59Speaker 0: Noch nicht.
- 16:01Speaker 0: Genau, wie gesagt wir überprüfen jetzt gerade was für uns der passende Bogen wäre und ja natürlich mit dem Ziel auch Ergebnisse zu sehen die Sprachstandserhebung durchzuführen und dann im nächsten Jahr wieder durchzufüllen und dann zu sehen auch wirklich schwarz auf weiß zu sehen wie sich das Kind entwickelt hat oder vielleicht auch zu sehen dass die Entwicklung dahin geht, dass es eine anderweitige Unterstützung braucht.
- 16:31Speaker 0: Also das kann ja auch sein, dass man das einfach feststellt, dass das was wir hier anbieten können nicht reicht und dann mit den Eltern ins Gespräch gehen, dass sie den Kinderarzt ins Boot holen und überlegen, was für ein Kind notwendig
- 16:47Speaker 0: wäre.".
- 16:49Speaker 1: Wie sieht denn so ne Sprachstandserhebung aus die ihr vielleicht schon getestet habt?
- 16:54Speaker 0: einen Bogen getestet für deutschsprachige Kinder und für Kinder mit Migrationshintergrund.
- 17:04Speaker 0: Es ist so, dass viele Beobachtungen aus Alltagssituationen entstehen beispielsweise Wortschatz, Grammatik.
- 17:16Speaker 0: wie bildet das Kind die Sätze?
- 17:19Speaker 0: Inwieweit ist die Grammatikk richtig?
- 17:25Speaker 0: Wie sieht die Artikulation aus, bildet es alle laute richtig?
- 17:29Speaker 0: Das wird dann sozusagen angekreuzt und notiert hinterher im Punktesystem ausgerechnet und ausgewertet.
- 17:39Speaker 0: Und dann kann man anhand von einer Tabelle ganz klar sehen in welchem Bereich das Kind Unterstützung braucht.
- 17:46Speaker 0: also ist es eben die Grammatik oder ist es die Articulation oder ist der Wortschatz?
- 17:51Speaker 0: ja so sieht das bei uns aus.
- 17:55Speaker 1: Wie viel Zeit braucht denn ca.
- 17:56Speaker 1: so eine Sprachstandserhebung für ein Kind?
- 18:01Speaker 0: Relativ viel Zeit, es kommt natürlich auch darauf an wie geübt man ist.
- 18:05Speaker 0: Man sollte das Kind gut kennen.
- 18:06Speaker 0: also es macht Sinn sich wirklich Zeit zu nehmen und dass auch über mehrere Tage zu schauen was kann das Kind.
- 18:18Speaker 0: Also es bringt natürlich auch nicht das Kind in der Prüfungssituation zu versetzen.
- 18:24Speaker 0: Das ist nicht unser Ziel, wir wollen das sozusagen im Alltag überprüfen und von daher kann ich es jetzt in Minuten gar nicht so pauschal sagen.
- 18:34Speaker 0: aber ja ich denke die Sprachstandserhebung an sich darf man nicht an der Zeit messen weil dass natürlich auch wieder eine Sprachfördersituation für das Kind darstellt.
- 18:48Speaker 0: was vielleicht an derzeit messbar wäre wäre diese Auswertung und da kommt's natürlich auch darauf an wie geübt bin ich denn?
- 18:54Speaker 0: Wie vertraut ist mir der Bogen?
- 18:57Speaker 0: und da kann es schon sein, dass man vielleicht auch zwanzig Minuten, dreißig Minuten braucht für einen Kind.
- 19:04Speaker 0: Jetzt kann man sich's hochrechnen bei fünfundzwanzig Kindern in der Gruppe.
- 19:10Speaker 0: natürlich macht man nicht für jedes dieser fünfund zwanzige Kinder gleichzeitig eine Sprachstandserhebung aber im Laufe derer Kindergartenzeit natürlich schon.
- 19:21Speaker 0: Es geht für eine Auswertung schon immens viel Zeit drauf.
- 19:27Speaker 1: Immenzviel Zeit?
- 19:30Speaker 1: Ja, jetzt habe ich noch eine Frage.
- 19:33Speaker 1: Alltagsindekrete Sprachbildung gelingt wirklich gut wenn
- 19:40Speaker 0: Wenn wir uns diese Zeit dafür nehmen und auch selbst motiviert sind.
- 19:48Speaker 1: Mit diesem Abschlusssatz bedanke ich mich bei dir.
- 19:51Speaker 1: Wir hatten heute das Thema Sprache wächst im Alltag.
- 19:55Speaker 1: Ja, Sprachstandserhebung.
- 19:57Speaker 1: Dialogische Bilderbuchbetrachtung.
- 20:00Speaker 1: Kindern und auch Kollegen mit unterschiedlichen Sprachniveaus.
- 20:05Speaker 1: Wie geht man damit um?
- 20:07Speaker 1: Wie kann man da im Alltag gut mit agieren und zusammenarbeiten?
- 20:11Speaker 1: Ich bedanke mich bei dir!
- 20:13Speaker 0: Ich bedank mich auch!
- 20:14Speaker 1: Mein Name ist Marc Urbann.
- 20:16Speaker 1: Vielen Dank, dass Sie dabei waren – bis auf ein baldiges Wiederhören!
- 20:22Speaker 1: Der Podcast mit Themen und allem Wissenswerten rund um Kita & Pedagogik.